Der Upstalsboom - Fortsetzung

Geschrieben von Odin am 22. März 2007 10:28:56:

Odin am 22. März 2007 10:28:56:

Als Antwort auf: Re: Zusatzinfo geschrieben von Vallun am 22. März 2007 09:36:45:

Hallo Vallun

Auch ich habe mal Niederländisch gelernt, kann es aber mangels Übung nicht
fliessend, obwohl ich die Sprache sehr mag. Ich bin mehr in den skandinavischen
Sprachen zu Hause und wohne seit langer Zeit in Schweden.

Endlich habe ich mal Deine ganze Übersetzung gelesen. Der Upstalsboom kommt ja
unten im Text nochmal vor.

Die Zeit, in der der Adel in Veachtung gerät, die haben wir eigentlich schon
lange, nicht nur in Ostfriesland. Ein "Hufmann" dürfte ein Bauer sein, der
eine Hufe Land sein eigen nennt und bewirtschaftet. Die Hufenwirtschaft war
im norddeutschen Raum weit verbreitet, auch in Ostfriesland und dort besonders
in den Moorgegenden (zum Torfstechen).

Auch die Zeit, wo die Unlande zu Land werden, haben wir längst. Viel vom
früheren Deichvorland ist längst modern eingedeicht und zu Marschland
geworden. Die Kirche von Marienhafe, an der Klas Störtebecker sein Schiff
festmachte, liegt heute Dank Eindeichung und Landgewinnung in der Leyer
Bucht weit im Inland. Und auch im Moor- und Geestland wurde viel "Unland"
in nutzbares Land verwandelt.

Ich verstehe an dem Text nur nicht worin die grosse Not besteht. Von wirklich
grossen Kampfhandlungen ist nicht die Rede, nur von einem "Haufen" aus dem
Westen, also einer losen Formation von Soldaten. Wir erinnerin uns - in der
Zeit der Landsknechte (die eigentlich Lanzknechte = Lanzer heissen müssten)
sprach man von Heerhaufen. Viele Kämpfer scheinen nicht daran beteiligt zu
sein. Vielleicht bekommt Ostfriesland nur am Rande Probleme mit ein paar
versprengten Einheiten, die sich dorthin flüchten.

Gruss

Odin



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