Bauer aus Selb

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Der Einmarsch[1]

„Diesen Traum hatte ich insgesamt dreimal geträumt, Anfang der 70er Jahre, immer gegen früh morgens und der Traum war lebendig, in Farbe. Der Dritte Traum hat mich bald aus dem Bett geschmissen. Ich mußte aufstehen und nachschauen, ob es nicht Wirklichkeit sei. So intensiv war der Dritte Traum. Ich dachte das passiert jetzt!

Ich sah aus meinem Fenster auf den Dorfplatz. Dort vor meinem Hause auf der Freifläche standen russische Soldaten, Kettenfahrzeuge und Panzer. Sie machten hier eine Art Pause. Die Tschechei ist von meinem Hause nur wenige 100 Meter entfernt.

Aber irgendwas paßt hier nicht, als ich aus dem Fenster nach dem Traum real schaute.

Da war da hinten ein ‚Fleck‘ im Traum, der paßt nicht dazu. Alle anderen Häuser waren schon immer da, aber der Fleck da hinten war neu.

Dort, wo sich der Fleck befindet, wurde 20 Jahre später ein Haus gebaut. Das paßte aber immer noch nicht zu den Träumen. Das Haus wurde erst blau angestrichen, vor ein paar Jahren rot gestrichen und jetzt paßt es zum Traum. Jetzt verändert sich das auch nicht mehr.

Dieser Traum unterscheidet sich von normalen Träumen, er hat sich in mein Bewußtsein wie ‚eingefressen‘ (so wie alle Schauungen die ich hatte).“

Tschernobyl[1]

„Diese Schauung hatte ich weniger geträumt, mehr im Traum gehört. Und ich dachte anfangs auch, das sei in der angrenzenden Tschechei wirklich passiert. Den Traum hatte ich Jahre vor dem tatsächlichen Ausbruch. Ich sehe diesen Traum als ‚Stellvertretertraum‘, da das Ereignis tatsächlich sehr weit von mir weg passiert ist, aber es hat mich direkt betroffen.

Ich hörte erst laute Sirenen, Menschen brüllten und dann sah ich die schwarze Brühe gegen den Himmel spritzen. Ich dachte, in der Tschechei, an der Grenze gehe was Schlimmes ab. Ich ging im Traum aus meinen Haus und sah, daß das Gras halbhoch gewachsen war. Eine Nachbarin, der ich begegnete, berichtete mir, daß ein Kernkraftwerk explodiert sei.

‚Stellvertretertraum‘ deswegen, weil es mich als Bauer auch direkt betroffen hat. Ich mußte weiterhin meine Felder bestellen. Gott sei Dank wurden wir von der radioaktiven Wolke in Nordbayern nicht so stark betroffen. Die regnete sich mehr im Süden ab. Nur das Wild ist heute noch bei uns verstrahlt.“

Panzer auf den Weg nach Selb

Befragung des Bauern 2015[1]

„Aus der Tschechei kamen über Hohenberg russische Panzer nach Selb. Ich sah eine Gasleitung einer großen Firma in Selb zerstört. Es brannte. Die Gasleitung gehört jetzt noch zur Gasversorgung der Stadt.“

Version bei Lichtenfels, 2000[2]

„Es kommt ein Krieg. Das Dorf (Selb) wird von russischen Truppen gebrandschatzt. […]“

Korrektur des Bauern 2015[3]

„‚Gebrandschatzt‘, das hat er nicht gesehen.“ [Lichtenfels bekam die Informationen von Bernhard Bouvier mitgeteilt. Offenbar entstand bei der Überlieferung ein Mißverständnis.]

Gelber Staub[1]

„Mit meiner Frau war ich ca. 20 km von meinen Haus weiter westlich spazieren. Unmittelbar vor uns, bei der Stadt Marktleuthen kam gelber Staub vom Himmel. Wir rannten schnell weg von diesem Staub. Wer in einatmet, stirbt.“

Interpretierende Anmerkung vom Bauern aus Selb:

„Hier handelt es sich wahrscheinlich um den Abschuß einer Drohne, die den gelben Strich [nach Irlmaier] mit legen sollte. Er meint, es werden nicht alle Drohnen ihre Aufgabe erfüllen, einige werden abgeschossen.“

Wald abgeholzt[1]

„Ich träumte wieder eines frühen Morgen einen Traum, es war das Jahr 1974. Ich sah den Nachbarswald mit seinen vielen, teils alten, dicken Bäumen einfach komplett abgeholzt. Zwei Jahre später, als ich mich in dieser Umgebung befand, war dieser Wald wie gesehen komplett weg. Er wurde 1976 total abgeholzt wegen des Ausbruchs des Borkenkäfers.“

Das Ende der Heimat

Befragung des Bauern 2015[1]

„Wieder ein Traum am frühen Morgen, diesen mit Empfindung von Temperatur.

Eine schwarze Wolkenwand kam gegen 16 Uhr von Westen auf mein Anwesen zu. Nicht Frühjahr oder Sommer, evtl. Oktober, November oder Februar. Blitz und Donner und mit unvorstellbaren Lärm. Ich suchte Schutz hinter einer meiner Scheunen.

Ich sah einen Himmelskörper auf mich zukommen. Auch sah ich eine rote ‚Feuerkugel‘, die von Osten her kommt. Der Himmelskörper aus Westen fiel in die Tschechei, wahrscheinlich dorthin, wo sich die unterirdische Magmaplatte befindet. Gebiet um Nový Kostel.

Mein Dorf ist hinterher völlig verschüttet und verschwunden. Ich sah bis zum Schneeberg im Fichtelgebirge alles zerstört, nur noch Sand wie Dünen in der Sahara. Bei dem Traum fühlte ich, daß es wärmer war, ca. 35 – 40 Grad. Kein Haus weit und breit mehr zu sehen, nur einige verkohlte Baumstümpfe ragen aus dem Sande.

Das Land wird wieder bewirtschaftet, wenn das Wasser wieder kommt. Später wachsen bei uns auch Bananen. Die Sonne geht im Westen auf.“

Anmerkung von „Tribun“:

„Darüber, wie die Sonne aufgeht, haben wir uns intensiver unterhalten. Er ist Landwirt, weiß, wo und wann die Sonne auf seinen Grundstück wo steht. Er sah den Sonnenaufgang deutlich an einer Stelle, an der sie sonst untergegangen sei. Sein Blick richtete sich auf den Schneeberg.“

Version bei Lichtenfels, 2000[2]

„Es kommt ein Krieg. Das Dorf (Selb) wird von russischen Truppen gebrandschatzt. Dann ziehen schwarze Wolken aus Westen auf, aus denen rasende Blitze zucken. Danach ist ringsum eine Wüste, die von Flugasche bedeckt ist.“

Version bei Stephan Berndt, 2001[4][5]

„Im Fichtelgebirge – etwa 4 km entfernt von Selb – sieht es aus wie in der ‚Sahara‘, keinerlei Vegetation, kein Zeichen von Leben, feiner Sand, Dünen. Die Sonne geht im Westen auf. Es ist wärmer geworden, ca. 35 bis 40 Grad! Am Bergfuß ragen aus dem Sand 3 bis 4 Meter hohe verkohlte schwarze Baumstümpfe. Man sieht keinerlei Ruinen. 2 bis 3 Jahre nach der Katastrophe wird das Land wieder bewirtschaftet.“

Korrektur des Bauern 2015[3]

„Die Anzahl der Baumstümpfe kann durchaus mehr gewesen sein. Nachdem das Wasser wiederkommt, wird das Land wieder bewirtschaftet.“

Version bei Bouvier, 2002[6]

„Es ist morgens um neun Uhr etwa zweite Oktoberwoche (das erkennt er am Sonnenstand über dem Waldrand, und über welchem Waldstück die Sonne steht): Von Westen her wälzt sich rasend schnell eine braunviolette Wolkenwand, die von der Erde bis weit hoch in den Himmel reicht, wie ein Brecher über das Land. Es wird finster. Als es wieder hell wird, ist von Horizont zu Horizont die Gegend ein bis zwei Meter hoch verschüttet mit Geröll. Mein Dorf ist weg, als ob da nie eines gestanden hätte. Die Horizontlinie der Berge der Tschechei hat sich jedoch nicht verändert.“

Korrektur des Bauern 2015[3]

„Die Datumsangabe könnte passen. Es war nicht Frühling oder Sommer, evtl. aber Februar oder auch November. Die Wolkenwand war schwarz. Von einer Horizontlinie hat er nicht gesprochen.“

Version nach Bouvier, 2007[7]

„Eine blau-rote Wolkenwand kommt mit Blitz und Donner und unvorstellbarem Getöse gegen 16 Uhr von Westen her Mitte Oktober durch Asteroidenimpakt hereingebrochen. Vom Erdboden, bis hoch in die Stratosphäre. Das hängt mit einer roten Feuerkugel zusammen, die von Osten her kommt.

Nach dem Impakt in Westböhmen – das Dorf ist völlig verschüttet und verschwunden – herrscht in der Oberpfalz und Ostoberfranken Wüstenklima, das der Sahara gleicht.

Ca. 40° C, auch in Bayern wachsen dann Bananen. Wald und Häuser sind verschwunden. Auch ist in der ersten Zeit kein Wasser mehr da. Dieses Gebiet wird aber später wieder besiedelt. Die Sonne geht dauerhaft im Westen auf.“

Version nach Bouvier, 2009[8]

„Zweite Oktoberwoche, möglicherweise etwas später von Westen eine dunkelschwarze Wolkenwand mit ungeheuerem Blitzen und Donner. Zeit etwa 16 Uhr. Da, wo die Sonne um 9 Uhr steht, nämlich im Südosten steht am Himmel ein Himmelskörper der die Größe der Sonne hat und dunkelbraun selber leuchtet.“

Version nach Bouvier, 2012[9]

„Er befindet sich in etwa dort, wo er jetzt wohnt. Es ist einige Zeit ‚nachher‘. Weit und breit steht und ist da rein nichts mehr. Jedoch existieren die Berge Richtung der nahen Grenze noch. Bis zum Horizonte nur grauer, trockener Sand, den Wind leicht vor sich her treibt…sonst nichts. Die Sonne geht auf: Und zwar im Westen!“

Neue Hutmode vor der Katastrophe[1]

„Bei diesem Traum war im Hintergrund jemand dabei. Dieser jemand zeigt auf zwei Damen, die schöne Kleider trugen, eine Art Trachtenkleidung. Sie trugen zylinderartige Hüte. Die Farbe der Hüte war blutrot und die Hüte hatten eine schwarze, längere Schleife hinten hinunterhängend, wahrscheinlich ein schwarzes Rapsband.

Die Stimme sagte mir: Siehe dies kommt unmittelbar vor der Katastrophe. Die Hüte werden noch Mode werden, auch hier auf dem Lande. Nicht nur ein paar Damen mit Hüten, nein viele Damen werden diesen Hut tragen. Es wird Mode. Wenn das Mode wird, wird hinterher alles schlimmer.“

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 https://schauungen.de/forum/index.php?id=30740
  2. 2,0 2,1 von Lichtenfels, Karl Leopold: Lexikon des Überlebens. 2000.
  3. 3,0 3,1 3,2 https://schauungen.de/forum/index.php?id=30739
  4. Berndt, Stephan: Prophezeiungen. Alte Nachricht in neuer Zeit. 2001.
  5. DeGard, Leo H.: Armageddon. Rottenburg 2003.
  6. Bouvier, Bernhard: Was birgt die Zukunft für Europa. In: Magazin 2000plus, 2002, Spezial 11/171.
  7. http://216.194.92.47/forum/messages/21909.htm
  8. https://schauungen.de/forum/index.php?id=3687
  9. https://schauungen.de/forum/index.php?id=19102