Re: USS George H. W. Bush (CVN-77); Iran,
Geschrieben von Swissman am 04. Mai 2004 01:21:35:
Als Antwort auf: Re: USS George H. W. Bush (CVN-77); Iran, geschrieben von Fred Feuerstein am 03. Mai 2004 21:39:02:
Hallo Fred Feuerstein,
>Das klingt recht logisch, nur habe ich mit dem Iran als Angriffsziel ein prophezeiungstechnisches Problem. Ich kenne keine Prophezeiung, in der irgednwie, auch zwischen den Zeilen, der Iran von westlichen Truppen angegriffen wird. (Wenn da jemand was hat: Her damit).
> Es gibt dagegen sehr viele Prophezeiungen, in der der Iran von asiatischen bzw. russischen Truppen erobert wird.Das deckt sich mit meinem Kenntnisstand.
Man sollte überdies nicht vergessen, dass es im Grossraum Persischer Golf bereits eine offizielle Atommacht gibt, die auch über geeignete Trägersysteme verfügt: Die Rede ist von Pakistan. Unglücklicherweise muss man Pakistan als Wackelkandidaten ansehen: Es ist bekannt, dass Osama bin Laden beim pakistanischen Pöbel ziemlich beliebt ist. Schlimmer ist allerdings die Tatsache, dass auch das Offizierskorps und der Geheimdienst ISI mit Wahhabiten durchsetzt sind (Die Taliban wären ohne die diskrete Unterstützung des ISI nie zum dominierenden Machtfaktor in Afghanistan geworden).
Zwar bemüht sich Pervez Muscharraf, allein schon aus Gründen des Machterhalts, darum, diese Elemente zu entfernen, doch stellt sich die Frage, ob man den Zeitpunkt, an dem eine erfolgreiche, vollständige Säuberung noch möglich gewesen wäre, nicht bereits verpasst hat... - Mittelfristig sollte man meiner Meinun nach die Möglichkeit eines Staatsstreiches durch wahhabitische Maulwürfe jedenfalls nicht ausschliessen.
In diesem Fall würden die USA wohl mit der Verlegung der gerade im Persischen Golf operierenden Trägerkampfgruppe ins Arabische Meer reagieren. Dabei muss sie zwangsläufig die Strasse von Hormus passieren. Diese ist an der engsten Stelle nur 63km breit - da sich in diesem Gebiet mehrere Inseln befinden (u. a. Jazira-ye Qeshm und Jazira-ye Kish), die zum Iran gehören, liegen ca. 2/3 dieser Strecke in iranischem Hoheitsgewässer, d. h. der Trägerverband muss den Engpass über das omanische Drittel passieren.
Da ein Flugzeugträger nie alleine unterwegs ist, sondern stets von einer grösseren Anzahl Geleitschiffe eskortiert wird, sollte es prinzipiell möglich sein, die Passage des Kampfverbandes vom omanischen Festland aus, von einem erhöhten Beobachtungspunkt, mittels eines guten Fernrohrs zu entdecken, und dies weiterzumelden. - Eine thermonuklear bestückte Rakete, die an der engsten Stelle der Strasse von Hormus, in etwa 10 km Entfernung vom omanischen Ufer einschlägt, dürfte genügen, um die Trägerkampfgruppe mehr oder weniger vollständig zu vernichten.
Die Erfolgsaussichten steigen deutlich, wenn man eine U-Boot-gestützte Rakete verwendet, die man aus geringer Entfernung, mit dementsprechend geringer Vorwarnzeit abschiesst. Wenn man davon ausgeht, dass der Angriff von Wahhabiten ausgeführt wird, sollte man noch eine weiter Möglichkeit in Erwägung ziehen: Ein nukleares Selbstmordattentat! In diesem Fall ist es gar nicht zwingend notwendig, die Besatzung über den Zweck der Fahrt zu informieren: Es genügt, wenn der Kapitän und der Waffenoffizier Bescheid wissen. Der Kapitän müsste nichts weiter tun, als mit seinem Boot an einer günstigen Stelle auf der Lauer zu liegen und in den Trägerverband einzusickern, bzw. diesen in seine Nähe kommen zu lassen. Dies ist der Moment, in dem der Waffenoffizier die Bombe auslöst.
Ich weiss, dass es eine Prophezeiung gibt, in dem von einem U-Boot die Rede ist, dass vor Persien zu einem Einsatz ausläuft. Dem Seher fiel dabei auf, dass die Besatzungsmitglieder Bärte tragen und beteten, woraus er schloss, dass es sich wohl um Iraner handeln müsse - vom heutigen Wissensstand aus ist aber die Annahme, dass es sich um Wahhabiten handeln könnte, zumindest ebenso plausibel...
Leider fällt mir im Moment die Quelle nicht ein.
>Ich denke die USA rasseln nur mit den Ketten, werden es aber tunlichst vermeiden den gebirgigen gut bewaffneten Iran anzugreifen. Das gleiche gilt auch für Nordkorea.Zustimmung. - Kommt noch hinzu, dass die USA derzeit über mickrige zwei Brigaden verfügen, die nicht bereits gebunden sind...
>Noch was zur Kitty Hawk:
>Es ist zu vermuten, daß die Kitty Hawk als ältestes Schiff der Flotte auch über die schlechteste Verteidigung verfügt ? Also ein leichter zu treffendes Ziel als die modernen Carrier.Das muss nicht unbedingt sein: Ein Flugzeugträger wird laufend nachgerüstet und kampfwertgesteigert - Soweit dies die jeweilige Grundkonstruktion zulässt, dürfte Ausstattung weitgehend identisch sein. Zur Verteidigung verfügt ein Flugzeugträger in erster Linie über Flugabwehrraketen und elektronische Störsender. Diese Geräte brauchen nicht übermässig viel Platz und sollten daher auch bei der Kitty Hawk in derselben Konfiguration vorhanden sein.
Zudem wird ein Flugzeugträger primär durch seine Geleitschiffe geschützt.
Im oben skizzierten Szenario eines nuklearen Kamikaze-Angriffes sind vermutlich ohnehin sämtliche Abwehrmassnahmen zwecklos, da man damit gerade nicht gerechnet haben wird...
mfG,
Swissman