Verstörender Traum: Wenn im Sommer Frühlingsblumen blühen (Freie Themen)

eFisch @, Donnerstag, 02. April 2020, 19:38 vor 293 Tagen 1862 mal gelesen

bearbeitet von eFisch, Donnerstag, 02. April 2020, 19:46

Hallo,
heute Nacht hatte ich wieder ein Mal einen langen, mich sehr verstörenden Traum.
Ich weiß nicht, wie ich den Traum einschätzen soll. Ist es einfach nur einer Fantasietraum oder soll da etwas angedeutet werden, was uns bevorsteht.

Der Traum fing damit an, dass ich einen Mann im Bett liegen sah. Der Mann wachte auf, erhob sich langsam und räkelte sich und ging dann langsam zu einem Fenster. Er schob den Vorhang zu Seite und erstarrte. Ich sah in diesem Moment nur sein Gesicht von vorne. Seine Augen waren aufgerissen und er hatte einen starren Blick. Die Kinnlade war im heruntergefallen. Er versuchte, irgend einen Laut von sich zu geben, brachte aber keinen Laut hervor. Dann sah ich plötzlich aus dem Fenster. Ich erschrak. Draußen sah es aus wie nach einem Waldbrand. Die Bäume und Sträucher waren wie die Erde völlig kahl. Ich sah kein Gras. Ich sah nur blanke Erde, aber ich wußte gleichzeitig, dass es Sommer war! Dann sah ich wieder das Gesicht des Mannes. Er blinzelte ein paar Mal. Dann stellte er sich vor eine Wand und schlug mehrmals mit dem Kopf gegen die Wand. Dann sah er wieder aus dem Fenster. Dann stieß er einen markerschütternden Schrei aus und sank tot zu Boden. Plötzlich sah ich das Zimmer von oben. Ich bemerkte, dass das Bett ein Doppelbett war und eine Frau darin lag. Die Frau schien aufzuwachen. Sie mühte sich aus dem Bett. Sie machte noch einen ziemlich schlaftrunkenen Eindruck. Dann sagte sie etwas Richtung des Mannes. Ich hörte nicht, was sie sagte, aber von der Wirkung schien es, als sagte sie etwas beruhigendes zum Mann. Sie warf jedoch keinen Blick in Richtung des Mannes. Dann stolperte sie in das Badezimmer und kam nach kurzer Zeit wieder in das Zimmer zurück. Dann wurde es absolut skurril. Sie ging Richtung Fenster. Der Mann lag am Boden und sie musste über ihn drübersteigen, aber sie reagierte nicht darauf, dass der Mann am Boden lag. Dann sah sie aus dem Fenster. Sie riss die Augen auf, erstarrte und sank dann neben dem Mann tot zu Boden.

Kurze Zeit später hämmerte jemand gegen die Wohnungstür. Keine Minute später wurde die Tür von außen eingeschlagen und Soldaten mit Helm und Maschinenpistolen stürmten in die Wohnung. Zwei Soldaten liefen zu den beiden am Boden Liegenden und untersuchten sie kurz. Der eine Soldat murmelte es etwas und der andere nickte nur. Andere Soldaten untersuchten gleichzeitig die anderen Zimmer. Sie prüften nur, ob noch jemand in der Wohnung war. Es war kein weitere Mensch in der Wohnung.
Dann stürzten die Soldaten aus der Wohnung und hämmerte bei der nächsten Wohnung an die Wohnungstür. Sie warteten nicht lange und brachen die Tür auf. In der Wohnung war es noch dunkel. Ein paar Soldaten zerrten ein Ehepaar aus dem Bett, aus der Wohnung heraus und dann über die Stiege ins Freie. Ein paar andere Soldaten haben zwei noch sehr kleine Kinder in einem Zimmer entdeckt. Die Soldaten trugen die Kinder auf ihren Armen ebenfalls ins Freie. Vor dem Haus sah ich eine Menge militärischer LKWs. Einfache LKWs mit Planen. Ich sah auch, wie Soldaten von anderen Häusern Erwachsene und Kinder zu den LKWs schleppten. Die Menschen mussten auf die LKWS steigen. Die Soldaten trieben die Menschen an und erlaubten keinerlei Fragen. Wenn jemand Wiederstand zu leisten versuchte, wurde er mit Gewalt in einen LKW verfrachtet. Dann sah ich, wie mit Menschen vollgestopfte LKWs wegfuhren.

Dann sah ich wieder Soldaten eine Wohnungstür aufbrechen. Die Soldaten stürmten in die Wohnung. Aber in der Wohnung saß gerade eine Familie (ein Elternpaar mit zwei Kindern) am Frühstückstisch. Die Fenster waren nicht verhangen und eine Balkontür war offen. 2 Soldaten gingen auf die Eltern zu und befragten sie. Ich konnte nicht verstehen, was sie sagten, es wirkte aber eher wie ein Verhör. Die Soldaten schienen mit den Antworten zufrieden zu sein. Ein Soldat redete dann kurz auf die Eltern ein und dann übergab der andere Soldat dem Mann mehrere kleine Päckchen. Dann verabschiedeten sich die Soldaten und stürmten die nächste Wohnung.

Plötzlich sah ich ein riesiges Waldgebiet von sehr weit oben. Ich wurde auf eine sehr sehr große Lichtung aufmerksam. Dann zoomte der Blick auf die Lichtung und ich sah, dass das eigentlich eine riesige Stadt mit lauter Blockhäusern war. Eine einfache Straße führte zu dieser seltsamen "Blockhausstadt". Auf der Straße sah ich viele militärische LKWs Richtung der Stadt fahren. In der Stadt gab es viele große Feuerstellen und auf jeder Feuerstelle sah ich über dem Feuer auf einem Dreibein einen großen Kessel hängen. Um das Feuer sassen auf einfachen Bänken Erwachsene. Aber die Menschen machten einen sehr eigenartigen Eindruck. Sie wirkten apatisch, wenn sie sich bewegten, dann sehr langsam und sie waren schweigsam. Ich kam mir vor wie in einem Altenheim, in dem nur demente und/oder sonstig verwirrte Menschen sind. Ich sah auch viele Kinder. Diese spielten, liefen in der Gegend herum und johlten teilweise. Die Kinder fühlten sich anscheinend sehr wohl. Manchmal ging ein Kind zu einem Erwachsen, sagte etwas zu ihm. Aber der Angesprochene reagierte nicht auf das Kind. Das störte die Kinder aber nicht. Sie wandten sich einfach von den Erwachsenen ab und spielten weiter. Was noch auffiel: ich sah keinen einzigen wirklich alten Menschen, also einen Menschen, der wie 70 oder 80 Jahr alt wirkte. Außerdem fiel mir auf, dass ich keine Jugendlichen bzw. Teenager sah.
Dann gab es noch relativ junge Erwachsene, die wie Krankenpfleger gekleidet waren. Diese gingen herum, sprachen manches Mal einen Mensch an, manchmal berührten sie auch dessen Schulter oder strichen dem Menschen über den Rücken. Aber die Menschen reagierten einfach nicht. Unter den "Krankenpfleger" gab es noch ein paar ganz seltsame Typen. Diese wirkten irgendwie ätherisch, sie sprachen nie einen Menschen an oder berührten jemanden. Sie setzten sich oft neben einem Menschen auf eine Bank. Nach einer Weile standen sie auf und gingen zur nächsten Bank und setzten sich wieder neben jemanden hin. Ich hatte den Eindruck, dass die Nähe den apathischen Menschen gut tat.

Plötzlich sah ich das Haus, wo ich die Wohnungserstürmungen beobachtet hatte, von oben. Es war ein großes Miethaus und vor dem Miethaus war eine große grüne Wiese mit Bäumen und Sträuchern. Danach kam ein weiteres Miethaus. Die Grünfläche war also ein sehr großer Hof. Der Blick zoomte auf die Grünfläche und ich sah, dass die Bäume austrieben. Man konnte schon die halben Blätter sehen. Und auf der Erde wuchs überall Gras heraus. Das Gras war noch nicht sehr hoch, aber die Fläche wirkte schon grün. Dann sah ich noch eine ganze Mengen von Frühlingsblumen blühen, wie beispielsweise Gänseblümchen, Krokuse, Märzenbecher und Veilchen. Es war aber Sommer!!! Da sah ich die Familie, die bei der Wohnungserstürmung beim Frühstücken waren. Sie haben auf der Wiese eine großen Tisch aufgestellt, der reichlich gedeckt war. Die ganze Familie saß um dem Tisch, sie führten Gespräche, ab und zu lachten sie. Dann winkte plötzlich der Mann jemanden zu. Ich sah, dass ein paar hundert Meter weiter auch eine andere Familie ein Picknick veranstaltete. Sie riefen sich etwas zu, winkten und lachten. Die Menschen wirkten alle sehr entspannt und fröhlich.
Dann löste sich das Bild auf und ich sah eine Burg von oben. Die Burg war von einem Wassergraben umgeben und eine Zugbrücke führte über den Wassergraben zum Burgtor. Dann zoomte der Blick in einen mittelgroßen, mittelalterlich wirkenden Saal. Vorne Stand ein Mann, den ich im Weiteren kurz Burgherrn nenne. Er war umgeben von einer Reihe von Männern, die ich im weiteren Gefolgschaft nenne. Alle Männer waren komplett schwarz gekleidet. Der Burgherr wirkte erbost, erzürnt und wütend. Er schrie auf die Gefolgschaft ein. Die Gefolgschaft wirkte bedrückt. Dann irgendwann ging der Burgherr mit festen Schritten zum anderen Ende des Saales, wo ein Balkon war. Die Gefolgschaft folgte ihm. Der Burgherr ging auf den Balkon und ich sah eine mittelalterliche Stadt und ausserhalb der Stadt viele Wiesen und Felder, dazwischen einige Bauernhöfe. Gleichzeitig wusste ich, dass die Stadt und die gesamte Umgebung menschenleer war. Alle Menschen waren auf seltsame Weise verschwunden. Der Burgherr deutet auf die Stadt und schrie seine Gefolgschaft an.
Plötzlich fokussierte der Burgherr etwas. Da sah ich bei der Zugbrücke auf einem Stein einen alten Mann sitzen. Er trug ein sehr einfaches aber sauberes Gewand und hatte eine sehr ruhige, friedliche Ausstrahlung. Der Alte schien vor sich hinzulächeln. Dann bemerkte der Alte, dass er beobachtet wurde. Der Burgherr war inzwischen still geworden und starrte mit stechenden Blicken den Alten an. Wenn Blicke töten könnten, wäre der Alte wohl tot gewesen. Da stand der Alte auf, verbeugte sich lächelnd Richtung der Burg, drehte sich um und ging die mit Steinen gepflasterte Straße Richtung Stadttor hinunter. Im Stadttor drehte sich der Alte um, blickte zur Burg, lächelte verschmitzt und löste sich dann ganz einfach auf.

Damit endete der Traum.

Ich frage mich nun, ob der Traum was zu bedeuten hat oder nicht.
Die Zukunft wird es weisen.

Gruß
eFisch

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Ein nur irgend verwertbarer Traum?

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 03. April 2020, 21:08 vor 292 Tagen @ eFisch 1005 mal gelesen

Hallo!

Die Zukunft wird es weisen.

Die einzige Frage, die sich mir dabei stellt: Wie soll denn zu einem derart obskuren Traum, der anscheinend mit nichts in Verbindung gebracht werden kann, das real geschieht, die Zukunft etwas weisen können?

Es muß zumindest irgend eine Grundübereinstimmung mit irdischem Geschehen vorhanden sein, an der man ansetzen kann. Andernfalls ist der Beliebigkeit kein Riegel vorgeschoben, alles mögliche in den Traum hineinzulesen, weil er sich zu nichts in Beziehung setzen läßt.

Oder anders gefragt: Welche Ereignisse bzw. Entwicklungen müßten denn Deiner Ansicht nach eintreten, um die Frage zu beantworten, "ob der Traum was zu bedeuten hat oder nicht"?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Versuch einer Traumdeutung

eFisch @, Samstag, 04. April 2020, 02:52 vor 292 Tagen @ Taurec 1123 mal gelesen

Hallo Taurec,
sofern der Traum kein Fantasietraum ist, sondern man mir etwas mitteilen wollte, dann ist es der komplexeste Traum, an den ich mich erinnern kann.
Ich bin kein Traumdeuter und habe mich nie ernsthaft mit Traumdeutung beschäftigt.
Wenn ich "inhaltliche" Träume habe, dann sehe ich nicht nur Bilder und höre ab und zu etwas, bei den meisten "inhaltlichen" Träumen geht bei mir immer auch etwas in Resonanz.
Bei Schriftstücken sagt man dann: zwischen den Zeilen lesen.

Den Traum habe ich geträumt und daher muss man meine Sicht auf die Welt und bis zu einen bestimmten Grad auch meinen Einstellungen bei der Interpretation berücksichtigen.
Ich bin im weitesten Sinn ein spiritueller Mensch, nämlich in dem Sinne, dass ich glaube, dass es so etwas ähnliches wie Geist, Seele und Körper / Materie gibt.
Die geistigen Ebene nenne ich überlicherweise "energetische Ebenen".

Eines der größten Probleme bei der Interpretation des Traumes ist, dass sich meiner Meinung nach im Traum einiges auf die materielle Ebene, manches auf die psychische/seelische und auch einiges auf die geistige Ebene bezieht. Manche Symbole beziehen sich auf mehr als eine Ebene.
Manche Szenen legen wegen der Bilder nahe, dass die materielle Ebene gemeint ist, aber von der Resonanz war ganz eindeutig ein psychisches und/oder geistiges Phänomen gemeint.
Ein Bespiel ist der Abtransport der Menschen und die Verbringung in eine "Holzblockhausstadt". Hier war im Traum völlig klar, dass die Szene einen psychischen und geistigen Vorgang darstellt und KEINEN materiellen. Das heißt, im Taum wird bei dieser Szene nicht ein (potentiell künftiges) materielles Geschehen dargestellt, sondern ein nicht-materielles Geschehen.

Wie schon erwähnt, ist der Traum extrem komplex und vielschichtig und ich hatte auch noch nicht viel Zeit, den Traum im Detail zu analysieren. Viele Dinge sind mir selbst noch völlig unklar. Aber wenn ich die Sachen, wo ich glaube, dass ich etwas verstanden habe, niederschreiben würde, würde ich ein paar hundert Seiten schreiben müssen. Ich beschreibe daher nur das große Bild und greife dann ein paar Details heraus.

Worum geht es meiner Meinung nach im Traum bzw. was ist das Traumthema
Es wird etwas passieren, was für die meisten Menschen nicht vorstellbar ist und es wird ihre Welt komplett verändern.
Aus dem Traum geht meiner Meinung nach nicht hervor, was materiell konkret passiert, sondern nur, wie es die Menschen erleben und was es mit den Menschen macht.
Hingegen wird im Traum ganz klar übermittelt, was das Ergebnis auf geistiger Ebene ist. Auf das möchte ich aber nicht eingehen.

Zum Zeitpunkt
Im Traum ist es Sommer, ABER von der Resonanz war nicht die Jahreszeit Sommer gemeint sondern ein spezieller psychischer Zustand der Menschen.
Die Menschen sind in einem Zustand, wo sie glauben, dass sie es geschafft haben und jetzt etwas ausspannen können. Im Sommer haben viele Menschen das Gefühl, jetzt habe ich ein Jahr geschafft und kann jetzt loslassen, mich entspannen und Urlaub machen. Wenn die Menschen genau dieses Gefühl haben, wird es passieren. Eine Jahresangabe kann man meiner Meinung aus dem Traum nicht ableiten.

Ein paar konkrete Beispiele für solche Situationen:

  • Man hat eine schwere wirtschaftliche Zeit bzw. Krise überstanden bzw. glaubt es geschafft zu haben, und dann passiert es.
  • Es gab eine schwere innen- oder außenpolitische Krise, die man glaubt, überwunden zu haben, und dann passiert es.
  • Aus aktuellem Anlass: Man glaubt, die Corona-Krise in Griff oder gar überwunden zu haben, und dann passiert es.

Das Ereignis kann auch im Sommer starten, aber es kann genau so gut der Herbst, Winter oder Frühling sein.

Um welches Ereignis geht es / Was ist das große Geschehen
Meiner Meinung nach geht das aus dem Traum nicht hervor.
Es muss jedoch etwas Dramatisches sein, was für die meisten Menschen psychisch, für manche eventuell auch physisch, für fast alle aber auch auf geistiger Ebene, sehr bedrohlich ist.
Ein paar Beispiele, was das auf der materiellen Ebene sein könnte:

  • Veröffentlichung / Offenlegung von Informationen, die das Weltbild der meisten Menschen völlig auf den Kopf stellt
  • der totale wirschaftliche Kollaps
  • ein politischer Umsturz / Regimewechsel
  • eine Kombination von diesen dreien

Im Traum spürte ich keinerlei Resonanz zu einer extremen materiellen Gewalt. Ich vermute daher, dass das Ereignis keine Naturkatastrophe und auch kein Krieg ist. Wenn es ein politischer Umsturz / Regimewechsel ist, geht er unblutig bzw. weitest gehend unblutig vor sich. Bei einem wirschaftlichen Kollaps dürfte keine tödliche Hungersnot auftreten, auch keine landesweiten Unruhen. Eine Massenarbeitslosigkeit würde also nicht zu einer allgemeinen tödlichen Hungersnot oder zu Mad max Szenarien führen.


Was erleben die Menschen
Sie erleben das Geschehen als einen Eingriff in ihr Privatleben bzw. als massive Einschränkung ihres Privatlebens.
Letztlich ist es zwar zu ihrem Besten (aus geistiger Sicht) bzw. es dient ihrem Schutz (geistige, physische und materielle Sicht), sie empfinden es jedoch als massiven Eingriff in ihr persönliches Leben (materielle und psychische Ebene).

Wieder ein paar Beispiele, was das sein könnte:

  • im Falle einer Naturkatastrophe : sie müssen in der Wohnung / im Haus bleiben, die wirtschafliche Existenz ist bedroht/vernichtet, sie müssen ihren Lebenstil komplett ändern
  • im Falle eines politischen Umsturzes: militärisch durchgesetztes Ausgehverbot, um Unruhen und einen Bürgerkrieg zu verhindern
  • im Falle eines wirtschaflichen Kollaps: Massenarbeitslosigkeit, die wirtschafliche Existenz ist bedroht/vernichtet, massive Einschränkung des Lebens, ...


Hinweis: Im Traum war klar, dass die Szene, in der Soldaten mit Gewalt Leute aus der Wohnung holten, kein materielles Geschehen abbildet, sondern ein psychisches (und teilweise geistiges) Phänomen. Das heißt nicht, dass materiell solche Gewaltakte nicht vorkommen können, aber das wären dann Einzelfälle und kein Massenphänomen.

Was passiert mit den Menschen

  • Einige Menschen verkraften die Vorgänge bzw. die Realität psychisch überhaupt nicht (erste Szene, wo der Mann und dann die Frau tot zusammenbrechen) und brechen komplett psychisch zusammen. Konkrekt heißt dies, dass einige Verrückt werden. Der psychische Zusammenbruch kann auch zu einem körperlichen Verfall und im schlimmsten Fall in der Folge zum Ableben führen. Es könnte in Einzelfällen auch zu Selbstmorden kommen.
  • Einige Menschen sind psychisch/geistig gut vorbereitet und gut verwurzelt. Diese bekommen viel / fast alles mit, was passiert, verkraften das Geschehen aber bestens und können die sich bietenden Chancen gut nutzen.
  • Der Großteil der Menschen ist nicht in der Lage, die neue Realität zu verarbeiten, sie ist vielen zu viel. Diese Menschen werden daher in fast allen Aspekten (zumindest für einige Zeit) betreut (bis hin zum betreuten Denken) und sie erhalten die für das Überleben erforderliche äußere (materielle) und innere (psychische und geistige) Unterstützung und Hilfe.

Die Blockhausstadt sowie die dort gezeigten Geschehnisse sind ein Symbol dafür, dass sehr viele Menschen das Ereignis psychisch nicht verkraften und daher betreut werden (müssen).
Das heißt, im Traum sollte nicht ausgedrückt werden, dass die Menschen tatsächlich physisch irgend wohin verschleppt und dann eingesperrt werden. Analoges gilt auch für die geistige Ebene.

Die letzte Szene - die Burg, der Burgherr und die menschenleere Stadt - beschreibt meiner Meinung nach primär geistige Phänomene. Ein (langfristiges) Endergebnis auf der materiellen Ebene wird sein, dass im weitesten Sinne die "schwarzen" Herrscher/Eliten/Regierenden ohne Volk und Macht dastehen werden.

Jede Szene enthält sehr viele Details, mit denen symbolisch etwas ausgedrückt wird.
Es ist kein Zufall, dass

  • die Frau den am Boden liegenden Mann ignorierte und dann verstarb,
  • der Mann und die Frau, die dann tot waren, keine Kinder hatten,
  • die Familie, bei der es in der Wohnung noch dunkel war, abtransportiert wurde,
  • die Familie, die gemeinsam unaufgeregt frühstückte, obwohl die Vorhänge vom Fenster schon zurückgezogen und die Balkontür offen war, nicht abtransport wurde und dass diese Familie Kinder hatte,
  • die Erwachsenen in der Blockhausstadt apathisch, die Kinder jedoch sehr lebendig waren,
  • nur zwei Familien beim Picknicken zu sehen waren, sich diese Menschen wohl fühlten und es ihnen gut ging,
  • der Burgherr und seine Gefolgschaft schwarz gekleidet waren,
  • die Stadt und die Region menschenleer war.

Es gibt für mich im Traum zwei ganz wichtige Szenen:
Die erste Szene ist die, wo die Bäume wieder austreiben und die Frühlingsblumen blühen. Die alten Blätter sind weg, das Gras und die Sommerblumen auch, das heißt, die alte Welt (primär die psychische, weniger die materielle) ist weg, hat sich aufgelöst, ist zerstört.
ABER welch Wunder: neues Leben blüht aus den Ruinen. Aber die meisten Menschen können das nicht wahrnehmen, weil ihre Psyche verrückt spielt, die Realtität zu weit weg ist von ihren Meinungen und ihren Ein- und Vorstellungen. Ihre Psyche hat sich - aus Schutz vor dem völligen innerlichen Kollaps bzw. der kompletten innerlichen Auflösung - abgekapselt, die Menschen können daher nicht mehr die realen Gegebenheiten wahrnehmen und sind auch nicht mehr erreichbar. Die Menschen, die gut psychisch und geistig vorbereitet und gut verwurzelt sind, fühlen sich TROTZ der Umstände wohl und haben Spass am Leben.

Die zweite Szene ist die, wo die Kinder in der Blockhausstadt ganz unbekümmert spielen. In Anlehnung an einen viel gebrauchten Ausspruch, kann ich da nur interpretieren: Selig sind die Unschuldigen und die mit einer offenen und ungetrübten Wahrnehmung, den sie können sich TROTZDEM des Lebens erfreuen.

Jedes Detail sagt etwas aus. Manchmal nur auf einer Ebene (materiell oder psychisch oder geistig), manchmal auf allen drei Ebenen.
Wie gesagt: vieles verstehe ich nicht, vieles werde ich noch nicht erkannt haben/ vieles nicht oder falsch entschlüsselt/interpretiert haben.
Aus Zeit und Platzgründen will und kann ich nicht alle Dinge, von denen ich glaube, dass ich sie entschlüsselt habe, hier beschreiben.

Was ganz sicher ist: jeder wird den Traum anders interpretieren.
Und möglicherweise liege ich mit meinen Interpretationen auch völlig falsch.

Jeder ist daher eingeladen, seine Ideen und Vorschläge zur Traum-Interpretation, hier zu posten. Wenn jemand Fragen hat, wie ich was verstehe/interpretiere, kann er die Frage hier posten oder mir eine private Mail senden.

@Taurec: Abschließend zu deiner Frage:

Welche Ereignisse bzw. Entwicklungen müßten denn Deiner Ansicht nach eintreten, um die Frage zu beantworten, "ob der Traum was zu bedeuten hat oder nicht"?

Die kurze Antwort ist: Wenn in einem Sommer (im oben beschriebenen Sinne) etwas passiert, das den Großteil der Leute psychisch total überfordert und zwar in einem Ausmaß, dass die jetzige "Corona-Krise" wie ein Kindergeburtstag erscheint.

Gruß
eFisch

Traumdeutung

Bea @, Samstag, 04. April 2020, 07:35 vor 292 Tagen @ eFisch 919 mal gelesen

Hallo eFisch!

Habe grade deine Deutung zu deinem kürzlichen Traum gelesen und festgestellt, dass ich ihn ganz ähnlich wie du gedeutet hatte.
Spontan hatte ich deinen Traum mit der Coronakrise in Verbindung gesehen und den "toten Sommer" mit Informationen und/oder zerstörten Hoffnungen, die manche Menschen nicht ertragen und darum komplett zusammenbrechen.
ME ist das aber etwas, das grade JETZT stattfindet - die Coronakrise dürfte sicherlich für einige Menschen denn Zusammenbruch ihrer vermeintlichen Sicherheit bedeuten und wenn das jemand noch nie erfahren hat, kann das total überfordern.
Die Soldaten stehen evtl für die staatlichen Verordnungen und Einschränkungen.
Die Blockhütten könnten ein Symbol für die momentane Ausgangsbeschränkung sein - sie kann dazu führen, dass durch den Wegfall gewohnter Zerstreuungen die Natur ein bisschen mehr in den Fokus der Wahrnehmung rückt.
Faktisch ist es ja auch so, dass sich tatsächlich etwas "lichtet", die Atmosphäre nämlich, physisch und vermutlich auch geistig/seelisch - individuell verschieden halt.
Auch die Betreuung vieler Menschen durch Geistführer/Seelenbegleiter kam mir in den Sinn (wegen dem "ätherisch" und weil sie eigentlich nur da waren, ohne zu interagieren).
Die spielenden, unbeeindruckten Kinder zeigen für mich, dass es um den Zusammenbruch einer SCHEINrealität geht - Kinder sehen die Welt noch nicht mit Vorstellungen überlagert, sondern so, wie sie ist.
Die Frühlingsblumen sind ein Symbol dafür, dass es nach jedem Zusammenbruch einen Neuanfang gibt - Phönix aus der Asche,könnte man auch sagen.

Nicht zuletzt war mir sofort klar, dass die Burg und die Schwarzgekleideten die Eliten, jetzt gänzlich ohne Anhänger und Macht, darstellten.
Vielleicht, weil sie es nicht mehr schaffen, die Scheinwelt aufrechtzuerhalten - aber das ist Spekulation und keine Deutung mehr.


LG, Bea :-)

Deine Traumdeutung

eFisch @, Sonntag, 05. April 2020, 02:52 vor 291 Tagen @ Bea 764 mal gelesen

Hallo Bea,
vielen Dank für deinen Beitrag und deine Trauminterpretion.
Unsere Interpretationen sind sehr ähnlich. Ich bringe jedoch den Traum nicht so eng mit der Coronakrise in Verbindung. Von meinem Gefühl wird die Coronakrise instrumentalisiert, das Ereignis hätte meinem Gefühl auch so stattgefunden. Mit der Krise halt ein bißchen früher.
Und es dürfte um - wie du schreibst - um den Zusammenbruch einer Scheinrealität gehen.
Liebe Grüße
eFisch

Instrumentalisierung

Bea @, Sonntag, 05. April 2020, 07:14 vor 291 Tagen @ eFisch 744 mal gelesen

Hallo eFisch!

Danke für deine Antwort! :)
Dass die Coronakrise instrumentalisiert wird, sehe ich genauso.
Und ja, es hätte ohnehin etwas stattgefunden, es war an der Zeit und astrologisch sowieso.
Selber habe ich keine Schauungen oder Zukunftsträume, aber manchmal "sehfühle" ich innerlich etwas, das mir sagt, was grade läuft, bzw, dass mir etwas bevorsteht.
Normalerweise ist es aber in mir sozusagen dunkel, besonders, wenn ich versuche, in die Zukunft zu sehen.
Seit Corona habe ich aber eine innere Empfindung von klarem, blauem Himmel.
Verstehen tu ich das allerdings nicht, aber es ist auch eine Art Freude.
Vielleicht steckt hinter dem Ganzen doch etwas sehr Positives, das sich aber erst nach und nach zeigen wird - eben wenn die Scheinrealität(en) zusammengebrochen sind.
Bin jedenfalls sehr gespannt auf das, was kommt.

Liebe Grüße, Bea

Blauer Himmel mit Seidenschnüren

eFisch @, Sonntag, 05. April 2020, 10:03 vor 291 Tagen @ Bea 926 mal gelesen

Hallo Bea,
da ist ja hoch interessant, was du schreibst:

Seit Corona habe ich aber eine innere Empfindung von klarem, blauem Himmel.

Wie ich anderen Beiträgen schon erwähnte, beobachte und analysiere ich seit vielen Jahren Energieebenen. Und seit ca. 2 bis 3 Wochen sind die unteren Energieebenen himmelblau! Das habe ich bisher noch nie beobachtet.
Von diesen Ebenen gehen viele, sehr feine, dünne Energiestrahlen, die wie Seidenschnüre aussehen, zur Erdoberfläche, genauer gesagt zu Menschen.
Nachdem du eine Art Freude empfindest - vielleicht bis du so ein Mensch :ok:

Also, da gibt es nicht nur bei der Traumdeutung sondern auch bei der Wahrnehmung einige auffällige Übereinstimmungen.

Liebe Grüße
eFisch

Himmelblau

Bea @, Sonntag, 05. April 2020, 18:36 vor 290 Tagen @ eFisch 758 mal gelesen

Hallo Bea,
da ist ja hoch interessant, was du schreibst:

Seit Corona habe ich aber eine innere Empfindung von klarem, blauem Himmel.


Wie ich anderen Beiträgen schon erwähnte, beobachte und analysiere ich seit vielen Jahren Energieebenen. Und seit ca. 2 bis 3 Wochen sind die unteren Energieebenen himmelblau! Das habe ich bisher noch nie beobachtet.

Hallo eFisch!

Ja, für mich ist das auch neu und sehr überraschend.
Bin bisher auch nie auf die Idee gekommen, dass ich da etwas "außerhalb" von mir wahrnehmen könnte.
Wie waren diese Ebenen denn vorher?
Wie ich schon schrieb, hab ich vorher Dunkelheit wahrgenommen.
Dachte aber immer, das sei meine.
Oder aber auch extreme Ansammlungen von Emotionen.
(Klingt vielleicht absurd, aber so ist es, ich hab soviel durchgespürt, das geht auf keine Kuhhaut.)
Hab mich oft gewundert, dass ein Mensch alleine soviel gespeichert haben konnte und hatte den Verdacht, dass es eben nicht nur meins war/ist, aber konnte es halt nicht verifizieren.
Hast du vielleicht Informationen, ob es Seelen gibt, die hier sind, um quasi energetisch zu putzen?
So als Nebenaufgabe zu den eigentlichen Lernzielen?

Von diesen Ebenen gehen viele, sehr feine, dünne Energiestrahlen, die wie Seidenschnüre aussehen, zur Erdoberfläche, genauer gesagt zu Menschen.

Da ich mich unten befinde, kann ich das nicht wahrnehmen, aber ich kann 's mir vorstellen.

Nachdem du eine Art Freude empfindest - vielleicht bis du so ein Mensch :ok:

Kann sein. ;-)

Also, da gibt es nicht nur bei der Traumdeutung sondern auch bei der Wahrnehmung einige auffällige Übereinstimmungen.

Ja, diesen Eindruck hatte ich praktisch jedesmal, wenn ich etwas von dir gelesen habe.
Ich konnte viel davon vor meinem inneren Auge sehen und es passte zu meinen eigenen Empfindungen.


Liebe Grüße

Bea

Megalodon am Angelhaken?

Fenrizwolf @, Samstag, 04. April 2020, 09:45 vor 292 Tagen @ eFisch 910 mal gelesen

Hallo, eFisch!

Mir hat Deine schön gegliederte und distanziert kritische Interpretation Deines Traumfilmes sehr gefallen!

Das ist für mich vorbildlich für eine Selbstanalyse empfangener symbolischer Bildsequenzen.

Deine bisherigen Mitteilungen waren da doch insgesamt eher ätherisch diffuser Natur und Darstellungen von Dialogen aus denen Du oft zu vorschnell und unkritisch konkret gefolgert hast.

Die Erscheinung eines jenseitigen Wesens, mit all seinen Eigenschaften, kann schon eine Interpretation Deines unbewußten Selbst sein, oder ganz allein Deine eigene Schöpfung zum Ausagieren subtilerer Emotionen und Zusammenhänge.

Daß Du über ein, womöglich sogar das Tagesbewußtsein überlagerndes ätherisches Gewahrsein verfügst, war ja nie strittig. Allein die Zusammensetzung der eindrücklichen Erfahrungen mit dem künftigen Alltagsgeschehen schlug meist fehl, oder galt an und in sich womöglich noch weniger konkreten Ausformungen der Realität, denn der irdischen.

- Intermezzo:

Zwar sind wir hier mit Bravour daran gescheitert, einen Ablaufplan der Zukunft auszuformen, aber diese spezielle Melange aus offener Spinnerei (im positiven Sinne) und kritischer Bodenhaftung ist der einzig gangbare Weg; will man sich nicht kopfüber in den gärigen Brunnen der Religiosität plumpsen.

Ich vermute, daß das Diesseits so beschaffen ist, daß allgemeingültig gar nichts Essentielles aus dem Jenseits zwecks Zukunftsplanung herauszudestillieren ist.
Zuerst scheint es ein Problem dahingehend zu geben, daß die Zeit in unserem linearen Ablauf in keiner Weise dem entspricht, was Zeit als Gelegenheit (Kairos) oder Manifestationspunkt heißt.

Dann scheint es auch gewisse Grenzen zu geben, die sogar von einer Intelligenz bewacht werden; folglich sorgt etwas dafür, daß wir nicht hoch genug auf den Baum klettern können, um Übersicht zu gewinnen, oder der Wipfel schwingt mit uns zu arg im Wind, oder wir vergessen schlicht.

Ich nehme an, daß diese Grenzen, oder Filter Sinn und Zweck dieser Einrichtung namens Irdenleben gewährleisten sollen.
In Frage zu stellen ist dabei natürlich, ob dies zu unserem Besten ist, oder gar zu unserem Nachteil.

Allein ein Wesen, daß uns gefangen halten will, könnte diese Bestrebungen unsererseits geißeln wollen. Ein Gott, mit uns im Bunde, verhielte sich zu uns womöglich wie die Eltern zum Kinde.

Dennoch wird auch Kindern aus einem Puzzle von zunächst verstörenden Bildern irgendwann klar, was Genitale und körperliche Aktivität mit Kindern selbst zu tun haben.

Aufgrund der Komplexität der Angelegenheiten im Hier im Gegensatz zum biologisch determinierten (Auf)fassungsvermögen seines weltlichen Stellvertreters, stehen wir am Fuße des Turmes zu Babel.

Aber wenn wir demütig der Sache, hingebungsvoll dem Ursprung, und liebevoll im Grunde sind, könnte doch kein höheres Wesen Mißfallen daran haben, daß wir uns etwas die Augen reiben um schärfer zu sehen.

In der Musik oder anderer künstlerischer Darstellung, mag zweierlei fast gleich erscheinen, aber das eine ist authentisch, das andere ist aufgesetzt wie Omas Beerenlikör.

Dem einen wohnt die spezielle Magie inne, die der absichtsvollen Originalität, das andere ist Imitat.

Jedes Lernen ist Imitation, aber ohne etablierten Willen ist aller Ausdruck Grimasse.

- :

Traumgesichte sind verwoben mit intrinsischen Absichten und Wünschen, verdrängten alten Erinnerungen, Eindrücken des Alltags und womöglich auch mit der inneren Welt anderer Menschen.

Eine allgemeingültige Symbolik verbietet sich aufgrund der Komplexität von selbst, und der freudlose Freud kann sich seine Zigarre sonst wohin stecken. Währenddessen kreist Graf Zeppelin majestätisch am Gewitterhimmel und winkt grinsend in deine Laterna Magica.

.

Deine ganze Darbietung von Erzählung und Analyse erinnert mich sehr an meine wenigen nicht vermittelbaren Träume.

Die erinnerliche Angelegenheit, als Video einem anderen in den Kopf gespielt, hätte nicht die Qualität eines durchschnittlichen Melodrams, das trotz seiner Bildgewalt und Gewaltgehalt im Spannungsbogen der allgegenwärtigen häuslichen Tragödie hinterher hinkt, wie die dramaturgische Faust dem eh schon blutunterlaufenen Auge.

.

In meinem Falle war es so, als erhielt ich Wissen über Künftiges, das mich weit mehr beeindruckte als die inszenierte Darstellung von „9-11“.
Es fühlte sich überaus echt an, und hat großes Mitteilungsbedürfnis in mir geweckt. In der Tat hat es sich so ausgewirkt, als hätte ich etwas schier Unglaubliches erlebt, bzw. währe dessen gewahr geworden. Beinhaltend: großes Drangsal und die Befreiung.

Es dröhnte etwa bis zum Nachmittag in mir, bis ich die Intensität der Gefühle vergaß.
Jetzt weiß ich allein nur, daß es war. Die grandiosen Emotionen sind weg.

Ich danke Dir, eFisch!

Mit besten Grüßen

Fenrizwolf


Nachfolgend die späten Niederschriften meiner Träume, an die ich denken mußte, als ich von Deinen las:

Meine außergewöhnlichsten Träume (Schauungen & Prophezeiungen)
Fenrizwolf , Montag, 25. Mai 2015, 22:39

Hallo!

Wie zuvor angekündigt, möchte ich im Folgenden von zwei Träumen berichten, die jeweils auf ihre Art ganz außergewöhnlich für mich waren.

Den ersten träumte ich im Jugendalter, während ich eine Grippe auskurierte.
Er war quasi Teil einer Traumtrilogie in einer sehr traumintensiven Nacht. Er stach dabei aber deutlich heraus.

Besonders ist neben der Tatsache, daß er unvergessen ist, die überbordende Symbolik und die Tatsache, daß zum damaligen Zeitpunkt apokalyptische Vorstellungen nicht unbedingt meinem Zukunftsbild entsprachen.

Über ernste Ausschreitungen und Zerstörungen in der Heimat habe ich damals sonst nicht phantasiert. Da schien mir die Welt noch einen einigermaßen geregelten Gang zu nehmen.

Der zweite Traum geht vermutlich mit der damaligen Finanzkrise einher. Nur weiß ich nicht mehr, wann ich das ganz genau träumte, und ob ich da schon Kunde von der Krise selbst hatte.

Die Auswirkungen waren da beruflich noch gar nicht so drastisch spürbar, und selbst bei der folgenden Beschäftigung mit eventuellen Folgen war ich nicht unbedingt angsterfüllt.

Vorher und nachher hatte ich Erlebnisse, deren Dramatik unmittelbar war und deutlich
über das hinausging, was theoretisch bezüglich der Krise in meinem Oberstübchen herumgeisterte.

Ich bin sonst nicht gerade von Neurosen geplagt - doch dieser Traum, so arm er in Bildern und Inhalten ist, so drastisch war er in seinem emotionalen Erleben.
Im Allgemeinen erinnere ich mich selten an Träume und den seltenen Albträumen kann ich mich nach kurzer Revision doch meist fix entledigen.

Dieser jedoch lies mich beinahe fassungslos zurück. Die extrahierte Botschaft ist für
mich: etwas Undenkbares wird plötzlich Realität und die Welt wird eine andere sein.

Traum 1 - Fiebertraum ca. 1992/1993

Kulisse ist mein damaliger alltäglicher Schulweg, den ich aus der Perspektive der Busfahrt erlebe.

Als es plötzlich dunkel wird, sehe ich eine Frau mittleren Alters, die völlig außer sich
vor Zorn, unter lautem Schimpfen, einen sog. Molotow-Cocktail in ein Schaufenster wirft.

Diese unbändige Wut empfand ich als sehr befremdlich.
Kurz darauf laufe ich hoch über der Stadt über eine hölzerne Seilbrücke während unter mir
alles in Flammen steht. Das waren keine lodernden Flammen, sondern eine alles verzehrende Weißglut.

Zwar weiß ich nicht, wohin ich gehe, aber ich fühle mich dabei wohl - regelrecht erleichtert.

Daß mir eine Handvoll Personen (dargestellt durch damals Gleichaltrige des gewohnten Alltags) folgt, nehme ich überrascht aber gleichgültig zur Kenntnis.
In der nächsten Szene befinde ich mich mit zwei, drei weiteren Personen in einer Art Industriebrache, wo mir beinahe feierlich robustes Schuhwerk übergeben wird.
Anschließend sehe ich Mann und Frau sich vereinen, während eine Art Priester/Magier im Hintergrund zeremoniell unverständliche Worte murmelt.

In der Schlußsequenz sehe ich mich vis-a-vis einer ekelhaften Götzenfigur gegenüber, die
an einem Fließband aus Lehm Menschen erschafft, und sie unmittelbar danach selbst verspeist.

Völlig entrüstet frage ich mit allem Mut: "Warum tust Du das?"
Ich erhalte keine Antwort - und der Traum endet.

Traum 2 - vermutlich Dezember 2007

Ich stehe auf dem Parkplatz des Supermarktes, den ich beinahe täglich frequentiere.
Mir kommt ein älterer Herr mit Einkaufswagen entgegen, doch entgegen der Gewohnheit
scheinen auf dem Parkplatz keine oder kaum Autos zu stehen.

Da wird mir plötzlich offenbar - als würde ich mobil telefonieren - daß etwas geschehen ist,
das die Welt und den Alltag für immer verändert.

Ich hatte Ahnung davon, war aber doch sehr überrascht.
Es herrschte noch Betrieb, d. h. die Leute kauften ein, aber sie schienen apathisch, gebrochen,
angstvoll aber auch regelrecht geläutert.

Ich war zwar selbst perplex, konnte es kaum glauben, aber es war auch, als fiele eine unglaubliche Last von mir.

Was einst den Lauf der Welt zu bestimmen schien, war nun nicht mehr.
Mein Gemütszustand war zwar besorgt, aber nicht ängstlich. Eher spürte ich eine Aufbruchstimmung, doch war ich ohne Orientierung.

Der Eingang des Supermarktes war in diesem Traum verändert, und das Ambiente war irgendwie dunkler, etwas auch rötlich.
(Tatsächlich wurde 2012 der Eingang des Geschäftes baulich neu gestaltet und die alten Einkaufswagen aus blankem Metall wurden durch welche ersetzt, die eine anthrazitfarbene Kunststoffbeschichtung aufweisen. Ich habe das nicht so gesehen, wie es später kam.)
Später beobachte ich von meinem Büro aus das Haus gegenüber auf der anderen Straßenseite, in dem bis dahin der mittlerweile vierte Gastronomiebetrieb ansässig war.
Ich beobachtete einen Bekannten - der dort selbst vor Jahren Gastwirt war - dabei, wie er eifrig das Haus mit Brettern vernagelte.
Ob dies Reparaturarbeiten oder Sicherheitsmaßnahmen waren, wußte ich nicht.
Kurz darauf sah ich ihn nur noch an einer Bretterbude zimmern.
Mich hat dieses Bild sehr betroffen gemacht.
(Als vor nicht ganz zwei Jahren der vierte Pächter unvermittelt auszog, mußte ich etwas stutzen, als zahlreiche Bretter an der Hauswand lehnten. Der darauffolgende Gastronom
ist seit kurzem auch von dannen. Künftig soll aus den Räumlichkeiten wohl Wohnraum werden.)

In den anschließenden Szenen sah ich mich zusammen mit anderen im Wald kampieren (das Dschungelcamp läßt grüßen). Dort fühlte ich mich wohl.
Am Ende war ich dort allein, streifte durch die Wälder und war mit mir und der Welt vollkommen im Reinen.

Trotz des skurrilen aber friedlichen Endes hat mich dieser Traum nach dem verfrühten Aufwachen am Morgen dermaßen in seinem Bann gehalten, daß ich entgegen meiner Natur
akuten Redebedarf hatte, und irritiert zum Telefonhörer griff, um mich mitzuteilen.

Den ganzen Tag über hallte das geträumte Erleben nach.

Mit besten Grüßen
Fenrizwolf

Große Ähnlichkeiten

eFisch @, Sonntag, 05. April 2020, 03:01 vor 291 Tagen @ Fenrizwolf 760 mal gelesen

Hallo Fenrizwolf,
vielen Dank für deinen Beitrag und dass du deinen früheren Beitrag reinkopierst hast.
Den habe ich ganz vergessen.
Es ist sehr seltsam, aber wen ich deine Träume auf mich wirken lasse, habe ich den Eindruck, dass sie sehr ähnlich zu meinem Traum sind und ich finde resonanzmäßig und inhaltlich sehr viele Übereinstimmungen, obwohl die Bühne bzw. die Bilder der Träume ja unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich vermute daher, dass sich die Träume im Kern auf das Gleiche beziehen und die Inhalte nur ganz anders ausgedrückt bzw. in sehr unterschiedliche Form gebracht wurden.
Gruß
eFisch

andersrum?

detlef @, Samstag, 04. April 2020, 12:33 vor 291 Tagen @ eFisch 815 mal gelesen

deine ausfuehrliche traumdeutung weist darauf hin, dass du ueber die angesprochenen dinge viel nachdenkst.

deshalb eine frage.
haeltst du es fuer moeglich, dass du nicht einen "freien" traum gedeutet hast, sondern ueber dinge getraeumt hast, die dich schon vorher beschaeftigt haben?

gruss,d

Vermutlich kein freier Traum

eFisch @, Sonntag, 05. April 2020, 03:54 vor 291 Tagen @ detlef 760 mal gelesen

bearbeitet von eFisch, Sonntag, 05. April 2020, 04:19

Grüß dich Detlef,
schön dass du dich zu Wort meldet.

Es kann natürlich sein, dass es sich um einen "freien" Traum, also um einen Verarbeitungs- oder in meinem Fall eher um einen Wunschtraum handelt. Ich habe das mit meinen "Analysekasten" bzw. mit meinen "Instrumenten" überprüft.
Aus meiner Sicht sprechen zu viele Argumente gegen einen Verarbeitungs- oder Wunsch-/Angsttraum.

Die wichtigsten Argumenten für mich sind:
- die energetische Schwingung und Resonanz war viel zu hoch
Normale psychische Verarbeitungsträume (inkl. Wunschträume) schwingen sehr viel niedriger als "Zukunftsträume" oder "Informationsträume", die mir von geistigen Wesen zugespielt werden.

- zu große Differenz zu normalen Verarbeitungsträumen
Im Traum kommen extrem viele Elemente und Symbole vor, die meiner Psyche fremd sind und in normalen Verarbeitungsträume, die ich ja auch ab und zu habe, nicht vorkommen. Auch der "Traum-Stil" und die Betroffenheit war ganz anders als bei normalen Verarbeitungsträumen. Bei Verarbeitungsträumen fühle ich mich überlicherweise betroffen und reagiere ich üblicherweise irgendwie emotional. Der Traum lief jedoch völlig "steril" ab, er berührte mich in keinster Art und Weise, mit einer Ausnahme: Der Blick aus dem Fenster ließ mich erschrecken. Alles andere löste in mir keinerlei emotionale Reaktion aus.

Ich habe mich als Wirtschafter natürlich in den letzten Wochen intensiv mit den Folgen der Corona-Krise beschäftigt und bin persönlich zum Schluß gekommen, dass Deutschland wirtschaftlich nicht mehr zu retten ist und eine Massenarbeitslosigkeit nicht mehr verhindert werden kann. Der wirtschaftliche Zusammenbruch wird meiner Meinung in den nächsten 6 bis 9 Monaten passieren und da auch der Euro kaputt ist, gibt es wirtschaftlich keine Rettung mehr. Und ich persönlich glaube auch, dass es nicht nur bei einer Massenarbeitslosigkeit bleibt, sondern es viel schlimmer wird und das Ganze in einer riesigen Katastrophe enden wird.
Die Kern des Traum ist jedoch, dass durch ein seltsames Ereignis alles gut ausgeht. Also genau das Gegenteil, was ich persönlich glaube, dass passieren wird - außer es passiert ein Wunder.
Somit besteht nun natürlich die Gefahr, dass der Traum ein Wunschtraum ist, dass alles doch noch irgendwie gut ausgeht. Aber wie schon erwähnt, für einen psychischen Wunschtraum war die Schwingung einfach viel zu hoch und der Traum ließ und lässt mich ziemlich kalt. Er macht mir weder Angst, noch löst er in mir eine Hoffnung aus.

Aber wie es bei fast allen Träumen ist: man kann sich eigentlich nicht sicher sein, um welchen Typ von Traum es sich handelt.

Gruß
eFisch

Was sind Denkprozesse

Nullmark @, Samstag, 04. April 2020, 19:50 vor 291 Tagen @ eFisch 716 mal gelesen

Selbst die widerlichste und beunruhigende Gegenwart wird bald Vergangenheit sein.
So banal wie auch tröstend das ist, aber wer ein Vehikel nicht als Instrumentarium begreift, sondern als allgegenwärtige Gefahr wird von der Hoffnung auf den nächsten Morgen enttäuscht werden.

Guten Tag zusammen.
Hallo eFisch.

Fragen ohne Ende. Aber man kann sich durchfragen und kommt wahrscheinlich schließlich auch ohne Antworten am Ziel an. Ist die Methode Versuch vs. Irrtum - also ausprobieren. Hinfallen muss dabei einkalkuliert werden. Am Ende steht nicht die Wahrheit, sondern ein individuell zu akzeptierendes Ergebnis.

Was sind Träume? Sind Träume etwas anderes als Gedanken? Aber was kann man mit diesen Konstruktionen anfangen und wann spiegeln sie Realitätsnähe wider?
Gedanken sind Ergebnis im Prozess des Denkens, ein bizarres Konstrukt und nicht direkt greifbar, flexibel und unstet. Gedanken sind die Steuerungsmechanismen menschlichen Verhaltens, also nicht zu schematisieren, weil das Gehirn kein Speichermedium ist. Das ermöglicht NACHdenken. Das ist sinnvoll, denn es dient der Anlage neuer Synapsen oder der willentlichen Korrektur fehlverschalteter Synapsen auf Grund irdischer Erfahrungen. Kann man anders auch mit "lernen" bezeichnen. Sind Träume fehlverschaltete Synapsen?
Warum nimmt die "Unsicherheit" mit zunehmenden Alter ab, wird darüber erhaben, weil man im Laufe des Lebens wissend und weise wurde?

In einer dualen Welt git es aber noch die Kehrseite. Wie eine Münze mit Wappen und Zahl. Einzeln bedeutungslos. Zwei Gehirnhälften hat der Mensch. Denken die nach dem gleichen Mechanismus? Die Mittel und Methoden des Einflusses auf die menschliche Psyche sind in den letzten Jahren bis ins Detail erforscht worden. Man weiß, WO gedacht wird? WIE denken funktioniert und lernen und das es dazu keines in- oder externen Steuermannes bedarf.

Es gibt Menschen, denen die Synapsen im Gehirn von "außerhalb" nachträglich verschaltet werden. Das macht aber keine immateriellen Wesenheit. Wir kennen das von der Behandlung von an Parkinson erkrankten Menschen, wo die zuständigen Gehirnareale blockiert werden und andere die notwendigen Funktionen erlernen und übernehmen.
Und wir wissen seit MK-Ultra auch von der Wirksamkeit elektromagnetischer Felder, von persönlichkeitsveändernden Pilzen, von Nanogiften usw. Die Gedankenkonstruktionen, wie hier von @eFisch dargestellt werden, können wirklich so gedacht werden. Denn es sind alle möglichen mentalen Zustände darstellbar, von Glücksgefühl bis tiefste Depression, von Zukunftsangst bis ungerichteten Hass und brutaler Gewalt. Die US-Army hat im Irakkrieg solche technischen Mittel als Waffe einhesetzt.
Ich werde mich ganz sicher hüten zu unterstellen, dass wer mit eFisch Spielchen treibt. Das ergäbe bezogen auf die Inhalte keinen Sinn. Aber die Wahrscheinlichkeit, das unkontrollierte Felder zu fehlverschalteten Synapsen und damit zu dem vorliegenden Denkergebnis führen, halte ich dagegen nicht für ausgeschlossen.

Bezüglich @eFischs Problem sitzen wir nun in der Klemme. Ich meine, dass bei Problemen die Lösungen von guten Geistern immer mitgeliefert werden, manchmal beim Träumen oder im Schlafe oder bei tiefer Meditation. Kommt Zeit, kommt Rat.
Für Panik gibt es keinen Grund. Aber man mache sich klar, das es auch andere Ursachen geben kann, die in der heutigen Zeit mehr oder weniger jeden treffen können.
Der Vortrag von Prof. Manfred Spitzer https://www.youtube.com/watch?v=MRrPbNLhEuQ ist gut verwendete Zeit und deshalb dringend zu empfehlen.

Lieber @eFisch,
mich würde sehr Deine Gemütslage interessieren, nachdem Du alles niedergeschrieben hattest. Und besonders, wie es Dir geht, wenn Du nach ein paar Tagen über die Inhalte des Geschrieben nachdenkst. Insbesondere, wie lange dieser Zustand vorhält und ob er einer Ortsveränderung folgt oder sich auflöst. Ob dies für die ausgedrückte Zukunftsangst ursächlich ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Ich bin eher Physiker, denn Psychoirgendwas. Ich bin nur neugierig.

Alles Gute und Gruß
Nullmark

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Weite

Luzifer @, Österreich, Samstag, 04. April 2020, 21:13 vor 291 Tagen @ Nullmark 740 mal gelesen

Guten Abend

nur ein Zitat von Eddington:

To those who have any intimate acquaintance with the laws of chemistry and physics the suggestion that the spiritual world could be ruled by laws of allied character is as preposterous as the suggestion that a nation could be ruled by laws like the laws of grammar.

Beste Grüße

Luzifer


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.

Einengung

Nullmark @, Samstag, 04. April 2020, 22:36 vor 291 Tagen @ Luzifer 694 mal gelesen

bearbeitet von Nullmark, Samstag, 04. April 2020, 22:42

Guten Abend Luzifer,

stimmt Luzifer, das hat Athur Eddington gesagt. Aber er hat diese Einengung in einem Vortrag (Swarthmore Lecture, 1929) relativiert, in den er betonte, dass bei der Definition und Betrachtung von Religion und Wissenschaft, eine Antwort eine wissenschaftliche Antwort sein muss, wenn die Frage gestellt wird: "What are we to think of it all? What is it all about?" ("Was sollen wir von all dem denken? Worum geht es?") Und "You will understand the true spirit neither of science nor of religion unless seeking is placed in the forefront." ("Sie werden den wahren Geist weder der Wissenschaft noch der Religion verstehen, wenn nicht das Suchen in den Vordergrund gestellt wird.")

Nun, ich denke, dass Eddingtons scharfe Abgrenzung laut Ihrem Zitat für die zutrifft, die meinen, dass sie mit ihrem speziellen Wissen, die gesamte Wahrheit der Welt erkannt haben und sich nun für unfehlbar halten.

Werner Heisenberg äußerte mal: Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott. Ich bin schon zu alt, um es noch bis zum Grund des Bechers schaffen, weil ich nach ein paar Schlückchen feststellen musste, dass ich bestenfalls den halben Becher leeren könnte und ihn deshalb schon lange zur Seite gestellt habe. Deshalb habe ich kein Problem mit Göttlichkeit, und mit Gott werde ich mich dann auseinandersetzen, wenn er mich ruft. Ich kann nämlich nicht auschließen, dass es einen gibt. Aber das zwingt mich nicht, zu glauben, weil ich dann das Suchen (s. o.) hintenan stellen würde.

Gruß
Nullmark

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Konsens

Luzifer @, Österreich, Sonntag, 05. April 2020, 08:57 vor 291 Tagen @ Nullmark 675 mal gelesen

Hallo Nullmark,

Aber das zwingt mich nicht, zu glauben, weil ich dann das Suchen (s. o.) hintenan stellen würde.

Es geht um die Suche und die Freude daran. Es geht darum Erklärungen und Konzepte zu finden, die nützlich und brauchbar sind Dinge zu erklären, welche nicht im Widerspruch mit Befunden stehen. Sie gelten immer vorläufig bis sie sich durch neue Beobachtungen und Entdeckungen als nicht mehr haltbar erweisen. Dann werden sie eben fallen gelassen und was besseres gesucht. Das ist der wahre Geist der Wissenschaft, beziehungsweise sollte er meiner Meinung nach sein. Und das hat sich durchaus bewährt.

Besser als im angeführten Zitat könnte man es nicht formulieren, diese Neugier, diese Freude Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, sie ist eine grundlegenden Motivationen hinter jeder Wissenschaft und auch der Mystik. Wenn wir uns auch offensichtlich damit zufrieden geben müssen kaum irgendwo „echte“ Gewissheit zu finden. Es ist und bleibt dennoch spannend. Ein Buch zu lesen, dessen Geschichte man kennt, wäre nur halb so kurzweilig.

Es kann meiner Meinung nach sein, dass Wissenschaft und Mystik wieder einmal mehr zusammenwachsen. Sie sind auch nur zwei Seiten einer Medaille.

Ursprünglich wurden sie praktisch parallel von denselben Personen betrieben. Newton hatte nicht nur Interesse an Physik und Kepler entwickelte seine Sphärenmusik.

Wenn man beispielsweise David Bohm folgt, dessen Ansätze für die Erklärung der Quantenmechanik eher als konservativ einzuschätzen sind, dann zeigt sich dieses Bestreben und bei manch anderen auch. Moderne Physik lässt hier wesentlich mehr Freiraum, Metakonzepte gewinnen an Bedeutung. Die Bewertung der Rolle der Information beispielsweise.

Für mich hat es die Mystik sogar schwerer. Ich erwarte von der Naturwissenschaft nicht unbedingt Dinge hinter dem Vorhang zu erklären, weil man das durch die Definition des Arbeitsgebiets und der Methode schön außen vor lassen kann, aber ich erwarte von mystischen Erklärungen selbstverständlich dass sie widerspruchsfrei auch für physische Dinge Gültigkeit haben.

Beste Grüße
Luzifer


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.

Antworten

eFisch @, Sonntag, 05. April 2020, 04:15 vor 291 Tagen @ Nullmark 750 mal gelesen

Hallo Nullmark,
du schreibst:

Fragen ohne Ende.

In der Tat. So ist es.

Nun zu deinen konkreten Fragen:

mich würde sehr Deine Gemütslage interessieren, nachdem Du alles niedergeschrieben hattest.

Ich war erleichtert, dass ich endlich loslassen und mich entspannen konnte, weil ich den ganz Tag gearbeitet hatte.

Und besonders, wie es Dir geht, wenn Du nach ein paar Tagen über die Inhalte des Geschrieben nachdenkst.

Wäre schön, wen alles so ausgehen würde. Aber da muss schon ein Wunder passieren oder irgend etwas, was ich bisher überhaupt nicht auf meinen Radarschirm habe.

Insbesondere, wie lange dieser Zustand vorhält

Der Traum hatte mich während des Träumens nicht berührt und danach auch nicht. Der Zustand ist somit irgendwie "dauerhaft/persistent".

ob er einer Ortsveränderung folgt oder sich auflöst.

Das konnte ich bisher nicht beobachten. Die Unberührtheit bleibt.

Ob dies für die ausgedrückte Zukunftsangst ursächlich ist, vermag ich nicht einzuschätzen.

Ich kann die Frage nicht nachvollziehen, weil ich mir keiner Zukunftsangst bewusst bin. In Folge kann ich das auch nicht abschätzen.
Übrigens: Wodurch habe ich deiner Meinung nach eine Zukunftsangst ausgedrückt?

Ich bin eher Physiker, denn Psychoirgendwas.

Ich eher ein realistischer Pragmatiker.

Ich bin nur neugierig.

Ich auch.

Gruß
eFisch

Bedingte Skepsis

eFisch @, Sonntag, 05. April 2020, 09:29 vor 291 Tagen @ eFisch 756 mal gelesen

Hallo,
im letzten Beitrag schrieb ich:

Wäre schön, wen alles so ausgehen würde. Aber da muss schon ein Wunder passieren oder irgend etwas, was ich bisher überhaupt nicht auf meinen Radarschirm habe.

Ich bin, was die Realisierung des Traumes betrifft, sehr skeptisch, weil ich nicht weiß, ob und wo die Umsetzung erfolgt. Es ist nämlich nicht nur das Ob relevant, sondern auch das Wo relevant. Es könnte nämlich durchaus auch sein, dass das Ereignis des Traumes eintritt, aber nicht auf der materiellen Ebene, sondern auf einer geistigen/energetischen Ebene.

Von einem "geistigen" Begleiter wurde ein konkretes materielles Ereignis genannt, dass vorher passieren wird. Angeblich beginnt erst danach der Prozess, der dann letztlich zum Traumereignis führt. Solange dieses materielle Ereignis nicht eintritt, bin ich - was die materielle "Umsetzung" des Traumes betrifft - sehr skeptisch.

Sollte aber das angekündigte materielle "Vor-Ereignis" eintreten, werde ich meine bisherigen Vorsorgemaßnahmen sicherheitshalber überprüfen und vermutlich ziemlich ausweiten.

Wie ich im vorigen Beitrag schrieb: ich bin eben ein realistischer Pragmatiker.

Gruß
eFisch

Im Sinne der Sache

Nullmark @, Sonntag, 05. April 2020, 22:00 vor 290 Tagen @ eFisch 668 mal gelesen

Hallo realistischer Pragmatiker,

Von Dir:
Es könnte nämlich durchaus auch sein, dass das Ereignis des Traumes eintritt, aber nicht auf der materiellen Ebene, sondern auf einer geistigen/energetischen Ebene.
Starkes Argument. Spiegelungen in/aus einer geistigen Ebene und Wahrnehmung durch eFisch? Wie soll das denn gehen? Wie willst Du das glaubhaft machen? Du solltest Dich schon festlegen.

Auch von Dir:
Solange dieses materielle Ereignis nicht eintritt, bin ich - was die materielle "Umsetzung" des Traumes betrifft - sehr skeptisch.
Aha. Und was soll dann dieser Faden hier?
Sollen wir Deine kritische Distanz veringern, weil vielleicht jemand Ähnlichkeiten erkennt und Dir damit zu einer >>> „selbsterfüllenden Prophezeiung“ auf der Basis fiktiven Geschehens verhilft?

Und Du solltest Dir im Klaren sein, dass Du als Beobachter selber Teil der Aktion bist und Dich bei aller Skepsis dem Vorgang nicht entziehen kannst. Auch im Traum nicht, denn das Kino passiert in Deinem Gehirn. Hat etwas mit der Katze vom alten Schrödinger zu tun. Ist natürlich irrelevant, wenn @eFisch keine Katze hat.

Ich unterstelle, dass Du die Unterschiede zwischen Traum und Trauma nicht auf den zusätzlichen Vokal am Ende beschränkst. Deshalb mein gutgemeinter Rat: Suche Dir eine Person Deines Vertrauens, mit der Du über solche Themen, wie dieses hier REDEN kannst.
Weder hier im Forum, noch sonst im Netz findest Du die Bedingungen vor, die die von Dir geschriebene "Sprache" an eine gemeinsame Äußerungssituation zu binden vermögen. Du hast alleine geträumt, nicht im Duett oder im Kollektiv!
So oder so liegt das Risiko nicht ernst genommen zu werden bei Dir!

Alles Gute für Dich
Gruß Nullmark

Konkrete Träume

Baldur @, Sonntag, 05. April 2020, 03:35 vor 291 Tagen @ Taurec 785 mal gelesen

Hallo,

Mal ein kurzes Gegenbeispiel.

Gestern nachts hatte ich einen an sich unergiebigen Traum, dem ich trotzdem eine Botschaft entnehmen kann, ohne lange herumzuinterpretieren.

Ich schlafe in einem Raum, der sich als Ladengeschäft zeigt.
Allerdings ist es eher ein Büro oder etwas Unfertiges, weil ich ein Bett drinnen stehen habe, aber keine Ware erkennen kann. Die Eingangstüre ist eine verglaste, dunkle Metalltüre.
Die Räumlichkeiten sind sauber und ordentlich, nach draussen gibt es mindestens eine durchsichtige Glastüre, links davon dürfte es ein undurchsichtig abgeklebtes Schaufenster geben, dahinter steht mein Bett.

Auf Augenhöhe scheint die Eingangstüre mattiert zu sein, aber im unteren Drittel ist sie durchsichtig.

Allem Anschein nach ist es mein Laden. Ich fühle mich dort wie zuhause und habe keinen Hunger, keine Angst, aber ich will auch nicht rausgehen.

Es muss sich um eine Ladenzeile oder eine Ansammlung von Läden handeln, denn jetzt nehme ich wahr, dass rechts von der Eingangstüre mindestens ein weiterer Laden ist, der Bekleidung verkauft. Ich sehe Kleidung vor dem Laden präsentiert.

Draussen laufen Leute umher. Eine Alltagsszene aus einer beliebigen, modernen europäischen Stadt. Es fahren keine Autos, entweder ist es eine Fussgängerzone oder ein Einkaufszentrum.

Dann bekomme ich mit, wie eine junge Familie mit kleinen Kindern vor dem Laden gegenüber einen Anorak in einen Karton stopft und ihn klaut. Vermutlich einen Kinderanorak.
Ich sehe die Szene, als ob ich vor der Türe stünde, ich stehe aber real dahinter.

Ich gebe mich zu erkennen, indem ich mich bücke und aus der Tür unten rausschaue.
Ich mache eine Geste, dass ich das gesehen habe, sie schauen zu mir her und antworten mit verächtlichen Bedrohungsgesten zurück, übersetzt wohl, dass ich sie mal kreuzweise aAl könnte.

Die Traumsequenz endet damit, dass das Paar unbehelligt davonzieht und sich sehr sicher ist.
Sie sind nicht heruntergekommen, so dass es nicht auf existentielle Not schliessen lässt. Sie flüchten nicht, sondern setzen sich danach demonstrativ in ein Strassencafe, welches neben bzw. hinter dem Kleiderladen ist.

Ich gehe von der Türe weg und nehme alles zur Kenntnis, ein Einschreiten wäre sinnlos.

Traum zuende.

Was soll das alles bedeuten?

Ich werde meine alte Firma wieder anfahren. Wie und womit genau, werden die nächsten Wochen ergeben.
Das war die Botschaft, Junge, mach bloss keinen Laden auf für Laufkundschaft. Man würde Dich bloss ausstehlen.

Passt.

Ist mir konkret genug. Das Schlafen im Laden beschreibt die zwischenzeitliche und aktuelle Ruhephase.

Was ich anbieten werde, sah ich nicht. Klar, dafür ist es noch zu früh, ich habe die Leine ja gerade erst ausgeworfen. Aber schon jetzt ist klar, was es nicht sein wird....

Beste Grüsse vom Baldur

Seelenspeicherungen

reine Seele @, Sonntag, 05. April 2020, 13:10 vor 290 Tagen @ eFisch 739 mal gelesen

Grüß Dich, eFisch!

Wenn wir solch detailreiche (!) Seelenträume haben, dann sind sie selten zukunfstdeutend zu verstehen. Es sind lediglich Seelenspeicherungen, die in die Transformation wollen, weil sie einen immer noch auf irgendeine Weise BLOCKIEREN!

Diese Blockaden sitzen sooo tief, dass man buchstäblich im Dschungel steht.

Wenn wir uns in einer (psychischen) Krise befinden, werden diese alten Informationen angetriggert und an die Oberfläche gespült.

Vermutlich hast du in einem anderen (und vielleicht auch in diesem) Leben mal etwas erlebt, dass dich stark traumatisiert hat und du hast jetzt die Gelegenheit das aufzulösen.

Wir haben in solchen Zeiten wie dieser die Chance uns endlich von allem zu befreien, dass uns noch in irgendeiner Weise lästig ist!

Die Seele will FREI sein und sie hilft dir dabei, indem sie die alten unschönen Speicherungen an dein Oberbewusstsein weiterleitet.

Prophetische Träume sind ganz anders...und NIEMALS angsteinflößend..denn das würde deine Seelenschwingung herabsetzen und das ist vom universellen Liebegeist nicht gewollt!

Prophetische Träume betreffen nur dich, es sind Bildereingaben, die dir dabei helfen sollen deinen Seelenplan zu erfüllen...

Denn dazu bist du hierher gekommen!

Alles Liebe,

Lilli


PS Vor der kommenden Erdenzeit sollte keiner Angst haben, sondern hoffnungsvoll und zuversichtlich im kosmischen Augenblick leben, denn dann schwingt man höher !!

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