Arafat soll israelischen Soldaten mit Selbstmord gedroht haben

Geschrieben von Blackbird am 06. April 2002 14:11:38:

Als Antwort auf: Arafat tot? geschrieben von karlbauknecht am 06. April 2002 13:52:16:

München, 6. April (AFP) - Palästinenserpräsident Jassir Arafat soll israelischen Soldaten in Ramallah damit gedroht haben, sich umzubringen. Das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete unter Berufung auf einen Augenzeugen, die Soldaten seien vermutlich aus Versehen direkt mit Arafat zusammengetroffen. Dieser habe sich seinen Revolver an die Schläfe gehalten und damit gedroht, sich zu erschießen, falls die Soldaten sich ihm nähern würden. In der vergangenen Woche hatte Arafat gesagt, er werde eher als Märtyrer sterben als Ramallah verlassen. (AFP)
er israelischen Armee umstellten Büro in Ramallah im Westjordanland zu erreichen, sagte Chefunterhändler Sajeb Erakat dem US-Sender CNN.
>Die Verbindung zu Arafat sei am Freitagabend gegen 23 Uhr abgebrochen, so Erakat weiter. «Das letzte, was wir hörten, waren Explosionen in dem Gebäude.»
>Armee: Keine Schüsse und Explosionen
>Zuvor hatten palästinensische Sicherheitskräfte berichtet, dass die Soldaten in dem Gebäude den Strom abgestellt hätten. Arafat selbst habe seinen Sicherheitskräften per Walkie-Talkie gesagt, dass eine «beunruhigende» Entwicklung im Gang sei.
>Die israelische Armee dementierte laut CNN, dass es in Arafats Hauptsitz Explosionen gegeben habe. Die Soldaten hätten auch nicht auf das Gebäude geschossen. Es habe Probleme mit der Elektrizität gegeben, daher sei die Verbindung zu Arafat abgebrochen. Nun sei das Problem aber gelöst.
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>Hamas kündigt Vergeltung an
>Die radikale Palästinenserorganisation Hamas hat angekündigt, für den Tod von sechs ihrer Mitglieder Vergeltung zu üben. Es werde eine «ungewöhnliche Bestrafung» geben, so die Extremisten. Dabei werde Israel insgesamt und in seinen Grundfesten erschüttert, so der bewaffnete Flügel der Hamas, die «Essedin El Kassam-Brigaden».
>Israelische Soldaten hatten am Freitag bei einem Hubschrauber-Angriff nahe der Stadt Nablus sechs mutmaßliche Extremisten getötet.
>Peres: Militäraktion stoppen
>Im Flüchtlingslager Dschenin im Westjordanland wurden am Samstagmorgen die Leichen von sechs getöteten Palästinensern entdeckt. Unter den Toten befinden sich nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern auch drei Sicherheitskräfte.
>Israels Außenminister Schimon Peres forderte am Samstag im Rundfunk, die Militäraktionen in den besetzten Gebieten umgehend zu stoppen. Diese «Angelegenheit» müsse «so schnell wie möglich beendet» werden. Er betonte, dass die palästinensischen Anschläge nicht durch militärische Mittel beendet würden. Israel müsse «reiflich» die Konsequenzen seiner Operation bedenken, so Peres


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