Du hast mich immer noch nicht verstanden

Geschrieben von franke43 am 17. September 2002 10:31:48:

Als Antwort auf: Re: WO bleibt die tätige Nächstenliebe ? geschrieben von Hubert am 17. September 2002 10:14:12:

Hallo Hubert

>Lieber Frank,
>ich verstehe Deine Argumentation vollauf. Ihr steht nur ein einziges Faktum entgegen:
>
>

Der Staat ist pleite.

Das bezweifle ich zwar, denn Deutschland ist immer noch immens
reich, wenn man es mit den Herkunftsländern der "Scheinasylanten"
vergleicht. Übrigens hatte ich Dir soviel Niveau zugetraut und
so viel Frömmigkeit, dass Du dieses abscheuliche Wort nicht
verwendest.

>
>Die Ausweisung eines einzigen kriminellen Nigerianers (Sonderflug nach Lagos) >kostet rd. 40.000 EURO.

Das wäre per Linienflug in Begleitung zweier Aufpasser vielleicht
um den halben Preis gegangen.

>Das einzige, was sich dieser runtergewirtschaftete Sozialstaat im Sinne >christlicher Nächstenliebe noch leisten kann, ist, daß er Hunderttausenden von >Scheinasylanten festes Schuhwerk schenkt, damit sie zu Fuß in ihre >Heimatländer zurückgehen können.

Wohlgemerkt: ich habe von den C-Parteien gar nicht viel tätige
Nächstenliebe erwartet. Es würde meinen niedrigen Ansprüchen
schon genügen, würden sie auch im Wahlkampf nach der Maxime
von Wilhelm Busch handeln:

"Das Gute, dieser Satz steht fest,
ist stets das Böse, das man -- lässt (!)"

Es wäre den C-Parteien ein Leichtes, ganz und völlig auf das
Thema Zuwanderung und Zuwanderungsgesetz und auf damit verbundene
(wahre oder falsche) Schuldzuweisungen zu verzichten. Und zwar
vor und nach der Wahl.

Ich kenne die Einzelheiten des Zuwanderungsgesetzes nicht,
traue mich aber wetten, dass es aus der Sicht von jemand,
der die Zuwanderung Schutzbedürftiger als positiven Akt der
Solidarität sieht, eher ein dürftiges und erbärmliches
Gesetz ist und durchaus kein legislatorisches Traumergebnis.

Solidaritätsabbau und Verweigerung der Hilfeleistung ist
mit Sicherheit KEINE christkatholische Position, sonst
könnte ich in diese Kirche nicht eintreten.

Es handelt sich auch nicht darum, den Schutzbedürftigen ein
Luxusleben zi finanzieren, sondern ihr reines physisches
Überleben besser zu gewährleisten als in ihren verelendeten
(von Kolonialmächten ausgeplünderten und ruinierten) Herkunftsländern.

Wäre hier in Schweden nicht eine Art Schlaraffenland,
sondern eine Hungerkatastrophe (ganz gleich warum),
würde auch ich derselben durch Ortswechsel zu entgehen
suchen.

Ist das so schwer zu begreifen ? Ubi bene, ibi patria.

Gruss

Franke 43
Der sich andere
Katholiken wïunscht

>Herzlichst,
>Hubert



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