Re: Zukunft beeinflussen an Hotel Noir

Geschrieben von Pez am 19. September 2003 10:08:52:

Als Antwort auf: Re: Zukunft beeinflussen an Hotel Noir geschrieben von katzenhai2 am 19. September 2003 05:50:11:

>>> Tatsache ist, dass ein Seher "weiss", dass ich Kassel Mitte rausfahre.
>>> Weil er gesehen hat, dass ich nun mal so handle.
>Das ist aber eben der Knackpunkt: Das ist offen und zwar aus dem einfachen Grunde, weil durch das Wissen, was der Seher Dir über die Zukunft sagt, diese verändert werden 'kann'. Ich sage bewußt kann, weil es 'auch' die Möglichkeit einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung gibt, wodurch man erst eine bestimmte Handlung vollführt die ein Seher gesehen hat, 'weil' der Seher es einem gesagt hat. Das ist aber keine Bedingung und läuft nicht immer so ab. Es gibt nunmal alle drei Möglichkeiten, finde Dich doch endlich mal damit ab. *g*
>
>>> Wenn der sieht, dass ein Baum umgefallen ist, dann liegt der eben da.
>>> Und jeder andere Seher kann nur das selbe sehen.
>>> Der Baum liegt ja da.
>Wenn der Seher sich die Mühe macht und nach einiger Zeit nochmal nachschaut, kann er zu anderen Ergebnissen kommen, die den wahrhaftigen dann nachher näher liegen. Es existiert eine zeitliche Verschiebung, daß je näher man einem Zeitpunkt kommt, desto wahrscheinlicher wird er auch.
>Die Welt ist in Wahrscheinlichkeiten definiert, das sagt allein schon die Heisenberg'sche Unschärferelation aus. Willst Du hier etwa gegen Heisenberg widersprechen?? *fg*
>
>>> Gäbe es beliebig viele Varianten, dann hätten wir wohl kaum einen Kanon von Schauungen, die
>>> jeweils Teile der gleichen Zukunft sind.
>Aber nein, nicht beliebig viele, sondern eine bestimmte Anzahl und die wäre auch nur dann anders, wenn es einen Zeitpunkt in der Geschichte gegeben hätte, an denen die Wahrscheinlichkeit eines 1. Weltkrieges noch nicht gegeben war. Es ist zwar prinzipiell alles möglich, es gibt Ausnahmen dieses 'roten Fadens der Wahrscheinlichkeiten', aber es gibt immer eine Tendenz, in welche Richtung etwas läuft, weil es nur eine begrenzte Anzahl von Wahrscheinlichkeiten in Bezug auf bestimmte Zeitpunkte gibt.
>Es ist wie mit dem Atom: Es ist da, es scheint begrenzt, doch wenn Du näher rangehst wird es immer unschärfer, weil es sich dabei lediglich um eine Wahrscheinlichkeit handelt, daß das Atom existiert. Es besitzt keine feste Form, weil es keine Realität gibt. Es gibt nur Wahrscheinlichkeiten die sich innerhalb eines bestimmten, begrenzten Bereiches bezogen auf das worum es Thematisch geht befinden. Deshalb ist das Atom unscharf, je näher bzw. je 'genauer' man es definieren will, aber es ist nicht beliebig groß bzw. ausgedehnt, sondern hat diese Unschärfe innerhalb eines bestimmten Bereiches, in dem es existiert.

Morgen!
Doch dieser Bruchteil einer Sekunde vor jeder Handlung ist doch der Entscheidende. Der wahrhaftige Augenblick der sich von nichts Beeinflussen
lässt.

." Man kann nicht vorhersagen, wo ein Elektron in der nächsten Sekunde sein wird, weil im quantenmechanischen Bereich (Mikrokosmos) keine Ursache und Wirkung existiert! Diese beiden verschmelzen dort zu ein- und demselben Zeitpunkt zusammen.
Hier, in dieser mikroskopischen Welt, entsteht das Raum-Zeitgefüge, die Realität. Nichts ist vorherbestimmt, weil sich mit jeder Aktion in dieser kleinen Welt gleichzeitig auch die Gesetze ändern die bestimmen, was als nächstes geschieht."

Vielleicht analisiert der Bruchteil einer Sek. dieses Gesetz und setzt die für IHN (was auch immer das sein mag) "richtige" Handlung. Auch ein Chaos zu analisieren traue ich einer Gottheit zu. Was wir im Kleinen irtümlich als Falsch
deklarieren, ist im Kontext genau richtig. Da heisst es doch:"Die Welt kann nicht anders sein, wie sie ist". Dann sind vieleicht Sehungen die Summe dieser
Bruchteile. Mit einem gewissen Quantum Ungenauigkeit. Nichtsdestotrotz würden
wir dann einem schon vorher ausgeklügelten Plan folgen. Weil wir nicht die
Herren über die Millisekunde sind.
Das Copyright der Meinung geht an meine Millisekunde.gg. pez



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