Astfreie Bereiche?

Geschrieben von Kiaril am 10. März 2005 08:55:43:

Als Antwort auf: Sag mir lieber geschrieben von Odin am 10. März 2005 07:28:44:


Ein oder zwei Äste im Bogenstock sind absolut kein Abbruch. An deren Stelle läßt man halt mit dem Hobel/Ziehmesser entsprechend dem Faserverlauf mehr Holz stehen. Diese Schwachstellen hat die Natur (achte auf den Faserverlauf!) schon selber verstärkt.
Bogensehnen aus Kunststoff gibt es zu kaufen. Eine der beliebtesten im traditionellen Bogenschießen ist Dracon. Wenn du auf 100% Natur pur bestehst, tut es auch eine aus Flachs/Leinen. Die hat man auch annodazumal schon verwendet.

Im Übrigen gibt es eine ganze Reihe sehr guter Bogenhölzer. Robinie z.B. ist auch in Orndung. Wenn du "minderwertigere" Hölzer verwenden willst, mußt du den Bogen entsprechend flacher gestalten. Auf diese Art hat es sogar ein kalifornischer Bogenbauer geschafft aus einem im Baumarkt erworbenen Fichtenbrett einen 70 Pfund-Bogen herzustellen. Also bitte nicht zusehr auf Eibe einschießen. Die Alten wußten auch noch nicht alles...


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