Re: Die Neuordnung des Nahen Ostens / Was die Bibel dazu sagt

Geschrieben von Bonifatius am 21. November 2006 22:37:00:

Als Antwort auf: Re: Die Neuordnung des Nahen Ostens / Was die Bibel dazu sagt geschrieben von Taurec am 21. November 2006 13:01:00:

> Ich kann dieser Bibelstelle nicht entnehmen, daß der Iran nicht angegriffen wird, son-
> dern eher, daß, wenn er es wird, er unbesiegt bleibt. (Unter der Voraussetzung, daß die
> Stelle überhaupt sich darauf bezieht.)


Lieber Taurec,

dann schau dir doch mal diesen Teil aus Hesekiel 38 an:

Der Text beschreibt die Situation, dass das Land (Israel) offen daliegt: "die still und sicher leben, die alle ohne Mauern dasitzen und haben weder Riegel noch Tore". Zum Zeitpunkt des Angriffs auf Israel scheint also Frieden zu herrschen (und eben nicht ein laufender Angriff auf Persien, der dann ins Gegenteil umschlägt).

(Politisch kann ich mir diesen Frieden und die Sicherheit für Israel kaum vorstellen, aber gerade deshalb finde ich die Textarbeit faszinierend)

Zu Gog/Russland gibt es viel, auch auf islamischen Seiten (http://www.ahmadiyya.de/library/konflikt_mittlerer_osten.html, dort das Kapitel "Prophezeiungen aus der Bibel" suchen), ich zitiere ich aber mal die "Computermission":

> Der Angreifer wird bezeichnet als: Gog, der im Lande Magog ist und der Fürst von Rosch,
> Meschech und Tubal
[Anmerkung B.: Später noch klar "Siehe, ich will an dich, Gog,
> der du der Fürst bist von Rosch, Meschech und Tubal!
"] . Das hebräische Wort "Rosch"
> bedeutet "Haupt, Erster oder Oberster", deshalb heißt es im Luthertext von 1912 auch
> "der oberste Fürst". Hier im Text wird es jedoch nicht als Adjektiv (= Eigenschaftswort)
> gebraucht. Es ist allerdings wohl eine sehr beachtenswerte Tatsache, daß im heutigen
> Israel mit "Rosch" im Volksmund ebenso Rußland bezeichnet wird. Dr. C. I. Scofield
> schrieb schon in der ersten Ausgabe der nach ihm benannten Bibel, also bereits im Jahre
> 1909, in der Erklärung zu Hesekiel 38, 2: Gemeint sind hier die nördlichen (europäischen)
> Mächte, angeführt von Rußland. Damals regierten in Rußland noch die Zaren und Scofield
> konnte zu der Zeit weder den Aufstieg Rußlands zu einer Weltmacht noch die Gründung des
> Staates Israel voraussehen. Beides erfolgte erst nach dem Zweiten Weltkrieg, erstaun-
> licherweise allerdings dann etwa zur selben Zeit.

> Im hebräischen Lexikon von Brown, Driver und Briggs (A Hebrew and English Lexicon of
> the Old Testament, Oxford, Clarendon 1959, Seite 912) wird ebenfalls die Vermutung
> geäußert, daß "Rosch" der Name eines Volkes sei, wie dann auch Meschech und Tubal. In
> der Völkertafel von 1. Mose 10 heißt es sodann in Vers 2: Die Söhne Japheths sind
> diese: Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, Meschech und Tiras
. Dazu wird wiederum im
> Lexikon zur Bibel erklärt: Assyr. Inschriften nennen Muski und Tabal unter den Feinden
> Assyriens, und Herodot erwähnt sie als Moschoi und Tibaraenoi an der SO-Küste des
> Schwarzen Meeres. (Anmerkung: Herodot war ein griechischer Geschichtsschreiber, lebte
> von etwa 490 v. Chr. bis nach 430 v. Chr., der auch skythische Gebiete bereiste und
> neun Bücher schrieb).

> Pastor A. Fünning schrieb: Wer ist dieser Gog? Da der Fürst von Rosch, Meschech und
> Tubal immer mit Gog angeredet wird, so muß Gog der Name oder Titel dieses Fürsten oder
> Führers der verbündeten Völker sein. Magogs Land war der Kaukasus und die angrenzenden
> Steppen, das ist das heutige Rußland. Die Geschichte dieses Landes war zwar seit Jahr-
> tausenden in Dunkel gehüllt; Rußland ist aber seit dem 10. Jahrhundert unter dem Namen
> "Rosch" (das ist genau der biblische Name) bekannt.

> Außer dieser Namensdeutung gibt es noch einen weiteren, viel besseren, weil unwiderleg-
> baren Beweis, daß Gog, der im Lande Magog ist und der Fürst von Rosch, Meschech und
> Tubal
aus Rußland kommt.
(weiter: http://www.computermission.org/offb/offb09.htm)

Gruß in die Runde

Bonifatius :-)


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