Erstveröffentlichung der Rill'schen Feldpostbriefe (Ende 1951) (Schauungen & Prophezeiungen)

randomizer @, Sonntag, 01.11.2020, 06:54 vor 191 Tagen (1638 Aufrufe)
bearbeitet von randomizer, Sonntag, 01.11.2020, 07:09

Hallo miteinander,
seit einigen Jahren bin ich euch noch die Quelle der Erstveröffentlichung der Rill'schen Feldpostbriefe schuldig. Ihr seid hier zwar gut mit der Quellenlage vertraut, der bisherige Stand sei aber trotzdem kurz nochmal zusammengefasst:
Rills Feldpostbriefe samt Hintergrundgeschichte wurden Mitte 1953 durch die Veröffentlichung Frumentius Renners1 erstmals einer kleineren (bayerischen) Leserschaft bekannt, Ende 1955 folgte ein ähnlicher Artikel in dem überregionalen parapsychologischen Periodikum "Neue Wissenschaft"2. Die Geschichte wird von Renner seriös und unaufgeregt dokumentiert, seine beiden Veröffentlichungen in den kleinauflagigen Zeitschriften blieben aber weitgehend ohne Resonanz und Verbreitung. Jahrzehnte später erst wird Prof. Hans Bender5 hierauf aufmerksam und rollt Rills Fall nochmals mit einer gründlichen Recherche neu auf. Neben Renners Aufsätzen gibt es noch einen zweiten Überlieferungsstrang, ausgehend von dem Abschnitt "Der 'spinnende' Kriegsgefangene" in Adlmaiers Zweit3- und Drittauflage4. Adlmaiers Kapitel ist offenbar unabhängig von Renner, da Adlmaier Einzelheiten nennt, die Renner (aus Diskretionsgründen) verschweigt. Als Einsender/Quelle nennt Adlmaier nur lapidar den "Klosterpater B." (vielleicht identisch mit dem später bei Bekh erwähnten Rill-Zeugen Pater Balthasar Gehr?), vermutlich war das jemand aus dem Umfeld von Dr. Philipp Arnold, Pater Frumentius Renner, Bruder Valentino Reitberger, Pater Josef Alto Ziegenhaus oder Prof. Max Lepsche.

1) Renner, P. Frumentius: „Der prophetische Franzose“. in: Missionsblätter : Organ der Erzabtei Sankt Ottilien, 48. Jahrgang, Heft 7/8 (Juli/August 1953), S. 114-117 + Heft 9/10 (September/Oktober 1953), S. 152-155
2) Renner, P. Frumentius: „Der prophetische Franzose“. in: Neue Wissenschaft : Zeitschrift für Parapsychologie, Jahrgang 5, Heft 11/12 (November/Dezember 1955). S. 365-371 + Jahrgang 6, Heft 1 (Januar 1956), S. 19-24
3) Adlmaier, Conrad: Blick in die Zukunft : Die Geschichte des Mühlhiasl. Die Voraussagungen des Alois Irlmaier. Traunstein 1955, S. 32 ff.
4) Adlmaier, Conrad: Blick in die Zukunft : Was bayerische Hellseher voraussahen; Geschichte des Mühlhiasl; Geschichte des Sehers von der Saalach. Traunstein 1961, S. 44 ff.
5) Bender, Hans: Kriegsprophezeiungen, Teil I: Der prophetische Franzose. in: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie, 22. Jahrgang, Nr. 1/2, Freiburg 1980, Seite 1-22


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Der Wortlaut der Feldpostbriefe war privat gewiß schon vor Renners Artikel im Umlauf, vielleicht maschinenschriftlich oder als Fotokopie. Nun ist sogar eine frühe gedruckte Quelle der Prophetie aufgetaucht, die bereits von Ende 1951 datiert. In der Literatur blieb diese Erstquelle bisher unberücksichtigt, hier im Forum hatte ich deren Existenz aber vor ein paar Jahren schon angedeutet. Es handelt sich um eine frühe Prophezeiungssammlung aus der Feder von Marcus Varena:

Varena, Marcus: Die kommenden Schicksalsstunden der Menschheit, II. Die Propheten und Prognostiker der Gegenwart. in: Futurum : Wir rufen die Zukunft : Unanhängige und überparteiliche Zeitschrift für Fortschritt, Wissen und Unterhaltung, 1. Jahrgang, Nr. 2, Scheibbs o.J. (1951), S. 5-6


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Der vollständige Wortlaut dort:


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"33. Der dritte Weltkrieg wird nur 28 Tage dauern?
Die Teufelszeit naht!

Eine Vorausschau aus dem Jahre 1914 von einem gewissen Rüll in Untermühlhausen bei Geretshausen in Frankreich greift weit über unsere Zeit in die Zukunft. Sie besagt, daß der 1. Weltkrieg "unter der Fuchtel" weitergehe. "In dieser Zeit wird der Antichrist geboren, im äußersten Rußland von einer Jüdin. Er tritt aber erst in den 50er Jahren auf - dann, wenn der Markustag auf Ostern fällt". Das müßte der 25. April zwischen 1950 und 1960 sein. Vor ihm aber komme ein Mann aus niedriger Stufe und mache in Deutschland alles gleich, er regiere mit Strenge, nehme den Leuten alles durch Steuern und für Kriegsrüstungen weg und strafe sie entsetzlich; es gibt kein Recht mehr, dafür viele Maulhelden und Betrüger und Mörder. Wer zweifelt daran, daß Hitler damit gemeint sein muß? Er ist aber noch nicht der Antichrist, 1932 beginnt es, neun Jahre dauert es (13 Jahre waren es aber, da Hitler diktierte), 1938 beginne der Krieg, der nicht ganz drei Jahre dauere, sobald Volk und Soldaten aufstünden gegen diese Schwindler und die Lumpereien (Witzleben gegen NSDAP). "Wenn sich die Schweiz an Deutschland anschließt, ist der Krieg bald aus." Wir wissen, daß alles zum Einmarsch bereit war. Es wurde im letzten Augenblick abgewendet. Meint der Seher nur dieses oder bezieht es sich auf den 3. Weltkrieg? Denn er sagt weiter. "Deutschland ist zerrissen und ein neuer Mann tritt zutage, der das neue Deutschland aufrichtet. Wer das fleißigste Volk besitzt, erhält die Weltherrschaft. England wird der ärmste Staat Europas sein, denn Deutschland ist das fleißigste Volk. Am Schluß kommt ein Feind und fällt über den Süden Deutschlands her. Er wird aber zurückgeschlagen, da die Narur eingreift. In Süddeutschland wird das große Naturereignis eintreten und alle Welt wird schaulustig dort hinwandern. Da werden die Sieger um Rat zu den Besiegten kommen, denn auch ihnen wird es sehr schlecht gehen. Beim dritten Weltgeschehen, wenn der Feind im Chiemgau einfällt, werden aber die Berge von dort Feuer speien. Bis zur Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleichgemacht und vernichtet. Die Flüsse versickern und werden durch die Naturkatastrophe so seicht, daß keine Brücke mehr nötig ist. Von der Isar an werden die Leute nur Not und Hunger haben. Die schlechten Menschen gehen wirklich zugrunde, und zwar geschieht alles im Winter, wenn es schneit. Das Schicksal der Kirche sieht es wie viele Propheten als schlimmen und verdienten Untergang, wenn er unter anderem dazu sagt: "Die Religion wird gründlich ausgeputzt und gereinigt." Der Papst muß als Verräter fliehen, kommt nach Köln und findet nur Trümmer. Und eine neue Kirche erhält den Siegestriumpf.

Wie schon bei 2 Fällen die Jahreszahl nicht gestimmt hat, so auch bei seiner Prophetie, daß 1949 der Aufstieg und Friede beginnen werde. Es ist interessant festzuhalten, daß schon ein anderer der neuen Hellseher, Johannes Friede, das Jahr 1949 als Ende aller Kriegsgefahren usw. zu | Unrecht voraussagte. Ich gehöre bei aller Kritik, die ich immer wieder bei Angaben fester Daten üben muß, nicht zu denen, die ein fehlgegangenes Datum allzu tragisch nehmen. Es ist gewiß unverantwortlich, einen fixen Zeitpunkt für besonders wichtige Weltereignisse anzugebenm gewiß blamabel und voreilig, aber wir hatten schon einmal festgestellt, daß die Seher deshalb nicht auch inhaltlich Unrecht haben müssen. Datum und Inhalt sind zwei grundverschiedene Begriffe. Es muß bei Angabe von 1949 als Wendepunkt etwas uns Unbekanntes
dazwischengefunkt haben, woraus sich das falsche Datum ergab. Am vorausgesehenen Inhalt ändert dies gar nichts. Es bleibt abzuwarten, was Wahres daran ist. Die heutige Weltsituation läßt jedoch rein prognostisch aus das durchaus mögliche Eintreffen vorgesagter Prognosen schließen. Denn hören wir weiter: "Die Leute sinken immer tiefer in der Moral, Haß und Neid wachsen wie das Gras. Der gute Mensch kann fast nicht mehr bestehen (nur die Gauner, oben wie unten, sind Besitzer, die anderen sind elend und beladen). Regierungen können ihr Ziel nicht erreichen, denn sie lösen einander ab. Die Leute bedienen sich aller möglichen Ausreden und Religionen (hunderte Sekten stehen auf und "verkünden"). Das dritte Unheil bricht herein, furchtbar wird es zugehen. In Süddeutschland bricht der Feind herein (1914 vorausgesagt, wer hätte das damals ernst genommen?) Angst und Schrecken herrschen. Die Leute können jetzt gute Lehren ziehen. Aber es ist zu spät. Dann geschieht das oben Erwähnte. Die Engländer, Amerikaner und Franzosen* werden mit sich selbst genug zu tun haben. Der 3. Weltkrieg wird nur 28 oder 58 Tage dauern. Wann das sein wird? Wir werden nicht allzu lange Zeit darauf warten müssen, wenn die Weltverantwortlichen so weiterregieren."

- - - - - -

Auffälligerweise ist in dieser Quelle weder von Briefen noch dem prophetischen Franzosen selbst die Rede, es wird lediglich auf Rühl (statt Rill) aus Untermühlhausen verwiesen. Der epitomisierte Text konzentriert sich auf die vermeintlich noch ausstehenden Prophetien Rills. Die Relevanz der mündlichen Ergänzungen für die (zu korrigierende) Interpunktion bei Adlmaier hatte ich bereits 2014 betont. Es muß dort korrigiert lauten: "Die kriegführenden Staaten seien Rußland gegen Türkei, Deutschland, Polen[.] < < < Frankreich, England und Amerika seien mit sich selbst beschäftigt."

@Ulrich: Deine originelle Idee, die Echtheit des 2. Briefe zu bezweifeln bzw. dessen Authentizität getrennt/unabhängig vom 1. Brief zu prüfen, hat mich beeindruckt, verblüfft und sprachlos gelassen. Die These, der erste Brief sei authentisch (1914), der zweite jedoch nachträglich (~1946) verfasst, ist dermaßen kühn, daß ich mich dazu bisher nicht äußern mochte. Deine vorgetragenen Argumente sind legitim und prüfenswert, ich mag Deiner Schlußfolgerung aber noch nicht ganz folgen. Immerhin wiegt die implizite Unterstellung der Unaufrichtigkeit Rills schwer, solch ein Vorwurf muß besonders gut begründet sein. Vielleicht finde ich nochmal Muße und Zeit, Deine These gründlicher abzuklopfen, auf jeden Fall behalte ich sie künftig stets im Hinterkopf.

Viele Grüße!
randomizer

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Zu Varenas Quelle und zum Fälschungsverdacht

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 01.11.2020, 08:06 vor 191 Tagen @ randomizer (1251 Aufrufe)

Hallo, Randomizer!

Schön, wieder von Dir zu lesen, und endlich mal wieder ein quellenkundlicher Artikel! :clap:

Auffälligerweise ist in dieser Quelle weder von Briefen noch dem prophetischen Franzosen selbst die Rede, es wird lediglich auf Rühl (statt Rill) aus Untermühlhausen verwiesen.

Interessant, daß Varena offenbar so falsch informiert war, daß er sogar dachte, "Rüll" wäre selbst der Seher und lebte in einem Orte "Untermühlhausen bei Geretshausen in Frankreich". Da ist einiges durcheinandergeraten.
Varena kann offenbar keinen direkten Kontakt zu Frumentius oder seinem Umfelde gehabt haben. Vielmehr ist anzunehmen, daß der Brieftext über Umwege zu ihm gelangte, woraus sich auch offensichtliche Verschiebungen wie "und zwar geschieht alles im Winter" statt des eindeutig als Allegorie auf den Fall der schlechten Menschen gemeinten "als wie wenn's im Winter schneit" erklärt.

Nachdem die Stelle "Die Engländer, Amerikaner und Franzosen werden mit sich selbst genug zu tun haben. Der 3. Weltkrieg wird nur 28 oder 58 Tage dauern" in den Feldpostbriefen selbst gar nicht vorkommt, sondern allein "mündlich" überliefert ist, läßt sich wohl zumindest der Ausgangspunkt der Überlieferungskette festmachen, denn bei Behk steht hierzu: "In einer mündlichen Unterhaltung erzählte übrigens der Feldpostbriefschreiber des Ersten Weltkriegs am 07. August 1947 dem aus seinem Heimatdorf stammenden P. Balthasar Gehr [...]".
Wenn Varena bereits 1951 davon wußte (die Stelle war bislang erst bei Adlmaier 1961 nachgewiesen), muß er die Kunde der Feldpostbriefe wohl irgendwie von Pater Balthasar Gehr ausgehend (aber wohl nicht direkt von ihm) erhalten haben. Daß es sich um einen französischen Seher im Elsaß handelte, von dem Rill in Briefen lediglich berichtete, ging dabei irgendwie verloren.

@Ulrich: Deine originelle Idee, die Echtheit des 2. Briefe zu bezweifeln bzw. dessen Authentizität getrennt/unabhängig vom 1. Brief zu prüfen, hat mich beeindruckt, verblüfft und sprachlos gelassen. Die These, der erste Brief sei authentisch (1914), der zweite jedoch nachträglich (~1946) verfasst, ist dermaßen kühn, daß ich mich dazu bisher nicht äußern mochte. Deine vorgetragenen Argumente sind legitim und prüfenswert, ich mag Deiner Schlußfolgerung aber noch nicht ganz folgen. Immerhin wiegt die implizite Unterstellung der Unaufrichtigkeit Rills schwer, solch ein Vorwurf muß besonders gut begründet sein. Vielleicht finde ich nochmal Muße und Zeit, Deine These gründlicher abzuklopfen, auf jeden Fall behalte ich sie künftig stets im Hinterkopf.

Ja, das ist eine beachtliche Theorie, die einiges für sich hat. Zum einen stimmen die Angaben zwar bis zur hypothetischen Abfassung des Briefes, seitdem aber nicht mehr (was ein typisches Zeichen für ex eventu wäre); zum anderen scheint um 1950 herum wieder so ein zeitlicher "Fokuspunkt" gewesen zu sein, auf den sich die Naherwartung der Prophezeiungsszene konzentrierte. Nicht nur Adlmaiers Irlmaierschöpfung favorisierte einen "dritten Weltkrieg" 1950, für dessen Nichteintreffen er dann nachträglich eine fadenscheinige Erklärung lieferte, auch Gustafssons Johansson datierte einen Krieg "gegen die Russen und Franzosen im Jahre 1953 oder 1958". Die Feldpostbriefe schlagen in die gleiche Kerbe, was den Eindruck einer zeitgenössischen Schöpfung oder Bearbeitung unter dem Aspekt der damaligen Naherwartung zumindest verstärkt.
Konkreter, mutmaßlich eingetroffener Ereignisse stehen im zweiten Feldpostbrief im Wesentlichen:

  • Der Verlust der Krieges 1945
  • Die beginnende Ost-West-Spaltung, die in den Kalten Krieg mündete.
  • Das "teuflische Verbrechen", das den Deutschen angelastet wird und von dem sie sich (zumindest damals noch) zu emanzipieren versuchten.

Bislang als der weitgehende Abzug der Besatzungstruppen nach dem Ende der UdSSR und richtige Vorausschau interpretiert ist die Stelle: "Die Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab mit der Beute des Geraubten, was ihnen auch sehr viel Unheil bringt, [...]" Diesbezüglich wäre zu diskutieren, ob es sich hierbei überhaupt um eine korrekte Vorausschau auf 1989–1991ff. handelt, oder nicht vielmehr um eine falsche Projektion in die nahe Zukunft um 1950 (baldiger Abzug der Besatzungstruppen und "drittes Weltgeschehen"), die nicht eingetroffen ist und nur zufällig 40 Jahre später durch dazu passendes Ereignisse eine scheinbare Erfüllung erfuhr.

Der Rest des zweiten Briefes enthält tatsächlich überwiegend Angaben zum "dritten Weltgeschehen", die offensichtlich auf dem europäischen Prophezeiungskanon und den typischen Akten seines Dramas fußen:

  • Sittlich-moralischer Verfall und Niedergang
  • Überfall durch Rußland (Gog und Magog aus dem Osten)
  • Diffuse Naturereignisse als Gottesstrafe
  • Vernichtung der Bösen (der russischen Machthaber)
  • Renaissance des reinen Christentums und Wiederaufstieg

Gemessen daran ist am zweiten Feldpostbrief "wenig Fleisch" und es gibt im Sinne einer dialektischen Pro- und Contrabetrachtung eigentlich kaum etwas, das sich ins Feld führen ließe, um die von Ulrich vorgebrachte Fälschungstheorie zu entkräften.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

zu "Marcus Varena" und die Feldpostbriefe

Ulrich ⌂ @, Germering, Mittwoch, 04.11.2020, 19:05 vor 188 Tagen @ Taurec (1000 Aufrufe)
bearbeitet von Ulrich, Mittwoch, 04.11.2020, 19:10

Hallo Taurec,

Bislang als der weitgehende Abzug der Besatzungstruppen nach dem Ende der UdSSR und richtige Vorausschau interpretiert ist die Stelle: "Die Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab mit der Beute des Geraubten, was ihnen auch sehr viel Unheil bringt, [...]" Diesbezüglich wäre zu diskutieren, ob es sich hierbei überhaupt um eine korrekte Vorausschau auf 1989–1991ff. handelt, oder nicht vielmehr um eine falsche Projektion in die nahe Zukunft um 1950 (baldiger Abzug der Besatzungstruppen und "drittes Weltgeschehen"), die nicht eingetroffen ist und nur zufällig 40 Jahre später durch dazu passendes Ereignisse eine scheinbare Erfüllung erfuhr.

ich meine, weder noch.
Jeder Leser nach dem Oktober 1946 wusste, worauf diese Phrase verweist, weil es durch die Tagespresse ging und ein Politikum war:

1945/46 fand seitens der USA die "Operation Overcast"/"Operation Paperclip" statt.
Die Russische Version, "Aktion Ossawakim" wurde am 21. /22. Oktober 1946 durchgeführt.
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51987

Nur wir "Schauungsgläubigen" deuten das um, um dann doch wenigstens einen visionären "Treffer" für den zweiten Brief verbuchen zu können, und damit das Festhalten an den restlichen Zukunfts-Phantasien zu rechtfertigen.

Ebenso wie bezüglich der Passage, "kommt die ganze Lumperei auf", die sogar Renner selbst nicht in seine morbiden "heils"-geschichtlichen Untergangserwartungen einbezog, sondern - spätestens 1990 - ganz unmissverständlich der Vergangenheit zuordnete, den 30er/40er Jahren: "gemeint war unverkennbar die Hitlerzeit"
https://schauungen.de/forum/index.php?id=53722

Falls man den Faden eines "gefertigten" zweiten FPB verfolgen will, hätte ich Gründe, in Richtung des Dunstkreises um Prof. Max Lebsche (nicht Lepsche) zu suchen, ultrakonservativ katholisch, als Monarchist politisch aktiv, in Vertrauenspositionen (ja, Plural) seitens der Alliierten. Auf diesem Mist sind auch zahlreiche andere Fälschungen und Erfindungen gediehen, wie man nach einem Blick in die Tonne weiß.

Nebenbei: "Marcus Varena", meines Wissens ein Pseudonym, möglicherweise Pino Buchner, den aber auch kein Schwein kennt, schreibt in seinem Traktat konsequent "diplomatisch" dreimal "Feind", nicht wie Rill "Russland", obwohl er aus beiden Briefen ansonsten weitgehend wörtlich zitiert.
Das liest sich dann gestelzt so:
"Am Schluß kommt ein Feind...", "...wenn der Feind im Chiemgau einfällt...", "...In Süddeutschland bricht der Feind herein".
Das ist, in meinen Ohren, der typische Jargon politischer Propaganda.

Gruß
Ulrich

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Dichtung oder Wahrheit?

BBouvier @, Dienstag, 10.11.2020, 16:36 vor 182 Tagen @ Taurec (787 Aufrufe)

Hallo!

Frage:
Hat da Jemand beim Dichten nicht aufgepaßt?
=>
Fälscher Adlmaier (1961):
In einer mündlichen Unterhaltung erzählte der Soldat des Ersten Weltkrieges (R. d. V.)
einem Pater des Missionsklosters O. namens P. B. G.
(der Name ist dem Verfasser bekannt. D. V.)
am 07. August 1947:
‚Die kriegsführenden Staaten seien Rußland gegen Türkei, Deutschland,
Polen, (sic!)
Frankreich, England und Amerika seien mit sich selbst beschäftigt
."

Fälscher Behk (1985):
"In einer mündlichen Unterhaltung erzählte übrigens
der Feldpostbriefschreiber des Ersten Weltkriegs am 07. August 1947
dem aus seinem Heimatdorf stammenden P. Balthasar Gehr
(der 1976 in Jakobsberg bei Algesheim lebt)
gleichsam als Ergänzung seiner Briefe von einer anderen Äußerung des Sehers:
‚Die kriegsführenden Staaten seien Rußland gegen Türkei, Deutschland,
Polen (sic!)
und Frankreich. England und Amerika seien mit sich selbst beschäftigt.
‘“

Denn 1914 gab es "Polen" doch noch gar nicht!
Erst nach dem Kriege im Rahmen des Versailler Diktates.

Und Rill wundert sich 1914 überhaupt nicht?? :confused:
Und der "Franzose" müßte die (eher abstrakte) künftige Existenz
eines polnischen Staates "gesehen" haben?? :cool:

Grüße!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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... der weiteren: "Papst Pius 12."

BBouvier @, Dienstag, 10.11.2020, 16:53 vor 182 Tagen @ BBouvier (819 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 10.11.2020, 17:19

Im zweiten Brief lesen wir:
=>
"... der Stuhl 12, den dieser Mann zu dieser Zeit bekleidet,
ist voll Schrecken und Morden
."

Hier wird (angeblich 1914 ) prophezeit, daß Papst Pius 12. (ab 1939 => Zeit des II. Weltkrieges)
den Heiligen Stuhl - den Stuhl Petri in Rom - bekleide.

Mit Prophezeiungen bzw. Schauungen kenne ich mich ein wenig aus.
Eine solche, vergleichbar treffende Aussage (=> 12!!)
zu einer Ziffer, derlei ist mir noch nie untergekommen
und gibt durchaus Anlaß für nicht unerheblichen Zweifel.

Im übrigen gemahnt derlei geschwurbelte Diktion = "der Stuhl 12"
an Irlmaiers Phantastereien auf Basis des Europäischen Prophezeiungskanons:
- die Stadt mit dem eisernen Turm (Paris)
- die Goldene Stadt (Prag)
- die Stadt an der Bucht (Stettin)

Derlei soll (weil doch überhaupt keine Verschleierung)
einem fiktiven Seher nur die affektiert-verschwurbelte Aura des mythischen anpappen. :trost:

Merke:
Es ist gar nicht so leicht, Prohezeiungen glaubhaft zu fälschen.

Grüße,
BB

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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Gratuliere!

Baldur @, Dienstag, 10.11.2020, 18:36 vor 182 Tagen @ BBouvier (783 Aufrufe)

Hallo, BB,

Wie viele haben es gelesen, und niemandem ist es aufgefallen, bis auf Dich und jetzt.

Das ist schon fast ein kampfentscheidender Niederschlag mit vollem Anzählen.

Wenn jetzt noch ein paar Sachen hinzukommen, wars das auch für die Feldpostbriefe.

Rill schrieb ja immer etwas dazu, wenn er an Aussagen Zweifel hegte. Bei Polen schrieb er hingegen gar nichts...

Übel. Noch kein endgültiger Beweis, aber gewichtige Indizien....

Beste Grüsse vom Baldur

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betende Hände

BBouvier @, Dienstag, 10.11.2020, 18:47 vor 182 Tagen @ Baldur (763 Aufrufe)

Danke sehr, Baldur, für Deinen so freundlichen Kommentar!

... die bald nun jahrzehntelange Beschäftigung mit
"Prophezeiungen" = alles nur als lauter Lügen und Betrug demaskiert -
schärft die Sinne ... wohl gleich einem Kunstkenner,
dem man so leicht nicht diese Betenden Hände
https://www.bildhauerei-shop.de/bronze-symbol-betende-haende-rechts-bronze.html?gclid=EAIaIQobChMIpJauxcP47AIVkmDmCh2j7geNEAQYCCABEgJu-_D_BwE
als Original des Meisters andrehen kann. :-D


Herzliche Grüße!
BB

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zum Wirrwarr der Jahreszahlen in den Feldpostbriefen

Ulrich ⌂ @, Germering, Sonntag, 08.11.2020, 18:03 vor 184 Tagen @ randomizer (953 Aufrufe)

Hallo randomizer,

ich meine, man ist daran gewöhnt, auf der Suche nach "Treffern", die Abfolge der Jahreszahlen in den Feldpostbriefen "falsch" zu lesen:
Wenn man die genannten Jahreszahlen unbefangen, also ohne den Hintergrund der sich gegenseitig bestätigenden diversen Fälschungen und Erfindungen von Prophezeiungen liest, stellt sich mir die Frage, warum sowohl Renner als auch Bender das "Dritte Weltgeschehen" in die Zukunft projizierten:

Im ersten Feldpostbrief steht, "Die Zeit beginnt zirka 32...", und "dann kommt die Zeit 38..."

Dann folgt der Einschub:
"Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her...",
"Dann sagt er, daß der regierende Papst dabei sei beim Friedensschluß... und er kommt nach Köln, wo er nur einen Trümmerhaufen findet, alles kaputt..."

Und danach, als Abschluss:
"Und im Jahre 49 kommt erst der Aufstieg..."

Der zweite FPB greift diese Abfolge in umgekehrter Reihenfolge auf:
"Am Schluß dieser Teufelszeit werden dann die geglaubten Sieger an die Besiegten kommen um Rat und Hilfe, denn auch ihr Los ist schrecklich, denn es liegt alles am Boden wie ein Ungeheuer. Er sagte, das soll im Jahre 1949 sein.",
und "...47 und 48 sollen die Jahre dieser wilden Einkehr sein."
und gegen Ende nochmals: "Im Jahre 48 geht die Strafe Gottes zu Ende, und die Menschen werden sein wie die Lämmer und zufrieden wie noch nie."

Ausgerechnet die Jahreszahl "1945", als Ende des zweiten Weltkrieges, die m.E. vom prophetischen Gewicht der anderen Jahresangaben überzeugen soll, wird jedoch in dichterischer Freiheit in prophetischem Jargon verkündet: "Steht an der Jahreszahl vier und fünf, dann wird Deutschland von allen Seiten zusammengedrückt, und das zweite Weltgeschehen ist zu Ende."
Das ist ein bisschen dick aufgetragen, aber verständlich, soll dies m.E. ja den Anschein erwecken, dass es sich bei den Jahren 1947/48 und 1949 nicht um falsche Jahreszahlen für das Ende des zweiten Weltkrieges und den nachfolgenden Neuanfang handelt, was nach der Lektüre des ersten Feldpostbriefes sowohl Renner als auch Bender angenommen haben.

Nun wird also, ex eventu, im zweiten Feldpostbrief 1945 als Ende des zweiten Weltkrieges eingeführt, äh, "prophezeit" und für die Jahre 1947/48 "das dritte Weltgeschehen", sowie für die Zeit ab 1949 die üblichen klerikalen feuchten Träume: "Aber die Kirche hält den Siegestriumph, sagt er. In Rußland werden alle Machthaber vernichtet.", "...und die Menschen werden sein wie die Lämmer und zufrieden wie noch nie. Und von Siegerträumen hört es auf, und es ist ausgestorben in den Ländern."

Das kann doch nie und nimmer so gemeint gewesen sein, dass in dieser Beschreibung des Ablaufs ein in weiter Ferne liegendes drittes Weltgeschehen erwartet wird, vor das aber ab 1949 ein 1000-jähriges-Bonsai-Friedensreich eingeschoben wäre.

Ist es die Aura von Renner, weswegen man sich zu scheuen scheint, an die Feldpostbriefe mit der gleichen nüchternen Sachlichkeit heranzugehen wie an beliebige andere Quellen, und statt dessen die Glaubwürdigkeit ihrer Echtheit zu einer Glaubenssache macht, was man sonst eher von kirchlichen Reliquien kennt?

Gruß
Ulrich

Reliquie Renner?

Baldur @, Sonntag, 08.11.2020, 18:41 vor 184 Tagen @ Ulrich (911 Aufrufe)

Hallo, Ulrich,

Mit Deiner mutigen These dürftest Du den Nagel auf den Kopf getroffen und ihn voll versenkt haben.

Spätestens seit der Ötztalkathi von Pfarrer Stocker oder dem unsäglich dümmlichen Machwerk über Kugelbeer wissen wir, dass die dreisten Schwarzkittel vor absolut gar nichts zurückschrecken.

Wieso soll das ausgerechnet nicht auf die Feldpostbriefe zutreffen.

Ist es die Aura von Renner, weswegen man sich zu scheuen scheint, an die Feldpostbriefe mit der gleichen nüchternen Sachlichkeit heranzugehen wie an beliebige andere Quellen, und statt dessen die Glaubwürdigkeit ihrer Echtheit zu einer Glaubenssache macht, was man sonst eher von kirchlichen Reliquien kennt?

Wer Verwandte oder Vorfahren im Krieg hatte, kennt deren (wahre) Geschichten über Vorahnungen, Wahrnehmungen, und unglaubliche Schicksalswendungen.

Man bringt also eine Menge Wohlwollen mit, wenn es um Feldpost geht. Wenn, dann ist die Feldpost und die Überlieferung eines Soldaten die Reliquie, nicht aber irgendein Typ in Kutte, der sich des Fundes bemächtigt, ihn für seine Missionierung übelst missbraucht, und sich abstruserweise Geistlicher nennt.

Wo geistlich draufsteht, ist Müll drin.

Beste Grüsse vom Baldur

Renners Aura

randomizer @, Montag, 09.11.2020, 13:22 vor 183 Tagen @ Ulrich (843 Aufrufe)

Hallo Ulrich!

Ist es die Aura von Renner, weswegen man sich zu scheuen scheint, an die Feldpostbriefe mit der gleichen nüchternen Sachlichkeit heranzugehen wie an beliebige andere Quellen, und statt dessen die Glaubwürdigkeit ihrer Echtheit zu einer Glaubenssache macht, was man sonst eher von kirchlichen Reliquien kennt?

Auf Deine und Taurecs Argumente komme ich noch ausführlicher zurück, aber darf ich derweil fragen, gegen wen sich dieser Vorwurf richtet? Bender? Wir haben doch hier im Forum über die Jahre so ziemlich alles an alten Schriftquellen entlarven können, die Feldpostbriefe waren lange Zeit der einzige Knochen, an dem anscheinend überhaupt noch etwas Fleisch war. Bis dieser objektiv komplett abgenagt ist, kann doch ein wenig dazugehörige (rein akademische!) Quellenkunde nicht schaden.

Baldur polemisiert:

Wo geistlich draufsteht, ist Müll drin.

Diese Erfahrung haben wir hier ja oft genug gemacht. Im Falle von Frumentius Renner ist der Vorwurf jedoch höchstwahrscheinlich ungerecht, BB schrieb 2002 im Prophezeiungsforum über den Geistlichen:

"Pater Renner (*1908 +2000) ist der integerste Mensch, den ich habe kennenlernen dürfen."

Beste Grüße erstmal!
randomizer

Missionierungsdrang

Baldur @, Dienstag, 10.11.2020, 09:37 vor 182 Tagen @ randomizer (914 Aufrufe)

Hallo, randomizer,


Baldur polemisiert:

Wo geistlich draufsteht, ist Müll drin.


Diese Erfahrung haben wir hier ja oft genug gemacht. Im Falle von Frumentius Renner ist der Vorwurf jedoch höchstwahrscheinlich ungerecht, BB schrieb 2002 im Prophezeiungsforum über den Geistlichen:

"Pater Renner (*1908 +2000) ist der integerste Mensch, den ich habe kennenlernen dürfen."

Manchen Berufen eilt ihr Ruf voraus.
Rosstäuscher, Gebrauchtwagenhändler, Bauern, Metzger, und Priester eben.

Schauen wir nochmals die Schwadronaden von Ellerhorst an, die vom angeblichen Bauern Kugelbeer stammen sollen.
Darin sind feuchte klerikale Wahnvorstellungen enthalten, die auch ein Gläubiger nicht ohne weiteres für bare Münze nimmt.

Daher wird alles hübsch verpackt und als Trojaner unterschoben.
Wenn X angeblich hellsichtig ist und manche Alltagsaussagen sich bewahrheiten, und auch solche Sachen sagt, muss es wohl stimmen.

Das ist das Strickmuster von Stocker und der Ötztalkathi, und ebenso von Bekh mit seiner Erna Stieglitz.
Da werden Zeugen für die eigenen Wahnvorstellungen geschaffen, die zusätzliche Glaubwürdigkeit verleihen sollen.

Natürlich hatten Klosterbrüder stets die Missionierung im Auge, nicht umsonst heisst die Publikation ja Missionsblätter.
Und dafür scheint jedes Mittel recht.

(vom ganzen evangelikalen und mystischen Gesülze insbesondere aus den unmöglichen Staaten will ich gar nicht anfangen.....und noch immer gibt es Leute, die den Garabandalquatsch aus tiefstem Herzen glauben und unbeirrbar für das einstehen, damit missionieren gehen (die Seelenschau)).

Cui bono? Der katholische Glauben.

Damit schliesst sich der Kreis. Es geht ja um die Seelenrettung der Schäfchen immerhin.

Gerade im zweiten Brief ist zweifelhaft, ob ein nicht sonderlich gebildeter Frontsoldat solche Worte wählen oder dieser Thematik so viel Platz einräumen würde.

Meint der Baldur und grüsst in die Runde.

Unterschrift Rill

Baldur @, Dienstag, 10.11.2020, 11:41 vor 182 Tagen @ Baldur (758 Aufrufe)

Hallo,

Im ersten Brief zeichnet Rill mit #Euer Vater#.

Das würde man so erwarten, zumal am Land eh alle per Du sind und in der Familie sowieso.

Weshalb unterschreibt er dann den zweiten Brief überhaupt mit seinem Nachnamen?

Da passt doch was nicht.....

Beste Grüsse vom Baldur

Tja

MontgomeryBurns @, Mittwoch, 11.11.2020, 12:08 vor 181 Tagen @ Baldur (776 Aufrufe)

Hallo Baldur,

gibt's denn überhaupt noch etwas vom Prophezeiungsgefasel, das noch nicht in der Tonne liegt?

Gruss

was liegt noch nicht in der Tonne.....

Baldur @, Freitag, 13.11.2020, 17:43 vor 179 Tagen @ MontgomeryBurns (796 Aufrufe)

Hallo, MontgomeryBurns,

schwer zu sagen.

Aus meiner Sicht liegen in der Tonne ebenfalls drin:

Bauer aus Selb (Sonne kann nicht im Westen aufgehen)
Waldviertler (seine aktive Kriegsteilnahme ist mittlerweile altershalber unrealistisch geworden)


Aus meiner Sicht noch Substanz hat:

ITOma (in Teilen, die schwarze Wolkenwand etc. halte ich nicht für real bevorstehend/eintreffend)
Gabriele Hoffmann (Euro, Russland)
Bariona (was genau davon, weiss ich auch nicht)


Vielleicht sollten wir uns mehr um Vorausberechnungen kümmern, wie sie z.B. von Markus Krall stammen.

Beste Grüsse vom Baldur

Private "Seher"

MontgomeryBurns @, Samstag, 14.11.2020, 10:10 vor 178 Tagen @ Baldur (792 Aufrufe)

Hallo Baldur,

glaubst du denn wirklich, dass jemand, der sich laufend mit dem Thema Zukunft befasst, noch ernst zu nehmen ist, wenn er etwas in dieser Richtung "sieht"?

Ein zu fettes Abendessen, und dann kommts eben zu eindeutigen Albträumen … und das wars dann wohl auch schon. Oder ist schon jemals etwas tatsächlich eingetroffen, was hier einer "gesehen" hat?

Gruss

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Straßenbahnschau

BBouvier @, Samstag, 14.11.2020, 14:35 vor 178 Tagen @ MontgomeryBurns (773 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 14.11.2020, 14:40

<"... ist schon jemals etwas tatsächlich eingetroffen, was hier einer "gesehen" hat?">

Hallo, Montgomery!

Ja, durchaus.
Die "Straßenbahnschau" meines Sohnes vor etlichen Jahren.
Kurzversion:
Sohn reist zu einer Tagung nach Budapest.
"Sieht" nachts zuvor, schlafend im Hotel:
=> Bei der Fahrt am nächsten Tage zur Veranstaltung
steigen zwei Burschen in die Straßenbahn zu.
... das endet alles damit, daß mein Sohn abgestochen wird.
Am Folgetag trifft alles 1:1 ein .... Wetter/Straßenbahnfarbe/
Fahrgäste/Polster/blaue Kappe des einen Burschen,
deren Alter/Aussehen/Taten in der Straßenbahn/das Messer, etc. =>
Nur daß mein Sohn, weil er vom Ende wußte, vermeiden konnte,
abgestochen zu werden und dort zu sterben.

In unserer Familie ist Präcognition erblich.
Gelegentlich "weiß" ich mehr oder weniger diffus
im vorab von künftigen Begebenheiten, die mich betreffen.
Meist im Straßenverkehr (Unfall vermieden) ...
einmal hatte ich am Vortag schon mal einen vollen Eimer
Wasser dorthin gestellt, wo dann tief in der Nacht
ein Feuer in meiner Wohnung ausbrach.

Was die Schauungen betrifft, die in der Forumsbibliothek
gesammelt sind, so läßt sich über die noch kein
endgültiges Urteil fällen.
Aus der Tatsache, daß die Katze meiner Nachbarstochter
durchaus putzmunter ist, läßt sich nicht folgern,
daß sie nie sterben wird.

Grüße,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Alternative Wirklichkeiten

MontgomeryBurns @, Sonntag, 15.11.2020, 11:25 vor 177 Tagen @ BBouvier (617 Aufrufe)

Hallo BB,

tut mir leid, aber das halte ich allerhöchstens für Zufall evtl. verknüpft mit einem deja-vu.
Wie sollte sowas auch funktionieren, etwas zu "sehen" das sich dann real durch eigenes Zutun gar nicht so abspielt …
Alternative Wirklichkeiten gibt's nur in Paralleluniversen (hat noch keiner jemals nachgewiesen) oder bei Donald Trump.

Sollten Mitlieder der Familie Bouvier durch wiederholtes Vorausahnen der richtigen Lottozahlen tatsächlich unermesslichen Reichtum angehäuft haben, denke ich allerdings hinkünftig über vererbbare Präcognition völlig anders.;-)

Gruss

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Ein präkognitiver Warntraum

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 15.11.2020, 11:47 vor 177 Tagen @ MontgomeryBurns (728 Aufrufe)

Hallo!

Bitte, hierzu die Forumssuche zu bemühen. Die Sache wurde schon unzählige Male durchgekaut.

Wie sollte sowas auch funktionieren, etwas zu "sehen" das sich dann real durch eigenes Zutun gar nicht so abspielt …

Die Szene hat sich bis zu einem Punkte identisch zum vorherigen Traumgeschehen abgespielt. Allein dadurch ist der präkognitive Gehalt bereits bewiesen. Nur durch äußerste Willensanstrengung gelang es ihm, nicht so zu handeln, wie er es im Traume tat und es seinem Natruell entspricht.

Der Knackpunkt der ganzen Sache: Wäre der Traum so abgelaufen, wie er später tatsächlich handelte, hätte er also im Traume gar nichts getan, so wäre er ihm als unerheblich erschienen oder er hätte sich gar gedacht, in einer solchen Situation würde er gewiß einschreiten. Die Konsequenz wäre womöglich gewesen, daß er in Realität abgestochen worden wäre. Nur durch den im Traume vorgeführten negativen Ausgang konnte er die Willensstärke aufbringen, seinem eingeschliffenen Persönlichkeitsprogramm zuwiderzuhandeln und nicht einzuschreiten. Somit kann der Traum als Warntraum deklariert werden. Ein solcher mag zwar präkognitiv sein, ist aber so beschaffen, daß er den gewünschten Effekt erzielt, was Dramatisierung einschließt.
Weiters kann man vermuten, daß hinter einem solchen Traume, der nicht schlicht und scheinbar zwecklos künftiges Geschehen originalgetreu zeigt, eine Art Intelligenz steckt, also ein Schutzgeist oder eine warnende Intuition (möglicherweise ausgehend von BBouviers Sohne selber), der an einer Abänderung eines andernfalls mechansich einem schlechten Ende zulaufenden Geschehens gelegen war.

Sollten Mitlieder der Familie Bouvier durch wiederholtes Vorausahnen der richtigen Lottozahlen tatsächlich unermesslichen Reichtum angehäuft haben, denke ich allerdings hinkünftig über vererbbare Präcognition völlig anders.;-)

Kürzer ausgedrückt: Du hast eigentlich nicht vor, über vererbbare Präkognition anders zu denken, ganz gleich, was man hier schriebe. ;-)

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Jetzt müssen schon die Geister herhalten

MontgomeryBurns @, Sonntag, 15.11.2020, 12:11 vor 177 Tagen @ Taurec (586 Aufrufe)

Hallo Taurec,

entweder kann man etwas mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen oder nicht. Und unter wissenschaftlichen Methoden verstehe ich, dass bei gleichem Aufbau und Ablauf eines Experiments im wesentlichen auch dasselbe (also wiederholt!) Ergebnis eintrifft.

Schlußfolgerungen auf reinen Deutungen aufzubauen, dies zählt nicht dazu. Und falls etwas Erwartetes macnhmal sogar sporadisch und zufällig eintrifft, hat auch niemand etwas davon.

Behauptete Voraussagen betr. Zukunft ereignen sich:

a) aus persönlichem Geltungsbedürfnis (ich bin was ganz besonderes, ich kann sowas!)
b) religiöse Wunschvorstellungen (wie hier richtigerweise des Öfteren schon erwähnt, der Herr wird kommen und die Guten belohnen)
c) Politische Wunschvorstellungen (weg mit der Demokratie, wir brauchen einen neuen König bzw. Führer)
d) persönlicher Revanschismus (nach dem Impakt/der Flut/dem Krieg geht's endlich allen genauso dreckig wie mir schon jetzt in Friedenszeiten)
e) Geisteskrankheiten und Halluzinationen (die Jungfrau Maria ist mir
erschienen, usf.)

Wenn du alles auf diese Punkte abklopfst, sollte eure Tonne hier eigentlich noch viel größer sein.

Gruss

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Nicht zielführender Positivismus

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 15.11.2020, 15:36 vor 177 Tagen @ MontgomeryBurns (604 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Sonntag, 15.11.2020, 16:48

Hallo!

entweder kann man etwas mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen oder nicht. Und unter wissenschaftlichen Methoden verstehe ich, dass bei gleichem Aufbau und Ablauf eines Experiments im wesentlichen auch dasselbe (also wiederholt!) Ergebnis eintrifft.

Das schränkt den methodologischen Zugriff der Wissenschaft natürlich auf Phänomene ein, die sich grundsätzlich wiederholen lassen oder zumindest auf bestimmte "Auslöser" berechenbar reagieren. Präkognition, gleichwohl ohne Zweifel existent, tut dies nicht, da sie in hohem Maße nicht nur von individueller Begabung, sondern auch von einer Vielzahl Faktoren abhängig ist, die wir in ihrer Gesamtheit weder überblicken, noch beeinflussen können.

Der größte Pferdefuß der positivistischen Wissenschaft liegt in dieser Begrenzung auf das (körperlich bzw. physisch-sinnlich) Wahrnehmbare und regelmäßig Überprüfbare, wodurch sie sich von vornherein auf einen kleinen Teil des Universums beschränkt. Ihre Vertreter sind allzu oft der modernen Hybris des Machbarkeitswahns verfallen, daß die Welt durch menschliche Mittel restlos beherrschbar wäre. Das führt umgekehrt zu dem Irrtume, Bereiche für inexistent zu halten, in denen sich nichts findet, das sich der pragmatisch-technokratischen Nutzensmaximierung unterwerfen ließe.

Was sich wiederholen läßt, ist höchstwahrscheinlich existent und folgt gewissen Gesetzmäßigkeiten, die sich vom Menschen instrumentalisieren lassen. Dies bedeutet im Umkehrschlusse jedoch nicht, daß etwas, das sich mit derzeit dem Menschen zu Gebote stehenden Mitteln nicht wiederholen läßt und sich scheinbar chaotisch verhält, nicht existieren würde. Als einziger sicherer Schluß läßt sich daraus ziehen, daß es sich um ein Phänomen handeln könnte, das sich dem Zugriffe durch das Experiment entzieht.

Präkognition ist durch sporadische persönliche Erfahrungen (und begrenzt experimental, Stichwort "Sitzplatzexperimente") nachgewiesen, entzieht sich aber der Reproduzierbarkeit weitestgehend. Das kann nur bedeuten, daß eine Auffassung, welche die Wissenschaft auf den bloßen Empirimus beschränkt, bei der Erforschung der Präkognition nichts zu melden hat.

Behauptete Voraussagen betr. Zukunft ereignen sich: [...]

Die aufgezählten Punkte mögen auf diverse Schauungen religiös Beeinflußter zutreffen, aber nicht auf persönliche Warnträume im privaten Bereich, um die es in diesem Unterfaden geht.

Gruß
Taurec

--
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Ich sehe das anders

MontgomeryBurns @, Montag, 16.11.2020, 11:21 vor 176 Tagen @ Taurec (604 Aufrufe)

Hallo,

Präkognition wäre "gleichwohl ohne jeden Zweifel existent" ist eine höchst individuell gefärbte Aussage.
Für mich stellt sich das völlig anders dar, auch was andere behauptete Phänomene betrifft.

Die UdSSR (und wohl etliche andere Staaten auch) hat beispielsweise jahrelang mit Telepathie experimentiert, sogar mit Tieren - völlig ohne greifbare Ergebnisse.

Und dazu eingeladene Rutengeher haben im Experiment - obwohl es dafür sogar recht erkleckliche finanzielle Belohnungen gegeben hätte - nicht mal einen wenige cm tief vergrabenen Gartenschlauch gefunden.

Gruss

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Nicht stichhaltig

Taurec ⌂ @, München, Montag, 16.11.2020, 15:55 vor 176 Tagen @ MontgomeryBurns (637 Aufrufe)

Hallo!

Ich schrieb doch über die Unzulänglichkeit des Experimentieransatzes. Dennoch hebst Du (offenbar, weil Du aus Deiner Denkweise nicht herauskannst) auf Experimente ab.
Präkognition ist aus vielen persönlichen Erfahrungen, die nicht nur in diesem Forum, sondern auch in einer bibliothekenfüllenden Literatur dokumentiert sind, nachgewiesen (lies etwa mal bei Tenhaeff nach, um nur ein Beispiel zu nennen). Daß Du dergleichen nicht erfahren hast, sagt darüber nur aus, daß Du es offenbar nicht drauf hast.

Die UdSSR (und wohl etliche andere Staaten auch) hat beispielsweise jahrelang mit Telepathie experimentiert, sogar mit Tieren - völlig ohne greifbare Ergebnisse.

Und dazu eingeladene Rutengeher haben im Experiment - obwohl es dafür sogar recht erkleckliche finanzielle Belohnungen gegeben hätte - nicht mal einen wenige cm tief vergrabenen Gartenschlauch gefunden.

Behauptungen, die ich ohne Belege als unwahr betrachte. Darüber hinaus wechselst Du den Bezugsrahmen. Es geht um Präkognition, nun führst Du aber Telepathie und Wünschelrutengänge an, was offenbar so zu deuten ist, daß Du Medialität in jedweder Hinsicht pauschal ablehnst. Mit einer solchen Engstirnigkeit wirst Du hier abermals (Du bist ja nicht zum ersten Male hier) nicht alt werden.

Gruß
Taurec

--
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Sinnlos

MontgomeryBurns @, Dienstag, 17.11.2020, 10:50 vor 175 Tagen @ Taurec (565 Aufrufe)

Hallo Taurec,

wie ich wieder einmal einsehen muss, hat es hier bei euch leider keinen Sinn, logische Argumente und anerkannte Beweisführungen im Sinne reproduzierbarer experimentaler Ergebnisse anzubringen.

Du versteckst dich hinter pseudowissenschaftlichem Gefasel ohne jeglichen Bezug zur Realität, und da ist es auch kein Wunder, dass sich die Prophezeiungsszene seit nunmehr über 20 Jahren nur im Kreise dreht - ohne dass jemals irgend etwas eintroffen wäre, was erwartet wurde, also mit null Nutzen fürs praktische Leben.

Im Gegensatz dazu haben viele hier eine Menge Zeit sinnlos vergeudet, Leute wie Detlef und Frank Zintel hats zusätzlich sogar einiges Geld gekostet, weil sie nicht aufhören konnten, sich mit dem Schwachsinn angeblicher Präkognition zu beschäftigen. Schade drum.

Gruss

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Sinnlos, gewiß.

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 18.11.2020, 07:06 vor 174 Tagen @ MontgomeryBurns (624 Aufrufe)

Hallo!

wie ich wieder einmal einsehen muss, hat es hier bei euch leider keinen Sinn, logische Argumente und anerkannte Beweisführungen im Sinne reproduzierbarer experimentaler Ergebnisse anzubringen.

Ein logisches Argument oder gar "Beweise im Sinne reproduzierbarer Ergebnisse" bringst Du allerdings nicht, sondern lediglich dünne Behauptungen.

Die UdSSR habe jahrelang ohne Ergebnisse mit Telepathie experimentiert. Wo ist der Beleg hierfür?

Routengehern sei es nicht möglich gewesen, Bodenwasser zu finden. Wo ist der Beleg hierfür?
Es scheint mir nicht zuletzt wegen Irlmaiers beruflicher Erfolgsgeschichte unwahrscheinlich, daß es dieses Phänomen nicht gibt.

Für die Nichtexistenz der Präkognition bringst Du ebenfalls keine Belege, was an sich nicht möglich ist, weil es den positiven Nachweis gibt, aber auch logisch unsinnig. Du müßtest, um eine solche Falsifizierung zu erbringen, sämtliche Literatur über das Thema sichten, auswerten und die Feststellung treffen, daß nirgendwo erfolgreiche Präkognition gelückt wäre. Weil Dich das Thema offenbar nicht wirklich interessiert, hast Du das mit Sicherheit nicht getan.
Vielmehr zündest Du hier, Dich auf eine vermeintliche Wissenschaftlichkeit berufend, die Dir selbst gar nicht zueigen ist, Nebelkerzen, weil es Dir persönlich unerträglich ist, daß Leute Deine kleingeistige Weltanschauung nicht teilen und sich mit Dingen beschäftigen, welchen Du jeglichen Zugangs und Verständnisses ermangelst.

Da drehe ich mich lieber weiter in meinem eigenen Safte mit Leuten, die über die körperliche Sinneswelt hinausgehenden Erfahrungen und Phänomenen gegenüber positiv eingestellt sind.

Du versteckst dich hinter pseudowissenschaftlichem Gefasel ohne jeglichen Bezug zur Realität, und da ist es auch kein Wunder, dass sich die Prophezeiungsszene seit nunmehr über 20 Jahren nur im Kreise dreht - ohne dass jemals irgend etwas eintroffen wäre, was erwartet wurde, also mit null Nutzen fürs praktische Leben.

Weil Du keine Ahnung hast und das eine wie das andere für Unmöglich hältst, triffst Du auch keine Unterscheidung zwischen Prophezeiungen und Schauungen. Daß Prophezeiungen nicht eintreffen, ist allerdings kein Argument gegen Präkognition.

Gruß
Taurec

P.S.: Rechne nicht damit, daß ich hier noch weitere Beiträge von Dir freischalte, mich in einer ermüdenden Diskussion ergehend, aus der sich kein Nutzen ziehen läßt, weil Deine Aufgeschlossenheit und Dein Fachwissen weit unter dem Niveau sind, das dieses Forum kennzeichnet.

--
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Beitrag

MontgomeryBurns @, Mittwoch, 18.11.2020, 11:24 vor 174 Tagen @ Taurec (571 Aufrufe)

Hallo Taurec,

es hat mich positiv überrascht, dass du diesen letzten Beitrag überhaupt freigeschaltet hast. Ich hätte nämlich nicht damit gerechnet.

Das ist ehrlich gemeint.

Gruss

nachtritt

detlef @, Mittwoch, 18.11.2020, 13:07 vor 174 Tagen @ MontgomeryBurns (662 Aufrufe)

moin,

... hier bei euch leider keinen Sinn, logische Argumente und anerkannte Beweisführungen im Sinne reproduzierbarer experimentaler Ergebnisse anzubringen.

es gibt berichte der russen, wie auch der nordamerikaner ueber positive experimente zu "paranormalen" phaenomenen.
z.B. mit den sogenannten Rhine-karten ( https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Banks_Rhine )
die haben telepathische verbindungen zwischen menschen um die halbe welt, sogar bis in getauchte u-boote nachgewiesen. 0:1 fuer dich.

... dass sich die Prophezeiungsszene seit nunmehr über 20 Jahren nur im Kreise dreht - ohne dass jemals irgend etwas eintroffen wäre, was erwartet wurde, also mit null Nutzen fürs praktische Leben.

welchen nutzen haben relativitaets theorie, quantenphysik, philosophie und zuechtung schwarzer rosen fuer's praktische leben? 0:2 fuer dich.

Im Gegensatz dazu haben viele hier eine Menge Zeit sinnlos vergeudet,...

andere leute vergeuden ihre zeit mit so sinnvollen dingen, wie profis beim sport zuzuschauen.

... Leute wie Detlef ( ... ) hats zusätzlich sogar einiges Geld gekostet, weil sie nicht aufhören konnten, sich mit dem Schwachsinn angeblicher Präkognition zu beschäftigen. Schade drum.

grottenfalsch. ich bin/war taeter, nicht opfer.
als zweiter oder dritter admin des zukunftsforums (nach Roede) bin ich einer der "hauptschuldigen" dafuer, dass das forum vom "preppen" mehr zu einem zukunftsvorhersagen erforschungsforum wurde, ohne zu viel religioesen ballast wie im prophezeiungsforum des Johannes mitzuschleppen.

dass, was mich geld gekostet hat, war nicht das forum, sondern ein teil meiner eigenen schauungen, die sich nicht erfuellt haben, wie ich es vorher - und nachher - gewoehnt war/bin.
eine meiner grossmuetter war "spoekenkiekerin", mein vater auch. und mir haben die vorausschauungen viele kleine vorteile verschafft. (unter anderem den, nach meiner riesen fehlinvestition ein paar hundert tausend verlust wieder wettzumachen)

Du versteckst dich hinter pseudowissenschaftlichem Gefasel ohne jeglichen Bezug zur Realität, ...

wenn du dich wirklich mit dem "pseudowissenschaftlichem Gefasel" hier beschaeftigt haettest, wuesstest du, dass prophezeiungen und schauungen/hellsichtigkeit zwei verschiedene paar schuhe sind.

dann wuerdest du auch nicht hier ueber die "Prophezeiungsszene" rumtrollen.

auch wenn dieser beitrag ja nur noch ein nachtritt wird, hab ich ihn trotzdem gern geschrieben.

gruss,d

Reproduzierbarkeit und Erkennen von Mechanismen

Baldur @, Sonntag, 15.11.2020, 19:30 vor 177 Tagen @ MontgomeryBurns (603 Aufrufe)

Hallo, MB,

Das beste Beispiel zum Thema habe ich mal irgendwo gelesen.

Wenn Du die Funktionsmechanismen einer Taschenuhr ergründen willst, musst Du sie einem Mechaniker oder Physiker geben, oder natürlich einem Uhrmacher.

Würdest Du sie hingegen einem Chemiker geben, würde er ihre elementaren Bestandteile bestimmen und sie dazu in Säure auflösen, um festzustellen, dass die Uhr keinerlei Funktion haben kann.

Parapsychologie entzieht sich ebenso den strengen Anforderungen an experimentelle Reproduzierbarkeit.
Vermutlich deswegen, weil ein jenseitiger Kommunikator dazu meistens keine Lust hat.
Ihm kann das Experiment vollkommen egal sein.

Die Scolegroup hat dennoch Indizien gesammelt. Trotzdem wurden die Befunde von der Skeptikerszene nicht anerkannt.

Wieso sollte sich jemand also die Mühe nachen, wenn das ablehnende Ergebnis unabhängig vom Ausgang des Experiments festzustehen scheint?

Beste Grüsse vom Baldur

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Lottozahlen

BBouvier @, Sonntag, 15.11.2020, 14:48 vor 177 Tagen @ MontgomeryBurns (613 Aufrufe)

<"Vorausahnen der richtigen Lottozahlen...">

Hallo, Montgomery!

Die Lottozahlen zwar nicht,
jedoch immerhin einen faustgroßen Bernstein dort,
wo es eigentlich keinen geben sollte:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=29739
und hier:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=34950
und hier (Zeitparadoxon?) :
https://schauungen.de/forum/index.php?id=29743

Gruß auch,
BB

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Botschaften ernst nehmen

Baldur @, Samstag, 14.11.2020, 17:26 vor 178 Tagen @ MontgomeryBurns (794 Aufrufe)

Hallo, MB,

Guter und berechtigter Einwand.
Erst heute hatte ich einen Traum, der viele Details aus meiner beruflichen Vergangenheit gespiegelt hat, bis hin zu visuell sichtbaren Namen (als Stempel am Briefcouvert).
Fahrzeuge, Gesichter, Begebenheiten.

Das war grosses Kino.

Aber alles davon war aufgewirbelter zwanzigjähriger Müll ohne jeden Botschaftscharakter in Richtung Zukunft.
Vielleicht waren seelische Elemente enthalten, als Wunsch dahingehend, nie mehr in solche finanziellen Haftungsrisiken zu geraten.

Aber mit der Zukunft 2020- hatte das alles nichts zu tun.

Dennoch weiss ich, dass es Abbilder aus der Zukunft gibt, nicht nur als auf einen Augenblick komprimierte dejavus, sondern als 10minütigen Videoclip - den ich selbst erlebt habe. Alles kam identisch ein paar Tage später. Also sehr zeitnah und nicht Jahrzehnte oder Jahrhunderte später.

Nur passiert das ausserordentlich selten. Mir bisher nur einmal.

Begabte Leute können nachweislich zutreffende Aussagen über die Zukunft (Ereignishorizont 1-10 Jahre) liefern. Mein Opa konnte intuitiv solche Aussagen über noch längere Zeiträume liefern, obwohl er sich mit der Materie nie beschäftigt hat.

Nach meiner Erfahrung reicht aber Begabtheit nicht aus. Es gehören jahr(zehnt)elange Übung, Praxis und Lernen dazu.

Bei fast allen Quellen aus der Sammlung fehlt das (bis z.B. auf Bariona und Gabriele Hoffmann).

Denn nur so lässt sich der Unterschied zwischen wichtigen Botschaften und belanglosem Hirnmüll vom Schauenden erkennen.

Ich vertraue unverändert auf Ratschläge aus medialen Quellen im 1:1+1 Gespräch. Da war auch Irlmaier herausragend.

Nehmen wir kurz an, die Kugelbeergeschichte wäre insoweit echt, was die Kontaktaufnahme des jenseitigen Kommunikators betrifft (forderte auf, alles niederzuschreiben).
Dann gibt es ja noch immer keinen Hinweis, wer da funkt, und aus welchen Motiven heraus.

Foppgeister scheiben häufig vorzukommen.

Über jahrelange gegenseitige Übung mit einem bleibenden begleitenden Kommunikator entsteht erst die Sicherheit, die es für tragfähige Aussagen braucht. Weil sie sich zeitnah bewahrheiten.

Selbst extrem erfahrene Medien überkommt manchmal ein Zweifel, ob sie sich das alles bloss einbilden. Auf die Bitte, einen Beweis zu liefern, kommen dann z.B. Botschaften wie, morgen wirst Du eine Stunde lang meinen Namen XXX (des jenseitigen Kommunikators) sehen.

Anderntags gibt es einen Termin viele Kilometer entfernt, und auf der engen Landstrasse ist kein Überholen möglich, nachdem vor einem ein langsamer LKW mit der Aufschrift XXX Umzüge auftaucht. Der eine Stunde lang vor einem herfährt.

.....

Und das ist ebenfalls sehr selten aufzufinden und liefert in der Regel keine unaufgeforderten #Feed# Ergebnisse, sondern nur Antworten auf vorherige Nachfragen.
Ausnahmen zur Warnung gibt es natürlich, siehe BBouvier. Aber auch da darf man einen konstanten, langjährigen Kontakt annehmen.

Im Prinzip sind wir wieder am Startpunkt jeglicher Forschung angekommen und müssen Neuland betreten. Und den Müll aus der Tonne in die Kehrrichtverbrennung überführen.

Beste Grüsse vom Baldur

Jedem das Seine

rauhnacht @, Samstag, 14.11.2020, 18:46 vor 178 Tagen @ Baldur (687 Aufrufe)

Hallo Baldur,

das Dumme ist, dass im allgemeinen die Leute eher nur sich selbst ernst nehmen ( samt aller Zweifel), möglicherweise noch sehr nah stehenden Vertrauten ( mit noch mehr Zweifel)trauen und von XYZ wird dann nur entweder- oder je nach persönlich subjektiver Glaubenszuneigung "ernst" genommen.

Vermutlich ist das auch der Sinn. Und wir können uns dies Forum sparen.

Was ja auch wieder vermutlich der Sinn ist:rotfl:

Viele Grüße
Rauhnacht

P.S.: Ja, natürlich bin ich derzeit von meinereiner Gabenplage dann schon eher sehr überzeugt. Was vermutlich daran liegt, dass ich mich - samt Anhang- ernst nehme. Da hab ich reichlich lange dafür gebraucht :yes:

Warnungen

traumtaenzerin @, Mittwoch, 16.12.2020, 11:10 vor 146 Tagen @ Baldur (837 Aufrufe)

Hallo,

obwohl wir alle immer noch im Dunklen tappen, was es mit Schauungen und Präkognition auf sich hat, ist das Phänomen nicht zu leugnen. Beispiel : Meine Freundin aus Kinder- und Jugendzeiten hatte mit 18/19 folgendes beeindruckendes Erlebnis. Es war 1977 oder 78 in Athen, als im November ein verheerender Starkregen mit Überschwemmungen stattfand. Straßen, Unterführungen und Brücken wurden in kurzer Zeit unpassierbar und auch viele Menschen kamen dabei ums Leben. Sie war damals mit dem Bus unterwegs von der Innenstadt nach Hause. 3 Busstationen vor ihrem Ziel hörte sie eine laute, eindringliche Stimme, die ihr sagte, sie solle sofort an der nächsten Haltestelle aussteigen. Normalerweise wäre es Wahnsinn, bei diesem starken Regen, den Bus vorzeitig zu verlassen. Aber sie erzählte, dass die Stimme sehr laut und sehr deutlich warnte. Sie stieg aus und lief durch die Fluten nach Hause. Sie kam durchnässt aber heil an. Der Bus aber, in dem sie gesessen hatte, wurde kurz danach von einer überfluteten Brücke gerissen und 30 Menschen ertranken in dem Fluss.
Was ich damit sagen möchte, ist, dass in solchen Fällen auf jeden Fall eine äußere Quelle beteiligt sein muss. Egal, ob man es Schutzengel, geistige Führer oder Geister Verstorbener nennt.
Bei Schauungen, die das globale Geschehen betreffen, kann etwas ganz Anderes dahinter stecken. Das kollektive Bewusstsein wird eine Rolle spielen, aber ich habe auch eine Theorie von den sogenannten Zeitlinien. Da im Universum keine Zeit existiert und alles parallel bereits vorhanden ist, ist es doch möglich, dass man Fragmente der einen oder anderen Zeitlinie wahrnimmt.
Was dann tatsächlich zum Tragen kommt und auch geschieht, ist wohl von mehreren Faktoren abhängig. Nicht zuletzt vom Willen und den Entscheidungen der betroffenen Menschen. Energie folgt Aufmerksamkeit! Das, worauf wir uns fokussieren und Gefühle und Energie hineingeben, manifestiert sich auch.

Korrigiert mich gerne, wenn ich komplett falsch liegen sollte!
Liebe Grüße und allen hier noch schöne Feiertage!
Katja

--
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfasst.

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Pragers Dackel

BBouvier @, Mittwoch, 16.12.2020, 21:26 vor 146 Tagen @ traumtaenzerin (711 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 16.12.2020, 21:31

<"... hörte sie eine laute, eindringliche Stimme ...
Was ich damit sagen möchte, ist, dass in solchen Fällen
auf jeden Fall eine äußere Quelle beteiligt sein muss
.">

Hallo, Traumtänzerin!

Aus einer Warnung, die subjektiv als "Stimme" empfunden wird,
läßt sich wohl nicht zwingend auf eine äußere Erzählquelle folgern.

Siehe dazu exemplarisch "Pragers Dackel":
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=37193

Oder: "Mehr zu Präkognition, bei Tieren und Pflanzen" von Explorer:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=37217

Oder hier - ebenfalls Explorer - "der seherische Erpel":
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=37191

Grüße!
BB

--
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gefälschter Wegweiser - spiegelbildlich

BBouvier @, Mittwoch, 11.11.2020, 16:06 vor 181 Tagen @ Baldur (849 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 11.11.2020, 16:22

<"Weshalb unterschreibt er dann den zweiten Brief überhaupt mit seinem Nachnamen?">

Hallo, Baldur!

Den ersten der beiden Briefe Petri endet der Autor
mit: herzliche Grüße aus Babylon.
(Beim zweiten, dem babylonlosen, sind sich Viele eh sicher,
daß es sich dabei um eine Fälschung handelt.)

Da wir jedoch alle wissen, daß Petrus als Vorgänger der Päpste
nach der Zerstörung Jerusalems nur in Rom gewohnt haben kann
und daher nieundnimmernicht zu seinen Stammesbrüdern nach Babylon geflohen ist,
hat er mit "Babylon" ganz bestimmt => "Rom" gemeint!

Etwa so, als wenn ich einen Brief beende mit:
"Beste Grüße an alle vom Ammersee", jedoch 300 Jahre später
gebildeten Mitgliedern von Lesezirkeln völlig klar ist,
daß General Bouvier als Halbfranzose doch nur in der Schweiz
und am Genfer See gelebt haben kann!

Beste Grüße!
BB

--
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Absolut integere Menschen

Baldur @, Dienstag, 10.11.2020, 18:29 vor 182 Tagen @ randomizer (729 Aufrufe)


Diese Erfahrung haben wir hier ja oft genug gemacht. Im Falle von Frumentius Renner ist der Vorwurf jedoch höchstwahrscheinlich ungerecht, BB schrieb 2002 im Prophezeiungsforum über den Geistlichen:

"Pater Renner (*1908 +2000) ist der integerste Mensch, den ich habe kennenlernen dürfen."


Hallo, randomizer,

In meiner Wahlheimat gibt es einen Anwalt und Treuhänder, der über alle Zweifel erhaben war.
Leute und Weggefährten, die ihn persönlich kennen, bezeugen das in jeder Hinsicht.
Er wurde sogar Präsident des Staatsgerichtshofs. Integerer und vertrauenswürdiger geht gar nicht.

Durch die veränderte wirtschaftliche Situation kam auch er in finanzielle Bedrängnis und vergriff sich zweifelsfrei an ihm anvertrauten Kundengeldern, es waren etliche Millionen. Dafür bekam er kurz vorm Rentenalter mehrere Jahre in gesiebter Luft. Das Gebäude, in der sich seine Kanzlei befand, wurde mittlerweile abgerissen.

Sag niemals nie und lege nie die Hand für jemanden ins Feuer.
Schon gar nicht für solche, die eine höhere Würde als Du beanspruchen.

Beste Grüsse vom Baldur

Überlieferungsgeschichte der Feldpostbriefe vor dem Erstdruck 1951

randomizer @, Montag, 09.11.2020, 21:37 vor 183 Tagen @ randomizer (847 Aufrufe)
bearbeitet von randomizer, Montag, 09.11.2020, 22:07

Hallo zusammen,
die Exegese einmal ausgeklammert, soll es diesmal nur um die äußeren Umstände der Überlieferung gehen, damit wir vom gleichen Wissensstand aus argumentieren und mutmaßen können:

a) Es gibt keinen Anhaltspunkt, daß Rill irgendein eigenes Interesse an der Verlegung/Verbreitung seiner Briefe hatte, schon gar nicht im Originalwortlaut. Renner anonymisiert/schützt ja auch zu Lebzeiten die wahre Identität und Herkunft Rills, auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin. Wichtigtuerei oder Sensationsheischerei kann man hier kaum unterstellen, bestenfalls wollte Rill seinen Hausarzt Dr. Arnold beeindrucken. Daß sein Name trotzdem kursierte, muß gar keine mündliche Verletzung der ursprünglichen vereinbarten Diskretion sein, sondern geht vermutlich auf einen Faux-pas zurück: der Name des Briefschreibers steht ja handschriftlich mit auf der letzten Seiten des zweiten Briefes: so konnte jeder, der eine Fotokopie davon hatte, ihn dort ablesen. Die seinerzeit kursierende Privatkopie war qualitativ wohl nicht so gut, zumindest gab es offenbar sofort verschiedene Lesarten des kurzen Namens: "Rüll" bei Varena, "Rühl" auf dem Typoskript von Lepsche. Diese Irrtümer in der Lesart wären durch die Handschrift bei unsauberer Vorlage durchaus zu rechtfertigen:

[image] (h statt l): [image]

b) Alle schrifltiche und mündliche Überlieferung Rills wurde offenbar ausschließlich durch seinen Hausarzt Dr. Arnold weitergegeben, nach meinem Verständnis hatte wahrscheinlich selbst Frumentius Renner keinen persönlichen Kontakt mit Rill. Zumindest liest sich dies implizit so bei Renner und Bender. Dr. Arnold war Hausarzt sowohl Rills, als auch der Klosterpatres in St. Ottilien, auf diesem Weg hatte Renner offenbar von den Feldpostbriefen erfahren. Ein heimatgeschichtlicher Aufsatz über Schwabhausen (zu Weil) erwähnt ihn mehrmals bei Ereignissen rund um das Kriegsende und die unmittelbare Nachkriegszeit, da bekommt man einen kleinen Einblick in Biographie und Charakter Arnolds. Weil ist ja der Geburtsorts Rills, sein späterer Wohnort Untermühlhausen ist unmittelbar benachbart, gehört aber zur Gemeinde Penzing.

c) Zu Balthasar Gehr habe ich jetzt nicht separat recherchiert, Adlmaier nennt ihn zwar in seiner Zweitauflage noch "Klosterpater B.", was zunächst für St. Ottilien spräche, in der Drittauflage dann aber "Pater B. G. aus O.". Falls er doch kein Klosterpater war, käme als Wohnort Gehrs ansonsten der Ort Oberbergen in Frage, der auch in direkter Nachbarschaft von Untermühlhausen liegt. Bekh misstraue ich als Quelle immer ein wenig, aber seine Behauptung, Gehr sei ein persönlicher Ohrenzeuge Rills (1947) könnte sogar stimmen, wenn "O." tatsächlich für Oberbergen steht. Sollte Gehr jedoch ein Klosterpater aus Sankt Ottilien gewesen sein, dann wäre es zumindest etwas weniger wahrscheinlich, daß er Rill selbst begegnet sei. Dann hätte er sein Material tendenziell wohl eher von Dr. Arnold und/oder Klosterbruder Renner erhalten.

d) Keiner der Personen in der Reihe, weder Rill noch sein Hausarzt und erst recht nicht Renner, dünken mir irgendwie verdächtig, mit einem solch enormen Aufwand, eine dermaßen gekonnte Fälschung produziert zu haben. Eine Veröffentlichung war doch wohl zunächst gar nicht vorgesehen, Renners Aufsätze erschienen später ganz unspektakulär und kleinauflagig, die "Leaks" bei Varena und Adlmaier waren auch recht unscheinbar. Falls die Briefe also nicht authentisch wären: wozu die ganze Mühe, eine solch perfekte Fälschung zu lancieren?

Hier eine kleine Übersicht, die vor allem Benders Informationen verarbeitet. Doppelpfeile zeigen den Weg der Originale, die durchgehenden Linien beschreiben eine gesicherte Überlieferung, die gestrichelten Linien zeigen mutmaßliche/unsichere Verbindungen:

[image]

@Ulrich: In meinen eigenen Notizen findet sich zwar auch noch die Schreibweise "Lebsche", Bender schreibt aber in seinem Aufsatz "Lepsche", daher hielt ich das für maßgeblich. Viele Grüße!
randomizer

Ein kühner Gedanke, was war zuerst, der handschriftliche Brief oder die Abschrift

Baldur @, Dienstag, 10.11.2020, 16:44 vor 182 Tagen @ randomizer (694 Aufrufe)

Hallo, randomizer,

Deine bildliche Darstellung bringt mich auf eine Idee.

Was, wenn vom zweiten Brief zuerst ein Machwerk als Schreibmaschinentext existierte, das man Rill zuschreiben wollte.
Missionierung und Co.

Dummerweise wollte dann vielleicht irgendwer das Original sehen, und das hat dann ein Schriftenkundiger hingebastelt und geliefert....Priester waren immer mit Handschriften vertraut, weil die Matrikelbücher vor 1871 nur in den Pfarreien geführt wurden.
Geistliche haben auch viel Geduld und Zeit.

Vor dem Internet war aufgrund der genannten spärlichen Verbreitung der Thematik nicht zu befürchten, dass Rill selbst vom zweiten Werk erfahren könnte.... oder man hat das nicht bedacht, und nur er allein hätte den Betrug aufdecken können.

Beste Grüsse vom Baldur

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Nicht der zweite, sondern beide(!!!) Feldpostbriefe sind gefälscht

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 10.11.2020, 21:51 vor 182 Tagen @ Baldur (953 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Dienstag, 10.11.2020, 22:50

Hallo!

Dummerweise wollte dann vielleicht irgendwer das Original sehen, und das hat dann ein Schriftenkundiger hingebastelt und geliefert....Priester waren immer mit Handschriften vertraut, weil die Matrikelbücher vor 1871 nur in den Pfarreien geführt wurden.
Geistliche haben auch viel Geduld und Zeit.

Es war gar nicht nötig, daß ein Priester Rills Handschrift imitierte, wenn bereits der erste Brief nicht aus Rills Feder stammte. Verfolgen wir diesen Gedanken als Arbeitshypothese mal weiter.

Was wissen wir über die Entdeckung bzw. die Bekanntwerdung des ersten Feldpostbriefes?

Aus Benders Expertise (S. 11):
"Auf Bitten des Hausarztes Dr. Arnold (Schwabhausen) wurde der erste Brief, der ihm schon vor dem zweiten Weltkrieg bekannt war, 1941 herausgesucht und ihm übergeben. Pater Renner (seinerzeit Sanitätssoldat in einem von Dr. Arnold geleiteten Militärhospital) bekam 1941 den ersten Brief einige Zeit in die Hand und ließ eine Abschrift von Bruder Valentino Reitberger, inzwischen verstorben, in Schleyern anfertigen, wohin die Klostergemeinde nach Schließung des Klosters St. Ottilien ausgewichen war."

Zugleich steht im ersten Brief:
"Die Zeit beginnt zirka 32 und dauert neun Jahre, alles geht auf eines Mannes Diktat, sagt er, dann kommt die Zeit 38; werden überfallen und zum Kriege gearbeitet. Der Krieg dauert nicht ganz drei Jahre und endet schlecht für diesen Mann und seinen Anhang."

In der im ersten Brief proklamierten Chronologie beginnt der Zweite Weltkrieg 1938 und dauert nicht ganz drei Jahre, was ebenfalls auf das Jahr 1941 deutet.

Über Rills Hausarzt Dr. Arnold wird 1941 eine neue Prophezeiung bekannt, die ausgerechnet auf die Gegenwart 1941 verweist, an sich aber eine (wie wir nachbetrachtet wissen) falsche Angabe für die Dauer des Zweiten Weltkrieges ist? Ach ja, wirlich?!? Ich halte das nicht für einen Zufall. Vielmehr entspricht es der typischen Masche, mit der neu in Umlauf gebrachte Fälschungen sich just auf die jeweils akutelle Gegenwart beziehen und dies in der Regel mit Naherwartung kombinieren.

Wie geht der erste Brief an dieser Stelle weiter?
"Das Volk steht auf mit den Soldaten. Denn es kommt die ganze Lumperei auf und es geht wild zu in den Städten. Er sagte, man soll unter dieser Zeit kein Amt oder dergleichen annehmen, alles kommt an den Galgen oder wird unter der Haustür aufgehängt, wenn nicht an Fensterblöcke hingenagelt; denn die Wut unter den Leuten sei entsetzlich, denn da kommen Sachen auf, unmenschlich."

Diese Ereignisse, die wir immer auf unsere Gegenart bezogen haben, sagen tatsächlich ab 1941 den Untergang des Nazireiches durch einen Volksaufstand aus Zivilisten und Soldaten voraus. Das Hitlerregime wird am Galgen augeknöpft dem schließt sich nahtlos das aus dem endzeitprophetischen Kanon bekannte Szenario an: Der Zweite Weltkrieg ist beendet und:

  • "ein neuer Mann tritt zutage, der das neue Deutschland leitet und aufrichtet."
    = Das Motiv des "großen Monarchen", nicht etwa, wie später hingebogen, Adenauer.
  • "Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her"
    = Das Motiv des Überfalls durch die antichristlichen Horden Gogs und Magogs aus dem Inneren Asiens in Verkleidung Rußlands.
  • "wird aber zurückgeschlagen, weil die Natur eingreift"
    = Die diffuse Gottesstrafe durch Naturkatastrophen. Wörtlich "dreitägige Finsternis" zu schreiben, war dem Fälscher dann doch zu doof und offensichtlich.
  • "Dann sagt er, daß der regierende Papst dabei sei beim Friedensschluß, muß aber zuvor in Italien fliehen, da er als Verräter hingestellt wird"
    = Die sattsam bekannte Papstflucht.
  • "Und im Jahre 49 kommt erst der Aufstieg."
    = Das gänzlich der endzeitprophetischen Naherwartung entsprechende Ende der "Teufelszeit".

Jedem sollte eigentlich auffallen: Das Kerngeschehen des ersten Feldpostbriefes wird in die Jahre 1941 bis 1949 gelegt und setzt genau an dem Punkte an, als der erste Feldpostbrief über Arnold an Frumentius Renner weitergereicht wurde.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit können wir also davon ausgehen, daß der Brief erst 1941 in der uns bekannten Fassung geschrieben wurde und eine (letztlich irrige) Projektion für die nächsten acht Jahre bot.

Daß Rill selbst der Fälscher beider Briefe war, ist allerdings nicht wahrscheinlich, weil er (laut Aussagen seiner Kinder gegenüber Bender) bereits während des Ersten Weltkrieges und bis 1936 (als er deswegen mit der Polizei Probleme bekam) Inhalte des ersten Feldpostbriefes erzählte. Über Hitler sagte Rill ab 1933: "Jetzt kommt der strenge Herrscher, der bringt den Krieg und der Krieg ist wieder verloren." Es ist nicht anzunehmen, daß die ganze Familie Rill, also auch die Kinder, Teil eines großen Theaters war und geschlossen ein Märchen erzählte. Der Verlauf des Ersten Weltkrieges, auf jeden Fall aber der weitere Verlauf bis Hitlers Machtergreifung und sein Ende müssen in einer angenommenen Urfassung des ersten Briefes also schon (wahrscheinlich in gröberen Zügen als uns vorliegend) vorhanden gewesen sein.
Gegenüber Bender sagte Rills Sohn auf die wiederholte Frage, ob er wüßte, daß Briefe über die Prophezeiungen existierten, aus: "1918 hat der Vater gesagt: 'Ich hab' das heim geschrieben, der Brief [Taurec: Singular, also nur ein Brief!!!] muß heute noch da sein.' Und die Mutter hat darauf gesagt: 'Geh' hinauf und such' ihn [Taurec: Wieder Singular!] im Kasten drin."
Das läßt darauf schließen, daß "ein" Feldpostbrief 1918 bereits existierte und die Begegnung mit dem "prophetischen Franzosen" einen wahren Kern hat.

Randomizer schrieb:

Keiner der Personen in der Reihe, weder Rill noch sein Hausarzt und erst recht nicht Renner, dünken mir irgendwie verdächtig, mit einem solch enormen Aufwand, eine dermaßen gekonnte Fälschung produziert zu haben. Eine Veröffentlichung war doch wohl zunächst gar nicht vorgesehen, Renners Aufsätze erschienen später ganz unspektakulär und kleinauflagig, die "Leaks" bei Varena und Adlmaier waren auch recht unscheinbar. Falls die Briefe also nicht authentisch wären: wozu die ganze Mühe, eine solch perfekte Fälschung zu lancieren?

Das trifft auf jeden Fall auf Rill zu, der als einfacher, im Hintergrund bleibender Handwerker ohne bekannte literarische oder intellektuelle Ambitionen, der zudem offenbar tatsächlich Kontakt zu einem prophetischen Franzosen hatte, kein erkennbares Motiv hatte, auf dieser Basis eine Fälschung zu lancieren. Vom Ergebnis her betrachtet hatte er keinen Nutzen davon, so daß ich ihn als Täter ausschließe.

Die beiden im ersten Feldpostbrief zusammenfließenden Linien sind:

  • Anscheinend authentische Aussagen über die Geschichte von 1914 bis zur Hitlerzeit, die sich in Rills Aussagen im privaten oder dörflichen Umfelde widerspiegeln.
  • Eine irrige, in die Gegenwart der Bekanntwerdung des Briefes 1941 fallende Datierung für das Ende des Zweiten Weltkrieges, die gewaltsame Aufknüpfung des vermeintlichen deutschen Terroregimes und anschließendes endzeitprophetisches Geschehen. Daß hier ein ausgesprochen regimekritischer Duktus angeschlagen wird, geht auch aus der Formulierung "dann kommt die Zeit 38; [Länder] werden überfallen und zum Kriege gearbeitet" hervor. Wer einigermaßen firm und von unbeeinflußt ist, sollte wissen, daß mitnichten ein deutscher Überfall auf fremde Länder Ursache und Auslöser der Zweiten Weltkrieges war, sondern ein komplexes Geschehen zwischen Großmächten, das letztlich in eine Kriegserklärung an das Deutsche Reich mündete. Hier finden wir aber bereits die einseitige und verengte Ansicht, die später zur Siegergeschichtsschreibung werden sollte.

Wer hatte (propagandistischen) Nutzen aus dieser zweiten Linie? Ich zitiere abermals Benders Expertise: "Die 82jährige Witwe Dr. Arnolds gab an, daß die beiden Briefe auf Wunsch ihres 1948 verstorbenen Mannes dem Münchner Internisten Prof. Lepsche (Maria-Theresia-Klinik) übergeben wurden."
Über diesen Professor Max Lebsche finden wird bei Wikipedia: "Max Lebsche [...] war ein deutscher Chirurg und Gegner des Nationalsozialismus." "1957 wurde er von Kardinal-Großmeister Nicola Kardinal Canali zum Ritter des Päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 30. April 1957 in München durch Lorenz Jaeger, Großprior der deutschen Statthalterei, investiert. Er war zudem Malteserritter."
Er war also ein Gegner des Deutschen Reiches in seiner damaligen Gestalt und gehörte außerdem einem organisierten und engagierten christlichen Milieu an.
Ich meine, wenn wir nach einer Person bzw. einer Clicque suchen, die ein durch Weltbild und politische Ausrichtung begründetes Interesse hatte, eine solche Fälschung zu lancieren, finden wir es im antinazistischen-prokatholischen Umfelde Dr. Arnolds und Prof. Lebsches. Nicht umsonst überließ Arnold die Briefe wohl seinem Freunde Lebsche.

Die Fälschung bzw. als Fälschung zu wertende Umformulierung und Erweiterung des ersten Feldpostbriefes müßte stattgefunden haben zwischen den von Bender dokumentierten Ereignissen:
"Auf Bitten des Hausarztes Dr. Arnold (Schwabhausen) wurde der erste Brief, der ihm schon vor dem zweiten Weltkrieg bekannt war, 1941 herausgesucht und ihm übergeben."
Und:
"Pater Renner (seinerzeit Sanitätssoldat in einem von Dr. Arnold geleiteten Militärhospital) bekam 1941 den ersten Brief einige Zeit in die Hand und ließ eine Abschrift von Bruder Valentino Reitberger, inzwischen verstorben, in Schleyern anfertigen, wohin die Klostergemeinde nach Schließung des Klosters St. Ottilien ausgewichen war."
Bereits Pater Frumentius Renner dürfte von Arnold nicht das Original des ersten Feldpostbriefes aus Rills Hand bekommen haben, sondern eine zu Fälschungszwecken redigierte Abschrift, die von einer Person des Arnold-Lebsche-Kreises vorgenommen wurde. Das ist die Fassung des ersten Briefes, die wir bis heute kennen. Das Original gab Arnold an Rill zurück, der es wieder in seiner Mottenkiste verschwinden ließ. Hätte die Verfälschung zu einem späteren Zeitpunkte stattgefunden, wäre das unbeeinflußte Original Rills bereits zu vielen bekannt gewesen und es wäre aufgefallen, hätte sich der Inhalt des ersten Briefes plötzlich geändert.

Ziel war es womöglich, Frumentius, von dem man wußte, daß er sich für solche Themen interessierte, die Fälschung zum Zwecke einer Veröffentlichung oder zumindest Weitergabe innerhalb der "Szene" zuzuschustern. Auf ähnliche Weise hat man später ja auch Bekh mit Erna Stieglitz über den Tisch gezogen. Frumentius war dabei allzu leichtgläubig, was wohl in seiner Persönlichkeit begründet ist. Laut BBouvier, der ihn noch persönlich kennenlernte, strahlte er von innen heraus wie ein Heiliger. Es ist anzunehmen, daß Lüge und Betrug in seinem Wortschatze gar nicht vorkamen. Weder war er selbst dazu fähig, noch konnte er es (gerade deswegen) seinen Glaubensgenossen als Motiv unterstellen. Das machte ihn für das unkritische Annehmen und Verbreiten einer von ihm unerkannten Fälschung geradezu anfällig. Frappant ist in diesem Sinne Randomizers Feststellung:

Alle schrifltiche und mündliche Überlieferung Rills wurde offenbar ausschließlich durch seinen Hausarzt Dr. Arnold weitergegeben, nach meinem Verständnis hatte wahrscheinlich selbst Frumentius Renner keinen persönlichen Kontakt mit Rill.

Demnach hatte Frumentius keine Chance, durch persönlichen Kontakt mit Rill der Fälschung auf die Schliche zu kommen. Dieser Umstand war für die Zementierung der Feldpostbriefe im modernen europäischen Prophezeiungskanon fatal.

Der zweite Feldpostbrief dürfte eine 1946 vorgenommene Erweiterung sein, die man angesichts der jüngeren Entwicklungen, also das tatsächliche Ende des Zweiten Weltkrieges im Vergleich zum im ersten Brief vorgestellten, vornahm. Auch hier war Dr. Arnold bzw. der Arnold-Lebsche-Kreis involviert: "1946 übergab Rill Dr. Arnold den zweiten Brief. Von beiden Briefen ließ P. Frumentius 1946 Fotografien durch P. Josef Alto Ziegenaus, jetzt Caracas, anfertigen. Auf Anfrage bestätigte P. Ziegenaus diesen Sachverhalt. Die betreffenden Platten wurden 1975 anläßlich eines Umzugs in Südamerika vernichtet."
Benders Bestreben, die Authentizität des zweiten Briefes zu untermauern, indem der dessen Verbreitungsweg inklusive Fotoplatten nachvollzieht, geht allerdings in die Irre, weil man auch hier annehmen muß, daß Frumentius bereits einen gefälschten zweiten Brief zugereicht bekam, für den es diesmal jedoch kein Original in Rills Mottenkiste gab.

Im zweiten Brief ist z. B. auffällig der "Stuhl 12" enthalten, eine eigentlich durchsichtige Geheimniskrämerei im Stile Irlmaiers "eisernen Turms", die nebulös wirkt, den Zeitgenossen aber gleich das Rätsel als den Zeitgenossen "Pius XII." lösen läßt. Der gutgläubige Laie staunt angesichts der Präzision der Prophezeiung.
Weiter mußten natürlich der Kriegsausgang 1945 und der beginnende Ost-West-Konflikt enthalten sein. Außerdem der Versuch der Deutschen, sich von den Taten der Nazis ("teuflisches Verbrechen") zu emanzipieren (Entnazifizierung, Persilschein usw.). Von diesen Einzelheiten abgesehen, enthält der zweite Brief ab dieser Stelle wieder nur klassischen Endzeitkanon mit allgemeinen, religiös angehauchten Aussagen, wie verkommen die Gegenwart sei.
Für die Zukunft ab 1945 wird konstruiert: "Die Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab mit der Beute des Geraubten, was ihnen auch sehr viel Unheil bringt, und das Unheil des dritten Weltgeschehens bricht herein."
Das wurde aber nur von uns späteren (ebenfalls leichtgläubigen) Interpreten auf die Wiedervereinigung 1990 bezogen. Tatsächlich sollte das Ereignis sich direkt an den Zweiten Weltkrieg anschließen, da 1947 und 48 bereits das Dritte Weltgeschehen stattfinden sollte. Nach wie vor projektierte der zweite Feldpostbrief 1949 als Beginn der "Friedenszeit".
Der zweite Feldpostbrief erschöpft sich gänzlich in dem direkt auf den Zweiten Weltkrieg folgenden Dritten Weltgeschehen, das ebenfalls nur rudimentär und unter Rückgriff auf klassische Prophezeiungsmotive geschildert wird.
Über den tatsächlichen Verlauf der Geschichte nach Bekanntwerdung und Veröffentlichung der Feldpostbriefe ist rein gar nichts enhalten. Sie haben uns nichts zu sagen.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Wut wird unermesslich sein

Baldur @, Dienstag, 10.11.2020, 22:41 vor 182 Tagen @ Taurec (1059 Aufrufe)

Hallo, Taurec,

Sehr überzeugend dargelegt.

Nur, worin läge der Sinn des Ganzen?

Ob man das Werk möglicherweise als subversive Propaganda zwischen 1941 und 1945 einsetzen wollte?

Dazu hätten sie es veröffentlichen müssen, das hat sich wohl niemand getraut.

Ein selbstgefälliges Nachtreten nach Kriegsende, vermischt mit religiösen Gruselgeschichten, konnte aber noch daraus werden. Beim damaligen Interesse für Weissagungen war es vermutlich schlicht brauchbares Material, um es zu vermarkten.

Und ein paar Unbedarfte zu missionieren, obendrein.

Und die Kriegszeit im Sinne der westlichen Siegermächte so darzustellen, dass der Ausgang von vorn herein festzustehen schien, wobei man gleichzeitig den Russen als den notorischen Übeltätern ans Schienbein treten konnte, sowie neuerliche Kriegsangst schüren.

Wir werden es wohl nie genau erfahren.

Jedenfalls liegen jetzt auch diese beiden miesen Machwerke in der Mülltonne.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten für ihre Mühe und akribische Fleissarbeit.

Beste Grüsse vom Baldur

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Danke, Baldur: Ja! :-)

BBouvier @, Dienstag, 10.11.2020, 23:03 vor 182 Tagen @ Baldur (700 Aufrufe)

– kein Text –

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Irlmaier und Rill, mein Senf in 2017...

offtopic, Mittwoch, 11.11.2020, 01:17 vor 182 Tagen @ Baldur (865 Aufrufe)

Hallo!

Dass Irlmaier begabt war, steht für mich außer Frage, aber mehr als den persönlichen Rahmen hat er wohl nicht überschaut. Ich bin schon länger zum Schluss gekommen, dass Schauungen zwar ein interessantes Steckenpferd sein können, aber es beileibe nicht wert sind, auch nur ansatzweise das Leben danach auszurichten, wie ich es leider früher tat. Man kann sich ja fit halten und ein paar Vorräte haben, ist ja auch im Alltag super, aber das Thema hier hab ich schon länger im Container versenkt. Und zwar inklusive Verpackung.

Weiterhin nehme ich an, dass gerade in der Kriegs- und Nachkriegszeit die Angst vor einem weiteren Krieg geradezu greifbar in der Luft lag und ein empfänglicher Mensch in diese Angst einschwingt und dadurch beeinflusst wird, siehe auch Luftbrücke, die Russen machen wieder Ernst usw...

Auch Rill wird sich in seiner Nische in der Tonne wiederfinden. Es mutet sehr komisch an, dass für beide WK die genauen Daten angegeben wurden, aber der 3. WK mal ganz diffus mit danach kommen die Russen erwähnt wird. Obs an Rill liegt oder am Franzosen ist Jahrzehnte später eh nicht mehr feststellbar. Und für uns bleibt wieder einmal: nichts!

Aus dem Beitrag hier...

Um die Determiniertheit, so sehr sie Taurec auch schön zerlegte, ging es mir da jedoch nicht, sie war zweitrangig. Was mir da wichtig war, wie diese Schauungen stets zusammenkamen, die sich, wie heute deutlich ersichtlich, entweder aus einer Naherwartung des schon Geschehenen in modifizierter Form widerspiegeln (weil, Geschichte wiederholt sich ja, gelle?), oder rein aus dem Intellekt eines "ich denke mir mal" geboren wurden.

LG

OT

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Spreu <=> Weizen

BBouvier @, Mittwoch, 11.11.2020, 02:55 vor 182 Tagen @ offtopic (793 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 11.11.2020, 03:10

<"...Was mir da wichtig war, wie diese Schauungen stets zusammenkamen...">

Hollo, Offtopic!

Es scheint mir, nicht unwesentlich zu sein,
diesbezüglich darauf hinzuweisen, daß wir hier und bisher
im WW allein nur lauter "Prophezeiungen" in die
=> :tonne:
verbannt haben:
Europäischer Prophezeiungskanon

Ob und inwieweit valide scheinende Schauungen
- siehe die Forumsbibliothek -
Bilder und einst tatsächliche Geschehnisse der Zukunft
zum Gegenstand haben, wird wohl bis auf weiteres
nicht zu klären sein ...

Beste Grüße!
BB

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Ludovico Rocco => Feldpostbriefe

BBouvier @, Montag, 07.12.2020, 20:16 vor 155 Tagen @ Taurec (743 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Montag, 07.12.2020, 20:37

Hallo!

Wie ein roter Faden zieht sich durch den Europäischen Prophezeiungskanon
u.a. auch die Idee, daß - anders als 1814, als auf der Avenue des Champs-Elysées
russische Kosacken siegreich paradierten - das nächstemal/demnächst die bösen, bösen Russen
(= Gog&Magog ... sämtlich Schergen des Antichristen)
nebst Zar am Rhein scheitern und die überlebenden Russen anschließend ganz brave Katholiken werden würden.
GOTT selbst werde die Russen (= Gog&Magog) strafen:
Frankreich kommt mit einem König demnächst ganz groß raus! :ok:

Und so lesen wir bei dem frech erfundenen Propheten Ludovico Rocco (angeblich 1849)
(Taurec dazu: https://schauungen.de/forum/index.php?id=35456 )
"Rußland wird der Schauplatz der größten Greueltaten werden...
Die kaiserliche Familie, der ganze Adel ... wird ermordet werden.
In Petersburg Moskau werden die Leichen wochenlang auf der Straße liegen bleiben,
ohne begraben zu werden
."

Es folgen die gefälschten Feldpostbriefe - auf obiger Basis!:
"In Rußland werden alle Machthaber vernichtet.
Die Leichen werden dort nicht begraben und bleiben liegen.
Hunger und Vernichtung ist in diesem Lande zur Strafe für ihre Verbrechen.
"

... und auch das Irlmaierecho mag da nicht fehlen:
"(in Rußland) bricht eine Revolution aus und ein Bürgerkrieg.
Die Leichen sind so viel, daß man sie nicht mehr wegbringen kann von den Straßen
."

:tonne:

Meint auch :hamper: <= Hugo Hamper

--
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"Machthaber vernichtet" ....... 1914??

BBouvier @, Dienstag, 08.12.2020, 19:04 vor 154 Tagen @ BBouvier (782 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 08.12.2020, 19:14

... und weiter:

Die Fälschung Ludovico Rocco schwadroniert
im Rahmen des Unterganges des "dann einst" in Rußland herrschenen Antichristen
mit Gog und Magog, in Personalunion mit dem russisch-orthodoxen Zaren = ein Greuel vor dem HERRN:
=>
"Rußland wird der Schauplatz der größten Greueltaten werden...
Die kaiserliche Familie, der ganze Adel ... wird ermordet werden
."

Diese Vorlage ist so für die Fälscher Ende der vierziger Jahre allerdings
nicht brauchbar, weil in Rußland seit gut 25 Jahren doch die Kommunisten regieren.

Daher wandeln sie ab in:
"In Rußland werden alle Machthaber vernichtet."

Was die Fälscher dabei nicht bedacht haben, ist,
daß der sich von den Fälschern ausgedachtete Prophet im Jahre 1914
doch die Russische Revolution 1917 gesehen und beschrieben hätte,
was ähnlich wie die Fälschung Roccos (der Adel geht dort unter) geklungen hätte. :-D

Diese Fälschungslapsus ähnelt ein wenig der Behauptung,
besagter "Prophet" hätte 1914 "Polen" als einst kriegführenden Staat erwähnt,
ohne daß das Jemandem denn aufgefallen wäre:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=54872

Des weiteren.
Hat man erstmal erkannt, daß es sich selbst bei den beiden Feldpostbriefen
nur um Fälschungen aus dem Bayerischen Süden handelt,
dann findet sich auch die Antwort auf das Rätsel, wieso denn
der angebliche frz. "Prophet" derart gehäuft Aussagen ausgerechnet
den Süden Deutschlands/Bayern betreffend, getätigt haben solle??
=>
- und da wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein sollte,
wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen

- Rußland überfällt den Süden Deutschlands ...

- Rußland in Deutschland einfallen und zwar im Süden bis Chiemgau,
und die Berge sollen von da
(= ab dann) Feuer speien

- Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht und vernichtet.

Grüße,
BB

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"... ein Platz in Süddeutschland"

BBouvier @, Dienstag, 08.12.2020, 23:55 vor 154 Tagen @ BBouvier (873 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 09.12.2020, 00:14

... und weiter:

Hiermit (Feldpostbriefe) ...
=>
- "und da wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein sollte,
wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen ...
">

... dürften die Fälscher Bezug auf die "Marienerscheinungen von Heroldsbach"
(= bei Erlangen) ab Oktober 1949 genommen haben, an deren Ort sich dann:
=>
Zitate:
"Am 8. Dezember 1949 hatten sich anlässlich des Fests
der Unbefleckten Empfängnis Mariens rund 10.000 Pilger in Heroldsbach versammelt."

"Tausende Personen berichteten anschließend von einem „Sonnenwunder“.
Der Chronist Walz berichtet von zwei Phasen des Sonnenwunders zwischen 15 und 16 Uhr.
Die Sonne habe ein auffällig starkes Strahlen gezeigt und sich minutenlang in bunten Farben gedreht.
Ähnliche Berichte geben nach Walz der Ortspfarrer Johann Gailer
und weitere drei Geistliche ab.
Die Berichte über das Sonnenphänomen und die Weihnachtsvisionen
führten seitens des Erzbistums zu einer sehr deutlichen Ablehnung der Heroldsbacher Erscheinungen
."

"Zum Epiphaniefest am 6. Januar 1950 fanden sich etwa 12.000 Personen in Heroldsbach ein,
um dort zwei Andachten zu feiern.
Während der Nachmittagsandacht berichteten die Kinder erneut von einer Erscheinung,
die geäußert habe .
.."

"Am Festtag Maria Lichtmess (2. Februar 1950) soll es ein Lichtwunder
vor etwa 70.000 Menschen (!!) gegeben haben:
gelbe Lichtkugeln/-straßen sowie Sonnenrotation;
goldener Lichtglanz ein Meter über dem Boden auf dem ganzen Gelände.
Die Mutter Gottes habe den Sehermädchen zufolge mit „den Russen“ gedroht;
nur das Gebet könne das Unheil abwenden
."

"Die Seherkinder, deren Eltern und viele „Berg-Anhänger“
wurden im August 1951 exkommuniziert, da sie nicht unterzeichnen wollten,
dass sie keine Erscheinungen der Mutter Gottes hatten
."

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Heroldsbacher_Marienerscheinungen#%E2%80%9ESonnenwunder%E2%80%9C_und_Krippenvision_im_Dezember_1949

Damit dürfte auch diese, bisher ungeklärte Passage, erhellt sein:
Entsprechend der Feldpostbriefpassage reisen zehntausende Pilger
nach Heroldsbach, in der richtigen Erwartung (!), daß dort
dann auch ein ganz außergewöhnliches "Ereignis" stattfinden werde.

Hinweis:
Diese Idee stammt von Taurec.

Grüße,
BB

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manieriertes Fälschergeschwurbel! :-)

BBouvier @, Mittwoch, 09.12.2020, 19:48 vor 153 Tagen @ BBouvier (723 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 09.12.2020, 20:02

Hallo!

Was ist das denn überhaupt für eine "Prophezeiung",
deren Aussage ( *hä* ? )lautet:
=>
Irgendwo ist mal ein Ort,
wo mal irgendetwas passieren dürfte,
wohin Leute mal von irgendwoher hinfahren
.

Nämlich:
<"... da wird in Süddeutschland ein Platz sein,
wo das Ereignis sein sollte,
wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen
">

Eine solche schwachmatig-hohle Nullposse hätte der
frz. Seher im Jahre 1914 als veritable Prophezeiung (!) von sich gegeben?
Echt?? :-D

Einem Leser 1949/50 ist jedoch sofort klar:
"Ein genialer Prophet!
Das Sonnenwunder von Heroldsbach!!
Genau das stand doch gestern in allen Zeitungen!
" :lehrer:

Grüße,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Selbst „nur“ eine Legende

Fenrizwolf @, Sonntag, 13.12.2020, 11:29 vor 149 Tagen @ BBouvier (687 Aufrufe)

Lieber und hoch geschätzter BB!

Auch wenn es sich als ein unbeachtetes Randthema darstellt, hast Du zusammen im Würgegriff mit Taurec, Randomizer, Ulrich und anderen eines wider Willen im besten Gewissen vollzogen:
Die totale, also vollständige Zerstörung christlicher Lügen und Hirngespinste und derer infantiler Sprecher dazu. (Zumindest im Bezug auf Prophetie und angebliche Präkognition).

Das ist ein wahrlich vollständiger und ehrenhafter Sieg über einen Gegner, der offensichtlich zu jeder Missetat bereit war, und über Heerscharen von prominenten Partisanen verfügte.

Der vor Jahrhunderten unter Machtmißbrauch entstandene und ewig fortgesetzte Betrug an den Bürgerlichen ist endlich unter fortgesetztem Artilleriebeschuß guter Argumente in einem seichten Tal des Jammers zusammengebrochen, wo man im Zentrum noch den Riß in der Erde vermutete, die direkten Draht zum Höchsten hat.
Mit dieser vollendeten Mission hast Du bewiesen, daß selbst der Herrgott sich vor der organisierten deutschen Panzerwaffe fürchten muß.

Schwarzes Barett fährt geradeaus
frontal gen Ziel hinaus
mit Willen aus Stahl
ins Jammertal - und heil hinaus
Abschuß!
Blattschuß, Gas und Braus!

Herzlicher Glückwunsch!

Die Pfaffen hätten sich anno dazumal besser zusammenphantasieren sollen,
daß da mal einer mit einer schwarzen Mütze kommt, in einem eisernen Wagen,
um alles umzuwerfen, das falsch ist.

Kein Ende der Legende
hofft der Widerstand im Sand
Kein Ende im Gelände
Hofft der Unverstand

Des Deutschen Blöße
Ist die eigene Größe
Es geht voran
Wohlan!

Da ich nicht grüßen darf, wie ich wollte

ist längst nicht alles wie es sein sollte.

Achtung!

Mit Achtung und Dankbarkeit

Fenrizwolf

Avatar

Hochgeehrter Wolf der Moore!

BBouvier @, Sonntag, 13.12.2020, 18:04 vor 149 Tagen @ Fenrizwolf (772 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 13.12.2020, 18:12

Herzlicher Dank Dir allewege!

(BB schneuzt sich, ernstlich gerührt, in den nächst erreichbaren Zipfel
des stets dräuenden Weltenbrandes.)

Und - ja - Midgard ist völlig entgleipniert, Bifröst gebosten.

In diesem Sinne grüßen rundum
BB und :hamper: <= Hugo Hamper

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

seit wann?

detlef @, Mittwoch, 11.11.2020, 00:42 vor 182 Tagen @ randomizer (783 Aufrufe)

moin,

... so konnte jeder, der eine Fotokopie davon hatte,...


seit wann gibt's denn fotokopien?
ich dachte, die kamen erst in den 70ern auf.

gruss,d

Elektrofotographie

offtopic, Mittwoch, 11.11.2020, 01:39 vor 182 Tagen @ detlef (830 Aufrufe)
bearbeitet von offtopic, Mittwoch, 11.11.2020, 01:45

Hallo!

aus Wiki: Das Patent wurde am 27. Oktober 1937 angemeldet. Der erste erfolgreiche Versuch fand am 22. Oktober 1938 unter Zuhilfenahme einer mit einem Tuch elektrisch aufgeladenen Metallplatte, Schwefelpuder, staubfeinen Bärlappsporen und einer Wachsplatte statt. Auf der ersten Fotokopie (Trockenkopie) war „10.–22.-38 ASTORIA“ zu lesen. Hierbei handelte es sich um das Datum der ersten Fotokopie, den 22. Oktober 1938, und den Ort, Astoria (New York).

Ist also älter, als so mancher denkt. Und das ist nur das, was offiziell verfügbar ist...

In den 70igern, wenn du dich mit Flugzeugen auskennst, flogen noch allerhand DC-8 und (neuere) DC-9 rum... Militärisch die Phantoms, wobei die Geschichte der F-15 (die heute noch fliegt) bereits 1965! beginnt und der Tarnkappenbomber f-117 auch in den 70igern gestartet wurde...

LG

OT

alles klar, herr ko...?

detlef @, Samstag, 14.11.2020, 16:57 vor 178 Tagen @ offtopic (699 Aufrufe)

moin,

aus Wiki: Das Patent wurde am 27. Oktober 1937 angemeldet...
Ist also älter, als so mancher denkt. Und das ist nur das, was offiziell verfügbar ist...

danke.

worauf ich hinaus wollte, war, dass mit groesster wahrscheinlichkeit zu der zeit waehrend und kurz nach dem krieg, kopien noch mit der hand, oder schreibmaschine gemacht wurden.

in den jahrzehnten der beschaeftigung mit unseren themen hab ich gelernt, auf das "unwichtige" beiwerk von berichten zu achten.
also, auf genau das, worauf scharlatane, angeber und faelscher nicht achten, weil sie sich auf die "glaubhaftigkeit" des kernthemas konzentrieren.

im speziellen hier:
wenn wir erfahren, da sei fotokopiert worden, und eine vorstellung haben, ab wann fotokopien "verfuegbar" waren, wissen wir, in welchem zeitrahmen jemand an der verbreitung beteiligt war, der mindestens unsorgfaeltig bis hoechstens faelschend taetig war.

gruss, comisaire Maigret

Faden – Prädikat wertvoll

Röde Orm @, Montag, 23.11.2020, 14:35 vor 169 Tagen @ randomizer (622 Aufrufe)

Hallo liebes Forum,

ich möchte meinen ganz besonderen Dank an alle Teilnehmer/innen zum Ausdruck bringen,
die mit unermüdlichen Fleiß und großer Hingabe die alten Überlieferungen aufgearbeitet
haben. Die Ergebnisse sind ernüchternd, aber wertvoll.

Liebe Grüße von einem alten Mitstreiter
Röde

veteranentreffen?

detlef @, Montag, 23.11.2020, 18:31 vor 169 Tagen @ Röde Orm (598 Aufrufe)

:ok: ?

gruss,d

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