Das Objekt von Aiud (Freie Themen)

Isana Yashiro @, Sonntag, 04. Oktober 2020, 15:57 vor 56 Tagen 1093 mal gelesen

Hallo!

Zunächst eine Zusammenfassung, damit man nicht unbedingt den ganzen Text hinter dem Link lesen muß:

Das Objekt von Aiud wurde 1973 in zehn Metern Tiefe am Ufer des Flusses Mureş gefunden und zwar zusammen mit dem Schenkelknochen und dem Backenzahn eines Mastodons. Das Objekt muß daher sehr alt sein. Trotzdem besteht es hauptsächlich aus Aluminium, was aber nicht vor 1825 möglich gewesen sein soll. Der komplette Fund war zeitweise verschollen, aber das Objekt aus Aluminium wurde nach fünfzehn Jahren wieder aufgespürt und liegt heute in einem Museum in Cluj-Napoca. Die Mastodonknochen bleiben verschollen. 1975 und 1995 wurde jeweils eine Probe dem Objekt von Aiud entnommen. Die neuere Probe ist verschollen, aber die ältere Probe wurde mindestens zweimal analysiert, wobei sich die Analysen in Einzelheiten widersprechen. Eine dritte Analyse war wohl frei erfunden. Ebenso wie die Legenden, daß es sich bei den neben dem Objekt gefundenen Knochen um Saurierknochen handele oder das Artefakt selbst eine Fälschung wäre. Das Objekt besteht zwar hauptsächlich aus Aluminium, aber es entspricht keiner heutigen Legierung, sondern ist inhomogen und scheint sich zu entmischen. Das gilt als weiteres Indiz für ein hohes Alter und erklärt vielleicht auch die Widersprüche in den Analysen.

Die Wikipedia kennt das Objekt von Aiud und kann dagegen keine Einwände vorbringen: https://de.wikipedia.org/wiki/Aluminiumkeil_von_Aiud#Der_Aluminiumkeil_von_Aiud

Meine Schlußfolgerung: Unsere Zivilisation ist keineswegs die einzige faustische. Objekte aus Aluminium herzustellen erfordert ein hohes technisches Niveau. Wer das kann, hat im Wesentlichen mit uns gleichgezogen.

Überhaupt stelle ich bei vergleichender Betrachtung nur zwei mögliche Formen der Zivilisation fest. Die eine lebt davon, daß sie expandiert, andere Völker überfällt und Tribute fordert. Die andere macht Entdeckungen und Erfindungen, mit denen sie dann Handel treibt. Auf anderen Wegen kommt man nicht an immer mehr und mehr, aber dieses immer mehr und mehr ist erforderlich, um eine Zivilisation zu erhalten. Das heißt, es muß immer wieder Zivilisationen geben, die so sind wie unsere.

Gruß,
Shiro

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Blick in die Vergangenheit

Luzifer @, Österreich, Sonntag, 04. Oktober 2020, 18:29 vor 56 Tagen @ Isana Yashiro 703 mal gelesen

Hallo Isana,

besten Dank. Dies kannte ich noch nicht.

Was das Schauungsthema angeht, so dünkt mich gerade bei der Impaktgeschichte, dass dies auch (kollektive) Erinnerungen an eine ferne Vergangenheit sein könnten.

Ein anderes Beispiel ist das ebenfalls kontrovers diskutierte Wissen der Dogons um den Begleiter von Sirius, SiriusB.

Sirus B habe ich selbst mit Teleskopen mit einer Öffnung von mehr als 20 cm nicht sehen können, es ist nicht einfach und benötigt ziemlich perfekte Optik, zum Beispiel einen großen Fluoridapochromaten. Dann muss "B" weit abstehen, das heißt es hängt auch davon ab, wo er sich auf seiner Umlaufbahn um "A" befindet.

Dann durfte ich mal einen Gedichtband lesen, der blumig verklausuliert, aber exakt beschreibt, wie eine Kultur durch ein "natürliches Ereignis" ausgelöscht wurde und noch viel interessanter, wie die verbliebenen "Seelen" darauf reagierten, keine Welt mehr zu haben. Sie blieben "im Orbit". Das Ende war, sie wurden unter die anderen "Völker der Sterne aufgeteilt".

Jedenfalls ist die Annahme es habe bereits Kulturen auf mindestens unserem Niveau gegeben durchaus plausibel. Was bliebe von uns in 1000 Jahren, nicht viel. Nach 100.000 Jahren, kaum noch Spuren und nach mehreren Millionen Jahren nichts mehr. Und die Erde ist mehrere Milliarden Jahre alt und abzüglich der Zeit mit anderer Atmosphäre bleibt auch genug Zeit über.

Da ist auch so ein Rest anthropozentrischen Weltbildes.

Wenn eine Vorläuferkultur einmal an einem Impakt seinen Untergang fand, dann wird sich das eingebrannt haben, wie kaum etwas anderes.

Beste Grüße
Luzifer


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.

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Abbildungen dieses Artefaktes

BBouvier, Sonntag, 04. Oktober 2020, 18:58 vor 56 Tagen @ Isana Yashiro 799 mal gelesen

Danke sehr, Shiro!

Hier Bilder, die Google zu dem Artefakt auswirft:
=>
https://www.google.de/search?q=Aluminiumkeil+von+Aiud&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwiJ25fFs5vsAhVSzKQKHVF6AFQQ_AUoAnoECAsQBA&biw=1440&bih=683#imgrc=DircDLPQZdoFLM

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Aluminiumartefakt als Beweis für eine faustische Kultur?

Explorer @, Sonntag, 04. Oktober 2020, 20:25 vor 56 Tagen @ Isana Yashiro 604 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Sonntag, 04. Oktober 2020, 20:43

Hallo,

Meine Schlußfolgerung: Unsere Zivilisation ist keineswegs die einzige faustische. Objekte aus Aluminium herzustellen erfordert ein hohes technisches Niveau. Wer das kann, hat im Wesentlichen mit uns gleichgezogen.

Aluminiumobjekte sind aus dem antiken China ebenfalls bekannt und es gibt Berichte von einem Kelch aus dem alten Rom, von dem gemutmaßt wird, dass er aus Aluminium war.

Plinius berichtet, dass einst im Palast des Kaisers Tiberius, der in den Jahren 14 bis 37 n. Chr. regierte, ein Metallarbeiter erschien und ein metallisches Geschenk anbot, das äußerlich wie Silber aussah, aber auffallend leicht war. Der Kaiser fragte den Arbeiter, wo dieses Metall zu finden wäre, und erhielt die Antwort, dass jener es aus einer tonhaltigen Erde hergestellt hätte. Tiberius fragte weiter, ob sonst noch jemand um das Vorhandensein und die Herstellung dieses Metalls wüsste, worauf der Arbeiter zu seinem Unheil erwiderte, dass außer ihm nur Jupiter das Geheimnis kenne. Der Kaiser aber war von Argwohn erfasst, dass das neue Metall den Wert des Goldes und des Silbers schädigen könnte und ließ daher die Werkstatt des Geschenkgebers zerstören und denselben enthaupten, so dass die Erfindung verloren ging.
Der erste heute noch bekannte Aluminiumgegenstand ist die Gürtelschnalle des chinesischen Generals Chou-Chou (265–316) um 300.
Als Sir Humphry Davy im Jahre 1808 das Aluminium entdeckte und beschrieb, erinnerte man sich wieder des Schicksals dieses unglücklichen Metallarbeiters und es verbreitete sich die Meinung, dass es sich bei diesem sagenhaften Metall um Aluminium gehandelt habe. Auch wenn ein wahrer Kern in dieser Erzählung stecken würde, so wäre es gänzlich ungeklärt, wie ein einzelner Arbeiter die technischen Schwierigkeiten hätte überwinden können, die bei der Aluminiumerzeugung zu überwinden sind.

https://www.chemiestun.de/pse/daten.php?oz=13
https://atlantisforschung.de/index.php?title=Die_Schnalle_des_Chou_Chu_(250-313_n._Chr.)
https://www.freenet.de/nachrichten/wissenschaft/alu-vor-jahrtausenden_726368_4702462.html

Die faustische Kultur, hat Aluminium erst 1825 hergestellt, die appolonische und die chinesische angeblich auch, wenn auch wohl nicht in solch industriellem Maßstab.

Warum sollte außerdem gerade Aluminium etwas sein, dass nur in der faustischen Kultur hergestellt werden kann?

Man findet nebenbei bemerkt immer wieder Beispiele dafür, dass alte Zivilisationen Technologien hatten, die der faustische Mensch erst Jahrtausende später entdeckte.

Als Beispiele:
Edelstahl gab es schon im alten Persien
Perser produzierten chromhaltigen Stahl bereits knapp tausend Jahre vor dem Westen
Überraschend fortschrittlich: Bei uns gibt es Edelstahl erst seit gut 100 Jahren, doch im alten Persien kannte man das Rezept dafür schon vor fast tausend Jahren, wie Archäologen berichten. Belege dafür liefern Schlackenreste aus dem Iran und historische Dokumente. Demnach setzten die Perser schon damals ihren Eisenschmelzen einen geringen Anteil Chromit-Erze zu – wenn auch weniger als bei modernem Edelstahl.

Er steckt in Besteck, Töpfen oder Rasierklingen: Edelstahl wird überall dort eingesetzt, wo Stahl beständig gegen Korrosion und Rost sein muss. Hergestellt wird diese Stahlsorte, indem man dem schmelzflüssigen Stahl eine geringe Menge Chrom beimischt. Es entsteht eine Legierung, die bei modernem Edelstahl rund 10,5 Prozent Chrom enthält. In Europa wurde das Rezept für diesen Chromstahl schon 1821 entdeckt, aber erst 1912 erkannte man seinen Wert und der deutsche Stahlhersteller Krupp patentierte den ersten Edelstahl.

Geheimnisvolle Zutat in persischem Stahlrezept
Doch die Europäer waren keineswegs die ersten, die die Vorteile von chromlegiertem Stahl erkannten. Schon fast tausend Jahre früher stellten die Perser bereits Chromstahl her, wie nun Rahil Alipour vom Imperial College London und seine Kollegen herausgefunden haben. Auf die Spur brachte sie ein persisches Manuskript aus dem 10./11.Jahrundert, in dem der Gelehrte Abu-Rayhan Biruni das einzige aus dieser Zeit erhaltene Rezept für persischen Tiegelstahl beschrieb.

Für die Herstellung dieses Stahls gaben die Perser Holz- und Kohlestücke zusammen mit Eisen in ein verschlossenes Tongefäß und brachten das Metall in speziellen Öfen zum Schmelzen. Durch das Erhitzen auf rund 1.400 Grad in Gegenwart von kohlenstoffhaltigem Material entstand aus dem Eisen der sogenannte Pulad-Stahl. Laut historischem Rezept wurde der Schmelze jedoch noch eine mysteriöse Substanz hinzugefügt, die Biruni als „Rusakhtj“ bezeichnete. Worum es sich handelte, war jedoch bislang unbekannt.

Spuren von Chrom im alten Tiegelstahl
Jetzt haben die Forscher dieses Geheimnis gelüftet. Dafür analysierten sie einige Tiegelstahl- und Schlackenreste aus dem iranischen Chahak unter anderem mittels Rasterelektronenmikroskopie. Chahak war im 11. Jahrhundert ein Zentrum der persischen Stahlherstellung. Reste dieser Produktionsstätten sind dort bis heute in Form von Schlacken Gefäßscherben erhalten.

Die Analysen enthüllten: Die an der Innenseite der Tiegel-Bruchstücke erhaltenen Stahlreste enthielten ein bis zwei Gewichtsprozent an Chrom. Weitere Fundstücke erweisen sich als das Mineral Chromit. Nach Ansicht der Wissenschaftler spricht dies dafür, dass die Perser schon vor fast tausend Jahren ihrem Tiegelstahl bewusst Chromit zusetzten. Dieses Mineral könnte demnach auch die geheimnisvolle Zutat „Rusakhtj“ gewesen sein, die der persische Gelehrte Biruni in seinem Rezept erwähnte.

https://www.scinexx.de/news/geowissen/edelstahl-gab-es-schon-im-alten-persien/

In Idien gibt es auch eine seit 1600 Jahren im freien stehende eiserne Säule, die nicht verrostet und erodiert, was auch zeigt, dass man schon damals in der indischen Zivilisation metallurgisch schon sehr weit war.
http://www.orangesmile.com/extreme/de/mysterious-structures/delhi-pillar.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_S%C3%A4ule

Antibiotika, wurden wohl auch schon vor ähnlich langer Zeit, lange bevor der faustische Mensch es entdeckte eingesetzt.

Antibiotikum der Frühzeit
In 1600 Jahre alten menschlichen Knochen im Sudan fanden Forscher Tetracyclin. Das Antibiotikum entstand wohl beim Brauen von Hirsebier.

Das Breitband-Antibiotikum Tetracyclin wurde erst 1948 entdeckt und 1955 patentiert. Die Frühmenschenforscherin Debra Martin wunderte sich daher sehr, als sie in gut 1600 Jahre alten menschlichen Knochen aus dem Norden des heutigen Staates Sudan genau dieses Antibiotikum fand. Wie so oft in der Wissenschaft stand der Zufall Pate: Das normale Mikroskop war gerade besetzt und Debra Martin wich auf ein anderes Gerät aus, das mit ultraviolettem Licht arbeitete. Verblüfft stellte sie fest, dass die Knochen der alten Nubier in einer gelb-grünen Farbe fluoreszierten, die typisch für Tetracyclin ist.

George Armelagos von der gleichen Universität staunte nicht schlecht, als Debra Martin ihm von der Entdeckung erzählte: „Wenn wir auf der Nase einer Mumie eine Designer-Brille gefunden hätten, wäre das kaum verblüffender gewesen!“

Das war 1980. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihren sensationellen Fund im Fachblatt „Science“. Doch viele Fachkollegen zweifelten das Ergebnis heftig an. 30 Jahre später aber haben George Armelagos, der mittlerweile an der Emory Universität in Atlanta arbeitet, und Mark Nelson von der Paratek-Pharmafirma in Boston alle Zweifel ausgeräumt. Im „American Journal of Physical Anthropology“ (Band 143, Seite 151) legen sie ihre neuen Ergebnisse jetzt vor – und bestätigen das Ergebnis von 1980.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/nubier-antibiotikum-der-fruehzeit/3272402.html

Ist die Therapie mit Antibiotika bereits 2000 Jahre alt?
Das Volk der Nubier hat bereits vor 2000 Jahren Antibiotika hergestellt.

Offenbar war der schottische Bakteriologe Alexander Fleming (1881 bis 1955) doch nicht der erste, als er 1928 die Antibiotika entdeckte. Das afrikanische Volk der Nubier, die zwischen 350 und 550 n. Chr. in der Gegend des heutigen Sudan lebten, wusste bereits um die bakterizide Potenz der Schimmelpilze und setzte sie auch gezielt ein.

Zur Antibiotika-Therapie diente ihnen Bier, das Tetrazykline enthielt. Das sei kein Zufall gewesen, sondern die Nubier seien sich der medizinischen Wirkung ihres Bieres bewusst gewesen, vermuten zwei US-amerikanische Wissenschaftler.

https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Ist-die-Therapie-mit-Antibiotika-bereits-2000-Jahre-alt-340898.html


Auch die ersten Dampf- und Windbetriebenen Maschinen wurden bereits nachweislich von der antiken Zivilisation konstruiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Heron_von_Alexandria#Werke


Auch der Mechanismus von Antikythera ist ein schönes Beispiel, für ein technisches Gerät, welches man in der faustischen Kultur erst wieder in der Epoche der Renaissance herstellen konnte. Hätte man diesen Apparat nicht zufällig in einem antiken Schiffswrack gefunden, man hätte immer gedacht, wir wären die einzigen Menschen die solche komplexen mechanischen Geräte hergestellt haben.

Es sind dies weitestgehend anerkannte Beispiele für verlorenes Wissen. Der faustische Mensch denkt, er habe Edelstahl, Antibiotika und komplexe Maschinen als erstes erfunden, in wahrheit haben andere diese Dinge schon vorher erfunden.

Und noch als kleines Gedankenexperiment, würde man heute die Cheopspyramide entdecken und man hätte keine Ahnung von der Ägyptischen Zivilisation, würde man da nicht auch dazu verführt sein zu glauben, dies sei das Werk einer faustischen Mascchinenkultur?
Auch mit unseren huetigen Technologien würde der Bau 5 Jahre dauern und mehrere Milliarden Dollar kosten!

Im US-Wissenschaftsmagazin LiveScience erklärt Houdin sein Bauprinzip im Detail und unternimmt auf dieser Grundlage einen Versuch, die ursprünglich fast 150 Meter hohe und 220 Meter breite Cheops-Pyramide virtuell und mit modernen Mitteln neu zu errichten. Das Ergebnis: Mit Hilfe von Kränen, Helikoptern, Arbeitsmaschinen, motorisierten Transportvehikeln und 1.500 bis 2.000 Arbeitern könnte das Werk in fünf Jahren um 3,8 Milliarden Euro (5 Milliarden US-Dollar) vollbracht werden.

https://www.derstandard.at/story/1331206810811/was-es-kosten-wuerde-die-cheops-pyramide-heute-zu-errichten
Trotzdem, hat eine bronzezeitliche Kultur dieses kollosale Bauwerk errichtet, völlig ohne Maschinen oder einer durch moderne Aggrarchemie oder Medizin stark aufgeblasene Bevölkerungszahl.


Als kleiner Abschluß und Trost noch, wir sind nicht die einzige Kultur, die auf Erfindungen / Entdeckungen stolz ist, welche schon lange vorher entdeckt und genutzt wurde.

Viele Chinesen sind nicht nur sehr von ihrer traditionellen chinesischen Medizin überzeugt, sondern auch sehr stolz darauf. Insbesondere, auf die Akupunktur.
Inzwischen geht man davon aus, dass im jungsteinzeitlichen europa ebenfalls nach diesem System krankheiten behandelt wurden.
https://www.youtube.com/watch?v=8j4u8wZFAak

Ötzis Körperzeichnungen waren jedoch vermutlich kein Körperschmuck, sondern dienten wohl eher als medizinische Tattoos zur Schmerzlinderung: „80 Prozent der Ötzi-Tattoos liegen an Körperstellen, die die traditionelle chinesische Akupunktur zum Behandeln von Rheuma nutzt", führt Krutak in einer E-Mail an Motherboard aus.

Mit Ötzi könnte der Ursprung der Akupunktur plötzlich nicht mehr in China, sondern in Europa liegen.

Das ergibt durchaus Sinn, denn Ötzi litt unter Gelenkverschleiß, Arthrose, Peitschenwürmern im Darm und an Gallensteinen—seine Tattoos liegen über den richtigen Akupunktur-Leiterbahnen, um diese Schmerzen zu lindern. Das bestätigten Akupunkteure, die die Ötzi-Forscher zuvor konsultiert hatten, schon 1998.

Die Akupunktur-Theorie zu beweisen wird schwierig, wäre aber eine Sensation: „Der Ursprung der Akupunktur würde damit um 2.000 Jahre vorverlegt und läge nicht mehr in China, sondern in Europa. Das würde die Geschichte umschreiben", sagt Mumienforscher Albert Zink vom EURAC-Institut für Mumien und den Iceman.

https://www.vice.com/de/article/vv7wkj/der-aelteste-tintling-der-welt-warum-hatte-oetzi-so-viele-ttowierungen-394

So abwegig ist die Idee der medizinischen Markierungen gar nicht: Eine Studie aus dem Jahr 2012 hat jedenfalls gezeigt, dass Tätowierungen an Akkupunkturpunkten durchaus heilende Wirkung haben können. "Ob sie auch bei Ötzi eine Form der Behandlung darstellen sollten, kann nun in Folgestudien weiter untersucht werden", schreibt Zink.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/oetzi-hatte-61-taetowierungen-tattoos-auf-gletschermumie-a-1015739.html

Dabei ist die Auswahl der Akupunktur- bzw. Alarmpunkte sehr beachtlich, da hierdurch ein optimaler Yin- und Yang-Ausgleich – ganz im Sinne der traditionellen chinesischen Akupunkturlehre – geschaffen wurde. Besonders bemerkenswert ist außerdem die dabei angewendete Technik. Denn die Akupunktur erfolgte mit Holzkohle. Dabei handelt es sich um eine besonders geschickte Art der Schmerztherapie. Die sterile Holzkohle entfaltet ihre Wirkung nicht nur temporär, sondern langanhaltend.

Frühform der Akupunktur in Zentraleuropa?
Die ältesten Zeugnisse einer Akupunktur-Anwendung in China stammen aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., der Mann aus dem Eis lebte jedoch vor 5200 Jahren. Somit kann durch diese Entdeckung der Ursprung der Akupunktur um drei Jahrtausende vordatiert werden. Auch kann China nicht mehr als isolierter Entstehungsort der Akupunktur angesehen werden. Sie scheint vielmehr eine gemeinsame Entwicklung des euroasiatischen Kulturkreises zu sein.

https://www.akupunktur.de/daa/wissen/publikationen/oetzi.html

DIE NEUEN UNTERSUCHUNGEN AM MANN IM EIS „ÖTZI“ MIT DEM „MISSING LINK“ ALS NACHWEIS FÜR DIE ENTWICKLUNG DER AKUPUNKTUR IN EUROPA

Grüße
Explorer

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Urknalltheorie und Gegenurknall am Ende der Zeit

Luzifer @, Österreich, Sonntag, 04. Oktober 2020, 23:43 vor 56 Tagen @ Explorer 506 mal gelesen

Hallo und guten Abend.

Ein sehr beeindruckendes kosmologisches Bild.

Homines enim populariter annum tantum modo
solis, id est unius astri, reditu metiuntur;
cum autem ad idem, unde semel profecta sunt, cuncta astra redierint
eandemque totius caeli discriptionem longis intervallis rettulerint,
tum ille vere vertens annus appellari potest;
in quo vix dicere audeo quam multa hominum saecula teneantur.
Namque ut olim deficere sol hominibus exstinguique visus est,
cum Romuli animus haec ipsa in templa penetravit,
quandoque ab eadem parte sol eodemque tempore iterum defecerit,
tum signis omnibus ad principium stellisque revocatis
expletum annum habeto;
cuius quidem anni nondum vicesimam partem scito esse conversam.

"Wenn alle Sterne zu dem Punkt zurückkehren, von dem sie einst aufbrachen", sinngemäß.

Das tiefe Wissen der Antike, gut wir sind technischer, "wissen" tun wir weit weniger. Zumindest von den Dingen, die wirklich basal wären.

Beste Grüße
Luzifer


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.

Ganz sicher keine Absicht

Isana Yashiro @, Donnerstag, 29. Oktober 2020, 07:56 vor 32 Tagen @ Explorer 428 mal gelesen

Hallo!

Schon interessant wie „sorgfältig“ Wissenschaftler heutzutage arbeiten.

Man findet nebenbei bemerkt immer wieder Beispiele dafür, dass alte Zivilisationen Technologien hatten, die der faustische Mensch erst Jahrtausende später entdeckte.

Als Beispiele:
Edelstahl gab es schon im alten Persien
Perser produzierten chromhaltigen Stahl bereits knapp tausend Jahre vor dem Westen
Überraschend fortschrittlich: Bei uns gibt es Edelstahl erst seit gut 100 Jahren, doch im alten Persien kannte man das Rezept dafür schon vor fast tausend Jahren, wie Archäologen berichten. Belege dafür liefern Schlackenreste aus dem Iran und historische Dokumente. Demnach setzten die Perser schon damals ihren Eisenschmelzen einen geringen Anteil Chromit-Erze zu – wenn auch weniger als bei modernem Edelstahl.

Er steckt in Besteck, Töpfen oder Rasierklingen: Edelstahl wird überall dort eingesetzt, wo Stahl beständig gegen Korrosion und Rost sein muss. Hergestellt wird diese Stahlsorte, indem man dem schmelzflüssigen Stahl eine geringe Menge Chrom beimischt. Es entsteht eine Legierung, die bei modernem Edelstahl rund 10,5 Prozent Chrom enthält. In Europa wurde das Rezept für diesen Chromstahl schon 1821 entdeckt, aber erst 1912 erkannte man seinen Wert und der deutsche Stahlhersteller Krupp patentierte den ersten Edelstahl.

Geheimnisvolle Zutat in persischem Stahlrezept
Doch die Europäer waren keineswegs die ersten, die die Vorteile von chromlegiertem Stahl erkannten. Schon fast tausend Jahre früher stellten die Perser bereits Chromstahl her, wie nun Rahil Alipour vom Imperial College London und seine Kollegen herausgefunden haben. Auf die Spur brachte sie ein persisches Manuskript aus dem 10./11.Jahrundert, in dem der Gelehrte Abu-Rayhan Biruni das einzige aus dieser Zeit erhaltene Rezept für persischen Tiegelstahl beschrieb.

Für die Herstellung dieses Stahls gaben die Perser Holz- und Kohlestücke zusammen mit Eisen in ein verschlossenes Tongefäß und brachten das Metall in speziellen Öfen zum Schmelzen. Durch das Erhitzen auf rund 1.400 Grad in Gegenwart von kohlenstoffhaltigem Material entstand aus dem Eisen der sogenannte Pulad-Stahl. Laut historischem Rezept wurde der Schmelze jedoch noch eine mysteriöse Substanz hinzugefügt, die Biruni als „Rusakhtj“ bezeichnete. Worum es sich handelte, war jedoch bislang unbekannt.

Spuren von Chrom im alten Tiegelstahl
Jetzt haben die Forscher dieses Geheimnis gelüftet. Dafür analysierten sie einige Tiegelstahl- und Schlackenreste aus dem iranischen Chahak unter anderem mittels Rasterelektronenmikroskopie. Chahak war im 11. Jahrhundert ein Zentrum der persischen Stahlherstellung. Reste dieser Produktionsstätten sind dort bis heute in Form von Schlacken Gefäßscherben erhalten.

Die Analysen enthüllten: Die an der Innenseite der Tiegel-Bruchstücke erhaltenen Stahlreste enthielten ein bis zwei Gewichtsprozent an Chrom. Weitere Fundstücke erweisen sich als das Mineral Chromit. Nach Ansicht der Wissenschaftler spricht dies dafür, dass die Perser schon vor fast tausend Jahren ihrem Tiegelstahl bewusst Chromit zusetzten. Dieses Mineral könnte demnach auch die geheimnisvolle Zutat „Rusakhtj“ gewesen sein, die der persische Gelehrte Biruni in seinem Rezept erwähnte.

https://www.scinexx.de/news/geowissen/edelstahl-gab-es-schon-im-alten-persien/

Die Datierung führt nicht ins alte Persien, sondern in das Kalifat der Abbasiden. Das dehnte sich sehr weit aus, so daß die Perser Zugriff auf die Chromitvorkommen in Armenien und in Ägypten hatten. Das beantwortet aber nur eine der Fragen, die der Artikel aufwirft. Wie kommen diese Forscher auf eine Temperatur von tausendvierhundert Grad? Die Antwort darauf: https://www.helpster.de/wie-heiss-wird-feuer-wissenswertes-ueber-flammen-und-verbrennung_107544 Tausendvierhundert Grad sind ganz einfach die maximale Temperatur, die man ohne das Wissen der modernen Chemie erreichen kann. Das führt jedoch zu einem Problem, das ich aus der Wikipedia zitiere, weil der wissenschaftliche Artikel selbst zum großen Teil aus Wikipediazitaten besteht:

Eigenschaften

Spinelle gehören zu den hochschmelzenden Verbindungen, deren Schmelzpunkt in der Regel bei über 1700 °C liegt,[15] allerdings liegt der Schmelzpunkt beim Chromit mit 2140 °C[3] noch weit darüber. Das Mineral ist im Allgemeinen unmagnetisch. Aufgrund des hohen Schmelzpunktes ist Chromit vor dem Lötrohr unschmelzbar, wird jedoch durch die Erhitzung meist magnetisch.[16] Auch bei frisch entdeckten Proben können einige Exemplare schwachen Magnetismus aufweisen. Ursache hierfür können Entmischungsreaktionen im System Chromit–Magnetit oder eine natürliche Erhitzung des Minerals beispielsweise durch metamorphe Einflüsse sein.

Chromit ist in gewöhnlichen Säuren unlöslich. Eine Strukturätzung für Gefügeschliffbilder lässt sich aber nach Vahromeev (1950) verwirklichen, indem man die Probe zunächst für 30 bis 120 Minuten in einer Lösung aus Kaliumperchlorat (KClO4) – nach Grafenauer ist Kaliumchlorat (KClO3) effektiver – und Schwefelsäure (H2SO4) kocht.[14] “

2140°C sind deutlich mehr als 1400°C. Vielleicht soll es sich bei den im wissenschaftlichen Artikel erwähnten Holz- und Kohlestücken um eine Reduktion mittels Holzkohle handeln. Die Wikipedia dazu:

„Chrom kann nicht durch Reduktion mit Kohle aus den oxidischen Erzen gewonnen werden, da hierbei Chromcarbid entsteht.“

Es besteht also nicht die geringste Chance, daß damals jemand absichtlich Chromstahl herstellen konnte. Darum heißt es desweiteren im Scinexx-Artikel dann auch: Für Waffen war der persische Chromstahl allerdings nur bedingt geeignet, wie Koautor Thilo Rehren vom Imperial College erklärt: „In einem Manuskript aus dem 13. Jahrhundert wird Chahak-Stahl wegen seiner feinen, exquisiten Maserung gerühmt. Aber die daraus hergestellten Schwerter waren auch spröde, weshalb sie bald ihren Marktwert verloren.“ Auf Dauer konnte sich der Pulad-Stahl aus Chahak daher nicht gegen die Konkurrenz aus Zentralasien und dem Nahen Osten durchsetzen.

Warum sollte jemand auf die Idee gekommen sein, durch ein kompliziertes und teueres Verfahren die Qualität des eigenen Produktes so weit zu verschlechtern, daß es sich schließlich nicht mehr verkaufen ließ? Die Wissenschaftler sagen das selbst, aber begreifen anscheinend die Bedeutung ihrer eigenen Worte nicht.

In Idien gibt es auch eine seit 1600 Jahren im freien stehende eiserne Säule, die nicht verrostet und erodiert, was auch zeigt, dass man schon damals in der indischen Zivilisation metallurgisch schon sehr weit war.
http://www.orangesmile.com/extreme/de/mysterious-structures/delhi-pillar.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_S%C3%A4ule

Diese berühmte Säule ist in der Tat ein schönes Beispiel. Man sollte über sie noch folgendes wissen:

1. Sie steht zwar seit 1600 Jahren dokumentiert im Freien, aber sie ist viel älter. Ihre Herkunft ist nämlich unbekannt und dokumentiert wurde nur, daß sie mal versetzt wurde.

2. Die Säule ist kein Einzelstück, sondern es gibt deren zwei. Der Verbleib der zweiten ist unbekannt.

3. Es gibt seit vielen Jahren Gerüchte, daß an der Säule sehr wohl Spuren von Rost zu erkennen sind. Möglicherweise wegen der vielen Abgase in der Stadt.

4. In der modernen Chemie geht man davon aus, daß Rost sich immer von fehlbesetzten Stellen im Metallgitter her ausbreitet. Solche Stellen sind unvermeidbar und bedeuten nur, daß man ein Element in den meisten Fällen nicht in chemischer Reinform herstellen kann. Die indische Eisensäule wird nicht in irgendeiner Weise gepflegt, sondern steht einfach nur herum und das bei jedem Wetter. Chemiker erklären den Widerstand dieser Säule gegen Rost so, daß diese Eisensäule fast keine fehlbesetzten Stellen im Metallgitter besitzt. Diese Erklärung unterscheidet sich in zwei Punkten von den in der Wikipedia aufgelisteten Spekulationen:

A. Die Spekulationen versuchen in erster Linie die Herstellung der Eisensäule den Indern in die Schuhe zu schieben. Deshalb dürfen nur Methoden zum Einsatz gekommen sein, die die Inder kannten.

B. Wäre eine dieser Methoden korrekt, dann könnten heutige Hersteller gleichermaßen rostfreies Eisen herstellen. Aber unsere Zivilisation kann solches rostfreies Eisen nicht herstellen. Das ist keine Frage der Rentabilität, sondern es ist wirklich keine Methode bekannt, durch die das erreicht werden könnte.

Die korrekte Schlußfolgerung ist hier also nicht, daß die Inder des Gupta-Reiches technisch fortgeschritten waren (obwohl sie sicherlich fortgeschrittener als während anderer indische Dynastien waren, sonst gälte das Gupta-Reich nicht als Goldenes Zeitalter Indiens), sondern daß die Eisensäule aus einer viel früheren Zivilisation stammt. Gerade in Indien häufen sich die Beweise, die auch von manchen UFO-Forschern gesammelt werden, für eine solche.

Gruß,
Shiro

wahrscheinlich ein Flugzeugteil

IFan @, Sonntag, 04. Oktober 2020, 23:32 vor 56 Tagen @ Isana Yashiro 566 mal gelesen

bearbeitet von IFan, Sonntag, 04. Oktober 2020, 23:46

Schlagwörter:

Hallo Isnana Yashiro,

wahrscheinlich handelt es sich um ein Teil aus einem Flugzeugmotor, vielleicht zweiter Weltkrieg. Es hängt möglicherweise mit dem Ventiltrieb zusammen, weil es ähnlich wie ein Kipphebel aussieht: Link 1 Link 2 Die kugelförmige Vertiefung diente als Aufnahme für eine Stößelstange, die seitliche möglicherweise für die Ölzuführung, wenn das Loch bis zur Kugelpfanne führte; vielleicht ist die Bohrung auch zukorrodiert. Auf der flachen Seite rotierte möglicherweise die Nockenwelle. Es fehlt allerdings das Loch für die Lagerung. Im Maschinenbau gibt es aber allerhand unterschiedliche Lösungen für eine Aufgabenstellung; die Leute lassen sich manchmal merkwürdige Sachen einfallen. Es kann auch ein Teil für einen Nebenabtrieb sein, z.B. für eine Ölpumpe oder die Einspitzanlage. Für einen Baggerzahn halte ich es nicht, denn die sind aus Stahl, üblicherweise aus extrem hartem und verschleißfestem Spezialstahl, an den Aluminium auch bei bester Legierung nicht herankommen kann. Bei einem Bagger kommt es nicht aufs Gewicht an.

"Das Objekt von Aiud wurde 1973 in zehn Metern Tiefe am Ufer des Flusses Mureş gefunden und zwar zusammen mit dem Schenkelknochen und dem Backenzahn eines Mastodons. Das Objekt muß daher sehr alt sein."

Nicht unbedingt. In Flußbiegungen etc. werden durch die Strömung häufig gleich große bzw. - schwere Teile abgelagert. Es kann durchaus sein, dass die Mastodonknochen schon eine ganze Weile dort lagen und nachher das Aluteil dort hingeschwemmt wurde. Es ist auch etwas verdächtig, dass die Mastodonknochen verschwunden sind ...

"Das Objekt besteht zwar hauptsächlich aus Aluminium, aber es entspricht keiner heutigen Legierung, sondern ist inhomogen und scheint sich zu entmischen."

Es gibt enorm viele Legierungen und "Wärmebehandlungsmöglichkeiten", wie der Fachmann sagt (Link 1 Link 2 Link 3), und es ist damit zu rechnen, dass es in der Vergangenheit viele Hersteller gab, die eigene zusammenmixten, die nicht genormt sind und vielleicht heute so auch nicht mehr hergestellt werden. Das allein auch schon deshalb, weil man mit den genormten die gewünschten Eigenschaften auch erreicht und die genormten der früheren so ähnlich ist, dass man der Übersichtlichkeit halber lieber die genormte (= standardisierte) Ausführung nimmt, weil deren Eigenschaften garantiert sind.

Die Entmischung ist oft ein gewollter Effekt, weil er die Eigenschaften verbessert - Link. (Ausscheidungshärtung)

Unter "Atlantisforschung" steht, "Die chemische Analyse ergab eine Aluminiumlegierung mit 88% Aluminium, 6,2% Kupfer, 2,84% Silizium, 1,81% Zink, 0,41% Blei, 0,33% Zinn, 0,2% Zirkonium, 0,11% Cadmium sowie Spuren weiterer Metalle. [1] Völlig ungewöhnlich war die einen Millimeter dicke Kruste aus Aluminiumoxid, die den Körper überzog." (Link) Das entspricht ziemlich genau einer sogenannten "Duraluminiumlegierung" (Link). Die zusätzlichen Stoffe können auch einfach Verunreinigungen sein; vor ein paar Jahrzehnten war man noch nicht so weit, unerwünschte Begleitstoffe bis auf den letzten Rest herauszuholen.

Je nachdem, wo so ein Aluminiumteil liegt, kann es ganz schnell vergammeln oder sich auch lange halten. Aluminium kommt in der Natur überhaupt nicht in reiner Form vor, weil es verhältniusmäßig "unedel" ist, also schnell mit anderen Elementen reagiert. Der Laie weiß oft nicht, dass Aluminium wesentlich unedler als Eisen ist. Aluminium hat nur die Eigenschaft, sich an der Luft schnell mit einer Oxidschicht zu überziehen, die verhältnismäßig dicht ist und damit weitere Oxidation verhindert. Eisen rostet wesentlich langsamer, aber die Rostschicht ist porös, so dass es immer weiter rostet. Aluminium wird aus Aluminiumoxid gewonnnen, übrigens ein recht harter Werkstoff, der auch für Schleifpapier verwendet wird (Korund), als Erz heißt es z.B. "Bauxit". Dass sich ein Aluminiumteil in feuchter Umgebung mehrere Tausend Jahre hält, ohne sich zu zersetzen, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Das Fundteil ist recht groß und scheint für ein Flugzeugteil doch recht massiv zu sein, könnte der Laie denken, weil Flugzeuge doch so leicht und filigran sind. Flugzeuge hatten aber auch im Krieg oft schon mehrere Tausend PS (Link 1 Link 2). Weil Flugzeugmotoren anders als z.B. Formel 1 - Rennwagen stunden- und tagelang (nach Zwischenlandung ggf.) zuverlässig laufen müssen (sonst stürzt das Flugzeug ab), müssen sie robust gebaut sein und können bei dieser Leistung eben nicht klein sein. Link 1 Link 2 Es sind also recht fette Teile.

Es tut mir ein bisschen leid, wenn ich den Gedankengang zu einem extremen Alter und einer vorherigen Hochkultur stören muss, aber es hat ja keinen Sinn, wenn man sich verspekuliert.

Gruß, IFan

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ein weiterer, völlig unerklärbarer Fund

BBouvier, Montag, 05. Oktober 2020, 02:59 vor 56 Tagen @ IFan 786 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 05. Oktober 2020, 03:21

Hallo, IFan!

Sehr nachvollziehbar, Deine Deutung!

Allerdings sollte bedacht werden, daß in feuchten Gegenden
doch immer wieder mal Dinge ans Tageslicht kommen,
deren Ursprung und Zweck völlig unerklärlich ist,
und die womöglich mehrere hunderttausend Jahre alt sein dürften.
So jedenfalls Frau Professor*in Dr. Müller-Lüdenscheid exemplarisch zu diesem
aufsehenerregenden und ihr völlig rätselhaften Fund unter einer Wiese
der Gemeinde Niederbrombachs:
=>
https://www.youtube.com/watch?v=yvBF71jexvQ

Grüße auch!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Korrektur: zum Aluminium-Objekt von Aiud

Ulrich ⌂ @, Germering, Montag, 05. Oktober 2020, 08:31 vor 56 Tagen @ Ulrich 599 mal gelesen

Hallo IFan,

es wurde eindeutig und zweifelsfrei als Teil einer Messerschmitt ME 262 identifiziert, und das vor 8 Jahren!
https://ponturifierbinti.com/rezolvat-misterul-calcaiului-de-aluminiu-de-la-aiud

da war ich wohl zu leichtgläubig: Weder eindeutig noch zweifelsfrei, es lässt sich auch nicht mittels Bildvergleich belegen, ist also nicht mehr als eine Behauptung.

Diese - ganz andere - Erklärung ist jedoch plausibel:
http://hilblairious.blogspot.com/2015/01/aluminum-aliens-9-diagram-aiud-object_18.html
https://skepticink.com/lateraltruth/2016/10/22/the-aiud-wedge-again/

Gruß
Ulrich

Baggerzahn keine Baggerschaufel-Phoebus

Phoebus @, Sonntag, 11. Oktober 2020, 15:31 vor 49 Tagen @ IFan 341 mal gelesen

Schlagwörter:

Hallo liebes Forum,

nach ein wenig Recherchen möchte ich mich voll und ganz der Meinung eines Herrn Branntweiner anschließen, der in einem Forum (www.allmystery.de) am 18.10.2012 schon darüber schrieb:

>Baggerzahn ist nicht die Baggerschaufel. Der Baggerzahn hat die Aufgabe rumzustochern ;)
Die Ähnlichkeit im Design ist schon frappant:<

sir lazarus schrieb im selben Forum:am 19.10.2012

>Merkwürdig, in reinem Bauxit kommt Magnesium erst einmal gar nicht vor..
Bauxit = 55-65 % Al2O3, 28 % Fe2O3, SiO2<28 %, TiO2 und 12-30 % H2O.

D-Bremer schrieb:
Man sieht schon an der grüen Farbe das Kupfer. Ich kenne keine derartigen Aluminium-Kupfer-Legierungen.

Da bin ich aber erstaunt, Dieter. Als Chemietechniker solltest du doch Duraluminium kennen. Das gibts immerhin seit 1906. Hier ist allerdings Magnesium beigemischt.

(Ich deute den Satz so, dass du grundsätzlich keine Aluminium-Kupfer Legierung kennen würdest)

Überhaupt wären das ja tolle Legierungen, wenn sie dauernd wechselnde Anteile Magnesium enthielten, nur weil man, deiner Meinung nach, Alu nicht von Magnesium trennen kann.

Tatsächlich kann man 99.95%iges Alu relativ unproblematisch schon lange herstellen. Und DEM mischt man dann Magnesium wieder bei, damit die Legierung zäher wird.

Interessant ist übrigens, dass es sehr wohl Baggerschaufel-Zähne aus Aluminium-Legierungen gibt. Liebherr z.B. bietet u.a. solche Zähne an und die sehen verteufelt so aus, wie dieser Keil. Die haben sogar die Bohrlöcher an der gleichen Stelle.

P.S. Der Artikel "Aluminum Alloy 3009: High Strength Without Magnesium" bezieht sich NICHT darauf, wie man magnesiumfreie Alulegierungen macht, sondern dass man eine Legierung herstellen konnte, die auch OHNE die Beimischung von Magnesium ähnliche Materialeigenschaften hatte. Reines Aluminium enthält kein Magnesium.<

Ausserdem wenn es in 10 m Tiefe ausgegraben wurde, wohl mit einem Bagger damals, ist es ja sehr gut möglich daß der Schaufel des Baggers nachher ein Zahn gefehlt hat. Aufgrund weil die Knochen dabeilagen, haben die Leute damals aber nicht 1+1 zusammengezählt sondern den Bagger komplett aus dem Gedächtnis gestrichen.

so sehe ich das...;-)

hier die Fotos und links:

[image]

[image]

[image]

http://www.baumaschinenverschleissteile.de/zaehne.htm

https://www.allmystery.de/themen/gw33796-1

https://www.allmystery.de/themen/gw33796-2

liebe Grüße
Phoebus

Dann ist dieser Fall wohl geklärt

Isana Yashiro @, Dienstag, 13. Oktober 2020, 10:05 vor 48 Tagen @ Phoebus 254 mal gelesen

Hallo!

Nachdem nun geklärt ist, daß Baggerzähne aus Aluminium hergestellt werden und sie dem Objekt von Aiud zum verwechseln ähnlich sehen, dürfte es sich beim Objekt von Aiud wohl wirklich um einen solchen handeln. Es taugt also nicht als Beleg für meine These, daß schon frühere Zivilisationen so wie unsere waren und dieser Zivilisationstyp immer wieder auftritt.

Beim römischen Kelch gibt es nichtmal ein Relikt. Diese Geschichte könnte daher bloße Flunkerei sein.

Aber endgültig widerrufen kann ich meine These auch noch nicht. Die Gürtelschnalle des chinesischen Generals, die vor mehr als anderthalbtausend Jahren aus Aluminium gefertigt worden sein soll, hält mich noch davon ab. Diesen Gegenstand aus Aluminium dürfte es eigentlich auch nicht geben. Es sei denn eine frühere Zivilisation hätte bereits Aluminium produziert und damit auch Herstellungsverfahren beherrscht und Verwendungsmöglichkeiten gekannt.

Gruß,
Shiro

Ist er nicht!

Bea @, Dienstag, 13. Oktober 2020, 10:40 vor 48 Tagen @ Isana Yashiro 330 mal gelesen

Hallo!

Nachdem nun geklärt ist, daß Baggerzähne aus Aluminium hergestellt werden und sie dem Objekt von Aiud zum verwechseln ähnlich sehen, dürfte es sich beim Objekt von Aiud wohl wirklich um einen solchen handeln. Es taugt also nicht als Beleg für meine These, daß schon frühere Zivilisationen so wie unsere waren und dieser Zivilisationstyp immer wieder auftritt.

Beim römischen Kelch gibt es nichtmal ein Relikt. Diese Geschichte könnte daher bloße Flunkerei sein.

Aber endgültig widerrufen kann ich meine These auch noch nicht. Die Gürtelschnalle des chinesischen Generals, die vor mehr als anderthalbtausend Jahren aus Aluminium gefertigt worden sein soll, hält mich noch davon ab. Diesen Gegenstand aus Aluminium dürfte es eigentlich auch nicht geben. Es sei denn eine frühere Zivilisation hätte bereits Aluminium produziert und damit auch Herstellungsverfahren beherrscht und Verwendungsmöglichkeiten gekannt.

Gruß,
Shiro


Hallo Shiro!

Hab grade mal neugierdehalber versucht herauszufinden, woraus Baggerzähne bestehen und bin auf das hier gestoßen:

0005] Die Anforderungen an Baggerzähne, insbesondere Saugbaggerzähne sind somit zu sehen in einer hohen Härte, um insbesondere einen ausreichenden Widerstand gegen das Eindringen von Stoffpartikeln in die Oberfläche zu bilden, in einer der Härte entsprechenden hohen Zugfestigkeit bei ausreichendem Korrosionswiderstand, und zwar insbesondere, um Werkstoffabtrennungen an der Oberfläche zu verhindern, ferner in einer genügenden Zähigkeit zur Verminderung der Rißbildung und schließlich in einer guten Anlaßbeständigkeit, da die Zähne bei erschwertem Arbeitseinsatz in harten Böden relativ hohen Wärmebelastungen durch Reibungswärme ausgesetzt sind, wodurch die Härte und Zugfestigkeit und somit der Verschleißwiderstand durch Anlaßeffekte vermindert werden kann.

[0006] Bekannter Weise werden sowohl Baggerzähne als auch Saugbaggerzähne aus Stahlguß unterschiedlichster Qualität eingesetzt. Nicht zuletzt um eine hohe Verschleißfestigkeit zu erzielen, wird der Stahlguß überwiegend mit Cr-Mo, Cr-Ni-Mo oder Cr-Mo-V legiert; die Werkzeuge werden im allgemeinen auf eine Arbeitshärte von 48 - 50 HRC vergütet. Eingesetzt werden z. B. 26 MnCrNiMo 4 8, 23 CrNiMo 747, 34 CrNiMo 6, 48 CrMoV 67, X 38 CrMoV 51. Abgesehen von den verhältnismäßig hohen Werkstoffen insbesondere Saugbaggerzähne geschmiedet um vor allem ihre Zähigkeit zu verbessern.

[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die sich aus den vorstehend erörterten, gegenläufigen Forderungen ergebenden Nachteile zu vermeiden und einen kostengünstigen, schmiedbaren, anlaßbeständigen Stahl für Baggerzähne vorzuschlagen, der nichts destoweniger Härte und Zähigkeit neben dem insbesondere für Saugbaggerzähne erforderlichen Korrosionswiderstand und somit insgesamt eine Verschleißfestigkeit im geforderten Ausmaß besitzt.

[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung die Verwendung einer Stahllegierung aus

0,30 bis 0,40 % Kohlenstoff

1,0 bis 1,60 % Silizium

0,50 bis 0,80 % Mangan

2,0 bis 2,6 % Chrom

max. 0,025 % Phosphor

max. 0,025 % Schwefel

Rest Eisen und erschmelzungsbedingte Verunreinigungen.


[>0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist auch die Verwendung einer Stahllegierung aus

0,32 bis 0,38 % Kohlenstoff

1,10 bis 1,50 % Silizium

0,50 bis 0,80 % Mangan

2,10 bis 2,50 % Chrom

max. 0,025 % Phosphor

max. 0,025 % Schwefel

Zitiert aus: https://data.epo.org/publication-server/rest/v1.0/publication-dates/19851009/patents/EP0157093NWA2/document.html

Hätte mich auch gewundert - für sowas wird doch i.A. Stahl verwendet.
In Baggerzähnen ist also Einiges drin, aber überhaupt kein Aluminium! :-D
Ok, vielleicht gibt es doch welche aus Aluminium und ich hab sie nur nicht gefunden.:ahnungslos:

Grüßle, Bea

ganz richtig ist das aber auch nicht

Nullmark @, Mittwoch, 14. Oktober 2020, 00:46 vor 47 Tagen @ Bea 253 mal gelesen

Hallo zusammen.

Die Schneidkanten des Baggergebisses :-D können schon mal aus anderem Material bestehen, die auch auf Aluminium aufgetragen/angeschraubt werden können - eine Frage der Gewichtsersparnis und der Kosten. https://www.freepatentsonline.com/DE112013000307.html
Aber das war wohl bei dem angenommenen Alter des Artefakts noch nicht drin.

Ein abgefallenes Teil einer Me262 halte ich auch für nicht sehr wahrscheinlich. Die Me-262 wurde etwa ab 1941 gebaut. Das Artefakt wurde 1974 gefunden und wäre demnach etwas mehr als dreißig Jahre alt. So vergammelt, wie das Teil aussieht, sollte es aber viel älter sein - zumal es im Sand gefunden wurde. Bei der Sache gibt es mir zu viele Unstimmigkeiten als da eine halbwegs tragfähige Hypothese möglich wäre. Von dem gefundenen Steinbeil z. B. redet niemand mehr. Warum nicht?

***
Laut Lars Fischinger wurde im Jahre 2012 von der Firma Hydro https://www.hydro.com/de-DE erneut eine Materialprobe des Objektes untersucht, nachdem definitiv feststand, dass die rumänischen Ergebnisse erfunden waren.
Laut Analysebericht Nr. 2012-1677-1 der Firma besteht die Probe aus:
Aluminium 87,285 %, Kupfer 4,20 %, Silizium 2,93 %, Zinn 2,00 %, Zink 1,89 %, Eisen 1,19 %, Blei 0,33 %, Nickel 0,093 %, Mangan 0,035 %, Magnesium 0,018 %, Chrom 0,008 %, Titan 0,010 %, Gallium 0,008 %, Zirkonium 0,002 %, Cadmium 0,001 %

Der Untersuchungsbericht stellt zum Ergebnis unter anderem fest:
Die hohen Anteile von Kupfer, Zink und Magnesium sind Belege für eine hochfeste (aushärtbare) ,Flugzeug’-Legierung. Die Beimengungen an Eisen und Blei lassen auf evtl. Recycling (‚Sekundäre Gußlegierung’) schließen. Der Bleigehalt deutet auf eine fräsbare Al-Cu-Si-Zn-Legierung hin.

Quelle:
https://atlantisforschung.de/index.php?title=Interview_mit_Lars_A._Fischinger_zum_%27Objekt_von_Aiud%27

So sehr viel Spielraum für Spekulationen ist da nicht drin.

Da in diesen Kreisen gerne mal „geflunkert“ wird, habe ich die Fima, die nach meinen Recherchen tatsächlich Norsk Hydro ASA heißt, um eine Verifikation des Vorgangs gebeten.
Sobald ich eine Antwort habe, werde ich sie hier einstellen.

Gruß 0,- M

Baggerzähne bestehen nicht aus Aluminium

Baldur @, Samstag, 21. November 2020, 14:17 vor 8 Tagen @ Isana Yashiro 205 mal gelesen

Hallo, Shiro,

Nachdem nun geklärt ist, daß Baggerzähne aus Aluminium hergestellt werden und sie dem Objekt von Aiud zum verwechseln ähnlich sehen, dürfte es sich beim Objekt von Aiud wohl wirklich um einen solchen handeln.

Bitte mal kurz nachdenken.

Alu ist sehr viel leichter als Stahl, aber damit auch weniger verschleissfest.

Baggerzähne bestehen NIE aus Aluminium, sondern aus Stahl. Sonst wären sie am ersten Einsatztag schon abgenutzt und weggeschliffen.

Theoretisch könnte ein weiches Material durch eine Beschichtung verschleissfest gemacht werden, wie durch Zahnschmelz beim Zahn oder durch Hartmetall beim lediglich beschichteten Fräser.

Gerade beim Baggern im Boden (Erdreich, Steine, Geröll, Konglomerate, Fels) entstehen starke Kräfte, die massives Material erfordern, nicht nur für der Schaufel, denn die stärkste Kraft wirkt auf die Zahnspitze.

Der Einsatz von Aluminium wäre absolut "unsinnvoll"..... .

Beste Grüsse vom Baldur

kann auch ein anderes (Flugzeug-) Teil gewesen sein

IFan @, Dienstag, 06. Oktober 2020, 12:25 vor 54 Tagen @ Isana Yashiro 417 mal gelesen

bearbeitet von IFan, Dienstag, 06. Oktober 2020, 12:36

Hallo Isnana Yashiro,

nachdem ich noch einmal eine Nacht darüber geschlafen habe, ist mir aufgefallen, dass das Teil für einen Kipp- oder Schlepphebel vielleicht doch ein bisschen groß ist, selbst für einen Flugzeugmotor (Link). Nach wie vor kann es zwar auch sein, dass es für einen Nebenabtrieb verwendet wurde, doch auch dafür ist es ein bisschen groß.

Es wurde daher wahrscheinlich für einen anderen Zweck verwendet. Die Lancaster wog leer schon ca. 17 Tonnen, mit Bomben 31, ein Heinkel-Bomber 7 bzw. 14 Tonnen, die amerikanische B-29 33 bzw. 63. Es gab auch große Bomben mit 5 bzw. 10 t Gewicht.

Um diese Gewichte bewältigen zu können, braucht es entsprechend stabile Teile, z.B. für das Fahrwerk, die Verbindung vom Flügel zum Rumpf, Bombenhalterungen, Ausklinkvorrichtungen etc..

Wegen der Werkstoffzusammensetzung ist es nach wie vor wahrscheinlich, dass es sich um ein Flugzeugteil handelt. Die anderen Sachen aus meinem vorherigen Beitrag meine ich daher, nicht korrigieren zu müssen.


Gruß, IFan




Ob es in Aiud auch Audi gibt?

Wir verstehen uns

Isana Yashiro @, Mittwoch, 07. Oktober 2020, 07:30 vor 54 Tagen @ IFan 430 mal gelesen

Hallo!

Wegen der Werkstoffzusammensetzung ist es nach wie vor wahrscheinlich, dass es sich um ein Flugzeugteil handelt. Die anderen Sachen aus meinem vorherigen Beitrag meine ich daher, nicht korrigieren zu müssen.

Ja, genau. Wegen der Werkstoffzusammensetzung muß das Objekt von einer Zivilisation stammen, die Flugzeuge kennt. Wofür sollte man sonst so eine Aluminiumlegierung herstellen? Genau deshalb meinte ich, daß das Objekt von einer Zivilisation stammen muß, die der unseren in Sachen technischer Entwicklung ebenbürtig ist. Du hast das offensichtlich verstanden.

Ich habe durch Deine Hinweise auch etwas verstanden. Nämlich warum bei der chemischen Analyse betont wurde, daß weder Magnesium noch Mangan in der Legierung gefunden wurden. Dadurch ist ausgeschlossen, daß es sich um Duraluminium handelt, an das die Legierung erinnert. Wir verstehen uns also.

Der Form und Größe nach ähnelt das Objekt von Aiud allerdings am meisten dem Zahn einer Baggerschaufel. So einer kann leicht neben einen Mastodonknochen geraten, wenn man letzteren mit einem Bagger ausgräbt. Damit wäre das Mysterium wirklich entzaubert. Aber wer würde eine Baggerschaufel aus Aluminium bauen und warum?

Gruß,
Shiro

kann nicht dafür

IFan @, Mittwoch, 07. Oktober 2020, 21:26 vor 53 Tagen @ Isana Yashiro 410 mal gelesen

Hallo Isana Yashiro,

ich kann leider nicht dafür, dass Aluminium in feuchter Umgebung so schnell vergammelt.


Gruß, IFan

So weit muß ich das akzeptieren

Isana Yashiro @, Freitag, 09. Oktober 2020, 10:05 vor 52 Tagen @ IFan 331 mal gelesen

Hallo!


ich kann leider nicht dafür, dass Aluminium in feuchter Umgebung so schnell vergammelt.

Ja, so weit muß ich das akzeptieren. Du bist eben ein größerer Experte als alle jene, die den Paläoastronautikern bisher die Suppe versalzen wollten. Aber weil Du ein größerer Experte bist, deshalb kannst Du sicherlich auch die entscheidende Frage beantworten: Verschwinden Magnesium und Mangan aus der Legierung während sie vergammelt? Kann sich alternativ auch ein Hersteller bei einem Lieferengpaß sagen „ach, wozu Mangan und Magnesium, die sind in der Legierung eigentlich sowieso völlig unnötig“?

Gruß,
Shiro

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