Re: Zucht und Ordnung @ BBouvier
Geschrieben von HotelNoir am 26. Oktober 2003 10:21:34:
Als Antwort auf: Re: Zucht und Ordnung @ BBouvier geschrieben von katzenhai2 am 26. Oktober 2003 01:53:56:
>Das, was Hitler wollte ist das, was des Menschen damalige Natur war.
Ja. Stärke, Gemeinsamkeit, Brüderlichkeit, das wollten die Menschen und das wollen sie noch heute. Es ist auch ganz normal, dass dies durch die Definition eines gemeinsamen Feindes geschehen kann, doch dies entspricht der Primatennatur. Der neue Mensch wird es nicht mehr nötig haben, seine Gemeinschaft durch Feinde zu definieren, sondern nur noch durch durch die Kraft, die uns alle verbindet.
Das, was der Kommunismus wollte ist das, wonach die Evolution den Menschen treibt. Aber der Kommunismus kann nicht perfekt aufgebaut werden, weil es schließlich die Zukunft des Menschen ist und die kennt er ja noch gar nicht. Er hat auch seine ursprüngliche Vergangenheit noch nicht abgelegt, seine Instinkte treiben ihn immer wieder dazu seine Wünsche in vergänglichen Formaten umzusetzen. Deshalb wird jede gute Vorstellung auch immer mit primitiven Mitteln (Gewalt) umgesetzt. Daher endet jede Idee immer in denselben Mitteln, von denen man sich ja im Grunde eigentlich befreien wollte.
Gleichschalterei entspricht nicht dem Prinzip der Evolution. Jeder soll die Idee, die sich durch ihn ausdrücken will, leben können. Der Kommunismus hat nur eine Komponente, die auf die Zukunft zutrifft: für das Kollektiv da sein. Der Irrtum des Kommunismus ist, das alle Menschen gleich sind. Ja man kann sie gleich machen, doch die Evolution sucht die Vielheit und nicht die Gleichheit.
>BBouvier und andere haben Angst vor der Zukunft, Angst vor der Evolution, Angst vor sich selbst bzw. vor dem, was sich in ihnen regt.
>Wer diesen Drang nicht umsetzt, verfällt in Glauben und Religion. Es ist beides Ausdruck dieser Umwandlung in der Evolution des Menschen.Evolution braucht ein tragendes Fundament. Das sind die Institutionen, egal ob Staat, Kirche oder Wissenschaft. Nur auf diesem "Meer" kann die Welle der Evolution neue Ufer erreichen.
Mit Zucht und Ordnung kann man zwar die unschönen Effekte dieser Rangspiele untereinander für eine Zeit kaschieren, weil man sie damit unterdrückt, aber irgendwann machen sie sich Luft und das endet dann in Gewalt. Bei einer liberalen Lebensweise gibts zwar diese unschönen Rangspiele, dafür aber baut sich auch kein Druck auf und alles entwickelt sich harmonisch, bis die Natur ihren Dienst getan und der Mensch seinen Zwischenzustand überwunden hat.
Hier wieder vollste Zustimmung! Demokratie und Humanismus ist das Spiel der Feigen, der Hintertürchenbenutzer und der Heuchler. Es wird die perverse Form von Machtverhältnisse geschaffen, unter denen wir heute leiden. Komischerweise sehen viele wie unfähig unsere Machtelite ist, aber auf Demokratie will trotzdem niemand verzichten. Es wurde uns erfolgreich beigebracht, dass dies das kleinste aller Übel ist. Da wir uns nur noch nach (Ego-)Friede und (Ego-)Wohlsein sehnen - und dies für spirituell fortgeschritten halten - glauben wir das auch gerne.
Grüsse HotelNoir
- Re: Zucht und Ordnung @ Hotel Noir BBouvier 26.10.2003 14:14 (0)