Alte Kost frisch aufgewärmt: Andreas Rill der Briefschreiber vor 105 Jahren ! (Schauungen & Prophezeiungen)

Küfferle @, Montag, 18. März 2019, 12:51 vor 618 Tagen 1307 mal gelesen

Hallo Zusammen !

Ich möchte gern mal was altes aufwärmen:

Beim durchlesen der Feldpostbriefe ist sicher schon einigen aufgefallen, dass einige Jahreszahlen genau erraten ? wurden.
In Summe ist es beeindruckend, es wurden die Ereignisse sehr genau beschrieben. Für mich entweder eine totale Fälschung oder genial.

Jetzt zu möglicherweise zukünftigen:

denn um diese Zeit verliert das Recht sein Recht, und es gibt viel Maulhelden und Betrüger.:augenrollen:

Die Leute werden wieder ärmer, ohne das sie es merken. Jeden Tag gibt’s neue Gesetze, und viele werden dadurch manches erleben oder gar sterben:augenrollen:

Diese Zeiten waren schon mal da. Aber naja….. Wieder ärmer, müsste man vorher mal reich gewesen sein.

Der Krieg geht unter der Fuchtel weiter und es geht den Leuten nicht schlecht, aber sie sind nicht zufrieden. Unter dieser Zeit, sagt er, wird der Antichrist geboren im äußersten Russland, von einer Jüdin, und er tritt erst in den fünfziger Jahren auf. Dann sagte er, an dem Tage, wo Markustag auf Ostern fällt. (1.Feldpostbrief)

Ja ich weiß, Antichrist und das alte Märchen vom Markustag und Ostern. Nichts destotrotz ist am 25.4.2038 Ostersonntag.

47 und 48 sollen die Jahre dieser wilden Einkehr sein. Wer weiß, ob wir bis dort noch leben, und es ist ja nicht zum glauben, und ich schreibe es nur, damit Ihr seht, was der alles gesagt hat, und von den Kindern erlebt die Zeit doch eines. Beim dritten Geschehen soll Russland in Deutschland einfallen und zwar im Süden bis Chiemgau, und die Berge sollen von da Feuer speien, und der Russe soll alles zurücklassen an Kriegsgerät. Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht und vernichtet. (2.Feldpostbrief)

Im Jahre 48 geht die Strafe Gottes zu Ende, und die Menschen werden sein wie die Lämmer und zufrieden wie noch nie. Und von Siegerträumen hört es auf, und es ist ausgestorben in den Ländern. (2.Feldpostbrief)

Dann sagt er, daß der regierende Papst dabei sei beim Friedensschluß, muß aber zuvor in Italien fliehen, da er als Verräter hingestellt wird, und er kommt nach Köln, wo er nur einen Trümmerhaufen findet, alles kaputt. Und im Jahre 49 kommt erst der Aufstieg. Dann kommen gute Zeiten. (1.Feldpostbrief)

Der Schreiber Rill nennt die Zahlen 47, 48, und 49 in beiden Briefen, also wird er sie definitiv gehört haben. Andreas Rill ist im Jahr 1952 gestorben. Er schreibt von drei Weltgeschehen, wäre spannend wie er die Zahlen später eingeordnet hat. 1947 spricht er ja noch vom dritten Krieg mit Pater Balthasar Gehr aus dem Missionskloster O. (steht O. für das was ich es halte ?)

Denn:
Steht an der Jahreszahl vier und fünf, dann wird Deutschland von allen Seiten zusammengedrückt, und das zweite Weltgeschehen ist zu Ende. (2.Feldpostbrief)

Er hat eine klare Ansage für das Ende des zweiten Weltgeschehens.Bitte um Entschuldigung, falls das schon mal durchgeackert wurde.:lesen:
So los geht’s, jetzt hätte ich gerne eure Meinung dazu.

Grüße
Küfferle

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Jahreszahlen Feldpostbriefe

BBouvier, Montag, 18. März 2019, 13:47 vor 618 Tagen @ Küfferle 1141 mal gelesen

Hallo, Küferle!

Auch zu diesem Thema wirft die Suchfunktion einiges aus.

Beispielsweise:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=24106
https://schauungen.de/forum/index.php?id=32879

<"Dann sagt er, daß der regierende Papst dabei sei beim Friedensschluß,
muß aber zuvor in Italien fliehen, da er als Verräter hingestellt wird,
und er kommt nach Köln, wo er nur einen Trümmerhaufen findet, alles kaputt.
Und im Jahre 49 kommt erst der Aufstieg. Dann kommen gute Zeiten.
">

Hinweis dazu:
- Papstflucht aus Italien
- russische Zarenarmee scheitert am Rhein
- Endschlacht bei Köln
- Sieg der Römischen Kirche (die Russen werden Katholiken und Konstantinopel befreit)
- Goldenes Zeitalter ...
das alles ist zentraler Inhalt des Europäischen Prophezeiungskanons
und beruht nicht auf originärer Schauungsbasis,
wie eben auch der Antichrist am Markustag.

Grüße,
BB


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"Idee" zu 47-48-49 ... Die frz. Republik wird ausgerufen ... europaweite Aufstände

BBouvier, Montag, 18. März 2019, 14:59 vor 618 Tagen @ BBouvier 1140 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 18. März 2019, 15:29

Hallo!

Anfang der 90er (letztes Jahrhundert) hat der Belgier Megangh
ein Fünfhundertseitenbuch über Prophezeiungen geschrieben.
Dort hat er aberdutzende Prophezeiungen veröffentlicht
- vor allem frz. - jeweils mit angehängter, kurzer Analyse.
Französiche vor allem auch deswegen, weil es dort
von ihnen nur so wimmelt - an Masse übertreffen sie alles,
was der Rest Europas zusammengenommen dagegen aufbieten kann.
Vom Inhalt her eher ermüdend, weil stets nur den gleichen
Kaugummi im Focus.

Exemplarisch Pater Mattay - 19. Jahrhundert, wie alle anderen ebenfalls:
=>
"Die Republik wird ausgerufen, wenn die Aufständischen dazu Zeit haben.
Sie wird nur kurz dauern und sich selbst zerstören.
Die Königstreuen sind Zuschauer des Kampfes und werden erst
einige Tage vor der Ankunft des Kaisers zu den Waffen greifen.
Alles, was ich weiß ist, daß, wenn die Republik überhaupt die Zeit hat,
sich zu festigen, sie nur drei Tage dauern wird,
am Ende derer der Kaiser den Thron besteigen wird.

Nach der Republik wird ein legitimer Prinz mit einer großen Frömmigkeit
und Tapferkeit als Herrscher Frankreichs gerufen werden.
Er wird sehr alt werden und Frankreich wird sich
unter seiner Herrschaft glücklich schätzen.
Er wird in dem Moment erscheinen, wenn man es am wenigsten erwartet.
Er wird den Titel Kaiser annehmen,
weil wir dann keine Könige mehr haben werden.
Die Garde des Kaisers besteht aus Ausländern.
Am Ende der Regierung des Emporkömmlings stirbt der Papst
und wird als Nachfolgereinen jungen Papst haben […]
und unter diesem geschehen all die großen Ereignisse.
Fremde Mächte machen mobil, um Frankreich zu zerschlagen.
Der Kaiser von Rußland, an der Spitze einer gewaltigen Armee,
gelangt gerade mal bis an den Rhein
, den er jedoch nicht überquert,
weil eine unsichtbare Hand ihn aufhält.
Er wird den Fingerzeig Gottes sehen.
Und in einem Au-genblick wird ganz Europa in Feuer aufgehen."

So.
Und dann lesen wir doch mal, was 1848 in Frankreich passierte:
=>
http://geschichtsverein-koengen.de/Revolution1848.htm
(der frz. König wird gestürzt: Revolution!)
Die revolutionären Aufstände griffen über auf Preußen,
auf Österreich, auf Italien, auf Süddeutschland!
Sowie:
"Auch in der Arbeiterschaft gärte die Unzufriedenheit,
und es entwickelte sich aus der problematischen sozialen Lage,
die durch eine Agrar- und Handelskrise 1847 noch verschärft worden war,
eine revolutionäre Stimmung.
"

Meine Hypothese:
Variante eins.
Da hat "Jemand" sich damals, (im Februar!) 1848, gedacht,
nun wäre es wohl so weit und fabuliert:
"47 und 48 sollen die Jahre dieser wilden Einkehr sein.
Und im Jahre 49 kommt erst der Aufstieg.
Dann kommen gute Zeiten
."
... und natürlich schaut ein Leser dessen im Jahre 1914
gebannt Richtung 1949!
Und hier im Forum vor einer Weile Jemand
in Richtung 2049!

Variante zwei
Da hat Jemand wegen der Revolution von 1848
und in Kenntnis des Prophezeiungskodex einfach 100 Jahre
hinzugefügt (Geschichte wiederholt sich) und die "48" vorn mit einer "47"
und hinten mit einer "49" eingerahmt:
Macht so ganz herzige "Drei Jahre"!
Feldpostbriefe:
"denn es liegt alles am Boden wie ein Ungeheuer.
Er sagte, das soll im Jahre 1949 sein
."

Dankschreiben und Geldspenden bitte - wie üblich -
an meine Privatadresse.

Grüße auch,
BB


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"wilde Einkehr" ´47/48 ... Krisenjahre 1847/48?

BBouvier, Montag, 18. März 2019, 17:15 vor 618 Tagen @ BBouvier 908 mal gelesen

Hallo!

Feldpostbriefe:
"47 und 48 sollen die Jahre dieser wilden Einkehr sein."

Dazu (Wikipedia):
"Ein unmittelbarer Vorbote der Märzrevolutionen (BB: ´48)
im damaligen Mitteleuropa war das Krisenjahr 1847,
dem eine schwere Missernte 1846 vorausging.
Daraus folgten Hungersnöte in fast allen deutschen Staaten und Regionen
sowie infolge der Verteuerung der Lebensmittel
verschiedene Hungerrevolten,
so beispielsweise die sogenannte „Kartoffelrevolution“
vom April 1847 in Berlin.
"

Sowie (a.a.O.)
"... mündeten in zahlreiche Protestaktionen,
die sich im Frühjahr 1847 über ganz Deutschland ausbreiteten,
wodurch ein Nährboden entstand, aus dem sich auch
die Revolution von 1848/49 speiste...
Die ersten Proteste setzten im Frühjahr 1847
in Böhmen ein und breiteten sich bis Mai über Deutschland aus.
"

Sowie:
"Der Winter 1845 war eine Katastrophe.
„Erst am 7., 8. und 9. Februar fiel ungemein viel Schnee“,
heißt es in der Pförringer Chronik.
„Dann tratt strenge Kaelte ein, die bis Ende Merz andauerte,
noch an hl. Ostertag welcher am 23. Merz fiel war noch strenge Kaelte
und 3 Schuch tiefer Schnee.“
Auf minus 22 Grad Celsius soll das Thermometer im März gesunken sein.
Als Folge des lange liegen gebliebenen Schnees faulte die Saat auf den Feldern.
Die Getreideernte fiel schlecht aus, die Preise für Weizen,
Gerste und Hafer stiegen in astronomische, unbezahlbare Höhen.
Hunger machte sich breit, Unruhen brachen aus.
Allein 1847 kam es in ganz Deutschland
zu 200 registrierten Aufständen unter der Bevölkerung.
"
https://www.welt.de/geschichte/article122047435/Wenn-der-Komet-kommt-bringt-er-Hunger-und-Tod.html

Gruß,
BB


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2049 ist spannender !

Küfferle @, Montag, 18. März 2019, 20:59 vor 618 Tagen @ BBouvier 1004 mal gelesen

Hallo BB !

Danke für deine Hypothesen !
Möchte aber schon dagegenhalten, dass meine mit 2049 wesentlich spannender ist, 1849 ist doch kalter Kaffee! :-D

Mir gefällt diese am besten:

Solange Rills Feldpostbriefe vom August 1914 völlig unbekannt
in Frau Rills Küchentischschublade vor sich hin schlummerten
- nämlich bis Kriegsende 1945 - waren sämtlich
dort genannte Jahreszahlen richtig:
Und erst mit der öffentlich Machung seien die Jahreszahlen verschleiert worden.

Seherische Fähigkeiten hatte er, der Franzose, wenn wir die Geschichte mit dem Offizier ernstnehmen. Also hat er auch gesehen, dass Rill die Vorhersagen 1945 öffentlich macht …….u.s.w. und die Jahreszahlen verschleiert.
Und da ist ihm die 48er Revolution eingefallen und hat diese Zahlen hergenommen. :yes:

Hypothese 2 und 3 auch noch integriert. Phuuu……IBAN kommt per mail:lol2:

Also: Ich bin schon ein Fan des Alten Europäischen Prophezeiungskanons und ich weiß, der ist in den letzten 20 Jahren schon 573mal durchgekaut worden: Dazu aus den Feldpostbriefen von mir ein wenig durcheinandergeordnet für nach 1945:

Steht an der Jahreszahl vier und fünf, dann wird Deutschland von allen Seiten zusammengedrückt, und das zweite Weltgeschehen ist zu Ende.

Und der Mensch verschwindet, und das Volk steht da und wird noch vollständig ausgeraubt und vernichtet bis ins Unendliche…..

Der Mann und das Zeichen verschwinden, und es weiß niemand wohin; aber der Fluch im Innern bleibt bestehen, und die Leute sinken immer tiefer in der Moral und werden immer schlechter.

Die Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab mit der Beute des Geraubten, was ihnen auch sehr viel Unheil bringt, und das Unheil des dritten Weltgeschehens bricht herein.

1914 beschrieben:ok: : Der Fluch im Inneren bleibt bestehen. Die Aufbruchsjahren gipfeln in der 68er Bewegung mit Aufleben des Neo-Marxismus. Der nach der Wende (Abzug der Besatzungen) im Westen an die Schalthebeln der Macht gelangt.

….. Dann erheben sich die Leute selbst gegeneinander, denn der Haß und Neid wachsen wie das Gras und die Leute kommen noch immer weiter in den Abgrund.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl(Schiksalsgemeinschaft) in der Bevölkerung geht verloren (meine subjektive Wahrnehmung?) . Es folgt Unruhen und Bürgerkrieg.

Rußland überfällt den Süden Deutschlands, aber kurze Zeit, und den verfluchten Menschen wird gezeigt werden, daß ein Gott bestehe, der diesem Geschehen ein Ende macht.

die Berge sollen von da Feuer speien………………. Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht und vernichtet.

. Die schlechten Menschen werden zugrunde gehen als wie wenn's im Winter schneit;

Russenfeldzug dann Finsternis, Kometeneinschlag oder Flutkatastrophe wie du willst oder alles gemeinsam.

Dann sagt er, daß der regierende Papst dabei sei beim Friedensschluß, muß aber zuvor in Italien fliehen, da er als Verräter hingestellt wird, und er kommt nach Köln.....

und auch die Religion wird ausgeputzt und gereinigt. Aber die Kirche hält den Siegestriumph

Wenn man heute (2019) die christlichen Kirchen so betrachtet....

Dann werden die Leute, die noch da sind, ruhig, und Angst und Schrecken wird unter ihnen weilen. Denn jetzt haben sie dann Zeit, nachzudenken und gute Lehren zu ziehen…………………….

die Menschen werden sein wie die Lämmer und zufrieden wie noch nie. Und von Siegerträumen hört es auf, und es ist ausgestorben in den Ländern

Dann Restauration des Christentums, Friede und Neubeginn…..
Zu den Jahreszahlen 47, 48, 49 gebe ich Dir recht. Auf Jahreszahlen bei Propheten halte ich gar nichts.
Zum Antichrist am Markustag, der kommt für mich ohnehin viel später.

Ich weiß, es fügt sich alles zu schön. Man kann natürlich sagen: Der Franzose hat angelesenes erzählt, wie teilweise Irladlmeier. Wenn, und das nehme ich an, die Briefe 1914 geschrieben worden sind, dann sind da schon einige Treffer dabei.

Da finde ich meine Hypothese einfach zu schön oder alles in die :tonne: ? :crying:

Schönen Abend

Küfferle

1.Feldpostbrief vs. 2.Feldpostbrief

Ulrich ⌂ @, Germering, Montag, 18. März 2019, 23:31 vor 618 Tagen @ Küfferle 981 mal gelesen

bearbeitet von Ulrich, Montag, 18. März 2019, 23:51

Hallo Küfferle,

Wenn, und das nehme ich an, die Briefe 1914 geschrieben worden sind, dann sind da schon einige Treffer dabei.

Warum "die" Briefe?

Vor zwei Jahren hatte ich vorgeschlagen, in Erwägung zu ziehen, dass der erste Brief 1914 geschrieben wurde, also "echt" ist, der zweite jedoch erst nach 1945 verfasst wurde:

https://schauungen.de/forum/index.php?id=35337

Mit Ausnahme des kleinen Abschnittes über "DIN A6 / DIN A5" habe ich bislang keine Veranlassung, meine Vermutung zu korrigieren, würde ganz im Gegenteil die Abfassung des 2. FPB auf frühestens Oktober 1946 datieren:

Mit dem Satz, die "...Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab mit der Beute des Geraubten...", der dem zweiten Feldpostbrief entnommen ist, ist m.E. nicht der Jahrzehnte später stattfindende Truppenabzug gemeint, wie es üblicherweise rückblickend interpretiert wird. Es leuchtet auch nicht ein, was eine "Beute des Geraubten" mit diesem Truppenabzug zu tun haben sollte.

1945/46 fand seitens der USA die "Operation Overcast"/"Operation Paperclip" statt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Overcast
Annie Jacobsen: "Operation Paperclip. The Secret Intelligence Program that Brought Nazi Scientists to America" https://www.amazon.de/dp/0316221031

Die Russische Version, "Aktion Ossawakim" wurde am 21. /22. Oktober 1946 durchgeführt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Ossawakim
https://diepresse.com/home/zeitgeschichte/5104265/Als-die-Sowjets-deutsche-Techniker-erbeuteten
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/germering-geheimaktion-ossawakim-1.3356644
http://www.karlist.net/spez/index_spez.html

In der sowjetischen Besatzungszone wurde "Aktion Ossawakim" weitgehend totgeschwiegen, in den anderen Zonen jedoch thematisiert.

Als Aussagen über die Weitergabe des ZWEITEN Feldpostbriefes durch Rill an Dr. Arnold und weiter an P. Renner und schließlich an Hans Bender kenne ich sowohl die schwammige Aussage "1945/46" als auch "1946/47".

Selbst P. Renner fiel in Bezug auf den ersten FPB auf, dass "der Schreiber wiederholt den dritten Krieg übersehen hat" und schließt daraus, dass die (bislang) nicht eingetretenen Ereignisse "erst nach dem dritten Krieg stattfinden sollen". Dazu rechnet P. Renner "Anschluss der Schweiz", "Friedensschluss mit Hilfe des Papstes" sowie "der neue Mann, der das neue Deutschland aufrichtet".
(Frumentius Renner in "Neue Wissenschaft. Zeitschrift für Parapsychologie", 6/1956, Teil II, S. 23)

Randomizer ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=32879 ) wies darauf hin, dass die von P. Renner und Hans Bender als Jahreszahl "43" gelesene Zeitangabe für den "Aufstieg" als "49" zu lesen ist.
Sowohl P. Renner als auch Hans Bender verwenden jedoch die (m.E. falsch gelesene) Zeitangabe "43".

Falls sich auch Rill die Unstimmigkeiten des 1.FPB mit P. Renners Idee "erst nach dem dritten Krieg stattfinden sollen" erklärt hat, er jedoch angesichts der eingetroffenen Voraussagen die (m.E. richtige Lesart) Zeitangabe "49" des 1. FPB als Zeitmarker NACH "Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her..." erwartete, halte ich das für ein weiteres Indiz für meine Vermutung:
"Warum sollte er [Rill] sich - nach einer abschließenden Neubewertung - nicht für die elegante Lösung eines zweiten Briefes entschließen in der Absicht, den ausstehenden Rest des ersten Briefes [rechtzeitig] einem weitest möglichen Kreis bekannt zu machen ?"

Gruß
Ulrich

Brieffälscher

Küfferle @, Dienstag, 19. März 2019, 07:50 vor 617 Tagen @ Ulrich 835 mal gelesen

Hallo Ulrich !

Die Bezeichnung 1.Weltkrieg 2.Weltkrieg gab es 1914 ja noch nicht. Wenn Rill, wie du ihm ja unterstellst den zweiten Brief gefälscht, bzw. später verfasst hätte, dann :tonne:

Wäre natürlich eine Erklärung warum´s so schön passt:yes:
Oder es stimmt.

Grüße

Küfferle

zu: Hans Bender und die Feldpostbriefe

Ulrich ⌂ @, Germering, Dienstag, 19. März 2019, 12:48 vor 617 Tagen @ Küfferle 926 mal gelesen

Hallo Küfferle,

Die Bezeichnung 1.Weltkrieg 2.Weltkrieg gab es 1914 ja noch nicht.

wenn man nach Ende des Zweiten Weltkrieges über die Ankündigung eines Dritten Weltkrieges berichtet und zu diesem Zweck einen FPB rückdatiert, tut man gut daran, diesen nicht als "dritten Weltkrieg", sondern umschreibend z.B. als "drittes Weltgeschehen" zu bezeichnen.

Im 1. FPB steht nur: "Am Schluss kommt noch Russland und fällt über Deutschland her..."
"Am Schluss...": Das halte ich nicht für die Bezeichnung eines zeitlich getrennten, "eigenständigen" Ereignisses.

Hans Bender verwendet Singular in wörtlichen Zitaten, trotz des Plural in seiner vorausgehenden Frage:
Er zitiert in "Zukunftsvisionen..." den Sohn, Siegmund Rill, in wörtlicher Rede:
Auf die wiederholte Frage, ob er wüsste, dass Briefe [Plural] über die Prophezeiungen existierten: "1918 hat der Vater gesagt: >Ich hab' das heim geschrieben, der [Singular] Brief muss heute noch da sein.< Und die Mutter hat darauf gesagt: > Geh' hinauf und such' ihn [Singular] im Kasten drin.<"
S. 71

Über die Befragung des jüngsten Sohnes, Andreas, berichtet Bender: "...gab von dem Vorfall, der zu dem Gespräch mit dem Visionär führte, die Darstellung , die Pater Renner nach den Angaben von Dr. Arnold übernommen hat." Dann spekuliert Bender: "Vermutlich hat sich auch der Briefschreiber in ähnlicher Weise geäußert."
Auf S. 74/75 hält Bender jedoch fest, dass die Darstellung des anderen Sohnes, Siegmund Rill, von der "Darstellung , die Pater Renner nach den Angaben von Dr. Arnold übernommen hat" abweicht, somit auch von der Version des jüngsten Sohnes Andreas.
Dann folgt der Schwenk zum christlich-apokalyptischen Prophezeiungs-Kanon: "Der Papst müsse fliehen, um sein Leben zu retten. der Osten verliere, und der Papst werde zurückgebracht."
S. 71/72

Bender berichtet, dass beide Briefe "dem Münchner Internisten Prof. Lepsche (Maria-Theresia-Klinik) übergeben wurden", der "nach Angaben von P. Renner Schreibmaschinen herstellen" ließ, wobei der Kommentar, der der Abschrift des zweiten Briefes hinzugefügt wurde, mit dem Satz schließt: "Beide Originale sind noch vorhanden."

Bereits im übernächsten Satz stellt Bender jedoch fest: "Das Original des zweiten Briefes ist z.Zt. verschollen."

Dann folgt das Kapitel: "3. Kriminaltechnische Untersuchung des 1. [!] Briefes"
S. 73

Über den von mir für authentisch gehaltenen 1. FPB wird festgestellt, "dass das als Schriftträger verwendete Papierblatt keine Merkmale aufweist, die darauf hinweisen, dass es künstlich gealtert wurde.", also ein Ausschluss-Befund.

"Die Frage zu klären, heißt es in dem Gutachten weiter, ob das Schriftstück in der genannten Zeit oder später angefertigt wurde, sei bei der Art des Materials nicht möglich. Es seien aber auch keine Anhaltspunkte für eine Fälschung festzustellen." Somit das Eingeständnis, daß ein Echtheits-Beweis bzgl. des Alters nicht möglich sei und ein weiterer Ausschluss-Befund.

Ich traue Hans Bender keine unvoreingenommene sachliche Beurteilung zu, da er hinsichtlich der Brief-Inhalte von existentiellen Ängsten geplagt wurde, wie sein damaliger Assistent berichtete:
"In dieser Periode trieb Bender die Auslagerung der Bibliothek voran, dachte über einen Atombunker für das wissenschaftliche Material der »Eichhalde« nach und entwickelte Pläne, sich im Ausland ein Pied-à-Terre zu verschaffen, wo er in Sicherheit weiterforschen könne. ... Ungeachtet aller theoretischen Durchdringung endzeitlicher Visionen, nahm Hans Bender eine Einladung nach Sri Lanka zum Anlass, sich dort nach der »krisensicheren Außenstelle« umzusehen. ... Bender wollte die Niederlassung als Dépendence des Instituts verstanden wissen – eine Außenstelle, weit entfernt vom Gefahrenort eines »dritten Weltgeschehens« ... Es ist eine Ironie des Schicksals, daß der erhoffte sichere Hafen für sein Forschungsmaterial, den er ansteuerte, als seine Befürchtungen über eine mögliche sowjetische Invasion in Deutschland auf dem Höhepunkt waren, in kürzester Zeit selbst zu einem Schauplatz namenlosen Terrors werden sollte. ... "
https://schauungen.de/forum/index.php?id=50318

Gruß
Ulrich

Wann hat Prof. Bender die Feldpostbriefe untersucht ?

Küfferle @, Dienstag, 19. März 2019, 21:16 vor 617 Tagen @ Ulrich 730 mal gelesen

Hallo Ulrich !

Danke für deinen Bericht über die Beschäftigung von Prof. Hans Bender mit den Feldpostbriefen, habe ich so detailliert noch nicht gekannt.

Mich würde noch interessieren wann diese stattgefunden hat ?

Wohl nach dem Tod des Herrn Rill und der Publikation durch Pater Frumentius ? Warum wurden dann die 47, 48, 49 nicht hinterfragt :confused:

Grüße
Küfferle

@Küfferle

Ulrich ⌂ @, Germering, Dienstag, 19. März 2019, 22:50 vor 617 Tagen @ Küfferle 744 mal gelesen

Hallo Küfferle,

...Beschäftigung von Prof. Hans Bender mit den Feldpostbriefen...
Mich würde noch interessieren wann diese stattgefunden hat ?
Wohl nach dem Tod des Herrn Rill und der Publikation durch Pater Frumentius ?

Bender in eigenen Worten:
"Diese 1953 erstmals veröffentlichten Feldpostbriefe sind lange kaum beachtet worden. Ich habe die Prophezeiung erst kennengelernt, als der Journalist W.J. Bekh eine Rundfunksendung über bayerische Hellseher für den Sender München vorbereitete und mich im Freiburger Institut aufsuchte."

Elmar Gruber:
"In seiner Auseinandersetzung mit der besonders heftigen okkulten Welle seit den 70er Jahren öffnete seine [Benders] Mimikry-Natur die Schleusen zu seinen persönlichsten Sorgenkomplexen. In dieser Zeit stieß er auf die Prophezeiungen eines unbekannten Franzosen aus dem Jahr 1914."

Also irgendwann in den / Ende der 70er, vor Jahresende 1980.

Warum wurden dann die 47, 48, 49 nicht hinterfragt :confused:

Hinterfragt hat er wohl, aber es haperte mit den Antworten, und Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Gruß
Ulrich

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Feldpostbriefe nicht ohne Anleihen aus dem Europäischen Prophezeiungskanon

BBouvier, Montag, 18. März 2019, 23:36 vor 618 Tagen @ Küfferle 890 mal gelesen

Hallo, Küferle!

<"2049 ist spannender!">

Ja, natürlich.
Bis dann kann man sich ab 1914 eben 135 Jahre lang schön gruseln
und dann ggfls. auch auf 2149 abheben, weil auch im Jahre 2049
Irlmaiers Dritter Weltkrieg partout nicht hatte stattfinden wollen.

<"Und da ist ihm die 48er Revolution eingefallen und
hat diese Zahlen hergenommen.
">

Damit unterstellst Du dem "Franzosen" allerdings,
vorsätzlich betrügerisch falsche Daten zu lügen.

<"Ich bin schon ein Fan des Alten Europäischen Prophezeiungskanons.">

Sich als Ventilator frei erfundener "Prophezeiungen" zu bezeichnen,
ist ein recht dürftiges "Argument" - oder?

<"Zum Antichrist am Markustag, der kommt für mich ohnehin viel später.">

Da muß ich Dich leider enntäuschen:
Denn dabei handelt es sich doch nur um einen alten "Bauernspruch":
https://schauungen.de/forum/index.php?id=30616
Tut mir ja auch echt leid, Du! :trost:

<"Man kann natürlich sagen: Der Franzose hat angelesenes erzählt ...">

Ja, Hie und da hebt er mal auf den Europäischen Prophezeiungskanon ab.
=>
- Antichrist am Markustag, von einer Jüdin geboren
- Papst flieht aus Rom
- zerstörerische Feuer
- Schlacht bei Köln
- Invasion aus dem Osten
- Umsturz in Rußland, Zar wird Katholik
- Katholische Kirche siegt

... wobei ich eine diffuse Grauzone durchaus konzidiere,
denn ohne "Russen" und ohne "Naturkatastrophen" wird das alles
wohl kaum ablaufen ... überlappende Ähnlichkeiten mit den bigotten frz.
Prophezeiungsschwadronaden des 19. Jahrhunderts verwandeln diese jedoch
nicht in valide Schauungen, nur, weil bei all derem larmoyanten Unheilgeseiere
mal etwas ähnliches passiert.

Die Variablen sind ja recht begrenzt:
(Im frei fabulierten Prophezeiungskanon enthalten: *)
- Himmelszeichen *
- schlimmer Krieg *
- politischer Umsturz *
- Hungersnot *
- Feuersbrünste *
- (Fluten)
- Pest&Seuchen *
- Mord&Totschlag *
- Kirche/Papst in Not *
- Kirche siegreich *
- gute Zeiten "danach" *

Fast alles das hatten wir doch schon bereits zwischen 1938 und 1950 !! :-D

Hierzu (Feldpostbriefe) noch:
"Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her ...">
Das ist kein Hinweis auf einen "Dritten Weltkrieg".
Nur => Russen in Deutschland!
Ganz ohne "Krieg", haben wir in der Sammlung ja einige valide
wirkende Schauungen über russische (?) Soldaten, die man dem Anschein nach
eher/auch als die Ordnung stabilisierende Kräfte betrachten kann.

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

das Buch des Belgiers

Frank Zintl @, Lund, Donnerstag, 28. März 2019, 07:26 vor 608 Tagen @ BBouvier 589 mal gelesen

Hallo

Das Buch dieses Belgiers wäre interessant. Sollten unsere Autoren wie Stephan Berndt und Karl Leopold von Lichtenfels dort abgekupfert haben ? Deren Bücher sind ja danach geschrieben. Löst sich die ganze europäische Prophezeiungsliteratur in eine Sammlung von Wandergeschichten und Standardmotiven auf, die in bereits vergangenen Ereignissen ihren Ursprung haben ? Z.B. die genannten bürgerlichen Revolutionen in Europa und die Wahl des späteren Kaisers Napoleon III zum Präsidenten 1848. Sein Wahlspruch in der Kampagne soll gewesen sein: "Votéz un bon - votéz Napoléon !" Für letzteres habe ich aber keine Quelle.

Frank

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San Miguels Buch

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 28. März 2019, 09:42 vor 608 Tagen @ Frank Zintl 593 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 28. März 2019, 09:54

Hallo!

Das Buch dieses Belgiers wäre interessant.

San Miguels Buch wurde auf Französisch und Niederländisch veröffentlicht. Die niederländische Version habe ich.

Hier das Inhaltsverzeichnis.

Das sind die berühmten "französischen Hausfrauen und Nonnen", auf die BB gerne pars pro toto verweist.
Einen Teil der Quellen habe ich vor ein paar Jahren schon übersetzt. Sie sind aber noch nicht alle online.

Sollten unsere Autoren wie Stephan Berndt und Karl Leopold von Lichtenfels dort abgekupfert haben?

"Abgekupfert" eher nicht, da beide in der Regel ihre Quellen angeben. Gleichwohl ist vor allem Berndt natürlich von den dortigen Ideen beeinflußt, da er kompilatorisch Quellen zusammenbringt, die ähnliches berichten, wobei er die Deckungen für Bestätigungen hält, was eigentlich gegenseitiges Plagiieren ist und das gemeinsame Stehen auf der christlich-endzeitlichen kulturellen Grundlage. Er zieht nicht in Betracht, daß das Szenario, das sich auch durch seine Bücher zieht, nicht etwa von allen Quellen relativ einheitlich gesehen wurde, sondern ein Produkt einer gemeinsamen apokalyptisch geprägten Vorstellungswelt ist, die aus religiösen Gründen eine bestimmte Dramaturgie mit obligatorischen Wegpunkten aufweist.

Deren Bücher sind ja danach geschrieben. Löst sich die ganze europäische Prophezeiungsliteratur in eine Sammlung von Wandergeschichten und Standardmotiven auf, die in bereits vergangenen Ereignissen ihren Ursprung haben ?

Die Prophezeiungsliteratur aus dem christlichen Milieu auf jeden Fall. Je jünger die Quellen sind, desto höher kann man pauschal den Anteil an Schauungen in den Prophezeiungen ansetzen, wobei natürlich jeder Einzelfall gesondert analysiert werden muß. Irlmaier, obwohl vergleichsweise jung, ist im Wesentlichen die Übertragung des christlichen Endzeitszenarios auf die Zeit um 1950 und deren Umstände. Auch der Waldviertler ist nicht unkontaminiert, seine Texte enthalten aber Beschreibungen echter Schauungen.

Daher ist es so essentiell wichtig, zwischen Prophezeiungen und Schauungen zu unterscheiden. Fehlt einem diese analytische Trennung, ist man nicht in der Lage, die vielen Fälschungen und Einflüsse von echten Schauungen zu trennen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Beispiel Irlmaier

Frank Zintl @, Lund, Donnerstag, 28. März 2019, 10:25 vor 608 Tagen @ Taurec 583 mal gelesen

Hallo

Auch mir ist vor langer Zeit bei Irlmaier schon aufgefallen:

- Er gibt als Angriffsziel das Ruhrgebiet an. Das hat aber schon
lange nicht mehr die Bedeutung, die es damals gehabt hat.

- Er gibt an dass die russischen Angriffskeile urplötzlich über
Deutschland hereinbrechen. Zu seiner Zeit hätten sich diese
Angriffsformationen in der SBZ und in der Tschechoslowakei
bereitsstellen können. Heute müssten sie weit im Osten in
Weissrussland anfangen und erst Polen durchqueren.

Also selbst wenn Irlmaier diese Dinge wirklich gesagt hat, und
selbst wenn er sie wirklich gesehen hat, haben sie für die
heutige Situation viel an Glaubwürdigkeit eingebüsst.

Bei Claesson z.B., der auf dem Kontinent nicht so aktuell ist,
liegen die Dinge völlig anders. Und bei Anton Johansson, dessen
Vorhersagen schon verbraucht sind, haben wir sogar den echten
Beweis von Voraussagen, die auch eingetreten sind. Seine
Schauung hat er nicht beschrieben, er hat nur im Gespräch mit
Melander eine Zusammenfassung gegeben. Aber eingetreten sind
diese Ereignisse - daran besteht kein Zweifel. Und man konnte
sie damals NICHT erraten.

Frank

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Fall Irlmaier

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 28. März 2019, 10:54 vor 608 Tagen @ Frank Zintl 666 mal gelesen

Hallo!

Also selbst wenn Irlmaier diese Dinge wirklich gesagt hat, und
selbst wenn er sie wirklich gesehen hat, haben sie für die
heutige Situation viel an Glaubwürdigkeit eingebüsst.

Der Stand ist, daß die Texte, die heute unter "Irlmaier" kursieren, eigentlich eine Erfindung Conrad Adlmaiers sind, der sie auf Grundlage älterer Endzeitprophezeiungen fabuliert hat.

Irlmaier hatte selbst wohl nicht im großen Stil Schauungen über zukünftiges Weltgeschehen. Jedenfalls sind keine eindeutigen überliefert. Er erzählte allerdings die von Adlmaier erfundene Prophezeiung selbständig weiter, wohl weniger, weil er ein Betrüger gewesen wäre (was er in anderen Lebensbereichen aber nachweislich war), sondern weil er selbst aufgrund seiner Unbildung daran glaubte.

So haben wir den Umstand, daß jüngere Texte im Grunde auf Adlmaiers Erfindung basieren und selbst Irlmaierzeitzeugen im Wesentlichen nur Adlmaiers Erfindung repetieren, die Irlmaier ihnen mit eigenen Worten erzählt hat.

Man sollte sich aber einzelne Stellen der Adlmaiertexte ansehen und sich fragen, ob darin eine echte Irlmaierschau eingeflossen sein könnte (Stichwort "aper"). Als Gesamtheit betrachtet sind Adl-/Irlmaiers Prophezeiungen vom Tisch.

Daneben haben wir neuere Schauungen, die nicht von einem russischen Überraschungsangriff und achtwöchigem Feldzug künden, sondern einer mehrjährigen russischen Besetzung, z. B. die Zahnarztangestellte. Man müßte also das Szenario abwandeln und den bösartigen Russenüberfall (der eigentlich nur die moderne Variante des Motivs "Gog und Magog" ist) gegen eine relativ friedliche Besetzung austauschen. In Skandinavien (Claesson, Johansson) könnte es allerdings anders aussehen, je nachdem welche Fraktionen dort aufeinandertreffen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Die niederländische Version

Frank Zintl @, Lund, Donnerstag, 28. März 2019, 10:40 vor 608 Tagen @ Taurec 580 mal gelesen

Hallo Taurec

Die niederländische Version könnte ich zonder moeite lesen. Leichter jedenfalls als die französische. Ich habe den ganzen Max Havelaer von Edward Douwes Dekker gelesen, über die haarsträubenden Verhältnisse in Niederländisch-Ostindien im vorvorigen Jahrhundert. Im Original.

"De derde punt blijft dus bestaan ......"

Gruss

Frank

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San Miguels Buch ... die frz. "Prophezeiungen" des 19. Jahrhunderts resultieren in "Irlmaierechos"

BBouvier, Donnerstag, 28. März 2019, 12:54 vor 608 Tagen @ Frank Zintl 634 mal gelesen

Hallo, Frank!

"Triumph der Kirche"
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=34868

Miguels Buch ist eher nur für "Fachleute" und insofern von Interesse,
als daß sich aus den ganzen dort veröffentlichten Prophezeiungen
des frz. 19. Jahrhunderts die Vorstellungswelt künftiger
Ereignisse auf der seelisch-intellektuellen Basis ganz einfacher Menschen erschließt.
Insgesamt kreisen diese "Prophezeiungen" - kaum variiert -
immer wieder nur und ausschließlich um folgende Themen, die ausgeführt werden:
- erneute Revolution in Frankreich
- viele frz. Städte gehen unter
- Massenmord an Priestern und Nonnen
- Bürgerkrieg zweier Lager (die Monarchisten, die ganz kleine dritte Partei, wartet ab)
- die Armee des Zaren (mal auch die der Preußen, mal beide, wie 1813!)
macht sich auf, Frankreich zu erobern ...
- scheitert jedoch am Rhein (weil Gott auf Seite der Franzosen ist)
aufgrund diffuser Naturkatastrophen ...
- Revanche ... diesmal gewinnen wir!
- die unterschätzen Monarchisten gewinnen den Bürgerkrieg (überraschend/irgendwie)
- damit hat die Katholische Kirche gewonnen, der Papst freut sich
- Krönung des frz. Monarchen (mal König, mal Kaiser) ... Gottes Held! :ok:
- Steuersenkungen
- Frieden und gute Zeiten

https://schauungen.de/forum/index.php?id=50951
https://schauungen.de/forum/index.php?id=38282
https://schauungen.de/forum/index.php?id=35885

Die frz. Prophezeiungen wissen übrigens naturgemäß
rein nichts (!) vom I. und dem II. Weltkriege!

Irlmaierecho:
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=search&search=Irlmaierecho

Irlmaierplagiat:
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=search&search=Irlmaierplagiat

Zu obigem Themenkomplex hatte Irlmaier nie jemals eine Schau.
Aber er (bzw. Adlmaier) konnte sich 1953 gut vorstellen,
daß die "Russen" (Sowjetunion) und die "Preußen" (DDR)
demnächst Richtung Kanalküste vorstoßen würden
und daß daher die frz. "Prophezeiungen" allesamt treffend wären.

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Der Europäische Prophezeiungskanon

BBouvier, Donnerstag, 28. März 2019, 13:26 vor 608 Tagen @ Frank Zintl 658 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 28. März 2019, 13:33

<"Löst sich die ganze europäische Prophezeiungsliteratur
in eine Sammlung von Wandergeschichten und Standardmotiven auf,
die in bereits vergangenen Ereignissen ihren Ursprung haben?
">

Hallo, Frank!

Nein.
Der Europäische Prophezeiungskanon basiert auf christlich-ewigen
Endzeitvorstellungen, darunter gemischt und hineingewurstet,
die innenpolitische Lage Frankreichs des 19. Jahrhunderts.

- 1800 Frankreich Republik, Napoleon Konsul
- 1804 Frankreich Kaiserreich
- 1813 Napoleon => Elba
- 1813 Frankreich Königreich
- 1815 Louis XVIII flieht, Frankreich Kaiserreich
- 1815 Napoleon => St. Helena
- 1815 Frankreich Königreich
- 1830 Revolution, König Charles X flieht ...
- 1830 Bürgerkönig Louis Philippe
- 1848 Revolution, Frankreich Republik
- 1852 Umsturz, Frankreich wird Kaiserreich
- 1870 Revolution, Frankreich wird erneut Republik,
und in Paris werden wieder mal die Priester abgeschlachtet (!)

Angesichts dieses Krautundrübenackers ist es kein Wunder, daß biedere Hausfrauen und fromme Nonnen
nach dem Heldentum eines engelischen Monarchen mit päpstlichen Segen flehen,
der Frankreichs einstige Größe wiederherstellt,
wie ja in der Bibel grundsätzlich "irgendwie" auch versprochen ...

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Fälschung ?

Frank Zintl @, Lund, Montag, 25. März 2019, 10:51 vor 611 Tagen @ Küfferle 646 mal gelesen

Hallo

Als bei der Quellenlage würde ich schlicht davon ausgehen, dass die Briefe gefälscht sind. Nch verdächtiger ist, dass heute keiner mehr sagen kann, wo die Originale geblieben sind. Man kann sich die Dinger also nicht mal in echt anscheuen und sich eine eigene Meinung bilden.

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Feldpostbriefe Fälschung?

Taurec ⌂ @, München, Montag, 25. März 2019, 11:53 vor 611 Tagen @ Frank Zintl 774 mal gelesen

Hallo!

Also bei der Quellenlage würde ich schlicht davon ausgehen, dass die Briefe gefälscht sind.

Hast Du das hier gelesen? Anhaltspunkte für eine Komplettfälschung (zumindest beider Briefe) sind nicht gegeben. Nicht zuletzt ist durch Benders Nachforschungen erwiesen, daß Rill bereits vor Veröffentlichung der Briefe Aussagen z. B. über den damals noch zukünftigen Verlauf des Dritten Reiches weitergab (siehe Punkt "Befragung von Familienangehörigen").

Noch verdächtiger ist, dass heute keiner mehr sagen kann, wo die Originale geblieben sind.

Wieso sollte das verdächtig sein, nachdem Kopien der Briefe vorhanden sind und eine kriminaltechnische Untersuchung des 1. Briefs durchgeführt wurde? Ihre bloße Existenz abzustreiten wäre sinnlos.

Man kann sich die Dinger also nicht mal in echt anschauen und sich eine eigene Meinung bilden.

Bloßes "Anschauuen" würde nicht reichen, um die Echtheit zu bestätigen. Du würdest nichts sehen als ein vergilbtes Papier in unleserlicher Schrift, das aus einer Reihe vergangener Jahrzehnte stammen könnte. ;-)

Nötig wäre eine kriminaltechnische Untersuchung auch des 2. Briefes, nachdem bei Bender nur der 1. Brief untersucht wurde.
Darüber hinaus wäre zu prüfen, ob mit neueren technischen Methoden nunmehr auch eine direkte Schriftalterbestimmung der Bleistiftstriche durchgeführt werden könnte.
Allerdings wären durch keine Methode letzte Zweifel auszuräumen, weil nie ausgeschlossen werden kann, daß in den Fünfziger Jahren mit einem alten Stift auf altem Papier geschrieben wurde. An dieser Stelle sollte man sich die Frage stellen, ab wann berechtigte Skepsis in Haarspalterei übergeht, weil die Gesamtheit der Informationen eher gegen eine Fälschung spricht.

(Eine weitere Frage wäre allerdings, inwiefern, nachdem es sich um Bleistiftschrift handelt, eine nachträgliche Manipulation stattgefunden haben könnte...)

Bei der Gelegenheit kommt mir die Frage, ob sich schon mal jemand im Freiburger Institut um das Originalgutachten bemüht hat, das bei Bender in lediglich zwei Absätzen zusammengefaßt wurde.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Nachforschungen

Frank Zintl @, Lund, Montag, 25. März 2019, 21:32 vor 611 Tagen @ Taurec 641 mal gelesen

Hallo Taurec

Ich bezweifle nicht dass bezüglich der Briefe Nachforschungen stattgefunden haben, war aber nicht auf dem aktuellen Stand welche und von wann, und wo die Ergebnisse dokumentiert sind. Wenn die Briefe in einem Museum in Schaukästen liegen würden, wäre die Lage aber einfacher.

Selber habe ich z.B. zum Thema Schauung von Anton Johansson geforscht und die einzig zuverlässige Originalquelle im Zeitungsarchiv der Königlichen Bibliothek in Stockholm ausfindig und damit auch aktenkundig gemacht. Leider haben sich die Prophezeiungen von Johansson erfüllt. Seine Schauung ist damit ein eindrucksvoller Beweis für echte Visionen, aber für unsere Zeit nicht mehr aktuell.

Zum Thema Emanuel Minos ergebe ich mich nicht so leicht, weil ich diesen biederen und ehrlichen Menschentypen aus Norwegen kenne. Das geistert ja auch nicht erst jetzt wieder durchs Netz. In schwedischen Pfingstkirchenblättern findet man dazu alte Artikel. Ich könnte mir denken mal wieder nach langen Jahren nach Norwegen zu fahren und in Etnedal selber zu recherchieren. Oder mit Leuten der Pfingstgemeinde zu sprechen, in der Minos am meisten war.

Von mir stammt übrigens die Ubersetzung der Vision von Birger Claesson von 1950 einschliesslich meiner bemängelten erklärenden Kommentare in eckigen Klammern. Diese Vision ist von der Quellenlage her absolut wasserdicht.

Zum aktuellen Thema der Markteinführung von implantierten RFID-Chips durch die hier ansässige Firma Biohax International und zum damit verbundenen Thema "Malzeichen des Tieres" werde ich einen neuen Beitrag anfangen, aber nicht mehr heute.

Gruss

Frank

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