Weltenwende - ade? (Schauungen & Prophezeiungen)

Malbork @, Donnerstag, 28. November 2019, 11:21 vor 187 Tagen 1717 mal gelesen

Hallo Forum,

das Jahr des Herren 2019 neigt sich langsam dem Ende. Ich lese hier und in den Vorgaengerforen seit etwa dem Jahr 2003 mit. In den letzten zwei Jahren weniger. Es gab immer wieder in den letzten 16 Jahren Zeitraeume, in denen man dachte, "...aber JETZT geht es langsam looos..." und nichts geschah. Der erste Zeitraum war um 2004 (damals noch das Flut/Glut/Blutjahr Gespenst), dann 2008 und die Lehman Pleite. Als naechstes das Theater um den Maya Kalender Ende 2012, die Besetzung der Krim 2014 und letztendlich der Ansturm der Barbaren ab Mitte 2015 und die Terroratacken 2015/16. Jetzt, seit etwa 2 Jahren hat sich alles mehr oder weniger entspannt obwohl sich formell Nichts zum besseren gewendet hat.
Deshalb frage ich in die Runde. Kommt noch etwas oder wird Europa einfach so dahinsiechen und um 2030 (Demographiefalle) in Buergerkriegen auseinander fallen? Wie seht ihr den aktuellen Stand der Dinge? Lagebeurteilung? Wenn es nach Markus Krall geht, dann beginnt es ab der zweiten Jahreshaelfte 2020 in der Wirtschaft eng zu werden. Bis hin zum Totalkollaps um 2021/22.

Hat jemand andere Ideen oder kann feststellen, dass das Thema "Weltenwende" ein totaler Schuss in den Ofen war? (16 Jahre Zeitverschwendung aus meiner Sicht)
Gruss
Malbork


Deus Vult

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Problematik der "Weltenwende"

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 28. November 2019, 13:45 vor 187 Tagen @ Malbork 1561 mal gelesen

Hallo!

Es gab immer wieder in den letzten 16 Jahren Zeitraeume, in denen man dachte, "...aber JETZT geht es langsam looos..." und nichts geschah.

Eine Frage der Einstellung und der Perspektive auf die Dinge.
Denkt man zu klein oder denkt man in großen, historischen Maßstäben?

Vor allem in der Prophezeiungsszene ist man eigentlich kleingeistig auf einen Fahrplan aus Vorzeichen und Ereignissen fixiert, den man meint, kurz- und mittelfristig abhaken zu können. Der axiomatische Ausgangspunkt ist bei den meisten die Naherwartung, die sich (ob die Leute es merken oder nicht) aus der religiösen Grundannahme eines allzu nahen Weltendes in den apokalyptischen Religionen des Nahen Ostens ableitet. Das Thema Prophezeiungen liefert keine echten Zukunftsinformationen, sondern nur auf dieses unbegründete Dogma hin konstruierte Szenarien, die natürlich nicht erst seit 16 Jahren nicht stimmen, sondern seit Jahrtausenden.

Nachdem die meisten sich nie wirklich selbstkritisch von den Ideen lösen werden, über die und aufgrund derer sie zum Thema kamen, wird man es mit Prophezeiungen als Säule der Betrachtung auch in Zukunft nicht schaffen, irgendeine sinnvolle und zutreffende Zukunftsprognose zu stellen.
Leider sind auch viele nicht dazu in der Lage oder willens, echte Schauungen von Prophezeiungen konsequent zu unterscheiden, so daß es im Allgemeinen wohl dabei bleiben wird, daß unhinterfragt Falsches geglaubt wird, nur weil es einem jemand als Zukunftsschau darstellt. Die Leute befinden sich in einer Filterblase, in der sie sich selbst betrügen und in ihren Auffassungen bestärken, ohne sie zu hinterfragen.
Für die tatsächlichen historischen Entwicklungen fehlt dadurch der Blick. Sie werden nur insofern wahrgenommen, als sie in das vorgefertigte prophetische Szenario passen. Beispielsweise wird, was sich später als wirtschaftliche Delle erweist, als Beginn des finalen Krachs mißinterpretiert und in kurzsichtige Endzeitszenarien eingebaut, das Geplänkel zwischen Großmächten zum Auftakt des letzten Krieges überhöht usw. Natürlich geht man mit solchen Spekulationen immer in die Irre.

Hat jemand andere Ideen oder kann feststellen, dass das Thema "Weltenwende" ein totaler Schuss in den Ofen war? (16 Jahre Zeitverschwendung aus meiner Sicht)

Daß wir in der Epoche eines historischen Umbruchs stehen, der die Gestalt der nächsten Jahrhunderte (oder Jahrtausende) bestimmt, belegt sich schon durch Beobachtung der Vorgänge auf diesem Planeten und deren Inbezugsetzung zum voraufgegangenen Zeitalter der "traditionellen Welt". Was in den Jahrtausenden Gültigkeit hatte, ehe im Abendland Humanismus, Aufklärung, Wissenschaft & Technik, kurz die "Menschheitsreligion"* das Steuer zu bestimmen begannen und den ganzen Globus miteinbezogen, spielt heute anscheinend keine ausschlaggebende Rolle mehr. Wir befinden uns inmitten eines Vorganges, der alle Völker und Kulturen auf Erden entwurzelt, aufzulösen scheint und die Grundlagen des menschlichen Lebens an sich in Frage stellt. Das Bevölkerungswachstum droht alle Grenzen schlicht einzudrücken und es gibt kein Volk mehr, das auf einer tragfähigen Überlebensgrundlage stünde und nicht von der zweifelhaften und vernutzenden Maschinerie der globalisierten Wirtschaft abhängig wäre.

Eine erschöpfende Lagebeschreibung ist in der Kürze eines Beitrages gar nicht möglich. Es ist eine wahre Zäsur, die in der gesamten bekannten Geschichtsschreibung ihresgleichen sucht. Man müßte schon in der Mythologie, bei der Götterdämmerung, der Sintflut, Atlantis oder dem mysteriösen genetischen Flaschenhals in der Vorgeschichte suchen, um eine Ahnung dessen zu bekommen, was gerade abläuft. Die Ereignisse vollziehen sich aber nicht binnen weniger Jahre, wie es der enge Fokus der Prophezeiungsgläubigen erwartet, sondern spannen einen großen Bogen, der über mehrere Jahrhunderte verläuft. Was geschieht, baut auf vorangegangenen Stufen der historischen Umwälzung auf und zieht weitere nach sich. Bislang hat sich gezeigt, daß jeder Schritt abwärts (z. B. von der Auflösung der Monarchien bis zur heutigen Auflösung der Nationalstaaten, aber auch in allen anderen kulturellen, spirituellen, sozialen, ökonomischen etc. Bereichen) nur vorläufig war und sich nach einer begrenzten Phase der Stabilität weitere Auflösungsstadien über Zwischenzäsuren anschlossen. Das Ganze geht aus Sicht eines Menschenlebens zugleich merklich wie quälend langsam vonstatten. Wie dieser Vorgang weiter verlaufen wird, was seine eigentlichen Ursachen sind (Stichwort: Plan vs. zyklische Gesetzmäßigkeit), was an seinem Ende steht und welche Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten wir als Einzelne oder als Volk dabei haben, ist meines Erachtens noch lange nicht hinreichend geklärt. Sieht man sich die einschlägigen Foren an (nicht nur die Prophezeiungsforen, sondern z. B. auch das Gelbe oder Kommentare auf Blogs wie Sezession), scheinen ängstliche und mit gealterten Glaubenssätzen hantierende Spekulationen oder fassungslose Zustandsbeschreibungen vorzuherrschen, für deren Einordnung offenbar die richtigen Begriffe fehlen. Jeder sitzt auf einer weltanschaulichen Scholle, die irgendeinen alten Zustand konserviert und lediglich Teilaspekte unserer Zeit erklärt, also nicht befriedigt und auch keine Lösung bietet.

Das Thema "Weltenwende" oder (weniger religiös umnebelt) "Zeitenwende" ist also nicht erledigt. Ich halte es inzwischen aber für ausgeschlossen, diese Probleme mit einem Ansatz und in einem Forum anzugehen, bei welchem Prophezeiungen und Schauungen das Kernthema bilden, statt als einzubeziehender Faktor von der Seitenlinie her zu dienen.

* Eine den Menschen und dessen materielles Wohlergehen auf Erden ins Zentrum stellende Weltanschauung im Gegensatz zu einer auf das Göttliche und die geistige Welt gerichteten Spiritualität, die den Menschen als einen Teil der Schöpfung statt deren apotheotischen Gipfel sieht.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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"Weltenkollaps"

BBouvier, Donnerstag, 28. November 2019, 14:54 vor 187 Tagen @ Malbork 1530 mal gelesen

Hallo!

"Warum wird der Kollaps dieses Mal so überraschend kommen
und besonders schlimm ausfallen?

Weil - niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit,
hatten wir die Effizienzvorteile der Städte
und die Verteilung der Finanzierung/Kosten so weit vorangetrieben.
Niemals war die Konzentration so hoch wie heute
und die stabilisierende dezentrale Redundanz so weitgehend,
ja so extrem abgebaut worden.
Niemals hat die Menschheit so viel spezialisiertes Wissen aufgebaut
wie in diesem Zyklus. Niemals gab es im Gegenzug so wenig Basiswissen,
wie man dezentral und eigenständig überleben kann
.
Deutschland ist Effizienz-Weltmeister.
Hier wird es besonders schlimm.

Die meisten Menschen können sich, selbst wenn sie es wollten,
gar nicht mehr dezentral selbst versorgen.
Es gibt dafür weder das erforderliche Wissen, noch die erforderliche Infrastruktur.
Ohne Öl geht nichts. Pferde sind so gut wie nicht vorhanden.
Hätte ein Ochse die Hungersnot überlebt, wer könnte ihn vor einen Pflug spannen?
Niemand weiß wie er das machen sollte. Niemand hat so einen Pflug je gesehen,
niemand kann ihn bauen. Saatgut, wo bekommt man das wohl her.
In welcher Tiefe muss es in die Erde. Korn muss gedroschen und gemahlen werden,
bevor man mit Mehl Brot backen kann. Wie finden Menschen zusammen,
die all diese Schritte beherrschen. Und Brot backen kann auch nur noch die Backfabrik.
Die normalen Menschen können vielfach nicht einmal mehr kochen.
Niemandem ist bewusst, in welch kritische Lage sich die Städter befinden.

Alle denken, wir haben mehr Sicherheit als je zu vor. Das Vertrauen in den Staat,
der ja alles so toll organisiert und organisieren kann,
ist nahezu unerschütterlich und wird von den Machthabern
auch stets so dargestellt. Dass es in der Wirklichkeit ganz anders aussieht,
wird einigen wenigen bekannt sein.
Nicht umsonst haben die VSA im großen Stil Internierungslager
für die eigene Bevölkerung vorbereitet."

Mehr - das ganze - hier:
=>
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=318122

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Verklärte Sicht des Landlebens

aber @, Donnerstag, 28. November 2019, 22:53 vor 187 Tagen @ BBouvier 1135 mal gelesen

Mehr - das ganze - hier:
=>
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=318122

Hallo,

der Verfasser (Morpheus) hat offensichtlich noch nie auf dem Land gelebt, geschweige denn in der Landwirtschaft gearbeitet. Echte Tatsachen auf den Punkt bringt hingegen die in jenem Faden folgende Antwort von Prophet:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=318145

Das soll hier keineswegs ein Plädoyer für das Stadtleben sein. Ich kenne beides, das Stadtleben und das Landleben, und ich sehe in beidem Vorteile wie Nachteile. Das heutige Bauerntum ist jedoch mindestens genauso von städtischer Intelligenz und Technologie abhängig wie der Städter selbst. Es glaubt doch hier niemand im Ernst, dass noch irgendein Bauer an einem Pflug oder einem Kuheuter selber Hand anlegt. Der moderne Milchbauer muss mehr von Automatisierungstechnik verstehen als von Rindviechern. Und wie man eine Sense hält, weiß man nicht automatisch, nur weil man auf dem Land lebt. Immerhin - auf DuRohr kann Bauer Sepp sich altertümliches Heuen mal anschauen.

Der wohlstandsverwöhnte Nachwuchs der Bourgeoisie hingegen bekommt zum Geburtstag ein sauteures Taschenmesser vom Ökospielwarenversand und lernt in der Waldorfschule Jurtenbau, Landbau, Holzbau, Bogenschießen und auf dem Ponyhof die Kutsche anzuspannen sowie den Jagdgalopp im Gelände. Und wer von den Helikopter-Eltern noch mithalten will, lässt sein Kind das Seepferdchen-Abzeichen mit 3 Jahren machen und Bronze (entspricht dem früheren Freischwimmer, den hat man zu meines Vaters Zeiten als 16-Jähriger gemacht) spätestens mit 5.

So viel frühkindliche Förderung in Sachen Ursprünglichkeit und Überlebenstraining gab's vielleicht vor 100 Jahren in Bullerbü, aber bestimmt nicht im heutigen Obstbauerndorf Tuntenhausen hinter Freising. Da rauschen gigantische, nagelneue 80.000€-Hochglanztraktoren mit gefühlten 80km/h durch den Ort und der bäuerliche Nachwuchs studiert im Hipsterkostüm BWL oder Informatik an der TUM - vielfach nur aus dem Grund, “daheim ned so viel helfen zu müssen“.

Bullerbü und Immenhof für's Kind sind allerdings ein Privileg der Besserverdienenden oder Vitamin-B-Gesegneten. Einstweilen können sich die weniger priviligierten Assikinder im Überleben an städtischen Brennpunktschulen üben und erwerben sich somit ihren Lamarck'schen Vorteil, nach dem Motto: Was uns nicht umbringt, macht uns hart. Wer überlebt also eher in der Krise? Abgebrühtes Stadt- oder unverdorbenes Landei?

Aber selbst an Brennpunktschulen im Stadtgebiet habe ich schon Gemüsebeete im Schulgarten gesehen. Und bei so viel Gedeihkultur im Grund- und Hauptschullehrplan bezweifle ich, dass der erwachsene YouTube-Prepper DuRohr-Vorsorger so immens viel schlauer ist als der urbane Jugendliche, der immerhin weiß, wie er ohne Auto von Westend nach Neuperlach kommt.

Genau betrachtet ist das Gemüsegarteln für den häuslichen Bedarf nicht mehr und nicht weniger als eine Liebhaberei für Leute, die sonst nichts zu tun haben, denn der Sack Zwiebeln ist im Einzelhandel derart billig zu haben, dass der Arbeitsaufwand des Selbstanbaus den Nutzen nicht rechtfertigt, solange der Zusammenbruch der Zivilisation sich nur in den Köpfen abspielt. Freilich ist gegen ein nettes Hobby nichts einzuwenden, aber man bilde sich nicht ein, ein bisschen Holzhacken, Tomatenernten und Beerenpflücken am Waldrand mache einen zum Selbstversorger.

Freilich ist es gut zu wissen, dass man auch autark überleben könnte, weil man einen eigenen Garten, einen Generator im Keller, 500 Senfgläser gehortet und genügend Vorsorgekanäle im DuRohr angeschaut hat. Doch das alles bringt rein gar nichts, wenn man das Wichtigste vergessen hat. Mitnichten ist es nämlich eine bloße degenerative Zivilisationserscheinung, dass so viele Menschen bei einem gesellschaftlichen Zusammenbruch völlig aufgeschmissen wären. Schon in traditionellen Gesellschaften, als es noch echte Kultur gab, war es so, dass es immer auch Menschen gab, die alleine nicht überlebensfähig waren - Frauen, Kinder, Alte, Kranke, Behinderte. Alle diese waren völlig hilflos und wehrlos ohne einen tatkräftigen Versorger und Beschützer - und das sogar bei intakter Gesellschaft. Die starben halt ziemlich schnell, wenn sie niemanden mehr hatten, oder hielten am Straßenrand sitzend die Hand auf (und starben dann eben langsamer).

Genannte Personengruppen, die heutzutage einen Systemzusammenbruch nicht überleben würden, hätten eine gesellschaftliche Katastrophe auch vor 1000 Jahren nicht überlebt. Indes hätten starke, autarke, junge, gesunde Individuen freilich die besseren Überlebenschancen - und zwar damals wie heute. Es liegt also nicht zwangsläufig am Zivilisationsstadium der Dekadenz, sondern in der Natur der Sache, dass “es ganz besonders schlimm werden wird“. Der heutige Systemsklave ist nicht wesentlich dekadenter und stumpfsinniger als der damalige. Der Unterschied zu damals liegt woanders und gibt Grund zur Hoffnung. Zwischenmenschliche Bindungen beruhten in früheren Zeiten auf der Blutsverwandtschaft - die hat aber heute an Bedeutung verloren und an ihre Stelle tritt etwas anderes, bedeutenderes.

Hühnerhaltung, Regenwassertonnen und ein Kurbelradio sind trivial und nur die rein materielle Seite der Vorsorge. Die ist aber nicht so wichtig, das lässt sich alles besorgen. Um in einer Nachzivilisation zu überleben, sind ganz andere Dinge von Bedeutung, nämlich eine ausgeprägte Soziabilität und die hinreichend darauf aufbauende Vernetzung. Beides sind sattsam herausstechende Merkmale der heutigen Jugendlichen. Noch nie gab es eine Generation, die so wenig Wert auf Blutsverwandtschaft und so viel Wert auf soziale Kontakte und soziale Interaktion im Außerfamiliären legt. Und zwar online wie offline. Wer meint, Jugendliche leben ja nur in der virtuellen Welt ihres Gescheittelefons und ihre sozialen Kontakte bestehen nur dort, der irrt.

Zwar hat irgendein junger Querkopf die Maslowsche Bedürfnispyramide um zwei Basisebenen (WLAN, AKKU) erweitert, doch sind digitale Netzwerke in Wirklichkeit nur eine grobphysische Lösung zu dem geistig-seelischen Impuls, der den jungen Menschen von heute innerlich antreibt - nämlich die Verbindung mit anderen Menschen, die Kommunikation und der Austausch mit einem Gegenüber. Das über Jahrtausende entwickelte, nunmehr voll ausgewachsene Ich-Bewusstsein des Individualmenschen sucht sein Spiegelbild im Du.

War es in früheren Zeiten der Drang nach materiellem Reichtum, also nach Gold, der die Menschen antrieb, und darauffolgend bis heute das Streben nach dem Licht des Wissen und der Wahrheit, so ist der Impuls der die Zukunft der Menschheit maßgeblich bestimmen wird, die Suche nach zwischenmenschlicher Begegnung.

Im Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie beschreibt Goethe diese Entwicklung und nimmt die zukünftige Stufe vorweg:
“Wo kommst du her?“
- “Aus den Klüften, in denen das Gold wohnt.“
“Was ist herrlicher als Gold?“
- “Das Licht.“
“Was ist erquicklicher als Licht?“
- “Das Gespräch.“

Wer diesen Werdegang versteht, braucht keine Raviolidosen mehr im Garten zu vergraben.

Grüße,
und

@aber

Galinka @, Freitag, 29. November 2019, 11:52 vor 186 Tagen @ aber 913 mal gelesen

Hallo,

also normalerweise lese ich nur mit aber bei solch einem hanebüchenen Beitrag muss ich dann doch ein wenig Senf dazugeben. Wenn du beides kennst also Land- und Stadtleben wie kommt man dann auf so etwas? :spinnt:

Auch wenn der heutige Bauer auf Technik zurückgreift, heißt dies doch noch lange nicht das das Wissen verloren gegangen wäre. Wissen von Generationen…keine 5 Stunden Hochbeet Gartln deiner Waldorf Schule, geht nicht einfach von heute auf morgen verloren. Ich weiß es da ich jahrelang sozusagen die Schwiegertochter eines solchen Betriebs war. Wir können alle noch (ich bin noch keine 40) Kühe melken, Kartoffel anpflanzen, Heu mähen (mit der Sense), Kälber selbst auf die Welt bringen, wir können auch noch Hühner und Schweine schlachten, einkochen, Sauerteig selbst erzeugen usw. unsereins kann auch noch Pferde anspannen, weiß sogar wie man es einem solchen beibringt sich anspannen zu lassen, Messer und Sensen schleifen, Holzmachen usw usw. Auch in modernen Betrieben gibt es auch immer noch viele der alten Geräte, die man eben früher verwendet hat. Die meisten Bauern sind so, da wird nichts weggeworfen. Das "Verloren gehen" erfolgt schleichend aber im Moment ist es sehr wohl noch vorhanden und das "Landvolk" dem "Stadtvolk" in Überlebensdingen haushoch überlegen. Nebenbei ist der Bauer von heute auch immer noch, einfach schon Gemüts wegen, schneller mit der Schrottflinte zur Hand, oder einfach deshalb weil dies bis heute zur Grundausstattung eines Landwirtschaftlichen Betriebs gehört :yes:

Und nein, ich denke nicht das sich Hühnerhaltung, Regenwassertonnen und Kurbelradio einfach mal so besorgen lassen von unserer heutigen narzisstischen urbanen Jugend.


mfg

Galinka

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Stadt- und Landleben

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 29. November 2019, 12:07 vor 186 Tagen @ Galinka 1003 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Freitag, 29. November 2019, 12:21

Hallo!

Das wäre der eine Unsinn. Der andere ist, die durch Luftnummern wie "Sozialkompetenz", "emotionale Intelligenz" usw. ummantelte Lebensweise der mit "Softskills" rundgewaschenen Großstadtjugend, die oberflächlich von einer belanglosen Beziehung und "Freundschaft" (die dieses Wort nicht verdient) zur anderen springt, für irgendwie überlebensfähiger und Blutsbanden überlegener zu halten. Es zeichnet diese vielmehr die reine Wankelmütigkeit und Lauigkeit, das "Ausdemstaubmachen" aus, sobald es schwierig wird. Desgleichen ist nur möglich, wenn einem das Überleben durch anonyme technische Kollektive abgenommen wird. Menschliche Beziehungen verkommen dann zu reinen Modeaccessoires, welche die Langeweile füllen und die ausgetauscht werden, wenn sie nicht mehr pläsieren. Es wird sich wohl zeigen, daß eine derart sozialisierte Bevölkerung, der die Assozialität ins Mark gebrannt ist, und diese im Krisenfall freilich nicht ohne weiteres abstellen kann, große Probleme haben wird, sich der Notwendigkeit entsprechend schnell zu organisieren, um überleben zu können.

Es scheint, daß Pferdchen sich sowohl des Land- als auch des Stadtlebens bezüglich Illuisionen macht. So lassen sich natürlich die eigenen urbanisierten Lebensumstände schönrationalisieren und besser ertragen. :augenrollen:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

@Taurec

aber @, Freitag, 29. November 2019, 12:58 vor 186 Tagen @ Taurec 779 mal gelesen

Hallo Taurec,

rundgewaschenen Großstadtjugend, die oberflächlich von einer belanglosen Beziehung und "Freundschaft" (die dieses Wort nicht verdient) zur anderen springt,

Unterschätze nicht den Wert der Freundschaft, insbesondere nicht den Stellenwert, den sie für die heutige Jugend hat. Freunde sind heute für die jungen Menschen alles. Freunde sind wichtiger als Schule und Job, Freunde sind wichtiger als Verwandtschaft, Freunde sind wichtiger als Partnerschaft, Freunde haben meinem Sohn heuer das Leben gerettet. Ohne Freunde - und im weiteren Sinne Vernetzung allgemein - schaust du in “der Krise“, wie auch immer die aussehen mag, blöd in die Röhre, völlig egal ob in der Stadt oder auf dem Land.

Es scheint, daß Pferdchen sich sowohl des Land- als auch des Stadtlebens bezüglich Illuisionen macht.

Ja genau, bist ein richtiger Menschenkenner. *Augenroll *

Grüße,
und

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Stadt <---> Land

dersoeflinger @, Hauptstadt des Nebelreiches, Freitag, 29. November 2019, 13:45 vor 186 Tagen @ Taurec 813 mal gelesen

Hallo,

ich muß zugeben, habe hier nicht alles gelesen, viel zu lang, ich warte lieber auf die Verfilmung.

Der Unterschied zwischen Stadt und Land in der Krise ist gar nicht so groß.

Wenn die doi!tsche Kartoffel in der Stadt gerade einen Rewe plündert, so wird er gegenüber einer Großfamilie mit Hungerhintergrund den Kürzeren ziehen, trotz der geholsterten 45er…

Wenn die doi!tsche Kartoffel auf dem Land gerade seine Acker bestellt, so wird er gegenüber einer Großfamilie mit Hungerhintergrund den Kürzeren ziehen, trotz der umgehängten Schrotflinte...

Mit vorsorglichen Grüßen

Peter


Nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

@Galinka

aber @, Freitag, 29. November 2019, 12:22 vor 186 Tagen @ Galinka 823 mal gelesen

bearbeitet von aber, Freitag, 29. November 2019, 12:28

Hallo

Wir können alle noch (ich bin noch keine 40) Kühe melken, Kartoffel anpflanzen, Heu mähen (mit der Sense), Kälber selbst auf die Welt bringen, wir können auch noch Hühner und Schweine schlachten, einkochen, Sauerteig selbst erzeugen usw. unsereins kann auch noch Pferde anspannen, weiß sogar wie man es einem solchen beibringt sich anspannen zu lassen, Messer und Sensen schleifen, Holzmachen usw

Das ist aber nicht das worauf es ankommt. Ich sattel dir, wenn's sein muss, in 45 Sekunden ein Pferd und bringe das in einer Stunde 10 unbeholfenen Stadtkindern bei. Der “Vorsprung“ den man bei Landbewohnern wähnt, ist marginal und schnell dahin, wenn Leute andere Leute treffen.

In Krisenzeiten bilden sich Schwarzmärkte, und diese sind aus offensichtlichen Gründen in Stadtnähe virulenter als auf dem Land. Spätestens, wenn den 90% konventionellen Landwirten ihr unfruchtbares Mondanto-Saatgut ausgeht und nur noch Krüppelwuchs auf den Feldern steht, wird man samenfestes Demeter-Saatgut auf den städtischen Schwarzmärkten erstehen wollen. Dort dürfen sich dann die angereisten Bauern mit den Urban Gardeners Stadtgärtnern um samenfestes Saatgut der 10% Bio-Bauern kloppen. Und den Anthroposophen (städtische natürlich) im Geiste die Füße küssen, dass die vor 100 Jahren überhaupt erst die Bio-Landwirtschaft erfunden haben.

Grüße,
und

@aber

Galinka @, Freitag, 29. November 2019, 13:24 vor 186 Tagen @ aber 759 mal gelesen

Hallo,

Ich finde es ja immer sehr spannend Menschen dabei zu beobachten, wenn sie die unglaublichsten Kapriolen schlagen nur um weiterhin unreflektiert in ihrem Süppchen schwimmen zu können, aber der Inhalt deiner Beiträge ist dermaßen tief ins Witzchenkistchen gegriffen, dass ich es halt ab und zu nicht beim Beobachten lassen kann....Deshalb werde ich auch nicht auf eines der merkwürdigen "ARGUMENTE" eingehen, weil... Was soll das bringen? Was zu sagen war hab ich gesagt und die Würze für dein Süppchen ist bei mir nicht zu holen. Alles was du schreibst dient lediglich dazu dir dein selbstgebasteltes Weltbild am Leben zu erhalten. Somit bitte ich dich, mich, als Gesprächspartner für dieses Thema, zu entlassen....herzlichst

Galinka

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In 45 Sekunden ein Perd satteln und einfach woandershin reiten!

BBouvier, Freitag, 29. November 2019, 13:38 vor 186 Tagen @ aber 936 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Freitag, 29. November 2019, 14:04

<"Ich sattel dir, wenn's sein muss, in 45 Sekunden ein Pferd ...">

Hallo!

Ja ... und dann?
(welches Pferd übrigens?)

Im "Gelben" schrieb mal Jemand als Kommentar
zu meinen diesbezüglichen Überlegungen, er würde dann einfach
auf seinem Balkon ein paar Kartoffeln pflanzen.
Und ein Anderer, er würde in München,
im Englischen Garten, sich Kohl anbauen. (echt!!)

Und hier, im WW, ein Anderer:
<"...wird es höchstens ein paar Feldhasen & Kaninchen
im Kochtopf geben
.">

Dazu:
Gute Idee das!
Nur zwei Fragen:
- wieviele Feldhasen kommen z.B. in der näheren Umgebung Kölns
wohl auf die eine Million Einwohner dort?
- wie kriegt man die in den Topf rein, bevor man denen fix den Deckel
auf den Kopf setzt??

Auch sei an die Hungersnot der russischen Bauern (!) erinnert:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=22727

Ebenfalls an meine Großmutter in Mitteldeutschland,
die - nachdem von den Sowjets befreit worden war, dann im Winter 1946-47 verhungert ist.
Die war wohl nur zu blöde, Äste, Gras oder Hirsche zu essen.
Oder sich in 45 Sekunden ein Perd zu satteln
und einfach woandershin zu reiten.

BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

@und/aber/Pferdchen

Ulrich ⌂ @, Germering, Freitag, 29. November 2019, 17:32 vor 186 Tagen @ aber 809 mal gelesen

Hallo und/aber/Pferdchen,

Und den Anthroposophen (städtische natürlich) im Geiste die Füße küssen, dass die vor 100 Jahren überhaupt erst die Bio-Landwirtschaft erfunden haben.

"Die Anthroposophen" mögen ja so einiges erfunden haben, aber die "Bio-Landwirtschaft" ganz sicher nicht:
Organisierte Reform-Bestrebungen gab es seit den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, also mehr als 60 Jahre bevor Steiner 1924 seinen "Landwirtschaftlichen Kurs" hielt.

Dieser weist in seinen Grundzügen übrigens frappante Übereinstimmungen mit den Ideen des Agrarwissenschaftlers Richard Krzymowski auf, die jener bereits 1919 veröffentlichte.
Steiner übernahm Krzymowskis Ideen - als ob es seine eigenen wären, wie immer ohne Quellenangabe.

Einzelheiten findest Du z.B. bei Gunter Vogt: https://orgprints.org/1110/1/1110-vogt-g-2001-geschichte.pdf
oder ausführlicher in "Entstehung und Entwicklung des ökologischen Landbaus im deutschsprachigen Raum", ebenfalls von Vogt.

Gruß
Ulrich

@Ulrich

aber @, Freitag, 29. November 2019, 17:56 vor 186 Tagen @ Ulrich 732 mal gelesen

Hallo Ulrich,

"Die Anthroposophen" mögen ja so einiges erfunden haben, aber die "Bio-Landwirtschaft" ganz sicher nicht:
Organisierte Reform-Bestrebungen gab es seit den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, also mehr als 60 Jahre bevor Steiner 1924 seinen "Landwirtschaftlichen Kurs" hielt.

Bestrebungen hin oder her, Fakt ist, Demeter war der erste Bio-Verband überhaupt (und bis heute der mit den strengsten Auflagen, beispielsweise die einzigartige Auflage, Milchkühen die Hörner nicht abzuschneiden). Ich weiß, jetzt kommt der Hinweis, dass die ja bei Vollmond homöopathische Mittelchen in der Erde vergraben und so Gedöns. Nur ändern derlei Praktiken, so obskur wie auch harmlos sie sind, nichts daran, dass Anthroposophen aus weltanschaulichen Gründen niemals auf US-Konzern-Knebelvertragsaatgut - welches in der Folgegeneration unbrauchbare, weil nicht keimfähige Samen hervorbringt, was volle Absicht der US-Konzerne ist - zurückgreifen würden.

Grüße,
und

P.S. und ganz neu: Monsanto heißt jetzt Bayer

aber @, Freitag, 29. November 2019, 19:00 vor 186 Tagen @ Ulrich 756 mal gelesen

Hallo,

man belese sich mal, welch neuerliche Entwicklungen dieses und letztes Jahr stattgefunden haben - da fallen euch die Augen aus dem Kopf:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Monsanto

“Am 7. Juni 2018 wurde die Übernahme abgeschlossen. Der Name Monsanto wird nicht fortgeführt, die Integration in den Bayer-Konzern kann jedoch erst erfolgen, nachdem BASF die Übernahme der von Bayer abgegebenen Bereiche abgeschlossen hat.
Auf der ersten Bayer-Hauptversammlung nach dem Abschluss der umstrittenen Übernahme von Monsanto 2019 versagten erzürnte Aktionäre dem Vorstand um Bayer-Konzernchef Werner Baumann die Entlastung – eine Premiere in der Geschichte des DAX. [...] Die Bayer-Aktie stürzte massiv ab. Vorstandsvorsitzender Werner Baumann erklärte, Rückstellungen für Schadensersatzzahlungen habe Bayer bislang nicht gebildet. Es wurde öffentlich, dass bis Ende Juli 2018 rund 8.000 Klagen vorgelagen.[98] Baumann räumte ein, dass sein Unternehmen keinen Zugang zu internen Monsanto-Mails über die Gesundheitsrisiken von glyphosathaltigen Pestiziden gehabt habe, bevor Bayer Monsanto kaufte.“

Da stinkt doch gewaltig was zum Himmel. Als ob das wertvollste DAX-Unternehmen sich freiwillig durch den Kauf eines klagewellenbelasteten Verbrecherkonzerns mit übelstem Image selber in den Ruin treiben würde.

Ich habe lange recherchiert,
und

@und

Ulrich ⌂ @, Germering, Samstag, 30. November 2019, 00:26 vor 186 Tagen @ aber 775 mal gelesen

Hallo und,

ah ja, ein klares Weltbild:
Monsanto = "klagewellenbelasteten Verbrecherkonzerns mit übelstem Image"
Bayer = "das wertvollste DAX-Unternehmen"

Du biegst Dir Deine Meinungen hin, wie es Dir passt.

Bayer, das die Welt mit der Erfindung des Heroin bereicherte:
" 'Heroin ist ein schönes Geschäft', verkündeten die Direktoren von Bayer stolz und vermarkteten das Mittel gegen Kopfschmerzen, Unwohlsein und sogar als Hustensaft für Kinder. Selbst Säuglingen könne es bei Darmkoliken oder Schlafproblemen gegeben werden.“ (Norman Ohler: "Der totale Rausch. Drogen im Dritten Reich." ; https://archiv.berliner-zeitung.de/kultur/literatur/drogen-im-dritten-reich-sie-waren-im-totalen-rausch-22995202)

Schwamm drüber, ist ja Vergangenheit, angesichts jüngster Skandale, als da wären der Verkauf HIV-kontaminierter Blutprodukte, die "Lipobay-Krise", der "Yasminelle"-Skandal, illegale Preisabsprachen mit rund 11.000 deutschen Apotheken, usw. usw.

Mit der Ausgliederung der Produktion von "Pflanzenschutz"mitteln (von Demeter-Landwirten als Pestizide verpönt und [zu Recht] geächtet) zu Tochterunternehmen ist dieses "wertvollste DAX-Unternehmen" dann ja auf dem besten Weg, Anthroposophen-kompatibel zu werden.

Ich habe lange recherchiert

mag sein, aber offensichtlich sehr einseitig

Ich weiß, jetzt kommt der Hinweis, dass die ja bei Vollmond homöopathische Mittelchen in der Erde vergraben und so Gedöns.

Nein, keine "homöopathische Mittelchen":
Steiner propagierte zwar potenzierte Mittel, sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Medizin, aber Homöopathie als Heilmethode lehnte er ab. Ist kaum bekannt, aber belegt.

Gruß
Ulrich

...es war Nichts umsonst, Alles hat seinen Wert und trägt zu unserer Entwicklung bei...

Phoebus @, Donnerstag, 28. November 2019, 16:12 vor 187 Tagen @ Malbork 979 mal gelesen

Hallo liebes Forum,

nur weil jetzt ein wenig der Dampf aus dem Ballon ist, ist es kein Grund aufzugeben.

Dieses WWF hat bei weitem die beste und ausführlichste Aufstellung sämtlicher oder zumindest sehr sehr vieler Propheten.
Es ist wie ein Nachschlagewerk und hat alleine deshalb schon seine Existenberechtigung und sogar -verpflichtung würde ich nun sagen. Die 16 Jahre WWF hier sind absolut nicht verschwendet, sondern haben unser aller Leben sogar stark bereichert.

Ob im Forum nun einige Leute eher unzufrieden sind und ihre Befindlichkeiten eingeengt wurden, ist eine zweite Seite, die gar nicht so wichtig ist. (Das Problem ist, wir nehmen uns oft viel zu wichtig und sind verbohrt in irgendwelchen starren Gesetzen, die wir uns selber auferlegen. Dabei ist Alles im fluß und beweglich.)

Die täglichen Ereignisse, zeigen ja an, dass es einen starken Wandel gibt, nun Alles ist so oder so ständig im Wandel.
Wer seine Augen und Ohren öfnnet und zum Schluß auch noch sein Herz, der wird sehr, sehr wohl eine Weltwende wahrnehmen, die schon seit gut 30 Jahren, speziell rückwirkend beobachtet gut erkennbar, sehr wohl gut im Gange ist.

Dass die Umbrüche oder der große Umbruch oder Weltwende nun nicht mehr in einer gleichmäßigen Kurve aufsteigt und es dadurch noch lange lange "so weiter geht" ist auch sehr evident. Die Kurve ist nun mehr einer e-Funktion ähnlich und rast in sehr kurzer Zeit zu einem Infinitum. Dies alleine deswegen schon weil unsere heutige Technologie soweit schon entwickelt ist, dass die Zeitabstände zwischen radikalen Neuentwicklungen immer kürzer werden und sie sich gegenseitig immer schneller aufbauen. Man betrachte nur, als ein Beispiel, den rasanten Werdegang und Entwicklung des Handies.

So will ich mal behaupten, zum endgültigen Platzen unseres Weltsystem-Ballons,... wenn keine Luft abgelassen wird und es dadurch zum unumkehrbaren Wendepunkt, dem Zeitpinkt des Platzens kommt,... wird plötzlich schneller kommen als uns überhaupt lieb. Es wird keine Jahzehnte und Generationen oder Jahrhunderte mehr dauern. Dass Niemand Luf abläßt, verdanken wir unserem nimmersatten Kapitalismus, der skrupelos ständig nur auf Gewinn und noch mehr Gewinn aus ist und dem auch die Umweltsituationen egal sind und vielmehr alles seinem System zu unterjochen versucht. Solange dieses Kapitalismus-System die ganze Welt "overruled", wird es nur einen Wendepunkt geben...der wird für Niemanden angenehm sein, sondern sogar eher schrecklich.

Das Verückteste daran ist....im Sinne von zeitlich verrückt...daß Viele aufgrund ihrer Intelektualität nicht mehr an eine Weltwende glauben und somit sich geistig nicht mehr damit auseinandersetzen. Dann kommt aber die Zeit, die Verrückte und überfällt uns wie der Dieb in der Nacht.

Wer nicht vorbereitet ist, nicht materiell, sondern mental, der wird unvorbereitet sein und von den Ereignissen überrollt und erschlagen werden.

so einfach verhält sich das Alles.

Danke für die immense Arbeit, die hier im Allgemeinen Jeder beigetragen hat und ganz im Besonderen für Diejenigen, die das WWF erfunden und am Laufen gehalten haben.

liebe Grüße

Phoebus

Markus Krall

Kaladhor @, Donnerstag, 28. November 2019, 19:40 vor 187 Tagen @ Malbork 1215 mal gelesen

Moin,
ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass Markus Krall genau angibt, wann es passiert. Er kann nur sehr gut prognostizieren, was passieren wird, wenn so weiter gemacht wird wie bisher.

Entweder kommt es zum großen Wirtschaftskollaps, weil die EZB - aus welchen Gründen auch immer - die Zinsen unerwartet anhebt und damit alle Zombieunternehmen schlagartig pleite sind ... ok, kann ich mir mit der neuen Chefin jetzt nicht so vorstellen ... oder es kommt zum Kollaps, weil den Banken die Erträge wegbrechen, wodurch die Zombiefirmen dann auch kollabieren.
Aber, wie gesagt, nur wenn so weiter gemacht wird wie bisher.
Interessant ist es hierbei nur, ob tatsächlich am "weiter so" festgehalten wird oder nicht.

Grüße

Re Markus Krall

dziamdzia @, Samstag, 30. November 2019, 13:34 vor 185 Tagen @ Kaladhor 1195 mal gelesen

Grüß Gott,

Markus Krall will seine Bücher verkaufen - mehr nicht. Nebenbei proftiert er als CEO der Degussa-Gold noch von der selbstbetriebenen Panikmache, weil die Leute Gold kaufen. Das Spiel funktioniert nur, weil die Deutschen ein Pisa-verblödetes unheilbar sozialistisches Volk finanzieller Analphabeten sind. 99% der Deutschen könnten nicht erklären was Zinsen sind, was eine Zentralbank ist und was sie macht, was Staatsanleihen, Kredite, Eigenkapital, Fremdkapital oder Aktien sind.
Das ist in den USA, Kanada, Australien usw. ganz anders, wo die Illusion des alles-versorgenden Sozialstaats nie so weit getrieben wurde wie bei uns, und wo die Menschen gezwungen sind,
sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen und privat vorzusorgen. Insofern steht den heutigen jungen Deutschen eine steile Lernkurve bevor, dass sie recht bald verstehen müssen dass
nicht schmelzende Eisberge ihr dringlichstes Problem sind, sondern dass sie zügig privat vorsorgen müssen weil der Staat sie im Alter nicht mehr versorgen kann.

Markus Krall hat nicht mehr Nennenswerteres herausgefunden als dass die Ertragslage der Banken aufgrund der Negativzinsen schlecht ist - nicht gerade eine Nobelpreis-verdächtige Entdeckung.
Dass wenn die europäischen Banken in existenzielle Schieflage geraten würden nun die EZB und die Politik einfach bei einem Gläschen Sekt zusehen, wie Europa in einem Finanz-Crash versinkt, ist dabei eine unzulässige Extrapolation seiner an sich richtigen Beobachtung. Die EZB kann die Banken mit mehr Eigenkapital ausstatten, die Staaten können das tun, und niemand wird hier in Europa systemrelevante Banken einfach pleite gehen lassen - Punkt. Die EZB hat ja den Banken für einen Teil ihrer Reserven bereits die Negativzinsen erlassen - warum sollte sie das nicht in Zukunft weiter tun.

Was schon eher richtig sein könnte ist die Beobachtung, dass die Politik der EZB an ihre Grenzen gestoßen ist. Die extrem niedrigen oder negativen Zinsen haben nicht dafür gesorgt, dass die Privaten und die Unternehmen mehr konsumieren bzw. investieren, d.h. weniger sparen - im Gegenteil. Es wird jetzt NOCH MEHR gespart, da man eben (als Privater) fürs Alter noch mehr zur Seite legen muss, jetzt wo es keine Zinsen mehr gibt, die die Inflation kompensieren, und die Unternehmen legen seit 2008 eben NOCH MEHR Kapital auf Seite um sich für die nächste Krise zu wappnen, jetzt wo dieses Kapital Jahr für Jahr von der Inflation angeknabbert wird und es keine Zinsen mehr gibt, die diese Inflation kompensieren.
Insofern ist die Grenze der Wirksamkeit vermutlich erreicht, und Lagarde hat ja schon gesagt, dass nun die Fiskalpolitik ran muss.
Vermutlich könnte man sogar sagen, dass die EZB-Politik das Gegenteil von dem erreicht, was sie versucht: Sie animiert die Marktteilnehmer zum sparen statt zum Konsumieren und Investieren.
Nicht zu übersehen ist auch der psychologische Effekt: Selbst meine Oma hat das Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt, jetzt wo sie auf dem Sparbuch keine Zinsen mehr bekommt. Als Reaktion
darauf spart sie noch mehr - weil ja eben irgendwas nicht stimmt und vielleicht bald "schlimme Zeiten" kommen.
Die lezzten Zinssenkungen der EZB sind an den Aktienmärkten nicht mal mehr wahrgenommen worden - der Effekt ist also verpufft. Nah der Nullinie ist eben auch der Spielraum Null: Noch niedrigere
Zinsen bringen einen immer geringeren Effekt. Und massive Negativzinsen bedingen eine Abschaffung des Bargelds.

Die EZB kann mit ihren Null- und Negativzinsen und ihren Anleihekäufen Geld verbilligen bzw. in die Märkte spülen, aber sie kann keine Nachfrage
schaffen. Daher sehen wir auch keinerlei Anstieg der Inflation, obwohl wir nach österreichischer Theorie (Inflation = Geldmengenwachstum) längst eine Hyperinflation haben müssten.
Inflation ist eben eine Frage von Angebot und Nachfrage, und nicht eine Frage des
Geldmengenwachstums. Wenn die Nachfrage nicht größer ist als das Angebot, steigt auch die Inflation nicht.
Wie groß die Geldmenge ist, ist dabei völlig irrelevant - die letzten 10 Jahre beweisen es, dass das ganze österreichische Inflations-Geschwätz nicht als Mumpitz ist.

Die Fiskalpolitik wirkt da ganz anders : Sie schafft Geld aus dem Nichts (indem sich die Staaten verschulden und die EZB diese Schuldentitel gegen Herausgabe von Cash aufkauft) UND sie schafft Nachfrage - in Form von Investitionen in staatliche Projekte wie Infrastruktur, Bildung oder Klima-Unsinn.

Das muss man gut im Auge behalten: Wenn wir fiskalpolitische Maßnahmen in Europa bekommen, dann wird die Inflation vermutlich zurück kehren.
Die passende Theorie, die das Ganze vorbereiten soll, gibt es schon: sie heißt MMT (modern monetary theory). Diese Theorie besagt vereinfacht gesagt, dass Staatsschulden egal sind, der Staat sich beliebig verschulden kann und die Zentralbank alle Schuldentitel aufkaufen soll. Solange bis Vollbeschäftigung erreicht ist.

Insofern ist die Gefahr vermutlich gar nicht so sehr die aktuelle Politik der EZB, sondern ihr kollosales Versagen: trotz hunderter Milliarden aufgekaufter Staatsanleihen und negativer Zinsen
ist das Wachstum in Europa nun seit fast 10 Jahren nur anämisch und verpasst die EZB jedes Jahr ihr selbst gesetztes 2% Inflationsziel. Die aktuelle EZB-Politik funktioniert also nicht.
Und die eigentliche Gefahr ist das, was danach kommt.

Ein Problem bei der Inflation ist, dass sie sich selbst verstärkt. Sobald die Preise beginnen zu steigen, passieren zwei Dinge: Hersteller und Händler legen in Erwartung steigender Preise
Vorräte an. Und Spekulanten kaufen in Erwartung steigender Preise Dinge, die sie gar nicht brauchen, nur um sie später teurer weiterverkaufen zu können. Dadurch wird das Angebot weiter verknappt und die Preise steigen noch stärker.

Um in Deutschland den Umschwung von der "schwarzen Null" genannten Schwachsinnspolitik (Deutschland spart, damit Südeuropa sich mehr verschulden kann) zu einer ausgabenfreudigen Fiskalpolitik
hin zu bekommen, braucht es einen Auslöser. Das kann durch einen politischen Führungswechsel passieren, oder durch eine Krise - etwa eine europaweite Rezession - welche einen solchen
Politikwechsel erzwingt. Es kann aber auch eine Propaganda-verblödete Jugend sein, die durch die Straßen zieht und die Politiker zu "Investitionen ins Klima" nötigt.

Interessant finde ich die Gleichzeitigkeit der Phänomene:

-im Feb 2019 erscheint das erste akademische Buch über die "Modern monetary theory"
-die Zinssenkungen der EZB im Sept. 2019 zeigen keinerlei stimulierende Wirkung mehr
-Lagarde fordert in ihrer Antrittsrede im Nov 2019 dass die Fiskalpolitik eine Schlüsselrolle einnehmen müsse

Jetzt fehlt nur der konkrete Anlass, um die politische Wende weg von "schwarzer Null" hin zu "Schulden sind egal" einzuleiten.

Beste Grüße,

dziamdzia

Herr Krall wagt sich an die Öffentlichkeit

Jacob @, Sonntag, 01. Dezember 2019, 03:00 vor 185 Tagen @ dziamdzia 1003 mal gelesen

Hallo dziamdzia,

bei aller diskussionswürdigen Kritikpunkte möchte ich darum bitten, dass die Verdienste eines mutigen Mannes nicht aus den Augen verloren werden, der sich klar und deutlich und zwar öffentlich (!) der Fehlentwicklungen in der Finanz- und Währungspolitik im Euro-Raum annimmt.

Die ganz real bestehenden persönlichen Risiken in einem repressiven politischen Umfeld, wie es aktuell vorhanden ist, sind um ein Vielfaches höher zu bewerten, als ein Gewinninteresse durch Buchverkäufe, wie hier unterstellt wird. Dieser Mann hat Rückgrat, das darf man in dieser rückgratlosen Zeit nicht einfach verunglimpfen.

Dem vorsichtigen, wohlüberlegten Rat, den er durch sein Wirken gibt, sei besser von jedem, der verstehen kann, auf seine Weise durch Taten entsprochen.

Gruß jacob

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Ideologie und Analyse

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 01. Dezember 2019, 08:21 vor 184 Tagen @ Jacob 1023 mal gelesen

Hallo!

Die ganz real bestehenden persönlichen Risiken in einem repressiven politischen Umfeld, wie es aktuell vorhanden ist, sind um ein Vielfaches höher zu bewerten, als ein Gewinninteresse durch Buchverkäufe, wie hier unterstellt wird.

Ja. Der Laie macht sich in der Regel erhebliche Illusionen über den Gewinn, den ein Autor mit Buchverkäufen machen kann. Dieser steht in keinem Verhältnis zur Bekanntheit eines Autors. Man müßte schon Unterhaltungsbestseller schreiben wie Joanne K. Rowling oder Stephen King. Mit Sachbüchern ist das bei einer Autorenmarge im niedrigen einstelligen Prozentbereich des Kaufpreises nicht zu erreichen.
Das "Argument", jemand wolle nur seine Bücher verkaufen (Dziamdzia: "mehr nicht"), ist gleichermaßen billig wie falsch.

Krall geht es offensichtlich um mehr. Er hat einem marktliberalen, liberal-konservativen ideologischen Hintergrund, weswegen seine Lösungsvorschläge und Projektionen des weiteren politischen und sozialen Krisenverlaufs kritisch und meines Erachtens getrennt von der "harten" Analyse des Banken- und Finanzsystems zu betrachten sind. Krall nutzt seine Popularität, um seine Ideen unters Volk zu bringen. Wie immer, wenn jemand eine Agenda hat, wirkt sich das reduktionistisch auf die Weltbetrachtung aus. Als wahr und richtig wird dann tendenziös bewertet, was zur Agenda paßt. Man merkt es daran, daß es in den Äußerungen dann nicht mehr um das geht, was ist und sein wird, sondern wie die Dinge sein sollen. Der Wille steht dann über der Wahrnehmung. Entsprechend sieht Krall nach der Krise eine Art Renaissance der Erhardära, was ich angesichts der Lage, in der sich Deutschland und die Welt über das Finanzmäßige hinaus befinden, für illusorisch und unsachgemäß halte.
Daß er sich überhaupt auf den Kampfplatz wagt, sei ihm freilich unbenommen und ist zu goutieren. Auf seine Art sägt er, wie viele andere, an den Beinen des Systems und liefert wichtige Partikularinformationen.

Kralls fachmännische Beschreibung des Bankensystems und die Extrapolation des Istzustandes in die Zukunft bis zu einem gewissen "Bruchpunkt" halte ich dagegen (im Rahmen meines laienhaften Verständnisses) für belastbar. Wer hier einhaken will, kommt (wie immer bei sachlich-analytischen Beschreibungen) mit Ad-hominem-Argumenten nicht weiter, sondern muß sich unabhängig von dem lediglich als "Seismographen" fungierenden Überbringer der Mitteilung mit der im Fokus stehenden Sache an sich befassen, sachliche Fehler der Analyse oder Irrigkeit der Axiome nachweisen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Inflation und Sparen

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 01. Dezember 2019, 07:41 vor 184 Tagen @ dziamdzia 1054 mal gelesen

Hallo!

Dass wenn die europäischen Banken in existenzielle Schieflage geraten würden nun die EZB und die Politik einfach bei einem Gläschen Sekt zusehen, wie Europa in einem Finanz-Crash versinkt, ist dabei eine unzulässige Extrapolation seiner an sich richtigen Beobachtung. Die EZB kann die Banken mit mehr Eigenkapital ausstatten, die Staaten können das tun, und niemand wird hier in Europa systemrelevante Banken einfach pleite gehen lassen - Punkt.

Wenn ich mich nicht irre, ist genau das Bestandteil der Krall'schen Prognose.

Die EZB hat ja den Banken für einen Teil ihrer Reserven bereits die Negativzinsen erlassen - warum sollte sie das nicht in Zukunft weiter tun.

Wird sie womöglich. Allerdings treibt das Durchdreichen dieser Zinsen an die Darlehensempfänger (= Voraussetzung der Banken, wieder Gewinn zu machen) wohl die "zombifizierten" Unternehmen in die Pleite. Die Krise würde eben an einer anderen Ecke ausgelöst.

Sie animiert die Marktteilnehmer zum sparen statt zum Konsumieren und Investieren.

Angeblich unterstützt das billige (bzw. durch Negativzins geschenkte) Geld unnütze, kontraproduktive Investitionen und treibt die Zombifizierung nicht nur grundsätzlich unproduktiver Unternehmen sondern auch gesunder voran, die mit dem Geld irgendwo hin müssen und etwaige negative Folgen schlechter Entscheidungen weniger kritisch bedenken müssen.
Was ist denn "Sparen" in dieser Welt? Wohl kaum das Geldhorten in Tresoren oder auf Bankkonten, wie es bei Privatleuten und Omas stattfindet. Wenn der mit Negativzins behaftete Kredit auf dem Konto des Unternehmens landet, wurde er offensichtlich bereits aufgenommen. Das geschah sicher nicht, um das Geld ungenutzt ruhen zu lassen, sondern um damit irgendeine nütze oder unnütze Entscheidung zu finanzieren. Das Geld fließt dann z. B. in den Immobiliemarkt, was hierzulande in den Stadt- und Umlandbereichen veritable Blasen erzeugt hat.
Mir scheint, gerade daß die Negativzinsen das Geschäftsmodell der Banken ruinieren, belegt diesen Prozeß und daß eben nicht "gespart" wird. Das Geld fließt umgehend wieder in den Kreislauf und erzeugt ein Scheinwachstum, wie wir es in den letzten 10 Jahren erlebt haben (siehe hier), das aber nur solange währt, wie das Geld billig ist.
Daß die Unternehmenspleiten massiv unter den langjährigen Durchschnitt der vorangegangenen Zeit gesunken sind, ist ein weiteres Indiz dieses "Scheinwachstums", bei dem die Wirtschaft mit billigem Geld am Laufen gehalten wird.

Mich dünkt, "Sparen" ist in der Fiatmoneywelt eine de facto inexistente Tätigkeit, weil das Geld ruhen zu lassen praktisch mit dem Nichtvorhandensein dieses Geldes gleichbedeutend wäre. Man muß es früher oder später investieren, sonst nützt es nichts. Der Privatmann, der von dieser Erfahrungswelt losgelöst ist und wie der Arbeiter um 1850 von Lohnarbeit lebt, hält indes Geld irrational noch immer für einen "Wert an sich" und hortet/spart es entsprechend – nichtahnend, daß es eines Tages verschwunden sein wird.

Und massive Negativzinsen bedingen eine Abschaffung des Bargelds.

Das spricht nicht gerade gegen zukünftige weitere massive Zinssenkungen. ;-)

Daher sehen wir auch keinerlei Anstieg der Inflation, obwohl wir nach österreichischer Theorie (Inflation = Geldmengenwachstum) längst eine Hyperinflation haben müssten.

Die Inflation findet angeblich derzeit auf Ebene der "höheren" Wirtschaftskreisläufe zwischen Unternehmen und Banken statt, wo Blasen wie die genannte Immobilienblase erzeugt werden. Der lohnabhängige Durchschnittsmensch merkt davon nur, daß die Preise in diesen Bereichen massiv ansteigen, wobei die Geldmenge, mit der er selbst in Kontakt kommt (überwiegend Gehälter!), nicht entsprechend gewachsen ist.

Ein Problem bei der Inflation ist, dass sie sich selbst verstärkt. Sobald die Preise beginnen zu steigen, passieren zwei Dinge: Hersteller und Händler legen in Erwartung steigender Preise Vorräte an. Und Spekulanten kaufen in Erwartung steigender Preise Dinge, die sie gar nicht brauchen, nur um sie später teurer weiterverkaufen zu können. Dadurch wird das Angebot weiter verknappt und die Preise steigen noch stärker.

Ja, eben.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Danke für diesen ausführlichen Text

Kaladhor @, Sonntag, 01. Dezember 2019, 21:40 vor 184 Tagen @ dziamdzia 760 mal gelesen

Ich gehe hier nur auf den folgenden Absatz ein:

Die EZB kann mit ihren Null- und Negativzinsen und ihren Anleihekäufen Geld verbilligen bzw. in die Märkte spülen, aber sie kann keine Nachfrage
schaffen. Daher sehen wir auch keinerlei Anstieg der Inflation, obwohl wir nach österreichischer Theorie (Inflation = Geldmengenwachstum) längst eine Hyperinflation haben müssten.
Inflation ist eben eine Frage von Angebot und Nachfrage, und nicht eine Frage des
Geldmengenwachstums. Wenn die Nachfrage nicht größer ist als das Angebot, steigt auch die Inflation nicht.
Wie groß die Geldmenge ist, ist dabei völlig irrelevant - die letzten 10 Jahre beweisen es, dass das ganze österreichische Inflations-Geschwätz nicht als Mumpitz ist.

Ich würde nicht sagen, dass es Mumpitz ist. Ich sehe die Ursache dafür, dass dieses Verhalten regelrecht ausgehebelt ist, eher darin, dass die wir bei den meisten Konsumgütern schlicht auf gesättigte Märkte treffen. Selbst in eher ärmlichen Umgebungen gibt es kaum Mangel an Standardkonsumgütern, höchstens bei reinen Luxusgütern. Aber selbst dort - Wish.com, Alibaba und Co sei Dank - wird dann nach außen hin zu Plagiaten gegriffen (teilweise sind nicht mal Qualitätsunterschiede bemerkbar, kommt die Ware doch meist aus gleichen Produktionsquellen).
Dieser Mangel an Bedarf ist auch der Grund für die neuerdings bei immer mehr Produkten hineinentwickelte, beschränkte Lebensdauer. Die Hersteller erzeugen auf diesem Weg einen kontinuierlichen Bedarf.... naja, zumindest bis der Konsument merkt, wie der Hase läuft.

Grüße

Kommt drauf an

Baldur @, Donnerstag, 28. November 2019, 23:09 vor 187 Tagen @ Malbork 973 mal gelesen

Hallo, Malbork,


Jetzt, seit etwa 2 Jahren hat sich alles mehr oder weniger entspannt obwohl sich formell Nichts zum besseren gewendet hat.
Kommt noch etwas oder wird Europa einfach so dahinsiechen

Ja, einfach bachab gehen, aber gaaanz laaangsaaahm.

Es wird sich in jeder Beziehung kontinuierlich verschlechtern. Der Kräsch wird ausbleiben. Sieht man in Argentinien, Griechenland, Zypern. Die Leute bleiben bis zur Totalentrechtung friedlich.

Die heile Welt mit relativ sicherer Karriere, Hausbau und Ersparnisbildung ist seit 20-25 Jahren erschüttert und geknackt. Damals gabs noch Nummernkonten und Bargeld war unangreifbar. Um 2000 herum brach das nach und nach weg. Die persönliche Freiheit wurde nach und nach zerstört.

Das kann man schon als Wende betrachten, hin zu immer mehr Unsicherheit und Verarsche sowie Regierungskriminalität.

Heute vernichtet die falsche Meinung und organisierte Hysterie Deine Existenz.

Vielleicht waren die Jahre zwischen 1983 (als der dritte Weltkrieg nur Minuten entfernt war und sowjetische Kampfflugzeuge mit atomarer Bewaffnung auf den DDR-Rollbahnen warmliefen) und 1995 (die Zerstörungen der Kohl-Ära) die allerbesten, dann gings bergab.

Wenn ich meine damalige Schule heute ansehe, ist die nicht mehr wiederzuerkennen vor lauter exzessiver Linksgrünversiffung.

Hat jemand andere Ideen oder kann feststellen, dass das Thema "Weltenwende" ein totaler Schuss in den Ofen war? (16 Jahre Zeitverschwendung aus meiner Sicht)

Ein ganz klares JA.
Wir sind verarscht worden, wir liessen uns verarschen, weil wir Leuten glaubten, denen man nichts glauben sollte, egal, ob Verleger, Geistliche, Frömmler, Trittbrettfahrer, Hysterische, Wahnkranke, Betrüger oder Dummschwätzer.

Darauf sind wir reingefallen, und viele glauben den Stuss noch immer in ihrer sektenhaften Verblendung. Die warten auf Garabandal, die Seelenschau und das Kreuz am Himmel wie am Murmeltiertag (der Film mit der Zeitschleife).

Was man 1983 schon kommen sah, was sich nach 1995 oder 2000 immer mehr verwirklichte, gab mir den Weg vor, dem auszuweichen.
Ich bin froh und dankbar, dass ich das tat und es tun konnte, der BRDDR den Rücken zu kehren.

Die Frage, wie weiter, ist wesentlich schwerer zu beantworten.

Ich verlasse mich dabei auf mediale Botschaften, Eingaben und Intuition, auch auf Insiderinfos.
Aber sicher nicht mehr auf Hörensagenquatsch aus fernen Jahrzehnten, Jahrhunderten, oder gar, was ich eh nie tat, Jahrtausenden...das ist samt und sonders Müll.

Beste Grüsse vom Baldur

Was ich gelernt habe.

Wodans Sohn @, Freitag, 29. November 2019, 10:11 vor 186 Tagen @ Malbork 935 mal gelesen

Guten Tag und ein freundliches „Hallo“

Warnung:
Dieser Text ist wahrscheinlich nicht politisch korrekt. Lesen auf eigene Gefahr!

Ich bin zwar noch nicht sechzehn Jahre in diesem Forum aktiv, habe aber, in der Zeit die ich hier mitgelesen und mitgeschrieben habe, einiges an Wissen und Informationen mitnehmen können. Deshalb möchte ich auch keineswegs von ‚verlorener Zeit' schreiben.

So war mir zuvor der Unterschied zwischen Prophezeiung und Schauung nicht bekannt, und ich lernte schnell, dass Prophezeiungen eine unendliche Repetition des Weltuntergangserlösungsgeschwurbels sind, welches die Menschheit schon seit grauer Vorzeit begleitet.
Das geht etwa so: Die Menschheit hat gegen irgendwelche von Gott gegebenen Regeln verstoßen, so sagen die 'Oberen' und deshalb bekommt die Menschheit nun die verdiente Strafe. Aber die Guten, die immer schön getan haben was die 'Oberen' ihnen als 'das Richtige' beigebracht haben, natürlich ganz ohne dabei auf ihren eigenen Vorteil bedacht zu sein, die 'Guten' bekommen die 'Erlösung'. Davor, und in der Zwischenzeit gab und gibt es für die 'Guten' ja immer nur die Karte mit dem großen Arsch darauf. So will es Gott. Das sagen die 'Oberen' auch schon in ständiger Wiederholung seit grauer Vorzeit. Es muss also wahr sein.
Sie haben sogar ein großes, dickes Buch entsprechend editiert. Da kann man das auch lesen. Also muss es bestimmt wahr sein.

Und so hofft man inbrünstig:
„ Jetzt geht’s loooos“,
„ Jetzt aber“, naja, aber …
„ Jetzt endlich“ ., hm ….
„ Nun aber wirklich“ … ach menno…. , gehe zurück auf Loooos.
Die ganze Zeit hält man schön die Arschkarte fest.

Dabei wurde es für mich offensichtlich, dass viele Menschen nach jedem Strohhalm greifen, um ihre „Prophezeiung“ doch noch realisiert zu sehen. Denn dann bekommen sie endlich den Lohn für das Festhalten der Arschkarte.
Meine Vermutung hierzu ist: Der Lohn ist eine Karte mit einem noch größeren Arsch.

Ich habe auch gelernt, dass sich unter den wohlbekannten Sehern und Propheten ein ganzes Bündel an Scharlatanen und Betrügern tummelt, welche Meister des Plagiats sind. Aus der psychologischen Forschung haben wir gelernt: Wiederholung schafft Vertrauen. Und so schreibt der eine Schurke frech vom andern Betrüger ab, editiert ein paar Details hinzu, und schon kann man leichtgläubigen Menschen das schwer verdiente Geld aus der Tasche ziehen, denn der Leichtgläubige erkennt ja in den geschriebenen Zeilen Vieles, was erschon zuvor geglaubt hat. Es muß also wahr sein und er ist sich sicher: "Es geht bald loooos."

Na, nun Mal ganz ehrlich: Wer hat ein Buch von/zu/über Irlmaier bei sich im Regal stehen? (Oder Maria S. aus Dingenskirchen?) Man kann die A-Karte hier gut als Lesezeichen verwenden.

Dann aber gibt es da auch noch Schauungen. Leider kommen die ohne Datumsangabe und in oftmals verwirrender Bildsprache. Und das Gesamtbild muss man sich auch noch ohne Vorlage zusammenfügen.

Na sowas! Und das in unserer heutigen Dienstleistungszeit!
Und diese Schauungen kommen auch gar nicht so oft vor, wie es unsere auf Sensationsgeilheit getrimmte Aufmerksamkeitspanne verlangt.
Das ist ja voll uncool und langweilig.
Voll öde. Der Weltuntergang kommt auch nicht so zeitig wie mein Paket von Amazon.
Da schmeißen es manche lieber gleich in die Tonne.
Da konsumieren wir doch lieber den neuen geilen Scheiß auf youtube.

Dabei ist das Gesamtbild welches sich durch die Schauungen abzeichnet gar nicht so abwegig, wenn man sich die Entwicklungen unserer menschlichen Gemeinschaft anschaut.
Die Frage die sich jeder Einzelne stellen sollte ist: „Was mache ich mit dieser Erkenntnis?“

Oft frage ich mich aber auch:
Was nützt ‚Danach' das Wissen, „es schon 'Vorher' gewusst zu haben“?

Viele Grüße

Wodans Sohn


Ja, eines Tages sterben wir.
Aber an allen anderen Tagen nicht!

was geben Schauungen noch an Substanz her?

Baldur @, Freitag, 29. November 2019, 11:31 vor 186 Tagen @ Wodans Sohn 922 mal gelesen

Hallo, Wodans Sohn,


Dabei ist das Gesamtbild welches sich durch die Schauungen abzeichnet gar nicht so abwegig, wenn man sich die Entwicklungen unserer menschlichen Gemeinschaft anschaut.

was fügt sich denn noch zu einem Gesamtbild zusammen?

Der Bauer aus Selb sieht die Sonne im Osten untergehen, oder im Westen auf, jedenfalls halt seitenverkehrt - ist nicht möglich, ab in die Tonne.

Das Kind aus der Nürnberger Gegend sieht gelbe, giftige Klebmassen am Boden - woher sollen die kommen? Sehr wahrscheinlich ist das jedenfalls nicht.

Der Tsunami von detlef, der das Binnenland in Paraguay überschwemmt - war schon immer und bleibt ebenfalls unrealistisch.

Der Waldviertler sieht sich (als heutiger Ü80) mit der Infantrie mitkämpfen - obwohl ich einige Ex-SS-Angehörige in erstaunlicher körperlicher Leistungskraft gesehen habe, halte ich das für nicht mehr realistisch.

Mir fällt kein Stromausfallszenario ein, das beschrieben worden wäre.
Kein Finanzkräschszenario.

IT-Omas Schauung von Pasing und dem Hunger der Beteiligten wäre vermutlich das einzige Mögliche aus dem ganzen Spektrum.

Und Barionas? Sicht der Heranströmenden, die über Äcker laufen - die sind schon da.

Das wars.

Das gibt nicht mal ein Puzzlestück, und auf ein solches kommt man auch durch blosses Nachdenken.

Wir wissen, dass wir nix wissen. Es bleibt unterm Strich - rein gar nix -.

Ausser Ärger, weil ich schon immer Bauchschmerzen hatte, Aussagen als wahr anzunehmen, die im religiös schwurbeligen Kontext an die Kundschaft gebracht wurden.

Erinnern wir uns, Feldpostbriefe, der angebliche Kugelbeer, die angebliche Erna Stieglitz, die angebliche Kathi aus dem Ötztal, Pater Backmund, sogar Irlmaier, das kommt alles aus der dunkelschwarzen Klerikerecke.
Die sörfen seit jeher auf der Welle der Angstmacherei und erfinden schon mal was verantwortungslos ins Blaue hinein, wenn es ihrer Sache zu dienen scheint.

Nee, Du.

Es hätte mir früher klar sein müssen, solche Quellen konsequent als Unsinn zu verwerfen. Da habe ich Lehrgeld bezahlt. Aber ich habe erfahren, dass meine Intution eben richtig liegt. Immerhin.

Beste Grüsse von Baldur

Re: Es wird viel in den Augen Anderer geschaut

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Freitag, 29. November 2019, 21:12 vor 186 Tagen @ Baldur 801 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Freitag, 29. November 2019, 21:30

Hallo Baldur,

"Der Waldviertler sieht sich (als heutiger Ü80) mit der Infantrie mitkämpfen - obwohl ich einige Ex-SS-Angehörige in erstaunlicher körperlicher Leistungskraft gesehen habe, halte ich das für nicht mehr realistisch."

Die Problematik ist für uns, daß Seher in den Augen Anderer sehen, also im Beispiel
Waldviertler kämpft der Bauer im Körper eines zukünftigen Anderen sozusagen, nicht
er selbst.
Es gibt ja einige Seher, die meinen, sie können den Zeitpunkt der Ereignisse
festmachen anhand ihrer Kinder, die zum jetzigen Zeitpunkt z.B. zehn Jahre alt
sind, und wenn es dann looosgeht, wären sie zwanzig.

Aber das ist das gleiche Ding in Grün: Wer sagt uns, daß sie nicht in den Augen
eines ganz anderen Vaters sehen, mit anderen Söhnen und Töchtern, nur ähneln
sich das Aussehen und die Lebensumstände der "Seherfamilie" und der Familie,
welche die Ereignisse tatsächlich erlebt, in gewisser Weise etwas?
Die Seher schauen also die Zukunft, indem sie quasimodo in zukünftige
Menschen transzendieren.

Wir hatten ja nicht zuletzt die Visionen Detlefs, wessen Kinder schon längst das
Alter erreicht haben, mit dem die Ereignisse hätten looosgehen müssen.
Und passiert ist gar nichts, bloß Raider heißt jetzt Twix, und Monsanto ist
jetzt ein Bayer...:schief:

Wahrscheinlich läuft alles nach einem Puzzle ab: Das vorerst letzte Puzzlestückchen
waren die bärtigen Männer und Kopftuchfrauen, die über die Felder in die BDR kamen,
und das nächste Puzzlestück wird so in 3-4 Jahren gelegt.
Bei einem veritabler Seher läuft anders als bei uns Normalsterblichen der ganze
Film bis hin zur 3tf (welche viele inzwischen für eine Legende halten)
dagegen im Zeitraffer ab.

Ich denke mal so alle 7 Jahre wird ein Puzzleteil gelegt: 1988/89 die "Wende",
1995/96 die Einführung des Zwischennetzes, 2001 kam 911, 2008 die Finanzkrise,
und 2015 wurden die Grenzen von Mutti gaanz weit geöffnet.
Der Witz ist wohl, daß stets Puzzleteilchen an völlig verschiedenen Stellen
gelegt werden, sprich, es kommen unerwartete Entwicklungen, an die wir
überhaupt nicht gedacht hatten.

Beste Grüße,

Eyspfeil

Zwanghafte Herbeibiegung von rettenden Erklärungen

Baldur @, Freitag, 29. November 2019, 22:25 vor 186 Tagen @ Eyspfeil 866 mal gelesen

bearbeitet von Baldur, Freitag, 29. November 2019, 22:32

Hallo, Eyspfeil,

Wenn die logische Erklärung nicht mehr hinhaut, dass jemand seine eigene Zukunft sieht, greift man auf die Alternative zurück, dass er dann eben durch einen anderen durchguckt.
Aber dieser fiktive andere würde doch kaum mit Detlefs Kindern zusammenkommen und sie als seine Kinder erkennen.

Am deutlichsten wird der Unsinn bei Joey von Garabandal, indem es nach dessen Tod heisst, ja, jetzt als Jenseitiger, jetzt könne er doch bestimmt wieder sehen, drüben, droben oder sonstwo ganz bestimmt.
Natürlich ist das eine dreiste Verdrehung der ursprünglichen Bauernfängergeschichte.

Ich glaube überhaupt nicht mehr an die weit hergeholte Erklärung des Sehens durch fremde Augen.
Das ist Quatsch, der verhindern soll, dass Müll zu Müll kommt, in die Tonne.

Ich hatte in den letzten Jahren ein paar extrem präzise Träume von aussergewöhnlicher Intensität.
Die visuellen Beobachtungen im Traumgeschen waren bis ins Detail realistisch, und schon während des Träumens erkannte ich Widersprüche und logische Fragwürdigkeiten.
Das Filmgeschehen war einerseits detailreich, enthielt aber jede Menge gigantischen, schwachsinnigen Blödsinn, der nicht mal entfernt jemals so stattfinden könnte.

Ich erkannte das Land, in dem es spielte, aber ich wusste weder den Zeitpunkt noch die Örtlichkeit.
Ich sah und erkannte die Uniform, die ich trug, ich erkannte die Fahrzeugmarke, sah den Felsvorsprung, hinter dem wir als Fahrzeugkolonne Sichtschutz suchten.
Ich sah, dass ich als Fahrer so nah mit dem Kotflügel an den Felsen herangefahren war, dass noch 2cm Luft blieben.
Aber ich wusste nicht, gegen wen wir aufmarschierten.
Angst hatte ich keine.

Aber aus tausend Gründen kann ich ausschliessen, dass solch eine Situation jemals wahr würde, denn dazu waren viel zu viele, gleichwertige Traum- bzw. Filmbestandteile völlig schwachsinnig, unmöglich, grotesk realitätsfern, absurd.

Ich sah da durch keine fremden Augen, ich sah lediglich einen grandios realen Kinofilm, den sich mein Hirn zusammengesponnen hat, aus welchen Gründen auch immer.

Anzunehmen, dass die Panzerverladung im Bogener Hohlweg nicht die Botschaft sein soll, sondern die Existenz aufgewachsener Fichten, ginge fehl, denn dann würden wir nach Strich und Faden verarscht. Wen interessieren Fichten in einem Grundstück, das man nicht mehr bewohnt.
Nein, auch das war ein Hirnmix mit Unterhaltungswert, aber ohne Wahrheitsgehalt.

Es sei denn, es gäbe parallele Zeitstränge oder parallele Universen.

Zuerst sollte man die naheliegendste Erklärung bevorzugen: das ist alles reiner Quatsch ohne die geringste Präkognition, selbst, wenn Detlef die Ortschaften auf googleearth fand, oder der Waldviertler ein Ortsschild sah.

Ich sah auch einen Mercedes G in Armeeausführung und mein real existierendes Jagdgewehr, das für solche Zwecke völlig ungeeignet wäre, und das ich in Kürze obendrein verkaufen werde. So etwas sagt gar nichts.

Meine Schau als Jugendlicher unterscheidet sich davon insofern: ich hielt das zwar für völlig ausgeschlossen, was ich sah, aber alles war prinzipiell möglich, und lediglich aus meiner Sicht unwahrscheinlich.

Nicht ein kleines Puzzlestück war offensichtlicher Quatsch und als solcher erkennbar.

Quatsch wäre z.B. der Sonnenaufgang im Westen.....oder die Wiederkehr der Sehfähigkeit bei einem Mann ohne Augen.


Beste Grüsse vom Baldur

Entwicklungen

nemo, Freitag, 29. November 2019, 18:28 vor 186 Tagen @ Wodans Sohn 852 mal gelesen

Dabei ist das Gesamtbild welches sich durch die Schauungen abzeichnet gar nicht so abwegig, wenn man sich die Entwicklungen unserer menschlichen Gemeinschaft anschaut.
Die Frage die sich jeder Einzelne stellen sollte ist: „Was mache ich mit dieser Erkenntnis?“


Hallo Wodans Sohn,

das Thema Entwicklung beruht auf Handlung. Die Summe aller
Handlungen unserer derzeitigen Gesellschaft führen zu
abnormalen und tyrannischen Zuständen. Diese können sich
zu Chaos, Krieg, Verelendung oder zu noch größerer Tyrannei
entwickeln. Das Ergebnis ist absehbar, für den aufmerksamen
Beobachter. Es bleibt nur die Frage wann und wie es zu einem
Zusammenbruch kommt. Aber das ist eigentlich nicht wichtig,
weil es gerade darum geht, diese negative Entwicklung
umzukehren.

Diese negative Entwicklung wird möglich, weil die Zeit
unbewusst verstreicht. Erst ein äußeres großes, spektakuläres
Ereignis soll die Menschen aus dem Schlaf reißen.
Das äußere Ereignis wird scheinbar gebraucht, damit die
Menschheit erwacht und die Wirklichkeit sieht.

Aber darin liegt der Trugschluss. Das Ereignis würde außer
Elend und Armut nichts bewirken. Die Zeit würde weiter
ungenutzt verstreichen, nur unter viel härteren Bedingungen.

Wachheit entsteht dadurch, dass Zeit bewusst genutzt wird.
Es ist also egal, was noch passiert, denn es gibt nur eine
Möglichkeit die destruktiven Zustände zu beenden, in dem
man sich nicht damit identifiziert und stattdessen die einem
gegebene Zeit auf konstruktive Weise nutzt.

Wenn das die Mehrheit tun würde, wäre das Ergebnis ein
gesellschaftlicher Bewusstwerdungsprozess, der die Zustände
ändern könnte. Es ist ein innerer Vorgang und die äußeren
Bedingungen sind dabei nicht ausschlaggebend.

Es wäre vorstellbar, dass die Menschheit diesen Prozess
schon viele Male wiederholt hat und immer wieder an jenen
Punkt gelangt, an dem Bomben geworfen und Zivilisationen
zerstört werden. Der Irrtum besteht in der Annahme, dass
äußere Faktoren Abhilfe schaffen und etwas ändern könnten.

Gruß
nemo

Normal schreibe ich hier nicht mehr

Frank Zintl @, Lund, Dienstag, 03. Dezember 2019, 13:31 vor 182 Tagen @ Malbork 922 mal gelesen

Hallo

Wir beobachten ja alle mehr oder weniger die gleiche Wirklichkeit.
Nur die Deutungen sind verschieden.

Ich bin Anfang 1999 zur Szene gestossen, als Nostradamus X72 im Raum
stand. Der Kosovokrieg im Frühsommer und die NATO-Beteiligung schien
einen schnellen Verlauf der Dinge zu bestätigen.

Heute sind wir 20 Jahre und mehrere Krisen weiter. Immer noch läuft
der Hase auf den alten Füssen.

Ich bin als gläubiger Christ selbstverständlich stark vom apokalyptischen
Weltbild geprägt, weil ich das für einen Teil von Gottes Wort halte.
Deshalb habe ich auch relativ schwache Abwehrkräfte gegen Prophezeiungen,
die Teile dieser apokalyptischen Voraussagen aufgreifen, verarbeiten,
mit Details anreichern und zu bestätigen scheinen.

5 Jahre meines Lebens habe ich "auf Abruf" gelebt, immer bereit mich
und die Familie in eins meiner Auffanglager zu retten, wo Vorräte und
anderer Bedarf gelagert waren. Hat mich viel Zeit und Geld gekostet.

Wofür ?

Dafür dass ich heute 20 Jahre später an Erfahrung reicher bin.

2003 und noch stärker 2004 habe ich allmählich wieder zu leben begonnen.
Die Auffanglager habe ich allmählich abgewickelt und die Vorräte - soweit
noch gut - dem Verbrauch zugeführt.

2003/4 war ich mental soweit gesundet, dass ich mir noch einmal eine
Zweitberufsausbildung (zum Kirchenmusiker) zugetraut und auch angefangen
und zu Ende geführt habe. Eine Anstellung hat mir diese Ausbildung bis
heute nicht eingebracht, aber stattdessen die Fähigkeit selber Musik zu
schreiben, was ich seitdem auch intensiv und ganz freiwillig tue.

Ab dieser Zeit habe ich der Prophezeiungsszene weitgehend den Rücken
gekehrt, aber andere Sachen traten an ihre Stelle. Z.B. die Peak-Oil-
Hysterie etwa zwischen 2005 und 2010. Jetzt müsste man das durch die
Klimawandelhysterie und den Greta-Thunfisch-Effekt ersetzen.

Neuerliche alarmierende Entwicklungen wie Brexit, Ukraine-Konflikt,
Masseninvasion seit 2015 etc. haben mich kurzzeitig wieder hierher
geführt, aber ich musste feststellen, dass man mit einem christlich
geprägten Zukunftsbild hier nicht gut angeschrieben ist.

Dabei geht es nicht einmal um die Frage ob Prophezeiung X oder Y eine
echte Schauung war oder nicht oder nur frei aus alten Textversatzstücken
neu zusammengeschustert wie ein Flickenteppich.

Mein Gottglaube ist hier unter Beschuss u.a. deshalb, weil sich ausser
Atheisten/Agnostikern hier auch Vertreter des Neuheidentums (Asatru u.ä.)
einbringen. Für die ist ein Katholik ("Römer") wie ich ein Verräter, so
wie Segestes, der Schwiegervater von Arminius, schon vor über 2000 Jahren
ein Verräter war.

Interessanterweise bin ich aus einem anderen Forum, wo der Gottglaube
im Vordergrund steht, wegen ZUWENIG Bibeltreue sogar rausgeflogen. Hier
werde ich immerhin "nur" abgewatscht, und das immer von den Gleichen.
Für die bibeltreuen Christen in dem anderen Forum bin ich als Katholik
ebenfalls ein "Gegner" oder "Verräter" - aus theologischen Gründen.

Wir wissen alle nicht was die Zukunft bringt. Wir wissen nur dass sich
aus dem Prophezeiungswust (egal ob echt oder unecht) kein Fahrplan
herausdestillieren lässt, nach dem es sich lohnen würde seine Lebens-
planung einzurichten. "Prepper", so wie ich einer war, sind auf dem Holz-
weg. Auf diesem Holzweg kann man unglaublich viele Dinge lernen, die man
sonst niemals gelernt hätte. Aber den Hauptzweck - beim grossen Knall zu
den wenigen Überlebern zu zählen - erfüllt das nicht. Einfach weil der
grosse Knall bisher hartnäckig ausbleibt.

Frank

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Glaube unter Beschuß?

BBouvier, Dienstag, 03. Dezember 2019, 19:29 vor 182 Tagen @ Frank Zintl 850 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 03. Dezember 2019, 19:38

<"Mein Gottglaube ist hier unter Beschuss ...">


Hallo, Frank!

Nein ... der sicherlich nicht!
(Allerdings ist das WW kein Forum,
in dem der eigene "Glaube" zur Schau gestellt wird.)

Sondern nur die Vorstellung (Behauptung?) daß ganz bestimmte Aussagen
- zur literarischen Gattung "Prophezeiung" gehörend -
sachlich zutreffend wären; diese wären nämlich in einem bestimmten
religiösen Buch nachzulesen und deswegen wahr.

Wobei leicht übersehen wird, daß in anderen religiösen Büchern
völlig andere "Wahrheiten" nachzulesen sind, an die deren Gläubige
ebenso inbrünstig glauben.

<"Hier werde ich immerhin "nur" abgewatscht ...">

Ja ... Widerspruch dürfte selten willkommen sein.
Jedoch wurdest Du (!) doch gar nicht "abgewatscht", sondern nur
auf Irrtümer, Fälschungen, Widersprüche, Zweifel, Diskrepanzen, Unstimmigkeiten, etc. hingewiesen.

Sowie:
Wenn Jemand behauptet, demnächst ginge die Welt unter
- die Umstehenden würden es noch erleben -
und dann passiert 2.000 Jahre nichts dergleichen,
dann liegt die Vermutung doch nahe, daß der sich geirrt hat.
Oder?

Beste Grüße Dir!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Verfolgung des rechten Glaubens

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 03. Dezember 2019, 20:40 vor 182 Tagen @ Frank Zintl 906 mal gelesen

Hallo!

Mein Gottglaube ist hier unter Beschuss u.a. deshalb, weil sich ausser
Atheisten/Agnostikern hier auch Vertreter des Neuheidentums (Asatru u.ä.)
einbringen. Für die ist ein Katholik ("Römer") wie ich ein Verräter, so
wie Segestes, der Schwiegervater von Arminius, schon vor über 2000 Jahren
ein Verräter war.

Das ist das Problem mit "Glaubensidentitären". Sie sind nicht nur (wie ein vernünftiger, nicht materialistischer Mensch) mit einem spirituellen Hintergrund beseelt. Vielmehr identifizieren sie sich mit Zugehörigkeit zu einer Religion essentiell. Ihrer und anderer Wohl und Wehe hängen vom richtigen Glaubensbekenntnis ab.
Richtig kompromißlos wird es vor allem mit Angehörigen des Christentums und dessen großen Bruders, des Judentums. In deren Glaubensidentität, wenn sie ernsthaft Bekennende sind, ist das Empfinden, allzeit (natürlich zu unrecht) verfolgt zu werden, tief eingebrannt. Das ist ein bestimmendes Element der Selberverortung nicht nur des Judentums, sondern auch des Christentums, das endzeitlicher Naherwartung entsprechend auch in der Erwartung einer großen Verfolgung der Rechtgläubigen, also ihrer selbst, lebt. Verfolgt und diskriminiert zu werden, ist Zeichen, daß man dem richtigen Glauben angehört, der eben verfolgt wird, weil es der richtige Glaube ist. In diesem Lichte stehend, wähnt man überall Verfolgungen, auch von Leuten, denen das schlicht schnurzpiepegal ist.

So, wie ich die Schreiber dieses Forums (nicht nur die mir persönlich bekannten) einschätze, gibt es hier weder Atheisten, noch Agnostiker, noch "Neuheiden", allenfalls in sehr geringer Anzahl. Das sind Zuschreibungen und Etikettierungen, die Du anderen aufdrücken mußt, um die Welt dem frömmlerisch-religiösen Tunnelblick gemäß zu machen.
Ein echter Gottglaube ist in Deiner Welt vermutlich nur, wenn er sich auf Deiner christlichen Schiene bewegt. Andere sind "Atheisten", "Neuheiden" etc., die einer Fiktion anhängen, also eigentlich gar nicht an Gott (oder irgend etwas) glauben.

Hier sollte es eigentlich nie zentral um Religion gehen – "zentral" in dem Sinne, daß sie Ausgangs- und Endpunkt der Diskussionen wäre. Dahin wurden Diskussionen häufig von Leuten umgebogen, welche die Welt, sich und andere Menschen nicht anders als "religiös" betrachten können.
Eine ganz andere Angelegenheit ist das (gesunde) spirituelle Empfinden und die spirituelle Ausrichtung der Schreiber, die für die grundsätzliche Beschäftigung mit diesem Thema wohl eine Voraussetzung ist. Schon daher sind Deine Zuschreibungen absurd.

Du wähnst offenbar schon allein die Tatsache als "antichristlich", daß die Mehrheit hier nicht Deine religiöse Fixierung teilt und manche die Ecke schlicht benennen, in der Du ganz offensichtlich stehst.

Interessanterweise bin ich aus einem anderen Forum, wo der Gottglaube
im Vordergrund steht, wegen ZUWENIG Bibeltreue sogar rausgeflogen. Hier
werde ich immerhin "nur" abgewatscht, und das immer von den Gleichen.
Für die bibeltreuen Christen in dem anderen Forum bin ich als Katholik
ebenfalls ein "Gegner" oder "Verräter" - aus theologischen Gründen.

Ja, natürlich. Jede der unzähligen Unterströmungen des Christentums hat die Wahrheit völlig erkannt. Abweichler liegen schlicht falsch und müssen entweder missioniert oder vertrieben werden (sollte sich manchen die Gelegenheit bieten, auch schlimmeres). Hier zeigt sich die fatale Ironie der ganzen Sache, daß die vermeintlich zu unrecht Verfolgten selbst die größten Verfolger sind. Ob darin ein Grund für die Ablehnung seitens der "Nichtbekenner" liegt?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Sektenaussteiger gibt es, es besteht Hoffnung

Baldur @, Dienstag, 03. Dezember 2019, 22:11 vor 182 Tagen @ Taurec 825 mal gelesen

Hallo,

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.

Deswegen ist mir als ehemaligem Kräschgläubigen völlig unbegreiflich, wie lange widerlegte religiöse Aussagen weiterhin als wahr angehimmelt werden. Als 2000 nichts passierte, wars doch eigentlich klar, was läuft, also, das nichts läuft, schon gar nicht im Prophezeiungs- ubd Schauungskontext. Beides ist Müll, wie sich herausgestellt hat, und wertlos, nein, schädlich.

Leuschel hatte einen Treffer, ab dann gabs kein Glück mehr.
Faber?
Wittmann?
Martin?
Malik?

Hannich erscheint noch heute mit seiner Rübe in den Werbebannern seines publizierenden Verlags mit der Aussage, dass 2013 fürchterlich werden würde, und 2014 ganz gewisslich gewiss gar schröckelig fürwahr. Und der Euro, achgottachgottdingenz.

Gääähhn.

Wir haben in Kürze 2020. Nix ist passiert. Gut, Vorbereitungsschweinereien gabs schon, aber hätte jemand 2013 ein Kind gezeugt, wäre es längst in der Schule, und hätte er Bier gekauft, wäre es sauer zum Wegschmeissen.

Vor etlichen Jahren diskutierte ich mit meinem Bänker meines Vertrauens, dass nächste Woche die Schalter zumachen.
Weil WE das so eskalierend hinausejakulierte.

Der Bänker sah mich an, als sähe er einen Insassen der Irrenanstalt, der gerade einen paranoiden Anfall hätte, und sagte vorsichtig diplomatisch, er ist sich sicher, dass das nicht stimmt.

Wir wissen alle, wer Recht bekam. Spätestens da wachte ich auf.

Er kaufte sich einen P-verlängernden Porsche und ging in seinen wohlverdienten Ruhestand, mit vielen Euros am Bankkonto.
Die Bank und den Euro gibts heute noch, der Bänker ist leider verstorben.

Wer da noch immer auf alten Auswahlkriterien für seine Aussagen beharrt und durch nichts dazulernen will, dem ist nicht mehr zu helfen.

Wer derart daneben liegt, erkennt das System nicht. Hat keine Ahnung und keine Befähigung, werthaltige Aussagen zu treffen. In den Club darf ich mich auch einreihen, was die Zeit vor dem Erwachen betrifft, vor dem Sektenausstieg. Immerhin hab ichs irgendwann gemerkt, dass ich da Trugbildern nachrenne.

Er schaut auf falsche Vorzeichen, oder noch schlimmer, er erliegt einem krankhaften Wahn wie etwa ein Wiener Webseitenbetreiber, der seit etlichen Jahren das Systemende für morgen proklamiert, und nix tscheckt dabei. Wobei der tägliche Nachrichtenüberblick super ist.

Oder die Kunden bzw. Gläubigen werden wissentlich und gewollt mit List und Tücke vorsätzlich verarscht und geschädigt, wie man das den Glaubensgemeinschaften unterstellen kann.
Oder den Börsenheinis und Anlagebetrügern, den Heiratsschwindlern und Arschlitikerinnen. WE kostet immerhin nichts.

Fakenews gabs schon vor tausenden Jahren, und einige Märchensammlungen vom Beduinenlagerfeuer tun sich da besonders zerstörerisch hervor.

Samen!

Und beste Grüsse vom Baldur

Re: Das kommt von AUSSEN und hängt weder von Bankern, Klimakreischern noch sonst von wem ab

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 00:44 vor 181 Tagen @ Baldur 860 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 00:57

Hallo Baldur!

"Hallo,

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.

Deswegen ist mir als ehemaligem Kräschgläubigen völlig unbegreiflich, wie lange widerlegte religiöse Aussagen weiterhin als wahr angehimmelt werden. Als 2000 nichts passierte, wars doch eigentlich klar, was läuft, also, das nichts läuft, schon gar nicht im Prophezeiungs- ubd Schauungskontext. Beides ist Müll, wie sich herausgestellt hat, und wertlos, nein, schädlich."

Kernstück der Ereignisse ist gemäß den Schauungen ein Impakt von außen, und der
läßt sich nun mal nicht sozusagen vorschreiben, wann er zu kommen hat.

Wieso soll denn der Kräsch auch von selbst kommen?
Es ist ja klar, daß das System und wir alle von dem "weiter so" profitieren,
weil die Folgen nach dem Kräsch Krieg, Hunger und Seuchen zeitigen werden,
wovon bestimmt keiner begeistert sein wird.

Die Ereignisse kommen von außerhalb der Erde, oder es bricht ein
Vulkan von der Größenordnung des St.Yellowstone aus, kurz gesagt
ein Kracher, der ganze
Kontinente aus dem Gleichgewicht bringt.

Aber wer glaubt denn ernsthaft, die Mächtigen, Reichen, die FED und die
Systemfuzzis implodieren und sagen plötzlich, wir wollen nicht mehr?
Die sind erstens verpflichted, den Karren weiterzuziehen, (aus den
Logen kommt man ohnehin nur mit den Füßen zuerst heraus) und wollen
zweitens auf ihren akkumulierten Reichtum wohl kaum verzichten, öder?
Und die Politiker gar sind bloße Marionetten, dessen Fäden mithilfe
"höherer" Kräfte bewegt werden.

Das Problem am Loooos-Zeitpunkt ist, daß praktische alle, religiöse
Prophler und sonstige Seher keinen Zeitpunkt angeben, und falls ja,
dann ist er bloß fabuliert worden, siehe Irlmaier.
Die haben einfach geraten, nach dem Motto "2000 Jahre sind genug",
also müßte es 1998/99 looosgehen.:spinnt2:
Rühmliche Ausnahme sind die beiden Feldpostbriefe, aber selbst da
wissen wir nicht mit Bestimmtheit, ob der Diktierer nicht ein
"blindes Huhn" war, sprich geraten hatte ob seiner
eigenen subjektiven Einschätzungen, was die Jahreszahlen angeht.

Aber sämtliche Schauungen in die Tonne werfen, weil wir den Zeitpunkt
nicht wissen, schüttet meiner Ansicht nach das Kind mit dem Bade aus.
==> Einfach deshalb, weil sich viele Schauungs-Details miteinander
decken. Freilich, ob wir da noch was erleben werden, das steht in
den Sternen.;-)

Beste Grüße,

Eyspfeil

zu den Feldpostbriefen

Ulrich ⌂ @, Germering, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 08:59 vor 180 Tagen @ Eyspfeil 934 mal gelesen

Hallo Eyspfeil,

Rühmliche Ausnahme sind die beiden Feldpostbriefe ...

der Ruhm verblasst, wenn ich die beiden FPB in ihrer originalen Orthographie vergleiche:

1. Brief:
"... die Leute werden wieder ärmer ..."
"... Morgen geht 's wieder Weiter ..."
"... sind schon wieder ein fort kommen ..."
"... gebt mir Bald wieder Antwort ..."
"... schon bald wieder zu Hause ..."
"... auf Wiedersehen ..."


2. Brief:
"... da Ihr Vorhaben Imer wider vereidelt wird ..."
"... das nächstemal wider mehr ..."
"... dan komt wider[einer?] ..."

Im ersten Brief schrieb Rill das Wort "wieder" 6x richtig und nie falsch, eine Woche später soll er es 3x falsch und nie richtig geschrieben haben?
Das ist "wider"sinnig...

Ich habe alle Wortpaare der beiden FPBe, bestehend aus jeweils zwei aufeinanderfolgenden Wörtern, miteinander verglichen und die in beiden Briefen enthaltenen Wortpaare aus der Liste eliminiert. Die nur in jeweils einem der beiden Briefe vorkommenden Wortpaare habe ich im "Google Books Ngram Viewer" ( https://books.google.com/ngrams# ) auf einer Zeitleiste mit Beginn 1910 und Ende 1950 hinsichtlich der Häufigkeit ihres Sprachgebrauchs verglichen. Statistisch zu erwarten wäre ein ausgeglichenes Ergebnis, das jeweils ca. die Hälfte der Wortpaare früher, die andere Hälfte später verortet.
Das Ergebnis sieht jedoch ganz anders aus:
Während die Wortpaare des ersten FPB mit 16 "früher" und 14 "später" (von 30 Wortpaaren) zwar "früher" vermuten lassen könnten, aber noch in der Streuung des zu erwartenden ausgeglichenen Ergebnisses liegen, sagt der "Ngram Viewer" zu 19 von 24 Wortpaaren des zweiten FPB "später", nur zu 5 Wortpaaren "früher", das entspricht einem Verhältnis von 79 zu 21 % !

Wenn man nicht unterstellt, der zweite Brief sei so sehr visionär, dass er 1918 sogar den Sprachgebrauch der kommenden Jahrzehnte vorwegnimmt ( :rotfl: ), dann ist da etwas faul.

Gruß
Ulrich

WO sind die Originale ?

Frank Zintl @, Lund, Freitag, 06. Dezember 2019, 20:52 vor 179 Tagen @ Ulrich 683 mal gelesen

Hallo

WO sind die Originale der Feldpostbriefe ?
Diese Frage sollte alllen anderen vorausgehen,
denn nur Originale haben einen Quellenwert.
Das Alter der Briefe muss nachprüfbar sein,
und das ist nur mit den Originalen möglich.
Erst wenn das Alter und die Echtheit einwandfrei
festgestellt ist, kann man sich über das andere
Gedanken machen. Vorher lohnt es nicht.

Zur Orthographie bei bildungsfernen Dialekt-
sprechern aus Bayern zur Zeit vom WK1 verweise
ich auf die fast zeitgleiche Quelle von Ludwig
Thoma:

"Josef Filsers Briefwexel"

Frank

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Feldpostbriefe

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 07. Dezember 2019, 06:28 vor 178 Tagen @ Frank Zintl 818 mal gelesen

Hallo!

WO sind die Originale der Feldpostbriefe ?
Diese Frage sollte alllen anderen vorausgehen,

Der Verbleib der Briefe ist bekannt. Allerdings kann darüber niemandem über den derzeitig darüber in Kenntnis gesetzten kleinen Kreis hinaus, und schon gar nicht öffentlich, Mitteilung gemacht werden. Alles andere würde die Chancen untergraben, an die Dinger auch heranzukommen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

@Frank Zintl

Ulrich ⌂ @, Germering, Samstag, 07. Dezember 2019, 13:13 vor 178 Tagen @ Frank Zintl 707 mal gelesen

Hallo Frank,

Erst wenn das Alter und die Echtheit einwandfrei festgestellt ist, kann man sich über das andere Gedanken machen.
Vorher lohnt es nicht.

Und solange glauben wir alle fest daran, dass das alles seine Richtigkeit hat, mit den "rühmlichen Feldpostbriefen", oder wie?

Umgekehrt wird ein Schuh d'raus:
Es lohnt sich nicht, ein Original forensisch auf dessen Alter zu untersuchen, nachdem sich bereits der INHALT dessen Abschrift als Fälschung erwiesen hat.
Wenn es anders wäre, wäre die Forumstonne nicht voll, sondern leer.

Zur Orthographie bei bildungsfernen Dialektsprechern aus Bayern zur Zeit vom WK1 verweise ich auf die fast zeitgleiche Quelle von Ludwig Thoma: "Josef Filsers Briefwexel"

Der Verweis auf eine Satire des Ludwig Thoma in diesem Zusammenhang ist entweder Satire oder aber sie wiegt genauso schwer wie die denkbare Erklärung, Rill habe wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung innerhalb einer Woche vergessen, wie er zuvor "wieder" geschrieben hat.

Es geht bei meinem Beispiel doch überhaupt nicht um die Orthographie, sondern um individuelle Sprach-/Schreib-Gewohnheiten, die sich zwar über die Jahre ändern, aber nicht innerhalb einer Woche.

Gruß
Ulrich

Inhalt

Frank Zintl @, Lund, Samstag, 07. Dezember 2019, 19:56 vor 178 Tagen @ Ulrich 564 mal gelesen

Hallo

Man kann doch den Inhalt der Feldpostbriefe nur beurteilen,
wenn man die Originale vor sich hat. Mindestens in einer
sehr guten Facsimilwiedergabe.

Nur dann kann man sich eine Meinung bilden, ob der Abschreiber
richtig abgeschrieben hat, und ob es alternative Lesarten
gibt. Ebenfalls nur dann lässt sich das Alter einwandfrei
ermitteln.

Erst wenn ein autorisierter Originaltext beider Briefe
vorliegt und der Altersnachweis geführt ist, lohnt es sich
über den Inhalt und eventuelle Unstimmigkeiten bei der
Rechtschreibung und der bayerisch gefärbten Ausdrucksweise
Gedanken zu machen.

Ich habe mir ja auch die Mühe gemacht den Originalzeitungs-
artikel mit dem Gespräch von Anton Johansson mit Oberst
Melander aus der Zeit des Jahreswechsels 1913/14 in der Mikro-
filmabteilung der KB in Stockholm herauszusuchen. Dass die
Ablichhtung von der echten Zeitung war konnte ich an den
Zusammenhängen eindeutig erkennen. Ich hab mich bei dieser
Recherche nicht geheimnistuerisch auf einen kleinen Kreis
herausgeredet, der als die einzig Auserwählten diee Original-
quelle sichten dürfen.

Verschwundene Originale (wie bei Emanuel Minos) machen mich
immer stutzig und misstrauisch. Dasselbe gilt für geheimnis-
krämerisch unter Verschluss gehaltene Originale. Bei letzteren
habe ich den Verdacht, dass da gar keine Originale sind und
"dass der Kaiser nackt ist".

Frank

Avatar

Fehlende Originale

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 08. Dezember 2019, 09:09 vor 177 Tagen @ Frank Zintl 707 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Sonntag, 08. Dezember 2019, 09:24

Hallo!

Man kann doch den Inhalt der Feldpostbriefe nur beurteilen,
wenn man die Originale vor sich hat. Mindestens in einer
sehr guten Facsimilwiedergabe.

Nur dann kann man sich eine Meinung bilden, ob der Abschreiber
richtig abgeschrieben hat, und ob es alternative Lesarten
gibt. Ebenfalls nur dann lässt sich das Alter einwandfrei
ermitteln.

Hast Du überhaupt schon mal in die forumseigene Quellensammlung gesehen?
Wie genau, in welcher Auflösung größer als die derzeizigen 20 Megapixel willst Du die Briefe denn noch haben? Oder ist das nur ein mißglückter Griff, um unangenehme Fragen abzutun?

Erst wenn ein autorisierter Originaltext beider Briefe
vorliegt

Von wem denn autorisiert?

und der Altersnachweis geführt ist, lohnt es sich
über den Inhalt und eventuelle Unstimmigkeiten bei der
Rechtschreibung und der bayerisch gefärbten Ausdrucksweise
Gedanken zu machen.

Mit anderen Worten: Solange kein Beweis der Echtheit erbracht wurde, wäre Kritik an der Echtheit unangebracht.
Ist das Dein Ernst? In der Gedankenwelt der Anhänger einer auf Schriftrichtigkeit verdammten Religion ergibt der Gedankengang, daß alles pauschal echt wäre, gleich was dafür oder dagegen spreche, aber zweifellos Sinn. ;-)

Ich hab mich bei dieser Recherche nicht geheimnistuerisch auf einen kleinen Kreis herausgeredet, der als die einzig Auserwählten diee Originalquelle sichten dürfen.

Die Geheimnistuerei ist obligatorisch, vor allem weil ich nicht zu den Verantwortlichen, sondern nur zu den Eingeweihten zähle. Die Preisgabe von Informationen verbietet sich daher von selbst. Die Stelle, wo sich die Feldpostbriefe derzeit befinden, lehnt jeglichen Kontakt zu Prophezeiungsspinnern kategorisch ab. Daraus folgt, daß keiner der darüber in Kenntnis gesetzten die Briefe selbst zu Gesicht bekommen hat und es zweifellos nicht zielführend ist, noch weitere Prophezeiungsspinner mit einzubeziehen. Letztere würden dem Inhaber egoistisch, sensationsgeil und von falschen Annahmen über die Richtigkeit ihrer Ansichten gesegnet wie die Zeugen Jehovas auf die Pelle rücken und die Wiedererlangung der Briefe für Jahrzehnte oder für immer verunmöglichen. Daher werde ich mich auch nicht selbst darum bemühen, sondern überlasse Forschung und Informationspreisgabe demjenigen, der den höchst sensiblen Kontakt hergestellt hat.

Mit den hochauflösenden Scans in der Forumsbibliothek und den Untersuchungen zur Echtheit, wie sie in Benders Aufsatz wiedergegeben werden, müssen wir bis auf weiteres leben.
Darüber hinaus habe ich hier noch eine materielle Kopie der Feldpostbriefe, die von Frumentius selbst per Fotokopierer hergestellt wurde. Mehr "Original" ist derzeit nicht verfügbar.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Schlicht drauf vergessen

Frank Zintl @, Lund, Sonntag, 08. Dezember 2019, 10:42 vor 177 Tagen @ Taurec 643 mal gelesen

Hallo

Auf die Forensammlung und das dort einzusehende Material
hatte ich mal wieder ganz vergessen. Mein Gedächtnis ist
nicht mehr das beste. Ich werde mir die Briefe dort nochmal
ansehen.

Zu Johansson und Melander konnte ja auch ich "nur" eine
Mikrofilmaufnahme bzw. deren Ablichtung ergattern, aber ich
habe ein Grundvertrauen zu den Bibliothekaren der KB in
Stockholm, dass die das alte Zeitungsmaterial korrekt abgelichtet
und als Mikrofilme aufbewahrt haben.

Dasselbe Grundvertrauen bin ich auch bereit aufzubringen, wenn
mir von verlässlichen Personen wie z.B. Taurec versichtert wird,
dass die Briefe existieren und sich in sicherem Gewahrsam
befinden.

Ich habe auch Verständnis dafür, dass die Verwahrer der Briefe
nicht wollen dass ihnen Prophezeiungsgläubige, wie ich mal einer
war, die Bude einrennen.

Die chaotische Rechtschreibung sehe ich eher als Beweis dafür an,
dass die Briefe wirklich von einem einfachen Bayern mit vermutlich
recht kurzer Schulausbildung stammen. Der Dialekt scheint überall
durch.

Der andere Gedankengang war so zu verstehen:

Erst wenn gesichtert ist dass die Briefe vorliegen (das tun sie)
und dass sie wirklich aus dem Jahr 1914 sind, erst dann lohnt es
sich auf den Inhalt des Textes näher einzugehen.

Dann bekommt nämlich eine Aussage wie "der Krieg .... ist für
Deutschland verloren" ein ganz anderes Gewicht, denn zum Zeitpunkt
der Abfassung (so er denn korrekt ist) gingen die meisten noch von
einem schnellen deutschen Sieg aus.


Aber ich bin es gewohnt ständig fehlgedeutet zu werden.

Frank

Habe jetzt nachgeschaut

Frank Zintl @, Lund, Montag, 09. Dezember 2019, 09:26 vor 176 Tagen @ Taurec 847 mal gelesen

Hallo

An der Facsimilausgabe der Briefe hier in der Sammlung
gibt es nichts auszusetzen. Das ist geradezu vorbildlich,
und man kann das Zeugs vergrössern und sich einzelne
Buchstaben ansehen. Die Schriftzüge scheinen zeittypisch
für ältere Generationen, die noch die alte Schreibschrift
verwendet haben, die heute die meisten nicht mehr lesen
können (ich kann leider auch nur einzelnes entziffern).
Falls die Entstehungsdaten stimmen, dann wäre das 1-2
Wochen vor der Marneschlacht geschrieben, als alles noch
vorwärts ging und alle an einen schnellen Sieg glaubten.
Das erklärt auch die spöttische Haltung der bayerischen
Soldaten dem Elsässer gegenüber. "Mia hom den Kriag ja
scho fast gwunna" ...

Frank

Späte Einsicht

Dowjones @, Montag, 16. Dezember 2019, 15:50 vor 169 Tagen @ Frank Zintl 650 mal gelesen

Hallo Frank(e43)!

Welchem sinnlosen bullshit du (und die anderen) jahrelang so begeistert nachgelaufen bist, hätte ich dir eigentlich schon vor fast 20 Jahren sogar des Öfteren begreiflich zu machen versucht. Leider erfolglos, genauso wie du auch nie wahr haben wolltest, was sich durch die Aufnahme von Asylanten so alles in einem zivilisierten Land zum Negativen ändert.
Im Gegensatz zu allen anderen Spinnern und Fakern war ich - im nachhinein betrachtet - eigentlich sogar ein recht passabler Prophet ...:lol2:

Gruß d.

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Jup

offtopic, Montag, 16. Dezember 2019, 21:09 vor 169 Tagen @ Dowjones 665 mal gelesen

Hallo!

Man mag noch anfügen:

"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein."
Friedrich Nietzsche - Jenseits von Gut und Böse.

"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta."
Peter Scholl Latour zugeschrieben.

Mehr kann man dazu echt nicht sagen.

Beste Grüße

OT

Würde ich sofort unterschreiben

Frank Zintl @, Lund, Dienstag, 17. Dezember 2019, 15:09 vor 168 Tagen @ offtopic 595 mal gelesen

Hallo

Das mit Scholl-Latour würde ich sofort unterschreiben.
Nicht erst seit 2015.

Ich habe damals geglaubt aus Gründen der Vorsicht lieber
auf etwas vorbereitet zu sein, was dann nicht kommt
(so war es dann auch) - als auf etwas, das kommt, NICHT
vorbereitet zu sein. Streng nach dem Motto der
schwedischen Überlebensgesellschaft, deren Kurs ich
damals besucht habe:

Praeparatus supervivet !

Das hat mich einen immensen Aufwand gekostet, aber ich
habe auch viel daraus gelernt. Auch Dinge, die ich noch
"zivil" anderweitig brauchen kann.

"Begeistert" war ich damals nicht. Eher in Panik, dass
ausgerechnet mir in meiner Lebensspanne sowas passieren
soll. Ich habe mich aber getröstet, dass meine Eltern und
Grosseltern in ihrer Lebensspanne auch schreckliche Dinge
mitmachen mussten. Was mich und uns hätte ereilen können,
ist bis jetzt nicht passiert, aber das bei meinen Eltern
und Grosseltern war schlimmste Wirklichkeit und füllt die
Geschichtsbücher.

Ich besitze immer noch ein unbebautes Waldgrundstück im
nördlichen Mittelschweden, das mal als Zuflucht gedacht
war. Heute komme ich nfast nie mehr dorthin, aber ich bin
der stolze Eingentümer einer nicht unbedeutenden Anzahl
Weinnachtsbäume. Die wachsen dort wild auf dem Grundstück.

Heute beschäftige ich mich lieber künstlerisch kreativ.
Ich bin mittlerweile ein Amateurkomponist mit einer eigenen
Werkliste. Das hätte ich mir damals trotz musikalischer
Vorerfahrung nicht träumen lassen. Hauptsächlich schreibe
ich Kammermusik. Einige wenige meiner Machwerke sind auch
schon zur Aufführung gelangt. Es landet also nicht alles
in der elektronischen Schublade.

Das ist aber kein Thema hier. Da müsste ich mir ein anderes
Forum für Gleichgesinnte suchen. ich schreibe das nur um zu
zeigen, dass ich mich am eigenen Zopf aus dem Sumpf gezogen
habe. Nicht ganz allein, sondern mit Gottes Hilfe, aber
immerhin(que).

Frank
"Frank(e)43" (damals war ich gerade 43)

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Sprachgebrauch in den Briefen

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 08. Dezember 2019, 08:23 vor 177 Tagen @ Ulrich 694 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Sonntag, 08. Dezember 2019, 08:29

Hallo!

Im ersten Brief schrieb Rill das Wort "wieder" 6x richtig und nie falsch, eine Woche später soll er es 3x falsch und nie richtig geschrieben haben?
Das ist "wider"sinnig...

Vieles ist allerdings in beiden Briefen identisch und gehört wohl zu seinen Schreibgewohnheiten:

  • "hofen" statt "hoffen" (mit abgeleiteten Wörtern wie "hofentlich"/"hoffentlich")
  • "komen" statt "kommen" (nur einmal im ersten Brief "kommen" und im zweiten einmal "komm")
  • "solte" statt "sollte", zu gleich aber richtig in beiden Briefen die dritte Person er/sie/es "soll"!
  • "falen" statt "fallen" (und Ableitungen)
  • "u" statt "und"
  • "den" statt "denn" (nur einmal im ersten Brief "denn")
  • "wen" statt "wenn"
  • "dan" statt "dann"
  • Im ersten Brief "Fensterblök", "Sandsäke". Im zweiten Brief kommt diese Vermeidung des "ck" nur bei "Rükehr" vor.
  • "ß" an den falschen Stellen: "hinreißen", "beßer", "dießer", "zurücklaßen" (im zweiten Brief insgesamt häufiger)
  • Interpunktion, insbesondere Abgrenzung der Nebensätze durch Kommata kommt praktisch nicht vor.

Insgesamt legt Rill in beiden Briefen eine Tendenz an den Tag, Wörter durch Unterlassung der Konsonantenverdoppelung abzukürzen. Ist das seine Technik, um Briefpapier zu sparen bzw. Platz zu gewinnen, oder ist es ein Zeugnis des Scheiterns der kaiserlichen Grundschulbildung an einem bayerischen Handwerker? Die Fehler mit "ck" und "ß" scheinen zu seinen typischen Fehlern zu gehören, wenngleich es in jeweils einem der Briefe (für jeden Fehler ein anderer) nur ein Beispiel dafür gibt. Auch dies fällt aber unter das Paradigma der Abkürzung der Wörter.
Immerhin kann er "daß" und "das" unterscheiden, dessen viele Forumsschreiber heutzutage nicht mehr fähig sind. Bei der Verwendung es "wo" statt "wenn" legt er aber bereits Züge modernen Sprachverfalls an den Tag. ;-)

Insgesamt wirkt die Rill'sche Orthographie in beiden Briefen konsistent. Die Frage ist, was dieser eine Unterschied zwischen "wieder" und "wider" angesichts dessen und einer generell hanebüchenen Rechtschreibung, bei der vieles offenbar Glückssache ist, aussagt. Möglicherweise entschied er sich beim ersten Vorkommnis des "wieder" im zweiten Brief, es ohne Dehnungs-ie zu schreiben, und hat diese Variante für das gesamte Schriftstück durchgehalten.
Um zu prüfen, ob das tatsächlich widersinnig ist, bräuchte man weitere Briefe Rills aus dem ersten Weltkrieg, so daß nachvollziehbar wird, wie wechselhaft seine Orthographie von einer Woche auf die andere allgemein war. Sind solche Wechsel zwischen "wieder" und "wider" die Regel, würde ich daran nichts ungewöhnliches erkennen. Für sich allein ist mir diese Abweichung noch nicht schlagend genug, um einen Schluß daraus abzuleiten.

Während die Wortpaare des ersten FPB mit 16 "früher" und 14 "später" (von 30 Wortpaaren) zwar "früher" vermuten lassen könnten, aber noch in der Streuung des zu erwartenden ausgeglichenen Ergebnisses liegen, sagt der "Ngram Viewer" zu 19 von 24 Wortpaaren des zweiten FPB "später", nur zu 5 Wortpaaren "früher", das entspricht einem Verhältnis von 79 zu 21 % !

Das ist interessant. Mich würde interessieren, um welche Wortpaare es sich dabei handelt, um die Untersuchung selbst nachvollziehen zu können.
Dann stellt sich mir die Frage, warum nur Wortpaare untersucht wurden und nicht die gesamte Wortwahl beider Briefe auf einen Sprachgebrauch, der 1950 von 1914 zu unterscheiden hülfe.

Beim Lesen fallen einige Merkwürdigkeiten ins Auge, die man jedenfalls heute im Sprachgebrauch nicht mehr feststellt:

  • in Ruhe sein
  • nicht zu glauben sein
  • niedere Stufe
  • von etwas/jemandem geboren sein
  • auf jemandes Diktat gehen
  • zu etwas gearbeitet werden
  • Kleiderpracht
  • sich in etwas kleiden
  • in Italien fliehen (statt "aus Italien fliehen", wie wir es sagen würden)
  • gegen jemandem gehen
  • an etwas genug haben (statt "von etwas genug haben")
  • fortkommen
  • durchgehen (satt "gutgehen")
  • miteinander stehen (statt "zueinander stehen")
  • ins Ziel kommen (statt "zum Ende kommen")
  • gute Lehren ziehen (statt "Lehren ziehen", die ja eigentlich stets gut sind)
  • an jemanden kommen (statt "zu jemandem kommen")
  • "Schwefel" für "Unsinn"

War das für Rill typisch oder im damaligen Sprachgebrauch in Bayern und dieser Bevölkerungsschicht üblich? Waren dergleichen Wendungen um 1950 schon wieder unüblich? Im zweiten Brief scheinen sie mir seltener zu sein.

Das handschriftliche Bild beider Briefe erscheint mir als Nichtgraphologen identisch, weswegen ich keinen Grund zu der Annahme habe, daß nicht beide Briefe von Rill geschrieben wären. Unter dem Gesichtspunkt Deiner Hypothese wäre dann jedoch eine Kardinalfrage, warum Rill mindestens dreißig Jahre später einen zweiten Brief fälschen und auf 1914 rückdatieren sollte, wenn er selbst in seinem Umfeld und durch seine Interessen vermutlich keinen großen Antrieb hatte, eine Prophezeiung zu fälschen. Das Motiv wäre eher bei solchen (Kirchenkreisen) zu vermuten, die Frumentius eine Prophezeiung zur Veröffentlichung hätten zuschachern wollen. Später ist Behk in solche Fallen (z. B. bei Erna Stieglitz oder der böhmischen Flüchtlingsfrau) wohl häufiger getreten.

Zudem ist historisch belegt, daß Rill während der Nazizeit wegen des Briefinhalts Probleme mit den Behörden hatte: "Er bekam Schwierigkeiten im Dritten Reich, da er schon vor Beginn der Naziherrschaft das Ende eines kommenden Diktators vorausgesagt hatte." (Bender 1980, S. 2; siehe auch die Befragung des Sohnes auf S. 9) Der Untergang des dritten Reiches ist allerdings ein zentraler Inhalt des zweiten Briefes. Ist diese Aussage bei Bender korrekt, so wäre der zweite Brief zweifelsohne als präkognitiv zu betrachten.
Laut Bender soll Frumentius den ersten Brief bereits 1941 kennengelernt haben, den zweiten indes erst 1945/46. Wäre er eine Fälschung, so müßte er gegen Ende oder unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg hergestellt worden sein – sofern man nicht Frumentius selbst Lüge und Betrug unterstellen wollte. Dann könnte man den in Frage kommenden Fälschungszeitraum bis zur Erstveröffentlichung 1953 ausdehnen
Die Fälschungshypothese ist (läßt man die Schwierigkeiten im Dritten Reich außer Acht) wegen der Gleichheit des Schriftbildes allerdings nur unter der meines Erachtens abwegigen Annahme aufrechtzuerhalten, daß der erst 1958 verstorbene Rill tatkräftig mitgeholfen hätte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Wortklauberei mit den Feldpostbriefen

Ulrich ⌂ @, Germering, Sonntag, 08. Dezember 2019, 18:00 vor 177 Tagen @ Taurec 793 mal gelesen

Hallo,

wäre einem Leser der zweite FPB nicht bekannt, würde er dem ersten FPB kaum entnehmen, dass der "prophetische Franzose" nach dem Ende des prophezeiten Zweiten Weltkrieges einen Dritten Krieg angekündigt hätte: Der lapidare Satz "Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her, wird aber zurückgeschlagen, weil die Natur eingreift ..." gibt das nicht her.

"Am Schluss...": Das halte ich nicht für die Bezeichnung eines zeitlich getrennten, "eigenständigen" Ereignisses. ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=51991 ), und die Formulierungen "zweites Weltgeschehen" und "drittes Weltgeschehen" finden sich erst im zweiten FPB.

Zumal Rill im Text des ersten FPB nach diesem beiläufigen "Am Schluß"-Satz fortfährt: "... Auch von Italien sagt er, daß es gegen uns geht und in einem Jahr den Krieg erklärt und beim 2. Krieg mit uns geht. ..."
Und im schröcklichen dritten?

Auch Frumentius Renner ist aufgefallen, dass hier etwas nicht stimmt, und er bietet eine Universal-Erklärung auf der Basis einer Lieschen-Müller-Logik an:
"Da der Schreiber wiederholt den dritten Krieg übersehen hat, hat er offenkundig nach dem zweiten Krieg Ereignisse eingereiht, die erst nach dem dritten Krieg stattfinden sollen."
"Offenkundig" nur für Armageddon-gläubige Katholiken.

Die Motivation, warum Renner die Briefe 1953 in den "Missionsblätter von Sankt Ottilien" veröffentlichte, deutete er im Text an:
"Dagegen [gegen vorstehende Interpretationen der Jahreszahlen 43, 45, 47-49] steht wieder, was ein gebildeter Franzose, der 1945 in unsere Gegend kam, von dieser Prophezeiung zu erzählen wußte. Nach diesem wäre das Jahr 1953 ein sehr kritisches Jahr, in dem mit dem Ausbruch des dritten Weltkrieges zu rechnen wäre."
S.154

Das Motiv wäre eher bei solchen (Kirchenkreisen) zu vermuten, die Frumentius eine Prophezeiung zur Veröffentlichung hätten zuschachern wollen.
...
Die Fälschungshypothese ist (läßt man die Schwierigkeiten im Dritten Reich außer Acht) wegen der Gleichheit des Schriftbildes allerdings nur unter der meines Erachtens abwegigen Annahme aufrechtzuerhalten, daß der erst 1958 verstorbene Rill tatkräftig mitgeholfen hätte.

Die Frage, von welcher Seite die Initiative zu einer Fälschung ausging, die ich nicht als Fälschung im Sinne einer beabsichtigten Täuschung, sondern als "Niederschrift aus dem Gedächtnis" bezeichnen würde ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=35337 ), möchte ich mit Rücksicht auf Randomizers Bedenken, "eine zu frühe Preisgabe der Quelle (in einem öffentlichen Forum) könnte schlimmstenfalls weitere Recherchen in dieser Richtung behindern" ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=25641 ), einstweilen ruhen lassen, bis Randomizer die Quelle von 1951 ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=32977 ) benannt hat.

Die Frage ist, was dieser eine Unterschied zwischen "wieder" und "wider" angesichts dessen und einer generell hanebüchenen Rechtschreibung, bei der vieles offenbar Glückssache ist, aussagt. ...
Um zu prüfen, ob das tatsächlich widersinnig ist, bräuchte man weitere Briefe Rills aus dem ersten Weltkrieg, so daß nachvollziehbar wird, wie wechselhaft seine Orthographie von einer Woche auf die andere allgemein war.

Ich wäre weniger misstrauisch, hätte Rill auch bei anderen Worten, die er innerhalb des jeweiligen Briefes wiederholt verwendete, die Schreibweise im jeweils anderen Brief gewechselt.

Dann stellt sich mir die Frage, warum nur Wortpaare untersucht wurden und nicht die gesamte Wortwahl beider Briefe auf einen Sprachgebrauch, der 1950 von 1914 zu unterscheiden hülfe.

Bei der Auszählung der zeitüblichen Verwendung einzelner Worte würde ich eine größere Streuung vermuten, deshalb halte ich deren Ergebnis für weniger aussagekräftig.
Die Liste der Wortpaare habe ich mit der Software "MAXQDA" erstellt, die jedoch nur Wortpaare berücksichtigt, die mindestens zweimal vorkommen. Man kann die Ngram-Methode auf alle (auch einmalig) verwendete Wortpaare erweitern. Mir ist der Aufwand zu hoch, aber ich habe das Programm durch Doppelimport der beiden Briefe überredet, auch die nur einmal vorkommenden Wortpaare zu listen.

Die Liste der von mir verwendeten Wortpaare, eine Gesamt-Liste der Einzelworte beider Briefe sowie jeweils eine Liste der Einzelworte, die nur in einem Brief, nicht aber im anderen verwendet werden, außerdem die gleichen drei Varianten für alle Wortpaare, liegen hier: https://www.magentacloud.de/share/x35q-h5k40

Gruß
Ulrich

Sieben Tage

Filmegucker @, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 20:09 vor 180 Tagen @ Eyspfeil 783 mal gelesen

Guten Abend!

"Die haben einfach geraten, nach dem Motto "2000 Jahre sind genug","

Sie haben es sich aus dem alten Testament zusammengereimt:

1000 Jahre sind wie ein Tag (aus einem Psalm).

In sechs Tagen schuf Gott die Welt. Am siebten ruhte er.

Also werden die Menschen 6000 Jahre innerlich geformt. 4000 Jahre waren seit Adam bis zum Beginn der Kirche schon um. Bleiben 2000 übrig und 1000 Jahre Ruhe, gleichzeitig der letzte Tag mit jüngstem Gericht ganz am Ende.

Viele Grüße!

Jedem das Seine

Fenrizwolf @, Sonntag, 08. Dezember 2019, 07:47 vor 177 Tagen @ Frank Zintl 661 mal gelesen

Lieber Frank,

nach Deiner Darstellung unterliegt man schnell dem Eindruck, daß sich da zwei Lager unerbittlich gegenüberstünden, die doch sonst dieselben Absichten hegen.
Meinerseits ist da kein Groll im Spiel; persönlich freue ich mich eher darüber, daß Du als Christ eben nicht die Existenz höheren Wesens leugnest.
Wie wir uns das vorzustellen haben, ist im Christentum verboten. Ich behaupte, es ist uns nur annährungsweise möglich, von dem zu ahnen, was uns da Ursprung ist.

Vermutlich bin ich einer der von Dir angesprochenen, so gefürchteten, Neuheiden.
Doch weder erreiche ich in meinem Wissensstand über die germanische Mythologie vermutlich die akademische Tiefe, noch die kritiklose Hingabe, die Du Deinerseits Deinem Gott gegenüber lebst.

Ich bin bloß ein Geist, der stets verneint, wenn ihm Unrat serviert wird.
Darum huldige ich dankbar Lebenden, die schlauer als ich sind, wie Ulrich, der wieder einmal Wesentliche Ungereimtheiten offengelegt hat, oder Baldur, der nicht grundlos mit einer gewissen Verachtung auf das zurückschaut, was ihm einst Weltbild war.

Prinzipiell ist in mir ein Keim zur Rückkehr zur (Nah-)erwartung Jesu Rückkehr in Form einer suggestiven Infektion von Monotheismus zeitbombenhaft angelegt.
Zum Grundübel der ehemals faschistischen Kirchen (man beachte den Plural) wurde ich dennoch unfreiwillig mit den vermutlich germanischen oder germanisierten Geschichten über Christkind, Osterhase, Weihnachtsmann, Slenderman und dergleichen beeinflußt, die mir Raum für naiven Geisterglauben boten, sondern als stumme Boten morastiger Zeiten davon Kunde trugen, daß eben die indoktrinierte Version der Gotteskunde offensichtlich nicht stimmig ist.

Auf der anderen Seite stehen Lifestylesekten, Hausfrauenesoterik, Quaksalberei und sonstige Irrlichter bzw. kriminelle Absichten.
Ich muß nicht mal selbst toxisch sein, um mit der aufgenommenen Fackel der Urahnen hierzulande alles in Brand zu setzen, daß sich Autorität nennt.
Jedes angesengte Haar, jede zu staub gefallene Ikone, jede entweihte Devotionalie ist in erster Linie Opfer territorialer Selbstverteidigung.
Da muß ich nicht zum Bilderstürmer oder wilden Kulturzerstörer werden.

Schließlich ist es möglich zu differenzieren, worin Kunst verborgen sein könnte, auch wenn das Weltbild dabei zu rund war.
Ebenda ist der Brand von „Notre Dame“ zu verorten. Da haben nicht die Grundfesten des Abendlandes gebrannt, oder die Selbstverständlichkeiten des christlichen Glaubens in Europa, sondern architektonische Kunst europäischer Genese, die sich der Kunstrichtung Christustum hingab.

Im Übrigen bin ich den frühen Christen in Rom nicht unverwandt, verkünde ich doch unter Verfolgung fragmentarisch eine unwillkommene Heilslehre.
Diese Heilslehre heißt aber nicht Asatru, sondern eher Nationalismus, fordert sie doch die Rückbesinnung der Völker auf ihren Ursprung, als Gegenkraft zum kapitalistischen Globalismus.

Da ist keine Wut gegen Dich und Deinen Glauben, es ist nur so, daß ich Deine Glaubensmuster erfahrungsgemäß, also empirisch, als untauglich und meinen Vorstellungen von Wahrheit und Wirklichkeit widersprechend, erkannt habe.
Ich erdreiste mich nur, den totalen Terror und die vollendete Lüge durch etwas zu ersetzen, daß uns Europäern im Blute ist.
Hier sind schon so viele Ungeheuer durchgeritten, haben sich durch Landschaft und Genpool gepflügt…

Man kann es befürworten - in völliger satanischer Degeneration - oder es ablehnen.
Als Konservativem, ist es mir Aufgabe und Pflicht zugleich, Prioritäten zu bekräftigen, die ich in meinen Jungen Jahren schon wider andere Kräfte verteidigt habe:
Familie, Stamm, Gemeinde, Vaterland, Kulturgemeinschaft.
Wer diese natürliche Hierarchie nicht versteht, dem ist nicht zu helfen.

Jedem das Seine

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

Deutschland - ein weiteres 9/11 Phänomen?

eFisch @, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 19:58 vor 180 Tagen @ Malbork 1235 mal gelesen

bearbeitet von eFisch, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 20:12

Hallo Malbork,
du schreibst:

Es gab immer wieder in den letzten 16 Jahren Zeitraeume, in denen man dachte, "...aber JETZT geht es langsam looos..." und nichts geschah. ....
Jetzt, seit etwa 2 Jahren hat sich alles mehr oder weniger entspannt obwohl sich formell Nichts zum besseren gewendet hat.
Deshalb frage ich in die Runde. Kommt noch etwas oder wird Europa einfach so dahinsiechen und um 2030 (Demographiefalle) in Buergerkriegen auseinander fallen? Wie seht ihr den aktuellen Stand der Dinge? Lagebeurteilung? ....
Hat jemand andere Ideen oder kann feststellen, dass das Thema "Weltenwende" ein totaler Schuss in den Ofen war? (16 Jahre Zeitverschwendung aus meiner Sicht)


Ich sehe die Dinge völlig anders. In den letzten 2 Jahren haben sich die Dinge nicht entspannt sondern massiv verschärft - zumindest was die energetische Situation betrifft.
Ja, auf der materiellen Ebene scheint es so, als ob nicht viel passiert wäre. Aber meiner Meinung herrscht jetzt nur einmal Ruhe vor dem Sturm.
Und 2025 werden wir die Welt nicht mehr erkennen und die meisten werden sich dann fragen: Wie konnte das passieren? Was ist da wirklich passiert?


Um meine Sichtweise verständlich zu machen, muss ich etwas weiter ausholen.

Zuerst möchte ich beschreiben, was ich unter Schauung verstehe.
Für mich ist eine Schauung ein Informationsvorgang, wo der Schauende von irgendwo her oder von irgend wem Informationen über ein zukünfiges oder potentiell zukünftiges Geschehen erhält und diese Information dann so "transformiert" wird, dass es für den Verstand und die Psyche des Schauenden "erfassbar" und "wahrnehmbar" wird.
Das heißt, es gibt eine Information. Diese Information kann sich auf die materielle Welt aber auch auf die "geistige" (ich nennen diese die "energetische" Welt) beziehen. Dann wird diese Information so in "Form" gebracht, dass es für den Verstand und die Psyche des Schauenden "erfassbar" wird. Das heißt nicht, dass es so transformiert wird, dass der Schauende es versteht, er muss sie nur irgendwie wahrnehmen können.
Die Information wird da sehr oft symbolisch dargestellt, wobei die Symbole auch nicht zufällig "gewählt" werden. Manche Informationen werden aber sehr direkt und ohne Symbole präsentiert.
Damit die Information "erfassbar" und "wahrnehmbar" ist, müssen neben den eigentlichen Informationen noch "Szeneninformationen" dazugepackt werden.
Der "Inhalt" einer Schauung kann also also alles mögliche beinhalten: Infos über die materielle Zukunft, über künftige energetische Ereignisse, es kann symbolisch oder konkret dargestellt werden, manche Inhalte der Schauung sind einfach nur Staffage. Weiters kann sich der Inhalt auf eine konkrete aber auch auf nur eine potientielle künftige Sache beziehen.
Dann kommt noch dazu, dass der Inhalt einer Schauung vom Schauenden um persönliche Einstellungen, Stimmungen etc. erweitert und auch teilweise verzerrt wird.
Diese Erweiterungen und Verzerrungen sind besonders schwierig zu erkennen, weil diese sich oft in der Psyche, Einstellung und der Geschichte des Schauenden gründen.
Eine Schauung kann also ein ziemlich komplexes "Informationsgemenge" sein, das sich praktisch nicht entschlüsseln läßt.


Beispiel: Die Sonne geht im Westen auf
Vor ca. 10 Jahren stand ich im Garten und sah plötzlich die Sonne oder so etwas ähnliches im Westen aufgehen. Ich bin damals ziemlich erschrocken. Damals wusste ich noch nicht, dass dieses Phänomen mehrere Meschen gesehen haben. Einige Jahre später habe ich das Phänomen nochmals gesehen, es war aber nicht mehr so intensiv. Dann einige Zeit später hat mir ein Traumgesprächspartner dazu einige Erklärungen gegeben.
Der Aufgang des Sonnen-ähnlichen Himmelskörper ist ein Symbol für ein energetisches Ereignis, das massive Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Menschheit hat. Ich wollte wissen, was da symbolisch dargestellt wird. Leider war die Antwort: es ist besser, wenn du nicht genau weißt, was das Ereignis ist und vor allem, welche Auswirkungen es hat.
Dann wollte ich wissen, wann das Ereignis stattfindet. Die Antwort war lapidar: es ist schon passiert und die Wirkungen werden sich in der Zukunft auch materiell zeigen.
Der Gesprächspartner meinte, man könne aber aus dem Bild sehr viele allgemeine Infos ableiten. Das Ereignis selbst zu entschlüsseln, wird uns "materiell-orientierten" Menschen wohl nicht gelingen.

Und er gab mir ein paar Tips, wie man sich der Sache nähern könnten.
Er meinte: Das Objekt, das euch Sonnen-ähnlich scheint, geht im Westen auf. Die Sonne und der Mond gehen im Osten auf. Aus eurer Sicht verhält es sich nicht "naturgemäß". Könnte es sein, dass da ein Ereignis symbolhaft dargestellt wird, dass nicht euren bekannten Naturgesetzen folgt? Das Objekt wirkt auf euch wie eine Sonne? Welche Bedeutung hat die Sonne für euch? Auf der geistigen und materiellen Ebene?

Beispiel: Freude und Agonie
Vor einiger Zeit hatte ich einen sehr symbolischen Traum.
Ich sah eine realtiv junge Frau im Garten arbeiten, zwei kleine Kinder waren in ihrer Nähe und spielten. Plötzlich deutete sie auf den Himmel und sie schien den Kindern etwas zu zeigen oder zu erklären. Dann sah ich die Frau und den Garten von weiter oben. Der Garten gehörte zu einem einfachen Haus, das am Rande eines Dorfes lag.
Plötzlich kamen die Dorfbewohern aus den Häusern und Werkstätten/Garagen auf die Straße und bildeten Gruppen. Sie wirkten freudig erregt, deuten hin und her. Später sah ich, wie einige von ihnen Werkezeuge aus den Häusern und Werkstätten holten. Einige begannen, in den Gärten zu arbeiten, ein Trupp machte sich auf den Weg in den nahen Wald.
Dann schwebte ich plötzlich über einer Stadt und ich sank auf eine Straße hinunter. Auf dem Gesteig standen eine Menge Menschen völlig starr da, ihre Augen waren leer und ausdruckslos. Einige saßen auf dem Gehsteig und lehnten sich an die Hausmauer an. Es war gespenstisch. Die Menschen wirkten wie tod, aber sie waren nicht tot. Da sah ich plötzlich eine kleine Gruppe von Menschen, die aufgeregt miteinander einsprachen. Manchmal schüttelte einer den Kopf, dann blickten sie wieder auf die starren Menschen. Ich hatte den Eindruck, diese Gruppe, versuchte irgendwie zu verstehen oder zu erklären, was passiert ist. Plötzlich kam ein Mann in schnellen und festen Schritten daher und ging einfach an der diskutierenden Gruppe zielstrebig vorbei. Der Mann ignorierte sowohl die starren als auch die diskutierenden Menschen.

Beispiel: eine Städtereise in der Zukunft
In den letzten 2 Wochen hatte ich noch einen höchst seltsamen Traum.
Er fing damit an, dass ich auf dem Viktualienmarkt in München stand. Ich sah nur ein paar Marktstände von regionalen Bauern mit sehr wenigen Gemüsesorten. Sonst war der Markt leer. Ab und zu ging ein Mensch vorbei. Ich ging dann die Straße hinunter. Die Straße war leer, die Geschäfte waren geschlossen, die Schaufenster waren aber intakt. Autos sah ich keine. Dann kam plötzlich doch ein Auto daher, aber es wirkte wie ein Auto aus den 70 oder 80er Jahren. Ich schwebte etwas in die Höhe und sah, dass alle Straßen praktisch menschen- und autoleer war.
Dann schwebte ich plötzlich über dem Frankfurter Bahnhof. Im Frankfurt war es gleich wie in München. Geschäfte geschlossen, praktisch keine Menschen, keine Autos, außer ein paar alte Oldtimer.
Die Städtereise ging dann weiter nach Stuttgart, Köln, Berlin. Überall das gleiche Bild. Dann war ich plötzlich in Passau. Ich war überrascht. Da war fast normales Leben. Viele Geschäfte offen, viele Menschen auf der Straße, aber die Autos fehlten auch, nur ich sah wesentlich mehr Oldtimer als in den anderen bisherigen Städten.
Dann ging es weiter nach Wien, wo es sehr ähnlich wie in München war, nur dort waren mehr Geschäfte offen und ich sah mehr Menschen und Oldtimer. Dann war ich plötzlich in Budapest. Ich war überrascht. Dort herrschte fast normales Leben. Viele Geschäfte waren offen und auf den Straßen ging es fast wie normal zu. Aber auch dort sah ich wenige Autos, aber mehr Oldtimer und zu meiner Überraschung Oldtimer, die ein anderer Typ wie die in Deutschland waren. Was auch sehr komisch war, dass ich in Budapest viele Deutsche sah und die wirkten gar nicht wie Touristen. Dann ging es weiter nach Zagreb. Dort war das Leben noch normaler wie in Budapest. Dort sah ich noch mehr Autos und die Anzahl an "nicht-Deutschen" Oldtimern war wesentlich größer als in Budapest. Ich sah auch mehr Deutsche als in Budapest.
Im Traum erlebte ich auch ein paar Grenz-Szenen. In einer Szene fuhr ich in einem Oldtimer auf der Autobahn von Rosenheim Richtung Kufstein. Obwohl ich sehr langsam fuhr, schaukelte das Auto hin und her. Die Autobahn hatte immer wieder Risse. Die Ausstattung war auch typisch Oldtimer. Als ich bei der österreichischen Grenze war, sah ich eine Grenzkontrolle. Es war aber nicht die Polizei sondern Soldaten. Aber ich wurde wie jetzt einfach durchgewinkt. Auf der österreichischen Seite gab es auch eine Grenzkontrolle durch Soldaten. Die winkten mich auch durch. An der Grenze von Österreich nach Ungarn sah ich das gleiche Bild. An der deutsch-französischen Grenze gab es auch eine Grenzkontrolle durch Soldaten. Nur die war ziemlich streng. Jeder musste sich ausweisen, das Foto wurde sehr genau studiert, teilweise wurde das Auto oder das Gepäck untersucht.

Gedankenexperiment Deutschland - ein weiteres 9/11 Phänomen
Nach den Träumen habe ich mehrmals versucht, herauszufinden, was die Symbole bedeuten könnten bzw. wofür die stehen. Ich habe es aufgegeben. Dann hatte ich irgendwann einen sehr komischen Gedanken. Vorallem der zweite Traum hat mich auf eine skurille Idee gebracht.

Welche Auswirkungen hat es auf die Menschen global, wenn in Afrika oder Südamerika ein Staat finanziell, wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich, technologisch usw. implodiert?
Was ist aber, wenn Deutschland auf diese Art und Weise implodiert? Könnte das nicht ein "Aufweckereignis" für den Rest der Menschheit sein.
Wenn Deutschland, das bekannt ist als Wirtschaftsmotor, als Land der Ingenieure und auch der Kultur, komplett implodiert. So etwas ist für viele Menschen gar nicht vorstellbar. Und was ist, wenn es aber trotzdem Realität werden würde? Wäre das nicht ein Schock für den Rest der Welt. Wäre das nicht ein weiteres 9/11 Ereignis, das eventuell viele andere Staaten davor abhält, Deutschland nachzueifern?

Meine persönliche Erwartung, was die nächsten Jahre betrifft
Die energetische Situation wird immer dramatischer. In einem Traumgespräch meinte der Gesprächspartner, als ich fragte, was den in den nächsten Jahren passieren würde.
Ein Ereignis-Netzwerk wird sich auslösen und ihr werdet es nicht verstehen. Aus eurer materiellen Sicht wird es ein multikausales Ereignis sein, aber aus unserer Sicht ist es monokausal. Die Kraft, die bewirkte, dass sich die Menschheiten dorthin entwickelte, wo sie heute steht, wird in vielen Formen sichtbar werden und materialisieren.

Für mich steht ausser Frage, dass bis 2025 sehr komische Dinge passieren werden und keiner wird es vorhersehen und verstehen.
Und all die Hinweise und Infos, die ich bekomme, deuten darauf hin, dass es eine "Weltenwende" sein wird, aber ohne 3 WK, ohne Weltbeben oder Meteoritenhagel.
Irgendwann wird durch ein vielleicht unbedeutendes Ereignis ein Feuerwerk von Ereignissen ausgelöst, was letztlich dazu führen wird, dass danach die Welt - zumindest unsere Welt hier in Deutschland, vielleicht auch in Mitteleuropa - ganz anders ist.

Gruß
eFisch

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Im Jahre 2025

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 06. Dezember 2019, 06:24 vor 179 Tagen @ eFisch 1360 mal gelesen

Hallo!

Für mich steht ausser Frage, dass bis 2025 sehr komische Dinge passieren werden und keiner wird es vorhersehen und verstehen.

Was sich bis 2025 wahrscheinlich am ehesten geändert haben wird, sind Deine Voraussagen, die sich aller Voraussicht nach dann auf die Jahre 2025–2030 erstrecken werden.

Siehe hierzu mein stichprobenartiges Exzerpt Deiner Beiträge seit 2013, die bemerken lassen, daß Du Dein Großereignis offenbar beständig vor Dir herschiebst: das übliche Esogefische

Es fragt sich, ob Du nicht von niedrigen Geistern an der Nase herumgeführt wirst, wie der sprichwörtliche Esel mit der Karotte:

[image]

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Finde die Karikatur Klasse

Frank Zintl @, Lund, Freitag, 06. Dezember 2019, 20:24 vor 179 Tagen @ Taurec 815 mal gelesen

bearbeitet von Frank Zintl, Freitag, 06. Dezember 2019, 20:48

Hallo

Die Karikatur mit dem Esel, dem Reiter und der Möhre
kannte ich schon, aber nicht in dieser Fassung von
1916. "Europa 1916" -damals während der Schlachten
von Verdun, an der Somme und in der Brussilow-
Offensive hatte man ECHTE Gründe für die Angst vor
dem Weltuntergang. Und wirklich ging eine Welt unter -
die Welt der europäischen Dominanz und des Belle-
Epoque-Grossbürgertums.

Frank

Wir sind noch nicht am Ende des Pfades angekommen

Einhorn @, Montag, 16. Dezember 2019, 03:25 vor 169 Tagen @ Malbork 905 mal gelesen

Hallo Malbork,

mein Einstieg in diese Thematik war 1983. Mit der vorhandenen Literatur und den Beiträgen in diesem und den anderen Foren konnte sich so eine umfassende Sicht auf den Themenkomplex bilden, dass sich bis heute bei mir nicht das Gefühl einstellen konnte "JETZT geht es langsam looos...", wie Du schreibst. Es war sogar so, dass auch während der Zeit in der die Russen an unseren Grenzen waren, ich nicht beunruhigt war, denn wie sollte ein "überraschender" Angriff erfolgen, wenn man sich tagtäglich darauf vorbereitete? Unabhängig davon waren ja soviele andere Voraussetzungen weit davon entfernt zu existieren. Leider habe ich es nicht geschafft, diese Gelassenheit mit zu übertragen, wenn ich mit jemenden darüber sprach. Entgegen meiner Absicht sind oft unmittelbar Ängste entstanden, auch wenn ich versucht hatte zu beruhigen, dass wir noch weit davon entfernt waren. Und bei allen bisherigen Beiträgen, in denen jemand für den unmittelbaren Ausbruch der Kalamitäten einen Anlass oder ein Zeichen sah, konnte ich nur ungläubig den Kopf schütteln, wie man denn in der Lage war, all die anderen notwendigen Randbedingungen zu übersehen. Dabei war einer der Fehler der gemacht wurde, nicht zu erkennen, dass all die "Zeichen" kein "NUN" bedeuten, sondern als ein "NICHT BEVOR" zu deuten sind. Wie lange es dann noch dauert ist mit normalen Mitteln vorherzusagen schlichtweg nicht möglich. Allerdings ist es durchaus möglich festzustellen, ob etwas bereits als Voraussetzung erfolgt ist.

Auf der anderen Seite hat sich aus meiner Sicht überhaupt nichts "entschärft". Ganz im Gegenteil. Die Voraussetzungen für das Krisen-Szenario erschaffen sich beständig weiter, Tag für Tag. Und mit der illegalen Migration wurde doch auch ein weiterer Meilenstein im bekannten Countdown erreicht. Wenn man den nächsten Meilenstein des Countdown betrachtet, dann zweifle ich nicht daran, dass er erreicht wird, denn unabhängig von jeder Prophezeiung warnen doch alle möglichen Experten, dass ein wie auch immer gearteter Crash mit dem Verfall des Geldes bevorsteht. Wobei die Null-Zins-Politik sich im Portemonnaie des Bürgers ja bereits jetzt ähnlich auswirkt wie eine höhere Inflation. Durch die Politik der weiterhin offenen Grenzen und ihrer Belastung der Sozialsysteme wird nun die Abkehr von der "schwarzen Null" mit der Aufnahme von Krediten für "Investitionen" gefordert, die in der gleichen Höhe der Plünderung unserer Sozialkassen liegt. Wird die Streichung der "Schwarzen Null" aus dem Grundgesetz verhindert und damit das Schuldenmachen erschwert, kommen zwangsläufig hörere Steuern. Denn vom wem soll sich der Staat das Geld holen? Doch so wie im Iran von den Bürgern. Da wegen der Sanktionen durch die USA der Iran sein Öl nicht verkaufen kann, hat der Staat keine Einnahmen und muss sich das Geld über den Benzinpreis von seinen Bürgern holen (was die beabsichtigten Unruhen im Land hervorruft). Und auch bei uns in der EU bergen zusätzliche finanzielle Belastungen zweifelsohne das Potential von großen Unruhen bis hin zu Bürgerkriegen, der nächste Meilenstein im Countdown. Aber auch hier sind die erwünschten zeitlichen Prognosen nicht möglich.

Und, nicht zu vergessen, versucht außerdem die westlichen Politik mit allen Mitteln Russland zu reizen und in den Krieg zu treiben (Erweiterung der NATO entgegen Zusagen, ungerechtfertigte Sanktionen, Skripal etc.). Es wird doch heute von Politikern und Medien direkt oder indirekt, aber ganz unverholen, von einem Krieg gegen Russland gesprochen. Wer glaubt denn, dass das nur bei den Worten bleiben kann? Das wäre dann der letzte Meilenstein im Countdown. Aber alle diese Phasen geschehen nicht von heute auf morgen. Es sind Prozesse die immer mehr oder weniger Zeit benötigen, auch wenn gegen Ende die Dinge sich überschlagen können. Also auch heute kann in dieser Hinsicht nichts unmittelbar geschehen, was man aufgrund von Prophezeiungen erwarten könnte.

Dies sind alles Dinge in denen der Mensch eine aktive Rolle spielt, so dass man durchaus den Lauf der Dinge einschätzen kann. Das kosmische Ereignis jedoch, wird von den Bevölkerungen erst zu erkennen sein, wenn es dann da sein sollte. Denn keiner der Verantwortung trägt und mehr weiß, wird vorher was verlautbaren, um Panik zu vermeiden.

Fazit: Es hat überhaupt keinen Sinn auf Datums-Angaben zu schielen und wenn zu einem dieser Zeitpunkt nichts geschieht, zu meinen, dass nun alles ungültig ist. Da mir das Forum wichtige Puzzelteile geliefert hat und weiterhin eine Quelle aktueller und seriöser Informationen ist, möchte ich es nicht missen, auch wenn sich meine aktive Beteiligung in Grenzen hält. Und wenn man auf die eigene Beurteilung vertrauen kann, dann kann sich eine Frage wie die Deine eigentlich gar nicht stellen. Denn dann hat man eine eigene Meinung, nach der man einfach handelt.

Herzliche Grüße

Einhorn

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