Neuer Eintrag (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Coyote, Mittwoch, 10. Juli 2019, 11:16 vor 105 Tagen 768 mal gelesen

Hallo, :-)

es gibt einen neuen Eintrag bei den Schauungen.
Ein sehr interessanter Traum, der sich bewahrheitet hat.

Gruß
Coyote

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Traum, Plastikpanther und Muscheln

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 10. Juli 2019, 13:03 vor 104 Tagen @ Coyote 726 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 10. Juli 2019, 19:49

Hallo!

Sei durchaus so frei, den Text rüberzukopieren, damit nach einiger Zeit der Bezug des Forumsbeitrags zur Sammelstelle überhaupt noch erkennbar ist:

Mezö
Beitrag # 91
08.07.2019 | 21:41

Wahr gewordener Traum

Vor einiger Zeit - bestimmt einige Jahre - hatte ich zweimal den gleichen Traum: ich ging mit meinen Kindern an einem langen Strand mit weißem Sand Muscheln sammeln, aber zusammen mit den Muscheln fand ich auch immer wieder kleine schwarze Panther-Figuren aus Plastik, undzwar immer in Gesellschaft von schwarzen Shell-Muscheln (also so welchen, die leicht gewellt sind und oben zwei Flügel haben, wie bei der Tankstelle abgebildet). Sie machten mir irgendwie total Angst, weil ich wusste, wenn ich sie finde, wird es so weit sein und der dritte Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Ich vergaß den Traum wieder, da ich einen solchen Strand nicht kannte und überhaupt kein konkreter Urlaub am Meer geplant war.
In diesen Pfingstferien war ich jedoch mit meiner Familie in Urlaub in Jesolo, wir gingen am Strand spazieren und fanden beim Muscheln sammeln zuwischen lauter schwarzen Shell-Muscheln... einen schwarzen Plastik-Panther, ganz genau wie in meinem Traum. Nur einen, nicht viele, wie ich geträumt hatte, aber dennoch - kann das Zufall sein? Ich habe schon im Internet recherchiert, ob denn mal ein Containerschiff Spielzeugfiguren in der Adria verloren hat, konnte aber nichts entdecken...

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Interpretation

Coyote, Mittwoch, 10. Juli 2019, 17:56 vor 104 Tagen @ Taurec 567 mal gelesen

Hallo, :-)

ich versuche mich mal an einer Traumdeutung. Die Shell Muscheln habe ich sofort mit Öl assoziiert, was auf die aktuellen Ereignisse im Iran hindeuten könnte. Die USA wollen ja offensichtlich mal wieder einen Krieg anzetteln, und wie üblich geht es - wie im Irak - um Erdöl.
Die schwarzen Panther würde ich als Metapher für die Invasoren gleichsetzen. Raubtiere, schwarz, tödlich. Daß die Panther in Massen auftauchen, und dann noch am Meer, ist schon sehr passend.
Vll. steht uns ja eine neue riesige 'schwarze Welle' bevor, befeuert von den amerikanischen Zündeleien im Irak.

Nur so meine Ideen dazu. :-)

Gruß
Coyote

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Muschel, Panther

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 10. Juli 2019, 19:40 vor 104 Tagen @ Coyote 555 mal gelesen

Hallo!

Zunächst:
"Sie machten mir irgendwie total Angst, weil ich wusste, wenn ich sie finde, wird es so weit sein und der dritte Weltkrieg steht unmittelbar bevor."

Den "Dritten Weltkrieg" halte ich als inhaltsleeres Schlagwort, wie es hier vorkommt, für einen irrationalen Topos, der sich in den Vorstellungen der Menschen verselbständigt hat und pauschal für etwas ziemlich Übles steht, nämlich als Füllbegriff für eine diffuse künftige, gesellschaftlich-politische Cäsur. Der "Dritte Weltkrieg" ist das dräuende Damoklesschwert, das immer wieder aus der Mottenkiste geholt wird und für eine zukünftige Großkatastrophe herhalten muß.
Was genau geschieht, läßt sich durch bloße Nennung des Schlagwortes nicht eruieren, gleichwohl jeder gleich eine bestimmte subjektive Vorstellung im Kopf hat. Das Wort reflektiert also mehr die unbewußten Befürchtungen des Träumers, in einem Schlagworte verdichtet.

Da der Traum aber offenbar präkognitiv ist, lohnt ein Versuch, die Symbole zu entschlüsseln. Ein paar spontane Einwürfe:

  • Muschel:
    • Der Ölkonzern Shell und damit ein Symbol für Erdöl und einen ölinduzierten Konflikt?
    • Die Jakobsmuschel und damit ein religiöser Konflikt?
  • Schwarzer Panther:
    • Die negride Black-Panther-Bewegung? Dann könnte ein Bezug zu einem Rassenkonflikt bestehen. Dafür könnte sprechen, daß die schwarzen Panter im Traume massenhaft auftauchen.
    • Eine simple Verschiebung: Steht "Panther" wegen lautlicher und orthographischer Ähnlichkeit für "Parther", also "Perser", also den Iran? Der Lebensraum der asiatischen schwarzen Leoparden umfaßt u. a. Persien.

Seltsam bleibt die Synchronizität zu tatsächlich gefundener Muschel und Panther. Wie paßt das mit einer vermuteten tieferen Symbolik des Traums zusammen?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Interpretation?

dersoeflinger, Hauptstadt des Nebelreiches, Mittwoch, 10. Juli 2019, 23:56 vor 104 Tagen @ Taurec 430 mal gelesen

Hallo,

verstehe nicht, warum immer wieder der Versuch der Interpretation gemacht wird, führt seit Jahrhunderten zu nichts.

Die Aussage ist eindeutig: Wenn – Dann

Finde das Eintreffen des Traumes sehr beachtlich.

Aber, immer das aber, da ich wenig glaube, fällt mir doch etwas auf – Die schwarze Shell-Muscheln

Die Shell Muschel ist eine Kammmuschel, davon gibt es keine Schwarze, zumindest nicht im Mittelmeer.

Das mit der Kammuschel muß man wissen, normalerweise setzt man das Logo mit einer Jakobsmuschel (kleine Pilgermuschel) gleich. Ich meine die sind in schwarz recht selten, bin aber nicht ganz sicher.

Lange Rede kurzer Sinn:
Habe hier einen kurzen wenn – dann Traum, der aber viele Bilder zuläßt.

Schwarz – böse, düster
Shell – Öl, paßt eigentlich immer, wenigstens die letzten hundert Jahre
Panther – Raubtierkapitalismus

Weiß also nicht, ob ich es glauben mag.

Gruß

Peter


Nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

Jakobsmuscheln meine persönliche Verbindung

Kinder von Atlantis @, Rodgau, Mittwoch, 17. Juli 2019, 18:29 vor 97 Tagen @ Taurec 212 mal gelesen

Servus,

wie teilweise erwähnt steht in Kurze ein Umzug bei uns bevor. Wir haben an den Füssen des Donnersberg (lat. Mons Jovis) gebaut. Der Ort gehört zu der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden. Seine Name ist Jakobsweiler.
Bitte fragt mich nicht wie man an so einen Ort auch nur kommen kann. Instinktiv wusste ich das mein Heil für die ganze Familie in Kirchheimbolanden zu suchen ist, also den Donnersbergkreis. Auf der Suche nach einen geeigneten Platz zum Bauen bin ich auf Jakobsweiler gestoßen.

Vor ein paar Wochen hatte ich ein Traum, da nannte man mich den echten Jakob. Ob das mit dem Ort zusammenhängen mag, das sein fern von mir.

Aber zu Jakob fühle ich mich irgendwie angezogen.

Wenn ich Jesaja 11 lese erkenne ich Struktur die mich persönlich berühren, aber ein jeder darf sich auch angesprochen fühlen.

Das macht komischerweise wieder der Bogen kurz vor der Zeugung meines Sohnes.

Mit Sicherheit kann hier Vater Zufall eine Rolle spielen und oder man interpretiert einfach zu viel hinein. Doch so ganz mag ich weder das erste noch das letzte irgendwie glauben.

Beste Grüße
KvA

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Interpretation und Trigger

Luzifer, Österreich, Mittwoch, 10. Juli 2019, 20:10 vor 104 Tagen @ Taurec 495 mal gelesen

Guten Abend,

Nun ich wäre sehr vorsichtig mit der Interpretation.

Manchmal träume ich schon auch Zukünftiges und vergesse es bald darauf wieder, weil nach dem Traum aber vor dem Eintreffen ist es ja nur ein „normaler“, vielleicht etwas bewegenderer Traum.

Dann passiert in der Realität genau das, dass der Trigger eintritt, in dem Fall werden Muscheln und Panther am Strand gefunden. Und der Panther ist außergewöhnlich, daher erinnert man sich an den Traum wieder.

Dann kann es sein, dass genau alles so eintrifft, wie vorab geträumt. Bei persönlichen Dingen kann man dann aber gegensteuern und einen anderen Weg an der Gabelung nehmen, dh. man erlebt es wie in einem Film, den man schon gesehen hat und „steigt“ dann halt aus.

Nur glaube ich, der „3.WK“ ist hier ein Metapher für ein einschneidendes persönliches Schicksal. Schwere Krankheit, Verlust des Jobs oder eine Trennung könnten das sein, etwas das verhindert, dass man weiterlebt, wie bisher. Das wäre das Bild, der 3.WK wenn er feststünde, wäre so eingebrannt in das Gewebe der Zeit, viele würden diverse Scenen vorab träumen oder schauen.

Und auf den Theaterdonner der Weltpolitik gebe ich schon lange nichts, Kasperltheater, wo einer den Kasper und der andere das Krokodil ist, aber hinter der Bühne von demselben Puppenspieler geführt.

Einen WK3 will, wollen der, die bestimmt nicht, weil es dann keinen Kasper, kein Krokodil aber auch keinen Spieler gibt, der anständig leben könnte. Der Plan ist ein anderer, vermutlich.


Beste Grüße
Franz


Quod est inferius, est sicut id quod est superius, et quod est superius, est sicut id quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.

Habe mich heute erwischt

Frank Zintl @, Mittwoch, 10. Juli 2019, 20:27 vor 104 Tagen @ Luzifer 538 mal gelesen

Hallo

Heute früh habe ich den Traum gelesen.

Später am Tag war ein Tagesausflug geplant, zur Südspitze des
Landes bei Smygehuk zwischen Trelleborg und Ystad an der Ostsee.

Beim Schweifen des Blicks musste ich an die Schauung von Birger
Claesson denken, nach der in der Gegend dort eine Landung
feindlicher Streitkräfte erfolgen soll. Ich sah mir das Ufer
daraufhin an, ob dort Landeeinheiten leicht Truppen absetzen
und diese dann wiederum leicht weiter ins Landesinnere vordringen
könnten.

Sie könnten, denn das Gelände ist flach und das Ufer bietet in
diesem Abschnitt - anders als östlich von Ystad - keine Gelände-
hindernisse.

Zudem sah ich einen Mähdrescher auf einem Weizenfeld und dachte
dabei an nebulöse Aussagen anderer "Seher" von wegen, dass das
Korn im Kriegsjahr noch eingebracht wird, aber nicht mehr der
Hafer. Korn (Gerste) wird früh geerntet, Hafer spät.

All diese Gedanken hat der veröffentlichte Traum in Zusammenhang
mit dem Tagesausflug wieder wachgerufen.

Die zitierte Schauung von Birger Claesson ist dabei eine echte
Schauung, die Quellen sind wasserdicht.

Frank

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Ja, voll erwischt! :-)

BBouvier, Mittwoch, 10. Juli 2019, 21:20 vor 104 Tagen @ Frank Zintl 566 mal gelesen

<"Habe mich heute erwischt ...
und dachte dabei an nebulöse Aussagen anderer "Seher" von wegen,
dass das Korn im Kriegsjahr noch eingebracht wird.
">

Hallo, Frank!

Wie überaus traurig, von Jemandem wie Dir,
der sich mit dem Thema doch ein wenig auskennen sollte,
hier derartig flachen Unsinn lesen zu müssen.

Eine Kurzrecherche ergibt zu Deinem "Krieg" nämlich:

Mönch aus Wismar, 1709:
„Dieser Krieg wird beginnen, wenn die Ähren sich voll neigen …“

Dumm nur, daß es sich dabei um eine platte Fälschung handelt. :-D

Matthias Stormberger,18./19. Jh.:
„Wenn das Korn reif ist,
wird ein großer Krieg kommen.

Dumm nur, daß es sich dabei um eine reine Sagenfigur handelt,
dem allerlei im Volke umlaufende Geschichten angedichtet wurden.

Alois Irlmaier, 1949:
„Es gibt wieder einen großen Krieg, wenn das Getreide reif ist …

Dumm nur, daß Irlmaier - wie sattsam und unrühmlich bekannt -
auch hier wieder nur dümmlich seine Vorlagefälschungen echot.

Wessel Dietrich Eilert, 1764-1833:
„… Das Korn wird man noch einscheuern können, aber nicht mehr den Hafer
.“

Selbst falls diese Person vor 300 Jahren gelebt haben sollte,
kann man solche Behauptungen nicht als eigene betrachten:
Es handelt sich um umlaufende, alte Volkssagen!

Frau Landinger,1957:
„Es wurde Korn und Weizen eingefahren,
der Hafer lag an vielen Stellen bereit.
Da kam der Krieg
.“

Ja, das kommt davon, wenn man irrig dem Großplagiator
Irlmaier traut, keine Ahnung vom Thema hat und ihn dümmlich zitiert.

"Katharina" aus dem Ötztal (angeblich gegen 1950):
"Die Leute sind auf dem Feld, es ist Spätsommer, das Korn schon reif,
da kommen sie, ganze Horden schiacher Leute ...
"

Leider auch eine Fälschung ... :trost:

Zusammenfassung:
Seit mittlerweile wohl gut 100 Jahren bereits flüstern sich
in den Spinnstuben die Mägde zuwecks Gruselschauder
bei Kerzenschein zu, demnächst käme sicherlich ein Krieg! :lehrer:

Und natürlich im Sommer - wann den sonst wohl?

Und - völlig richtig!
Hier sind sie, lauter "Sommerkriege", ganz wie gewünscht!
(Nach Bedarf einfach einen genehmen ankreuzen zu wollen,
damit die alten Volkssagen stimmen.)
=>
- Napoleon Richtung Moskau: Juni 1812
- Preußisch/Britischer Krieg gegen Frankreich (Belle Alliance) Juni 1815
- Krimkrieg: Juli 1853
- Preußisch-Österreichischer Krieg: Juni 1866
- Frankreich gegen Preußen: Juli 1870
- Erster Weltkrieg: Juli 1914
- Zweiter Weltkrieg (Unternehmen Barbarossa): Juni 1941

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Windei

Frank Zintl @, Donnerstag, 11. Juli 2019, 07:02 vor 104 Tagen @ BBouvier 425 mal gelesen

Hallo

Dass die Aussagen mmit dem Getreide Windeier sind,,
über die ich normal nicht mehr nachgedacht hätte, das
war mir bekannt.

Aber Claessson ist kein Windei. Alles hat der Traum
mit den Muscheln und dem Panther angestossen. Sonst
hätte ich gestern schlicht die Stimmung an unserer
Ostseeküste genossen, so wie andere zu dieser Jahres-
zeit auch.

Sommerkriege waren früher die Normalität. Man zog im
Frühjahr ins Feld, um zur Ernte oder spätestens im
Herbst wieder zu Hause zu sein und nicht im Winter
kämpfen zu müssen. Die Schweden waren Experten im
Winterkrieg, genau wie die Russen, und haben daraus
mehrfach ihren Vorteil geschlagen. Die anderen wichen
dem Winter lieber aus, so lange es möglich war.

Daher ist es kein Wunder, wenn in alten Prophezeiungen
Sommerkriege vorhergesagt wurden.

Also ganz blöd bin ich nicht in der Birne.

Frank

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Claessons Endzeitglaube, Ursprung des Sommerkriegmotivs

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 11. Juli 2019, 08:49 vor 104 Tagen @ Frank Zintl 523 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 11. Juli 2019, 13:13

Hallo!

Aber Claessson ist kein Windei.

So ganz dicht, ist er allerdings auch nicht. Das zeigt sich bereits in den ersten Zeilen, wenn die weiße Gestalt ihm die obsoleten christlichen Endzeitschwadronaden um die Ohren haut, die seit Jahrtausenden ständig kurz bevorstehen und ständig nicht eintreffen:
"Und ich will Dir zeigen, was mit den nordischen Völkern in der Endzeit in dieser Gnadenzeit geschehen soll."

Da bekommt Claesson schlicht geboten, was sich sein Frömmlergemüt wünscht.

Bei den sich anschließenden, recht pragmatisch anmutenden Beschreibungen stellt sich angesichts dessen, daß Claesson offenbar von der christlichen Endzeitideologie betroffen ist, die Frage, ob es sich nicht doch nur um eine phantasievolle Ausgestaltung des alten Gog-Magog-Mythos handelt, der sich in der Neuzeit an die Russen als bösen Endzeitendgegner geheftet hat. Da dürfen dann obligatorische Greueltaten wie diese nicht fehlen:
"Ich sah, wie die feindlichen Soldaten in die Häuser gingen und unsere Frauen herauszerrten, während die Frauen hysterisch schrien und um Hilfe riefen."

Nach der Beschreibung militärischen Geschehens, die man mal auf Plausibilität aus militärischer Sicht prüfen sollte (Würde man heute überhaupt noch so vorgehen? Wirkt die Strategie auch mehr als nur Laiensicht vernünftig?), wird es vollkommen frömmlerisch-schwachsinnig:

  • Die Entrückung der Rechtgläubigen zum singenden Jesus
  • Begründung des Geschehens: Jesus macht sein geliebtes Volk blutig platt, nur um es retten zu können. (Klingt nach einer geistekranken Mutter im Helferwahn, die ihre Kinder verletzt, um sie anschließend pflegen zu können.)
    "Aber wie soll ich sie erretten können? Ich kann sie nicht beten lehren, ich kann sie nicht demütig machen außer durch Not. Und jetzt kommt die Not über dieses Volk, und es sind viele, die durch diese Not für die Ewigkeit gerettet werden."
  • Das tausendjährige Gottesreich (wieder so ein aufgeblähtes Schlagwort ohne Inhalt)
  • Die obligatorische Mahnung zur Umkehr: "‚Laßt Euch mit Eurem Gott versöhnen. Erhebt Euch. Schüttele die Bedenken und Vorurteile von dir ab und tritt vor und suche die Gnade, solange die Tür zur Gnade offensteht. Heute ist die Quelle von Golgatha offen, die Quelle, die entsprungen ist, als unser Erlöser Jesus einmal am Kreuz ausrief: ‚Es ist vollbracht.‘ Heute sprudelt sie [gemeint: die Gnade aus der Quelle]. Es gibt für dich eine Möglichkeit zur Reinigung, und selig bist du, wenn du aufwachst. Amen.‘"

Claesson bewegt sich also in der Dramaturgie der christlichen Endzeitschwadronaden, die nichts weiter als eine von Menschen seit 2000 Jahren gepflegte, immer weiter aufgeblähte und dem jeweiligen Zeitgeist stets angepaßte Vorstellungswelt sind.
Ist es angesichts dessen angebracht, den Text in vernünftige-brauchbare und frömmlerische-vernachlässigbare Bestandteile zu trennen oder läßt der bigotte Teil die profanen Schilderungen nicht vielmehr als integralen Bestandteil der irrationalen großen Erzählung der christlichen Endzeitprophetie erscheinen?

Daher ist es kein Wunder, wenn in alten Prophezeiungen Sommerkriege vorhergesagt wurden.

Diese vermeintlich alten Prophezeiungen sind sehr junge Fälschungen, die nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Ende Juli, Anfang August 1914 (Hochsommer!) entstanden.
Der Mönch aus Wismar ist eine Propagandafälschung, die während des Ersten Weltkrieges in mehreren, aktualisierten Varianten unters Volk gebracht wurde. Aussage: "Dieser Krieg wird beginnen, wenn die Ähren sich voll neigen." ⇒ Kriegsausbruch am 28. Juli 1914.

Davon ausgehend wird dem erfundenen Mühlhiasl später erst zugeschrieben: "Wenn das Korn reif ist, wird ein großer Krieg kommen."
Diese Aussage findet sich in der ältesten bekannten Mühlhiaslfassung, die erst 1923 entstand, nicht. Sie findet sich auch nicht in den verschiedenen älteren Stormbergerfassungen, sondern lediglich in späteren Stormbergertexten bei Autoren, die ihn ohne nachvollziehbare Grundlage mit Mühlhiasl gleichsetzen. Es handelt sich hierbei (Krieg im Hochsommer) meines Erachtens um ein Motiv, das mit dem Ersten Weltkrieg mit Wucht hochkam und dann losgelöst eigenständig sich in der Prophezeiungsszene des 20. Jahrhunderts eingenistet hat.

So kann dann auch der unsterbliche Gottimperator aller Fälscher und Endzeitschwadroneuere des 20. Jahrhunderts, der allmächtige Adl-/Irlmaier 1949 schwadronieren:
"Es gibt wieder einen großen Krieg, wenn das Getreide reif ist."

Japsers Aussge, das Korn werden man noch einscheuern, den Hafer indes nicht, ist für 1849 belegt (Beykirch). Es handelt sich hierbei aber, wie beim ganzen Japser, nur um eine weitere Inkarnation der als Volkssage getarnten christlichen Endzeitschwadronade. Sie bewegt sich auf dem Stand des Szenarios von 1848/49 und entspricht dem in der angeblichen Prophezeiung von 1622 ebenfalls von Beykirch unters Volk gebrachten Chronologie:
"Der Monat Juni wird auch zum Krieg einladen, aber es ist auch noch nicht die Zeit. Der Monat Juli wird erst grausam handeln, daß viele vom Weib und Kind Abschied nehmen müssen. Im August wird man an allen Enden der Welt vom Krieg hören."
Beykirch gehört meines Erachtens der ältesten nachweisbaren Schicht dieses Motivs "Krieg im Hochsommer" an. Dazu gehört auch die Aussage über "Soldaten zur Krautweih", die erstmals bei Zurbonsen um 1897 belegt ist. Alles spätere geht auf die Fassung dieser Vorstellung zurück, die mit dem Kriegsausbruch im August 1914 entstand, um den Ersten Weltkrieg als den gemeinten Endzeitkrieg zu etablieren. Die paar älteren Beykirch-Zubonsen-Fetzen paßten zufällig und gaben eine veritable Grundlage für weitere Fälschungen her. Dies hat sich später (Landinger 1957, Ötztalkatharina 1986) wieder verselbständigt und wird heute mit einer Reihe weiterer Fälschungen als vermeintliche Belege im Gepäck noch als Russenfeldzug im Hochsommer geglaubt.

Daß Beykirch, der aus ominösen unbekannten Quellen, aber ganz sicher "von glaubwürdigen Männern sorgfältig gesammelt" und "von einem Freunde" des Sehers "unzweifelhaft von ihm herrührend", "als echte Prophezeiung vernommen, und nach genauer Erkundigung bei anderen als unzweifelhaft von ihm herrührend gefunden" zitiert (S. 59), mehr als nur gerüchteweise in der christlichen Prophezeiungsszene flottierende Vorstellungen aus dem 19. Jahrhundert veröffentlicht hat, ist eigentlich nicht anzunehmen. Zu klären ist allein, welche zeitgenössische Idee die Prophezeiungsautoren damals umtrieb, die einen Kriegsbeginn im Sommer, um dann auf ein Strafgericht im Oktober/November hinzuarbeiten, statthaft erscheinen ließ. Denn irgendwoher muß die Sache ja kommen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Militärisch

Frank Zintl @, Donnerstag, 11. Juli 2019, 21:28 vor 103 Tagen @ Taurec 293 mal gelesen

Hallo

Ich bin kein Militärexperte, habe aber im Rahmen meiner
Möglichkeiten die von Claesson vorhergesehenen Ereignisse
überprüft. Und zwar im Hinblick auf die Infrastruktur und
die Verteidigungsstruktur des Landes.

Teilweise kenne ich die Vormarschwege selbst gut, z.B.
den von Västervik nach Norrköping bin ich oft gefahren.

Die vorhergesehene Landung hier an der schonischen
Südküste passt geländemässig für die flachen Abschnitte
zwischen Trelleborg im Westen und Abbekås kurz vor Ystad
im Osten. Der Feind, der dort landet, hat sich mit der
Panzerbrigade in Revingehed auseinanderzusetzen. Vermutlich
zielen die voerhergesehenen Kämpfe landeinwörts bei
Hässleholm darauf ab.

Die beschriebenen Marschrouten sind durch die Geographie
vorgegeben z.B. muss dem grossen mittelschwedischen
Seensystem Mälaren-Hjälmaren ausgewichen werden, was eine
weiträumige Umgehung von Stockholm weit landeinwärts nötig
macht. Der Angreifer traut es sich offenbar nicht zu den
direkten Vormarsch über Södertälje anzutreten, weil dort
ein tiefer Taleinschnitt und der Södertälje-Kanal diesen
Vormarsch auf die Hauptstadt behindert.

Was ich gelesen habe hat nach meinem Verständnis die Logik
des Geländes und der Verkehrsadern für sich.

Genau deshalb messe ich ja dem Frömmler Claesson eine so
hohe Glaubwürdigkeit bei, obwohl er Pfingstprediger war
und kein Katholik.

Frank

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Weitere Schauungen Claessons?

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 11. Juli 2019, 19:02 vor 103 Tagen @ Frank Zintl 364 mal gelesen

Hallo, Frank!

Vom Ende des Claessontextes:

"Du fragst vielleicht: ‚Aber hast du nicht mehr gesehen?‘Ja, mein Freund, ich sah all das in vier Stunden und ich sah viel, das wiederzugeben mir mein Gewissen verbietet. Ich hatte nämlich viele andere Visionen. Ich glaubte, daß ich von diesem Erlebnis grauhaarig werden würde, aber ein Schleier wurde darüber gedeckt, und jedenfalls darf ich bis auf weiteres nichts davon erwähnen."

Vier Stunden, das wäre eine Schauung, die im Umfange durchaus Johansson vergleichbar wäre. Außerdem ist noch von "vielen anderen Visionen" die Rede.

Weißt Du zufällig ob davon später doch irgend etwas veröffentlicht wurde, bzw. sind Dir diese Aussagen gar bekannt und Du könntest sie uns übermitteln?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Dritte Vision

Frank Zintl @, Donnerstag, 11. Juli 2019, 21:19 vor 103 Tagen @ Taurec 391 mal gelesen

Hallo

Birger Claesson hatte angeblich 3 Schauungen:

Die erste ist schlecht dokumentiert und war in der Zwischenkriegszeit.

Die zweite (hier im Archiv) gab er im Selbstverlag 1951 zeitnah heraus.

Ebenso die dritte. Letztere betrifft aber nur Kampfhandlungen ganz oben
in Nordschweden nahe der finnischen Grenze. Da mich das nicht betrifft,
habe ich diese Schauung - obwohl sie gut dokumentiert ist - nicht näher
analysiert. Getreu dem Motto: Das Hemd sitzt nöher als der Mantel.

Irgendwo habe ich aber noch das Material herumliegen.

Gruss

Frank

stimme Dir weitestgehend zu

IFan, Donnerstag, 11. Juli 2019, 22:54 vor 103 Tagen @ BBouvier 289 mal gelesen

bearbeitet von IFan, Donnerstag, 11. Juli 2019, 23:08

Hallo BB,

stimme Dir weitestgehend zu. Deine Ausführungen habe ich außerdem mit Vergnügen gelesen ("Großplagiator Irlmaier"). :-)

Das eigentliche Problem wird nicht "der" Krieg sein. Den es so auch gar nicht geben wird.

Es sind auch in neueren Schauungen aber oft auch Gesichte von Truppen und Truppenbewegungen sowie Besatzungen.

Johansson spricht oft vom "Orkan", wenn er die Zerstörungen beschreibt. (Merwürdigerweise trifft der "Orkan" nahezu gleichzeitig mit dem "Vulkanausbruch" ein.) Weil er nichts von Asteroideneinschlägen wusste, benutzte er die Sprache so, wie es ihm am nächsten lag. Ähnlich könnte es mit den Schauungen vom "Krieg" sein (ggf. auch bei anderen Sehern).

Denkmuster: "Zerstörungen + Truppen" (gesehen) "= Krieg mit Waffeneinsatz" (Interpretation)

Es liegt aber nahe, dass nach schweren Naturkatastrophen, denen Feuerwehr, THW, Katastrophenschutz und Polizei allein nicht Herr werden können, auch das Militär eingesetzt wird. Vielleicht kommen nach Deutschland auch ausländische Truppen "zu Hilfe", die vielleicht aber auch andere Ziele verfolgen ("Wenn wir schon mal da sind, können wir ja die Gelegenheit nutzen, um ... ").

Doch das wird wohl nur der Fall sein, wenn die USA ausgefallen sind, sozusagen. Einen Einmarsch ausländischer Truppen nach Deutschland, solange es keine westlichen Verbündeten sind, würden sie wohl nicht zulassen, allein schon aus hegemonialem Interesse.

So (m)eine Deutung der Gesichte.

Gruß, IFan

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