Re: Frage: (Über-) Lebenswichtige Medikamente

Geschrieben von detlef am 10. März 2005 14:12:54:

Als Antwort auf: Frage: (Über-) Lebenswichtige Medikamente geschrieben von Saurier61 am 10. März 2005 13:06:44:

hallo,

>Wenn alles zusammenbricht, wie kommen dann diese Leute an ihre Medikamente?

>Diese Leute bekommen im Fall eines Zusammenbruchs echte Probleme.

>Habt ihr schon mal drüber nachgedacht?

ich habe darueber schon hin und wieder aus gegebenem anlass nachgedacht.
ich habe auch darueber nachgedacht, warum dies thema nirgendwo auftauchte.

die heute medikamentabhaengigen werden sich in zwei gruppen teilen:
a) die gruppe, die durch umstellung der ernaehrung und lebensweise auf ihr medikament verzichten koennen, und
b) die, die mit sicherheit sterben werden.

fuer die zweite gruppe kann man jetzt nur eines tun, ihnen das leben bis dahin so schoen wie moeglich gestalten. spaeter kann man gar nichts mehr tun.

warum dies thema noch nicht kam, ist einfach: jeder erkennt, wenn er daran denkt, dass wir in dieser hinsicht total machtlos sind. also wird verdraengt.

bevor du jetzt ein "ja, aber..." posting schreibst, denk mal weiter.
wir reden von einer zukunft, wo (je nach quelle) 2/3 bis 90% der menschen vernichtet werden.
wer heute 15 nahe verwandte hat, hat spaeter statistisch noch 1 bis 5 verwandte (falls er selber noch lebt)
auch wir, die wir uns hier in den diversen foren mit der zukunft beschaeftigen, werden nicht alle ueberleben.
vielleicht, dass unser angesammeltes wissen unsere ueberlebenschancen verdoppelt (hoechstens).
das wuerde bedeuten, dass von 15 foris nachher noch maximal 3 bis 10 leben koennen.

aus irgendwelchen menschen muessen sich diese verlustzahlen zusammensetzen.
abgesehen von glueck und pech, sind das in erster linie die individuen, die ein handicap in irgendeiner form haben. selbst simple einfache allergien, die heute mit einer handvoll antihistamine "entschaerft" werden, sind spaeter, wenn die letzte apotheke gepluendert ist, eine toedliche bedrohung.

das einzige, was heutzutage den aussichten fuer medikamentenabhaengige in etwa aehnelt, ist das los der schwer krebserkrankten.

da koennen wir so sehr wuenschen, oder verdraengen, wie wir wollen. das ist fakt.

gruss,detlef
ps: ausnahme: wer, anders als ich, die zukunftsaussichten nicht als weltliches, sondern als religioeses oder esoterisches ereignis sieht, der kann natuerlich mit beten oder anderen praktiken hoffen, etwas zu aendern.


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