Re: Gipsy King – Die dritte Prophezeiung

Geschrieben von Ahlfi am 29. März 2004 14:47:17:

Als Antwort auf: Gipsy King – Die zweite Prophezeiung geschrieben von Ahlfi am 29. März 2004 13:47:45:

Es ist schon eine Schmach, mit anzusehen, wie sich die guten Werte unserer Gesellschaft ins Schlechte und Sinnlose kehren. Wie Dinge, die alltäglich sind, sinnlos werden, weil man ihnen nicht mehr genügend Beachtung beimisst. Gerade diese werte, die in der Vergangenheit so stark waren, werden heutigentags mit Füßen getreten. Ich meine damit nicht die materiellen Dinge unseres Daseins sondern eher die, die in uns entstehen, wie: Liebe, Zuneigung, Zusammengehörigkeit, gefühlsbetont leben und intensiver leben – sich aber nicht treiben lassen.
Deshalb hört mir zu:
Jeder, aber auch wirklich jeder hat ein Anrecht auf diese Dinge, die ich gerade aufzählte. In erster Linie das Recht, glücklich und zufrieden zu sein. Mag auch das Maß dessen, was der einzelne darunter versteht, recht unterschiedlich sein.
Jedoch habt Ihr das Recht dazu und auch die Pflicht, alles zu erforschen, was Euch unser Schöpfer gegeben hat. Setzt Euch in Eurem Forschungsdrang selbst keine Grenzen. Erkundet Euren Körper, Euren Geist und Eure Seele – eben Euch selbst – und schämt Euch nicht für das, was Ihr dabei entdeckt. Ich weiß nicht, ob ihr mit hier folgen könnt, ob Ihr versteht, was ich Euch damit sagen will – aber gründet nur dann eine Familie oder eine Lebensgemeinschaft, wenn Ihr Euch wirklich sicher seid. Sicher seid, dass Euch der Mensch im Ganzen anspricht und nicht nut ein Teil von ihm, wie zum Beispiel: sein Aussehen oder sein Körper oder nur bestimmte Eigenheiten, die er an den Tag legt.

Es gibt ein wirklich schönes altes Sprichwort, das besagt: „Von einem schönen Teller soll man nicht essen!“ Viel treffender kann man das eigentlich gar nicht mehr ausdrücken. Ein Mensch, der im Aussehen so manchen Makel aufweist, kann ein besserer Partner und wertvollerer Mensch sein, als einer, der ausschaut wie der leibhaftige Adonis oder die leibhaftige Verführung in Person. Liebt Euch, prüft Euch, aber bindet Euch nicht sofort. Lebt ruhig zusammen, lernt Euch richtig kennen! Und wenn Ihr nach einer Zeit von ein paar Jahren immer noch der Meinung seid, es reicht für Euer restliches leben, dann verbindet Euch durch die Ehe. Aber macht das nie anderen zum Gefallen, sondern nur um Euretwillen. Denn das Auf und Ab der Gefühle wird immer bestehen, aber nur Partner, die sich wirklich kennen und verstehen, werden den Stürmen, die das Leben bereithält, trotzen. Denkt nach über meine Worte, denn es werden bald mehr Ehen geschieden als Kinder geboren sein. Seid aber nicht besitzergreifend in Eurer Liebe, denn es werden Zeiten kommen, wo ein Mann auf zwanzig Frauen kommt und die Ehe, wie Ihr sie kennt, wird es nicht mehr geben. Ehe bedeutet: Gemeinschaft und diesie Gemeinschaft kann auch aus mehr als zwei Personen bestehen. Es werden erst Ehen zu Dritt existieren und bekannte Persönlichkeiten werden es vor- und populär machen. Nach den Kriegen aber werden sich zwanzig Frauen einen Mann teilen müssen um überleben zu können. Und es werden Männer sein mit einem großen Herzen, voller Güte und Zärtlichkeit; aber auch voller Stärke.

Auf großes Leid folgt große Freude und umgekehrt. So verhält es sich auch mit vielen Eigenschaften, die uns Menschen gegeben sind. Weisheit und Dummheit liegen oftmals so nah beieinander, dass sie manchmal kaum von einander zu unterscheiden sind. Ebenso verhält es sich mit dem Starrsinn oder der Sturheit und der Weltoffenheit oder der Toleranz. Jedoch ist es bei uns so, dass das Ungestüm, die Kraft, die Flexibilität ausschließlich der Jugend vorbehalten sind; jedoch die Ruhe, Weisheit und die geistige Größe eine Sache des Altseins sein soll.

Wir leben heute in einer Zeit, in der Altsein ein Gebrechen ist. Die „Jugend“ und die äußere Schönheit sind Ideale unseres Lebensstils und formt unser Leben und die Gesellschaft. Sie zwingen dem Alter ihren Rhythmus auf.
Aber in der nächsten kommenden Zeit will das Alter mehr über die Jugend bestimmen, allein weil es dem vergangenen Leben trotzte, nur weil die Zeit eine gewisse Reife brachte.
- Und die Jugend wird das aus Faulheit auch zulassen, denn in dem Bewusstsein um das zukünftige Unabhängigsein lassen sie vieles über sich ergehen, was ihnen eigentlich zuwider ist. Sicherheit und Geborgenheit unter Mutters Schürze wiegen mehr als Ungestümheit der Jugend. Und wer beißt schon die Hand, von der man sein Brot erhält?

Doch, Ihr Jungen, macht Euch das nicht so einfach! Denn ich sehe Zeiten und Geschehnisse auf uns zukommen, die nicht vom „Alter“ reguliert werden können. Derjenige, der sich da hinter Mutters Schürze verbirgt und aus Bequemlichkeit der Welt ihren Lauf lässt, wird die Entscheidung über sein eigenes Leben einbüßen. Es wird viele unter Euch geben, die lenken lassen wollen, aber – tut es nicht.
Lasst Euch treiben in dem Strom, der „Leben“ heißt. Lasst Euch mitreißen, lasst Euch hart angehen, lasst Euch über mitspielen und von Eurem Schicksal beuteln. Lebt und liebt einfach wie schon Generationen vor Euch gelebt und geliebt haben, macht was ihr wollt. Nur so könnt Ihr dann in die vom Alter beherrschte Welt die nötige Unruhe bringen. Denn wenn Ihr das nicht in Angriff nehmt, wird sich die schon bestehende Dekadenz noch mehr verbreiten, wir werden gleichgültig der Welt und uns gegenüber, und die Menschheit, wie wir sie jetzt noch kennen, wird bald nur noch Geschichte sein. Aber bedenkt, aus lauter Übermut nicht die Welt einreißen zu wollen und greif nicht auf die Geschichte zurück. Nehmt Euch nicht ein Beispiel an den verderbten Werten der Vergangenheit. Was schlecht war, bleibt schlecht und wird nicht dadurch besser, dass Ihr es seid, die wieder ihr „Heil“ hinausschreien.





Antworten: