Re: Ein Europa....
Geschrieben von Backbencher am 17. Oktober 2003 13:02:08:
Als Antwort auf: Ein Europa.... geschrieben von BBouvier am 17. Oktober 2003 12:43:22:
Lieber BB,
danke, alles richtig. Ergänzen möchte ich, dass ein wie auch immer gearteter Nationalismus auch keinen der jetzigen Zeit adäquaten Mythos mehr schaffen kann. Die Zeiten sind vorbei.
Ich möchte hier mal aus einem anderen Beitrag von mir für ein anderes Forum zitieren. Du brauchst Dich also nicht angesprochen fühlen:
"Dort, wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch, der nicht überflüssig ist: da beginnt das Lied des Notwendigen, die einmalige und unersetzliche Weise.
Dort, wo der Staat aufhört, - so seht mir doch hin, meine Brüder! Seht ihr ihn nicht, den Regenbogen und die Brücken des Übermenschen? -
Also sprach Zarathustra." Friedrich Nietzsche[...] Unabhängig davon, dass die Informationen über die Vergangenheit der NSDAP, dem Dritten Reich, dem 2. Weltkrieg, den Deutschen usw. manipuliert oder gefälscht ist. Für mich ist das kein Grund eine neue staatliche Ordnung in jenem Stil zu fordern, fördern oder mitzuorganisieren. Für mich ist staatliche Ordnung per se fragwürdig und zu überholen. "Dort, wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch...".
Wenn ich die Menschheitsgeschichte anhand meines fraktalen Wissens oder Unwissens betrachte, so erkenne ich, dass zumindest ein nicht geringer Teil der Kampf um die 'Selbstorganisation der Menschen untereinander' ausmacht. Ein stetiger Prozess von der inneren Organisation in kleinen menschlichen Gruppen der Megalithzeit oder davor bis zu gigantischen Staaten und Staatenverbünde heute. Das nächste Kapitel das gerade aufgeschlagen wird heißt Neue Weltordnung. Das ist leider noch kälter als die von Nietzsche identifizierten kältesten Ungeheuer (nämlich die Staaten).
[...] Also, was wird die nächste Organisationsform des Menschen sein, wenn er die New World Order hinter sich lässt? Ist sie für mich attraktiv oder nicht? Darüber müsste man nachdenken.
[...]
Eine neue subversive Strategie
Das interessiert mich. Subversion heißt Umsturz. Die Zeit klassenkämpferischer Umtriebe ist nach meiner Analyse jedoch vorbei, sie hat - genau wie alle anderen Versuche - nichts gebracht. Sie wurde ebenso zum Spielball von 'divide et impera' wie die Aufteilung der Welt in sogenannte Blöcke. Das 21. Jahrhundert beginnt erstaunlicherweise jedoch ganz zaghaft mit neuen und echt alternativen Organisationsversuchen: Internet, Netzwerke, Open-Source-Software, Freie Energie, Freigeld...[...] Der 11. September spricht für mich eine sehr deutliche Sprache. Der Angriff auf die Menscheit erfolgte weltweit. Staatliche Einzellösungen werden künftig wohl nicht mehr erlaubt werden. Antworten können meiner Meinung nach nicht auf solch einer Ebene liegen.
Viele Grüsse
Backbencher
- Re: Ein Europa.... BBouvier 17.10.2003 13:14 (0)