Absicht und Ziele der Prophezeiungen
Geschrieben von Backbencher am 19. August 2002 23:43:21:
Als Antwort auf: Liebe, verehrte IT Oma! geschrieben von Salim am 19. August 2002 22:03:08:
Lieber Salim,
ich mag Deine Beiträge - aber das weisst Du ja bereits.
Habe gestern mal versucht auf meine Art Badland Warrior zu bremsen. Der Erfolg war, daß mein Posting nach kurzer Zeit zensurmäßig vom Server genommen wurde. Mir scheint, dass er selbst noch die Berechtigung zum Forumsmaster hat, denn Johannes würde ich nicht zutrauen, die von mir angeregten Fragen bezüglich der persönlichen Haltung - auch eines Badland Warriors - in der Zukunft nach den Umwälzungen abzuwürgen.
Ich fürchte, dass das Forum sich weiterhin auf einem Niveau bewegen wird, dass sich alle geistigen Zehennägel aufrollen - aber ich wünsche mir das nicht. Es gibt leider viel Raum für die, die hier jede Mücke des aktuellen Weltgeschehens zum Elephantenbullen der Prophetie umdeuten und sich dann noch in der inszenierten Stimmung baden.
Ich versuchte darzustellen, dass sich hinter den Prophezeiungen eine klare Absicht und ein bestimmtes Ziel erkennen lässt. Die meisten Seher und Propheten sprechen Ihre Prophezeiungen aus, weil sie tief innen von der vorausgesehenen Entwicklung der Menschen, ihrer Eitelkeiten und Wahnvorstellungen berührt sind und bestimmt nicht, um den ganz Vorlauten, Selbstgerechten und Gewitzten Hinweise zur Vorbereitung zu geben, um möglichst gut durchzukommen.
Wann fangen wir an, diese Seite der Prophezeiungen im Weltgeschehen zu sehen und in unserem persönlichen Verhalten zu berücksichtigen? Wann lassen wir zu, uns gegenseitig zu hinterfragen, ob wir den geistigen Anforderungen der Zukunft gewachsen sind, auch wenn dies unsere persönliche Eitelkeit verletzt? Wann sehen wir endlich in dem Angriff anderer auf unsere Eitelkeit einen Liebesdienst für uns?
Herzliche Grüße
Backbencher
Viele Länder sah Zarathustra und viele Völker: keine grössere Macht fand Zarathustra auf Erden, als die Werke der Liebenden: "gut'' und "böse'' ist ihr Name.Wahrlich, ein Ungetüm ist die Macht dieses Lobens und Tadelns. Sagt, wer bezwingt es mir, ihr Brüder? Sagt, wer wirft diesem Tier die Fessel über die tausend Nacken?
Tausend Ziele gab es bisher, denn tausend Völker gab es. Nur die Fessel der tausend Nacken fehlt noch, es fehlt das eine Ziel. Noch hat die Menschheit kein Ziel.
Aber sagt mir doch, meine Brüder: wenn der Menschheit das Ziel noch fehlt, fehlt da nicht auch - sie selber noch? -
Also sprach Zarathustra.
[Friedrich Nietzsche - Also sprach Zarathustra, Von tausend und einem Ziele]
- Dankeschön, ich habe hier noch keinen schöneren und wichtigeren Brief gelesen! Salim 20.8.2002 00:40 (0)
- Welche Zensur? MP42 19.8.2002 23:49 (1)
- Re: Welche Zensur? Johannes 20.8.2002 00:01 (0)