keine "Illuminierung" - Gallileo wird zerstört

Geschrieben von franz_liszt am 16. September 2003 06:04:49:

Als Antwort auf: NACHRICHTEN: (o.T.) geschrieben von franz_liszt am 16. September 2003 05:51:22:

Wieder eine Kleinigkeit, die in den Verschwörungstheorien nicht vorkommt:

Montag, 15. September 2003
Todesurteil für Mikroben
"Galileo" wird zerstört

Nach 14-jähriger Reise durch den
Weltraum soll die Jupiter-Sonde
"Galileo" am kommenden
Wochenende zerstört werden. Auf
diese Weise werde verhindert,
dass "Galileo" ungewollt auf dem
Jupiter-Mond Europa aufschlage,
teilte die US-Raumfahrtbehörde
NASA am Sonntag in Pasadena
mit. Die Astronomen der NASA befürchten, dass in einem solchen Fall
Krankheitserreger möglicherweise existierendes Leben auf Europa
gefährden könnten.

"Galileo" soll am kommenden Sonntag um 21.49 Uhr (MESZ) mit
173.770 Kilometern in der Stunde in die Atmosphäre des Jupiters
gelenkt werden. Das 1.350 Kilogramm schwere Raumfahrzeug wird
dabei völlig zerstört.

An Bord befinden sich offenbar Millionen von Mikroben, die
wahrscheinlich vor allem im Kühlwasser der atombetriebenen Sonde
entstanden sind. Beim Start von "Galileo" im Jahr 1989 gab es noch
keine umfassende mikrobiologische Reinigung von Raumfahrzeugen,
wie sie bei der NASA inzwischen zum Standard gehören. Heute weiß
man entgegen früheren Annahmen, dass manche Mikroben selbst
extremen Temperaturen und Strahlung widerstehen können.

Auf dem Jupitermond Europa, dessen Ozeane von Eis bedeckt sind,
könnte es nach Einschätzung von Astronomen außerirdisches Leben
geben. Daher dürfe er nicht unnötig gefährdet werden, erklärte der für
den Schutz von Planeten zuständige NASA-Astronom John Rummel.

Die planmäßige Zerstörung der nach dem Astronomen Galileo Galilei
benannten Sonde wird die erste seit 1999 sein. Damals ließ die NASA
den "Lunar Prospector" in den die Erde umkreisenden Mond stürzen.
1994 steuerte die NASA die Sonde "Magellan" in die Venus.

Die Mission von "Galileo" ist eines der erfolgreichsten Projekte der
NASA. Die Sonde umkreiste den Jupiter 35 Mal - geplant waren
ursprünglich 24 Umrundungen - und schickte zahllose Messdaten zur
Erde. Darunter waren auch Informationen über den vulkanisch aktiven
Jupitermond Io.



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