Die heilige Odilia

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Georges Stoffler – La prophétie de Sainte Odile, 1916[1]

Deutsche Übersetzung[2]

„Höre, Höre, oh mein Bruder, denn ich habe den Schrecken der Wälder und Berge gesehen. Die Völker sind vor Furcht erstarrt.
Die Zeit ist gekommen, in der Germanien die kriegerischste der Nationen genannt werden wird. Die Epoche ist gekommen, in der aus seinem Schoß der schreckliche Krieger sich erheben wird, der den Krieg der Welt durchführen wird und den die bewaffneten Völker den Antichristen nennen werden, der verflucht werden wird von den Müttern, die wie einst Rachel ihre Kinder beweinen und die nicht getröstet werden wollen. Zwanzig Völker werden in diesem Krieg kämpfen. Der Eroberer wird von den Ufern der Donau losziehen.
Der Krieg, den er unternimmt, wird schlimmer sein als alles, was die Menschen je ertragen haben. Seine Waffen werden funkelnd sein und auf den Helmen seiner Soldaten werden sich Spitzen aufrichten, die Blitze schleudern, während ihre Hände brennende Fackeln schwingen werden.
Er wird Siege davontragen auf Erden, im Meer und sogar in der Luft, denn man wird geflügelte Krieger in unvorstellbaren Angriffen sehen, die sich bis ans Firmament erheben, um dort nach den Sternen zu greifen, nur um sie dann auf die Städte zu werfen und dort große Brände zu verursachen. Die Nationen werden erstaunt sein und sich fragen: Woher kommt seine Macht? Die Erde wird umgepflügt werden durch den Schock der Kämpfe, die Flüsse werden rot sein von Blut und selbst die Seeungeheuer werden sich aus Furcht in die tiefsten Tiefen des Ozeans flüchten. Spätere Generationen werden sich wundern, warum seine Gegner seinen Vormarsch und seine Siege nicht aufhalten konnten.
Ströme menschlichen Bluts werden um den Berg herum fließen; das wird die letzte Schlacht sein. Unterdessen wird der Eroberer den Höhepunkt seiner Triumphe im 10. Monat des zweiten Jahrs der Feindseligkeiten erreicht haben; das wird das Ende des ersten Zeitraums, genannt die Zeit der blutigen Siege, sein. Er wird alsdann glauben, er könne seine Bedingungen diktieren.
Der zweite Teil des Krieges wird halb so lang sein wie der erste, er wird die Zeit der Verminderungen genannt werden. Sie wird voller Überraschungen sein, die die Völker erzittern lassen werden. Die unterworfenen Völker werden rufen: Friede! Friede! Aber es wird kein Friede sein. Das wird nicht das Ende sein, aber der Anfang vom Ende, wenn der Kampf in der Stadt der Städte ausgetragen werden wird. In diesem Augenblick werden viele der seinigen ihn steinigen wollen. Doch er wird wundersame Dinge im Orient tun.
Der dritte Zeitraum wird kurz sein, man wird ihn die Zeit der Invasionen nennen, denn in einer gerechten Wendung der Dinge wird von allen Seiten in das Land des Eroberers einmarschiert werden. Seine Armeen werden durch ein großes Übel dezimiert werden und alle werden sagen: Die Hand Gottes ist da! Die Völker werden glauben, daß sein Ende nah ist, das Zepter wird übergeben werden und die meinen werden sich wieder vereinen. Alle beraubten Völker werden zurückerhalten, was sie verloren haben und noch etwas mehr. Das Gebiet von Lutetia wird sich selbst gerettet haben dank seiner geweihten Berge und seiner gläubigen Frauen, obgleich alle an seinen Fall geglaubt haben.
Doch die Völker werden sich auf dem Berg versammeln und dem Herrn danken. Denn die Menschen haben solche Abscheulichkeiten des Krieges gesehen, daß sie in ihren Generationen dies nie wieder erleben wollen. Doch wehe denen, die keine Angst mehr vor dem Antichristen haben. Denn er wird ein neues Morden beginnen. Doch die Zeit des Friedens unter dem Eisen wird gekommen sein und man wird die beiden Hörner des Mondes sich am Kreuz vereinen sehen, denn in jenen Tagen werden die verängstigten Menschen Gott in Wahrheit anbeten und die Sonne wird heller leuchten denn je.“

Französischer Ursprungstext[3]

„Ecoute, écoute, ô mon frère, car j'ai vu la terreur des forêts et des montagnes… L'épouvante a glacé les peuples.
Il est venu le temps où la Germanie sera appelée la nation la plus belliqueuse de la terre. Elle est arrivée l'époque où surgira de son sein le guerrier terrible qui entreprendra la guerre du monde et que les peuples en armes appelleront l'Antéchrist, celui qui sera maudit par les mères pleurant, comme Rachel, leurs enfants, et ne voulant pas être consolées. Vingt peuples divers combattront dans cette guerre. Le conquérant partira des rives du Danube…
La guerre qu'il entreprendra sera la plus effroyable que les humains auront jamais subie. Ses armes seront flamboyantes et les casques de ses soldats seront hérissés de pointes qui lanceront des éclairs, pendant que leurs mains brandiront des torches enflammées…Il remportera des victoires sur terre, sur mer, et jusque dans les airs, car on verra ses guerriers ailés, dans des chevauchées inimaginables, s'élever jusque dans le firmament pour y saisir les étoiles, afin de les projeter sur les villes et y allumer de grands incendies. Les nations seront dans l'étonnement et s'écrieront : D'où vient sa force ? La terre sera bouleversée par le choc des combats, les fleuves seront rougis de sang, et les monstres marins eux-mêmes s'enfuiront épouvantés jusqu'au plus profond des océans. Les générations futures s'étonneront que ses adversaires n'aient pu entraver la marche de ses victoires… Des torrents de sang humain couleront autour de la montagne : ce sera la dernière bataille, ultima pugna. Cependant le conquérant aura atteint l'apogée de ses triomphes vers le milieu du dixième mois de la deuxième année des hostilités : ce sera la fin de la première période dite des victoires sanglantes, cruentarum victoriarum. Il croira alors pouvoir dicter ses conditions…
La seconde partie de la guerre égalera en longueur la moitié de la première : elle sera appelée tempus deminutionis, la période de diminution. Elle sera féconde en surprises, rebus inopinatis, qui feront frémir les peuples. Vers le milieu de ce temps, les peuplades soumises au conquérant diront : la paix! la paix! Mais il n'y aura point de paix. Ce ne sera pas la fin, mais le commencement de la fin, lorsque le combat se livrera dans la ville des villes. Le texte latin dit : Non finis, sed equidem finis, quando in oppido oppidorum de manu certaverint… A ce moment, beaucoup des siens voudront le lapider…Mais il se fera des choses prodigieuses en Orient…
La troisième période sera de courte durée : on l'appellera la période d'invasion, car, par un juste retour des choses, le pays du conquérant sera envahi de toutes parts, ex omnibus partibus. Ses armées seront décimées par un grand mal, et tous diront : le doigt de Dieu est là! Les peuples croiront que sa fin est prochaine ; le sceptre changera de main, et les miens se réjouiront.
Tous les peuples spoliés recouvreront ce qu'ils auront perdu et quelque chose de plus… La région de Lutèce sera sauvée elle-même à cause de ses montagnes bénies et de ses femmes dévotes … Pourtant tous auront cru à sa perte… Mais les peuples se rendront sur la montagne et rendront grâces au Seigneur… Car les hommes auront vu de telles abominations dans cette guerre que leurs générations n'en voudront plus jamais… Malheur pourtant encore à ceux qui ne craindront pas l'Antéchrist ! Car il suscitera de nouveaux meurtres !… Mais l'ère de la paix sous le fer sera arrivée, et l'on verra les deux cornes de la lune se réunir à la croix, car en ces jours les hommes effrayés adoreront Dieu en vérité, et le soleil brillera d'un éclat inaccoutumé.“

Louis Emrich – Alte und neue Prophezeiungen über den Weltkrieg der Zukunft, 1938[4]

„Höret, o, höret meine Schwestern, höret, o höret meine Brüder! Ich sah die Wälder und die Berge erzittern vor Furcht und Entsetzen. Einmal, in vielen, vielen hunderten von Jahren, wird die Zeit kommen, in welcher Germanien die streitsüchtigste Nation der Erde genannt wird und ein schrecklicher Krieg wird entstehen, welcher einen noch größeren Krieg entfesselt und er wird entfesselt werden von einem Menschen, den die bewaffneten Völker den Antichrist nennen. Zwanzig verschiedene Völker werden in diesem großen Kriege gegeneinander kämpfen und der Eroberer wird nur einen Arm, d. h. Willen, haben, und seine Soldaten werden glänzende Helme aufhaben, welche leuchten wie der Blitz. Und der Mann, welcher sie befehligt, wird stammen vom Rande der Donau und er wird viele Siege erringen und sein Land immer grösser und grösser machen, aber der Sieg wird nicht bis ins Ungemessene wachsen und auch nicht definitiv sein. Ich sehe Soldaten mit Flügeln, welche sich in die Luft erheben und in der Luft kämpfen und ich höre auch ein großes Brausen und Rauschen in der Luft, welches herrührt von den Soldaten mit Flügeln. Sie werden bis zum Himmel emporsteigen und die Sterne nehmen und sie auf die Erde werfen und mit ihnen die Dörfer zerstören und die Städte und große Brände verursachen und viel Unheil, Elend und Not. Und große Monstres werden in den Tiefen der Ozeane fahren und dort schwarze Stürme hervorrufen und die lebenden Ungeheuer des Meeres werden voller Entsetzen in die größten Tiefen der Ozeane flüchten und es wird
Nacht sein, wohin man blickt.
In der ersten Phase des großen Krieges wird Germanien triumphieren, am Ende der Phase aber wird sein Untergang besiegelt sein und die Schlachten der Vergangenheit werden nur kleine Bataillen sein im Vergleich zu den Schlachten, welche dann im germanischen Reiche stattfinden, denn die Erde wird rot sein und der Himmel und das Wasser und sogar die Luft und das Christenblut wird in die vier Himmelsrichtungen fließen und die Erde wird erschüttert werden von der Gewalt der Schlachten und Hunger und Pest werden nicht fehlen.
Das germanische Volk wird ‚Friede‘, ‚Friede‘, rufen, aber es wird kein Friede sofort sein, denn dreimal wird die Sonne über dem Haupt der Kämpfenden aufgehen, ohne daß sie dieselbe sehen werden. Dann aber wird es Friede sein und alle, die den Frieden gebrochen haben, werden nicht mehr am Leben sein. Es wird die letzte Schlacht sein. Man wird an einem Tage mehr Menschen töten als die Katakomben von Rom jemals enthalten haben. Man wird Scheiterhaufen zur Verbrennung der Leichen errichten müssen, grösser als die größte Weltstadt, und die Menschen werden auf die höchsten Berge steigen um Gott zu loben, denn ihre Generation wird dann niemals mehr Krieg führen wollen. Die Gegend von Lutetia wird gerettet. Das Land Germania wird in 32 Staaten geteilt. Es wird wieder einen König haben. Dann werden Zeichen am Himmel erscheinen: Die zwei Hörner des Mondes werden sich zu dem Kreuz gesellen. Glücklich werden diejenigen sein, welche diesen Kriegsperioden lebend entrinnen, denn die Freuden des Lebens werden wieder beginnen und die Sonne wird in neuem Glanze erscheinen. Und es wird dann kommen die Zeit, in welcher sich die Menschen erfreuen in wirklichem Frieden. Zugleich aber wird der Mond sich mit dem Kreuz verbinden, aber dann kommt wieder eine sehr schlechte Zeit und sie wird sehr lange dauern und man wird sie nennen die Zeit des großen Antichristen. Er wird der Vater alles Bösen sein und die Menschen werden wieder viel Tränen vergießen und viel Leid erdulden, aber auch diese Zeit wird vergehen und einer bessern ihren Platz einräumen.“

Pater Ellerhorst – Prophezeiungen über das Schicksal Europas, 1951[5][6]

„Höre mein Bruder, denn ich habe die Schrecken der Wälder gesehen. Das Entsetzen hat die Völker erstarren lassen. Es ist die Zeit gekommen, wo Germania die kriegerischste Nation der Welt genannt wird. Es ist die Epoche gekommen, wo aus ihrer Mitte der schreckliche Krieger hervorgeht, der der Welt den Krieg erklärt und den die Völker in Waffen den Antichrist nennen. Zwanzig Völker werden in diesem Kampfe kämpfen. Der Eroberer wird von den Ufern der Donau ausgehen. Der Krieg, den er unternehmen wird, wird der schrecklichste sein, den die Menschen je erduldet haben. Die Armeen werden Flammen werfen, die Helme der Soldaten werden starren von Spitzen, welche Blitze aussenden werden, während ihre Hände entzündete Fackeln schwingen werden. Er wird Siege auf der Erde, auf dem Meere und selbst in der Luft davontragen, denn man wird geflügelte Krieger in unvorstellbaren Fahrzeugen sich bis zum Firmament erheben sehen, um hier die Sterne zu ergreifen und das Feuer auf die Städte herabzuwerfen, um dort große Brände zu verursachen. Die Nationen werden sich in der tiefsten Erschütterung befinden. ‚Von wo kommt seine Kraft?‘ Die Erde wird von der Wut der Kämpfe erschüttert werden, die Flüsse werden rot von Blut, die großen Lebewesen des Meeres sogar werden flüchtig und erschreckt sein bis in die Tiefe der Ozeane. Sturzbäche von Menschenblut werden um die Gebirge fließen, und das wird die letzte Schlacht sein. Der Eroberer wird indessen den Höhepunkt seiner Triumphe gegen die Mitte des 6. Monats des zweiten Jahres der Feindseligkeiten erreichen. Das wird das Ende der ersten Periode, der ‚Periode der blutigen Siege‘, sein. Er wird glauben, seinen Völkern diktieren zu können. Der zweite Teil des Krieges wird in seiner Länge der Hälfte des ersten gleichkommen. Er wird die ‚Periode der Entkräftigung‘ genannt werden. Er wird reich an Überraschungen sein, die die Völker erschauern lassen. Um die Mitte dieser Zeit werden die vom Eroberer unterworfenen Völker sagen: ‚Das ist der Friede!‘ Aber es wird nicht das Ende sein, sondern der Anfang vom Ende. In dem Augenblick, wo der Kampf in der Stadt der Städte ausbrechen wird, in diesem Augenblick werden viele der Seinigen ihn steinigen wollen. Aber es werden wunderbare Dinge im Orient geschehen. Die dritte Periode wird von kurzer Dauer sein. Man wird sie die ‚Periode der Invasion‘ nennen, denn durch die gerechte Umkehrung der Kriege wird das Gebiet des Eroberers von allen Seiten mit Gewalt besetzt werden. Die Armeen werden durch ein Übel dezimiert werden und alle sagen: ‚Das ist der Finger Gottes.‘
Die Völker glauben, daß sein Ende nahe ist. Das Zepter wird von seiner Hand weichen, und die Menschen werden sich alle freuen. Alle Völker werden wieder finden, was sie schon verloren haben und noch etwas mehr. Das Gebiet der Lukretia wird gerettet werden wegen der frommen Frauen und der gesegneten Berge. Alle Völker glauben an sein Verderben. Aber die Völker werden sich in die Berge begeben, und sie werden Gott dem Herrn danken, denn die Menschen haben in diesem Kriege derartige Greuel gesehen, daß sie auf Geschlechter hinaus keinen wünschen. Unheil jedoch jenen, die an den Antichrist glauben, denn er wird zahlreiche Menschen zum Abfall bringen. Aber die … Ära des Friedens ohne Gewalt wird gekommen sein, wenn sie die beiden Hörner des Mondes in diesen Tagen auf diesem Frieden vereinigt sehen werden. Denn in diesen Tagen werden die Menschen den Gott der Wahrheit anbeten, und die Sonne wird in ungetrübtem Glanze erstrahlen.“

Quellen

  1. Stoffler, Georges: La prophétie de Sainte Odile et la Fin de Guerre avec notes et commentaires par Georges Stoffler. 1916.
  2. https://schauungen.de/forum/index.php?id=29152
  3. http://autour-du-mont-sainte-odile.overblog.com/2016/03/la-prophetie-de-sainte-odile.html
  4. Emrich, Louis. Alte und neue Prophezeiungen über den Weltkrieg der Zukunft. Straßburg 1938, S. 35-40.
  5. Ellerhorst, Winfried: Prophezeiungen über das Schicksal Europas. Visionen berühmter Seher aus zwölf Jahrhunderten. München 1951.
  6. Loerzer, Sven: Visionen und Prophezeiungen. Augsburg 1998.

Sonstiges

  1. Forumsdiskussion im August 2015, Randomizer zur Odilien-Weissagung und den Feldpostbriefen, Fachsimpelei zur Odilien-Prophezeiung
  2. Forumsdiskussion im Juli 2017
  3. Die heilige Odilia im Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens