Bruder Adam

Am 25. September 1949 soll ein Bruder Adam in Augsburg im engsten Kreise seiner Brüder vom Deutschen Marien-Ritter-Orden über seine Marienerscheinung berichtet haben, die er am 15. August 1949 in Würzburg hatte.
Die Schauungen Adams scheinen gerüchteweise weitaus umfangreicher gewesen zu sein, als sie von Bekh wiedergegeben wurden. Auf einem Treffen des Weltenwendeforums im Februar 2012 erzählte ein Gast von einer Frau, die ordnerweise Aussagen von Bruder Adam besäße, diese aber nicht herauszugeben gewillt sei.

Quellentext

Wolfgang Johannes Bekh (1988) – Am Vorabend der Finsternis[1][2]

„Es war am Himmelfahrtstag Mariens, in der Benediktinerkirche in Würzburg. Plötzlich wurde es Licht und klar um die Muttergottesstatue, da war ich in ‚gehobenem Zustand’, und es erschien die Muttergottes, aber nicht aus Fleisch und Blut. Sie trug auch kein Kleid, sondern war nur wie in Licht getaucht. Die Krone war blankes Licht. Wenn sie dagegen körperlich erscheint, hat sie ein Kleid an und ist in einen Mantel gehüllt. (Es handelte sich um eine visionäre Erscheinung der Gottesmutter – als ätherische Lichtgestalt – im Gegensatz zur stofflichen Erscheinung in ihrer menschlichen Natur. Mit ihrem menschlichen Körper können nur Christus selbst und seine heiligste Mutter erscheinen; denn sie allein sind nach ihrem Tode auferstanden und mit verklärtem Leib in die himmlische Herrlichkeit eingegangen.) Dann sprach sie zu mir:
‚Heute ist der Festtag meiner Himmelfahrt und heute fahre ich zum Himmel auf. Meine Mission auf Erden ist beendet. Ich habe die Menschheit zu Gottvater zurückführen wollen. Ich habe sie ermahnt, sich zu bekehren, aber die Menschheit wollte sich nicht bekehren. Nun muß ich im Himmel verkünden, daß sich die Menschheit nicht zu Gott hinwenden will.
Und jetzt kommt das, was ich verhindern wollte: Das große Geschehen wird sich bald, sehr bald erfüllen; es wird furchtbar sein. Bayern wird als Kriegsschauplatz verschont bleiben. Aber wenn Bayern sich nicht bekehrt, wird es von gewaltigen Naturkatastrophen heimgesucht werden. Der Krieg wird im Südosten ausbrechen, aber es ist nur eine List. Dadurch soll der Feind irregeführt werden; Rußland hat seinen Angriffsplan längst vorbereitet. Jeder russische Offizier hat den Marschbefehl schon in der Tasche und wartet nur noch auf das Stichwort.
Der Hauptstoß erfolgt zuerst gegen Schweden und richtet sich dann gegen Norwegen und Dänemark. Das soll die Vergeltung dafür sein, wodurch Schweden und die übrigen protestantischen Länder im Dreißigjährigen Krieg gegen Deutschland versündigt haben. Gleichzeitig werden Teile des russischen Heeres durch Westpreußen, Sachsen und Thüringen zum Niederrhein vorstoßen, um schließlich von Calais aus die Kanalküste zu beherrschen.
Im Süden wird die sowjetische Armee zur jugoslawischen stoßen. Ihre Armeen werden sich verbünden, um gemeinsam in Griechenland und in Italien einzufallen. Der Heilige Vater muß fliehen. Er muß schnell flüchten, um dem Blutbad zu entgehen, dem Kardinäle und Bischöfe zum Opfer fallen werden. Alsdann werden sie versuchen, durch Spanien und Frankreich zur Atlantikküste vorzudringen, um sich mit der im Norden kämpfenden Armee zu vereinigen und die militärische Einkreisung des europäischen Festlandes zu vollenden.
Die dritte russische Armee, der die Aufgabe gestellt ist, die ausgesparten Gebiete (Österreich und süddeutsche Länder) zu besetzen und den Inlandskommunismus zu festigen – Hauptsitz der kommunistischen Weltregierung soll nicht Moskau, sondern Bamberg sein – wird nicht mehr zum Einsatz kommen, weil die Armee im Süden infolge der Revolutionen, die in diesen Ländern aus brechen, in ihrem Vormarsch gehindert und in rascher Auflösung begriffen ist, während der von Gott bestimmte große Monarch die im Norden am Niederrhein stehende Armee angreifen und mit modernsten Waffen, wie sie kein anderer Staat besitzt, niederkämpfen wird. In Sachsen, wo die zurückflutende Armee sich noch einmal zur Schlacht stellt, wird sie vernichtend geschlagen werden. Damit ist der Krieg in Deutschland beendet. Die Reste der geschlagenen Armee werden bis tief in das innere Rußlands hinein verfolgt und aufgerieben werden.
Das Reich des göttlichen Willens auf Erden wird erstehen. Von apostolischem Geist und heiliger Nüchternheit erfüllte Männer werden treue Mitarbeiter am Werk des sozialen Friedens und der sozialen Gerechtigkeit sein. Der Heilige Vater wird, vom Heiligen Geist geleitet und getrieben, ein Dekret erlassen, demzufolge Priester nach dem Herzen Jesu, die nur die reine Lehre des Evangeliums in sich aufnehmen sollen, schon nach einem Jahr ausgebildet sein können. Diese Herz-Jesu-Priester wird der Heilige Vater aussenden in alle Welt, um sie für Christus zu erobern. In dieser Zeit der Blüte und des Glanzes seiner heiligen Kirche wird das Angesicht der Erde erneuert und die Menschheit zu einem Glauben und in einer Liebe vereint werden."

Quellennachweise

  1. Bekh, Wolfgang Johannes: Am Vorabend der Finsternis. Pfaffenhofen 1988.
  2. Schönhammer, Adalbert: Dritter Weltkrieg und Zeitenwende. Frankfurt am Main 1997.