Re: Quelle ist trotzdem relevant, oder ?

Geschrieben von BAldur am 08. Juni 2007 17:16:36:

Als Antwort auf: Re: Quelle ist trotzdem relevant, oder ? geschrieben von Taurec am 08. Juni 2007 16:40:01:

Hallo, Taurec,

>Das ändert aber nichts an der Aussage, daß diese Kommunisten im Zuge der aus anderen Quellen auch bekannten Kirchenverfolgung die Christen in der Kirche massakrieren.

je länger ich darüber nachdenke, umso fragwürdiger erscheint mir dieses.

Begründung :

Das Christentum ist im Prinzip ein Judentum für Nichtjuden, aber es baut auf jüdischen Vorstellungen auf (Messias-Erwartung, Wiederkehr, Endschlacht). Die Psalmen sind z.B. unmittelbarer Bestandteil des Glaubens, obwohl eindeutig jüdischer / alttestamentarischer Herkunft.

Klarerweise sind dann auch andere Erwartungen Teil der Glaubensvorstellung, nämlich der grundsätzlichen Verfolgung und Bedrohung.

Die Christen werden nun nicht von Nazis bedroht, oder von Katholiken, wie die Juden das wurden, sondern von Muslimen oder Kommunisten, letztlich ist das auch völlig egal, was bleibt, ist das zugrundeliegende, althergebrachte, überlieferte Muster . Man dünkt sich im Recht, aber als Opfer.

Das scheint mir ein roter Faden durchs Glaubensgeschehen zu sein.

Ebenso, wie die drei finsteren Tage mit Glaubens/Gläubigenverfolgung, Bekenntniszwang (siehe schwedische Quelle von Odin), und Endschlacht mit östlichen Heeren.

>Das ist doch eine Prophezeiung (Warnung) nach dem Wenn-dann-Prinzip. Als solche ist sie von der Erwartungshaltung der Quelle geprägt oder von der Absicht, die Empfänger zu gewissen Handlungen und Denkweisen zu bringen.

Ja, eben, Volltreffer - das ist doch bei allen katholischen bzw. christlichen Visionen der Fall.

Ich hab ja schon mal erzählt, als ich Ende der Siebziger Jahre noch zur Schule ging, hatten wir einen mega-projüdischen Religionslehrer, der stets irgendwelche mystischen Offenbarungen irgendwelcher Rabbis mit in den Unterricht einbaute, rote Kälber, wiedererrichtete Tempel, und die Wiederkehr des Messias mit enhergehendem Superkrieg, das war damals bei uns Tagesordnung. Ist ja jetzt **erst** fast dreißig Jahre her - ohne irgendwelche erkennbare Realisierung dieser Endzeit-Eindrücke, die ich in diesen speziellen Fällen Wahnvorstellungen nennen möchte.

Der ganze Glaube fußt doch auf dem Gedanken an das jüngste Gericht mit drei finsteren Tagen und Krieg.

Nimmst Du diese Vorstellung weg, fällt das Glaubensgebäude in sich zusammen.

Daher ist auch der Umkehrschluß berechtigt, daß hier alleine die Wunschvorstellung die Quelle bildet. Und eben nicht eine Überlagerung von Realem und Glaubensausschmückung vorliegt. Weil es nicht real ist, sondern nur eine irrige Annahme aus uralter Zeit, die sich im morphogenetischen Feld nur deswegen so lange hält, weil es noch genügend Leute gibt, die das für bare Münze nehmen und glauben.....

Natürlich muß jede religiöse Botschaft auch einen materiellen Kern haben, sonst wäre sie ja zu leicht durchschaubar. Das sorgt für die Akzeptanz des nicht beweisbaren Glaubenanhangs. Und schon ist der propagandistische Zweck damit erfüllt.......

>Eigentlich kann man das für sich genommen in die Tonne treten, zumal wir bei dieser speziellen Aussage aus objektiveren Quellen bereits wissen, daß es Krieg gibt.

Ich fürchte, außer Rill ist alles Geschriebene religiöser Herkunft.

Und die Panzerverladung in Bogen hat sich auch als tendenziell unwahrscheinlich entpuppt. Da bleibt nicht mehr viel objektives über.....

Ich will damit nicht sagen, daß die Sehenden sich oder uns etwas vormachten, sie werden das schon so wie geschildert durchbekommen haben, aber, eben, ist es auch für unsere Zukunftsüberlegungen als relevant anzusehen ? Es bricht doch eine Säule nach der anderen zusammen (Lied der Linde, Stieglitz, Onit, selbst Irlmaiers Widersprüche Lehrlingsautos vs. baldiger Krieg).

Beste Grüße vom Baldur



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