Re: Regio-/Freigeld in ganz Deutschland als Lösung?
Geschrieben von Johannes am 07. Mai 2005 17:19:54:
Als Antwort auf: Um Albert Einstein zu zitieren ..... geschrieben von NoPasaran am 07. Mai 2005 16:32:10:
Hallo NoPasaran,
schade, daß Du der inhaltlichen Diskussion ausweichst.
Ich habe versucht, meine Kernfrage kurz und knapp zu formulieren, aber wenn Du nicht inhaltlich diskutieren willst, sondern nur lamentieren, wie doof ich sei, na gut, dann muß ich das halt akzeptieren.
> Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen durch die sie
> entstanden sind.Richtig. Zum Beispiel der Glauben, nur weil etwas neu oder anders sei, müsse es besser funktionieren. Das kann sein, muß es aber nicht. Und beim Freigeld bezweifle ich es eben.
Denn das Problem liegt, so mein Diskussionsansatz, eben nicht in der Form der Ausgabegebühr des Geldes (derzeit 2-5%, je nach System), sondern in der Verschuldung. Und die hat zu einem guten Teil etwas mit der GIER dies Menschen zu tun, der mehr konsumieren will, als er hat. Wähler, die sich von Politikern quasi kaufen lassen, die Staatsausgaben machen, die sich der Staat schlichtweg nicht leisten kann, weil er dadurch immer mehr in die Verschuldungsfalle gerät.
Und genau da wäre eine Neubesinnung nötig und jeder sollte sich die Frage stellen, ob es wirklich wichtig ist, für irgendetwas auch nur einen Euro Kredit aufzunehmen bzw. in welcher Form er bereit ist, anderen zu leihen, wenn es um eine Investition geht. Es gibt dazu sogar eine Bank, die interessante Ansätze hat und bei der ich mein Konto habe. Die Bank verzichtet meines Wissens nach übrigens als einzige deutsche Bank auf die üblichen Aktiengeschäfte, weil dies nicht ihren Vorstellungen vom Umgang mit Geld entspricht.
Während Du weiter Deine Vorurteile pflegst ("Johannes ist blöd"), vielleicht mag ja ein anderer die Frage aufgreifen: Was ändern sich an dieser Situation, wenn wir die Ausgabegebühr des Geldes an eine andere Stelle zahlen? Wäre es nicht viel wichtiger, sich für eine andere Einstellung zu Schulden und zum Verleihen einzusetzen?
Da mag das Freigeld/Regiogeld seinen Sinn darin haben, lokal einen weicheren Übergang zu ermöglichen, während das Gesamtsystem am Krachen ist. In weiten Teilen des Internets wird es aber als Lösung an sich angesehen, also so richtig "mechanisches Denken": Man tausche die Geldscheine aus, dann wird alles besser. Ist ja auch bequem, so zu denken, denn damit schiebt man dem Staat die Verantwortung zu, der die geniale Lösung verhindere, während man sich selbst nicht um einen neuen Umgang mit dem Geld zu bemühen braucht.
Beispiel, wie würde jeder von uns reagieren, wenn die Stadt, in der er wohnt, ab sofort keine Schulden mehr machen würde? Dann würde Müllabfuhr/Kindergarten/... entweder teuer oder wir müßten selbst anpacken, etc., sprich, nicht nur durch Zahlung konsumieren wollen und Verantwortung abschieben, sondern akzeptieren, daß die Verhinderung des großen Knall etwas kostet, denn bisher haben wir über unsere Verhältnisse gelebt. Und sind wir dazu bereit? Oder setzen wir unsere Hoffnung lieber in neue Geldscheine, mit denen sich dann alles von alleine löst?
Das ist die große Frage, die ich mir nach dem Besuch vieler, vieler Seiten stelle. Denn dadurch bin ich eben, wie ich Georg geschrieben habe, zu dem vorläufigen Schluß gekommen, daß es nicht darin liegt, wie die Gebühr für die Ausgabe der Geldscheine erhoben wird, sondern wie wir mit Geld bzw. Schulden umgehen.
> P.S.: Viel Spaß beim Leben in Deinem Universum wünsch' ich noch
> angelegentlich. Wouldn't go there, honestly .....Bleib Du ruhig weiter bei Deinen Vorurteilen und lästere über andere Menschen oder Foren.
Aber gibt es hier vielleicht jemanden, der mir die Fragen, die ich Georg gestellt habe, entweder beantworten kann oder sich mit mir daran macht, die Frage nach dem Umgang mit Geld und Verschuldung anzugehen?
Gruß
Johannes
- etwas mit der GIER dies Menschen Georg 07.5.2005 20:05 (11)
- Re: etwas mit der GIER dies Menschen Johannes 08.5.2005 01:21 (10)
- Gier eben mal von der andern Seite Dowjones 08.5.2005 12:09 (8)
- Eine Geldumlaufgebühr ist keine Verteilung von oben nach unten - sondern Georg 08.5.2005 23:13 (6)
- Laß' ihn, er ist halt nun mal der DAU Jones ..... NoPasaran 09.5.2005 15:11 (1)
- Dieser Kelch ist - Gott Sei Dank - an uns vorüber gegangen (n/t) Georg 09.5.2005 22:55 (0)
- Was dann? Dowjones 08.5.2005 23:48 (3)
- Weiters . angenommen Akzeptanzprobme Georg 10.5.2005 18:26 (0)
- Auch ein(e) Vermögende(r) hält oft nicht mehr Liquidität, Georg 10.5.2005 13:05 (0)
- Jeder zahlt entsprechend der Liquidität, die er gerade hält Georg 10.5.2005 10:26 (0)
- Re: Gier eben mal von der andern Seite Kiaril 08.5.2005 14:31 (0)
- Re: etwas Unterschied FranzLiszt 08.5.2005 10:51 (0)
- Ja! King Henry 07.5.2005 20:01 (2)
- Re: Ja! Bonnie 07.5.2005 21:23 (1)
- Re: Ja - ebenso FranzLiszt 08.5.2005 10:23 (0)
- Es reicht, Johannes, ich hab' keine Lust mehr. Punkt. NoPasaran 07.5.2005 18:47 (1)
- Re: Es reicht, Johannes, ich hab' keine Lust mehr. Punkt. Suchender 10.5.2005 22:51 (0)