Anonymer Mitleser N.

Aus Bibliothek der Weltenwende
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Traum über Notstand und Unruhen[1]

„‚Ich-Dort‘ wohnt in einer eher städtischen Gegend. Beim nahe gelegenen Supermarkt sind die Fensterscheiben eingeschlagen worden. Plündernde Menschen ziehen dort ein und aus und holen sich alles, was sie tragen können. Die Masse ist hoch emotionalisiert und gewaltbereit. Es fühlt sich für ‚Ich-Dort‘ an wie die Hölle auf Erden. Die Leute sind völlig enthemmt und es gibt niemanden, der sie in ihre Schranken verweist (keine Polizei oder Militär).Er muß schnell sein, wenn er auch noch etwas aus dem Geschäft bekommen will. Er hofft vor allem auf Wasser, und in zweiter Linie Kleinigkeiten zu Essen, sofern er sie nach Hause tragen kann. Dem Mob will er aus dem Weg gehen, denn ein Zusammenstoß kann schwerste Verletzungen oder Tod bedeuten. Suchend wühlt er im Besteckkasten und nimmt unsicher ein großes Messer mit. Angst.“

Traum über Krieg und Flucht[1]

‚Ich-Dort‘ sucht mit seiner Partnerin ein Gartenhäuschen oder etwas Ähnliches auf. Alles, das sie noch haben, befindet sich in den Stoff- und Plastikbeuteln, die sie tragen. Ein Grundgefühl der bangen Unsicherheit schwingt mit. Das Häuschen ist eine Art Notfallplan. Es ist nicht seines, aber ein guter Unterschlupf. Dort kann man erst einmal in Sicherheit unterkommen.
Ich klinke mich in das Erleben ein, als die Tür zum Häuschen geöffnet wird. Auf den wenigen Quadratmetern im Häuschen haben sich eng an eng bereits einige Fremde einquartiert. Tiefe Erschütterung und plötzliche Leere. Vorbei der letzte Anker vom sicheren Hafen für sich und seine Partnerin. ‚Ich-Dort‘ bleibt wortlos in der Tür stehen. Die anderen scheinen zu verstehen, was in ihm vorgeht. Sie bieten ihm und seiner Partnerin einen kleinen noch freien Platz auf dem Boden an, wo sie liegen und schlafen können. Während ‚Ich-Dort‘ die Beutel ablegt, schauen die anderen schweigend im Hintergrund die Nachrichten. Es ist eine Nachrichtensprecherin zu sehen, die französisch spricht: ‚Zum ersten Mal seit *** Jahren rollen wieder russische *** über deutsche ***-Straßen.‘ Mehr versteht ‚Ich-Dort‘ nicht. Aber es scheint ihn auch nicht zu sehr zu erschüttern. Ebensowenig die anderen (sie wirken alle ebenso gedankenleer und in sich versunken). Richtig schlecht geht es ihnen jetzt schon.

Quelle

  1. 1,0 1,1 https://schauungen.de/forum/index.php?id=18100