das problem mit spenden im katastrophenfall

Geschrieben von schlafgnom am 16. August 2002 19:34:51:

also, um es gleich vorweg zu nehmen: ich unterstütze den spendenaufruf hier im forum zu 100%, sehe für die zukunft aber einige probleme aufkommen.

grossangelegte spendenaktionen funktionieren nur solange wie es noch "inseln der glücklichen" gibt - also gegenden, wo es den leuten noch vergleichsweise gut geht.

schon jetzt (glaub ich) dürften viele leute in deutschland wg. arbeitslosigkeit und/oder zukunftsängsten nicht mehr so spendenfreudig sein wie noch in den neunzigern.

was aber wenn die wirtschaftlichen zustände in deutschland noch schlimmer werden? diesmal mögen die opfer in dresden, passau und all den anderen städten noch etwas hilfe bekommen, aber vielleicht schon beim nächsten grossen hochwasser könnte die lage anders aussehen.

ich glaub dabei gar nicht mal, das die menschen unsolidarischer werden - aber in schlechten zeiten wird sich die hilfe wohl eher auf nachbarschaftliche unterstützung beschränken - und dresden ist dann auf einmal so weit weg wie afrika oder indien...

schlafgnom


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