Ungarische Schauungen vom "Bottichkratzer" (eigene Übersetzung) (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Pennywise @, Mittwoch, 14. August 2019, 23:41 vor 36 Tagen 1550 mal gelesen

Hallo,

als "Pennywise" von vor vielen Jahren melde ich mich mal wieder als eifriger Mitleser mit einer Entdeckung, die wie ich meine, sehr interessant ist.
Bin ja muttersprachlich Ungar und habe bei YouTube folgendes Video entdeckt :
https://www.youtube.com/watch?v=csn0zCu_ZbU

Zusammenfassung:

Eine Fernsehproduktion des ungarischen Fernsehens von 1981/1982; uralte, einfache Bauern im ungarischen Tiefland werden über die Legende des "Teknökaparós" (wörtlich ungefähr: "Bottichkratzer") interviewt.
Diese Leute erzählen von Legenden ihrer Groß- und Urgroßeltern (!).

Es geht um einen Mann, bzw. laut einiger Bauern eine Gruppe von Leuten, die durch die Dörfer gezogen waren, Töpfe repariert haben und "Weissagungen" gemacht haben.

Die wichtigsten Weissagungen über die allgemeine Zukunft der Region und für die Welt in Kurzform (wie gehört und übersetzt aus dem ungarischen Video von mir):

  • Wohlstand ohne Ende, die Enkel werden durch die Welt reisen und die Alten nicht mehr respektieren
  • "Zügellose" (pferdelose) Kutschen
  • "Eiserne Vögel" am Himmel
  • Sittenverfall, die Pärchen küssen sich am Zaun
  • Die Bauern haben mehrere Schornsteine und die Zäune sind aus Stein

Zum "Weltende":

  • 3 Tage Finsternis
  • nur geweihte Kerzen brennen
  • das Weltende kommt durch Feuer
  • Ein "Stern" ist dafür verantwortlich
  • danach kann jeder Bauer so viel Land bearbeiten, wie er möchte

Ich finde es nur interessant, daß diese Aussagen auch in der entlegenen ungarischen Tiefebene schon lange vor Irlmaier (nebst Tonne und co.) bekannt waren.

Gruß
"Pennywise"

Interessant

Rolf Reinhardt @, Donnerstag, 15. August 2019, 07:54 vor 36 Tagen @ Pennywise 1126 mal gelesen

Guten Morgen,

gibt es noch weitere Details und Aussagen in dem Video?
Wir gesagt aus welcher Zeit oder Zeitraum diese Legenden stammen?

Zwar wird hier immer wieder gesagt das Irlmaier widerlegt sei, doch sind bereits zu viele seiner Worte so eingetroffen, wie er gesagt hat. Auch in der Reihenfolge.


Wohlstand wie nie da gewesen - spaetestens ab 1990

Glaubensabfall und Verfall der Sitten - wann genau es so aus den Fugen geriet, kann man nur schaetzen. Ich sage etwa ab 2000

Eine große Anzahl Fremder strömt ins Land - 2015

Wertverlust des Geldes - fruehestens seit der Finanzkrise 2008/2009 spaetestens 2015 seit dem alles eine Blase geworden ist

Steuern die niemand mehr bezahlen kann - Deutschland ist das Land mit den hoechsten Steuern weltweit und es kommen NOCH MEHR dazu. Ich selbst bin als Einzelunternehmer aufgrund jener ausgewandert.

Revolutionen im Land - in Deutschland noch nicht, Italien und Frankreich in der Anfangsphase

Russland maschiert ein - wenn das passiert dann wars das.


Das neue Geld (D-Mark) ist gut doch huetet euch vor dem was danach kommt (Euro)

Man kann es drehen wie man will, selbst wenn es erfunden war, so ist es doch wahr geworden.

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1. Ergänzung von Pennywise zum angeblichen Alter 2. Die vermeintlichen Irlmaiertreffer

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 15. August 2019, 09:05 vor 36 Tagen @ Rolf Reinhardt 1273 mal gelesen

Hallo!

gibt es noch weitere Details und Aussagen in dem Video?
Wir gesagt aus welcher Zeit oder Zeitraum diese Legenden stammen?

Pennywise schrieb mir per E-Mail:
"Interessant ist ja, daß diese Schauungen laut Aussagen der Bauern recht alt sind. Das ist weit VOR der Nachkriegszeit. Eine Bäuerin im Video spricht von 150 Jahren, das wären ja die 1830er Jahre zum Zeitpunkt der Aufnahmen.
Die meisten erwähnen Groß- oder Urgroßeltern, die diesen „Mann“ scheinbar noch persönlich trafen!"

Zwar wird hier immer wieder gesagt das Irlmaier widerlegt sei, doch sind bereits zu viele seiner Worte so eingetroffen, wie er gesagt hat. Auch in der Reihenfolge.

Die Aussage geht angeblich auf die Caritasschwester Marie-Luise Bender zurück und taucht angeblich zum ersten Mal in der 7. Auflage von Josef Stockers "Reinigung der Erde" (S. 105) auf.

Du machst den Fehler von dem Axiom auszugehen, das Dich ein potentieller Fälscher glauben lassen will, nämlich daß es sich um authentische Irlmaieraussagen handeln würde. So wird ein perfekter glaubensmäßiger Zirkelschluß daraus.

Tatsächlich ist eine Grundregel der Schauungsforschung, daß für den Echtheitsnachweis einer eingetroffenen Schau dieselbe vor den Ereignissen eindeutig dokumentiert sein muß. Als Maßstab muß man also den ältesten Literaturnachweis heranziehen, der uns leider nur ins Jahr 1992 zurückführt.

"Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie!"

Die deutsche Wirtschaftswunderwohlstandsblase, die lange vor 1992 entstand.

"Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor.
Darauf eine Sittenverderbnis wie noch nie."

Das ist ein Grundmotiv der christlichen Endzeitprophetie, die in ihrer Dialektik verlangt, daß vor dem Strafgericht, der Wiederkunft Jesu und dem Goldenen Zeitalter ein weltweiter Abfall vom wahren Glauben und damit einhergehend die Verderbnis der Sitten erfolgt.
Davon abgesehen setzte die Entchristianisierung des Abendlandes bereits im 19. Jahrhundert ein. Seitdem beschwert sich die Prophetie jeweils über den in der jeweiligen Gegenwart als bisher am schlimmsten empfundenen Niedergang.
Das hier ist keine eingetroffene Prophezeiung, geschweige denn eine Schauung.

"Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land."

Das ist die Gastarbeitermigration der Fünfziger und Sechziger Jahre (1964 traf der millionste Gastarbeiter ein), darüber hinaus die anschwellende Migration der Achtziger Jahre, vgl. dieses Diagramm:

[image]

Wie bei Glaubensabfall und Sittenverderbnis wird in der Prophezeiung der jeweils aktuelle Zustand als der schlimmste empfunden, nämlich weil die Prophetie eben nicht wußte, was noch kommen würde!

Die folgenden Sätze der Prophezeiung bezeichnen vermeintliche Zukunft und enthalten Standardmotive:

  • Teuerung und Inflation, die schon in der Volkssage nachweisbar sind (Michalda: "Veränderung im Gelde", "Brot dennoch teuer", "unerträgliche Steuern und Abgaben"). Auch bei Nostradamus spielt dieses Motiv eine Rolle (III/34), sinngemäß "unkontrollierte Teuerung".
    Die ideelle Grundlage ist mal wieder die Offenbarung, auf die sich wohl einige Prophezeiungsmotive zurückführen lassen, in diesem Falle Offb. 6,5-6:
    "5Als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte Wesen rufen: 'Komm [und sieh]!' Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Roß, und der auf ihm saß, hatte eine Waage in seiner Hand. 6Ich hörte inmitten der vier Wesen eine Stimme rufen: 'Ein Maß Weizen um einen Denar und drei Maß Gerste um einen Denar! Dem Öl aber und dem Wein füge keinen Schaden zu!'"
    Ein Maß entspricht einer Tagesration, ein Denar einem Tageslohn. Es reicht also gerade zur Ernährung eines Mannes, nicht aber seiner Familie, siehe hier.
    So haben die in den Prophezeiungen vielfach vorkommenden Geißen Teuerung und Hungersnot mitnichten eine seherische Grundlage. Es sind Erfordernisse der religiösen Dialektik der Endzeitprophetie, vgl. die Deutung der Stelle in Hinsicht auf Teuerung, Hungersnot und Sittenverderbnis.
  • Die "Revolution". Der Begriff kommt in den Prophezeiungen überhaupt erst seit dem 19. Jahrhundert vor und bezieht sich von Anfang an auf den Erzfeind, den sich die christliche Prophetie als künftigen Antichristen auserkoren hat, nämlich den atheistischen und materialistichen Kommunismus. Auch hiermit bewegt sie sich in der Dialektik der Endzeitprophetie: Glaubenabfall → wenige Rechtgläubige → Herrschaft des Antichristen → Gottes Strafe → Goldenes Zeitalter.
  • Der "Russenüberfall", wobei spätestens seit dem 19. Jahrhundert offenbar die Russen als vornehmlicher Kandidat für "Gog und Magog" gehandelt werden, die in der Endzeit aus dem Inneren Asiens kommens die Christenheit überfallen werden. Daß die Russen ab 1917 kommunistisch wurden, hat dieser Idee erheblich Aufwind verschaft, so daß sie bei Irlmaier detailliert ausgearbeitet wurde und seitdem die Prophezeiungsszene dominiert, die bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auf die Rückkehr des Kommunismus und den hundsgemeinen Russenüberfall (mit Massenmorden, Vergewaltigung etc.) warten wird.
    Auch diese Erwartung geht auf christliche Motive zurück, die aber nicht mehr erkannt werden.

⇒ Weil der Text vor 1992 nicht nachweisbar ist, müssen wir vernünftigerweise unterstellen, daß er etwa zu dieser Zeit erfunden und Irlmaier zugeschrieben wurde. Es gibt keine Stelle darin, die nicht entweder in diese Zeit paßte oder Standardmotive der christlichen Endzeitprophetie enthielte. Eine echte Schauung ist als Grundlage auszuschließen. Der Fälscher ist hier aber nicht Adl-/Irlmaier, sondern jemand, der in deren Fahrwasser schwamm. Möglicherweise war es Josef Stocker selbst, der auch die Katharina aus dem Ötztal auf wundersame Weise aus dem Hut zauberte und der sich damit wunderbar in die Tradition der katholischen Fälscherpriester des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (bis zu Pater Ellerhorst mit seinem Kugelbeer) stellen würde, die jeweils Quellentexte veröffentlichten, für die sie selbst der einzige Beleg sind und die stets die Motive der christlichen Endzeitprophetie auf einen zeitgemäßen Stand brachten.

Man kann es drehen wie man will, selbst wenn es erfunden war, so ist es doch wahr geworden.

Das kann gar nicht sein. Wenn es erfunden ist, muß man von dem Wissen und der Intention des Erfinders ausgehen. Wenn sich der Text darin völlig erschöpft, was hier zweifelsohne der Fall ist, kann ausgeschlossen werden, daß auch nur zufällig eine valide Zukunftsschau vorliegt.
Eine versehentlich richtige Beschreibung der Gegenwart können wir vernachlässigen, weil daraus nicht automatisch folgt, daß der Rest einer Fälschung zufällig richtig sein könnte.

Gruß
Taureec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Noch nicht mal eine Fälschung Irlmaiers

BBouvier @, Donnerstag, 15. August 2019, 14:04 vor 35 Tagen @ Taurec 922 mal gelesen

Danke sehr, Taurec!

Dabei hat der Fälscher Anfang der 90er auch in den Sack
alter und frei flottiernder "Volksprophezeiungen" gegriffen
und dem Irlmaier nicht nur ganz nüchtern Prophezeiungen ex eventu angedichtet.
Übereinstimmungen mit der fiktiven "Sibylle Michalda von Saba"
fallen beispielsweise ins Auge.
https://schauungen.de/wiki/index.php?title=Sibylle_Michalda_von_Saba
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31277

Vor drei Jahren dachte ich irrig immerhin noch,
der Betrüger Irlmaier hätte sich in den 50ern dort bedient,
jedoch nicht mal das (!) ist offenbar der Fall.

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Weitere Unstimmigkeit bei der Caritasschwester

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 15. August 2019, 14:12 vor 35 Tagen @ Taurec 894 mal gelesen

Hallo!

Die Liste der Caritasschwester wird eingeleitet mit den Worten:

"Was die Caritasschwester Maria Luise Bender von Alois Irlmaier, dem Hellseher aus Freilassung, in den 50-er Jahren erfuhr: Schwester Maria Luise absolvierte Autofahrstunden bei ihrem Fahrlehrer, der im Nachbarhaus von Alois Irlmaier wohnte. Eines Abends kam Irlmaier auf sie zu mit den Worten: ‚Mädchen, du erlebst die große Umwälzung, die kommen wird!‘ Irlmaier sprach alle mit ‚Du‘ an, obschon die heute 89-jährige Schwester damals um die 50 war."

Die Caritasschwester, falls sie überhaupt je existierte, soll um 1992 im Alter von 89 Jahren gewesen sein. Inzwischen ist sie also mit Sicherheit verstorben. Irlmaiers Aussage, "du erlebst die große Umwälzung, die kommen wird", ist also ganz offensichtlich inhaltlich falsch. Daraus ergeben sich zwei Alternativen:
1. Irlmaier habe ihr dies tatsächlich gesagt. Das wäre keine gute Implikation für vergleichbare Fälle, bei denen Irlmaier Personen das Miterleben der "großen Umwälzung" voraussagte. Das beträfe insbesondere den heute noch lebenden, hochbetagten Zeitzeugen "Pollinger", der es laut Irlmaier noch erleben werde, woran sich noch gewisse Hoffnungen klammern, er könne ja doch noch Recht behalten.
2. Irlmaier habe dies der Caritasschwester nicht gesagt und es handele sich um einen erfundenen Indikator, der die Naherwartung des Lesers um 1992 befeuern sollte. Davon ausgehend wäre aber die gesamte Liste als zeitgenössische Fälschung zu betrachten, denn warum sollten die darauf folgenden sieben Punkte echt sein, wenn schon die einleitende Aussage offensichtlich falsch ist?

Wie man es dreht und wendet: Diese Angelegenheit wirkt zwingend von irgendeiner Seite her schädlich auf die Glaubwürdigkeit des Irlmaiermärchens als Gesamtkomplex aus.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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die "große Umwälzung"

BBouvier @, Donnerstag, 15. August 2019, 15:40 vor 35 Tagen @ Taurec 942 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 15. August 2019, 16:03

Quelle diffus, wohl der Literat Bekh:
=>
<"Maria Luise (BB: damals ca. 50 Jahre alt) absolvierte Autofahrstunden bei ihrem Fahrlehrer,
der im Nachbarhaus von Alois Irlmaier wohnte.
Eines Abends kam Irlmaier auf sie zu mit den Worten:
Mädchen, du erlebst die große Umwälzung, die kommen wird!
... etc. =>
">

Hallo!

Ja, das ist alles bestimmt recht glaubhaft:
Irlmaier (Zeit fiktiv) tritt am 25.07. 1953
gegen 19:30 Uhr aus seinem Haus. Da sieht er rein zufällig,
wie dem Fahrschulkäfer seines Nachbarn Hugendubel eine ältere Frau,
die Caritasschwester (= erbärmlich arm !) Marie Bender, entsteigt.
(die da 1953 (!) ihren Führerschein macht ... echt!!)
Irlmaier geht nun kurzen, schnellen Schritten direkt
auf diese ihm völlig Fremde zu,
öffnet den Mund und belehrt sie folgendermaßen:
=>
"Mädchen, du erlebst die große Umwälzung, die kommen wird!
Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie.
Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor.
Darauf eine noch nie dagewesene Sittenverderbnis.
Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land.
Es herrscht eine grosse Inflation.
Das Geld verliert mehr und mehr an Wert.
Bald darauf folgt die Revolution.
Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen.
"

Daraufhin dreht sich Irlmaier um und kehrt in sein Haus zurück,
denn das deftige Abendbrot (Schweinshaxe mit Knödeln und Sauerkraut)
soll ja nicht kalt werden - und sein Bier nicht warm.

Maria aber behielt alle diese Worte
und bewegte sie in ihrem Herzen
.
Später schrieb sie die dann aber bestimmt mal auf,
denn sonst könnten wir davon seit 1992 ja nichts lesen.
Die "große Umwälzung", die sie angeblich noch erleben sollte,
ist jedoch bis heute noch nicht geschehen.
Maria wäre mittlerweile etwa 115 Jahre alt.

:tigger:

Gruß,
BB


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literarischer Prosatext

BBouvier @, Donnerstag, 15. August 2019, 20:32 vor 35 Tagen @ BBouvier 774 mal gelesen

Hallo!

Man mache doch mal die Probe und lese Jemandem
- aus der Familie oder einem Bekannten -
Irlmaiers angebliche Caritasschwesterprophezeiung vor:
=>
"Mädchen, du erlebst die große Umwälzung, die kommen wird!
Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie.
Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor.
Darauf eine noch nie dagewesene Sittenverderbnis.
Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land.
Es herrscht eine grosse Inflation.
Das Geld verliert mehr und mehr an Wert.
Bald darauf folgt die Revolution.
Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen."

Und nach drei Tagen - und dann erneut nach
ein paar Monaten - bitte man darum, die Prophezeiung
doch zu wiederholen ... wobei interessant wäre,
an welche und wieviele aussagekräftige Punkte
(diese habe ich verstärkt gekennzeichnet)
sich der Kandidat dann noch erinnert.
Und zwar in der richtigen Reihenfolge!!

Ich gehe davon aus, daß sehr schnell (fast) rein nichts mehr
vorhanden sein wird.

Meiner Auffassung nach handelt es sich dabei nicht um die Wiedergabe
einer Information, sondern um einen komponierten literarischen Prosatext.
= rot gekennzeichnet
Und schon gar nicht von Irlmaier!

Gruß,
BB


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Ungarn usw...

offtopic @, Freitag, 16. August 2019, 00:05 vor 35 Tagen @ BBouvier 849 mal gelesen

Hallo,

ich kenne keinen, der sehen kann, der von sich aus auf Leute zugegangen wäre. Ich kann begrenzt sehen und auch ich habe nie Leute darauf angesprochen. Die Reaktion wäre: "was will dieser Idiot denn, erzählt mir was von blablabla"...

Ich bin in einer Pflegefamilie unweit von Irlmaier aufgewachsen und mein Pflegevater war Ungar! Da kamen, neben den Flüchtlingen aus Schlesien (mein Vater), etliche aus beiden Gebieten in diese Gegend...

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Irlmaier von diesen Ungarneinwanderern Kenntnis derer Folklore oder Schauungen bekam. Irlmaier war in unserem Dorf bekannt, daher kann (kann!) es gut sein, dass da jemand nach Freilassing fuhr (war ja nur ein Katzensprung, auch damals) und Irlmaier fragte, ob er das auch so sieht.

Ist nur eine Annahme, die mir aber immer wahrscheinlicher dünkt...

Grüße

OT

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Folklore

BBouvier @, Freitag, 16. August 2019, 00:45 vor 35 Tagen @ offtopic 788 mal gelesen

Hallo, Offtopic!

Da sich Irlmaiers "Prophezeiungen" - wegen deren bis hin zu
(beinahe) wörtlichen Übereinstimmungen - fast durchgängig
auf bekannte "Prophezeiungsliteratur" (ältere Fälschungen) zurückführen lassen,
scheint mir die Idee wesentlichen nachkrieglich-mündlichen "Folkloreeinflusses"
nicht so naheliegend zu sein ...

https://schauungen.de/forum/index.php?mode=search&search=Irlmaierplagiat
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=search&search=Irlmaierecho&p_category=0&search_submit=Suche&method=0

Beste Grüße!
BB


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Re@Taurec: Fragt sich, ob "Umwälzung" gleichbedeutend mit Impakt und 3tf ist

Eyspfeil @, Freitag, 23. August 2019, 22:39 vor 27 Tagen @ Taurec 489 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Freitag, 23. August 2019, 22:47

Hallo Taurec!

"Die Caritasschwester, falls sie überhaupt je existierte, soll um 1992 im Alter von 89 Jahren gewesen sein. Inzwischen ist sie also mit Sicherheit verstorben. Irlmaiers Aussage, "du erlebst die große Umwälzung, die kommen wird", ist also ganz offensichtlich inhaltlich falsch. "

Sicher: Die Caritasschwester lebt schon lange nicht mehr.
Aber: Die "große Umwälzung" muß noch lange nicht gleichbedeutend mit
Funkenregen, Überflutung, Impakt und 3tf, also dem Höhepunkt
der Weltenwende sein. "Umwälzung" ist ein relativer Ausdruck,
meinst Du nicht?

Sondern könnte diejenige Phase sein, die mit der Öffnung des Eisernen Vorhangs,
also etwa 1989/1990 begonnen hat, und durch Globalisierung, Einführung des
Zwischennetzes, drastischer Veränderung der Arbeitswelt,
Migranten- und Flüchtlingsströme charakterisiert wird.

Also ich erlebte als Kind noch die 70er Jahre, und verglichen mit heute
war das damals beinahe noch Romantik.
Es fuhren bei uns noch Dampfloks und keine "ICEs", vom Osten kam niemand
herüber, von Afrika und Nahost auch kaum, die Ökonomie bzw. der Handel
waren noch nicht so vernetzt, Werbung, Konsum und Kapital vereinnahmten
uns nicht in dem Maße, als Helmut Schmidt noch Kanzler war.
Jeder Ungelernte fand ohne Probleme und "Zeitfirma" einen Vollzeitjob,
kein Internet natürlich, und auch kein Islamismus.
Wir waren insgesamt vielleicht naiver, lebten minimal naturverbundener
als heute, in jedem Garten befand sich ein Komposthaufen anstelle einer
"braunen Tonne", und Mutti kochte die Marmelade noch selbst, also kaufte
sie nicht im riesigen Supermarkt, den es damals noch nicht gab.

Meinst Du, der heutige Zustand ist noch im grünen Bereich angesichts
von Meldungen wie diesen in den Nachrichten, daß praktisch der gesamte
Amazonas-Wald abbrennt?

Beste Grüße,

Eyspfeil

Auch alte Schauungs-Interessierte fallen auf plumpe Medien-Lügen rein (mT und Link)

Mitleser @, Samstag, 24. August 2019, 01:06 vor 27 Tagen @ Eyspfeil 538 mal gelesen

Hallo Eyspfeil,

Meinst Du, der heutige Zustand ist noch im grünen Bereich angesichts
von Meldungen wie diesen in den Nachrichten, daß praktisch der gesamte
Amazonas-Wald abbrennt?

daß gerade Sie auf so plumpe Lügen reinfallen und diese ernst nehmen, das disqualifiziert Sie doch ganz erheblich - und ebenso alle anderen, die diesen Scheixx noch glauben.

Man lese nur das hier bei Danisch.

Warum wohl wird in allen Medien, sogar in den meisten "alternativen Websites", uns täglich eine offensichtlich geistig und körperlich stark zurückgebliebene Gretel als "Heiliger Geist" des Klimauntergangs verkauft - im sehr wörtlichen Sinne, denn die wollen nur unser Bestes, d.h. noch mehr unserer "Kohle"?!

Weil man solche dummdreisten Lügen wie alles rund um das CO2 nur oft und lange genug wiederholen muß und Creti und Pleti werden das meiste davon glauben und entsprechend ihren eigenen Untergang wählen.

Ohne die täglichen Lügen der Medien wäre die Situation, die wir heute haben, völlig unmöglich.

Begreift das doch endlich!

Wenden Sie die "Euklid'sche Formel" an: alle solche Meldungen mit -1 (minus!) multiplizieren, dann wird's eher stimmen.

Gruß kopfschüttelnd
vom Mitleser


(Euklid war ein fleißiger Schreiber in zwei Foren, ist aber schon im Jenseits)

unangemessenes Scharfrichter-Gehabe

Ulrich ⌂ @, Germering, Samstag, 24. August 2019, 02:55 vor 27 Tagen @ Mitleser 499 mal gelesen

Hallo Mitleser (= "D. im E." ?),

daß gerade Sie auf so plumpe Lügen reinfallen und diese ernst nehmen, das disqualifiziert Sie doch ganz erheblich - und ebenso alle anderen, die diesen Scheixx noch glauben.

Dass für die mediale Illustrierung aktueller Vorgänge (hier: Brände) Fotos zurückliegender Ereignisse thematisch gleichen Inhalts verwendet werden, ist übliche journalistische Praxis, allerdings wird meist in der Bildlegende darauf hingewiesen (hier jedoch nicht).

Zu behaupten, bei der Berichterstattung über so bebilderte Vorgänge, deren Wahrheitsgehalt ja anderweitig leicht nachprüfbar ist ( nahezu in Echtzeit für jeden Bereich der Erde z.B. hier: https://firms.modaps.eosdis.nasa.gov/ ) , würde es sich deshalb inhaltlich um "plumpe Lügen" und /oder "dummdreiste Lügen" handeln, ist nicht nur billige Rhetorik, sondern manipulative Meinungsmache.

Also genau das, was Du pauschal "den" Medien ("die täglichen Lügen der Medien") vorwirfst.

"Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche." F. W. Bernstein

Was qualifiziert Dich, zu glauben, einen Anderen "disqualifizieren" zu dürfen, weil er nicht Deine Meinung teilt ?
Was reitet Dich, diese Hybris zu generalisieren? "disqualifiziert ... ebenso alle anderen, die diesen Scheixx noch glauben..."

Gruß
Ulrich

@Verteidiger jahrzentelanger systematischer Menschen-Manipulationen durch Lügenmedien

Mitleser @, Samstag, 24. August 2019, 09:48 vor 27 Tagen @ Ulrich 510 mal gelesen

Hallo Advocatus Diaboli,

was ich hier im absolut wörtlichen Sinne meine, denn dieser ist der "Vater der Lüge" von Anbeginn und ist Ursache der Situation und Probleme, die im WW üblicherweise sehr kritisch untersucht werden.

Und Sie vertreten dessen Interessen!

Was qualifiziert Dich, zu glauben, einen Anderen "disqualifizieren" zu dürfen, weil er nicht Deine Meinung teilt ?

Der Primat der Wahrheit!

Und hier geht es nicht um Meinungen, sondern um das von Eyspfeil offensichtlich gemachte Resultat jahrzehntelanger, systematischer Menschen-Manipulationen durch Fälschungs- und Lügenmedien, die einem einigermaßen bewußten Medienkonsumenten mit einem IQ spürbar über dem einer Litfaßsäule nun irgendwann mal aufgefallen sein müßten.

Und ich schrieb ferner:

das disqualifiziert Sie doch ganz erheblich

also der Schreiber selbst durch seine Naivität, denn die Pressekampagne um die angebliche und dann auch noch menschengemachte Klimakatastrophe ist doch so offensichtlich ein gigantischer Hoax, daß das auch den Dümmsten schon aufgefallen sein müßte.

Nur 10 Minuten Recherche im Netz führen den Wahrheitssucher zu Unmengen Fakten aus seriösen Quellen zu CO2 und zum sekundenschnellen Einsturz wenigstens dieser Lügen. Andere sind schwerer prüfbar.

Noch mehr erschreckt aber Ihre Verunglimpfung als "Scharfrichter" eines Offenlegers solch kritikfreier Gutgläubigkeit gekrönt von der irrationalen Begründung, daß die journalistische Lügenpraxis "üblich" sei.

Das ist Ihre bedingungslose Kapitulation vor einer die Menschen beherrschenden Medienmafia, die es noch vor wenigen Jahrzehnten als ihre heilige Aufgabe ansah, jedwede Macht durch Kritik und Wahrheitsverbreitung zu kontrollieren ("vierte Macht" im Staate).

Rudolf Augstein rotiert schon lange im Grab nicht nur ob seines mißratenen Kuckuckssohnes.

Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen zu deren totaler Versklavung. Das beweist hier allein schon Ihre Parteinahme für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen.

Da sagte der Angeklagte: "Ja Herr Richter, ich habe das Opfer namens Wahrheit umgebracht, und das darf ich, weil ich und Meinesgleichen das schon sehr lange so machen.".

Ausweislich Ihrer Argumentation haben auch Sie schweren Schaden durch den Konsum hirnverseuchender Medien erlitten!

Mein Beileid!

Es gilt: Nicht nur, wer Böses tut, ist schuldig, sondern auch wer dieses zuläßt.

Mitleser

Preisgeld (ed.)

Ulrich ⌂ @, Germering, Samstag, 24. August 2019, 11:48 vor 27 Tagen @ Mitleser 452 mal gelesen

bearbeitet von Ulrich, Samstag, 24. August 2019, 11:56

Hallo,

Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen zu deren totaler Versklavung. Das beweist hier allein schon Ihre Parteinahme für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen.

Was wird "hier alleine schon" wodurch bewiesen?

Für die logisch * richtige Lösung dieser Frage liegt eine Tafel Blockschokolade, eine Dose Ölsardinen und eine (ungeweihte) Kerze bereit.

* Lösungsvorschläge, die sich auf das Tetralemma ( https://de.wikipedia.org/wiki/Tetralemma ) herausreden wollen, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Gruß
Ulrich

@Ulrich Nachhilfe in Deutsch

Mitleser @, Samstag, 24. August 2019, 12:59 vor 26 Tagen @ Ulrich 464 mal gelesen

Hallo Ulrich,

Ihren eingestandenen Problemen mit unserer mächtigen und extrem präzisen Deutschen Sprache und wohl in Folge dessen auch mit meinem ebenso präzisen Text will ich dann mal auf die Sprünge helfen:

Ihr

Was wird "hier alleine schon" wodurch bewiesen?

erkläre ich Ihnen noch mal genau:

Das "was" bezieht sich sprachlich eindeutig hierauf:
Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen....

mein "beweist hier allein schon"
ist eine Eingrenzung auf den hiesigen Sachverhalt und die Ausgrenzung weiterer Gründe ("allein schon") für meine Feststellung.

das "wodurch" bezieht sich eindeutig auf meine Feststellung:
"Ihre Parteinahme für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen."

Denken kann man üben! Viel Spaß dabei! Sie haben viel Arbeit vor sich ;-)

Der Mitleser

@Mitleser (= D. im E.?)

Ulrich ⌂ @, Germering, Samstag, 24. August 2019, 13:32 vor 26 Tagen @ Mitleser 462 mal gelesen

Hallo Mitleser,

Das "was" bezieht sich sprachlich eindeutig hierauf:
Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen....

mein "beweist hier allein schon"
ist eine Eingrenzung auf den hiesigen Sachverhalt und die Ausgrenzung weiterer Gründe ("allein schon") für meine Feststellung.

das "wodurch" bezieht sich eindeutig auf meine Feststellung:
"Ihre Parteinahme für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen."

Ich erwarte keinen grammatikalischen Kommentar, sondern eine Antwort, worin der angebliche >> Beweis << bestehen soll.

Weshalb sind Deine Aussagen,
"Ihre [also: meine] Parteinahme für Hoaxgläubige", sowie "Ihre [also: meine] Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen"
Deiner Meinung geeignet, als Beweis für Deine Behauptung zu dienen:
"Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen...."

Denken kann man üben! Viel Spaß dabei! Sie haben viel Arbeit vor sich

Danke.
Auch Zuhören will gelernt sein.

Gruß
Ulrich

@Ulrich Spielen Sie Ihre Spielchen in Ihrem verbalen Buddelkasten allein weiter! owT

Mitleser @, Samstag, 24. August 2019, 16:17 vor 26 Tagen @ Ulrich 378 mal gelesen

Notizen aus dem "Buddelkasten"

Ulrich ⌂ @, Germering, Samstag, 24. August 2019, 16:47 vor 26 Tagen @ Mitleser 477 mal gelesen

Hallo Mitleser (= D. im E. ?),

@Ulrich Spielen Sie Ihre Spielchen in Ihrem verbalen Buddelkasten allein weiter! owT

ja, so kennt man Dich: Die Antwort bleibst Du schuldig.
Allen Lesern.
So wird das nichts mit der Schokolade.

Hallo Advocatus Diaboli,
was ich hier im absolut wörtlichen Sinne meine, denn dieser ist der "Vater der Lüge" von Anbeginn und ist Ursache der Situation und Probleme, die im WW üblicherweise sehr kritisch untersucht werden.
Und Sie vertreten dessen Interessen!

Deine einleitenden Worte, eine schlichte Frage in dieser Weise zu dämonisieren, statt einfach nur zu antworten, zeigte bereits, dass (m)eine Anfrage an Dich sinnlos ist.
Deine humorlose Variante der Blues-Brother-Selbstgefälligkeit ( https://www.youtube.com/watch?v=dTczq6rhmvE ) hat Tradition. Eingeführt von den "Ur-Christen", auf die Du so viel gibst, hat sich die Methode bis heute bewährt, um den/die "anderen" zu verunglimpfen.

Der Eine merkt's, der Andere nicht, wie Dein Hang, in Deiner Argumentation zu Pauschalisieren und zu Simplifizieren, in die Irre führt.

Du gefällst Dir nunmal in der Rolle, in Hagestolz-Manier durch das Forum zu schreiten, hier und da Lob, meist aber Tadel unter das gemeine Volk zu streuen - was soll's, es sei Dir unbenommen.

Kostproben?

@Rauhnacht: "Sie haben nichts verstanden" und "Rauchnacht [!] hat nichts verstanden"
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51255 und https://schauungen.de/forum/index.php?id=51277

@dziamdzia: "Es ist lästig, wenn Leute über Dinge schwätzen, von denen sie ausweislich ihrer Texte NullKommaNix Ahnung haben."
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51284

@ Zugeroaster: "Ein weiterer Gefangener gelernter Denkstrukturen"
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51306

@Luzifer: "Zur Selbstüberschätzung Luzifers" und "maßlose Selbstüberschätzung"
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51226

@ Sarah: "Sarah hat ein Problem mit Logik"
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51163

usw. usw.

Einige Deiner vielfältigen Begabungen kenne ich bereits, als da wären

- der Küchen-Püschologe:
zum "Tanzboden-Syndrom" der Polen
https://schauungen.de/forum/index.php?id=36686

- der Frauenversteher:
"Meine Erfahrungen mit Frauen sind außergwöhnlich umfangreich und intensiv"
https://schauungen.de/forum/index.php?id=38037
"Frauen sind anders als 'Frau' meistens glaubt"
https://schauungen.de/forum/index.php?id=38049

- der Wirtschafts-Experte:
"In Sachen Buchhaltung bin ich Experte..."
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51251 , ff.

- der Theologe und Verkünder des "wahren" Christentums:
"Marcion lebte lange vor den Fälschungen von Nicäa..." (welche "Fälschungen"?)
https://schauungen.de/forum/index.php?id=51215
"Marcion, der erste Kirchenlehrer überhaupt..." ("der erste"?, Unsinn!)
https://schauungen.de/forum/index.php?id=38430

Tausendsassa oder eher Hansdampf in allen Gassen?

Den Philologen und den Linguisten im Exil will ich nun nicht mehr kennenlernen:
Ich ziehe meine Frage(n) zurück. In diesem Sinne, "ah, geh weida..."

Gruß
Ulrich

Ist doch logisch

aber @, Mittwoch, 04. September 2019, 14:12 vor 15 Tagen @ Ulrich 336 mal gelesen

Lieber Ulrich,

Was wird "hier alleine schon" wodurch bewiesen?

ich reiche hiermit meinen Lösungsvorschlag ein:

"Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen zu deren totaler Versklavung. Das beweist hier allein schon Ihre Parteinahme für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen."

Gegeben sind hier
Lemma 1 (L1): Heute sind Medien willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen
und
Lemma 2 (L2): Heute sind deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen
sowie die Schlussfolgerung
Daraus folgt Aussage 1 (A1):
Deren [der Menschen] totale Versklavung [ist gewiss].

Kurz: (L1 v L2) => A1 / ( v bedeutet "und")

Des Verfassers Behauptung lautet nun:
Das beweist "hier allein schon"
Aussage 2 (A2): Ihre [Ulrichs] Parteinahme für Hoaxgläubige
und
Aussage 3 (A3): Ihre [Ulrichs] Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches [also (L1 v L2) => A1] offenzulegen [also zu zeigen]

Wir können demnach schreiben, die Behauptung lautet:
(A2 v A3) <=> (L1 v L2) => A1

A3 beinhaltet nun Aussage 4 (A4): "die Verleumdung desjenigen, der es wagt", (L1 v L2) => A1 zu beweisen.
Außerdem trivial: Verleumdung = Verneinung, also A3 <=> ¡A4 / ( ¡ bedeutet hier "nicht")

Es gilt also für A3
A3 <=> ¡A4
<=> ¡[ (L1 v L2) => A1]
<=> [¡(L1 v L2) => ¡A1]

Die Behauptung lautet demnach:
(A2 v [¡(L1 v L2) => ¡A1]
<=>
L1 v L2 => A1
in Trivialsprache also :
Ihre [Ulrichs] Parteinahme für Hoaxgläubige und nicht (Heute sind Medien willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen und Heute sind deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen), deshalb ist deren totale Versklavung total ausgeschlossen, ist gleichwertig mit (Heute sind Medien willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen und Heute sind deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen), deshalb ist deren totale Versklavung gewiss.
auf deutsch also:
Dass Ulrich für Hoaxgläubige Partei ergreift und dass heute Medien sowie deren Journaille keine willigen Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen sind, wodurch deren totale Versklavung total ausgeschlossen wäre, ist der Beweis dafür, dass heute Medien sowie deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen sind, wodurch deren totale Versklavung gewiss ist.

Diese Behauptung ergibt natürlich voll Sinn. Deshalb ist "hier alleine schon" bewiesen, dass der Behaupter auf jeden Fall alle Tassen im Schrank der Aussagenlogik hat. Q.e.d.

Mit Mathestrebergrüßen,
und

@und/aber

Ulrich ⌂ @, Germering, Donnerstag, 05. September 2019, 01:35 vor 15 Tagen @ aber 367 mal gelesen

Hallo und/aber,

Es gilt also für A3
A3 <=> ¡A4
<=> ¡[ (L1 v L2) => A1]
<=> [¡(L1 v L2) => ¡A1]

Die Behauptung lautet demnach:
(A2 v [¡(L1 v L2) => ¡A1]
<=>
L1 v L2 => A1

Yoda das nicht schöner hätte sagen können!

Jetzt endlich beschleicht mich eine Ahnung, was mit der Redewendung "weibliche Logik" gemeint sein könnte...

Frage zu der Blockschokolade, den Ölsardinen und den (ungeweihten) Kerzen: Getrennt verpacken oder vor dem Versand zusammen durch den Mixer ?
Letztere Variante halte ich angesichts Deines Lösungsvorschlages für angemessener, aber ich lasse da mit mir reden.

Gruß
Ulrich

@ Nullmark

Es geht mir insbesondere um die Seite 498 und dort um Entstehungsgeschichte und den Urheber der Zeichnung dort.

"Visionäre Karikatur von Karl Arnold aus dem Jahr 1926 unter dem Titel «Berlin – Drahtlose Telefonie»: «Hier Kuschke zur Zeit Ecke Friedrich-Behrenstrasse ... gut – bon – gemacht – komme sofort!»"
https://www.watson.ch/wissen/digital/971753243-von-der-buschtrommel-bis-zu-twitter-19-meilensteine-der-telekommunikation

@Ulrich

aber @, Freitag, 06. September 2019, 01:31 vor 14 Tagen @ Ulrich 281 mal gelesen

Lieber Ulrich,

Jetzt endlich beschleicht mich eine Ahnung, was mit der Redewendung "weibliche Logik" gemeint sein könnte...

Wirst du am Ende gar zum Frauenversteher? Erst drückst du die richtigen Knöpfe, um ein Pony hinterm Ofen hervorzulocken, und jetzt das.

Frage zu der Blockschokolade, den Ölsardinen und den (ungeweihten) Kerzen: Getrennt verpacken oder vor dem Versand zusammen durch den Mixer ?

Getrennt bitte. Ich möchte mein Essen gerne identifizieren, bevor ich es zu mir nehme.

Letztere Variante halte ich angesichts Deines Lösungsvorschlages für angemessener, aber ich lasse da mit mir reden.

In meinem Lösungsvorschlag ist nichts gequirlt, höchstens ein wenig halbgar, da ich nie die Mathematische Vollreife erreicht habe. Aber für einen Beweis al dente reichts locker. Lässt du auch bezüglich der Kerzenweihe mit dir reden? Weihwasser gibt dem Menü so ein einzigartiges Aroma. Darauf zu verzichten wäre ein Jammer.

Liebe Grüße,
und

@und, aber, auch

Ulrich ⌂ @, Germering, Samstag, 07. September 2019, 00:25 vor 13 Tagen @ aber 289 mal gelesen

Hallo und/aber,

mangels anderer Lösungsvorschläge wird Dir - ohne Anerkennung eines Rechtsanspruches - der Preis zuerkannt. Sozusagen in Umkehrung der Binse "Ohne Fleiß kein Preis".
Dein Vorschlag mit dem Weihwasser geht allerdings zu weit, meine Respektlosigkeit hat Grenzen.

In Deinem Lösungsvorschlag hast Du m.E. etwas übersehen:

D.i.E. missbraucht in seiner absurden "Beweis"führung auf Roland-Freisler-Niveau den Begriff "Hoaxgläubiger" als selbst-evidentes Axiom:
Als ob aus Eyspfeils Frage ("Meinst Du, der heutige Zustand ist noch im grünen Bereich angesichts von Meldungen wie diesen in den Nachrichten, daß praktisch der gesamte Amazonas-Wald abbrennt?"), die impliziert, dass er den Wahrheitsgehalt dieser Pressemeldung NICHT bezweifelt, bereits folgen würde, er sei ein "Hoaxgläubiger".

Diese Folgerung setzt jedoch die Richtigkeit der zu beweisenden Behauptung (die Presse als notorische "Hoax"-Produktion) voraus, weshalb Eyspfeils sich Beziehen auf eine Pressemeldung keinesfalls als Beweis für die zu beweisenden Behauptung dienen kann, da ja die Deklaration als "Hoaxgläubigkeit" die Richtigkeit dieser Behauptung voraussetzt:
Wenn D.i.E. einen Hoaxgläubigen daran erkennen zu können glaubt, dass jener sich auf Pressemeldungen bezieht, setzt dies voraus, dass es sich bei Pressemeldungen grundsätzlich ("Ohne die täglichen Lügen der Medien wäre die Situation, die wir heute haben, völlig unmöglich.") um vorsätzlich falsche Berichterstattung handeln würde.

Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen zu deren totaler Versklavung.
Das beweist hier allein schon Ihre Parteinahme für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen.

Das Wort "das" zu Beginn des zweiten Hauptsatzes ist zumindest missverständlich:
Als Pronomen kann "Das" sich sowohl auf die (unbewiesenen) Behauptungen des ersten Satzes als Subjekt, jedoch auch als Objekt beziehen.
"Das beweist hier allein schon ..." mit Verweis auf die beiden (unbewiesenen) Behauptungen des ersten Satzes als Subjekt erkennt diese als Axiome an, die die beiden (unbewiesenen) Behauptungen des zweiten Satzes beweisen würden (was sie, wären sie richtig, formallogisch auch tatsächlich tun, s.o.).
"Das beweist hier allein schon ..." in Kleinkind-Sprech mit "das" als dem nachfolgenden Subjekt vorangestelltem Pronomen als Verweis auf die (unbewiesenen) Behauptungen des ersten Satzes als Objekt, erkennt - unausgesprochen - die beiden nachfolgenden Behauptungen als Axiome an, die die beiden Behauptungen des ersten Satzes beweisen würden (was, wären sie richtig, formallogisch zwar kein "Beweis" wäre, aber sie wären als Aussagen innerhalb eines Zirkelschlusses immerhin "richtig", s.o.).

Dass letztere Version gemeint war, hat D.i.E. bereits in seiner vermeintlichen "Nachhilfe in Deutsch" ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=53005 ) dargelegt - ein Offenbarungseid.

Sprachlich richtig, weil nicht zweideutig, wäre eine passivische Einleitung des zweiten Satzes gewesen:
"Das wird hier allein schon ... dadurch bewiesen, dass... "

Sprachlich richtig, weil nicht zweideutig, wäre auch der Verzicht auf Yoda-Sprech-Wortstellung und Yoda-Sprech-Satzreihenfolge, stattdessen:
"Allein schon Ihre Parteinahme hier für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen, beweist:
Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen zu deren totaler Versklavung."

Damit wäre der Zirkelschluss mittels Petitio Principii ( https://de.wikipedia.org/wiki/Eristische_Dialektik#Kunstgriffe_4%E2%80%936 und https://de.wikipedia.org/wiki/Petitio_Principii ) aber (so hoffe ich) für jeden Leser offensichtlich.

Mit dem missglückten "hier allein schon" bin ich überfordert, eine zutreffende Interpretation mag nachfolgenden Generationen vorbehalten bleiben:

mein "beweist hier allein schon"
ist eine Eingrenzung auf den hiesigen Sachverhalt und die Ausgrenzung weiterer Gründe ("allein schon") für meine Feststellung.

Ist "Eingrenzung" und "Ausgrenzung" so ein Cantor'sches Mengen-Ding?
Habe ich "Gründe" als kausales "weil > deshalb" zu verstehen?
Folgt daraus, und aus "hier allein schon" als Alleinstellungsmerkmal, so etwas wie "oje, was habe ich da nur angerichtet"?
Fragen über Fragen...

Wenn Falls Du bis hier durchgehalten hast, hast Du die Schokolade redlich verdient.

D.i.E. meint: "Ihren eingestandenen Problemen mit unserer mächtigen und extrem präzisen Deutschen Sprache und wohl in Folge dessen auch mit meinem ebenso präzisen Text will ich dann mal auf die Sprünge helfen:..."

Daher vermag ich nicht zu beurteilen, ob er sich seiner Sprachdummheiten nicht bewusst ist, weil er nunmal so verquer denkt, wie er schreibt, oder ob sie - vorsätzlich - dem Zweck dienen, dahinter die Absurdität seiner "Beweis"führung besser verstecken zu können.

Gruß
Ulrich

@Ulrich

aber @, Dienstag, 10. September 2019, 11:47 vor 10 Tagen @ Ulrich 295 mal gelesen

Lieber Ulrich,

mangels anderer Lösungsvorschläge wird Dir - ohne Anerkennung eines Rechtsanspruches - der Preis zuerkannt. Sozusagen in Umkehrung der Binse "Ohne Fleiß kein Preis".
Dein Vorschlag mit dem Weihwasser geht allerdings zu weit, meine Respektlosigkeit hat Grenzen.

Wer wird denn so dogmatisch sein. Man wird doch wohl noch provozieren dürfen.

In Deinem Lösungsvorschlag hast Du m.E. etwas übersehen:

D.i.E. missbraucht in seiner absurden "Beweis"führung auf Roland-Freisler-Niveau den Begriff "Hoaxgläubiger" als selbst-evidentes Axiom:
Als ob aus Eyspfeils Frage ("Meinst Du, der heutige Zustand ist noch im grünen Bereich angesichts von Meldungen wie diesen in den Nachrichten, daß praktisch der gesamte Amazonas-Wald abbrennt?"), die impliziert, dass er den Wahrheitsgehalt dieser Pressemeldung NICHT bezweifelt, bereits folgen würde, er sei ein "Hoaxgläubiger".

Diese Folgerung setzt jedoch die Richtigkeit der zu beweisenden Behauptung (die Presse als notorische "Hoax"-Produktion) voraus, weshalb Eyspfeils sich Beziehen auf eine Pressemeldung keinesfalls als Beweis für die zu beweisenden Behauptung dienen kann, da ja die Deklaration als "Hoaxgläubigkeit" die Richtigkeit dieser Behauptung voraussetzt:
Wenn D.i.E. einen Hoaxgläubigen daran erkennen zu können glaubt, dass jener sich auf Pressemeldungen bezieht, setzt dies voraus, dass es sich bei Pressemeldungen grundsätzlich ("Ohne die täglichen Lügen der Medien wäre die Situation, die wir heute haben, völlig unmöglich.") um vorsätzlich falsche Berichterstattung handeln würde.

So ein langer Absatz. Sag doch gleich: Aus (Aussage B1) "Die Presse lügt immer." ist unwahr und (Aussage B2) "Eyspfeil glaubt immer der Presse." ist unwahr folgt (Aussage B3) "Eyspfeil glaubt immer, die Presse lügt nie." Diese Folgerung ist jedoch nicht unwahr, wie du meinst. Denn in der 3. Klasse haben wir ja alle gelernt: Die Folgerung (Implikation) aus einer falschen Aussage (Prämisse) ist immer richtig, unabhängig vom Gefolgerten (Konklusion – daher die Bezeichnung aus Falschem folgt Beliebiges). Bekannter unter der geläufigen Floskel: Ex falso quodlibet. Daher darf ich in meinem Lösungsvorschlag durchaus "Hoaxgläubiger" als selbstevidentes Axiom voraussetzen. Q.e.d.

Heute sind Medien und deren Journaille willige Vollstrecker bei der geistigen Kastration der Menschen zu deren totaler Versklavung.
Das beweist hier allein schon Ihre Parteinahme für Hoaxgläubige und Ihre Verleumdung desjenigen, der es wagt, solches offenzulegen.


Das Wort "das" zu Beginn des zweiten Hauptsatzes ist zumindest missverständlich:
[...]
Dass letztere Version gemeint war, hat D.i.E. bereits in seiner vermeintlichen "Nachhilfe in Deutsch" ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=53005 ) dargelegt - ein Offenbarungseid.

Von dem wusste ich nichts, ich hatte das aber einfach mal wagemutig interpoliert. Und siehe da, ich lag richtig. Also etwas mehr mathematische Intuition, Ulrich. Abenteuerliches Interpolieren kann dir seitenlanges Beweisen ersparen.

Mit dem missglückten "hier allein schon" bin ich überfordert, eine zutreffende Interpretation mag nachfolgenden Generationen vorbehalten bleiben:

Ich helf dir da immer gerne weiter. Nur her mit den Fragen. Ich hab's grade ganz besonders mit Paradoxien. Da wird man so schön plemplem von.

mein "beweist hier allein schon"
ist eine Eingrenzung auf den hiesigen Sachverhalt und die Ausgrenzung weiterer Gründe ("allein schon") für meine Feststellung.


Ist "Eingrenzung" und "Ausgrenzung" so ein Cantor'sches Mengen-Ding?

Jetzt wirds spannend. Georg Cantor ist eine meiner früheren Inkarnationen. Im jetzigen Leben habe ich allerdings nurmehr den Wahnsinn mit ihm gemein, der ihn in den letzten Jahren seines Lebens heimgesucht hat. Wer würde denn auch im Angesichts der Erkenntnis, dass es mehr als nur eine Dimension des Unendlichen gibt, nicht durchdrehen? Ich schrieb da mal ein Essay drüber mit hebräischen Buchstaben als Mengenbezeichnungen, war wohl so richtig kabbalistisch, habs aber vergessen.
Also Eingrenzung-Ausgrenzung ist so ein Männer-Frauen-Ding. Frauen grenzen sich ein und Männer grenzen andere aus. Das ist aber im Prinzip dasselbe, nur anders, d.h. von zweierlei Warten ausgedrückt, also zwei Seiten derselben Medaille und blabla. Holismus und so. Weißt schon.

Habe ich "Gründe" als kausales "weil > deshalb" zu verstehen?

Was meinst du mit weil ist größer deshalb? Oder sollte das ein impliziert-Pfeil sein, also aus weil folgt deshalb? Falls letzteres, dann ja. Falls du weil ist größer deshalb meinst, dann nicht. "Größer" ist ein Komparativ, daraus kannst du nicht einfach auf Kausalität schließen. Es könnte auch eine Konizidenz sein, das hängt aber auch mit vom kategorischen Imperativ ab. Du darfst nicht vergessen, eine Aussage muss nicht zwangsläufig faktisch wahr sein, sondern es kommt darauf an, ob sie logisch wahr ist.

Folgt daraus, und aus "hier allein schon" als Alleinstellungsmerkmal, so etwas wie "oje, was habe ich da nur angerichtet"?

Nein. Dass etwas "angerichtet" ist, würde ja voraussetzen, du hättest den Tisch gedeckt und uns was zu Essen gemacht. Davon war aber hier nie die Rede. Mal eben unverabredet eine neues Prämisse einschmuggeln, was? Du Schlingel. Meinst du, ich merke das nicht?

Fragen über Fragen...

Ich versteh dich. Geht mir auch immer so.

Wenn Falls Du bis hier durchgehalten hast, hast Du die Schokolade redlich verdient.

Na hör mal. Willst du jetzt etwa die Ölsardinen und die geweihten Kerzen unterschlagen? Für wie unaufmerksam hältst du mich? Das wird bitte alles schön einzeln verpackt und nicht gequirlt, sondern geschüttelt.


Liebe Grüße,
und

Re: Wozu denn auch Wälder, Soylent Green ist schließlich wichtiger, nicht wahr?

Eyspfeil @, Sonntag, 25. August 2019, 01:54 vor 26 Tagen @ Mitleser 449 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Sonntag, 25. August 2019, 02:02

Hallo "Mitleser",

"daß gerade Sie auf so plumpe Lügen reinfallen und diese ernst nehmen, das disqualifiziert Sie doch ganz erheblich - und ebenso alle anderen, die diesen Scheixx noch glauben.

Man lese nur das hier bei Danisch."

Ja, eine Quelle gegen eine andere. Wer garantiert mir, daß "Danisch" nicht auch
Fake-News ist? Also falls die Nachrichten-Agenturen nur
Fakes und Hoax ausstrahlen?

"Warum wohl wird in allen Medien, sogar in den meisten "alternativen Websites", uns täglich eine offensichtlich geistig und körperlich stark zurückgebliebene Gretel als "Heiliger Geist" des Klimauntergangs verkauft - im sehr wörtlichen Sinne, denn die wollen nur unser Bestes, d.h. noch mehr unserer "Kohle"?!"

Das Abbrennen des Amazonas-Waldes hat zunächst mal überhaupt nichts mit dem "Klimawandel"
zu tun. Es geht um den Wald, und der brennt nicht nur in Brasilien, sondern auch in
Bolivien und anderen Ländern Lateinamerikas.
Es geht auch um die letzten Ureinwohner, die im Amazonas leben.
Die bald keine Lebensgrundlage mehr haben, wenn es so weiterläuft.

"Weil man solche dummdreisten Lügen wie alles rund um das CO2 nur oft und lange genug wiederholen muß und Creti und Pleti werden das meiste davon glauben und entsprechend ihren eigenen Untergang wählen."

Bolsonaro will ja sämtliche Schutzgebiete aufheben und sie für Ausbeutung und
Investoren freigeben. Wenn das geschieht, ist in wenigen Jahren nichts mehr
übrig vom Amazonas.

Wie gesagt, es geht primär um den Wald an sich, und nicht um das CO2.
Selbst wenn Algen als grüne Lungen der Erde fungieren (wie es bei "Danisch"
steht), ist das etwa ein Persilschein dafür, alle Wälder niederzubrennen? :spinnt2:


Gruß,

Eyspfeil

Die Waldbilder von Denver Airport

Kinder von Atlantis @, Rodgau, Sonntag, 25. August 2019, 11:17 vor 26 Tagen @ Eyspfeil 610 mal gelesen

Hallo Eyspfeil,

du solltest dir unbedingt mal die Wandbilder von Denver Airport (falls du sie nicht kennst) ansehen. Diese Bilder zeichnen ein aktuelles Bild der weltlichen Lage dar. Dazu sollte man wissen, das Bilder vor vielen Jahren gezeichnet worden sind und mittlerweile auch schon übermalt wurden.

Beste Grüße
KvA

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Ich sehe einen großen Mann in einem roten Sportwagen!

BBouvier @, Samstag, 24. August 2019, 01:20 vor 27 Tagen @ Eyspfeil 550 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 24. August 2019, 01:37

Hallo!

Ist es denn wirklich so schwer zu begreifen,
daß diese "Prophezeiung" vor 1992 nicht nachgewiesen ist,
und so eine "Caritasschwester" überhaupt nicht?

Im übrigen mag man mir zwischen 1518 und 2018
mal eine halbe Lebensspanne in Europa nennen,
in der es denn keine (!) "große Umwälzung"
gegeben hätte.
Diese "Prophezeiung" anders formuliert:
"Es wird etwas passieren!" :-D

Eine solche "Prophezeiung"
ist sogar noch dämlicher als die der Zigeunerin
mit der Glaskugel auf dem Volksfest gegenüber
der jungen Kundin mit feuchten Schwitzpfötchen:
"Ich sehe hier für Sie ganz deutlich eine weite Reise
und einen großen Mann in einem roten Sportwagen!" :lehrer:

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Herumbiegen hilft nichts...

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 24. August 2019, 15:25 vor 26 Tagen @ Eyspfeil 438 mal gelesen

Hallo!

"Die Caritasschwester, falls sie überhaupt je existierte, soll um 1992 im Alter von 89 Jahren gewesen sein. Inzwischen ist sie also mit Sicherheit verstorben. Irlmaiers Aussage, "du erlebst die große Umwälzung, die kommen wird", ist also ganz offensichtlich inhaltlich falsch. "

Sicher: Die Caritasschwester lebt schon lange nicht mehr.
Aber: Die "große Umwälzung" muß noch lange nicht gleichbedeutend mit
Funkenregen, Überflutung, Impakt und 3tf, also dem Höhepunkt
der Weltenwende sein. "Umwälzung" ist ein relativer Ausdruck,
meinst Du nicht?

Es sollte eigentlich klar sein, in welchem geistigen Umfelde sich sowohl Irlmaier als auch dessen ihm Aussagen zuschreibende und diese veröffentlichende Epigonen (Stocker et al.) schwimmen: christliche Endzeitprophetie. Auf dieser stillschweigenden Grundlage erübrigt sich die Frage, welche Umwälzung gemeint sei. Es ergibt sich auch daraus, daß die Umwälzung nicht näher beschrieben ist. Diese Saite auf der Klaviatur der Endzeitmotive allein durch das Stichwort anklingen zu lassen, gibt dem geneigten Leser schon zu verstehen, welche erwarteten Ereignisse mit "Umwälzung" gemeint sind. Es kann sich um gar nichts anderes handeln, als was in den Adl-/Irlmaierprophezeiungen bereits beschrieben ist und sich nahtlos in den Prophezeiungskanon einfügt: Russenfeldzug, dreitägige Finsternis usw.

Es handelt sich wieder um den Trugschluß, den ich neulich erst beschrieb, von dem Vorliegen einer echten Präkognition pauschal (und ohne nötigen externen Beleg) auszugehen und von diesem Axiom aus die Aussage auf reale Ereignisse per Zirkelschluß hinzubiegen. Zirkelschluß meint, die Validität des Beweises ergibt sich allein unter der Annahme der Richtigkeit des zu beweisenden. Mit anderen Worten: Durch die Brille der Annahme einer echten Präkognition findet man auch irgendwann einen Treffer.
Dieses Vorgehen wäre weitaus schwieriger, wenn die Aussagen der Caritasschwester/Irlmaiers tatsächlich eine Schauungsbeschreibung (detaillierte Beschreibung eines Bildes) wären und nicht bloße Prophezeiungen (Prophezeiungen sind Ereignisbehauptungen ohne Beschreibung von Bildern!!!). Eine detaillierte Beschreibung einer Schauungswahrnehmung ließe sich recht gut mit der Realität abgleichen, auch wenn man aus der Symbolik abstrahiert. Ereignisbehauptungen wie die Stichtpunktliste der Caritasschwester sind so allgemein gefaßt, daß man alles mögliche hineininterpretieren kann. Wer die Selbstreferenzialität der Endzeitprophetie (= die Aussagen sind um ihrer selbst willen wahr) nicht bedenkt, läuft Gefahr, dieses uralte, immer wieder in der Überlieferung umgewälzte und dem Zeitgeist angepaßte Märchen durch Bezug auf die gerade deswegen immer irgendwie passende Wirklichkeit bestätigen zu wollen. :irre:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Irlmaier Prophezeiungen

Thomas Stadler @, Freitag, 16. August 2019, 12:01 vor 35 Tagen @ Taurec 911 mal gelesen

Hallo in die Runde,
es mag ja sein, dass Irlmaier nur etwas nachplapperte oder sogar erfand, vor allem in der zeitlichen Schiene völlig falsch lag, dennoch sei die Bemerkung erlaubt, dass sein 'Fahrplan' noch immer gültig ist. Die Fremden, die ins Land strömen und uns beglücken, sind bereits da.
Die Inflation ist absehbar, im Ausland wird bzgl. Deutschland bereits über Helikoptergeld gemumkelt.
Der Rest ist deshalb nicht unwahrscheinlicher.
Es wäre aus meiner Sicht ratsam, sich zunächst mit den nachvollziehbaren Dingen zu beschäftigen, bevor man alles in die Tonne tritt.
Wie schützt man sich nun zB vor Inflation? Durch Immobilienkäufe vermutlich nicht.

mit freundlichen Grüßen,
Thomas Stadler
FFB

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Caritasschwesterprophezeiungsfälschung aus den frühen 90ern

BBouvier @, Freitag, 16. August 2019, 12:57 vor 34 Tagen @ Thomas Stadler 841 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Freitag, 16. August 2019, 13:25

Hallo, Thomas!

Ich versuche es mal - Taurec würde das Thema/"Problem" tiefer durchdenken
und klarer ausformulieren.

Also:

1.
Ich hatte hier
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31277
bereits darauf hingewiesen, daß sich sämtliche Einzelpunkte,
die Irlmaier diesbezüglich zugeschrieben werden, auch auf alten Prophezeiungsfälschungen
fußen können bzw. ("Wohlstand" kommt!) bereits begannen oder Gegenwart waren.

2.
Diese "Prophezeiung" ist doch erst 1992 aufgetaucht,
und da ließ sich das alles recht nett "prophezeien".

3.
<"... zunächst mit den nachvollziehbaren Dingen zu beschäftigen,
bevor man alles in die Tonne tritt
.">

Das sind doch zwei Paar Stiefel!

a.
Einmal ist zu prüfen, ob es sich bei einem Text um eine Fälschung handelt,
ob die Aussagen denn überhaupt auf Präcognition fußen,
ob es sich um Prophezeiungen ex eventu handelt (wie hier), etc.

:tonne:

b.
Eine völlig andere Angelegenheit ist, den Lauf der Welt
aufmerksam zu betrachten:
- schuldenbasierendes Papiergeld ist ein endliches Unterfangen
- ein Staat, der seine Grenzen nicht mehr sichert, ebenfalls
- Sitten- und Kulturverlust sind Indikatoren des Niederganges
- eine ganze Epoche (!) ohne Revolution und Krieg ist selten wie nur was

Das alles hat jedoch rein nichts mit
dieser Caritasschwesterprophezeiungsfälschung zu tun!
Und mit Irlmaier insofern auch nichts.

In der Tonne befindet sich "nur" die Fälschung:
Wenn ich jetzt betrügerisch behaupte, meine Oma hätte vor einer Woche prophezeit,
daß sich dann binnen der nächsten 8 Stunden in München
auf dem Mittleren Ring ein Autounfall ereignen wird,
dann handelt es sich dabei um ein Lügenkonstrukt.

Und diese Bezeichnung ist treffend, ganz gleich,
ob es dort dann tatsächlich zu einem Unfall gekommen wäre.
Oder auch nicht.
Denn meine Lüge hat doch mit einem "Unfall in München" nichts zu tun! :lehrer:

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Irmaier zugeschriebene Prophezeiungen

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 17. August 2019, 07:20 vor 34 Tagen @ Thomas Stadler 784 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Samstag, 17. August 2019, 17:03

Hallo!

es mag ja sein, dass Irlmaier nur etwas nachplapperte oder sogar erfand, vor allem in der zeitlichen Schiene völlig falsch lag, dennoch sei die Bemerkung erlaubt, dass sein 'Fahrplan' noch immer gültig ist.

Es ist doch eine offensichtliche Unsinnigkeit, von einem "Fahrplan", der anscheinend erfunden ist, zu erwarten, daß
1. in der Gegenwart stattfindende und zufällig passend scheinende Entwicklungen tatsächlich in der Fälschung (die von der echten Zukunft keine Ahnung hat) gemeint wären,
2. die in der subjektiven Interpretation als noch nicht eingetroffen erscheinenden Sätze noch eintreffen würden.
Man kann nicht erwarten, daß ein nicht präkognitiver Text echte Präkognition enthält. Dergleichen Unsinnigkeiten erschließen sich wohl nur dem Gläubigen, der seinen Säulenheiligen um jeden Preis erhalten will. ⇒ Credo, quia absurdum est. "Obwohl die Quellenlage des Textes grottigst schlecht ist, er inhaltlich komplett als vaticinium ex eventu erklärbar ist, man also davon ausgehen muß, daß es eine in keiner Weise präkognitive Mitteilung ist, glaube ich daran, daß die Zukunft darin richtig beschrieben wurde (und Irlmaier zu den größten Sehern des Weltgeschehens aller Zeiten gehört)." ;-)

Die Fremden, die ins Land strömen und uns beglücken, sind bereits da.

Ja, nämlich seit 1964 (millionster Gastarbeiter) und ein weiteres mal, seit in den Achtziger Jahren die Zuwanderung abermals anschwoll. Darauf zielte dieser erst ab 1992 nachweisbare Text, der diese Ereignisse offenbar nach ihrem Eintreten als in Irlmaiers Zeit rückdatierte Zukunftsschau beschrieb, nämlich ab.
Der betreffende Satz ist inhaltlich vor der Erstveröffentlichung 1992 bereits vollständig eingetroffen. Es gibt darin kein "Residuum", keinen Informationsrest, der durch die Vergangenheit nicht erklärbar wäre und daher nach 1992 oder 2015 stattgefunden haben könnte. Schlußfolgerung: Es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine Fälschung, die ex eventu (nach dem Ereignis) hergestellt wurde.

Die vernünftige Grundregel lautet, daß jemand, der Präkognition behauptet, die Beweislast hierfür trägt. Mit anderen Worten: Wer an die Caritasschwester und vermittels ihrer an Irlmaier glauben will, soll gefälligst durch Nachweise der Existenz der Caritasschwester und ihrer Bekanntschaft mit Irlmaier untermauern, daß es sich um einen echten Text handelt, oder noch besser eine Textversion aus Irlmaiers Zeit auftreiben. Die bekannte Textversion zugrundelegend ließe sich aber allenfalls untermauern, daß Irlmaier die Zuwanderung der Sechziger bis Achtziger gesehen hätte.

Die Inflation ist absehbar, im Ausland wird bzgl. Deutschland bereits über Helikoptergeld gemumkelt.

Über eine Wiederholung von 1923 munkelt man schon seit 1923.

Der Rest ist deshalb nicht unwahrscheinlicher.

Ganz gewiß ist eine Repetition der seit 2000 Jahren stets dem Zeitgeist angepaßten, und zu 100% niemals eingetroffenen und niemals eintreffenden Endzeitschwadronade deswegen nicht wahrscheinlicher geworden, weil Motive einer Fälschung, die vor Veröffentlichung der Fälschung bereits eingetroffen waren, sich zufällig in der Zukunft vergleichbar oder auch nur oberflächlich ähnlich wiederholen. ;-)

Es wäre aus meiner Sicht ratsam, sich zunächst mit den nachvollziehbaren Dingen zu beschäftigen, bevor man alles in die Tonne tritt.
Wie schützt man sich nun zB vor Inflation? Durch Immobilienkäufe vermutlich nicht.

Die Frage nach dem Schutz vor real dräuenden Ungemächern ist sicherlich zielführender als wie (@BB: [image]) ein Wiederkäuer schon 1000 Male verdaute Märchen wieder hochzuwürgen.

Das merkwürdige ist doch, daß die Prophezeiungsgläubigen seit Jahrhunderten z. B. auf Teuerungen (oder Hungersnot oder Krieg) in der nahen Zukunft warten, womit sie eigentlich stets falsch lagen. Die meiste Zeit gab es nämlich keine nennenswerte Teuerung (oder Krieg usw.). Rein zufällig lagen sie mit ihren Erwartungen stets dann richtig, wenn die Wirtschaft (oder Politik) in eine ihrer periodischen Krisenzeiten geriet. Der praktische Prognosewert der immer wieder neu zusammengepuzzelten Prophezeiungsversatzstücke geht somit allerdings gegen Null.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Zu Irlmaiers Russenkrieg:

BBouvier @, Donnerstag, 15. August 2019, 13:09 vor 35 Tagen @ Rolf Reinhardt 981 mal gelesen

Hallo, Rolf!

Zu Irlmaiers Russenkrieg:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=35885
und hier, bitte:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=32779

:tonne:

Und - ja - mir ist völlig klar, daß es schmerzt,
sich von lieb gewordenen "Ideen" trennen zu müssen ...

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Etnedal/Minos

Frank Zintl @, Donnerstag, 15. August 2019, 17:30 vor 35 Tagen @ Rolf Reinhardt 842 mal gelesen

Hallo

Dieser Prophezeiungskatalog ist auch nahezu
deckungsgleich mit dem, den der Freikirchen-
prediger Emanuel Minos seit den 1990-ern
veröffentlicht hat, und die er angeblich (!)
von einer nicht namentlich bekannten alten
Frau aus Etnedal in Norwegen erhalten hat.
Auch wenn die Geschichte mit der alten Frau
unter Fälschungsverdacht steht, sind die
Aussagen jedenfalls in der Fassung von Minos
seit den frühen 90-ern aktenkundig und fügen
sich lückenlos in ein Gesamtgeflecht an
Prophezeiungen, die in weiten Teilen Europas
im Umlauf sind und deren Alter sich aber leider
nicht genau festmachen lässt. Das sind sicher
"Wandergeschichten", die sich überall verbreitet
haben und mit ständig neuen Quellenangaben
auftauchen. Es muss aber einen nicht genauer
identifizierbaren Ursprung dieses Materials
geben. Auch Wandergeschichten fangen irgendwann
und irgenwo ihre Wanderung an.

Frank

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Nach der Apokalypse vollvegan nach klimaneutralen Biokartoffeln graben

BBouvier @, Donnerstag, 15. August 2019, 18:33 vor 35 Tagen @ Frank Zintl 897 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 15. August 2019, 18:49

<"Das sind sicher "Wandergeschichten",
die sich überall verbreitet haben
und mit ständig neuen Quellenangaben
auftauchen. Es muss aber einen nicht genauer
identifizierbaren Ursprung dieses Materials
geben. Auch Wandergeschichten fangen irgendwann
und irgenwo ihre Wanderung an
.">

Hallo, Frank!

Ja, sicherlich.
Und ist so schwer ja nun wahrlich nicht.

Du hebst auf die Aussagen der ungarischen
Fernsehproduktion von 1981/1982 ab:
- die Alten werden nicht mehr respektiert
- Sittenverfall
- öffentliches Küssen
=>
Bekannte Klagen seit der Antike ... exemplarisch
im alten Rom: O tempora, o mores!
... jedoch bereits im antiken Ägypten und Griechenland mit Bart

- pferdelose Kutschen
- eiserne Vögel am Himmel
=>
Derlei "Prophezeiungen" sind allerdings jung und ex eventu!

- Dreitägige Finsternis
Bereits als biblische Dreitägige Finsternis über Ägypten bekannt,
seinerzeit wurde womöglich von den Ausbruchsaschen Santorins berichtet.
Eine weitere/frühere Finsternis wird auch in dem Phaetonbericht
(nach den damaligen Impakten) erwähnt.
- ... nur geweihte Kerzen brennen.
Ja, was wohl sonst, wenn es mal finster wäre? ;-)
Und so denkt sich Anna Maria Taigi (gestorben 1837):
"Nur geweihte Kerzen werden ... Licht spenden."

- das Weltende kommt durch Feuer
s. Phaetonimpakte, auch der Untergang Sodoms und Gomorras,
das nach neuesten Theorien durch Meteoritenimpakte verursacht wurde.
Nach dem Phaetonbericht zerschmolz das Feuer die Gletscher,
verdörrte die Ströme und versengte die Neger - seither gebräunt

- ein "Stern" ist dafür verantwortlich
s. Phaetonimpakte.
Der Bericht über die Phaetonimpakte schließt mit den
Aussagen, unmittelbar nach erneutem Hellwerden
und dem Ende der mehrtägigen Finsternis habe die Sonne am Himmel
eine ganz andere Bahn gezogen, das Sternbild des Großen Wagens
habe am nördlichen Himmel deutlich tiefer gestanden,
das Nordmeer habe sich ab dann erwärmt...
s. dazu auch die Apokalypse des Johannes von Patmos:
"Die Sterne des Himmels (Meteoritenimpakte) fielen herab auf die Erde,
wie wenn ein Feigenbaum seine Früchte abwirft
."

- danach kann jeder Bauer so viel Land bearbeiten, wie er möchte
Natürlich:
"Danach" folgen stets die goldenen Zeiten.
Johannes von Patmos behauptet beispielsweise,
"danach" würden die ja als einzig überlebenden Christen
tausend Jahre lang mit Jesus als Chef die Welt regieren.
"Goldenes Zeitalter" = Christliche Endzeitprophetie.
(Geklaut bei den Juden, dort herrscht ja mal einst deren Messias
über alle Völker der Welt.)
Sowie: Da die Apokalypse so schätzungsweise nur ein paar hunderttausend
wahrhaft fromme Katholiken überlebt haben werden, liegt es auf der Hand,
daß anschließend reichlich Kartoffeläcker zum garantiert vollveganen
Buddeln frei werden:
Der Traum einer jeden verbeamteten, klimaneutralen und
Grün wählenden Oberstudienrätin! :wink:

Gruß,
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Sonne futsch = Kerzen her!

BBouvier @, Donnerstag, 15. August 2019, 19:42 vor 35 Tagen @ BBouvier 842 mal gelesen

Hallo!

Dazu:
=>
Anna Maria Taigi (gestorben 1837):
"Nur geweihte Kerzen werden ... Licht spenden."

Das muß (!) man heutzutage (wegen elektrischer Beleuchtung)
ja völlig in den falschen Hals bekommen:
"Was?? - kein Licht mehr? => Also keine Elektrizität mehr!
Nur noch Kerzenschein?
"
Grusel-grusel-grusel !!! :surprised:

Dabei bezieht sich Taigis Dunkelheit Mitte des 19. Jahrhunderts
doch gar nicht auf den Ausfall der elektrischen Beleuchtung,
- sondern, analog zur biblischen dreitägigen Finsternis in Ägypten -
sagt aus, (warum auch immer) es sei draußen tagsüber finster. ;-)

Sonne futsch = Kerzen her!

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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deckungsgleich mit "Minos"

BBouvier @, Donnerstag, 15. August 2019, 19:06 vor 35 Tagen @ Frank Zintl 787 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 15. August 2019, 19:14

<"Dieser Prophezeiungskatalog ist auch nahezu
deckungsgleich mit dem, den der Freikirchen-
prediger Emanuel Minos seit den 1990-ern
veröffentlicht hat.
">

Hallo, Frank!

Interessant!!

In dem ungarischen Film werden folgende Punkte benannt:

- Wohlstand ohne Ende

- die Enkel werden durch die Welt reisen

- die Alten (werden) nicht mehr respektiert

- pferdelose Kutschen

- "Eiserne Vögel" am Himmel

- Sittenverfall, die Pärchen küssen sich am Zaun

- die Bauern haben mehrere Schornsteine und die Zäune sind aus Stein

- 3 Tage Finsternis

- nur geweihte Kerzen brennen

- das Weltende kommt durch Feuer

- ein "Stern" ist dafür verantwortlich

- danach kann jeder Bauer so viel Land bearbeiten, wie er möchte

Zwischen den einzelnen Vorhersagen aus Ungarn habe ich jeweils eine Zeile
frei gelassen, in die ich Dich bitte, die "deckungsgleichen"
Prophezeiungspunkte "Minos" freundlicherweise doch einfüllen zu wollen.
Und im Anschluß daran und darunter dann jene Vorhersagen "Minos",
die vielleicht völlig anderes zum Inhalt haben.

Gruß,
BB


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Wilde Behauptung - wohl um Pfarrer Minos zu retten

BBouvier @, Samstag, 17. August 2019, 13:42 vor 33 Tagen @ BBouvier 732 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 17. August 2019, 13:50

<"Hallo, Frank!
...
Zwischen den einzelnen Vorhersagen aus Ungarn habe ich jeweils eine Zeile
frei gelassen, in die ich Dich bitte, die "deckungsgleichen"
Prophezeiungspunkte "Minos" freundlicherweise doch einfüllen zu wollen.
"


Hallo, Frank!

Da Du Dich in Schweigen hüllst und den Beleg
für Deine Behauptung schuldig bleibst,
der ungarische "Katalog" wäre doch praktisch deckungsgleich
mit den Prophezeiungen des farbigen Freikirchenpastors "Minos"
(was Minos somit wohl stützen soll?)
stelle ich die Aussagen jetzt mal selber untereinander:

1. ungarischer Volkssagenkatalog
- Wohlstand ohne Ende
- die Enkel werden durch die Welt reisen
- die Alten (werden) nicht mehr respektiert
- pferdelose Kutschen
- "Eiserne Vögel" am Himmel
- Sittenverfall, die Pärchen küssen sich am Zaun
- die Bauern haben mehrere Schornsteine und die Zäune sind aus Stein
- 3 Tage Finsternis
- nur geweihte Kerzen brennen
- das Weltende kommt durch Feuer
- ein "Stern" ist dafür verantwortlich
- danach kann jeder Bauer so viel Land bearbeiten, wie er möchte

2. Minosprohezeiungen
- es kommt eine politische Entspannung - dann kommt Jesus wieder!
- der Dritte Weltkrieg wird unerwartet ausbrechen
- die Kirchen werden leerer werden - dann kommt Jesus wieder!
- im Fernsehen kommen Grewalt- und Sexfilme - dann kommt Jesus wieder!
- viele Menschen aus armen Ländern kommen nach Norwegen
- sie werden wie Juden vor 1939 behandelt, was sündhaft ist - dann kommt Jesus wieder!
- im Krieg wird die Welt mit Atombomben zerstört, nur wenige überleben
- Flüchlinge aus ehemalig reichen Ländern werden nun in den armen Ländern schlecht behandelt
- nichts davon widerspricht der Bibel
- wer mit Jesus als Retter lebt, der ist sicher

Deiner Behauptung nach sind 1. und 2. fast identisch.

Ach, ja? :trost:

Gruß,
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Entsprechungen in der Volkssage

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 15. August 2019, 11:09 vor 36 Tagen @ Pennywise 961 mal gelesen

Hallo!

Ich finde es nur interessant, daß diese Aussagen auch in der entlegenen ungarischen Tiefebene schon lange vor Irlmaier (nebst Tonne und co.) bekannt waren.

Es handelt sich um typische Aussagen der Volkssage und eigentlich nicht um Irlmaier (und auch nicht um "Schauungen vom 'Bottichkratzer'", sondern um Prophezeiungen).

Wohlstand ohne Ende, die Enkel werden durch die Welt reisen und die Alten nicht mehr respektieren

Das erinnert an Sepp Wudy, bei dem (nachweisbar erst 1974) moderne technische Möglichkeiten bescrieben sind: "Wenn du es erleben tätest, könntest deinen Vetter in Wien von deiner Stube aus sehen, und wenn du ihn schnell brauchtest, könnte er in einer Stunde da sein."
Daneben sind übermäßiger Luxus (Wohlstand) und Sittenverderbnis (kein Respekt vor den Alten) es ein typisches christliches Endzeitmotiv. Reinhard Haller dokumentierte z. B. um 1976 Stormbergeraussagen aus dem Volksmund: "Jung und Alt vertragt sich nimmer."
Für den Wohlstand exemplarisch Aussagen aus dem Volksmund bei Mühlhiasl nach Landstorfer 1923: "Wenn d’Bauern mit gewichsten Stiefeln in die Miststatt hineinstehen", "Wenn d’Leut nichts mehr tun als fressen und saufen, schlemmen und dämmen", "Wenn d’Bauernleut lauter Kuchen fressen".

"Zügellose" (pferdelose) Kutschen

Entsprechende Stelle in der Volkssage:
Der alte Plagge (angeblich 1894, nachweisbar 1998): "Ich sehe es doch! Lauter schöne Häuser und eine Kutsche, die von selbst läuft."
Katharina Leistnerin (Geißenkäther) (angeblich vor 1831, nachweisbar 1932): "Dereinst, so sagte sie, werde ein eiserner Weg den Schwarzwald hinaufführen, auf dem feurige Wagen ohne Roß hin und herfahren." (Damals auf die Eisenbahn gemünzt.)
Mühlhiasl (angeblich um 1800, nachweisbar 1923): "Wenn d’Wägen ohne Roß und Deichsel fahrn".

"Eiserne Vögel" am Himmel

Man denkt hier zunächst an Irlmaiers Tauben. Tatsächlich sind hier nur Flugzeuge "vorausgesagt". Es handelt sich um eine zeitgenössische Technikbeschreibung, die als vaticinium ex eventu in graue Vorzeit rückdatiert wurde.
Schon bei Sepp Wudy (angeblich 1914, nachweisbar erst 1974) steht:
"Rennt nicht davon, wenn die grauen Vögel fliegen, woanders wird es noch schlechter sein."
Oder bei Mühlhiasl 1923: "Wenn d’Leut in der Luft fliegen können".

Sittenverfall, die Pärchen küssen sich am Zaun

Ein normales Element der christlichen Endzeitprophetie, die als Teil ihrer Dramaturgie desgleichen erfordert.

Die Bauern haben mehrere Schornsteine und die Zäune sind aus Stein

Das zählt zu den in der Volkssage beliebten "Bauvorzeichen". Schon bei Mühlhiasl finden sich exemplarisch vordatierte "Voraussagen" der in der Moderne technisch erheblich verbesserten Bauweisen, die ältere Landhäuser qualitativ in den Schatten stellen und dem Gemeinen wie Schlösser wirken mußten:
"In der Stadt werden 5- und 6-stöckige Häsuer baut, überall werden Häuser baut, Häuser werden baut, wie d’Schlösser und d’Pfarrhöf. Schulhäuser werden baut wie Paläst (mit eigener Betonung fügte er dann hinzu) für d’Soldat‘n."

3 Tage Finsternis

Gängiges Motiv. Hat vorlagen überall in der älteren Prophezeiungsliteratur.

nur geweihte Kerzen brennen

Geht nicht auf Irlmaier zurück, sondern auf Anna Maria Taigi (gestorben 1837, Text nachweisbar in Deutsch vermutlich 1936 (Johannes Johannis: "Loderndes Feuer ringsum")): "Nur geweihte Kerzen werden sich anzünden lassen und Licht spenden."

das Weltende kommt durch Feuer

Gängiges Motiv, u. a. Sepp Wudy: "Es steht gegen Norden ein Schein, wie ihn noch niemand gesehen hat, und dann wird ringsum das Feuer aufgehen."

Ein "Stern" ist dafür verantwortlich

Interessant. Das ist kein gängiges Motiv der Volkssage, findet sich aber an einzelnen Stellen der älteren Prophetie, z. B. Hilarius von Jasna Gora (Fälschung um 1831):
"Später wird im Norden ein großer Komet aufsteigen, eben der, welcher sich schon im Jahre 1680 gezeigt hat, und dieser Komet wird großes Unglück mit sich bringen."
Und Alpenschäfer Velten (Fälschung um 1867):
"Endlich rötet sich der graue Himmel an einer Stelle, ein feuriger Kern wird sichtbar dunkelrot glühend und wächst, bis er wie eine feurige Rute sich von einem Ende bis zu dem andern zieht. Die Ängstlichen beginnen nachdenklich zu werden und ein unheimliches Grauen ergreift sie – der Leichtsinn spottet der drohenden Erscheinung – die frommen Gelehrten schlagen in ihren Büchern und alten Chroniken nach und wissen nicht, wie sie es anders zu deuten haben, als auf einen Vorboten von besonderen unglücklichen Ereignissen, welche die nächste Zukunft bringen werde nach dem Vorgange früherer Jahrhunderte. Die sich aber weise und klug dünken, sprechen: was geht dieser Komet unsere Erde an, der gehört nicht zu unserer Welt und kann uns keinen Schaden bringen."

Die Idee findet sich schon bei Nostradamus, der an einigen Stellen ein Himmelsgeschehen anführt.

danach kann jeder Bauer so viel Land bearbeiten, wie er möchte

Auch nicht neu. Aussagen, daß der Menschen nachher weniger seien, finden sich durch die Bank in der Volkssage.
Der alte Pramstahler (angeblich 1892, nachgewiesen 1976): "Alle Städte seien in Schutt und Asche und die noch wenigen Menschen seien selbst vom Feuer angefressen und voll von Narben und Wunden."
Blinder Jüngling (Erbsteinfälschung von 1956 auf Basis älterer Volkssagen): "Und diese Wenigen werden einander fragen: 'Wo hast Du gesteckt und wo Du?'"
Mühlhiasl: "Die Leute sind wenig", "Auf d’Nacht zündet einer ein Licht, schaut, wo noch jemand eins hat", "Wer eine Kronwittstaude (Wacholder) sieht, geht darauf los, ob(s) nicht ein Mensch ist".
Prokop (gestorben 1965, nachgewiesen 1988): "Und einmal ist alles finster, und unten auf der Waldhausstraße geht einer mit einem brennenden Ast und schreit: 'Bin ich wirklich noch der letzte? Bin ich wirklich noch der einzige?'
Dem entsprechend gibt es auch Aussagen, jeder könne Land nach eigenem Gutdünken haben:
Mühlhiasl: "Danach gibt es im Waldland soviel Grund, daß sich jeder ein Haus wählen kann und Land soviel er will." (nach Friedrich Holl 1982: "Waldpropheten. Versuch einer historisierenden Verknüpfung der Weissagungen des Blinden Jünglings, des Stormbergers und des Mühlhiasls, Matthias Lang.")

Diese Vorkommnisse in der Volkssage stellen den Stand zum Zeitpunkt der schriftlichen Fixierung dar, dürften aber durchwegs älter sein. Sie entstanden, wo es sich um Vorzeichen handelt, als entsprechende Erscheinungen (z. B. Kutschen ohne Pferde) zum ersten Mal Wirklichkeit wurden. Das Übrige sind Sagenfassungen der christlichen Endzeitprophetie, die regelmäßig von Prophezeiungsliteraten neu befruchtet wurden.
Wo Adl-/Irlmaier Vergleichbares sagt, betätigt er sich tatsächlich nur als weiterer Überlieferer der Volkssage.
Anfangs habe ich mich gefragt, wie in den Sechziger und Siebziger Jahren Kenntnisse der Irlmaiertexte durch den Eisernen Vorhang auf eine Art gelangt sein sollen, daß sie sich als vermeintlich alte Prophezeiung im ungarischen Volksmund festgesetzt haben könnten. Tatsächlich haben diese Aussagen nichts mit Irlmaier zu tun, sondern sind durchwegs älter. Der Ursprung ist unklar und versinkt im zeitlichen Nebel. Aber offenbar sind diese Wandersagen aus Bayern durch den österreichischen Raum und über die österrechisch-ungarische Sprachgrenze mittels lokaler Kontakte auch nach Ungarn gewandert, vermutlich schon vor langer Zeit. Dort haben sie sich dann an sagenhafte Figuren wie diesen "Teknökaparós" geheftet. Vergleichbares fand ja auch im deutschen Sprachraum statt: Mühlhiasl, Stormberger, Gilge, Wudy, Velten usw. sind alle nichts weiter als halbmythische Gestalten, mit denen die Groß- und Urgroßväter angeblich noch bekannt waren und denen lokale Varianten der "großen Weissagung" mit einem verwandten Motivschatz zugeschrieben wurden.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Es geht um den wahren Nukleus, und der steckt überall drin, auch in der Volkssage

Eyspfeil @, Sonntag, 18. August 2019, 01:11 vor 33 Tagen @ Taurec 697 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Sonntag, 18. August 2019, 01:18

Hallo Taurec et al.!

"Entsprechende Stelle in der Volkssage:
Der alte Plagge (angeblich 1894, nachweisbar 1998): "Ich sehe es doch! Lauter schöne Häuser und eine Kutsche, die von selbst läuft."
Katharina Leistnerin (Geißenkäther) (angeblich vor 1831, nachweisbar 1932): "Dereinst, so sagte sie, werde ein eiserner Weg den Schwarzwald hinaufführen, auf dem feurige Wagen ohne Roß hin und herfahren." (Damals auf die Eisenbahn gemünzt.)
Mühlhiasl (angeblich um 1800, nachweisbar 1923): "Wenn d’Wägen ohne Roß und Deichsel fahrn".

"Eiserne Vögel" am Himmel

Man denkt hier zunächst an Irlmaiers Tauben. Tatsächlich sind hier nur Flugzeuge "vorausgesagt". Es handelt sich um eine zeitgenössische Technikbeschreibung, die als vaticinium ex eventu in graue Vorzeit rückdatiert wurde.
Schon bei Sepp Wudy (angeblich 1914, nachweisbar erst 1974) steht:
"Rennt nicht davon, wenn die grauen Vögel fliegen, woanders wird es noch schlechter sein."
Oder bei Mühlhiasl 1923: "Wenn d’Leut in der Luft fliegen können".

Ich versteh nicht, warum das alles in Bausch und Bogen als Sage und Märchen abgetan
wird, und nicht als Weissagungen, was es zumindest teilweise war.
Es ist doch klar wie Kloßbrühe, daß die Motorisierung so wie oben wahr geworden ist,
und daß der ganze große Rest ebenfalls noch so kimmen wird.
Bloß hat man sich in früheren Zeiten poetischer ausgedrückt als heute
im HaiTeck-Zeitalter.

Wozu denn noch eigentlich ein solches Forum, wenn alle Weissagungen ohnehin
Märchen und Sagen sind? Oder sollen wir gar dahingehend "missioniert" werden,
daß wir alles für Mär und Spinnerei halten? Bei mir klappt das halt ganz
und gar nicht, ich weiß auch nicht warum...:error:

Nur weil auf Deibel raus nix passiert, was wie eine Weltenwende ausschaut.

Wie wollen wir denn schlußendlich beurteilen, was Eine/r vor 2 oder 300 Jahren
tatsächlich für Visionen hatte, die er dann anderen im Dorf mitgeteilt hatte,
und später niedergeschrieben wurden, auch wenn später einiges dazugedichtet wurde.
Aber es geht doch um den KERN der Weissagung, also daß es mal krachen wird,
und hinterher die Welt wieder leerer sein wird.

Auch wenn diesen Ragnarökk viele von uns nicht mehr erleben werden, heißt das
doch nicht, daß er deshalb gar nicht existent ist oder gar nicht kommen DARF.

Allein die Tatsache, daß die Weltvevölkerung Jahr pro Jahr um 80 Millionen
zunimmt, ruft in uns die Erinnerung wach, daß solch eine exponentielle Kurve
bald ihr jähes Ende finden MUSS.

Gruß,

Eyspfeil

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"Es wird böse enden!"

BBouvier @, Sonntag, 18. August 2019, 01:44 vor 33 Tagen @ Eyspfeil 879 mal gelesen

<"... es geht doch um den KERN der Weissagung,
also daß es mal krachen wird.
">

Hallo, Eyspfeil!

Ja, es gibt da eben zwei grundsätzlich sich anbietende "Prophezeiungen",
die seit jeher gern verbreitet und auch geglaubt werden.

Die eine hat das Schlaraffenland zum Inhalt
und die andere, das Publikum deutlich fazzinierende,
lautet seit jeher:
=>
https://www.youtube.com/watch?v=Omh3PtmzxN0

Grüße auch!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: Jede Generation erlebt einen Knall, ein "Loosgehen", sagen Historiker :-)

Eyspfeil @, Sonntag, 18. August 2019, 02:07 vor 33 Tagen @ BBouvier 849 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Sonntag, 18. August 2019, 02:14

Hallo BBouvier!

""... es geht doch um den KERN der Weissagung,
also daß es mal krachen wird.">

Hallo, Eyspfeil!

Ja, es gibt da eben zwei grundsätzlich sich anbietende "Prophezeiungen",
die seit jeher gern verbreitet und auch geglaubt werden.

Die eine hat das Schlaraffenland zum Inhalt
und die andere, das Publikum deutlich fazzinierende,
lautet seit jeher:
=>
https://www.youtube.com/watch?v=Omh3PtmzxN0

Grüße auch!
BB"

"böse enden" ist wieder negativ formuliert: Ein Krieg oder sonstige Ereignisse
reinigen die Menschheit bzw. dezimieren sie.

In Friedenszeiten wie den gegenwärtigen türmen sich immer mehr Probleme bis
hoch zum Weltall auf,
und diese Spannung muß sich irgendwann halt 'entladen'.
Man sieht es tagtäglich: Bevölkerungs-Eyxplosion, immer mehr Flüchtlinge
weltweit, Wasserknappheit, Hunger, zerstörte Umwelt, Klimawandel.
Jetzt hat man z.B. Mikroplastik in fallenden Schneeflocken gemessen,
hier in Deutschland.
Wir atmen also das Zeug alle bereits ein...
Und im Atlantik gibt es eine Plastik-Insel, die acht mal so groß ist
wie die BDR.
Und diese ganze Schlamassel wird zu neuen Kriegen führen, irgendwann auch bei
uns, im ach so geschützten Westen.

Bisher hat noch JEDE Generation der Menschheitsgeschichte einen Krieg miterlebt,
oder eben etwas Vergleichbares, von mir aus einen Impakt.

Wir wären die erste Generation, die in ewigen Friedenszeiten lebt und stirbt.

Beste Grüße,

Eyspfeil

Mikroplastik

Explorer @, Montag, 19. August 2019, 21:31 vor 31 Tagen @ Eyspfeil 785 mal gelesen

Hallo,

Jetzt hat man z.B. Mikroplastik in fallenden Schneeflocken gemessen,
hier in Deutschland.
Wir atmen also das Zeug alle bereits ein...

Ja, leider wahr! Wir atmen es im Freien, als auch in den Häusern ein.

https://www.riffreporter.de/plastisphere/plastik-luft/
https://www.vice.com/de_at/article/xwnm74/wie-viel-mikroplastik-atmest-du-wohl-jede-stunde-ein

Leder trinken wir es auch und nehmen vor allem dann viel Mikroplastik auch auf, wenn wir Fisch und Meeresfrüchte essen.
https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Report-Aufnahme_von_Mikroplastik_aus_der_Umwelt_beim_Menschen.pdf


Man kann aber zumindest, die Menge an Mikroplastik, die man selbst aufnimmt etwas reduzieren. Wenn man keine Getränke aus Plastikflaschen kauft, keine Plastikschneidbretter benutzt und keinen Wasserkocher benutzt, in denen das Wasser in Kunststoff erhitzt wird.

Und eben darauf achten, selbst nicht unnötig Plastik in die Umwelt zu bringen. Also, Plastikmüll immer schön zum wiederverwerten sammeln. Plastikprodukte möglichst lange nutzen und wenn es geht keine Kleidung aus Kunstfasern tragen. 35%, allen Mikroplastiks in den Meeren, sollen von Kunststofffasern stammen!
https://www.quarks.de/umwelt/muell/fakten-zu-mikroplastik/

In der Natur, wird das Plastik nur sehr langsam unschädlich gemacht, indem es zu Plastiglomeratgestein fixiert wird.
https://en.wikipedia.org/wiki/Plastiglomerate
https://www.spektrum.de/news/auf-madeira-breitet-sich-eine-plastikruste-aus/1655704

Grüße Explorer

Späte Folgen

Frank Zintl @, Dienstag, 20. August 2019, 09:49 vor 31 Tagen @ Explorer 667 mal gelesen

Hallo

Ich habe es andernorts schon wiederholt geschrieben,
und ich schreibe es auch hier gern noch einmal:

Egal ob grosse Plastikteile im Meer oder in der Natur
oder Mikropartikel, die sich wegen ihrer Leichtigkeit
überall verbreiten - wir ernten alle die Früchte einer
katastrophalen strategischen Felhentscheidung der
70-er Jahre.

Damals - unter dem Eindruck der ersten Ölkrise - entschied
man, dass der Plastikmüll nicht mehr verbrannt, sondern
rückgewonnen und wiederverwertet werden soll. Man war
der Ansicht, die Plastikstoffe (Polymere aus Erdöl) seien
zu wertvoll zum Verbrennen.

Was man nicht bedacht oder vielmehr unterschätzt hatte,
das sind die immensen technischen Probleme einer Wieder-
verwertung:

Eine Wiederverwertung setzt nämllich voraus, dass man die
Kunststoffe nach "Sorten" auftrennen kann, also nach den
molekularen Bestandteilen, die die einzelnen Kunststoffarten
(Polymeren) ausmachen.

Das ist NICHT möglich.

Kunststoffe bestehen aus etwa zwei Dutzend verschiedenen
Grundpolymerarten. Ihre Namen fangen fast imemr mit "Poly"
an. Das bedeutet, dass sie sich aus Makromolekülen zusammen-
setzen die lange kettenartige Anordnungen der immer gleichen
Grundmoleküle (Monmere) sind. Aber nur im einfachsten Fall:

Beispiele (unvollständige Liste):

Polyacrylate
Polyester
Polyethylen/Polypropylen (PE/PP)
Polyvinylchlorid (PVC)
Polyurethane
Polyamide
Polycarbonate

Diese verschiedenen Kunststoffarten müssten voneinander getrennt
und dann jeder für sich aufgearbeitet werden. Schon das geht
nicht. Physikalische Methoden sind unzureichend. Ein Sortiersystem
würde die SCHNELLE Wiedererkennung der einzelnen Sorten erfordern,
im Millisekundenbereich, damit ein Verfahren funktionieren kann.

Damit aber noch lang nicht fertig:

Es gibt massenweise Plastiksorten, in denen mehrere dieser
Sorten auf molekularem Niveau untrennbar miteinander (Copolymere)
oder mit anderen Werkstoffen (Verbundwerkstoffe) verquickt sind.

Da ist Schluss für jede halbwegs verfahrenstaugliche Aufarbeitung.

Zum Vergleich:

Die Verbrenungsanlage nimmt einfach alles und gewinnt dabei die in
den Kunststoffen reichlich gelagerte chemische Energie in Form von
wertvoller Prozesswärme, die sich zu Strom machen oder für Fernwärme
nutzen lässt.

Heutige modern ausgestattete MVAs (Müllverbrennungsanlagen) schaffen
das mühelos. Allenfalls PVC müsste aussortiert werden, wegen des
hohen Chloranteils und des Risikos für Dioxinbildung. Aber auch das
lässt sich mittlerweile beherrschen.

Der Chemiker hat gesprochen.

Wenn wir heute Plastik fressen und einschnaufen und die gesamte
Biosphäre zwingen das Gleiche zu tun, dann haben wir das nicht nur der
völlig ausgeuferten Plastiknutzung zu verdanken, sondern vor allem der
strategischen Fehlentscheidung vor knapp 50 Jahren.

Frank

Re@Frank: Wie gefährlich ist dieses Polymer-Geschwurbel für uns und die Umwelt wirklich?

Eyspfeil @, Dienstag, 20. August 2019, 22:50 vor 30 Tagen @ Frank Zintl 582 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Dienstag, 20. August 2019, 22:55

Hallo Frank!

Ich frage mich so allmählich (und insbesondere Dich als Chemiker), ob wir
(und der gesamte Rest der Natur selbstverständlich)
uns mit diesem Kunststoff-Mist selbst zerstören: Das Zeug gelangt peu a peu ins
Grundwasser, die Insekten(=sterben?), die Vögel, die Fische haben es schon intus,
und wir atmen es ein. Und ich habe Zweifel, ob man Kunststoff in
allen Bereichen ersetzen kann,
durch Bambus o.ä.

Hielt man vor 50 Jahren noch die rauchenden Fabrikschlote als die große
Umwelt-Bedrohung, nimmt jetzt das Mikroplastik ihre einstige Position ein.
In Bezug auf gesundheitliche Gefahren weiß man noch zu wenig, oder die
Analysen werden unter Verschluß gehalten.

Gut, in einigen Ländern hat man jetzt Plastiktüten abgeschafft (besonders
Insel-Staaten oder Länder mit viel Meeresstrand) aber sind die Tüten nicht
bloß die Spitze des Eisbergs bzw. kaum mehr als ein Feigenblatt?

Im Grunde genommen leben und atmen wir buchstäblich in
einer Plastikwelt: Autos, Computer samt Zubehör, Kunststoff-Lacke,
Textilien, sogar Böden (bei mir wurde letztes Jahr ein Vinyl-Boden reingelegt),
CDs, DVDs, Elektrogeräte generell, Schüsseln, Fenster, Schmuck,
Fahrradteile, Reifen, Legosteine, die Liste ließe sich ohne Ende fortsetzen.

Glaubt da wirklich jemand allen Ernstens, man könne unsere gesamte "moderne"
Plastikwelt von heute auf morgen auf nachwachsende Rohstoffe umstellen?
Vor allem: Wieviel Bambuswälder bräuchten wir, um 8 Milliarden Menschen
mit ihren Gegenständen und Geräten zu versorgen, die sie täglich benutzen?

Man trifft da immer wieder auf des gleichen Pudels Kern: Unsere Welt
ist hoffnungslos überbevölkert...:schief:
==> Plastik für ein paar Millionen Menschen könnte die Erde verkraften,
aber Bambus reicht nicht für 8 Milliarden Menschen.

Gruß,

Eyspfeil

Missverstanden

Frank Zintl @, Mittwoch, 21. August 2019, 06:34 vor 30 Tagen @ Eyspfeil 535 mal gelesen

Hallo

Keiner glaubt dass man die ganze, in den letzten
100 Jahren entstandene Plastikwelt schnell auf
erneuerbar umstellen kann.

Ich kann den Plastikmüll nicht medizinisch beurteilen,
weil ich kein Arzt bin. Ich kann lediglich auf die
massiven Probleme hinweisen, die der Plastikmüll all
denen bereitet, die ihn rückgewinnen wollen, und
warum das so ist.

Und ich kann auf die Alternative hinweisen, die uns die
ganze Zeit über zur Verfügung gestanden hat:

Das Zeugs verbrennen, statt es rückgewinnen zu wollen !

DANN hätte man nämlich einen Anreiz gehabt den Plastik-
schrott einzusammeln und als Brennstoff und Energie-
träger zu nutzen, BEVOR er in den Wasserläufen und im
Meer und in der Luft landet.

So war mein Beitrag zu verstehen.

Das könnten wir immer noch. Wir könnten immer noch den
Plastikmüll verbrennen. Wir könnten ihn einsammeln und
ihn dann in den Restmüll tun, der ja verbrannt wird.

Das könnte man auch in den Ländern machen, die viel mehr
als wir selber am Plastikmüll zu leiden haben und die oft
das Ziel illegaler Plastikmüllexporte aus unseren reicchen
Ländern sind. Hätte man das Zeugs gleich verbrannt, dann
hätte es diesen illegalen Mülltourismus nie gegeben -
mangels Anreiz.

Frank

Umweltprobleme

Explorer @, Freitag, 23. August 2019, 19:33 vor 27 Tagen @ Eyspfeil 467 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Freitag, 23. August 2019, 19:53

Hallo,

Ich frage mich so allmählich (und insbesondere Dich als Chemiker), ob wir
(und der gesamte Rest der Natur selbstverständlich)
uns mit diesem Kunststoff-Mist selbst zerstören: Das Zeug gelangt peu a peu ins
Grundwasser, die Insekten(=sterben?), die Vögel, die Fische haben es schon intus,
und wir atmen es ein.

Zumindest die Insekten, sterben wohl eher durch die vielen Pestizide, die sich derzeit in der Natur anreichern.
https://www.scinexx.de/news/biowissen/verbotene-pestizide-europas-fluessen/

Die Pestizide und Umwelthormone sind ja auch Hauptverdächtige, bei der Suche nach dem Grund, warum die Menschheit immer dümmer wird.
https://www.focus.de/wissen/mensch/intelligenz/durschnitts-iq-sinkt-die-menschheit-wird-immer-duemmer_id_9103645.html
https://schauungen.de/forum/index.php?id=36673

Es ist schon schlimm, wenn man darüber nachdenkt was sich alles in der Natur anreichert.
Auch viele Medikamente und Drogen werden so wie Pestizide oder die Hormone, mit denen Frauen heute verhüten in den Gewässern angereichert.
https://www.tt.com/panorama/wissen/15433952/kokain-in-innsbrucker-abwasser-innerhalb-von-zwei-jahren-verdoppelt
https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article114315317/Medikamente-im-Wasser-bittere-Pillen-fuer-Fische.html
https://science.orf.at/stories/2954809/

Vielleicht ist das Kokain in den Flüssen ein Grund dafür, dass der Aal gerade in Europa ausstirbt?
http://m.tierwelt.ch/?rub=4495&id=46458

Hielt man vor 50 Jahren noch die rauchenden Fabrikschlote als die große
Umwelt-Bedrohung, nimmt jetzt das Mikroplastik ihre einstige Position ein.

Das ist aber trotzdem ein großes Problem.

Man denke nur mal an das viele Quecksilber, dass durch die verbrennung von Kohle und Erdöl in die Natur kommt!
https://www.youtube.com/watch?v=HGNXjIkL4d8&feature=youtu.be
https://www.scinexx.de/news/biowissen/immer-mehr-quecksilber-im-thunfisch/

Fisch und Meeresfrüchte, sind inzwischen auf jedenfall schon ziemlich stark belastet...

Vielleicht sind alle diese Gifte (einschließlich Mikroplastik) ja der Grund dafür, dass nun auch die Lebenserwartung wieder sinkt, nachdem sie sehr lange gestiegen ist.
https://www.t-online.de/gesundheit/gesund-leben/id_84295638/einbruch-der-lebenserwartung-werden-wir-doch-nicht-immer-aelter-.html


Grüße Explorer

Die Erdzerstörer

Explorer @, Freitag, 23. August 2019, 20:51 vor 27 Tagen @ Explorer 496 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Freitag, 23. August 2019, 21:02

Hallo,

Passend dazu die sehr interessante Doku:"Die Erdzerstörer"
https://www.arte.tv/de/videos/073938-000-A/die-erdzerstoerer/
https://www.youtube.com/watch?v=yXYYWVAAKRc

Seht euch die Doku an, bevor Arte sie offline nimmt!
In den 1,5h wird auf sehr viele Aspekte der Industrialisierung, Weltkriege und Umweltverschutzung eingegangen, wirklich sehr sehenswert.

Grüße Explorer

Mag sein, aber...

schwelmi @, Samstag, 24. August 2019, 17:59 vor 26 Tagen @ Explorer 440 mal gelesen

Hallo Explorer,

ich habe mir die ersten 6 min des Films angesehen und dann abgeschalten. Mag ja sein, dass da viele Fakten zusammengtragen werden. Unterschwellig passiert aber etwas ganz anderes. Es wird uns wieder einmal und mit ganz viel Herzschmerz mitgeteilt, dass wir alle Sch***** sind. Der Film wird sicher noch lange in der Mediathek verbleiben, weil er im Einklang mit der aktuellen Regierungspropaganda steht.

Grüße
schwelmi

Wiederverwertung von Kunststoff

Explorer @, Mittwoch, 21. August 2019, 07:43 vor 30 Tagen @ Frank Zintl 563 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Mittwoch, 21. August 2019, 07:53

Hallo,

Es stimmt, dass man nicht alle Kunststoffe trennen kann. Daher kann man leider aus Kunststoffgranulaten, die aus Plastikabfall gewonnen wurden, nur bestimmte Plastikgegenstände herstellen.

Allerdings, würde Mikroplastik nicht verschwinden, indem wir einfach anfangen den Plastikmüll zu verbrennen.

Mikroplastik entsteht ja auch, wenn man einen Plastikschraubverschluss einer Flasche auf und zu dreht, wenn man auf Plastikschneidbrettern schneidet oder einen Plastikwasserkocher benutzt. Und wie ich schon schrieb, 35% allen Mikroplastiks in den Meeren, stammen aus Waschmaschinen, in denen Textilien aus Kunstfasern gewaschen werden.

Weiters wird Mikroplastik teilweise absichtlich hergestellt und in Kosmetikprodukte wie Zahnpasta oder Duschgel zugesetzt. Soll die Zähne weißer machen und einen Peelingeffekt auf die Haut haben.
Eine enorme Mikroplastikquelle sind auch Kunstrasen Fussballplätze.

Das meiste Makroplastik, das in die Meere kommt und dann langsam zu Mikroplastik zerfällt, erreicht das Meer über Flüsse aus der dritten Welt.
https://www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-jangtse-fluss-spuelt-am-meisten-plastik-ins-meer-1.3706704


Konferenz in Nairobi
Die Welt versinkt im Plastik - und die Uno schaut zu

Europa kann Wattestäbchen, Wegwerfgabeln oder Tüten verbieten. Doch die Hauptursache für das globale Problem mit dem Kunststoff liegt woanders. Welche Staaten die Meere vermüllen.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-konferenz-in-nairobi-wo-kommt-das-ganze-plastik-im-ozean-her-a-1258024.html


Eine interessante Möglichkeit, was wir mit den Kunststoffabfällen machen könnten, hat vor kurzem die OMV entwickelt. Sie stellt aus Plastik wieder Öl her!

https://www.focus.de/wissen/klima/klimaschutz/recycling-oesterreichischer-energiekonzern-macht-aus-plastikmuell-wieder-oel_id_9651314.html
https://www.omv.com/de/blog/reoil-aus-kunststoff-wieder-oel-gewinnen
https://www.scinexx.de/news/technik/flugzeug-treibstoff-aus-plastikmuell/
https://youtu.be/z3oSb1adzu8

Grüße Explorer

Pyrolyseöl

Frank Zintl @, Mittwoch, 21. August 2019, 08:10 vor 30 Tagen @ Explorer 612 mal gelesen

Hallo

Das mit dem Pyrolyseöl ist nicht neu. Solche Entwicklungen
laufen seit Jahrzzehnten, ohne Marktrenner zu werden.

Mit dem Verbrennen würden wir jede Menge Makroplastik
vermeiden. Diese thermische Nutzung steht auch den Ländern
offen, deren Flüsse heute massenweise Makroplastik in die
Meere schwemmen. Dann hätte man auch dort eine sinnvolle
Nutzung, und der Plastikmüll würde nicht mehr im Fluss
oder im Meer entsorgt. Bei den dortigen Löhnen könnte man
es sich sogar leisten den wertvollen Brennstoff an den
Flussufern und von illegalen Müllkippen von Hand wieder
einsammeln zu lassen. Das würde die Ärmsten der Armen ganz
freiwillig tun, wenn sie erfahren, dass ihnen der Plastik-
müll von Energieunternehmen als Brennstoff abgekauft wird.

Mikroplastik in Kosmetika gehört generell verboten. Es gibt
andere Zusätze, die mechanisch dasselbe bewirken z.B.
Schlämmkreide in der Zahncreme.

Frank

verboten!

IFan @, Mittwoch, 21. August 2019, 22:58 vor 29 Tagen @ Frank Zintl 550 mal gelesen

Hallo Frank,

"Mikroplastik in Kosmetika gehört generell verboten."

Das ist nicht nur schwierig durchzusetzen, es ist auch nicht angenehm, dass schon wieder etwas verboten wird. (bzw. - werden soll.) Diese Kunststoffe haben auch Vorteile gegenüber den bisherigen Stoffen (wie Schlämmkreide etc.), wie weniger abrasive Wirkung, was besonders in Zahncreme zum Vorschein kommt.

Das Mikroplastik aus der Wäsche ist man damit auch nicht los.

Es gibt aber Wege, den Plastikmüll einschließlich des Mikroplastiks ganz erheblich einzuschränken. Erst einmal sollten keine Plastikabfälle mehr ins Ausland transportiert werden dürfen (man kommt sich sowieso verarscht vor, wenn man zu Hause schön säuberlich alles in den gelben Sack packt, zum Recyceln, und der dann irgendwo im Ausland am Strand auf einer Müllkippe liegt, wo er langsam ins Meer geschwemmt wird).

Zweitens könnten die Kläranlagen umgebaut werden; ist eigentlich ganz einfach; man erzeugt mit Unterdruck destilliertes Wasser, wo aller Plastikmüll einschließlich Mikroplastik außenvor bleibt.

Beide Lösungen habe aber Nachteile. Erstens einmal haben die Journalisten dann kein Problem mehr, auf dem sie sensationell herumreiten können, und zweitens sind die Kläranlagen in der Regel in öffentlicher Hand, und da greift dann die Beamtenmentalität. ("So etwas haben wir ja noch nie gemacht." - "Dafür gibt es gar keine Vorschriften." - "Was das wieder kostet!" - "Dafür gibt es noch gar keine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse." - "Ich gehe jetzt erst einmal in Urlaub.")

Insofern wird es wahrscheinlich laufen wie bei Markus Krall, den ich zwar nicht kenne, aber der Beschreibung bei Malbork nach kann ich mir gut vorstellen, was der so sagt.


Gruß, IFan

Re: Ach was, noch mehr "freie Welt" bitte, ja?

Eyspfeil @, Mittwoch, 21. August 2019, 23:24 vor 29 Tagen @ IFan 533 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Mittwoch, 21. August 2019, 23:37

Hallo IFan!

"Diese Kunststoffe haben auch Vorteile gegenüber den bisherigen Stoffen (wie Schlämmkreide etc.), wie weniger abrasive Wirkung, was besonders in Zahncreme zum Vorschein kommt."

Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß Mikroplastik in den Darmtrakt und
ins Blut gerät, nach jedem Zähneputzen...

"Das Mikroplastik aus der Wäsche ist man damit auch nicht los."

Selbst in der Baumwolle werden zunehmend Elasthan-Fäden eingewoben,
auf Neudeutsch nennt sich das "Stretch".

"Es gibt aber Wege, den Plastikmüll einschließlich des Mikroplastiks ganz erheblich einzuschränken. Erst einmal sollten keine Plastikabfälle mehr ins Ausland transportiert werden dürfen..."

Deshalb gelangt das Thema ja an die Tagesordnung: China verbot Anfang 2018 den Import
von Müll, seitdem folgten einige Staaten in Südost-Asien. Irgendwann muß wieder jedes
Land mit seinem eigen produzierten Müll selbst fertig werden.
Das Problem: Die Kapazitäten sind hier erschöpft, deshalb wird der Müll ja nach
Indonesien verschifft und dort in den Urwald gekippt.

Am besten, jeden vollveganen Becher gründlich mit Wasser reinigen, damit er
möglichst sauber und klimaneutral in Malaysia am Strand landet.
Das erzeugt eine optimale Ökobilanz.:bye:
In weiten Teilen Afrikas versteht man das sicher, besonders wo man kaum einen
Liter Trinkwasser pro Tag zur Verfügung hat.:spinnt2:

Meine Nichte ist zurzeit in Vietnam: Sie schrieb mir, man kriegt dort pro Minute
problemlos einen ganzen Müllsack voll, so dreckig ist es dort. Schon wenn man
einen Schokoladen-Riegel kauft, bekommt man dazu gratis eine Plastiktüte angeboten.

"Zweitens könnten die Kläranlagen umgebaut werden; ist eigentlich ganz einfach; man erzeugt mit Unterdruck destilliertes Wasser, wo aller Plastikmüll einschließlich Mikroplastik außenvor bleibt."

Wenn das so einfach wäre, denkst Du nicht, man hätte nicht schon längst alles
'umgebaut'? Tatsächlich sind Filter gegen Mikroplastik erst in der Forschungs-
und Entwicklungs-Phase.

"Beide Lösungen habe aber Nachteile. Erstens einmal haben die Journalisten dann kein Problem mehr, auf dem sie sensationell herumreiten können..."

Das einzige, was man schon jetzt weiß: Trinkwasser wird in der Zukunft erheblich
erheblich teurer werden, um mindestens 50% oder mehr...

LG,

Eyspfeil

nö, glaube ich nicht

IFan @, Donnerstag, 22. August 2019, 19:33 vor 28 Tagen @ Eyspfeil 450 mal gelesen

Hallo Eyspfeil,

"Wenn das so einfach wäre, denkst Du nicht, man hätte nicht schon längst alles
'umgebaut'? Tatsächlich sind Filter gegen Mikroplastik erst in der Forschungs-
und Entwicklungs-Phase.
"

Nö, glaube ich nicht. Die einfachen und effizienten Lösungen sind die, die am meisten Widerstand erfahren.

("Das glaube ich nicht, dass das so einfach ist!" - "Da muss erst eine Studie gemacht werden.") Erst müssen die Wichtigtuer sich produzieren, beauftragt von Wichtigtuern. Und wenn dann trotz aller Bedenkenträger eine (komplizierte) Lösung gefunden wird, wird durch den Urwald getrommelt, wer der glorreiche Beauftrager war, der Umweltheld, der die Lösung in Gang gebracht hat.

Viele Leute haben ein Problem, wenn eine einfache Lösung von außerhalb kommt. Das stört den Ehrgeiz, dass man nicht selbst drauf gekommen ist. Dann muss man anerkennen, dass jemand anders schlauer war als man selbst. Da bohrt man sich lieber ins Knie.

Außerdem: Wenn es eine einfache Lösung ist, kann man nicht so viele Lorbeeren einsammeln.


Gruß, IFan

Heute in NANO im 3Sat

Frank Zintl @, Donnerstag, 22. August 2019, 20:07 vor 28 Tagen @ IFan 476 mal gelesen

Hallo

In der Sendung NANO war heute ein Beitrag. Eine findige Chemikerin
hat ein Verfahren entwickeklt, wie man Mikroplastik in Wasser dazu
bringen kann zu grösseren Teilchen zu agglomerieren, die sich dann
mechanisch abfischen lassen. Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer,
aber nicht auf Systeme wie ganze Weltmeere übertragbar.

Frank

Re: der Nano ist die Gefahr, nicht der Mikro..

Eyspfeil @, Donnerstag, 22. August 2019, 20:33 vor 28 Tagen @ Frank Zintl 459 mal gelesen

Hallo Frank!

"

Hallo

In der Sendung NANO war heute ein Beitrag. Eine findige Chemikerin
hat ein Verfahren entwickeklt, wie man Mikroplastik in Wasser dazu
bringen kann zu grösseren Teilchen zu agglomerieren, die sich dann
mechanisch abfischen lassen. Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer,
aber nicht auf Systeme wie ganze Weltmeere übertragbar.

Frank"

Im DLF kam heute ein Bericht über ein Forschungsergebnis, wonach
Mikro-Plastik unter ca. 0,15 mm vom "normalen" gesunden Menschen
nicht aufgenommen wird, sondern eher das Nano-Plastik gefährlich
wäre, also kleiner als die 0,15 mm bis hin zu Molekülen.

(Also nicht die Sendung "NANO" in 3sat, sondern klitzeklein,
auf griechisch "Zwerg".)

Aber das ändert ja nix: In Österreich hat eine Untersuchung an
Studenten ergeben, daß jeder einzelne Probant Spuren im Körper
aufweist.

Gruß,

Eyspfeil

auch nicht schlecht

IFan @, Samstag, 24. August 2019, 01:26 vor 27 Tagen @ Frank Zintl 404 mal gelesen

Hallo Frank,

vielen Dank für den Hinweis. Weil ich die Sendung jeden Tag aufnehme, konnte ich sie mir direkt ansehen. Ein vielversprechendes Verfahren; wäre ganz sinnvoll, irgendetwas Wirksames möglichst bald in Gebrauch zu nehmen. Ein bisschen skeptisch bin ich, dass wieder eine Chemikalie eingesetzt werden muss, die nachher ja auch wieder entfernt werden muss. Jedenfalls, an sich geht es, das Zeug auszufiltern; sollte man jetzt auch mal machen.

Gruß, IFan

BASF setzt auf Pyrolyseöl

Kinder von Atlantis @, Rodgau, Freitag, 23. August 2019, 07:31 vor 28 Tagen @ Frank Zintl 515 mal gelesen

Servus, eigentlich wollte ich mich hier nicht mehr zu Wort melden. Aber in diesen Fall muss ich auch was berichten.

Ich arbeite in jener Firma mit dem 4Buchstaben in der Synthesegas (H2/CO). Wir haben vor kurzem ein Versuch unternommen Pyrolyseöl (Cyndiesel) aus Plastik in Gas umzusetzen. Der Versuch hat sehr gut geklappt. Unser Schwesterbetrieb der "Cracker" hat ein ähnlichen Versuch unternommen und scheint ebenfalls erfolgreich gelaufen zu sein.

Dennoch schätze ich den gesamtaufwand als negativ. Man benötigt erstmal den Materialrücklauf, dann Energie um Pyrolyseöl zu erzeugen und dann wieder Logistik in entsprechenden Anlagen zu verarbeiten, welche auch wieder viel Energie aufwenden müssen.

Unterm Strich kann man sagen, das ist eine Milchmädchen Rechnung.

Gruss
KvA

War auch mal dabei - aber nicht lange

Frank Zintl @, Freitag, 23. August 2019, 22:08 vor 27 Tagen @ Kinder von Atlantis 454 mal gelesen

Hallo

Ich war auch mal bei den "vier Buchstaben" - aber das ist eine
Jugendsünde und verjährt. Gott sei Dank bin ich nicht dabei
geblieben. Keine weiteren Kommentare dazu.

Klar geht das mit dem Pyrolyseöl. Etliche haben daran herum-
experimentiert. Technisch geht das, aber es spricht jeder
Wirtschaftlichkeit Hohn.

Das Zeugs einfach in die Müllverbrennung schmeissen ist hingegen
billig, und die gespeicherte Verbrennungswärme tut guten Nutzen.
Viele Betreiber von MVA's wären sicher froh über diesen
zusätzlichen Energieträger.

Bei der Rückführung müsste der Plastikschrott nicht mal mehr
rein ein. Kein sinnloses Spülen von Joghurtbechern mehr. Den
Flammen ist das ales egal.

Frank

Ich weiß...

Kinder von Atlantis @, Rodgau, Freitag, 23. August 2019, 22:48 vor 27 Tagen @ Frank Zintl 427 mal gelesen

Respekt! Das du eine Alternative gefunden hattest. Leider habe ich moment wenig Auswahl.

Dauert noch ein wenig bis was besseres kommt.

Re: Die Hin- und Hertrennerei ändert an dem Dilemma in der Summe nichts

Eyspfeil @, Donnerstag, 22. August 2019, 00:04 vor 29 Tagen @ Explorer 546 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 22. August 2019, 00:17

Hallo Explorer!

"Hallo,

"Es stimmt, dass man nicht alle Kunststoffe trennen kann. Daher kann man leider aus Kunststoffgranulaten, die aus Plastikabfall gewonnen wurden, nur bestimmte Plastikgegenstände herstellen.

Allerdings, würde Mikroplastik nicht verschwinden, indem wir einfach anfangen den Plastikmüll zu verbrennen."

Am Plastik kann man so richtig schön zuschauen, wie Entropie "arbeitet":
Einmal umgeformte Energie nicht mehr ganz rückgängig machen, also sie
wieder in ihren Urzustand versetzen, d.h. in ihre Ausgangs-Moleküle.

Das Problem: Kunststoff ist Materie, die gleich einem toten Lebewesen nicht
verwest, oder sich vollkommen zersetzt. Also eine widernatürlche Materie,
wenn man so will, und damit Teil der Hybris, die sich der Mensch selbst
geschaffen hat.
Wenn sich in den Ozeanen ganze Plastik-Kontinente bilden, dann muß man
konstatieren: <<Houston, wie haben ein Problem.>>:wichtig:

Bei einer Weltvevölkerung von bald 8 Milliarden, die fast ausschließlich
nur noch Plastik-Gegenstände produziert, benutzt und konsumiert, bildet
sich aus dem bunten Mist allmählich ein nicht mehr zu kontrollierendes
Monstrum heraus, Godzilla läßt grüßen.

Diese überbordende Scheiße kann doch keine Macht der Welt weder "recyklen",
noch wiederverwerten, noch verbrennen.

Die "Fabrikschlote", die noch in den 70ern als Gefahr betrachtet wurden,
waren dagegen eine Lachnummer.

Von Tag zu Tag werden es zig Millionen Tonnen Plastik mehr,
die in die Umwelt gelangen.
Ich höre und lese die Berichte Tag für Tag.
Bin selbst in der Reinigungs-Branche tätig.

Beste Grüße,

Eyspfeil

Entropie

Frank Zintl @, Donnerstag, 22. August 2019, 09:21 vor 29 Tagen @ Eyspfeil 534 mal gelesen

Hallo Eyspfeil

"Es stimmt, dass man nicht alle Kunststoffe trennen kann. Daher kann man leider aus >Kunststoffgranulaten, die aus Plastikabfall gewonnen wurden, nur bestimmte Plastikgegenstände >herstellen.

Allerdings, würde Mikroplastik nicht verschwinden, indem wir einfach anfangen den Plastikmüll >zu verbrennen."

Das ist ein Teil des Dilemmas - aus minderwertigem, weil bunt gemischtem Granulat lassen sich nur minderwertige Plastikprodukte herstellen. So gross ist der Markt für die gar nicht. Und auch dann bleibt der Kunststoff im System.

Am Plastik kann man so richtig schön zuschauen, wie Entropie "arbeitet":
Einmal umgeformte Energie nicht mehr ganz rückgängig machen, also sie
wieder in ihren Urzustand versetzen, d.h. in ihre Ausgangs-Moleküle.

Jedenfalls nicht in die sortenreine Mischung der Ausgangsmoleküle, wie sie in den Polymerketten eines einzigen sortenreinen Kunststoffs vorhanden sind. Eher mach dem Prinzip "Von jedem Dorf ein Köter".

Das Problem: Kunststoff ist Materie, die gleich einem toten Lebewesen nicht
verwest, oder sich vollkommen zersetzt. Also eine widernatürlche Materie,
wenn man so will, und damit Teil der Hybris, die sich der Mensch selbst
geschaffen hat.

Genau diese Eigenschaften des Kunststoffs als "unverwüstliches" Material waren lange Zeit erwünscht.

Wenn sich in den Ozeanen ganze Plastik-Kontinente bilden, dann muß man
konstatieren: <<Houston, wie haben ein Problem.>>:wichtig:

Bei einer Weltvevölkerung von bald 8 Milliarden, die fast ausschließlich
nur noch Plastik-Gegenstände produziert, benutzt und konsumiert, bildet
sich aus dem bunten Mist allmählich ein nicht mehr zu kontrollierendes
Monstrum heraus, Godzilla läßt grüßen.

Es kommt darauf an was diese 8 Milliarden - wer macht eigentlich all diese Menschen ? -
mit dem Plastikschrott umgehen. Wenn er als Brennstoff in Kraftwerken attraktiv wird, haben
diese 8 Milliarden einen Anreiz um ihn zu sammeln und an die Kraftwerksbetreiber zu verscherbeln.

Diese überbordende Scheiße kann doch keine Macht der Welt weder "recyklen",
noch wiederverwerten, noch verbrennen.

Man kann wenigstens anfangen. Da müssten ganze Flotten an Fischerbooten jahrzehntelang
auf Plastikfang gehen. Am besten Fangflotten mit einem Mutterschiff, das eine Verbrennungs-
anlage an Bord hat. Wer nie anfängt, wird nie fertig. Zuerst aber muss der Zustrom an neuem Plastikmüll gestoppt werden. Das geht nur, wenn aus dem Schrott plötzlich was Wertvolles (Brennstoff) wird.

Die "Fabrikschlote", die noch in den 70ern als Gefahr betrachtet wurden,
waren dagegen eine Lachnummer.

Ja ich erinnere mich, ich habe die 70-er bewusst erlebt. Damals ging es u.a. um die Entschewefelung der Ausstösse aus Kohlekraftwerken. Heute längst Stand der Technik.

Von Tag zu Tag werden es zig Millionen Tonnen Plastik mehr,
die in die Umwelt gelang

Nicht wenn man den Plastikmüll zu einem attraktiven Brennstoff macht, mit dem sich GELD verdienen lässt.

Aber zwei Probleme bleiben selbst dann:

1 Dieser Brennstoff ist fossil. Er müsste andere fossile Brennstoffe z.B. Kohle ersetzen. Man kann aber den Standpunkt vertreten, dass bei der Plastikverbrennung die Schadensvermeidung im Vordergrund steht.

2 An das Mikroplastik kommt man so immer noch nicht heran.

Frank

Nur drei Fragen am Rande ...

0,- Mark @, Donnerstag, 22. August 2019, 14:50 vor 28 Tagen @ Frank Zintl 555 mal gelesen

Guten Tag zusammen.

1.
Wenn in der Natur der "Kunststoff" im aggressiven Umfeld von Meereswasser, UV-Licht und Temperaturschwankungen nicht abgebaut wird, wieso soll das dann ausgerechnet unter den stabilen und bis ins Detail geregelten Bedingungen des menschlichen Organismus gehen?

2.
Wo und wie in welchen Organen ist die "Mikroplastik" im Körper irgendwie aktiv oder ist es mehr oder weniger ein passiver Ballaststoff, der wegen der Kleinheit vom Organismus gar nicht bemerkt und deshalb vom Immunsystem ignoriert wird und demzufolge keine Reaktion hervorrufen kann?

3.
Welche Forschungsergebnisse oder ernstzunehmende Studien gibt es dazu überhaupt und wer hat diese in wessen Interesse erstellt?

***

Zur Klarstellung:
Dass das Müllproblem gelöst werden muss und zwar zeitnah, liegt ja wohl auf der Hand. Doch dieses Problem muss man zunächst lösen wollen!
Das kostet. Aber Recycling ist möglich.

Geld sollte keine Rolle spielen.
Die Betriebskosten eines Flugzeugträgers der US-amerikanischen Nimitz-Klasse betragen ca. 13 Mio. Dollar pro Monat(!) (ohne Personalkosten). Derer gibt es 10. Diese Knete müsste für den Anfang reichen.

Ich würde die Flugzeugträger zu Plastikverbrennungs/-verwertungsanlagen umbauen. Diese dicken Schiffe braucht in Zeiten von Kinshal und Aventgarde eh keiner mehr und sogar der MIK wäre auf Jahre zufriedengestellt.

Gruß 0,- M
(Nullmark)

Kleine Ergänzung

0,- Mark @, Donnerstag, 22. August 2019, 15:04 vor 28 Tagen @ 0,- Mark 526 mal gelesen

Mir fällt da gerade ein Buch ein, das mir in den 70er unterkam. Dazu hatte ich hatte vor Jahren mal im DGF geschrieben. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=227478

Daran musste ich denken, wenn ich von „… Kontinenten von Müll im Ozean …“ lese oder höre.
Ohne Abzuwiegeln: Eine „Überzeichnung“ von Problemen forciert nicht zwingend zu deren Lösung, sondern schafft notwendige Aufmerksamkeit.
Allerdings ist die Grenze zur Propaganda fließend >>> Klima- und CO2-„Probleme“.

Selbstredend kann ich mich irren…

Gruß
0,-

kann ich folgen

IFan @, Donnerstag, 22. August 2019, 19:45 vor 28 Tagen @ 0,- Mark 459 mal gelesen

Hallo 0,-Mark,

dem kann ich voll folgen.

Das Buch kenne ich nicht, dazu kann ich mich nicht äußern.

Gruß, IFan

Lösungen

IFan @, Donnerstag, 22. August 2019, 20:03 vor 28 Tagen @ 0,- Mark 470 mal gelesen

Hallo 0,-Mark et al.,

"Dem Inschenör ist nichts zu schwör." (Wilhelm Busch)

Man sehe sich Bohrinseln an, Schiffe, Autos, Flugzeuge, Produktionsanlagen.

Alles machbar, alles baubar.

Die Ingenieure müssen halt nur die Aufträge bekommen.

Sauberes Wasser - kein Problem. Plastikmüll beseitigen - kein Problem.

Aber da haben wir wieder die Bedenkenträger, die Kaufleute, die alles besser wissen (sogar besser als der Ingenieur). Die Wichtigteuer, die Problemreiter, die alle kein Interesse an einer Lösung haben, nur an dem Gequatsche darüber.

Gruß, IFan

Ingenieur

Iridium @, Tegernsee, Donnerstag, 22. August 2019, 20:37 vor 28 Tagen @ IFan 486 mal gelesen

Sehr geehrter Hochwohlgeborener IFan,

das Wort Ingenieur ist das Einzige wo Genie enthalten ist.

Hochachtungsvoll

Iridium

:hungry: :hungry: :hungry:

Re: jau schon, nur tragen die Maschinen dieser Ing-Genies ganz erheblich zur Zerstörung der Welt bei, leider(owT)

Eyspfeil @, Donnerstag, 22. August 2019, 21:10 vor 28 Tagen @ Iridium 459 mal gelesen

Lehmhütten

Iridium ⌂ @, Untertürckheim, Donnerstag, 22. August 2019, 21:21 vor 28 Tagen @ Eyspfeil 521 mal gelesen

Sehr geehrter Hochwohlgeborener Eyspfeil,

Wenn Du Unternehmer wärst, dann würdest Du auch Maschinen in Deine Fabrik montieren lassen. Schau Dir mal die Lohnkosten in der BRiD an und vergleiche diese mit den Steuersätzen im Deutschen Reich.

Fortschritt gab und gibt es schon immer, wenn Dich das stört kannst Du auch gerne nach Afrika umziehen und in Lehmhütten hausen.

Hochachtungsvoll

Iridium

(●^o^●)(^v^)(^u^)(^◇^) ( ^)o(^ )(^O^)(^o^)(^○^))^o^( (*^▽^*)(✿◠‿◠)

Fin>

Unverbesserlich

Frank Zintl @, Donnerstag, 22. August 2019, 21:38 vor 28 Tagen @ Iridium 493 mal gelesen

Hallo

Genau diese Haltung bringt jetzt die Menschheit und den
übrigen Planeten um. Nicht einmal unter dem Galgen erfolgt
eine Bekehrung.

Frank Zintl

farbige Völker

Iridium ⌂ @, Bad Schandau, Donnerstag, 22. August 2019, 21:41 vor 28 Tagen @ Frank Zintl 540 mal gelesen

Schlagwörter:

Servantus,

Spengler vermutet, daß nach dem Untergang des Abendlandes die "farbigen Völker", die in unsere Entwicklung hineingezogen wurden, die Technologie wieder fallen lassen, weil sie ihnen kein inneres Bedürfnis sei. Sie verwenden sie, um in einem kulturell und zivilisatorisch vom Westen geprägten Umfeld bestehen zu können. Allerdings sind deren Innovationen keinem hehren Entdeckergeist geschuldet, den der faustische Mensch allein um seiner selbst willen pflegt.

Avatar

Jux und Trollerei

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 22. August 2019, 21:57 vor 28 Tagen @ Iridium 542 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 22. August 2019, 22:09

Hallo!

Spengler vermutet, daß nach dem Untergang des Abendlandes die "farbigen Völker", die in unsere Entwicklung hineingezogen wurden, die Technologie wieder fallen lassen, weil sie ihnen kein inneres Bedürfnis sei. Sie verwenden sie, um in einem kulturell und zivilisatorisch vom Westen geprägten Umfeld bestehen zu können. Allerdings sind deren Innovationen keinem hehren Entdeckergeist geschuldet, den der faustische Mensch allein um seiner selbst willen pflegt.

Wenn Du nun anfängst, völlig zusammenhangslos Versatzstücke meiner alten Beiträge einzubringen und zudem dem Leser (der nicht alle alten Fäden auswendig kennt) eigentlich nicht vorhandene eigene Gedanken vorzutäuschen, fange ich irgendwann an, das als Trollerei zu betrachten.

Das ist hier keine Kloake wie Twitter! Was sonst im Netz im Zuge allgemeiner Verwahrlosung normal ist, hat hier keinen Platz!
Daher eigene Gedanken oder Quellenangaben und vor allem nicht aus Verlegenheit irgendein Standardzitat einfügen (obige Passage kommt von Dir in jeder Chatsitzung mindestens ein mal, dabei paßt sie nie zum Kontext, tut nie etwas zur Sache)!

Gruß
Taurec
(Die Höhe ist es, den eigenen Beitrag, der nur aus einem ungekennzeichneten Fremdzitat besteht, auch noch guttenbergend der Forumssammlung hinzuzufügen. Werd' mal erwachsen!)


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

jedenfalls nicht

Iridium ⌂ @, Friedrichsruh, Donnerstag, 22. August 2019, 22:12 vor 28 Tagen @ Taurec 501 mal gelesen

Grüß Gott Taurec,

ich weiß gar nicht was Du hast. Der Spenglerabsatz ist der meistgepostete Kommentar im weltweiten Internet (nicht nur Twitter, da bin ich seit einigen Tagen gesperrt)von mir und zieht fast immer positive Beiträge nach sich. Sei doch stolz drauf.

Nun,ich wollte sowieso nur auf Ingenieur und Genie eingehen, bin halt ein Wortfetischist und dann wieder die Segel streichen. Trollerei war es jedenfalls nicht.

Und so löse ich mich sogleich in Luft auf.

Hochachtungsvoll

Iridium  \sqrt{x})

(-";-)(ーー゛)(^_^メ)(-_-メ)(~_~メ)(--〆) (・へ・)(`´)<`~´><`ヘ´>;(ーー;)

Re@Iridium: NIEMAND mehr wird Technologien benutzen

Eyspfeil @, Freitag, 23. August 2019, 23:01 vor 27 Tagen @ Iridium 501 mal gelesen

Hallo Iridium!

"

Servantus,

Spengler vermutet, daß nach dem Untergang des Abendlandes die "farbigen Völker", die in unsere Entwicklung hineingezogen wurden, die Technologie wieder fallen lassen, weil sie ihnen kein inneres Bedürfnis sei. Sie verwenden sie, um in einem kulturell und zivilisatorisch vom Westen geprägten Umfeld bestehen zu können. Allerdings sind deren Innovationen keinem hehren Entdeckergeist geschuldet, den der faustische Mensch allein um seiner selbst willen pflegt."

Nach dem Impakt/der 3tf gibt es keine 'Technologien' mehr.
"Wir" (d.h. jeder, der überlebt) leben in der Steinzeit,
oder bestenfalls im Mittelalter.
Jediglich einige Fahrräder (E-Bikes sind nutzlos, da kein Strom mehr)
wurden von ITOma geschaut.
Lies Dir mal die Schauungen von Wizard
durch, wenn Du Zeit dafür hast.

Aber Spengler hat schon Recht, wenn er schreibt, daß die wesentlichen
Entdeckungen und Erfindungen dem faustischen Entdeckergeist geschuldet
sind, den er allein um seiner selbst willen pfegt.

LG,

Eyspfeil

Fallhöhe

Luzifer @, Österreich, Donnerstag, 22. August 2019, 22:51 vor 28 Tagen @ Frank Zintl 535 mal gelesen

Hallo Frank,

das Problem ist halt die Fallhöhe.

Wieviele Menschen gab es vor der industriellen Revolution, vor dem Kunstdünger und vor der Nutzung des Erdöls als Energieträger. Vielleicht ein paar hundert Millionen. Und recht viel mehr würden es auch heute nicht sein, würde man auf Technik schlagartig verzichten (müssen, was durchaus passieren könnte, eines Tages).

Sie ist der wahre Grund,warum wir so viele sind (sein können). Und ohne neue technologische Lösungen für die von der Technik selbst verursachten Probleme wird es bitter, auch ohne Impakt oder Supervulkan.

Ob diese Entwicklung nun sinnvoll war oder nicht, sie ist passiert und nicht rückgängig zu machen, außer man nimmt eine Tragödie in Kauf, wie es diese Welt noch nicht gesehen hat (zumindest nicht in "unserer" Zivilisationsperiode).

Derzeit machen wir uns gerade von der Informationstechnologie zusätzlich zur Notwendigkeit einer steten Energieversorgung, insbesondere mit fossilen Brennstoffen, vollständig abhängig. Redundante Systeme (und damit meine ich analoge Strukturen, Papier und Bleistift, so ganz ohne IT) sind Fehlanzeige weit und breit. Bald wird schon eine veritable Sonneneruption das Potental haben eine Weltenwende auszulösen, weil dann alle Transportketten zusammenbrechen werden. Nanoplastik ist derzeit so ein Hypethema, wie es der Feinstaub mal war, oder das Waldsterben, das man tatsächlich in den Griff bekommen hat.
Und ja das Klima und dessen Wandel, es gab nie eine Zeit in der Erdgeschichte in der sich das Klima nicht geändert hätte. Indizien für Klimaveränderungen werden auch auf Mars beobachtet. Nun das größte Problem mit Wissenschaft und Technik ist, dass sie nur allzu gerne von Mächtigen, Politikern und Kaufleuten für ihre eigennützigen Zwecke in Beschlage genommen wird.

Wie hier schon vor einiger Zeit diskutiert wurde ist Reichtum weder gut nocht schlecht per se und genauso ist es mit Technologie und Entwicklung. Es sind schon die Menschen, die die Rahmenbedingungen machen, wohin es sich entwickeln soll. Und solange man Psychopathen herrschen lässt, kann aus Technik auch nur vorwiegend Schlechtes entstehen.

Schöne Grüße
Franz


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.

KLar, Iridium, ich benutze gern Maschinen, aber die Schattenseiten sind nun mal existent (wir hängen alle mit drin)(owT)

Eyspfeil @, Donnerstag, 22. August 2019, 23:56 vor 28 Tagen @ Iridium 453 mal gelesen

Re: Geld und schneller Profit regieren die Welt, schon immer

Eyspfeil @, Donnerstag, 22. August 2019, 20:47 vor 28 Tagen @ IFan 472 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 22. August 2019, 20:56

Hallo IFan!

"Aber da haben wir wieder die Bedenkenträger, die Kaufleute, die alles besser wissen (sogar besser als der Ingenieur). Die Wichtigteuer, die Problemreiter, die alle kein Interesse an einer Lösung haben, nur an dem Gequatsche darüber.

Gruß, IFan"

Eben. Das ist doch Teil des Problems, daß Geld die Welt regiert, bzw. die
Welt nobel zugrundegeht, also der Wohlstand und der Luxus ein stärkeres
Gewicht haben als Natur und Umwelt.

Autos, Flugzeuge und Kraftwerke bauen bringen nun mal mehr und schnelleren
Profit, als die Schadstoffe von den Fahrzeugen und Geräten zu reduzieren.

Alles andere fällt wieder unter die Kategorie "hätte, hätte Fahrradkette":
Hätte man schon vor 100 Jahre klimaneutrale und schadstoffarme Technologien
erfunden, oder Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerungs-Explosion zu
vermeiden, und, und, und...:schief:

Die Welt hat sich nun mal in den letzten 100-120 Jahren hin von den Monarchien
zur globalen Zivilisation 'entwickelt', in der die gröbsten Kräfte bzw.
Egoisten das Sagen haben, die rücksichtslos die Umwelt und Natur ausgebeutet
hatten und dies auch weiterhin tun werden.

Oder siehe die erneute Aufrüstung unter den Großmächten, trotz ständiger
Beteuerung zum "Weltfrieden". Da kannst Du genauso argumentieren "die
Ingenieure haben doch auch friedliche Technologien entwickelt?"

Beste Grüße,

Eyspfeil

Meine Antwort auf die Fragen am Rande

Explorer @, Freitag, 23. August 2019, 19:05 vor 27 Tagen @ 0,- Mark 479 mal gelesen

Hallo,

Wenn in der Natur der "Kunststoff" im aggressiven Umfeld von Meereswasser, UV-Licht und Temperaturschwankungen nicht abgebaut wird, wieso soll das dann ausgerechnet unter den stabilen und bis ins Detail geregelten Bedingungen des menschlichen Organismus gehen?

Das geht wohl eben nicht, das ist das Problem, ebenso wie z.B. bei Asbest!

Wo und wie in welchen Organen ist die "Mikroplastik" im Körper irgendwie aktiv oder ist es mehr oder weniger ein passiver Ballaststoff, der wegen der Kleinheit vom Organismus gar nicht bemerkt und deshalb vom Immunsystem ignoriert wird und demzufolge keine Reaktion hervorrufen kann?

Jeder kleine Fremdkörper hat wohl das Potential, Enzündungen auszulösen. Mikroplastik kann wohl in die Zellen gelangen, wenn es nur klein genug ist:
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/mensch/989619-Grosse-Gefahr-durch-kleines-Plastik.html?em_no_split=1

Welche Forschungsergebnisse oder ernstzunehmende Studien gibt es dazu überhaupt und wer hat diese in wessen Interesse erstellt?

Es gibt noch kaum Forschungen zu Mikroplastik.
Bei Tierstudien, mit Muscheln zeigt Mikroplastik auf jedenfall mal eine schädigende Wirkung.
https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/mikroplastik-macht-muscheln-haltlos/

Auf Plankton z.B. auch: https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/es503001d

Grüße Explorer

Lieber Explorer

Kinder von Atlantis @, Rodgau, Freitag, 23. August 2019, 21:15 vor 27 Tagen @ Explorer 454 mal gelesen

Was zeichnet dich als Experten in Sachen Mircoplastik aus?

Lass mich raten: Nichts!

Grundsätzlich weis ich von ein prov. Biochemiker das der menschliche Organismus in der Lage ist Partikel selbst kleinster Größe in einen schleimartigen Träger zu verkapseln. Was dann meist als Auswurf ans Tageslicht kommt. Funktioniert allerdings nicht auf Asbest...

Das Mircoplastiken eine Wirkung auf Welt- und Umwelt haben ist klar, aber bei weitem nicht wie andere Substanzen...

PS: Allerfeinste (heiße) Glaspartikel werden bei Pyrokkastischen Strömen in die Atmosphäre geblasen... diese sind noch 10000x gefährlicher als Mircoplastiken.

Sorry... da war der Betrag schneller online

Kinder von Atlantis @, Rodgau, Freitag, 23. August 2019, 21:33 vor 27 Tagen @ Kinder von Atlantis 439 mal gelesen

Löschen und neu schreiben ist mir verwehrt, da ich nicht registriert bin
Ignorieren Sie ihn einfach. Der war zu schnell Online...

Aber Fakt ist, Mikroplastik wie es z.B. in Kosmetika eingesetzt wird ist wesentlich grobkörniger als den Mist den wir so Tag für Tag unser Leben einatmen. Also passt das mit der verkapselnung.

Und sorry.. das ich persönlich geworden bin, kam aus dem Affekt heraus.

KvA

Dieser Post, macht deinen ersten nicht besser

Explorer @, Dienstag, 27. August 2019, 07:12 vor 24 Tagen @ Kinder von Atlantis 408 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Dienstag, 27. August 2019, 07:33

Hallo Kinder von Atlantis,

Aber Fakt ist, Mikroplastik wie es z.B. in Kosmetika eingesetzt wird ist wesentlich grobkörniger als den Mist den wir so Tag für Tag unser Leben einatmen. Also passt das mit der verkapselnung.

Fakt ist aber auch, dass auch diese Mikroplastikpartikel, in der Umwelt zu noch kleineren Partikel zerlegt werden, sei es durch mechanische Einwirkung von Wasser und Wind, chemische Einwirkung oder UV-Strahlung...

Weiters geben diese Partikel ja auch ständig giftige Weichmacher ab. Auch wenn die nur ein paar Stunden, im Schleim der Atemwege sind, werden die Partikel später im RAchen verschluckt, durchwandern Magen-Darmtrakt und geben die Weichmacher ab.
https://www.welt.de/gesundheit/article125155672/Die-unsichtbare-Gefahr-aus-dem-Plastikmuell.html
https://www.test.de/FAQ-Phthalate-Was-Sie-ueber-die-Weichmacher-wissen-sollten-5368775-0/
https://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/Factsheets/umweltgifte_phthalate.pdf

Die Weichmacher, reichern sich mit dem Plastikmüll immer mehr in der Umwelt an!


Mikroplastik ist definitiv ein großes Problem, dass ein immer größeres gesundheitliches Risiko darstellt.

Natürlich gibt es noch andere Probleme, wie ich hier auch schon ausführte.


Und es wird in Zukunft wohl, wenn wir nicht gegensteuern noch viel schlimmer, mit der Umweltzerstörung...

Z.B. werden wohl in nächster Zukunft auch wieder mehr radioaktiv strahlende Teilchen freigesetzt werden.

Erstes schwimmendes Atomkraftwerk der Welt sticht in See
Umweltschützer üben heftige Kritik am "Tschernobyl auf dem Eis". Die Idee hinter dem russischen Projekt ist, Strom in abgelegene Gebiete zu bringen
https://www.derstandard.at/story/2000107739478/erstes-schwimmendes-atomkraftwerk-der-welt-sticht-in-see

Und immer mehr Staaten, entwickeln gerade Raketen, die mit Atomantrieb fliegen sollen!

Russland testet Mach 10 schnelle Atomrakete mit Nuklearantrieb
Russland hat offenbar eine flugfähige Rakete mit Nuklearantrieb getestet, die bis zu zehnfache Schallgeschwindigkeit erreichen soll. Damit wäre sie kaum von einer Raketenabwehr zu treffen. Die Rakete wurde im Flug von einer MIG31 gestartet. Das russische Verteidigungsministerium hat ein entsprechendes Video veröffentlicht.
https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/antriebstechnik/russland-testet-10-mach-schnelle-atomrakete-mit-nuklearantrieb/

Die USA, Russland und China wollen so auch Raketen antreiben, die den Mars in kurzer Zeit erreichen können!
https://www.futurezone.de/science/article213460763/NASA-plant-nukleare-Raketen-fuer-Marsmission.html

Das es mit solchen Raketen wohl leider zu Unfällen kommen würde, war zu erwarten...
https://www.welt.de/vermischtes/article198460121/Atomarer-Unfall-in-Russland-Wetterdienst-meldet-16-fach-erhoehte-Radioaktivitaet.html
https://www.tagesspiegel.de/politik/explosion-auf-raketen-testgelaende-was-ueber-den-mysterioesen-atom-unfall-in-russland-bekannt-ist/24899424.html

Auch, dass man das wie damals bei Tschernobyl möglichst zu vertuschen versucht. Vertuschungen, sind ja bei Forschungen und Unfällen zu Nukleartechnologie eher die Regel, als die Ausnahme.
So wie es aussieht, begann diese Tradition, mit dem ersten Atomunglück auf deutschen Boden am 23. Juni 1942.
https://www.youtube.com/watch?v=1HNZHGdIt40

Und wird bis heute fortgesetzt, exemplarisch:
https://www.derstandard.at/story/2000101989859/raetsel-um-riesige-radioaktive-wolke-von-2017-vermutlich-geloest

Grüße Explorer

Ich habe nie behauptet ein Experte für Mikroplastik zu sein, du bist aber offensichtlich auch keiner...

Explorer @, Dienstag, 27. August 2019, 06:39 vor 24 Tagen @ Kinder von Atlantis 362 mal gelesen

Hallo Kinder von Atlantis,

Was zeichnet dich als Experten in Sachen Mircoplastik aus?

Lass mich raten: Nichts!

Ich hab doch gar nicht behauptet ein Experte für Mikroplastik zu sein...
Es gibt wohl auch keinen wirklichen Experten dafür, wird doch erst seit 2014 daran geforscht. Die paar Wissenschaftler, die sich damit beschäftigen geben auch soweit ich das verfolgt habe, alle zu, dass noch sehr wenig bekannt ist.

Und was denkst du eigenlich, warum ich immer versuche, möglichst für jede meiner Aussagen eine Quelle anzugeben?

Grundsätzlich weis ich von ein prov. Biochemiker das der menschliche Organismus in der Lage ist Partikel selbst kleinster Größe in einen schleimartigen Träger zu verkapseln.

Da hast du den Biochemiker wohl falsch verstanden. Verkapselung ist ein Vorgang, bei dem ein Fremdkörper mit Bindegwebe fest umschlossen wird. Schleim ist eine zähe wässrige Masse, die aus Wasser gebildet wird, in denen sich langkettige Zuckerpolymere oder Glykolipide befinden, oft auch einige Proteine.

Wenn man selbst kleinste Partikel, mit einem "schleimartigen Träger verkapseln" könnte, würde man nicht Feinstaubpatkel nachweisen können, die aus der Lunge ins Gehirn wandern.

Was dann meist als Auswurf ans Tageslicht kommt. Funktioniert allerdings nicht auf Asbest...

Was jetzt, redest du von den Staubpartkeln, die in dem Schleimfilm der Atemwege hängen bleiben und dann durch den Cilienschlag langsam richtung Rachen transportiert wird, oder von der Verkapselung von Fremdkörpern in Gewebe?

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge...

Das Mircoplastiken eine Wirkung auf Welt- und Umwelt haben ist klar, aber bei weitem nicht wie andere Substanzen...

PS: Allerfeinste (heiße) Glaspartikel werden bei Pyrokkastischen Strömen in die Atmosphäre geblasen... diese sind noch 10000x gefährlicher als Mircoplastiken.

Auf jedenfall, gibt es jetzt schon starke Hinweise darauf, dass Mikroplastikpartikel, von den Lungenmakrophagen, so wie auch z.B. Asbest oder kristallines Siliziumdioxid (auslöser einer Silikose umgangsprachlich "Staublunge") von den Makrophagen in der Lunge aufgenommen wird.

Histopathological analysis of lung biopsies from workers in the textile (nylon, polyester, polyolefin, and acrylic) industry showed interstitial fibrosis and foreign-body-containing granulomatous lesions, postulated to be acrylic, polyester, and/or nylon dust. The clinical symptoms presented were similar to
allergic alveolitis (a form of inflammation in the lung).

https://www.researchgate.net/publication/317078116_Plastic_and_Human_Health_A_Micro_Issue

Warum sollten die Makrophagen es schaffen, Mikroplastik abzubauen, wenn sie bei Asbest und kristallinem Siliziumdioxid scheitern? :mauer:

Grüße Explorer

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Eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen.

BBouvier @, Sonntag, 18. August 2019, 02:29 vor 33 Tagen @ Eyspfeil 812 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 18. August 2019, 02:39

Hallo!

<"Ich verstehe nicht, warum das alles in Bausch und Bogen
als Sage und Märchen abgetan wird
...">

Alles zwar nicht, aber die Masse durchaus.
Auch deswegen, weil fast alles noch nicht mal zu "Sage und Märchen" reicht,
sondern es sich dabei nur um dreiste Lügen und Betrug (!) jungen Datums handelt.
Exemplarisch zu (angeblich Mühlhiasl, napoleonische Epoche)
"Wenn d’Wägen ohne Roß und Deichsel fahrn."
=>
Fälschung bei Landsdorfer von 1923.
Dann prophezeit sich derlei ohne Mühe.
Und da mag man den "Nukleus" lange unter der Laterne suchen.
Kannste alles knicken:
=>
:tonne:

<"Wozu denn noch eigentlich ein solches Forum,
wenn alle Weissagungen ohnehin Märchen und Sagen sind?
">

Gute Frage.
Es scheint mir das deutsch-faustische Naturell zu sein,
das drängend forscht und jenseits des bekannten Tellerrandes bohrt.
Der Drang nach Erkenntnis und Wahrheit.
Und dazu müssen insbesonders alle die Lügen und Betrügereien ausgesondert werden.
Wir haben mittlerweile herausgefunden und sachlich belegen können,
daß der gesamte europäische Prophezeiungskanon ein einziges
Konglomerat übler Lügen, Betrug und deren Plagiatsvarianten
nur ist ... möglicherweise diffus stimmig (da teilsymbolisch
und verschleiert) findet man allerdings einige
ganz junge Schauungen in unserer Forumsbibliothek.
Ob diese stimmig sind, kann allerdings erst die Zukunft zeigen.

<"Oder sollen wir gar dahingehend "missioniert" werden,
daß wir alles für Mär und Spinnerei halten?
Bei mir klappt das halt ganz und gar nicht,
ich weiß auch nicht warum
.">

Ja ... gelegentlich mag es recht ungelegen kommen,
wenn bewiesen wird, daß liebgewordene Glaubenswahrheiten
nicht länger haltbar sind, Lehrgebäude fallen, sicher geglaubter Boden schwankt.
Dagegen hilft eine meiner Dauerbemerkungen "unten", die lautet:
=>
"Eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen."

<"... die Tatsache, daß die Weltbevölkerung
Jahr pro Jahr um 80 Millionen zunimmt
...">

Ja ... aber was sollte das mit frech gelogenen
Prophezeiungen zu tun haben?

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Unhinterfragte Grundannahmen

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 18. August 2019, 16:17 vor 32 Tagen @ Eyspfeil 852 mal gelesen

Hallo!

Ich versteh nicht, warum das alles in Bausch und Bogen als Sage und Märchen abgetan
wird, und nicht als Weissagungen, was es zumindest teilweise war.

"Weissagung" und "Prophezeiung" sind etymologisch praktisch synonym und austauschbar.
Prophezeiung: "für-" ("pro-"), "-sprechen" ("-phēmí"). ⇒ Man sagt, was man von einem anderen erfahren hat ("für diesen"), in der Prophetie meistens "Gott".
Weissagung: Man sagt, was man weiß (oder zu wissen meint). Das wars auch schon.

Das tertium comparationis ist, daß man lediglich Informationen ausspricht, über deren Qualität allein durch die Mitteilung und ihre behauptete Herkunft noch keine Aussage getroffen ist.
Meines Erachtens nachweislich handelt es sich bei Prophezeiungen und Weissagungen in der Regel um religiöses Wissen und ererbte Motive, in die höchstens ausnahmsweise Fragmente echter Schauungen gemischt sind.

Wir sollten endlich davon weggkommen, solche Texte per se und unhinterfragt als wahr anerkennen zu wollen (und zu sollen), nur weil sie unter diesem Titel "Prophezeiung"/"Weissagung" daherkommen.

Es ist doch klar wie Kloßbrühe, daß die Motorisierung so wie oben wahr geworden ist, und daß der ganze große Rest ebenfalls noch so kimmen wird.

Nöö, wo ist das klar? Wenn diese "Voraussagen" stets erst nach dem Eintreten ihres Inhalts bekannt und veröffentlicht wurden, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um vaticinia ex eventibus. Die Falsifizierung dieser Annahme, die in der Regel nicht geleistet wird, wären Belege für das Gegenteil, nämlich Textversionen, die älter als die Ereignisse sind.
Daß die Aussagen vor den behaupteten Ereignissen belegt sein müssen, ist das Schlüsselkriterium schlechthin, um den Verdacht der Fälschung gar nicht erst aufkommen zu lassen, und es ist die Grundanforderung und das zentrale Definitionsmerkmal der Präkogintion überhaupt! Wie kann man sich, wenn man sich für das Thema interessiert, überhaupt mit Aussagen zufriedengeben, die dieser Prämisse, die das Thema an sich im Kern definiert, nicht gerecht werden?
Nicht zielführend ist es, z. B. die Texte schlicht umzuinterpretieren, um aus Aussagen, die schon bei ihrer Veröffentlichung eingetroffen waren, wieder zukünftige Ereignisse zu machen (ohne daß darauf etwas hinweise würde), um an den Text / die Fälschung als Schau glauben zu können.

Im Falle der Motorisierung, der Flugzeuge etc. kannst Du sicherlich keine Belege für die Existenz dieser Voraussagen vor diesen Ereignissen anführen. Es handelt sich lediglich um behauptete Lebensgeschichten halbmythischer oder erfundener Personen, denen diese Aussagen sehr lange nach ihrer angeblichen Lebenszeit von Zeitgenossen der "prophezeiten" Ereignisse/Vorzeichen zugeschrieben wurden. Daß ein Pfarrer oder Volksautor es als wahr behauptet, oder beispielsweise ein Einheimischer um 1970 meint, sein Urgroßvater (dem er nie begegnet ist) hätte den Stormberger noch gekannt, tut nichts zur Sache, wenn die zeitgenössischen Quellen fehlen.

Wenn schon die vermeintlich eingetroffenen Voraussagen den Verdacht einer nachträglichen Erfindung nicht ablegen können, ist es gewiß nicht sinnvoll, auf das Eintreten irgendeines "großen Restes" zu warten, bei dem es sich traditionell um Erfordernisse der Endzeitsparte des christlichen Glaubens handelt, also frühchristliche Postulate über das Weltende, die der damaligen Vorstellungwelt entsprachen, nicht geoffenbart wurden, sondern aus der überkommenen kulturellen Tradition abgeleitet.

Wozu denn noch eigentlich ein solches Forum, wenn alle Weissagungen ohnehin
Märchen und Sagen sind?

Du übergehst geflissentlich den grundlegenden Unterschied, nämlich daß es neben Prophezeiungen hier auch um Schauungen geht, was etwas völlig anderes ist. Schauungen sind nämlich nachweisbare Wahrnehmungen mutmaßlicher Zukunft*, deren Vorliegen als Grundlage älterer Prophezeiungen in der Regel (>99% der Fälle) nicht nachweisbar ist (Ausnahme z. B. die teils eingetroffenen Feldpostbriefe).

*Man achte hier auf die Reihenfolge der Wörter und die grammatischen Fälle: Es handelt sich um außersinnliche Wahrnehmungen, die nachweislich stattgefunden haben und von denen wir annehmen, daß sie die Zukunft gezeigt haben könnten. Inwiefern sie die Zukunft gezeigt haben können, ist gesondert zu beurteilen, wenn das grundsätzliche Vorliegen einer Wahrnehmung belegt ist.

Der fundamentale, nicht zu unterschätzende Unterschied zwischen Schauungen und Prophezeiungen kann nicht scharf genung betont und nicht oft genug wiederholt werden. Daran hängt alles! Wer das nicht auseinanderhält, läuft immer Gefahr, Prophezeiungen, die es nicht verdient haben, pauschal für bare Münze zu nehmen, weil er nicht wahrnimmt, daß Prophezeiungen nicht aus sich selbst heraus echte Wahrnehmungen der Zukunft (= Schauungen, Visionen, Präkognition) sind.

Wenn sich diese selbstverständliche, sprachlich und phänomenologisch sinnvolle Unterscheidung (d. h. Schauungen vs. Prophezeiungen, die mythologisch-religiöse Grundstruktur letzterer, die erstere ausschließt) mal herumsprechen würde, könnten wir hier erheblich weiterkommen, statt immer nur Grundsatzdiskussionen mit Empörten zu führen, die aus ihrem eigenen circulo vitioso nicht mehr herauskommen, also aus ihren unhinterfragten Glaubenssätzen und Grundannahmen, auf die sie als selbstevidente Prämissen in ihren Denkprozessen zurückkommen nach dem Muster: "Ich denke mir einen echten Seher und sehe plötzlich überall dessen Treffer."

Das Forum sollte zum einen dazu dienen, die Prophezeiungen auseinanderzufieseln und auf ihre literarischen sowie ideengeschichtlichen Grundlagen zurückzuführen, zum anderen, möglichst viele echte Schauungen (insbesondere heute lebender Menschen) zu sammeln und zu analysieren.

Oder sollen wir gar dahingehend "missioniert" werden, daß wir alles für Mär und Spinnerei halten? Bei mir klappt das halt ganz und gar nicht, ich weiß auch nicht warum...:error:

Das klappt nicht, weil Du gar nicht missioniert werden sollst, sondern die eigentlich als vernünftig vorauszusetzende Herangehensweise nicht verinnerlicht hast und lieber pauschal an Behauptungen glaubst, statt der Frage auf den Grund zu gehen, was bei diesen eigentlich Sache sei. :-(

Mir geht es nicht darum, daß jeder meine Ansicht teilt. Wohl aber sollte jemand, der die seinige behauptet, sie argumentativ untermauern können. Nicht überzeugend sind dabei Logikkurzschlüsse wie z. B.:

Wie wollen wir denn schlußendlich beurteilen, was eine/r vor 2 oder 300 Jahren tatsächlich für Visionen hatte, die er dann anderen im Dorf mitgeteilt hatte, und später niedergeschrieben wurden, auch wenn später einiges dazugedichtet wurde

…und nicht etwa Skepsis implizierend "mitgeteilt hätte" oder "niedergeschrieben worden wären"!

Das selbe kürzer formuliert: "Wie wollen wir denn beurteilen, was einer für Visionen tatsächlich hatte, die er anderen mitgeteilt hat?" Die Grundannahme, "daß" einer Visionen gehabt hätte, wird im selben Atemzuge als wahr und unprüfbar dargelegt, indem die Frage "ob" er sie gehabt und "ob" er sie mitgeteilt habe, gar nicht miteinbezogen wird! Wie selbstverständlich wird davon ausgegangen, daß lediglich dazugedichtet, also ein unanzweifelbarer Kern, der als unabweisbare condicio sine qua non dasteht, bloß ergänzt wurde.
⇒ Ohne die Notwendigkeit eines Beleges zu empfinden, wird die Existenz einer alten Vision als Prämisse schlicht vorausgesetzt. Eine Prüfung wird tendenziell gar als Sakrileg betrachtet, denn es handele sich ja um eine alte Vision. Die Behauptung des Textes von sich selbst, daß er echte Zukunft enthalte, solle ausreichen. (So vielleicht nicht in letzter Konsequenz Deine, aber eine verbreitete Denkweise.)
Weil natürlich niemand die Hinzudichtungen vom postulierten wahren Kern eindeutig scheiden kann, scheint es umgekehrt erlaubt, jeden Satz als potentiell dem wahren Kern zugehörig zu betrachten. Im Fortgang wird dann schließlich alles geglaubt, da eine Dichtung nicht erkennbar wäre. :schief:
Die Frage wäre dann aber eher umgekehrt zu stellen, ob ein wahrer Kern überhaupt erkennbar sei.

Bevor man daran geht, angebliche alte Visionen beurteilen zu wollen oder aus der Beurteilung nach dem Motto "nix g'wiß woaß ma net" ein Tabu zu machen, sollte es um den Nachweis gehen, ob es sich tatsächlich um echte Personen und authentische Berichte handelt. Viele unterstellen diese Realexistenz, welche einem spätere Autoren (Landstorfer, Adlmaier, Bekh, Berndt usw.) als Axiom glauben machen wollten, pauschal als Tatsache.
:trost:

Im Falle des Mühlhiasl wurde von Reinhard Haller eindeutig nachgewiesen, daß es diese Person in der von der Prophezeiungsliteratur nachgewiesenen Form niemals gegeben hat. Ähnliches tat er beim mit Mühlhiasl immer wieder unzulässig vermischten Stormberger.
Die beiden stehen aber pars pro toto für andere Volkssagen, die in leichten Abwandlungen sehr ähnliche oder die selben Sätze enthalten. Diesen Quellen ohne weiteres eine Echtheit zu unterstellen, gibt es keine Veranlassung. Aber selbst in Berndts jüngeren Büchern (mein letztes von ihm datiert auf 2011) steht das Mühlhiaslmärchen immer noch in der längst widerlegten Fassung im Register. Völlig erkenntnisresistent!

Nur weil auf Deibel raus nix passiert, was wie eine Weltenwende ausschaut.

Rate mal, warum nichts passiert, das dem prophezeiten Krach entspricht, obwohl die ganze Zeit (seit Jahrhunderten!) immer nur Vorzeichen am Eintreffen sind?
Dagegen befindet sich das Abendland seit dem 18. Jahrhundert in einer Dauerrevolution, in einer gigantischen Katastrophe, die seit der Zeit unserer Ururururgroßeltern läuft und inzwischen den ganzen Planeten erfaßt hat, die aber von den versierten Prophezeiungsgläubigen gar nicht gebührend wahrgenommen wird, weil sie wie das Kaninchen auf die Schlange auf ihre Zukunftsmärchen mit dem Endzeitkaschperl, dem Endzeitkrokodil und dem Räuber Hotzenplotz fixiert sind. Wir sind doch bereits seit seit mehr als 200 Jahren in der "Weltenwende"!

Aber es geht doch um den KERN der Weissagung, also daß es mal krachen wird,
und hinterher die Welt wieder leerer sein wird.

Für einen so dürftigen Kern bedarf es keiner Weissagung. Diese "Erkenntnis" reißt allenfalls jene vom Hocker, die an ein stetes Aufwärts ohne Ende in einem System, das funktioniert, glauben.

Eigentlich geht es nicht um den Kern der Weissagung und dessen Verheißung, sondern zunächst um die Frage, ob ein (sich davon unterscheidender) Kern in Form einer echten Zukunftsschau vorhanden ist.
Die Kernaussage eines religiösen Erwartungsgebäudes ist unerheblich, wenn dieses ein in sich geschlossenes Glaubenssytem bildet, in dem die zentralen Erwartungen als ursprüngliche Glaubenswahrheiten irgendwann (sehr früh in der Geschichte) normativ in die Welt gesetzt wurden. Seitdem gruppieren sich alle Aussagen ("Vorzeichen" in der Volkssage) um diesen Kernbestand aus Glaubenssätzen (z. B. "Glaubensverfall", "Antichristherrschaft", "Strafgericht", "Goldendes Zeitalter"). Wenn man erst mal erkannt hat, daß es sich beim ganzen Szenario nur um einen sich selbst (per Plagiat und Aufgreifen vorhandener Ideen) reproduzierenden Mythos handelt, kann man sich überlegen welche Elemente der Überlieferung echten präkognitiven Ursprungs sein könnten (etwa die Flut in Norddeutschland), die lediglich wegen der gemeinsamen Grundausrichtung "Zukunft" mit dem religiösen Prophezeiungskanon verschmolzen sind.

Auch wenn diesen Ragnarökk viele von uns nicht mehr erleben werden, heißt das
doch nicht, daß er deshalb gar nicht existent ist oder gar nicht kommen DARF.

Wie kommst Du darauf, daß dies meine Einstellung wäre? :stutz:
Wie ich oben schrieb und und in sehr vielen (!!!) Beiträgen über die Jahre ausgebreitet habe, gehe ich sehr wohl von einer Cäsur aus, die ja bereits läuft und rapide ihrer Talsohle der größten Dunkelheit entgegenrumpelt.

Allein die Tatsache, daß die Weltvevölkerung Jahr pro Jahr um 80 Millionen
zunimmt, ruft in uns die Erinnerung wach, daß solch eine exponentielle Kurve
bald ihr jähes Ende finden MUSS.

Ja, eben! :ok2:

Nichts für ungut, lieber Eyspfeil! Obige Ausführungen, insbesondere zu Logikkurzschlüssen, klingen in ihrer Reduktion auf das sachlich Wesentliche rhetorisch wahrscheinlich wieder härter, als sie gemütsmäßig gemeint sind. :schüchtern:
Es ging mir vor allem darum, auszubreiten, wie man sich mit irrigen Grundannahmen und darauf aufbauenden Argumentationen selbst an der Nase herumführt.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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