Zustimmung was die Endzeit betrifft im Relgiösen Sinne
Geschrieben von Danan am 15. Februar 2003 18:39:04:
Als Antwort auf: Plädoyer gegen Endzeitphantastereien geschrieben von Andreas am 15. Februar 2003 18:18:28:
Denn schon so viele male haben die Menschen geglaubt, wir befänden uns in der Endzeit und aus heutiger Sicht erscheinen uns die Verhaltensweisen der damaligen Menschen so abstrus, dabei sind wir heute nicht weit davon entfernt das gleiche zu tun.
Natürlich möchte ich den Menschen mit ihren Religiösen Gefühlen nicht von vorneherein zu nahe treten, sie können glauben was sie wollen, wenn es sie nur glücklich macht.
Bedenklich finde ich allerdings die Unaufgeklärte Sichtweise einiger "Fanatischer" Religionsvertreter.
Nichts desdo trotz glaube ich dass wir als Menschheit durchaus an einem sehr schwierigen Scheideweg stehen. Nicht nur dass sich die Überlegenheit der Westlichen Welt nicht viel länger halten wird.
Wenn du die Fakten zusammenträgst, so ist in unserem Ökosystem nichts mehr im Gleichgewicht, der Mensch hat mit seiner fast schon Krebsartigen Wachstumsraten in den letzten Jahrhunderten eigentlich sein eigenes Aussterben begründet.
Ich glaube nicht, und dies hat zunächst garnichts mit Religion zu tun, dass wir noch einmal in der Lage sind das Ruder zum Wohle einer Menschheit herumzureissen, die noch nicht einmal die Tragweite ihres eigenen Handeln begreifen will.
Wir überfischen die Meere, gehen Verschwenderisch mit unseren Resourcen um, vergiften die Flüsse und die Meere, mit den Excrementen unserer eigenen Existenz.
Die Ganzheitliche Betrachtungsweise ist durch die Sicht auf die Details verloren gegangen. Der Mensch als Milliardengroßes Krebsgeschwür hat sich selbst sein eigenes Loch gegraben.
Nicht die Europäer sitzen alleine im Loch und Graben (Zitat Rumsfeld)
Der Mensch gräbt als ganzes an seinem eigenen Grab.Der einzige wirkliche Unterschied ist nur der, dass es bei diesem Endzeitszenario sowieso kein Gut und kein Böse gibt, denn wenn wir unseren Planeten so vergiftet und so zugerichtet haben, dass uns unser Wirtstier (Mutter Erde) unter den Füssen wegstirbt, dann werden alle dahingerafft, ob Christen oder Moslems, ob Juden oder Hindus.
Gruß Danan
PS. Die Endzeit sieht genau so aus, wie die Welt die du siehst
>
>Hallo Heaven
>Auf Deine ethischen Ausführungen will ich nicht näher eingehen, da mir dazu die Zeit und die Lust fehlt. Mir scheint indes, dass Du Dich auf einem gedanklichen Irrweg befindest, dessen religiöse Unterfütterung offen zu Tage tritt. Wir befinden uns sicherlich in einer Zeit des Umbruchs. Doch muss dies ausgerechnet eine "Endzeit" im religiösen Sinne sein, in der das Böse vernichtet werden und das Gute obsiegt? Wer einer solchen Ansicht vorbehaltlos zustimmt ist, hat m. E. nichts aus der Geschichte gelernt und denkt in ähnlichen Mustern wie etwa die Kreuzfahrer um 1096, welche im Unterschied zu uns über sehr viel eingeschränktere Informations- und Vergleichsmöglichkeiten verfügten.
>Der Umbruch besteht in meinen Augen darin, dass sich allmählich ein Ende der 500-jährige Vormacht der westlichen Zivilisation abzeichnet. Zumindest wird die Vorherrschaft nicht mehr so uneingeschränkt zu bewerkstelligen sein wie es etwa im 19. Jahrhundert möglich war. Folgt man Beesley und Widdowson, so vollzieht sich dieser Niedergang sowohl relativ auf der internationalen Ebene als auch im innern der westlichen Industriegesellschaften ("Dekadenz", Überfremdung [ohne rassistische Konnotation!], Verunsicherung bez. der eigenen kulturellen Werte etc.).
>Die anderen "Zivilisationen" und Nationen, insbesondere im asiatischen Raum, werden im Zuge eines Schwindens westlicher Macht vermehrt und verstärkt versuchen, ihre Interessen durchzusetzen - insbesondere die mächtige chinesische Zivilisation. Ich jedenfalls sehe in keinster Weise, weshalb nun weil es mit uns bergab geht - auf einmal alle Völker nach globalem Frieden, Glück und Harmonie streben sollten, umso mehr als mit der schwindendenden amerikanischen Hegemonie die Aussichten auf die Durchsetzung einer gewissen globalen Stabilität sinken werden.
>Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich wünschte, es wäre so wie Du behauptest. Das Problem ist, dass schon unzählige Menschen vor Dir zu ihrer Zeit geglaubt haben, "jetzt" sei die grosse Stunde der Abrechnung, des Ausgleichs zwischen gut und böse gekommen. Solche Ansichten resultieren m. E. in einer Überschätzung der Bedeutung der Zeit in der man selbst lebt in Verbindung mit religiösen Vorstellungen.
>Gruss
>Andreas
- Re: Zustimmung was die Endzeit betrifft im Relgiösen Sinne Kamikatze 15.2.2003 20:41 (0)
- Re: Zustimmung was die Endzeit betrifft im Relgiösen Sinne JBl 15.2.2003 19:13 (1)
- Re: Nachtrag JBl 15.2.2003 19:18 (0)