Zerfleischt ihr euch gegenseitig?

Geschrieben von King Henry am 16. Januar 2004 00:17:27:

Als Antwort auf: Ein weiteres Anzeichen dafür, daß diese Republik am Ende ist geschrieben von Hubert am 15. Januar 2004 21:11:05:

Hallo,

was ich so wahnsinnig komisch finde, ist, das die Christen sich immer gegenseitig zerfleischen und bekämpfen, wie es nur geht.

Da schreiben Leute kritische Berichte (oder posten sie) über eine andere Gemeinschaft (die sich, oh wie selbstherrlich, "Kirche" nennt) oder belustigen sich über die gestiegene Zahl der Kirchenaustritte oder überbewerten die Zahl der Neuintritte.

Über angebliche oder echte "Sekten" wird hergezogen, sie beschuldigen sich gegenseitig, vom Satan unterwandert zu sein und versuchen sich auf alle möglichen Arte und Weise gegenseitig schlecht zu machen.

Folge sind die innere Zerrüttung des Christentums allgemein, das ja heute schon in unzähligen Splittergruppen zerteilt ist. Das kann ein Vorteil sein (keine diktatorische Anmaßung von oben möglich) oder auch ein Nachteil (Streit, gegenseitige Vorwürfe und schlechtmachen, siehe oben).

Wen sie nur in religiösen Fragen gleicher Meinung wären!

Beispiele:

1. Streit um die Trinität. Dreiinigekeit ja oder nein?
2. Ist Meditation und Yoga vom Teufel oder sinnvolle Ergänzung?
3. Muß es ein Oberhaupt geben oder nicht?
4. Gemeinsames Abendmahl ja oder nein?
5. Irrationen in Fragen der Teufelsvorstellung
6. Unterschiedliche Deutung von Bibelstellen
7. ...
8. ... ...
9. ... ... ...

et cetera ...

Seit die Diktatur der früher allein regierenden Kirche beendet wurde, hat sich alles in einem extremen Gegenteil verkehrt. Während vor noch rund 200 Jahren die offizielle Kirchenmeinung Dogma war, wird heute - siehe oben - ohne Ende und oft ohne Pietät aufeinander herumgehackt.

Das Christentum zerfleischt sich gegenseitig und der lachende Dritte ist der Islam, der sich immer mehr verbreitet. Aber zum Glück gibt es ja noch andere, die zukünftig zum Wohle aller Menschen weltweit verbreitet sein wird.

"Abfall vom Glauben" wird immer denjenigen vorgeworfen, die nicht der gleichen Kirche angehören.

Wir sollten mal zum Kern der Sache zurückkehren (Religion deutet zurückbinden, zurück zum Kern der Sache kommen, das was uns bindet, ist unsere Religion - auch Geld oder Sex oder Macht kann eine Religion sein.)

Aber in dieser Sache könnte ich mich am Streit beteiligen. Doch das ist nicht meine Absicht. Ich habe ein universell gültiges Motto:

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!

(Ob damit auch die Zugehörigkeit zu einer Kirche, Religion oder Glauben an so und solche Dogmen gemeint ist???)

Beste und Herzliche Grüße

Henry


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