HJH hat nichts zu melden (Freie Themen)

HJH, Freitag, 09. August 2019, 01:02 vor 40 Tagen 661 mal gelesen

HJH war immer pedantisch.

Auf Erden geerdet. Ohne Flügel. Die beobachtet er mit großen Zoom-Objektiven bis in Schnäbel des Nimmersatten hinein. Er zoomt nicht auf die Hungrigen. Die ihr kriegerisches Nest verließen, verlassen mussten wegen Uniformen, wegen strammen Stillstandes.

Zeitlupen. Zeit und Lupen. Pupillen, Iris, Blinde.

Gold steigt im Wert. Sprossen brechen. Erkenntnis bedeutet nicht immer Weisheit.

Gereizt senkt und hebt sich Nebel. Schwaden, ganze Bataillone an künstlicher Verneblung steigt empor.

Und senkt sich.

Sinkt sanft in Schatten nieder. Auf Häupter die suchend schweigend ihren Mund verschlossen.

Gruß

HJH

Dokumentation über die Germanen

Explorer @, Samstag, 17. August 2019, 11:22 vor 32 Tagen @ HJH 329 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Samstag, 17. August 2019, 11:37

Hallo,

Dieser Thread und dieser haben ja eine gewisse Ahnlichkeit bzw. Gemeinsamkeit.

Ich mache sie noch ähnlicher, indem ich einen Film über die Germanen einstelle, eine sehenswerte Dokumentation!

Terra X - Große Völker: Die Germanen
https://youtu.be/rft-8jKZ3gA?t=24

Grüße
Explorer

Germanen ?

Frank Zintl @, Dienstag, 20. August 2019, 10:11 vor 29 Tagen @ Explorer 305 mal gelesen

Hallo

Es gab in diesem Sinn keine Germanen.

Da werden mich Urda und Fenrizwolf wieder ans Kreuz schlagen ....

"Germanen" war eine Sammelbezeichnung, die die Römer geprägt hatten,
genau wie "Gallier".

Gemeint war eine grosse Gruppe Stammesgemeinschaften, die überwiegend
rechtsrheinisch siedelte. Es gab gemeinsame sprachliche Wurzeln und
vielleicht auch eine übergreifende Kultgemeinschaft, die wir aber
nicht näher kennen. Vielleicht auch eine ähnliche Lebensweise und einen
ähnlichen Ehrenkodex.

Caesar und Tacitus haben es uns überliefert.

Caesar beschrieb die germanischen Stämme, mit denen er zu tun hatte,
hauptsächlich im Vergleich zu den gallischen Stämmen. Von ihm wissen
wir um die Stellung der Seherinnen, die das Losorakel verwalteten.
Wir wissen auch, dass die Germanen keine Priesterkaste hatten, im
Gegensatz zu den keltischen Druiden (nec druides habent).

Tacitus machte sich 150 Jahre nach Caesar die Mühe den Dingen genauer
auf den Grund zu gehen, weil man inzwischen wusste, dass man sich mit
diesen Nachbarvölkern noch lange Zeit wird befassen müssen. Aber er
hielt es nicht für notwendig selbst die germanischen Völker zu bereisen.
Angesichts der im Frieden grossen germanischen Gastfreundschaft hätte
er es wahrscheinlich tun können.

Von Tacitus hören wir zum ersten Mal z.B. von den Schweden (Suiones).

Bei Tacitus lesen wir auch, dass die germanischen Völker nicht in
Frieden und Eintracht zusammen lebten, sondern im ständigen Krieg
gegeneinander. Ein Gefühl der grossen Zusammengehörigkeit gab es
nicht. Es gab nur einen grossen Stammesbund, die Sueben, die sich am
Haarknoten erkannten. Erst in der spätrömischen Zeit entstanden andere
Grossstämme durch den freiwilligen Zusammenschluss von kleineren.
Sie hiessen Alemannen, Franken und Sachsen. Man kann sie als Angriffs-
bündnissse gegen das immer schwächer werdende römische Reich deuten.
Die Sachsen nannten sich nach dem einseitig geschliffenen Schwert,
dem "Sax".

Die Goten waren wohl von Anfang an ziemlich homogen, aufgeteilt nur in
die Westgoten (Visigotones) und Ostgoten (Ostrogotones). Sie nannten
sich auch Terwingen und Greutungen. Ihre Aufteilung war bereits im
südschwedischen Mutterland vorgezeichnet:

Västergötland, Östergötland, Gotland

Die Goten sind auch die Einzigen, deren Sprache wir einigermassen genau
kennen.

Hi omnes inter se differunt legibus, moribus, institutis
(Caesar, aus dem Kopf zitiert, über die Gallier)

Das galt vermutlich noch verstärkt für die germanischen Völker, die nicht
die durch die Druiden starke Kultgemeinschaft hatten.

Frank

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Ha noi!

dersoeflinger @, Hauptstadt des Nebelreiches, Dienstag, 20. August 2019, 23:46 vor 28 Tagen @ Eyspfeil 220 mal gelesen

Hallele,

woisch, d´Schwoba waret a mol Schotta, abr die sin
ausgwiesa worda, weil se sogar de Schotta zgeizig waret.

Echt kähl, gell?

Adele

Peterle


Nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

Lässt sich nicht nachweisen

Frank Zintl @, Mittwoch, 21. August 2019, 07:11 vor 28 Tagen @ Eyspfeil 191 mal gelesen

Hallo

Das kann man weder beweisen noch ausschliessen. Namen sind
erfahrungsgemäss sehr konservativ. Es kann schon sein, dass
eine Gruppe des suebischen Grossstammes den Namen beibehalten
hat. Infolge der Sprachänderung KANN der Name Schwaben daraus
geworden sein. Nachdem kein heute Lebender dabei war, können
wir das aber weder ausschliessen noch bestätigen.

Wir in Nordbayern nennen uns Franken. Wahrscheinlich gehen wir
auf fränkische Siedler zurück, die im 8. Jahrhundert dieses
Gebiet besiedelt haben, aber das eigentliche Kerngebiet der
Franken lag damals am Niederrhein. Wir glauben aber trotzdem
felsenfest daran, dass wir ein überlebender Teil des fränkischen
Grossstammes sind. Als Einzige haben wir den Namen behalten.

Obwohl: stimmt nicht. Auch die romanisierten Westfranken haben
den Namen behalten. Sie nennen sich Franzosen.

Frank
Der Mittelfranke

Wir nennen sie Franzosen

Explorer @, Mittwoch, 21. August 2019, 07:23 vor 28 Tagen @ Frank Zintl 219 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Mittwoch, 21. August 2019, 07:29

Hallo,

Auch die romanisierten Westfranken haben
den Namen behalten. Sie nennen sich Franzosen.

Nicht sie selbst nennen sich Franzosen, wir tun das.
Sie selbst nennen sich français.

Und man kann es glaub ich eher so sehen, dass die Westfranken in den von ihnen unterworfenen romanisierten gallischen Bevölkerung aufgegangen sind, diese aber zumindest den Namen ihrer Eroberer weiter nutzte.

Grüße Explorer

Adel

Frank Zintl @, Mittwoch, 21. August 2019, 08:04 vor 28 Tagen @ Explorer 238 mal gelesen

Hallo

Grosse Teile des französischen Adels beriefen sich
auf ihre fränkische Herkunft, also auf ihre Herkunft
von den Eroberern, der neuen Herrenschicht. Damit
begründeten sie ihre Privilegien gegenüber der von
ihnen unterworfenen galloromanischen Vorbevölkerung.

Frank
Der Ostfranke aus Mittelfranken

Sueben und Schwaben

Explorer @, Mittwoch, 21. August 2019, 07:18 vor 28 Tagen @ Eyspfeil 210 mal gelesen

Hallo,

Zumindest stammt der Name "Schwaben", für das Gebiet Schwaben von den Sueben ab.

Der Name der Schwaben genannten politischen Gebilde geht auf eine germanische Gruppe zurück, die von den Römern als Suevi (Sueben) bezeichnet wurden und von der Archäologie dem elbgermanischen Kulturkreis zugeordnet werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwaben#Schwaben_als_politischer_Raum

Wie viel Suebe in einem modernen Schwaben steckt, das weiß ich leider nicht.
Auf jedenfall, sind die meisten Sueben später aus Schwaben weg gezogen.
https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_der_Sueben


In der Doku, geht es am Anfang um die Sueben:
https://www.youtube.com/watch?v=_2dT4ojbVvI

Grüße Explorer

Stammesbund

Frank Zintl @, Mittwoch, 21. August 2019, 08:02 vor 28 Tagen @ Explorer 216 mal gelesen

Hallo

Die Sueben waren laut Caesar ein grosser Stammesbund.
Zu Caesars Zeit vermutlich der einzige freiwillige
Zusammenschluss mehrerer Stämme zu einer grösseren Einheit.
Sie erkannten sich an einem Haarknoten, den sich die
freien Männer über dem rechten Ohr banden - der Sueben-
knoten. Er ist auch archäologisch an einem Schädel
dokumentiert. Wir wissen also, wie dieser Haarknoten
ausgesehen hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Suebenknoten

Frank

ist ja ganz apart: Frank und Franzl sind dasselbe...

Eyspfeil @, Mittwoch, 21. August 2019, 23:00 vor 27 Tagen @ Frank Zintl 196 mal gelesen

Hallo Frank!

mit den Sachsen verhält es sich ähnlich: Als Karl der Große die Sachsen
unterworfen hatte, lebten die nicht im heutigen Dresden und Umgebung,
sondern waren "Wessies" im heutigen Niedersachsen.

Die "modernen" Gebietsbezeichnungen sagen nicht nicht viel mehr, als daß
die alten Stämme mal irgendwo eine Zeitlang gesiedelt hatten oder sich
dort mal mit anderen Stämmen gekloppt hatten.

SInd die Sueben nicht mal nach Portugal übergesiedelt, von Mitteleuropa?
Jedenfalls weiß ich, daß meine Vorfahren irgendwann vor ca. 2000 Jahren
von Schottland ausgewiesen wurden, weil sie denen schlichtwegs zu
geizig waren. Wenn ich bloß koi "Reigschmäckter" wär: Meine Groß- und
Urgroßeltern stammten aus Mittel- und Ostdeutschland.;-)

Beste Grüße,

Eyspfeil

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