Freispruch dem Haß (Freie Themen)

Fenrizwolf @, Samstag, 10. März 2018, 16:45 vor 197 Tagen 1803 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 16. August 2018, 11:25

In der Stunde höchster Not schlägt ein Hammer auf die gepeinigte Seele.
Es ist ein Hammer, der seinen Amboß finden will. Und dieser Hammer heißt Haß.

Haß, so lehrte man uns, sei die Niederste aller Gefühlsregungen - blind und starr.
Das ist nicht richtig.

Niedertracht und Haß sind nicht einerlei. Entspringt die Niedertracht, der böse Wille tatsächlich der persönlichen Schwäche, dämonischem Gemüt, eigener Eitelkeit und Begierden – gar dem Neid, ist der Haß dagegen der wilde Weckruf der Vernunft!

Das ist eine Stimme, nicht nur nicht unerhört bleiben sollte, sondern nie lange unerhört bleiben kann.
Grundsätzlich steckt im Haß der unbedingte Wille, die „rechtmäßige“ Ordnung wiederherzustellen.

Der Haß ist der unmittelbare und stärkste Schrei der Vernunft.

Nicht derer Feind.

Der Haß ist ein Flehen auf Wiedergutmachung; ein herbei geschriehener Wille nach tiefer göttlicher Ordnung.

Der brennende Haß ist keine Niedertracht, nichts Verwerfliches, es ist der Rückstoß der Liebe – ebenso stark.

Es ist der Urruf um Gerechtigkeit - um Wiedergutmachung, der Einspruch der Schwachen; nicht die Justiz der Täter.

Haß ist der letzte Weckruf an die göttliche, tiefe Liebe!

Wut und seine Steigerung Zorn sind mittelbar und verhandelbar, affektierter emotionaler Ballast, beheimatet in der eigenen Tiefsee der Gefühle.

Haß ist unmittelbar, gar flehend, um das Ende von erlittenem Leid; der Wunsch und die Bereitschaft zu Widergutmachung und Ausgleich.

Haß ist kein degenerierter Affekt, sondern purer, wahrer Wille um vollendende Gerechtigkeit.

Keim ist stets die Liebe – der Wille um Vernichtung, nur die Brücke zum Ziel.

Erfüllung und wirkliche Vollendung im Streben, ist nicht das totale Böse, sondern die Sehnsucht nach der ultimativen Erlösung davon.

Wer den Haß verbieten will, will Nächstenliebe, Identifikation und Nächstenliebe ausmerzen und jeglicher göttlichen Saat das Substrat entziehen.

Das propagandistische Unwesen, „Hatespeech“ zu bestrafen, ist nur der (letzte) üble Wille, einen unausweichlichen Coitus Interruptus der Wahrheit zu prolongieren.

In Liebe dumpf, aber abgrundtief hassend,

Fenrizwolf

Haß vs. Liebe

Oberberger @, Sonntag, 11. März 2018, 20:53 vor 196 Tagen @ Fenrizwolf 1239 mal gelesen

Haß vs. Liebe

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 11:19 vor 190 Tagen @ Oberberger 858 mal gelesen

Hallo Oberberger,

echte Liebe gibt es freilich nur unter mäanderndern Männern.;-)

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

phoebus-der Hass ist das absolute Gegenteil von Liebe !

Phoebus @, Montag, 12. März 2018, 00:49 vor 196 Tagen @ Fenrizwolf 1206 mal gelesen

bearbeitet von Phoebus, Montag, 12. März 2018, 01:11

Hallo Fenrizwolf !

Ich kann Deinen Beitrag nicht unkomentiert lassen. In meinen Augen verwechselst Du den Hass mit Wut !

Denn Hass ist immer auf eine teilweise oder auch vollständige Vernichtung des Hassobjektes ausgerichtet.
Hass wird nie eine Barmherzigkeit und Vergebung zulassen.

Mag sein dass Er Etwas wieder gutmachen bzw. richtigstellen will, allerdings in wessen Augen wieder gutmachen bzw. richtig stellen ? Das kann sehr subjektiv sein und zu großem Unrecht führen.
Mag weiters auch noch sein, dass Er wie ein Vulkan ausbricht, ganz plötzlich und oft durch verschmähte Liebe entsteht, indem sich diese ins Gegenteil verwandelt. Oder dass Er auch wie eine Glut ist, die schwelend da ist und sich immer tiefer über einen langen Zeitraum in das Herz eines Menschen frißt.

In letzter Konsequenz richtet sich dann aber der Hass, aufgrund der Gesetze der Resonanz, wieder auf die Person selbst, die Ihn aussendet und wird Dieser großen Schaden zufügen. Und das sind sich Viele gar nicht bewußt. Sie beklagen sich aber dann, wenn Ihnen das Schicksal eine schreckliche, Krankheit, Unfall, Todesfall, Verlust von Hab und Gut, Haus und Hof, etc. etc.,sendet. Dabei sind Sie dann meist selber für die Ursachen, Ihres Schicksals verantwortlich.

So wenn Du nun schreibst, dass Hass eine andere Form der Liebe ist, so ist es insofern wahr, indem Hass (oder auch das Böse, auch Niedertracht ist eine Form des Hasses) das Gegenteil von Liebe ist. Beides sind aber ein und dieselbe Energie, ähnlich wie beim Elektrischen-Strom. Nur bei dem Einen ist die Spannung bzw. der Pol plus, bei dem Anderen minus.

Wut hingegen und Zorn, ja das sind Emotionen, die man trotzdem auch mit Liebe ausfüllen kann.

Klar kann Wut und Zorn auch mit Hass ausgefüllt werden. Und hier sehen wir schon, dass es um Wut und Zorn geht und auch um Entschiedenheit. Wobei die Entschiedenheit eine Sache zu vollbringen, wiederum auch in Liebe und Gelassenheit einhergehen kann.

So mag, wiederum, eventuell, die Gelassenheit aber die Form zwischen Hass und Liebe sein.
Somit vielleicht auch eine Energie, eventuell die Energie, die keine Energie ist, eine sogenannte Nicht-Energie eventuell !?

das waren ein paar Gedankengänge hierzu, die mir so zuflogen.

liebe Grüße

Phoebus

:-)

Emotion abhängig vom Reifegrad von Person und Umstand

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 06:04 vor 190 Tagen @ Phoebus 906 mal gelesen

bearbeitet von Fenrizwolf, Sonntag, 18. März 2018, 06:09

Hallo Phoebus,

danke für die guten Einwände, die manche Aussage in meinem provokanten Essay relativieren.

Hass ist der Wille um Vernichtung, und er kann wie jede Energie abhängig vom Sender
fehlgeleitet sein.
Die generelle Affektivität will ich ihm aber absprechen und wieder auf den Sender verweisen.
Auch den immerwährenden Schwelbrand, gar generationsübergreifend, sehe ich nicht in der Emotion selbst, sondern im mangelnden inneren Prozess, sofern sich die Umstände denn geändert haben.

Ja, es ist eine fordernder Antrieb, der Energie verschlingt, und den Betroffenen auszehren und zu impulsiven Fehlsch(l)üssen verleiten kann.

Ich stelle gerade fest, daß ich gar keine Unterscheidung darüber vorgenommen habe, ob
ein kindliches Gemüt oder ein Weiser sich in Haß ergeht.

Vater meines Gedanken war, das angestrengte Gesicht des natürlichen Widerstandes nicht der Verächtlichmachung preiszugeben.

Verzerrungen des Ausdrucks eignen sich doch so vorzüglich für anklagende Fingerzeige.

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

Meine Ansicht

rauhnacht @, Montag, 12. März 2018, 09:34 vor 196 Tagen @ Fenrizwolf 1202 mal gelesen

Hallo,

würde man den Haß freisprechen, würde man z.B. auch rituellen Kindesmißbrauch, ethnisch begründete Abschlachtungen ( die es zu Hauf!!! in der Geschichte der Menschheit gab – dies damit nun da nicht moralinsauer drauf rumgekaut wird), Folter ( es gibt auch „kühlen“ Haß) von politischen Gegnern freisprechen.

Weil ich es schon höre, dies: „Es gibt doch auch den „gerechten“ Haß!“
Nein, gibt es nicht! Was es gibt, ist, dass „gerechter“ Zorn im Sinne von Aggression, das Gefühl der Demütigung in Ohnmacht ersäuft. Dieses Gefühl kann dann auch zum Haß entflammen.

Passiert grad massenweise. Aber nur, weil dies nun grad vielen passiert, ist das noch lange nicht „gut“.
Es gibt auch besonnene, entschiedene Kämpfer! Die hassen nicht, die wehren sich.

Liebe Grüße
Rauhnacht

Bestialität und blutige Psychopathie

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 06:34 vor 190 Tagen @ rauhnacht 913 mal gelesen

Hallo Rauhnacht!

Die Rituale pervertierter Kindermörder und Völkerschlächter sind Ausdruck ihres niederen Wesens,
nicht Ausdruck einer inneren Feuerwalze, die die Weg zur neuen Freiheit bahnt.

Psychopathen können womöglich gar nicht so heilig hassen, wie wir.
Deren Affekte sind eher flach, äußern sich nur ungehemmt, da kein Korrektiv vorhanden.

Letztlich ist es doch auf meiner Ursprünglichen Basis Begriffsklauberei, auf der feine Unterscheidungen zwischen Wut und Hass schlecht möglich sind.

Ich persönlich verstehe als Haß den Bereich jenseits der Wut, wenn alle Optionen erschöpft sind, und keine Änderung der Umstände erzielt worden ist.

Der Wille der Bestrafung sollte sich freilich mit dem selbst erlittenen Unheil decken.
Die Konsequenz soll die Vernichtung des autonom agierenden Despoten sein.

Wenn weltliche Gerichtsbarkeit versagt, kommt man nicht umhin, sich zumindest theoretisch mit archaischen Energien zu beschäftigen.

Bei all der Puderzuckerverzierung und adretter Garderobe, die die Zivilisation uns als
Leichentuch mitgibt, sind wir doch keine Geschöpfe einer neuen Art.

Wenn gleich solche Assoziationen auftauchen, hat sich das Anstoßen des Themas ja schon gelohnt.

Was empfindet der Pferdeschänder, der in der Nacht Wesen quält, die als Inbegriff von Freiheit, Scheue und Eleganz gelten?

Mit besten Grüßen

Fenrizwolf

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Natürliche Gefühle verurteilen...

Taurec ⌂ @, München, Montag, 12. März 2018, 11:45 vor 196 Tagen @ Fenrizwolf 1353 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Montag, 12. März 2018, 11:57

Hallo!

Wie stets, wenn man sich verstandesmäßig mit Gefühlen auseinandersetzt (wobei man dabei mehr an die flüchtige Erregtheit denkt), beschäftigt man sich nicht mit dem Ding an sich, sondern einer abstrakten, immer irgendwie verqueren Konzeption dessen. Da man den Gegenstand seines Sinnierens in diesem Augenblick nicht fühlt, sind auch die Schlüsse darüber recht verkopft und verallgemeinernd.

So ist die saubere Trennung zwischen Liebe, Haß und Wut mehr eine begriffliche, die sich in der konkreten Erfahrung nicht durchgängig vollziehen läßt und dem Betroffen in der Regel auch egal ist. Ein wesentlicher Unterschied scheint mir zu sein, daß Haß und Liebe im Gegensatz zu Wut (und Verliebtheit) die größere Dauer aufweisen und tiefer in der Seele wurzeln.
Das ist auch nötig, da ohne diesen Motivator (Emotion von "emovere", "in Bewegung setzen") vom Menschen auf allein rationaler Grundlage wenig nur vollbracht werden würde.

Das Problem, wenn man mit einer vorgedachten Konzeption an die Sache herangeht, liegt darin, daß man schon mit einem Schritt in der Neurose steht, wenn man sein Gefühlsleben nach verkopften moralischen Vorgaben als gut oder böse bewertet. Selbstbetrug, weitere schädliche Gefühlsregungen und Handlungsblockaden sind die Folge.

Wie jede Naturerscheinung sind auch Gefühle nicht per se gut oder schlecht bzw. böse. Das menschliche Urteil ist es!
Etymologisch scheint Haß wohl mit "hetzen" verwandt zu sein, so daß die Ausgangsbedeutung mehr "feindselige Verfolung" war. Darin zeigt sich der Sinn des Ganzen. Während aus Liebe die Sorge um das Geliebte und dessen Erhalt folgen, zielt Haß auf die Entfernung dessen, was dem Geliebten schadet, in klassischer Unterscheidung also dem Feinde. Dem entsprechend ist Haß der Motivator, der als notwendiges und sinnvolles Komplement zur Liebe zusammen mit dieser dem Erhalt der eigenen Gruppe dient (von der Familie bis zum Vaterland).

Die heutige gesellschaftliche Diskussion über Haß, Haßverbrechen, Fremdenhaß usw. zeigt nur das zutiefst gestörte Verhältnis der Europäer zu ihren eigenen Seelenregungen. Es ist die zivilisatorische Lebensschwäche und Selbstentfremdung, Wehrlosigkeit und Feigheit, nicht zuletzt die Angst vor der eigenen Macht und dem eigenen Schatten, die zu pazifistischen Weltanschauungen, moralisierenden Aburteilungen des Hasses (und als Gegenstück romantischem Hochstilisieren der Liebe) und aus gerade diesen Gründen zum Selbsthaß führen. Natürliche, gottgegebene menschliche Wesenszüge lassen sich nicht ausmerzen oder schadlos unterdrücken.

Den Haß geschehen zu lassen und auf das zu richten, was einem schadet, wäre ein Zeichen der Gesundung. Das zu unterlassen, führt wohl dazu, daß man auch nicht lieben kann. Man wird zu einem handlungsunfähigen Seelenkrüppel, der das Lebensnotwendige nicht tun kann.

Eine Diskussion im Forum über Gefühle läßt einerseits befürchten, daß aufgrund der Unschärfe jeder ein etwas anderes Verständnis der Begriffe "Liebe", "Haß" usw. hat und systematisch aneinander vorbeigesprochen wird, und anderereits, daß die Beteiligten jeweils ihren eigenen Anteil an der faustischen Seelenkrankheit hineintragen und versuchen, ja nicht als böser Mensch dazustehen, sondern vielmehr als gut und gerecht (letztlich natürlich selbstgerecht), andere belehrend.

Zudem ist damit zu rechnen, daß irgendjemand wenigstens in den eigenen Gedanken mit Jesus, Nächstenliebe usw. daherkommt. Dem ist entgegenzuhalten, was ich neulich bei Jordan Peterson gefunden habe:
Jene Stelle aus der Bergpredigt (Matthäus 5,5) wird wohl seit langer Zeit schon falsch übersetzt: "Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen."
Das originale altgriechische Wort "πραεις"/"praeis" hatte in seiner ursprünglichen Bedeutung (siehe den Hinweis auf Aristoteles) mehr den Sinn "gewaltbereit, aber seine Leidenschaften unter Kontrolle habend". Dem entspricht umgekehrt die Fähigkeit, im Falle der Fälle durchaus gewalttätig zu sein, wozu natürlich der entsprechende emotionale Antrieb gehört, ohne welchen man den Schwertstreich nicht bis zum notwendigen Ende durchzieht (aber auch nicht weiter als nötig).
Zur Gesundung gehört freilich auch, die Religion geradezurücken und irrigen Auslegungen, die nur der Rechtfertigung der eigenen Schwäche dienen, die Grundlage zu entziehen.
Die Tugend ist nicht Sanftmut/Haßlosigkeit, sondern Kontrolle bzw. Mäßigung. Es gibt kein Gefühl, das einen zwingt, etwas zu tun. Man kann sich stets innerlich distanzieren und eine Entscheidung treffen. Somit sind Gefühle auch nicht die Ursache des Handelns und haben nicht mit dem "ethischen Kern" zu tun, an dem der Mensch karmisch gemessen wird. Von dort, nicht vom Haß kommt das Verbrechen.

Gruß
Taurec

(Als allgemeine Antwort auf den Faden, nicht speziell auf Fenrizwolf, an die erste Ebene gehängt.)


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Liebe und Hass vs. Gleichgültigkeit

Harald Kiri @, Montag, 12. März 2018, 22:02 vor 195 Tagen @ Taurec 1093 mal gelesen

Danke Taurec,

m.M.n. sind Liebe und Hass zwei Seiten einer Medaille. Beide Gefühle haben die gleiche Wurzel und bedingen einander. Wer keine Liebe empfinden kann, kann auch nicht hassen. Du hast es wunderschön auf den Punkt gebracht.

Das absolute Gegenteil von Liebe ist nicht der Hass. Das Gegenteil von Liebe und Hass ist Gleichgültigkeit. Aus Gleichgültigkeit erwächst Niedertracht. Nicht aus Hass. Gleichgültigkeit ist unbarmherzig. Sie verhindert tätig zu werden und ist damit das Gegenteil von Leben.

Da hier schon die Bibel angeführt wurde, hier ein passendes Zitat (Offenbarung 3,15-16): "Ich kenne deine Taten. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Daher, weil du lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien."

Die Unterscheidung von "gut" und "böse" ist lt. meinem Verständnis der Bibel das Grundproblem der Menschen, das überwunden werden muss (Genesis 2,17).

Viele Grüße
Harald

Potential der Gefühlstiefe vs. Kaltherzigkeit

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 08:46 vor 190 Tagen @ Harald Kiri 880 mal gelesen

Hallo Harald!

Auch wenn Du nicht auf meinen Beitrag geantwortet hast, möchte ich Deinen Beitrag goutieren.

Der wahre Seelensturm der Warmherzigen ist selbst im tiefsten Blutbad lebendiger als
das, was Emotionsskelette jeden Tag mit uns anstellen.

Das Thema Psychopathie/Soziopathie wird immer noch stark unterschätzt.

Wir sollten immer eine gewisse Verbundenheit für jemanden haben, der ein Herz in der Brust hat,
egal von welchem Flecken Erde er in friedlicher Absicht kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

Theorisieren über Emotionen

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 07:41 vor 190 Tagen @ Taurec 859 mal gelesen

Hallo Taurec,

meine persönliche Intention war, aus emotionsgeschwängerter Perspektive, übermütig mit wohlgewählten Worten aufmerksamkeitsheischend zu theorisieren, um ein Tabu zu befreien.

So auf der Grenzlinie zwischen künstlerischem Ansinnen und philosophischem Unvermögen taumelnd, komme ich naturgemäß in Konflikt mit Freund und Feind.

Nach Phoebus Kommentar, leuchtete mir ein, daß ich von einem idealisierten Ego auf andere übertragen habe.
Meine Interpretation ist zu subjektiv, und in seiner Abstraktion nur ein Abbild eines Ideals, das sich nicht beliebig übertragen läßt.

Hierzulande kennt man den Ausdruck des "heiligen Zorns", der qua Autorität der verbotenen Unbeherrschtheit einen Anstrich von Rechtschaffenheit geben soll.

Aber daran will ich mich doch ein wenig anlehnen. Nicht um Verbrechen gutzuheißen,
sondern um der "ehrenwerten Gesellschaft" die Peitsche in die Fresse zu hauen.
Gegen Psychopathie und deren Bauten helfen keine Bitten und keine Klagen.
Ohne Wertung möglicher Nebenwirkungen ist denen nur mit dem beizukommen, daß nicht
umsonst verboten, verschrien und verachtet ist.
Die Seele muß beben, wenn sie daran etwas ändern will.

Ein mit ungenügender Konsequenz vorgetragener Angriff scheitert schnell.
Aber wenn mit jedem Schritt ein Donner grollt, die Erde vor Dir bebt, und Dein Blick den Raum verkrümmt, weiß auch der Niederste in der Welt, das Du nicht kommst um zu beichten.


Etymologisch scheint mir sogar die Ludenpresse und seine verstümmelten Opfer ideologisierter weicher Gewalt voraus zu sein.
Eine Hatz hatte ich nicht im Sinn; nur schwant mir, daß eben jene das Endresultat
von giftigen Deutungsverbrechen der bestialisierten Usurpatoren sein werden.

Zitat Taurec:
"Während aus Liebe die Sorge um das Geliebte und dessen Erhalt folgen, zielt Haß auf die Entfernung dessen, was dem Geliebten schadet, in klassischer Unterscheidung also dem Feinde. Dem entsprechend ist Haß der Motivator, der als notwendiges und sinnvolles Komplement zur Liebe zusammen mit dieser dem Erhalt der eigenen Gruppe dient (von der Familie bis zum Vaterland)"

So, und nicht anders, wollte ich mich verstanden wissen.
Wo Grenzen nicht mehr gelten, das Messer schon die Haut durchdringt, müssen sich alle zerstörerischen Kräfte in pochender Erregtheit mit dem Auge verbinden und unerbittlich, sich wie eine Naturgewalt in ein Richtung entladen.

Wer passiv in Ahnungslosigkeit verharrt, wird dann eben dies erleiden anstatt es zu vollziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

Gewaltbereitschaft

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 08:38 vor 190 Tagen @ Taurec 895 mal gelesen

Hallo Taurec,

ich habe vor acht Jahren großen körperlichen und nur deswegen auch seelischen Schaden genommen,
als ich in einer Verteidigungssituation nicht den Anforderungen entsprechend reagieren konnte, weil meine Edukation auf Steuersklave hinterhältiger weise einerseits verbot, mich entsprechend zu verhalten, aber andererseits Leute ansiedeln lies, die sich hier gleich dem Wolf unter Schafen verhielten.


Grundsätzlich bin ich damit in einen vom eigenen Staate gelegten Hinterhalt geraten.
Als vermeintlicher Straftäter, von der Staatsanwaltschaft verfolgt, blieb mir kein
anderer Weg, als die Straftäter lieb zu bitten, ihre erlogene Anzeige doch bitte zurückzunehmen.
Das blutende Lamm hinkt in die Höhle des Löwen, um den Löwen um Schutz vor dem "eigenen" Recht zu erbetteln.

Das ist kein repräsentatives Beispiel, aber ein sehr persönliches.
Es taugt zu nichts, außer für mich zu erkennen, daß ich von allen guten Geistern plötzlich verlassen bin, wenn ich in Not bin.

Aber das ist nicht das einzige. Ohne wahren Grund tobt sich das Regime mit allem Krach
derart an mir aus, daß ich nun mehr Furcht vor Postboten empfinde, als vor Naturgewalten.

Es geht dabei nicht um ein verqueres Rechtsempfinden oder Eitelkeiten.
Ich habe mit der Preisgabe von Blut und Kind erfahren, wessen Geistes Kind und Blut
das degenerierte Konstrukt ist, das mir Schutz für Geld verheißt.

Nach der Ermordung meines grundsätzlich wehrhaften Schwagers durch jemanden,
der nicht zwangsläufig hier hätte leben müssen, habe ich keine Fragen mehr.

Vor ein paar Tagen ist unser "Staatoberhaupt" durch unser Dorf gerollt, um den
einst angegriffenen Bürgermeister der Nachbarstadt zu besuchen.

200 Polizisten sperrten eine Verkehrshauptschlagader mit ihrer Eskorte jeweils (hin- und rück)
eine Stunde lang total, damit der "Höchste und Edelste" von uns allen mit einer
"Flüchtlingsfamilie" etwas "quatschen" konnte.

Das soll unser Staatsoberhaupt sein? Der Sherriff von Nottingham war da bürgernäher unterwegs.

Wir rennen ins direkte eigene Verderben, mit jeder Sekunde, in der wir diesen Mafiosi
im Fernsehen mit Empathie begegnen.

Jene sind es, die die Gesetze gemacht haben, die kein Geisteskranker mehr nachvollziehen kann.
Jene sind es, die über Umwege der Bürokratie meinen Briefkasten zur Ort der Angst machen.

In diesem Treiben reglos zu verharren ist noch morbider, als wenn ein katholischer Abstinenzler jegliche weiblichen Reize negiert.

Es ist Zeit, den auf uns zeigenden Zeigefinder abzubrechen, und das Gegenüber mit der geballten Faust bewußtlos zu schlagen.
Da ist nichts Gesundes mehr übrig, wenn nicht bald die totale Roßkur folgt.
Ausnahmslos alle Zähne müssen raus.
Nach dem narzißtischem Bruderbeißen folgt das gebeugte Rutenlutschen, wie die Symptome auf die Infektion.

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

Angelesenes II - Alle Wege sind gleich: sie führen nirgendwo hin.

Hinterbänkler @, hinterm Wald im Emmental, Dienstag, 13. März 2018, 01:29 vor 195 Tagen @ Fenrizwolf 1335 mal gelesen

... mal sehen, ob ich wieder einen Treffer lande ...

Gesetzt, wir sagen Ja zu einem einzigen Augenblick, so haben wir damit nicht nur zu uns selbst, sondern zu allem Dasein Ja gesagt. Denn es steht nichts für sich, weder in uns selbst noch in den Dingen: und wenn nur ein einziges Mal unsre Seele wie eine Saite vor Glück gezittert und getönt hat, so waren alle Ewigkeiten nötig, um dies eine Geschehen zu bedingen – und alle Ewigkeit war in diesem einzigen Augenblick unseres Jasagens gutgeheißen, erlöst, gerechtfertigt und bejaht.
Friedrich Nietzsche, Der Wille zur Macht

Heute im Gelben Forum gelesen:
"Es gebe nur Eines, das weise sei: die Einsicht zu verstehen, nach der Alles durch Alles gelenkt werde."
Heraklit aus Ephesos, 535-475 v.Chr.

»Wie? Gibt es einen besonderen Weg, Schmerzen zu verhindern?«
»Ja, es gibt einen Weg.«
»Ist es eine Formel, eine Verhaltensweise, oder was ist es?«
»Es ist eine Art, nach den Dingen zu greifen. Als ich zum Beispiel über das Teufelskraut lernte, war ich übereifrig. Ich griff nach Dingen so, wie Kinder nach Süßigkeiten greifen. Das Teufelskraut ist nur einer von Millionen Wegen. Jedes Ding ist eins von Millionen Wegen (un camino entre cantidades de caminos). Darum mußt du immer daran denken, daß ein Weg nur ein Weg ist. Wenn du fühlst, daß du ihn nicht gehen willst, mußt du ihm unter gar keinen Umständen folgen. Um so viel Klarheit zu haben, mußt du ein diszipliniertes Leben führen. Nur dann wirst du wissen, daß ein Weg nur ein Weg ist, und dann ist es für dich oder für andere keine Schande, ihm nicht zu folgen, wenn es dein Herz dir sagt. Aber deine Entscheidung, auf dem Weg zu bleiben oder ihn zu verlassen, muß frei von Furcht oder Ehrgeiz sein. Ich warne dich. Sieh dir den Weg genau und aufmerksam an. Versuche ihn, so oft es dir notwendig erscheint. Dann stell dir, und nur dir selbst, eine Frage. Diese Frage ist eine, die sich nur alte Männer stellen. Mein Beschützer nannte sie mir einmal, als ich jung und mein Blut zu unruhig war, um sie zu verstehen. Heute verstehe ich sie. Ich will dir sagen, wie sie lautet: Ist dieser Weg ein Weg mit Herz? Alle Wege sind gleich: sie führen nirgendwo hin. Es gibt Wege, die durch den Busch führen oder in den Busch. Ich kann sagen, daß ich in meinem eigenen Leben langen, langen Wegen gefolgt bin, aber ich bin nirgendwo. Heute bedeutet die Frage meines Wohltäters etwas. Ist es ein Weg mit Herz? Wenn er es ist, ist der Weg gut; wenn er es nicht ist, ist er nutzlos. Beide Wege führen nirgendwo hin, aber einer ist der des Herzens, und der andere ist es nicht. Auf einem ist die Reise voller Freude, und solange du ihm folgst, bist du eins mit ihm. Der andere wird dich dein Leben verfluchen lassen. Der eine macht dich stark, der andere schwächt dich.«

Carlos Castaneda, Die Lehren des Don Juan

Im Hintertreffen

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 09:09 vor 190 Tagen @ Hinterbänkler 852 mal gelesen

Hallo Hinterbänkler,

um nicht ins Hintertreffen zugeraten,

flüchte ich für jetzt und immer in das Hinterzimmer,
jenseits von Spaltung und Narretei

Aus einem Türspalt scheint ein Schimmer
dahinter ertönt ein Schrei

Es ängstigt mich, das Seelenheil
trage darum Seil und Beil

Auf den Stuhl will ich mich stellen
um die Herde anzubellen
Doch auf dem Tisch will ich nicht tanzen
dort ruhen tapf'rer Herren Lanzen


Deine Fürsorge rührt mich,
werde mich bald melden.

Mit besten Grüßen

Fenrizwolf

Der deutsche Pudel springt wieder brav über das Stöckchen.

Wodans Sohn @, Dienstag, 13. März 2018, 09:33 vor 195 Tagen @ Fenrizwolf 1595 mal gelesen

Guten Tag und ein freundliches Hallo

Um meinen Punkt verständlich zu machen, möchte ich ein wenig weiter ausholen, um ein Grundverständnis zu schaffen, damit man meiner Argumentation folgen kann.

Wie und warum funktioniert Werbung.

Die Menschen haben über ihre Entwicklung hinweg gelernt, im Falle des Zweifels oder in Gegenwart von Fülle zu Vertrautem zu greifen. Zum Beispiel beim Beeren sammeln. Da greift der Sammler zu dem, was er schon von seinen Eltern als gut verträglich kennen gelernt hat.
Werbung und die Werbeindustrie nutzen dieses Verhalten von uns Menschen aus, indem sie uns ein Vertrauen in ihr Produkt suggerieren. Durch ständige Wiederholung von sympathischen und ‚vertrauenserweckenden‘ Gesichtern erreichen sie, dass wir bei der großen Auswahl die sich uns bietet, zu dem ‚Vertrauten‘ greifen, zur ‚bewährten‘ Marke, obwohl wir diesen Kram noch nie im Leben tatsächlich getestet haben, oder dieser wirklich besser ist, als das halb so teure ‚unbekannte‘ Produkt. Ständige Wiederholung durch vertrauenerweckende Gesichter oder andere ‚vertraute‘ Medien sind der Schlüssel, um ein bestimmtes Verhalten zu fördern.

Jetzt ist es noch gar nicht allzu lange her, da hatten wir eine weltweite Bankenkriese und es gab Bestrebungen die kapitalkräftigen Gruppen an die Leine zu legen, damit sie in ihrer Gier nicht das Wohl von allen anderen gefährden. Ich bezeichne die Gruppe gerne als die Champagnerfraktion und diese besteht aus unterschiedlichsten Menschen, denen daran gelegen ist ihre privilegierte Position zu erhalten. Auch das ist eine sehr menschliche Eigenschaft. Wem es gut geht, will auch dass es so bleibt und wer Einfluss hat, möchte diesen auch nicht verlieren. Und Einfluss hat man, indem man zum Beispiel einen Zugang zu den Medien hat, weil diese eventuell im Besitz der Champagnerfraktion sind, oder man mit teuren Werbeaufträgen einen Hebel besitzt, die Berichterstattung in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. Wer Einfluss hat, kann auch die Gesetzgebung beeinflussen, deshalb spricht man ja von Einfluss. So erreicht man auch, das Legal nicht immer auch Legitim bedeutet. Das ist nun aber noch ein anderes Thema.
Nun haben einflussreiche Gruppen, wie die Champagnerfraktion auch die Möglichkeit sich schlaue Berater einzukaufen, welche sich nach psychologischen Grundsätzen Kampagnen ausdenken, um die einfache Mehrheit der Bevölkerung dazu zu bewegen, etwas zu tun, was eigentlich nicht Interesse der Mehrheit ist. Ziel ist es weiterhin fleißig Geschäfte zu tätigen, dabei wenig oder gar keine Steuern abzugeben und den Einfluss dauerhaft zu sichern.

Ein guter Plan ist oft die Ablenkung. Wer etwas hat, worüber er sich so richtig aufregen kann, denkt vielleicht gar nicht daran, wer eigentlich einen unfairen Vorteil in diesem Gemeinwesen hat.
Und wenn man dabei auch noch die Seite schwächen kann, welche vielleicht bestrebt ist, die ungleiche Verteilung der Mittel auszugleichen, nennen wir sie einfach Links von der Mitte, umso besser.


Jetzt kommen wir zu dem Verknüpfungspunkt.

Man lasse eine große Gruppe Fremder (siehe fremd = nicht vertraut) in das Land, aus noblen, humanitären Gründen. Welcher gute Mensch will sich dem da entgegenstellen, ohne in die Ecke eines Rassisten gedrängt zu werden?
Wer aber die Funktionsweise von Werbung verstanden hat, kennt auch die psychologischen Zusammenhänge, welche dem Menschen auch noch zu eigen sind.
Im Laufe der menschlichen Entwicklung hat der Mensch gelernt Fremden erst einmal zu mistrauen. Diejenigen, welche auf ihren Wanderung allzu vertrauensselig auf das fremde Tier zugegangen sind, konnten ihr Gene nicht weitergeben, da sie als eher als Tierfutter endeten, denn als Erbgutträger.
Jetzt muss der Fremde nicht Grundsätzlich etwas Schlimmes wollen, es reicht vollkommen dessen Fremdartigkeit, um psychologischen Widerstand zu erzeugen. Sollte es sich aber auch noch, wie erwartet, zu kriminellen Verhaltensweisen durch diese Fremden kommen, womit zu rechnen ist, da es in jeder menschlichen Gemeinschaft Subjekte gibt, welche es mit den Gemeinschaftsregeln nicht so genau nehmen, haben wir das gewünschte Ziel schon fast erreicht.

Jetzt müssen wir nur noch unseren Einfluss in den Medien nutzen, um die potentiellen Gegner dieser Fremden Tag ein, Tag aus (ständige Wiederholung) zu Wort kommen zu lassen.
Wir haben gelernt: Wiederholung schafft Vertrautheit.

Es bildet sich, wie zu erwarten, eine politische Gruppierung, welche auch ganz sicher einen schönen Anteil an Wählerstimmen kassieren wird, da menschliches Verhalten gut verstanden ist. Die politische Mehrheit hat sich nun verschoben. Ich nenne das nun Rechts von der Mitte. Eine Umverteilung von Vermögen und eine Beschneidung von Macht ist wieder einmal verhindert.
Links von der Mitte hat mit ihrer humanitären Grundhaltung ein Erklärungsproblem und wird entsprechend bei den Wahlen Stimmanteile verlieren.
Die neue Partei Rechts von der Mitte hat ein marktradikales Profil. Mindestlohn herabsetzen, Sozialhilfen kürzen etc. Das kann man tatsächlich im Parteiprogramm der neuen Partei nachlesen.
Was will die Champagnerfraktion denn noch mehr!?

Man nehme sich als Analogie eine Gaststätte. Darin sind etwa achtzig Gäste, inklusive der Champagnerfraktion, und der Wirt.
Nun kommt ein Fremder, andersartiger Neuling in die Gaststätte.

Der Wirt sagt: „Wir schaffen das“

Die Champagnerfraktion ruft: „Die nehmen uns Alles weg“, fressen ihr Filetsteak, saufen den Champagner und prellen die Zeche.

Und der deutsche Pudel springt ganz brav über das hingehaltene Stöckchen und versammelt sich gegen den Neuankömmling.

Massenpsychologie ist schon was Feines.

Immer feste hassen, am Besten den Fremden, denn der Fremde ist schuld.

Viele Grüße,

Wodans Sohn


Ja, eines Tages sterben wir.
Aber an allen anderen Tagen nicht!

Zeitungsberichte aus dem Jahr 2014 und 2015 kurz vor der 'Flüchtlingskrise'

Wodans Sohn @, Donnerstag, 15. März 2018, 10:09 vor 193 Tagen @ Wodans Sohn 1598 mal gelesen

Guten Tag und ein freundliches Hallo

Nachdem das Schweigen so beredt ist, hier noch ein paar alte Zeitungsartikel aus der Anfangszeit der Flüchtlingskrise.

Auslöser für die Flüchtlingskrise

Viel versprechen, wenig halten

Wie hätte man den ahnen können, dass die Flüchtling sich nicht einfach hinsetzen und sterben, jetzt, wo sie keine Nahrung mehr haben.

Last mich nachdenken. Gab es da nicht vor einigen Jahren den Spruch:
"Kommt die DM nicht zu uns, dann gehen wir zu ihr."

Der Spruch hatte die Politiker damals sehr aktiv werden lassen und plötzlich hatten die ehemaligen Bürger der DDR auch die DM. Damals hatte man noch gewusst, dass die Menschen durchaus in der Lage sind, so eine Völkerwanderung wahr werden zu lassen.
Ein paar Jahre später konnten sich Herr Schäuble dann nicht mehr an seine Motive für bestimmte Entscheidungen während der Wiedervereinigung erinnern. Aber ich vermute die Bankenrettung, verzeiht, die Rettung Griechenlands, hatte ihn damals wohl zu sehr beansprucht. Da musste man doch ein wenig Geld sparen: Die 'alternativlose schwarze Null' war der Tagesbefehl.

Mensch, was haben wir gespart! Die 600 Mio, die uns die Nahrungmittel für die Flüchlinge in Jordanien gekostet hätten, haben wir gegen eine paar Milliardenausgaben für Flüchtlinge in Deutschland eingetauscht.

Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

Bankenkrise? Milliardenbürgschaften? War da was?

Viele Grüsse Wodans Sohn

P.S. Ich wollte noch erwähnen, das der Wirt aus meiner Anekdote die Champagnerfraktion für die guten Geschäftsbeziehungen lobt und die Kosten für die geprellte Zeche den anderen Gästen aufschlägt.


Ja, eines Tages sterben wir.
Aber an allen anderen Tagen nicht!

Nur mal so zum Nachdenken....

Quintus @, Donnerstag, 15. März 2018, 13:46 vor 193 Tagen @ Wodans Sohn 1491 mal gelesen

Hallo Wodans Sohn
1. der kleine Mann zahlt immer die Rechnung.....
2. Gutmenschen(und davon haben wir in Deutschland zur Genüge)fangen erst zu denken an wenn es konkret an IHREN Geldbeutel und um IHRE Sicherheit im öffentlichen Raum geht, vorher NICHT.
3. Frau Märkel hätte nur verlieren können und zwar in jeder Hinsicht(vor allem Wählerstimmen) hätte sie die Grenzschließung gefühlsunabhängig nach rationalen Gesichtspunkten UND nach Absprache mit den zuständigen Ministern tatsächlich angeordnet. Hier sind Diktaturen klar im Vorteil.
4. ein nicht unerheblicher Punkt kommt noch dazu: wirtschaftliche Interessen.
Warum boomt (vor allem der innerstädtische und stadtperiphere) Wohnungsmarkt?
Deutschlands Bevölkerung schwindet rapide, verstärkt seit 2011. Wir verlieren momentan pro Jahr 200.000
Einwohner(vor allem hier länger lebende mit eigenem Häuschen) das entspricht einer Kleinstadt. Ohne Zuwanderung wäre dies eine Katastrophe für den Immobilienmarkt und in Folge der gesamten Wirtschaft. Fragen zur Finanzierbarkeit solch eine Strohfeuers bitte an Hr.Draghi richten, denn als bayrischer Schwabe bin ich hier nicht geeignet.

Fazit: wir wissen, daß diese Party bald beendet sein wird, die breite Masse jedenfalls denkt da lieber an die nächste Flugreise......oder diskutiert aufgeregt über den bösen Diesel.
Mit freundlichen Grüßen
Quintus

panem et circenses

Wodans Sohn @, Freitag, 16. März 2018, 09:36 vor 192 Tagen @ Quintus 1323 mal gelesen

Hallo Quintus,

mit Deiner Analyse zu den Optionen von Frau Merkel liegst Du sicher richtig. Meine Gedanken bezogen sich auch darauf, daß, so hat es für mich den Anschein, der Hass geziehlt auf die Fremden gelenkt wird, um uns von anderen unangenehmen Wahrheiten abzulenken.
Unangenehm für die, welche in diesem Land Privilegien genießen.

Wären es nicht die Fremden, würde einfach eine andere Sau durch das Dorf getrieben. Ob Veggieday, Dieselskandal, Dschungelcamp oder GNTM, der deutsche Pudel springt viel zu gerne über das ihm hingehaltene Stöckchen, ohne zu reflektieren, warum eine Nachricht gerade jetzt durch die Medien gedroschen wird.
Wer hat davon einen Nutzen und wer den Schaden ?

Aber solange der Pudel froh ist, wenn es McKnorpel aus dem guten Separatorenfleisch gibt, dazu ein Bier, ein paar schöne Fernsehbilder des aktuellen Sportereignisses und Jemanden, den man hassen kann, Jemanden, dem man alle Schuld zusprechen kann, werden keine weiteren Fragen gestellt.

Diese Verhalten schätzten schon die alten römischen Eliten.
Traurig ist es für mich zu sehen, daß es immer noch so gut funktioniert.

Viele Grüße,

Wodans Sohn


Ja, eines Tages sterben wir.
Aber an allen anderen Tagen nicht!

Party beendet?

Leserzuschrift, Freitag, 16. März 2018, 11:45 vor 192 Tagen @ Quintus 1407 mal gelesen

[...] Fazit: wir wissen, daß diese Party bald beendet sein wird, [...]

Was ist mit "Party beendet" gemeint?

Gruß
Der Leser


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Kognitive Dissonanz auf dem Höchststand

Quintus @, Samstag, 17. März 2018, 17:23 vor 190 Tagen @ Leserzuschrift 1086 mal gelesen

Sehr geehrter Mitleser
Wie komme ich zu solch einer Einschätzung?

In der Regel gibt es nach jeder tollen Party am nächsten Morgen einen Kater.
Je ausgiebiger und länger gefeiert wird, desto heftiger wird der Kater am Morgen danach.

Jedes auf Schulden aufgebaute System benötigt einen Nachschuldner.
Bei Staaten sind dies zum Beispiel die Käufer von Staatsanleihen. Nur können
Schulden nicht unendlich aufaddiert werden(ähnlich eines Bluthochdruckpatienten welcher fortwährend eine immer höhere Dosis an Blutdrucksenkern bekommt, der dann selbstverständlich immer schlimmere Nebenwirkungen bis hin zum Tode erfährt, da das eigentliche Problem seines Bluthochdrucks nicht beseitigt wurde) Sobald die Schuldenkurve, welche sich immer exponentiell entwickelt, in die fast Senkrechte übergeht, ist das Ende nahe.

Gestern vor genau 10 Jahren begann die Bankenkrise, die bis heute nicht gelöst, sondern lediglich mit Unmengen Luftgeld in die Zukunft verschoben wurde(Schulden lösen keine Probleme, ABER sie kaufen Zeit zum dann dringend notwendigen Handeln).
2008 hatte Bear Stearns mit zeitlicher Verzögerung Lehmann Brothers in den Abgrund gerissen, danach wären Banken durch weltweite Verflechtung wie Dominosteine gefallen und hätte in Folge schwersten Schäden in der Realwirtschaft angerichtet. Die Bankenkrise hätte sich unaufhaltsam in die Realwirtschaft gefressen und es wäre eine Spirale nach unten losgetreten worden, welche ab einem gewissen Zeitpunkt unkontrollierbar wird und alle westlichen Staaten in eine fundamentale Krise gestürzt hätten. Politische Unruhen, anschließend Chaos bis hin zu Bürgerkrieg hätte uns als Szenario gedroht.

Wird es nach dieser Krise überhaupt noch Gewinner geben?
Die Welt steht aufgrund der weltweiten Überschuldung und kaum beeinflußbarer Megatrends wie Überbevölkerung, der ungelösten Energiefrage (EROEI-WERT) Globalisierung, Demographie, Abbau von Redundanz dank ShareholderValuedenken, immer komplexeren und damit fragileren Gesellschaften und Systemen etc.vor dem finalen Kollaps des Finanzsystems.

Unsere Weltwirtschaft läuft nicht mehr so wie früher mit räumlich begrenzten Wirtschaftskrisen während andere Regionen prosperierten.
Die Weltwirtschaft ist vernetzt wie nie und alle Wirtschaftsräume laufen gefährlich im Gleichtakt. Wenn eine Region ins Wanken gerät, wird diese Krise UNVERZÜGLICH in die anderen Regionen exportiert und verstärkt den Abwärtssog. Der berühmte Sargnagel für diese energiehungrigen mittlerweile sehr fragil aufgestellten Industrienationen sind dann Naturkatastrophen so wie sie von vielen Forumsmitgliedern gesehen werden und wurden.

Mit freundlichen Grüßen
Quintus

Wir mach aus dem ungehorsamen Vieh einfach Viehfutter

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 09:58 vor 190 Tagen @ Wodans Sohn 966 mal gelesen

Hallo Wodans Sohn!

Der Manipulation der Massen bin ich mir sehr bewußt, zumindest glaube ich es ansatzweise zu durchschauen.

Ich predige hier nicht den Haß auf Andersartige, und rede nicht dem Mobbing das Wort.

Beides habe ich in meinem Leben auch schon erfahren, und vielleicht helfen mir diese Erfahrungen bei der Differenzierung.

Manche denken sich, "stecke sie alle in einen Sack, haue drauf, und Du triffst den Richtigen".

Ich würde so gerne mal nach Leibeskräften auf solch einen Sack hauen, aber falls ich den Falschen erwischte,
fühlte es sich vermutlich so an, als wäre der Sack mein eigener.

Lüge ist längst zur Wissenschaft erhoben worden, aber manche Idealisten wollen das nicht. Zwei davon sind wir.

Ich verstehe Deine Botschaft und heiße sie gut. Aber das war nur ein Streifschuß unter "friendly fire".


Es könnte unter Umständen alles wahr sein:
- Die Regierung versucht einen Sündenbock anzuketten
- Fundamentalistische Mohammedaner sind wirklich so kaputt
- Wir als Schafe finden das Fell der Wölfe auch flauschig, wollen nur die Zähne nicht sehen

Ich glaube nicht, daß ich mich je dem Vorwurf des pauschalen "Rassenhasses" erwehren muß.
Dafür differenziere ich doch zu scharf.
Es sei denn, es kommt ein Regime, das mir das einfach unterstellt.
Das derzeitige Regime unterstellt mir auch so vieles, ist aber zum teil,
je nach Angelegenheit und Antagonist, noch beinflußbar.
Das macht diese Übergangszeit auch so herrlich bequem.

Die geistigen Unterlassungen meiner Mitmenschen werden Zustände zeitigen,
die ich weder zu verantworten habe, noch im Ansatz ja gutgeheißen habe.

Urheber sind schlecht auszumachen, wenn in einer nebligen Disko so viele Fäuste
wild um sich schlagen.
Aber seit 150 Jahren waren es eigentlich immer die Engländer, die Europa Böses wollten.

Das ist nicht mehr opportunistisch, das ist satanisch.
Und es hat immer mit der Finanzelite zu tun.

Ich sage es ganz frank und frei:
Es ist nicht der arrogante, deutschfeindliche Dönermann, den ich hasse.
Es gibt gar keine Völker die ich pauschal hasse.

Eine gute Gegenprüfung solcher Irrungen ist einfach: Man suche sich einfach mal ein
besonders attraktives weibliches Exemplar, und versuche ganz fest zu hassen.
Ein gesunder Mann bekommt eher eine Erektion als einen Tötungswillen.
Wir alle könnten auch keine Säuglinge aus Brutkästen an der Wand zerschmettern.

Aber ein mafiöser Abschaum menschlichen Schoßes, erdreißtet sich, uns das glauben zu sollen.

Es ist auch kein Widerspruch, zutiefst defensiv zu sein, und dennoch andere nicht zu verachten.
Der Haß gebührt dem angreifenden Feind. Und das ist nicht mehr der Ivan, Skeletor aus "Castle Grey Skull", sondern im Namen der Freiheit, im Namen aller, mit unserer Unterschrift:

Ich, Du, der Esel, und alle von der Unterschicht.

Das Rennen macht auch nicht der böse, reiche Nachbar mit dem Audi Q8 - der sich heimlich der Oberschicht zugehörig fühlt.
Das Problem ist, das es keine Oberschicht mehr gibt.

Organismen in Menschengestalt, die keine Menschen sind, sind Führer eines total
entarteten Systems, das sich selbst belügt, ()
Die degenerierte Masse wählt sie dennoch, weil sie wie eine vom Virus befallene Zelle,
desensibilisiert nur noch nach Programm Milch gibt.

Noch geben wir Milch, morgen geben wir Blut

Aber das ist hier meine Heimat, zwischen allen schlichten Fichten.

Glut und Hoden, Euch weißen Rittern!

Heil und Gnade

Fenrizwolf

Völkerverständigung ohne Haß

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 10:45 vor 190 Tagen @ Wodans Sohn 941 mal gelesen

bearbeitet von Fenrizwolf, Sonntag, 18. März 2018, 10:56

Hallo Wodans Sohn,

ich habe da einiges an Tonträgern angesammelt - ziemlich selektiv, mit einigen Mißgriffen natürlich.

Ich sag's ja ungern - BB und Tempranillo mögen mir verzeihen - aber neben Marschmusik,
europäischer Klassik ist seither der Metal in seinen tieferen Oktaven mein Ding.

Um dem Unbedarften zu beschreiben, was "Heavy Metal" ist, währen viele Aufsätze nötig.

Ja, Metall reagiert mit vielem, bleibt aber stabil, ist unpolitisch und in liebenswerterweise global.
Das ist eigentlich ein Beispiel für einen globalen kulturellen Virus, der persistent, gutartig,
selbstreinigend und "zeitlos" ist.

Seit Mitte der 90'er hatte ich ein Kuriosum in meiner Sammlung: Eine Band aus Israel.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt waren die künstlerisch schon recht advangardistisch unterwegs.

Hail, Mother North! Aber ich las auch von Krachkapellen aus Iran, Syrien und so weiter.

Die riskieren dort zum teil lange Haftstrafen, wenn die zünftig auf den Instrumenten
rumwemsen.

Kurioserweise gibt es heute gar "Black Metal" aus Afrika. Herzerwärmend!

Das wird niemand nachvollziehen können, der von der norwegischen Szene Anfang der 90er nichts weiß.

Ich will an dieser Stelle nicht den vergeblichen Versuch unternehmen, "Licht" ins "Dunkle" zu bringen,
sondern nur darauf aufmerksam machen, daß Kultur und Umfeld teils auch unerwartete Wege gehen.

Die folgende verscharnierte Dokumentation über "Orphaned Land" vom WDR kann ich allen
Rockmusik-affinen Menschen nur wärmstens ans Herz legen.

Orphaned Land - Dokumentation WDR

Allen anderen aber auch das:
Dunkelheit

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

Israelische nicht politische Musik

Fenrizwolf @, Sonntag, 18. März 2018, 11:31 vor 190 Tagen @ Fenrizwolf 949 mal gelesen

Hallo!

Leider habe ich die englischsprachige Version verknüpft.

Hier ist die Version mit deutschen Untertiteln anszusehen.

Als Entschuldigung für mein produziertes ungemach, will Euch mit einem persönlichen Klassiker besänftigen.

Type O Negative - Black No. 1

Mit Dank und Gruß

Fenrizwolf

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