Re: Das Märchen vom Treibhauseffekt

Geschrieben von Swissman am 18. August 2003 22:19:13:

Als Antwort auf: Re: Das Märchen vom Treibhauseffekt geschrieben von JeFra am 18. August 2003 00:45:15:

Hallo JeFra,

>Dann ist mir nicht klar, warum es nach dem Ableben Roosevelts keine gr -bößere Kurskorrektur in diesem Punkte (also die ideologische Innenpolitik des Westens betreffend) gegeben hat.

Es ist anzunehmen, dass die Sowjets die Gelegenheit, die sich unter Roosevelt bot, nicht entgehen liessen und eine stattliche Anzahl Maulwürfe im US-Refierungssystem platzierten. Dies - gepaart mit der dem Kapitalismus eigenen Kurzsichtigkeit und der Neigung, sich die Wahrheit schönzulügen (zumal dann, wenn ein Geschäft lockt) - dürfte den Mangel an gesunder Aggressivität gegen die Sowjets zu einem guten Teil erklären.

Hinzukommt natürlich auch die bald einsetzende (vom Osten systematisch geschürte - Stichwort "Atomarer Winter") übertriebene Angst vor Nuklearwaffen... Dies führte dann dazu, dass der Westen mit zunehmender östlicher Aufrüstung (d. h. mit Anwachsen des objektiv vorhandenen Angriffspotentials) immer "zahmer" wurde.

Warnende Stimmen, die Lage realistischer sahen wurden diskreditiert, wie Joseph McCarthy oder landeten sogar zwischenzeitlich als angebliche Paranoiker in der Irrenanstalt, wie James Jesus Angleton, der wohl fähigste Chef der CIA-Spionageabwehr nach dem Zweiten Weltkrieg. George S. Patton, der das Ruder hätte herumreissen können, starb tragischerweise bereits 1945 bei einem Verkehrsunfall.

Zweifellos sind diese Ausführungen nicht vollständig, aber in der Tendenz dürften sie im grossen und ganzen zutreffen.

>McCarthy ist ziemlich schnell an Grenzen gestoßen, wo seine Politik auf mehr hauslief als nur auf Korrekturen von Details der Außenpolitik. Heute wird er weitgehend dämonisiert

Ironischerweise hat sich mittlerweile, durch die Entschlüsselung codierter Nachrichten ("Venona files" der sowjetischen Agentenführer in den USA nach Moskau herausgestellt, dass MacCarthy in fast allen Fällen Recht hatte. - Die grosse Mehrheit der Leute, die er vorladen liess, waren tatsächlich KPUSA-Mitglieder, viele von ihnen sogar Agenten...

Von daher müsste man MacCarthy vollunmfänglich rehabilitieren. - Wobei mir ohnehin nie klar war, worin die Unmoral an MacCarthy's Vorgehen gelegen haben soll: Alles was von den Leuten verlangt wurde, war ein Eid, dass sie nicht Mitglied der KP seien... - diesen Eid bin ich jederzeit bereit zu leisten.

>Wenigstens einer der ganz großen kommunistischen Schlächter, nämlich ist anscheinend nie in Moskau oder Peking gewesen, sondern hat seine politische Ausbildung in Paris im Umfeld der Kreise erhalten, die für die Kulturrevolution der 60iger verantwortlich sind.

Dabei müsste es sich um Pol Pot handeln...?!

mfG,

Swissman


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