Wer hat es gesehen (das Interview) und wer hat es geschaut (Deutschlands Souveränität)? (Freie Themen)

Nullmark @, Dienstag, 29. September 2020, 23:02 vor 58 Tagen 1208 mal gelesen

Hallo zusammen.

Eine ziemlich wichtige Nachricht von letzter Nacht:

Aussage: Die Russen werden sich darum „kümmern“, dass Deutschland wieder souverän wird.

Ende August d. J. gab es schon mal eine ähnliche Stellungnahme von Jewgeni A. Fjodorow (russischer Politiker, u. a. Abgeordneter der Staatsduma, Mitglied des Sicherheitsrates, Staatsrat der Russischen Föderation.)
Der Mann ist also nicht etwa Putins Gärtner oder Hausmeister.
https://unser-mitteleuropa.com/duma-abgeordneter-jewgeni-a-fjodorow-zur-souveraenitaetsfrage-deutschlands/
Dieser russische Politiker nimmt sich Zeit für einen deutschen Bürger und beantwortet dessen Fragen.
Alleine das ist schon ein Ding. Man versuche dasselbe mal mit einem Mitglied des dt. BT oder der dt. Regierung.

Nun schon zum zweiten Mal redet Fjodorow erneut Klartext:
https://www.youtube.com/watch?v=ZGSQqIlMsqY

Ich gehe mit den Ansichten von H.J. Müller nicht unbedingt konform. Die Antworten von Fjodorow sind entscheidend. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Fjodorow über dieses Interview nicht mit Putin sprechen wird, bzw. sich die russischen Regierung zu diesem Thema nicht bereits festgelegt hat.
Die Aussage, diesen Krieg nach 75 Jahren endlich zu beenden, war eindeutig – auch wer oder was das Hindernis ist.
Auch die Sicht auf Ökonomie und Finanzen unterscheidet sich heftig von dem, was wir täglich zu lesen und zu hören bekommen.
Ich denke, sobald Trump die Wahl gewonnen hat, dürfte die „Bewegungsgeschwindigkeit“ in dieser Sache zunehmen.
Wir werden sehen, was in Kürze so passieren wird.

Nun gab es ja in der Vergangenheit die eine oder andere Schauung, die die Aktivitäten Russlands betrafen.
Mir stellen sich Fragen, welche Seher diesbezüglich aktiv waren bzw. welche Schauungen überhaupt in die Richtung gehen? Wovon war das Verhältnis zu den russischen Menschen geprägt und wer oder was veranlasste diese Prägung? War die Souveränitätsfrage in diesem Zusammenhang überhaupt schon mal Thema?
Ich erinnere mich lediglich an geschaute Kriegshandlungen, an irgendwelche „Stoßkeile“ und einen Untergang der russischen Verbände in der Rheinebene - die Russen also die Bösen waren und das ein Himmelskörper eine Rolle spielte. Also nur Schauungen, die nichts Gutes verhießen oder schon längst in der Tonne versenkt wurden, weil der Konsenz bestand/besteht, dass gesellschaftsrelevante Schauungsergebnisse bis dato nie eingetreten sind oder nur in stark modifizierter Form.

Lohnt es sich das Thema nochmal aufzurollen?

Grüße von
0,- M

Am Rande vermerkt:
H.J. Müller betreibt zusammen mit Daniel Mantay einen Block mit knapp 100.000 Abonnenten und hat 50.000 bis 70.000 Aufrufe pro Tag. Seine tägliche „Tageskorrektur“ filtert Medienberichte, seine "Denkwerke" geben Impulse - insbesondere zum Verständnis der aktuellen Lage, zur Verantwortung/Verantwortlichkeit der handelnden Figuren und zum Nachdenken über Aktuelles, über die letzten hundert Jahre der deutschen Geschichte usw. - aus einen völlig ungewohnten Blickwinkel. Und sie liegen selten daneben!

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Besetzung Deutschlands statt Überfalls

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 30. September 2020, 21:35 vor 57 Tagen @ Nullmark 1117 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 30. September 2020, 21:43

Hallo!

Ich erinnere mich lediglich an geschaute Kriegshandlungen, an irgendwelche „Stoßkeile“ und einen Untergang der russischen Verbände in der Rheinebene - die Russen also die Bösen waren und das ein Himmelskörper eine Rolle spielte. Also nur Schauungen, die nichts Gutes verhießen oder schon längst in der Tonne versenkt wurden, weil der Konsenz bestand/besteht, dass gesellschaftsrelevante Schauungsergebnisse bis dato nie eingetreten sind oder nur in stark modifizierter Form.

Diesbezügliche sind eigentlich keine Schauungen, sondern religiös motivierte Prophezeiungen, in denen Rußland als Inkarnation Gogs und Magogs den Bösewicht mimt. Das setzt sich in einer Linie bis zu Irlmaier und anderen modernen Propheten fort, die wir nur aufgrund eigener Unwissenheit lange Zeit als "Seher" bezeichnet haben.

Einen anderen Ton schlägt die Handvoll teils neuerer Quellen an, in denen die Russen nicht als Bösewichter, sondern in etwas pragmatischerer Funktion einer "Schutzmacht" auftreten. Siehe z. B. hier:
Schauungen zur Besetzung vorhanden
Quellen zur Besetzung
Der neue Ostblock mit Rußland als Hegemon
Rußland nicht pauschal negativ

Dazu passend auch die Aussagen Gabriele Hoffmanns aus Bildern der Schicksale ihrer Klienten:
"Eine eigenartige Sache hat sich in bezug auf Rußland ergeben. Das hört sich zwar verrückt an, trotzdem bin ich sicher, daß es eintreffen wird. Ich denke, daß in etwa 22 Jahren in Rußland eine Situation eintreten wird, in der dieses Land zu einem Einwanderungsland werden wird, ähnlich wie damals Amerika. Aus der ganzen Welt werden die Menschen nach Rußland strömen, die Bodenschätze nutzen, neue Strukturen aufbauen, und daraus entwickelt sich etwas Stabiles und Sicheres, was es in diesem Land noch niemals gegeben hat. Langfristig wird diese Entwicklung eine positive Einwirkung auf Europa haben. Es kann natürlich sein, daß es vorher in Rußland einen Krieg oder innere Unruhen geben wird, aber so etwas habe ich nicht gesehen. Die langfristige Entwicklung dort ist gewiß eine positive."

"Eine ganz besonders erfreuliche Nachricht hat die Wahrsagerin für Rußland. Dieses Land werde als Gewinner aus der Krise hervorgehen. ‚Dort sehe ich ab etwa 2018 Wachstum, Aufbruch und eine Goldgräberstimmung wie in den USA im 19. Jahrhundert."

"Dann habe ich noch eine dritte Sache gesehen, die mir auch sehr unlogisch erscheint, wo ich [aber] trotzdem sage: Ich habe gesehen, daß in etwa 18 bis 20 Jahren von jetzt [2010] an in Rußland eine Situation einsetzt, politisch und wirtschaftlich, wo dieses Land einen Aufschwung macht, fast wie ein Einwanderungsland, wie Amerika zur Zeit der Jahrhundertwende, wo aus Deutschland, aus Irland, von überall her Menschen nach Amerika gegangen sind, um ihr Glück zu machen. Und wenn ich mir überlege, daß das Land sehr große Bodenschätze hat, ist es logisch vorstellbar. Aber Rußland ist ein dicker brauner, schwerfälliger Bär, und vom Logischen her bin ich ganz unsicher und denke, wie sollen die Menschen, die in dieses Land einwandern und ihr Glück machen wollen, und einen Aufschwung bringen, wenn das Land in der Struktur so starr ist?"

Das läßt die vorsichtige Spekulation zu, daß Rußland mit dem Niedergang Europas und Amerikas zur Hegemonialmacht östlich Europas heranwächst, die nicht nur Kräfte an sich zieht, sondern ihre Einflußsphäre auch auf Europa ausdehnt.

Von wahrer Souveränität, wie sie etwa das Deutsche Kaiserreich hatte, kann hier wohl keine Rede sein. Es ist auch nicht davon auszugehen, daß Deutschland bzw. Europa als Ganzes aus dem Zustande seelisch-geistiger Verwahrlosung und Dekadenz ohne weiteres zur selbstbewußten Wahrnehmung eigener Interessen übergehen kann. Dazu fehlt uns heute jegliche Grundlage. Wir besitzen keine starke Anbindung an die Transzendenz, keine einigende religiöse Idee, keine durch Stärke und Tradition legitimierte, zum Herrschen erzogene Elite, eine verheerende demographische Situation und eine körperlich wie geistig heruntergekommene Durchschnittsbevölkerung. Hier ließe sich eine ellenlange Liste alle Lebensbereiche umfassender Dekadenzerscheinungen anfügen, deren Behebung, falls sie überhaupt möglich ist, viele Generationen erfordert. Ein Kulturkreis, der sich dermaßen am Boden befindet, muß zwangsläufig zunächst in die Hände fremder, stärkerer Mächte fallen, die uns innerhalb ihres Reiches allenfalls beschränkte Autonomie gewähren. Freilich wird man uns dies mit "Souveränität" schmackhaft machen wollen, die wir de facto aber ebensowenig wahrnehmen können, wie ein (teil-)dementer, im Pflegeheim lebender Greis wieder ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

7 Jahre Krisenzeit ?

SiriusB @, Donnerstag, 01. Oktober 2020, 11:54 vor 57 Tagen @ Taurec 881 mal gelesen

Hallo,

wenn man diese eine Aussage von Gabriele Hoffmann verwendet
(18 - 20 Jahre ab 2010),
dann könnte man es so interpretieren das im Zeitraum 2028-2030
so etwas wie ein Neubeginn stattfinden wird.
Wenn man das Jahr 2020 noch nicht mitzählt, sondern
eben sagt ab dem Jahr 2021 beginnt die Krisenzeit,
dann würde man auf einen Zeitraum von ca. 7 Jahren kommen.
Diese Zahl wurde auch immer sehr gerne bei sogenannten "Channelings"
durchgegeben, es ist halt auch eine sehr traditionelle symbolische
Zahl auch schon im Alten Testament.

Gruß Sirius

Kathi Schaid und Schopenhauers Parerga

Roland @, Sonntag, 04. Oktober 2020, 18:43 vor 53 Tagen @ Taurec 495 mal gelesen

[E-Mail, von mir als Mitleserzuschrift eingestellt. Taurec]

Hallo Taurec,

da die von Gabriele Hoffmann mit Verwunderung gesehene Zukunft Russlands erneut zur Sprache kam, wollte ich folgende Bemerkung Kathi Schaids, der von Bender befragten Tochter Rills, erwähnen, die eine andere, wenn auch zugegebenermaßen aus der gegenwärtigen Perspektive völlig abwegige Erklärung für die Zuwanderung und den Wirtschaftsaufschwung Russlands liefern könnte:

...Von dem dritten Krieg habe der Vater gesagt, er sei ganz kurz und "die Russen gehen genauso unter wie die Nazis"...

https://schauungen.de/wiki/Datei:Bender,_Hans_-_Kriegsprophezeiungen._Teil_1._Freiburg_im_Breisgau_1980.pdf

Schliesslich wollte ich noch auf Schopenhauers Aufsatz "Transscendente Spekulation über die anscheinende Absichtlichkeit im Schicksale des Einzelnen" aus seinen Parerga und Paralipomena hinweisen, der vielleicht für das Forum interessant sein könnte. Darin vertritt er den Standpunkt des transzendenten Fatalismus. Seiner Ansicht nach geschieht also alles in unserem Leben nicht nur aus "strenger Nothwendigkeit", das wäre der Standpunkt des blinden Fatalismus, sondern unterliegt auch einer höheren nicht zu beweisenden Planmässigkeit. Dabei stützt er seine Argumentation unter anderem auf die "nicht mehr zweifelhafte Tathsache" des ZWEITEN GESICHTS.

Mit freundlichen Grüssen
Roland

Re: Danke 0,-

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Dienstag, 06. Oktober 2020, 20:47 vor 51 Tagen @ Nullmark 372 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Dienstag, 06. Oktober 2020, 20:55

Hallo Nullmark!

Damit ist quasi eine (mehrfach geschaute) Abspaltung Mitteldeutschlands möglich,
nämlich zu dem Behufe, um unsere Souveränität wiederzuerlangen, und zugleich ein
Krieg zwischen den USA und Rußland, um damit den immer noch bestehenden
Status Quo des 2.Wk faktisch zu beenden.

Und stimmt, dabei kommt es jetzt darauf an, ob Trump
die Präsidentschaftswahlen gewinnt.

Die Geschichte ist also gar nicht so abwegig, wie das Interview
mit Fjodorow zeigt, bloß fragt sich halt, ob damit nicht noch
Jahrzehnte ins Land gehen (also ob auch 4 Jahre für Trump reichen werden),
ob Putin wirklich die Eier dazu hat, das durchzuziehen mit oder ohne Trump,
und Last not Liese wer von uns das Ganze überhaupt noch miterleben wird.
Taurec wahrscheinlich schon noch, aber ich
bin eine Generation älter als er, und einige
hier sind eine Generation älter als ich...:schief:

Ich bin überrascht, daß sogar einige Leute in Russland über das
Thema reden, aber konkret danach handeln steht doch auf einem
anderen Blatt, oder sehe ich das falsch?

LG,

Eyspfeil

Russland müsste schon enorm unter Druck geraten

peridot, Dienstag, 06. Oktober 2020, 23:10 vor 51 Tagen @ Eyspfeil 472 mal gelesen

Hallo Nullmark!

Damit ist quasi eine (mehrfach geschaute) Abspaltung Mitteldeutschlands möglich,
nämlich zu dem Behufe, um unsere Souveränität wiederzuerlangen, und zugleich ein
Krieg zwischen den USA und Rußland, um damit den immer noch bestehenden
Status Quo des 2.Wk faktisch zu beenden.

Und stimmt, dabei kommt es jetzt darauf an, ob Trump
die Präsidentschaftswahlen gewinnt.

Die Geschichte ist also gar nicht so abwegig, wie das Interview
mit Fjodorow zeigt, bloß fragt sich halt, ob damit nicht noch
Jahrzehnte ins Land gehen (also ob auch 4 Jahre für Trump reichen werden),
ob Putin wirklich die Eier dazu hat, das durchzuziehen mit oder ohne Trump,
und Last not Liese wer von uns das Ganze überhaupt noch miterleben wird.
Taurec wahrscheinlich schon noch, aber ich
bin eine Generation älter als er, und einige
hier sind eine Generation älter als ich...:schief:

Ich bin überrascht, daß sogar einige Leute in Russland über das
Thema reden, aber konkret danach handeln steht doch auf einem
anderen Blatt, oder sehe ich das falsch?

LG,

Eyspfeil

Moin,

Aus netten Gefühlen dem Rest der Welt und insbesondere Deutschland gegenüber werden Sie wohl kaum irgendwo eingreifen.
Um ehrlich zu sein, empfinde ich das Interview als etwas skurril. Ein Sachse bittet darum doch bitte von einer noch fremderen Macht regiert zu werden als Berlin.
Wie wäre es mit Befreiung aus eigener Kraft? Warum braucht es den russischen Papabären? Vielleicht ist das jetzt provokant, aber in diesem Rufen nach fremder Hilfe spiegeln sich einige der Probleme, die dieses Land seit dem Untergang des Kaiserreichs hat. Naja, wie dem auch sei.

Die USA tun derzeit vieles um Russland das Leben unerträglich zu machen, aber unangenehme Bedingungen werden Russland nicht reichen, um eine derart riskante Vorwärtsverteidigung anzutreten.

a)
Russland müsste wirtschaftlich komplett vom Westen abgeschnitten sein. So sehr, dass es schlicht keine Sanktionen mehr geben könnte, die verhängt werden können. Russland dürfte wirtschaftlich einfach nichts mehr zu verlieren haben, wenn es seine Beziehungen zum Westen verliert.

b) Die Spannungen in der EU müssten noch stärker zunehmen. Deutschland müsste sich in der Flüchtlingskrise noch ein paar Mal mehr als Obermoralweltmeister aufspielen. Denkbar wäre das z.B. in der Türkeifrage. In Frankreich, Polen, Zypern, Griechenland und eigentlich überall in der EU gibt es inzwischen massive Zweifel an Erdogan. Frankreich wagt bereits eine offene Machtprobe im Mittelmeer. Deutschland gefällt sich weiterhin in der Situation des erpressten, da Merkel angst hat zuzugeben, dass Grenzschuss evtl. eben doch geht.
Keine Frage, die feigen deutschen Politiker werden sich auch weiterhin erpressen lassen und der Rest der EU hat darauf nicht unendlich lange Lust. Das könnte zum Bruch führen.

c)
Der Westen (Westeuropa) müssten militärisch noch desolater dastehen als jetzt. Deutschland ist inzwischen hinreichend abgerüstet, aber GB und Fr haben noch eine halbwegs intakte Armee.
Die NATO muss komplett wegfallen, bzw. das Bündnisversprechen noch krassere Makulatur werden als bereits jetzt. Die USA müssten sich militärisch aus Europa zurückgezogen haben.

d) Die USA und/oder eine weitere Macht müssten noch ein paar Runden drehen und Russland soweit in die Enge treiben, dass die Russen faktisch nur noch die Wahl haben Vorwärtsverteidigung oder Untergang.
Vielleicht über die religiöse Schiene? Erdogans Großmachtbestreben weckt im orthodoxen Russland ein Paar alte Ängste. Mag sein, dass die heutige USA Fixierung auf lange Sicht in die Irre führt.

Grüße

Re: A propos Frankreich: Die BDR ist zusätzlich ein Vasallenstaat von Brüssel bzw. der EU, nicht nur der USA...(owT)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Mittwoch, 07. Oktober 2020, 00:56 vor 51 Tagen @ peridot 361 mal gelesen

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