Merkwürdige Prophezeiungen des 104 jährigen Alpenschäfers Hanns Tob. Velten (Schauungen & Prophezeiungen)

Fred Feuerstein @, Mittwoch, 20.01.2010, 23:25 vor 4290 Tagen (7166 Aufrufe)

Hallo,
Bisher hatten wir von dieser Prophezeiung nur die gekürzte Ausgabe in Sven Loerzers Buch "Visionen und Prophezeiungen" von 1989. Taurec hat diesen Text in seine Quellensammlung aufgenommen https://schauungen.de/prophwiki/index.php?title=Hanns_Tobias_Velten Es ist mir gelungen an das Original von 1865 zu kommen, und ich habe beim schnellen Durchlesen schon einige sehr interessante Passagen entdeckt, die im Original enthalten waren. Z.B.: "...Ein Erdbeben hat sein Gericht gehalten und am Himmel sieht man zwei Neben-Sonnen in mattrothem Schein links und rechts von der halbverschleierten wahren Sonne...."
Die im Original vorhandenen Passagen habe ich rot eingefärbt.

Ich habe die Ausgabe von 1868 an Taurec gesendet. Vllt. findet sich hier jemand die fehlenden Passagen in den Loerzer Text einzufügen (na, wer opfert sich? Sind insgesamt nur 31 Seiten, von denen ich schon 8 Seiten ergänzt habe s.u.)möglicherweise wird dann der Text in sich verständlicher !>


1. Zuerst die Einleitung von Sven Loerzer 1989:
Die Prophezeiung des Alpenschäfers
Hanns Tobias Velten

„Merkwürdige Prophezeiungen des 104jährigen Alpenschäfers Hanns To-
bias Veiten" über die Jahre 1865 bis 1877 finden sich in einer kleinen Bro-
schüre, die im 19. Jahrhundert gedruckt worden ist. Diese Quelle enthält
einige Vorhersagen, die sich in der Geschichte belegen lassen. Ob es sich
dabei tatsächlich um eine echte Prophezeiung oder doch nur um eine später
zusammengestellte Fassung der Geschichte in Prophezeiungsform handelt,
ist aufgrund der nicht zu klärenden Umstände der Herkunft nicht zu beant-
worten. Da es eine sehr ausführliche Darstellung zum Teil in übertrieben ge-
zeichneten Bildern für einen nur kleinen Zeitraum ist, so sollen nur einige wichtige Vorhersagen belegt werden.

Im Jahr 1868, mit dem die Prophezeiung begann, herrschte tatsächlich noch
Frieden. Der Krieg zwischen Preußen und Frankreich 1870/71 scheint sich in
dramatischer Schilderung widerzuspiegeln. Gleichzeitig aber finden sich
neben diesen Punkten düstere Beschreibungen, die an Endzeitvisionen erin-
nern („Vom Himmel fallen heiße Tropfen", „eine allgemeine Sterblichkeit
reißt ein").


Auf diese Weise scheinen sich tatsächlich belegbare Ereignisse, wie etwa der
russisch-türkische Krieg 1877 („zahlreiche russische Heere stürmen gegen
Konstantinopel") unter Neutralität Österreichs, anzukündigen („Österreich
erhält zum Lohn für seine Beihilfe große Länderstrecken weit hinunter an
der Donau": der Zugriff auf Bosnien und Herzegowina für die Neutralitäts-
zusage an Rußland).


2. Das Original von 1868 S. 8 - 15:
… Aber die übrig geblieben erholten sich allmälig wieder, denn mit der zweitem nachfolgenden Ernte hatte der Mangel sein Ende erreicht.
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Als hätten sie alles vergessen und sei das harte Strafgericht nur ein böser Traum gewesen, welchen man nach dem Erwachen nicht mehr achte, begann bald das alte Leben und Treiben wieder. In Weltlust und Freude stürzte sich wieder alles, Reiche. wie solche, die von der Hand zum Munde leben. Völlerei und Unzucht, in Städten wie auf dem Lande rissen wieder ein und mit dem Segen des Himmels wurde nach wie vor Mißbrauch getrieben, während die Kirchen leer standen. oder nur besucht wurden, um dort in Kleiderpracht Hoffart zu treiben. Schon zog sich wieder langsam am Himmel ein Wölkchen herauf, das immer größer und größer wurde, aber noch reifte eine dritte Ernte heran, ehe es sich ganz ausbreitete und zu einem grauen Schleier wurde, der wieder aschgrau sich über das Land ausbreitete. Die Menschen gewahren es nicht und leben in ihrem Treiben fort. Endlich rötet sich der graue Himmel an einer Stelle, ein feuriger Kern wird sichtbar dunkelrot glühend und wächst, bis
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er wie eine feurige Rute sich von einem Ende bis zu dem andern zieht. Die Ängstlichen beginnen nachdenklich zu werden und ein unheimliches Grauen ergreift sie - der Leichtsinn spottet der drohenden Erscheinung - die frommen Gelehrten schlagen in ihren Büchern und alten Chroniken nach und wissen nicht. wie sie es anders zu deuten haben. als auf einen Vorboten von besonderen unglücklichen Ereignissen, welche die nächste Zukunft bringen werde nach dem Vorgange früherer Jahrhunderte. Die sich aber weise und klug dünken, sprechen: was geht dieser Komet unsere Erde an, der gehört nicht zu unserer Welt und kann uns keinen Schaden bringen. Da auf einmal wehen heiße Winde, die Luft wird dick und ein Schwefelgeruch haucht aus ihr. Viele Quellen versiegen und an vielen Stellen sprudelt heißes Wasser hervor. Plötzlich tönt es wie ferner. dumpfer Donner, der Himmel steht ganz in Flammen und blutrote Wolken fliegen über das Land. Jetzt erdröhnt der Erdboden, er beginnt an vielen Stellen sich zu regen und zu winden -dam folgen
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einige furchtbare Stöße und Hunderte von Städten, Dörfern und Schlössern stürzen ganz oder halb zusammen oder versinken in weit geöffnete Schluchten. Ein Erdbeben hat sein Gericht gehalten und am Himmel sieht man zwei Neben-Sonnen in mattrothem Schein links und rechts von der halbverschleierten wahren Sonne. O! welch Gewinsel und Gestöhn, welch herzzerreißendes Gewimmer dringt allwärts in mein Ohr, denn Hunderttausende von Menschen, Alt und Jung, Männer, Weiber, Kinder, 1iegen erschlagen oder krümmen sich winselnd mit zerschellten Gliedmaßen unter den eingestürzten Mauern und Dächern und Überall schlägt des Feuers Lohe in riesigen Säulen zum Himmel auf. Wer sich retten konnte, hat nur das nackte Leben gerettet und sucht Schutz in den Wäldern und verschonten kleinen Hütten. Dahin ist so viele Pracht des Landes, der Besen der Zerstörung hat sie hinweggefegt, wie ein Tyrus und Sidon, wie Ninive und Babylon, die unermeßlich reichen und großen Städte. Zerstört ist so vieles schöne Land durch den Einsturz von
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Felsen, welche die Thäler füllen
Jammernd schleichen die Menschen umher und bangen jede neue Stunde, daß das Erdbeben sich wiederhole und sie von der Erde vertilge. Da klärt sich der Himmel wieder auf. die Luft wird rein und frisch – allüberall beginnt es in neuer Hoffnung sich wieder zu regen. Ich sehe vor meinen Blicken die Menschen wie Ameisen hin und her rennen, denen man ihren Bau zerstört, um diesen wieder herzustellen. Bald glänzen wieder von weiß schimmernden Palästen die Städte, die Dörfer erheben sich neu an der Stätte der verfallenen Trümmer, die Spuren der Verwüstung werden hinweggeräumt und über den Gräbern der Umgekommenen wuchert üppig das Gras.
Zwei reiche Ernten sehe ich hintereinander und in den Weinländern können die Leute nicht genug Fässer auftreiben, um den Segen des Himmels aufzubewahren, der als Honigseim von der Ke1ter trieft. Gleichfalls sind die Scheunen gefüllt mit Futter in Hülle und Fülle für das Vieh. In allen Werkstätten rührt es sich munter und
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fröhlich, denn alles hat sich wieder erholt und immer mehr verschwinden die letzten Spuren der Trümmer aus der Zeit des schrecklichen Erdbebens, indem stattliche Häuser sich über ihnen erheben. Ebenso rauchen wieder die hohen Kamine der zahlreichen, großartigen Fabriken in allen Ecken und Enden. Worin Tausende und Abertausende von Arbeitern beiderlei Geschlechts ihr hinreichendes Brot finden.Die Lastwagen knarren unter ihren schweren Gütern, die hin und her durch die Länder die Waaren führen trotz den Eisenbahnen, auf welchen das Gut einer halben welt dahin rollt und hunderttausende von Menschen fliegen auf ihr in Geschäft und Verkehr die Kreuz und die Quere. Aber wie an einem schönen Sommermorgen alles in Pracht und Herrlichkeit sprießt und treibt, die Aehren des Feldes wie ein gelbes Meer wogen, die Bäume zu einem reichen Ertrag die Früchte angesetzt haben und die Ströme und Flüsse lustig dahin rollen, indessen der Mensch voller Freude seine Blicke umherschweifen läßt auf die reiche,
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schöne Natur
- so folgt doch oft ein entsetzlicher Abend. Ein einziges Furchtbares Gewitter mit Hagel hat alles zerschlagen, vernichtet und jammernd blickt der Mensch auf die verwüstete Natur und in die bange Zukunft. Ein schreckliches Bild sehe ich entfalten. Blitz und Donner des Krieges erschreckt das Land und zahllose Wogen fremden Kriegsvolkes strömen über die Grenzen von Aufgang und Niedergang der Sonne. Über alle Gauen wälzt sich das Verderben und macht sie zu blutigen Schlachtfeldern, wo Tausende hingewürgt werden. Wo sonst der Pflug den Boden aufriß, ihm das Saatkorn anzuvertrauen, reißt die schwere Kugel nun lange Furchen, darinnen die frischen Leichen sich betten, wo die Sense und Sichel den Halm niedermähten, arbeitet die Schärfe des Schwerts und legt Garben von erschlagenen Menschen zusammen, wo sonst still und friedlich aus den Hütten der Rauch der Kamine aufstieg, vermischen sich jetzt schwarze Rauchwolken mit dem Feuer, das Tausende von Dörfern in Asche legt. Vom schweren Tritt der
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Bewaffneten und unter dem eisernen Huf der Rosse wird die Ernte zertreten und vom Hunger und Mutwillen roher Kriegshaufen alle Lebensmittel aufgezehrt und verdorben. Unschuld und Ehen werden geschändet – obdachlos und halbnackt irren die Bewohner umher. Aus den verwesenden Leichnamen aber, die nicht alle begraben werden können, steigen giftige Dünste auf, verpesten die Luft und schreckliche Krankheiten raffen noch mehr Menschenleben hinweg. als das Schwert, das Feuer und der Hunger. Erst nach drei Jahren ziehen die letzten Kriegshaufen aus dem verödeten Lande, die Blüte, die Jugend des Volkes hat das Schwert hinweggerafft, die anderen siechen an Krankheiten dahin und suchen als Krüppel ihre Heimat, die sie oft nicht mehr kennen, so sehr hat der Krieg alles umgestaltet …

mit freundlichen Grüßen
Fred

--
Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. (Karl Valentin)

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Danke, Fred!!!

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 21.01.2010, 00:07 vor 4290 Tagen @ Fred Feuerstein (5599 Aufrufe)

Du bist 'ne Wucht!

Das hilft uns weiter.

Hier gibt es den Text.

(So, jetzt erstmal durchlesen...)

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Nebensonnen

BBouvier @, Donnerstag, 21.01.2010, 00:08 vor 4290 Tagen @ Fred Feuerstein (6094 Aufrufe)

Ein Erdbeben hat sein Gericht
gehalten und am Himmel sieht man zwei Neben-Sonnen in mattrothem
Schein links und rechts von der halbverschleierten wahren Sonne...."


Wikipedia:
=>
"Hervorgerufen werden Nebensonnen wie alle Haloerscheinungen
durch Brechung und Spiegelung von Licht
an hexagonalen Eiskristallen.
Für Nebensonnen sind dabei dünne Eisplättchen verantwortlich,
die sich in ruhiger Luft horizontal ausrichten.
Sie stellen für das Sonnenlicht ein natürliches Prisma dar."

[image]

Bringt uns die "halbverschleierte Sonne"
in Verbindung mit "Eiskristallen" witer?

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: "Nebensonnen"

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 21.01.2010, 03:12 vor 4290 Tagen @ BBouvier (5553 Aufrufe)

Hallo Fred, hallo BBouvier!

> Ein Erdbeben hat sein Gericht
[quote]gehalten und am Himmel sieht man zwei Neben-Sonnen in mattrothem
Schein links und rechts von der halbverschleierten wahren Sonne...."[/quote]

Wikipedia:
=>
"Hervorgerufen werden Nebensonnen wie alle Haloerscheinungen
durch Brechung und Spiegelung von Licht
an hexagonalen Eiskristallen.
Für Nebensonnen sind dabei dünne Eisplättchen verantwortlich,
die sich in ruhiger Luft horizontal ausrichten.
Sie stellen für das Sonnenlicht ein natürliches Prisma dar."

Erst mal ein herzliches Dankeschön an Fred.
Es ist einfach nicht zu fassen, daß hier jemand
noch 2010 auf "neue" Original-Quellen stößt.

Also, mit "Nebensonnen" (*schluck*) sind in diesem Falle
vermutlich Impakt-Körper gemeint, da Haloerscheinungen
der Sonne nur Luftspiegelungen sind im weitesten Sinne
und diese vom Licht-Spektrum her uns ähnlich erscheinen.
Also weiß-gelb und nicht mattrot.
Hab selbst sowas nie gesehen, außer von Photos her.

In diesem Fall bin ich mal der größere Impakt-Freak
von uns beiden, BBouvier.;-)
=> Zumal die Erscheinung mit einem starken Erdbeben
einhergeht.
Die zweite "Nebensonne" könnte der lädierte Mond sein.

Wußtet Ihr, daß "blue moon" auf Englisch eine Halo-Erscheinung
des Mondes bedeutet?
War angeblich an Sylvester an ein paar Stellen zu beobachten.
Dachte bisher, die Bedeutung "blue moon" fände sich
irgendwo in der Kuschelecke oder so ähnlich.

Grüße,
Eyspfeil

Nachtrag zu den Nebensonnen

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 21.01.2010, 04:54 vor 4290 Tagen @ Eyspfeil (5405 Aufrufe)

Hallo!

Ein Nachtrag noch zu den Nebensonnen: selbst
die Halos von Sonne und Mond, also Nebensonnen
oder -Monde galten in früheren Jahrhunderten
als ausgesprochen böse Omen, für Kriege also etc.

Grüße,
Eyspfeil

blue moon

Franz Liszt @, Samstag, 23.01.2010, 20:10 vor 4288 Tagen @ Eyspfeil (5151 Aufrufe)

Hallo Eyspfeil,

Deine Deutung des blue moon konnte ich auf die schnelle nicht finden. Bekannt ist mir diese:

A blue moon is an "extra" full moon in years that have thirteen full moons. Most years have twelve full moons which occur approximately monthly, but in addition to those twelve full lunar cycles, each solar calendar year contains an excess of roughly eleven days compared to the lunar year of 12 lunations. The extra days accumulate, so every two or three years (7 times in the 19-year Metonic cycle), there is an extra full moon.

wikipedia

once in a blue moon = alle Jubeljahre

leo.org

Gruß franz_liszt

Blue Moon Daten

Franz Liszt @, Samstag, 23.01.2010, 20:17 vor 4288 Tagen @ Franz Liszt (5104 Aufrufe)

Die Daten für "gemogelte Monde" sind interessant:

Two full moons in one month:

* 2009: December 2; December 31 (combined with a partial lunar eclipse visible in some parts of the world)
* 2012: August 2, August 31
* 2015: July 2, July 31

Gruß franz_liszt

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3 "Sonnen"-Himmelskörper zugleich am Himmel

BBouvier @, Samstag, 23.01.2010, 22:49 vor 4287 Tagen @ Franz Liszt (5382 Aufrufe)

Hallo Eyspfeil,

Deine Deutung des blue moon konnte ich auf die schnelle nicht finden.
Bekannt ist mir diese:

A blue moon is an "extra" full moon in years that have thirteen full
moons. Most years have twelve full moons which occur approximately monthly,
but in addition to those twelve full lunar cycles, each solar calendar year
contains an excess of roughly eleven days compared to the lunar year of 12
lunations. The extra days accumulate, so every two or three years (7 times
in the 19-year Metonic cycle), there is an extra full moon.

wikipedia

once in a blue moon = alle Jubeljahre

leo.org

Gruß franz_liszt

Hallo, Franz!

Jetzt musst Du uns nur noch erklären,
was entweder am Himmel beobachtete
- 3 Himmelskörper gleichzeitig am Himmel
oder aber
- ein Halo-Effekt der Sonne durch Eiskristalle

...denn mit 13 rein rechnerischen Vollmonden/Jahr zu tun haben sollen.

Gruss,
BB

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: Bedeutung "Blue Moon"

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 25.01.2010, 15:31 vor 4286 Tagen @ Franz Liszt (5149 Aufrufe)

Hallo Franz Liszt!

Hallo Eyspfeil,
Deine Deutung des blue moon konnte ich auf die schnelle nicht finden. Bekannt ist mir diese:
A blue moon is an "extra" full moon in years that have thirteen full moons. Most years have twelve full moons which occur approximately monthly, but in addition to those twelve full lunar cycles, each solar calendar year contains an excess of roughly eleven days compared to the lunar year of 12 lunations. The extra days accumulate, so every two or three years (7 times in the 19-year Metonic cycle), there is an extra full moon.
wikipedia
once in a blue moon = alle Jubeljahre

Im wikipedia steht die
genaue Bedeutung: zwei Vollmonde innerhalb eines Monats.
Zumeist hat das Jahr 12 Vollmonde, manchmal durch eben die
zwei Vollmonde pro Monat, 13 Vollmonde.
Und dieser 13.Vollmond ist der "blue moon".

Erinnert mich doch beinahe wieder an die "zwei Vollmonde in
einem Blütemonat" von Don Bosco.
Aber schlafende Hunde möchte ich jetzt nicht wecken
inmitten des böhsen Winters.:-D

Mfg,
Eyspfeil

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Schon geweckt, Du...

BBouvier @, Montag, 25.01.2010, 17:17 vor 4286 Tagen @ Eyspfeil (5057 Aufrufe)


<"Erinnert mich doch beinahe wieder an die "zwei Vollmonde in
einem Blütemonat" von Don Bosco.
Aber schlafende Hunde möchte ich jetzt nicht wecken."?

...Unseliger, Du! :-D

Für Unkundige:

Obige Übertragung "Bosco" ins Deutsche ist irrig.
Dort steht hingegen, dass "danach" zwei (Voll)Monde (= Monate!)
(nach Jahresbeginn) verstreichen und dann (also im italienischen
Blütemonat März) ... etc ...

Gruss,
BB

--
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Vollmonde

Mirans @, Baden-Württemberg, Montag, 25.01.2010, 19:05 vor 4286 Tagen @ BBouvier (5107 Aufrufe)

> Für Unkundige:
[quote]
Obige Übertragung "Bosco" ins Deutsche ist irrig.
Dort steht hingegen, dass "danach" zwei (Voll)Monde (=
Monate!)
(nach Jahresbeginn) verstreichen und dann (also im italienischen
Blütemonat März) ... etc ...

Gruss,
BB
[/quote]

Hallo BB,

bitte nicht aus dem Gedächtnis zitieren. Diese Fähigkeit lässt im fortgeschrittenen Alter stark nach.
Außerdem bitte Originalzitate bringen.

In unserem Fall ist eindeutig von "zwei Vollmonden DES Blütenmonats" die Rede (il plenilunio = der Vollmond).
Ein "und dann" ist im Original nicht zu finden.
Das Thema hatten wir früher schon durchgekaut:

„...L'iniquità è consumata; il peccato avrà fine e, prima che trascorrano due pleniluni del mese dei fiori,
l'iride di pace comparirà sulla terra....“

Quelle: www.unavox.it/017b.htm

„...Die Ungerechtigkeit/Bosheit ist vorbei; die Sünde wird ein Ende haben und,
bevor zwei Vollmonde des Blütenmonats vergehen, wird der Regenbogen
des Friedens auf der Erde erscheinen....“

Gruß
Mirans

--
"Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind, und ihre Stimmen zählen genau wie unsere." - Albert Einstein
http://psiram.com/index.php?lang=de

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schwadronierend-bigotte Blümchendiktion

BBouvier @, Montag, 25.01.2010, 19:54 vor 4286 Tagen @ Mirans (5090 Aufrufe)
bearbeitet von Moderator, Montag, 25.01.2010, 22:38

> Für Unkundige:


Obige Übertragung "Bosco" ins Deutsche ist irrig.
Dort steht hingegen, dass "danach" zwei (Voll)Monde (=
Monate!)
(nach Jahresbeginn) verstreichen und dann (also im italienischen
Blütemonat März) ... etc ...

Gruss,
BB[/i]


Hallo BB,

bitte nicht aus dem Gedächtnis zitieren. Diese Fähigkeit lässt im
fortgeschrittenen Alter stark nach.
Außerdem bitte Originalzitate bringen.

In unserem Fall ist eindeutig von "zwei Vollmonden DES
Blütenmonats"
die Rede (il plenilunio = der Vollmond).
Ein "und dann" ist im Original nicht zu finden.
Das Thema hatten wir früher schon durchgekaut:

„...L'iniquità è consumata; il peccato avrà fine e, prima che trascorrano
due pleniluni del mese dei fiori,
l'iride di pace comparirà sulla terra....“

Quelle: www.unavox.it/017b.htm

„...Die Ungerechtigkeit/Bosheit ist vorbei; die Sünde wird ein Ende haben
und,
bevor zwei Vollmonde des Blütenmonats vergehen, wird der Regenbogen
des Friedens auf der Erde erscheinen....“

Gruß
Mirans


Ja.
Ich weiss.
Jedoch ist nicht davon auszugehen, hier sei
geheimnisvoll als Botschaft ein präzise Jahr
hineinverschlüsselt worden, sondern es handelt
sich dabei schlicht um:
"Gleich im neuen Jahre"...und zwar dann,
wenn es eben einstmals soweit sein wird.
Nämlich noch bevor dann mal die Blumen blühen werden,
im dritten Monat.
Bevor 2 Monde vergangen sein werden:
"bevor zwei Vollmonde.....vergehen"
Und worauf dann der Blütemonat folgt.
=>
BEVOR!...zwei Vollmonde...

Und das wars auch schon.
(ist möglicherweise grammatisch nicht grad
genial dekliniert)

Und dort lese ich keinen expliziten Hinweis
auf ein bestimmtes Jahr,
- wegen seiner astronomischen Seltenheit -
in dem sich etwas ereignen sollte.
Sondern das ist eine ganz lapidare Aussage
in schwadronierend-bigotter Blümchendiktion.

Worauf ich hinaus will:
Bei solchen Texten, die vor Niederschrift
durch Sonstwen durchaus durch x-viele Köpfe
gegangen sein können, ist es nicht zielführend,
auf eine wörtliche Übersetzung abzuheben,
die den Gesamtsinn ausseracht lässt.
Und allein auf "Deklination" abzuheben.

Beispiel, analog oben:
(Genitiv- Dativ)

"Schau mal Karlchen - diese goldene Uhr
von meinem Vater!"

"Oh! - wann hat er die Dir denn geschenkt?>"
(und das ist die grammattisch-korrekte Aussage obigen Satzes!)

"Nööö...wieso kommst Du denn auf diesen schrägen Trichter?
Ich meinte:
"Schau mal Karl - diese goldene Uhr meines Vaters."

Und das ist der tatsächliche Inhalt.
Und auch logisch.

Übertragen auf oben, "richtig":
"...bevor zwei Vollmonde beim Blütemonat
vergehen/vergangen sind..."

Gruss,
BB

--
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au clair de la lune

detlef @, Montag, 25.01.2010, 23:01 vor 4285 Tagen @ BBouvier (5002 Aufrufe)

Das Thema hatten wir früher schon durchgekaut:

„...L'iniquità è consumata; il peccato avrà fine e, prima che

trascorrano

due pleniluni del mese dei fiori,
l'iride di pace comparirà sulla terra....“

„...Die Ungerechtigkeit/Bosheit ist vorbei; die Sünde wird ein Ende

haben

und,
bevor zwei Vollmonde des Blütenmonats vergehen, wird der Regenbogen
des Friedens auf der Erde erscheinen....“

Jedoch ist nicht davon auszugehen, hier sei
geheimnisvoll als Botschaft ein präzise Jahr
hineinverschlüsselt worden, sondern es handelt
sich dabei schlicht um:
"Gleich im neuen Jahre"...und zwar dann,
wenn es eben einstmals soweit sein wird.
Nämlich noch bevor dann mal die Blumen blühen werden,
im dritten Monat.
Bevor 2 Monde vergangen sein werden:
"bevor zwei Vollmonde.....vergehen"
Und worauf dann der Blütemonat folgt.
=>
BEVOR!...zwei Vollmonde...

moin,

vom wiederholen wirds nicht richtiger.

„...L'iniquità è consumata(Die Ungerechtigkeit/Bosheit ist vorbei); il peccato avrà fine(die Sünde wird ein Ende haben) e, prima che trascorrano(bevor vergangen sind)
due pleniluni(zwei vollmonde) del mese dei fiori(DES monates der blueten), l'iride di pace comparirà sulla terra(wird der Regenbogen des Friedens auf der Erde erscheinen)....“

ohne jeden zweifel ist hier die rede von zwei maerz-vollmonden.
(nicht die platte feststellung, dass nach zwei monaten der maerz kaeme)

man koennte meiner meinung nach drueber streiten, ob hier nun wirklich zwei vollmonde in ein und dem selben maerz gemeint sind.
der satzform nach waere es auch denkbar, dass unter bezug auf irgend ein ereigniss davon die rede sein koennte, dass danach erst zweimal der maerz vorbei sein muesse, bevor der friedensbogen erscheint.

oder notfalls gaebe die wortwahl/stellung auch noch ein "zwei vollmonde nach maerz..." her.
aber, die erklaerung, dass der maerz zwei vollmonde nach jahresbeginn liegt, ist da nun wirklich nicht drin.

gruss,detlef

Italienisch-Kenntnisse gefragt beim Don Bosco...

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Dienstag, 26.01.2010, 00:19 vor 4285 Tagen @ detlef (5008 Aufrufe)

Hallo Detlef und BBouvier!

„...L'iniquità è consumata(Die Ungerechtigkeit/Bosheit ist vorbei); il peccato avrà fine(die Sünde wird ein Ende haben) e, prima che trascorrano(bevor vergangen sind)
due pleniluni(zwei vollmonde) del mese dei fiori(DES monates der blueten), l'iride di pace comparirà sulla terra(wird der Regenbogen des Friedens auf der Erde erscheinen)....“

Interessannt, bedeutet denn "mese dei fiori" wirklich exakt und
konkret
den Monat März, und nicht März, April, oder Mai?
Denn die sind auch Blütemonate im engeren Sinn.

Selbst wenn Don Bosco einen blauen Mond meinte, ich hab mal
nachgeschaut in den Ephemeriden: erst 2026 gibt es zwei
Vollmonde im Monat Mai.
Für den April fand ich überhaupt nichts, und für den März
meines Wissens auch nicht für Jahrzehnte.
(Werde nochmals nachsehen.)
Wäre also nur von Belang, wenn die Ereignisse erst in den
20er Jahren stattfänden.

Grüße,
Eyspfeil

Sachliches zu 2 Vollmonden in einem März

RichardS @, Dienstag, 26.01.2010, 13:11 vor 4285 Tagen @ Eyspfeil (5074 Aufrufe)

Selbst wenn Don Bosco einen blauen Mond meinte, ich hab mal
nachgeschaut in den Ephemeriden: erst 2026 gibt es zwei
Vollmonde im Monat Mai.
Für den April fand ich überhaupt nichts, und für den März
meines Wissens auch nicht für Jahrzehnte.
(Werde nochmals nachsehen.)
Wäre also nur von Belang, wenn die Ereignisse erst in den
20er Jahren stattfänden.

Grüße,
Eyspfeil

Moin Eyspfeil,

hier kannst Du nachsehen:

http://www.vollmond.info/de/vollmond-kalender/2018.html

Der Monat März im Jahr 2018 hat zwei Vollmonde:

Freitag, 2. März 2018, 01:51:24 Uhr
Samstag, 31. März 2018, 14:36:54 Uhr

(Der Januar im Jahr 2018 übrigens auch, aber der ist ja wohl kein Blütemonat, es sei denn "danach" wäre auch das anders.)

In die Diskussion - ob es sich um "frömmelnde Symbolik" oder "Sachaussagen" handelt (siehe Beitrag BB) - will ich mich mangels Kenntnis nicht einmischen.

Gruß
Richard

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Gesamtaussage

BBouvier @, Dienstag, 26.01.2010, 00:20 vor 4285 Tagen @ detlef (5077 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 26.01.2010, 00:26

<"die erklaerung, dass der maerz zwei vollmonde nach jahresbeginn liegt, ist da nun wirklich nicht drin."?

Stimmt!
Hingegen, dass im Nachkriegsjahr, bevor zwei volle Monde vergehen
(und der Blütenmonat ansteht), alles schon gegessen ist!


Falls "Wer" auf ein Jahr mit einer astronomischen
Seltenheit zwecks Datierung hinweisen wollte,
dann lautete die Formulierung etwa folgendermassen:
"Im Folgejahr des Krieges hat der Blütemonat zweimal Vollmond."

Und das steht dort eben nicht.

Liest man nämlich den ganzen Text um den Sinn
zu erfassen und betrachtet nicht nur mit einer Lupe isoliert
das "s" des Genitivs (= mechanische Rechner-Übersetzung),
dann bleibt eben nur eine flache religöse Schwadronade
ganz platten Inhaltes,in der aber auch gar nichts darauf hinweist,
der Verfasser hätte beabsichtigt, oder wüsste gar,
auf welches Datum diese völlig unwesentliche Randerscheinung
- nämlich das Frühjahr nach dem Feldzuge -
denn fiele.

Ich sag doch:
=>
Eine völlig inhaltsleere, religiös-verzückte Schwadronde.
In die man nichts hineingeheimnissen sollte.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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reine Symbolik

BBouvier @, Dienstag, 26.01.2010, 03:50 vor 4285 Tagen @ BBouvier (5095 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 26.01.2010, 03:56

Im Netz habe ich folgende (Gesamtaussage?) gefunden:
=>
"Die Dinge folgen einander nur langsam. Aber die erhabene Königin des Himmels ist gegenwärtig. Die Macht des Herrn ist in seinen Händen. Er zerstreut wie Nebel seine Feinde. Er bekleidet von neuem den ehrwürdigen Greis mit allen seinen alten Gewändern.
Noch ein heftiger Sturm wird kommen. Die Bosheit ist vollendet, die Sünde wird zu Ende sein, und ehe zwei Vollmonde des Blütemonats vergehen, wird der Regenbogen des Friedens auf der Erde erscheinen.“

Und Niemand käme wohl auf die Idee,
das alles als "mechanische" Realität zu betrachten,
so dass zu fragen wäre:
- wo wird die "Königin des Himmels" gegenwärtig sein?
* nur in Kirchen?
* auch z.B. in Lappland und Timbuktu?
* wie macht sie das gleichzeitig?
* in den Herzen?...und genau wo dort?
* wird man ihr die Hand geben können?
- was ist "zerstreut wie Nebel"?
* zerstreut der Herr die Feinde mit Maschinengewehren?
* oder schlägt er sie mit Blindheit?
* werden alle Nichtkatholiken wahnsinnig?
- aus welcher Himmelsrichtung kommt der Sturm?
* welche Windstärke kann man vermuten?
* handelt es sich um einen Orkan?
* welche Schäden wird er verursachen?
- welche Sünde wird zuende sein?
- und wessen Sünde?
- wie gross sind die Hände des Herrn?
- wie alt sind die Gewänder?
- was sind "alle" Gewänder?
* gehören auch die Schuhe dazu?
- wie können 2 Vollmonde "vergehen"?...schmilzt der Mond 2x?
- welche Monate sind Blütenmonate?...ist der Juli
vielleicht auch noch so einer?
- wieviel Meter im Durchmesser misst der Regenbogen?
- kann man ihn gleichzeitig überall auf der Erde sehen?
- und - falls ja - auch nachts?
- was ist sich unter einem "Regenbogen des Friedens" zu denken?
- und so weiter und so weiter...!!

Das ist alles schiere frömmelnde Symbolik.

Und es handelt sich dabei doch nicht um Sachaussagen!

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

fragen, bis keiner mehr fraegt...

detlef @, Dienstag, 26.01.2010, 15:13 vor 4285 Tagen @ BBouvier (4946 Aufrufe)

... und du hast mal wieder mit deiner langen liste dadaistischer fragen das thema so laecherlich gemacht, dass niemand mehr lust haben wird, weiter drueber nachzudenken.

grins,detlef

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Frömmelnde Symbolik allein ist nicht die Lösung

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 26.01.2010, 18:25 vor 4285 Tagen @ BBouvier (4992 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Dienstag, 26.01.2010, 18:39

Hallo!

"Die Dinge folgen einander nur langsam. Aber die erhabene Königin des Himmels ist gegenwärtig. Die Macht des Herrn ist in seinen Händen. Er zerstreut wie Nebel seine Feinde. Er bekleidet von neuem den ehrwürdigen Greis mit allen seinen alten Gewändern.
Noch ein heftiger Sturm wird kommen. Die Bosheit ist vollendet, die Sünde wird zu Ende sein, und ehe zwei Vollmonde des Blütemonats vergehen, wird der Regenbogen des Friedens auf der Erde erscheinen.“

Selbst aus Sicht des Frömmelnden sollte der Satz eine Aussage haben, der wir durch das Erkennen der Frömmelei allein nicht näher kommen.
Wenn es Symbolik ist, wie Du sagst, muß diese eine Bedeutung haben.

Übersetzt, das heißt ohne Frömmelei, steht da nämlich:

Die Sache zieht sich hin.
Höhere Mächte halten ihre Hand über uns.
Die Feinde werden nicht siegen.
Der Papst wird wieder in sein Amt gesetzt.
Eine größere Katastrophe steht uns noch bevor.
Dann hat das Übel ein Ende und es herrscht Frieden.
Am Schluß vergehen zwei Vollmonde des Monats der Blüten.

Wie ist diese letzte Zeile zu verstehen?

Damit ist wohl nicht gemeint:
Der Monat März, denn sonst würde da doch eher stehen: "der zweite Vollmond des Blütemonats/im Blütemonat".
Und damit ist nicht gemeint:
Der Abstand zwischen zwei Vollmonden (ca. 29,5 Tage) in einem Blütemonat, weil diese Monatslänge vom Zeitpunkt im Jahr völlig unabhängig ist und die Nennung des Blütemonats in dem Zusammenhang sinnlos wäre.

Am vorläufigen Ende dieses Teilfadens muß ich konstatieren:
Das Rätsel wurde nicht gelöst.

Also weiter!

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Pyramiden gedanklicher Spitzfindigkeiten

BBouvier @, Dienstag, 26.01.2010, 19:53 vor 4285 Tagen @ Taurec (4979 Aufrufe)

Weisst:
Wir ziehen uns hier an einem einzelnen Genitiv-"s" hoch
und konstruieren nur auf diesem einen Buchstaben
wahre Pyramiden gedanklicher Spitzfindigkeiten -
dabei wissen überhaupt nicht, durch wieviel Köpfe
dieser Text wohl gegangen sein mag,
bevor ihn Jemand dann irgendwann zu Papier gebracht hat.

Dabei ist der Text nur eine religiöse Schwadronade
und insgesamt durchaus auch "richtig", -
jedoch geht man fehl in der Annahme,
darin wäre heimlich eine präzise astronomische
Datierung eingearbeitet worden, die es nun
zu enträtseln gelte.

Und gestern Nacht ist mir nur der Kragen geplatzt. :-D
Um freundliche Nachsicht wird gebeten.

Gruss,
BB

--
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- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
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2 Monate - wenn es dann blüht

BBouvier @, Mittwoch, 27.01.2010, 13:29 vor 4284 Tagen @ Mirans (5438 Aufrufe)
bearbeitet von Moderator, Mittwoch, 27.01.2010, 15:52

> due pleniluni del mese dei fiori..."

Danke, Mirans!

Und ich meine, nun habe ich es:
Es handelt sich um "due plenluni" = 2 Vollmonde
= Vollmondlängen/phasen, also um rund zwei Monate.
Und dann werden die quasiadjektivisch-erklärend ins Jahr gesetzt
Etwa wie: "blütenmonatig".

Vergleich zum Deutschen:
- 2 Altäre prächtigen Anblicks (Genitiv)
- 2 Speisen köstlichen Geschmacks (Genitiv)
- 2 Männer untersetzen Körperbaus (Genitiv)
- 2 Frauen Freude der Betrachter (Genitiv)
- 2 Unfälle des Entsetzens der Zeugen (Genitiv)
- 2 Vollmonde des Monats der Blüten (Genitiv)
=>
Dort steht doch gar nicht: "Blütemonat"!

Beide Monde fallen in die Zeit: "des Monats der Blüten!"
Analog zu:
=>
2 Monate des "Schreckens der Blinden"
2 Monate des "Kampfes der Krieger"
Und nicht "des Kriegerkampfes"!

Und das wars schon.

Es handelt sich nicht um einen "Blütemonat"
mit zwei Vollmonden,
sondern um zwei Vollmonde - in der Zeit des Blühens.

Gruss,
BB

--
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"Del mese dei fiori" könnte Redewendung für den Monat Mai bedeuten

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 28.01.2010, 01:01 vor 4283 Tagen @ Mirans (5024 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 28.01.2010, 01:12

Hallo Mirans!

„...L'iniquità è consumata; il peccato avrà fine e, prima che trascorrano due pleniluni del mese dei fiori,
l'iride di pace comparirà sulla terra....“

Will zwar nichts behaupten, meine aber Anhaltspunkte dafür gefunden
zu haben, daß der italienische Ausdruck "del mese dei fiori" so
etwas wie eine Redewendung darstellt, und zwar ziemlich konkret
auf den Monat Mai (= Maggio) bezogen.

Man beachte z.B. diese italienische Marienseite:
"...un raggio di luce accecante,
che si spegnerà solo dopo ben otto mesi,
alla chiusura del mese dei fiori
dedicato alla Madonna."

Der Mai ist ja bekanntlich seit den Erscheinungen in Fatima, 1917,
der traditionelle Marienmonat, und hier wird etwas beschrieben,
und gleichzeitig darauf hingewiesen, daß der "Blütenmonat"
ebender Madonna gewidmet sei.

Und die Liste geht noch weiter: gurgelt man mit "del mese dei fiori",
dann findet man einige "Verwicklungen" mit "Maggio", mit März und
April (auf italienisch) dagegen kaum.:-D

Selbst wenn Don Bosco recht hat mit seiner Sicht, in einem Mai
mit zwei Vollmonden sei einst das Böse vorüber, also das
nächste Mal 2026, dann ist noch lange nicht gesagt, daß die
3tf unmittelbar davor stattfindet, also konkret im Oktober 2025.

Es könnte sich ebenso um ein eher mittelfristiges Datum handeln,
etwa daß die Ereignisse dann schon 5 oder sieben Jahre vorbei
sind, denn nur ein zeitlicher Abstand von 7 Monaten.

1950 hatte der Monat Mai z.B. ebenfalls zwei Vollmonde, und
der Zusammenbruch war schon ganze fünf Jahre her.;-)

Richard S hat zwar ganz richtig herausgefunden, daß der März
2018 zwei Vollmonde hat, nach Irlmaier hat das entscheidende
Kriegsjahr aber eine Neun am Ende, oder mindestens die Acht,
wenn die Ereignisse beginnen.
Mit den zwei Vollmonden wäre dann spätestens 2017 das 3tf-Jahr.

Falls der ganze Quatsch mit den zwei Vollmonden im Monat
überhaupt stimmt, worauf ich mich auch nicht versteifen
möchte.

Grüße,
Eyspfeil

mese dei fiori

Fred Feuerstein @, Donnerstag, 28.01.2010, 10:28 vor 4283 Tagen @ Eyspfeil (5016 Aufrufe)

Will zwar nichts behaupten, meine aber Anhaltspunkte dafür gefunden
zu haben, daß der italienische Ausdruck "del mese dei fiori" so
etwas wie eine Redewendung darstellt, und zwar ziemlich konkret
auf den Monat Mai (= Maggio) bezogen.
Und die Liste geht noch weiter: gurgelt man mit "del mese dei fiori",
dann findet man einige "Verwicklungen" mit "Maggio", mit März und
April (auf italienisch) dagegen kaum.:-D

Hallo,
Ich weiß auch nicht, warum sich alles hier auf den März versteift.
Einfaches googeln bringt als Treffer immer entweder April, meistens Mai.
Ein Beispiel unter Vielen:"Maggio è il mese dei fiori"http://ioamofirenze.blogspot.com/2007/05/maggio-il-mese-dei-fiori.html
Selbst im wärmeren Italien fängt es frühestens im März an zu blühen.
Das ist aber nicht der Monat der Blüten.
Was die Sache noch schwieriger macht: fiori kann auch mit Blumen übersetzt werden. Dann haben wir mal eine schöne Auswahl an Monaten, gelle...
Wenn man in Betracht zieht, daß auch ein zweiter "Mond" (Komet,Supernova etc.pp) gemeint sein könnte in einem Frühjahr wirds ganz unbestimmt, und, da die Chose dann ja schon vorüber sein soll, für uns nicht mal als Vorzeichen zu gebrauchen...

Ich schließe mich hier der Meinung BB`s an, daß diese Aussage uns prä eventu nicht weiterbringt.

Fazit:
Wohl Zeitverschwendung

mit freundlichen Grüßen
Fred

--
Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. (Karl Valentin)

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ernstlich gerührt

BBouvier @, Donnerstag, 28.01.2010, 11:19 vor 4283 Tagen @ Fred Feuerstein (5121 Aufrufe)

Ich schließe mich hier der Meinung BB`s an, daß diese Aussage uns prä
eventu nicht weiterbringt.

Fazit:
Wohl Zeitverschwendung

mit freundlichen Grüßen
Fred

Oh! - Danke, Fred! :-)

(BB schluchzt gerührt
und schneuzt in den Rockaufschlag)

Ganz abgesehen davon, dass ich der festen Überzeugung bin,
es handele sich dabei schlicht um 2 "Monde" = 2 Monate,
die adjektivisch definiert werden.
Und nicht um einen blütigen Monat mit mehreren Monden.

Grüsse,
BB

--
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- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Blauer Mond: April ist nicht

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 28.01.2010, 12:12 vor 4283 Tagen @ Fred Feuerstein (5014 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 28.01.2010, 12:21

Hallo Fred!

"Hallo,
Ich weiß auch nicht, warum sich alles hier auf den März versteift.
Einfaches googeln bringt als Treffer immer entweder April, meistens Mai.
Ein Beispiel unter Vielen:"Maggio è il mese dei fiori"http://ioamofirenze.blogspot.com/2007/05/maggio-il-mese-dei-fiori.html
Selbst im wärmeren Italien fängt es frühestens im März an zu blühen.
Das ist aber nicht der Monat der Blüten.
Was die Sache noch schwieriger macht: fiori kann auch mit Blumen übersetzt werden. Dann haben wir mal eine schöne Auswahl an Monaten, gelle..."

Den April kannst Du getrost ausschließen, mindestens bis 2050.
Denn so weit 'gehen' meine Ephemeriden, ich konnte absolut
keinen April mit zwei Vollmonden entdecken, in denen.

Dies schließt auch Franz Liszts Beitrag mit ein, den ich
gerade las.
Selbst wenn der April ein "mese dei fiori" ist, gibt es
astronomisch gesehen keinen blaumondigen,
so weit man auch schaut.:-D

Bleibt also nur der Mai, aber wie gesagt: es steht nirgends
geschrieben (bei Don Bosco), daß die zwei Vollmonde kurzfristig
nach den Ereignissen scheinen.
Könnte genausogut sein, daß die Ereignisse Ende des Jahrzehnts
ablaufen, und der Mai 2026 dann gemeint ist.

Falls nicht doch, wie BBouvier meint, ganz einfach
nur der dritte Frühlingsmonat nach dem März die
Übersetzung darstellt, aus dem Italienischen.

Grüße,
Eyspfeil

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adjektivisch zu verstehende Erläuterung

BBouvier @, Donnerstag, 28.01.2010, 14:25 vor 4283 Tagen @ Eyspfeil (5193 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 28.01.2010, 14:31

Falls nicht doch, wie BBouvier meint, ganz einfach
nur der dritte Frühlingsmonat nach dem März die
Übersetzung darstellt, aus dem Italienischen.

Grüße,
Eyspfeil

Hallo, Eyspfeil!

Nein...*gg* : - )

Das hatte ich noch nicht mal in meinen früheren
Überlegungen venitliert.

Sondern ich bin mittlerweile der Auffassung, dass hier nur
- ein wenig verwirrend - 2 Monate als Voll-"Monde"
bezeichnet und dann adjektivisch mit Zusatz
dem Jahresverlauf zugeordnet werden.

Und zwar durch die ausserordentlich unglücklich
gewählte Erläuterung: diese beiden seien "Monat der Blüten".
Also "Blütemonat"
=> Zwei Monate - wenn es dann blüht"

Analog zu:
"2 Monate des `Schreckens der Blinden´"
Und das ist ebenfalls (Singular!) nur ein Schrecken,
(wie "Monat")
...der sich jedoch über längere Zeit hin erstreckt.

Und das sind auch nicht 2 Monate (oder Monde),
die sich im Schrecken zu schaffen machen.
Und wir hätten nun nach einem dazu geeigneten
Schrecken zu forschen.
In dem sich 2 Vollmonde zeitgleich tummeln.

Und die Aussage hat unter dem Strich
- ein wenig prosaisch - lediglich den Inhalt:
"Noch bevor es dann einst ordentlich blüht,
ist alles schon gegessen."

Hier lang:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=7079

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: adjektivistisch zu verstehende Erläuterung

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 28.01.2010, 15:48 vor 4283 Tagen @ BBouvier (5062 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 28.01.2010, 15:57

Hallo BBouvier!

Sondern ich bin mittlerweile der Auffassung, dass hier nur
- ein wenig verwirrend - 2 Monate als Voll-"Monde"
bezeichnet und dann adjektivisch mit Zusatz
dem Jahresverlauf zugeordnet werden.

Und zwar durch die ausserordentlich unglücklich
gewählte Erläuterung: diese beiden seien "Monat der Blüten".
Also "Blütemonat"
=> Zwei Monate - wenn es dann blüht"

Ja, so in etwa meinte ich ja, daß Du es meinst.
Mond=Monat und zwei davon, fängt also danach
der dritte davon an.

Bloß, nicht nur Mirans und ein paar andere
hegten schon mal vorsichtig
Zweifel an der Version,
sondern Taurec höchstselbst!
konnte ich mich erinnern.
Was mich daraufhin zum Gurgeln
angeregt hatte.;-)

Außerdem irrte sich Don Bosco schon mal
in Seiner zeitlichen Einordnung: er
meinte, die Papstflucht ect. fände
1999 statt...:clap:
Von ihm ist deshalb wohl kaum ein
Durchbruch zu erwarten, in punkto
Datierung...spricht also eher für
Deine Deutung.

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

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warme Tücher

BBouvier @, Donnerstag, 28.01.2010, 20:00 vor 4283 Tagen @ Eyspfeil (5042 Aufrufe)

Danke, Eyspfeil!

Verstanden! :-)

=>
<"Ja, so in etwa meinte ich ja, daß Du es meinst.
Mond=Monat und zwei davon, fängt also danach
der dritte davon an."?

Jau, dann folgt schlicht der nächste "Mond".

Und davor bereits war alles in warmen Tüchern.

Herzlich dito!
BB

--
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proverbio lombardo: «Aprile fa i fiori, maggio ha gli onori»

Franz Liszt @, Donnerstag, 28.01.2010, 10:35 vor 4283 Tagen @ Eyspfeil (4962 Aufrufe)

U n proverbio lombardo recita saggiamente: «Aprile fa i fiori, maggio ha gli onori». Il tempo, solitamente un po' piovoso e un po' ventoso, favorisce, infatti, in questo mese la rinascita della natura e il buon andamento delle colture. «Avrìl èl gha ' na gossa per fil», aprile ha una goccia per ogni filo d' erba, conferma un proverbio bresciano-bergamasco che, tuttavia, sembra smentito negli anni recenti dallo sconvolgimento climatico-meteorologico delle stagioni. Nel mondo romano si voleva che aprile derivasse dal verbo aprire: in questo mese - si legge nei Fasti Praenestini - si aprono «i frutti, i fiori, gli animali, i mari e le terre». I calendari rustici dell' antica Roma tramandano che venivano purificati i campi e le greggi, dissodata la terra, recintati i prati, piantati e potati gli ulivi. Molte di queste ritualità si riflettevano nelle feste, sacralizzate dal Cristianesimo a cominciare dalle Rogazioni, processioni penitenziali di fine aprile - attorno al giorno 25, dedicato a San Marco - per propiziare l' agricoltura, come ricordava a fine Ottocento anche Gabriele Rosa: «Nei tripudi delle nostre processioni delle Rogazioni, si scorgono ancora parecchie tracce di somiglianza alle solennità gentili de' fratelli Arvali? che celebravano le Robigalie. Le fiere della primavera e le feste dei fiori che si terranno in Lombardia sono invito ad approfittare della bella stagione per compiere escursioni.

Hallo zusammen,

das hab ich ergoogelt, immerhin aus dem Correre.

Allerdings bezieht sich das auf ein lokales Fest. Die meisten sagen, es wäre der Mai, wobei ich skeptisch bin. Man weiß ja, wie schnell ne billige Erklärung einreißt, nur weil man das Original nicht kennt.

Gruß franz_liszt


http://archiviostorico.corriere.it/2002/aprile/03/Aprile_mese_dei_fiori_co_5_020403925.shtml

Nebensonnen

Fred Feuerstein @, Freitag, 22.01.2010, 11:19 vor 4289 Tagen @ BBouvier (5218 Aufrufe)

Wikipedia:
=>
"Hervorgerufen werden Nebensonnen wie alle Haloerscheinungen
durch Brechung und Spiegelung von Licht
an hexagonalen Eiskristallen.
Für Nebensonnen sind dabei dünne Eisplättchen verantwortlich,
die sich in ruhiger Luft horizontal ausrichten.
Sie stellen für das Sonnenlicht ein natürliches Prisma dar."

Bringt uns die "halbverschleierte Sonne"
in Verbindung mit "Eiskristallen" witer?

Gruss,
BB

Hallo BB,
Ich denke auch, daß hier Nebensonnen beschrieben werden, welche durch hexagonale Eiskristalle hervorgerufen werden.
Voraussetzungen dafür:
- wenig athmosphärische Luftbewegung, damit die Kristalle wachsen können
- Luftfeuchtigkeit
- Bei tiefem Sonnenstand am ausgeprägtesten

Lt. meinen Recherchen soll es das so ca. 60-80 mal im Jahr geben (weltweit?)in unterschiedlicher Ausprägung. Also sowas habe ich noch nie gesehen (Halos um die Sonne dafür nat. schon öfters), aber es scheint ein ganz normales immer wieder auftretendes Himmelsschauspiel zu sein.
Internet: "Diese Leuchterscheinungen sind am besten in hohen Breiten zu sehen, insbesondere in den Polargebieten. In unseren Breiten werden sie meistens von der Wettererscheinungen der Troposphäre über"

Damit können wir da wohl leider zeitlich/räumlich keine Informationen rausziehen, aber bemerkenswert ist das schon, daß so etwas beschrieben wird im Kontext mit Erdbeben (?).

mit freundlichen Grüßen
Fred

--
Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. (Karl Valentin)

Meine Meinung

Gerhard @, Donnerstag, 21.01.2010, 17:38 vor 4290 Tagen @ Fred Feuerstein (5306 Aufrufe)

Hallo, lieber Fred Feuerstein!

Diese Ausgabe ist wahrscheinlich von 1865.
Möglicherweise gibt es aber noch eine etwas frühere Ausgabe:

Vaticinium Lehninense |Einhundert Prophezeihungen über die Schicksale und Zukunft Preußens und Deutschlands|¬Des¬ frommen Klosterbruders Hermann v. Lehnin einhundert Prophezeiungen über die Schicksale und Zukunft Preußens und Deutschlands|von denen über 90 Prophezeihungen bereits buchstäblich in Erfüllung gegangen ; und die Erfüllung der letzten wenigen aller Wahrscheinlichkeit in nächster Zeit bevorstehen|Merkwürdige Prophezeihungen des 104jährigen Alpenschäfers Hanns Tobias Velten

Verfasser: Velten, Hanns T. ; Consalvus <Pater?
Impressum, Jahr: Würzburg: Etlinger: [ca. 1860]: 1860: IV, 32 S., 1860

Sie dürfte in der BayStaBa vorhanden sein.

Obwohl ich niemals nach der "Tonne" rufen werde, möchte ich doch in diesem Fall vorschlagen, nicht allzu viel Zeit auf den Text zu ver(sch)wenden - und ihn in einem verstaubten Bücherregal weiter ruhen zu lassen.

Trotzdem meinen Respekt und Dank für Deine unermüdliche Sucharbeit!

Herzlich, Gerhard

Hanns Tobias Velten: Nachforschungen

Fred Feuerstein @, Freitag, 22.01.2010, 11:02 vor 4289 Tagen @ Gerhard (5359 Aufrufe)

Hallo, lieber Fred Feuerstein!

Diese Ausgabe ist wahrscheinlich von 1865.
Möglicherweise gibt es aber noch eine etwas frühere Ausgabe:

Vaticinium Lehninense |Einhundert Prophezeihungen über die Schicksale und
Zukunft Preußens und Deutschlands|¬Des¬ frommen Klosterbruders Hermann v.
Lehnin einhundert Prophezeiungen über die Schicksale und Zukunft Preußens
und Deutschlands|von denen über 90 Prophezeihungen bereits buchstäblich in
Erfüllung gegangen ; und die Erfüllung der letzten wenigen aller
Wahrscheinlichkeit in nächster Zeit bevorstehen|Merkwürdige
Prophezeihungen des 104jährigen Alpenschäfers Hanns Tobias Velten

Verfasser: Velten, Hanns T. ; Consalvus <Pater?
Impressum, Jahr: Würzburg: Etlinger: [ca. 1860]: 1860: IV, 32 S., 1860

Sie dürfte in der BayStaBa vorhanden sein.

Obwohl ich niemals nach der "Tonne" rufen werde, möchte ich doch in diesem
Fall vorschlagen, nicht allzu viel Zeit auf den Text zu ver(sch)wenden -
und ihn in einem verstaubten Bücherregal weiter ruhen zu lassen.

Trotzdem meinen Respekt und Dank für Deine unermüdliche Sucharbeit!

Herzlich, Gerhard

Hallo Gerhard,
Wie du weißt ist das kein Problem für mich wenn jemand anderer Meinung ist, ich bin nur auf der Suche nach Erkenntisgewinn, nicht nach Glaubensgewinn, oder gar missionarischen Tätigkeiten...

Weshalb denkst du, daß es sich um eine Fälschung handelt?

Der russisch-türkische Krieg wurde ja richtig vorhergesagt:
"Auf diese Weise scheinen sich tatsächlich belegbare Ereignisse, wie etwa der
russisch-türkische Krieg 1877 („zahlreiche russische Heere stürmen gegen
Konstantinopel") unter Neutralität Österreichs, anzukündigen („Österreich
erhält zum Lohn für seine Beihilfe große Länderstrecken weit hinunter an
der Donau": der Zugriff auf Bosnien und Herzegowina für die Neutralitäts-
zusage an Rußland)".

Ich gehe deshalb noch nicht so weit, das in die Tonne zu stopfen.
Vllt. denkst du, weil es in einem Büchlein zusammen mit der erwiesenermaßen gefälschten Leninschen Prophezeiung steht?
Was mir (bisher) zu denken gibt, ist, daß da nirgends etwas ausgesagt wird, wer/wo/wann das aufgeschrieben hat (der Schäfer soll ja blind gewesen sein).
Von einem Hanns Tobias Velten gibt es auch ein anderes Buch mit Titel:

Titel: Hundertjährige Scharfrichter-Kuren, in allen gewöhnlichen krankhaften Zuständen der Pferde, und in ausserordentlichen, deren Heilung bisher stets als Geheimnis betrachtet wurde : aus dem Nachlasse des verstorbenen weltberühmten Scharfrichters / Hanns Tobias Velten
Verfasser: Velten, Hanns Tobias
Ausgabe: 2. verb. Aufl.
Erschienen: Augsburg: Jenisch und Stage, 1838
Umfang: 138 S.

Jetzt wirds knifflig: Alpenschäfer oder Scharfrichter oder gar beides >> (wohl sehr unwahrscheinlich)


Vllt. ist in deinem angeführten Buch etwas zu finden?
Wer könnte das mal in der BayStaBa nachschauen (Taurec?)

mit freundlichen Grüßen
Fred

--
Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. (Karl Valentin)

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Scharfrichter-Kuren von Velten

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 22.01.2010, 11:49 vor 4289 Tagen @ Fred Feuerstein (5368 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Freitag, 22.01.2010, 12:06

Hallo, Fred!

Vllt. ist in deinem angeführten Buch etwas zu finden?
Wer könnte das mal in der BayStaBa nachschauen (Taurec?)

Das Buch gibt es bei "Google Books" zum kostenlosen Download.

Ich habe es mal bei mir hochgladen:
https://schauungen.de/Sonstiges/Hundertj__rige_Scharfrichter_Kuren_an_Pf.pdf

Es stammt von 1835.

"Aus dem Nachlasse des weitberühmten Scharfrichters Hanns Tobias Velten zu Kantenbergen"

Der Mann scheint sehr viel älter zu sein, als wir denken und wahr wohl nicht (nur) Alpenschäfer, sondern Scharfrichter. Wenn er aber einige Aufzeichnungen über Pferdeheilung tätigen konnte, war er auch mit Tieren bewandert. Womöglich war er beides: Tierhüter (nicht nur Schafe) und Scharfrichter.

Es heißt im Vorwort, Scharfrichter seien vormals für ihre Kunst, Pferdekrankheiten zu heilen, sehr berühmt gewesen. Warum gerade Scharfrichter?

Und wir haben einen Ort "Kantenbergen", wo wir mit Nachforschungen zur Person beginnen könnten. (Ich konnte auf die Schnelle aber nur ein "Kantenberg" bei Bonn finden.)

Wenn der Mann aber so weitberühmt war, halte ich es nicht für ausgeschlossen, daß die Prophezeiung ihm zugeschrieben wurde.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Ebenfalls von Velten

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 22.01.2010, 12:29 vor 4289 Tagen @ Taurec (5254 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Freitag, 22.01.2010, 12:47

Hallo!

Google Bücher ergibt noch folgendes Buch, das Veltens Namen trägt:

Enthüllung der Schicksale des Menschen oder Geburtsstunden-Büchlein mit welchem man die eigenen u. die Lebensschicksale Anderer vorher zu bestimmen imstande ist: Nach fast 100jähr. Erfahrgn

http://books.google.de/books?id=bAEaHAAACAAJ&dq=Hanns+Tobias+Velten&lr=&ei=H4tZS5qKKImkygTSmqHnAw&cd=2

Allerdings gibt es keine Jahreszahl und keine Buchvorschau.
Ich tippe aber mal darauf, daß es ebenfalls aus Veltens Nachlass stammt.
Es geht auch schon eher in Richtung Prophezeiungen.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

(weitere) Bücher von Hanns Tobias Velten

Fred Feuerstein @, Freitag, 22.01.2010, 12:53 vor 4289 Tagen @ Taurec (5391 Aufrufe)

Hallo!

Google Bücher ergibt noch folgendes Buch, das Veltens Namen trägt:

Enthüllung der Schicksale des Menschen oder Geburtsstunden-Büchlein mit
welchem man die eigenen u. die Lebensschicksale Anderer vorher zu bestimmen
imstande ist: Nach fast 100jähr. Erfahrgn

Allerdings gibt es keine Jahreszahl und keine Buchvorschau.
Ich tippe aber mal darauf, daß es ebenfalls aus Veltens Nachlass stammt.
Es geht auch schon eher in Richtung Prophezeiungen.

Gruß
Taurec

Hallo,
Dein Büchlein gibt es hier:
Titel: Enthüllung der Schicksale des Menschen oder Geburtsstunden-Büchlein mit welchem man die eigenen u. die Lebensschicksale Anderer vorher zu bestimmen imstande ist : Nach fast 100jähr. Erfahrgn / Hanns Tobias Velten
Verfasser: Velten, Hanns Tobias
Verleger: Freiburg (Baden) : Zodiakus-Verlag; Freiburg (Baden) : [F. P. Lorenz]
Erscheinungsjahr: [19]25
Umfang/Format: 31 S. ; kl. 8
Einband/Preis: -.30
Bestand: [link]http://dispatch.opac.d-nb.de/DB=4.1/HTML=Y/CHARSET=UTF-8/IMPLAND=Y/LNG=DU/SRT=YOP/TTL=1/SID=784fd2a4-40/SET=1/SHW>FRST=5[/link]

Die 19 ist in Klammern gesetzt. Wahrscheinlicher ist wohl: 1825.

Hab noch folgendes gefunden:
Person Velten, Hanns Tobias [127042636]
Titel Sympathetisches Wunderbüchlein oder die enthüllten Zauberkräfte und Geheimnisse der Natur
Untertitel enthaltend die wichtigsten sympathetischen Mittel gegen schwere Krankheiten und Gebrechen, und viele wundersame Geheimnisse zum Nutzen und Vergnügen für Jedermann
Verfasser/Urheber von Hanns Tobias Velten, dem bekannten Alpenschäfer
Ort Stuttgart
Verlag Eduard Fischhaber
Jahr Vorlage [1867]
Jahr 1867
Umfangsang. 48 S.
Bestand: [link]http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F/>FUNC=find-c&CCL_TERM=+%28WRD%3D%28Velten%2C+Hanns+Tobias%29%29+[/link]

D.h. immer wieder wird als Autor Hanns Tobias Velten genannt.
d.h. weiters, es gibt u.W.(derzeit) keine Bücher von anderen Autoren über Velten.
Somit sinkt für mich die Wahrscheinlichkeit, daß die Prophezeiungen nur zugeschrieben wurden, aber selbstredend ist das nat. möglich.

Betr. Kantenberg(en):
Könnte es sich um einen Schreibfehler handeln und "Kantelbergen" wäre gemeint?

mit freundlichen Grüßen
Fred

--
Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. (Karl Valentin)

noch früher

Gerhard @, Samstag, 23.01.2010, 18:59 vor 4288 Tagen @ Fred Feuerstein (5060 Aufrufe)

wäre das da:

Des alten Schäfer Thomas seine ... Prophezeihung : für d. Jahre ...
Erschienen: Hamburg : Verl.-Bureau, 1848-1882

Ersch.-verlauf: [1.]1849/50(1848) - 34.1883/84(1882)[>] etc.

Anmerkung: Zusatz [1.]1849/50: Besonders in betreff Hamburg's, Lübeck's, Holstein's, Hannover's


[Hier scheint er also kein Alpenschäfer sondern eher ein Wattenschäfer zu sein ...]

Drucke sind vorhanden in Heidelberg und Leipzig. Vielleicht auch andere Orte. Sieht irgendwie nach einem Reihenwerk/Zeitschrift aus.

Wenn's unbedingt sein muss, kann ich von hier aus (Stuttgart) eine Fernleihe versuchen.

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ganz unbedingt!

BBouvier @, Samstag, 23.01.2010, 22:41 vor 4288 Tagen @ Gerhard (5104 Aufrufe)

Wenn's unbedingt sein muss, kann ich von hier aus (Stuttgart) eine
Fernleihe versuchen.

Oh-ja, Gerhard!

Dat muss aber unbedingt! : - )

Da bin ich nun aber mal gespannt!

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

wirklich?

Gerhard @, Sonntag, 24.01.2010, 17:24 vor 4287 Tagen @ BBouvier (5499 Aufrufe)

Lieber BB,

bist Du Dir auch ganz sicher?

Im Falle von "Schäfer Thomas" befinden wir uns auf dem Niveau der BILD-Zeitung, in Deinen eigenen Worten bei "Tonnen-Qualität".

Denn der "Schäfer Thomas" war im 19. Jahrhundert offenbar eine Volksfigur, der man beliebig absurde Dinge zuschreiben konnte, seien es wundersame Schafs- und Pferdekuren, oder Heilmittel aus der Dreckapotheke, oder eben Prophezeiungen für das nächste, allenfalls das überübernächste Jahr.

Die erwähnte Prophezeiung von 1848 war die erste in einer langen Serie, die jährlich bis in die 1880er Jahre herausgegeben wurde, sogar 1916 ist noch eine erschienen, typischerweise von den verschiedensten Verlegern und an den verschiedensten Verlagsorten.

Dank dem Flirt der Bayerischen Staatsbibliothek mit der Firma Google.Inc lässt sich ein Titel im Internet ansehen (es sind aber "Löcher" im Scan):

Des alten Schäfer Thomas seine dritte Prophezeiung für die Jahre 1852 u. 1853

http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10133101-3

Weiter unten sind die in deutschen Bibliotheken noch vorhandenen Titel aufgelistet (beginnend mit den medizinischen und musikalischen Werken ...).

Als Zeichen meiner Verehrung werde ich natürlich die Jubiläumsausgabe von 1848 für Dich bestellen und kopieren. Das ist ausgemacht!

Herzlich,
Gerhard

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Verfasser Thomas Schäfer
Titel Geheim- und Sympathiemittel des alten Schäfer Thomas
Impressum Altona : 18XX
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Des alten Schäfer Thomas aus Bunzlau in Schlesien seine Kuren an Pferden / von ihm selbst ... beschrieben ... herausgeg. von seinem Sohne ... zu Weissenborn; Mit einer Vorrede ... von S. von Tennecker
Tennecker, Christian Ehrenfriet Seyfert von *1770-1839* Identity
Erschienen: Glogau, 1832-34

!!!! 15. Aufl., Leipzig : Voigt, [1894] !!!!

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Verfasser Thomas Schäfer
Titel Des alten Schäfer Thomas aus Bunzlau in Schlesien seine Kuren an Schaafen : von ihm selbst in seiner Mund- und Schreibart beschrieben und zum Besten seiner Nebenmenschen herausgegeben von seinem Sohne, dem Schaefer Thomas in Weißenborn Weitere Titel Kuren an Schafen
Impressum Glogau : Flemming, 1835 119 S.;
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Verfasser Spahn , Adolf
Titel Schäfer Thomas : Humoristische Soloscene
Wortlaut und Tonweise von Adolf Spahn
Als Schäfer Thomas kennt im Dorf mich jedes Kind
Impressum Leipzig : Dietrich, [ca. 1920]
5 S.; 1 Ill.; 1 Textbeil.;
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Titel Des alten Schäfer Thomas seine ... Prophezeihung : für d. Jahre ...
Weitere Titel Zusatz [1.]1849/50: Besonders in betreff Hamburg's, Lübeck's, Holstein's, Hannover's
Zusatz 2.1850/51: Besonders in betreff Hamburg's, Holstein's, Preußen's, Hannover's
Impressum Hamburg : Verl.-Bureau, 1848-1882
Erscheinungsverlauf [1.]1849/50(1848) - 34.1883/84(1882)[>];
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Verfasser Thomas Schäfer
Titel Des alten Schäfer Thomas seine siebenzehnte Prophezeiung für die Jahre 1866 und 1867
Impressum Altona : Verlags-Bureau [in Komm.], 1866
8 S.;
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Titel Des alten Schäfer Thomas' Prophezeihung über den Türkenkrieg und die Türkei Impressum Hamburg : Altona : Prinz, 1877 6 S.;
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Titel: Die neuesten Prophezeiungen des alten Schäfer Thomas über die Jahre 1872 bis 1875 Ausgabe: 7. Aufl. ; Erschienen: Leipzig : Minde, [ca. 1870-75] Umfang: 16 S.
-----
Titel: Des alten Schäfer Thomas seine Prophezeihung für die Jahre 1867 und 1868 Autor: Tennecker, Christian Ehrenfried Seifert von
Erschienen: Stade : Joosten, 1867 Umfang: [8] S.
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Prinz, Johann August Eduard: Des alten Schaefer Thomas d. i. Johann August Eduard Prinz seine fuenf und zwanzigste Prophezeiung fuer die Jahre 1874 und 1875
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Thomas: Des alten Schaefer Thomas seine...18.Prophezeiung
Prinz, Johann August Eduard [HP02380629]
Verfasser/Urheber Schäfer Thomas [d.i. Johann August Eduard Prinz]
Ausgabe 5. Aufl. Ort Altona [u.a.]
Verlag Verl.-Bureau in Comm. Jahr erster Bd. 1861 -
-----
Prophezeiungen für das nächste Jahr vom alten Schäfer Thomas
Verfasser: Thomas, Schäfer
Verleger: Berlin-Weissensee : E. Bartels
Erscheinungsjahr: [um 1916]
Umfang/Format: 31 S. ; kl. 8
-----
Titel: ¬Des¬ alten Schäfer Thomas seine siebenzehnte Prophezeiung für die Jahre 1866 und 1867 Impressum: Altona: Verlags-Bureau [in Komm.]: 1866: 16 S.
Jahr: 1866 Sprache: Deutsch
------
Titel: ¬Des¬ alten Schäfer Thomas seine sechszehnte Prophezeiung für die Jahre 1865 und 1866
Impressum: Altona: Verlags-Bureau [in Komm.]: 1865: 8 S.
Jahr: 1865
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Des alten Schäfer Thomas seine neunte Prophezeihung für die Jahre 1858 und 1859 Ausgabe: 2. Aufl. Erschienen: Hamburg : Verlags-Bureau, 1858 8 p. ; .. cm
------
Des alten Schäfer Thomas neuste Prophezeihungen für die Jahre 1884 bis 1886
Berlin, 1884-1886 Umfang: 16 S. ; 8"

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Teiltonne

BBouvier @, Sonntag, 24.01.2010, 17:41 vor 4287 Tagen @ Gerhard (5112 Aufrufe)
bearbeitet von Moderator, Sonntag, 24.01.2010, 21:56

Hallo, Gerhard!

Nicht, dass wir uns missverstehen.
Ich neige zu der Auffasuung, der Autor
habe sich des Namens "Tobias/Velten/Schäfer" bedient,
um:
=>
1)
ihm zugekommene Sehherschauungen eines uns
Unbekannten zu publizieren
2)
eigene Schwadronaden dort anzuhängen

Den Schauungsteil halte ich definitiv
für valide, weil man sich damals
- eigentlich fast bis "neulich" - da völlig unbekannt -
nicht hat ersinnen können, dass Ein "Komet"
den Himmel in Flammen setzt, Erdbeben zur Folge hat
und es vom Himmel dann Schwefelsäure regnet.
Was alles Impaktfolgen sind!
...dass im ersten Jahr "danach" die Ernte ausfällt...etc...

Gruss,
BB

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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vom "Alten Schäfer" zum "Alpen-Schäfer"?

BBouvier @, Montag, 25.01.2010, 01:47 vor 4286 Tagen @ Gerhard (5104 Aufrufe)

Eher bereits erheiternd finde ich
folgende (bei Dir - Danke!) - gefundene Schrift:
=>
"Prophezeiungen für das nächste Jahr
vom alten Schäfer Thomas
...
Verleger: Berlin-Weissensee : E. Bartels
Erscheinungsjahr: [um 1916]"

Bei Loerzer firnmiert er allerdings
als "Tobias".

Wurde aus dem "Alten Schäfer"
womöglich ein
"Alpen-Schäfer"?

Oder andersherum?

Das wird immer undurchsichtiger.

Gruss,
BB

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

undurchsichtig - oder doch sehr durchsichtig?

Gerhard @, Montag, 25.01.2010, 12:47 vor 4286 Tagen @ BBouvier (5113 Aufrufe)

Hallo BB!

Ich habe nachfolgend den Velten extrahiert.
Und kann nichts Verwertbares in ihm erkennen.
Der "Komet" mit der Dunkelheit davor (!!) ist eindrücklich beschrieben,
aber das könnte auch ein geübter Schriftsteller so machen.
Selbst wenn es eine echte Vision war - sie ist m.E. für uns wertlos.
Ein Impakt wird nicht geschildert, aber könnte erschlossen werden.
Die Kälte kommt erst viele Jahre nach dem "Komet".
Es gibt nur vorher (!!) Schwefelgeruch, aber keinen Säureregen hinterher.
Was viele Jahre später noch vom Himmel fällt, sei eine Pest.

Wenn man im Karlsruher virtuellen Katalog

http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html

das Stichwort [ Prophezeiung* ] eingibt und dabei alle deutschen Kataloge aktiviert, bekommt man allein für den südwestdeutschen Bibliotheksverbund fast 1400 Titel, im GBV über 1600 Titel. Da ist bestimmt noch weiteres und besseres Material zu finden als bei Velten.

Generell meine ich aber, dass man nur Materialien aufnehmen sollte, die nicht älter als rund 200 Jahre sind. Wichtiger wäre es, die zeitgenössischen Materialien (also 20. Jahrhundert) sauber zu recherchieren, vor allem aber die noch lebenden Visionäre und Seherinnen ehrlich, seriös, auch kritisch - aber vor allem um Hilfe bittend anzusprechen.

Grüsse, Gerhard


EXTRAKT TOBIAS VELTEN

es beginnt mit dem engel des hungers wegen zweier fehlernten.

nach kurzer erholung senkt sich eine grosse wolke herunter,
dehnt sich aus und bedeckt das ganze bild;
nach einer kleinen weile löst sie sich,
alles erholt sich erneut,
aber nach der dritten ernte wieder ein aschgrauer schleier über dem land.

dann rötet sich der graue himmel,
ein feuriger kern wird sichtbar,
dunkelrot und glühend,
er wächst,
bis er wie eine feurige rute von einem ende bis zum anderen reicht
(d.h. über den ganzen horizont).

da auf einmal wehen heiße winde,
die luft wird dick und schwefelgeruch haucht aus ihr,
quellen versiegen, andere sprudeln neu und heiss hervor,
plötzlich ferner, dumpfer donner,
der Himmel ganz in Flammen,
blutrote wolken fliegen übers land.

jetzt erdröhnt der erdboden,
beginnt an vielen Stellen sich zu regen und zu winden,
dann folgen einige furchtbare stösse,
weitgeöffnete schluchten tun sich auf,
stürzende felsen und berge füllen die täler.

am himmel sieht man zwei weitere sonnen,
in mattrotem Schein,
links und rechts von der halbverschleierten wahren sonne.

nach dieser katastrophe zwei reiche ernten (!!! Seite 12).

dann folgt ein schreckliches gewitter,
dessen hagel alles zerschlägt.

dann ein Krieg,
erst nach drei jahren ziehen die letzte Kriegshaufen ab,
drei (weitere?) jahre dauert's, bis es wieder aufwärts geht,
erst im vierten jahr ist alles einigermassen normal.
dann zwei reiche jahre, das letzte in hülle und fülle.

doch umso ingrimmiger der nächste winter,
mit nachfolgender flut und einem generell nassen jahr.

dann kommt der neue Feind:
vom Himmel fallen heiße Tropfen,
wie einst vor 500 Jahren (1350ff: Pest),
die tropfen führen zu giftigen blasen und schwarzen brandflecken,
die hälfte der Menschen stirbt,
erst mit Eintritt des winters lässt diese schreckliche "Pest" (!!!) nach.

[der autor berichtet noch konfuse überseeische Händel, während es in Deutschland 13 Jahre bergauf geht.
kommentar: die zeit von 1874 bis 1914 war eine der besten in der gesamten deutschen Geschichte.]

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die Guten ins Töpfchen...

BBouvier @, Montag, 25.01.2010, 13:25 vor 4286 Tagen @ Gerhard (5086 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Montag, 25.01.2010, 13:43

Hallo, Gerhard!

Ich möchte mich sicherlich nicht versteifen.

m.E. hat "Jemand" mehrere Bilder des Gesamtgeschehens
mal zu fassen bekommen.
Und jedes Bild endet ja mit:
=>
"Und danach folgen Fehlernte und 2 Jahre bittere Not."

Und dann hat "Der" einfach das nächste Bild/Thema angehängt,
das ja auch identisch endet.

Und deswegen folgt die "Dunkelheit":
=>
"nach der dritten Ernte"

Jedes neue Thema folgt doch jeweils:
=>
"nach der dritten Ernte"!

Da der Autor selber keinen Schimmer hat,
vermeint er dann, das alles zöge sich wohl glatt 13 Jahre lang hin.

Das ist insgesamt "Teil I"

Und an diesen Teil hat der Autor - Druck 1865 - in Teil II
ein wenig Gegenwart ex eventu dazu "prophezeiht"
sowie wilde Schwadronaden des Kalibers:
"...und dann kann ich mir auch noch gut
denken, dass..."

Und dann das Ganze einem Doppel des "Blinden Jünglings"
untergeschoben, nämlich einem "Alten-Schäfer"
bzw. einem "Alpen-Schäfer" namens Thomas bzw. Tobias,
der - da längst tot - sich hat nicht mehr wehren können.

Hierzu:
"Was viele Jahre später noch vom Himmel fällt, sei eine Pest."

Ja.
Logisch.
Da setzt Massensterben ein.
Und der "heisse Regen" verätze die Haut, die Blasen werfe
und sich schwarz verfärbe.
Was anders als "Pest(?)" als Erklärung erwartest Du denn
von einem Autoren 1865?

Die völlig korrekt geschilderten physikalischen Folgen
eines Impaktes kann man sich aber 1865 doch gar nicht ersinnen.
Was für mich der Beleg für Validität ist.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Warum der Schäfer Thomas???

Taurec ⌂ @, München, Montag, 25.01.2010, 13:40 vor 4286 Tagen @ BBouvier (5173 Aufrufe)

Hallo!

Kann mir mal jemand den Zusammenhang erklären?

Inhaltlich konnte ich keinen Zusammenhang zwischen Velten und Thomas entdecken.
Warum also eine Verwandtschaft mit Velten annehmen? Nur weil beide Schäfer gewesen sein sollen?

Da schreibt Gerhard:
"Hier scheint er also kein Alpenschäfer sondern eher ein Wattenschäfer zu sein"

Warum er> Das ist doch offensichtlich ein ganz anderer. Und wo ist von "Wattenschäfer" die Rede? Weil Schäfer Thomas in Hamburg erschien (Velten-Veröffentlichungen gab es nebenbei nur im baden-württembergischen Raum)> Vor allem gibt es sowas wie einen "Wattenschäfer" gar nicht.

Nur die Deckung des Berufes reicht mir noch nicht.
Daraus zu schließen, daß der alte Schäfer Thomas eine Fälschung ist, daß es bei Velten ebenso sei, ginge schon gar nicht.

Bei Velten haben wir eine wahrscheinlich reale Person in einem beruflich völlig falschen Zusammenhang mit einer zumindest teilweise erlogenen Prophezeiung.

Thomas ist eine wahrscheinlich fiktive Person mit erlogenen Prophezeiungen.

Der eine hat jedoch mit dem anderen nichts zu tun. Davon gehe ich zumindest aus, solange mir Gerhard nicht erklärt, wie uns das Wissen um die Existenz von Prophezeiungen des Schäfers Thomas weiterhelfen soll.

Wenn wir herausfinden wollen, was an Velten echt ist, sollten wir uns vielmehr auf ihn konzentrieren.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

zum Schluß

Gerhard @, Dienstag, 26.01.2010, 00:35 vor 4285 Tagen @ Taurec (5004 Aufrufe)

Guter Taurec!

Selbst wenn Hanns Tobias Velten tatsächlich eine Person aus Fleisch und Blut war, und Visionen gehabt hätte, so sagen doch seine Visionen, so wie sie auf uns überkommen sind, nichts wirklich Wichtiges aus. Sie sind gehaltlos. (vgl. meinen EXTRAKT, auf den Du inhaltlich leider nicht eingegangen bist).

Bei dem ersten der unten aufgeführten weiteren Buchtitel (ich dachte, ich hätte schon genug Titel rausgesucht!) könnte man auf den Gedanken kommen, dass Hanns Tobias Velten sogar 1838 schon gar nicht mehr lebte (es ist die Rede von einem Nachlass ....).

Mit dem Schäfer Thomas hat er außer der Schäferei (Alpenschäfer und Wattenschäfer war ein Wortspiel von mir ...) noch gemeinsam:

1. zwei Konsonanten, zwei Vokale, einen Labiallaut in seinem Vornamen
2. eine unwiderstehliche Neigung zur Tiermedizin der besonderen Art
3. eine unwiderstehliche Neigung zur Humanmedizin der besonderen Art
4. eine unwiderstehliche Neigung zur Prophezeiung
5. eine unwiderstehliche Neigung anderer, ihn als Phantom zu nutzen

Liegt es da nicht nahe, eine Identität zu vermuten?

Willst Du Dir mal die "Pferdekuren" von Thomas und von Tobias besorgen und miteinander vergleichen? Vielleicht entdeckst Du weitere Gemeinsamkeiten? Im Text ...

Du schreibst:

Wenn wir herausfinden wollen, was an Velten echt ist, sollten wir uns vielmehr auf ihn konzentrieren.

Ich bitte Dich, konzentriere Dich auf ihn!
(ich bin bereits zu erschöpft mit dieser Schafswolle ...).
Und wenn Du was gefunden hast, dann lass es uns bitte wissen.

Verzeih's und vergelt's Gott!

Dein Gerhard


Quelle für folgende Titel: Quelle: KVK und Amazon, Stichwort "Tobias Velten".

Hundertjährige Scharfrichter-Kuren, in allen gewöhnlichen krankhaften Zuständen der Pferde, und in ausserordentlichen, deren Heilung bisher stets als Geheimnis betrachtet wurde : aus dem Nachlasse des verstorbenen weltberühmten Scharfrichters / Hanns Tobias Velten
Verfasser: Velten, Hanns Tobias
Ausgabe: 2. verb. Aufl.
Erschienen: Augsburg: Jenisch und Stage, 1838
Umfang: 138 S.

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Enthüllung der Schicksale des Menschen oder Geburtsstunden-Büchlein mit welchem man die eigenen u. die Lebensschicksale Anderer vorher zu bestimmen imstande ist : Nach fast 100jähr. Erfahrgn / Hanns Tobias Velten
Verfasser: Velten, Hanns Tobias
Verleger: Freiburg (Baden) : Zodiakus-Verlag; Freiburg (Baden) : [F. P. Lorenz]
Erscheinungsjahr:[19]25
Umfang/Format: 31 S. ; kl. 8

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Verfasser: Velten, Hanns Tobias
Titel: Sympathetisches Wunderbüchlein oder die enthüllten Zauberkräfte und Geheimnisse der Natur, enthaltend die wichtigsten sympathetischen Mittel gegen schwere Krankheiten und Gebrechen, und viele wundersame Geheimnisse zum Nutzen und Vergnügen für Jedermann
Verfasser/Urheber von Hanns Tobias Velten, dem bekannten Alpenschäfer
Ort Stuttgart Verlag Eduard Fischhaber
Jahr Vorlage [1867]
Jahr 1867
Umfangsang. 48 S.

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Schäfer-Geheimnisse, oder goldenes Schatzkästlein in 400 Recepten by Hanns Tobias Velten

Krieg, Hunger und Pestilenz, oder die geheimnissvolle Zahl Dreizehn! Merkwürdige Prophezeiungen ... über die wichtige Zukunft der ... Jahre 1865 bis 1877. Sechste Auflage by Hanns Tobias Velten

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Wenn Du schon danach fragst...

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 26.01.2010, 01:59 vor 4285 Tagen @ Gerhard (5142 Aufrufe)

Hallo, Gerhard!

(vgl. meinen EXTRAKT, auf den Du inhaltlich leider nicht
eingegangen bist).

Das habe ich aus gutem Grunde vermieden. Ich will mich nicht in fruchtlosen Streiten ergehen, was durchaus schädlich wäre.

Dein Extrakt fördert meines Erachtens nämlich - sich mit Deinem Urteile widersprechend - nach damaligen Maßstäben präzise beschriebenes "Impaktgeschenen"* glänzend zutage. Man muß sich nur auf den gedanklichen Perspektivenwechsel einlassen, daß hier mehrere teilweise dasselbe Ereignis beschreibende Einzelbilder vom Autor des Textes als grundverschiedene Ereignisse dargestellt wurden. Da spielen Vorher und Nachher und falsche Reihenfolgen keine Rolle mehr.

Abweichungen ergeben sich aus der Unkenntnis. Der Säureregen wird von den Folgen her gedeutet (schwarze Flecken) und logischerweise als Pest begriffen.

Das Schwarze hat auch schon Irlmaier beschrieben:
"Das Vieh fällt um, das Gras wird gelb und dürr, die toten Menschen werden ganz
gelb und schwarz. Der Wind treibt die Todeswolken rasch nach Osten ab."

Das ganze Zusammenspiel der geschilderten Erscheinungen, wie sie in Deinem Extrakt aufgelistet sind, bis hin zum Auftreten neuer, heißer Quellen, was Tollmann in seinem Buche "Und die Sintflut gab es doch" plausibel als Impaktfolge beschreibt, geht über die damalige Kenntnis solcher Vorgänge aber weit hinaus und kann nicht ausgedacht werden. Das ist das einzige und ein meines Erachtens schlagendes (!) Argument dafür, daß sich im Veltentext doch ein wahrer Kern befindet.

Das andere, nämlich die inhaltlich nicht zu den Katastrophenbeschreibungen passenden Beschreibungen politischen Zeitgeschehens im letzten Drittel der Prophezeiung und die widersprüchlichen Angaben zum Seher machen ihn hingegen sehr verdächtig. Hinzu kommt, daß der Text erst mindestens 30 Jahre nach Veltens Tode, denn 1835 muß er schon tot gewesen sein (Nachlaß), veröffentlicht wurde.
Ich glaube nicht, daß Velten der Seher war. Die Geschichte könnte - das will ich nicht bestreiten - durchaus nach dem Strickmuster "Thomas" konstruiert sein.

* Auch wenn direkt kein Impakt beschrieben ist, nehme ich dieses Wort hier als Chiffre für Begleiterscheinungen des Einschlages oder Vorbeiziehens eines Himmelskörpers. Ob tatsächlich etwas einschlägt oder die Erde nur in Wechselwirkung mit dem Objekt tritt, sei einstweilen dahingestellt. Sonst wird das zu abschweifend.

Gruß
Taurec

"EXTRAKT TOBIAS VELTEN

es beginnt mit dem engel des hungers wegen zweier fehlernten.

nach kurzer erholung senkt sich eine grosse wolke herunter,
dehnt sich aus und bedeckt das ganze bild;
nach einer kleinen weile löst sie sich,
alles erholt sich erneut,
aber nach der dritten ernte wieder ein aschgrauer schleier über dem land.

dann rötet sich der graue himmel,
ein feuriger kern wird sichtbar,
dunkelrot und glühend,
er wächst,
bis er wie eine feurige rute von einem ende bis zum anderen reicht
(d.h. über den ganzen horizont).

da auf einmal wehen heiße winde,
die luft wird dick und schwefelgeruch haucht aus ihr,
quellen versiegen, andere sprudeln neu und heiss hervor,
plötzlich ferner, dumpfer donner,
der Himmel ganz in Flammen,
blutrote wolken fliegen übers land.

jetzt erdröhnt der erdboden,
beginnt an vielen Stellen sich zu regen und zu winden,
dann folgen einige furchtbare stösse,
weitgeöffnete schluchten tun sich auf,
stürzende felsen und berge füllen die täler.

am himmel sieht man zwei weitere sonnen,
in mattrotem Schein,
links und rechts von der halbverschleierten wahren sonne.

nach dieser katastrophe zwei reiche ernten (!!! Seite 12).

dann folgt ein schreckliches gewitter,
dessen hagel alles zerschlägt.

dann ein Krieg,
erst nach drei jahren ziehen die letzte Kriegshaufen ab,
drei (weitere?) jahre dauert's, bis es wieder aufwärts geht,
erst im vierten jahr ist alles einigermassen normal.
dann zwei reiche jahre, das letzte in hülle und fülle.

doch umso ingrimmiger der nächste winter,
mit nachfolgender flut und einem generell nassen jahr.

dann kommt der neue Feind:
vom Himmel fallen heiße Tropfen,
wie einst vor 500 Jahren (1350ff: Pest),
die tropfen führen zu giftigen blasen und schwarzen brandflecken,
die hälfte der Menschen stirbt,
erst mit Eintritt des winters lässt diese schreckliche "Pest" (!!!) nach.

[der autor berichtet noch konfuse überseeische Händel, während es in Deutschland 13 Jahre bergauf geht.
kommentar: die zeit von 1874 bis 1914 war eine der besten in der gesamten deutschen Geschichte.]"

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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Scharfrichter

Wizard, Berne, Samstag, 23.01.2010, 01:30 vor 4288 Tagen @ Taurec (5227 Aufrufe)
bearbeitet von Wizard, Samstag, 23.01.2010, 01:36

Moin Taurec

Der Mann scheint sehr viel älter zu sein, als wir denken und wahr wohl
nicht (nur) Alpenschäfer, sondern Scharfrichter. Wenn er aber einige
Aufzeichnungen über Pferdeheilung tätigen konnte, war er auch mit Tieren
bewandert. Womöglich war er beides: Tierhüter (nicht nur Schafe) und
Scharfrichter.

Es heißt im Vorwort, Scharfrichter seien vormals für ihre Kunst,
Pferdekrankheiten zu heilen, sehr berühmt gewesen.

Was nicht weiter verwundert, da die Scharfrichter zu einer eigenen Kaste gehörten und regelrechte Sippen bildeten.

Die Scharfrichter gehörten zu den so genannten "Unehrlichen Berufen" und mussten somit außerhalb der Stadtmauern leben. Unehrlich hier nicht im Sinne von betrügerisch, sondern von ohne Ehre arbeiten / töten (im Gegensatz zu z.B. Ritter, die im Kampf ehrenvoll töten). Zu den Aufgaben von Scharfrichtern gehörte nicht nur das ausführen von Todesurteilen oder die Beschaffung von Geständnissen, sondern sie waren darüber hinaus auch noch das, was man heute Tierarzt nennt, Bestatter, Kanalreiniger (Kloake), Abdecker, Seifensieder und sie hatten die Oberaufsicht über die Nutten, einschließlich deren ärztlicher Betreuung. Wurden sie für diese Arbeit zu alt, arbeiteten sie nicht selten noch als Schäfer, da dieser Beruf ebenfalls zu den "ehrlosen" gehört. Weitere Tätigkeitsfelder waren Bader, Wundarzt, Chirurg und Zahnreißer. Weibliche Mitglieder solcher Sippen betätigten sich oft auf dem Feld der "Wahrsagerei" und ähnlichem.

MfG

Wizard

--
Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.

Urgestein und Geschliffenes

Gerhard @, Samstag, 23.01.2010, 12:32 vor 4288 Tagen @ Fred Feuerstein (5343 Aufrufe)

Lieber Fred Feuerstein!

Wie ich bereits sagte: niemals würde ich den Velten in die Tonne geben wollen. Er soll bestehen bleiben!

Ich will nur die Frage aufwerfen, was an seinem Text für uns wirklich verwertbar ist und deshalb die weitere Beschäftigung lohnen würde.

Beispielsweise redet auch er von einem ingrimmig kaltem Winter (Seite 17, man beachte die Druckfehler). Und das ist ganz schön beschrieben, inklusive der Wölfe, dem zugefrorenen Bodensee und den Fluten im darauffolgenden Frühjahr. Aber was hilft uns diese Beschreibung? Nichts! Es ist überhaupt kein Anhaltspunkt da, wie wir das zeitlich einordnen könnten. Und außer der "Grimmigkeit" hat der Winter auch keine besonderen Charakteristika - während dagegen eine Information, dass in einem Frühherbst die Äpfel an den Bäumen gefrieren und deshalb abfallen (einMensch) doch wesentlich interessanter ist.

Desgleichen taucht bei Velten ein Komet auf, erneut wunderbar beschrieben, inklusive der Ignoranz der Menschen/Mächtigen bei der ersten Sichtung des Himmelskörpers (Seite 10). Aber was hilft es uns? Nichts! Wir haben hunderte solcher apokalyptischer Kometen-Visionen. Was wir aber brauchen, sind spezifische und charakteristische Detailinformationen (in den betreffenden Schauungen), die wir dann mit anderen Prophezeiungen, mit realen geschichtlichen Entwicklungen und mit "naturwissenschaftlichen" Erkenntnissen zu einem kohärenten und in sich stimmigen Bild verknüpfen könnten.

Am meisten stört mich an Velten der Versuch, ein riesiges apokalytisches Geschehen in wenige Jahre hineinzuzwingen (siehe schon den Titel des Buches). Das ist von vorneherein ein Ansatz, der offenbar nichts mit den Visionen selbst zu tun hat. Meine Vermutung geht dahin, dass irgend ein "Schreiberling" auf den Velten aufmerksam wurde und dessen Visionen (die durchaus authentisch gewesen sein mögen) dann aufbereitet und in diese Schrift hinein verpackt hat. Dieser "gedruckte" Velten ist nicht mehr Urgestein - sondern zugehauen, geschliffen und poliert.

Ein vergleichbarer, allerdings etwas anders gelagerter Fall liegt vor bei den Prager Sibyllen, über die ich in dem alten Thread "Bücher, Bücher" vor ein paar Tagen ein paar Sätze geschrieben hatte. Auch hier gibt es sehr eindrückliche und authentische Bilder (neben vermutlichem Schrott). Aber auch diese Bilder sind doch nicht so geartet, dass wir sie mit anderen Schauungen streng und sinnvoll verknüpfen könnten.

Anderes Beispiel: gestern habe ich die Visionen der "lieben Frau aller Völker" (Amsterdam) durchgelesen. Es geht bei diesen absolut authentischen Offenbarungen (1945-1959) und bei der daraus entstandenen kirchlichen Bewegung um extrem wichtige Fragen der weiteren Entwicklung des Christentums ***). Das hat mit unserer doch sehr "materiell" ausgerichteten Prophezeiungsforschung zunächst gar nichts zu tun. Dennoch finden sich in diesem Textkorpus Hinweise auf Vorgänge, die auch für uns wichtig wären. Etwa warnt die "liebe Frau" mehrmals vor "Meteoren", und es gibt eine ganz eindeutige Vision von einer Überflutung. Aber wiederum sind die betreffenden Informationen zu unspezifisch. Sie sagen uns nicht, wann - wo - aus welcher Richtung - wie hoch die Flut kommen wird. Sie sagen auch nicht, wie schnell und groß der Meteor sein wird. Wir werden somit allenfalls bestätigt und motiviert, die Sache mit Fluten und Impakten auch wirklich todernst zu nehmen. Aber in diesen realen, konkreten und materialistischen Fragen - wo muss ich hinstehen, dass es mich nicht trifft - helfen uns solche Texte überhaupt nicht weiter. Dabei ist das Rating, also die Bonität, für die "liebe Frau" von Amsterdam in meinen Augen ein AAA, während ich Velten ein CCC und der letzten Prager Sibylle ein BBC geben würde.

Wie gesagt: dies ist nur meine Meinung, die ich niemand nahelegen, geschweige denn aufzwingen will.

Ein schönes Wochenende, auch für alle Mitleser, wünscht

Gerhard


***) Die katholische Kirche war und ist noch (wie viele andere geschichtliche Institutionen) eine reine Männerbande. Während die Jungmännerbanden in der Geschichte meist losschlagen wollen, sind die Altmännerbanden eher mit Herrschaftszementierungen beschäftigt, dazwischen stehen die mittleren Jahrgänge mit ihren expansiven "Reichsideen". Diese Männerbanden unserer patriarchalischen Gesellschaft haben uns über die letzten 5000 Jahre die ganzen elenden Kriege beschert. Es hat das eine gewisse Berechtigung gehabt, da durch den permanenten Wettbewerb eine enorme technische und wissenschaftliche Entwicklung angestoßen wurde. Aber wenn wir so weitermachen, dann zerstören wir uns. Wir müssen deshalb dem wahren (nicht feministischen) weiblichen Element in unserer Gesellschaft wieder seinen natürlichen Rang und Raum zurückgeben, dürfen es nicht weiter so verdrängen und verzwängen wie bisher. Das gilt für alle gesellschaftlichen Bereiche, also auch für den der "Religion". In diesem Zusammenhang sind, für die katholische Kirche gesprochen, die Marienerscheinungen und die Bemühungen um die Änderung des Dogmas (Maria als Miterlöserin) zu sehen. Desgleichen auch die damit (entfernt) zusammenhängende Forderung, dass nicht wenige Völker über die ganze Welt herrschen, sondern alle Völker gleichberechtigt und kooperativ auf diesem Planeten miteinander leben sollen. Und um diese Themen geht es der "lieben Frau aller Völker", wobei sie die katholische Kirche auffordern wollte, hier interne Änderungen vorzunehmen. Das ist in (sehr schwachen) Ansätzen bereits geschehen, wird sich aber erst nach dem (nicht mehr allzu fernen) Untergang des Papsttums mit voller Kraft weiter entwicklen können.

falsche herangehensweise

Berserker @, Samstag, 23.01.2010, 14:18 vor 4288 Tagen @ Gerhard (5125 Aufrufe)

Diese Männerbanden unserer patriarchalischen Gesellschaft haben uns über die letzten 5000 Jahre die ganzen elenden Kriege beschert.

Gibt dennen die schuld, die sie mit wissen erschaffen haben um ihre ziele durchzusetzten !

wie und wo das hinführt und was so grob vorgesehen ist aus dem sich durhaus ein zeitplan prophetisch relevant herausleiten läßt findet man nachstehend zu genüge.
infokrieg
prisonplanet

zu den schriften die nochnicht durch eine wüstenvolk nach gutdünken zur lenkung von völkern umgeschrieben und voll von dogmend sind und das wie wo warum weshalb beleuchten gibts hier genug ursprünglichen lesestoff.
man beachste das das systhem viel größer ist als man es vermuten würde.
vieleicht findet der ein oder andere was er immer schon suchte - auch zukunfts/prophetie relevant wie man beim lesen feststellen wird.

thuletempel
für den den der name abstöhst ! es ist nichts wie es scheint.
mfg
Berserker

Namen nennen!

Gerhard @, Samstag, 23.01.2010, 15:28 vor 4288 Tagen @ Berserker (5149 Aufrufe)

Hallo, Herr Berserker!

Wer sind denn "die", die "erschaffen haben" und "ihre Ziele durchsetzen wollen"? Nenne ihre Namen! Das sind auch nur Männerbanden!

Wenn Du mir Links empfehlen möchtest (die ich übrigens alle bestens schon kenne), dann lass Dich umgekehrt von mir anregen einmal da vorbeizuschauen:

http://www.isgp.eu/

(musst Dir aber gehörig Zeit nehmen!)

Da findest Du sehr viele Namen von noch lebenden und nicht allzulange verstorbenen Männern. Alles Männer!!! Und alle organisiert in Banden, die angeblich die Welt verbessern und verändern wollen, in Wirklichkeit aber nur ihren eigenen Vorteil suchen - und deshalb im Endeffekt die anderen Menschen nur terrorisieren, ausbeuten und töten.

Habe ich jemand Schuld zugeschrieben?
Die Dinge geschehen.
Man kann sie nur betrachten, zu verstehen versuchen und zu beschreiben.
Schuld gibt es i.d.R. nur individuell, zuallererst bei mir selbst.
Ob ich den Mund öffne - oder nicht.
Zur Waffe greife - oder nicht.

Damit wir aber das Forum nicht für falsche Themen missbrauchen, und da Du offensichtlich für die Welt des "Thule-Tempel" Sympathien hast, beantworte mir bitte folgende Frage oder gib mir Deine Meinung dazu:

Welcher "schwarze Stein" ist in dem folgenden Text aus der Prophezeiung von Johannes XXIII. gemeint (Seite 173)> Der schwarzlila Stein aus der Offenbarung/Höllenreise des Isaia? Also der des Ritters vom Schwarzen Stein? Oder der altbekannte schwarze Stein, der in Mekka liegt?

UK-UBUK – Der schwarze Stein ist der, den du suchtest, aber ändere jetzt seine Farbe. Und das vergoldete Grau wird dir folgen, mit erhobenen Händen, jenseits des Kalvarienberges. Es gibt ein Zeitalter für alle Völker, deines.

Mit goldenen Grüssen!

Gerhard

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irgend ein "Schreiberling"

BBouvier @, Samstag, 23.01.2010, 15:26 vor 4288 Tagen @ Gerhard (5355 Aufrufe)
bearbeitet von Moderator, Samstag, 23.01.2010, 18:14

Meine Vermutung geht dahin, dass irgend ein "Schreiberling" auf den Velten aufmerksam wurde und dessen Visionen (die durchaus authentisch gewesen sein mögen) dann aufbereitet und in diese Schrift hinein verpackt hat. Dieser "gedruckte" Velten ist nicht mehr Urgestein - sondern zugehauen, geschliffen und poliert.

Hallo, Gerhard!

1)
Meine Beurteilung des uns vorliegenden Textes "Velten"
deckt sich mit Deiner obig zitierten.
Mich deucht, "Velten" (oder wer auch immer -eher!)
hat Prophezeiungen einem "Journalisten" zur Kenntnis
gebracht, der sie dann veröffentlicht hat.
Falls denn überhaupt ein persönlicher
Kontakt "Velten"-Journalist überhaupt jemals
bestanden haben sollte.
(siehe unten)

Ein m.E. ganz massives Indiz dafür ist, dass
dort lauter in sich geschlossene "Scenen" eigentlich
doch nur eines Gesamtgeschehens
völlig unzusammenhängend und nacheinander:
- 2 Fehlernten * Hunger/Not * Aufruhr
- "Komet" plus folgendes Erdbeben
- Krieg
- entsetzliche Kälte
- Säureregen * "Pest * Massensterben
...geschildert werden, die fast durchgängig durch
"zwei reiche Jahre, gesegnet an Frucht, Wein,
Obst und Futter...etc"

unbedarft voneinander getrennt wurden.

So dass der uninformierte Leser vermeint,
das alles zöge sich wohl über mehrere
Jahrzehnte hinweg hin:
Lauter unterschiedliche Einzelkatastrophen,
jeweils getrennt durch "zwei oder drei gar köstliche Jahre".

Da hat doch offenbar Jemand sich die Bilder
schildern lassen - alle schön nacheinander -
und sie dann auch so zu Papier gebracht.
Weil er selber keine Ahnung hat.
Und das kann "Velten", als Seher, selbst auf keinen Fall
gewesen sein.

2)
Im Anschluss an die Bilder folgen drei Druckseiten
wirrer und nicht zutreffender Schwaronaden.
Und diese hier ist definitiv nicht von vor 1865:
=>
"...längst (hat) der Bürgerkrieg in Amerika (1861-65 !)
aufgehört und...etc..."
Der US-Sezessionskrieg wird also als bekannt vorausgesetzt!
Hier wird "Velten" damalige Gegenwart als Prophezeiung
ex eventu untergeschoben.

Gefolgt von der Vermutung, Russland führe wohl
irgendwann wieder mal einen seiner vielen Kriege
mit der Türkei.
Jedoch stimmt da rein gar nichts
mit dem Krieg von 1877 überein:
=>
- die Türkei fällt nicht auseinander
- eine Schlacht vor dem Mauern Konstantinopels gibt es nicht
- der Sultan muss nicht fliehen
- in russischer Prinz wird nicht Statthalter in Konstantinopel
- obiger Prinz trägt nicht die Krone Jerusalems
- Russland gewinnt den Krieg nicht
- Österreich steht auch nicht auf der Seite Russlands:
Im Gegenteil! => Österreich machte teilmobil und liess
in der russischen Flanke Armeen aufmarschieren, die die Russen
bedrohte und Russland nötigte, dorthin ebenfalls Deckungs-Kräfte
zu disloziieren.
Was einer der Hauptgründe des russischen Scheiterns war.
Das hat Russland Österreich nie verziehen und war
einer der Hauptauslöser für den Ersten Weltkrieg.
Wie Lörzer (der damalige Herausgeber der mir vorliegenden
Quelle) auf die schier unverfrorene Behauptung kommt,
der Krieg von 1877 sei ja völlig richtig gesehen worden,
erschliesst sich mir nicht.
Offenbar rechnet er mit der Dummheit seiner Leser.

Sodann folgt noch *hehe*:
=>
- Frieden in Deutschland
- reichliche Ernten
- milde Frühlinge
- keine Nachtfröste
- kein Ungeziefer an den Blüten
- Tagelöhner verdienen schönes Geld
- Felder werden mit dem Dampfpflug beackert
- Rohheit nimmt ab
- Wirtshäuser ohne wüste Lieder
- weniger Prozesse
- Ärmere können nun heiraten
- Segen dem Familienleben
=>
Billigschwadronade pur!

So dass ich davon ausgehe,
Teil II sei erst später mal
- und nicht vor 1865 -
zu "Veltens" Schauungen dazufabuliert worden.

Falls sich der Autor nicht überhaupt nur dessen
bekannten Scharfrichter-Namens bedient hat,
um gegen 1866 teils echte Schauungen zu Papier
zu bringen.

"Velten" war zu diesem Zeitpunkt
ja bereits lange tot und konnte sich nicht mehr wehren.

3)
Im übrigen halte ich die Schilderung der "Kälte"
durchaus für nicht unwichtig.
Sonst läge darüber doch keine Schau im Zusammenhang
mit dem Gesamtgeschehen vor.
Für sehr gut möglich erachte ich, es handele sich
dabei um den barbarischen Winter, der auf den "Kältesommer" folgt.

Gruss,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Außerdem zu Velten

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 23.01.2010, 18:58 vor 4288 Tagen @ BBouvier (5188 Aufrufe)

Hallo!

Und offenbar setzt er auch Kaiser Napoleon III., der ab 1848 herrschte, als bekannt voraus:

"Aber der lange blutige Kampf hat die Kriegslust der Amerikaner in Flammen gesetzt und im wilden Ungestüm werfen sich ihre Meere, als sie untereinander ihren Streit abgemacht hatten, beinahe noch von den Schlachtfeldern hinweg auf das benachbarte Reich Mexiko, über welches Reich der Kaiser Napoleon. nachdem er den Freistaat erobert, einen österreichischen Prinzen als Kaiser gesetzt hatte."

Ganz sicher kann das jedoch nicht von Velten selbst stammen, denn das Pferdebuch von 1835 wurde bereits aus dem Nachlasse veröffentlicht. Der Text geht jedoch ganz beiläufig von Tatsachen des Jahres 1865 aus.

Der ganze letzte Teil ab, "Die Kriegswolken und Kriegswetter haben sich verzogen und haben ausgestürmt - nur in weiter Ferne in entlegeneren Ländern grollen sie noch...", unterscheidet sich frappant vom Rest der Prophezeiung.

Im ersten Teil sind u. a.:
- Erdbeben
- Harte Winter
- Hungersnöte
- Himmerlskörper
- Säureregen
- Nebensonnen, etc.

Das sind Dinge, die man sich nicht einfach so ausdenken kann, und darüber hinaus nichts Politisches. Die Sachen klingen echt...
Im letzten Teil werden die Aussagen dann international (es tauchen Ländernamen auf) und liegen nur noch falsch.

Womöglich wollte hier jemand eine alte Prophezeiung veröffentlichen, jedoch fehlte im der Bezug zur eigenen Gegenwart, so daß er diese Schwadronade darangehängt hat. Man bringt die Sache ja viel besser unter die Leute, wenn man auf den Titel z. B. etwas schreiben kann wie: "Prophezeiungen für unsere unmittelbare Zukunft"

Es stellt sich aber die Frage, wenn schon der letzte Teil nicht original Velten ist, warum es dann der erste sein soll.

Im äußersten Falle stammt der ganze Text nicht von Velten und er wurde ihm nur untergeschoben, vielleicht weil jemand einen bekannten Namen verwenden wollte. Velten konnte sich 1865, mindestens 30 Jahre nach seinem Tode, ja nicht mehr wehren.

Der Velten von 1835 war Scharfrichter.
1865 heißt es jedoch, er sei in den Alpen geboren und bei den Schafen aufgewachsen, sitze in einer einsamen Hütte. Kein Wort vom Scharfrichterberuf.
Scharfrichter stammten jedoch aufgrund des schlechten Rufes des Berufes aus Sippen, in denen der Beruf weitervererbt wurde. Das hätte freiwillig kein anderer gemacht; schon keiner, der in den Bergen als Schäfer aufgewachsen ist.

Hier hat jemand in einem Ahnenforschungsforum Scharfrichterfamilien aufgezählt:
http://forum.ahnenforschung.net/showpost.php?p=140427&postcount=32

Unter "V" steht unter anderem: Velten.

Der Mann war garantiert Scharfrichter und stammte aus dem gleichnamigen Scharfrichtergeschlecht.
Dann war er aber kein Alpenschäfer und was uns hier als Prophezeiungen eines solchen dargeboten wird, stammt sicher nicht von Velten, sondern wurde unter seinen Namen veröffentlicht.

Ich will gar nicht mal ausschließen, daß der echte Kern der Aussagen tatsächlich aus Veltens Nachlass stammt und dort unter "Prophezeiungen eines Alpenschäfers" rangierte. Dann hat hier aber jemand Mist gebaut, indem er dazudichtete und den Überbringer mit dem Seher verwechselte.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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7x13 plus 1x13 = 104

BBouvier @, Samstag, 23.01.2010, 22:37 vor 4288 Tagen @ Taurec (5212 Aufrufe)

Danke, Taurec!

Völlig einverstanden.

Der uns vorliegende Text zerfällt in zwei Teile:
=>
Einmal um mehrere Schilderungen des uns interessierenden
Gesamtgeschehens, - jeweils mit einem eigenen Themenschwerpunkt -
dessen Herkunft völlig unklar ist.
Und andererseits um an diesen Text angehängte
freie Fabulierungen des veröffentlichenden Schriftstellers.

Und Jener vermeint irrig, die Schilderungen des ersten Teiles
ereigneten sich nacheinander, - jeweils getrennt
durch "gute Jahre".

Und der Verfasser endet dementsprechend mit:
"So wären 13 Jahre und ihre schweren Ereignisse
wie ihr glückliches Ende dem lieben Leser vor Augen gestellt,
um ihn zu stärken...etc...etc..."

"13" als eine abstrakt-symbolische Unglückszahl.
Und "Velten" lässt er dann offenbar 7x13 plus 1x13 = 104
Jahre alt werden.

Gruss,
BB

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Da haben sich wohl alle möglichen Kriege vermischt?

Georg @, Mittwoch, 27.01.2010, 20:33 vor 4284 Tagen @ BBouvier (4926 Aufrufe)

Hallo beisammen,


Denke mir.

Da haben sich beim Seher auf den letzten Seiten wohl
- wie oft bei Prophezeiungen - alle möglichen Kriege
vermischt.

Ich bringe zwei Beispiele:

1.
Der Konflikt zwischen den USA und Frankreich um
den Einfluß in Mexiko.

Wir wissen, die Sache hat damit geendet, dass
der Bruder des österreichischen Kaisers Franz Josef,
der sich von Napoleon III. dazu überreden ließ
als sein Verbündeter die Macht in Mexiko zu übernehmen
von dortigen republikanischen Milizen erschossen worden ist.
Das war's dann - kein großer Krieg zwischen den
USA und Frankreich um Mexiko.
(Frankreich wäre unter Napoleon III. wohl gar nicht in der Lage
gewesen einen solchen zu bestehen?)

Trotzdem meint Velten, dass die diesbezüglichen Spannungen
wohl total eskalieren würden.

Hat Velten gesehen, wie die Amerikaner und Engländer im 2. WK, die von
der deutschen Wehrmacht kontrollierte Atlantikküste
bombardiert und erobert haben und die dort stationierten
deutschen Soldaten fälschlich für Franzosen gehalten?


2. russisch osmanischer Krieg 1877 / 78

Tatsächlich ist es den Russen in harten und verlustreichen
Kämpfen gelungen, die Gebirge des Balkans zu überwinden.
Die russischen Armeen sind drauf und dran gewesen
schnurstraks nach Istanbul vorzustossen,
was das Ende des osmanischen Reiches bedeutet hätte.
Für die Russen wäre ein uralter Traum in Erfüllung gegangen....


Es war aber nicht im Interesse des britischen Weltreiches,
dass die Russen an den Bosborus kommen, wesshalb
Primierminister Gladstone dem Zarenreich mit einem weltweiten
Krieg gedroht hat, für den Russland aber nicht gerüstet war,
wesshalb der Zar sein eigentlich siegreiches Heer zurückpfeiffen musste.
Russland musste sich letztlich im Wesentlichen mit der Unabhängigket für die orthodoxen Brüdervölker Rumänien und Bulgarien zufrieden geben.
Ein Umstand der bei russischen Nationalisten großen Unmut hervorrief.
Haben doch die verlustreichen Kämpfe am Balkan nicht nur hohe Kosten,
sondern auch viel russisches Blut gefordet.

Klar, beim ersen diesbezüglichen russischen Versuch,
dem Krimkrieg war die Niederlage Russlands - wie von BB bereits beschrieben
- auch dem Umstand geschuldet, dass das österreichische Kaiserreich natürlich
auch kein Interesse daran gehabt hat, dass die Russen an den Bosborus kommen
und sich am Balkan breit machen.

Aber, österreichische Truppen, die donauabwärts große Gebiete erobern,
das ist wohl ein Szenario, dass eher in die kommenden Konflikte passt.
einige weitere Quellen deuten ähnliches an.
z. B.:
Österreich wird es gut ergehen, wenn es nicht zu lange wartet

Österreich könnte sich zu einem derartigen Schritt gezwungen sehen,
weil es - wie eine Schweizer Seherin meint - stark unter
Plünderungen und Anarchie vom Balkan her leidet.


mfG Georg

Nachtrag

Georg @, Mittwoch, 27.01.2010, 20:51 vor 4284 Tagen @ Georg (4877 Aufrufe)

Es passt aber sehrwohl zu den kommenden Szenarien,
dass zuerst einmal die Russen durch die
Türken marschieren.
(Zu einer Zeit, wo die USA wahrscheinlich hauptsächlch
mit sich selbst bechäftigt sein dürften).

Am End oder irgendwann "danach",
soll die Metropole am Balkan wieder
christlich werden und ein Bruder oder Sohn?
des Zaren dortiger König.


Beatrix Schuhmann, Ludovico Rocco


mfG Georg

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stöhn

BBouvier @, Mittwoch, 27.01.2010, 21:33 vor 4284 Tagen @ Georg (4917 Aufrufe)

Wir wissen, die Sache hat damit geendet, dass
der Bruder des österreichischen Kaisers Franz Josef,
der sich von Napoleon III. dazu überreden ließ
als sein Verbündeter die Macht in Mexiko zu übernehmen
von dortigen republikanischen Milizen erschossen worden ist.

Ja.
Aber der Fälscher 1865 das Ende noch nicht.

*stöhn*
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Viele Quellen versiegen und an vielen Stellen sprudelt heißes Wasser hervor

Georg @, Freitag, 22.01.2010, 13:04 vor 4289 Tagen @ Fred Feuerstein (5377 Aufrufe)

Hallo beisammen,


Viele Quellen versiegen und an vielen Stellen sprudelt heißes Wasser hervor

Danke für den interessanten Hinweis.

Das gesunde, heilsame Quellwasser ist nach Schauberger natürlich, soweit es
in unserer zerstörten Natur überhaupt noch existiert, jenes das kalt, bei etwa 4° Celsius, also beim Anomaliepunkt des Wasser aus der Erde tritt.
Umso weiter oben am Berg die kalte Quelle austritt (bzw. deren Wasser im inneren des Berges levitativ nach oben gezogen wird, wie in den Kapillaren eines Baumes oder wie beim Blutkreislauf eines Tieres oder eines Menschen), umso gesünder soll sie sein.


Das warme Wasser das vulkanisch nach oben gedrückt wird,
ist offensichtlich eine ganz andere Sache, die mit der Heilsamkeit des
echten Quellwasers nichts zu tun hat.

Ob die Wasser, die während der Pestepidemie - ich den Artikel vor kurzem wieder mal verlinkt - von 1348 zusätzlich ausgetreten
sein sollen wohl auch warm gewesen sind?

hier noch ein kurzes Zitat:

Trinkwasser ist nicht nur belastet, sondern auch „tot“!
Die Wasserwerke bemühen sich, chemisch möglichst wenig belastetes Trinkwasser aufzubereiten. Für viele Parameter wie Asbestfasern oder Östrogene gibt es allerdings noch nicht einmal Testverfahren! Außerdem: Wasser lässt sich nicht auf die Formel H2O reduzieren. Wasser ist nicht nur Lösungsmittel von Schadstoffen und Lebensmittel Nummer 1, sondern auch Informationsträger. Wasser kann feinstoffliche Informationen speichern und wieder abgeben. Bewegtes Quellwasser hat zum Beispiel eine hohe Energie oder Schwingung, während biologisch totes Wasser aus Wasserrohen eine niedrige Schwingung hat. Der Wissenschaftler Dr. George Lakhovsky suchte Anfang des Jahrhunderts nach den Ursachen der Ausbreitung der Krebserkrankung. Er fand heraus, dass in Dörfern, in denen keine kanzerösen Erkrankungen vorkamen, keine Wasserleitungen anzutreffen waren, sondern die Wasserversorgung durch Brunnenwasser gesichert war, die von nahegelegenen Quellen gespeist wurden.

Wasser www.eurotinnitus.com/de/amalgam1.htm

mfG Georg

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