Re: ...\\\+/// . Ohne Heizung, ohne Futter*_**

Geschrieben von Ego Man am 28. November 2005 21:36:38:

Als Antwort auf: ...\\\+///..Städtische Dimensionen des Stromausfalls*_** geschrieben von Ego Man am 27. November 2005 21:28:00:

Quelle: http://www.pic.li/tomhoenig/photos/7/8/298x450.jpg
Hochspannung?


Ohne Heizung, ohne Futter
Nach dem Schneechaos im Münsterland entspannt sich die Lage etwas. Jetzt melden sich die Kritiker

MÜNSTER. Das große Schneechaos im Münsterland hat sich am Montag in ein kleineres Chaos verwandelt. "Es wird stündlich besser", sagte eine optimistische Sprecherin des Krisenstabes. Nachdem am Wochenende beim folgenschwersten Stromausfall der deutschen Nachkriegsgeschichte bis zu 250 000 Menschen im Dunkeln und größtenteils ohne Heizung ausharren mussten, waren am Montagmorgen noch rund 65 000 Menschen betroffen.

Armdicke Eisschichten

Schwerpunkt der Arbeiten des Energieversorgers RWE war die Stadt Ochtrup im Kreis Steinfurt. Es gab Hoffnung, dass die Haushalte in der 23 000-Einwohner-Stadt noch am Montag wieder Strom bekommen könnten. In der Region hatten die heftigen Schneefälle für teils armdicke Eisschichten auf Stromleitungen gesorgt, die diese reißen ließen. Rund 50 Strommasten waren durch die Schneelast umgeknickt.

Äußerst schwierig ist die Situation für die rund 300 landwirtschaftlichen Betriebe rund um Ochtrup. Die vorhandenen Notstromaggregate würden reihum eingesetzt, um wenigstens die Kühe melken zu können. Vielfach sei aber auch die Fütterung durch den anhaltenden Stromausfall nicht mehr möglich, weil das Futter nicht mehr aus den Silos geholt werden kann.

Unterdessen wurde Kritik am Krisenmanagement der Kreise, der Bezirksregierung und des Stromversorgers RWE laut. Einsatzkräfte seien zwar von weither angefordert worden, würden aber kaum eingesetzt, monierten Feuerwehrleute aus Hessen. Die mitgebrachten Notstromaggregate stünden zum Teil ungenutzt herum.

Konsequenzen aus dem Stromausfall im Münsterland will auch die Bundesregierung prüfen. Auf Staatssekretärsebene würden zunächst die Erfahrungen des Technischen Hilfswerks und der Energieversorger ausgewertet, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag in Berlin. Danach werde entschieden, "welche weiteren Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind".

Der Bund der Energieverbraucher forderte am Montag in Bonn, der Versorger RWE müsse für die Schäden durch den Stromausfall aufkommen. Es könne nicht sein, dass Gewinne der Stromkonzerne privatisiert und Kosten von der Allgemeinheit getragen werden. RWE wies die Forderung zurück. "Es war höhere Gewalt in Form einer Naturkatastrophe. Daher sehen wir keine Schadenersatzpflicht", sagte ein RWE-Sprecher am Montag in Dortmund. Entschädigungen seien nur möglich, wenn Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorliege. Beides sei aber nicht gegeben.

In der Tat sprechen auch Meteorologen von einer Verkettung unglücklicher Umstände. Tief "Thorsten" sei nur "ganz, ganz langsam" über das Gebiet hinweggezogen und habe so alle Zeit gehabt, die Hochspannungsleitungen zwischen den Strommasten mit großen Mengen Schnee zu überziehen, sagte Diplom-Meteorologe Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Außerdem sei dieser Schnee außergewöhnlich nass und damit extrem schwer gewesen. Hinzu sei ein starker Wind gekommen, der die Leitungen noch zusätzlich in Schwingungen versetzte. "Rein statistisch kommt ein solches Zusammentreffen widriger Umstände vielleicht alle 50 Jahre vor", sagte der Meteorologe.

Auch der Verband der Netzbetreiber (VDN) meint, dass die Stromausfälle eindeutig der extremen Wettersituation geschuldet seien. VDN-Präsident Hans-Otto Röth sagte am Montag in Erfurt, dass bei den Masten gegenüber der Norm von einer dreifach höheren Eislast und von der doppelten Windlast ausgegangen worden sei. Eine zehnfache Eislast sei einfach nicht vorhersehbar gewesen. (BLZ/ 29-12-05)

EGOMANEWS - CAPE MENDOCINO/ CA: "Main 'Prophecies' of Jack de Bruin will not come soon!!! THE BIRD WILL COME BACK IN SPRINGTIME IN 2006" (Plansky-Novak; prophetischer Seher).




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