Re: Kommunismus und Kulacken
Geschrieben von detlef am 30. Juni 2004 19:13:38:
Als Antwort auf: Na endlich! geschrieben von Torsten am 30. Juni 2004 10:06:53:
hallo,
wenn ich mich jetzt nicht auf einen falschen torsten beziehe, lebt und arbeitet er auf einem (eigenen?) bauernhof.
da der ideale kommunismus, genauso wie das ideale christentum mit realen menschen nicht durchfuehrbar ist, wird man abstriche machen muessen. das duerfte dann der "reale kommunismus" werden. da die realen menschen sich in den letzten hundert jahren nicht wesentlich weiter entwickelt haben, duerfte der wohl doch starke aehnlichkeiten mit dem "realen sozialismus" haben.
ich habe hier hunderte von nachbarsfamilien, wo die muetter oder grossmuetter anno '29 und anno '45 vor den segnungen des realen sozialismus mit ihren kindern fluechteten. ihre maenner kamen nicht mit, die waren anderweitig beschaeftigt. die nahmen gerade im sonnigen sibirien an den angebotenen kursen zur erlernung des kommunismus teil. nach '90 stellte sich heraus, dass mindestens 10% von ihnen die umschulungen lebend beendete, um am aufbau des arbeiterparadieses sibirien mitzuwirken. 2-3% fuhren, nach der boeswilligen zerstoerung des schutzwalles gegen die klassenfeinde, ins feindliche, kapitalistische ausland, um sich dort von der kapitalistischen medizin umbringen zu lassen. aber immerhin konnten sie auf rund ein halbes jahrhundert im dienste des sozialismus/kommunismus zurueckblicken.
der grund, warum man ihnen das unwiderstehliche angebot einer kommunistischen umschulung machte? oh, ganz einfach: sie waren verbrecher, feinde des volkes!
sie waren kulacken! so nannte man menschen, die auf eigenen oder auf pachthoefen sich damit beschaeftigten, nahrung anzubauen. sie waren das, was man unter adolf dem glorreichen den naehrstand nannte. ich hoffe, ich brauche nicht naeher darauf einzugehen, wieso sie das zu volksfeinden machte.- verstand sich zumindest damals von selbst.
ihre konkreten verbrechen bestanden meist darin, dass sie, nachdem ihre kuehe und pferde zum wohl des volkes geschlachtet waren, die unverschaemtheit besassen, weniger zu produzieren! erschwerend kam in einigen faellen dazu, dass sie starrsinnig darauf beharrten, saatgut sowie nahrung fuer ihre eigenen, nutzlosen kulackenfamilien zurueckhalten zu wollen.wenn es also wirklich der bauer torsten ist, der hier den kommunismus befuerwortet, fuerchte ich, er wird sich entscheiden muessen. entweder selbstversorgung und individualismus, oder selbstaufgabe und kommunismus.
ich persoenlich ziehe apfelmus vor.
gruss,detlef
ps:es gibt keine beweise gegen polspruenge, nur theorien.
- Re: Kommunismus und Kulacken Johannes 30.6.2004 19:29 (6)
- Re: Kommunismus und Kulacken detlef 01.7.2004 07:14 (2)
- Re: Chaoten... Z 01.7.2004 10:13 (1)
- Re: Chaoten... detlef 01.7.2004 21:26 (0)
- @ THorsten, entschuldige, dass ich dich fuer einen spinner gehalten hab! verwech (o.T.) detlef 30.6.2004 20:06 (2)
- Re: @ THorsten, entschuldige, dass ich dich fuer einen spinner gehalten hab! verwech Johannes 30.6.2004 20:14 (1)
- Re: @ THorsten, entschuldige, dass ich dich fuer einen spinner gehalten hab! verwech detlef 01.7.2004 00:47 (0)