<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de-x-formal">
	<id>https://schauungen.de/wiki/history/Franz_Sales_Handwercher?feed=atom</id>
	<title>Franz Sales Handwercher - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://schauungen.de/wiki/history/Franz_Sales_Handwercher?feed=atom"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://schauungen.de/wiki/history/Franz_Sales_Handwercher"/>
	<updated>2026-04-20T12:18:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Schauungen, Visionen &amp; Prophezeiungen</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.39.1</generator>
	<entry>
		<id>https://schauungen.de/wiki/index.php?title=Franz_Sales_Handwercher&amp;diff=4955&amp;oldid=prev</id>
		<title>Taurec am 6. Januar 2023 um 11:46 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://schauungen.de/wiki/index.php?title=Franz_Sales_Handwercher&amp;diff=4955&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-01-06T11:46:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Handwercher.jpg|left|175px]]Franz Sales Handwercher kam am 1792 auf einem Einödhof im niederbayrischen Loitersdorf bei Oberhausen an der Vils zur Welt. In einer streng katholischen Familie aufwachsend reifte in ihm der Wunsch, Priester zu werden. Durch die Widrigkeiten zur Zeit der Säkularisation gezwungen, als Klöster und Priesterseminare geschlossen wurden, besuchte er das Gymnasium in Regensburg. 1811 legte er in Straubing die Reifeprüfung ab. Danach studierte er in Landshut Philosophie und Theologie als Schüler der späteren Regensburger Bischofs Johann Michael Sailer. 1816 empfing er seine Priesterweihe. Seinem väterlichen Freund Professor Sailer hatte er es zu verdanken, daß er bereits 1819 zum Professor am Progymnasium in Landshut berufen wurde. Nachdem Sailer 1821 nach Regensburg ging, übernahm Handwercher die Pfarrei in Tegernbach bei Pfaffenhofen an der Ilm. 1827 wechselte er nach Hohenegglkofen, 1836 nach Oberschneiding bei Straubing, wo er bis zu seinem Tode im Jahr 1853 blieb. Hundert Jahre nach seinem Tode wurden seine Gebeine in die Oberschneidinger Pfarrkirche überführt. Zum Gedenken an sein Wirken in der Pfarrei wurde der Platz, an dem sich die Kirche befindet, in Pfarrer-Handwercher-Platz benannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb als weithin bekannter Seelsorger im Rufe der Heiligkeit. So soll er durch Auflegung der Hände und Anrufung Jesu Krankheiten zu heilen in der Lage gewesen sein. Er soll zudem die Fähigkeit zur Zukunftsvorhersage besessen haben. Viele kamen von weither, weil sie sich von ihm Linderung ihrer Leiden und Auskunft über ihre Zukunft erhofften. Im Jahre 1830 soll er an 15 aufeinanderfolgenden Sonntagen frühmorgendlich um vier Uhr Visionen erlebt haben, von ihm als „Geistesmitteilungen“ bezeichnet, die er in Versform niederschrieb.&lt;br /&gt;
== Wolfgang Johannes Bekh – Das dritte Weltgeschehen, 1980&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bekh1980&amp;quot; /&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
=== 1. Sonntag: Gottesgeißel ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Als ich heimkam von der Kirche&lt;br /&gt;
Sank ich auf mein Lager nieder.&lt;br /&gt;
Doch das Schreien um Erbarmen&lt;br /&gt;
Hallte in der Seele wider.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Plötzlich sah ich neben meiner&lt;br /&gt;
Wunderhold ein Knäblein liegen,&lt;br /&gt;
Das die Seele lächelnd einlud,&lt;br /&gt;
An sein Herz sich anzuschmiegen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich sprach: „Du liebes Kindlein,&lt;br /&gt;
Kannst dich über uns erbarmen?“&lt;br /&gt;
Und es ging vom Mund des Kindes&lt;br /&gt;
Süßer Hauch: „Ich will erbarmen!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Plötzlich an des Kindes Stelle&lt;br /&gt;
Lag ein Mann von dreißig Jahren,&lt;br /&gt;
Und es trieb mich an mit Flehen&lt;br /&gt;
Ihm sogleich zu offenbaren. -&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„O fürwahr, du bist derselbe,&lt;br /&gt;
Der als Kindlein dagewesen,&lt;br /&gt;
Willst du helfen, willst du retten,&lt;br /&gt;
Ach, dann werden wir genesen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Weg war Mann und Kind! Urplötzlich&lt;br /&gt;
Tobt ein Sturmwind in dem Hause,&lt;br /&gt;
Aus den Angeln fliegt die Türe&lt;br /&gt;
Auf mit donnerndem Gebrause.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich hörte eine Stimme&lt;br /&gt;
Ins erstaunte Ohr mir fließen:&lt;br /&gt;
„Sieh, ich habe aufgeschlossen&lt;br /&gt;
Und es kann kein Mensch  verschließen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Aber durch die Kammertüre,&lt;br /&gt;
Die der Sturmwind aufgelassen,&lt;br /&gt;
Sah ich plötzlich in die Stube&lt;br /&gt;
Strömen dichte Menschenmassen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Alle schauten sie zum Himmel.&lt;br /&gt;
Eine sprach zur andern: „Siehe!“&lt;br /&gt;
Ich jedoch stand auf vom Lager,&lt;br /&gt;
Sank zu Boden auf die Knie.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Gott“, so sprach ich, „ist erschienen.&lt;br /&gt;
Unwert bin ich, nur die Riemen&lt;br /&gt;
Seiner Schuhe aufzulösen,&lt;br /&gt;
Ihm, dem Preis und Ruhm geziemen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Aber in derselben Stunde,&lt;br /&gt;
Wo im Geiste dies geschehen,&lt;br /&gt;
Ward ein schrecklich Feuerzeichen&lt;br /&gt;
An dem Firmament gesehen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Ähnlich einem Tafeltuche&lt;br /&gt;
Hing es nieder von den Sternen,&lt;br /&gt;
Und es ward herabgelassen&lt;br /&gt;
Aus des Himmels tiefsten Fernen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Aus dem Tuche steigen Nebel&lt;br /&gt;
Auf samt Rauch und Feuerflammen&lt;br /&gt;
Und es wickelt wie ein Balken&lt;br /&gt;
Plötzlich sich das Tuch zusammen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Eins der Enden von dem Balken&lt;br /&gt;
Hat ein Kronenreif umfangen,&lt;br /&gt;
Doch am andern Ende sah man&lt;br /&gt;
Eine Geißel Gottes hangen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Lange sah man diesen Balken&lt;br /&gt;
Waagerecht am Himmel glühen&lt;br /&gt;
Und die Geißel hochgeschwungen&lt;br /&gt;
Feuerfunken niedersprühen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Endlich sah man noch den Balken&lt;br /&gt;
In ein Schlachtschwert sich verändern,&lt;br /&gt;
Welches blutrot aufgehoben&lt;br /&gt;
Über Städten hing und Ländern.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 2. Sonntag: Gericht ohne Erbarmen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;17&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;In des Jammers Hause sah ich&lt;br /&gt;
Über tausend erdenfarb’ne&lt;br /&gt;
Schmerzverzehrte Menschen stehen&lt;br /&gt;
In dem weiten Krankensaale.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Mitten in dem Saale sah ich&lt;br /&gt;
Einen Mann zu Stuhle sitzen,&lt;br /&gt;
Dessen Augen gleich der Sonne&lt;br /&gt;
Voll erhab’ner Würde blitzen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Solche Majestät des Wesens&lt;br /&gt;
War mir vorher nie erschienen;&lt;br /&gt;
Ich erkannte: diese Hoheit&lt;br /&gt;
Kann nur Gott zur Hülle dienen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;In der Stirne tiefen Falten&lt;br /&gt;
Schien ein Adlerzorn zu liegen;&lt;br /&gt;
Ernst und Strenge schien die Milde&lt;br /&gt;
Seines Herzens zu besiegen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Auf das Knie gesenket wagt’ ich&lt;br /&gt;
Seine Knie zu umklammern.&lt;br /&gt;
Seine Füße sanft zu küssen&lt;br /&gt;
Und zu ihm hinauf zu jammern:&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„O erbarme dich, Erbarmer!&lt;br /&gt;
Sieh des Elends ganze Größe!&lt;br /&gt;
O erbarme dich, Erbarmer!&lt;br /&gt;
O errette, o erlöse!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Aber langsam neigt der Hehre&lt;br /&gt;
Sein erhab’nes Haupt bei Seiten;&lt;br /&gt;
Durch den Wink des Auges sah ich&lt;br /&gt;
Mein Gebet mit „Nein“ bescheiden.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Nochmals wag ich meine Bitte,&lt;br /&gt;
Aber mit der Hand zurücke&lt;br /&gt;
Weist der Hohe majestätisch.&lt;br /&gt;
Und er sprach mit ernstem Blicke:&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Meine Rechte hab’ ich zürnend&lt;br /&gt;
Auf die Länder ausgestrecket;&lt;br /&gt;
Ein Gericht ist angesetzet,&lt;br /&gt;
Das die Erdenvölker schrecket.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Meinen Weizen will ich worfeln;&lt;br /&gt;
Säubern will ich meine Tenne;&lt;br /&gt;
Doch die Meinen will ich sammeln,&lt;br /&gt;
Wie die Küchlein lockt die Henne.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Will ein neues Reich mir stiften&lt;br /&gt;
Und darein die Treuen setzen,&lt;br /&gt;
Die in Buße meiner harren&lt;br /&gt;
Und den Glauben nicht verletzen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 3. Sonntag: Großes Sterben ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;28&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Was soll werden?“, war mein Denken,&lt;br /&gt;
Als der Geist in Schlaf mich stürzte&lt;br /&gt;
Und ich schaute eine Blume,&lt;br /&gt;
So die Luft mit Weihrauch würzte.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Während ich am Farbenschmelze&lt;br /&gt;
Hochentzückt mein Aug’ erbaue,&lt;br /&gt;
Neigt der Blume Haupt sich plötzlich,&lt;br /&gt;
Wie berührt von gift’gem Taue.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und es welkt die Blumenkrone,&lt;br /&gt;
Dorrt wie Heu und sinkt zur Erden,&lt;br /&gt;
Wird zu Staub und wenig Erde&lt;br /&gt;
Und ich hörte: Das soll werden.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Jetzo werd ich abberufen&lt;br /&gt;
Und ich ging zum Hospitale,&lt;br /&gt;
Und ich stand im Priesterkleide&lt;br /&gt;
Mitten in dem Krankensaale.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Jammer spricht hier aus dem Auge&lt;br /&gt;
Von den Hunderten Elenden;&lt;br /&gt;
Ach an Wärtern fehlt’s und Priestern,&lt;br /&gt;
Allen Hilf’ und Trost zu spenden.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Viele kämpfen ihren Tod’skampf&lt;br /&gt;
Mit verzehrtem Blick und Leibe,&lt;br /&gt;
Rollen in des Schmerzes Zucken&lt;br /&gt;
Ihren Körper gleich der Scheibe.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Schaurig rasseln durch die Straßen&lt;br /&gt;
Unablässig schwarze Karren,&lt;br /&gt;
Und man wirft hinab die Leichen&lt;br /&gt;
Ehe sie noch ganz erstarren.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und bei fernen Leichenzügen&lt;br /&gt;
Singen dumpf die Grabgefährten:&lt;br /&gt;
„Miserere mei Deus!“&lt;br /&gt;
Und ich hörte: „Das soll werden!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 4. Sonntag: Der Turm der Kirche unzerstörbar ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;36&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Eine Kirche sah ich stehen&lt;br /&gt;
Und ich stieg hinauf im Turme;&lt;br /&gt;
Plötzlich scheint der  Turm zu schwanken,&lt;br /&gt;
Wie ein Tannenbaum im Sturme.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Ach der Turm stürzt!“ rief ich ängstlich.&lt;br /&gt;
Und ich ließ in banger Eile&lt;br /&gt;
Von der Spitze mich hernieder&lt;br /&gt;
An dem nächsten Glockenseile.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Dieser Turm wird nimmer stürzen&lt;br /&gt;
Vor der Welt und Zeiten Ende!“&lt;br /&gt;
Also sagte mir ein Starker:&lt;br /&gt;
„Siehe an die Fundamente!&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Aber jetzo ward ein Quader&lt;br /&gt;
Aus des Turmes Kranz gelöset;&lt;br /&gt;
Dieses hat dem ganzen Baue&lt;br /&gt;
Solches Zittern eingeflößet.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich sah den Grund gefestet&lt;br /&gt;
In des Berges Felsenadern,&lt;br /&gt;
Einen Wald von Säulenbogen,&lt;br /&gt;
Pfeilern aus den stärksten Quadern.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Unzählbare Eisenstangen&lt;br /&gt;
Klammern sich von Stein zu Steine,&lt;br /&gt;
Alle Fugen sind verkittet&lt;br /&gt;
Zu unlösbarem Vereine.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Also war der Bau geschirmet&lt;br /&gt;
Von unsichtbaren starken Stützen,&lt;br /&gt;
Daß kein Stein gefunden wurde,&lt;br /&gt;
Den nicht tausend andere schützen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Hochverwundert mußt’ ich rufen:&lt;br /&gt;
„Dieser Turmbau wird bestehen.&lt;br /&gt;
Ehe seine Zinnen stürzen,&lt;br /&gt;
Wird das Erdenrund vergehen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Bald erkannt’ ich drauf den Quader,&lt;br /&gt;
Welcher damals los sich machte;&lt;br /&gt;
Denn es starb zur selben Stunde&lt;br /&gt;
Pius, so genannt der Achte.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 5. Sonntag: Verwüstung der Kirchen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;45&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Mitten in den Strom des Niles&lt;br /&gt;
Trugen mich des Geistes Flügel&lt;br /&gt;
Über eine öde Insel,&lt;br /&gt;
Rings umwogt vom Wasserspiegel.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Wellen kommen, Wellen schwinden,&lt;br /&gt;
Schlagen an die Bank von Sande.&lt;br /&gt;
Traurig steht der rote Ibis&lt;br /&gt;
In dem schwanken Rohr am Strande.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Zwischen Schilfen und Papyrus&lt;br /&gt;
Rauscht das Nilpferd ungestaltet;&lt;br /&gt;
Und so sonnt das Krokodil sich,&lt;br /&gt;
Das den gelben Rachen spaltet.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Linkshin - Lybia, die Wüste -&lt;br /&gt;
Rechts - Arabias Felsenmassen -&lt;br /&gt;
Ich allein im breiten Strome&lt;br /&gt;
Schrecklich einsam und verlassen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und die Stimme in dem Innern,&lt;br /&gt;
Die da billigt und verklaget,&lt;br /&gt;
Schreit: „Ist nirgendwo ein Ausweg?“&lt;br /&gt;
Und ihr ward darauf gesaget:&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Sieh, der Weg ist in den Bergen,&lt;br /&gt;
Dornig, alpenvoll, uneben;&lt;br /&gt;
Durch die Mitte der Gefahren&lt;br /&gt;
Führt der eine Weg zum Leben.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Über Schlangen, Basilisken,&lt;br /&gt;
Krokodil und Löwenrachen&lt;br /&gt;
Sollst du schreiten unverzaget&lt;br /&gt;
Und der Hölle Trotz verlachen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Von dem Abhang eines Berges&lt;br /&gt;
Bin ich gegen Tal gestiegen,&lt;br /&gt;
In der Kirche meiner Pfarre&lt;br /&gt;
Dem Gebete zu obliegen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Neben einem Gottesacker&lt;br /&gt;
Führten mich vorbei die Schritte,&lt;br /&gt;
Und ich sah die Seelenkirche&lt;br /&gt;
Offen in der Gräber Mitte.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Ein paar hundert Schritte tiefer&lt;br /&gt;
Lag die Kirche in dem Tale;&lt;br /&gt;
Da verließ mich der gewohnte&lt;br /&gt;
Kirchenweg mit einem Male.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Eine Straße, wohlbekieset,&lt;br /&gt;
Vielbefahren, schnurgerade,&lt;br /&gt;
Von der Baumallee beschattet,&lt;br /&gt;
Sah ich statt dem alten Pfade.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Also kam ich bis zur Kirche,&lt;br /&gt;
Da ich öffnen will die Türe&lt;br /&gt;
Sinkt sie schwankend aus den Angeln,&lt;br /&gt;
Wie ich sie nur leis berühre.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Da ich nun das Innere schaute,&lt;br /&gt;
Hat sich mir das Herz empöret:&lt;br /&gt;
Betstühl’, Kanzel und Altäre&lt;br /&gt;
Sind gestürzet und zerstöret.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Drinnen sieht man niemand beten;&lt;br /&gt;
Heu und Stroh erfüllt die Hallen,&lt;br /&gt;
Kaufmannsgüter sind darüber&lt;br /&gt;
Aufgetürmt in schweren Ballen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Dieses Haus, dereinst gegründet,&lt;br /&gt;
Daß es Gott zur Wohnung diene,&lt;br /&gt;
Ist verwendet nun zum Zollhaus&lt;br /&gt;
Und zum Warenmagazine.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich seufzte: „O wie schrecklich&lt;br /&gt;
Ist das Heiligtum zertreten!&lt;br /&gt;
Ausgeraubt ist Gottes Wohnung.&lt;br /&gt;
Ach, hier kann ich nicht mehr beten.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Heimwärts auf demselben Wege&lt;br /&gt;
Schritt ich, ganz von Gram erfüllet;&lt;br /&gt;
Da begegnet mir ein Fremder,&lt;br /&gt;
In ein schwarz’ Gewand verhüllet.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;In den Falten des Gesichtes&lt;br /&gt;
Schien ein finstrer Groll zu hausen,&lt;br /&gt;
Frech und herrisch ist die Stirne&lt;br /&gt;
Und sein Aug’ erreget Grausen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Er durchbohrt mich mit dem Blicke&lt;br /&gt;
Aus dem wilden Feuerauge.&lt;br /&gt;
Ha! Mir war als ob der Hölle&lt;br /&gt;
Abgrund mir entgegenhauche.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Wie beim Anblick der Medusen&lt;br /&gt;
Starren mir wie Stein die Glieder;&lt;br /&gt;
Und beflügelnd meine Schritte&lt;br /&gt;
Kam ich zu dem Kirchhof wieder.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Sieh! Die ganze Kirchhofsfläche&lt;br /&gt;
Gleich dem frischen Ackerfelde;&lt;br /&gt;
So durchfurchten seine Rasen&lt;br /&gt;
Der Verstorbenen Gezelte.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Neben frischen Leichenhügeln&lt;br /&gt;
Sah ich viele Gräber offen:&lt;br /&gt;
Gott! Erbarme dich der Seelen,&lt;br /&gt;
Deren Leib der Tod getroffen!&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 6. Sonntag: Weltjahrmarkt – Nur gebeugte Knie helfen wider Satan ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;67&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;In dem Innern einer Kirche&lt;br /&gt;
Sah ich Männer, Kinder, Greise;&lt;br /&gt;
Alle lasen in der Bibel,&lt;br /&gt;
Deuchten all sich klug und weise&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Aber ich nach meinem Brauche&lt;br /&gt;
Las im Römischen Breviere;&lt;br /&gt;
Und es fragten mich die andern,&lt;br /&gt;
Welch’ Erbauungsbuch ich führe.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Höchlich staunten alle Leute,&lt;br /&gt;
Daß ich noch in diesem Buche&lt;br /&gt;
Voller Formeln, längst veraltet,&lt;br /&gt;
Meines Geistes Nahrung suche.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Doch ich blieb bei meiner Lesung&lt;br /&gt;
Und es trieb mich an, inwendig,&lt;br /&gt;
Daß ich sprach: „Der Buchstab’ tötet,&lt;br /&gt;
Einzig macht der Geist lebendig.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Jetzo hör’ ich zu mir sagen:&lt;br /&gt;
„Komm, ich will die Welt dir zeigen!“&lt;br /&gt;
Und ich ging mit einem Manne&lt;br /&gt;
Durch die Stadt. - In tiefem Schweigen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;In der Häuser langen Reihe&lt;br /&gt;
Zeigte mir der Mann das seine,&lt;br /&gt;
Führte mich in seinen Hausgang&lt;br /&gt;
Und dort ließ er mich alleine.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Hinter einer Gartentüre,&lt;br /&gt;
Die geöffnet wird nach innen,&lt;br /&gt;
Nahm ich Stellung, um die Aussicht&lt;br /&gt;
Auf die Straße zu gewinnen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Sieh! Ein Markt war aufgeschlagen:&lt;br /&gt;
Zahllos sah ich Tisch und Buden,&lt;br /&gt;
Sah die Käufer und Verkäufer,&lt;br /&gt;
Männer, Weiber, Trödler, Juden.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Alle Früchte dieser Erde&lt;br /&gt;
Sah ich aufgetürmt zu Haufen;&lt;br /&gt;
Aller Länder Fabrikate&lt;br /&gt;
Sah ich kaufen und verkaufen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Was als Stoff zur Kleidung dienet;&lt;br /&gt;
Wolle, Linnen, Pelz und Seide;&lt;br /&gt;
Was im Abgrund wird gewonnen:&lt;br /&gt;
Waffen, Silber, Gold, Geschmeide;&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Was dem Auge wohlgefällig,&lt;br /&gt;
Was von künstlichem Gebilde,&lt;br /&gt;
Was dem Ohre süß und lieblich,&lt;br /&gt;
Was dem Fühlen weich und milde;&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Was den Gaumen nur erlustigt&lt;br /&gt;
Von Getieren, Vögeln, Fischen,&lt;br /&gt;
Von Gewürzen, Kräutern, Weinen,&lt;br /&gt;
Fand ich auf den Händlertischen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Aller Menschen Tagsgeschäfte&lt;br /&gt;
War ein Markten, Treiben, Dingen,&lt;br /&gt;
Um Gewinnste zu erkaufen,&lt;br /&gt;
Um Gewinnste zu erringen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Plötzlich sah ich wilde Tiere,&lt;br /&gt;
Wohlbewehrt mit Zahn und Krallen,&lt;br /&gt;
Tiger, zottig, schwarz und grausam,&lt;br /&gt;
In des Volkes Menge fallen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Tausend von den Käufern, Händlern,&lt;br /&gt;
Sah ich von der Tiere Bissen&lt;br /&gt;
Mitten in dem Marktgedränge&lt;br /&gt;
Angefallen und zerrissen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Zitternd in dem Herzensgrunde&lt;br /&gt;
Sah ich auf der Tiger Toben.&lt;br /&gt;
Sieh! Da kommen schon die Tiger&lt;br /&gt;
Gegen mich dahergeschnoben.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und sie dräuen, grimmig, wütend,&lt;br /&gt;
Mit den Zähnen mich zu schnappen;&lt;br /&gt;
Und sie drängen mit den Tatzen,&lt;br /&gt;
Mir die Türe aufzutappen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Mit gebeugtem Knie sucht ich&lt;br /&gt;
Fest die Türe zuzudrücken;&lt;br /&gt;
Und ich zog zugleich das Messer,&lt;br /&gt;
Um als Wehre es zu zücken.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Auf der Tiere Köpfe schlug ich&lt;br /&gt;
Mit der Waffe viele Male;&lt;br /&gt;
Doch es war als träf die Klinge&lt;br /&gt;
Einen Helm von stärkstem Stahle.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Solche Feinde zu verwunden,&lt;br /&gt;
Kann das Messerlein nichts nützen;&lt;br /&gt;
Doch es retten mich die Knie,&lt;br /&gt;
So die Türe unterstützen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Dadurch konnten diese Tiger&lt;br /&gt;
In das Haus hinein nicht dringen,&lt;br /&gt;
Gleich den Käufern auf dem Markte&lt;br /&gt;
Mich zu töten, zu verschlingen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Während ich noch schwach und zagend&lt;br /&gt;
Kämpfe mit der Tiere Grimme,&lt;br /&gt;
Hört ich in dem Haus inwendig:&lt;br /&gt;
„Ruhig!“ rief des Hausherrn Stimme.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Nun erhob sich große Stille;&lt;br /&gt;
Jene Tiger sah ich nimmer;&lt;br /&gt;
Doch der Hausherr nahte,&lt;br /&gt;
Lud mich freundlich in das Zimmer.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Zeit zum Essen ist soeben;&lt;br /&gt;
Sei auf Fastenkost geladen;&lt;br /&gt;
Doch, gehorchst du nicht der Kirche,&lt;br /&gt;
Dann ersätt’ge dich mit Braten!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Ich erklärte ihm dagegen,&lt;br /&gt;
Daß ich mich der Kirche füge,&lt;br /&gt;
Daß die Fastenkost vom Tische&lt;br /&gt;
Jenes Hausherrn wohl genüge.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Unterm Mahle sprach derselbe:&lt;br /&gt;
„Unnütz war zum Schutz dein Messer,&lt;br /&gt;
Doch die tiefgebeugten Knie&lt;br /&gt;
Dienten dir zur Rettung besser.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Nie mehr wird den Feind besiegen,&lt;br /&gt;
Wer mit solchen Waffen streitet,&lt;br /&gt;
Die er sich nach eig’ner Einsicht&lt;br /&gt;
Aus der eig’nen Kraft bereitet.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Satan, stets nach Beute brüllend,&lt;br /&gt;
Darf nur dann dich nicht antasten,&lt;br /&gt;
Wenn du fleißig Leib und Seele&lt;br /&gt;
Waffnest mit Gebet und Fasten.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 7. Sonntag: Aller Gottesdienst erloschen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;95&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Eines Hochamts ernste Feier&lt;br /&gt;
Hatt’ ich eben übernommen&lt;br /&gt;
Und ich war im heiligen Amte&lt;br /&gt;
Bis zur Präfation gekommen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Sieh! Die Präfation des Festtags&lt;br /&gt;
War im Meßbuch nicht zu finden.&lt;br /&gt;
„Warum säumst du in dem Amte?“,&lt;br /&gt;
Lärmt man in der Kirche hinten.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich gab darauf zur Antwort:&lt;br /&gt;
„Weil die Präfation ich suche.“&lt;br /&gt;
Doch soviel ich immer blätt’re,&lt;br /&gt;
Find’ ich keine in dem Buche.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Jetzo hört’ ich eine Stimme:&lt;br /&gt;
„Schaue aufwärts an die Wände!&lt;br /&gt;
Siehe! Siebenhundertachtzig&lt;br /&gt;
Schrieben dort verborg’ne Hände!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Ziehe ab!“, so hat die Stimme&lt;br /&gt;
Nun zum zweitenmal geschrien;&lt;br /&gt;
Eine Zahl ward angeschrieben;&lt;br /&gt;
Von der ersten abzuziehen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich las: „Einhundertsechse“&lt;br /&gt;
Und es ruft die Stimme wieder:&lt;br /&gt;
„Also lange liegt auf Erden&lt;br /&gt;
Aller Gottesdienst darnieder!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 8. Sonntag: Schwanken der Kanzeln ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;101&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Große Menge füllt die Kirche&lt;br /&gt;
Und es herrschet tiefe Stille,&lt;br /&gt;
Daß dem Volk verkündet werde&lt;br /&gt;
Christi Wort und Gottes Wille.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Da ich jetzt zur Kanzel trete,&lt;br /&gt;
Scheint die Kanzel sich zu neigen.&lt;br /&gt;
Jemand rief: „Die unt’re Kanzel wankt;&lt;br /&gt;
Zu der höh’ren mußt du steigen!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Auf die höh’re Kanzel stieg ich,&lt;br /&gt;
Welche am erhöht’sten Orte&lt;br /&gt;
Angebracht war in der Kirche,&lt;br /&gt;
Zu gehorchen jenem Worte.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Da beginnt auch diese Kanzel&lt;br /&gt;
Zu erzittern und zu beben;&lt;br /&gt;
Und dieselbe Stimme hört ich&lt;br /&gt;
Sich zum zweitenmal erheben:&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Auch die höh’re Kanzel wanket;&lt;br /&gt;
Nötig ist es, daß nun eine&lt;br /&gt;
Neue Kanzel an dem Eckstein&lt;br /&gt;
Dieses Tempelbaues erscheine.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 9. Sonntag: Beichtstühle in die Wüste entführt ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;106&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Vor der Kirche eines Klosters&lt;br /&gt;
Standen Stühle in dem Freien;&lt;br /&gt;
Es bereiten sich zum Beichten&lt;br /&gt;
Dichtgedrängte Menschenreihen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Wohl mit Beichtigern und Priestern&lt;br /&gt;
Sind versehen alle Stühle;&lt;br /&gt;
Ich saß auch in meinem Beichtstuhl&lt;br /&gt;
Im dichten Volksgewühle.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Plötzlich sah ich alle Beichtstühl’&lt;br /&gt;
In dem Luftzug sich erheben.&lt;br /&gt;
Leicht wie Federn, ob den Köpfen&lt;br /&gt;
Der erstaunten Menge schweben.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Auch mein Stuhl war ausgerissen;&lt;br /&gt;
Doch erfassend Baumesäste&lt;br /&gt;
Konnt ich retten mich vom Schwindel&lt;br /&gt;
Und gewann der Erde Feste.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Fürchtend dacht ich: diese Stühle,&lt;br /&gt;
Die da flattern gleich den Blättern,&lt;br /&gt;
Könnten stürzend aus den Lüften&lt;br /&gt;
Viele aus dem Volk zerschmettern.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und die Büßenden erdrücken,&lt;br /&gt;
Die genaht voll Heilsverlangen.&lt;br /&gt;
Sieh, da ist ein Sturm vom Herren&lt;br /&gt;
Von den Himmeln ausgegangen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und es wurden alle Stühle&lt;br /&gt;
Samt den Priestern, die drin saßen,&lt;br /&gt;
Dorthin, wo sie niemand schaden,&lt;br /&gt;
In die Wüste fortgeblasen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 10. Sonntag: Wolkenbruch über Bayern ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;113&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Auf das Feld war ich gegangen,&lt;br /&gt;
Um der Arbeit nachzuschauen;&lt;br /&gt;
Und mein Baumann war beschäftigt,&lt;br /&gt;
Habersamen auszubauen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Schwarze Wetterwolken sah ich&lt;br /&gt;
Ganz Europa rings umschleiern;&lt;br /&gt;
Doch der Himmel strahlte heiter&lt;br /&gt;
Einzig auf dem Lande Bayern.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Doch auf einmal hat auf Bayern&lt;br /&gt;
Sich das Wolkenmeer ergossen&lt;br /&gt;
Und der Sturmwind kam geflogen&lt;br /&gt;
Und es fielen schwere Schlossen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Obdachsuchend vor dem Sturme,&lt;br /&gt;
Der hereinfuhr mit Gebrause,&lt;br /&gt;
Ging ich in dem nächsten Dorf&lt;br /&gt;
Zu dem ersten Bauernhause.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 11. Sonntag: Die Erde, ein Schutt- und Ruinenhaufen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;117&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Auf dem höchsten Berg der Erde&lt;br /&gt;
Lag ich betend auf den Knien;&lt;br /&gt;
Durch Marien, Jesu Mutter,&lt;br /&gt;
Hat mein Herz zu Gott geschrien.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Wüst lag unter mir die Erde&lt;br /&gt;
Und wie weithin herrscht mein Auge,&lt;br /&gt;
Dampft ihr Grund wie Vesuvs Krater&lt;br /&gt;
Von inwend’gem Brandesrauche.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Der zerklüftet’ schwarze Boden&lt;br /&gt;
Ist verkohlet und verglaset;&lt;br /&gt;
Über diesem Haufen Schutte&lt;br /&gt;
Hat ein Wirbelwind geraset.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Zahllos sah ich die Ruinen&lt;br /&gt;
Von den Städten in dem Lande,&lt;br /&gt;
Kirchen, Häuser ohne Dachung,&lt;br /&gt;
Lodernd von dem innern Brande.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Durch die Öffnungen der Fenster&lt;br /&gt;
Glüht es wie ein Höllenrachen;&lt;br /&gt;
Hinter schwarzen Eisengittern&lt;br /&gt;
Wild die roten Flammen lachen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Ich verließ nach langem Beten&lt;br /&gt;
Dann des Berges Haupt, das kahle,&lt;br /&gt;
Stieg durch Reste eines Waldes&lt;br /&gt;
Nieder zu dem nächsten Tale.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;In den Trümmern eines Dorfes&lt;br /&gt;
Da betrat ich Hausruinen,&lt;br /&gt;
Wo ich einen Mann erschaue;&lt;br /&gt;
Sonst ist niemand mir erschienen&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Ach, wo bin ich?“, war mein Erstes.&lt;br /&gt;
„Tausend Meilen wohl vom Orte,&lt;br /&gt;
Wo du nach dem Leibe wohnest,“&lt;br /&gt;
Waren des Gefragten Worte.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Welches Unglück?“, fragt ich weiter,&lt;br /&gt;
„Ist in diesem Land geschehen?“&lt;br /&gt;
„Ach, so hast du“, war die Antwort,&lt;br /&gt;
„Nicht das Schreckliche gesehen?“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Alle Städte und Fabriken,&lt;br /&gt;
Die einst blühten, sind verödet;&lt;br /&gt;
Die darinnen sich genähret,&lt;br /&gt;
Sind zerstreuet und getötet.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Ich gewahrte einen Wandschrank;&lt;br /&gt;
Öffnend fand ich dicke Bände&lt;br /&gt;
Mit der Handschrift alter Mönche&lt;br /&gt;
Auf ergrautem Pergamente.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Da ich nach dem Inhalt frage&lt;br /&gt;
Dieser staubbedeckten, alten&lt;br /&gt;
Schriften, die man hier verwahrte,&lt;br /&gt;
Hab als Antwort ich erhalten:&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„Inkunabeln von Franziskus&lt;br /&gt;
Sind’s, dem Freund der Seraphinen;&lt;br /&gt;
Diese kann man jetzo brauchen,&lt;br /&gt;
Denn es ist die Zeit erschienen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 12. Sonntag: Europäischer Satanskampf gegen die Kirche ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;130&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Ganz Europa war ein Lager&lt;br /&gt;
Von dem größten Kriegesheere;&lt;br /&gt;
Und es sammeln sich die Scharen&lt;br /&gt;
Gleich dem Sande an dem Meere.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Alle Völker waffnen wilde&lt;br /&gt;
Schreckens-Revolutionen,&lt;br /&gt;
Um die Männer zu bestreiten,&lt;br /&gt;
Die auf einem Berge wohnen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Denn in eine Felsenfeste&lt;br /&gt;
Haben sich zurückgezogen&lt;br /&gt;
All die wenigen Getreuen,&lt;br /&gt;
Die dem Baal das Knie nicht bogen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Die des Osterlammes Siegel&lt;br /&gt;
Klar auf ihrer Stirne tragen&lt;br /&gt;
Und, wohin das Lamm auch gehe,&lt;br /&gt;
Ihm stets nachzufolgen wagen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Die am alten Felsen halten,&lt;br /&gt;
Hoffnungsvoll nach jenen Worten:&lt;br /&gt;
„Daß den Felsen nicht erschüttern&lt;br /&gt;
Werden alle Höllenpforten.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich schaue, wie die Feinde&lt;br /&gt;
Aus den Völkern Streiter warben;&lt;br /&gt;
Und ich sah bei jedem Stamme&lt;br /&gt;
Seine Fahnen, seine Farben.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Einen sah ich, der vor allen&lt;br /&gt;
Heißergrimmt im Hasse wütet&lt;br /&gt;
Und zum Sturme anzufeuern&lt;br /&gt;
Seine Scharen nicht ermüdet.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Furchtbar deckt ihn schwarze Rüstung;&lt;br /&gt;
Seine Kraft ist ungeheuer;&lt;br /&gt;
Rauh ist jedes seiner Worte&lt;br /&gt;
Und sein Blick und Schwert ist Feuer.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Stolz, unbändig ist sein Streitross,&lt;br /&gt;
Trauerfarbig und geflügelt,&lt;br /&gt;
Das er schnaubend durch die Lüfte&lt;br /&gt;
Gegen unsere Festung zügelt.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Wütend schlägt er mit dem Schwerte&lt;br /&gt;
An der Festung Eisengittern,&lt;br /&gt;
Daß die Mauern wie die Herzen&lt;br /&gt;
Der gerechten Christen zittern.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Doch in Kraft des Namen Jesu&lt;br /&gt;
Stellt ich mich dem Feind entgegen,&lt;br /&gt;
Hielt ihm vor den Namen Jesu&lt;br /&gt;
Und des heiligen Kreuzes Segen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich sah ihn nebst dem Rosse&lt;br /&gt;
An dem Felsenberg zerschellen,&lt;br /&gt;
Sah ihn fallen gleich dem Blitze&lt;br /&gt;
In den Abgrund seiner Höllen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 13. Sonntag: Restauration der Kirche ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;142&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Auf der Spitze eines Berges&lt;br /&gt;
In der Mitte grüner Auen&lt;br /&gt;
Sah ich einen neuen Tempel,&lt;br /&gt;
Eine neue Kirche bauen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Von dem Plan des ganzen Tempels&lt;br /&gt;
War erst das Portal vollendet.&lt;br /&gt;
Welches gleich der Sonne leuchtend,&lt;br /&gt;
Jedes Menschen Auge blendet.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Herrlich wölbt sich das Gebäude&lt;br /&gt;
Wie ein klarer Regenbogen;&lt;br /&gt;
Offen sind die weiten Pforten,&lt;br /&gt;
Daß hinein die Völker wogen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Seine Mauern sind von Golde,&lt;br /&gt;
Hell, geschliffen und polieret,&lt;br /&gt;
Auch mit vielen Edelsteinen&lt;br /&gt;
Und mit Perlen reich gezieret.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Arm sind alle Erdenschätze&lt;br /&gt;
Vor dem Wunderwerk der Zeiten,&lt;br /&gt;
Nichts Salomonis Tempel gegen&lt;br /&gt;
Dieses Baues Herrlichkeiten.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und ich dachte hochentzücket:&lt;br /&gt;
„Welche Kirche wird dies werden!&lt;br /&gt;
Ach, ist diese Wohnung Gottes&lt;br /&gt;
Nicht zu herrlich für die Erden?!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 14. Sonntag: Christus herrscht ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;148&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Von demselben Tempelbaue,&lt;br /&gt;
Den ich sah zum ersten Male,&lt;br /&gt;
Unvergleichbar herrlich strahlend,&lt;br /&gt;
Sah ich wieder das Portale.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Durch die offenen Flügeltore&lt;br /&gt;
Sah ich jetzt zum Hochaltare;&lt;br /&gt;
Dorten, ausgespannt am Kreuze,&lt;br /&gt;
Hing das Opferlamm, das wahre.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Seine Stirne ist mit Rosen,&lt;br /&gt;
Nicht mit Dornen mehr umbunden;&lt;br /&gt;
Kränze schmücken seine Arme,&lt;br /&gt;
Herrlich strahlen seine Wunden.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Jesus löst vom Kreuz die Arme&lt;br /&gt;
Mit den blühenden Girlanden&lt;br /&gt;
Und er schenkt von seinen Wunden&lt;br /&gt;
Süße Düfte auf die Landen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;In dem Himmel wie auf Erden&lt;br /&gt;
Ihm die Knie alles bieget&lt;br /&gt;
Und ich höre eine Stimme:&lt;br /&gt;
„Jesus Christus hat gesieget.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 15. Sonntag: Alles eins im Glauben ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol start=&amp;quot;153&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Wieder sah ich Berg und Kirche&lt;br /&gt;
Mit dem herrlichen Portale;&lt;br /&gt;
Doch der Weg hinauf war steiler,&lt;br /&gt;
Als die beiden ersten Male.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Zu dem goldenen Portale&lt;br /&gt;
Reihen Hallen sich und Mauem,&lt;br /&gt;
Fest aus gold’nem Guß gefüget,&lt;br /&gt;
Um Jahrtausende zu dauern.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Herrlich in der Himmelswölbung&lt;br /&gt;
Hat die Kuppel sich erhoben&lt;br /&gt;
Und das Kreuz, das Welt&lt;br /&gt;
Und Satan überwunden, steht hoch oben.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Meine Augen überraschen jetzt&lt;br /&gt;
Drei Tempel in dem einen,&lt;br /&gt;
Die vereint und doch geschieden&lt;br /&gt;
Als ein Ganzes mir erschienen.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Links ist Gott des Vaters Tempel.&lt;br /&gt;
Rechts der Tempel von dem Worte;&lt;br /&gt;
Mitten strahlt des Geistes Kirche&lt;br /&gt;
In dem heiligen Gnadenorte.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;In den dreien Kirchen sah ich&lt;br /&gt;
In anbetendem Vereine&lt;br /&gt;
Mit den Engeln und den Heil’gen&lt;br /&gt;
Die andächtige Gemeinde.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Alle Gläubigen und Frommen&lt;br /&gt;
Jeden Ranges, jeden Standes,&lt;br /&gt;
Jeden Alters und Geschlechtes,&lt;br /&gt;
Jeden Weltteils, jeden Landes.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Alle Gläubigen und Frommen&lt;br /&gt;
Jeden Ranges, jeden Standes,&lt;br /&gt;
Jeden Alters und Geschlechtes,&lt;br /&gt;
Jeden Weltteils, jeden Landes.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Wer zum Geist ruft, ehrt den Vater;&lt;br /&gt;
Wer den Sohn ehrt, dient dem Geiste:&lt;br /&gt;
Niemand kann zu einem flehen,&lt;br /&gt;
Der nicht Dreien Ehrfurcht leiste.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Zur Monstranze wählt die Jugend&lt;br /&gt;
Sich des Waldes schönste Fichte;&lt;br /&gt;
Und es strahlt im grünen Zelte&lt;br /&gt;
Jesu Herz in mildem Lichte&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Und es wirft die hellsten Strahlen&lt;br /&gt;
Auf die Lande nah und ferne&lt;br /&gt;
Und erquickt mit seiner Wärme&lt;br /&gt;
Auch des Himmels weit’ste Sterne.&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;Hochentzückt von dem Gesichte&lt;br /&gt;
Sank ich auf die Tempelstufen&lt;br /&gt;
Und in Preis und Dank ergossen,&lt;br /&gt;
Hat mein Herz zu Gott gerufen:&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;poem&amp;gt;„O wie fromm ist diese Jugend!&lt;br /&gt;
O wie fromm die ganze Herde!&lt;br /&gt;
O wie herrlich ist die Wohnung&lt;br /&gt;
Meines Gottes auf der Erde!“&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bekh1980&amp;quot;&amp;gt;Bekh, Wolfgang Johannes: Das dritte Weltgeschehen. Pfaffenhofen 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
# Weigl, Pfarrer A. M.: Blicke in die Zukunft von Segensfahrer Handwercher. Altötting 1973.&lt;br /&gt;
# Ramsauer, Josef. Das soll werden. Straubing 2007.&lt;br /&gt;
[[Category:Primärmaterial]]&lt;br /&gt;
[[Category:Prophezeiung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Taurec</name></author>
	</entry>
</feed>