Re: ausschliesslich selbsterzeugter Honig und Ahornsyrup hier am farm... (bilder)

Geschrieben von basecampUSA am 26. Februar 2006 02:34:06:

Als Antwort auf: Re: ausschliesslich selbsterzeugter Honig und Ahornsyrup hier am farm... (bilder) geschrieben von AlexP am 25. Februar 2006 22:10:17:

>Boah was für Mengen, willst du in die landwirtschaftliche Großindustrie gehen?
>cu AlexP

hallo, alex...

mensch das ist doch klein!! - in die durchschnittliche ahornsyrup industrie sind die kocher mindestens 6 mal so gross wie im bild und 2 - 8 kocher pro betrieb, und sind statt holz mit gas oder oel betrieben, und viele trennen den zucker vom wasser durch "reverse osmosis" unter hochdruck (aehnlich wie wasser entsalzen) bevor es zum syrup gekocht wird. die ganzen waelder sind mit rohrleitungen verlegt und baueme werden durch vakkuum angezapft und leergesaugt. wir koennen das billger als hobby herstellen und mehr gewinnen da der markt von hoeheren energiekosten geplagt ist und die preise fuer das delikatess hoeher schieben. mein wald produziert leider nur so viel... andere waelder und hersteller haben 50 - 100 hektar ahorn...

es ist sowieso immer mehr "hobby" gewesen, aber wenn es "los geht" wird ahorn und honig wieder eine wichtige zuckerquelle werden wie hier in neu england in die alten zeiten. im moment fuellen wir 0.5L antike einmachglaeser die keiner mehr will die ich von alte baurenhoefen, auktionen, usw. dreckbillig kaufe und sammele - hab mind. ein tausend davon, die sind in die grosstaede sehr begehrt und alle touristen kaufen deshalb lieber unseren syrup, und ich schmeiss noch ein paar dollar auf den preis fuer die glaeser. das hab ich auch schon 20 jahre lang mit honig gemacht... echte antike einmachglaeser - verkaufen wie warme semmel!

-und so ernaehrt man sich ohne job /ohne lohn auf den lande... bei den klein biobauern in der gegend ist fast alles schon vor den pflanzen ausverkauft... es gibt mehrere abnehmer als bauer fuer "bio", die "kunden" kommen im sommer von Boston und New York im urlaub und suchen bio-produkte und bauer... einer hier hat sogar schon eine speditionsfirma mit kuehlboxenlaster gegruendet und holt das bestellte obst und gemuese von eine sammelstelle zum transport an Boston und New York wo er mit die kunden / abnehmer rendezvous macht. solche kleine cooperativen springen hier langsam auf als alternativen zum supermarkt ketten die ihre sachen ganz von kalifornien schleppen... wenn sprit und diesel knapp und zu teuer wird sind wir die neue koenige der landwirtschaft. reich werden wir nicht aber wir werden gut und gemuetlich ueberleben.

alles was ich nicht verkaufen kann wird zusetztlich eingemacht (moderne einmachglaeser) und im bunker gelagert um von eine ernte zum naechsten ueberleben zu koennen wie in alten zeiten... so gewoehnt man sich auch dran, und man woehnt sich auch ab abhaengig zu sein von was da "draussen" wirtschaftlich laueft und bald auf die schnauze faellt. alle die jenigen die tech jobs halten, die schicksten autos haben, das neuste in technik und electronik spielzeug, die nichts ausser ihren "modernen" leben kennen und koennen gehen den bach runter. stehen in der schlange fuer brot und bei suppenkuechen, kein geld, kein sprit, frieren sich den a*sch ab im kahlen zimmer... wird bald passieren.

eine interessante revolution... mach mit! -von keyboard auf trekker und hacke umsteigen... frische luft, sonnenschein und bewegung statt geisteskranker koerperlich kaputer buerohengst/geek in die krankhafte zynische und blutruenstigen intriguen im bueros und hochhaueser... bist dein eigenen chef aufs land, hast kein meister...

gruss, -basey



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