Nostradamus - Attila, Xerxes und der heilige Geist (Schauungen & Prophezeiungen)

Einhorn @, Sonntag, 29. Dezember 2019, 21:42 vor 332 Tagen 1787 mal gelesen

Grüß Gott allerseits!

Eine Anmerkung zu Beginn

Da ich mir vorstellen kann, dass das hier gewählte Thema umstritten sein könnte, möchte ich etwas vorausschicken: Ich schätze die Forschungs- und Deutungsarbeit die in diesem Forum geleistet wird sehr, denn die hier gewonnenen Erkenntnisse beeinflussen meine Gewichtung der in Frage gestellten Schauungen/Prophezeiungen. Sie führen jedoch nicht dazu, dass Prophezeiungen die hier zu Plagiaten erklärt werden, oder aus anderen Gründen umstritten sind, völlig aus meiner Berücksichtigung und Beobachtung verschwinden. So habe ich aus allen mir bekannten Prophezeiungen eine unscharfe "Wahrscheinlichkeits-Skizze" gebildet, in der die im Laufe der Zeit stattfindenden Ereignisse die Mosaiksteinchen sind, die an den passenden Orte platziert werden. Im Moment ist es noch so, dass trotz der hier kritisch gesehenen, ja sogar abgelehnten, Schauungen / Prophezeiungen, die stattfindenden Ereignisse meine "Skizze" eher zu einem stimmigen Mosaik gestalten, als dass sie von der Skizze so abweichen, dass diese obsolet wird.

Auch möge man mir nachsehen, wenn einiges in meinem Text von den Mitgliedern dieses Forums bereits längst bekannt ist und hier nicht erwähnt werden bräuchte. Das kommt daher, dass der hier veröffentlichte Text aus einer Abhandlung entnommen wurde, an der ich gerade schreibe und die sich an Leute richtet, die wenig Ahnung von den vorhandenen Prophezeiungen haben, oder die ihnen skeptisch gegenüberstehen. So ist manches ausführlicher ausgefallen, als es hier benötigt würde. Und selbst wenn etwas was ich schreibe in diesem Forum schon "längst widerlegt" wurde, dann steht es hier, weil ich, obwohl ich diese Widerlegung kenne, sie aus verschiedenen Gründe nicht teile. Man braucht ja auch meine Ansichten nicht teilen. Es lebe die Meinungs- und Deutungs- Vielfalt!

Das ganze Gebiet der Vorhersagen hat ja sowieso seine Wurzeln außerhalb unserer 3D-Dimensionalität und ist somit durch unsere Begrenzungen nicht vollständig zu erfassen. Deshalb läuft nicht alles nach der linearen Logik ab. Da gibt es falsch Übermitteltes und Gedeutetes, das dann doch genau stimmt und auch unerwartete Wendungen und "Zufälle" die, wenn auch unbeabsichtigt entstanden, sich später als eindeutige Hinweise herausstellen können, etc.

In diesem Forum jedoch wird Solches in der Regel ausgeschlossen. Jede Aussage die nicht völlig wasserdicht ist und vielleicht auch auf einem anderen Weg zustande gekommen sein könnte, als behauptet, wird aussortiert. Und so wundert es mich nicht, dass ich schon gefragt wurde, nachdem ich das Forum empfohlen hatte, ob es eine "Filiale der GWUP" (dem Hort der notorischen Establishment-"Skeptiker") ist. Natürlich ist dieser Vergleich unzutreffend, denn während in jenem Gremium Paranormales grundsätzlich abgelehnt wird, ist das hier ja nicht der Fall. Aber leider muss ich feststellen, dass manche Kommentare oder Bewertungen dem dortigen Sektierertum recht nahe kommen und die "Tonne" eine recht häufige Verwendung findet.

Auch ist nicht zu leugnen, dass der Rigorismus der Untersuchungen, die in diesem Forum stattfinden, doch einen beachtlichen Kahlschlag im Wald der Schauungen/Prophezeiungen verursacht hat, so dass die Lichtung immer größer wurde. Ich glaube, dass wenn man es wollte, auch für die noch verbleibenden Prophezeiungen/Schauungen irgendwo auf der Welt Aussagen zu finden wären, aus denen man so etwas wie ein Plagiat konstruieren könnte, um sie "aus dem Verkehr zu ziehen".

Aber angenommen, man könnte so am Ende die Glaubwürdigkeit von allen Aussagen/Schauungen/Prophezeiungen erschüttern, was wäre das praktische Ergebnis? Dass man sie getrost alle ignorieren kann, und somit nichts von dem Vorhergeschautem, Vorhergesagtem passieren würde? Dass man also mit weniger Sorgen und Bedenken in die Zukunft blicken könnte? Dann wäre es doch viel sinnvoller, sich mit diesem Thema überhaupt nicht zu beschäftigen und die Zeit für etwas Schöneres zu nutzen. Es sei denn, man könnte durch die Eliminierung von Prophezeiungen auch die Zukunft ändern. Aber das ist ja leider nicht möglich. Denn wünschenswert ist ja nur das Wenigste, was da angeblich kommen soll.

Auf meine Anfrage in einem privaten E-Mail-Austausch mit BBouvier, was denn eigentlich in seinen Augen noch Bestand hätte und das nicht von irgendwoher plagiiert, ableitbar, erfunden oder "ex eventu" ist, nannte er mir als Namen von "Sehern" nur noch den Waldviertler, den Bauern bei Selb und die Namen von 6 Forums-Teilnehmern, sowie die "Schauungen" über das Ereignis des Himmelskörpers mit seinen Folgen und den Kollaps der politischen und öffentlichen Ordnung. Also nur einen Bruchteil von dem was noch immer im Forum in seiner "Chronologie des III Weltkrieges nach Bouvier (1988)" steht. Auf meine Frage, weshalb seine Chronologie dann nicht berichtigt oder entfernt wurde, da ja in ihr der Russen-Überfall enthalten ist, versprach er seine Chronologie als überholt zu kennzeichnen, was allerdings noch nicht geschah. Aber vielleicht ist es ja gar nicht so falsch, dass dieser noch dort steht. Schauen wir uns also an, was laut Nostradamus für ihn spricht.


Ein Angriff auf Westeuropa durch Russland ?

Eines dieser durchaus kritischen und belastenden Themen, das man liebend gerne aus den Prophezeiungen heraus haben möchte, ist der überraschende Überfall von Russland auf Europa. Im o.g. E-Mail-Wechsel bemerkte BBouvier mit Nachdruck bezüglich seiner "seriösen Seher": "Einen 'Krieg' hat da auch nicht Einer (!) gesehen, obgleich das doch sehr naheliegend wäre".

Natürlich gibt es auch eine Reihe von logischen Gründen, warum ein Angriff auf Europa aus der Sicht von Russland völlig hirnrissig wäre. Wenn man dagegen die westliche Politik gegenüber Russland betrachtet, sieht man, dass mit allen Mitteln versucht wird, in den westlichen Bevölkerungen ein Feindschafts-Bewusstsein gegen Russland zu schüren, indem man ihm aggressive Absichten unterstellt. Die Einstimmung auf einen Krieg ist unübersehbar. Das Wort "Krieg" wird nicht nur schon in den Mund genommen, sondern Manöver wie das "Defender 2020" haben Russland ausdrücklich als Gegner.

Und “Defender” (Verteidiger) ? Die USA haben lt. Wikipedia auf der Welt über mehr als 1000 Stützpunkte verschiedener Arten und haben bekanntlich eine Reihe von Kriegen und Regime Changes ausgelöst, während Russland nur rund 20 Stützpunkte besitzt und keine Kriege begonnen, aber den beabsichtigten Regime Change in Syrien verhindert hat. Außerdem hat Russland einen viel geringeren Wehretat und gibt auch noch jedes Jahr weniger Geld für Rüstung aus. Im Jahr 2018 waren es 61,4 Milliarden Dollar, in den USA waren es 649 Milliarden, also das Zehnfache. Damit erübrigt sich die Frage, wer von beiden das höhere Gewaltpotential hat und die Geschichte zeigt auch, wer es zur Wahrung seiner geopolitischen Interessen dauernd mißbraucht.

Wenn man die Kommentare zu den Artikeln unserer Mainstream-Medien - unserer berüchtigten "Lücken-Presse" - liest, dann stellt man fest, dass die Verteufelung von Russland bei uns nicht so richtig auf breiter Basis gelingen will. Denn erfreulicherweise füllen alternativen Medien die absichtlichen "Lücken" und so entsteht oft ein ganz anderes Bild als jenes, was man in uns durch das Verschweigen und Auslassen von Fakten erzeugen will.

Außerdem haben die Lügen des 11/9, durch ihre Vertuschung durch die westlichen Politiker und in den westlichen Medien zu einer Komplizenschaft geführt, die das Vertrauen in sie völlig ausgehöhlt hat. Und dieses Misstrauen wirkt permanent unterschwellig und wird erst beendet sein, wenn der Sachverhalt in einer unabhängigen Untersuchung geklärt wurde. Hierfür lässt die Bewegung "AE911Truth", mit ihren 3.000 Architekten und Ingenieuren, nicht locker und hat nun bei der New Yorker Staatsanwaltschaft erreicht, dass ihre Beweise einer Grand Jury vorgelegt werden sollen. Warten wir aber ab, ob die dunklen Mächte des "deep state" dies doch nicht wie bisher verhindern können. Im Moment sieht es leider so aus.

Und so wissen halt immer mehr Leute, dass auch die Politik des Westens gegen Russland auf Lug und Trug gegründet ist, wie es auch nun die freigegeben Protokolle aus den Verhandlungen der deutschen Wiedervereinigung beweisen. Denn es wurde Russland wirklich in die Hand versprochen, die NATO nicht gegen Osten auszudehnen, was immer abgestritten wurde. Warum Russland allerdings dies nicht in den offiziellen Verträgen festhalten ließ, ist für mich bis heute unerklärlich. Was also hier durch die permanenten Annäherungen der NATO an Russlands Grenzen geschieht, ist ein klarer Vertrauensbruch.

Auch die Zusicherung des Westens, an Russlands Grenzen keine NATO-Verbände dauerhaft zu stationieren, wird nun durch die NATO-Operation "Atlantic Resolve" dadurch umgangen, dass alle 9 Monate mit enormen Kostenaufwand Truppen und Gerät ausgetauscht werden. Auch bei der Skripal-Vergiftungsaffäre stellt sich die Frage, wie es möglich ist, dass die westlichen Mächte sich sofort unisono, aber ohne Beweise, der Verurteilung Russlands durch Großbritannien anschließen und Sanktionen beschließen. Und es werden immer weitere Gründe gefunden, um diese aufrecht zu erhalten oder zu erhöhen, wie die Wiederangliederung der Krim an Russland durch seine Bevölkerung.

Den Sezessionsprozeß der Bürger der Krim als Annexion zu bezeichnen, ist jedenfalls unzulässig, denn ihr Selbstbestimmungsrecht kann durch völkerrechtliche Verträge oder die Verfassung der Ukraine nicht aufgehoben werden. Die Krim hatte und hat als autonome Republik jedes Recht, einen eigenen Weg zu gehen und sich von der Ukraine zu separieren. Es gibt keinen Verstoß gegen das Völkerrecht seitens Russlands, auch wenn man das glauben machen will. Aber bei der aktuell stattfindende echten Annexion von Gebieten im Norden Syriens durch die Türkei, da wird im Westen geschwiegen und nicht auf die Barrikaden gegangen. Diese wird toleriert.

Auch das äußerst defensive Verhalten von Putin gegenüber den Provokationen des Westens zeigt, dass er es zu keiner Eskalation kommen lassen will. Wer die Demonstrationen der modernen russischen Waffensystem als Aggressionsgehabe deutet, hat von Psychologie keine Ahnung oder böse Absichten. Denn wer wirklich kriegerische Vorhaben vorbereitet, der hält seine Trümpfe verdeckt. Ein gegenteiliges Verhalten hat den Zweck, den Gegner von einem Angriff abzubringen, indem man ihm klar macht, dass er nicht ungeschoren davon kommt.

Die Frage stellt sich nun, was dieses Verhalten vom Westen bezweckt, denn es geht doch allen besser, wenn Frieden herrscht. Es scheint aber, als bräuchte man unbedingt einen Konflikt, dem man den unausweichlichen systembedingten Zusammenbruch unseres kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftssystem in die "Schuhe schieben" kann. Man versucht damit dem zwangsläufigen Zusammenbruch in Friedenszeiten zuvor zu kommen. Denn ein Crash in Friedenszeiten würde das kapitalistische System auf immer disqualifizieren. Es kann auch sein, dass man einen Krieg braucht, um noch rechtzeitig drastische Rettungsmaßnahmen für den Kapitalismus durchzusetzen, die man in Friedenszeiten niemals beschließen könnte (z.B. Zwangsabgaben auf alle Vermögen zur Schuldentilgung).

Wenn man dies alles betrachtet, dann wäre ein russischer Überfall, und dazu sogar noch ein unerwarteter, völlig unwahrscheinlich. Wollte man daher alle diesbezüglichen Prophezeiungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert relativieren oder entkräften und sie so aus der "Schusslinie" entziehen, so bleiben dennoch einige Stellen bei Nostradamus übrig, die trotzdem in dieser Richtung gedeutet werden könnten und auch müssten. Insbesondere da Nostradamus bewiesen hat, dass er ein sehr ernst zu nehmendes "Kaliber" ist.

Wie auch wir bereits sehen konnten, gibt Nostradamus oft ziemlich direkte und wenig verschlüsselte Hinweise. So wie in seinem nun nicht mehr geheimnisvollen Satz mit dem "Vererbungswort in seinem Magen", der überhaupt keine großartige Interpretation benötigt, in dem Moment wo man erkannt hat, dass er hier als Arzt und Astrologe sprach und sich auf die Planeten Mars, Jupiter und Saturn bezog, auf dessen Zyklen er sich sich in seinen Vorhersagen stützt und die sich in seinem Horoskop an jenem Ort befanden, dem astrologisch der Magen zugeordnet ist. Ich bin der Meinung, dass, wenn auch nicht so direkt, auch für einen russischen Einfall sehr klare Hinweise in seinem Werk vorhanden sind. Sie befinden sich im Quatrain 47 der X. Centurie und im Vorwort an Hery II. Schauen wir uns beide einmal an.


Der Quatrain 72 aus der X. Centurie

Im Jahr 1999, siebenter Monat.
Vom Himmel kommt ein großer Schreckenskönig.
Wiedererwecken den großen König von Angolmois.
Vorher nachher Krieg, regieren mit Erfolg.

Ich kenne die Interpretation dieses Quatrains von BBouvier, der sie der Thronbesteigung am 3.8.1589 von Henry IV, dem Begründer des Hauses Angoulème Valois, zuordnet. Es tut mir leid, aber so geistreich diese Auslegung auch ist, sie ist viel zu "gekünstelt". Aber ein netter Versuch, diesen Quatrain aus der Schusslinie der Deutung des Zukünftigen zu nehmen. Denn es ist nicht der Stil des Nostradamus, unvollendete lateinische Bruchstücke, die auch noch ergänzt werden müssen, zu benutzen ("an(nus) mil(lennium) novum cens(eo) non ante novem sept(em) mois”" ??). Nostradamus bedient sich vieler Analogien, Anagramme und was man als "ist" übersetzt steht oft für ein "ähnlich" oder ein "so wie". Aber wenn man dann bei einem Quatrain die richtige Deutung schafft, was gute Kenntnisse in Geschichte, Mythologie etc. voraussetzt, stellt man fest, dass seine Sprache, wie bereits gesagt, sogar recht direkt und wenig verschlüsselt ist. Insbesondere bei diesem Quatrain kann man heute sagen, dass er zu den eindeutigsten Quatrains gehört, da er sogar ein verifizierbares Datum enthält. Aber ich will niemandem BBouviers Deutung ausreden. Sollen die Foristen entscheiden, was für sie plausibler und überzeugender ist.

Zur Deutung muss man allerdings berücksichtigen, dass zu Nostradamus Zeit der julianische Kalender galt, so dass die Zeitspanne dieses Quatrains vom 14 Juli bis zum 13 August 1999 geht. Dieser Quatrain enthält zwei markante Ereignisse: Ein kosmisches und ein politisches.

Bei "Herr des Schreckens" gab es schon früher mehrere Nostradamus-Forscher, die hier die Sonnenfinsternis vom 11 August gemeint sahen (wie z.B. Alexander Centurio in seinem Buch "Nostradamus" von 1977). Es gab aber auch welche, die darin den Himmelskörper der dreitägigen Finsternis sahen, was sich jedoch aus Sicht der europäischen Prophezeiungen spätestens seit der Deutschen Wiedervereinigung (1989/1990) erledigt hat, da das Junktim mit einem 3. Weltkrieg mit Beteiligung Russlands nicht mehr möglich war.

Als Nostradamus lebte, konnte man schon Sonnenfinsternisse im voraus berechnen, da der Saroszyklus bekannt war, Sichtbarkeitsbereich und genauer Zeitpunkt allerdings noch nicht. Und es ist ebenfalls eine Tatsache, dass zu seiner Zeit Himmelserscheinungen wie Finsternisse, Kometen u.ä. als Ankündigungen von Unheil gesehen wurden und durchaus kollektive Ängste hervorriefen. Sie waren also durchaus "Herren des Schreckens". Man muss sich in seine Zeit hinein versetzen und darf es nicht mit dem heutigen wissenschaftlichen Hintergrund betrachten. Und so eine totale, im Jahrhundert einmalige Sonnenfinsternis, die über ganz Europa zog, hätte damals sicher einen großen Schrecken als Vorankündiger von Seuchen, Kriegen u.ä. verbreitet. Und aus dieser Sicht dürfte zweifelsohne die Sonnenfinsternis im August 1999 das Ereignis sein, das Nostradamus meinte und kein anderes. Und es war ja ein beeindruckendes himmlisches Schauspiel, das ganz Europa bewegt hat und auch exakt in der angegebenen Zeitspanne stattfand. Warum soll man also so eine direkte Angabe noch irgendwie hinterfragen? Verstehe ich nicht.

Nebenbei bemerkt: Mit dieser Finsternis ist eine weitere Bestätigung der Papstsequenz in der Malachiasweissagung erfolgt und damit ein weiterer Schritt auch in diesem Countdown geschehen. Denn zur Zeit der Sonnenfinsternis war Paul Johannes II im Amt, dem der Sinnspruch "De labore Solis", also "von der Sonnenfinsternis", zugeordnet wurde. Komischerweise findet man in fast allen Texten, die sich mit dieser Übereinstimmung beschäftigen, den Hinweis, dass bei seiner Geburt und auch bei seinem Begräbnis eine Sonnenfinsternis stattfand (die jedoch beide für Europa ohne Relevanz waren, da sie weitab über dem Indischen und Pazifischen Ozean stattfanden), ohne jedoch die Sonnenfinsternis während seiner Amtszeit zu erwähnen.

Dabei ist sie die einzige, die wirklich relevant ist, da nicht nur in ganz Europa sondern auch in katholischen Ländern, wie in Brasilien, dieser Papst im Fernsehen gezeigt wurde, wie er auf dem Balkon seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo "seine" Sonnenfinsternis durch ein geschwärztes Glas beobachtete. "Seine", da er ja wohl die Malachiasweissagung kennen musste. Ich muss gestehen, dass mir ein kalter Schauer über den Rücken lief, als ich dieses Bild sah. Denn es wurde mir bewusst was es bedeutet, Hunderte von Jahren sowas voraus zu sagen und dass, wenn der Rest der Papst-Sequenz genauso stimmt (und was könnte dagegen sprechen?), es nicht mehr weit war zum Ende der Weissagung. Zutreffende Countdowns sind für mich die zuverlässigste Methode der Zeitabschätzung.

Nun zum politischen Teil: Wenn man sich Ende Juli, Anfang August 1999 in den Medien umsah, was es bezüglich wichtiger politischer Umstrukturierungen in der Welt gab, so fand man nur, dass am 9. August, also 2 Tage vor der Sonnenfinsternis, in Russland Präsident Boris Jelzin den Ministerpräsidenten Primakow entlassen und als Nachfolger den bisherigen und international unbekannten Geheimdienstchef Wladimir Putin berufen hat. Also, nichts Besonderes. Irgend eine politische Wiederauferstehung war damals überhaupt nicht ersichtlich. Weder in der Grafschaft Angoulême im Herzogtum Aquitanien (wie einige das "Angolmois" interpretierten), noch sonst wo.

Heute gibt es keinen Zweifel mehr, welcher "König", und welches Reich mit ihm auferstanden ist. Der bekannteste Russlandsexperte der Bundesrepublik, der Historiker und Politikwissenschaftler Alexander Rahr schreibt in seinem Buch "2054 - Putin decodiert": "Er ist eine Persönlichkeit, die noch in 100 Jahren zu den markantesten Politikern der Welt gezählt wird." Putin sei ein Gestaltungspolitiker, der nach 1999 das zerfallene Russland wieder aufgerichtet und stabilisiert habe. Was doch eine zwingende zweite Bestätigung für die Deutung von 1999 als erste Zeile ist.

Und was bedeutet das "Angolmois"? Es ist offensichtlich ein Anagramm, aus dem man ohne etwas hinzubiegen oder zu ergänzen das Wort "mongolais" bilden kann. Was haben aber die Mongolen mit Russland zu tun? 1237 bis 1240 überfiel ein Enkel Dschinghis Khans Russland und unterwarf mehrere Fürstentümer. Dieser Feldzug wurde auch als "Mongolensturm" bezeichnet. 240 Jahre herrschten sie in Russland und drangsalierten seine Bevölkerung durch strafende Angriffe und Raubzüge, bis sie ihre Herrschaft 1480 kampflos aufgaben. Ein sinnvoller Zusammenhang von Russland (Putin) und den Mongolen, oder dem Mongolenreich, ist aufs erste hier nicht ersichtlich.

Die letzte Zeile im Quatrain ist hier sicher nicht bedeutend. Aus den Worten der letzten Zeile kann man unterschiedliche Sätze bilden. Da hier "bonheur" offensichtlich politisch gemeint ist, wäre die Übersetztung "Erfolg" statt "Glück". Mars ist hier astrologisch gemeint und steht für Krieg, Schlacht etc. Eine mögliche Übersetzung wäre:

"Vorher und nachher regiert man erfolgreich mit Kriegen" (bezogen allgemein auf die kriegerischen Handlungen vor und nach 1999). Aber man könnte es sicher auch anders formulieren und deuten.


Die Vorrede an König Heinrich II

Aber nun weiter: Genauso wie das Jahr 1999 in der Centurie X,72 gibt es noch eine Stelle, die sich zeitlich eindeutig zuordnen lässt und die relevant für unsere Zeit ist. Sie befindet sich im Vorwort an König Heinrich II. Ich habe sie hier in ihre logischen Einheiten unterteilt. Nostradamus gibt in ihr die Ereignisse in teilweise umgekehrter Reihenfolge wieder. Vielleicht hat er sich durch die Jupiter-Saturn-Konjuktionen inspirieren lassen, die sich auch entgegen der Tierkreiszeichenfolge bilden, in den rd. 200 Jahren in denen sie sich in den Zeichen eines gleichen Elements befinden:

1 - Dann wird das große Reich des Antichristen beginnen; Attila und Xerxes werden herabkommen in großer unzähliger Zahl, so dass die Herabkunft des Heiligen Geistes, ausgehend vom 48 Grade, eine Völkerwanderung bringen wird, vertreibend das Gräuel des Antichristen, der da Krieg führt gegen den Königlichen, welcher der große Vikar von Jesus Christus sein wird, und gegen seine Kirche und sein »zeitliches und zeitbedingtes« Reich;

2 - und vorhergehen wird eine Sonnenfinsternis, die dunkelste und schwärzeste, die von Erschaffung der Welt bis zum Leiden und Sterben Jesu Christi und von da bis auf unsere Tage gewesen ist; und es wird geschehen im Monat Oktober, dass eine große Verschiebung wird eintreten, so gewaltig, dass man glauben wird, die Schwerkraft der Erde habe ihre natürliche Bewegung verloren und sei in die ewigen Finsternisse hinabgestürzt

3- vorausgehen werden um die Zeit des Frühlings und nachfolgen außerordentliche Veränderungen, Umwandlungen von Reichen, große Erdbeben mit dem Ausbruch des neuen Babylon, die elende Tochter, vergrößert durch das Gräuel des ersten Brandopfers; und es wird nicht länger also bleiben denn 73 Jahre, 7 Monate;

4 - alsdann wird diejenige aus dem Stamme hervorgehen, welche so lange Zeit unfruchtbar gewesen, ausgehend aus dem 50. Grad, welche die ganze christliche Kirche erneuern wird.

Wenn man es durchliest, dann ergibt sich die zeitliche Reihenfolge 3 - 2 - 1 - 4. Dadurch dass in 3 das "erste Brandopfer" (der erste Weltkrieg) zusammen mit der Dauer der Kommunistischen Partei von 73 Jahren und 7 Monaten aufgeführt ist, bezieht sich dieser Teil der Vorrede eindeutig auf die Zeit ab der Russischen Revolution von 1917. Denn am 25.1.1918 wurde beim 3. sowjetischen Kongress die "Russische Sowjetrepublik", das neue Babylon, gegründet und am 24.8.1991 trat Michail Gorbatschow als Generalsekretär der kommunistischen Partei der Sowjetunion zurück, was ihr Ende nach 73 Jahren und 7 Monate bedeutete. Damit sind die Aussagen, und damit dieser Absatz, in der geschichtlichen Zeitlinie sicher verankert.

Man erkennt unschwer in 2 die dreitägige Finsternis durch den Himmelskörper (hier ist nicht eine übliche Sonnenfinsternis gemeint, sondern eine ganz andere Art der Sonnenverfinsterung) und seine Auswirkungen auf die Erde. Seine Aussage könnte sich sowohl auf Änderungen des Orbits als auch auf “Lift-Effekte” durch Höhenänderungen in den Erdplatten beziehen. Auch hier muss, wie zuvor, der julianische Kalender genommen werden. Also Ende Oktober, Anfang November. Und ja, da kann es schon bei uns die oft genannte sehr kalte Nacht geben.

In 1 ist eine kriegerische Invasion angesprochen, die vom herab kommenden "Heiligen Geist" vertrieben wird, und von der auch die Katholische Kirche betroffen ist. Zu Nostradamus Zeiten wurden in Frankreich die Protestanten ab 1530 durch den katholischen Klerus und den König stark unterdrückt und wurden damit nicht als Teil der Christenheit gesehen. Damit steht die Katholische Kirche im Fokus und nicht das gesamte Christentum. Man muss auch bemerken, dass die Protestantische Kirche nie die politische Bedeutung hatte wie die katholische.

Da laut unseren Prophezeiungen ein Krieg und die Finsternis ineinander greifen, war es sicher schwer für Nostradamus, die richtige Reihenfolge anzugeben. Bei ihm käme der Einfall nach der Finsternis. Aber nach der Finsternis und ihren dramatischen Veränderungen hat für sehr, sehr lange Zeit keine Nation die Fähigkeit, solche massiven Kriege zu beginnen und zu führen. Aber beachtenswert ist es schon, dass diese Invasion sich in unmittelbarer Nähe von der unter 2 genannten großen Finsternis befindet, also so wie wir es auch aus unseren Prophezeiungen kennen.

Und schließlich haben wir in 4 die Erneuerung der Kirche aus einem Königreich, da ja dann die "unfruchtbare" Regierungsform der Republik beendet ist (zumindest für einige Zeit). Und dieses Königreich soll am 50ten Breitengrad liegen, wie Belgien, Deutschland, Polen und die Ukraine. Polen ist hier zweifellos das gläubigste und am besten geeignete Land für die Rechristianisierung von Europa. Die christliche Orthodoxie der Ukraine kann Nostradamus als Katholik für diese Aufgabe sicher nicht gemeint haben.


Die Deutung von Attila und Xerxes

Bei Nostradamus ist alles, was nicht christlich oder gegen die Kirche gerichtet ist, dem "Antichrist" unterstellt. Das "große Reich des Antichristen" kann also sehr weit gefasst sein: Kommunismus 1.0 (materieller Kommunismus), Kommunismus 2.0 (Ideologie der Gleichmacherei, Inklusion des Unvereinbaren, Political Correctness, usw.), Islam, Sittenverfall, Unglaube, Abfall von der Kirche, etc.. Und es ist auch natürlich nicht ein Attila der mit seinen Mongolen Mittel-Europa wieder überfällt, sondern derjenige kommt wie Attila mit seinen Mongolen, also verwüstend mit der Absicht es zu erobern. "Herabkommen" deutet auf nördlich gelegene Gebiete als Herkunftsgegend, so wie Russland.

Und damit ergibt sich hier automatisch der Link zum Quatrain X. 47 mit Putin und seinem Volk der "mongolais"! Es bietet sich förmlich an, dass bei Nostradamus in diesem Zusammenhang die "Mongolen" für die Russen stehen, die über Mittel-Europa herfallen, wie damals die Mongolen. Es ist aber natürlich nicht gesagt, das Putin der "Attila" wäre. Ich bin mir sogar ziemlich sicher dass es nicht Putin ist. Nicht nur wegen seines abwägenden Verhaltens, sondern auch weil sich seine Regierungszeit dem Ende nähert. Der Nachfolger könnte dann sogar ein ganz anderes, sogar sehr aggressives Verhalten an den Tag legen.

Mit den genannten Aussagen von Nostradamus gewannen für mich die ganzen Prophezeiungen eines Russen-Überfalls, die den europäischen Sehern und Propheten zugeschrieben wurden, ein weiteres maßgebliches Gewicht. Aber fast alle Aussagen über einen russischen Angriffskrieg beinhalten einen Aspekt, der eine große Frage aufwirft. Es ist die immer wieder hervorgehobene Plötzlichkeit bzw. die Überraschung dieses Angriffs, mit der keiner rechnen würde. Es war genau dieser Aspekt, der mir während der Anwesenheit der russischen Truppen in der damaligen DDR die Sicherheit gab, dass er in dieser Zeit nicht passieren würde. Denn wie soll eine Überraschung gelingen, wenn man sich im Westen täglich auf die Abwehr eines solchen Angriffs vorbereitete?

Allerdings, nachdem die russischen Truppen nach der Wiedervereinigung abgezogen waren, ergab sich die nächste Frage: Wie sollten sie nun einen unbemerkten Überraschungs-Angriff starten? Die Länder des Warschauer Pakts Polen, Ungarn, Tschechien, Rumänien und Bulgarien sind heute NATO-Länder, an deren Grenzen gegen Osten die NATO massiv an ihren Verteidigungslinien baut. Außerdem würde man doch auch die notwendigen Truppenbewegungen schon lange vorher bemerken, falls Russland einen Angriff vorhätte. Wie soll also der Attila mit seinen Horden in das westliche Europa überraschend hereinstürmen können?

Aber wir haben ja noch den Xerxes. Wofür steht dieser hier? So wie Attila nicht für die heutigen Mongolen steht, so steht Xerxes auch sicher nicht für die heutigen Perser/Iraner. Auch hier ist "Xerxes" als "wie Xerxes" zu interpretieren. Xerxes I, Sohn des Dareios I, dessen Strafexpedition gegen Griechenland 490 v. Chr. scheiterte, unternahm mit seinem Feldzug von 483 v. Chr, mit einem riesigen Heer einen zweiten Versuch Griechenland zu unterwerfen, was auch ihm nicht gelang. Der Start des Feldzugs war in Sardis (Sart), das in der heutigen Türkei liegt und die damals gesamt zum persischen Reich gehörte. Nach dem Erfolg gegen Leonidas in den Thermopylen erlitt seine Seeflotte in der Schlacht von Salamis eine entscheidende Niederlage. Seine Bodentruppen wurden dann in Plataiai geschlagen.

Mit Xerxes wird also ausgesagt, dass ein Xerxes-Heer in der Türkei eine Rolle spielt und auch Griechenland irgendwie in die ganze Sache einbezogen sein müssten. Attila aus dem Norden, Xerxes aus dem Süden. Aber für wen steht Xerxes? Also begann ich mich auch für die griechische Prophetie zu interessieren und in ihr fand ich einen Lösungsansatz.

In der griechischen Prophetie spielen die Aussagen vom Hl. Kosmas von Aitolien (1714-1779), Pater Paisios (ein Einsiedler-Mönch vom Berg Athos 1924 - 1994, heiliggesprochen 2015), Altvater Joseph von Vatopedi (1921 - 2009) eine Rolle. Und in diesem Forum berichtete Styker auch von seiner Begegnung mit dem griechischen Mönch Phillipas. Dem Hl. Kosmas ist eine ganze Liste von Prophezeiungen zugeschrieben, die sich zum Teil aus anderen Quellen speist. Durch all die genannten Propheten ergibt sich ein relativ klares Bild, wie es ablaufen könnte:

Nach diesen Prophezeiungen bricht ein Krieg "zwischen Verbündeten" aus wegen Territorial-Streitigkeiten. Und da es die Türkei ist, die Griechenland überfallen soll, würde dies stimmen, da beide in der NATO sind. Daraufhin kommt Russland den Griechen zur Hilfe und greift die Türkei an. Der Westen hält sich während des Kriegs zwischen Russland und der Türkei zurück. Die Türkei wird vernichtend geschlagen und wird zerteilt, wodurch Griechenland u.a. wieder die Herrschaft über Konstantinopel bekommt. Auch die Kurden und Armenier sollen Territorien bekommen. Erst als Russland auch Israel bedroht, greift der Westen ein. Er gibt den Russen 6 Monate um sich zurück zu ziehen, was diese nicht tun, wodurch der Westen Truppen verlagert um sie anzugreifen. Es droht eine unmittelbare Konfrontation. Die nächsten Schritte sind in der griechischen Prophetie unklar. Es endet jedoch damit, dass das Ganze in einem globalen Krieg mündet, den die Russen verlieren.

Xerxes steht hier also ebenfalls für die Russen!

Pater Paisios spricht wörtlich von einem “Herabkommen” der Russen. Also auch Xerxes kommt herab, nicht nur der Attila. Allerdings beide vom gleichen Ort aber an verschiedenen Stellen. Aber welche Voraussetzungen gibt es für ein solches Szenario? Beginnen wir mit dem Angriff der Türkei auf Griechenland.


Die möglichen Anlässe für einen Krieg zwischen der Türkei und Griechenland

Da gibt es einige mögliche Anlässe für Territorial-Streitigkeiten, wie die z.B. die Breite des Küstenmeeres, die auch seine Nutzung bestimmen. Unter dem Ägäischen Meer liegen Öl und Gas im Wert von 100 Milliarden Euro. Im UN-Seerechtsübereinkommen UNCLOS III von 1994 wurden die nationalen Küstengewässer auf eine Breite von 12 Seemeilen festgelegt. Griechenland ist 1995 beigetreten und würde auch seine Hoheitsgewässer von 6 auf 12 Meilen erweitern wollen, womit 70% der Ägäis, statt aktuell 40%, zu seinem Territorium gehören würden. Die Türkei ist jedoch diesem Abkommen nicht beigetreten und warnte, dass eine Erweiterung seitens Griechenlands ein Kriegsgrund sei. Nun beansprucht Athen wenigstens im Luftraum die Zwölfmeilenzone, was aber wiederum die Türkei ablehnt, weshalb es dauernd Verfolgungsjagden und Scheingefechte über der Ägäis gibt. Hinzu kommt, dass es 2018 Unterstützung durch die USA und Israel gab, um Griechenland die Inanspruchnahme der international üblichen 12 Meilen Seezone zu ermöglichen. Die Situation ist also sehr heikel.

Unlängst erklärte zudem Erdogan, dass eine Reihe von griechischen Inseln in der Agäis eigentlich Bestandteil des türkischen Staates seien: „Diese Inseln vor unserer Nase gehörten uns. Wir haben dort Werke, Moscheen und eine Geschichte." Mindestens 18 griechische Inseln reklamiert die Türkei für sich, darunter unbewohnte Felsen. Es geht hier also um einen Revisionsanspruch des Vertrags von Lausanne aus dem Jahr 1923, der die heutigen Grenzen festlegte.

Nach ihrem Sieg im Krieg gegen die Griechen (1919-1922) konnten die Türken mit ihm den Vertrag von Sèvres (1920) zu ihren Gunsten revidieren, in dem sie nach dem 1. Weltkrieg durch den Untergang des Osmanischen Reiches einen Großteil ihres Territoriums verloren hatten. Nicht desto trotz behauptet Erdogan, dass auch der Vertrag von Sèvres der Türkei durch die anderen Mächte (Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Griechenland, Rumänien ,Serben, Kroaten und Slowenen) aufgezwungen worden sei. Außerdem ist er beseelt, davon sein islamisches Reich zu errichten. Im März 2018 sagte er laut der griechischen Zeitung Ekathimerini : "Wir werden definitiv eine Großtürkei errichten - notfalls werden wir sterben, notfalls werden wir andere Leben nehmen".

Ein nächster Streitpunkt sind die beträchtlichen Erdgas- sowie Kohlenwasserstoff-Vorkommen im östlichen Mittelmeer, im Wert von ca. 600 Milliarden Dollar. Griechenland, Israel, das griechische Zypern und Ägypten bilden eine Allianz um sie zu erschließen. Da die türkische Invasion von 1974 die Insel in einen türkischen Nordteil und in einen griechischen Südteil gespalten hat, pocht die Türkei darauf, dass die griechischen Zyprioten nicht einseitig die Rechte auf Exploration der Ressourcen der gesamten Insel vereinnahmen dürfen.

Als Zypern 2001 vor der eigenen Küste nach Gas suchen ließ, sprach die Türkei von einer Provokation und drohte mit der Entsendung von Kriegsschiffen. Im Februar und März 2018 hat die Türkei mit sechs Kriegsschiffen durch ein Manöver gleich das komplette Gasfeld Nr 3 gesperrt, um Probebohrungen zu verhindern. Das gecharterte amerikanische Bohrschiff konnte seinen Auftrag nicht erfüllen. Im Gegenzug schickten Mitte 2019 die Türken das Bohrschiff "Fatih" in die Seegebiete 36 Seemeilen westlich von Zypern in der Suche nach Bodenschätzen und im Süden und Osten suchten zwei weitere Schiffe nach Erdgas. Zypern hat die EU schon um Hilfe gebeten, aber diese tut sich schwer mit Strafmaßnahmen wegen der Rolle der Türkei in der Abwehr von illegalen Migranten.

Wenn man all diese Konfliktpotentiale sieht und die fast täglichen beiderseitigen Provokationen betrachtet, die auch Styker beschrieben hat, ist es fast ein Wunder, dass es da nicht bereits “geknallt” hat. Laut Pater Paisios soll der Anlass die Erweiterung des Sechsmeilenzone auf die 12 Seemeilen sein. Die diesbezüglich bestehenden Probleme werden von den Mönchen vom Berg Athos als eine erfüllte Prophezeiung aus der Liste des Heiligen Kosmas gesehen. In der Prophezeiung Nr. 63 kommt der Begriff "Examilia" vor. Als ich mir den Originaltext übersetzen ließ (Google) so lautetet sie: "Die Türken werden weggehen, aber wieder zurück nach Examilia kommen". Und es gibt eine Stadt Examilia im Norden vom Peloponnes. Pater Paisios, jedoch, spricht genau das an und betont, dass mit Examilia weder Dörfer noch Städte gemeint sind, sondern die Sechsmeilenzone. Nun gut, wenn er es extra anspricht, akzeptiere ich es, auch wenn es nur seine Überzeugung sein sollte. Was es dann wirklich sein wird (oder auch nicht), werden wir ja sehen.

Es ist auch erwähnenswert, dass ebenfalls in der griechischen Prophetie zu den Wirren eines großen Krieges die 3 Tage Finsternis gehören. Es ist übrigens auffällig, dass in den Prophezeiungen aus religiösen Kreisen, die von diesem Krieg sprechen, aber ohne den Himmelskörper zu erwähnen, es fast immer ein "himmlisches Eingreifen" von 3 Tagen und 3 Nächten gibt, in dem dann mehr Menschen sterben als auf dem Schlachtfeld Platz haben. So hier auch der Altvater Joseph von Vatopedi in einem Telefongespräch:

"...Diejenigen, die man in den 3 Tagen und Nächten der Schlachtung sah - es wird 700 Millionen Tote geben. Nicht Frauen und Kinder, sondern Männer. Verstehen Sie?". Ja, ich verstehe, die können sich ja nicht in Häusern vor dem Staubtod schützen. Und auch: "...Wie ich schon sagte, das Chaos wird entstehen in 3 Tagen und Nächten von ununterbrochenen Schlachten. Dann wird der Engel mitfühlend erscheinen, nicht mehr nur mit Stimme, und sagen: 'Halt, es ist der Rache genug. Aufhören'" usw.

Es ist halt immer so, dass die Durchgaben aus der spirituellen Welt im Glaubenskontext des Empfangenden gegeben werden, um keine Blockaden zu verursachen. Mit jemandem der noch im Glaubenssystem der monotheistischen Religionen verwurzelt ist, muss ich anders sprechen, als mit jemandem der sich z.B. seiner Reinkarnationen bewusst ist (wird auch als "jemanden abholen, wo er sich befindet" umschrieben).


Der Krieg zwischen der Türkei und Griechenland

Laut den Prophezeiungen greift die Türkei also Griechenland an. Im Moment wo das geschieht, wird Russland als religiöse Schutzmacht der griechisch-orthodoxen Kirche den Griechen zu Hilfe kommen. Und politische, historische Verbindungen gibt es auch, denn 1828 wurde der russische Diplomat Ioannis Kapodistrias zum ersten Präsidenten Griechenlands gewählt. Da wird keine eventuelle Interessen-Partnerschaft mit der Türkei sie davon abhalten können.

Es kommt dem zu Folge also zum Krieg zwischen Russland und der Türkei, in dem die Türkei vernichtend geschlagen werden soll. Nun sind die Russen auf dem Südlichen Balkan und zwar mit massiven Truppenverbänden. Wie man auf der Weltkarte sehen kann, führen die Wege dorthin einerseits über die Krim und das Schwarze Meer, sowie durch Georgien in die Ost-Türkei und durch Anatolien. Also Gebiete die auch Xerxes von seiner Heimat Persien durchqueren musste. Dass die NATO sich zurück hält, ist sicher dadurch bedingt, dass sich zwei NATO-Partner bekriegen und die Türkei ein Agressor ist, was eine Parteinahme erschwert. So hat Russland Zeit und Raum, um sich in Ruhe im südlichen Balkan zu formieren und etablieren. Die griechische Prophetie sagt, dass erst wenn Russland auch Israel bedroht, würde die Situation eskalieren und der Westen sich einschalten.

Es könnte nun jemand einwerfen, dass es doch den Anschein hat, dass Russland und die Türkei durch die Syrien-Krise an einem Strang ziehen und so etwas schwer vorstellbar ist. Wenn man jedoch näher hinschaut, dann sieht man, dass das nur eine zeitbegrenzte Allianz sein kann, solange de gemeinsamen Ziele die konträren Interessen überdecken. Denn vieles was die Türkei an der Nordgrenze von Syrien macht, wird von Russland abgelehnt, insbesondere die begonnene Abtrennung eines 30 km Streifens mittels Mauern, mit der Vertreibung der dort ansässigen Kurden und der Ansiedlung von dschihadistischen Milizen aus Idlib und syrischen Flüchtlingen aus der Türkei. Und während Russland ein echter Alliierter von Syrien ist, steht die Türkei Assad als unversöhnlicher Feind gegenüber. Auch bestehen nun in Lybien gegensätzliche Interessen. Die Türkei unterstützt die Regierung in Tripolis von Sarradsch im Westen des Landes, Russland unterstützt General Haftar im Osten des Landes, der die West-Regierung angreift. Natürlich nur um islamistische Terror-Milizen zu bekämpfen (wer's glaubt). Auch er versucht, wie die USA und ihre "Verbündete", seine geopolitischen Interessen mit der Terror-Bekämpung zu legitimieren..


Der prophezeite Start des dritten Weltkrieges in Europa

Ich glaube, es ist nicht falsch anzunehmen, dass die in einigen Prophezeiungen erleichterten “Shalom”- und “Frieden”- Rufe zur Russland-Israel-Episode und einer Friedenskonferenz gehören. In dieser soll laut Irlmaier ein "dritter Hochgestellte" ermordet werden, was zu einer sofortigen Kriegserklärung an Russland führt, worauf Russland in Europa einfällt. Wer der dritte Hochgestellte sein soll, das wusste Irlmaier auch nicht. Wegen der Friedenskonferenz dachte er an Verhandlungsführer wie Gandhi oder Graf Bernadotte als die zwei ersten. Hier im Forum wurde auch einiges spekuliert.

Die neuere Geschichte eröffnet eine neue Möglichkeit: Ein Amerikanischer Präsident am Verhandlungstisch, der so wie Trump zur Zeit direkte Verhandlungen führt. Wenn dabei ein Amerikanischer Präsident das Opfer wäre, dann wäre er nach Lincoln und Kennedy der “Dritte” im kollektiven Bewusstsein, denn wer erinnert sich an die Attentate auf die relativ unbedeutenden Präsidenten James A.Garfield (1881) und William McKinley (1901) die auch erst später an ihren Verletzungen verstorben sind? Bei solchen Angaben muss man immer darauf achten, dass es Dinge sind, die allgemein bekannt damit und im kollektiven Bewusstsein verankert sind. Natürlich ist dies im Moment aber genauso eine Spekulation, wie alle anderen.

Dass nach so einem Mord Russland dafür beschuldigt wird und eine sofortige Kriegserklärung gegen Russland käme, auch wenn die Täter unerkannt flüchten, wie Irlmaier es sah, und man somit noch gar nichts wissen kann über die Täter und ihre Hintergründe, dürfte heute niemanden mehr überraschen. Denn es ist auch ein Novum in der neueren Geschichte, dass in solchen und ähnlichen Fällen, ohne eine Aufklärung abzuwarten, sofort jemanden beschuldigt wird und gegen ihn Maßnahmen ergriffen werden.

Und was noch verrückter ist, dass statt zu mäßigen, sich sofort ein politischer Flash-Mob von sog. "Alliierten" bildet, der in erstaunlicher Solidarität sofort reagiert und Sanktionen verhängt oder Raketen schickt. Die Affäre Skripal und das Verhalten des Westens gegenüber Russland oder die Angriffe nach den false flag Giftgasangriffen in Syrien sollten uns allen ein eindeutiges Menetekel gewesen sein! Und das hier der Beschuldigte sofort reagiert, ja reagieren muss, so er es kann, ist mehr als logisch. Denn man kann vom jemandem nicht erwarten, dass er erst dann reagiert, wenn er tatsächlich angegriffen wird. Sogar wir verteidigen uns prophylaktisch in Afghanistan, da wir uns von dort bedroht fühlen (könnten).;-)

Der Aggressor ist der, der wieder einmal so einen Krieg provoziert, nicht derjenige der reagieren muss. Wer wie am 11 September 2001 in den USA 3.000 seiner Bürger in die Luft sprengt, um den Vorwand für einen Krieg zu schaffen, dem ist durchaus zuzutrauen, dass er für seine geopolitischen Ziele auch seinen Präsidenten oder einen ähnlich Hochgestellten umbringen lässt. Denn es ist doch deutlich zu sehen, dass ein Überfall von Westeuropa in der heutigen Zeit keinesfalls ein Ziel von Russland sein kann. Zu auffällig sind seine permanenten Bemühungen um Deeskalation. Man erinnere sich auch an die Rede von Putin im Deutschen Bundestag. Außerdem ist Russland heute viel weiter entfernt von einem wirtschaftlichen Kollaps als die USA und mit guten Perspektiven insbesondere durch seine Allianz mit China. Und wer politisch interessiert ist, der kennt die Hintergründe für die Politik der USA in den letzten Jahrzehnten. Kann man es klarer ausdrücken als George Friedman (STRATFOR) auf einer Tagung des US-Think-Tanks "Chicago Council in Global Affairs". ?

Zitat:" Das Hauptinteresse der amerikanischen Aussenpolitik der letzen 100 Jahre - und schon bereits vor dem I.Weltkrieg - waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Denn vereint wären die deutsche Wirtschaftskraft und die russischen Rohstoffe die einzige Konstellation, die die amerikanische Vormachtstellung aushebeln würde ... Also ist es für die amerikanische Aussenpolitik eine Grundvoraussetzung, positive deutsch-russischen Beziehungen zu verhindern..." .

Also Feindschaft schüren und Russland und Deutschland schädigen und dabei jede Art von Kollateralschaden in Kauf zu nehmen. Hier gibt es nicht im Entferntesten die Absicht, Win-Win-Beziehungen zu schaffen. Und so wird man wahrscheinlich zu Beginn eines 3. Weltkriegs in erster Linie diese Politik der USA verfluchen, und all jene die ihr subaltern dienen, und nicht die Russen.

Ein weiterer Grund für das defensive Verhalten von Russland ist sicher auch, dass es die diesbezüglichen Prophezeiungen kennt. Als ich beruflich vor der Jahrtausendwende für einige Tage zur Koordinierung der Verfahren unserer IT-Abteilungen in Teisnach im Bayerischen Wald war, dem Zentrum der bayerischen Hellseher, traf man sich auch am Abend zum geselligen Zusammensein. Und so kam auch einmal das Gespräch auf dieses Thema. Da wurde mir erzählt, dass vor einiger Zeit eine russische Delegation ganze Buchbestände von Prophezeiungen aufgekauft hätte. Und natürlich kennen die Amerikaner auch all dies. Nirgends wird in PSI- Angelegenheiten so intensiv geforscht wie in den Geheimdiensten. Das einzige was uns bisher vor ihrem Missbrauch der Erkenntnisse schützt, ist, dass die Ergebnisse, Gott sei Dank, nicht zu 100% reproduzierbar sind und man sich einen "fatal error" nicht leisten kann.

Wenn man das provokante, selbstherrliche Verhalten des Westens gegenüber dem defensiven, abwiegelnden Verhalten von Russland beobachtet, könnte man die Begründung durchaus aus der beiderseitigen Kenntnis der Prophezeiungen ableiten. Und so bin ich überzeugt, dass wenn es zum prophezeiten Überfall kommt, dieser nur deshalb stattfindet, weil Russland sich in eine aussichtslose Lage gedrängt fühlt, wo es nichts mehr zu verlieren hat. Leider kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass hier eine ähnliche griechische Tragödie wie bei Ödipus stattfindet:

Die Kenntnis von Prophezeiungen führt zu einem Verhalten, das im Bestreben sie zu verhindern, gerade die notwendigen Voraussetzungen schafft, um sie zu erfüllen.

Nun hat man bei diesen öfters beschriebenen 3 russischen Keilen, die vom Osten in den Westen einfallen sollen, noch immer das Bild des kalten Krieges vor Augen, wo die östlichen Grenzstaaten zum Warschauer Pakt gehörten. Aber die gehören ja heute zur NATO. Deshalb erscheint es mir plausibler, dass die Überraschung, und wohl auch die einzige Möglichkeit, darin bestünde, wenn Xerxes mit den ganzen russischen Bodentruppen aus dem Süden, aus der Türkei und Griechenland, durch die Balkanstaaten gegen Norden ziehen würde, auch unterstützt durch das christlich-orthodoxe Serbien und die serbische Teilrepublik in Bosnien und Herzegowina. Ab Slowenien würden ein Teil der Verbände Richtung Italien ziehen, während der Rest über West-Ungarn, Ost-Österreich in Süd-Tschechien einmarschiert, und von dort nach Westen abbiegt und die deutsche Grenze bei Cham überschreitet, so wie in den Prophezeiungen beschrieben.

Wenn man die genannten Orte von Kämpfen betrachtet, die der Waldviertler aufführt: Stockerau, Krems, Langenlois, Horn, Eggenburg, Retz, Weitra, Zwettl, Schrems, Gmünd, Raabs und Heidenreichstein, dann liegen diese genau auf dieser Route. Ich konnte mir auch nicht im ursprünglichen Angriffsbild, mit den 3 Keilen vom Osten her, einen Reim auf die Schauungen vom Waldviertler mit den Kämpfen in diesen Orten machen, denn da hätte ja der südlichste Keil des "Attila" in Tschechien gegen Süd-Osten nach Österreich umschwenken müssem, statt weiter zu ziehen und das machte keinen Sinn. Auch finde ich, dass die oft genannten 3 Tage bis zum Angriff, die Zeit ist, die benötigt wird, für den Aufmarsch im westlichen Balkan um an unseren Grenzen zu erscheinen.

Mit dieser Variante jedoch, würde "Xerxes" plötzlich im Rücken der östlichen NATO-Verteidigungslinien in den Westen einfallen. Da die NATO-Verbände nun die russischen Truppen in ihrem Rücken hätten, müssten sie umkehren und die östlichen Verteidigungslinien verlassen, worauf der Weg frei wäre für die Panzerkolonnen des "Attila". Auf den nun zuvor ausgebauten Strecken für die Übungen der NATO-Verbände, käme er rasch voran. Denn das soll ja auch eine der Aufgaben von Defender 2020 sein, die Belastbarkeit der eigenen Infrastruktur - Brücken und Verkehrswege - zu überprüfen. Und wenn Engpässe beseitigt sind, käme man dann schneller voran als heute. Aber eben nicht nur die NATO-Truppen.:-(

Ein weiterer Punkt ist, dass in manchen Schilderungen des europäischen Kriegsgeschehens auch von einer chinesischen Beteiligung gesprochen wird. Bis vor kurzem konnte ich mir keinen Reim darauf machen. Wie sollten sie denn bei einem plötzlichen Angriff vom fernen China so schnell nach Europa kommen? Mit der Xerxes-Variante sieht die Sache schon etwas anders aus. Wenn im Krieg von Russland gegen die Türkei sich China als Alliierter Russlands beteiligen würde, da China ja auch feindlich dem Islam gegenüber eingestellt ist, wie die Verfolgung der muslimischen Uiguren zeigt, dann wären sie ja schon in Europa und könnten in der einen oder anderen Aktion "mitmischen", sei es mit oder gegen die Russen. Aber auch das ist spekulativ, denn es gibt keine Anhaltspunkte in den Prophezeiungen, WIE und WARUM die Chinesen dann in Europa sein sollten.

Der Heilige Geist und die Völkerwanderung

Zum mongolenähnlichen Einfall in Europa kommt nun bei Nostradamus die Herabkunft des Heiligen Geistes am 48. Breitengrad, der eine Völkerwanderung auslöst und den Feind verjagt . Die Deutung dieses Passus bereitet überall "Bauchschmerzen". Wer jedoch christlich erzogen wurde und Irlmaier nicht aus seinem Blickfeld verbannt hat, der bekommt dort einen Tipp. Hat Irlmaier nicht von "weißen Tauben" gesprochen, die in Massen vom Sand kommen? Und ist nicht die weiße Taube das Symbol des Heiligen Geistes? Also, ich lege mich hier fest, dass Nostradamus und Irlmaier den gleichen Begriff für taubengroße Flugkörper gewählt haben.

Wie Irlmaier sagt, fliegen sie über seine Gegend hinweg. Freilassing liegt auf rund 48° nördliche Breite. Allerdings wird noch nichts abgeworfen, das geschieht später. Aber ab wann? In der Regel wird Prag genannt. Und sie fliegen dann gegen Norden bis zur "Bucht", was mit großer Wahrscheinlichkeit eigentlich nur das Stettiner Haff oder die Elbmündung sein kann. Die nächste Frage ist auch, warum werfen sie nicht schon früher, weiter südlich, ihre tödliche Last ab? Denn mit Prag ist der südlichste Keil des Xerxes entlang der Donau nicht betroffen. Wahrscheinlich deshalb, weil er schon in Richtung Westen durchmarschiert ist.

Aber das soll hier nicht der Schwerpunkt sein. Was die Aussage der "Völkerwanderung" mir bewusst gemacht hat, war, dass man sich bisher gar nicht damit auseinandergesetzt hat, wie das denn genau ablaufen soll. Der Fokus lag auf dem "Strich" und den Panzern in denen die Besatzung bereits tot ist und sie weiter fahren. Denn dieser "gelbe Strich" geht ja, unabhängig von seiner Breite, durch bewohntes Gebiet! Und man wird doch nicht die in der Abwurfzone wohnenden Leute einfach opfern. Also muss es vorher eine dringende Aufforderung oder einen Befehl geben, die Abwurfzone sofort zu verlassen. Und das würde natürlich eine gewaltige und hektische Völkerwanderung von Hunderttausenden auslösen. Es ist bei Nostradamus keine normale Flucht angesprochen, sondern die durch den "Heiligen Geist" bedingte.

Auch schreibt Nostradamus beim Angriff von Attila und Xerxes dem "Heiligen Geist" die entscheidende Rolle zu, denn er ist verantwortlich für die Beendigung der Gräuel des Antichristen. Und dieser "Todesstreifen" ist ja taktisch entscheidend. Auch steht hier eindeutig, dass es auch ein Kampf gegen die katholische Kirche ist, in völliger Übereinstimmung mit den anderen Prophezeiungen. Wie ein "königlicher" Gegner des Antichristen (Attila) einmal der große Stellvertreter (Vikar) von Jesus Christus, also Papst sein soll, ist mir unklar. Was ich mir vorstellen könnte ist, da ja es nach dem Krieg wieder Königreiche geben soll, dass einer dieser Kriegsführer und zukünftiger König als maßgeblicher weltlicher Beschützer der Kirche und des Papstes agiert, was auch unseren Prophezeiungen entsprechen würde.

Die Tauben des Irlmaier

Wie sieht es nun aus mit den Möglichkeiten, dass sich das Bild mit Irlmaiers "Tauben", dem "Heiligen Geist", verwirklichen kann? Bis vor kurzem keine, aber heute sind sie auf dem besten Wege. Für mich waren immer alle Deutungen mit Schwärmen von Flugzeugen falsch und deshalb ein Zeichen, dass wir noch weit entfernt von der Verwirklichung dieses Szenarios waren. Auch wenn früher schon große Bombengeschwader eingesetzt wurden, so waren die Flugzeuge nie so viele, dass man sie nicht hätte zählen können. Außerdem würden sie einen riesigen Lärm verursachen. Und wenn sie so hoch und leise fliegen würden, dass sie so klein wie Tauben aussehen, dann wäre die Wurfsicherheit, die bei so einer tödlichen Last unbedingt notwendig ist, für die kleinen "Kastl", die sicher anfällig für Winde wären, gar nicht gegeben.

Als die Epoche der Drohnen begann und die Entwicklung fortschritt, sah ich, dass die Lösung in dieser Richtung liegen müsste. Aber noch waren die Drohnen zu groß und zu teuer. Als ich jedoch zum ersten Mal im Januar 2017 von der kleinen autonomen Militärdrohne "Perdix" (lat. Rebhuhn) las, war mir klar, dass dies die "Tauben" vom Irlmaier sind ! Die Perdix ist ein 3D gedruckter Granatwerfer, mit einer Länge von 16,5 cm, einer Flügelspanne von 30 cm und einer Geschwindigkeit von 74 bis zu 112 Stundenkilometer. Also genau richtig für die "schwarzen Kastl" des Irlmaier und auch so billig, dass problemlos Schwärme von Tausenden gefertigt werden können.

Bereits im Oktober 2016 hat das Militär 103 Drohnen aus Kampfjets des Modells F/A-18 Super Hornet aus der Vorrichtung für Täuschkörper (flare dispenser) abgelassen, die dann einen autonomen Schwarm gebildet haben. Im Jahr 2017 sollten 1.000 Einheiten getestet werden. Und die Entwicklung ist natürlich weiter gegangen, um immer größere autonome Schwärme zu bilden. Wie der Stand heute ist, wie groß die aktuellen Schwärme sein können, konnte ich nicht herausfinden. Da die Flugzeit damals 20 min war, was einer Strecke von rund 30 km entspricht, ist klar, dass diese "Tauben" nicht selbst vom "Sand" kommen können. D.h. sie müssen von dort mit Flugzeugen gebracht werden und entlang der geplanten Strecke abgelassen werden.

Auch bezüglich des "Sandes" sah ich lange Zeit keine vernünftige Lösung, denn im sandigen Afrika war "Camp Lemmonier" die einzige US-Basis, gelegen im fernen Djibouti am Golf von Aden und von den Franzosen erst ab 2001 geleast. Aber auch der "Sand" ist dabei, eindeutige Formen anzunehmen. Er liegt in Libyen/Niger. Es gab auch die Spekulation, dass er in Israel liegen könnte. Das ist aber heute nicht mehr wahrscheinlich, da sich Libyen zum großen Experimentierfeld und Tummelplatz von militärischen Drohnen-Einsätzen entwickelt hat. Hunderte Angriffe im Kampf gegen den IS und Al-Kaida wurden bereits geflogen und auch Hunderte Zivilisten wurden als "Kollateralschaden" getötet und verletzt, dank der Politik des Friedensnobelpreisträgers Barack Obama. Es gibt eine entsprechende Basis in Sizilien (Sigonella), und nun werden Stützpunkte im Niger ausgebaut. In 2018 wurde der Flughafen von Dirkou in der Sahara-Wüste ausgebaut.

Aber trotz alledem ist die ganze Drohnen-Angelegenheit im Moment noch intransparent und befindet sich in Entwicklung, so dass man über vieles nur spekulieren kann. Allerdings bis die benötigten großen "Perdix"-Schwärme für den "gelben Strich" zur Verfügung stehen, benötigt es wahrscheinlich noch einige Zeit. Aber nicht mehr allzu lange, wenn konsequent daran gearbeitet wird. Da ohne solche Drohnen die Aussagen vom Irlmaier mit dem gelben Strich nicht verwirklicht werden kann, hätten Ängstliche auch bis zur Erfindung dieser Minidrohnen beruhigt leben können, ohne etwas befürchten zu müssen.

Das sind also meine Überlegungen zu Attila, Xerxes und dem Heiligen Geist. Ich bin mir bewusst, dass man die Thematik auch anders sehen und zu ganz anderen Schlüssen kommen kann. Ich kann das akzeptieren, weil es auch keinen Sinn macht, darüber zu streiten. Wer Recht bekommt, entscheidet sowieso die Zukunft. Und es gäbe für mich nichts Schöneres, als wenn ich mit meiner Einschätzung völlig daneben liegen würde.


Herzliche Grüße

Einhorn

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Centurie X, 72

L'an mil neuf cens nonante neuf sept mois,
Du ciel viendra un grand Roy d'effrayeur,
Resusciter le grand Roy d'Angolmois,
Avant apres Mars regner par bonheur. (Rigaud)

Im Vorwort an Henri II:

1 - Puis le grand Empire de l'Antechrist commencera dans la Atila & Zerses descendre en nombre grand & innumerable,

2 - tellement que la venue du Sainct Esprit procedant du 48. degré, fera transmigration, dechassant à l'abomination de l'Antechrist, faisant guerre contre le royal qui sera le grand Vicaire de Iesus-Christ, & contre son Eglise, & son regne per tempus, et in occasione temporis

3 - & precedera devant une eclypse solaire le plus obscur, & le plus tenebreux, qui soit esté depuis creation du monde iusques à la mort & passion de Iesus-Christ, & de la iusques icy,

4 - & sera au moys d'octobre que quelque grande translation sera faicte, & telle que l'on cuidera la pesanteur de la terre avoir perdu son naturel mouvement, & estre abismee en perpetuelles tenebres,

5 - seront precedens au temps vernal, & s'en ensuyant apres d'extremes châgemens, permutations de regnes, par grands tremblements de terre,avec pullulation de la neufve Babylonne, fille miserable augmentee par l'abomination du premier holocauste, & ne tiendra tant seulement septante trois ans, sept moys,

6 - puis apres en sortira du tige celle qui auoit demeuré tant long têps sterille, procedant du cinquantesme degré, qui renouvellera toute l'Eglise Chrestienne.

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Zwischenrufe

BBouvier, Sonntag, 29. Dezember 2019, 23:48 vor 332 Tagen @ Einhorn 1461 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 00:16

<"... damit ergibt sich hier automatisch der Link
zum Quatrain X. 47 mit Putin und seinem Volk der "mongolais"!">

<"Und was bedeutet das "Angolmois"?
Es ist offensichtlich ein Anagramm,
aus dem man ohne etwas hinzubiegen oder zu ergänzen
das Wort "mongolais" bilden kann.">

Hallo, Einhorn!

Nur kurz ein paar Zwischenrufe:

1.
Dumm ist da nur, daß auf Französisch doch
der Mongole = le Mongol
die Mongloen = les Mongols
die Mongolei = la Mongolie
... heißt.


Mal ganz abgesehen davon, daß im Vers doch
"Angolmois" (!) steht und in keiner Weise "mongolais",
geschweige denn "Mongols" = Mongolen.
Und Putin ist also der König der Mongolen?
Nicht Dein Ernst, oder??
Allerdings habe ich genau das (!) bereits vor 20 Jahren so gelesen,
und das hat mittlerweile soooo ´nen Bart!

Die Sache mit den "mongolais" hat sich mal ein Scharlatan ausgedacht,
der - wohl mit Recht - darauf spekulierte,
daß sich die Fremdsprachkenntnisse der Leser auf
- kids
- cars
- computers
- payback
- shopping
- beauty
- stars
- etc. ...... US-Sprech beschränken
Merke:
Es gibt so ein Wort: "mongolais" doch überhaupt nicht mal! :-D

2.
Und dann noch:
<"ist eine weitere Bestätigung der Papstsequenz
in der Malachiasweissagung erfolgt
">

Es muß doch nun wirklich nicht sein, daß jetzt wieder mal versucht wird,
uns diese olle Fälschungskamelle neu aufzubraten!
Bei Interesse, dazu hier mehr:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=36932
https://schauungen.de/forum/index.php?id=36935

3.
<"... beeinflussen meine Gewichtung der in Frage gestellten Schauungen/Prophezeiungen">

Ist es denn tatsächlich so schwierig zu begreifen, daß es sich bei
Prophezeiungen um eine Literaturgattung handelt, während hingegen
Schauungen immerhin präcognitiv relevant sein könnten (!)?

4.
Was meine Chronologie von 1988/89 betrifft, so ist sie
hinfällig - ich habe immer wieder darauf hingewiesen -
denn sie stützt sich insbesondere auf den Lügen- und Betrugskanon
europäischer "Prophezeiungen", wobei sich insbesondere das
saubere Fälschungspaar Irl-Adlmaier unrühmlich-kriminell
mit ihrem "3. Weltkrieg" hervorgetan haben.
Damals hat man es nicht anders/besser wissen können.
Aber jetzt schon!! :lehrer:

5.
<"Pater Paisios spricht wörtlich von einem “Herabkommen” der Russen.">

Zum "Pater Paisios" - so eine Art griechischer Irlmaier (!),
ist zu sagen:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=50952
https://schauungen.de/forum/index.php?id=36344
https://schauungen.de/forum/index.php?id=36346
:tonne:

6.
<"In dieser soll laut Irlmaier ein "dritter Hochgestellte" ermordet werden.">

Muß denn diese ausgelutschte Kamelle von/für ca. 1950 (!)
wirklich wieder sein?
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=28652
Taurec:
"Neulinge, die nicht alles gelesen und die Entwicklung des Themas
nicht verfolgt haben, glauben diesen Unsinn,
den man ihnen dann wieder mühsam ausreden muß."

7.
Zu Irlmaiers "Gelber Strich" - mal nachgefaßt:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=37380
sowie - nachher weiß Irlmaier nicht mehr, was er sich zuvor zusammengelogen hatte:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=37376

8.
Daher:
Der (fast schon verzweifelte) Versuch, mittels gefälschter "Prophezeiungen"
und einigem Hinbiegen sowohl des Nostradamus als auch
gegenwärtiger geostrategischer Beziehungen der Großmächte -
hin, auf das vorgegebene Ziel "3. Weltkrieg", kann nicht anders
genannt werden, als nicht nachvollziehbar und rundweg gescheitert.

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Nachtrag zu Irlmaiers "Gelber Strich" und Mikrodrohnen

BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 01:56 vor 332 Tagen @ BBouvier 1461 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 02:14

Hallo!

Irlmaier behauptet:
"... westliche Flugzeuge werfen zwischen Salzburg
und Ostsee in einem Streifen soviel 'gelben Staub' ab,
daß es darunter finster wird
."


Da ein Frachtflugzeug mit ca. 650 Km/h fliegt,
legt es in der Minute 11 Kilometer zurück
und pro Sekunde 180 Meter.
Alle 25 Meter (s. ggfls. meine Berechnung oben)
muß aus dem Flugzeug eine ganze Tonne Irlmaiers "Gelber Staub"
außenbords geschaufelt werden.

Bei einer Nutzlast von 40 Tonnen ist das Flugzeug
nach einer Flugstrecke von 1.000 Metern leer
:
Es wurden in 5,5 Sekunden 40 Tonnen Irlmaiers "Gelber Staub"
in´s Freie gebracht, weswegen es darunter angeblich finster wird.

Die Breite des "Gelben Striches" nehmen wir (s.o.)
mal mit 30 Kilometern an, weswegen da eng nebeneinander
=>
pro 25 Meter : 1 Flugzeug = 30.000 Meter : x Flugzeuge
=>
1.200 Frachtflugzeuge fliegen müßten, die - ich erwähnte es bereits -
jedoch bereits am nördlichen Stadtrande Salzburgs leer sein werden.
Und bis zur Ostsee sind es noch 700 Kilometer.

Das alles ist derart hahnebüchen, daß die Schweine pfeifen.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

<"Die Perdix ist ein 3D gedruckter Granatwerfer,
mit einer Länge von 16,5 cm, einer Flügelspanne von 30 cm
und einer Geschwindigkeit von 74 bis zu 112 Stundenkilometer.
Also genau richtig für die "schwarzen Kastl" des Irlmaier
und auch so billig, dass problemlos Schwärme von Tausenden gefertigt werden können.
">

Hallo, Einhorn!

"Perdix" sind keine "Grantatwerfer" sondern Mikrodrohnen (!)
zur "intelligenten" Gefechtsfeldüberwachung.
Und sie werfen auch keine Irlmaiersche Lügenkästen ab,
sondern sie (!) werden selbst (!) aus Transportkästen
von Flugzeugen abgeworfen.

<"Allerdings bis die benötigten großen "Perdix"-Schwärme
für den "gelben Strich" zur Verfügung stehen
....">

Nun komm´ mal wieder runter, ja? :-)
Zum Legen des Irlmaierschen "Gelben Striches" müßten diese
winzigen Aufklärungsmikrodrohnen 33 Millionen, sechshunderttausend Tonnen
chemischen Kampfstoff transportieren.
Es sei denn, Irlmaier hätte da wieder mal gelogen.
Darauf hättest Du auch vielleicht selbst kommen können?

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Natürlich sind es Minidrohnen die aus Flugzeugen geworfen werden!

Einhorn @, Montag, 30. Dezember 2019, 20:38 vor 331 Tagen @ BBouvier 1227 mal gelesen

Hallo BBouvier

Ich weiß nicht was Du hast, aber ich hab doch geschrieben, dass es kleine Drohnen sind, die aus Flugzeugen geworfen werden. Der Begriff "Granatwerfer" stammt nicht von mir.

Also mein Augenmerk lag in erster Linie auf den sog. "Tauben", also den kleinen Flugkörpern, die es ja bis vor kurzen gar nicht gab. Nun gibt es sie seit kurzem und man ist dabei immer größere intelligente Schwärme zu bilden, die kleine Lasten (Gewicht von Granaten) tragen können und die durch 3-D Druck so billig sind, dass man sie zu Tausenden und Hunderttausenden fertigen wird können.

Jetzt kann man beginnen sich zu überlegen, wie mit ihnen so ein "Strich" gezogen werden kann. Dabei glaube ich nicht, dass man entlang der ganzen Linie die "Kastl" abwerfen muss, sondern nur dort wo die Panzer fahren. Also nur auf einen Bruchteil der Strecke. Ich bin auch überzeugt, dass wir überhaupt keine Ahnung haben, was für ein Kampfstoff es sein könnte, wie er wirkt und wie er benutzt werden muss. Also ich befinden mich hier auf einem Gebiet wo ich nur spekulieren kann. Und das lasse ich lieber.

Faktum ist, dass es nun bald die Möglichkeit gibt, das, was der Irlmaier "gesehen" hat, auch in die Realität umzusetzen und dass damit ein weiterer Schritt in eine Möglichkeit getan wurde, die es früher nicht gab und die gar nicht erstrebenswert ist.

Herzliche Grüße

Einhorn

Schade, dass meine Einleitung außer Acht gelassen wurde

Einhorn @, Montag, 30. Dezember 2019, 14:29 vor 331 Tagen @ BBouvier 1145 mal gelesen

Hallo BBouvier,

vielen Dank für Deine "Zwischenrufe". Allerdings sollte gerade meine Einführung, in der ich meine Herangehensweise und Positionierung auf diesem Gebiet erläutert habe, verhindern, dass man unnötige Zeit in solche und ähnliche "Zwischenrufe" investiert, weil sie nichts bewirken, wenn das eigentliche Thema davon unberührt bleibt. Und außerdem haben wir ja unsere unterschiedlichen Standpunkte bezüglich der Behandlung von Prophezeiungen schon zu genüge durch unseren vorherigen E-Mail-Wechsel kennen gelernt. Und da es nichts bringt an einzelnen Bäumen herum zu doktern wenn dabei der Wald aus den Augen verloren geht, werde ich auch auf die einzelnen Punkte nicht eingehen. Wie ich schrieb, kenne ich ja alle Einwände bereits und teile eben nicht Deine Sichtweise, bzw. Deine Gewichtung. Und so sollten wir es beim Spruch belassen: "Jedes Tierchen hat sein Pläsierchen".

Mein Anliegen war zu zeigen, dass man beim Nostradamus durchaus Stellen finden kann, die unsere bekannten Prophezeiungen bestätigen und dass auch Ereignisse unserer Zeit in seinen Prophezeiungen zu finden sind. Mehr nicht. Ich würde mich freuen, wenn mir dies gelungen ist.

Ansonsten sind wir beide ja einer Meinung, dass die Aussicht, dass sich solche Prophezeiungen erfüllen könnten, durchaus nicht erfreulich ist und es schön wäre, wenn sie nicht zutreffen würden. Aus meiner Sicht sind jedoch im Moment die Chancen dafür gering, Du siehst es anscheinend anders. Die Zukunft wird zeigen, wer die Lage besser eingeschätzt hat. Es würde mich freuen, wenn Du es wärst.

In diesem Sinne, wünsche ich Dir ein optimales Jahr 2020 auf allen Ebenen Deines Seins.

Herzliche Grüße

Einhorn

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Ein abstrus-grotesker Schwindel- und Fälschungsbrei

BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 14:58 vor 331 Tagen @ Einhorn 1167 mal gelesen

<"Ansonsten sind wir beide ja einer Meinung, dass die Aussicht,
dass sich solche Prophezeiungen erfüllen könnten.
..">

Hallo, Einhorn!

Bist Du Dir ganz sicher, daß Du mich da nicht mit
Jemand anderem verwechselst?
Oder: "Ich weiß, was Sie denken!" ?
Denn "Prophezeiungen" sind erstmal nur reine Behauptungen (!)
und darüberhinaus eine Literaturgattung!
Und in unserem Fall ein einziges Konglomerat lauter Lügen und Betrügereien.

<"Aus meiner Sicht sind jedoch im Moment die Chancen (BB: des Nichteintreffens)
dafür gering, Du siehst es anscheinend anders.
">

Wie sollte denn wohl dieser abstrus-groteske Schwindel- und Fälschungsbrei
ohne jegliche präcognitive Basis jemals "eintreffen"??

:trost:

Grüße,
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Lügengebäude aufdecken

BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 15:40 vor 331 Tagen @ Einhorn 1116 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 15:49

<"... sollte gerade meine Einführung...verhindern, dass man unnötige Zeit
in solche und ähnliche "Zwischenrufe" investiert, weil sie nichts bewirken,
wenn das eigentliche Thema davon unberührt bleibt.
">

Hallo, Einhorn!

Die Richtigstellung und das Verwerfen von Lügenprophezeiungen
halte ich allerdings für essenziell bei redlicher Quellenforschung
und wissenschaftlichem Vorgehen.
Wenn "das eigentliche Thema" (Irlmaiers 3. Weltkrieg) als zu beweisendes
und geglaubtes Endziel von vorn herein postuliert wird,
dann ist das Zitieren erlogener Prophezeiungen zur Untermauerung
dessen schlicht untauglich.

<"... da es nichts bringt an einzelnen Bäumen herum zu doktern
wenn dabei der Wald aus den Augen verloren geht,
werde ich auch auf die einzelnen Punkte nicht eingehen.
">

Das solltest Du aber!
Denn den "einzelnen Bäumen", an denen man Deiner Meinung nach
nicht rühren darf, um die vorgefaßte "Endidee" nicht zu gefährden,
handelt es sich allerdings um Lügen, Betrug und passend
zurechtgebogenem "Nostradamus".

<"teile eben nicht Deine Sichtweise">

Betrug und Lügen aufzudecken, ist sicherlich keine (!) "Sichtweise"!

<"Jedes Tierchen hat sein Pläsierchen.">

Sicherlich.
Ich bin gar nicht schlecht darin, Lügengebäude aufzudecken. :lol2:

Gruß,
BB


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Prophezeiungen bestätigen sich gegenseitig

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. Dezember 2019, 17:07 vor 331 Tagen @ Einhorn 1211 mal gelesen

Hallo!

Mein Anliegen war zu zeigen, dass man beim Nostradamus durchaus Stellen finden kann, die unsere bekannten Prophezeiungen bestätigen und dass auch Ereignisse unserer Zeit in seinen Prophezeiungen zu finden sind.

Ja natürlich! Nostradamus Weltbild war ja die selbe christliche Endzeitmythologie, aus der sich die späteren Prophezeiungen entwickelten. Mit etwas Deutungs- und Biegungsgeschick lassen sich die nostradamischen Aussagen und die neueren Prophezeiungen derart aufeinander zubiegen, daß sie am Ende recht gut fluchten. Den Rest erklärt man mit "seherischer Unschärfe" oder dergleichen, wobei man natürlich beide Augen zudrücken muß, um den Unterschied zwischen der Literaturgattung "Prophezeiungen" und dem paranormalen Phänomen der Schauungen und Visionen nicht wahrhaben zu müssen. ;-)

Allerdings sollte gerade meine Einführung, in der ich meine Herangehensweise und Positionierung auf diesem Gebiet erläutert habe, verhindern, dass man unnötige Zeit in solche und ähnliche "Zwischenrufe" investiert, weil sie nichts bewirken, wenn das eigentliche Thema davon unberührt bleibt. [...] Und da es nichts bringt an einzelnen Bäumen herum zu doktern wenn dabei der Wald aus den Augen verloren geht, werde ich auch auf die einzelnen Punkte nicht eingehen.

In meinen Beiträgen habe ich allerdings wesentliche tragende Blöcke aus Deinem Machwerk herausgezogen, als da insbesondere wären:

  • Schon der Originaltext gibt die Übersetzung "Schreckenskönig" nicht her. Gemeint ist vielmehr das genaue Gegenteil.
  • Selbst wenn Malachias keine Fälschung wäre, stünde dort nichts von einer Sonnenfinsternis.
  • Attila war Hunne, kein Mongole.
  • Das Anagramm "Mongolais" ergibt sprachlich keinen Sinn. In X/72 steht von irgendeinem Gegner aus dem Osten also kein Sterbenswörtchen!
  • Nostradamus meinte offenbar tatsächlich 1999 und erwartete zu dieser Zeit die Finsternis und Wiedererrichtung des christlichen Reiches durch Chyren aus dem Stamme Valois-Angoulême, womit er sich mindestens zeitlich schlicht geirrt hat.

(Und dabei habe ich den Text der Länge wegen erst halb geschafft. Wenn aber schon die Grundlagen nicht stimmig sind, werden es darauf aufbauende Gedanken wohl nicht mehr geradebiegen können.)

Willst Du solche Einwände etwa mit dem Hinweis auf eine angebliche Wurzel außerhalb der 3-Dimensionalität-Dimensionalität, weswegen logische Argumente nicht ziehen würden, wegwischen?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Permutations-Rechner...

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Freitag, 03. Januar 2020, 23:47 vor 327 Tagen @ BBouvier 977 mal gelesen

Hallo BBouvier!

Allein beim Wort "Chiren" mit 6 Buchstaben rechnet Powershell mir 720
Permutationen aus. Hier kann man leider nur Bilder hochladen und
keine Textdateien.

Kein Problem mit "Chiren". Bei "Angolmois" sieht es anders aus: Die
Kombinationen sind n!, das heißt Chiren wie erwähnt n! von 6=720, und
Angolmois Fakultät n! von 9=362880 Kombinationen.
"Chiren" ist bei mir nach 10 Sekunden durch.

Ich lief das Programm ein paar Male ca. 20 Minuten laufen, aber mein
Geduldsfaden riß mir bei "Angolmois" leider ab. Das kann mehrere
Stunden dauern.
Und bringt die Rechnerei uns wirklich weiter?

Die Kombinationen mit "sang" fielen mir auf: Könnte das Anagramm
irgendetwas mit "Blut" bedeuten? "moi Sang ol", oder sö?
Aber wohl kaum ola mi song :hammer:

Andererseits bringt der Mongolen-Quark auch nichts, bloß
weil "Angolmois" so ähnlich klingt wie "mongolais".
Wie auch immer, das große Raten geht weiter.:spinnt:

Herzliche Grüße und ein frohes Neues Jahr wünscht Dir

Eyspfeil

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ein Türkenascher?

BBouvier, Samstag, 04. Januar 2020, 00:38 vor 327 Tagen @ Eyspfeil 1005 mal gelesen

Danke sehr, Eyspfeil!

Taurec zu "Angolmois":
=>
"Angolmois" ist ein Hinweis auf die ehemalige französische Provinz Angoumois,
die mit dem Herzogtum Angoulême identisch ist.
Herrscher von Angoulême war das Haus Valois-Angoulême.
„Angolmois“ kann als eine Verschmelzung der beiden Namensbestandteile
aufgefaßt werden: „Ango(u)l(ê)m(e)-(Val)ois“
."

Anderes, fiktives Exempel.

In einem alten Fachbuch für Tischlerei fände sich folgendes Wort:
"Schrankthüre"
Da darf man wohl getrost davon ausgehen,
daß der Autor damit eine Schranktür(e) gemeint hat.
Und nicht z.B. eine Rükschtaner, einen Türkenascher oder Kranschürte, etc., etc.

BesteGrüße dir!
BB


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Fälschungen zu verbreiten, halte ich für unverantwortlich

BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 02:31 vor 332 Tagen @ Einhorn 1132 mal gelesen

<"... dass der hier veröffentlichte Text aus einer Abhandlung entnommen wurde,
an der ich gerade schreibe und die sich an Leute richtet,
die wenig Ahnung von den vorhandenen Prophezeiungen haben
.">

Hallo, Einhorn!

Der Beitrag eignet sich wohl kaum dazu, Menschen, die sich
bisher noch nicht intensiv und auch kritisch mit dem Gesamtkomplex
"europäische Prophezeiungen" beschäftigt haben, sachkundige
Information zu vermitteln.
Der Artikel steckt nämlich voller Fehler und belegt insbesondere die
massiven Wissenslücken des Schreibers.

Vor allem halte ich es für unverantwortlich,
auf Basis lauter Lügen, Fälschungen und Betrügereien
Ahnungslose in Angst&Schrecken vor einem "3. Weltkrieg"
zu versetzen!

Grüße,
BB


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Der Versuch, Gläubigen mit Argumenten zu kommen, ist nicht zielführend

BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 15:08 vor 331 Tagen @ BBouvier 1052 mal gelesen

<"... Abhandlung entnommen wurde, ... die sich an Leute richtet,
die wenig Ahnung von den vorhandenen Prophezeiungen haben
.">

Hallo, Einhorn!

Ein Werk, das die Prophezeiungen des europäischen Kanons auch nur zitiert,
hätte einen beachtlichen Umfang und würde wohl mehr als 700 Seiten umfassen.

Lesern, die von diesem Thema wenig oder keine Ahnung haben,
müßte man nun erklären und ihnen nachvollziehbar auch belegen (!),
daß es sich dabei rein um ein einziges Lügengebäude handelt, das ausschließlich aus Betrug,
Fälschungen, närrischen Glaubensbekenntnissen, wirren Endzeitphantasien,
paranioden Wahnvorstellungen, etc. besteht.

Taurec und ich haben ein solches Projekt einige Male kurz durchdacht
und dann sogleich wieder verworfen, weil man sämtliche "Prophezeiungen"
einzeln und nacheinander behandeln müßte - das ergäbe
ein Gesamtwerk mehrerer Bände, jeweils à 700 Seiten!

Allein die Besprechung all der Lügen des sauberen Betrüger und Fälscherpaares
Adl-Irlmaiers würde bereits ein beachtlich dickes Buch füllen.

Exemplarisch:
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=search&search=Irlmaierplagiat
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=search&search=Irlmaierecho&p_category=0&search_submit=Suche&method=0

Im übrigen kommt man gegen dogmatisch verbiesterten Glauben
auf Basis psychischer Verfaßtheit mit rationalen Argumenten
eh nicht an ...

Grüße,
BB


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X/47 ?

BBouvier, Montag, 30. Dezember 2019, 03:05 vor 332 Tagen @ Einhorn 1154 mal gelesen

<"Und damit ergibt sich hier automatisch der Link
zum Quatrain X. 47 mit Putin und seinem Volk der "mongolais"!
">

Hallo, Einhorn!

Vers X/47 lautet allerdings (der ist schwierig, zu übersetzen!)
=>
Von der Stadt Bourges (?) zur Dame Gyrlande
Man setzt sie darüber durch den begangenen Verrat
Der große Prälat von Leon durch Formande
Falsche Pilger und Räuber losgemacht (oder defekt)

Zeile
1
die Dame ist, wie so oft, die frz. Republik,
hier im Gyros - in einem Strudel
2.
setzt sie in Kenntnis?
3.
Prälat = Bischof ... Formande = von Lat. forma = Erscheinung/Format ?
Großer Prälat = wohl Papst
4.
- - -

Von Putin und dessen Mongolen allerdings keine Spur ...

Gruß,
BB


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X/72 – Einwände

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. Dezember 2019, 12:12 vor 331 Tagen @ Einhorn 1219 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Montag, 30. Dezember 2019, 12:25

Hallo!

Damit es bei dieser Textwand überhaupt zu einer Antwort kommt, gehe ich stückweise vor.

Ein paar Einwände, welche die Übersetzung und Deutung von X/72 betreffen:

1.

Denn es ist nicht der Stil des Nostradamus, unvollendete lateinische Bruchstücke, die auch noch ergänzt werden müssen, zu benutzen ("an(nus) mil(lennium) novum cens(eo) non ante novem sept(em) mois”" ??).

Obiges hat auch niemand behauptet (oder ist jedenfalls nicht die für mich abschließende Deutung der Zeile). Wie kommst Du darauf? Die erste Zeile ist tatsächlich relativ unlateinisch zu übersetzen.

Originaltext:
L’an mil neuf cens nonante neuf ſept mois
Du ciel viendra vn grand Roy deffraieur
Reſuſciter le grand Roy d’Angolmois.
Auant apres Mars regner par bon heur.

Die erste Zeile läßt sich tatsächlich übersetzen mit: "Das Jahr 1999, sieben Monate"

BBouvier und ich haben das tatsächlich an mehreren Stellen vergleichbar gehandhabt.

  • Brief an Heinrich II.:
    Et depuis la fin du deluge iuſques à la natiuité d’Abraham, paſſa le nombre des ans de deux cens nonante cinq.
    "Seit dem Ende der Sintflut bis zur Geburt Abrahams vergingen 295 Jahre."
    Et depuis l’edification du temple iuſques à Ieſus Chriſt ſelõ la ſupputation des hierographes, paſſerent quatre cens nonante ans.
    "Vom Bau des Tempels bis Jesus Christus vergingen gemäß der Berechnung der Bibelkundigen 490 Jahre."
    & durera ceſte icy iuſques l’an mil sept cens nonante deux que l’on cuydera eſtre vne renouation de ſiecle:
    "Es dauert dieses (unser Zeitalter) hier bis zum Jahre 1792, wenn man eine Erneuerung des Zeitalters wähnt."
  • I/47:
    L’an mil ſept cens feront grands emmenées,
    "Im Jahre 1700 machen sie große Beutezüge"
  • III/57:
    Taintz en ſang en deux cens nonante an:
    "Gefärbt mit Blut in zweihundertneunzig Jahr."
  • III/77:
    L’an mil ſept cens vingt & ſept en Octobre:
    "Das Jahr 1727 im Oktober."
  • VI/2:
    En l’an cinq cens octante plus & moins,
    "In dem Jahr fünfhundertachtzig mehr und weniger,"
    En l’an ſept cens, & trois cieux en teſmoings.
    "In dem Jahr siebenhundert und drei jene dessen Zeugen."
  • VI/57:
    L’an mil ſix cens & ſept, de Liturgie.
    "Das Jahr tausendsechshundert und sieben der Liturgie."
  • VIII/71:
    L’an mil ſix cens & ſept par ſacre glomes
    "Das Jahr 1600 und 7 durch heilige Verwicklungen,"
  • X/91:
    Clergé Romain l’an mil ſix cens & neuf,
    "Römischer Klerus, das Jahr eintausend sechs hundert und neun,"

"Das Jahr 1999, siebten Monate" ist angesichts dessen die richtige und völlig legitime Übersetzung!

Wenn wir davon abweichen, ist das eher der Versuch, den Vers durch Mutmaßung eines doppelten Bodens auf etwas anderes zu beziehen, weil sich Nostradamus andernfalls offensichtlich geirrt hätte.

Wir postulieren daher:
"Cens" gibt es im modernen und mittleren Französisch als Substantiv ("Zensus", "Schätzung") und im Mittelfranzösischen darüber hinaus als "censer". Da "Zensus" hier nicht paßt, ist davon auszugehen, daß es sich tatsächlich um eine abgeschliffene Verbform von "censer" handelt, vermutlich um "je cense" ("ich schätze").
"Nonante" wäre in Wirklichkeit Latein: "non ante" ("nicht vor").

Das erscheint angesichts der vielen Gegenbeispiele abwegig, ist aber möglich.

Die Übersetzung lautete dann: "Das Jahrtausend neu, ich meine, nicht vor neun, sieben Monate"

2.

Als Nostradamus lebte, konnte man schon Sonnenfinsternisse im voraus berechnen, da der Saroszyklus bekannt war, Sichtbarkeitsbereich und genauer Zeitpunkt allerdings noch nicht.
[...]
Und so eine totale, im Jahrhundert einmalige Sonnenfinsternis, die über ganz Europa zog, hätte damals sicher einen großen Schrecken als Vorankündiger von Seuchen, Kriegen u.ä. verbreitet. Und aus dieser Sicht dürfte zweifelsohne die Sonnenfinsternis im August 1999 das Ereignis sein, das Nostradamus meinte und kein anderes.

Konnte man damals nun berechnen, wo die Sonnenfinsternis erscheinen würde, so daß Nostradamus sie als über ganz Europa ziehendes Unheilszeichen gemeint haben könnte, oder nicht? ;-)

3.

Nebenbei bemerkt: Mit dieser Finsternis ist eine weitere Bestätigung der Papstsequenz in der Malachiasweissagung erfolgt und damit ein weiterer Schritt auch in diesem Countdown geschehen.

1. Malachias ist eine seit Jahrhunderten nachgewiesene Fälschung. Ihn immer wieder auszugraben, hilft einem nicht unbedingt beim Aufbau einer nachvollziehbaren Argumentation.
2. "De labore Solis" heißt "Von der Mühe der Sonne", nicht aber "Von der Bedrängnis der Sonne" oder desgleichen. "Labor" ist "Arbeit" im Sinne einer Werktätigkeit oder schwierigen Aufgabe und damit verbundenen Beschwerlichkeit. "De labore Solis" heißt also "von der Arbeit/Tätigkeit/Anstrengung der Sonne". Dieser Papst wird in der Malachiasfälschung also als sonnengleich, die Tätigkeit und den Willen der Sonne (Gottes) vollziehend und die damit verbundene Bürde ertragend bezeichnet.
Arbeit als Mühseligkeit, Bedrängnis, Not, Plage etc. ist nicht als Bedrängnis von außen zu verstehen sondern als Attribut, das man mit einer von einem selbst verrichteten Arbeit verbindet. Wäre hier von einer Sonnenfinsternis die Rede (Bedrängnis der Sonne von außen bis zum Verschwinden), dann müßte dort "de angustiis Solis", "de necessitate Solis", "de defectione Solis" oder desgleichen stehen. Man sollte schon Latein können, wenn man sich an solche Dinge heranwagt, was viele der eine Sonnenfinsternis hineinlesenden entweder nicht taten oder es mutwillig ignorierten, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

4.

Vom Himmel kommt ein großer Schreckenskönig.

Im Originaltext steht nicht "d’effrayeur" sondern "deffraieur".
Letzteres leitet sich vom Verb "défrayer" ab. Dieses hat im Mittelfranzösischen zwei mögliche Ableitungen:
"frangere": Dann bedeutet es so viel wie "freimachen" (und zwar durchaus wirtschaftlich).
"(ex)fridare": Dieses ist tatsächlich eine pseudolateinische Wortschöpfung aus dem Germanischen. "Fridare" von "Frieden". "Exfridare", wovon sich tatsächlich "effrayer" ("schrecken") ableitet, bedeutet wörtlich "aus-frieden", also des inneren Friedens entledigen. "Défrayer" scheint in diesem Sinne das Gegenteil zu sein, nämlich "be-frieden". Dem entsprechend wird es noch im heutigen Französisch mit der Unterbedeutung "amuser" geführt: "Défrayer la compagnie de bons mots, de plaisanteries" heißt: "eine Gesellschaft mit schönen Worten, mit Scherzen erfreuen".

Ein "défrayeur" ist dementsprechend ein "Freimacher" bzw. "Befreier" oder ein "Befrieder". Der "d’effrayeur" kam erst in späteren Gesamtausgaben der Centurien auf. In keiner Erstausgabe von 1568 gibt es eine Vorlage für diese Variante, so daß davon auszugehen ist, daß der "Schreckenskönig" ein Produkt späterer Verfälschung ist. Es ist kein "Schreckenskönig", sondern ein "König über den Schrecken".

Wieviel bleibt unter diesen Gesichtspunkten noch von Deiner Detung (bzw. der populären Deutung) von X/72 übrig?
Vor allem der "Schreckenskönig" zerfällt bar jeglicher sprachlichen Grundlage völlig zu Staub.

Wir stellen fest:
1. Je nach Beginn des Jahres scheint der Juli (heutige Zählung) oder September (nach dem ursprünglichen Jahresbeginn im März) 1999 als legitime Übersetzung der ersten Zeile dazustehen.
2. "König Befreier" ist in der zweiten Zeile gemeint. Dies ist die einzige wortgetreue Übersetzung. Was auf "Schreckenskönig" abzielt, entspringt einer späteren Verfälschung des Urtextes und ist falsch!
3. Die Deutung auf August 1999 und die Sonnenfinsternis als "Schreckenszeichen" ist daher ebenso falsch und abwegig. Auch die darauf zielende Interpretation der Malachiasfälschung ist abwegig nicht nur, weil Malachias eine Fälschung ist, sondern auch, weil eine lateinischem Wortsinn und Sprachgefühl nicht entsprechende Übersetzung gewählt wurde.
4. In diesem Lichte scheint Nostradamus für 1999 tatsächlich das Auftreten des "großen Monarchen" vorausgesagt zu haben, der vom Himmel gesandt das untergegangene Geschlecht Valois-Angoulême wiederbeleben und als Herr über den Schrecken, als Befreiungs- und Friedenskönig in einem Zeitalter des Friedens herrschen sollte. Da Nostradamus Chyren an anderer Stelle durchaus Blois zuordnet, wo nach dem Untergang des Hauses Valois keine französischen Könige mehr residierten, liegt die Vermutung nahe, daß Nostradamus Chyren für jenen Friedensherrscher hielt, der aus dem Hause Valois-Angoulême stammend jenes wiederauferstehen lassen sollte. Das Jahr 1999 stellt schon durch die Jahreszahl eine Zeitenwende dar, auf welche Nostradamus Chyrens Auftreten projiziert zu haben scheint. Die wenigstens als pauschale Erscheinung vorausberechenbare Sonnenfinsternis 1999 könnte dabei eine Rolle gespielt haben. Stimmt diese naheliegende Deutung, so wäre X/72 ganz offensichtlich von Grund auf falsch, weil der erhoffte Friedensherrscher vor 20 Jahren ausblieb und bis heute nicht aufgetreten ist. Putin kann diese Rolle für Europa keineswegs ausfüllen.

So steht man an dieser Stelle vor den Alternativen, Nostradamus als einen doch nicht so großen Meister anzuerkennen, als gemeinhin geglaubt wird, oder mit der Deutung auf Heinrich IV. mittels eines doppelten Bodens dem Leser ein interessantes Hintertürchen zu schaffen. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Viele Dank für Deine Mühe!

Einhorn @, Montag, 30. Dezember 2019, 20:51 vor 331 Tagen @ Taurec 1068 mal gelesen

Hallo Taurec

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Teilweise hast Du Dir wirklich zuviel unnütze Mühe gemacht und manchmal verstehe ich den Anlass nicht.

So zB. unter 1 - Ich habe doch genau den angegebenen julianischen Zeitraum Juli 1999 benutzt (nach unserem Kalender der Juli - August). Zur Zeit von Nostradamus gab es unseren gregoriansichen noch nicht. Ich weiß nicht was Dich veranlasst hat, die ganzen verschiedenen Zeitangaben aufzuführen. Danke jedenfalls, sehr interessant. Und außerdem: Die "an(nus) mil(lennium) novum cens(eo) non ante novem sept(em) mois”-Interpretation, stammt doch nicht von mir, sondern war in diesem Forum zu finden. Der Autor war BBouvier.

2 - Da er den Sichtbarkeitsbereich dieser Sonnenfinsternis noch nicht berechnen konnte, musste er sie auf seine übliche Art und Weise "gesehen" und deshalb im Sinne des damals herrschenden Zeitgeistes so markant beschrieben haben. Hast Du eine bessere Erklärung?:-)

In diesem Zusammenhang eine Frage: Hast Du in Deiner anscheinend reichhaltigen Bibliothek ein Facsimile von einer Ephemeride aus der Zeit von Nostradamus? Würde mich interessieren, welche Daten da aufgeführt waren.

3 - Also ich erinnere mich, dass bereits vor der Wahl von Johannes Paul II die Übersetzung "von der Sonnenfinsternis" lautete. Kenne auch keine andere die üblicherweise benutzt wird. Deshalb hat man auch so intensiv auf die Sonnenfinsternis bei seiner Geburt hingewiesen. Fakt ist, dass am Anfang die katholische Kirche gegen diese Papst-Sequenz angekämpft hat und sich dann anhand der Treffer geschlagen geben musste. Und nun ist sie scheinbar akzeptiert, denn vor einigen Jahren habe ich mich mit einem Priester ganz normal über sie unterhalten und er wusste bestens Bescheid. Unabhängig davon wie sie entstanden ist, ob Fälschung oder nicht, sie ist nun fest verankert im kollektiven Bewusstsein und entfaltet demgemäß ihre Wirkungen. Schau doch den 11. September an. Was bewirkt es, wenn wir darauf hinweisen und beweisen dass die offizielle Verschwörungstheorie Lug und Trug ist? Die 3D-Manifestationen in Politik, Kriegen, Leid usw. entwickeln sich weiterhin so, als ob die Teppichmesser-Terroristen verantwortlich wären. Und weshalb? Weil die Lüge zum allgemeinen Konsens geworden ist. Und nur auf ihn kommt es an.

4- Ich respektiere Deine Sicht, teile sie aber nicht, weil die Wiederauferstehung von Russland durch Putin ein epochaler Fakt ist, der auch noch genau in die von Nostradamus genannte Zeit fällt. Und dieser echte herausragende Treffer ist doch eher Nostradamus zuzutrauen, als eine Fehlprognose von einem Befreiungs- und Friedenskönig von dem weit und breit nichts zu sehen ist. Meinst Du nicht auch?

Nun haben unsere Foristen ein weites Spektrum an Meinungen und können sich diejenige zu eigen machen, die ihnen plausibler erscheint.

Herzliche Grüße

Einhorn

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Sonnenfinsternis, Malachias

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. Dezember 2019, 22:35 vor 331 Tagen @ Einhorn 1118 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Montag, 30. Dezember 2019, 23:00

Hallo!

2 - Da er den Sichtbarkeitsbereich dieser Sonnenfinsternis noch nicht berechnen konnte, musste er sie auf seine übliche Art und Weise "gesehen" und deshalb im Sinne des damals herrschenden Zeitgeistes so markant beschrieben haben. Hast Du eine bessere Erklärung?:-)

Nostradamus beschreibt die Finsternis von 1999 mit keinem Wort und schon gar nicht "markant". Er nennt lediglich ein Datum.
Er beschreibt aber die (dreitägige) Finsternis in dem Brief an Heinrich II. Weil in X/72 zwar 1999 genannt wird, aber wegen der genannten sprachlichen Einwände dort sicher nicht von Mongolen/Russen und Putin die Rede ist, gehe ich davon aus, daß Nostradamus für 1999 den "Großen Monarchen" (oder eine vergleichbare Figur, nicht unbedingt Chyren) erwartete und somit logischerweise auch die Finsternis. Das Datum war also nachweislich falsch. Aber ich wiederhole mich.

Meine Mutmaßung war daher, daß Nostradamus die Finsternis 1999 zwar dem Datum nach kannte, aber nicht den Ort. Weil es aber so schön paßte, betrachtete er es als Untermauerung seines selbst lediglich interpretierten, aber nicht gesehenen Datums 1999.

In diesem Zusammenhang eine Frage: Hast Du in Deiner anscheinend reichhaltigen Bibliothek ein Facsimile von einer Ephemeride aus der Zeit von Nostradamus? Würde mich interessieren, welche Daten da aufgeführt waren.

Nein, ein solches Buch besitze ich leider nicht. Es würde auch wenig nützen. Die Berechnungsvarianten waren wegen Fehlern und unterschiedlichen Genauigkeiten verschiedener Berechner vermutlich so zahlreich, daß man schon genau die selbe Ephemeride haben müßte, die auch Nostradamus besaß, um daraus Schlüsse über die Centurien abzuleiten.

3 - Also ich erinnere mich, dass bereits vor der Wahl von Johannes Paul II die Übersetzung "von der Sonnenfinsternis" lautete. Kenne auch keine andere die üblicherweise benutzt wird.

Daß 1999 eine Sonnenfinsternis stattfinden würde, war ja wie gesagt bekannt. Auch wann das besagte Motto aktuell wäre, konnte man im Laufe des 20. Jahrhunderts abschätzen. Ich vermute, daß in allen oder den meisten Werken des 20. Jahrhunderts, die Malachias zitieren, bereits die tendenziöse Übersetzung "von der Sonnenfinsternis" steht (so z. B. bei Hübscher "Die große Weissagung" von 1952, S. 41).
Gegenprobe: Ich besitze eine Kopie des Buches "Das Buch der Wahr- und Weissagungen" von Johann Nepomuk Trülle (1849). Darin steht auf Seite 22 als Übersetzung der Malachiasstelle korrekt und untendenziös: "von der Arbeit der Sonne".
Damals lag "de labore Solis" noch in weiter Ferne. Nach 1900 und mit abnehmender Distanz richtete sich der Prophezeiungsmainstream auf die Sonnenfinsternis 1999 aus und schrak wie immer nicht vor Selbstbetrug und mutwilligem und fahrlässigem Verzerren und Verfälschen zurück, um sich auf das gewünschte Ergebnis einzuschießen.

Fakt ist, dass am Anfang die katholische Kirche gegen diese Papst-Sequenz angekämpft hat und sich dann anhand der Treffer geschlagen geben musste.

Wohl kaum. Es stimmt ja überhaupt nichts, wenn man nicht zwei Augen zudrückt, um unpassendes passend zu machen.

Und nun ist sie scheinbar akzeptiert, denn vor einigen Jahren habe ich mich mit einem Priester ganz normal über sie unterhalten und er wusste bestens Bescheid.

"Scheinbar" unterschreibe ich hier völlig. ;-) Es scheint Dir eben nur so.

Unabhängig davon wie sie entstanden ist, ob Fälschung oder nicht, sie ist nun fest verankert im kollektiven Bewusstsein und entfaltet demgemäß ihre Wirkungen. Schau doch den 11. September an. Was bewirkt es, wenn wir darauf hinweisen und beweisen dass die offizielle Verschwörungstheorie Lug und Trug ist? Die 3D-Manifestationen in Politik, Kriegen, Leid usw. entwickeln sich weiterhin so, als ob die Teppichmesser-Terroristen verantwortlich wären. Und weshalb? Weil die Lüge zum allgemeinen Konsens geworden ist. Und nur auf ihn kommt es an.

Die Haltung christlicher Prophezeiungsgläubiger oder Gläubiger überhaupt: Lügen, nur oft genug wiederholt, werden irgendwann wahr, weil jeder sie glaubt.

Die Fragen sind aber:
Warum sollte eine falsche Lateinübersetzung, die meinem Lateinlehrer das Pausenbrot verdorben hätte, plötzlich eine richtige Übersetzung werden, wenn sie über Jahre literarisch verbreitet wird? Die Sprache einer Zeit ändert sich nachträglich nicht mehr. ;-)
Warum sollte eine politische Propagandafälschung für die Papstwahl 1590, die danach nur willkürlich kombinierte und regelmäßig falsche Mottos aneinanderreiht, schließlich echt werden und Treffer generieren, nur weil Mehrheit der Zeitgenossen daran glauben will?

Nun haben unsere Foristen ein weites Spektrum an Meinungen und können sich diejenige zu eigen machen, die ihnen plausibler erscheint.

Ja, ja. "Meinungen". Das alte Hintertürchen, um ungenehme Argumente als unerheblich abzutun und weiterhin in seinen Kreisen nicht gestört zu werden. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Interessant

aber @, Montag, 30. Dezember 2019, 13:51 vor 331 Tagen @ Einhorn 1074 mal gelesen

Hallo Einhorn,

ich finde das Thema hochinteressant - habe ich mich doch selber schon an der Nostradamus-Auslegung versucht - jedoch ist es kaum möglich, deinen ausführlichen Beitrag ebenso ausführlich zu beantworten. Zumindest nicht in einem Atemzug. Daher gehe ich nur kurz auf das ein, was mir grade ins Auge fällt, beispielsweise:

Aber leider muss ich feststellen, dass manche Kommentare oder Bewertungen dem dortigen Sektierertum recht nahe kommen und die "Tonne" eine recht häufige Verwendung findet.
Auch ist nicht zu leugnen, dass der Rigorismus der Untersuchungen, die in diesem Forum stattfinden, doch einen beachtlichen Kahlschlag im Wald der Schauungen/Prophezeiungen verursacht hat, so dass die Lichtung immer größer wurde.
Ich glaube, dass wenn man es wollte, auch für die noch verbleibenden Prophezeiungen/Schauungen irgendwo auf der Welt Aussagen zu finden wären, aus denen man so etwas wie ein Plagiat konstruieren könnte, um sie "aus dem Verkehr zu ziehen".

Und wenn's so wäre? Ja, dann müsste man sie wohl auch aus dem Verkehr ziehen. Wenn das eine notwendige Maßnahme ist, um die Wahrheit zu extrahieren, dann ist das eben so. Es geht ja schließlich nicht darum, das herauszufinden und zu untermauern, was genehm ist, sondern, das was wahr ist. Was wäre denn die Alternative zu der von dir kritisierten Vorgehensweise? Bloooß nicht zu viel kahlschlagen, weil sonst hat man ja gar nichts mehr, woran man festhalten kann? Wäre das eine objektive analytische Einstellung, die einen dazu befähigt, sich den wahren Tatsachen anzunähern?

Aber angenommen, man könnte so am Ende die Glaubwürdigkeit von allen Aussagen/Schauungen/Prophezeiungen erschüttern, was wäre das praktische Ergebnis? Dass man sie getrost alle ignorieren kann, und somit nichts von dem Vorhergeschautem, Vorhergesagtem passieren würde? Dass man also mit weniger Sorgen und Bedenken in die Zukunft blicken könnte? Dann wäre es doch viel sinnvoller, sich mit diesem Thema überhaupt nicht zu beschäftigen und die Zeit für etwas Schöneres zu nutzen.

Wenn du wirklich so denkst, dann hast du nicht begriffen, was einen forschenden Geist antreibt. Was gibt es Schöneres, als ungelösten Rätseln hinterherzujagen? Jemand, der etwas wissen will, wird von einem unbändigen Wissensdurst getrieben, völlig unabhängig davon, ob die Suche sich am Ende als nutzlos herausstellt. Denn der Geist wertet nicht nach dem Kriterium des Nutzens, sondern des Ergründens. Den Nützlichkeitsgedanken gibt es nur in einem zutiefst materialistischen Weltbild, nicht in einem geistbestimmten.

Es sei denn, man könnte durch die Eliminierung von Prophezeiungen auch die Zukunft ändern. Aber das ist ja leider nicht möglich.

Jede Handlung in der Gegenwart beeinflusst logischerweise die Zukunft.

Wenn man die Kommentare zu den Artikeln unserer Mainstream-Medien - unserer berüchtigten "Lücken-Presse" - liest, dann stellt man fest, dass die Verteufelung von Russland bei uns nicht so richtig auf breiter Basis gelingen will. Denn erfreulicherweise füllen alternativen Medien die absichtlichen "Lücken" und so entsteht oft ein ganz anderes Bild als jenes, was man in uns durch das Verschweigen und Auslassen von Fakten erzeugen will.

Das hab ich jetzt nicht verstanden. Wie ist das gemeint? Weshalb absichtliche Lücken? Wäre es für die Mainstream-Medien nicht wesentlich effizienter zu lügen, anstatt zu verschweigen? Warum sollten absichtlich Lücken hinterlassen werden, in welche dann alternative Medien die Wahrheit aufblitzen lassen? Das ergibt doch keinen Sinn.

In einem privaten E-Mail-Austausch mit Taurec sagte Taurec mir einmal, dass Systemkritik durchaus geduldet und gewollt ist. Das ist ja im Prinzip dieselbe Aussage wie in deiner These, die Mainstream-Medien würden absichtlich Lücken für die alternativen Medien lassen. Meine Frage in diesem privaten E-Mail-Austausch mit Taurec war und bleibt - in einer Meinungsdiktatur, warum und wozu sollte dies der Fall sein? Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, was Taurec mir in unserem privaten E-Mail-Austausch geantwortet hat. Jedenfalls ergibt diese Aussage für mich keinen Sinn. Mein privater E-Mail-Austausch mit BBouvier ist wesentlich sinnstiftender und weitaus intellektueller.

Grüße,
und

P.S.: Vielleicht möchtest du auch in privaten E-Mail-Austausch mit mir treten, dann antworte mir einfach öffentlich im Forum, ob ich dich zwecks privatem E-Mail-Austausch anschreiben soll, meine E-Mail-Austausch-Adresse ist nämlich supergeheim.

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Lückenmedien

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. Dezember 2019, 17:50 vor 331 Tagen @ aber 1108 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Montag, 30. Dezember 2019, 17:55

Hallo!

Das hab ich jetzt nicht verstanden. Wie ist das gemeint? Weshalb absichtliche Lücken? Wäre es für die Mainstream-Medien nicht wesentlich effizienter zu lügen, anstatt zu verschweigen? Warum sollten absichtlich Lücken hinterlassen werden, in welche dann alternative Medien die Wahrheit aufblitzen lassen? Das ergibt doch keinen Sinn.

In einem privaten E-Mail-Austausch mit Taurec sagte Taurec mir einmal, dass Systemkritik durchaus geduldet und gewollt ist. Das ist ja im Prinzip dieselbe Aussage wie in deiner These, die Mainstream-Medien würden absichtlich Lücken für die alternativen Medien lassen.

Jetzt hast Du es bis hierhin geschafft und dann entgleist Du gedanklich wieder völlig wie jemand, der auf den letzten Metern eines Marathons auf einer Bananenschale ausrutscht.

Das Vorgehen der Hauptmedien, um Tatsachen zu verschleiern, liegt natürlich in der Regel nicht (bisweilen aber schon) in der frontalen Lüge, sondern im Auslassen von Informationen und derartigen Arrangieren (= Verbreitung von Halbwahrheiten), daß letztlich ein falsches Bild entsteht und Lüge nicht bzw. schlechter nachweisbar ist. Diese Lücken werden nicht gelassen, um alternativen Medien die Chance zu eigenem Brillieren zu geben. Wie kommst Du auf derartigen Unsinn und meinst dann auch noch, der andere Schreiber hätte Unsinn geschrieben? ;-)

Mein privater E-Mail-Austausch mit BBouvier ist wesentlich sinnstiftender und weitaus intellektueller.

BB ist auch weitaus gutgläubiger als ich und unterstellt (von sich auf andere schließend), daß er es mit einem vernünftigen Gegenüber zu tun hätte, wovon man heutzutage aber nicht mehr pauschal ausgehen kann.

Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, was Taurec mir in unserem privaten E-Mail-Austausch geantwortet hat.

Ich habe wahrscheinlich gar nichts geantwortet, was wegen der Menge generell häufig vorkommt und nichts zu bedeuten hat, in Deinem Falle aber durchaus auch eine Antwort ist.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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Brief an Heinrich II. – Nostradamus' Szenario für 1991–1999?

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. Dezember 2019, 14:08 vor 331 Tagen @ Einhorn 1209 mal gelesen

Hallo!

1 - Dann wird das große Reich des Antichristen beginnen; Attila und Xerxes werden herabkommen in großer unzähliger Zahl, so dass die Herabkunft des Heiligen Geistes, ausgehend vom 48 Grade, eine Völkerwanderung bringen wird, vertreibend das Gräuel des Antichristen, der da Krieg führt gegen den Königlichen, welcher der große Vikar von Jesus Christus sein wird, und gegen seine Kirche und sein »zeitliches und zeitbedingtes« Reich;

Puis le grand empyre de l’Antechriſt commencera dans la Atila & Zerſes deſcendre en nombre grand & innumerable, tellement que la venue du ſainct Eſprit procedant du 48. degrez fera tranſmigration, deſchaſſant à l’abomination de l’Antechriſt, faiſant guerre contre le royal qui ſera le grãd vicaire de Ieſus Chriſt, & contre ſon egliſe,

Die korrekte Übersetzung:
"Dann wird das große Reich des Antichristen beginnen im Lande Attilas. Und Xerxes wird in großer und unermesslicher Zahl herabsteigen, dermaßen daß das Kommen des Heiligen Geistes, der vom 48. Breitengrad ausgeht, eine Wanderung verursachen wird. Er vertreibt [sie] zum Entsetzen des Antichristen, welcher gegen den Königlichen, der der große Stellvertreter Jesu Christi sein wird, und gegen dessen Kirche Krieg führt."

Der Schnitt zwischen Attila und Xerxes ergibt sich aus dem Satzzusammenhang, nachdem im Französischen die Satzstellung Subjekt-Verb-Objekt gilt.

2 - und vorhergehen wird eine Sonnenfinsternis, die dunkelste und schwärzeste, die von Erschaffung der Welt bis zum Leiden und Sterben Jesu Christi und von da bis auf unsere Tage gewesen ist; und es wird geschehen im Monat Oktober, dass eine große Verschiebung wird eintreten, so gewaltig, dass man glauben wird, die Schwerkraft der Erde habe ihre natürliche Bewegung verloren und sei in die ewigen Finsternisse hinabgestürzt

& ſon regne per tempus, & in occaſione temporis, & precedera deuant vne eclypſe ſolaire le plus obſcur, & le plus tenebreux, qui ſoit eſté depuis la creation du monde iuſques à la mort & paſſion de Iesus Chriſt, & de la iuſques icy & ſera au moys d’Octobre que quelque grande tranſlation ſera faite, & telle que lon cuydera la peſanteur de la terre auoir perdu ſon naturel mouuement, & eſtre abiſmee en perpetuelles tenebres,

"Seine Herrschaft besteht „eine Weile in günstiger Zeit“ und geht voraus der dunkelsten und finstersten Sonnenfinsternis, die es seit der Erschaffung der Welt bis zum Leiden und Tode Jesu Christi und von damals bis heute gab. Im Monat Oktober wird es eine so große Verschiebung geben, daß man glauben wird, die Schwerkraft der Erde habe ihren natürlichen Gang verloren und sie wäre in ewige Finsternis gestürzt."

3 - vorausgehen werden um die Zeit des Frühlings und nachfolgen außerordentliche Veränderungen, Umwandlungen von Reichen, große Erdbeben mit dem Ausbruch des neuen Babylon, die elende Tochter, vergrößert durch das Gräuel des ersten Brandopfers; und es wird nicht länger also bleiben denn 73 Jahre, 7 Monate;

ſeront precedens au temps vernal & s’en enſuyuant apres d’extremes changemens, permutations de regnes, par grands tremblemens de terre, auec pullulation de la neufue Babylonne fille miſerable augmentee par l’abomination du premier holocauſte, & ne tiendra tant ſeulement ſeptante trois ans, ſept moys,

"Im Frühling werden dem vorausgehen und anschließend folgen größte Veränderungen und Umgestaltungen der Länder durch große Erdbeben – nebst dem Wuchern des neuen Babylons, der elenden Tochter, die durch die Greuel des ersten Großbrandes gefördert wurde. Sie wird nur 73 Jahre und 7 Monate bestehen."

4 - alsdann wird diejenige aus dem Stamme hervorgehen, welche so lange Zeit unfruchtbar gewesen, ausgehend aus dem 50. Grad, welche die ganze christliche Kirche erneuern wird.

puis apres en ſortira du tige celle qui auoit demeuré tant long temps ſterille procedant du cinquanteſme degre qui renouuellera toute l’egliſe Chreſtienne.

"Anschließend wird am 50. Breitengrad aus jenem Stamme, der lange Zeit unfruchtbar gewesen war, (derjenige) entspringen, der die ganze christliche Kirche erneuern wird."

Der Ablauf entspricht im Grunde dem, was ich zu X/72 als dessen vermutlichen Sinn ausgeführt habe: "Chyren" sollte laut Nostradamus bereits 1999 auftreten, nämlich nachdem das "neue Babylon", das Sowjetreich, untergegangen ist.
Es scheint so zu sein, daß Nostradamus zu manchen Dingen eine korrekte Zeitvorstellung hatte. Dauer und Ende des Sowjetreiches wußte er korrekt. Das wenige Jahre darauf angesetzte Erscheinen Chyrens (50. Breitengrad, wo Blois liegt, dem lange verdorrten Stamme Valois-Angoulême entspringend) hat er allerdings – möglicherweise gebannt durch den Eindruck der Jahrtausendwende und der Sonnenfinsternis – falsch angesetzt.

In die richtige Reihenfolge gesetzt steht hier folgendes:

  • Gräuel des ersten Brandofpers, dem das neue Babylon entspringt. = der Erste Weltkrieg
  • Beginn des Reiches des Antichristen im Lande Attilas (Osteuropa/Ukraine). = Sowjetunion
  • Herrschaft des Antichristen "eine Weile in günstiger Zeit", nämlich für 73 Jahre und 7 Monate.
  • Herabsteigen Xerxes in großer Zahl. = Die Völker Gog und Magog, die von noch weiter im Osten (Xerxes = Persien) kommen.
  • Kommen des Heiligen Geistes vom 48. Breitengrad. = Auftreten der Gegenkräfte aus Nordfrankreich (48°/50° n. Br.)
  • Vertreiben "Xerxes" (Gogs und Magogs) durch die Gegenfraktion, was den Antichristen (mit Stützpunkt in der Sowjetunion) entsetzen wird.
  • Erdbeben und Umgestaltungen der Länder im Frühling.
  • Dunkelste und finsterste Sonnenfinsternis. Verschiebung des Erdenlaufs.
  • Erstmaliges Auftreten Chyrens im Jahre der Finsternis bzw. kurz nach der Finsternis. Er tritt nicht bereits bei der Vertreibung Gogs und Magogs als Herrscher auf, weswegen Nostradamus weiter oben diffus vom "Heiligen Geist" schreibt. Allerdings soll Chyren aus der Fraktion des Heiligen Geistes hervorgehen und nach der Finsternis die christliche Kirche erneuern. = das Motiv der Kaiserkrönung nach der Finsternis

Diese Zusammenstellung läßt eigentlich kaum einen anderen Schluß zu, als daß Nostradamus Teile der Geschichte des 20. Jahrhunderts tatsächlich gesehen und diese aber mit einem irrealen Höhepunkt vollendet hat.
Er setzte an das Ende des 20. Jahrhunderts und zeitnah zum Untergang des Sowjetreiches das Hervorbrechen Gogs und Magogs, die von den christlichen Kräften zurückgedrängt werden, worauf die "dreitägige Finsternis" eintritt, der die Erneuerung der Kirche durch Chyren folgt. Das ist das klassische Prophezeiungsszenario mit "russischem Überraschungsangriff", auf das man im 20. Jahrhundert hinfieberte und das 1999 nicht eintrat. X/72 entspricht dieser Erwartung und stützt diese, wenn man ihn korrekt übersetzt.

Anscheinend hat sich Nostradamus von der Jahrtausendwende und der vorausberechneten Sonnenfinsternis 1999 hypnotisieren lassen, wodurch er eine falsche Chronologie konstruiert hat, in die er populäre Ereignisse der christlichen Endzeitprophetie einordnete.

Der "russische Feldzug", ausgehend aus der Sowjetunion, hätte (zeitliche Unschärfen in Nostradamus persönlicher Chronologie unterstellend) irgendwie in Verbindung mit deren Untergang stattfinden sollen. Wenige Jahre nach dessen Beendigung durch die christlichen Kräfte hätte 1999 die Finsternis (die Nostradamus offensichtlich mit der Sonnenfinsternis in Beziehung gesetzt hätte) stattfinden sollen, woraufhin Chyren auf der gereinigten Erde geherrscht hätte. Nichts desgleichen geschah.
Statt dessen leben wir heute immer noch im Reiche des Antichristen, als welchen Nostradamus an einigen anderen Stellen auch die andere große materialistische Macht – Amerika – bezeichnet hat.

Würde man X/72 nicht auf 1999 beziehen, könnte man als geneigter Interpret wenigstens noch einen Restpuffer zur Rettung des geliebten Szenarios erhalten.

Und schließlich haben wir in 4 die Erneuerung der Kirche aus einem Königreich, da ja dann die "unfruchtbare" Regierungsform der Republik beendet ist (zumindest für einige Zeit). Und dieses Königreich soll am 50ten Breitengrad liegen, wie Belgien, Deutschland, Polen und die Ukraine. Polen ist hier zweifellos das gläubigste und am besten geeignete Land für die Rechristianisierung von Europa. Die christliche Orthodoxie der Ukraine kann Nostradamus als Katholik für diese Aufgabe sicher nicht gemeint haben.

Nein. Die Erneuerung unter dem Großen Monarchen "Chyren" (Heinrich) geht bei Nostradamus deutlich aus Frankreich hervor. Polen ist hier völlig abgwegig.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

So ganz kannst Du mich nicht überzeugen

Einhorn @, Montag, 30. Dezember 2019, 20:54 vor 331 Tagen @ Taurec 1068 mal gelesen

Hallo Taurec,

und noch so eine Fleißarbeit von Dir. Vielen Dank! Ich weiß gar nicht womit ich das verdient habe.:-)

Ja, es gibt hier verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Das kennen wir aus anderen Beispielen, wie sich der Sinn total ändern kann, wenn das Komma um ein Wort versetzt wird, so wie Du es zwischen Attila und Xerxes gemacht hast. Was die richtige Reihenfolge ist, wird die Geschichte zeigen und deshalb sind Diskussionen nur sehr eingeschränkt hilfreich. Insbesondere wenn, mit ganz wenigen Ausnahmen, nicht die geringste Chance besteht, dass man sie erleben und verifizieren kann. Und zu meinen, dass man aus Nostradamus dunkel gehaltenen und durcheinander geworfenen Texten in Vorreden und Quatrains in der Lage ist, seine wirkliche Sicht auf den Ablauf der Geschichte zu entschlüsseln, dazu gehört schon viel Optimismus.

Ich glaube, wir beide haben da unterschiedliche Arten dieses Thema anzugehen. Du scheinst aus den Nostradamus-Texten Dir einen globalen Geschichtsablauf gebildet zu haben, anhand dem Du nun die Geschehnisse bewertest. Und wenn sie dann nicht eintreffen wie von Dir erwartet, dann hat sich Nostradamus geirrt. Ich gehe den entgegengesetzten Weg, indem ich für bereits Geschehenes und aktuelle Entwicklungen passende Stellen in Nostradamus Texten suche. Da gibt es dann auch Texte wo man meint, dass sie sich auf die aktuelle Zeit beziehen müssten, wo aber dann im Moment scheinbar nicht passiert, obwohl es sich erst später heraus stellt, dass sie genau richtig waren. So wie der 1999-Quatrain. Zu der damaligen Zeit hatte niemand beim Lesen erkennen können, dass es das russische Reich war das mit seinem "König" auferstehen könnte und offensichtlich auch gemeint war. Ich versuche also nicht allein aus Nostradamus Texten die Zukunft zu deuten.

Und so gehe ich heute von der aktuellen Situation aus und suche bei Nostradamus passende Stellen, die mit unserer Zeit und auch mit unseren Prophezeiungen korrelieren. Und man wird da schon fündig. So wie im Quatrain X/72 als auch in dem Teil der Vorrede an Henry II. Mit der Passage vom ersten Weltkrieg und der Dauer der Kommunistischen Partei, der sie in unserer Zeit verankert. Und da auch die dunkelste Finsternis sich darin befindet, die noch nicht geschehen ist aber in vielen Prophezeiungen angekündigt wird, gehört sie für mich auch in unsere Zeit, da die laufenden Countdowns sich beständig ihr nähern. Und da diese Passage der Vorrede auch noch einen massiven Angriff enthält, der in vielen unseren und anderen Europäischen Prophezeiungen vorkommt, gehört er doch auch dazu und nicht irgendwann später. Und in diesem Vorreden-Text gibt es auch die Übereinstimmung, dass es nach den großen Umwälzungen es Königreiche gibt. Wenn in unseren Prophezeiungen gesagt wird, dass man sich dann wieder mit "Gelobt sei Jesus Christus" begrüßen wird, dann entspricht das doch genau des Wiederauflebens des Christentums dann bei uns. Und das sehe ich im engeren mitteleuropäischem Raum. Und hier ist doch Polen viel geeigneter als das im großen und ganzen areligiöse Frankreich.

Ich weiß nicht, wann Du die 3-tägige Finsternis erwartest. Ich sehe sie, wie in unseren Prophezeiungen, gekoppelt an die völlige Destabilisierung des sozio-ökonomischen Umfelds und Bürgerkriegen. Und bist Du nicht der Meinung dass wir hier bereits auf einer Rasierklinge tanzen? Und so kann für mich die globale Auseinandersetzung mit dem Islam unter der Führung des Chyren doch gar nicht von dieser Textpassage betroffen sein. Die kann doch erst kommen, nachdem die Welt sich einigermaßen von dem Kataklysmus erholt hat und auch Kriege wieder geführt werden können. Also viel, viel später.

Und so kann mich Deine Reihenfolge nicht überzeugen. Ich sehe in den europäischen Prophezeiungen, in der Zeit bis zur 3-tägigen Finsternis, keinen Ansatz für einen Überfall aus Islamischen Ländern. Und dann nachher auch lange nicht. Muss auch gestehen, dass dieses für mich persönlich irrelevant ist. Aber wenn ich die aktuelle politische Entwicklung auf der Welt betrachte, dann ist für mich die Sucht nach einer Auseinandersetzung mit Russland doch viel bedrohlicher. Da kann man nur hoffen, rechtzeitig "abzutreten", falls man sie nicht verhindern kann. Lassen wir uns also überraschen, mit dem was wir noch erleben können.

In diesem Sinne, wünsche ich Dir einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2020.

Herzliche Grüße


Einhorn

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Streiche das "ganz", dann paßt es

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. Dezember 2019, 22:51 vor 331 Tagen @ Einhorn 1084 mal gelesen

Hallo!

Ja, es gibt hier verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Das kennen wir aus anderen Beispielen, wie sich der Sinn total ändern kann, wenn das Komma um ein Wort versetzt wird, so wie Du es zwischen Attila und Xerxes gemacht hast. Was die richtige Reihenfolge ist, wird die Geschichte zeigen und deshalb sind Diskussionen nur sehr eingeschränkt hilfreich.

Wohl kaum, weil es nie geschehen wird. Es ist ein christliches Märchen, das sich jede Generation aufs Neue auf ihre Gegenwart zurechtbiegt. Insofern behalten alle ständig recht. Auch gut. :ok2:

Und zu meinen, dass man aus Nostradamus dunkel gehaltenen und durcheinander geworfenen Texten in Vorreden und Quatrains in der Lage ist, seine wirkliche Sicht auf den Ablauf der Geschichte zu entschlüsseln, dazu gehört schon viel Optimismus.

Damit hast Du quasi Deine Mühen selbst für nutzlos erklärt. ;-)

Du scheinst aus den Nostradamus-Texten Dir einen globalen Geschichtsablauf gebildet zu haben, anhand dem Du nun die Geschehnisse bewertest.

Nein, genau das machst Du doch!

Ich habe den Text seinem Zusammenhang und dem wahrscheinlich Gemeinten entsprechend auf die Zeit bezogen, die im Text selbst genannt ist, und festgestellt, daß es nicht paßt. Daher auch die ausführliche Darstellung der Zeitangaben, um festzustellen, daß 1999 aller u. a. von mir früher getätigten Versuche zum Trotze die nächstliegende Übersetzung ist.
Dabei unterstelle ich nicht, daß Nostradamus als Seher pauschal richtig liegen müsse.

Und so gehe ich heute von der aktuellen Situation aus und suche bei Nostradamus passende Stellen, die mit unserer Zeit und auch mit unseren Prophezeiungen korrelieren.

Das ist gewiß kein fruchtbringender Ansatz. Es sollte nämlich auch vom Werk selbst ausgehend und in Verbindung mit dem Wissen Nostradamus' und seiner Zeit, sprachlichen und literarischen/kulturellen Grundkenntnissen festgestellt werden, was er selbst meinte und welche Vorstellungen (z. B. der christlichen Prophetie entsprungene) in den Centurien wiedergegeben, nacherzählt und fortgesponnen werden. Das zu ignorieren und lediglich die Gegenwart und jüngere Texte (und außerdem die eigenen Vorstellungen) mit Nostradamus abzugleichen, ist der erste Schritt für systematische Fehlinterpretationen und Verbiegungen. Dann diktiert man Nostradamus nämlich, was er gemeint hätte, und flugs liest man etwas von Mongolen. Du gehst anscheinend mit dem Axiom, es würde sich durchgängig schon irgendwie um echte Seherschau und nichts anderes handeln, an Nostradamus heran und findest (besser "generierst") auf diese Weise natürlich lauter Treffer.

Mit der Passage vom ersten Weltkrieg und der Dauer der Kommunistischen Partei, der sie in unserer Zeit verankert.

Der Untergang der Sowjetunion fand vor 30 Jahren statt. Das ist nicht mehr unsere Zeit. Auch 1999 ist nicht mehr unsere Zeit.

Und da auch die dunkelste Finsternis sich darin befindet, die noch nicht geschehen ist aber in vielen Prophezeiungen angekündigt wird, gehört sie für mich auch in unsere Zeit, da die laufenden Countdowns sich beständig ihr nähern.

Ein kompletter Zirkelschluß, wie er bei Gläubigen üblich ist: Die Finsternis gehört in unsere Zeit, weil sich die "Countdowns" der Finsternis annähren. Dabei sind die "Countdowns" natürlich so gelegt, daß sie eine nicht allzu ferne Zukunft als Zeit der Finsternis markieren, denn sie soll ja zu unserer Zeit gehören. Darauf wird alles ausgerichtet.

Und da diese Passage der Vorrede auch noch einen massiven Angriff enthält, der in vielen unseren und anderen Europäischen Prophezeiungen vorkommt, gehört er doch auch dazu und nicht irgendwann später.

Leider mogelst Du Dich um das zentrale Problem herum:
Es wird nie einen russischen (Überraschungs-)Feldzug geben, weil dieser eine bloße Idee christlicher Prophezeiungsgläubiger und diese Vorstellungswelt bedienender Fälscher und Betrüger ist. Es ist das alte Märchen von Gog und Magog (exemplarisch für andere damit verflochtene Ideen), das auf die Russen projiziert wurde. Aber es wird nie geschehen. Daß der Angriff in einer Reihe Prophezeiungen vorkommt, ist kein Beleg für Deckung und Richtigkeit sondern des gemeinsamen ideellen Ursprungs all dieser Texte, die letztlich religiöse Glaubenstexte sind.
Selbiges gilt natürlich für das Wiederaufleben des Christentums, das in der prophezeiten Fassung (christliches Weltreich, frommer als je zuvor usw.) ebenfalls ein bloßes Märchen ist, das nie eintreten wird.
Wenn Du mich fragst, wann ich die "dreitägige Finsternis" erwarte, sage ich: Ich erwarte sie gar nicht. Auch dieses Ereignis wird nie eintreten, weil es lediglich die augeblähte und mit religiösem Klamauk ausgestaltete Vorstellung des göttlichen Strafgerichts ist, das für die Christen die Welt geradebiegen soll. Eine über Jahrtausende ventilierte religiöse Vorstellung, die sich nicht aus Schauungen nährt, sondern den Erwartungen der Menschen.

Ich sehe in den europäischen Prophezeiungen, in der Zeit bis zur 3-tägigen Finsternis, keinen Ansatz für einen Überfall aus Islamischen Ländern. Und dann nachher auch lange nicht. Muss auch gestehen, dass dieses für mich persönlich irrelevant ist. Aber wenn ich die aktuelle politische Entwicklung auf der Welt betrachte, dann ist für mich die Sucht nach einer Auseinandersetzung mit Russland doch viel bedrohlicher.

Hier sieht man beispielhaft, wie der Glaube an irreale Ausflüsse der christlichen Endzeitprophetie die Wahrnehmung der realen Entwicklung verdeckt. Kein Sinn für die demographische Entwicklung, den "großen Austausch" und die allmähliche Islamisierung Europas. Statt dessen die Fokussierung auf einen Konflikt mit Rußland, der seit Jahren (eigentlich Jahrzehnten) auf Sparflamme gehalten wird und über lächerliche Provokationen nicht hinauskommt, weil der Westen völlig abgewirtschaftet hat und zu einem Krieg mit Rußland gar nicht mehr in der Lage ist. Das ist Klingenrasseln auf dem Limes für den Effekt, während im Hinterland das Imperium an seiner eigenen Dekadenz zugrundegeht.

Anfangs schriebst Du:

und noch so eine Fleißarbeit von Dir. Vielen Dank! Ich weiß gar nicht womit ich das verdient habe.

Leider gehst Du mit keinem Wort auf meine Ausführungen ein, z. B. daß Mongolen sprachlich in X/72 überhaupt nicht drin seien. Lieber glaubst Du weiter an Mongolen und den 67-jährigen Putin als den König, dessen Volk uns irgendwann überfallen soll.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Gibt es hierzu vielleicht eine Begründung?

IRAN @, Dienstag, 31. Dezember 2019, 02:15 vor 331 Tagen @ Taurec 1147 mal gelesen

Guten Abend!

Ich muss vorweg sagen, dass ich auf dieses Forum aufmerksam wurde, weil ich das Buch der Wahrsagerin Buchela im Internet gesucht habe. Ich fand dann hier einen Beitrag von @dziamdzia mit einem Download-Link für eine pdf-Datei des Buches. Vielen Dank dafür! Ich wollte gern etwas zu Buchela und Persien schreiben, aber ich habe den Text noch nicht ganz durchgelesen. Ab und zu schaue ich seither hier rein.

Es wird nie einen russischen (Überraschungs-)Feldzug geben, weil dieser eine bloße Idee christlicher Prophezeiungsgläubiger und diese Vorstellungswelt bedienender Fälscher und Betrüger ist. Es ist das alte Märchen von Gog und Magog (exemplarisch für andere damit verflochtene Ideen), das auf die Russen projiziert wurde. Aber es wird nie geschehen.

Es würde mich interessieren, woher die Sicherheit für diese Aussage stammt. Gibt es vielleicht irgendwelche Prophezeiungen, die keine Fakes sind und Frieden versprechen? Die Argumentation ist ja in etwa so: Ein russischer Feldzug gegen Europa wird von Prophezeiungen vorausgesagt. Prophezeiungen sind allesamt Fälschungen und Lügen. Daher wird es keinen Krieg gegen Europa geben.

Vielleicht ist diese Argumentation der Schärfe der Diskussion geschuldet. Dann erübrigt sich natürlich eine Beantwortung meiner Frage.

Ganz unten habe ich Quellen zusammengestellt, die nachweisen sollen, dass die breite öffentliche Diskussion in Bezug auf dieses Thema zumindest gegenwärtig ganz anderen Einschätzungen folgt. Zukunftsvoraussagungen macht natürlich niemand, der seriös sein will, aber die Lage erscheint vielen Beobachtern und Analysten doch ziemlich angespannt. Solche Einschätzungen gehen natürlich nicht von Prophezeiungen aus sondern vom Versuch, die Realität so zu erkennen, wie sie ist - wobei durchaus subjektive Meinungen und teils auch Propaganda untergemischt sind.

Danke und Grüsse,
IRAN

Westliche Analyse russischer Einstellungen (Militärdoktrin)

https://www.bundestag.de/resource/blob/412840/2d4ad1e108ccf499692bad325c8c6d48/WD-2-052-15-pdf-data.pdf

https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/58168/ssoar-2018-meister-Russlands_neue_Auen-_und_Sicherheitspolitik.pdf?sequence=1&isAllowed=y&lnkname=ssoar-2018-meister-Russlands_n...

https://www.stern.de/politik/ausland/was-das-ende-des-inf-vertrags-fuer-deutschland-und-die-welt-bedeutet-8830280.html

Äußerungen von Diplomaten und Politikern

https://www.n-tv.de/politik/Ukraine-erklaert-Russland-offiziell-zum-Gegner-article15851926.html

https://russische-botschaft.ru/de/2019/04/17/interview-des-vizeaussenministers-russlands-alexander-gruschko-der-internationalen-nachrichtenagentur-rossiya-segodnya-am-15-april-2019/

https://www.diepresse.com/4591987/putin-berater-droht-balten-haben-grund-zur-angst

westliche Beurteilungen russischer Übungsmanöver

https://www.focus.de/politik/ausland/bombenangriffe-auf-deutschland-nato-general-im-interview-russland-simulierte-grossangriff-auf-nato_id_8232817.html

https://libmod.de/zapad2017-wer-rassel-mit-dem-saebel/

https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/russland-putin-marine-manoever-ostsee-100.html

Ein möglicher Nachfolger von Putin

https://www.merkur.de/politik/putin-mit-moeglichem-nachfolger-beim-wandern-so-bringt-er-sich-in-stellung-zr-13083703.html

Die weitesten Vorstöße russischer Streitkräfte nach Westen in den letzten 200 Jahren gingen über Berlin und Wien hinaus

https://www.nzz.ch/schweiz/7-paesse-in-20-tagen-wie-der-russische-general-suworow-die-alpen-bezwang-ld.1316549?reduced=true

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Paris

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Entwicklung des Prophezeiungskanons

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 31. Dezember 2019, 10:15 vor 330 Tagen @ IRAN 1270 mal gelesen

Hallo!

Vielleicht ist diese Argumentation der Schärfe der Diskussion geschuldet. Dann erübrigt sich natürlich eine Beantwortung meiner Frage.

Natürlich ist es das. Ich habe das über die Jahre vielfach ausgewälzt. Eine Antwort erübrigt sich dennoch nicht.

Es würde mich interessieren, woher die Sicherheit für diese Aussage stammt. Gibt es vielleicht irgendwelche Prophezeiungen, die keine Fakes sind und Frieden versprechen? Die Argumentation ist ja in etwa so: Ein russischer Feldzug gegen Europa wird von Prophezeiungen vorausgesagt. Prophezeiungen sind allesamt Fälschungen und Lügen. Daher wird es keinen Krieg gegen Europa geben.

Der Prophezeiungskanon folgt im wesentlichen einer Dramaturgie, die seit Anbeginn der Christenheit unverändert ist. Allenfalls kamen Elemente hinzu und Namen, Orte, Detailabläufe änderten sich der Zeit und dem Ort der Abfassung entsprechend. Die groben Akte des Dramas:

  • Abfall vom wahren Glauben
  • Auftreten und Herrschaft des Widersachers
  • Verfolgung der wenigen wahren Gläubigen
  • Auftreten des Messias und seiner Gehilfen
  • irgendeine Form des Endkampfes
  • Strafgericht durch göttliches Eingreifen
  • goldene Zeit oder Gottesreich

Das läßt sich von den Aussagen des Neuen Testaments bis zu den jüngsten Prophezeiungen verfolgen, die plötzlich irgendwo im Internet auftauchen. Auch jedes Prophezeiungsbuch, das eine Vielzahl Quellen synthetisch zusammenführt, entspricht dieser Dramaturgie. Nehmen wir etwa DeGards Armageddon:

  • Vorzeichen
    • gesellschaftlicher Verfall, Wirtschaftskrise, Bürgerkrieg (alles Folgen des Abfalls von der Religion, die auf uns zurückfallen)
    • Rückkehr des Kommunismus (antichristliche Macht)
    • Papstflucht aus Rom (weil die Russen dort einmarschierten. Im Mittelalter wurde Rom noch ohne das russische Element Hauptsitz des Antichristen für 36 Monate.)
  • Der 3. Weltkrieg
    • Überraschungsangriff aus dem Osten
    • Aufhalten der Bösen durch den Großen Monarchen in einer Endschlacht in Westfalen (natürlich kommt kein Russe mehr heim, damit die russischen Mütter auch ihr Fett wegbekommen.)
  • Naturkatastrophen
    • Feuer fällt vom Himmel (jedenfalls irgend etwas von "oben")
    • dreitägige Finsternis (als Spiegelbild der drei Tage bis zur Auferstehung Jesu)
    • "Staubtod", Luftmangel, Dämonen vor der Türe (alles, um die Unvorbereiteten bzw. Ungläubigen auszumerzen)
  • Die Zeit danach
    • Rückkehr des Papstes
    • Reformen der Gesellschaft und Renaissance des Christentums unter dem christlichen Weltkaiser
    • tausendjähriges Friedensreich

Der große Endkampf fand in den frühen christlichen Quellen noch im Heiligen Land statt, weil Europa noch nicht christianisiert war! Die Feinde waren die Völker Gog und Magog, die irgendwo aus dem Inneren Asiens hinter dem Kaukasus nach Süden hervorbrechen und bei Armageddon geschlagen werden sollten. Der Widersacher in Jerusalem würde ausgemerzt und die Welt christlich werden. Mit Verlagerung des kulturellen Schwerpunktes und Ausbreitung des Christentums nach Europa zog auch der christliche Prophezeiungskanon mit, und die Völker übertrugen die Endzeitdramaturgie auf ihre eigenen Umstände. Man müßte hier noch Byzanz als Zwischenschritt einfügen, wo bereits Kaiserprophetien entstanden, die wie Pseudomalachias Mottolisten waren und einen Endzeitkaiser als Christi Handlanger prophezeiten.
Gog und Magog kamen in Europa nun nicht mehr aus dem Norden, sondern aus dem Osten. Man identifizierte sie zunächst als Mongolen, Türken, schließlich als die Russen. Die Endschlacht fand nicht mehr bei Armageddon statt, sondern am Rhein und in Westfalen. Der Endzeitkaiser wurde ein "Großer Monarch", der vom Papst zum Kaiser gekrönt werden müsse, um die christlichen Weihen zu erlangen. Als Element aus der älteren Stufe der Endzeitdramaturgie erhielt sich in älteren europäischen Prophezeiungen, daß der Kaiser am Ende ins Heilige Land ziehe und dort auf Golgatha seine Krone an den Baum hänge, um dem wiedergekehrten Jesus den Thron freizumachen. Das war natürlich einfacher, als die ganze Sache noch in Palästina stattfinden sollte. ;-)

Es geht eigentlich nicht um die Frage, welche Prophezeiungen gefälscht oder echt wären. Das erübrigt sich, wenn man erkennt, daß alle Prophezeiungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der europäischen Geschichte erschienen, lediglich das große Endzeitdrama mit seinen wesentlichen Punkten auf den zeitgenössischen Stand brachten, indem ältere Prophezeiungen umgeschrieben und der Gegenwart angepaßt wurden. Es gibt gar keine "echten Prophezeiungen", wenn man als "echt" definiert, daß sie auf echten Visionen basierten. Das ist bei keiner Prophezeiung der Fall mit der geringfügigen Einschränkung, daß die Autoren vereinzelt mal echte Schauungen haben einfließen lassen könnten, die ihnen zufällig bekannt wurden.
Es wäre auch verkürzt und sachlich falsch, in all diesen Fällen von miesem Luge und Betruge zu sprechen. Autoren und Leser dieser Prophezeiungen waren und sind überwiegend gut- und leichtgläubig und nehmen es der übergeordneten richtigen Sache wegen mit der Quellenkunde und Validierung des Ursprungs der Aussagen nicht so genau. Ein Teil der Autoren befindet es (der typischen Doppelmoral von Frömmlern entsprechend) offenbar nicht als falsch, für die Glaubenssache zu lügen, indem man Prophetenpersonen schlicht erfindet. Nur der geringere Teil waren und sind wohl Betrüger, die von der Leichtgläubigkeit der Schafe profitieren wollen.

Man muß schlicht von dem irrigen Glaubenssatz wegkommen, daß Prophezeiungen aus dem christlichen Kulturkreis per se echtes Zukunftswissen enthielten, nur weil die Texte es selbst von sich behaupten und es von den Überlieferern mit Inbrunst des Glaubens behauptet wird. Der Kanon spiegelt allein die Endzeiterwartungen der Christen wider, die durch Gläubige von der frühen Naherwartung der Wiederkehr Jesu über Jahrhunderte zu epischer Breite erweitert und immer auf dem neuesten Stand gehalten wurden.

Wenn also bei Antonius von Aachen, Adl-/Irlmaier, Erna Stieglitz und Konsorten der russische Feldzug mit militärischen Details ausgebreitet wird, spricht das keinesfalls für die Echtheit der Aussagen. Es ist vielmehr die Übertragung der älteren Prophezeiungen auf die Verhältnisse des 19. und 20. Jahrhunderts. Wenn im Rahmen des russischen Feldzuges, der ein Echo der Gog-Magog-Geschichte ist, bei Adl-/Irlmaier als neues Element der "gelbe Strich" auftaucht, ist das mitnichten eine echte Seherschau, sondern eine Erfindung, die das endzeitliche Schlachtgeschehen durch das profanisierte Element des "Eingriffs von oben" ergänzt. Statt eines göttlichen Fingers findet man in unserer Zeit das technische Eingreifen eines nicht näher bezeichneten überlegenen Akteurs durch Drohnen und Wunderwaffen mit "blitzeschleudernden Maschinen". Das ist lediglich Anpassung an das Zeitkolorit.

Es hat in diesem Lichte keinen Sinn, die Gegenwart zu analysieren und sich passende Quellen über die Verschärfung des Verhältnisses zu Rußland oder Neuentwicklungen im Militärsektor herauszusuchen, um die Annäherung des russischen Feldzuges zu untermauern. Man bildet hierbei nur Scheinkorrelationen, weil man vom Dogma der pauschalen Richtigkeit der Prophezeiungen ausgehend sich die Geschehnisse der Gegenwart auf das Prophezeiungsszenario passend zurechtlegt. Völlig gleichgültig, was geschähe, würde man durch die Brille dieses Glaubenssatzes im Zeitgeschehen immer irgend etwas finden, was das Näherrücken des Eintretens der Prophezeiungen anzeigen würde. So war es seit Jahrhunderten. Zu jedem Zeitpunkt der Geschichte waren ausgerechnet in der jeweiligen Gegenwart die letzten Vorzeichen gerade am Eintreffen. Der unerschütterliche Glaube an das christliche Endzeitszenario in der jeweils aktuellen Fassung in Verbindung mit der Naherwartung ist die Konstante, mit der sich der Prophezeiungskanon als sich selbst erhaltendes Glaubenssystem perpetuummobileartig fortspinnt. Er spiegelt immer die Gegenwart wider, scheint immer kurz vor der Erfüllung zu stehen, trifft aber nie ein. Statt dessen formt jede Generation ihre eigene Fassung der "großen Weissagung", die dann von der nächsten aufgegriffen und weiter aktualisiert wird.

An dieser Stelle wird hoffentlich klar, warum es so wichtig ist, zwischen Prophezeiungen und Schauungen zu unterscheiden. Das Prophezeiungsszenario ist zwar falsch, das Phänomen der Präkognition existiert aber nach wie vor. Es gibt echte Schauungen jedenfalls im persönlichen Bereich und – anhand sehr weniger Beispiele belegt – offenbar auch auf der Ebene des Weltgeschehens. Entsprechend sind Elemente des Prophezeiungsszenarios zu identifizieren und konsequent herauszukürzen, während man in älteren Texten nach mutmaßlich echten Schauungselementen sucht und Träume & Visionen heute lebender Menschen sammelt und qualitativ auswertet.
Leider kommen wir in diesem Prozeß offenbar nie über die sich immer wiederholende Grundsatzdiskussion hinaus, weil wieder jemand ankommt, um mit vergeblicher Liebesmühe das Prophezeiungsszenario zu retten.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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Nachtrag

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 31. Dezember 2019, 10:22 vor 330 Tagen @ Taurec 1071 mal gelesen

Hallo!

Es hat in diesem Lichte keinen Sinn, die Gegenwart zu analysieren und sich passende Quellen über die Verschärfung des Verhältnisses zu Rußland oder Neuentwicklungen im Militärsektor herauszusuchen, um die Annäherung des russischen Feldzuges zu untermauern.

Das bedeutet natürlich nicht, daß es in Zukunft keine Katastrophen und Konflikte zwischen Großmächten geben könnte, die auch auf europäischem Boden ausgetragen werden. Mit Prophezeiungen kommt man beim Vorauserkennen eines solchen Szenarios aber nicht weiter, weil sie nicht echtes Zukunftswissen, sondern einen vielfach umgewandelten Märchenstoff darbieten. Man verstellt sich vielmehr die Sicht, wenn man sich auf Prophezeiungen fokussiert, so daß die Menschen mit der geringsten Ahnung von der Zukunft wohl Prophezeiungsgläubige sind (völlig im Gegensatz zu ihrem Selbstbild).
Mit Schauungen kommt man beim Vorauserkennen der Zukunft möglicherweise weiter, wenn man genügend von Prophezeiungen unabhängiges Material sammelt, um Gemeinsamkeiten und eine grobe Linie herauszudestillieren.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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Irlmaier: "Ich sehe Priester mit weißen Haaren tot am Boden liegen!"

BBouvier, Dienstag, 31. Dezember 2019, 16:16 vor 330 Tagen @ Taurec 1270 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 31. Dezember 2019, 16:41

Vor einem Jahr fragt hier "Tannenbaum", ob das "brennende Paris" auch nur so eine (falsche) Prophezeiung sei?
Sie stellt nämlich eine Übereinstimmung mit dem Aufruhr der "Gelbwesten" fest:
"Es wundert mich doch schon, daß hier keine Verbindung von "Gelbwesten"
und "brennendem Paris" hergestellt wird.
"
Sowie:
"Das war doch früher usus, wenn Weltereignisse irgendwie
mit Prophezeiungen übereinstimmten.
Oder war das "brennende Paris" auch eine falsche Prophezeiung?
"

Hallo!

1.
Grundsätzlich:
Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts können sich frz. Nonnen
und bigott-nationalistische Hausfrauen gut vorstellen - und sie prophezeien en Masse -
daß Russen und Preußen (s. Antonius von Aachen) erneut (wie zuvor 1814/15) sich auf den Weg
nach Frankreich machen würden.
Diesmal jedoch am Rhein scheitern, denn Gott (mittels Feuer vom Himmel und Finsternis)
wäre auf der Seite der Franzosen, sie würden dann auch wieder einen (frommen)
König bekommen ...
(zuvor würden Revolutionäre allerdings Paris abfackeln und massenhaft Priester killen)
Sowie: Der Papst kommt nachher ganz groß raus, der russische Zar wird sogar katholisch!

Das alles kriegt nun das saubere Betrügerpaar Adl-/Irlmaier zu fassen,
woraufhin sie prophezeien können, daß sich die SU (1950 aktuell ohne DDR-NVA!)
gleich demnächst auf den Weg nach Frankreich machen werde
(zuvor brennen Revolutionäre noch fix Paris ab,
und auch die toten Priester dürfen nicht fehlen.
Irlmaier: "Ich sehe Priester mit weißen Haaren tot am Boden liegen!" ... seine Vorlage - Lied von der Linde:
"... schonet nicht den Greis im Silberhaar")
- jedoch am Rhein während einer dreitägigen Finsternis Gottes scheitern -
woraufhin der Papst ganz groß rauskommt und Deutschland wieder
einen (frommen) König bekommt.

Hinweis zur jeweiligen Aktualisierung:
Streiche jetzt "Sowjetunion" und "Zar"
und setze erneut "Rußland" und aktuell "Putin" (oder "Präsident")
und natürlich in 10, 50 und 120 Jahren den jeweils aktuellen Nachfolger.

2.
Meine Antwort im Dezember 2018:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51518

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Irlmaier prophezeit der Sowjetunion: "Die Großen unter den (kommunistischen) Parteiführern bringen sich um."

BBouvier, Dienstag, 31. Dezember 2019, 18:29 vor 330 Tagen @ BBouvier 1167 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 31. Dezember 2019, 18:52

Hallo!

Und dann kann sich Irlmaier - gest. 1959 - (gem. dessen Verleger Adlmaier, 1961)
auch noch folgendes gut denken, und er prophezeit der kommunistischen Sowjetunion
nach deren Niederlage, demnächst in seinem 3. Weltkrieg:
=>
"Das russische Volk glaubt wieder an Christus,
und das Kreuz kommt wieder zu Ehren.
Die Großen unter den (kommunistischen) Parteiführern bringen sich um ...
Die Leichen sind so viel, daß man sie nicht mehr wegbringen
kann von den Straßen.
... im Blut wird die lange Schuld abgewaschen.
"

Auf Basis des zweiten Feldpostbriefes - veröffentlicht 1953:
=>
"... die Religion wird ausgeputzt und gereinigt.
Aber die Kirche hält den Siegestriumph ...
In Rußland werden alle Machthaber vernichtet.
Die Leichen werden dort nicht begraben und bleiben liegen.
... in diesem Lande zur Strafe für ihre Verbrechen."

Und dessen "Vorlage" wiederum - siehe Taurec! - christlich-apokalyptische Endzeitvorstellungen
mit der Vernichtung des Antichristen und seiner Gefolgschaft im Osten.

:tonne:

Grüße,
BB


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Irlmaier und Co.

BBouvier, Dienstag, 31. Dezember 2019, 19:14 vor 330 Tagen @ BBouvier 1086 mal gelesen

Hallo!

In einem anderen Forum, das sich mit Prophezeiungen
beschäftigt, behauptet Jemand - ahnungslos oder hinterhältig -:
"Da wir ja inzwischen objektiv festgestellt haben,
dass Gottfried von Werdenberg, Erna Stieglitz,
Alois Irlmaier und Maria S. zu den größten
und verlässlichsten Sehern gehören .
.."

Echt!! :-D

Wobei allerdings der Großteil der Texte "Irlmaier"
sich mit "Werdenberg-Stieglitz-Maria S."
durchaus in der richtigen Gesellschaft befindet.
Nämlich in der:
=>
:tonne:

Grüße,
BB


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der Antichrist hat seinen Sitz im Osten, in Rußland

BBouvier, Dienstag, 31. Dezember 2019, 22:41 vor 330 Tagen @ BBouvier 1199 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 31. Dezember 2019, 23:07

Auf Basis des zweiten Feldpostbriefes - veröffentlicht 1953:
=>
"... die Religion wird ausgeputzt und gereinigt.
Aber die Kirche hält den Siegestriumph ...
In Rußland werden alle Machthaber vernichtet.
Die Leichen werden dort nicht begraben und bleiben liegen.
... in diesem Lande zur Strafe für ihre Verbrechen."

Und dessen "Vorlage" wiederum - siehe Taurec! - christlich-apokalyptische Endzeitvorstellungen
mit der Vernichtung des Antichristen und seiner Gefolgschaft im Osten.

:tonne:

Grüße,
BB

Hallo!

Dazu folgendes Zitat des ersten Feldpostbriefes als
ergänzende Bestätigung - auch für Taurec:
=>
"Unter dieser Zeit, sagt er, wird der Antichrist geboren im äußersten Rußland,
von einer Jüdin, und er tritt erst in den fünfziger Jahren auf.
Dann sagte er, an dem Tage, wo Markustag auf Ostern fällt
."

Dabei handelt es sich jedoch um einen (Bauern)"Spruch",
analog zum St. Nimmerleinstag.
=>
"Wenn dann der Markustag am Osterfest,
der Antoniustag am Pfingstfest
und der Johahnnestag am Fronleichnam fällt,
geht ein Wehschrei durch die ganze Welt
."

Offenbar war das 1914 dem erzählenden "Franzosen" nicht bekannt.
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=30616

Folgende Mitteilung aus dem wöchentlichen Anzeiger
für das Fürstentum Ratzeburg vom 16. Januar 1885:
"Die Welt geht (BB: Am Markustag 1886) nicht unter.
Mit Beziehung auf Nostradamus' Prophezeihung des Weltunterganges
wird nachgewiesen, daß Charfreitag, Ostersonntag und Fronleichnam
auf den Georgstag, den Marcustag und Johannes des Täufers Tag,
beziehungsweise auf den 22. und 25. April und den 24. Juni,
bereits in den Jahren 1204, 1451, 1546, 1666, 1734 gefallen sind,
ohne daß bekanntlich in diesen Jahren der Weltuntergang
eingetreten wäre.
Wir haben sonach Gott sei Dank Hoffnung,
daß auch das Jahr 1886 vorüber gehen werde,
ohne das gefürchtete Zerstörungswerk zu verüben
."

Grüße,
BB


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Russland vs. Antichrist

Filmegucker @, Mittwoch, 01. Januar 2020, 16:22 vor 329 Tagen @ BBouvier 1059 mal gelesen

Ein frohes und gesundes neues Jahr!

Soweit ich es beurteilen kann, vermutete man im 19.Jh. den Sitz des Antichristen in Frankreich, Paris. Die frz. Revolution hatte tiefe Spuren hinterlassen. Insofern habe ich den Schwenk zu Russland nur durch die Sowjetunion verstanden, die aber nicht mehr existiert.

Im christlichen Denken ist eigentlich verankert gewesen, dass auf den (geistlichen) Ruinen des Christentums sich der antichristliche Geist erhebt.

Wenn ich jetzt behaupten würde, dass es also zuerst eine einige Union mit einem Regierungssitz westlich des Rheins mit einem gewählten Repräsentanten geben wird, der weder christlich, noch atheistisch ist, dann habe ich eine alte Denkweise wiedergegeben. Welche Rolle spielt da Russland? Eher die der Strafe für ein abgefallenes Christenvolk.

Wenn nun aber viele Christen, egal welcher Konfession, glauben, sie haben den wahren Glauben, dann kann aus ihrer Sicht bei ihnen ja kein Antichrist entstehen (den hätten sie ja wegdemonstriert), ja selbst die Demokratie ist dann sowas von christlich. Also muss der Antichrist von woanders, im Idealfall Russland, kommen. Die sind da eh so orthodox und kyrillisch drauf. Das ist auch hervorragend für den eigenen Zusammenhalt, hier, bei uns, auf den Trümmern, bei den frommen wie aufgeklärten, die die Kirchen füllen... an Weihnachten. 😇


Mit freundlichen Grüßen
Filmegucker

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der Zar (BB: zuvor böse unkatholisch!) konvertiert zum Katholizismus

BBouvier, Mittwoch, 01. Januar 2020, 20:02 vor 329 Tagen @ Filmegucker 1077 mal gelesen

<"Also muss der Antichrist von woanders, im Idealfall Russland, kommen.">

Hallo, Filmegucker!

"Das ist fein beobachtet!" (geklaut bei Loriot)

Abbé (Pater) Mattay (Saint Méen, Bretagne) prophezeite angeblich (!) 1810
das Ende Napoleons (1814/15) sowie die Revolution von 1830 (mit Jahreszahl)
und das britische Exil König Louis-Philippes I. im Jahre 1848.
... gefolgt von:
- eine (rote) Republik wird ausgerufen, hält sich jedoch nur drei Tage
- unvermutete Thronbesteigung des Großen Kaisers, der wird uralt
- gegen Ende der Regierungszeit des Emporkömmlings
stirbt der Papst, und dessen Nachfolger ist ganz jung
- nunmehr geht es rund, vielleicht gibt es ja auch Blutvergießen? ...
in den Städten sind die Kirchen jedenfalls verrammelt
- ausländische Mächte rüsten - jedoch nicht, um die alte/rechtmäßige Monarchie
wiederherzustellen, sondern, um Frankreich unter sich aufzuteilen
- der russische Zar, an der Spitze einer riesigen Armee, *
kommt jedoch nur bis zum Rhein, weil die unsichtbare Hand Gottes ihn dort aufhält
- ganz Europa steht in Flammen!
- Auftritt des Kaisers, der bisher unerkannt in Frankreich geweilt hatte,
er wird von seinen Fremdenlegionären geschützt, mit ihm endet die politische Zwietracht
- England wird frz. Provinz
- Romreise des Kaisers, um sich den Segen des Papstes zu holen
- allgemeine Steuersenkung
- der Zar (BB: zuvor böse unkatholisch!) konvertiert zum Katholizismus!
- allgemeine Freude und eine ganze Kette mehrerer Tage Festlichkeiten

*
Irlmaiers 3. Weltkrieg

Gruß,
BB


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Friede-Freude-Schweinshaxe!

BBouvier, Donnerstag, 02. Januar 2020, 00:51 vor 329 Tagen @ BBouvier 1041 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 02. Januar 2020, 01:18

Hallo!

Obige Prophezeiungsklamotte (wohl kaum von Pater Mattey) dürfte +- von 1853 datieren.
Da lassen sich die politischen Ereignisse zwischen
1814 und 1848 (wieder mal eine Revolution, wie auch 1830)
nicht besonders schwierig genau treffend "prophezeien".

Weiter (ab 1848) :
- eine Republik wird ausgerufen, hält sich jedoch nur drei Tage
- unvermutete Thronbesteigung des Kaisers, der wird uralt

In der Revolution von 1848 wird Napoleon III. frz. Präsident,
putscht 1852 und macht sich (Usurpator) selbst zum Kaiser der Franzosen.

- gegen Ende der Regierungszeit des Emporkömmlings (Usurpator)
stirbt der Papst, und dessen Nachfolger ist ganz jun
g

Das denkt sich der Verfasser so, ebenso ein "uralt-werden" Napoleons III..

Anschließend geht es rund, Paris brennt, die Russen brechen mit dem unkatholischen Zaren,
dieser an der Spitze einer riesigen Armee, nach Frankreich auf.

Nun jedoch:
- Auftritt des "richtigen" Kaisers, der bisher unerkannt in Frankreich geweilt hatte
... und der nun endlich edel-monrchischen Blutes ist!

Mit dem ist nicht nur Gott, sondern sogar der Papst höchstselbst -
der Kaiser senkt die Steuern, auch erobert er England,
der Zar wiederum unterwirft sich und sein Land Rom: Friede-Freude-Schweinshaxe!
=>
http://www.ypsfanpage.de/comics/asterix/breughel.jpg

Gruß,
BB


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Die Ablenkung

Filmegucker @, Donnerstag, 02. Januar 2020, 12:40 vor 328 Tagen @ BBouvier 1052 mal gelesen

Hallo BB!

Unglaublich! Aber dann ist das doch alles ein Ablenkungsmanöver, um vom eigenen Trick abzulenken?!

Kennt einer den Film "Die Unfassbaren"?

Aber, den muss man gesehen haben!

"Sehen Sie genau hin!" Der Russe hat U-Boote gebaut, damit fährt er rum und rasselt mit dem Säbel! Und die Künstler lenken damit ab von dem geheimen Trick, den man dann als Zauberei verkauft.

Vielleicht sind auch die Feldpostbriefe nur Aussagen eines Plans irgend einer Geheimgesellschaft? Seit wann stimmen denn bei Schauungen die Jahresangaben? Und nach dem 2. Weltkrieg der Nazis wurde der weitere Plan aufgeschoben oder ganz verändert, um das Ziel anders zu erreichen. Welches?

Wer weiß... "Sehen Sie genau hin! Ja, hiiier hin!"

Viele Grüße!
Filmegucker

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Sehr abwegig

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 02. Januar 2020, 13:26 vor 328 Tagen @ Filmegucker 1094 mal gelesen

Hallo!

Vielleicht sind auch die Feldpostbriefe nur Aussagen eines Plans irgend einer Geheimgesellschaft? Seit wann stimmen denn bei Schauungen die Jahresangaben? Und nach dem 2. Weltkrieg der Nazis wurde der weitere Plan aufgeschoben oder ganz verändert, um das Ziel anders zu erreichen. Welches?

Die Aussagen der Feldpostbriefe nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen weitgehend aus einer Wiedergabe des sattsam bekannten Endzeitgeschehens.

  • "Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her, wird aber zurückgeschlagen, weil die Natur eingreift..."
  • "Dann sagt er, daß der regierende Papst dabei sei beim Friedensschluß, muß aber zuvor in Italien fliehen, da er als Verräter hingestellt wird, und er kommt nach Köln, wo er nur einen Trümmerhaufen findet, alles kaputt."
  • "...die Leute sinken immer tiefer in der Moral und werden immer schlechter. Die Not wird noch viel größer und fordert viele Opfer."
  • "Aber es ist den Leuten alles gleich, denn der gute Mensch kann fast nicht mehr bestehen während dieser Zeit und wird verdrängt und verachtet. Dann erheben sich die Leute selbst gegeneinander, denn der Haß und Neid wachsen wie das Gras und die Leute kommen noch immer weiter in den Abgrund."
  • "Rußland überfällt den Süden Deutschlands, aber kurze Zeit, und den verfluchten Menschen wird gezeigt werden, daß ein Gott bestehe, der diesem Geschehen ein Ende macht. Um diese Zeit soll es furchtbar zugehen, und es soll den Leuten nichts mehr helfen, denn die Leute sind zu weit gekommen und können nicht mehr zurück, da sie die Ermahnungen nicht gehört haben."
  • "eim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen und zwar im Süden bis Chiemgau, und die Berge sollen von da Feuer speien, und der Russe soll alles zurücklassen an Kriegsgerät. Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht und vernichtet."
  • "Die Flüsse sind alle so seicht, daß man keine Brücke mehr braucht zum Hinübergehen. Von der Isar an wird den Leuten kein Leid mehr geschehen, und es wird nur Not und Elend hausen. Die schlechten Menschen werden zugrunde gehen als wie wenn's im Winter schneit; und auch die Religion wird ausgeputzt und gereinigt. Aber die Kirche hält den Siegestriumph, sagt er."
  • "In Rußland werden alle Machthaber vernichtet. Die Leichen werden dort nicht begraben und bleiben liegen. Hunger und Vernichtung ist in diesem Lande zur Strafe für ihre Verbrechen."
  • "Im Jahre 48 geht die Strafe Gottes zu Ende, und die Menschen werden sein wie die Lämmer und zufrieden wie noch nie. Und von Siegerträumen hört es auf, und es ist ausgestorben in den Ländern."

Wie haben hier:

  • Sittenverderbnis und Verfall
  • Papstflucht
  • Den Überfall aus dem Osten, der durch Eingreifen von "oben" (Natur, Strafe Gottes) beendet wird.
  • Friedensschluß am Rhein
  • Vernichtung des Bösen, Reinigung der Religion, Friedenszeit

Von ein paar möglicherweise echten Versatzstücken abgesehen (Deutschland das fleißigste Volk der Welt, Fluch im Inneren wegen eines teuflischen Verbrechens, Regierungen können keine deutschen Interessen vertreten, Besatzungen lösen sich voneinander, ...) ist über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in den Feldpostbriefen doch kaum Verwertbares vorhanden, nur Endzeitschwadronade auf Grundlage älterer Prophezeiungen, die der Franzose kannte. Das Endzeitgeschehen soll also nichts weiter als die Erfindung einer Geheimgesellschaft sein statt des kulturell tradierten Sagenstoffs, der es tatsächlich und offensichtlich ist?

Ein Plan ist (abgesehen von der generell fragwürdigen Durchführbarkeit solcher Pläne) getrost auszuschließen. Man müßte hierfür nämlich unterstellen, daß die Formulierung dutzender Prophezeiungen der vorangegangenen Jahrhunderte, die ebenfalls Überfall aus dem Osten, Gottesgericht, Papstflucht, Kaiserkrönung enthalten, bereits Teil und Wiedergabe eines Planes gewesen wären statt Verarbeitungen des Endzeitstoffs.
Dergleichen Annahmen sind eher was für Verrückte und Spinner, die ihren Blick reduktionistisch auf Verschwörungstheorien über Geheimgesellschaften eingetunnelt haben und nun überall Hinweise auf den großen Plan wähnen.

Wenn das Szenario nicht eingetroffen ist, dann sicher nicht, weil der Plan geändert wurde, sondern weil das Szenario von vornherein nicht stimmte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Feldpost vor meiner Zeit

Filmegucker @, Donnerstag, 02. Januar 2020, 20:50 vor 328 Tagen @ Taurec 1069 mal gelesen

Guten Abend!

"Das Endzeitgeschehen soll also nichts weiter als die Erfindung einer Geheimgesellschaft sein statt des kulturell tradierten Sagenstoffs, der es tatsächlich und offensichtlich ist?"

Nicht doch! Vielleicht war der Franzose in einer Geheimgruppe und dort wurde irgendwas bequasselt, was er dann weitergab. Hat er nicht von dunklen Männern gesprochen? Ist das nicht ne Art Verschwörung? Man wird ja förmlich mit der Nase drauf gestoßen.

"Ein Plan ist (abgesehen von der generell fragwürdigen Durchführbarkeit solcher Pläne) getrost auszuschließen. Man müßte hierfür nämlich unterstellen, daß die Formulierung dutzender Prophezeiungen der vorangegangenen Jahrhunderte, die ebenfalls Überfall aus dem Osten, Gottesgericht, Papstflucht, Kaiserkrönung enthalten, bereits Teil und Wiedergabe eines Planes gewesen wären statt Verarbeitungen des Endzeitstoffs."

Man könnte aber auch den Prophezeiungskanon für eigene Zwecke verwenden. Nur so ein Gedanke, nichts weiter.

"Dergleichen Annahmen sind eher was für Verrückte und Spinner, die ihren Blick reduktionistisch auf Verschwörungstheorien über Geheimgesellschaften eingetunnelt haben und nun überall Hinweise auf den großen Plan wähnen."

Erwischt! 🙂 Nein, mal im Ernst, dann dürfte man ja gar nichts mehr sagen. Selbst Verschwörungstheoretiker haben manchmal recht. Ich bin keiner (glaub ich) , sondern eher einer, der fragt, weil er was unlogisch findet. Bin in solchen Sachen nicht voll durchorganisiert, das Böse gewinnt eh am Ende nicht. Alles wird gut.

Freundliche Grüße!

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Unlogisch

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 02. Januar 2020, 22:41 vor 328 Tagen @ Filmegucker 1035 mal gelesen

Hallo!

Man könnte aber auch den Prophezeiungskanon für eigene Zwecke verwenden. Nur so ein Gedanke, nichts weiter.

Ein Geflecht aus religiösen Erwartungen erwachsener Zukunftsmären (Überraschungsangriff aus dem Osten, Gottes Strafgericht usw.) wird nicht plötzlich echt, wenn eine (hypothetisch mal angenommene) Geheimgruppe diese als Blaupause für ihren "Plan" hernähme, den sie obendrein noch wieder hätte fallen lassen. Du nämlich:

Und nach dem 2. Weltkrieg der Nazis wurde der weitere Plan aufgeschoben oder ganz verändert, um das Ziel anders zu erreichen.

Deine Idee: Jemand habe sich nach dem Prophezeiungskanon gerichtet, dann den Plan aber wieder geändert, weil die Realität offensichtlich nicht mit den Aussagen übereinstimme. Das ganze sei möglicherweise auch noch ein Trick, um vom Plan abzulenken.
⇒ Die Falschheit wäre somit ein Hinweis auf die Richtigkeit. Ein in sich geschlossener Rittberger, nach dem man wieder auf der Stelle landet, ohne irgendwie vom Fleck gekommen zu sein.
Nachdem ich nichts glaube, bei dem die Wirklichkeit – gleichgültig, wie sie aussehe! – zum Beleg der Behauptung umgebogen wird, die auf diese Art völlig unbeleckt von Gegenargumenten immer richtig wäre, halte ich das für Unsinn. :irre:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Buchela

IRAN @, Mittwoch, 01. Januar 2020, 01:18 vor 330 Tagen @ Taurec 1555 mal gelesen

Guten Abend!

Ich danke für die ausführliche und detaillierte Antwort! Der Unterschied zwischen Prophezeiung (literarisch) und Schauung (persönliches Erlebnis mit Präkognition) ist damit herausgestellt.

Der Prophezeiungskanon folgt im wesentlichen einer Dramaturgie, die seit Anbeginn der Christenheit unverändert ist.

Eigentlich handelt es sich hier um ein Erbstück des Judentums (wie weitere Inhalte des christlichen Glaubens), das in Form eines Messianismus schon einige Jahrhunderte vor Jesus auftaucht. Hätte es diesen Messianismus nicht vorher gegeben, hätte man Jesus nicht zuschreiben können, eben der Gesalbte zu sein.

Wenn ich die Textsammlungen überfliege, die hier verdienstvollerweise zusammengetragen sind, so sind die offenbar nach Autoren geordnet, wobei dort allerdings nicht unterschieden wird zwischen Prophezeiung und Schauung. Dies soll keine Kritik sein.

Eine weitere Möglichkeit der Aufbereitung wäre (zusätzlich), dass die echten Schauungen nach Motivkreisen zusammenfasst werden. Dies ist in Ansätzen ja schon geschehen. So gibt es vielleicht doch wertvolle Präkognitionen, die Kampfereignisse hier in Deutschland beschreiben und in denen die darin vorkommenden Soldaten als russisch oder (noch genereller) als fremdländisch identifiziert werden. Ich möchte das nur als Anregung geben, es ist nicht mein eigenes Thema.

Vielmehr beschäftige ich mich mit der Geschichte von Persien. Dabei ist mir ein Hinweis über den Weg gelaufen, dass die Familie des letzten Shah mehrfach die Hellseherin Buchela befragen liess. Da diese Hellseherin offenbar tausende Menschen beraten hat, darunter eben auch bekannte Personen aus Politik und öffentlichem Leben, darf man annehmen, dass ihre Gesichte und Visionen einen Wahrheitsgehalt hatten - andernfalls sie diesen Zulauf nicht bekommen hätte. Warum Buchela dann den Schritt getan hat von der persönlichen Beratung zur öffentlichen Prophezeiung in Buchform, kann ich natürlich nicht sagen. Mich interessiert nur der Text, den sie über die Familie des Shah und den Iran geschrieben hat (und ein wenig die Umstände, wie die Visionen entstehen und im Lebenslauf von Hellsehern einzuordnen sind). Den Text zu Iran habe ich ganz unten einkopiert. Wenn gewünscht kann ich weitere Auszüge zu anderen allgemeinen Themen digital senden, so dass sie in die Schauungssammlung hier aufgenommen und allgemein überprüft werden könnten. Einige der Dinge, die Buchela voraussagt, sind definitiv so nicht eingetroffen, so dass m.E. Vorsicht angebracht ist.

Die letzte Kaiserin von Persien lebt noch (*1938). Von ihren Kindern haben zwei Selbstmord verübt. Der theoretische Thronfolger (*1960) lebt ebenfalls noch, hat einen iranischen internationalen Unterstützerkreis und führt eine Exilregierung. Die Buchela sagt nun voraus, dass er in sein Land zurückkehren werde, und zwar noch zu Lebzeiten seiner Mutter. Dabei wird diese Rückkehr weder ihm noch Iran viel bringen – aber es soll geschehen.

Die übrigen Dinge, die Buchela bezüglich Iran sagt, sind etwas verwirrend und zeitlich nicht klar einzuordnen. Sehr verallgemeinert könnte man aber einige zutreffende Elemente darin erkennen (etwa den blutigen Krieg mit dem Nachbarn Irak). Auch haben wir - wie angedeutet - gegenwärtig eine ziemliche innere Anspannung im Land (wie in den meisten Ländern der Erde zur Zeit), verbunden mit lokalen Unruhen, die durchaus zu Aufständen führen könnten. Dazu kommt starker Druck von außen (Wirtschaftssanktionen USA und Europa; Stress durch Israel und Saudi-Arabien). Dies hat dazu geführt, dass die Herrschenden den Kontakt zu Russland und China suchten. Umgekehrt sind diese beiden Staaten heute bereit, den Iran im Rahmen ihrer eigenen machtpolitischen Interessen zu unterstützen (vor kurzem gab es gemeinsame Militärmanöver; verdeckt steht russisches und chinesisches Militärpersonal im Iran). Genau dies hat Buchela meines Erachtens korrekt vorausgesagt (betreffende Stelle im Text unten von mir markiert). Derartige Aussagen auf Basis der machtpolitischen Konstellationen in den 1970er und 1980er Jahren (bevor ihr Buch erschien) waren wenig passend und kaum zu erwarten gewesen; insbesondere China war damals noch ein Entwicklungsland am Rande der Welt.

Insgesamt kann man die übrigen Voraussagen der Buchela in Bezug auf Iran seitlich im Auge behalten, weniger dabei die Sache mit dem Königshaus als mit den Unruhen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen, die sie andeutet. Machtgruppen in den USA arbeiten derzeit konkret auf einen Bürgerkrieg in Iran hin.

Buchela sagt übrigens an anderer Stelle in ihrem Buch recht eindeutig, dass die USA Deutschland in einer Stunde der Not verraten würden. Man kann das durchaus in Bezug bringen zu den Diskussionen, die am Eingang dieses Threads standen.

Ich werde mich bei Gelegenheit weiter auf dem Forum und in den Sammlungen umschauen. Und bei Bedarf wieder was schreiben. Wünsche allen hier ein gutes Neues Jahr!

IRAN

Auszüge aus dem Buch von Buchela (Ich aber sage euch /1983), Seite 282

Ich aber sage und sehe:

Es wird noch viel Blut fließen, viel Blut in diesem Land. Das Blut der vergangenen Tage wird sich gegen den Strom des kommenden wie ein Rinnsal ausnehmen. Von Jahr zu Jahr werden sie mehr Blut vergiessen, aber nicht mehr laut und auf dem Block. Die Gebeine der Unbequemen werden die Macht erhalten. Aber das Volk im Norden wird sich gegen sie erheben und die Macht derer, die im Namen eines Gottes sprechen, anfechten. Bruder wird gegen Bruder und Vater gegen Sohn mit Waffen streiten; nicht die Bande des Blutes sondern nur das vergossene wird zählen. Sie werden aufeinander losgehen wie tollwütige Hunde. Sie werden lachen, fröhlich sein und triumphieren, wenn sie einen anderen getötet und das Blut weggenommen haben. Es wird lange dauern, und sie werden sich in zwei Länder mit zwei Häuptern spalten.

Als Rettung wird ihnen das Fleisch des Verstoßenen erscheinen, und sie werden ihn geleiten in allen Ehren, dass er ihren Streit beende und sie wieder ein Volk sein werden. Er wird ihrem Rufe folgen und kommen. Aber er wird kein eigenständiger Herrscher sein, der dem Land seinen Willen und den Frieden aufzwingt. Er ist weich. Er wird so gütig und lieb sein, das sie ihn alle mögen - aber er wird kein Rückgrat haben, all seinen Feinden die Stirn zu bieten. Er wird sich nicht durchsetzen.

Seine Mutter wird diese Tage noch erleben. Eine Frau, die all ihre Freude und Freunde verstecken muss, um das Andenken an den Verjagten zu erhalten. Sie muss ein Denkmal bleiben und muss die Maske tragen und alles das hinternanstellen, was sie als Frau berührt. Ihr Menschsein wird immer die Seitentüre benützen müssen, um nicht das Andenken durch menschliche Gelüste zu besudeln. Auch dann noch, wenn der weiche Sohn des harten Vaters dessen Platz eingenommen hat. Er wird der König, aber nicht der Herrscher des Volkes sein. Er wird ob seiner Schwächen verjagt werden. Ein anderer wird sich zu der Majestät aufschwingen. Nicht nur Hunderttausende, Millionen werden bis dahin blutig zu Tode gekommen sein.

Lasst mich einhalten! Ich muss weitersagen, was ich sehe!

Das Schlachten wird nicht in den Grenzen dieses Landes bleiben. Innerhalb eines Jahrzehntes werden um den Zaun herum Tausende und aber Tausende die Gewalt erleiden. Zwei Fürsten werden fallen, und Gesetzlosigkeit wird in ihrem Reich herrschen. Jene Länder werden für lange Zeit der Pfahl im Fleische des Friedens sein. Der Kleine wird mit Macht die Großen überwältigen wollen und so die Unruhe schüren. Über diesen Streit werden sich das Land mit der größten Erde und das Reich mit den meisten Seelen auf der Welt abermals verbrüdern. Es geht Gefahr von dieser Bruderschaft aus, aber die leeren Kammern beider Brüder werden ihr Trachten nach Herrschaft bändigen und euch zu Atem verhelfen.

Amerikaner Terroristen

IRAN @, Samstag, 04. Januar 2020, 01:46 vor 327 Tagen @ IRAN 1109 mal gelesen

Hallo!

Es war ein Zufall, dass ich hier die letzten Tage auf Iran aufmerksam machen wollte und nun gleich diese blöde Sache passiert.

Aber ich habe dann doch ein wenig in der Sammlung rumgesucht mit Hilfe von Google.

Wenn man die Kombination eingibt von "schauungen.de/wiki/Quellensammlung" mit "Mord" oder mit "Amerikaner", "USA", "Terroristen" u.ä., dann kommt man auf die Ermordung eines Hochgestellten. Es soll der dritte sein. Zum Glück auf dem Balkan, und mit Messer oder Pistole. Könnte es sein, dass der iranische General nun der erste von den Dreien ist? Dann würde es noch ein wenig dauern, bis es richtig losgeht, und man könnte mitzählen.

Bei Kombinationssuche von "schauungen.de/wiki/Quellensammlung" mit dem Begriff "Terroristen" wird es aber echt interessant. Da tun die Amerikaner irgendwas Schlimmes. Ist nicht genau gesagt. Aber dann gibt es einen Racheakt deswegen von Terroristen.

Ich kann natürlich nicht ermessen, was hier Prophezeiung oder Schauung ist, Fake oder Fakt. Und ist letzten Endes auch egal. Aber ich finde solche Aussagen irgendwie cool.

Grüsse, IRAN

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"Hochgestellter, die 1000ste"

BBouvier, Samstag, 04. Januar 2020, 12:20 vor 326 Tagen @ IRAN 1047 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 04. Januar 2020, 12:48

<"... dann kommt man auf die Ermordung eines Hochgestellten.
Es soll der dritte sein
.">

Hallo, IRAN!

Damit hast Du wohl Taurecs Lieblingsbegriff zentrisch erwischt. *gg*

Lies dazu doch einfach mal das hier, ja?
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=32019

Taurec:
=>
"Wenn man zeitgenössische Aussagen Irlmaiers hinzuzieht, stellt man fest,
daß mit dem "dritten Hochgestellten"
ein Mord gemeint ist, der nicht lange nach den Attentaten
auf Folke Bernadotte und Gandhi geschehen sollte,
weil damals alle - inklusive Irlmaier - davon ausgingen,
der russische Feldzug stünde kurz bevor.
Diese Auffassung ist mittlerweile obsolet,
was Berndt und DeGard allerdings nicht davon abhält,
in ihren Büchern von einer Mordserie zu schreiben."

Seit diesem "Irlmaier" sind aberdutzende "Hochgestellte"
ermordet worden, und jedesmal wurde auf darauf hingewiesen ...
=>
nunmehr würden die Russen überraschend die Welt mit Krieg überziehen!

Richtig gelesen:
Die Russen!! :-)

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Kreisch! Einer der bisher 75? Dritten Hochgestellten (der russische Botschafter) wurde in der Türkei ermordet!

BBouvier, Samstag, 04. Januar 2020, 13:19 vor 326 Tagen @ BBouvier 1034 mal gelesen

Hallo!

Dazu bitte hier lang:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=34560


Gruß,
BB


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New-York und Impakthagel

BBouvier, Samstag, 04. Januar 2020, 14:13 vor 326 Tagen @ IRAN 1044 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 04. Januar 2020, 14:32

<"Aber dann gibt es einen Racheakt deswegen von Terroristen.">

Hallo, IRAN!

Du beziehst Dich da auf eine Schau des Waldviertelers.

Dazu mag Dich diese Analyse interessieren:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=25300

Zitat von dort:
"Die Welt rechnet mit solch einem Ereignis nicht.
Jedoch ist Jedem noch der 11. September 2001 im Gedächtnis,
und so hallt es sofort aus allen Radio- und Fernsehstationen:
Terroranschlag!
So kommt das vom Waldviertler beobachtete Gerede
über psychopathische Gegner zustande und,
daß man doch nicht gleich eine ganze Stadt vernichten müsse."

Sowie:
Ein Impakthagel vernichtete am 8. Oktober 1871 die Großregion Chicago:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=52516
https://schauungen.de/forum/index.php?id=52517
https://schauungen.de/forum/index.php?id=28394

Nur, daß man damals noch nichts von flächedeckendem "Impakthagel" wußte.
Wie wohl deswegen die erste/naheliegende Idee der Dörfler des WV: Terror!

Vorsichtig! Der Literat (!) Bekh nämlich:
=>
"Daß dies der Racheakt von Terroristen sei, hörte er sagen."
Womöglich (nur) deren Erkärung, auf die erste Meldung hin.

Grüße,
BB


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Hochgestellter obsolet

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 04. Januar 2020, 15:09 vor 326 Tagen @ IRAN 1097 mal gelesen

Hallo!

Wenn man die Kombination eingibt von "schauungen.de/wiki/Quellensammlung" mit "Mord" oder mit "Amerikaner", "USA", "Terroristen" u.ä., dann kommt man auf die Ermordung eines Hochgestellten. Es soll der dritte sein. Zum Glück auf dem Balkan, und mit Messer oder Pistole. Könnte es sein, dass der iranische General nun der erste von den Dreien ist? Dann würde es noch ein wenig dauern, bis es richtig losgeht, und man könnte mitzählen.

Nö.

Adl-/Irlmaier haben damals einen fiktiven Hochgestellten in eine Reihe mit damals bereits Ermordeten gestellt, nämlich Gandhi und Bernadotte.
Die Adl-/Irlmaiertexte bieten interpretatorisch hierfür gar keine andere Möglichkeit. Es war ursprünglich nur so gemeint, daß in nicht allzu ferner Zukunft, ursprünglich 1950 (endzeitprophetische Naherwartung), ein dritter ermordet werde und die Geschehnisse dann eintreffen würden.
Natürlich passierte nichts und nach einigen Jahrzehnten wurde die fiktive Hochgestelltenreihe, die nur noch eines einzigen Mordes bedurfte, um vollständig zu sein, zu drei noch zu geschehenden Morden uminterpretiert. Es war ja bereits eine zu große Lücke in der Reihe und die Leser haben das dann halb- oder unbewußt und leichtgläubig die Echtheit der Prophezeiungen voraussetzend falsch verstanden. Auf diesen dritten Mord – geschweige denn auf drei Morde! – können wir aber bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten.

Im übrigen scheint mir der "Mord am dritten Hochgestellten" am Balkan, woraufhin ein Weltkrieg ausbreche, eine recht phantasieloser Abklatsch der Geschehnisse zu sein, die zum Ausbruch des ersten Weltkrieges führten.
Am Ende dann ein weiterer Mord an einer hochgestellten Persönlichkeit am Balkan, der abermals zum Ausbruch eines Weltkrieges führt? Für wie blöd hat Adlmaier seine Leser eigentlich gehalten? (Antwort: Offenbar wirklichkeitsgetreu für sehr blöd, denn viele glauben bis heute noch daran.)

Bei Kombinationssuche von "schauungen.de/wiki/Quellensammlung" mit dem Begriff "Terroristen" wird es aber echt interessant. Da tun die Amerikaner irgendwas Schlimmes. Ist nicht genau gesagt. Aber dann gibt es einen Racheakt deswegen von Terroristen.

Diese Aussagen des Waldviertlers scheinen immerhin auf einer echten Vision zu basieren, wobei auf einem anderen Blatt steht, ob diese Schauung an sich echte Zukunft zeigte bzw. wie stark die damalige Schau oder ihre Wiedergabe durch die Vorstellungen und Erwartungen des Waldviertlers verzerrt worden sein könnte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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Attila, Xerxes und Mongolen

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. Dezember 2019, 15:30 vor 331 Tagen @ Einhorn 1179 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Montag, 30. Dezember 2019, 15:36

Hallo!

Und es ist auch natürlich nicht ein Attila der mit seinen Mongolen Mittel-Europa wieder überfällt, sondern derjenige kommt wie Attila mit seinen Mongolen, also verwüstend mit der Absicht es zu erobern.

Attila war nicht Mongole, sondern König der Hunnen. Diese waren ein aus Zentralasien stammendes Nomadenvolk wahrscheinlich türkischer Abstammung. Der Einfall der Mongolen kam erst lange nach Attila.

Meinst Du, es hat Sinn, historische Tatsachen zu ignorieren oder sich nicht korrekt zu informieren, um die eigene Idee "Angolmois = Mongolen" nicht ins Wanken zu bringen? ;-)

An dieser Stelle könnte ich eigentlich aufhören, denn der folgende Satz ist (neben der falschen Versnummer) völlig hinfällig:

Und damit ergibt sich hier automatisch der Link zum Quatrain X. 47 mit Putin und seinem Volk der "mongolais"!

Attila ist kein Mongole und in X/72 sind auch keine Mongolen gemeint. Es wird Zeit, diesen Unsinn endlich zu begraben.

Vor allem aber ist "Mongolais" überhaupt kein französisches Wort. Das müßte es aber sein, wenn "Angolmois" tatsächlich ein Anagramm für "Mongolen" wäre. Diese Konstruktion zeugt von einer ähnlich mangelhaften Sprachkenntnis, als würde jemand ernsthaft behaupten, Taurec wäre "münchneresisch" oder in Amerika würden die "Amerikanesen" hausen. Entsprechend hausen in der Mongolei nicht die "Mongolesen", sondern die Mongolen.

"Der Mongole" heißt auf Französisch: "le Mongol"
"Die Mongolen" heißt auf Französisch: "les Mongols"
"Die Mongolei" heißt auf Französisch "la Mongolie"
Das Adjektiv "mongolisch" heißt auf Französisch ebenfalls "mongol" oder "mongole".

"Mongolie" und "Mongolais" verhält sich nicht äquivalent zu "Bordeaux" und "Bordelais"! "Mongolais" gibt es nicht und daher auch kein Anagramm "Angolmois" = "Mongolais"!

"Herabkommen" deutet auf nördlich gelegene Gebiete als Herkunftsgegend, so wie Russland.

"Herabkommen" heißt in diesem Sinne aus dem asiatischen Gebirge hervorzubrechen, wo laut frühen christlich-endzeitprophetischen Texten Alexander der Große einst die Völker Gog und Magog, die er hier als "Xerxes" bezeichnet, hinter einer Mauer eingesperrt hat.
Wo das genau sein soll, weiß man nicht. In frühen Fassungen (Pseudomethodius) war es der Kaukasus. Je nachdem, wo man steht, können die Völker dann auf beiden Seiten des Kaukasus eingesperrt sein, was sie entweder in Südrußland oder Persien verortet. Die Idee fluktuiert geographisch nach Gutdünken des jeweiligen Autors/Propheten durch Asien, weil man sich dort nicht auskannte und die Völker Gog und Magog rein fiktiv sind. Bei Nostradamus treten sie offenbar als Hilfsvölker des Antichristen auf, der in Rußland sitzend quasi als deren Nachbar erscheint.

Aber fast alle Aussagen über einen russischen Angriffskrieg beinhalten einen Aspekt, der eine große Frage aufwirft. Es ist die immer wieder hervorgehobene Plötzlichkeit bzw. die Überraschung dieses Angriffs, mit der keiner rechnen würde.

Dieser Aspekt ist nichts weiter als ein ideelles Attribut, das man den antichristlichen Horden zuschrieb. Um die Bösartigkeit der Ungläubigen zu illustrieren, welche die unbescholtene Christenheit heimsuchen und die größte Christenverfolgung aller Zeiten anzetteln sollen, bildete sich das Motiv eines überraschenden Angriffs heraus, das sich seitdem durch den Prophezeiungskanon zieht.

So wie Attila nicht für die heutigen Mongolen steht, so steht Xerxes auch sicher nicht für die heutigen Perser/Iraner.

Allerdings. Als Nichtmongole und Hunne steht Attila symbolisch für sein Herrschaftsgebiet:

[image]

Eine gewisse Schwammigkeit der Geographiekenntnisse des Nostradamus über das ferne Osteuropa und die Verhältnisse 1.100 Jahre vor seiner Zeit unterstellend dürfte er damit grob Rußland gemeint haben.

"Xerxes" steht hier tatsächlich für Persien, hat aber ebenfalls eine gedankliche Vorlage in den älteren endzeitprophetischen Quellen, auf die sich Nostradamus stützt. Die bekannteste ist sicher die Offenbarung des Johannes:
"Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Kerker, und er wird ausziehen, um die Völker an den vier Enden der Erde zu verführen, den Gog und den Magog, um sie zusammenzuholen zum Kampf." (Offb. 20,7-8)
Die Gleichsetzung mit Persien hat meherere Ursprünge:

  • "Am Ende der Welt" = irgendwo im hinteren Asien
  • Die Perser traten schon in der Antike als Gegner europäischer Völker auf.
  • In der frühen Endzeitprophetie traten sie bereits als antichristliche Macht auf, vgl. 10534 und 14633. Damals kam sogar noch der eigentliche Antichrist aus Persien (Rußland gab es ja noch nicht).

Die Perser sind in der christlichen Prophetie per se also nicht gut gelitten. In diesem Sinne baute sie auch Nostradamus in sein Werk als Gehilfen des Antichristen ein. Mit den historischen Persern und deren Einfall in Griechenland hat das freilich nichts zu tun. Es geht nur um das irreale Konstrukt des bösen Persers, der sich in der christlichen Vorstellungswelt gebildet hat.
Das Konstrukt Xerxes I. in Anatolien ⇒ heutige Türkei ⇒ heutige Türken gleich Perser bei Nostradamus ⇒ Deckung mit der griechischen christlichen Endzeitprophetie ist ziemlich weit hergeholt. Die griechischen Endzeitprophezeiungen basieren ja ebenfalls auf dem religiösen Ideenkonglomerat, das Du durch Anführung eben dieser griechischen Prophezeiungen zu stützen versuchst. Dort treten Türken als die Bösewichter aus dem Osten auf und lassen sich freilich mit den älteren Persern irgendwie gleichsetzen, um die Sache passend zu machen. Es handelt sich aber nur um verschiedene, dem Lokalkolorit angepaßte Fassungen derselben Urgeschichte mit dem Angriff aus dem Osten. Letztlich wird, verschleichert durch die vielen Umwege und Umformungen der Urgeschichte, eine Behauptung durch sich selbst gestützt, was einem Zirkelschluß entspricht.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Kenntnisse über Prophezeiungen

aber @, Dienstag, 31. Dezember 2019, 01:50 vor 331 Tagen @ Einhorn 1259 mal gelesen

Leider kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass hier eine ähnliche griechische Tragödie wie bei Ödipus stattfindet:
Die Kenntnis von Prophezeiungen führt zu einem Verhalten, das im Bestreben sie zu verhindern, gerade die notwendigen Voraussetzungen schafft, um sie zu erfüllen.

Hallo Einhorn,

das hast du blitzartig rasch und überaus schlau bemerkt. Noch keine Kenntnis hast du allerdings darüber, dass Nostradamus genau aus diesem Grunde seine Verse verschlüsselt hat - eben damit der Ödipus-Effekt nicht eintritt. Das hat was mit Raum-Zeit-Paradoxa zu tun, ist schwer zu verstehen, ich weiß.

Grüße,
und

Bitte Kontext beachten!

Einhorn @, Freitag, 03. Januar 2020, 17:45 vor 327 Tagen @ aber 1012 mal gelesen

Hallo aber,

Du hast offensichtlich nicht den Kontext beachtet, in dem dieser Satz stand. Ich erzählte gerade wie eine russische Delegation Prophezeiungs-Bücher aus dem Bayrischen Wald aufgekauft hat. Und diese Prophezeiungen sind überdeutlich und eindeutig ohne jede absichtliche Verschüsselung. Da kann man gerne auf Nostradamus - Profezeiungen verzichten.

Jetz bleibt mir nur noch die Frage, woher Du unter diesen Bedingungen einen so arroganten und unverschämten Kommentar schreiben kannst. Was Du bist, hast Du mir nun gezeigt.

Herzliche Grüße

Einhorn

Re:Chapeau -Unabhängig davon, ob Du 'recht' hast, ich halte ihn für den profundesten Beitrag seit einem Jahrzehnt (owT)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Freitag, 03. Januar 2020, 20:46 vor 327 Tagen @ Einhorn 1090 mal gelesen

Ergänzung: Russische "Avantgarde" kann "wie ein Meteor" plötzlich am Himmel auftauchen, mit bis zu 27 Mach

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Freitag, 03. Januar 2020, 21:03 vor 327 Tagen @ Eyspfeil 1158 mal gelesen

Hallo!

Der Westen frickelt an Drohnen herum, Russland hat unterdessen eine Hyperschall-Rakete
entwickelt, und vor wenigen Tagen bereits in Betrieb genommen, die allem
Vorangegangenen spottet: Das Geschoss erreicht Geschwindigkeiten von 20-27 Mach,
kann nicht abgefangen werden, und kann jeden real existierenden Raketenschild
durchbrechen. Ziel und Flughöhe kann während des Fluges verändert werden.
Putin bezeichnet die Waffe, die seit den frühen 2000ern entwickelt wird, praktisch
als unbesiegbar.

Zu beachten ist ferner, daß bis auf den "New-Start-Vertrag", (der ebenfalls schon
wackelt), inzwischen sämtliche Rüstungsbegrenzungs-Verträge obsolet und passee sind.

Russische "Avantgarde"-Rakete

Ein frohes Neues Jahr wünscht Euch

Eyspfeil

Neue Waffensysteme

Leonessa @, Samstag, 04. Januar 2020, 12:13 vor 326 Tagen @ Eyspfeil 1057 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,

vor einigen Jahren hatte ich einen real wirkenden Traum, der mich damals sehr geängstigt hat und den ich hier am 15.01.2014 unter "zukünftiger Krieg" öffentlich gemacht habe.

Ich will dich nicht mit dem kompletten Traum langweilen, deshalb nur der relevante Ausschnitt:

Plötzlich fallen überall kleine, braune Dinger (ich kann nicht erkennen, was es ist, wie es genau aussieht) wie ein Funkenregen vom Himmel. Sie sind sehr gefährlich - nicht natürlichen Ursprungs, sondern von jemandem absichtlich und gezielt abgeworfen. Wo sie auftreffen, verursachen sie kleine, aber sehr vernichtende Explosionen. Man ist vor diesen Dingern nirgendwo sicher.
Dann sehe ich am Nachthimmel zwischen (…Name des Nachbarn) und unserem Haus, von einem milchigen Schleier halb verborgen, in ca. 10 m Höhe, eine Art großen, weißen Zeppelin stehen. Er beunruhigt mich, es geht nichts Gutes davon aus. Er scheint eine beobachtende Funktion zu haben.

Jetzt bin ich auf ein Video gestoßen, das mir dieses Erlebnis sofort wieder in Erinnerung gebracht hat. Darin wird ein Zeppelin gezeigt sowie, wahrscheinlich, die von mir gesehenen gefährlichen kleinen braunen Dinger.

https://www.youtube.com/watch?v=zDxCYvilA-U

Minute 13:25 Zeppelin
Minute 14:00 brennende Bälle


Ich halte übrigens von den Rechen- und sonstigen -"Künsten" dieses Savier überhaupt nichts. Es war der Zufall, der mich durch einen link zum erwähnten Video geführt hat.

Herzliche Grüße,
Leonessa

Nicht nur hier würde ich auf das 'Rechthaben' gerne verzichten...

Einhorn @, Samstag, 04. Januar 2020, 22:54 vor 326 Tagen @ Eyspfeil 1002 mal gelesen

Hallo Eyspfeil,

vielen Dank für Deine anerkennenden Worte. Das Paradoxe ist ja, dass ich sehr froh wäre, wenn ich nicht 'recht' hätte. Gerade gestern ist wieder so etwas passiert, wo ich mir auch wünschte "falsch" zu liegen, denn nach der Ermordung von Soleimani kam mir sofort die Stelle bei Johannes Bekh in den Sinn, als er von seinem Besuch beim Bauer aus dem Waldviertel berichtetet: "Er sah aber nicht nur den Untergang New Yorks, er sah sich mit anderen Dorfbewohnern zusammenstehen und das Ereignis kommentieren. Dass dies der Racheakt von Terroristen sei, hörte er sagen. Sicher, was die Amerikaner gemacht hätten, sei nicht schön gewesen. Dass man aber deswegen gleich eine ganze Stadt zerstöre, das gehe entschieden zu weit! So redeten die Leute." Und es ist ja nicht die einzige Stelle die mit sowas in NY assoziiert werden kann. So steht z.B. von Irlmaier in der Handabschrift vom Kurier: "Ich sehe die Wolkenhäuser in sich zusammenstürzen." Da sprach er von den USA. Kann sein dass er die beiden Türme sah, aber eben auch nicht.

Schon seit langem sind die Iraner meine "Favoriten" für so eine Aktion. Denn Terrorismus ist erstens die Waffe von Unterlegenen und zweitens muss für sowas auch ein entsprechendes Nuklear-Know-How verfügbar sein. Und beides sehe ich beim Iran vorhanden. Bei so einen Erzfeind müsste man seine Straf-Maßnahmen schon vorsichtiger einsetzen. Insbesondere wenn man es mit einem Gegner zu tun hat, der den Tod im Kampf gegen Nicht-Muslime auch noch als sicheres Paradies-Ticket ansieht. Denn auf dem Gebiet der Beziehungen zwischen den Muslimen und den Kuffar (also wir alle Nicht-Muslime), dieser niedrigsten Form des Lebens, die man mit gutem Gewissen betrügen, hassen, unterwerfen, versklaven, foltern und töten kann, fehlt die beanspruchte Empathie (das "Wandern in den Schuhen des Anderen") völlig. Und warum? Weil wir "Kafir"/"Kuffar" mit dem wertneutralen "Ungläubige(n)" übersetzen und so selten in der Lage sind, Muslime richtig einzuschätzen.

Außerdem muss eine US-Aktion, die zum o.g. Kommentar führt, so allgemein präsent sein, dass man sie mit der Reaktion in Verbindung bringen kann. Das wäre hier sicher gegeben. Denn ich würde bezweifeln, dass dies z.B. möglich wäre, wenn der Auslöser die bereits jahrelangen existierenden Sanktionen gegen den Iran wären, obwohl sie einen unermesslichen Schaden für das iranische Volk bedeuten und auch zu so einer Reaktion führen könnten.

Hoffen wir also auch hier, dass ich unrecht habe.

Herzliche Grüße

Einhorn

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Keine Vernichtung New Yorks

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 05. Januar 2020, 10:05 vor 325 Tagen @ Einhorn 1132 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Sonntag, 05. Januar 2020, 10:22

Hallo!

vielen Dank für Deine anerkennenden Worte. Das Paradoxe ist ja, dass ich sehr froh wäre, wenn ich nicht 'recht' hätte. Gerade gestern ist wieder so etwas passiert, wo ich mir auch wünschte "falsch" zu liegen, denn nach der Ermordung von Soleimani kam mir sofort die Stelle bei Johannes Bekh in den Sinn, als er von seinem Besuch beim Bauer aus dem Waldviertel berichtetet: "Er sah aber nicht nur den Untergang New Yorks, er sah sich mit anderen Dorfbewohnern zusammenstehen und das Ereignis kommentieren. Dass dies der Racheakt von Terroristen sei, hörte er sagen. Sicher, was die Amerikaner gemacht hätten, sei nicht schön gewesen. Dass man aber deswegen gleich eine ganze Stadt zerstöre, das gehe entschieden zu weit! So redeten die Leute."

Darauf weist doch im Augenblick überhaupt noch nichts hin! Deine Spekulation ist eine bloße Negativannahme auf Grundlage dessen, daß in dem Waldviertlertext der Anlaß eigentlich gar nicht genannt ist.

Die Stelle ist überhaupt nicht geeignet, daraus irgend eine positive (= einen echten Inhalt aufweisende) Information abzuleiten, die sich auf reales Geschehen anwenden ließe.

Die Folge: Über Jahrzehnte treten mit schöner Regelmäßigkeit irgendwelche Ereignisse ein, die auf das nebulöse Gelaber der Dorfbewohner zu passen scheinen.

Passieren wird auch dieses mal nichts.

Hoffen wir also auch hier, dass ich unrecht habe.

Dessen kannst Du gewiß sein.
Die Vernichtung einer Stadt (etwa durch die sattsam bekannten iranischen Interkontinentalraketen? :lol: ) wäre auch aus Sicht des Irans völlig unverhältnismäßig. Die sind ja nicht bescheuert und bringen die ganze Welt, inklusive ihrer Verbündeten China und Rußland gegen sich auf, nur weil sie Moslems sind. Darüber hinaus gilt auch im Islam der allen semitischen Religionen gemeinsame Rechtsgrundsatz "Auge für Auge".

"Wer Vergeltung verbietet oder das festgesetzte Gleichmaß dabei überschreitet, aber auch wer die Möglichkeit der Vergebung ausschließt, der bricht für den Koran ein von Gott offenbartes Gesetz und wird damit selbst zum Verbrecher."

"Wird jemand ungerechterweise getötet, so geben wir seinem nächsten Verwandten Vollmacht (ihn zu rächen).
Nur soll er nicht maßlos im Töten sein; er wird Beistand finden."

Das geforderte Gleichmaß wäre bei der Vernichtung einer Stadt als Folge der Ermordung eines mohammedanischen Generals mit Sicherheit nicht beachtet, vielleicht weniger weil minderwertige Ungläubige massig getötet werden würden, sondern weil bei der Vernichtung Manhattans auch zigtausende unschuldige Mosleme ums Leben kämen.

Die von Dir spekulierte Reaktion halte ich also auch unter dem Gesichtspunkt der islamischen Rechtsauffassung für unsinnig. Insbesondere von einem Staate wie dem Iran, der verfassungsmäßig ein Gottesstaat mit dem Religionsführer als höchstem Staatsamt ist, kann man erwarten, daß er sich an Vorgaben der eigenen Religion hält.
Die Vernichtung New Yorks wird in absehbarer Zeit nicht stattfinden.

Nachtrag: Mit diesem Argument läßt sich eigentlich ausschließen, daß überhaupt je ein islamischer Staat für die Vernichtung New Yorks verantwortlich sein könnte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Religionsführer

Kaladhor @, Sonntag, 05. Januar 2020, 14:08 vor 325 Tagen @ Taurec 951 mal gelesen

Hallo Taurec,

Die von Dir spekulierte Reaktion halte ich also auch unter dem Gesichtspunkt der islamischen Rechtsauffassung für unsinnig. Insbesondere von einem Staate wie dem Iran, der verfassungsmäßig ein Gottesstaat mit dem Religionsführer als höchstem Staatsamt ist, kann man erwarten, daß er sich an Vorgaben der eigenen Religion hält.

du erwartest ernsthaft von einem Religionsführer einer irrationalen Religion rationales Verhalten? Einer Religion, die überhaupt kein Problem damit hat, junge Menschen mit Sprengstoffgürteln loszuschicken und sich irgendwo in die Luft zu sprengen, so lange nur der größtmögliche Schaden angerichtet wird? Da wird auf "Unschuldige" auch keinerlei Rücksicht genommen.
Gerade das iranische Regime ist Förderer vieler terroristischer Gruppierungen.
Warum sollte man gerade vom Iran ein rationales Verhalten erwarten? Was soll also deine blödsinnige "Bewertung"?

Ach, und was die "Sprengung" einer Großstadt betrifft: Man kann so einen atomaren Sprengsatz ohne Probleme in eine große Kiste verpacken und per gechartertem Schiff auf die Reise schicken, und das Beste: Man kann diesen Sprengsatz auch auslösen, wenn das Schiff gerade im Hafen angelegt hat, oder im Beispiel von New York, wenn es gerade an Manhattan vorbeischippert. Da gibt es keine vorherigen Kontrollen, eine frühzeitige Entdeckung ist somit ausgeschlossen.

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Ich bastel' mir einen Anschlag

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 05. Januar 2020, 14:20 vor 325 Tagen @ Kaladhor 991 mal gelesen

Hallo!

du erwartest ernsthaft von einem Religionsführer einer irrationalen Religion rationales Verhalten?

Ich erwarte, daß sie sich innerhalb ihrer eigenen Ratio verhalten, sei sie aus meiner Sicht nun vernünftig oder nicht.

Ach, und was die "Sprengung" einer Großstadt betrifft: Man kann so einen atomaren Sprengsatz ohne Probleme in eine große Kiste verpacken und per gechartertem Schiff auf die Reise schicken, und das Beste: Man kann diesen Sprengsatz auch auslösen, wenn das Schiff gerade im Hafen angelegt hat, oder im Beispiel von New York, wenn es gerade an Manhattan vorbeischippert. Da gibt es keine vorherigen Kontrollen, eine frühzeitige Entdeckung ist somit ausgeschlossen.

Meinst Du, es hat Sinn, sich irgendwelche Anschlagsszenarien zusammenzufabulieren, die noch nicht mal zur Schau des Waldviertlers passen, nur um das ersehnte Anschlagsszenario aufrechtzuerhalten?

Beim Waldviertler heißt es nämlich:
"Da fiel ein dunkler Gegenstand auf einer sich stets krümmenden Bahn von oben herab. Gebannt starrte ich diesen Körper an, bis er barst. Zuerst waren es Fetzen, dann lösten sich auch diese auf. In diesem Moment begriff ich noch immer nicht, was geschehen war. Der erste Sprengkörper explodierte einige Häuser weit hinter einem größeren, mit der Breitseite am Meer stehendem Haus, die anderen Häuser standen, vom Meer aus gesehen, etwas südlicher dahinter."

Lern erst mal beim Text zu bleiben, ehe Du mir "blödsinnige Bewertungen" vorwirfst.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Kein Krieg

dziamdzia @, Sonntag, 05. Januar 2020, 14:26 vor 325 Tagen @ Kaladhor 1061 mal gelesen

Grüß Gott,

der Iran genießt aktuell das Wohlwollen Chinas und der EU u.a. weil er sein Öl in Euro abrechnet statt in USD und weil es ein wichtiger Handelspartner ist.
Die sind doch nicht so bekloppt und machen sich mit so einer völlig unmenschlichen Aktion (Verseuchung einer ganzen Stadt) zum Ober-Arschloch des Planeten, dem künftig kein Land mehr irgendwelche Unterstützung zukommen lassen kann. Niemand will einen Krieg mit dem Iran - die USA nicht ,die Saudis nicht, die Iraner nicht. Die Amis versuchen solange Druck aufzubauen bis es einen neuen Deal gibt - die Nummer fährt Trump doch nun schon seit Amtsantritt erst mit den Nordkoranern, danach Kanada und Mexiko, dann China und jetzt eben mit dem Iran. Ende Nov. sind die Wahlen, bis dahin will Trump mindestens einen Handels-Deal mit China und idealerweise ein neues Atomabkommen mit dem Iran vorweisen können um wiedergewählt zu werden. Auch gut möglich dass er dieses Jahr noch Druck auf die EU ausübt um da auch noch einen Deal zu kriegen. DAS IST ALLES.

Grüße,

Dzimdzia

natürlich kein Krieg

IRAN @, Sonntag, 05. Januar 2020, 23:29 vor 325 Tagen @ dziamdzia 1151 mal gelesen

Guten Abend!

Niemand will einen Krieg mit dem Iran - die USA nicht, die Saudis nicht, die Iraner nicht.
Die Amis versuchen solange Druck aufzubauen bis es einen neuen Deal gibt ....
DAS IST ALLES.

Die iranische Regierung muss - aus eigenem Interesse - Rücksicht nehmen auf die Empfindungen der durch das Attentat in ihrer Ehre und ihrem Stolz verletzten Menschen, und das nicht nur im eigenen Land.

DAS IST ETWAS.

Gruß,

IRAN

Dieser Krieg ist um jeden Preis gewollt

SiriusB @, Montag, 06. Januar 2020, 12:00 vor 324 Tagen @ IRAN 1203 mal gelesen

Hallo zusammen,

die große Eskalation am Persischen Golf ist nach meiner Ansicht
definitiv gewollt und das ganze wird schon seit Jahrzehnten
geplant.
Selbst der 11. September ist ein Bestandteil dieser Kaskade und begonnen
hat es ja eigentlich schon 1979 oder laut dem "Nahostexperten" Michael Lüders eigentlich schon 1947/48 mit der Gründung Israels und der Vertreibung der Palästinenser
und mit der Ermordung des iranischen Ministerpräsidenten 1953.
Die ganzen Q-Anon Idioten im Internet wie z.B.: der Nachtwächter, Lion Media, Catherine Thurner und wie sie alle heißen schreien ja immer sofort rum wenn nur die leiseste
Kritik an ihrer großen Heilsfigur Donald Trump kommt, man ist dann sofort ein Mainstreamidiot und soll sich erstmal tonnenweise Q-Anon Müll reinziehen bevor man überhaupt mitreden darf.
Der Gottvater aller Verschwörungstheoretiker David Icke hat schon von Anfang an erkannt, dass die ganze Q-Anon Geschichte "bollocks" ist, also zu Deutsch Blödsinn, diese alternativen Lügenstorys gab es schon in den 90er Jahren und es ist nie etwas in dieser Richtung passiert.
Vielleicht will Donald Trump ja auch das Schlimmste verhindern, Tatsache ist aber
er hat sich an Hardcore Zionisten und Satanisten verkauft, die ihn überhaupt erst in dieses Amt gebracht haben und die diesen großen Krieg
am Persischen Golf um jeden Preis wollen.
Rumschreien werde ich diese meine Ansicht, jetzt auch nicht jeden Tag gegenüber meinen Mitmenschen, dass könnte man mir als schweren Defätismus und auch letztendlich Unterstützung dieser dunklen Mächte auslegen, aber so ein Beitrag in einem Forum zu diesem Thema darf schon mal sein.

Gruß Sirius

Der amerikanische Kriegskomplex will keinen Krieg .....

Quintus @, Montag, 06. Januar 2020, 18:27 vor 324 Tagen @ dziamdzia 1170 mal gelesen

Sehr geehrter dziamdzia
"DAS IST ALLES" ?

Nein, ist es nicht!

Dieser Tötungsbefehl ein Staatsführers, der seines Amtes weder gewachsen noch würdig ist, kann nur von fehlendem Geschichtswissen oder unreflektierter falscher Beratung herrühren. Was für eine Reaktion erwarten diese von einem stolzen Löwen, den sie so langsam aushungern und dann in die Ecke drängen? Die Perser sind ein stolzes Volk und sie denken strategisch. Ihre Antwort wird weder zeitnah noch unüberlegt erfolgen.

"Das schlimmste im Kampf gegen den Terror ist das hysterische agieren von Staatsmännern, obendrein gebietet es der gesunde Menschenverstand und die politische Klugheit, sich stets in die Mentalität anderer Kulturkreise zu versetzen"
Peter-Scholl Latour

Ich möchte daher noch auf die damalige Aussage des Generals Wesley Clark zu den Ambitionen des amerikanischen Kriegsindustrie hinweisen, die selbstverständlich auch der iranischen Führung bekannt sind:
(Wesley Clark ist Vier-Sterne-General a.D. der US-Army. In 1997-2000 war er Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa (SACEUR) und befehligte in 1999 im Kosovokrieg. 2004 versuchte Wesley Clark, demokratischer Präsidentschaftskandidat zu werden)
https://m.youtube.com/watch?v=S2u-zUephyc

Selbst ein Herr Trittin besitzt das Rückgrat diesen Vorgang als daß zu benennen, das es nun einmal ist:
https://m.youtube.com/watch?v=jQ1vuAdaM54

Offizielle Berichterstattung: „auf frischer Tat ertappt und ausgeschaltet“ worden sei, als er „unmittelbar bevorstehende Angriffe auf US-Diplomaten und Militärangehörige“ geplant habe…..
Soleimani war vor dem Mordanschlag von Beirut kommend am Flughafen Bagdad gelandet. Er kam mit Flug IF302 mit einer Boeing 737-700 an, die am 2. Januar 2020 um 20:20 Uhr in Beirut abgeflogen ist und um 23:05 Uhr in Bagdad landete.
Der Grund für den Besuch war, es handelte sich um eine offizielle Einladung zu einem Treffen mit irakischen Regierungsmitgliedern wegen der Bombardierung von fünf Kata’ib-Hezbollah-Positionen auf irakischem und syrischen Territorium am 29. Dezember durch die Amerikaner.
Diese Bombardierung und Ermordung von 25 Irakern hat zur Demonstration am 31. Dezember vor der US-Botschaft in Bagdad geführt
Das war also ein angekündigter offizieller Besuch des iranischen Generals in Bagdad; ein Regierungsvertreter des ‚befreundeten ‚Nachbarlandes macht seine Aufwartung. Sie haben ihn nicht „auf frischer Tat ertappt“ sondern ihn schlicht und ergreifend bei einem Staatsbesuch mit einer Hellfirerakete aus einer MQ9-Reaper ermordet. Dazu noch zusammen mit irakischen Offizieren! Jeder konnte den offiziellen Flug aus dem Libanon verfolgen.
Qazeem Suleimani(der den Amerikanern bei der Bekämpfung der Taliban in Afghanistan Anfang der 2000er beistand)hatte weder ein besonders geschütztes Mobiltelefon, noch bewegte er sich heimlich im Verborgenen. Seine Aussage war sinngemäß: sollten die Amerikaner ihn töten wollen, so würden sie dies auch schaffen.
Nachtrag:
Trump kann seine unkontrollierten Tweeter-Ausgüsse nicht zurückhalten und hat am Samstagabend damit gedroht, 52 „strategisch und kulturell“ wichtige Ziele im Iran zu zerstören, sollte der Iran Vergeltung wegen der Ermordung von General Suleimani ausüben und US-Bürger oder amerikanische Einrichtungen angreifen. Es gebe eine Liste mit 52 wichtigen iranischen Zielen, die man dann bombardieren würde, schrieb Trump auf Twitter. Die strategisch und kulturell für den Iran wichtigen Orte würden dann „SEHR SCHNELL UND SEHR HART“ angegriffen werden, betonte er.
Trump kündigt damit an, daß er bereit ist Kriegsverbrechen zu begehen, denn die Zerstörung von Kulturdenkmälern ist ein Kriegsverbrechen laut der UN-Resolution 2347, die übrigens einstimmig von allen Ländern abgesegnet wurde.

Wer nach einem hinterhältigem Mordanschlag umgehend auf die Racheankündigungen der betroffenen Partei mit völlig unangemessenen und obendrein rechtswidrigen Vergeltungsschlägen droht, zeigt hiermit der Welt wie armselig und feige er ist. Qazzem Suleimani stand schon im ersten Golfkrieg an der Front, während D.Trump sich wegen eines Fersenspornes vom Kriegsdienst hat befreien lassen bzw. freigekauft hatte.

Geostrategie ist wie Schach. Donald Trump hat, gefangen in seiner eigenen Blase des Größenwahns, noch nicht mal annähernd begriffen, welch unkontrollierbare Kaskadeneffekte er damit in Gang setzen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Quintus

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Mediennarrativ

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 08. Januar 2020, 07:28 vor 322 Tagen @ Quintus 1052 mal gelesen

Hallo!

Donald Trump hat, gefangen in seiner eigenen Blase des Größenwahns, noch nicht mal annähernd begriffen, welch unkontrollierbare Kaskadeneffekte er damit in Gang setzen kann.

Trump Wahnsinn zu unterstellen, ist die billigste Variante und folgt vor allem dem offiziellen Narrativ der Medien, die ihn bereits vor der Wahl und erst recht danach als Idioten und Verrückten hinstellen wollten.
Man findet diese reduktionistische, mit Moralisierungen und Emotionen arbeitende Zuschreibung nicht selten in Foren. Es scheint, daß selbst Leute, die eigentlich der "alternativen Szene" zuzurechnen wären, sich der von oben gewünschten Wahrheit nicht entziehen können. Indem sie nur oft genug wiederholt wird, werden bei vielen die geistigen Widerstände eingerissen und sie geben der "Mainstreammeinung" nach.

Spengler: "Was ist Wahrheit? Für die Menge das, was man ständig liest und hört. Mag ein armer Tropf irgendwo sitzen und Gründe sammeln, um »die Wahrheit« festzustellen – es bleibt seine Wahrheit. Die andre, die öffentliche des Augenblicks, auf die es in der Tatsachenwelt der Wirkungen und Erfolge allein ankommt, ist heute ein Produkt der Presse. Was sie will, ist wahr. Ihre Befehlshaber erzeugen, verwandeln, vertauschen Wahrheiten. Drei Wochen Pressearbeit, und alle Welt hat die Wahrheit erkannt. Ihre Gründe sind so lange unwiderleglich, als Geld vorhanden ist, um sie ununterbrochen zu wiederholen. [...] Die Dynamik der Presse will dauernde Wirkungen. Sie muß die Geister dauernd unter Druck halten. Ihre Gründe sind widerlegt, sobald die größere Geldmacht sich bei den Gegengründen befindet und sie noch häufiger vor aller Ohren und Augen bringt. In demselben Augenblick dreht sich die Magnetnadel der öffentlichen Meinung nach dem stärkeren Pol. Jedermann überzeugt sich sofort von der neuen Wahrheit. Man ist plötzlich aus einem Irrtum erwacht."

Ich gehe eigentlich davon aus, daß von den Altmedien verbreitete Darstellungen mit hundertprozentiger Sicherheit nicht stimmen und solche Simplifizierungen wie Trumps angeblicher Geisteszustand, der eine vernünftige Politik der USA verhindere (⇒ :lol: ), völliger Schwachsinn sind. Trump ist vermutlich hochintelligent und weiß haargenau, was er tut, und zwar in einem Außmaße, daß er von den Meinungsmachern als brandgefährlich eingeschätzt wird.

Meine Überlegungen:
Ich halte es für wahrscheinlich, daß die US-amerikanische Administration innerlich gespalten ist, wobei die mehr der demokratischen bzw. Clintonrichtung anhängende Fraktion ("NWO-Globalisten") der "Trumpfraktion" ("Patrioten und Protektionisten") Sand ins Getriebe streuen will. Es würde mich nicht wundern, wenn die Ermordung Soleimanis ohne Zustimmung des Präsidenten von einer tieferen Stelle im Pentagon/US-Militär vernlaßt worden wäre, worauf Trump sich genötigt fühlt, die Sache auf die eigene Kappe zu nehmen, um nach außen hin den Schein zu wahren, er wäre vollständig Herr im eigenen Laden. Ich entsinne mich eines Beitrages (war es im Gelben?), wo festgestellt wurde, daß infolge des Impeachmentverfahrens Trumps Möglichkeit, "Executive Orders" herauszugeben, beschnitten worden wäre. Folglich war es ihm vermutlich nicht möglich, einen solchen Angriff, wie er es bereits einmal tat, in letzter Sekunde aufzuhalten.
So versucht man ihm, als zeite Angriffslinie neben dem Impeachmentverfahren einen Krieg oder wenigstens Kriegstreiberei anzuhängen (im Widerspruch zu dem Wahlversprechen, keinen Krieg zu beginnen), um unter dem Gesichtspunkt der anstehenden Wahlen sein Image mit Ziel des Wahlverlustes zu beschädigen. Damit soll natürlich nicht allein Trump geschädigt werden, sondern die in allen Ländern auf ihre Art erwachsende Gegenströmung zu den Plänen der "Globalisten".
Es ist wohl nichts gefährlicher als eine Weltmacht, innerhalb welcher verschiedene Fraktionen um die Oberherrschaft streiten, weil die Innenpolitik einer Weltmacht zugleich zur Außenpolitik für den Rest der Welt wird, der für Imperien stets nur Objekt der eigenen Machtspiele ist.
Das war zu allen Zeiten so, vgl. etwa Cäsars Unterwerfung Galliens, die lediglich die Ansammlung politischen Kapitals für seinen Aufstieg in Rom war, und dessen weiterer Verlauf, der letztlich dazu führte, daß der gesamte Mittelmeerraum in einen Bürgerkrieg zwischen den Fraktionen einzelner Machtmenschen der römischen Elite hineingezogen wurde. Die politische Landschaft Roms wurde so zum politischen Rahmen der ganzen antiken Welt. Auf dem heutigen Globus verhält es sich vergleichbar.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Hochintelligenz

Quintus @, Mittwoch, 08. Januar 2020, 16:28 vor 322 Tagen @ Taurec 1087 mal gelesen

"Trump ist vermutlich hochintelligent und weiß haargenau, was er tut, und zwar in einem Außmaße, daß er von den Meinungsmachern als brandgefährlich eingeschätzt wird."

Sehr geehrter Taurec
Anfang 2016 hatte ich, wie Max Otte, die Meinung vertreten Donald Trump werde der nächste Präsident der USA. Ich galt von diesem Zeitpunkt an als ein "Trumpversteher" bzw. als völlig ahnungslos. Die Vernunft werde siegen.
Daß deutsche Hirne etwas anders ticken als ihr amerikanischen Pendant, so weit mochten meine Gesprächspartner nicht denken.
Meine Meinung FOLGT NICHT den Mainstreammedien, sie wird nur von Diesen ebenso verwendet, wenngleich aus einer ganz anderen Intention heraus.

Als liberal konservativ denkender Mensch habe ich übrigens ein substanzielles Problem mit unseren Mainstreammedien und ihren Darstellungen innerhalb der letzten Dekade.
Sollten wir aus diesem Grunde der "alternativen" Darstellung, nämlich der Hochintelligenz dieses Mannes folgen?
Würde sich meine Meinung auf Nebelkerzenwerfende Mainstreammedien
begründen, so könnte man hier Oswald Spengler bemühen. Das tut es aber NICHT.
Warum? Donald Trump hohe Intelligenz anzudichten halte ich für eine gefährlicherere Mär als seine ungenügende Eignung zum Amt des Präsidenten der USA anzunehmen.
Seine Vorliebe für Fast Food(die er auch gerne per Twitter mit Bild mitteilt) starkes Übergewicht, kein Sport, sein fortgeschrittenes Alter, seine Unfähigkeit mehrseitige Dossiers zu lesen, sein impulsives Handeln nach dem Komsum von TV Bildern, sein Sprachumfang, sein Wortschatz, sein beruflicher Werdegang, seine unüberlegten Twittertiraden( alleine im Jahr 2018 waren es 3510) und der dadurch bedingte Zeitverlust für wohlüberlegtes Handeln, all dies läßt meine Meinung dahingehend reifen.
Würde ein intelligenter Landesführer Zollauseinandersetzungen starten, wie erlebt? Mexiko, Kanada, Japan, Südkorea, China, die EU, speziell Frankreich und Italien und zuletzt auch gegen südamerikanische Länder wie Brasilien oder das taumelnde Argentinien. Immer im Alleingang und stets multinationale Abkommen ignorierend?
Dazu die vielen Krümel aus seinem näheren Umfeld, lassen erahnen, dieser Präsident ist seines Amtes nicht annähernd gewachsen. Zu dieser Meinung stehe ich auch weiterhin. Ich bin mittlerweile sogar zu der Überzeugung gelangt, daß Donald Trump aufgrund seiner fehlenden Weitsicht in eine Falle gelockt wurde. Seine bedachte, zurückhaltende Reaktion gestern abend auf Twitter stellungnehmend zu den Raketenanschlägen im Irak deutet ebenfalls darauf hin.
Betrachten wir noch den Beitrag der Industrie zum amerikanischen BIP, so fällt auf, daß dieser nur noch rund 21% beiträgt. Splittet man diese 21% noch weiter auf , so erkennt man die schreckliche Wahrheit, daß ca. 65% dem militärischem Bereich zuzuordnen sind. Was passiert, wenn der Nahe Osten befriedet würde, kann sich somit jeder selbst vorstellen. Aber nicht nur dies. Wohin mit all den Soldaten, würde man einen Großteil amerikanischer Basen auflösen?
Der Hegemon folgt dem römischen Weg des imperialen Untergangs. Vollkommen überdehnt, von innen heraus verfaulend, von Drogen und damit einhergehender Verwahrlosung gebeutelt. Seine eigenen Produktionsstätten bei freudiger Erwartung unverschämter Gewinne nach China auslagernd. Selbstverständlich könnte ich einem Zirkelschluß unterliegen, doch scheinen mir diese Fakten als zu schwerwiegend.

Mit freundlichen Grüßen
Quintus

Pfeifen im Walde?

Einhorn @, Donnerstag, 09. Januar 2020, 00:07 vor 322 Tagen @ Taurec 1003 mal gelesen

Hallo Taurec,

normalerweise lasse ich Gegenmeinungen unkommentiert stehen, insbesondere wenn es sich um Dinge handelt, die nur Potentiale der Zukunft sind und sich manifestieren können oder auch nicht. Ich will niemanden missionieren, mögen sich die Foristen ihre eigene Meinung bilden, so wie ich mir meine Meinung bilde. Aber hier möchte ich einiges präzisieren, da es anscheinend nicht genügend klar ist.


1) Soweit es mir bekannt ist, hat der "Walviertler" seine Schauung noch nicht zurückgenommen. Ich zitiere aus dem Prophezeiungsforums mit dem Waldviertler am 28. April 2001:

"Bei der Zerstörung von New York ist bei uns noch nichts los. Man sagt: Das war zu viel für das, was Amerika gemacht hat. Von der Einschlagstelle bis zum Meer bleibt mindestens eine Häuserreihe stehen." Und auch bei Bekh: "Daß dies der Racheakt von Terroristen sei, hörte er sagen. Sicher, was die Amerikaner gemacht hätten, sei nicht schön gewesen. Dass man aber deswegen gleich eine ganze Stadt zerstöre, das gehe entschieden zu weit! So redeten die Leute."

Damit ist es eine Prophezeihung die man nicht wegen eines Plagiats, französischer Nonnen,"ex eventu" oder irgend einen anderen Grund eliminieren kann. Deshalb bleibt sie in meiner schon beschriebenen Skizze und ich suche hierfür in den politischen Geschehnissen passende Mosaiksteinchen, die ich dem sich bildenden Mosaik hinzufügen kann. Und natürlich habe ich nicht erwartet, dass so eine Reaktion wie in der Prophezeiung unmittelbare geschieht, sondern irgendwann später, wenn die akute Aufmerksamkeit nachgelassen hat. Aber dann so, dass man es noch immer mit dem Mord an Soleimani in Verbindung bringen würde.


2)Interkontinentalraketen? Das war doch die offizielle Begründung für den Raketenschirm der European Missile Defense. 2016 wurde eine Anlage im südrumänischen Deveselu in Betrieb genommen. Ein weiterer Stützpunkt sollte ab 2018 in Polen errichtet werden. Nein, Interkontinentalraketen kann man vergessen. Wenn, dann benutzen Terroristen eher Dinge wie A-Bomben in Koffern, die ja schon Sicherheits-Thema waren. Und auch die Zerstörung wäre damit begrenzt. Also Zerstörung von NY ist sicher übertrieben. Zerstörungen in NY/Manhattan wäre eher realistisch.


3)Obwohl ich die Aussage des Waldviertlers seit Anfang der 80er Jahre auf eine mögliche Verwirklichung verfolge, war es diesmal (also fast 40 Jahre später) das erste Mal, dass es mir als Möglichkeit in den Sinn kam. Warum? Gerade weil es als etwas Unverhältnismäßiges beurteilt würde, so wie in der Schauung vom Waldviertler beschrieben. Und so frage ich Dich, was sollen in Deinem Text die zitierten Sprüche aus dem Koran, die eine Verhältnismäßigkeit anmahnen, wenn gerade die Unverhältnismäßigkeit ein Charakteristikum dieser Aktion sein soll? Genauso Deine aufgeführte "islamische Rechtsauffassung". Es ist doch klar ersichtlich, dass beide eben nicht eingehalten, sondern ignoriert würden.


4) Und zum Schluss, leider wieder etwas, was ich bei so vielen Diskussionen mit Leuten erlebe, wenn es um fremde Kulturen geht. Man meint empathisch zu sein und ist es nicht, wenn man nicht in der Lage ist "in den Schuhen des anderen zu gehen". Meinst Du wirklich, dass der Tod von Muslimen bei so einer Aktion eine Rolle spielt? Versetze Dich doch in die Situation: Du bist in den heiligen Dschihad gezogen um den Kuffar den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Das höchste für Dich ist, so schnell wie möglich nach einem geglückten Anschlag zu sterben, Märtyrer zu werden und als Held direkt ins Paradies einzuziehen. Mit Deinem Leben hast Du abgeschlossen. Weißt Du was Dir so ein Typ wahrscheinlich antworten würde, wenn Du ihn darauf hinweisen würdest, dass dabei auch Muslime sterben würden? Wahrscheinlich würde er Dir sagen:"Bruder, siehst Du nicht, dass auch all diese unseren Brüder damit auch Teilnehmer des Dschihads und somit auch Märtyrer werden und ebenfalls sofort ins Paradies kommen? Gibt es was besseres?". Wenn muslimische Terroristen nicht so oder ähnlich denken würden, gäbe es doch gar nicht solche Anschläge im Westen, wo Muslime und Kuffar zusammen leben und dann auch sterben oder verletzt werden.


Und so, wenn diesmal nichts Unverhältnismäßiges passiert, was man ja nur inständig hoffen kann, bleibt die Vision des Waldviertlers solange latent und manifestierbar bis alle Möglichkeiten ihrer Verwirklichung entschwunden sind. Was meiner Meinung nach spätestens zu Beginn der 3 Tage Finsternis der Fall wäre. Und somit klingt Dein kategorisches Negieren in meinen Ohren eher wie das "Pfeifen im Walde".:-)

Weil wir dabei sind: Deine Einschätzung über die Trump-Aktion als interne False-Flag zu sehen, für die er dann die alleinige Verantwortung übernommen hat, kann man natürlich nicht ausschließen. Deine Überlegungen sind durchaus plausibel. Allerdings, muss ein politischer Gegner doch auch damit rechnen, dass er genau so reagiert, wie er es getan hat. Und so gibt es außer der ihm schadenden Möglichkeit, dass er seine Versprechen nicht halten kann, keinen Krieg zu beginnen und seine Jungs zurück zu holen, auch die Möglichkeit, dass viele US-Amerikaner sich in so einer Situation seine entschiedene Haltung erwarten, und bei der Wahl auch honorieren. Das internationale Image bei den Globalisten dürfte seinen Anhängern egal sein. Außerdem kommt es auch auf den Gesamtsaldo an.

Ich vergleiche das mit der Mauer zu Mexiko. Für die Gegner von Trump kann er sein Versprechen nicht halten, eine Mauer zu bauen und Mexiko bezahlen zu lassen. Dass er aber die beste Lösung überhaupt für dieses Problem durchgesetzt hat, nämlich dass man das Asyl-Verfahren in Mexiko abwarten muss und erst nach Genehmigung des Antrags einwandern darf, es also völlig egal ist, ob man nach legaler oder illegaler Überquerung der USA-Grenze den Asyl-Antrag stellt, weil man dann in Mexiko das Verfahren abwarten muss, wird von seinen Gegnern ignoriert. Seinen Anhängern, jedoch, wird jede Lösung recht sein, die zu einer drastischen Reduzierung von Immigranten führt. Und im Endeffekt ist es auch Mexiko, das den "Preis" dieser Lösung tragen muss, denn die ganzen Migranten die in seinem Territorium feststecken, verursachen enorme Probleme.

Was mich bei dieser Iran-Angelegenheit am meisten ärgert ist, dass bei den Mainstream-Berichten über die feige Ermordung von Soleimani höchsten noch über die Ermordung vom Vize-Chef der irakischen Volksmobilisierungseinheiten, Abu Mahdi al-Muhandis, berichtet wird, aber überhaupt nicht nachhaltig erwähnt wird, dass hier noch 8 andere ihr Leben lassen mussten. Das muss man sich vorstellen: Um eine Person zu eliminieren werden noch 9 weitere BEWUSST ermordet. Denn es wurden ja 2 Autos mit 10 Personen durch die Drohne angegriffen. Das waren keine Menschen, die zufällig und unerwartet in der Nähe waren! Und warum? Damit die Leser nicht darauf aufmerksam gemacht werden, was für eine menschenverachtende, kalte, mörderische Werte-Einstellung die Basis der "freien und demokratischen" Politik des Westen ist. Neun zusätzliche Menschen! An das Leid dieser Familien, denkt da niemand. Es ist völlig egal...


Herzliche Grüße

Einhorn

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Ignorieren der Schauung nicht zielführend

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 09. Januar 2020, 12:55 vor 321 Tagen @ Einhorn 992 mal gelesen

Hallo!

Es fällt doch alles auf die simple Feststellung zurück, daß in der Vision des Waldviertlers New York durch irgend etwas vernichtet wird, das aus der Luft kommt. Daher mein Hinweis auf Interkontinentalraketen. Allein das sollte genügen, um jeglichen Bezug auf den Iran von vornherein auszuschließen, solange er nicht über die Atombombe, geschweige denn über atomar bestückte Raketen verfügt.

Alles andere ist das absichtliche, sachwidrige, den Inhalt der Schau verleugnende und mutwillige Zurechtbiegen sowohl der Schauung als aus der gegenwärtigen Tatsachen, weil Du Dir und andere sich eine Eskalation der Weltlage hin zu einer Erfüllung der Prophezeiungen wünschen.

Das Eintreffen der Schau ist schon einigermaßen fragwürdig. Spekulative Szenarien aber (etwa über Kofferbomben o. ä.), die sich noch nicht mal an den Inhalt der Schau halten, entbehren jeglicher Grundlage, so daß mit ihrem Eintreffen natürlich erst recht nicht zu rechnen ist.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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diffuses Bildgewurstel generiert?

BBouvier, Donnerstag, 09. Januar 2020, 14:19 vor 321 Tagen @ Einhorn 951 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 09. Januar 2020, 14:43

Hallo!

Mit dieser Schau des WV beschäftige ich mich analytisch-gedanklich
seit Jahrzehnten immer wieder mal.

Schwieriges Terrain deswegen, weil die einzelnen Scenen eben partout nicht fluchten wollen:
- die Detonation einer Atom(Koffer)bombe sieht der WV nicht, sagt er selbst.
Und wundert sich!
- statt dessen etwas von oben und in stets krümmender Bahn herbeifliegen ... etwa eines der Flugzeuge
des WTC, das die Flughöhe verringert und dann im Bogen zum Einschlag ansetzt?
Dazu würden auch dessen sich auflösende "Fetzen" im Anschluß passen.
Jedoch nicht Tages- und Jahreszeit des damaligen (WTC)-Ereignisses.
- weder ein Impaktor noch eine Langstreckenrakete flögen "in stets krümmender Bahn",
also in einem immer enger werdenden Bogen.
- "durch kleine Sprengsätze ... der erste Sprengkörper ..." = Plural,
weder "WTC" noch eine Atom-Kofferbombe ... das würde jedoch jedoch auf
falsch interpretierten Impakthagel passen
- (nur) 2-3 zerstörte Häuser in Ufernähe, das paßt hingegen zum "WTC"
- die Gebäude werden von unten (!) aus den Fundmenten gerissen = paßt zu Impaktbeben,
nicht jedoch zu einer A-bombe und auch nicht zum "WTC"
- "ganze Stadt zerstört" - dafür wäre ein gutes Dutzend (!) A-Bomben erforderlich,
auch stehen alle Häuser direkt am Wasser noch, der WV sieht wohl nur 2 oder 3 zerstörte.
Was wiederum zu "WTC" passen würde.
- "Terroristen" paßt sowohl zu "WTC" als auch zu einem künftigen Anschlag

So, und was sagt uns das nun?
- diese widersprüchlichen Bilder passen einfach nicht auf/in ein einziges Ereignis!
- "WTC" - einem späteren Terroranschlag (oder Impakthagel) untergemischt?
- "WTC" - jedoch massiv verfremdet?
- unsere jetzigen Überlegungen und auch tausend "Ideen" weltweit zu einem fiktiven Anschlag
in NY (morphogenetisches Feld) wurden beim WV rückgekoppelt
und generierten bei ihm (plus eine Prise präcognitives WTC) ein diffuses Bildgewurstel??

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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ein treffender Teilaspekt?

BBouvier, Donnerstag, 09. Januar 2020, 15:08 vor 321 Tagen @ BBouvier 961 mal gelesen

Hallo!


Der Waldvierteler:
"Die Häuser ... zerrieben sich dabei förmlich von unten her.
Von vorne hatte es den Anschein, als würden sie näherkommend
im Erdboden versinken."

Hier versinkt das WTC-7 im Boden,
alle Gebäude kommen dabei auf den Betrachter zu,
und (scheinbar) reibt sich das WTC-7 dabei von unten her auf:
=>
https://www.youtube.com/watch?v=hycank4AxBo

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Das Bild das ich immer hatte.

Einhorn @, Samstag, 11. Januar 2020, 14:17 vor 319 Tagen @ BBouvier 970 mal gelesen

Hallo BBouvier,

wenn man in die Realisierungsdetails geht, wie das, was der Waldviertler gesehen hat, bewerkstelligt werden soll, dann wird es tatsächlich schwierig, wie Du es ja schön aufzeigst.

Meine Vorstellung war immer die, dass von einem Schiff oder von einem Flugzeug etwas (Rakete, Behälter, etc.) in einer Flugbahn in die Hochhäuser fliegt, am Boden detoniert und eine so enorme Druckwelle erzeugt, dass es die umliegenden Hochhäuser in Bodennähe zerstört und dabei wegschiebt, so dass sie, wie geschaut, zerbröseln. Also keinesfalls eine Totalzerstörung sondern eine begrenzte und ein ganz anderes Verhalten als es sowohl bei der Zerstörung der Twin Towers oder dem Gebäude 7 gesehen wurde.

Ob es eine Bombe mit so einer Wirkung schon gibt? Ich habe jedenfalls am 9/11 gesehen, dass es so manches aus der Waffenindustrie gibt, dass wir erst dann kennen lernen, wenn es zum ersten mal öffentlich benutzt wird. Deshalb gehe ich nie von meinem aktuellen Wissenstand aus um etwas für möglich zu halten oder auch nicht. Lassen wir uns halt wieder überraschen.

Herzliche Grüße

Einhorn

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