Flächenbrände und Volksverhalten

Ranvata, Donnerstag, 07.05.2020, 12:22 vor 624 Tagen

Guten Tag zusammen,
hier mein Traum der letzten Nacht, mit viel symbolischer Aussagekraft, finde ich.

7.5.2020
Letzte Nacht träumte ich, mit zwei, drei weiteren Frauen in einem Gelände unterwegs zu sein. Wir gingen die Wegstrecke irgendwann zurück und kamen an einem Haus vorbei, bei dem wir uns die Frage stellten, ob dort wohl Gas ausgetreten sei. Das Haus war anscheinend unbewohnt. Ich war schon vielleicht 200 Meter weiter Richtung eines Sees gegangen, beim Blick zurück sah ich eine der Frauen sich bücken, ich wusste, dass sie außen am Haus ein Feuerzeug oder ein anderes Hilfsmittel zum Anzünden verwendete. Sie wollte testen, ob Gas in der Luft lag.

Obwohl ich kein Gas gerochen hatte, schien es doch irgendeine unsichtbare Brennquelle in der Luft zu geben, denn knapp über dem Boden wälzte sich, ausgehend von dem Haus, eine Feuerzunge auf mich zu. Sie begann klein und wurde immer breiter, am Ende rannte ich - und mit mir alle Leute in der Gegend, das wusste ich - auf den See zu. Ich hatte Stiefel an und watete durch das knietiefe Wasser, innen blieben sie wunderbarerweise trocken, obwohl das Wasser hätte hineinlaufen müssen. Diese Uferzone war mit grünem Schilf bewachsen, der nur knapp bis über die Wasseroberfläche reichte. Bei jedem meiner Schritte entstand ein quatschendes Geräusch.

In der Ferne, rechts vom See, entdeckte ich noch einen Flächenbrand, dort schlugen die Flammen schon kräftig hoch. Dort stand das Schilfgras hoch, es war aber völlig vertrocknet. Ich sah, wie die orangefarbenen Flammen sich gierig darauf stürzten - und erst recht auf eine Gruppe besonders dicker Halme, die mir auffielen.

Dermaßen eingekesselt von den Flächenbränden, standen wir Menschen allesamt im See - jedoch nicht im Wasser. Die Menschen verhielten sich ruhig, diszipliniert, koordinierten sich zu Arbeitseinsatzgruppen. Einer derjenigen, der in der Gruppe für Essensverteilung tätig war, reichte mir, die ich am Boden kauerte, einen kleinen Glasteller mit zwei Fischstäbchen herunter mit der Bemerkung, leider könne er mir nicht mehr geben, ich nahm es achselzuckend hin. Esswerkzeug war nicht dabei, doch neben mir stand ein Schrank, aus dessen Schublade nahm ich mir die letzte Frühstücksgabel, die es dort noch gab.

Hier unten am Boden roch es nicht nach Rauch, die Luft war gut, es herrschte eine Atmosphäre ruhigen Abwartens. Die Menschen um mich herum waren unzählig viele, das wusste ich - obwohl ich nur Schilfhalme sah.