Martialische Hitze (Freie Themen)

Ranma (乱馬), Sonntag, 29. Juli 2018, 09:24 vor 445 Tagen 2058 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 16. August 2018, 11:09

Hallo!

Ich habe schon gesehen, manche Forumteilnehmer haben die Jahrhundertmondfinsternis beobachtet. Es wundert mich etwas, daß @Explorer und @Joe noch keine Beobachtungen mitgeteilt haben. Ich selbst habe üble Sichthindernisse ausgerechnet in südlicher Richtung. Gute Beobachtungsorte erkennt man an dem großen Andrang dort. Am schlimmsten ist es bei Sternwarten, wo man zwar am meisten sieht, aber jeder Besucher nur kurz durch das Teleskop schauen darf, weil hinter ihm eine lange Schlange ansteht. Also keine übermäßig guten Ideen, um etwas so leicht Sichtbares wie den Mond zu beobachten. Bei der Hitze wollte ich erst recht nirgendwo hin. Sehen konnte ich daher die Venus (verschwand schon bevor die Mondfinsternis losging), aber nicht den Saturn. Eine Weile lang auch den Blutmond und den Mars, der jedoch enttäuschend orange funzelte. Das war kaum vergleichbar mit dem deutlich sichtbarem rotem Wandelstern im Jahr 2003 (damals war er jedoch so nahe wie seit 60.000 Jahren nicht mehr; noch näher kommt er 2287). Die ISS habe ich nicht entdeckt, dafür konnte ich eine Sternschnuppe sehen, die senkrecht runter fiel. Sobald eine Sternschnuppe auftaucht, ist sie auch schon wieder weg. Wahrscheinlich sagt man deshalb, daß Sternschnuppen Wünsche erfüllen können, weil man darauf einfach nicht schnell genug reagieren kann.

Die Beobachtungen anderer habe ich mir auch zu Gemüte geführt. Berichte von Schlaflosigkeit sind die häufigsten. Ich konnte auch nicht schlafen, aber das liegt vor allem an der Hitze. Schon während der gesamten Hitzewelle schlafe ich wieder deutlich zu wenig und dazu besonders schlecht. Zudem gibt es viele Leute, die schon bei normalen Vollmonden angeben, nicht schlafen zu können. Fällt auch mir schwer.

Das ist das Wesentliche zur Finsternis selbst, so weit bisher Beobachtungen gemacht wurden. Die Finsternis war die längste Mondfinsternis dieses Jahrhunderts (totale Phase: 1 h 43 min; Gesamtdauer: 3 h 55 min, aber niemand interessiert sich für den partiëllen Teil einer Finsternis und das ist auch aus astrologischer Sicht richtig) und wird erst von der Mondfinsternis am 09. Juni 2123 übertroffen. Deren totale Phase wird 1 h 46 min dauern und damit nahe der Höchstdauer von knapp 1 h 47 min liegen. Zum Vergleich: Die Mondfinsternis, die am 21. Januar 2019 stattfinden und wieder von Deutschland aus sichtbar sein wird, dauert insgesamt 4 h 07 min, die totale Phase dauert 1 h 02 min. Die längste Sonnenfinsternis des Jahrhunderts fand übrigens schon 2009 statt; der Rekord wird am 16. Juli 2186 mit einer Totalitätsdauer von 7 min 29 sec stattfinden. Finsternisse werden über die Jahrmillionen kürzer, weil die Erddrehung sich verlangsamt. Je weiter eine Finsternis noch in der Zukunft liegt, desto unwahrscheinlicher ist es daher, daß sie eine besonders lange dauernde ist.

Das wirklich Interessante sind die Beobachtungen, die zum Mars gemacht wurden. Zum Beispiel habe ich in einem Astrologieforum gelesen, daß jemand bei sich einen stärkeren Bartwuchs beobachtet hat und das auf die Nähe von Mars und Mond zu seinem Radix-Mars zurückführt:

[image]

Der Mars sollte rot und hell zu sehen sein, weil er sich nahe der Erde befindet. Sein Perihel auf (zur Zeit, denn das schwankt) einem Grad Wassermann (das entspricht zur Zeit heliozentrisch sechs Grad Fische; auch für astronomische Beobachtungen ist die Besessenheit mit der heliozentrischen Weltsicht nachteilig) erreicht der Mars alle zwei Jahre. Erdnah (gleich dem Perigäum) ist das nur dann, wenn der Mars zugleich in Opposition mit der Sonne steht (das erkennt man daran, daß der Mars die ganze Nacht über sichtbar ist). Das findet alle fünfzehn bis siebzehn Jahre statt (das Perihel verschiebt sich im Jahr nach vorn, die Opposition nach hinten). Daher war der letzte Supermars 2003. Ein Supermars zugleich mit einer Mondfinsternis findet durchschnittlich alle 105.000 Jahre statt. Mittels solcherart seltenen Ereignissen konnten schon die Astrologen der Renaissance Angaben über Jahrhunderte in der Zukunft liegende Zeitpunkte machen.

Besonders auffällig ist nun, daß die Jahre mit einem Supermars besonders heiße und trockene Sommer aufweisen. Heiße Sommer gibt es außerdem, wenn sich Jupiter im Skorpion befindet. 2018 fällt Jupiter im Skorpion mit dem Supermars zusammen. Daher die Hitzerekorde dieses Jahr. Und die wolkenfreie Sicht auf die Himmelsphänomene.

2020 ist der Mars der Erde noch relativ nahe. Ich sage daher weitere Hitzewellen für die Jahre 2020, 2033 und insbesondere 2035 vorher!

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Je größer der scheinbare Durchmesser des Marses, desto fieser die Hitze. In den Jahren dazwischen, mit einem scheinbar besonders kleinem Mars (Opposition im Apogäum, wäre man nicht so besessen davon alles heliozentrisch zu betrachten und daher nur das Aphel zu berechnen, dann fiele der Zusammenhang viel mehr auf), sind die Sommer kühler. Das schiebt man dann gerne auf die Rauchfahnen von Vulkanen.

Gruß,
Ranma

Mein Beobachtungsbericht und Einfluss der Planeten auf das Wetter

Explorer, Dienstag, 31. Juli 2018, 20:09 vor 443 Tagen @ Ranma (乱馬) 1536 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Dienstag, 31. Juli 2018, 20:18

Hallo,

Ja, ich habe den Mond beobachtet, den Mars gesehen, ebenso die ISS vorbeiziehen und mehrere Sternschnuppen.
Ich bin mit ein paar Anderen auf eine Bergwiese hoch gegangen. Dort haben wir den Mond eine knappe Stunde angesehen, bevor wir wieder runter gegangen sind. Wir waren die Einzigen, die dort hoch gegangen sind. Da dort kaum Lichtverschmutzung war, konnten wir wohl auch mehrere kleine Sternschnuppen sehen, die man sonst nicht gesehen hätte.
Für besondere Dinge, sollte man eben auch Orte mit besonderer Atmosphäre suchen ;-)

Übrigens, hier ist eine andere Überlegung, zum Einfluss von Planeten auf das Wetter:
https://www.eike-klima-energie.eu/2017/09/26/haben-sonnenwind-und-planetenstellungen-einfluss-auf-unser-wetter-bzw-klima/
Dabei geht es um den Einfluss der Planeten auf Sonnenwind, der wiederum unser Wetter beeinflusst.

Grüße Explorer

Saturnische Kälte

Ranma (乱馬), Donnerstag, 02. August 2018, 10:37 vor 441 Tagen @ Explorer 1294 mal gelesen

Hallo,

Ja, ich habe den Mond beobachtet, den Mars gesehen, ebenso die ISS vorbeiziehen und mehrere Sternschnuppen.

Es ist interessant wieviele Leute hier nicht nur über Himmelskörper diskutieren, sondern tatsächlich auch mal in den Himmel schauen. Ähnlich wie die spirituëllen Techniken aus dem anderen Diskussionsfaden, die von den Leuten hier auch ausprobiert und nicht nur theoretisiert werden.

Ich habe mein Teleskop vom Dachboden geholt, Staub entfernt und mußte schließlich feststellen, daß es in der Vertikalen rauf und runter schlackert und sich nicht mehr arretieren läßt. Daher konnte ich weniger beobachten als ich eigentlich geplant hatte. Außerdem kollidierte das Ereignis mit einem anderem Interesse, weil ich seit diesem Jahr nämlich die Anime auf Pro7Maxx ansehen, aber nicht aufnehmen kann.

Übrigens, hier ist eine andere Überlegung, zum Einfluss von Planeten auf das Wetter:
https://www.eike-klima-energie.eu/2017/09/26/haben-sonnenwind-und-planetenstellungen-einfluss-auf-unser-wetter-bzw-klima/
Dabei geht es um den Einfluss der Planeten auf Sonnenwind, der wiederum unser Wetter beeinflusst.

Da traut sich anscheinend jemand, alternative Wissenschaft zu betreiben. Klima durch Sonnenwind statt durch Kohlendioxid? Dann auch noch anhand der Planetenstellungen vorhersagbar wie Astrologen das schon immer machen? Da muß aber jemand aufpassen, die Grenze nicht zu überschreiten!

Andererseits, was soll + für eine Planetenstellung sein?

Vielleicht hast du das verlinkt, weil dort für 2035 ein sehr kaltes Jahr vorhergesagt wird, während ich für 2035 einen sehr heißen Sommer vorhersage? So wie Mars traditionell mit Hitze assoziiert wird, so wird Saturn, der dort für die Vorhersage herangezogen wird, traditionell mit Kälte assoziiert. Also für 2035 sage ich sehr heißen Sommer und knackig kalten Winter voraus.

Außerdem sage ich noch weitere fiese Hitzewellen für das Jahr 2050 vorher. Dazu noch heiße Jahre, aber nicht ganz so extrem wie 2003 oder 2018, für 2030 und 2042 und 2054 (jeweils mit Jupiter im Skorpion).

Mit weiteren Vorhersagen saturnischer Kälte muß ich mich irgendwann später noch befassen.

Die diesjährige Hitze und Dürre führte zu so eklatanten Ernteausfällen, daß Beihilfen für Bauern ernsthaft diskutiert werden. Großräumige Hitzewellen und Dürren sind also nicht so trivial wie das zunächst klingt. Wir sollten berücksichtigen, daß die Völkerwanderungen der Vergangenheit durch Klimaveränderungen ausgelöst wurden, und in Betracht ziehen, daß es bald wieder so sein kann. Die zur Zeit hohen Treibstoffpreise tragen ihren Teil dazu bei.

Gruß,
Ranma

Die plagende Hitze

Explorer, Sonntag, 05. August 2018, 09:07 vor 438 Tagen @ Ranma (乱馬) 1232 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Sonntag, 05. August 2018, 09:26

Hallo,

Vielleicht hast du das verlinkt, weil dort für 2035 ein sehr kaltes Jahr vorhergesagt wird, während ich für 2035 einen sehr heißen Sommer vorhersage?

Das war mit ein Grund, ja. Ich war gespannt, ob du dies ansprechen würdest.


Die diesjährige Hitze und Dürre führte zu so eklatanten Ernteausfällen, daß Beihilfen für Bauern ernsthaft diskutiert werden. Großräumige Hitzewellen und Dürren sind also nicht so trivial wie das zunächst klingt. Wir sollten berücksichtigen, daß die Völkerwanderungen der Vergangenheit durch Klimaveränderungen ausgelöst wurden, und in Betracht ziehen, daß es bald wieder so sein kann. Die zur Zeit hohen Treibstoffpreise tragen ihren Teil dazu bei.

Inzwischen wird auch schon darum gebeten, dass die Menschen Bäume, vor allem kleine und junge Bäume, gießen solllen, weil ihre Wurzeln nicht weit genug nach unten reichen, um noch feuchtes Erdreich zu erreichen.
Vor allem, in Städten, wo wenig unasphaltierte Fläche vorhanden ist, wo der Regen versickern kann, ist es schwer für die Bäume genug Wasser zu kriegen.
Auch bei uns, bekommen die Bäume bereits braune Blätter.

https://blog.wwf.de/baeume-giessen/
https://www.youtube.com/watch?v=n-v0Ph7hccc
https://www.ardmediathek.de/tv/Landesschau-Baden-W%C3%BCrttemberg/Rettet-die-B%C3%A4ume/SWR-Baden-W%C3%BCrttemberg/Video?bcastId=250286&documentId=54799186
https://www.jumpradio.de/thema/trockenheit-in-mitteldeutschland-staedte-rufen-auf-strassen-baeume-zu-giessen-wild-tiere-100.html
https://nordhausen.thueringer-allgemeine.de/web/nordhausen/startseite/detail/-/specific/Neustaedter-sollen-Baeume-giessen-357605125
https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Fuer-einige-Baeume-beginnt-wegen-der-Trockenheit-bereits-jetzt-der-Herbst;art457,466867
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/trockenheit-laesst-baeume-sterben,video-66078.html
https://www.swr.de/landesschau-rp/trockenheit-in-rheinland-pfalz-bad-kreuznacher-giessen-die-baeume/-/id=122144/did=22091718/nid=122144/npopx7/index.html

Grüße Explorer

Tote Birken

Fenrizwolf, Sonntag, 05. August 2018, 10:23 vor 438 Tagen @ Explorer 1193 mal gelesen

Hallo Explorer,

eine Birke, weit älter als ich, unter der meine Eltern einst ihr Hochzeitsfoto machten, überlebte 1976, 2003 und 2006.

Nun ist sie tot. Das Schicksal teilt sie leider mit vielen Birken hier.

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

traditionelle Deutungen ...

Sagitta, Montag, 10. September 2018, 09:40 vor 402 Tagen @ Ranma (乱馬) 922 mal gelesen

Hallo Ranma!

So wie Mars traditionell mit Hitze assoziiert wird, so wird Saturn, der dort für die Vorhersage herangezogen wird, traditionell mit Kälte assoziiert.

Saturn wird traditionell auch mit Dunkelheit verbunden. Ich hatte für 2017/18 eine außerordentliche Kälte, lang oder auch tief, vorausgesagt (da außerdem Pluto im Steinbock ist). Das ist zumindest bei uns nicht so eingetroffen, stattdessen hatten wir über Monate hinweg keine Sonne gesehen.

Ich nehme das als zarten Fingerzeig (früher sagte man 'Omen') für weitere Eintrübungen der Atmosphäre, die aber andere Ursachen haben mögen. Vor einigen Tagen lief ein Doku von QUARKS über den großen Ausbruch im 13. Jahrhundert:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ausbruch_des_Samalas_1257

Wie ich in früheren Beiträgen oft andeutete, haben wir rein astrologisch/astronomisch mit weiteren entsprechenden Ereignissen zu rechnen (Vulkane, Erdbeben, Störungen der Erd- und Mondrotation parallel zur differentiellen Sonnenrotation etc.), was mit der anstehenden Versammlung der Planeten in wenigen Tierkreisgraden (und Deklinationsgraden) zusammenhängt. Für die Feindatierung sind dann die Positionen von Sonne und Mond zu beachten.

MfG, Sagitta

Gibt es Vorhersagen dazu?

Ranma, Mittwoch, 12. September 2018, 07:23 vor 400 Tagen @ Sagitta 981 mal gelesen

Hallo!

Ich nehme das als zarten Fingerzeig (früher sagte man 'Omen') für weitere Eintrübungen der Atmosphäre, die aber andere Ursachen haben mögen. Vor einigen Tagen lief ein Doku von QUARKS über den großen Ausbruch im 13. Jahrhundert:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ausbruch_des_Samalas_1257

Laut dem Artikel gab es in der Folge dieses Ausbruches Kälte bis in den Juni, Überschwemmungen, Mißernten und schließlich Hungersnöte. Schon in London alleine soll der Ausbruch zu fünfzehntausend bis zwanzigtausend Hungertoten geführt haben! Die Getreidepreise stiegen nicht nur in England, sondern auch in Frankreich und Italien sprunghaft an. Der Vulkanausbruch gehörte zu einer Reihe, die das Ende der mittelalterlichen Wärmeperiode bedeutete. Aber besonders dieser soll das Ende der byzantinischen Herrschaft über Westanatolien bedeutet haben, weil die byzantinischen Bauern nach den Mißernten durch türkische Hirten abgelöst wurden. Deutschland und Holland produzierten trotzdem noch genug Getreide, so daß etwas davon in die Nachbarländer exportiert werden konnte.

Und heute? Kälte bis in den Juni ist weiterhin möglich und selbstverständlich wird das zu Mißernten führen. Dann Hungersnöte, die so oft die wahre treibende Kraft hinter historischen Entwicklungen waren? Das eher nicht, schließlich werden bereits so viele Überschüsse produziert, daß man die Weltbevölkerung locker zweimal bis dreimal davon ernähren könnte, so man das wollte. Transporte über große Entfernungen sind heute auch leichter. Also werden jene, die heute genug haben, weiterhin ernährt werden und jenen, die man heute hungern läßt, kann man weiterhin die Nahrung verweigern, weil schließlich auch das nicht schwieriger wird. Nur das Schicksal der byzantinischen Bauern gibt einen Hinweis. Ein paar Mißernten nacheinander, dafür reichen die Dürre dieses Jahr, Frost während der Blütezeit, noch eine Dürre danach völlig aus, führen dazu, daß Kleinbauern aufgeben müssen. Große Konzerne übernehmen dann die Felder. Unsere Ernährung wird mehr und mehr von Monopolisten abhängig. Deutschland ist darin schon ziemlich weit, die Dürren werden das im Osten der EU vorantreiben. Es wird kaum noch Wege geben, alte Sorten zu erhalten oder minderwertigem Einheitsfraß auszuweichen. Obwohl es wie Panikmache klingt, ist das als ernste Prognose gemeint.

Gruß,
Ranma

Die Position von Planeten scheint tatschlich Einfluss auf das Wetter und die Gesundheit von Menschen zu haben

Explorer, Dienstag, 11. Juni 2019, 20:25 vor 128 Tagen @ Ranma (乱馬) 606 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Dienstag, 11. Juni 2019, 20:35

Hallo Ranma,

Andererseits, was soll + für eine Planetenstellung sein?

Ich weis du bist gesperrt, aber vielleicht liest du ja mit und/oder Andere interessiert es, dass Physiker nun glauben zu wissen, warum die Sonne immer dann besonders aktiv zu sein scheint, wenn Venus, Erde und Jupiter in einer Linie stehen!

Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben jetzt Fachzeitschrift „Solar Physics“ Indizien dafür präsentiert, dass die Gezeitenwirkung der Planeten Venus, Erde und Jupiter das Magnetfeld der Sonne beeinflusst und so für den Sonnenfleckenzyklus verantwortlich ist. Die Planeten fungieren gleichsam eine äußere Uhr, die der Sonne einen Rhythmus aufzwingt.

Die HZDR-Forscher hatten historische Daten zur Aktivität der Sonne ausgewertet und systematisch mit den jeweiligen Planetenkonstellationen in Bezug gesetzt. Dabei stießen sie auf einen klaren statistischen Zusammenhang. „Die Übereinstimmung ist erstaunlich genau“, sagt Frank Stefani, der Erstautor der Studie, „wir sehen eine völlige Parallelität mit den Planeten über 90 Sonnenzyklen hinweg. Alles deutet auf einen getakteten Prozess hin.“

So wie der Mond durch seine Anziehungskraft die Gezeiten der irdischen Meere verursacht, so können offenbar auch Planeten mit ihrer Gravitation das heiße Plasma auf der Sonnenoberfläche verschieben. Dieser Effekt ist am stärksten, wenn Venus, Erde und Jupiter in einer Linie stehen. Und diese Konstellation wiederholt sich alle 11,07 Jahre.
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„Als ich das erste Mal von Ideen las, die den Sonnendynamo mit Planeten in Verbindung bringen, war ich äußerst skeptisch“, berichtet Stefani. Denn der Gravitationseffekt durch die drei Planeten sollte insgesamt immer noch so klein sein, dass er die Strömungen im Sonneninneren nicht maßgeblich stören sollte.

Doch die Dresdner Wissenschaftler hatten die Idee, dass es einen indirekten Mechanismus geben könnte, über den die Gezeitenkräfte das Sonnen-Magnetfeld beeinflussen. Sie zogen dafür die sogenannte Rayleigh-Taylor-Instabilität in Betracht.

Das ist ein physikalischer Effekt, der ab einem gewissen Materiestrom das Verhalten einer leitfähigen Flüssigkeit oder eines Plasmas drastisch verändern kann. Die Forscher um Stefani haben diesen Effekt in der Sonnenphotosphäre per Computermodell simuliert.

„Das Ergebnis war phänomenal“, sagt Stefani, „die Schwingung wurde richtig angefacht und mit dem Takt der äußeren Störung synchronisiert.“ Dies sei ein realistisches Szenario für die von den Planeten im Elf-Jahres-Rhythmus gesteuerte Sonnenaktivität. Selbst sehr kleine äußere Kräfte können offenbar zu großen Wirkungen führen.

„Das Schöne an unserem neuen Modell ist: Wir können jetzt ganz zwanglos Effekte erklären, die bisher nur schwierig zu modellieren waren, beispielsweise auch Doppel-Maxima in der Aktivitätskurve der Sonne.“ So gab es beispielsweise Mitte 1989 ein Aktivitätsmaximum und bereits im Frühjahr 1991 ein weiteres.

Die Arbeiten der Dresdner Forscher könnten insbesondere dazu beitragen, bessere Modelle vom Sonnendynamo und den veränderlichen Magnetfeldern der Sonne zu entwickeln. Das würde möglicherweise helfen, klimarelevante Prozesse, wie das von der Sonnenaktivität geprägte Weltraumwetter, besser vorherzusagen.
https://www.welt.de/wissenschaft/article194701489/Sonnenflecken-Drei-Planeten-steuern-den-Rhythmus-der-Sonne.html

Auf Grenzwissenschaften-aktuell.de gabs schon vor Jahren mal einen Artikel dazu, der auf die Korellation des Wetters mit Planetenstellungen hinwies, aber damals konnte man sich nicht erklären, wie das zustande kommen könnte.


Planetenkonstellationen beeinflussen Sonnenaktivität
Während Astronomen für gewöhnlich Auswirkungen bestimmter Planetenkonstellationen belächelnd den Astrologen überlassen, haben schweizerische, spanische und australische Forscher entdeckt, dass die Planetenstände wohl doch mehr Einfluss auf unsere Sonne haben als bislang angenommen.

Wie die Wissenschaftler um José Abreu vom Institut für Geophysik von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und Jürg Beer von der Eawag im November 2012 im Fachjournal “Astronomy & Astrophysics” berichteten, scheinen die Planetenkonstellationen für die langfristigen Zyklen erhöhter Sonnenaktivität verantwortlich zu sein (…GreWi berichtete).

Insgesamt vereinigt alleine unsere Sonne mehr als 98 Prozent der Gesamtmasse unseres Sonnensystems auf sich und hält mit ihrem Gravitationsfeld die Planeten auf ihren Umlaufbahnen. Dass es auch eine umgekehrte Wirkung geben könnte, wurde von Astrophysikern bislang aufgrund der vermeintlich zu geringen Kräftewirkung der Planeten als vernachlässigbar betrachtet.

Gemeinsam mit Kollegen aus Spanien und Australien haben damals die Schweizer Forscher die Zyklen der Sonnenmagnetfelder für die letzten 10.000 Jahre verglichen – und dabei Erstaunliches entdeckt.

Möglich wurde die Rekonstruktion der Sonnenzyklen anhand von Eisbohrkernen. Dadurch konnten die Forscher zeigen, dass das verhältnismäßig geringe Drehmoment, das die Planeten auf die Sonne ausüben, die Ursache für die langfristigen Zyklen der Sonnenaktivität zu sein scheint.

“Die beobachteten und bereits bekannten Perioden von 88, 104, 150, 208 und 506 Jahren stimmen während der letzten 10.000 Jahre genau mit den periodischen Änderungen des Drehmoments überein, das die Planeten auf eine dünne Schicht im Innern der Sonne ausüben” so die Forscher. Dieser als Tachoklyne bezeichnete Übergang von der radiativen zur konvektiven Zone in der Sonne spielt nach heutiger Erkenntnis eine fundamentale Rolle beim Entstehen des solaren Magnetfeldes. Auf diese Schicht, so vermuten die Forscher nun, wirkt das Drehmoment der Planeten, ähnlich wie der Mond auf der Erde Gezeiten verursacht. Schon kleine Veränderungen in der Tachoklyne könnten somit Auswirkungen auf das Auftreten solarer Eruptionen haben.

In Ihrer Studie konnten Abreu, Beer und Kollegen aufzeigen, weshalb sie so überzeugt vom Einfluss der Planeten auf die Sonne sind. Hierzu haben sie die fünf deutlichsten Zyklen der Sonnenaktivität über die letzten 10.000 Jahre zurückverfolgt und entdeckt, dass die Hochs und Tiefs auch dann exakt im gleichen Rhythmus wieder auftauchen, wenn sie zwischenzeitlich einmal schwach geworden oder für einige Zeit ganz verschwunden sind. “Es deutet alles auf einen externen Taktgeber hin”, folgerte Jürg Beer, “und dafür kommen eigentlich nur die Planeten in Frage.”

Da direkte Angaben über die Zahl der Sonnenflecken – ein Maß für die Aktivität der Sonne – erst seit rund 400 Jahren existieren, seitdem die Sonne mit Teleskopen beobachtet wird, waren die Forscher bezüglich früherer Werte auf indirekte Informationen angewiesen.

Eisbohrkerne aus der Antarktis und Grönland können hier zu Hilfe gezogen werden, da in diesen auch die durch kosmische Strahlung produzierten Radionuklide eingelagert sind. “Ist die Sonne relativ ruhig, gelangt mehr kosmische Strahlung in die Atmosphäre und damit werden mehr Radionuklide produziert, weil das abschirmende solare Magnetfeld schwächer ist”, erläutert die Pressemitteilung der ETH. Die Autoren haben für ihre Studie neben Beryllium-Daten (10Be) aus dem Eis zusätzlich Kohlenstoffdaten (14C) aus den Jahrringen fossiler Hölzer berücksichtigt. Beide Zeitreihen stimmen sehr gut überein.
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/astrologie-2-0-physiker-diskutieren-medizinische-aus-wirkungen-von-planetenkonstellationen20181127/


Und übrigens, wer geboren wurde, wenn die Sonne gerade recht aktiv war, stirbt etwa 5 Jahre früher.

Historische Daten aus Norwegen zeigen: Wer in Jahren mit erhöhter Sonnenaktivität geboren wurde, starb im Schnitt rund fünf Jahre früher

Bisher ging man davon aus, dass solche Phasen erhöhter Sonnenaktivität - wenn überhaupt - nur geringe Auswirkungen auf biologische Vorgänge haben. Doch die Auswertung von Lebensdaten von mehr als 8600 Menschen, die zwischen 1676 und 1878 im mittleren Teil Norwegens zur Welt gekommen waren, scheinen nun eine andere Sprache zu sprechen. Forscher um Gine Roll Skjærvø von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim (wo übrigens auch die aktuellen Medizin-Nobelpreisträger May-Britt Moser und Edvard Moser tätig sind) haben nämlich errechnet, dass jene Personen, die in Jahren geringer Aktivität geboren worden waren, im Schnitt 5,2 Jahre länger lebten als jene, die in einer Phase mit vielen Sonnenflecken zur Welt gekommen waren. Doch das ist noch nicht alles: Skjærvø berichtet mit zwei Kollegen im Fachblatt Proceedings B der Royal Society auch davon, dass der Sonnenzyklus sich sogar auf die nächste Generation auswirken könnte: Vor allem Frauen aus unteren sozialen Schichten, die in Jahren erhöhter Sonnenaktivität zur Welt gekommen waren, hatten signifikant weniger Kinder, die zudem ebenfalls meist früher starben.
https://derstandard.at/2000010213328/Sonnenaktivitaet-koennte-das-Leben-verkuerzen


Weiters scheint die Stellung des Merkur, einen Einfluss auf das auftretten von Hautkrebs zu haben.

Auf diese Weise könnte also der Stand der Planeten im Sonnensystem nicht nur für die Helligkeitsveränderungen der Sonne verantwortlich sein, sondern damit einhergehend auch die Ionisation der irdischen Ionosphäre auf eine Art und Weise beeinflussen, wie dies bislang im Rahmen der bekannten Physik nicht erwartet wurde.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Edward Valachovic von der University at Albany State University of New York hat Zioutas diese Theorie nun ausgedehnt und untersucht, ob der unsichtbare Fluss Dunkler Materie auch einen Einfluss auf uns Menschen haben könnte.

Hierzu haben Sie zunächst nach Übereinstimmungen von Planetenkonstellationen in medizinischen Datensätzen gesucht und mit statistischen Datensätzen zum Auftreten von Melanomen (Hautkrebstumoren) angefangen.

Wie sie aktuell vorab via ArXiv.org berichten, fanden sie anhand der monatlichen Daten zu Melanomraten in den USA von 1973 bis 2011 „erstmals eine Verbindung medizinische Verbindung mit einer statistischen Signifikanz von deutlich über 5 Sigma – und damit einer hohen Wahrscheinlichkeit.

Laut Zioutas und Valachovi könnten so bei bestimmten Planetenkonstellationen zu Sonne und Erde 1-10 Prozent der Melanomdiagnosen erklärt werden. Die abgeleitete kürzeste Melanomperiodizität von etwa 87,5 Tagen deutet laut den beiden Autoren besonders auf einen Effekt des innersten Planeten Merkur mit einer Umlaufzeitperiode um die Sonne von 88 Tagen hin. Demnach könnte eine bestimmte Position des Merkur zu Erde und Sonne zu einem gelegentlich gravitationsmäßig verstärkten Fluss von Strömen unsichtbarer (dunkler) Materie führen, der mit dem menschlichen Körper interagiert und hier eine bestimmte Schwelle überschreitet“ und dann zu Melanomen führt, so die Physiker.
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/astrologie-2-0-physiker-diskutieren-medizinische-aus-wirkungen-von-planetenkonstellationen20181127/

2032 wird es sehr kalt

Ranma (乱馬), Dienstag, 14. August 2018, 16:13 vor 429 Tagen @ Explorer 1182 mal gelesen

Hallo!

Möglicherweise wäre für die Hitzewellen dieses Jahr noch zu berücksichtigen gewesen, daß Saturn dieses Jahr sein Aphel passierte und darum besonders weit weg war und besonders klein erschien. Im Perihel erscheint er zehn Prozent größer. Eigentlich wäre es sinnvoller, Apogäum und Perigäum zu vergleichen, aber aus ideologischen Gründen findet man solche Angaben heutzutage nicht mehr. Bei der Entfernung des Saturns ist die Angabe von Aphel und Perihel jedoch hinreichend genau. Sein Perihel wird Saturn im Jahr 2032 durchlaufen. Darauf basierend sage ich vorher, daß 2032 ein besonders kaltes Jahr sein wird. Viel kälter als 2035.

Mit dem besonders kalten Jahr habe ich endlich etwas gefunden, das als Ursache für Martin Armstrongs Wendepunkt im Jahr 2032 in Frage kommt, so daß ich den ab sofort für wahrscheinlich halte.

Gruß,
Ranma

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Ok mein Beobachtungsbericht

Luzifer, Österreich, Dienstag, 31. Juli 2018, 22:11 vor 443 Tagen @ Ranma (乱馬) 1517 mal gelesen

Also ich bin ja ein Gebirgler und wollte so auf 1800 m rauf, wir hatten früher einen Astroverein und dort oben einen Beobachtungsplatz mit einbetonierter Säule. Bin gerne dort oben, nehm dann meinen Refraktor mit, die Milchstraße ist schon sehr gut dort und man kann z.B. M101 mit dem Feldstecher leicht sehen oder den Nordamerikanebel.

Ok zur Ausrüstung gehört immer auch ein Päckchen Rauchware, die wollte ich mir in meinem kleinen Ort noch besorgen. Und wer sitzt an diesem lauen Abend beim "Wirtn" neben dem Automaten, mein halber ehemaliger Astroverein, die hab ich ewig nicht mehr gesehen.

Sie waren gerade dabei sich mit Rotwein und Gerstensaft auf das Ereignis "vorzubereiten", dass sie natürlich vom Ort aus beobachten wollten.

Nunja ich fuhr nicht rauf, sondern "bereitete" mich auch entsprechend auf das Ereignis vor. Da wir keine freie Sicht nach Süden und Osten hatten, gingen wir rechtzeitig hinter die Kirche, guckten ein paar Minuten, den verdunkelten Mond und Mars, Jupi (der durch die "Winzlinge" damals beleidigte) war auch zu sehen, für alles andere war es zu hell und mein Liebling im Westen war schon lange untergegangen. Anschließend durfte ein "Achterl Rot" nicht fehlen auf die erfolgreiche Sichtung. War seit langem wieder ein selten gelungener Abend.

Beste und spaßige Grüße
Franz

Frage zum Wetter des Jahres 1540 und Prognose zum Klima der nächsten vier Jahre

Explorer, Donnerstag, 16. August 2018, 08:02 vor 427 Tagen @ Ranma (乱馬) 1227 mal gelesen

Hallo Ranma,

Kleiner Versuch, zu deinem System.
Welches Wetter hättest du rein aufgrund deiner astrologischen Überlegungen für das Jahr 1540 erwartet?

Vor ein paar Tagen wurde ein Forschungsarbeit veröffentlicht, die für die nächsten vier Jahre weitere Hitze vorhersagt.

Sie nutzten dafür nicht die traditionellen Klimasimulationen, sondern ein lernfähiges statistisches Modell. Dieses sucht in vergangenen Klimadaten gezielt nach Analogien für die gegenwärtige Situation und ermittelt daraus die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Klimaentwicklung.

Als Datenbasis dienten dem Modell die Veränderungen der globalen Mitteltemperaturen und der Meeressoberfläche im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert sowie die Daten aus zehn verschiedenen Klimasimulationen.

Auf kurze Distanz sehr treffsicher
Ziel der Forscher war es, kurzfristige Klimaschwankungen von einem bis fünf Jahren Dauer zu erfassen und ihren Einfluss auf das Klima vorhersagbar zu machen. Wie treffsicher ihr Modell ist, testeten sie zunächst mit einer rückwirkenden "Prognose" für die Klimaentwicklung der letzten rund 20 Jahre. Das Ergebnis: Das PROCAST getaufte Modell bildete die jüngste Klimaentwicklung erstaunlich gut ab.

"Die Verlässlichkeit von PROCAST für die jährlichen globalen Mitteltemperaturen in Zeitintervallen von einem bis fünf Jahren ist nahezu perfekt", so Sévellec und Drijfhout. Deshalb folgte dann die eigentliche Prognose. Dafür ließen die Forscher ihr Modell vorhersagen, wie die natürlichen Schwankungen die globalen Mitteltemperaturen und die Meeresoberflächen-Temperatur in der Zeit von 2018 bis 2027 beeinflussen werden.

Warmzeit bis 2022
Das Ergebnis: In den nächsten Jahren bleibt das Thermostat der natürlichen Klimavariabilität eher auf warm. Noch bis zum Jahr 2022 wird demnach ein natürlicher Trend die anthropogene Erwärmung noch verstärken, wie die Prognose ergab. Die globalen Temperaturen könnten dadurch sogar stärker ansteigen als es die gängigen Prognosemodelle vorhersagen. Konkret ermittelten die Forscher, dass dieser Effekt schon bis 2019 die globale Mitteltemperatur zusätzlich um 0,03 Grad und die Meerestemperaturen um 0,07 Grad erhöhen könnte.

"Die kommende Warmperiode ist zudem mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für besonders hohe bis extreme Temperaturen verbunden", berichten die Wissenschaftler. Anomal warme Sommer und Hitzewellen wie in diesem Jahr könnten demnach weiterhin gehäuft auftreten. Marine Hitzewellen werden bis 2022 sogar um 400 Prozent wahrscheinlicher, so die Prognose.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-23043-2018-08-15.html

Sollte es jetzt wirklich vier weitere derartige Sommer geben, würde es wohl um viele Wälder, Fischpopulationen in Flüssen und Seen sowie um die Lebensgrundlage vieler Bauern in Europa schlecht stehen.

Grüße Explorer

Gleich das Wetter?

Ranma, Freitag, 17. August 2018, 02:54 vor 427 Tagen @ Explorer 1054 mal gelesen

Hallo!

Kleiner Versuch, zu deinem System.

Wenn ich schon ein System hätte, dann verdiente es weitere Versuche.

Welches Wetter hättest du rein aufgrund deiner astrologischen Überlegungen für das Jahr 1540 erwartet?

Wetterastrologie ist ein sehr weites Feld, mit dem sich viele Leute schon sehr lange befassen. Zu allgemeingültigen Aussagen sind sie dabei nicht gekommen. Wetter ist immer ein kleinräumiges und kurzfristiges Phänomen und läßt sich daher schwierig mit für die ganze Welt geltenden Konstellationen in Einklang bringen. Anders als das Klima, das eine Mittelung über Jahrhunderte darstellt. Klima ist erst seit einigen Jahren ein Thema. Mehr als die Unterscheidung zwischen kalt und heiß hat man bisher noch nirgends zuwege gebracht. In dem Zusammenhang ist der sechzigtausendjährige Zyklus (ein Milanković-Zyklus des Mars-Orbits) wichtig, der uns den Mars zur Zeit besonders nahe bringt. Es sollte also vor sechzigtausend Jahren ähnlich heiß wie zur Zeit gewesen sein und vor dreißigtausend Jahren besonders kühl (beides in der Altsteinzeit, daher keine Aufzeichnungen). Auf diesem langfristigem Zyklus sitzen die kurzfristigeren Zyklen nur auf und haben (weil gemittelt, weil es sich um Klima handelt) einen geringeren Einfluß.

Besonders interessant an den Milanković-Zyklen ist, daß die für Bewegungen der Erde gefunden und berechnet wurden und anscheinend gut mit Vereisungen der Erde korrelieren:

[image]

In dem Wikipedia-Artikel gilt es als Kritikpunkt, daß manche Zyklen durch den Jupiter beeinflußt werden. Aber gerade der Einfluß anderer Planeten deutet auf eine astrologische Vorhersagbarkeit hin. Milanković-Zyklen müßten für alle Planeten berechnet werden und dann erst könnte man vorhersagen wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Ab dann könnte man das Klima relativ zuverlässig vorhersagen. Aber ich wüßte kein Computerprogramm, das so etwas kann.

Sollte es jetzt wirklich vier weitere derartige Sommer geben, würde es wohl um viele Wälder, Fischpopulationen in Flüssen und Seen sowie um die Lebensgrundlage vieler Bauern in Europa schlecht stehen.

Ja, das wäre katastrophal. Der Ansatz, ein lernendes Programm zu verwenden, ist jedoch gut. Das Programm von Martin Armstrong macht im Prinzip nichts anderes, nur anscheinend besonders gut. Das sagt Kälte vorher, aber erst in einigen Jahren.

Die nächsten vier Jahre dürfte es überdurchschnittlich heiß bleiben, aber nicht so heiß und trocken wie dieses Jahr.

Mein Ansatz bisher könnte besonders schlecht sein, weil die Perihel-Rhythmen von Mars (15 bis 17 Jahre) und Saturn (29 Jahre) fast synchron verlaufen.

Für brauchbare Modell mußt du wahrscheinlich abwarten bis Ulrich mich auch in Bezug auf die Wetterastrologie schulmeistert.

Gruß,
Ranma

Wetterastrologie

Ulrich ⌂, Germering, Freitag, 17. August 2018, 09:21 vor 426 Tagen @ Ranma 1094 mal gelesen

Hallo Ranma,

Wetterastrologie ist ein sehr weites Feld, mit dem sich viele Leute schon sehr lange befassen. Zu allgemeingültigen Aussagen sind sie dabei nicht gekommen.

...

Für brauchbare Modell mußt du wahrscheinlich abwarten bis Ulrich mich auch in Bezug auf die Wetterastrologie schulmeistert.

"schulmeistert" ?
Na denn: Setzen, fünf, Klassenziel gefährdet.

Schreib 50mal an die Tafel:

George McCormack (1887-1974) zeichnete über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren das Wetter auf und entwickelte ein funktionierendes astro-meteorologisches System.
Er veröffentlichte es 1947, nach 23 Jahren Forschung, als Loseblattsammlung in 100 Exemplaren.
Bekannt wurde er durch die Ankündigung des schneereichen Winters im gleichen Jahr, trotzdem wurde er sowohl vom US Weather Bureau 1963 als auch von der American Meteorological Society 1964, denen er seine Forschung vorstellte, ignoriert.

Seine Schrift von 1947, selbst in der astrologischen Welt lange "vergessen", wurde 2012 von David R. Roell mit einem Anhang versehen und als "A Text-Book of Long Range Weather Forecasting" neu herausgegeben:
http://www.astroamerica.com/garden.html

Gruß
Ulrich

(Wie üblich: Wen das Buch leihweise interessiert, PM.)

weiterer Hinweis

Sagitta, Freitag, 17. August 2018, 12:59 vor 426 Tagen @ Ranma 1052 mal gelesen

Hallo!

Wetterastrologie ist ein sehr weites Feld, mit dem sich viele Leute schon sehr lange befassen. Zu allgemeingültigen Aussagen sind sie dabei nicht gekommen. Wetter ist immer ein kleinräumiges und kurzfristiges Phänomen und läßt sich daher schwierig mit für die ganze Welt geltenden Konstellationen in Einklang bringen.

Deswegen müssen die astrologischen Konstellationen mit den historischen Wetteraufzeichnungen für die zu untersuchende Region erst korreliert werden bzw. spezifiziert werden. Für Mitteleuropa gibt es entsprechende Aufzeichungen seit ungefähr 250 Jahren, d.h. sogar ein Plutozyklus lässt sich abbilden.

Außer dem von Ulrich genannten klassischen Forscher gibt es erfreulicherweise in neuerer Zeit wieder Aktivitäten, wie etwa hier:

https://www.premeteo.com/


MfG, Sagitta


http://www.cenon.info/astro/index_gb.html
(auf der Webseite ist der Bezug zur Astrometeorologie nicht erkennbar, jedoch wurde die Cenon-Software anfangs speziell für die Wettererforschung entwickelt).

Noch zu berücksichtigen: La Niña

Ranma, Montag, 20. August 2018, 06:08 vor 424 Tagen @ Ranma (乱馬) 1040 mal gelesen

Hallo!

Das Wetterphänomen La Niña war dieses Jahr wieder besonders heftig. Schon während der letzten paar Jahre brachte es hitzebedingte Wetterereignisse. Das wurde von ein paar Leuten vorhergesagt, die einer alternativen Klimatheorie anhängen. Laut der ist die überdurchschnittliche Temperatur der letzten Jahre auf Radioaktivität zurückzuführen.

Das klingt zunächst weit hergeholt. Aber man sollte berücksichtigen, daß auch die Erdwärme vom wissenschaftlichen Hauptstrom auf den Zerfall radioaktiver Elemente im Erdmantel zurückgeführt wird. Die durch den radioaktiven Zerfall freigesetzte Energie kann nirgendwo hin entweichen, also heizt sie die Erde auf. Treibhausgase in der Erdatmosphäre verhindern ebenfalls das Entweichen von Energie, also wird auch die Atmosphäre aufgeheizt, weil die Menschen dumm genug sind, radioaktive Materialien aus der Erde auszugraben.

Die radioaktiven Elemente, die aus Fukushima ins Meer gelangten, bewegten sich mit den Meeresströmungen und die Berechnung dieser ermöglichte ziemlich exakte Vorhersagen des Wetterphänomens La Niña schon Jahre im Voraus. Das ist jetzt wieder von besonderer Aktualität, weil dem Betreiber von Fukushima (Tepco) jetzt der Platz ausgeht, wo noch Unmengen radioaktiv verseuchten Wassers gelagert werden. Tepco behauptet zwar, es handele sich nur um relativ harmloses Tritium, das man bedenkenlos ins Meer leiten könne, aber das ist nicht wahr. Man kann also weitere hitzebedingte Wetterereignisse vorhersehen, indem man den unverantwortlichen Umgang mit radioaktiven Materialien beobachtet.

Gruß,
Ranma

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Klingt reichlich unsinnig

Taurec ⌂ @, München, Montag, 20. August 2018, 09:01 vor 423 Tagen @ Ranma 1080 mal gelesen

Hallo!

Die radioaktiven Elemente, die aus Fukushima ins Meer gelangten, bewegten sich mit den Meeresströmungen und die Berechnung dieser ermöglichte ziemlich exakte Vorhersagen des Wetterphänomens La Niña schon Jahre im Voraus.

Sie folgern quasi aus der eher zufälligen Konzentration radioaktiver Elemente in den Meeresströmungen auf einen kausalen Einfluß auf durch diese Meeresströmungen beeinflußte Wetterphänomene? Klingt nach klassischer Scheinkorrelation.
Das ist ähnlich absurd wie aus dem Anstieg des CO2s auf dessen Ursächlichkeit für die globale Erwärmung zu schließen.

Die Menge radioaktiver Materialien in der Umwelt dürfte in Relation verschwindend gering sein.
Möglicherweise kann sich dieses Unsinns hier mal ein rechenlustiger Physiker annehmen und die durch Zerfälle tatsächlich abgegebene Energiemenge berechnen. Sie drüfte winzig sein im Vergleich zu anderen auf die Atmosphäre wirkende Energiequellen, allen voran die Sonne.

Das ist jetzt wieder von besonderer Aktualität, weil dem Betreiber von Fukushima (Tepco) jetzt der Platz ausgeht, wo noch Unmengen radioaktiv verseuchten Wassers gelagert werden. Tepco behauptet zwar, es handele sich nur um relativ harmloses Tritium, das man bedenkenlos ins Meer leiten könne, aber das ist nicht wahr. Man kann also weitere hitzebedingte Wetterereignisse vorhersehen, indem man den unverantwortlichen Umgang mit radioaktiven Materialien beobachtet.

Die Annahme, daß sich 900.000 Tonnen gefilterten radioaktiven Wassers im gigantischen Pazifik auf Ranmas Schlaftiefe auswirken, halte ich für ziemlich weit hergeholt. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Radioaktivität / Hitze

Schwan, Montag, 20. August 2018, 09:57 vor 423 Tagen @ Taurec 1075 mal gelesen

Ihr Lieben,

Peter Wohlfahrt hatte in seinem Buch: "Das Geheime Leben der Bäume" darauf hingewiesen, daß ein bewaldeter Küstenstreifen notwendig ist, um die Feuchtigkeit der Ozeane in das Landesinnere zu bringen. Wenn hier abgeholzt wird, wird das Landesinnere unweigerlich trocken.

Ich glaube, Wolfgang Wiedergut, bin mir aber nicht sicher, hat darauf hingewiesen, daß der Abbau von Uran in Afrika im offenen Tagebau soviel radioaktiven Staub in die Atmosphäre bringt, daß hierdurch das Wetter beeinflußt wird, es trockener und heißer wird.

Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, die Erde ist aber ein komplexes System und Änderungen in einem Bereich können Auswirkungen haben, die wir nicht abschätzen können. Kybernetik ist nicht die Stärke von Menschen, leider wird auch nicht zunächst im Kleinen ausprobiert, welche Folgen eine Handlung hat, wenn man es schon nicht mit Denken erschließen kann, sondern es wird gleich geklotzt, so daß der Schaden entsprechend wächst.


Beste Grüsse

Schwan

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Bäume und Atomstaub

BBouvier, Montag, 20. August 2018, 13:17 vor 423 Tagen @ Schwan 1144 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 20. August 2018, 13:44

<"... daß ein bewaldeter Küstenstreifen notwendig ist,
um die Feuchtigkeit der Ozeane in das Landesinnere zu bringen.
Wenn hier abgeholzt wird, wird das Landesinnere unweigerlich trocken
.">

Hallo, Schwan!

Das ist fein beobachtet.

Man denke da nur an die noch immer dicht bewaldeten Küsten
Irlands, Islands, Schottlands, Englands, Belgiens,
der Niederlande, Dänemarks und Frankreichs,
ohne die es in Luxemburg, Polen, Österreich,
der Schweiz und der Tschechei aussehen würde wie in der Sahara.

Weswegen ich empfehle, in der Wüste am Atlantik Mauretaniens
einen Streifen Waldes anzupflanzen, damit es im Niger, im Tschad, im Jemen
und im Sudan auch so schön regnet wie jetzt bereits in Liverpool
und Bremen mit deren Wäldern.

Das diesbezügliche Gesetz lautet demnach also:
Falls irgendwo keine Bäume wachsen, liegt es daran,
daß woanders keine Bäume wachsen.
Bestes Beispiel: Die Sahara.
Falls jedoch irgendwo Bäume wachsen, ohne daß irgendwo anders
Bäume wachsen, dann liegt es daran, daß es dort regnet.
Oder anders herum.

Sowie:
Wäre die Sahara dicht bewaldet, dann wäre sie sofort weg
und wir wüßten nicht, daß es sie denn überhaupt gebe.
Dazu müßte es dort nur ordentlich regnen.
Wie z.B. in Niederbrombach.

<"... daß der Abbau von Uran in Afrika im offenen Tagebau
soviel radioaktiven Staub in die Atmosphäre bringt,
daß hierdurch das Wetter beeinflußt wird,
es trockener und heißer wird.
">

Ja, das ist natürlich ebenfalls eine schöne Erklärung,
weswegen sich über Jahrtausende eine/die "Sahara" in Nordafrika
entwickelt hat und es z.B. morgen in Kuala Lumpur 35 Grad haben wird.
Wegen des radioaktiven Staubes in Afrika.
Deswegen.
Und nicht wegen der fehlenden Bäume in der Sahara, wie oben.

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Bäume als Regenmacher

Explorer, Dienstag, 21. August 2018, 09:25 vor 422 Tagen @ BBouvier 1039 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Dienstag, 21. August 2018, 09:42

Hallo BBOuvier,

Man denke da nur an die noch immer dicht bewaldeten Küsten
Irlands, Islands, Schottlands, Englands, Belgiens,
der Niederlande, Dänemarks und Frankreichs,
ohne die es in Luxemburg, Polen, Österreich,
der Schweiz und der Tschechei aussehen würde wie in der Sahara.

Wenn man sich Europa auf der Weltkarte ansieht, dann sticht ins Auge, dass es eine Halbinsel Eurasiens ist, die ihrerseits selbst aus vielen Halbinseln besteht. Iberische-Halbinsel,Apenninen-Halbinsel, Balkan-Halbinsel, Skandinavien. Das Meer ist nie weit weg, es kommt im normalfall überall Luft hin, die vom Meer kommt und voller Wasserdampf ist.

Vergleich aber die Topographie Europas mal mit der Asiens, Afrikas oder Amerikas. Die amerikanischen Doppelkontinente haben ja auch noch Gebirgszüge, die sich von Norden nach Südne erstrecken und die feuchte Luft, die vom Westen aus dem Pazifik kommt zu großen Teilen blockiert.

Bei so großen Landmassen, ohne Meereszungen wie dem Mittelmeer, Schwarzem Meer oder Ostsee, die quasi in die Landmasse hineinragen, wird der Niederschlag, den die Bäume generieren durchaus wichtig für das Landesinnere.

Bäume sind gute Regenmacher
Dass Regen gut für Pflanzen ist, weiß jeder Gartenfreund. Umgekehrt gilt das allerdings auch. Wissenschaftler haben jetzt untersucht, welche Auswirkungen die Vegetation einer Region auf das Wetter haben kann.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaforschung-baeume-sind-gute-regenmacher-a-439349.html


Der Regenwald macht sich den Regen selbst
In großen Teilen Amazoniens ziehen gegen Ende der Trockenperiode Wolken auf, die nicht den weiten Weg vom Atlantik gekommen sind. Sondern einen ganz kurzen aus den Baumwipfeln.
https://diepresse.com/home/science/5265855/Der-Regenwald-macht-sich-den-Regen-selbst


Terpene die von Bäumen emittiert werden, bilden gemeinsam mit Kaliumsalzen, die Pilze emittieren oft erst die nötigen Kristallisationskerne, für Regen.

Das diesbezügliche Gesetz lautet demnach also:
Falls irgendwo keine Bäume wachsen, liegt es daran,
daß woanders keine Bäume wachsen.
Bestes Beispiel: Die Sahara.
Falls jedoch irgendwo Bäume wachsen, ohne daß irgendwo anders
Bäume wachsen, dann liegt es daran, daß es dort regnet.
Oder anders herum.

Der Einfluss von Pflanzen hat letzten endes erst dazu geführt, dass die Sahara einst ein fruchtbares Land war.
Nur durch die Änderungen der Parameter der Erdbahn alleine, hätte es dort kein so günstiges Klima gegeben.
https://www.spektrum.de/magazin/wie-die-sahara-zur-wueste-wurde/826065

Ja, Bäume verbessern das Klima und die Lebensbedinungen.

Grüße Explorer

Ein paar Daten für die Rechenlustigen

Ranma, Dienstag, 21. August 2018, 05:29 vor 423 Tagen @ Taurec 1005 mal gelesen

Hallo!

Die Erde gibt insgesamt 44 TeraWatt Wärme ab, Neutrinomessungen zeigten, daß ungefähr 20 TeraWatt davon aus dem Zerfall von U-238 und Th-232 stammen. Tatsächlich findet man in der Erde dermaßen irre viel Uran und Thorium, daß der Abraum des Braunkohletagebaus 0,25 g Uran und ungefähr fünfmal so viel Thorium enthält. Im Rheinland wird pro Jahr hundertmillion Tonnen Braunkohle gefördert und dabei vierhundertsechzigmillion Tonnen Abraum bewegt.

Uran-238 ist ein alpha-Strahler: [image]

Aus der Differenz der Massen von U-238 auf der einen und dem alpha-Teilchen sowie dem Zerfallsprodukt Th-234 auf der anderen Seite berechnet man die freigesetzte Energie. (Aus dem Beispiel ist allerdings nur die Masse des alpha-Teilchens verwendbar.) Zum Glück haben andere diesen Teil der Rechnung schon durchgeführt:

Die Zerfallsenergie von U-238 beträgt 4,270 MeV bei einer Halbwertszeit von 4,468 · 109 Jahren. Die Zerfallsenergie von Th-232 beträgt 4,083 MeV bei einer Halbwertszeit von 1,405 · 1010 Jahren. Beide Elemente zerfallen fast vollständig durch die alpha-Strahlung. Die Halbwertszeit von 4.468.000.000 Jahren (U-238) bedeutet eine spezifische Aktivität von 12.450 Becquerel (das sind Zerfälle pro Sekunde) pro Gramm. Die Halbwertszeit von 14.050.000.000 Jahren (Th-232) bedeutet eine spezifische Aktivität von 4.060 Becquerel pro Gramm. (Je mehr Teilchen abgegeben werden, desto schneller der Zerfall.)

Mit Joule kann man besser weiterrechnen als mit Elektronenvolt: [image]

Die Erdatmosphäre besitzt eine Masse von etwa 5,15 · 1018 kg.

Man kann die Rechnung genauer, aber auch komplizierter machen, indem man die Zerfallsprodukte von Uran und Thorium sowie Gradiënten der Erdatmosphäre noch miteinbezieht.

Die radioaktiven Materialien sind größtenteils an Feinstaub gebunden. Verläßliche Zahlen dazu konnte ich nicht finden, aber Blei (das Endprodukt der Uran-Thorium-Zerfallsreihe) wird zur Zeit mit drei bis fünf Nanogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, in Städten und Industriegebieten ist es mehr.

Gruß,
Ranma

Globale erwärmung

Explorer, Dienstag, 21. August 2018, 08:56 vor 422 Tagen @ Taurec 1035 mal gelesen

Hallo Taurec,

Sie folgern quasi aus der eher zufälligen Konzentration radioaktiver Elemente in den Meeresströmungen auf einen kausalen Einfluß auf durch diese Meeresströmungen beeinflußte Wetterphänomene? Klingt nach klassischer Scheinkorrelation.
Das ist ähnlich absurd wie aus dem Anstieg des CO2s auf dessen Ursächlichkeit für die globale Erwärmung zu schließen.

Die Menge radioaktiver Materialien in der Umwelt dürfte in Relation verschwindend gering sein.
Möglicherweise kann sich dieses Unsinns hier mal ein rechenlustiger Physiker annehmen und die durch Zerfälle tatsächlich abgegebene Energiemenge berechnen. Sie drüfte winzig sein im Vergleich zu anderen auf die Atmosphäre wirkende Energiequellen, allen voran die Sonne.

Da braucht man gar nichts zu rechnen, den die gesamte Abwärme aller menschlichen Energiegewinnungsprozess trägt nur 1% zum gemessenen Temperaturnstieg bei.
https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung#Abw%C3%A4rme
Die paar Radioaktiven Stoffe, aus einem einzigen Atomkraftwerk können somit genauso wenig den Globus erwärmen, wie ein vorbeiziehender Himmelskörper niemals einen zerstörerischen Tsunami auslösen könnte. Weiters wurde die selbe Menge an Abwärme, die jetzt beim Zerfall, verteilt im Meerwasser entsteht, vorher mittels Kühlwasser aus dem Kraftwerk abgeleitet. Wo die Wärme entsteht, ist nicht wirklich entscheidend.

Es wäre eventuell möglich, dass Strahlung die Chemie der oberen Atmosphäre beeinflusst und somit das Klima verändert. Allerdings sind die Isotopen aus Fukushima ja im Meer gelandet, der Anteil der Isotopen der in die Atmosphäre kommt, dürfte verschwindend gering sein. Auch werden diese kaum in "kritische Höhen" aufsteigen, bevor sie wieder ins Meer abregnen.

Und zu deinem Vergleich mit CO2 sollte man noch sagen, dass es nun mal Fakt ist, dass CO2 einige Frequenzen der Wärmestrahlung absorbiert und die Wärme somit festhält.
Um wie viel ein gewisser Anstieg des CO2 Gehalts die Atmosphäre genau erwärmt, ist natürlich in der Praxis noch kaum zu berechnen. Die Erde ist nun mal kein Laboraufbau, in dem man die Gaszusammensetzung und Oberflächenabsorbtion der eingstrahlten Strahlungswellenlängen genau festlegen kann, sondenr ein koomplexes sich ständig entwickelndes System. Es kommt ja auch darauf an, wie sich CO2 verteilt, welchen Einfluss es auf Pflanzen und Bakterien hat usw. Die Erde ist Komplex und wir haben keinen zweiten Planeten, mit einem vergleichbaren Wettersystem, Weltmeeren oder Plattentektonik zum vergleichen.

Natürlich ist CO2 auch nicht das einzige Treibhausgas, es gibt noch viele andere, bei denen es auch jede Menge unwägbarkeiten gibt.
Methan etwa, ist ein weit stärkeres Treibhausgas als CO2, steigt aber im gegensatz zu CO2 nach oben und zerfällt seinerseits wieder relativ rasch zu Wasserdampf und CO2, wenn es mit radikalischen Sauerstoffionen reagiert.
Inzwischen erhöht der große Methanausstoß, durch den Menschen (Landwirtschaft, Fraking, Kunststoffzerfall...) schon die Anzahl der Wolken in großen Höhen.
https://www.welt.de/wissenschaft/article180164326/Was-sind-Leuchtende-Nachtwolken.html

Bis in die 80er Jahre, folgte die Entwicklung der globalen Temperatur fast ausschließlich den Änderungen der Sonnenaktivität. Seit den 1980er ist ein langfristiger Erwärmungstrend zu erkennen, der anhält, obwohl die Sonne in ihrer Aktivität nicht stärker wurde.
https://www.mps.mpg.de/4740073/Sonne-und-Klima-FAQ-2016.pdf
https://www.mpg.de/sonne/sonnenflecken
Die Frage ist halt, wie erklärt man sowas, außer eben dadurch, dass die Treibhausgase die Abwärme in der Atmosphäre halten?

Je wärmer es wird, desto mehr CO2 entweicht auch aus den Ozeanen, da in wärmeren Gewässern weniger CO2 gelöst sein kann, Hitzestress, kann Pflanzen am Wachsen hindern und so wird weniger CO2 gebunden ganz zu schweigen von dem Kohlenstoff der frei werden kann, wenn sich die nördlichen Gebiete erwärmen usw.

Weniger Treibhausgase zu emittieren ist auf jedenfall eine gute Idee. Jeder sollte das auch versuchen. Die Risiken sind einfach langfristig zu groß. Auch eine geringere Reduktion der Emission oder Verstärkung der Wirkung von CO2-Senken, kann schon einiges erreichen, schenkt es der Menschheit und der Natur doch Zeit um sich auf Veränderungen einzustellen. Ein langsamer Wandel ist leichter zu schaffen, als ein ruckartiger.

Grüße Explorer

Bitte weniger ungeprüfter Glaube!

Ranma, Mittwoch, 22. August 2018, 05:45 vor 422 Tagen @ Explorer 1024 mal gelesen

Hallo!

Da braucht man gar nichts zu rechnen, den die gesamte Abwärme aller menschlichen Energiegewinnungsprozess trägt nur 1% zum gemessenen Temperaturnstieg bei.
https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung#Abw%C3%A4rme

Laut dem verlinkten Wikipedia-Absatz bezieht sich dieses eine Prozent auf Gebäudeheizung, industriëlle Prozesse und Verbrennungsmotoren. Mit der freigesetzten Radioaktivität hat das einfach nur nichts zu tun.

Die paar Radioaktiven Stoffe, aus einem einzigen Atomkraftwerk können somit genauso wenig den Globus erwärmen, wie ein vorbeiziehender Himmelskörper niemals einen zerstörerischen Tsunami auslösen könnte.

Bei beidem stimme ich dir zu. Daß die radioaktiven Stoffe eines einzigen Atomkraftwerks den Globus erwärmen könnte hat schließlich niemand jemals behauptet! Zur Zeit sind 454 Kernkraftwerke (398.145 MW) in Betrieb, 165 (65.179 MW) bereits stillgelegt und 58 (61.452 MW) im Bau. Je tausend Megawatt werden pro Jahr 160 bis 175 Tonnen Uran benötigt. Durch den Abbau wenig ergiebiger Uranvorkommen mit dem Verfahren der Untertagelaugung (in-situ-leaching) sind bereits über einmilliarden Tonnen Uranerzschlämme, die von der Natur getrocknet und über Staubstürme verteilt werden, angefallen und jährlich kommen zwanzigmillionen Tonnen noch dazu und das ist schon wegen der Giftigkeit ein Verbrechen an der Menschheit. Die radioaktive Strahlung kommt noch dazu.

Weiters wurde die selbe Menge an Abwärme, die jetzt beim Zerfall, verteilt im Meerwasser entsteht, vorher mittels Kühlwasser aus dem Kraftwerk abgeleitet. Wo die Wärme entsteht, ist nicht wirklich entscheidend.

Ja, die Abwärme muß vorher über das Kühlwasser abgeleitet worden sein. Das sollte man beim nachrechnen noch zusätzlich berücksichtigen. Allerdings ist es so, daß es für die meisten Klimamodelle vor allem entscheidend ist, wo die Wärme entsteht. Übrigens entspricht das auch der deutschen Politik, die alles immer dann als am schlimmsten betrachtet, wenn der deutsche Autofahrer etwas beitragen könnte, so daß man am besten den für das gesamte Problem abkassiert.

Es wäre eventuell möglich, dass Strahlung die Chemie der oberen Atmosphäre beeinflusst und somit das Klima verändert.

Die obere Atmosphäre ist ein aktuëlles Forschungsgebiet, über das noch zu wenig bekannt ist, als daß etwas berechnet werden könnte.

Allerdings sind die Isotopen aus Fukushima ja im Meer gelandet, der Anteil der Isotopen der in die Atmosphäre kommt, dürfte verschwindend gering sein. Auch werden diese kaum in "kritische Höhen" aufsteigen, bevor sie wieder ins Meer abregnen.

Ja, Fukushima als Ursache für Wetterphänomene an der Pazifikküste und allgemein die Radioaktivität als Ursache für die globale Erwärmung sind zwei verschiedene Themen, die nur über die Radioaktivität zusammenhängen. Über die Atmosphäre habe ich ein paar Daten zusammengetragen, aber das kostete mich bereits so viel Zeit, daß ich das nicht noch fürs Meer machen oder Berechnungen durchführen konnte. Vielsagend war jedoch die Reaktion der deutschen Legislative auf den Fukushima-Gau. Der deutsche Grenzwert für Radioaktivität wurde erhöht, damit Fische aus den Fanggebieten vor Japan (FAO 61) weiterhin in Deutschland verkauft werden durften!

Und zu deinem Vergleich mit CO2 sollte man noch sagen, dass es nun mal Fakt ist, dass CO2 einige Frequenzen der Wärmestrahlung absorbiert und die Wärme somit festhält.

Absorbieren der Wärmestrahlung ist korrekt, aber die Wärme festzuhalten ist physikalisch unmöglich. Ein Material, das so etwas könnte, würde uns erlauben, einige Naturgesetze zu verspotten (statt andersherum).

Um wie viel ein gewisser Anstieg des CO2 Gehalts die Atmosphäre genau erwärmt, ist natürlich in der Praxis noch kaum zu berechnen.

Manche schaffen jedoch präzise Berechnungen dazu, völlig ohne Kohlendioxid.

Die Erde ist nun mal kein Laboraufbau, in dem man die Gaszusammensetzung und Oberflächenabsorbtion der eingstrahlten Strahlungswellenlängen genau festlegen kann, sondenr ein koomplexes sich ständig entwickelndes System. Es kommt ja auch darauf an, wie sich CO2 verteilt, welchen Einfluss es auf Pflanzen und Bakterien hat usw.

Es kommt halt doch auf die Verteilung an. Der Einfluß zusätzlichen Kohlendioxids heißt korrekt globale Ergrünung. Darüber braucht man sich nicht zu wundern, denn jene, die langfristige Erdveränderungen erforschen, bezeichnen den Kohlendioxidgehalt als seit dem Ende der Dino-Ära bedenklich niedrig. Wegen des niedrigen Kohlendioxidgehalts existieren die meisten Pflanzen des Dino-Zeitalters heute nicht mehr und stattdessen entwickelten sich die Gräser.


Natürlich ist CO2 auch nicht das einzige Treibhausgas, es gibt noch viele andere, bei denen es auch jede Menge unwägbarkeiten gibt.

Apropos Unwäägbarkeiten: Es ist noch nichtmal sicher, ob sich unser Planet überhaupt erwärmt oder vielmehr abkühlt.


Bis in die 80er Jahre, folgte die Entwicklung der globalen Temperatur fast ausschließlich den Änderungen der Sonnenaktivität. Seit den 1980er ist ein langfristiger Erwärmungstrend zu erkennen, der anhält, obwohl die Sonne in ihrer Aktivität nicht stärker wurde.
https://www.mps.mpg.de/4740073/Sonne-und-Klima-FAQ-2016.pdf
https://www.mpg.de/sonne/sonnenflecken
Die Frage ist halt, wie erklärt man sowas, außer eben dadurch, dass die Treibhausgase die Abwärme in der Atmosphäre halten?

Vor allem dadurch, daß ‚Klimaforscher‘ so arbeiten, wie sie nunmal arbeiten.

Je wärmer es wird, desto mehr CO2 entweicht auch aus den Ozeanen, da in wärmeren Gewässern weniger CO2 gelöst sein kann, Hitzestress, kann Pflanzen am Wachsen hindern und so wird weniger CO2 gebunden ganz zu schweigen von dem Kohlenstoff der frei werden kann, wenn sich die nördlichen Gebiete erwärmen usw.

Damit erklärst du sehr schön, warum die Kurve der Kohlendioxidemission der Temperaturkurve hinterherläuft und nicht etwas voraus!

Weniger Treibhausgase zu emittieren ist auf jedenfall eine gute Idee.

Sofern man sich darüber im Klaren ist, daß die wirksamen Treibhausgase Wasserdampf, Stickoxide wie Lachgas und die bisher zum Glück kaum freigesetzten halogenierten Schwefelgase sind. Methan trägt laut den neuesten Klimamodellen durchaus mehr dazu bei als die Klimapaniker, die nur den deutschen Autofahrer abkassieren wollen, zuzugeben bereit sind.

Ein langsamer Wandel ist leichter zu schaffen, als ein ruckartiger.

Wie wäre es mit einem immer wieder ruckartigem Zickzackkurs? Das ist es nämlich, was von politischer Seite her betrieben wird.

Taurec hat diesem Diskussionsfaden das Etikett ‚Freie Themen‘ gegeben. Ich finde es durchaus für das bisherige Forumsthema relevant zu ergründen, ob es eine globale Erwärmung gibt oder ein kurzfristiger Wärmeanstieg eine neue Eiszeit einleitet oder sich nur ein kurzfristiger Zyklus mit einem langfristigem überlagert. Welche Variante kann besser den Kältesommer erklären? Oder ist der Kältesommer nur eine kurzfristige Anomalie während es insgesamt nur eine globale Ergrünung gibt? Oder gibt es eine Klimaveränderung, die den Kältesommer sogar ausschließt? Sind die betreffenden Schauungen vielleicht nur symbolisch zu verstehen?

Gruß,
Ranma

Radioativität, Klimawandel und ungeprüfter Glaube

Explorer, Mittwoch, 22. August 2018, 09:09 vor 421 Tagen @ Ranma 1064 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Mittwoch, 22. August 2018, 09:22

Hallo Ranman,

Laut dem verlinkten Wikipedia-Absatz bezieht sich dieses eine Prozent auf Gebäudeheizung, industriëlle Prozesse und Verbrennungsmotoren. Mit der freigesetzten Radioaktivität hat das einfach nur nichts zu tun.

Ja, die Energie aus den radioaktiv strahlenden Isotopen ist ja auch ein Teil dieser vom Menschen genutzten Energie.
Die Isotopen in der Natur hätten sonst ihre Energie eben innerhalb des Atomkraftwerks abgegeben (industrieller Prozess). Darum gehört das dazu. Ich ging davon aus, dass dir das klar wäre. Ich hatte mal eine Arbeit gelesen, wo die Abwärme aller fossilen Brennstoffe und Kernspaltungen als weniger als 0,6% der Energie angegeben wurde, um die sich die Erde erwärmt, finde diese allerdins gerade nicht.

Allerdings ist es so, daß es für die meisten Klimamodelle vor allem entscheidend ist, wo die Wärme entsteht. Übrigens entspricht das auch der deutschen Politik, die alles immer dann als am schlimmsten betrachtet, wenn der deutsche Autofahrer etwas beitragen könnte, so daß man am besten den für das gesamte Problem abkassiert.

Ich höre immer nur, es ist egal wo CO2 frei wird, weil es auf der ganze Welt gleich wirkt. Und das die meisten Klimamodelle berücksichtigen würden, wo Wärme entsteht hab ich auch noch nie gehört. Die vom Menschen produzierte Wärme ist ja auch sehr gering, im Vergleich zu dem Einfluss der Treibhausgase auf die Strahlungsbilanz der Erde.

Ja, Fukushima als Ursache für Wetterphänomene an der Pazifikküste und allgemein die Radioaktivität als Ursache für die globale Erwärmung sind zwei verschiedene Themen, die nur über die Radioaktivität zusammenhängen. Über die Atmosphäre habe ich ein paar Daten zusammengetragen, aber das kostete mich bereits so viel Zeit, daß ich das nicht noch fürs Meer machen oder Berechnungen durchführen konnte. Vielsagend war jedoch die Reaktion der deutschen Legislative auf den Fukushima-Gau. Der deutsche Grenzwert für Radioaktivität wurde erhöht, damit Fische aus den Fanggebieten vor Japan (FAO 61) weiterhin in Deutschland verkauft werden durften!

Warum sollte den die Erde durch radioaktive Isotope wärmer werden? Die Isotope waren doch vorher schon auf der Erde. Etwas in der Erdkruste drinnen, geben sie genausoviel Wärmemenge beim Zerfall ab. Diese Wärme wird auch an die Oberfläche geleitet.
Nur durch Kernspaltungsprozesse wie sie etwas in Atomkraftwerken ablaufen, passiert dies eben schneller. Dies ist dann zusätzliche Wärme, die zu "industriellen Prozessen" zählt.

Und erhöhung der Grenzwerte für Strahlung in Fischen, sagt zu dem Thema gar nichts aus.

Absorbieren der Wärmestrahlung ist korrekt, aber die Wärme festzuhalten ist physikalisch unmöglich. Ein Material, das so etwas könnte, würde uns erlauben, einige Naturgesetze zu verspotten (statt andersherum).

Setze bitte statt "festhalten" "verlangsamung der abstrahlung von Wärmestrahlung" ein. Ist natürlich in der Beschreibung korrekter.

Manche schaffen jedoch präzise Berechnungen dazu, völlig ohne Kohlendioxid.

Hab mir das Paper mal angesehen. Was ich da doch merkwürdig finde, ist dass bei dieser Berechnung nicht mal die Menge an Energie berücksichtigt wird, die von der Sonne kommt.
Laut seiner Formel, wäre es völlig egal, ob ein Planet um einen Stern kreist oder nicht. Nur die Atmosphäre zählt für Ihn, ich habe da kein Wort über den Einfluss der Sonne gefunden.
Du etwa?

Interessant ist auch der folgende Abschnitt in dem Paper:

The average temperature on Mars is 218K; as suspected
from other work [1] this method is inaccurate for Mars, due
to the very low atmospheric pressure. It is only in
atmospheres with a pressure of over 10kPa (0.1bar) that
strong convection and a troposphere/tropopause is formed,
and its associated temperature gradient. Mars is included to
demonstrate the validity of the >10kPa rule. Now the gas
giants will be assessed; these planets do not have a defined
surface like the terrestrials have, so here they are given a
‘surface’ by using the Earth’s surface pressure of 101.3kPa (1
atm) as a level to use for this calculation.
Calculate for Jupiter [7]

http://article.sciencepublishinggroup.com/pdf/10.11648.j.earth.20170606.18.pdf
Scheint doch sehr gekünstelt worden zu sein, um auf schöne Rechenergebnisse für die Durchschnittstemperatur von Planetenoberflächen zu kommen oder?

Weiters hat er sein Model ja nicht auf Klimaveränderungen der Erde angewendet, sondern nur behauptet, mit seiner Formel kommt er fast genau auf die gemessenen Durchschnittstemperaturen der Planten.

Damit erklärst du sehr schön, warum die Kurve der Kohlendioxidemission der Temperaturkurve hinterherläuft und nicht etwas voraus!

Bis in die 80er war es so, ja.

Hier noch mal was, auch speziell zur Sonne, die laut dem neuen Paper gar keinen Einfluss auf das Klima haben sollte.
https://www.mpg.de/sonne/klima

Es kommt halt doch auf die Verteilung an. Der Einfluß zusätzlichen Kohlendioxids heißt korrekt globale Ergrünung. Darüber braucht man sich nicht zu wundern, denn jene, die langfristige Erdveränderungen erforschen, bezeichnen den Kohlendioxidgehalt als seit dem Ende der Dino-Ära bedenklich niedrig. Wegen des niedrigen Kohlendioxidgehalts existieren die meisten Pflanzen des Dino-Zeitalters heute nicht mehr und stattdessen entwickelten sich die Gräser.

Ich und ich denke mal die meisten anderen Menschen mögen die Pflanzen die derzeit auf der Erde wachsen.
Hier sieht es derzeit nicht nach globaler Ergrünung aus, die Wiesen und viele Bäume sind hier schon braun :-(

Sofern man sich darüber im Klaren ist, daß die wirksamen Treibhausgase Wasserdampf, Stickoxide wie Lachgas und die bisher zum Glück kaum freigesetzten halogenierten Schwefelgase sind. Methan trägt laut den neuesten Klimamodellen durchaus mehr dazu bei als die Klimapaniker, die nur den deutschen Autofahrer abkassieren wollen, zuzugeben bereit sind.

Das ist absolut richtig. Allerdings ist die Menge an CO2 derzeit unumstritten am größten. Aber die anderen sollte man natürlich nicht vernachlässigen.
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article112339120/Extrem-schaedliches-Treibhausgas-NF3-auf-dem-Vormarsch.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/stickstofftrifluorid-treibhausgas-nf3-wird-staerker-kontrolliert-a-875367.html

Wie wäre es mit einem immer wieder ruckartigem Zickzackkurs? Das ist es nämlich, was von politischer Seite her betrieben wird.

Ich meinte damit auch gar nicht die Klimapolitik, sondern wie sich die Menschen auf die Änderungen einstellen.

Geringere Wasserstände von Flüssen etwa, führen dazu dass die Industrie nicht mehr über Flüssse Waren transportieren kann und dass thermische Kraftwerke mit weniger Leistung betrieben werden müssen, weil Kühlwasser fehlt oder zu warm ist. Da die Hitze gleichzeitig auch die Leistung der Solarzellen verringert, ist dies für die Energiesicherheit ein Problem. Die Industrie muss sich umstellen.
Landwirte müssen andere Pflanzen anbauen, wenn es wärmer wird und sich die Niederschlagsmuster ändern. Man muss mit Wasser insgesamt anders umgehen. Menschen müssen niedrig gelegene Küstengebiete verlassen, wo keine Deiche schnell genug gebaut werden können. Weiters müsse Gebiete, in denen es zu heiß wird verlasssen werden usw.

Grüße Explorer

Sehr gut nachgeprüft!

Ranma, Donnerstag, 23. August 2018, 05:32 vor 421 Tagen @ Explorer 1044 mal gelesen

Hallo!

Setze bitte statt "festhalten" "verlangsamung der abstrahlung von Wärmestrahlung" ein. Ist natürlich in der Beschreibung korrekter.

Auch du hast dir offensichtlich etwas Arbeit mit den Klimavorhersagen gemacht. Jetzt irritiert mich nur noch eines: Wenn Kohlendioxid die Abstrahlung der Wärme bremst, dann ist die Zeit ein maßgeblicher Faktor, aber wenn die Erdkruste die radioaktiv erzeugte Wärme aufhält, dann soll die Zeit kein maßgeblicher Faktor sein? Wenn in den Flüssen die Fische mit dem Bauch nach oben schwimmen, weil es zu heiß und trocken ist, dann ist der Ort ein maßgeblicher Faktor, aber wenn an den Küsten durch aufgeheiztes (und das wiederum kann nicht nur durch Sonneneinstrahlung, sondern auch durch freigesetztes radioaktives Material geschehen) Wasser Wolken und Hurricanes entstehen (das ist die konventionelle Erklärung der Entstehung der Hurricanes), dann soll der Ort kein maßgeblicher Faktor sein?

Scheint doch sehr gekünstelt worden zu sein, um auf schöne Rechenergebnisse für die Durchschnittstemperatur von Planetenoberflächen zu kommen oder?

Ich habe gesehen, daß in den Kommentaren kontrovers diskutiert wurde. Wahrscheinlich ist das nicht das beste Klimamodell. Möglicherweise sogar völlig falsch. Ein gutes Modell sollte sowohl die Milanković-Zyklen als auch Radioaktivität berücksichtigen.

Hier sieht es derzeit nicht nach globaler Ergrünung aus, die Wiesen und viele Bäume sind hier schon braun :-(

Bei mir allerdings auch. Global meint jedoch etwas anderes. Globale Ergrünung wird auch im wissenschaftlichen Hauptstrom festgestellt und bezieht sich eher auf arktische oder hochgelegene Gebiete. Dadurch wird die Welt insgesamt grüner.

Ich meinte damit auch gar nicht die Klimapolitik, sondern wie sich die Menschen auf die Änderungen einstellen.

Das machen sie eher garnicht.

Geringere Wasserstände von Flüssen etwa, führen dazu dass die Industrie nicht mehr über Flüssse Waren transportieren kann und dass thermische Kraftwerke mit weniger Leistung betrieben werden müssen, weil Kühlwasser fehlt oder zu warm ist.

Ein großes Problem der Atomkraftwerke. Die vielen Atomkraftwerke in Frankreich führen dazu, daß Frankreich regelmäßig Strom aus Deutschland importiert.

Da die Hitze gleichzeitig auch die Leistung der Solarzellen verringert, ist dies für die Energiesicherheit ein Problem. Die Industrie muss sich umstellen.

Die Förderung der Solarzellen kam viel zu früh. Deren Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Heutige Solarzellen sind auf Laborbedingungen und nicht auf den Betrieb unter freiem Himmel ausgelegt! Optimal funktionieren heutige Solarzellen bei 21°C. Das ist etwas, das ich schon lange kritisiere, aber wenn interessiert das schon. Obwohl es einen Physiker gab, den das interessierte, aber nur um mich über die frühere Existenz einer bereits weiter fortgeschrittenen Technik zu belehren. In den 1970ern oder noch früher wurden wassergekühlte Solarzellen produziert, eine Kombination aus Photovoltaik und Solarthermik, die zugleich Warmwasser und Elektrizität liefern konnten. Hat sich selbstverständlich nicht durchgesetzt. Wer will schon sinnvolle Lösungen? Fördergelder erhält bei uns nur, wer Schrott produziert. Sicherlich liegt das nicht am Schrott selbst, sondern am Nepotismus.

Landwirte müssen andere Pflanzen anbauen, wenn es wärmer wird und sich die Niederschlagsmuster ändern. Man muss mit Wasser insgesamt anders umgehen.

Die Landwirte dürften die einzigen Menschen sein, denen man das nicht erst extra erklären muß. Fraglich ist nur, ob man ihnen genug der anderen Feldfrüchte abkaufen wird.

Menschen müssen niedrig gelegene Küstengebiete verlassen, wo keine Deiche schnell genug gebaut werden können. Weiters müsse Gebiete, in denen es zu heiß wird verlasssen werden usw.

Hier machst du ein tolles, neues Faß auf. Wo sollen diese ganzen Menschen denn hin???

Gruß,
Ranma

Wirkung von Treibhausgasen und Migration durch Klimwandel

Explorer, Freitag, 24. August 2018, 21:09 vor 419 Tagen @ Ranma 1019 mal gelesen

Hallo Ranma,

Wenn Kohlendioxid die Abstrahlung der Wärme bremst, dann ist die Zeit ein maßgeblicher Faktor, aber wenn die Erdkruste die radioaktiv erzeugte Wärme aufhält, dann soll die Zeit kein maßgeblicher Faktor sein?

Nach dem man CO2 in die Atmosphäre emittiert hat, dauert der Temperaturanstieg etwa 10 Jahre. Dann ist die Temperatur der Oberfläche so stark gestiegen ist, dass es wieder ein Gleichgewicht gibt zwischen der Wärmestrahlung die abgestrahlt wird und der Strahlung die von der Sonne kommt und absorbiert wird.

Wenn in den Flüssen die Fische mit dem Bauch nach oben schwimmen, weil es zu heiß und trocken ist, dann ist der Ort ein maßgeblicher Faktor, aber wenn an den Küsten durch aufgeheiztes (und das wiederum kann nicht nur durch Sonneneinstrahlung, sondern auch durch freigesetztes radioaktives Material geschehen) Wasser Wolken und Hurricanes entstehen (das ist die konventionelle Erklärung der Entstehung der Hurricanes), dann soll der Ort kein maßgeblicher Faktor sein?

Natürlich könnte man flüsse mit der Abwärme von Kernkraftwerken, oder auch Kohle oder Gaskraftwerken so aufheizen, dass die Fische sterben. Aber für das große Klima ist das doch ziemlich bedeutungslos.

Uran hat eine Halbwertszeit von ca. 4,5Milliarden Jahren! Die paar Atome, die vom Menschen durch Bergbautätigkeiten oder verwendung von Uranmunition in die Umwelt kommen, zerfallen so langsam, dass die Wärme die dadurch in die Umwelt kommt wirklich vernachlässigbar ist.
In einem Atomkraftwerk wird in ein paar Jahren eine Menge an Uran-Atomen gespalten, die sonst wohl in mehreren 100.000.000 Jahren zerfallen würde.

Ich hab keine Lust, dir die Energiemenge, die durch das bisschen Uranstaub, welches der Mensch an die Oberfläche schafft frei wird auszurechnen... Das kannst du schön selbst machen, wenn du glaubst das sei wichtig. :-D

Sogar Steve Koonin einem Wissenschaftler, der den Beitrag des Menschen am Klimawandel eher gering einschätzt, beziffert die Heizkraft der vom Menschen bisher ausgestoßenen Treibhausgase mit 2Watt/m² der Erdoberfläche.
https://derstandard.at/2000072884861/Klimawandel-Energieexperte-zweifelt-am-Ausmass-der-menschlichen-Schuld
Dagegen wird die Wärme, von in Atomkraftwerken gespaltenen Atomen und den wenigen an die Oberfläche gebrachten und natürlich zerfallenen absolut vernachlässigbar sein.

Vom Jahr 2000 bis 2011 hat die erhöhung der Treibhausgase bei Wolkenfreiem Himmel zu einem "Heizeffekt" geführt, der 0,2 Watt/m² entspricht.
https://www.focus.de/wissen/klima/klimaschutz/endlich-bewiesen-forscher-messen-treibhauseffekt-durch-co2_id_4507677.html

Ich habe gesehen, daß in den Kommentaren kontrovers diskutiert wurde. Wahrscheinlich ist das nicht das beste Klimamodell. Möglicherweise sogar völlig falsch. Ein gutes Modell sollte sowohl die Milanković-Zyklen als auch Radioaktivität berücksichtigen.

Ich bitte dich, eine Gleichung, die nur Atmosphärendruck, die Dichte der Atmosphäre und Molmasse der Moleküle beinhaltet, kann man wohl kaum Klimamodell bezeichnen...

Hier machst du ein tolles, neues Faß auf. Wo sollen diese ganzen Menschen denn hin???

Viele Menschen, die in niedrig gelegenen Küsten leben, werden wohl einfach ins Landesinnere ziehen. Die Menschen die jetzt in Florida leben, werden zu einem großen Teil wohl langfristig in andere US-Bundesstaaten müssen, viele Menschen aus Bangladesch, werden wohl nach Indien gehen.
https://www.focus.de/wissen/klima/klimaerwaermung/anstieg-des-meeresspiegels-13-millionen-us-buerger-muessen-ins-landesinnere_id_5388674.html
http://www.fluchtgrund.de/2018/01/bangladesch-klimawandel-koennte-zu-millionen-von-fluechtlingen-fuehren/
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-02/klimawandel-meeresspiegel-anstieg-doppelt-schnell-prognosen-satellitendaten

Der Großteil der Bewohner von Inseln im Pazifik, werden wahrscheinlich in die reichen Staaten Australien und Neuseeland wollen.
Neuseeland hat schon die ersten offiziellen Klimaflüchtlinge aufgenommen. Ist auch eine Gelegenheit für viele ihren Lebensstandard zu verbessern.
https://orf.at/stories/2240495/2240491/

Nahe liegend wäre, dass die Menschen aus dem Nahen Osten und Nordafrika versuchen nach Europa zu kommen. Viele sind der Meinung, dass diese Gebiete dem Untergang geweit sind. Sie können durch geringer werdende Niederschläge die rasch wachsende Bevölkerung schon jetzt nicht ernähren und nun droht die Region in den Sommermonaten auch zu heiß zu werden, um dort überhaupt zu leben.

Siehe diese Seite aus:Der Untergang der islamischen Welt: Eine Prognose

Folgen des Klimawandels für die islamische Welt
Eine andere Kategorie der Katastrophe
https://de.qantara.de/inhalt/folgen-des-klimawandels-fuer-die-islamische-welt-eine-andere-kategorie-der-katastrophe

Naher Osten: Keine guten Klima-Aussichten
Langfristige Klimazyklen deuten auf weiterhin trockenes Klima hin
Keine Aussicht auf Besserung: Der Nahe Osten muss auch in Zukunft weiter mit anhaltenden Trockenperioden rechnen. Denn auch von den natürlichen Klimaschwankungen sind in naher Zukunft keine zunehmenden Niederschläge zu erwarten, wie Forscher ermittelt haben. Eher im Gegenteil: Langfristige Klimatrends könnten die vom Klimawandel verstärkte Dürre und Hitze eher noch verstärken.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21640-2017-07-11.html

Droht dem Orient ein Klima-Exodus?
Klimawandel könnte Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas unbewohnbar machen
Durch Hitze unbewohnbar? Der Nahe Osten und Nordafrika könnten schon Mitte des Jahrhunderts unerträglich heiß werden. Denn wie neue Klimaprognosen zeigen, steigen die sommerlichen Mitteltemperaturen in den ohnehin heißen Regionen des Orients mindestens doppelt so schnell an wie im globalen Durchschnitt. Dadurch könnten viele Gebiete schon in naher Zukunft unbewohnbar werden, warnen die Forscher im Fachmagazin "Climatic Change".
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20135-2016-05-02.html

https://www.br.de/themen/wissen/erderwaermung-klimawandel-orient-naher-osten-nordafrika-100.html
https://www.cleanenergy-project.de/umwelt/klimawandel/dem-nahen-osten-und-nordafrika-droht-der-hitze-tod/
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21567-2017-06-20.html

Grüße Explorer

Klimaflüchtlinge

Ranma, Samstag, 25. August 2018, 13:10 vor 418 Tagen @ Explorer 994 mal gelesen

Hallo!

Ich hab keine Lust, dir die Energiemenge, die durch das bisschen Uranstaub, welches der Mensch an die Oberfläche schafft frei wird auszurechnen...

Die Daten zusammenzutragen war sowieso der schwierigste Teil der Arbeit. Aber der Grund, warum ich nicht so wie du und Taurec mirnichtsdirnichts die Idee von der Beeinflußbarkeit der Umwelt durch Radioaktivität verwerfe, ist nicht die Quantität irgendwelcher Zahlenwerte. Der Grund dafür ist, daß Anhänger der Theorie exakte Vorhersagen über Wetterphänomene an der amerikanischen Pazifikküste gemacht haben. (Darüber müßten im Gelben Forum Beiträge von vor wenigen Jahren zu finden sein.)

Im übrigen gehe ich auch davon aus, daß zur Zeit ein kurzer Warmzyklus eine kommende Eiszeit verzögert oder verhindert. Der Mensch kann einen Einfluß auf diesen Vorgang haben, indem er Stickoxide und Methan freisetzt. Der durch Kohlendioxid erzielbare Einfluß ist lächerlich gering, was nicht zuletzt der Grund dafür war, Einheiten Kohlendioxidäquivalent als Maßeinheit für Treibhausgase zu wählen.

Viele Menschen, die in niedrig gelegenen Küsten leben, werden wohl einfach ins Landesinnere ziehen. Die Menschen die jetzt in Florida leben, werden zu einem großen Teil wohl langfristig in andere US-Bundesstaaten müssen, viele Menschen aus Bangladesch, werden wohl nach Indien gehen.
https://www.focus.de/wissen/klima/klimaerwaermung/anstieg-des-meeresspiegels-13-millionen-us-buerger-muessen-ins-landesinnere_id_5388674.html
http://www.fluchtgrund.de/2018/01/bangladesch-klimawandel-koennte-zu-millionen-von-fluechtlingen-fuehren/
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-02/klimawandel-meeresspiegel-anstieg-doppelt-schnell-prognosen-satellitendaten

Der Großteil der Bewohner von Inseln im Pazifik, werden wahrscheinlich in die reichen Staaten Australien und Neuseeland wollen.
Neuseeland hat schon die ersten offiziellen Klimaflüchtlinge aufgenommen. Ist auch eine Gelegenheit für viele ihren Lebensstandard zu verbessern.
https://orf.at/stories/2240495/2240491/

Nahe liegend wäre, dass die Menschen aus dem Nahen Osten und Nordafrika versuchen nach Europa zu kommen. Viele sind der Meinung, dass diese Gebiete dem Untergang geweit sind. Sie können durch geringer werdende Niederschläge die rasch wachsende Bevölkerung schon jetzt nicht ernähren und nun droht die Region in den Sommermonaten auch zu heiß zu werden, um dort überhaupt zu leben.

Damit wäre, einmal mehr, geklärt, wo die Menschen hin wollen. Neuseeland hat mal nach längerer juristischer Auseinandersetzung eine Ausnahme für einen benachbarten Commonwealth-Staat gemacht, aber andere Klimaflüchtlinge schon abgelehnt. In den meisten Fällen sind die erstrebten Zielgebiete von Klimaflüchtlingen garnicht begeistert. Die Aufnahme von Flüchtlingen, egal aus welchem Grund, wird in vielen Gegenden sogar rundheraus abgelehnt. Meine Frage, wo die alle hin sollen, war keineswegs die Frage danach, wo die hin wollen!

Wo die hin wollen, war mir klar. Aber nichtmal die Binnenstaaten der USA wären in der Lage auch nur die US-Bürger der US-Küsten zu verkraften. Die meisten Menschen leben entlang niedriggelegener Küsten und dafür gibt es gute Gründe. Ein wichtiger solcher ist, daß meeresferne Gebiete häufiger trockener sind und nur wenige Menschen mit Wasser versorgen können. Sogar Kalifornien leidet unter Wassermangel, weil es so dicht bevölkert ist. Menschen aus Feuchtgebieten in die Wüsten zu schicken wird keine Probleme lösen.

Bangladesch ist ein besonderer Fall, weil sich Bangladesch von Pakistan abgetrennt hat, nachdem Pakistan sich von Indien abgetrennt hatte. Bangladesch hat sich damit jede Menge Probleme geschaffen und Indien hat keinerlei Ambitionen diese zusätzlich zu den eigenen zu lösen. Die Bangladeschi sind sogar die Menschen, die bei den Indern am unbeliebtesten sind. Außerdem leidet Indien bereits unter Wasserknappheit. Die Bangladeschi könnten nur nach Indien gehen, um dort zu sterben.

Die Frage bleibt also: Wo sollen die ganzen Leute hin?

Gruß,
Ranma

Eine kleine Anekdote zum Nachdenken...

Harald Kiri, Donnerstag, 23. August 2018, 18:46 vor 420 Tagen @ Explorer 1123 mal gelesen

Hallo,

in der Klimadiskussion werden immer wieder die Begriffe durcheinandergeworfen.
Klima ist der Durchschnitt des Wetters aus dreißig und mehr Jahren. Ein trockener Sommer nach einem völlig verregneten Sommer im Jahr zuvor, ändert das Klima nicht. Das "Klima" hat in den letzten Jahrzehnten einen Anstieg von 1°C gegenüber dem Ende der kleinen Eiszeit um ca. 1850 erfahren. 400 Jahre vorher war es viel wärmer, als jetzt und nach den Langzeitzyklusmodellen der seriösen Klimawissenschaftler, nicht derjenigen des IPCC, die an Ihren Voraussagen verdienen, wird es zwar auch wärmer, aber zyklusbedingt und ohne Einfluss von Spurengasen in der Atmosphäre.

Gerade heute habe ich in dem Buch "Der Lehrmeister im Garten" von Johannes Böttner 8. Auflage 1908 folgende Passage gefunden, die zum Nachdenken anregt:

"Im Garten muss Wasser sein."
Wer als Gartenfreumd das Jahr 1904 und die vorangegangenen trockenen Jahre mit durchgemacht hat, weiß, was ich mit dieser Forderung ausspreche. Es kommt wohl vor, daß der Himmel reichlich Regen spendet, und der Garten längere Zeit ohne Wasser auskommen kann. Es bleibt aber imter allen Umständen ein beklemmendes Gefühl, in Gärten zu hausen, in welchen das Wasser vollkommen fehlt.

Schon 1904 und die Jahre vorher gab es Phasen, in denen der Regen fast vollständig ausblieb. Kurz nach der kältesten Phase der letzten 1000 Jahre.

Schöne Grüße aus dem schönen, aber zur Zeit extrem trockenen Heidekreis, wo ich vor zwei Wochen einen Brunnen bohren ließ, der kristallklares Trinkwasser liefert, um einer eventuellen Privatisierung desselbigen vorzubeugen und meinen Garten bewässrrn zu können, damit eine Phase, wie Anfang des 20. Jahrhunderts, mir nicht so viel anhaben kann

Hier mehr zum Nachdenken

Explorer, Freitag, 24. August 2018, 21:27 vor 419 Tagen @ Harald Kiri 1082 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Freitag, 24. August 2018, 21:45

Hallo Harald Kiri,

Das "Klima" hat in den letzten Jahrzehnten einen Anstieg von 1°C gegenüber dem Ende der kleinen Eiszeit um ca. 1850 erfahren. 400 Jahre vorher war es viel wärmer, als jetzt und nach den Langzeitzyklusmodellen der seriösen Klimawissenschaftler, nicht derjenigen des IPCC, die an Ihren Voraussagen verdienen, wird es zwar auch wärmer, aber zyklusbedingt und ohne Einfluss von Spurengasen in der Atmosphäre.

Welche Wissenschaftler sagen sowas?
Soviel ich weiß, sollte es laut Milankovic-Zyklus eigentlich schon wieder kälter werden, wird es aber nicht mehr. Vor allem, weil sich jetzt die Neigung der Erdachse verringert, sollten die Sommer eigentlich weniger warm werden (geringere Achsenneigung, bedeutet, die Sonne steigt im Sommer weniger hoch), der erste Schnee sollte früher fallen, weil sich die mittleren und hohen Breiten im Sommer weniger erwärmen und das Eis im Frühjar langsamer abtauen. Mehr an Eis erhöht die Albedo, wodurch mehr Energie ins All zurück gestrahlt wird.

Zwischen 1998 und 2012 hat die Erwärmung nur mal etwas nachgelassen, seitdem gibt es einen starken Sprung in der Temperatur.
Sagen zumindest die Daten aus den Satellitenmessungen, die ich mal ansah.

Siehe dazu auch:
Klimawandel unterdrückt die nächste Eiszeit
Erhöhte CO2-Werte verschieben den Beginn der nächsten Kaltphase um zehntausende Jahre
Wäre der Mensch nicht, würde die Erde wahrscheinlich längst auf die nächste Eiszeit zusteuern. Denn den Erdbahnparametern nach wäre dies fällig. Verhindert wird dies jedoch durch zu hohe CO2-Werte, wie deutsche Klimaforscher herausgefunden haben. Der menschengemachte Klimawandel schiebt demnach die nächste Eiszeit um mehrere zehntausend Jahre auf. Das demonstriert, wie tiefgreifend der Menschen bereits in das Erdsystem eingreift, so die Forscher im Fachmagazin "Nature".
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19729-2016-01-14.html

https://diepresse.com/home/science/722363/Verhindert-das-anthropogene-CO2-die-naechste-Eiszeit

Hat der Mensch eine neue Eiszeit verhindert?
Einen anthropogenen Treibhauseffekt könnte es schon vor 5.000 bis 8.000 Jahren gegeben haben
Der anthropogene Klimawandel begann nicht erst vor knapp 200 Jahren, sondern schon vor mehreren tausend Jahren mit dem großräumigen Reisanbau in Asien und der Rodung der Wälder in Europa. Möglicherweise trug diese frühe Treibhausgas-Freisetzung sogar dazu bei, den Beginn einer neuen Eiszeit zu verhindern. Das jedenfalls schließen Wissenschaftler aus Analysen von Eisbohrkernen jener Zeit und aus Klimamodellen.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9282-2008-12-19.html

Wenn du schon nicht glaubst, dass CO2 das Klima für den Menschen schlechter macht, bedenke die weiteren Auswirkungen, etwa weniger Proteine und Mineralstoffe im Essen.
https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/klimawandel-weniger-naehrstoffe-im-essen-durch-co2-160980.html
https://www.geo.de/wissen/gesundheit/18619-rtkl-brisante-entwicklung-warum-unsere-nutzpflanzen-immer-weniger
https://www.welt.de/welt_print/article1472575/Pflanzen-enthalten-weniger-Eiweiss.html
https://www.umweltperspektiven.ch/eiweissmangel-wegen-co2-emissionen/

Oder schlechtere Qualität von Holz:

Klimawandel macht Holz leichter
Durch geringere Holzdichte speichern Bäume weniger CO2 als gedacht
Größer und leichter: Bäume wachsen durch den Klimawandel nicht nur schneller – ihr Holz ist auch mit weniger Substanz gefüllt. Wie eine Analyse europäischer Holzproben zeigt, hat die Holzdichte in den vergangenen 100 Jahren bereits um acht bis zwölf Prozent abgenommen. Das bedeutet auch: Die Bäume speichern weniger Kohlendioxid in ihrem Holz als gedacht. Traditionelle Schätzungen könnten ihre jährliche Speicherkapazität demnach um Millionen Tonnen überschätzt haben.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-23052-2018-08-16.html

Ganz zu schweigen, von der allgemein bekannten Versauerung der Meere, durch CO2, das vom Meer aufgenommen zu Kohlensäure wird.

Grüße Explorer

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Und die Relevanz?

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 28. August 2019, 17:45 vor 50 Tagen @ Explorer 233 mal gelesen

Hallo!

Die Forumsregeln sollten Dir eigentlich bekannt sein:
"Wer auf fremde Seiten oder Videos verlinkt, hat gefälligst eine Zusammenfassung mitzugeben, um die themenbezogene Relevanz kenntlich zu machen."

Hier ein interessanter Vortrag von Prof. Dr. Jörn Thiede
https://www.youtube.com/watch?v=M3B4hpM6v5Q

Den werde ich mir ganz sicher niemals ansehen, wenn ich nicht zuvor eine Information bekomme oder eine kurze Umschreibung der "Pointe" des Films (Was ist das Fazit?), aus der ich ersehen kann, daß sich die 48 Minuten lohnen.

Was meinst Du, was ich und jeder andere tagtäglich auf YouTube für Müll oder auch Nichtmüll vorgeschlagen bekommen? Ohne Zusatzinformationen fällt all dies (zu Recht) durchs Raster. Ich habe nämlich nur noch ca. 50 bis 60 Jahre zu leben.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Themenbezogenheit und Relevanz

Explorer, Mittwoch, 28. August 2019, 17:54 vor 50 Tagen @ Taurec 241 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Mittwoch, 28. August 2019, 18:07

Hallo,

Hier werden unter anderem die Milankovic-Zyklen erklärt und wie sich die Temperatur, bedingt durch natürliche Zyklen zukünftig entwickeln sollten.
Es wird z.B. auch erklärt, wie vergangene Temperaturen rekonstruiert werden und einige Anekdoten zur Geschichte der deutschen Polarforschung kommen auch vor.

Das sollte genügen, wen es nicht interessiert, der braucht es sich ja nicht anzusehen.

Aber OK, ich gebe zu, ich hätte vielleicht im Beitrag schreiben sollen, dass der Titel des Beitrags auch der Titel des Vortrags ist.
Wer auf den Link nicht drauf klickt, hatte so wirklich keine Ahnung, worum es in dem Vortrag geht...

Grüße Explorer

Wir befinden uns jetzt in einem solarem Minimum

Ranma, Montag, 10. September 2018, 05:39 vor 403 Tagen @ Ranma (乱馬) 961 mal gelesen

Hallo!

Martin Armstrongs Computerprogramm Socrates zufolge korreliert eine erhöhte Aktivität der Vulkane auf der Erde mit einer verringerten Aktivität der Sonne. Zur Zeit befinden wir uns in einem Minimum der Sonnenaktivität. Das bedeutet mehr vulkanische Aktivität auf der Erde. Martin Armstrong zählte elf Vulkanausbrüche für 2015, zwölf Vulkanausbrüche für 2017 und dieses Jahr vierunddreißig Vulkanausbrüche, jeweils weltweit. Dabei kommt Indonesien alleine schon auf fünf ausgebrochene Vulkane. Gerade von indonesischen Vulkanen glaubt man, daß sie Wetterphänomene wie die Kleine Eiszeit in Europa verursachten. Aufgrund des durch die diesjährigen Vulkanausbrüche verursachten global dimmings sollten wir uns auf einen langen, kalten Winter einstellen.

[image]

Wahrscheinlich bleibt 2019 nach dem Winter noch lange trüb und kalt, aber zugleich trocken. Das ist bedenklich, weil die Grundwasserspeicher so nur unzureichend aufgefüllt werden, während ich für 2020 schon wieder ein besonders heißes Jahr erwarte. Der langfristige martialische Zyklus kommt aus der Periheldrehung des Marsorbits in Relation zur Periheldrehung des Erdorbits zustande, das heißt wir nähern uns erst langsam dem Maximum der martialischen Hitze im Jahr 2287, vorher haben wir noch Spielraum für besonders kalte Jahre. Eine richtige Eiszeit erfordert erst viel Verdunstung, dafür müßte die vulkanische Aktivität gering sein. Eine richtige Eiszeit dürfen wir also für vor oder nach dem Hitzemaximum erwarten, aber nicht für die kommenden, kalten Jahre. Während der kommenden Jahre gibt es nur besonders heiße Sommer und besonders kalte Winter.

Gruß,
Ranma

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