Re: Ein besonderer Glaube

Geschrieben von Torsten am 10. Dezember 2002 13:16:59:

Als Antwort auf: Ein besonderer Glaube geschrieben von Dunkelelbin am 10. Dezember 2002 11:42:35:

Liebe Dunkelelbin,

hmm, das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Bestenfalls gilt das für einen Teil der westdeutschen Bevölkerung. In der DDR hatten wir das Lehrbuch Staatsbürgerkunde, Parteitagsberichte in Zeitungen, Fernseh- und Rundkunkkommentare über den Überfall der SU auf Afghanistan oder die Studentenproteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens und Jeder wußte, was das für Schwachsinn ist. Ich gebe allerdings zu, daß Viele der irrigen Meinung waren, die Medien der "zivilisierten westlichen Welt" mit "Medienfreiheit" wären ehrlicher.

Ich glaube eher, daß die Menschen zunehmend an nichts mehr glauben. Die Absatzprobleme bei Zeitungen und Büchern haben vielleicht nicht nur mit der Ausgabeneinschränkung des Einzelnen zu tun. Zwar dauert es offensichtlich einige Jahrzehnte, bevor die Menschen den ständigen Widerspruch zwischen Gelesenem sowie in den Medien Gesehenem und Gehörtem und Alltag erkennen, aber diese Jahrzehnte scheinen um zu sein. Gerade in der "Wissenschaft" hat unsere "schnellebige Zeit" dazu geführt, daß Erkenntnisse veralten, bevor sie gedruckt sind. Sich häufende Meldungen über Wissenschaftsbetrug stärken das Vertrauen in Gedrucktes auch nicht gerade.

Atuka-hé, ein indianischer Schamane:

"...Die weißen Menschen sind müde, sie glauben an nichts mehr, oder sie sind verblendet durch andere und glauben das Falsche. Kluge, aber abgestumpfte Menschen. Nur die Jugend ist lebendig und verlacht die Alten. Alles lebt weiter im Grau dahin, im Dämmerschlaf...."

Viele Grüße

Torsten



Antworten: