Präkognition im Alltag – ein Tabu (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Fenrizwolf @, Samstag, 13. Juni 2020, 07:46 vor 133 Tagen 1096 mal gelesen

Guten Tag,

Präkognition im Alltag ist vermutlich allein deshalb schon nicht Gegenstand der Diskussion, da sie vom nebulösen Sujet abgesehen, wohl vornehmlich Themen tangiert, die intimer zwischenmenschlicher Natur sind.
Das große ganze weltgeschichtliche ist abstrakt, zu viel der Informationsfülle, dabei zu fern und nur mittelbar mit großem Echo und Rauschen überhaupt schablonenhaft denkbar.
Prognosen und Prophezeiungen dazu haben den Charme, daß sie einerseits fernab jeglicher persönlicher Bindung sind, und im ungünstigsten Fall noch als künstlerische Eruption eine Distanz zum Verfasser herstellen lassen.

Vermutlich ist es daher weniger dem Zufall geschuldet, daß uns wüste Lümmel von schlimmer Kunde berichten, und allzu Persönliches trotz vermeintlicher Anonymität doch lieber verschwiegen oder schließlich vergessen wird.
Vorausgesetzt, der Mensch hat prinzipiell das Vermögen zukünftiges zu schauen, wird er dem Traume gleich wohl auch vornehmlich das sehen, was sein persönliches Leben und das damit eng Verwobene betrifft.
Individualität, und zwar totale Individualität und Verantwortung ist oberste Spielregel der Erde.
Bei aller Ähnlichkeit und Gemeinsamkeit der Bedürfnisse, die sich daraus ergeben, gleicht kein Ei dem anderen bis ins Detail.

Kürzlich durfte ich bestaunen, wie unsere naturwissenschaftlich Ausgebildeten mit Mathematik der Oberstufe die Beschaffenheit der Welt beinahe zu errechnen versuchten.
Bis zu einem gewissen Grad der Vollendung funktioniert das ja auch zur allergrößten Zufriedenheit, doch entkommt der Irrwitz der Sache wie ein Schelm der blassen Zahl.
Einerseits können wir durch diese famose Zahlenweberei uns der Tatsache annähern, daß die Ausdehnung des Anzunehmenden unfassbar ist, anderseits versucht man Wundern, auf die man stößt, mit der Tapferkeit von hinzurichtenden Partisanen zu begegnen.
Bei diesen Duzentilliarden von errechneten Dimensionen sind wir mit dem Herrgott schon wieder fast per Du.
Denken wir uns eine Dimension einmal zwiebelschalenartig konzentrisch, so ist jede in sich abgeschlossen vollendet (!) aber aus der darüberliegenden hätte ich übergeordneten Zugriff über alle anderen bis zum Zentrum, daß vielleicht am Ende gar das Ende darstellt.
Die vermutlich urtümlichsten und greifbarsten Berichte über Präkognition fand ich in einem Fernsehbeitrag über sibirische Jäger (falls ich nicht irre).
Erzählt wurde darin, daß das Weib am Herd die baldige Wiederkehr ihres Gatten von der Jagd so exakt erahnen konnte, daß er angemessen empfangen werden konnte.
Die Frau hatte somit sehr genau erfühlt, wann ihr Mann von der Jagd heimkehren würde, und alle nötigen Vorbereitungen getroffen.

Ich träumte zu Anfang des Jahres, daß ich mit meiner Partnerin, in der Nähe des Bahnhofs, dort entlang ging, wo auch mein derzeitiger Zahnarzt ansässig ist.
Ihr Gesicht glich in seinem grünlichen Teint, dem ihres jüngst ermordeten Bruders, den ich als Leiche aufgebahrt, einst betrachten mußte.
Während wir (im Träume) gingen, fragte ich sie: „Hast Du denn Angst?“
Trotz der drastischen Darstellung, war mir auch klar, daß es eben nicht akut lebensbedrohlich ist, wie das schreckliche Bild imaginieren mag.
Wegen Kieferproblemen erwählte sie schließlich meinen (neuen) Zahnarzt, der entzündliche Prozesse des Zahnfleisches diagnostizierte.
Etwa sechs Wochen darauf entwickelte sie eine Gesichtsrose (Gürtelrose im Gesicht), die zwar nicht lebensgefährlich ist, aber dem Antlitz zeitweilig arg zusetzt und nur äußerst schwer zu ertragen ist.

Abends, vor dem letzten christlichen Feiertag (möge er der letzte solche sein) saß ich vor der Rechenkiste und sank voller Erschöpfung in den Schlaf.
In der hypnagogen Phase erschrak ich plötzlich vor meinem derzeitigen Ausbilder in seiner sehr seltenen Bartfrisur.
Nach dem „Feiertag“ war ich zwar nicht krank, aber mein Immunsystem hatte derart zu tun, daß vier bis fünf Stunden Schlaf nicht ausreichten und ich schließlich verschlief.
In einem solchen Falle, bin ich schon da, bevor ich losgefahren bin. Der Ausbilder beklagt dabei dann einen vorausgehenden Anruf nach Schema „F“.
„Ich verzweifle bald an Ihnen…“ war Mittelteil des Gebrülls des Ausbilders mit rasiertem Bart, wie gesehen.

Ich verstehe ihn in seinem Sinne, aber ich werde alles das nur eine Zeit lang mitspielen können.
Schließlich hat er mich nach Hilfeersuchen meinerseits dann vor Fehlern bewahrt und meinte gar, daß er selbst hofft, daß ich das Geschehen am Morgen nicht persönlich nehmen wolle.
Baldur haut viel interessantere Dinge mit mannhafter Selbstverständlichkeit raus, und Du weißt, es stimmt.
Ich wollte nur mal einen Anfang machen, um darzulegen, daß das menschliche Schicksal intelligent verquickt ist, und vermutlich eher in Bezugsgeflechten organisiert ist als in totaler Perspektive. Womöglich ist das Objektive nur die Quintessenz des allgemeinen Subjektiven.
Vielleicht sind es nicht zuletzt wir Idioten, denen es letztlich obliegt, uns zu entwickeln.

Mit Liebe und Grimm
Isegrimm

Alternativ =>Gefährdungsbeurteilung

Walle @, Donnerstag, 18. Juni 2020, 09:03 vor 128 Tagen @ Fenrizwolf 652 mal gelesen

Hallo in die Runde,

wenn jemand was über die Zukunft wissen will, um sich vorzubereiten, sollte man eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen.

Bsp:
A) Auflistung der Gefahren
- Gefahr fürs Leben
- Gefahr für Hab und Gut
- Gefahr für Versorgung
- ....

B) Aufstellung von Unterpunkten (hier Bsp. Lebensgefahr)
- Krebserkrankung
- Autounfall
- Kriege
- Black Out
- Angriff von Aliens
- Ungnädiges FSM...

C) Gewichtung der Risiken (Individuell)
- Krebs als Asbestverarbeiter >90%
- Angriff Aliens <0,1%
- ...

D) Maßnahmen zur Risiko Minimierung erstellen
- Krebsrisiko senken, durch Berufswechsel
- Krebsrisiko senken, durch Schutzkleidung
- ...

So, nun zurück zum Thema Schauungen etc.
Es besteht Konsens, dass durch minimale Anlässe, die gesamte Lebenssituation (weltweit) zusammen brechen kann/wird.
Ob es durch Pandemie, Meteoriten, Black Out, Trump, oder sonst wie passiert, ist egal.
Unsere Zivilisation in der jetzigen Form, steht auf fragilen Beinen. Um so fortgeschrittener sie wird, um so höher das Risiko, des tiefen Falls. Dazu benötigt es keine Schauung.

Die Geschichte zeigt, das jede Zivilisation, nach der Blüte, verschwindet und was neues entsteht. Unterschied dieses Mal, ist die Globalisierung (ob es in der Vorzeit schon mal ein Globales Gesellschaftssystem gab ist nicht zu beweisen).
Wenn der richtige Dominostein fällt, fällt alles.

Ich empfehle bis dahin Ruhe, Spaß, Lebensfreude, Flexibilität, etwas Vorbereitung (s.oben) und beobachten der Entwicklung.
Wenn was passiert, passiert es immer anders als geplant. Dann ist der Zeitpunkt, des Reagierens.

Gruß
Walle


Hexenverbrennung, Inquisition, Kreuzzüge

Wir wissen wie man feiert
Ihre Kath.-Kirche

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Die tödliche Krankheit heißt Zivilisation

BBouvier, Donnerstag, 18. Juni 2020, 17:40 vor 127 Tagen @ Walle 735 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 18. Juni 2020, 18:05

<"Die Geschichte zeigt, daß jede Zivilisation nach der Blüte verschwindet...">

Du sagst es, Walle!

Passend dazu soeben im "Gelben Forum" Mephistopheles:
=>
"..... Die Krankheit heißt Zivilisation.
Im Unterschied zu Kulturfolgern sind Menschen biologisch
nicht in der Lage, sich einer Zivilisation anzupassen.
Das wird verschleiert dadurch, dass Menschen kulturell
wegen ihrer überragenden kulturellen Fähigkeiten
sehr wohl in der Lage sind, sich kulturell einer Zivilisation anzupassen,
nur eben nicht biologisch.
Das kann man in der Anthropologie (nach Konrad Lorenz) sehr wohl beobachten:
Die Frauen werden unfruchtbar oder werden erst dann schwanger,
wenn sie das optimale Alter für eine Mutterschaft längst überschritten haben.
Die Männer werden zeugungsunfähig, entweder werden sie impotent
oder die Qualität der Spermien sinkt derart,
dass sie die Gebärmutter nicht mehr erreichen.
Die Frauen können in einer Zivilisation ihre Kinder nicht mehr artgerecht erziehen.
Dadurch sinkt später die Anzahl der Individuen, die eine Zivilisation erhalten können.
Frauen können das sowieso nicht, sie können eine Zivilisation lediglich nutzen,
sie aber nicht erhalten.
Frauengleichberechtigung halbiert somit von vorneherein die Zahl der Individuen,
welche benötigt werden, um eine Zivilisation zu erhalten.

Sinkt die Anzahl unter einen bestimmten kritischen Punkt, von dem nur bekannt ist,
das es ihn gibt, aber nicht, wo er genau ist,
dann kommt es zum Zusammenbruch der Zivilisation.

Mittlerweile haben sich aber die meisten Menschen an die Lebensbedingungen
einer Zivilisation gewöhnt, so dass sie ohne diese nicht mehr leben können.
Zivilisationszusammenbrüche sind deswegen gekennzeichnet
von einem drastischen Bevölkerungskollaps.
Historische Erfahrungen sprechen von der Größenordnung von etwa 1/200 Überlebende.

Der Planet ist voll von Megacities, die, so erzählt es unsere Hirnzuscheißindustrie,
"plötzlich verlassen wurden".
Von wegen verlassen.
Die Bewohner sind gestorben, nachdem sie in fußläufiger Entfernung
auf dem Lande nach Überlebensmöglichkeiten suchten.
Das Land war aber selber längst schon abhängig von der Zivilisation
und deren reibungslosem Funktionieren.
Auf dem Land gab es somit nichts mehr zu mampfen."

Quelle:
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=532268

Siehe dazu auch "das Ende der Maya":
=>
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=532285

Zivilisationshölle:
=>
https://anjamueller.livejournal.com/111556.html

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Keine Fortpflanzung

Wodans Sohn @, Donnerstag, 18. Juni 2020, 18:09 vor 127 Tagen @ BBouvier 667 mal gelesen

Guten Tag und ein freundliches "Hallo"

Wenn die Anpassung an die Umgebung oder Umstände nicht rasch genug erfolgen und zur Verminderung der Geburtenrate führt, und somit zu Kollaps der Population, nennt man das Auslese der Arten.
Einige der Spezies pflanzen sich aber dennoch fort, weil sie stressressistenter und anpassungsfähiger sind als die Mehrheit.
Darwin lässt grüßen. Zum Glück. Jeder Zusammenbruch stärkt die Art, wenn sie nicht zufällig komplett durch den Stresstest ausgesiebt wird, weil multiple Faktoren gleichzeitig zum tragen kommen.
Auch eine nicht lebensfähige Kultur wird in diesem Prozess durch eine Andere ersetzt. Ob diese neue Kultur besser überleben kann, wird die Zeit zeigen.

Mit freundlichem Gruß

Wodans Sohn


Ja, eines Tages sterben wir.
Aber an allen anderen Tagen nicht!

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ein wenig Kollaps und Aussterben ...

BBouvier, Donnerstag, 18. Juni 2020, 19:21 vor 127 Tagen @ Wodans Sohn 702 mal gelesen

Hallo!


<"Wenn die Anpassung an die Umgebung oder Umstände nicht rasch genug erfolgen
und zur Verminderung der Geburtenrate führt, und somit zu Kollaps der Population,
nennt man das Auslese der Arten.
">

Menschen können sich mittels "Technik" und dergleichen zwar an so ziemlich
alles anpassen, was immer wieder zur Bildung von Megametropolen
(Indikator für die nachkulturelle Phase der Zivilisation) führt,
jedoch sterben sie dort mitsamt den Metropolen aus, weil sie eben
Menschen (!) sind - weil unsere Biologie und Seele (!) mit anonymer Massenmenschhaltung
inkompatibel ist: Da wird vor überquellenden Gratisfuttertrögen und Dauerzirkus
ganz wunderbar angepaßt kollabiert und weggestorben, daß es nur eine wahre Freude ist.
Bei gleichzeitig:
- Frauenwahlrecht
- Grundeinkommen für alle
- Stolzparaden sexuell Abartiger
- Sterilität der Frauen
- angeworbene Ausländer in der Söldnerarmee
- Verfolgung Andersdenkender
- Kinderwahlrecht
- Pädophilie
- massenhaft Ehescheidungen
- verwahrloste Kinder in Singlehaushalten
- Jugendkriminalität
- leere Kirchenbänke
- vollgeschissen Unterhosen als Kunstwerke prämiert
- Kriegsdienstverweigerer als Verteidigungsminister (so in den Niederlanden)
- 50% Steuern und Abgaben
- und was derlei mehr ist ....

<"Einige der Spezies pflanzen sich aber dennoch fort,
weil sie stressressistenter und anpassungsfähiger sind als die Mehrheit
.">

Was ihnen wenig bringt, weil deren Fortgepflanzte
nämlich den Kollaps nicht überleben und verrecken.
Und die paar, die (aus welchen wundersamen Gründen vielleicht)
den Kollaps "überleben", die können die vorher bestandene
Zivilisation nicht aufrecht erhalten.
Nämlich bewerkstelligen:
- Fensterglas
- Streichhölzer
- Einmachgläser
- Blinddarmoperationen
- Fahrräder
- Straßenpflaster
- Regenrinnen
- Zahnfüllungen
- Wahlplakate
- Benzin
- Tempotaschentücher
- Pockenschutzimpfung
- Nylonstrümpfe
- Versicherungspolicen
- Geigen bauen
- Fußballturniere
- Schmerztabletten
- Wanderstiefel
- Spaten
- Sämereien
- Dachziegel
- Pumpen
- etc. => schier endlos


<"Jeder Zusammenbruch stärkt die Art,
wenn sie nicht zufällig komplett durch den Stresstest ausgesiebt wird,
weil multiple Faktoren gleichzeitig zum tragen kommen
.">

Ein klein bischen Kollaps, den gibt es nicht.
Mit 120 über die Klippe, das stärkt rein gar nicht.

<"Auch eine nicht lebensfähige Kultur
wird in diesem Prozess durch eine Andere ersetzt
.">

Kulturen können so ziemlich alles überstehen.
Die deutsche beispielsweise die Pestemedemien des Mittelalters,
den Dreißigjährigen Krieg, die "Franzosenkriege" Ludwig XIV.
und Napoleons, und Napoleons III.
Sogar die beiden Angloamerikanischen Vernichtungskriege
des 20. Jahrhunderts, obgleich dann bereits in der
nachkulturellen Phase der Zivilisation.

Und zur Zeit werden die Deutschen stückweise aber stetig
"ersetzt" durch kulturfremde Zuzüglinge (!) aus aller Welt,
denen man etwas erzählt hat von wegen Sozialhilfe
und einem Justizsystem, das Opfer diskriminiert und Täter hätschelt.
Wenn (temporal) das abgeschlossen sein wird, dann haben wir
hier in Europa keine andere, eine "ersetzte" Kultur,
sondern überhaupt keine.
Das ist nämlich bereits der Fall seit etwa 1871.

Nach Kulturende kommt und ist dort auch nichts mehr,
weil die Kulturträger in der Zivilisation ausgestorben sind und dort irgendwelche
"Fremde" sich haben breit machen können.
Die haben jedoch keine Arbeitsstelle in Wolfsburg bei VW am Fließband
oder einen Dönerimbiß am Frankfurter Flughafen, sondern wühlen abgehärmt
in den Mülldeponien der ausgestorbenen Städte.

In Sumer, Babylonien, Ägypten, Griechenland, in Italien (Römer), Mittelamerika,
leben heute zwar irgendwelche "Menschen", jedoch haben die rein nichts
mehr zu tun mit den dortigen vorherigen Kulturvölkern.

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: Das hier ist der grüne Tisch, noch...

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 18. Juni 2020, 21:39 vor 127 Tagen @ Walle 616 mal gelesen

Hallo Walle!

"Ich empfehle bis dahin Ruhe, Spaß, Lebensfreude, Flexibilität, etwas Vorbereitung (s.oben) und beobachten der Entwicklung.
Wenn was passiert, passiert es immer anders als geplant. Dann ist der Zeitpunkt, des Reagierens.

Gruß
Walle"

Den Schauungen zufolge bricht nicht nur die marode Zivilisation zusammen,
sondern es kommt zusätzlich noch ein Impakt aus dem Weltraum.
Vielleicht ist er sogar die alleinige Ursache des Kollapses, wer weiß?

Wenn wir aber mittendrin in den Ereignissen sind, also wenn es um Leben oder Tod geht,
wenn es nix mehr zu fressen gibt und dazu noch Impakthagel drohen,
dann schreien garantiert einige Leute "die katholischen Nonnen und Padres aus
Italien und Frankreich haben doch recht gehabt!"
:schief:
Obwohl diese ja gar nichts geschaut haben, sondern bloß fabuliert, oder?

Aber jetzt aus der zeitlichen Distanz, so ganz 'cool' an der Tastatur,
da läßt es sich gaanz locker schnacken, noch...
Ist ja nur das bißchen Corönchen, gelle? :lol2:

LG,

Eyspfeil

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Nicht nur bigotte Hausfrauen und hysterische Nonnen!

BBouvier, Donnerstag, 18. Juni 2020, 23:47 vor 127 Tagen @ Eyspfeil 623 mal gelesen

<"Wenn wir aber mittendrin in den Ereignissen sind ...
dann schreien garantiert einige Leute "die katholischen Nonnen und Padres aus
Italien und Frankreich haben doch recht gehabt!
">

Hallo, Eyspfeil!

Genau!
Und nicht nur die, sondern auch z.B. der offensichtlich
hellseherisch hochbegabte Herr Enke (<= Einer, der schon länger hier wohnt),
der untiges hat prophezeien können, womit auch er ganz sicherlich völlig
recht behalten wird!
=>
https://www.youtube.com/watch?v=Omh3PtmzxN0

Da wird es auch nicht helfen, wenn man dann nachher, wie der kleine Gibus
im frz. Film: "Krieg der Knöpfe", in fehlerhafter Grammatik
(doppelter Konjunktiv Plusquamperfekt) sagt:
"Si j´aurais su, j´aurais pas venu!"
(Falls ich das gewußt hätte, dann wäre ich nicht mitgekommen!)
https://www.youtube.com/watch?v=-DFHIuSf9t0

Merke:
Kinobesucher wissen mehr! :lehrer:

Grüße auch!
BB


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Warum auch nicht...

Walle @, Freitag, 19. Juni 2020, 12:35 vor 127 Tagen @ Eyspfeil 563 mal gelesen

Hallo Eyspfeil,

warum soll ich nicht entspannt sein?
Was soll mir schlimmsten Falls passieren?
Das ich sterbe? Der Punkt ist gesetzt und nicht zu ändern.

Für mich ist der schlimmste Fall, elendig, unter Schmerzen, langsam zu verrecken...

Einzig der Weg bis zu meinem Exodus, kann ich teilweise beeinflussen und da ist Ruhe, Gelassenheit, Spaß haben und LEBEN, schon keine schlechte Idee und Lösung.

Gruß Walle


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Spaß und Leben als Lebensziel

peridot, Freitag, 19. Juni 2020, 23:25 vor 126 Tagen @ Walle 604 mal gelesen

Einzig der Weg bis zu meinem Exodus, kann ich teilweise beeinflussen und da ist Ruhe, Gelassenheit, Spaß haben und LEBEN, schon keine schlechte Idee und Lösung.

Gruß Walle

Moin,

Ich weiß nicht ob diese alles oder nichts Philosophie geeignet ist für die härten oder sagen wir härtere Zeiten gewappnet zu sein.
Ich erlaube mir an dieser Stelle aus Solchenizyns Archipel Gulag zu zitieren:

"Das Lager kann denen nichts anhaben, die einen heilen Kern besitzen und nicht jene erbärmliche Ideologie "Der Mensch ist für das Glück geschaffen", die einem mit dem ersten Stockhieb des Anordners ausgetrieben wird."

Nietzsche hat, aus anderer Perspektive, auch einiges zu Glück vs Charakter härten geschrieben. Auch sehr interessant, eröffnet tatsächlich auch einige neue Perspektiven, warum es mit der Kultur zur Zeit nicht allzu gut läuft.

Grüße
Peridot

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Kultur<=>nahtlos gezogene Stahlrohrlanze 88

BBouvier, Samstag, 20. Juni 2020, 01:24 vor 126 Tagen @ peridot 669 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 20. Juni 2020, 01:50

<"...warum es mit der Kultur zur Zeit nicht allzu gut läuft.">

Hallo, Peridot!

Die rund tausendjährige Epoche der Kultur hat Europa mit Rokoko
und Biedermaier bereits spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts
hinter sich gelassen, alle seelisch darstellerischen Möglichkeiten
waren damit ausgeschöpft - auch magels jeglich lebendig-schöpferischer Seele.
Mit dem "Jugendstil" versuchte man dann vergeblich, krampfhaft-gewollt
sich kulturell noch einmal zu artikulieren.
https://www.evadsign.com/2017/02/06/k%C3%B6nnte-dir-der-jugendstil-als-einrichtungsstil-auch-gefallen/

Was folgte, ist die Phase der Zivilisation:
Die Herrschaft des Geldes und der Technik.

Für mich ist der markante Punkt der Wende die Einführung
der nahtlos gezogenen "Kruppschen Stahlrohrlanze (18)88",
https://www.huesken.com/shop/de/preussen-kavallerie/die-deutsche-stahlrohrlanze-70266.html
die die vormaligen Eschenlanzen der preußischen Kavallerie ablöste.
Gefolgt (Zivilisation) von Maschinengewehren, Stacheldraht, Gasmasken,
Bombenflugzeugen und - als Krönung - Atombomben und autonomen Drohnen.

Da sollte es nicht verwundern, daß in einem Museum ein mit vollgeschissener
Unterhose drapierter, rostiger Fahrradlenker als "Stier mit Torereo" prämiert wurde.

Grüße,
BB


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Herrschaft des Stärkeren

Luzifer @, Österreich, Samstag, 20. Juni 2020, 21:06 vor 125 Tagen @ BBouvier 681 mal gelesen

Guten Abend,

Menschen brauchen immer eine Art Gemeinschaft um einfacher zu überleben.

Ohne irgendeine Form der „Technik“ und
wenn es nur das Nähen von Gewand aus Fellen ist, könnte kein Mensch unseren Winter hier überleben. Vielleicht in einem günstigen Klima irgendwo, aber nicht hier oder noch weiter im Norden in der Tundra.

Und Gesellschaft braucht Hierarchien um vernünftig zu funktionieren.

Idealerweise suchte man sich die Stärksten oder Klügsten und machte sie zu Anführern.

Kleine Gemeinschaften, Clans, Sippen und Stämme sind dabei klar im Vorteil. Wenn sich der Klügste oder Stärkste als asozial oder unfähig herausstellt, ist das allen schnell klar und es gibt einen neuen Anführer, weil man nicht so stark und klug sein kann, es mit allen anderen aufzunehmen.

Große Gesellschaften wie Nationen oder Staaten sind anders. Man kennt die Führung nicht mehr persönlich und die Strukturen sind so, dass es kaum noch Umbrüche (Revolutionen) von unten nach oben geben kann. Alle großen Revolutionen der Geschichte wie die Französische oder die Oktoberrevolution wurden auch von einer Elite initiiert.

Die Demokratie hat dann noch den Nachteil, dass sich die Elite hinter Strohmännern verstecken kann,

allerdings ist für mich das Abendland untergegangen als die Herrscher begannen sich Gold zu leihen und damit über kurz oder lang ihre Souveränität an die Hintertanen verloren.

Geld ist eine alternative Form von Stärke, Technik auch. Beide stützen sie Herrschaft. Deswegen wird kein Ökonom Gsells Freigeldtheorie lehren oder irgendjemand das Patentwesen abschaffen. Der Schleier um das Geldsystem, das die Radix des Übels hier ist.

Geld kauft Stärke, Armeen und Waffen, es kauft Wissen und es kauft Meinung, ein Teufelskreis. Und viel Vermögen hat man wie? Durch dynastische langfristige Planung. Sic. Und dann wundert sich noch jemand, dass es ist, wie es ist.

Blöderweise ermöglicht Technik in zunehmenden Maße auch feudal zu leben, wenn es deutlich weniger Menschen gäbe und das ist eine ernste Sache.

Das Grundprinzip ist immer das gleiche, der der kann, herrscht über den der nicht kann. Das ist ein Gesetz der Hölle, alle Zivilisationen hier funktionierten so.

Weil es eben die Trennung ist. Wären Telepathie und solche Dinge selbstverständlich, dann wäre die Welt kooperativ und „besser“.

Daher muss man ganz wo anders ansetzen, will man eine vernünftige Zukunft für seine Kinder und alle anderen.

Das impliziert aber auch, dass das derzeitige System der Welt enden muss, genauso wie es dessen Elite muss.

Und irgendetwas dünkt mich, so ungefähr wird es geschehen.

Beste Grüße
Luzifer


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.

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Lachen, solange man (noch) Lachen kann

offtopic, Samstag, 20. Juni 2020, 16:02 vor 126 Tagen @ peridot 670 mal gelesen

Hallo Peridot,

Ich weiß nicht ob diese alles oder nichts Philosophie geeignet ist für die härten oder sagen wir härtere Zeiten gewappnet zu sein.
Ich erlaube mir an dieser Stelle aus Solchenizyns Archipel Gulag zu zitieren:

"Das Lager kann denen nichts anhaben, die einen heilen Kern besitzen und nicht jene erbärmliche Ideologie "Der Mensch ist für das Glück geschaffen", die einem mit dem ersten Stockhieb des Anordners ausgetrieben wird."

Ich kenne da durchaus Episoden in meinem Leben, wo mir das Lachen gründlich verging, das heißt aber nicht, dass ich jetzt, wo ich Lachen kann, mir das Lachen quasi in dunkler Vorahnung auf mögliche schlechte Zeiten schon jetzt verkneifen würde. Wer weiß, dass das Leben auch ganz anders kann, weiß schöne Zeiten umso mehr zu schätzen und auszukosten.

Nietzsche hat, aus anderer Perspektive, auch einiges zu Glück vs Charakter härten geschrieben. Auch sehr interessant, eröffnet tatsächlich auch einige neue Perspektiven, warum es mit der Kultur zur Zeit nicht allzu gut läuft.

Einen abgehärteten Charakter, der so manche Klippen umschiffte, wirft so schnell nichts mehr um, da bin ich ganz auf Nietzsches Seite. Wenn man dann sieht, was manche als dickes Problem sehen, wundert man sich dann schon manchmal - aber bei manchen kommen diese halt erst später im Leben, während es bei anderen schon in der Kindheit begann.

Die Kultur ist, wie BB schon nachfolgend sagte, längst tot. Die Technik und das Geld sind die letzten verzweifelten Versuche, die in der Zivilisation fehlende Lebendigkeit zu kompensieren und den immer mehr um sich greifenden Verwesungsgeruch zu ignorieren. Warum sollte ich mich auf diesen Mist fokussieren, wenn ich mich auch auf etwas Positives wie Freude und das Leben genießen ausrichten kann?

Grüße

OT


Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen.

Zustimmung

Walle @, Montag, 22. Juni 2020, 10:34 vor 124 Tagen @ offtopic 532 mal gelesen

Hallo OT,
beim ersten Teil stimme ich Dir zu.
Ich war schon in der Hölle und zurück und jetzt in einem Alter (47), wo ich jeden Tag als Bonus sehe. Daher bin ich wohl schon abgehärtet und mit einer lecksmidochalleamarschmentalität gesegnet,... jedenfalls bis zu einem gewissen Maße. Wenn diese Linie überschritten wird, kommt der Hulk in mir raus...

Gruß Walle


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