Re: Steht ein neuer Schlag der USA bevor?

Geschrieben von IgelEi am 05. November 2003 17:59:

Als Antwort auf: Re: Steht ein neuer Schlag der USA bevor? geschrieben von Shazadi am 05. November 2003 12:09:31:

>Anmerkung: Den Amis nützt Syrien strategisch rein gar nichts. Sollten sie dort was vorhaben kann es nur auf höheren Befehl sein. Sollte das so sein werden die Strukturen klarer.
>... Oder aus Weltherrschaftsgelüsten.
>Sorry. mM nach brauchen die Amis keine "höheren Befehle" mehr um etwas (augenscheinlich) dummes und sinnloses zu tun. Die Spitze der Amis hat vom Nektar der Weltherrschaft gekostet und gleichzeitig die Panik wegen Europa, China usw. die langsam zu ernsten Konkurenten werden.
>Ode würdest du den Einmarsch im Irak als "sinnvoll" und "durchdacht" bezeichnen? Ihre eigenen Geheimdienste haben sie doch noch davor gewarnt, dass da nix rauskommt.
>Greet
>Shazadi

Hi Shazadi,
ich muß Dir widersprechen, denn die Verbindung zum Mittelmeer brächte auch einen gewichtigen geopolitischen Vorteil, so könnten die Amerikaner das Öl der nordirakischen Quellen sehr günstig über das Mittelmeer nach Europa bringen. Die Südlichen werden über Kuwait angezapft. Dies hätte auch strategische Vorteile, wenn man bedenkt, dass so die Sicherung der Förderung und des Transports über Pipelines mit minimalem Aufwand bewerkstelligt werden könnte. Damit wäre die Türkei, die das irakische Öl und das Gas über ihr Land nach Europa bringen wollen, und Russland, die eine Pipeline zur Westküste ihres Landes bereits planen(oder schon bauen?), um Europa günstig mit fossilen Brennstoffen aus Sibirien beliefern zu können, ausgebotet(vielleicht ist das der Grund, warum die Türken und Russen keine Truppen in den Irak schicken).

Um meine These zu untermauern, ein aktuelles Beispiel:
Die Yukos Affäre.
Nach neuesten Pressemitteilungen war Yukos mit dem amerikanischen Ölkonzern Exxon und dem britischen Konzern BP über Förderrechte für Ölquellen in Sibirien für mindestens ein Jahrzent und einer Teilhaberschaft an Yukos im Gespräch. Da das Fördern von Öl recht teuer ist, sollten diese Konzerne als Geldgeber/Investoren fungieren(ein Bohrtag kostet ca. 120000€, Quelle: Prof. Kukla von der RWTH Aachen, ehemaliger Ingenieur bei Shell). Prompt wurde Chodorkowski verhaftet, Teile der Aktien von Yukos auf Eis gelegt und nun muss die Firma auch noch um ihre Öllizenz bangen.

Fazit: Russland steht bald mit dem Rücken zur Wand, da sich die Haupteinnahmequelle des Landes auf den Export von fossilen Brennstoffen stützt. Die USA ist gerade dabei die einzig verbliebene tragende Säule der russischen Wirtschaft einzureissen. Da ist es kein Wunder, dass der Kreml etwas gereizt reagiert.

MfG IgelEi



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