Hallo, ist hier noch jemand (Freie Themen)

remi @, Mittwoch, 25. April 2018, 19:48 vor 945 Tagen 3773 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 16. August 2018, 11:30

Hallo, hallo, hallo, liebe Foristen.
Es ist so still hier. Habe ich etwas verpasst? Oder gibt es nichts mehr zu besprechen. Ich bin noch in einigen anderen Foren, aber das WW ist immer meine erste Anlaufstelle. Wenn aber 6 Tage niemand laut gibt, mache ich mir Gedanken. Vielleicht sollten wir unser Thema etwas erweitern. Taurec, BB u.a. schreiben ja auch noch in anderen Foren. Ich verstehe diese Stille einfach nicht. Wie wäre es den z.B mit einer Diskussion über die "Merkel muß weg" Bewegung. Hat natürlich nicht direkt mit unseren Themen zu tun, aber indirekt schon.
Taurec bitte ordne diesen Beitrag einfach ein. Solltest du so etwas nicht wollen, ist das natürlich ok. Es ist dein Forum.
Ich bin gern hier und ertrage auch die Stille.
LG
remi


"Per aspera ad astra."

Gorans Schau in der Sammelstelle

Dannylee @, Mittwoch, 25. April 2018, 21:19 vor 945 Tagen @ remi 4216 mal gelesen

Hallo, hallo, hallo, liebe Foristen.
Es ist so still hier. Habe ich etwas verpasst? Oder gibt es nichts mehr zu besprechen.
LG
remi

Hallo, Remi,

doch, absolut. Ich wundere mich auch schon. Wirf mal 'nen Blick in die Sammelstelle für Schauungen:

Schau von Trennung der Serbischen Teil Bosnien
https://schauungen.de/forum/index.php?mode=page&id=7

Freundliche Grüße

Dannylee

wenn selbst Goran, ...

Sagitta @, Donnerstag, 26. April 2018, 11:21 vor 944 Tagen @ remi 3576 mal gelesen

... der früher gelegentlich von einem Kriegsausbruch 'in den nächsten Monaten' sprach, jetzt schon Schauungs-Kalender-Daten von 2020 nennt, dann ist das Forum halt arbeits- und themenlos (bzw. kann einen langsameren Gang einlegen). Ist das schlimm für Dich, Remi? Fehlt Dir eine Katastrophe? Freu Dich doch über das Leben - und dass es zwar nicht allen Menschen, aber doch sehr vielen ganz ordentlich geht (subjektiv zumindest). Und wenn Du zu irgendeiner Verbesserung desselben beitragen möchtest, sei es für Dich oder für andere, dann hast Du immer noch gute - und ausreichend lange - Gelegenheit dazu. MfG, Sagitta.

PS: Ich habe via Bibliothek eine Erstausgabe von den Eismeerfischer-Visionen erhalten, erschienen vor 100 Jahren. Ich werde einen Scan mit OCR-Erkennung davon machen, so dass man den Text in online-Übersetzungprogramme eingeben kann. Wenn jemand, der hier mitliest, Schwedisch kann (oder jemand mit Schwedischkenntnissen kennen würde, der an dieser Sache ebenfalls Interesse hätte) und bei der Übersetzung helfen wollte, dann möge er sich bitte bei mir melden. Ich habe mir diesen Text beschafft, weil ich vermute, dass die Übersetzung ins Deutsch von K. Röhrig (1921) nicht wortgetreu sondern paraphrasierend ist. Wenn der Text von 1918 in einer neuen Übersetzung vorliegt, kann man ihn mit den Büchern von Gustafsson nach dem Zweiten Weltkrieg vergleichen und dann wohl auch genau sehen, was Johansson tatsächlich vorausgeschaut hatte, was davon bestätigt wurde - und was gemäß seinen Schauungen noch eintreten mag. Einen Scan von Röhrigs Buch habe ich an Taurec geschickt, der ihn möglicherweise einmal hier einstellen wird. Eilt ja nicht ...

@sagitta

remi @, Donnerstag, 26. April 2018, 16:32 vor 944 Tagen @ Sagitta 3288 mal gelesen

Hallo , hast du meinen Beitrag wirklich ganz gelesen? So unklar habe ich mich ,denke ich, nicht ausgedrückt. Klartext: Ich lebe gern.Ich brauche keine Katastrophen. Ich warte nicht auf den Weltuntergang. Im gegenteil. Ich würde gern über positive Tatsachen reden (Merkel muß weg z.B.)Aber man kann natürlich alles mißverstehen, wenn man das so will.


"Per aspera ad astra."

Merkel wird wohl und übel bis 2021 bleiben, ...

Sagitta @, Donnerstag, 26. April 2018, 16:56 vor 944 Tagen @ remi 3394 mal gelesen

..., also sind Diskussionen darüber (für mich) nicht nötig, Remi. Auch genügte es nicht, den König stürzen zu wollen, sofern man nicht vorher einen neuen Kandidaten und einen Handlungsplan für die Zukunft hat (Prinzip des konstruktiven Mißtrauensvotums gemäß GG). Beides lässt sich auf diesem Forum ganz gewiß nicht diskutieren, und beides bräuchte m.E. nur von jenen diskutiert werden, die im politischen Bereich handlungsfähig sind. Zwar ist das der Theorie nach jeder Bürger - aber eben nur nach Theorie. Dass ich Merkel bis 2021 als Kanzlerin sehe, ergibt sich mir aufgrund einer Kenntnis zyklischer Strukturen der Geschichte - der Einfachheit halber mag man das als Astologie bezeichnen, insofern es zwischen beiden Sichtweisen und Methoden gewisse Berührungspunkte gibt. Da eine solche Voraussage rational erarbeitet wird, ist sie fehleranfällig und als Wahrscheinlichkeitsaussage anzusehen. Urplötzliche Asteroideneinschläge sind weder von mir noch von Astrologen vorauszusehen und würden die Kanzlerschaft von Frau Merkel dann beeinträchtigen, wenn Berlin getroffen würde und Merkel sich gleichzeitig dort aufhielte - wodurch die obige Aussage weiter eingeschränkt wird. MfG, SG.

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Vermeintlicher "Merkelzyklus"

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 26. April 2018, 17:53 vor 944 Tagen @ Sagitta 3481 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 26. April 2018, 18:05

Hallo!

..., also sind Diskussionen darüber (für mich) nicht nötig, Remi. Auch genügte es nicht, den König stürzen zu wollen, sofern man nicht vorher einen neuen Kandidaten und einen Handlungsplan für die Zukunft hat (Prinzip des konstruktiven Mißtrauensvotums gemäß GG). Beides lässt sich auf diesem Forum ganz gewiß nicht diskutieren, und beides bräuchte m.E. nur von jenen diskutiert werden, die im politischen Bereich handlungsfähig sind. Zwar ist das der Theorie nach jeder Bürger - aber eben nur nach Theorie. Dass ich Merkel bis 2021 als Kanzlerin sehe, ergibt sich mir aufgrund einer Kenntnis zyklischer Strukturen der Geschichte - der Einfachheit halber mag man das als Astologie bezeichnen, insofern es zwischen beiden Sichtweisen und Methoden gewisse Berührungspunkte gibt. Da eine solche Voraussage rational erarbeitet wird, ist sie fehleranfällig und als Wahrscheinlichkeitsaussage anzusehen. Urplötzliche Asteroideneinschläge sind weder von mir noch von Astrologen vorauszusehen und würden die Kanzlerschaft von Frau Merkel dann beeinträchtigen, wenn Berlin getroffen würde und Merkel sich gleichzeitig dort aufhielte - wodurch die obige Aussage weiter eingeschränkt wird. MfG, SG.

Über große historische Zyklen läßt sich diskutieren. Dieses Prinzip aber auf kleine Perioden im Rahmen von Legislaturperioden herunterzubrechen, entbehrt meines Erachtens einer validen Grundlage, da auf dieser Ebene menschliche Zufälligkeiten intervenieren. Merkel könnte durchaus abtreten, was aber nicht zwingend das hinter ihr stehende System in Gefahr brächte, welches in gewisser Weise durchaus einem übergeordneten Zyklus unterliegen kann.

Und sofern ich die damalige Darstellung Deiner Zyklen richtig sehe, weisen diese durchaus Beliebigkeiten auf.
Beispielsweise unterscheidest Du drei Zyklen mit einer Spannbreite von 48-55 Jahren und 80-84 Jahren, die Du auf verschiedene kriegerische Ereignisse in Zusammenhang mit Nordamerika beziehst. Angesichts eines Zeitfensters von jeweils mehreren Jahren (bis zu 7!) und der Tatsache, daß die USA quasi ständig irgendwo Krieg führen, läßt sich die Signifikanz dieser Zyklen durchaus bestreiten. Zwei Umläufe, die mindestens nötig sind, um überhaupt von einem sich wiederholenden Zyklus zu sprechen, variieren also bereits zwischen 96 und 110 bzw. 160 und 168 Jahren. Da findet man immer irgendwas, vor allem wenn es sich gleich um drei Zyklen handelt. :hamper:
Davon abgesehen beziehst Du an einer Stelle die Glorious Revolution mit ein, in der Nordamerika nur am Rande eine Rolle spielte, während das Ereignis in eine Reihe z. B. mit dem zweiten Weltkrieg gestellt wird.
Ein Zyklus endet 2005 (vorläufig) mit dem "Krieg gegen den Terror", wobei es sich um einen reinen Propagandabegriff handelt und die USA seitdem ununterbrochen militärisch engagiert waren. Der Syrienkonflikt paßt hingegen gar nicht in das Zeitfenster, da er zwischen den Zyklen liegt (die Deiner Darstellung nach zwischen 2019 und 2025 im "zweiten amerikanischen Bürgerkrieg" kulminieren, was immerhin nicht ganz uninteressant wäre).

Der russische Zyklus von 12 Jahren mit dreijährigen Teilperioden wirkt ähnlich beliebig, wenn Du die Besetzung Deutschlands statt 1945 auf 1944 datierst und zwischendrin Lapalien aufgegriffen werden müssen wie "Piloten und Techniker in Vietnam" (die sicher nicht nur ein Jahr dort waren, während die Sowjetunion im Hintergrund dauernd enagiert war) und der "Abschuß einer koreanischen Passagiermaschine" oder der "Grenzkonflikt mit China 1974", der aber 1969 ("Zwischenfall am Ussuri") stattfand, das in Deiner Aufstellung ausgespart wird. Die Verlängerung des 12-jährigen Zyklus weist auf 2016. Die Annexion der Krim 2014, die für ein Ereignis am Ende dieser Periode wie prädestiniert gewesen wäre, paßt aber weder in diese 12 Jahre, noch in die dreijährigen Teilzyklen.

Insofern gehe ich bei Deinem Merkelzyklus nicht von einer validen Feststellung aus. ;-)

Ohne eine Darstellung Deiner Methode, die sich auch vom Leser auf Plausibilität überprüfen ließe, bleiben Deine obigen Andeutungen ohnehin auf dem Niveau bloßer Behauptungen, die eigentlich keiner weiteren Inbetrachtnahme würdig sind.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Besten Dank, dass Du der Sache trotzdem Aufmerksamkeit geschenkt hast, ...

Sagitta @, Donnerstag, 26. April 2018, 23:12 vor 944 Tagen @ Taurec 3174 mal gelesen

... Taurec! Am schnellsten wird man mit dem Thema vertraut, wenn man selbst nach derartigen zyklischen Strukturen in der Geschichte sucht. Wie etwa Herr Spengler. Den also nicht nur nachlesen sondern bitte nachmachen und vertiefen! Wie vor einiger Zeit das beispielsweise Herr Theodor Henzler getan hat. *) Da können dann durchaus interessante Erkenntnisse rauskommen. Wegen Merkel aber schlage ich vor, einfach bis 2021 abzuwarten. Vielleicht fallen mir bis dahin ein paar weitere Voraussagen ein, so dass man sie alle auf einen Schlag beurteilen und von 'bloßen Behauptungen' unterscheiden könnte (wie viele sollten es denn sein, damit das statistisch gesehen 'durchgehen' mag?). Oder auch ich schreibe mal ein Buch ...

MfG, Sg.

*) http://bewusstseinskultur.com/das-buch/

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Spengler verstehen

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 27. April 2018, 15:39 vor 943 Tagen @ Sagitta 3185 mal gelesen

Hallo!

Am schnellsten wird man mit dem Thema vertraut, wenn man selbst nach derartigen zyklischen Strukturen in der Geschichte sucht. Wie etwa Herr Spengler. Den also nicht nur nachlesen sondern bitte nachmachen und vertiefen!

Der Unterschied zwischen Dir und Spengler liegt darin, daß Spengler einen metaphysischen Ausgangspunkt hat, von dem her er die Geschichte als die Lebensläufe hoher Kulturen betrachten kann. Sein Grundgedanke ist die goethe'sche Urpflanze, die als die platonische Idee des Lebens selbst hinsichtlich seiner inneren Organisation und der Phasen seiner Entwicklung von der Geburt bis zum Tode dasteht und sich in vielfältigen Formen, aber stets nach dem gleichen Gesetze entfaltet.

Einen solchen metaphysischen Ansatz vermisse ich hingegen bei Deinen Zyklenspielereien. Du sortierst die Ereignisse in gleiche Intervalle ein, die sich wie ein (allerdings unsauberes) Uhrwerk wiederholen.
Bei Spengler haben die Hochkulturen eine Lebenserwartung, die ähnlich biologischen Arten um einen bestimmten Richtwert herum variiert, aber bei jedem Exemplar letztlich individuell ausfällt. Ein Jahrtausend ist unscharf genug. Es können mehr oder weniger Jahre sein. Auch endet die Entwicklung nicht in allen Lebensbereichen und bei allen Völkern in der selben Generation. Gleichsam können sowohl innerhalb einer Kultur die Lebensphasen bei verschiedenen Völkern und in verschiedenen Regionen etwas versetzt ablaufen, als auch zwischen Kulturen, deren Lebensläufe man per Analogie parallelisiert. Es ist ein Gesetz, aber kein Korsett. Die Relationen passen, aber nicht die absoluten Werte. Es sind lebend sich entwickelnde Organismen mit gleich dem Herzschlag variablem Takt, keine gleichgetakteten Roboter. Spenglers Ansatz ist organisch, Deiner ist anorganisch. Dir mag es vielleicht anders erscheinen, aber darauf läuft es letztlich hinaus, wenn man selbst dreijährige Zyklen unterscheidet.
Nicht zuletzt siehst Du Dich genötigt, durch die recht mechanische Wiederholung Deiner Zyklen irgendwelche gerade zufällig dann stattgefundenen Ereignisse an die Knotenpunkte zu setzen, die nicht durch eine höhere geschichtliche Logik miteinander verbunden sind. Wenn die Wirklichkeit nicht paßt, verfälschst Du einfach die Jahreszahlen. ;-)
Im spengler'schen Ablauf liegen an den Epochenwechseln hingegen Ereignisse, die logisch aufeinander aufbauen, z. B.: Im Kampf gegen die Fronde bemüht der Herrscher das städtische Volk gegen die Urstände und das Bauerntum. Die Feudalherrschaft endet, die reine Staatsform mit absolutem Herrscher und Volk beginnt. Am nächsten Epochenwechsel wird wiederum der Alleinherrscher durch das erstarkte Volk (Bürgertum) abgeschafft. In einer nächsten Umwälzung wird die bürgerliche Demokratie durch die Herrschaft des Arbeiters abgelöst usw. Es sind sinnvoll und gesetzmäßig sich auseinander entwickelte Lebensphasen, die sich nicht nur in Lebensbereichen (Politik, Religion, Kunst, Wissenschaft, Philosophie) gleichen, sondern auch zwischen den Hochkulturen.

Es hat also wenig Sinn, wenn Du Dich auf Spengler berufst und mir auch noch sagst, wie ich mit ihm umgehen soll, wenn Du selbst offenbar einen Ansatz pflegst, der mit ihm fundamental nicht vereinbar ist.
Hast Du ihn etwa selbst nicht gelesen oder nicht verstanden?

Spengler nachzumachen und zu vertiefen hieße etwa, auf dem Wege fortzuschreiten, den Ernst Jünger in "An der Zeitmauer" skizziert. Demnach beschreibt Spengler, um bei der Analogie der Pflanzen zu bleiben, den inneren Aufbau eines Baumes und seine Entwicklung, sieht aber ob der Betrachtung einzelner Organismen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Fragen der Standortgemeinschaften, warum bestimmte Baumarten an bestimmten Orten mit bestimmter Standortgunst in Gesellschaft mit anderen Organismen gedeihen, behandelt er nicht. Auf Hochkulturen übertragen müßte man sich fragen, warum zu bestimmten Zeiten der Geschichte Hochkulturen in bestimmten Erdregionen entstehen, ob und wie sie aufeinander aufbauen oder gar einander als "natürliche Feinde" behindern, mithin also die Frage stellen, welche innere Gesetzmäßigkeit sich in der Menschheitsgeschichte, als "Kulturwald" betrachtet, insgesamt vollzieht. Dieser Ansatz würde Spengler nicht widerlegen, sondern seine Idee einbegreifend durch ein weiteres Stockwerk im Lehrgebäude vervollständigen.
In Deinem Räderwerk mit wackelig ineinandergreifenden Zahnrädern sehe ich das nicht. Das gleicht mehr einer Maschine, die den Baum auseinandersägt, um dann die Ringe zu zählen, statt das Pulsieren der Lebensadern begreifen zu wollen, die an einem toten Baumfragment natürlich nicht sichtbar sind.

Ich mag mich täuschen. Vielleicht gibt es eine geistig-metaphysische Grundlage in Deinem System. Solange Du sie nicht darlegst, muß ich aber unterstellen, daß Du nur Muster suchst und vielleicht später eine Erklärung bemühst, statt zunächst eine Idee auszubilden, aus der heraus sich die Muster organisch ergeben. Auf Deinem Wege läuft man natürlich Gefahr, Scheinkorrelationen zu absurden Gebilden zusammenzufügen.

Wie vor einiger Zeit das beispielsweise Herr Theodor Henzler getan hat. *)
*) http://bewusstseinskultur.com/das-buch/

Das scheint mir auf den ersten Blick Spengler nicht unbedingt weiterzuentwickeln, sondern eine vereinfachte, auf archäologischen Befunden basierende Reproduktion zu sein.
Das kann durchaus interessant sein. Zu Spenglers Zeiten hatte man noch weniger Befunde, zudem war Spengler ein Laie mit lausigen archäologischen Kenntnissen, die mit ihm im Austausch stehende Fachleute oft den Kopf schütteln ließen.

Wegen Merkel aber schlage ich vor, einfach bis 2021 abzuwarten. Vielleicht fallen mir bis dahin ein paar weitere Voraussagen ein, so dass man sie alle auf einen Schlag beurteilen und von 'bloßen Behauptungen' unterscheiden könnte (wie viele sollten es denn sein, damit das statistisch gesehen 'durchgehen' mag?).

Ich vermute, daß Du diese in bequem ferner Zukunft liegende Ankündigung nicht wahr machst, weder Deine Behauptungen erläuterst, noch weitere Belege lieferst. Bei Dir muß man stets genau hinsehen und herausstellen, daß Du in der Regel nur schön umschriebene, klügelnde Andeutungen und Umschreibungen machst, die den unaufmerksamen Leser dazu verleiten, Wissen und Substanz zu unterstellen. Anders ist diese Aussage an Remi nicht zu deuten: "Dass ich Merkel bis 2021 als Kanzlerin sehe, ergibt sich mir aufgrund einer Kenntnis zyklischer Strukturen der Geschichte - der Einfachheit halber mag man das als Astologie bezeichnen, insofern es zwischen beiden Sichtweisen und Methoden gewisse Berührungspunkte gibt."
Weder erläuterst Du diese Kenntnis der zyklischen Strukturen, noch stellst Du die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Astrologie heraus. Dem Leser ist nicht klar, ob diese Kenntnis tatsächlich eine ist oder nur eine Einbildung. Eine bloße Behauptung und Meinungsbekundung ohne Erläuterung ist eben nichts. So läßt sich auch, falls Merkel tatsächlich bis 2021 Kanzlerin bliebe, nicht bestimmen, ob Du einen roten Faden in der Geschichte gefunden oder nur zufällig richtig gelegen hättest.

Auch in Deiner Antwort gehst Du nicht weiter auf Deine Theorie oder meine Kritik ein, sondern vollziehst in Deiner typischen Art ein Ausweichmanöver, indem Du auf Spengler verweist und damit ein neues Thema beginnst.
Ich hätte ja gerne zur Erläuterung, damit dem Leser nachvollziehbarer wird, worum es geht, diesen Beitrag im Gelben verlinkt (der die Erklärung ebenfalls dem Forum verweigert und auf ein nie stattgefundenes, schön nicht zitierfähiges und damit sachlich unverbindliches Forumstreffen verlegt), aber leider sind die Bilder darin verschwunden (von denen ich annehme, daß sie im Wesentlichen denen entsprechen, die ich noch auf meiner Festplatte gespeichert habe und auf denen mein Beitrag basiert).

Oder auch ich schreibe mal ein Buch ...

Nicht, wenn ich's verhindern kann. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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Die Luft ist raus. Vorschläge zum Aufpumpen?

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 26. April 2018, 16:29 vor 944 Tagen @ remi 3734 mal gelesen

Hallo!

Oder gibt es nichts mehr zu besprechen.

So scheint es jedenfalls im Augenblick.

Ich bin noch in einigen anderen Foren, aber das WW ist immer meine erste Anlaufstelle.

Wenn ich mal in die anderen Foren schaue, finde ich z. B. folgende aktuelle Themen:

  • "Schon im April Hochsommer", wo die Leute wieder mal das Gras wachsen hören. Solche Themen hatten wir über Jahre immer wieder. Es hat nie gestimmt, war nie von Bedeutung, wird es auch dieses Mal nicht sein. Es unterstreicht exemplarisch die Naherwartung, mit der man jahr(zehnt)elang notorisch auf der Stelle tritt.
  • Die "Flotten im Mittelmeer", die man natürlich nicht als die Fälschung wahrnimmt, die sie sind.
  • Ein Thema, in dem der Gedanke verfolgt wird, daß Bayern in der Apokalypse geschont wird, weil Söder gerade Kreuze aufhängen läßt. :schief:
  • "The Big One", wo jemand das Weltbeben auf Himmelfahrt 2018 datiert hat. (Auf welches Datum denn sonst???)
  • Ein völlig sinnfreier Hinweis auf Berndts bereits seit vier Jahren verwaiste Internetseite. Offenbar gibt es selbst für Berndt bei Irlmaier nichts mehr zu holen.
  • Ein Beitrag, der "keine einzige Prophezeiung aufgrund Unglaubwürdigkeit ausklammern will", womit der Schreiber natürlich zwangsläufig bei einer Naherwartung und allzu oberflächlichen Spekulation zum Tagesgeschehen endet, die sich abermals und unweigerlich nicht bewahrheiten wird. Dabei hebt er hervor, es nicht so zu machen wie im Weltenwendeforum, und merkt dabei nicht, daß gar keine Prophezeiung auszuschließen genauso töricht ist, wie alle auszuklammern – wenn nicht gar törichter. (Dabei unterstelle ich, daß er in der typischen Unterscheidungsschwäche Prophezeiungen schreibt, aber Schauungen und Prophezeiungen meint, womit er zu der völlig falschen Auffassung kommt, wir würden hier Schauungen ausklammern.)
  • Ein Faden, in dem man (ehe er in das übliche Beliebige abdriftet) zu dem Schluß kommt, daß Gabriele Hoffmanns Aussagen nicht vertrauenswürdig wären, weil sie nicht mit dem roten Faden der christlichen Endzeitprophetie übereinstimmt, in welcher Rußland (als Gog und Magog) einfach vernichtet werden muß. Merke: Die wenigen echten und nachweislich begabten Seher, die wir haben, werden abgelehnt, weil sie nicht zum Kanon religiöser Mythen passen. Welch besseren Nachweis einer in sich völlig selbst blockierten Weltanschauung könnte es noch geben?
  • Im Zukunftsforum wird kaum noch über Prophezeiungen, geschweige denn Schauungen diskutiert, sondern über:
    • Jakob Lorber und die Entrückung (die ist auch im Prophezeiungsforum Thema), wobei man sich in Bibelspitzfindigkeiten ergeht und noch nicht mal auf den Gedanken kommt, daß man diese Aussagen nicht eins zu eins glauben dürfen könnte.
    • Langschädel in Peru
    • Tagesgeschehen in Syrien (wie nun schon seit sieben Jahren, ohne daß der geliebte Weltkrieg ausgebrochen wäre).
    • Gewalttätige osteuropäische Einbrecherbanden in England

Eine analytische Herangehensweise an Schauungen und Prophezeiungen scheint im Allgemeinen nicht erwünscht zu sein, sonst würde sie ja stattfinden.
Zudem habe ich den Eindruck, daß inzwischen eine neue Generation Prophezeiungsgläubiger herangewachsen ist (teils jünger als ich alter Sack), die zwar Berndts und der anderen üblichen Kandidaten Bücher verschlingt, aber keine Ahnung hat, was hier und in den Vorgängerforen über Jahre seziert und sortiert wurde. Man kommt wohl allgemein kaum gegen den naiven Wunsch der sich stetig selbst erneuernden Mehrheit an, etwas unreflektiert glauben zu wollen, was ihr mit der Aura des Geheimnisvollen und Übernatürlichen präsentiert wird (das es zweifelsohne gibt, aber nicht überall und wohl nicht als Regelfall). Folglich wird nicht diskutiert, ob es grundsätzlich stimmen/wahr sein könnte, sondern wie es wahr sein könnte. Der Diskurs fällt also auf breiter Front auf Kindergartenniveau zurück, während Leute, die sich auskennen, zurückhalten. Die christlich-apokalyptische Endzeitprophetie ist als in sich geschlossenes Weltbild auch nicht "anschlußfähig" (im soziologischen Sinne) für Gedanken von außen, die eine alternative Perspektive besitzen. Wie soll man an diesen Unsinn sinnvoll anknüpfen können? Schon der Bedeutungsgehalt der Begriffe ist inkompatibel.
Man müßte nunmehr völlig von vorne Anfangen und mit den Leuten das Rad neu erfinden, die alten Diskussionen (die natürlich niemand liest) von neuem originär reproduzieren, als handelte es sich um neue Gedanken. Dazu müßte man erst mal alle Prophezeiungen zur Bildung eines Szenarios durchdiskutieren, bis auffällt, daß es unklärbare Unstimmigkeiten gibt. Dann würde man Schicht um Schicht unseherische Gedanken und Fälschungen abziehen, bis man wieder an der Stelle ist, wo (zumindest BB und ich) jetzt sind, nämlich daß das klassische Szenario falsch ist, während es ein paar handfeste Schauungen zu Ereignissen gibt, zu denen man nicht abschließend sagen kann, was dran ist (folglich der Gedanke, da sei möglicherweise was dran). Auf dem Wege würde man einige Interessierte an sich ziehen, die sich durch natürlichen Schwund allmählich vermindern, während eine Mehrheit verständnislos den Kopf schüttelt. :ohoh:
Das ist natürlich absurd. Niemand geht von der Universität an die Grundschule zurück, es sei denn, er hat einen Hirnschaden.

Es ist schwer, ein Niveau (welches im Grunde Anspannung und Mühen bedeutet) über Jahre dauerhaft aufrechtzuerhalten und ständig noch einen draufzusetzen. Der simple, wenig abverlangende Grundzustand, der die Masse hinter sich hat und ihren einigenden, kleinsten gemeinsamen Nenner darstellt, arbeitet ständig dagegen. Irgendwann ist die Substanz an Leuten und Ideen aufgezehrt, während es durchaus noch Neues zu erfahren gäbe – allein die vielen mutmaßlich existierenden, aber unbekannten Schauungen, die in einem Umfelde religiöser Selbstbestätigung natürlich keine Plattform finden.
Aber die Pyramide wird nach oben hin immer schmaler, bzw. man rückt, je weiter man vordringt und die Wahrheit des Prophezeiungsmainstreams anzweifelt, an den Rand der Masse und der Anschlußfähigkeit, so daß es mit der Zeit "in der Szene" immer weniger Leute gibt, die einem folgen können und wollen. Die ganze Chose schnalzt schließlich wie ein überdehntes Gummiband in den labb­rigen Ausgangszustand zurück.
So erklärt sich wohl, daß auf schlichtweg allen Internetseiten und in allen Veröffentlichungen über das Forumsthema immer noch die alten Kamellen geglaubt und verbreitet werden, die für die wenigen, die sich auskennen, eindeutig widerlegt sind. Das Wissen liegt da, wird aber nicht angenommen, weil es bar jeden sachlichen Argumentes als Außenseitermeinung, elitär, Miesmacherei, Besserwisserei usw. wahrgenommen wird, falls es überhaupt wahrgenommen wird. Folglich wartet die Menge immer noch auf Kühe im hohen Gras, Schlüsselblumen in den Hecken, Mücken im Januar, Flotten im Mittelmeer, die Verfolgung des (in Europa de facto auf weiche Weise längst abgeschafften) Christentums, die bolschewistische Konterkonterevolution in Rußland und den Einmarsch der Rotjankerl über den Bayerischen Wald, die sich plündernd und mordend über die mit roten Hüten und gewichsten Stiefeln im Mist stehende Bevölkerung hermachen. Wer neu zum Thema kommt, setzt erst mal da an, denn was überall behauptet wird, kann schlicht und einfach nicht falsch sein. Manche sitzen noch auf dem Totenbette auf gepackten Fluchtkoffern, während die reale Geschichte ganz andere Wendungen nimmt.

Kurzum: Die Luft ist raus, alles geht in die Ausgangsstellung zurück, bar jeder Erkenntnis und ferner von der Wahrheit, als man es selbst mit einem unvollkommenen analytischen Annäherungsversuch (wie hier bemüht) wäre, der auf langfristige Verbesserung angelegt ist. Das ist eine sehr trostlose Zustandsbeschreibung der "Prophezeiungsszene", die das eigentliche Ziel ihrer Vorstellungen, nämlich die Zukunft zu enthüllen, auf diese Weise niemals erreichen wird.

Da die Karawane nunmehr dorthin weitergezogen ist, wohin es sie schon immer dumpf und instinktiv drängte, wird hier entsprechend weniger geschrieben. Die Fiktionen eines kurz bevorstehenden dritten Weltkrieges sind angesichts des objektiv konstatierbaren Zerfalls der westlichen Nachkriegsweltordnung einfach zu stark. Aktuell scheint 2019 das Jahr aller Jahre zu sein, welches sich nach dem hundertprozentigen Nichteintreffen sukzessive verlagern wird, bis man irgendwann an die magische 47/48/49 aus den Feldpostbriefen kommt. Zu diesem Spielchen, das sich wie von einer kaputten Schallplatte in Endlosschleife wiederholt, gibt es hier allerdings nichts Affirmatives zu sagen.

Vielleicht sollten wir unser Thema etwas erweitern.

Gerne!

Mir fehlt für eine alternative, erweiterte Ausrichtung derzeit noch eine schlüssige konzeptionelle Grundlage. Zudem ist es wichtig, daß auch ein Bedarf besteht. Andernfalls wäre das Forum (wie jetzt) sinnlos und könnte genausogut geschlossen werden.

Hinsichtlich der Prophezeiungen wäre (für mich) folgendes zu tun: nämlich weiterhin gängige Motive des Prophezeiungskanons zu dekonstruieren und in den Zeiten zurückwandernd auf ihre Ursprünge in den Vorstellungswelten der Menschen zurückzuführen. Ich hätte gerne eine nahtlose Abstammungsgeschichte, die von den apokalyptischen Ursprüngen der Messiasnaherwartung um die Zeitenwende herum (und davor) über das Christentum und die abendländische Endzeitprophetie bis zu modernen Verarbeitungen à la Irlmaier führt, die als solche auf den ersten Blick gar nicht erkennbar sind.
Auf diesem Wege würde wohl beiläufig auch das (paulinische) Christentum ordentlich Federn lassen müssen, so daß es am Ende wie das nackte Fossil eines prähistorischen Vogels dasteht. Wahrscheinlich ist an der religiösen Form (anders als an der inneren spirituellen Verfassung!!!) des Abendlandes ähnlich viel falsch wie am Prophezeiungskanon, nämlich so gut wie alles. Darin dürfte die wesentliche Ursache für die geistige Krise der (Post-)Moderne zu finden sein, die vermutlich weitaus weniger tiefschürfend wäre, wenn der europäische Mensch seine Religiosität in der Kulturphase nicht an Glaubensgrundlagen ausgedrückt und ausgebildet hätte, die vom kritischen Verstand mit Leichtigkeit weggefegt werden können. Mit dem Christentum, das offenbar vom antik-zivilisierten, entwurzelten Weltstädter und Kar­ri­e­risten Paulus in sehr lockerer Anbindung an den historischen Jesus völlig frei erfunden wurde, haben wir uns eine madige Bombe ins Fundament gepflanzt, die nach rund 1000 Jahren zwingend hochgehen mußte. Daran hängt natürlich, als ein Bestandteil der paulinischen Theologie, auch die Wiederkehr Christi, auf die wiederum die europäische Endzeitprophetie mit all ihren beigeordneten Motiven und Elementen hinarbeitet. Im Wesentlichen sind dies aber menschliche Erfindungen und Vorstellungen ohne den unterstellten Offenbarungscharakter.
Hierbei handelt es sich aber mehr um ein Vorhaben für Stubengelehrte, bei dem einen im oben beschriebenen Sinne sicher nicht allzu viele Menschen folgen können. Für ein Forum sind solche Axiome nicht tragfähig, so daß Prophezeiungsforschung kein Kernthema, sondern ein Nebenthema zu sein hat.

Hinsichtlich Schauungen wäre es weiterhin eine sehr reizvolle Aufgabe, seherische Erlebnisse zu sammeln, um den Bestand echter Schauungen gegenüber dem auf irrealen Fundamenten fußenden Prophezeiungskanon auszubauen.
Sinnvoll wäre es womöglich im Sinne des Forumsthemas, nicht nur den eng begrenzten und nicht übermäßig ergiebigen Bereich der "Schauungen zum Weltgeschehen" einzubegreifen, sondern paranormale, übersinnliche Phänomene und Erfahrungen generell. Dies würde die Tore öffnen nicht nur für

  • Schauungen zum Weltgeschehen, Katastrophen- und Kriegsträume etc.

sondern auch für an sich hochinteressante Phänomene wie

  • präkognitive Erlebnisse aus dem persönlichen Bereich, nachdem viele Seher, die obige haben, in verstärktem Maße in Nahbereich sehen
  • außerkörperliche Erfahrungen, Nahtoderlebnisse u. ä.
  • sonstige Erlebnisse, die Hinweise und Bestätigungen der jenseitigen Welt mit sich bringen, z. B. Jenseitskontakte, Erinnerungen an frühere Leben.

Es hätte möglicherweise Sinn, auf diese Weise Erlebnisse mit der geistigen Welt an sich stärker zu betonen, nachdem der rationale Mensch der Gegenwart nach Verlustigkeit seiner religiösen Bindungen nicht weniger nach Bezügen zum Transzendenten dürstet, dessen Existenz durch "handfeste" Erlebnisse plausibel untermauert wird. Zudem wurden solche Themen in der Vergangenheit auch immer wieder behandelt.

Um das nicht tragfähige Endzeitmotiv nicht überzubewerten, müßte wohl der Forumstitel geändert werden, weg von der allzu endzeitverdächtigen "Weltenwende", hin zu den schon in der URL genannten Schauungen. In Anlehnung an das Gelbe Forum ("Börse und Wirtschaft & ..."), in dem das ursprüngliche Kernthema mehr eine Randerscheinung ist, könnte das Forum heißen:

Schauungen
Paranormales, Zukunft, Weltgeschehen & mehr

Um aber den Bereich des überspannenden (also nicht auf Tagesgeschehen fokussierten) Weltgeschehens besser miteinzubeziehen, würde ich Patrone am liebsten den Forumstitel klauen, da "Zukunft" die Bereiche auf elegante Weise einbezieht, ohne allzu präzise zu werden.

Zukunftsforum
Schauungen, Paranormales, Weltgeschehen & mehr

Der Schwerpunkt läge nicht auf Prophezeiungen (diese wären im "mehr" miteinbegriffen). Er läge einerseits auf nachweislichen Erlebnissen aller Art mit Bezug zu übermateriellen Daseinsebenen, andererseits auf dem umfassenden "Weltgeschehen", wobei nicht seine oberflächlich-politischen Aspekte im Vordergrund stehen, wie oftmals im Gelben, sondern Hintergründe, einschließlich der "metahistorischen" Entwicklung, die erkennbar krisenhaft verläuft, ein stark geistig-spirituelle Grundlage hat und auf eine irgendwie geartete historische Cäsur zusteuert.

Denkbar wäre auch ein anderer Ansatz wie z. B.:

Zukunftsforum
Geistige Welt, die krisenhafte Entwicklung der Gegenwart & darüber hinaus

⇒ Hier wären die richtigen Begriffe noch auszutüfteln und überhaupt die Schwerpunkte zu definieren.

Je diffuser, desto besser, und mit deutlich lockereren Zügeln bezüglich Themen, die lediglich lose mit den Kernthemen verbunden sind.
Wichtig ist, daß Prophezeiungen und Religion keine offensichtliche Rolle im Forumstitel spielen, um nicht mehr Spinner und Frömmler anzulocken als nötig. Dieser Acker ist im Prophezeiungsforum mehr als großzügig bestellt.

Der Vorsorgebereich würde entfallen, die dortigen Beiträge hier eingegliedert werden. Es besteht offensichtlich kein expliziter Bedarf nach Vorsorgethemen, nicht zuletzt nachdem Naherwartung inklusive "Fluchtrucksackpacken" und Dosen im Wald zu vergraben hier keine wesentliche Rolle spielen.
Darüber hinausgehende Themen, die z. B. das generelle Leben auf dem Lande betreffen, von generellen Niedergang wenig betroffene Weltregionen, das Unterhalten von Bauernhöfen usw. können im Hauptforum unter dem Oberbegriff "grundsätzliche Handlungsansätze unter gesellschaftlichen Zerfallsbedingungen" behandelt werden.

Wir befinden uns ganz offensichtlich in einer großangelegten, generationenübergreifenden kulturellen Krise und Zerfallsepoche, die einem spirituellen Dilemma bzw. Mangel entspringt (hierauf wäre gegebenenfalls näher einzugehen) und für den Einzelnen mit wachsender Wahrscheinlichkeit Bedrohungen auch des physischen Überlebens (Stichwort Islamisierung, Wirtschaftskrise und Kollaps) mit sich bringt.
Warum nicht den Schwerpunkt des Forums weg vom trockenen Exzerpieren von Fälschungen hin zu geistigen Hinweisen und Mitteln, Kunde und Anschluß an transzendente Quellen, aber auch Lageanalysen, Prognosen und Handlungsansätzen, die einem die Krise als Individuum oder kleine Gruppe zu bewältigen helfen, erweitern?
Das Abendland an sich zu retten, halte ich für unmöglich, so daß ich die "Krisenbewältigung Europas als Ganzes" gesondert betrachte. Ein Fokus hierauf würde zu Politikansätzen und Utopien führen, die zum einen rein theoretisch blieben, keine Hoffnung auf Umsetzung hätten und für die Teilnehmer kein Problem lösen würden, zum anderen von der inneren Struktur weltfremder Theorien wären, welche zur krisenhaften Entwicklung überhaupt beitragen.

Dann wären die Forumsregeln zu entstauben und auf ein Minimum an Verhaltens- und Niveauregeln zu reduzieren, ohne den Inhalt bereits im Vorfelde einzuschränken, und schließlich eine "Generalamnestie" für Gesperrte auszurufen sowie die Selbstregistrierung für Mitleser zu aktivieren (sofern das Forum dann nicht mit Spam-Bots überflutet wird).
Mithin wäre es nötig, zunächst das Forum offen zu lassen, so daß es Vegetation inklusive "Unkraut" ansetzen kann. Der Garten ließe sich dann, sobald er wieder wuchert, durch behutsame Eingriffe pflegen. Die Moderation würde sich also auf die Eindämmung grob unsachlicher Diskussionsstile und Beleidigungen beschränken.

Kritik und Meinungen, um dem Landen in Schwung zu bringen und eine Ausrichtung zu verleihen, die "zukunftsfähig" ist und auch zu Lösung eines Problems beiträgt, werden erbeten.

(Ich werde hierzu nachher – wie ich es in der Frühzeit des Forums schon mal getan habe – die Gastschreiberfunktion aktivieren in der Hoffnung, daß mir das Forum dann aufgrund gesteigerter Spam-Bot-Aktivität und gewissen Codeänderungen, die ich vorgenommen habe, nicht gleich um die Ohren fliegt. :lädiert: )

Taurec bitte ordne diesen Beitrag einfach ein.

Jedenfalls scheint es mir unabhängig von obigen Überlegungen derzeit keinen Sinn zu haben, Einschränkungen zu machen, was geschrieben werden soll.
Da es immer besser ist, daß irgendwas geschrieben wird, statt daß gar nichts geschrieben würde, möge doch jeder ansprechen, was ihm gerade wichtig deucht. :ok:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Ein paar Gedanken zur Zukunft des Forums

Explorer @, Freitag, 27. April 2018, 07:17 vor 943 Tagen @ Taurec 3297 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Freitag, 27. April 2018, 07:26

Hallo Taurec,

Offenbar gibt es selbst für Berndt bei Irlmaier nichts mehr zu holen.

Vielleicht taucht ja anlässlich der Sonderausstellung bezüglich Irlmaiers 60. Todesjahr in Freilassing nochmal irgend was neues auf.
https://schauungen.de/forum/index.php?id=37319

sondern auch für an sich hochinteressante Phänomene wie

präkognitive Erlebnisse aus dem persönlichen Bereich, nachdem viele Seher, die obige haben, in verstärktem Maße in Nahbereich sehen
außerkörperliche Erfahrungen, Nahtoderlebnisse u. ä.
sonstige Erlebnisse, die Hinweise und Bestätigungen der jenseitigen Welt mit sich bringen, z. B. Jenseitskontakte, Erinnerungen an frühere Leben.

Es hätte möglicherweise Sinn, auf diese Weise Erlebnisse mit der geistigen Welt an sich stärker zu betonen, nachdem der rationale Mensch der Gegenwart nach Verlustigkeit seiner religiösen Bindungen nicht weniger nach Bezügen zum Transzendenten dürstet, dessen Existenz durch "handfeste" Erlebnisse plausibel untermauert wird. Zudem wurden solche Themen in der Vergangenheit auch immer wieder behandelt.

Ist eine gute Idee, da könnte man sich auch mit Prophezeiungen beschäftigen, die aus der geistigen Welt abgefragt wurden.
Z.B. hier soll ab etwa Minute 43 Vassagozu hören sein: https://www.youtube.com/watch?v=ZiOtUYOX7cU

Vielleicht könnte man auch einen Bereich für Erfahrungsberichte mit professionellen Hellsehern usw. aufmachen.
Ähnlich, wie in diesem Thread:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=37194

Gibt es bereits ein Forum, das beschäftigung mit diesem Thema explizit als einen Schwerpunkt nennt?

Derzeit liegt der Fokus ja auf spontanen Schauungen bzw. Träumen die von den Träumenden als präkognitive Wahrträume interpretiert werden.

Der Vorsorgebereich würde entfallen, die dortigen Beiträge hier eingegliedert werden. Es besteht offensichtlich kein expliziter Bedarf nach Vorsorgethemen, nicht zuletzt nachdem Naherwartung inklusive "Fluchtrucksackpacken" und Dosen im Wald zu vergraben hier keine wesentliche Rolle spielen.

Das wäre aber unübersichtlich oder?
Vielleicht könntest du den Vorsorgebereich eher sinnvoll erweitern.

Du schreibst ja

für den Einzelnen mit wachsender Wahrscheinlichkeit Bedrohungen auch des physischen Überlebens (Stichwort Islamisierung, Wirtschaftskrise und Kollaps) mit sich bringt.
Warum nicht den Schwerpunkt des Forums weg vom trockenen Exzerpieren von Fälschungen hin zu geistigen Hinweisen und Mitteln, Kunde und Anschluß an transzendente Quellen, aber auch Lageanalysen, Prognosen und Handlungsansätzen, die einem die Krise als Individuum oder kleine Gruppe zu bewältigen helfen, erweitern?

Da könnte man doch auch den Vorsorgebereich umbenennen oder den Namen sinnvoll erweitern oder?

Grüße Explorer

@taurec

remi @, Freitag, 27. April 2018, 14:53 vor 943 Tagen @ Taurec 3099 mal gelesen

Hallo taurec, danke für deine umfangreiche Analyse.

Das Abendland retten werden wir paar Hansel im WW bestimmt nicht.
Aber wenn du merkst, dass etwas nicht stimmt, ist es ein Trost, wenn es andere auch merken. Ich lese gerade auch im "bewusstsein-forum" und da denke ich oft, wie schön wäre es, wenn WIR das diskutieren könnten. Denn der kritische , alles hinterfragende Ansatz, der dieses Forum auszeichnet, ist unser Trumpf. Aber da müssen schon einige aus der Deckung kommen. Ich auch.
LG
remi
PS: Das mit "Merkel muss weg" war nur ein Beispiel. ABER: "Wie im Kleinen, so im Großen". Deshalb m.M. nach diskussionswürdig.

finde ich gut

Baldur @, Freitag, 27. April 2018, 19:44 vor 943 Tagen @ Taurec 3126 mal gelesen

Hallo, Taurec,

nur kurz, ich finde das gut.

Seit 35 Jahren sehen wir, dass ausser dem Mauerfall, den BB herausgearbeitet hat, kaum zutreffende Zukunftsaussagen möglich waren.

Letztlich kam alles anders, als gedacht (gut, der kometenhafte Aufstieg Chinas (Waldviertler?) ist noch so ein Treffer).

Wenn man mal vom anhaltenden oder gar progressiven Niedergang absieht, den konnte man schon damals absehen, allerdings hätte doch niemand geglaubt, dass diese vielfältigen Eiterblasen derart lange bis hinein ins Gigantische vor sich hinschwellen könnten, ohne zu platzen.

Und unbekümmert eiert der Laden in der Buntendeppublik Grunzschland weiter und weiter und weiter vor sich hin.

Ende? Offen. Irgendwann kollabierts sicher, aber langfristig sind wir alle tot, oder schon früher, also, was solls. Die DDR zehrte noch 40 Jahre aus den zerbombten Ruinen Adolfs. Da ist aktuell noch viel mehr Gewebe am Knochen.

Echte Schauungen scheinen noch seltener zu sein, als man eh schon annahm.

Daher finde ich es gut, den Focus in Richtung nutzbarer Varianten zu verlegen, eben in Richtung Wahrsagen, mediale Informationen und Co. - denn die funktionieren gut, wie ich erfahren durfte. Es geht also, aber vermutlich ist es eine Bringschuld, von selber kullert die Erkenntnis viel zu selten ins multimedial verstopfte Hirn.
Und Schauungen sind halt gerade diese passiv zufallenden Varianten.
Aber sie sind Teil der gleichen Quelle.

Schaun mer mal.

Beste Grüsse vom Baldur

Wir sind doch voll im Zeitplan

ランマ, Samstag, 28. April 2018, 04:43 vor 943 Tagen @ Taurec 3295 mal gelesen

Hallo!

Um keinen weiteren Legenden aufzusitzen, ist es wahrscheinlich sinnvoll, direkt aus der Quellensammlung zu zitieren:

„Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land.“
(Irlmaier zur Caritasschwester Maria Luise Bender)

„Über den Böhmerwald werden viele Leute kommen, die um Hilfe bitten.“
(Altbayrische Heimatpost vom November 1949)

Offenbar hatten nicht nur Bariona und mindestens noch eine weitere Teilnehmerin am weltenwendeforum die Flüchtlingswelle von 2015 schon Jahre vorher geschaut! Es ist also einfach nicht wahr, daß seit der deutschen Wiedervereinigung keine Schauungen mehr eingetreten wären. Im Gegenteil, es geschah sogar erst vor relativ kurzer Zeit. Möglicherweise erzählt Irlmaiers „Das Kreuz kommt wieder zu Ehren.“ sogar von einer Gegenbewegung gegen die Säkularisierung aufgrund muslimischer Einwanderung, aber das will ich jetzt noch nicht behaupten. Noch nichtmal angesichts der Kruzifixe, die Bayerns neuer Ministerpräsident zur Zeit aufhängen läßt.

Die Flüchtlingswelle ist ein übersehener Fixpunkt, trotzdem gehört sie als Fixpunkt in den Ablauf. Natürlich werden sich weitere Punkte des Ablaufes ereignen. Man muß nicht Ereignisse ständig verschieben bis man wieder in den späten 40ern der Feldpostbriefe ankommt, sondern ich erkläre schon seit vielen Jahren, daß der Arktiskrieg in den 2040ern stattfinden wird. Falls man sowohl Schauungen als auch logisches Denken für glaubwürdig erachtet, dann muß man zu dieser Schlußfolgerung kommen. Es kann sich nämlich nichts ereignen, das spätere Punkte aus dem Ablauf verhindern würde. Bei allen so erscheinenden Fällen muß man logischerweise die Reihenfolge umdrehen. Darum gibt es zum Beispiel auch kein Krustenrutschen vor dem Arktiskrieg. Danach ist es noch möglich.

Das heißt aber wiederum nicht, daß sich nun bis zu den 2040ern garnichts mehr ereignen würde. Schon vor über zehn Jahren sagten Verkehrsexperten den Kollaps für 2020 vorher, weil die Infrastruktur einfach vor sich hin verrottet. Mit der Vorhersage war offensichtlich die Hoffnung auf neue Investitionen verbunden, aber die Politik reagierte stattdessen mit der Schwarzen Null. Jetzt ist die Infrastruktur total marode, viele Brücken werden bereits mit zusätzlichen Stahlträgern gestützt. Das ist immerhin besser als im Amiland, wo man Leute einfach ohne Vorwarnung in den Tod stürzen läßt. Straßen und Brücken sind nicht alles, was unter der Schwarzen Null gelitten hat. Sie war vielmehr ein Vernichtungsschlag gegen das Bildungssystem, gegen die Gesundheitsversorgung, gegen das Stromnetz und sogar gegen die Finanzwirtschaft. Die Folgen werden sich bald zeigen. Obwohl die dadurch entstehenden Zustände in Schauungen sicherlich nicht leicht zu identifizieren sind. Wahrscheinlich wird es wieder erst nachträglich möglich sein.

Gabriele Hoffmanns Schauungen sind übrigens auch schon eingetreten. Der Euro ist eine einheitliche Währung, für die man in den verschiedenen Teilen der Eurozone unterschiedlich viel an Gegenwert erhält. Das war sogar logischerweise zu erwarten, wo eine Währung mit unterschiedlichen Fiskalpolitiken kombiniert wird. Minirenten von wenigen Euro, jeweils durch H.IV aufgestockt, sind auch eine Art Einheitsrente. Diese beiden Punkte des Vorlaufes abzuhaken ist ebenso logisch wie den Koreakrieg in der Vergangenheit zu lassen.

Eine völlig neue Ausrichtung des Forums halte ich daher für übertrieben. Es sei denn, es handelt sich dabei um das Eintreten des Amanita-Vorzeichens („Taurec gibt auf“). Sinnvoll ist jedoch die Öffnung für andere Arten von Quellen. Dabei denke ich vor allem an Astrologie. Die schon präzise für den 12.Jan.2020 feststehende Konjunktion (22°46'♑) hat es nämlich wirklich in sich. Weil so eine Berechnung ohne dazugehörende Schau kommt, kann man sicher nur sagen, daß etwas sehr Heftiges passieren oder eher (weil sich ein Teil der Konjunktion im weiteren Jahresverlauf wiederholt) beginnen wird. Ich rechne mit einem Kollaps der Infrastruktur.

Übrigens bin ich mir sicher, daß eFisch und insbesondere NeuOrest viel mehr wissen als sie hier je zum Besten gaben. Ich glaube, daß die beiden glauben, daß ihnen aus irgendwelchen esoterischen Gründen nicht gestattet ist, mehr zu erzählen.
らんま

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Das ist schon schräg

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 28. April 2018, 07:35 vor 942 Tagen @ ランマ 3275 mal gelesen

Hallo, "Wrdlbrmpfd"!

„Über den Böhmerwald werden viele Leute kommen, die um Hilfe bitten.“
(Altbayrische Heimatpost vom November 1949)

Die kamen nämlich nicht über den Böhmerwald. Obiges Zitat behandelt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die nach dem zweiten Weltkrieg vertriebenen Sudetendeutschen und ist eine Erfindung ex eventu. Mit der Masseneinwanderung über den Balkan und die Alpen hat das nichts zu tun.
Wenn das Zitat mal nicht aus dem Zusammenhang gerissen ist. In Adl-/Irlmaiers Vorstellung scheint es sich wohl um ein Ereignis zu handeln, das (in der Naherwartung des Krieges 1950) in Verbindung mit einer kurz bevorstehen Hungersnot hierzulande eintreten sollte, die mit der Einwanderungswelle nichts zu tun hat: "Aber zuerst muß das Schlimme überstanden sein, da ist nichts zu machen. Es wird noch eine große Hungersnot kommen, und die Leute werden betteln, auch solche, denen es heute recht gut geht."

⇒ Bitte nicht absichtlich Fälschungen verfälschen, um ein Eintreffen von Prophezeiungen (die man zu Schauungen verfälscht) herbeizufälschen. ;-)

Die Caritasschwester wäre schon passender, ist aber wohl schon mit der ersten Gastarbeiterwelle und deren Nachzügler passé. Bei Aussagen wie diesen muß man beachten, daß es sich um posthume Spätüberlieferung handelt. Die Caritasschwester wurde vom (ebenfalls nicht ganz sauberen) Josef Stocker erst 1992 veröffentlicht. Nach allen Regeln des Handwerks muß man den ältesten Beleg heranziehen, wenn man auf Präkognition prüft. Dann steht der Verdacht im Raume, daß es sich auch hier um ein Ereignis ex eventu handelt. Stocker, der schon bei Katharina aus dem Ötztal "betrogen" hat, indem er als Quelle schlicht sich selbst zitierte, aber keine weiteren Angaben macht, ist nicht mehr zu trauen.

Offenbar hatten nicht nur Bariona und mindestens noch eine weitere Teilnehmerin am weltenwendeforum die Flüchtlingswelle von 2015 schon Jahre vorher geschaut!

Ja, Bariona könnte tatsächlich ein (recht diffuser und keine weiteren Implikationen machender) Treffer sein.

Möglicherweise erzählt Irlmaiers „Das Kreuz kommt wieder zu Ehren.“ sogar von einer Gegenbewegung gegen die Säkularisierung aufgrund muslimischer Einwanderung, aber das will ich jetzt noch nicht behaupten.

Hast Du doch schon. ;-)
Das Kreuz käme wieder zu eheren, bezieht sich auf die Uraltklamotte, die sogar älter ist als das Abendland selbst, daß nach der Christenverfolgung in der Endzeit durch den Antichristen und seinen Klüngel die Kirche wieder ganz groß raus käme. Das ist keine Schauung, die sich auf irgendein reales Ereignis unserer Tage bezöge, sondern ein christliches Endzeitmärchen, das sich Schäfchen zur Ergötzung ihres Glaubens erzählen.

Falls man sowohl Schauungen als auch logisches Denken für glaubwürdig erachtet, dann muß man zu dieser Schlußfolgerung kommen.

Du schreibst "Schauungen", meinst aber "Prophezeiungen". Bei letzteren ist aber im weitestgehenden Übermaß der Fälle das Vorliegen einer Präkognition überhaupt nicht nachweisbar und aufgrund der Bezüge zur Endzeitmythologie auch nicht anzunehmen.
Als Folge projiziert man ständig Vorzeichen in die Gegenwart, die halbwegs plausibel auch passen könnten, während die Hauptereignisse immer ausbleiben, und zwar seit zwei Jahrtausenden als Regelfall!!!

Es kann sich nämlich nichts ereignen, das spätere Punkte aus dem Ablauf verhindern würde.

Doch. Beispielsweise könnte das Abendland wie die Antike sang- und klanglos untergehen. Der Endzeitglaube ginge dann auf die Russen über, die ihn ebenfalls noch weitere 1000 Jahre vergötzten, ehe auch sie von der geschichtlichen Bildfläche verschwänden.

Gabriele Hoffmanns Schauungen sind übrigens auch schon eingetreten. Der Euro ist eine einheitliche Währung, für die man in den verschiedenen Teilen der Eurozone unterschiedlich viel an Gegenwert erhält. Das war sogar logischerweise zu erwarten, wo eine Währung mit unterschiedlichen Fiskalpolitiken kombiniert wird. Minirenten von wenigen Euro, jeweils durch H.IV aufgestockt, sind auch eine Art Einheitsrente. Diese beiden Punkte des Vorlaufes abzuhaken ist ebenso logisch wie den Koreakrieg in der Vergangenheit zu lassen.

Richtig. Ihre nächsten Prognosen auf Basis ihrer Schauungen sagen für Rußland eine Art goldenes Zeitalter der Prosperität voraus, während laut Prophezeiungen dort die Leichen unbegraben auf der Straße liegen müßten, weil Gott (das inzwischen wieder offen christliche) Rußland für die Sünden seines atheistischen Lebenswandels züchtigte. :irre:

Eine völlig neue Ausrichtung des Forums halte ich daher für übertrieben.

Eine Erweiterung (keine völlige Neuausrichtung!) ist angezeigt weil:
1. es nur sehr wenige Schauungen zum Weltgeschehen gibt und dieses Material als tragende Säule zu dünn ist.
2. die meisten Prophezeiungen eben ein geglaubtes Märchen sind, das nie eintrifft. Man befände sich, wie ich in diesem Beitrag beispielhaft, nur in einer Endlosschleife der Widerlegung bereits widerlegter Irrtümer und Fehlschlüsse Gläubiger, die halt noch nicht oft genug enttäuscht wurden, um den Irrsinn des Endzeitglaubens an der Wurzel packen zu wollen.

Sinnvoll ist jedoch die Öffnung für andere Arten von Quellen. Dabei denke ich vor allem an Astrologie. Die schon präzise für den 12.Jan.2020 feststehende Konjunktion (22°46'♑) hat es nämlich wirklich in sich. Weil so eine Berechnung ohne dazugehörende Schau kommt, kann man sicher nur sagen, daß etwas sehr Heftiges passieren oder eher (weil sich ein Teil der Konjunktion im weiteren Jahresverlauf wiederholt) beginnen wird.

Astrologie gleicht aber mehr einem Gefahrenschild an einer Schnellstraße, z. B. "Wild kreuzt", an dem eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und die Reduzierung der Geschwindigkeit angezeigt ist, ohne daß
1. zwangsläufig auch Wild die Fahrbahn kreuzen,
2. im Falle eines Kreuzens auch das Fahrzeug in unmittelbare Gefahr bringen muß.
Man überschätze also nicht die Astrologie hinsichtlich ihrer konkreten Aussagekraft.
Nichtsdestoweniger fände ich auch solche Ansätze, der immanenten Unwägbarkeiten dabei eingedenk, nicht uninteressant.

Übrigens bin ich mir sicher, daß eFisch und insbesondere NeuOrest viel mehr wissen als sie hier je zum Besten gaben. Ich glaube, daß die beiden glauben, daß ihnen aus irgendwelchen esoterischen Gründen nicht gestattet ist, mehr zu erzählen.

EFisch sprudelt im Zukunftsforum regelmäßig wie ein Wasserfall. Er scheint sich da nichts zu verbieten.
Nur handelt es sich um Aussagen, die sich zwar interessant lesen mögen, aber ebenfalls einen konkreten Niederschlag im Weltgeschehen missen lassen (der angesichts seiner genannten Jahreszahlen schon mehrmals ausblieb und aufgeschoben wurde/wird).

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Abendland

Sagitta @, Samstag, 28. April 2018, 10:12 vor 942 Tagen @ Taurec 3084 mal gelesen

Der folgende Satz, Taurec, darf so in keinem Fall unwidersprochen stehen bleiben:

Beispielsweise könnte das Abendland wie die Antike sang- und klanglos untergehen. Der Endzeitglaube ginge dann auf die Russen über, die ihn ebenfalls noch weitere 1000 Jahre vergötzten, ehe auch sie von der geschichtlichen Bildfläche verschwänden.

Erstens ist die Antike nicht sang- und klanglos untergegangen, allenfalls ihre politisch-soziale Struktur und ein Teil ihrer Technologie. Erhebliche und ganz wesentliche Teile des Kulturgutes der Antike wurden im nachfolgenden Hochkulturzyklus, der ohne diese Vorlage nicht hätte entstehen können, in strenger inhaltlicher Kontinuität einerseits bewahrt (spricht BB nicht Lateinisch?) und darüberhinaus intensiv weiterentwickelt.

Zweitens ist das russische Volk bzw. Russland als Kulturnation ein essentieller Teil des neuen Abendlandes, welches die vernetzte Hochkulturaktivität aller Menschen zwischen ca. 500 n.Chr. und 2500 n.Chr. im primären Raum Portugal bis Ural sowie Grönland bis Palästina, sekundär in den beiden Amerikas sowie Ural bis Waldiwostok, tertiär auf der ganzen Erde umfasst. Zeitlich wird sich an diesen Hochkulturraum und an diesen Hochkulturzyklus eine Zivilisationsphase anschließen, die mindestens bis 3500 n.Chr. dauern und mindestens das gesamte Planetensystem umfassen wird.

Ich empfehle wie in meinem letzten Beitrag, den Herrn Spengler gründlicher zu studieren sowie ggfs. das in diesem Beitrag genannte weitere Buch zu konsultieren.

MfG, Sagitta

PS: Ein neuer Hochkulturzyklus kann nach 2500 n.Chr. nicht mehr zustandekommen, weil die bisherigen Hochkulturzyklen immer aus einer Überlagerung von unzivilisierten Völkern (meist aus dem Norden) über zivilisierte Völker (meist südlicher lebend) entstanden sind, es aber heute keine unzivilisierten Völker mehr gibt, vielmehr die gesamte Menschheit aus weitgehend (durch das Abendland) zivilisierten Völkern und Gruppen besteht. Ich habe, um Dir das Verständnis zu erleichtern, betreffs "Zivilisation" den Begriff von Spengler verwendet, bei meiner eigenen Arbeit nutze ich andere Definitionen. Zivilisatorische Phänomene beginnen in der dritten Phase einer Hochkultur, seine volle Ausbildung erhält das zivilisatorische Kulturinventar erst im Laufe der vierten Phase. In diese treten wir gegenwärtig erst ein.

was ist "zivilisiert"? Kultur vs. Zivilisation

Baldur @, Samstag, 28. April 2018, 14:08 vor 942 Tagen @ Sagitta 3032 mal gelesen

PS: Ein neuer Hochkulturzyklus kann nach 2500 n.Chr. nicht mehr zustandekommen, weil die bisherigen Hochkulturzyklen immer aus einer Überlagerung von unzivilisierten Völkern (meist aus dem Norden) über zivilisierte Völker (meist südlicher lebend) entstanden sind, es aber heute keine unzivilisierten Völker mehr gibt, vielmehr die gesamte Menschheit aus weitgehend (durch das Abendland) zivilisierten Völkern und Gruppen besteht.

Hallo, Sagitta,

Zivilisation ist, über eine Toilette in der Wohnung zu verfügen.

Kultur ist, sie dann auch zu benützen.

Heute werden die ehemals hochkulturellen Völker des, wie Du schreibst, "Nordens", verdünnt, und umgevolkt.

Was herauskommt, wird sich erst zeigen....

Beste Grüsse vom Baldur

Gegenrede

ランマ, Sonntag, 29. April 2018, 04:35 vor 942 Tagen @ Taurec 3017 mal gelesen

Hallo, "Wrdlbrmpfd"!

Hallo Taurec!
Katakana dienen in erster Linie dazu, die Aussprache zu verdeutlichen. Extra für dich mache ich es sogar noch einfacher: Ra(ラ)n(ン)ma(マ); wer kann hier sonst noch Japanisch? Vielleicht sollte ich mich damit zurückhalten, damit ich diesen Vorsprung behalte, während meine Fähigkeiten trotzdem verkümmern.

„Über den Böhmerwald werden viele Leute kommen, die um Hilfe bitten.“
(Altbayrische Heimatpost vom November 1949)


Die kamen nämlich nicht über den Böhmerwald. Obiges Zitat behandelt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die nach dem zweiten Weltkrieg vertriebenen Sudetendeutschen und ist eine Erfindung ex eventu. Mit der Masseneinwanderung über den Balkan und die Alpen hat das nichts zu tun.

Vielleicht hätte ich mal auf eine Landkarte schauen sollen. Mir erschien das nahe genug an der Balkanroute. Warum sollte Irlmaier, obwohl er gewisse Treffer hatte und den Rest mit ihm bekannten Prophezeiungen ergänzte, noch zusätzlich Fälschungen ex eventu produzieren?

Wenn das Zitat mal nicht aus dem Zusammenhang gerissen ist. In Adl-/Irlmaiers Vorstellung scheint es sich wohl um ein Ereignis zu handeln, das (in der Naherwartung des Krieges 1950) in Verbindung mit einer kurz bevorstehen Hungersnot hierzulande eintreten sollte, die mit der Einwanderungswelle nichts zu tun hat: "Aber zuerst muß das Schlimme überstanden sein, da ist nichts zu machen. Es wird noch eine große Hungersnot kommen, und die Leute werden betteln, auch solche, denen es heute recht gut geht."

⇒ Bitte nicht absichtlich Fälschungen verfälschen, um ein Eintreffen von Prophezeiungen (die man zu Schauungen verfälscht) herbeizufälschen. ;-)

Die Einwanderungswelle hat natürlich nichts mit einer Hungersnot zu tun. Also keiner wie man sie sich hier vorstellt. Man mag einen Krieg erwartet haben, man mag eine Hungersnot erwartet haben. Aber die sind nicht eingetreten. Eine Flüchtlingswelle ist eingetreten. Ob Irlmaier prophezeite oder schaute, das vermag ich nicht zu beurteilen, bisher jedenfalls galt es hier als Konsenz, daß Irlmaier gewisse Treffer hatte und ansonsten Schwadronaden französischer Hausfrauen aus dem neunzehnten Jahrhundert reproduzierte. Das hatte ich immer so verstanden, daß er diese Prophezeiungen für durchaus valide hielt und sie deshalb wiedergab. Wird Irlmaier hier unterstellt, daß er absichtlich Fälschungen in Umlauf brachte, um Ereignisse vorherzusagen, an deren Eintreffen er selbst nicht glaubte? Das paßt nicht besonders gut zu einer Naherwartung? Könnte es nicht auch sein, daß sich Schau und Interpretation zu einer unzutreffenden Prophezeiung mischten?


Die Caritasschwester wäre schon passender, ist aber wohl schon mit der ersten Gastarbeiterwelle und deren Nachzügler passé.

Zwei dermaßen ähnliche Aussagen von derselben Person sollen sich auf zwei unterschiedliche Ereignisse beziehen? Die ersten Gastarbeiter wurden aus Portugal importiert, konnten also eher nicht über den Böhmerwald anreisen. Möglich wäre, daß Irlmaier die Flüchtlingswelle geschaut und falsch interpretiert hatte. Früher mal wurde hier oft angemahnt, Schauungen und Interpretationen voneinander zu trennen. Obwohl die letzte solche Mahnung Jahre her ist, halte ich diese Methode weiterhin für sinnvoll.

Bei Aussagen wie diesen muß man beachten, daß es sich um posthume Spätüberlieferung handelt. Die Caritasschwester wurde vom (ebenfalls nicht ganz sauberen) Josef Stocker erst 1992 veröffentlicht. Nach allen Regeln des Handwerks muß man den ältesten Beleg heranziehen, wenn man auf Präkognition prüft. Dann steht der Verdacht im Raume, daß es sich auch hier um ein Ereignis ex eventu handelt. Stocker, der schon bei Katharina aus dem Ötztal "betrogen" hat, indem er als Quelle schlicht sich selbst zitierte, aber keine weiteren Angaben macht, ist nicht mehr zu trauen.

Offenbar hatten nicht nur Bariona und mindestens noch eine weitere Teilnehmerin am weltenwendeforum die Flüchtlingswelle von 2015 schon Jahre vorher geschaut!


Ja, Bariona könnte tatsächlich ein (recht diffuser und keine weiteren Implikationen machender) Treffer sein.

Nun ja, es beweist immerhin, daß es möglich gewesen sein muß eine Schau über die Flüchtlingswelle zu haben. Desweiteren beweist es, daß so eine Schau hier trotz aller Experten einfach übersehen werden konnte. Nicht weil ich eine Fälschung retten wollte, sondern weil die Flüchtlingswelle eingetreten ist und vorher geschaut wurde, deshalb halte ich es für möglich, daß auch andere die Flüchtlingswelle bereits geschaut hatten. Eine Regel, daß ein Ereignis immer nur von einer Person geschaut werden darf, ist mir nämlich bisher nicht bekannt. Vielleicht sollte diese Möglichkeit mal genauer untersucht werden.

Aber ich erinnere mich schwach an eine weitere solche Schau. Die kam als Traum ins Forum, handelte von ein paar belanglosen Aktivitäten, während jedoch die Luft durch leicht grünliches Wasser ersetzt war. Vom Urheber des Beitrages wurde das nachträglich als eine Verschiebung in unserer Gesellschaft hin zu etwas mehr Islam interpretiert. Wer oder wann das war weiß ich leider nicht mehr. Vor der Flüchtlingswelle galt das wohl als Flutschau. Wegen diesem Traum und wegen der oft nichtwörtlichen Interpretation diverser Fluten bei Nostradamus, wäre ich sehr vorsichtig andere Flutschauungen, in denen sich das Wasser völlig unphysikalisch verhält als auf eine reale Flut bezogen einzuordnen. Vielmehr möchte ich in Betracht ziehen, daß sich auch solche Schauungen vorwiegend auf eine Flut eingeströmter Fremdlinge beziehen. Die kommen bis in die eigene Stadt, aber nicht in das eigene Haus. Ich halte diese Interpretation sogar für die wahrscheinlichere.

Das bedeutet einerseits, daß man nicht auf eine Flut zu warten braucht, und andererseits, daß die Schauungen darüber sehr wohl wichtig sind, sonst wären es nicht so viele. Letzterer Punkt ist allerdings weder bewiesen noch widerlegt. Es ist vielmehr so, daß wir nur diejenigen Schauungen ernstnehmen können, die wir kennen und als Schauungen erkennen. Je nachdem, ob die Schauungen einen tieferen Sinn haben, müßten sie mehr oder weniger großzügig aus ihrer Quelle strömen.

Möglicherweise erzählt Irlmaiers „Das Kreuz kommt wieder zu Ehren.“ sogar von einer Gegenbewegung gegen die Säkularisierung aufgrund muslimischer Einwanderung, aber das will ich jetzt noch nicht behaupten.


Hast Du doch schon. ;-)

Ja, ich bin schlau. Danke. Was ich jetzt noch nicht behaupte, das ist, ob die Rechristianisierung dauerhaft oder nur vorübergehend, als Maske aufgesetzt oder ernstgemeint ist. Festzustellen ist eine Rechristianisierung jedoch in der Realität, sowohl ein bißchen in Bayern als auch seit einigen Jahren in Russland, weil dort der Kommunismus größtenteils (einzelne Kommunisten gibt es dort noch, auch in der Regierung, laut Russophilus, der für den deutschen Vineyardsaker schreibt und einen eigenen Blog hat) verschwunden ist. Fraglich ist, ob man eine Rechristianisierung schauen kann. Aber wenn ein Ministerpräsident so schön symbolisch-anschaulich handelt, dann sollte das möglich sein?

Das Kreuz käme wieder zu eheren, bezieht sich auf die Uraltklamotte, die sogar älter ist als das Abendland selbst, daß nach der Christenverfolgung in der Endzeit durch den Antichristen und seinen Klüngel die Kirche wieder ganz groß raus käme. Das ist keine Schauung, die sich auf irgendein reales Ereignis unserer Tage bezöge, sondern ein christliches Endzeitmärchen, das sich Schäfchen zur Ergötzung ihres Glaubens erzählen.

Das ist natürlich auch möglich. Aber wie kann man den Ursprung unterscheiden?

Falls man sowohl Schauungen als auch logisches Denken für glaubwürdig erachtet, dann muß man zu dieser Schlußfolgerung kommen.


Du schreibst "Schauungen", meinst aber "Prophezeiungen". Bei letzteren ist aber im weitestgehenden Übermaß der Fälle das Vorliegen einer Präkognition überhaupt nicht nachweisbar und aufgrund der Bezüge zur Endzeitmythologie auch nicht anzunehmen.
Als Folge projiziert man ständig Vorzeichen in die Gegenwart, die halbwegs plausibel auch passen könnten, während die Hauptereignisse immer ausbleiben, und zwar seit zwei Jahrtausenden als Regelfall!!!

Ich behaupte hier nicht mehr und nicht weniger als daß die Flüchtlingsflut zusammen mit daraus vielleicht folgenden Konsequenzen ein Hauptereignis ist!

Es kann sich nämlich nichts ereignen, das spätere Punkte aus dem Ablauf verhindern würde.


Doch. Beispielsweise könnte das Abendland wie die Antike sang- und klanglos untergehen. Der Endzeitglaube ginge dann auf die Russen über, die ihn ebenfalls noch weitere 1000 Jahre vergötzten, ehe auch sie von der geschichtlichen Bildfläche verschwänden.

Das würde jedoch voraussetzen, daß Schauungen kein bißchen glaubwürdiger sind als uralte in die Gegenwart projizierte religiös angehauchte Prophezeiungen. Gibst du also wirklich bald auf?

Gabriele Hoffmanns Schauungen sind übrigens auch schon eingetreten. Der Euro ist eine einheitliche Währung, für die man in den verschiedenen Teilen der Eurozone unterschiedlich viel an Gegenwert erhält. Das war sogar logischerweise zu erwarten, wo eine Währung mit unterschiedlichen Fiskalpolitiken kombiniert wird. Minirenten von wenigen Euro, jeweils durch H.IV aufgestockt, sind auch eine Art Einheitsrente. Diese beiden Punkte des Vorlaufes abzuhaken ist ebenso logisch wie den Koreakrieg in der Vergangenheit zu lassen.


Richtig. Ihre nächsten Prognosen auf Basis ihrer Schauungen sagen für Rußland eine Art goldenes Zeitalter der Prosperität voraus, während laut Prophezeiungen dort die Leichen unbegraben auf der Straße liegen müßten, weil Gott (das inzwischen wieder offen christliche) Rußland für die Sünden seines atheistischen Lebenswandels züchtigte. :irre:

Ja, Russland blüht auf, denn wir befinden uns gerade inmitten einer Weltenwende.

Die Welt hört auf, sich dem Hegemon USA unterzuordnen, und wird multipolar. analitik.de , voltairenet.org , vineyardsaker.de wissen mehr dazu zu erzählen.

Eine völlig neue Ausrichtung des Forums halte ich daher für übertrieben.


Eine Erweiterung (keine völlige Neuausrichtung!) ist angezeigt weil:
1. es nur sehr wenige Schauungen zum Weltgeschehen gibt und dieses Material als tragende Säule zu dünn ist.
2. die meisten Prophezeiungen eben ein geglaubtes Märchen sind, das nie eintrifft. Man befände sich, wie ich in diesem Beitrag beispielhaft, nur in einer Endlosschleife der Widerlegung bereits widerlegter Irrtümer und Fehlschlüsse Gläubiger, die halt noch nicht oft genug enttäuscht wurden, um den Irrsinn des Endzeitglaubens an der Wurzel packen zu wollen.

Also ich wurde schon lange genug enttäuscht. Womit ich mich trotzdem nicht abfinden will, das ist, daß die Beschäftigung mit der Zukunft wie auch mit dem Paranormalem verschwendete Lebenszeit sein soll.

Sinnvoll ist jedoch die Öffnung für andere Arten von Quellen. Dabei denke ich vor allem an Astrologie. Die schon präzise für den 12.Jan.2020 feststehende Konjunktion (22°46'♑) hat es nämlich wirklich in sich. Weil so eine Berechnung ohne dazugehörende Schau kommt, kann man sicher nur sagen, daß etwas sehr Heftiges passieren oder eher (weil sich ein Teil der Konjunktion im weiteren Jahresverlauf wiederholt) beginnen wird.


Astrologie gleicht aber mehr einem Gefahrenschild an einer Schnellstraße, z. B. "Wild kreuzt", an dem eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und die Reduzierung der Geschwindigkeit angezeigt ist, ohne daß
1. zwangsläufig auch Wild die Fahrbahn kreuzen,
2. im Falle eines Kreuzens auch das Fahrzeug in unmittelbare Gefahr bringen muß.

In meiner Gegend ist es wahrscheinlicher, daß du an einer Stelle ohne Warnschild in ein Wildschwein fährst als daß du ein Warnschild nicht beachten bräuchtest. Ich stimme dem Vergleich der Astrologie mit einem Warnschild zu, jedoch behaupte ich, daß das Warnschild eher zu wenig beachtet wird als zu viel.

Man überschätze also nicht die Astrologie hinsichtlich ihrer konkreten Aussagekraft.

Man sollte sie erst recht nicht unterschätzen.

Nichtsdestoweniger fände ich auch solche Ansätze, der immanenten Unwägbarkeiten dabei eingedenk, nicht uninteressant.

Andererseits hätte ich glatt prophezeit, daß an dieser Stelle sicherlich jemand früge, warum es die besagte Konjunktion denn wirklich in sich habe. Obwohl…, ich habe kein Horoskop darauf erstellt, sondern ging einfach davon aus, daß Menschen von einer gewissen Neugier getrieben werden…

Gruß
Ra(ら)n(ん)ma(ま)
(乱馬)

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Irlmaiers Fälschung "Fremde im Land" ist nicht isoliert zu betrachten

BBouvier, Sonntag, 29. April 2018, 05:13 vor 942 Tagen @ ランマ 3046 mal gelesen

Hallo, Ranma!

Offenbar hast Du übersehen, daß diese "Fremden im Land"
doch nur eine der Strichaufzählungen Irlmaiers im Rahmen
seines Gesamtplagiats der "Sybille Michalda" nur ist.
Und diese gefälschte Prophezeiung bezog sich rein nur auf Böhmen.

Irlmaier auf Basis obiger Fälschung behauptet und echot dümmlich:
=>
1 - Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie
2 - Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor
3 - Darauf eine Sittenverderbnis wie noch nie
4 - Alsdann kommt eine grosse Zahl fremder Leute ins Land
(eigentlich nur nach Böhmen!)
5 - Es herrscht eine grosse Inflation. Das Geld verliert an Wert
6 - Bald darauf folgt die Revolution
7 - Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen *

* das allerdings hat er frz. "Prophezeiungen" des 19. Jahrhunderts entnommen

Hier:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31277
... zitiere ich die Vorlage zu Irlmaiers Plagiat.

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Stimmt. Aber mein Punkt ist eigentlich: Flut = Flüchtlingswelle

Ranma, Montag, 30. April 2018, 04:47 vor 941 Tagen @ BBouvier 2972 mal gelesen

Hallo, Ranma!

Offenbar hast Du übersehen, daß diese "Fremden im Land"
doch nur eine der Strichaufzählungen Irlmaiers im Rahmen
seines Gesamtplagiats der "Sybille Michalda" nur ist.
Und diese gefälschte Prophezeiung bezog sich rein nur auf Böhmen.

Irlmaier auf Basis obiger Fälschung behauptet und echot dümmlich:
=>
1 - Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie
2 - Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor
3 - Darauf eine Sittenverderbnis wie noch nie
4 - Alsdann kommt eine grosse Zahl fremder Leute ins Land
(eigentlich nur nach Böhmen!)
5 - Es herrscht eine grosse Inflation. Das Geld verliert an Wert
6 - Bald darauf folgt die Revolution
7 - Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen *

* das allerdings hat er frz. "Prophezeiungen" des 19. Jahrhunderts entnommen

Hier:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31277
... zitiere ich die Vorlage zu Irlmaiers Plagiat.

Gruß,
BB

Hallo!

Nach Böhmen, also Tschechien, kommen sie allerdings nicht. Da erwarte ich eher, daß die Visegrad-Staaten zusammen Milizen aufstellen und diese dann, ganz im Sinne Malborks, zu uns schicken werden.

Ich vermeinte, Irlmaiers Vorhersagen wären nur aus einer Reihe an Versatzstücken bekannt, somit sowieso durcheinander und ohne innere Struktur. Darum kommen in den sieben Punkten der Aufzählung auch seine Achter und Neuner nicht vor. Die Aufzählung nochmal zu zerlegen führt wohl wirklich zu nichts.

Das braucht es glücklicherweise nicht für die Punkte, auf die es mir ankommt:

- Die Flüchtlingswelle ist ein wichtiger Punkt im Gesamtablauf.

- Wörtlich zu nehmende Überflutungen muß man nicht unbedingt erwarten.
Nur Detlefs Schau diesbezüglich halte ich noch für erstklassig valide.

- Andere Naturkatastrophen können gleichermaßen symbolisch sein.

Ich habe mir gerade nochmal Barionas Schauungen durchgelesen und jetzt habe ich zwei Fragen für jene, die auf eine Flut warten:

Warum sind es so viele unterschiedliche Katastrophen? (Flut am Rhein, im Harz und in Ligurien, Orkan in Wien, Feuer in Paris und Zitat einer anderen Seherin, die abgebrannte Wälder nördlich der Donau sah)

Warum stehen, auch durch Wizard bestätigt, Wachtürme entlang dem neuen Strand im Harz?

Gruß,
らんま

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"Nie gesehene Handwerke" in Böhmen

BBouvier, Montag, 30. April 2018, 15:38 vor 940 Tagen @ Ranma 3004 mal gelesen

<"Die Flüchtlingswelle ist ein wichtiger Punkt im Gesamtablauf.">

Hallo, Ranma!

Das mag ja alles so sein ..... mehr oder weniger.

Mir kam es allerdings nur darauf an, daß Irlmaier
aus einer böhmischen Prophezeiungsfälschung
der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Weltenende (!): (Kreisch!)
"... wenn in dem Lande (Böhmen) verschiedene unerhörte
und noch nie gesehene Künste und Handwerke entstehen werden,

welche größtenteils fremde Menschen in's Land
bringen werden.
"

... sich eine "eigene" Prophezeiung bastelt.
=>
"Alsdann kommt eine grosse Zahl fremde Leute in´s Land."

Wobei es allerdings nicht mal
zu einer eigenständigen Formulierung gereicht hat! :-|

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

eFisch

らんま, Sonntag, 29. April 2018, 04:54 vor 942 Tagen @ Taurec 3218 mal gelesen

Nochmal hallo!

EFisch sprudelt im Zukunftsforum regelmäßig wie ein Wasserfall. Er scheint sich da nichts zu verbieten.
Nur handelt es sich um Aussagen, die sich zwar interessant lesen mögen, aber ebenfalls einen konkreten Niederschlag im Weltgeschehen missen lassen (der angesichts seiner genannten Jahreszahlen schon mehrmals ausblieb und aufgeschoben wurde/wird).

Wird
https://schauungen.de/Sonstiges/eFisch/eFisch.html
noch aktualisiert?

Ein weniger geheimer Link (deutsches Wort, abgeleitet von jemanden linken) dorthin wäre auch nicht verkehrt. Als Begründung dafür ein Beispiel daraus vom 7. April 2017:
„Ich sah Syrien von oben und dann sah ich eine kleine Explosion. Ich wusste, dass war der kürzliche US-Angriff auf das syrische Flugfeld. Der General neben mir sagte mit klarer, strenger Stimme nur: Das war ein Ablenkungsmanöver. Neben den Worten sind aber sehr viel mehr Infos übermittelt worden. Ich versuche die wichtigsten Infos in eigenen Worten zu beschreiben. Durch den Angriff sollte kein wirklicher Schaden angerichtet werden. Es klingt komisch, aber durch den Angriff sollte die Gefahr einer weiteren Eskalation verhindert werden. Wie und wodurch genau, weiss ich nicht. Aber die Info war ganz klar: Der Angriff war ein Ablenkungsmanöver, der weiteren Krieg verhindern sollte.“

Wer regelmäßig analitik.de liest, dem erscheint das nicht komisch.

Gruß
Ranma (乱馬)

Von eFischs Syrien-Schau über Theosophie zu syrischem Silvester

Fenrizwolf @, Sonntag, 29. April 2018, 10:27 vor 941 Tagen @ らんま 3120 mal gelesen

Hallo Ranma,

es gab nun schon zum zweiten Male VS-amerikanisches, angekündigtes Freudenfeuerwerk auf syrischem Boden, zur Belustigung des russischen Militärs.

Aus diesem Grunde wäre es spannend zu wissen, ob eFischs Geist von diesen Eindrücken
noch jungfräulich war, oder ob er sich schon vorher insgeheim in dahingehenden Spekulationen erging.

Im Grunde teile ich Deine Sicht, daß Interpretation von wirren Seelenzeugnissen letztlich alles zu entstellen vermag.

DAS ist ja auch der Anlaß für Taurec, so scharf zwischen originärer Schauung und
vollendet aus- oder fehlinterpretierter Prophezeiung zu unterscheiden.
Je ursprünglicher das Signal, je unmittelbarer die Information, desto unverfälschter ist sie.

Ich bewundere hier so einige Leute für ihre Fähigkeiten, die bei mir unterentwickelt sind,
aber die Unfähigkeit mancher, zwischen Schau (Er->fahren) und Prophezeiung (bestenfalls Interpretation) zu unterscheiden, wundert mich ziemlich.
[damit spreche ich freilich nicht Dich an]

Der deutsche intellektuelle Weg räumt wie ein reinigendes Sommergewitter allen Dreck von den Wegen,
aber mir schwant, es bedarf eines weiteren Elements, um der Sache näher zu kommen.

Das Signal zu Aufbruch ist gegeben, aber es bedarf noch andersartiger Kompetenz, um
tiefer zu begreifen.

Die intellektuellen Zutaten sind in Fülle vorhanden - ich denke da eher an selbstreflektierende Sonderlinge,
wie eben eFisch wohl selbst einer ist.

Auch wenn Taurecs Übersicht seiner Beiträge aus dem Nachbarforum teilweise doch ernüchternd wirkt,
habe ich zumindest den Eindruck, daß er mehr leisten kann, eben wenn er selbst nichts
all zu sehr beweisen will.

So wie wir das Fleisch nicht in höhere Bereiche der tiefsten Weihen mitnehmen, so wenig scheint um den Ursprung der sch(n)eidende Verstand als Werkzeug der Wahl.

Wohl nur im Verbund von "Spinnern" und "Wissenschaftlern" und in einem Milieu der Unverfänglichkeit stehen uns Trampelfade offen.

Eine Industriegesellschaft im freien seelischen Fall ist wahrlich nicht die beste Grundlage für unser Vorhaben.

Der Tadel ist nicht die Beste Motivation. Besser währe wohl Be-geisterung im Rahmen von "Weisheit".

Ohne das Schwert des Verstandes niederzulegen, und zu Trotteln zu werden, sollten wir
vielleicht mehr versuchen, im Verbund mit selbst gestatteter kindlicher Unbedarftheit,
Neugierde mit der Akzeptanz von Fehlschlägen zuzulassen.

Denn wie wir wissen, wissen wir nichts, bzw. nur, wie es nicht geht.
Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, daß fast jeder hier davon beseelt ist,
auch unter dem Opfer von Verlusten per Anstrengung etwas erreichen zu wollen.

Geht es am Ende nicht vielmehr darum, wo wir hinwollen, und wie wir heute beschaffen sind -
in Gegenwart eines suboptimalen Umfeldes - als darum was morgen im Fernsehen als
Schauspiel zu betrachten ist, wenn es uns auf neuer Stufe nicht mehr tangiert?

Letztlich dreht sich doch alles um Entwicklung und Sorge.
Heute bin ich darin so verfangen, daß ich kaum noch meinen Namen buchstabieren kann,
aber bald passen mir vielleicht die alten Schuhe nicht mehr.

Im Sinne von "der Weg ist das Ziel", falls ich das überhaupt sinngemäß erfasse,
meine ich, daß es aus höherer Warte wenig wertvoll ist, sich mit Niederem zu befassen, wenn wir uns damit nur selbst ausbremsen.

Vermutlich ist das Geheimnis nicht als Objekt zu erfassen und zu behandeln, sondern wir
boxen mit unserem Spiegelbild, raufen derweil mit Gott selbst, ohne ihn/sie/es zu erkennen.

Wie die Eltern kein Kleinkind in Sexualkunde aufklären wollen, ist es vielleicht gar nicht sinnvoll, in diesem Spiel die Vorhänge zu lüften.

So viel zu meinen freien philosophischen Gedanken in Bezug auf eFischs Qualifikation und unserer Kompetenz des Maßes.


Bezüglich des Raketengebumses in Syrien, könnte solch eine demonstrative Erfolglosigkeit tatsächlich deeskalierend wirken, in dem sie den Gegner versöhnt, und den eigenen Scharfmachern das nun unbekannt gewordene Risiko augenscheinlich macht.

Dauerbedröhnte narzißtische Kreaturen, die mit Kokain dauer-online sind, verstehen vermutlich auch keinen ernsten Ton mehr.
So muß man ihnen ein Anschauungsbeispiel der eigenen Angriffsschwäche vor Augen halten.
Womöglich ist der weltweit so geringgeschätzte Herr Trump nicht ohne Raffinesse.

Wenn sein rülpsendes, den Phallus als Lasso schwingendes Gehabe einmal unbeeindruckt bleibt,
ist da doch jemand am Werk, der für den fleischgewordenen Wahnsinn eher jemand ist, der verwesende Katzen zwecks Veranschaulichung in den Sandkasten schleppt.

Mit Dank und Gruß

Fenrizwolf

Es geht dabei nicht nur um Präkognition

らんま, Montag, 30. April 2018, 05:30 vor 940 Tagen @ Fenrizwolf 2944 mal gelesen

Hallo Fenrizwolf,


es gab nun schon zum zweiten Male VS-amerikanisches, angekündigtes Freudenfeuerwerk auf syrischem Boden, zur Belustigung des russischen Militärs.

Aus diesem Grunde wäre es spannend zu wissen, ob eFischs Geist von diesen Eindrücken
noch jungfräulich war, oder ob er sich schon vorher insgeheim in dahingehenden Spekulationen erging.

eFisch sagt in dem Zitat ganz klar, daß er seine Vision nach dem Raketenangriff hatte. Es handelt sich dabei um eine retrokognitive Schau. Das daran Wesentliche dürfte die Wesenheit sein, die Erklärungen zur Szene lieferte. Worin läge der Sinn einer retrokognitiven Schau, erhielte man dadurch nicht zusätzliche Erklärungen zum Geschehenen? Man fragt sich ja manchmal, ob Schauungen einen Sinn haben oder einfach so geschehen, weil eine Wahrnehmung auf diese Weise halt möglich ist. Einer präkognitiven Schau kann man immer den Sinn unterstellen, daß sie Informationen über die Zukunft liefern soll. Einer retrokognitiven Schau kann man nur dann einen Sinn unterstellen, falls sie noch unbekannte Informationen über das bereits Geschehene liefert. Retrokognitive Schauungen werden ziemlich vernachlässigt und auch diese von eFisch bedeutet nur einen ganz kleinen Schritt in der Erforschung des Paranormalen.

Der deutsche intellektuelle Weg räumt wie ein reinigendes Sommergewitter allen Dreck von den Wegen,
aber mir schwant, es bedarf eines weiteren Elements, um der Sache näher zu kommen.

Leider sind die gewissenlosen Geldschneider häufig, die Spökenkieker selten und antrainierte Fähigkeiten des Hellsehens gelten als besonders unzuverlässig. Das sind ziemlich unglückliche Bedingungen.

Eine Industriegesellschaft im freien seelischen Fall ist wahrlich nicht die beste Grundlage für unser Vorhaben.

So kann man unsere Gesellschaft beschreiben. Demnach ist vom faustischen Geist nicht mehr viel übrig.

Denn wie wir wissen, wissen wir nichts, bzw. nur, wie es nicht geht.

Im Prinzip funktioniert Wissenschaft so und unterscheidet sich dadurch von Religion.

Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, daß fast jeder hier davon beseelt ist,
auch unter dem Opfer von Verlusten per Anstrengung etwas erreichen zu wollen.

Das fände ich erfreulich.

Geht es am Ende nicht vielmehr darum, wo wir hinwollen, und wie wir heute beschaffen sind -
in Gegenwart eines suboptimalen Umfeldes - als darum was morgen im Fernsehen als
Schauspiel zu betrachten ist, wenn es uns auf neuer Stufe nicht mehr tangiert?

Letztlich dreht sich doch alles um Entwicklung und Sorge.
Heute bin ich darin so verfangen, daß ich kaum noch meinen Namen buchstabieren kann,
aber bald passen mir vielleicht die alten Schuhe nicht mehr.

Im Sinne von "der Weg ist das Ziel", falls ich das überhaupt sinngemäß erfasse,
meine ich, daß es aus höherer Warte wenig wertvoll ist, sich mit Niederem zu befassen, wenn wir uns damit nur selbst ausbremsen.

Das sehe ich auch so. Blöderweise kommen wir ohne Anleitung in diese Welt.

Wie die Eltern kein Kleinkind in Sexualkunde aufklären wollen, ist es vielleicht gar nicht sinnvoll, in diesem Spiel die Vorhänge zu lüften.

Bei solchen Fragen würde ich immer mal schauen, wie solche Dinge bei Naturvölkern ablaufen.

Womöglich ist der weltweit so geringgeschätzte Herr Trump nicht ohne Raffinesse.

Wenn sein rülpsendes, den Phallus als Lasso schwingendes Gehabe einmal unbeeindruckt bleibt,
ist da doch jemand am Werk, der für den fleischgewordenen Wahnsinn eher jemand ist, der verwesende Katzen zwecks Veranschaulichung in den Sandkasten schleppt.

Hätten die Amis Hillary gewählt, dann wären wir längst alle tot. Trump läßt keine Russen töten, dafür darf er seine Truppen ohne Gesichtsverlust zurückziehen und bekommt die benötigte Zeit, um im ‚Deep State‘ auszumisten.

Gruß,
乱馬

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Retrokognition, Wissenschaft und Religion

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. April 2018, 11:01 vor 940 Tagen @ らんま 3000 mal gelesen

Hallo!

eFisch sagt in dem Zitat ganz klar, daß er seine Vision nach dem Raketenangriff hatte. Es handelt sich dabei um eine retrokognitive Schau. Das daran Wesentliche dürfte die Wesenheit sein, die Erklärungen zur Szene lieferte. Worin läge der Sinn einer retrokognitiven Schau, erhielte man dadurch nicht zusätzliche Erklärungen zum Geschehenen?

Die Problematik bei "retrokognitiven Schauungen" ist noch prekärer als bei präkognitiven Schauungen. Letztere lassen sich durch spätere Prüfung mit dem tatsächlichen Verlauf wenigstens verifizieren. Retrokognition zu aus den Nachrichten bekannten Ereignissen ist de facto von Verarbeitung bzw. Verarbeitungsträumen mit phantasievollem Zusatz nicht zu unterscheiden. Wie ließe sich ausschließen, daß diese "Wesenheit" nicht eine Manifestation eFischs Unbewußten wäre, die ihm lediglich seine eigenen Überlegungen mitteilte?

Einer retrokognitiven Schau kann man nur dann einen Sinn unterstellen, falls sie noch unbekannte Informationen über das bereits Geschehene liefert.

Das Problem liegt wie gesagt in der Feststellung, ob es sich überhaupt um eine retrokognitive Schau handelt.
Die bloße Unterstellung, es wäre eine, woraufhin man einen Sinn hineinliest, dessen Vorhandensein man erwartet, macht sie noch nicht echt. Es stellt vielmehr einen sich selbst bestätigenden Zirkelschluß dar.
Der Nachweis wird um so schwieriger, wenn die Zusatzinformation nicht aus überprüfbaren Tatsachen besteht, sondern aus politischen Hintergründen, die der Spekulation zugänglich sind und sich nie abschließend beweisen lassen.

Im Prinzip funktioniert Wissenschaft so und unterscheidet sich dadurch von Religion.

Auch in Antwort hierauf.

Wissenschaft und Religion sind innerlich hinsichtlich des Weltzugangs identisch, wenngleich Methoden und Ergebnisse sich im Detail unterscheiden.
Das wird klar, wenn man (an Spengler anknüpfend) die weiter gefaßte Perspektive der Lebensformen betrachtet. Dem ist zu unterscheiden zwischen "Burg und Dom", was heißt:
Burg: Die politische, auf das Diesseits ausgerichete Seite des Lebens, der Zweck Erfolg und Überleben sind. Hier zählen Pragmatismus, Tatsachen und die Tat. Die Dinge sind entweder richtig oder falsch, weil sie entweder funktionieren oder nicht.
Dom: Die geistliche, auf das Jenseits bzw. eine umfassende, ganzheitliche Welterklärung und Auslegung angelegte Seite des Lebens. Hier geht es um die metaphysische Verwurzelung und Eingliederung des Daseins in den größeren Schöpfungszusammenhang, also um die Sinnfrage. Die Dinge sind hier gut oder böse, weil sie entweder mit den göttlichen Gesetzen übereinstimmen oder nicht. Das Denken und die Wahrheitsfindung sind eindeutig dieser Seite zugeordnet. Man begehe nicht den Fehler, der Religion mit Glauben und Fühlen schlechthin gleichzusetzen und dem die vermeintlich auf Denken fixierte Wissenschaft entegegenzusetzen. Ein wesentlicher Sinn der Priesterschaft, ihrer Theologie und dem Dogmatismus ist das Ergründen der göttlichen Wahrheit, bzw. was Gott will. Hierfür hat die abendländische Theologie eine der scharfsinnigsten Denktraditionen entwickelt, die sich z. B. im Heiligsprechungsprozeß mit seinen advocati dei et diaboli widerspiegelt. Die abendländische Wissenschaft hat sich im Wesentlichen in dem universitären Umfeld entwickelt, an dem auch diese Denkschulen (insbesondere die Scholastik) gepflegt wurden. Sie ist im Grunde eine bloße Abzweigung mit abgewandelten Themenschwerpunkten, deren Zielsetzung und Methodik der verstandesmäßigen Zerlegens aber nicht weniger der Suche nach der Wahrheit dient. Wenn Wissenschaft und Religion in Konflikt geraten, dann nicht, weil sie unvereinbar wären, sondern weil sie denselben Acker bestellen, aber bisweilen zu gegensätzlichen Behauptungen kommen.
Der in der Moderne immer wieder bemühte Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion wäre überhaupt nicht möglich, sondern absolut absurd, wenn beide nicht im Inneren identisch wären. Ihr Anspruch und ihre Methoden müssen sich in Kernpunkten überschneiden und einander entsprechen, um sie überhaupt in irgendeiner Form gegeneinander ausspielen zu können.
Wissenschaftler in ihrem Überlegenheitsdünkel wähnen wohl nicht selten, sie hätten die Religion überwunden, die Menschheit befreit und würden nun endlich valide Ergebnisse (oder glaubenswürdige Wahrheiten) liefern. Allerdings muß ich sie da enttäuschen. Sie sind nur alter Wein in neuen Schläuchen.

In unserer Zeit haben sich die Begriffe verschoben. So hat die Religion an Bedeutung verloren und die Wissenschaft (nur ein anderes Wort für Religion) ist weitgehend an ihre Stelle getreten. Statt dem Papst tendiert eine Mehrheit dazu, Hawkings Aussagen über die Entstehung des Universums (nur eine andere Formulierung der Gottesfrage) und Dawkins Aussagen über die Evolution (nur eine anderer Ausdruck für Schöpfung) zu glauben. Es handelt sich aber um höchstgradig religiöse Fragen, die nun unter den Axiomen und Methoden der wissenschaftlichen Denkschule bearbeitet werden.

Darüber hinaus hat die Wissenschaft natürlich auch einen politischen Aspekt. Dieser äußert sich darin, daß die mit wissenschaftlichen Methoden entwickelten technischen Anwendungen einen stark pragmatischen Charakter aufweisen und zur Beeinflussung der Welt und der Natur herangezogen werden können. Die Technik ist eine Erscheinungsform der Politik. Technik ist diesseitig. Es gibt eine Technik der Diplomatie und eine des Kriegsführens usw.
Entsprechend hatte auch die christliche Religion eine politische Seite, die sich in allen Machtfragen der kirchlichen Vorherrschaft äußert. Anders hätte die Kirche als politischer Faktor, der sozusagen eine eigene dynastische Politik betrieb, im Mittelalter gar nicht in Erscheinung treten können.

Nicht zuletzt weist die heutige Politik einen stark religiösen Chrakter auf, insofern sie nicht von Pragmatismus, sondern Ideologien und Utopien gelenkt wird. Diesen liegen natürlich Axiome über die Beschaffenheit der Welt, also der Wahrheit zugrunde, aus denen man Handlungsweisen ableitet. Was der Durchschnittsmensch heute als Politik bezeichnet, wenn die Parteipolitik sieht, hat nicht im geringsten noch etwas damit zu tun, was Politik noch zu Zeiten Bismarcks bedeutete. Die ganze Demokratie, wie sie heute gehandhabt wird, ist eine religiöse Idee.

Man könnte sagen, daß wir heute stärker als je in einem religiösen Zeitalter leben, weil die "Domseite" des Lebens heute in sehr hohem Maße sogar die Politik beeinflußt, während kühler Tatsachensinn und Handlungsorientierung überall auf dem Rückzug zu sein scheinen.

Man muß sich also von den oberflächlichen Begrifflichkeiten (Religion, Wissenschaft, Politik, Ideologie) trennen und die Frage stellen, welche Herangehensweise an die Welt, welche Lebensausrichtung und welche Vorgehensweisen (denkerisch, handelnd) jeweils zugrundeliegen. Geht es um die Begründung und Verteidigung allgemeingültiger Wahrheiten, die für alle Zeit (oder die Ewigkeit) Gültigkeit haben sollen, oder um Fragen der Selbstbehauptung mit Handlungsorientierung, worin die Bewertung der Dinge situationabhängig durchaus verschieden ausfallen kann, insofern – anders als religiöse und wissenschaftliche Aussagen – keine Allgemeingültigkeit anstrebt.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Auch wenn du die noch so oft Wissenschaft nennst…

Ranma, Dienstag, 01. Mai 2018, 05:15 vor 940 Tagen @ Taurec 2870 mal gelesen

Hallo!

Wissenschaft und Religion sind innerlich hinsichtlich des Weltzugangs identisch, wenngleich Methoden und Ergebnisse sich im Detail unterscheiden.

Entweder oder, Methoden sind schließlich der Zugang zur Welt.

Das wird klar, wenn man (an Spengler anknüpfend) die weiter gefaßte Perspektive der Lebensformen betrachtet. Dem ist zu unterscheiden zwischen "Burg und Dom", was heißt:
Burg: Die politische, auf das Diesseits ausgerichete Seite des Lebens, der Zweck Erfolg und Überleben sind. Hier zählen Pragmatismus, Tatsachen und die Tat. Die Dinge sind entweder richtig oder falsch, weil sie entweder funktionieren oder nicht.

Also Empirie. Die Grundlage einer jeden Wissenschaft.

Dom: Die geistliche, auf das Jenseits bzw. eine umfassende, ganzheitliche Welterklärung und Auslegung angelegte Seite des Lebens. Hier geht es um die metaphysische Verwurzelung und Eingliederung des Daseins in den größeren Schöpfungszusammenhang, also um die Sinnfrage. Die Dinge sind hier gut oder böse, weil sie entweder mit den göttlichen Gesetzen übereinstimmen oder nicht. Das Denken und die Wahrheitsfindung sind eindeutig dieser Seite zugeordnet.

Sogar der Fernsehpredigerastronom Lesch sagt dazu, daß Wissenschaft die Frage nach dem Sinn nicht stellt, weil von vorneherein klar ist, daß sie diese Frage nicht beantworten kann. Wissenschaft erklärt das Wie, nicht das Warum.

Der Grund warum ich mich trotzdem für Wissenschaft begeistere, ist der, daß man ohne Wissen über das Wie nichtmal weiß, wonach man fragt, wenn man nach dem Warum fragt.

Man begehe nicht den Fehler, der Religion mit Glauben und Fühlen schlechthin gleichzusetzen und dem die vermeintlich auf Denken fixierte Wissenschaft entegegenzusetzen. Ein wesentlicher Sinn der Priesterschaft, ihrer Theologie und dem Dogmatismus ist das Ergründen der göttlichen Wahrheit, bzw. was Gott will.

Auweia. Gesetzt dem Fall, man nehme Gott als allmächtig an, dann ist völlig klar, was Gott will. Nämlich das, was geschieht. Wenn etwas anderes geschähe, dann wäre Gott nicht allmächtig. In jeder Religion, die Gott als allmächtig ansieht, ist daher die Frage nach dem, was Gott will, ein Symptom fortgeschrittenen Schwachsinns.

Es gibt dann noch die Möglichkeit, Gott nicht als allmächtig anzusehen. Solche Religionen haben dann normalerweise mehrere, für unterschiedliche Belange zuständige Götter. Das gewährt der Kaste der Priester den Vorteil, daß die Gläubigen viel mehr Priester durchfüttern müssen. Das führt auf die Spur dessen, was die Priester wirklich seit jeher machen.

Komischerweise führt nämlich die Ergründung des göttlichen Willens mit hundertprozentiger Treffsicherheit immer zu genau dem Ergebnis, das auch der Priester will, weil es in seinem eigenem Interesse liegt. Das war über alle Jahrhunderte in allen Religionen so. Schon die auffällig Diskrepanz zwischen den Lehren der Bibel und denen der Kirchen spricht eine sehr deutliche Sprache. Was die Kirchen wirklich praktizieren weicht sogar oft noch mehr ab.

Hierfür hat die abendländische Theologie eine der scharfsinnigsten Denktraditionen entwickelt, die sich z. B. im Heiligsprechungsprozeß mit seinen advocati dei et diaboli widerspiegelt.

Sehr schönes Beispiel. Wieviele Nichtkatholiken hat die katholische Kirche bisher heiliggesprochen? Vor allem bekennende Atheïsten?

Die abendländische Wissenschaft hat sich im Wesentlichen in dem universitären Umfeld entwickelt, an dem auch diese Denkschulen (insbesondere die Scholastik) gepflegt wurden. Sie ist im Grunde eine bloße Abzweigung mit abgewandelten Themenschwerpunkten, deren Zielsetzung und Methodik der verstandesmäßigen Zerlegens aber nicht weniger der Suche nach der Wahrheit dient. Wenn Wissenschaft und Religion in Konflikt geraten, dann nicht, weil sie unvereinbar wären, sondern weil sie denselben Acker bestellen, aber bisweilen zu gegensätzlichen Behauptungen kommen.

Die Entwicklung der Wissenschaften aus der Theologie ist nicht umstritten. Schon die Historie meiner Uni, mit der sich einer meiner Professoren intensiv beschäftigt hatte, beweist das. Ursprünglich waren naturwissenschaftliche Institute in den theologischen Fakultäten angesiedelt. Auch viel allgemeiner ist das klar, zum Beispiel anhand der Geschichte Darwins.

Charles Darwin studierte Theologie und trat damit in Fußstapfen seines Großvaters. Dann wurde Charles Darwin tatsächlich Pfarrer. Weil zu jener Zeit noch sehr viele Menschen auf See starben, brauchte man Geistliche auch auf Schiffen. Darum heuerte Charles Darwin schließlich als Schiffspfarrer, Seelsorger und möglicherweise Missionar auf der Beagle an. Der Evolutionstheorie, die Charles Darwin nach seiner Rückkehr formulierte, merkt man noch deutlich ihren Ursprung in der christlichen Theologie an (Mensch als Krone der Schöpfung). Es ist absurd, daß moderne Kreationisten Darwin als ihren Feind darstellen. Die Biologie schritt danach vielmehr voran, indem sie immer mehr religiöse Elemente aus der Evolutionstheorie eliminierte. Dieser Prozeß ist noch nicht abgeschlossen.

Auch Physik und Astronomie schreiten voran, indem immer weitere religiöse Elemente aus ihren Theorien eliminiert werden. Leider ist sich auch unter den Wissenschaftlern kaum jemand dieses Prozesses bewußt, sonst schritten die Wissenschaften viel schneller voran.

Der in der Moderne immer wieder bemühte Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion wäre überhaupt nicht möglich, sondern absolut absurd, wenn beide nicht im Inneren identisch wären. Ihr Anspruch und ihre Methoden müssen sich in Kernpunkten überschneiden und einander entsprechen, um sie überhaupt in irgendeiner Form gegeneinander ausspielen zu können.
Wissenschaftler in ihrem Überlegenheitsdünkel wähnen wohl nicht selten, sie hätten die Religion überwunden, die Menschheit befreit und würden nun endlich valide Ergebnisse (oder glaubenswürdige Wahrheiten) liefern. Allerdings muß ich sie da enttäuschen. Sie sind nur alter Wein in neuen Schläuchen.

Die modernen Wissenschaften waren dafür bestimmt, Diener der Theologie zu sein, daher ist die Überschneidung nicht weiter verwunderlich. Man fing in den Wissenschaften schließlich auch mit genau den Erkenntnissen an, welche die Priester bereits zu haben glaubten.

Die Entwicklung verlief nicht nur in diese eine Richtung. Man trennt sich in den Wissenschaften zwar von den Ideen, die nur den Priestern dienen, aber viel früher gab es mal ähnliche fähige Leute, die man heute Naturphilosophen nennt. Deren Erkenntnisse waren so beeindruckend, daß sie von Priestern in ihren religiösen Dogmen weitergetragen wurden. Noch früher beschrieben Schamanen ihre eigenen Erfahrungen, wandten also eine empirische Methode an. Aus den Erzählungen der Schamanen entwickelten sich Religionen als die Erzählungen von Priestern, die keine Erkenntnisse mehr aus eigenen Erfahrungen zogen, weitererzählt wurden. Man könnte sagen, daß wir ständig zwischen Empirie (Wissenschaft) und Dogma (Religion) hin und her pendeln.

In unserer Zeit haben sich die Begriffe verschoben. So hat die Religion an Bedeutung verloren und die Wissenschaft (nur ein anderes Wort für Religion) ist weitgehend an ihre Stelle getreten. Statt dem Papst tendiert eine Mehrheit dazu, Hawkings Aussagen über die Entstehung des Universums (nur eine andere Formulierung der Gottesfrage) und Dawkins Aussagen über die Evolution (nur eine anderer Ausdruck für Schöpfung) zu glauben. Es handelt sich aber um höchstgradig religiöse Fragen, die nun unter den Axiomen und Methoden der wissenschaftlichen Denkschule bearbeitet werden.

Egal wie oft du Leute wie Hawking oder Dawkins noch als Wissenschaftler bezeichnest, die sind keine Wissenschaftler! Diese sind wirklich Priester. Es sind Leute, die Dogmen verbreiten, die dann von einer großen Anzahl an Leuten geglaubt werden aufgrund der Autorität dieser Priester, die diese jedoch nicht durch Verdienste in der Wissenschaft, sondern durch die Aufmerksamkeit der Massenmedien erworben haben. Das hat mit Wissenschaft schlicht garnichts zu tun!

Die Entstehung des Universums ist für den Wissenschaftler ein Resultat aus Hubbles Erkenntnis, daß sich das Universum ausdehnt. Weil es sich ausdehnt, deshalb kann man daraus einen Zeitpunkt berechnen, zu dem das Universum nur ein Punkt war. Erst seitdem fragt man sich in der Wissenschaft, wie das Universum wohl entstanden sein könnte. Also erst seit ein paar Jahrzehnten, während die Religion die Antwort darauf doch schon seit Jahrtausenden kennt.

Die Religion hat nämlich seit jeher alle Antworten. Wenn der Klerus eine Frage bearbeitet, dann immer im Hinblick darauf, daß die Antwort bereits feststeht. Wissenschaft macht das exakte Gegenteil davon. Sogar gut bestätigte Theorien stehen niemals endgültig fest. Nur Widerlegungen sind endgültig. Du kannst es anders machen, aber dann ist es niemals Wissenschaft. Wissenschaft hat immer nur Fragen, niemals Antworten. Wenn jemand sichere Antworten vorlegt, dann betreibt er immer Religion.

Darüber hinaus hat die Wissenschaft natürlich auch einen politischen Aspekt. Dieser äußert sich darin, daß die mit wissenschaftlichen Methoden entwickelten technischen Anwendungen einen stark pragmatischen Charakter aufweisen und zur Beeinflussung der Welt und der Natur herangezogen werden können. Die Technik ist eine Erscheinungsform der Politik. Technik ist diesseitig.

Jetzt wird es wirr. Diese Darstellung widerspricht so sehr deiner und Spenglers Einteilung in die zwei Bereiche, daß dir das aufgefallen sein muß. Also können nicht beide Darstellungen wahr sein.

Es gibt eine Technik der Diplomatie und eine des Kriegsführens usw.

Hier gibt es natürlich noch die Möglichkeit, daß wir durch die Sprache irregeführt werden. Schon im Englischen unterscheidet man zwischen technic und technique.

Entsprechend hatte auch die christliche Religion eine politische Seite, die sich in allen Machtfragen der kirchlichen Vorherrschaft äußert. Anders hätte die Kirche als politischer Faktor, der sozusagen eine eigene dynastische Politik betrieb, im Mittelalter gar nicht in Erscheinung treten können.

Ja, genau. Und gerade dadurch offenbarte die Kirche, daß ihre Priester niemals versuchten, den Willen Gottes zu ergründen. Du widersprichst hier deiner vorangegangenen Behauptung und widerlegst sie durch das historische Beispiel. Die Kirche suchte immer nur nach dem eigenen Vorteil. Die Gläubigen machten ihr das leicht, weil den Gläubigen jeglicher Sinn für und jegliches Interesse an Wissenschaft fehlte. Während der Aufklärung war das anders. Heute entwickelt sich unsere Gesellschaft wieder stark in Richtung mittelalterlicher Zustände.

Nicht zuletzt weist die heutige Politik einen stark religiösen Chrakter auf, insofern sie nicht von Pragmatismus, sondern Ideologien und Utopien gelenkt wird. Diesen liegen natürlich Axiome über die Beschaffenheit der Welt, also der Wahrheit zugrunde, aus denen man Handlungsweisen ableitet. Was der Durchschnittsmensch heute als Politik bezeichnet, wenn die Parteipolitik sieht, hat nicht im geringsten noch etwas damit zu tun, was Politik noch zu Zeiten Bismarcks bedeutete. Die ganze Demokratie, wie sie heute gehandhabt wird, ist eine religiöse Idee.

Wieder zum eigenen Vorteil der heutigen politischen Klasse, welche die Funktion der Priester des Mittelalters übernommen hat. Auch moderne Dogmen (Diesel ist böse, daher dürfen Deutsche kein Dieselauto fahren; Plastik ist böse, daher dürfen Deutsche keine Plastiktüten verwenden) werden von einer großen Anzahl an Gläubigen nicht hinterfragt. Wissenschaftler kamen zu völlig anderen Erkenntnissen (das Plastik, das in den Meeren schwimmt, besteht zum größten Teil aus Fischernetzen und anderen in der Seefahrt eingesetzten Objekten), aber diese finden kaum Verbreitung.

Man könnte sagen, daß wir heute stärker als je in einem religiösen Zeitalter leben, weil die "Domseite" des Lebens heute in sehr hohem Maße sogar die Politik beeinflußt, während kühler Tatsachensinn und Handlungsorientierung überall auf dem Rückzug zu sein scheinen.

Ja, dem muß ich leider zustimmen. Trotzdem bedeutet das, daß wir dabei sind, die Wissenschaften zu verlieren.

Man muß sich also von den oberflächlichen Begrifflichkeiten (Religion, Wissenschaft, Politik, Ideologie) trennen und die Frage stellen, welche Herangehensweise an die Welt, welche Lebensausrichtung und welche Vorgehensweisen (denkerisch, handelnd) jeweils zugrundeliegen. Geht es um die Begründung und Verteidigung allgemeingültiger Wahrheiten, die für alle Zeit (oder die Ewigkeit) Gültigkeit haben sollen, oder um Fragen der Selbstbehauptung mit Handlungsorientierung, worin die Bewertung der Dinge situationabhängig durchaus verschieden ausfallen kann, insofern – anders als religiöse und wissenschaftliche Aussagen – keine Allgemeingültigkeit anstrebt.

Wissenschaft strebt keine Allgemeingültigkeit. Jede Theorie muß falsifizierbar formuliert werden, andernfalls ist es keine wissenschaftliche Theorie. Was du hier wieder herausstellst, das ist wiederum der Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft.

So viel Zeit wie ich an der Universität verbrachte, wäre es ausgesprochen schräg, wenn mir der Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft nicht geläufig wäre. Problematisch ist nicht, daß die beiden sich durch aus manchmal überschneiden können, sondern, daß uns wissenschaftliches Denken zur Zeit abhandenkommt und das schnell und gründlich.

Gruß

らんま

Da ist aber noch etwas…

らんま, Dienstag, 01. Mai 2018, 05:32 vor 939 Tagen @ Ranma 2894 mal gelesen

Hallo!

Es ist seitens der Politiker gewollt, daß wir die Wissenschaften verlieren. Sonst hätten sie weder den Kahlschlag in unserem Bildungssystem durchgeführt noch gäbe es die Bestrebungen manche Wissenschaftler besonders bekannt zu machen und in Priester umzuwandeln.

Zum einen dient das den Politikern selbst, denn viele Menschen darin geschult wären, wissenschaftlich zu denken, dann würden sie die falschen Darstellungen und direkten Lügen unserer Politiker leicht durchschauen.

Zum anderen gibt es im tiefen Staat mächtige Leute, die an der Verbreitung eines ausschließlich materialistischen Weltbildes interessiert sind. Darum werden als moderne Priester bekennende Atheïsten ausgewählt, zu denen Hawking und Dawkins zählen. Hätten mehr Menschen ein nichtmaterialistisches Weltbild, dann würde man sich keinerlei Spott oder Verachtung aussetzen, wenn man sich mit dem Paranormalen beschäftigt. Das würden dann viel mehr Leute tun. Dadurch kämen mehr Leute mit Ideen wie der von der Reïnkarnation in Kontakt, welche durch die gleichen mächtigen Leute, die sich früher statt hinter dem Staat hinter den Priestern versteckten, aus der religiösen Lehre eliminiert wurde.

Gruß,
乱馬

Das neue Zukunftsforum

Schwan @, Mittwoch, 09. Mai 2018, 10:01 vor 931 Tagen @ Taurec 3007 mal gelesen

Guten Morgen,

seit Tagen ist das neue Zukunftsforum nicht mehr erreichbar.

Weiß jemand warum bzw. ob es dauerhaft verloren ist?


Beste Grüsse

Schwan

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Das neue Zukunftsforum

basey @, Mittwoch, 09. Mai 2018, 12:35 vor 931 Tagen @ Schwan 2990 mal gelesen

bearbeitet von basey, Mittwoch, 09. Mai 2018, 12:43

Hey Schwan...

Magnus (Chef Admin) weisst bescheid und Frank S. (tech. Admin) benachrichtigt.

Irgendwas mit den Server wieder los, passiert halt 1-2 mal im Jahr.

Koennte bis zur eine Woche noch dauern.

lg - Basey ("schiedsrichter"- Admin bei NZF) ;-)

PS - Jo, ich krieg auch schon langsam Entzugserscheinung ! :-D


"Man kann sich nicht für eine Krise vorbereiten, wenn man mittendrin steckt"

Das neue Zukunftsforum

Schwan @, Mittwoch, 09. Mai 2018, 13:12 vor 931 Tagen @ basey 2948 mal gelesen

Danke, Basey

für die Info!

Beste Grüsse

Schwan

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NZF

dersoeflinger @, Hauptstadt des Nebelreiches, Mittwoch, 09. Mai 2018, 17:17 vor 931 Tagen @ basey 2856 mal gelesen

Hallo Basey,

vielen Dank für Deine Information.

Gute Zeit!

Gruß

Peter:-D


Nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

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Nur eine der üblichen Lügen und Betrügereien Irlmaiers

BBouvier, Samstag, 28. April 2018, 18:19 vor 942 Tagen @ ランマ 3247 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 28. April 2018, 18:26

„Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land.“
(Irlmaier zur Caritasschwester Maria Luise Bender)

Hallo, ランマ !

Bei obigem handelt es sich allerdings wieder mal nur
um eines der schier unzähligen Irlmaierplagiate -
hier echot er die Schwadronade der "Königin von Saba",
die im Jahre 578 v. Chr. dem König Salomo alles mögliche
- die Zukunft des Böhmerlandes betreffend - :-D
(und zwar das, was dort vor dem "Weltenende" passiert)
prophezeiht haben soll: :lehrer:
=>
https://schauungen.de/Forumsarchive/216.194.92.47/messages/11919.htm


Zitat daraus und Irlmaiers Vorlage:
=>
"Es werden sich viele Fremdlinge in das Land einschleichen, und sie werden viel Böses
und Gott Missfälliges in das Land bringen
."

Hier zu den anderen Irlmaierplagiaten der
"Königin Michalda von Saba, der XIII.Sibylle"
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31277

Das alles sind derart erbärmlich-widerwärtige Lügen und Betrügereien
des "Propheten und Wahrsagers" Irlmaier und dessen sauberen
Spießgesellen Aldmaier, daß deren frech-dümmliche Dreistigkeit
einem schier die Sprache verschlägt.

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Vorschlag, die Weissagungen der Herrn Irlmaier&Adlmaier betreffend

BBouvier, Samstag, 28. April 2018, 18:55 vor 942 Tagen @ BBouvier 3048 mal gelesen

Hallo!

Wenn "man/Jemand" sich daran begibt, Behauptungen zur Zukunft
obiger "Zwei" hier einzutüten, sollte "der" via Suchfunktion
zuvor prüfen, ob diese "Prophezeiung" hier bereits
als eines der üblichen und sattsam bekannten Irlmaierplagiate oder -Echos
in die Tonne befördert wurde, was meist der Fall ist.
Und es dann bitte unterlassen, falls das zutrifft.

Herzlichen Dank!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Auch wieder mal nur das Irlmaierplagiat einer älteren Lüge

BBouvier, Samstag, 28. April 2018, 19:13 vor 942 Tagen @ ランマ 3065 mal gelesen

<"Möglicherweise erzählt Irlmaiers „Das Kreuz kommt wieder
zu Ehren
.“ sogar von einer Gegenbewegung gegen die Säkularisierung.
">

Hallo, ランマ!

Die Vorlage dieses Irlmaierplagiates ist die Fälschung Kugelbeer - (1922):
=>
"Ein Kreuz erscheint am Himmel. Das ist das Ende der Finsternis ...
Es wird in 8 Tagen mehr gebetet als früher in einem Jahr."

Kugelbeer:
"Beginn mit einem furchtbaren Donnerschlag mit Erdbeben.
Ein Kreuz erscheint am Himmel."

Das Irlmaierecho zu dieser Kugelbeerfälschung:
=>
"Bei diesem Geschehen sehe ich ein großes Kreuz am Himmel stehen,
und ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein."

Alles nur :tonne:

... tut mir ja auch echt leid, Du ... :trost:

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Und das weiß man woher?

ランマ, Sonntag, 29. April 2018, 02:57 vor 942 Tagen @ BBouvier 3020 mal gelesen

Hallo, BBouvier!

"Ein Kreuz erscheint am Himmel. Das ist das Ende der Finsternis ...
Es wird in 8 Tagen mehr gebetet als früher in einem Jahr."

Kugelbeer:
"Beginn mit einem furchtbaren Donnerschlag mit Erdbeben.
Ein Kreuz erscheint am Himmel."

Das Irlmaierecho zu dieser Kugelbeerfälschung:
=>
"Bei diesem Geschehen sehe ich ein großes Kreuz am Himmel stehen,
und ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein."

Alles nur :tonne:

... tut mir ja auch echt leid, Du ... :trost:

Das könnte natürlich von Kugelbeer übernommen sein. Muß jedoch nicht. In Russland ist die atheistische Weltanschauung bereits passé. Zu sämtlichen Schauungen oder Prophezeiungen oder sonstigen Ankündigungen, die das Ende des Kommunismuses voraussagen, fügt sich die Vorhersage eines wiedererstarkenden Christentums zu einem passendem Gesamtbild zusammen. Kann man viel mehr verlangen? Oder soll man wirklich jedesmal, wenn eine Fälschung auch nur entfernt ähnlich ist, alle Vorhersagen sogleich in die Tonne kloppen ohne sich überhaupt dafür zu interessieren, ob ein Zusammenhang besteht?

Gruß,
乱馬

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Der Gekreuzigte mit den Wundmalen - die Dritte (?)

BBouvier, Sonntag, 29. April 2018, 04:56 vor 942 Tagen @ ランマ 2972 mal gelesen

<"Das könnte natürlich von Kugelbeer übernommen sein.
Muß jedoch nicht.
">

Hallo, Rama!

Ja, natürlich "muß es nicht".
Da stellen wir uns eben ganz einfach mal vor,
Irlmaier hätte ganz zufällig tatsächlich mal eine ganz echte Vision gehabt,
nämlich eine, die da eben zum Inhalt genau die
Lügengeschichte "Kugelbeer" hatte - gelle? :-D

Siehe dazu auch hier:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=27243

Irlmaier setzt an anderer Stelle gar noch eins drauf::
"Dann (bei der Finsternis) wird am Himmel das Zeichen des Gekreuzigten
mit den Wundmalen sichtbar.
"

Die Vorlage dessen finden wir in der Bibel,
wo behauptet wird, Jesus hätte gesagt:
" (Es) werden Sonne und Mond den Schein verlieren (Finsternis) ...
und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel.
"

Dennoch mag man das alles gern glauben,
denn es steht doch so in der Bibel.
Und Irlmaier hat eben genau das gesehen,
was er vorher in der Bibel gelesen hatte,
was wiederum die Bibel bestätigt.
Oder Irlmaier.
Oder so.

Taurec dazu:
"Das Eintreten der Endzeit mit allen damit verbundenen Zeichen
(Auftreten des Messias, Zeichen am Himmel usw.)
ist somit sowohl im Rahmen der magischen Kultur
als auch im abendländischen Bild der Welt
ein völliges Ding der Unmöglichkeit.
Real eintretende Kataklysmen können nicht die Elemente
der endzeitlichen Prophetie aufweisen.
Im europäischen Denken wären sie sinnlos und überflüssig,
im magischen Denken eine fatale Katastrophe, wenn es danach
für die Menschheit weiterginge, wovon unbedingt auszugehen ist.
Die Endzeit wird also als Fixpunkt in stets unerreichter Entfernung
das Weltgeschehen überschatten.
Gleich, welche Katastrophe geschieht, es wird nicht
die finale Katastrophe sein.
Folglich handelt es sich auch beim "Gekreuzigten mit den Wundmalen"
(eine Ableitung aus Matthäus 24,30) um ein irreales Element,
zu dessen Erklärung man kein dem Sonnenwunder
vergleichbares Ereignis bemühen muß.
Aber auch diverse allzu materialistische Deutungen
wie die Erklärung des Waldviertlers, das Kreuz am Himmel
wäre eine Kollision, müssen vor diesem Hintergrund
als irreale Gespinste betrachtet werden."

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Das Kreuz ist aber nicht das Zeichen des Menschensohnes

Ranma, Montag, 30. April 2018, 03:57 vor 941 Tagen @ BBouvier 2940 mal gelesen

Hallo, BBouvier!


Ja, natürlich "muß es nicht".
Da stellen wir uns eben ganz einfach mal vor,
Irlmaier hätte ganz zufällig tatsächlich mal eine ganz echte Vision gehabt,
nämlich eine, die da eben zum Inhalt genau die
Lügengeschichte "Kugelbeer" hatte - gelle? :-D

Das einzige Argument ist, daß die beiden Aussagen sich ähneln. Genau das war auch meine Idee, daß nämlich die Aussage über die Fremden der eingetroffenen Schau Barionas ähnelt. Man kann schlecht die gleiche Methode in dem einen Fall anwenden, aber im anderen Fall nicht und nur deshalb nicht, weil man sich darüber ärgert, mal ein paar Aussagen zu viel geglaubt zu haben.


Irlmaier setzt an anderer Stelle gar noch eins drauf::
"Dann (bei der Finsternis) wird am Himmel das Zeichen des Gekreuzigten
mit den Wundmalen sichtbar.
"

Die Vorlage dessen finden wir in der Bibel,
wo behauptet wird, Jesus hätte gesagt:
" (Es) werden Sonne und Mond den Schein verlieren (Finsternis) ...
und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel.
"

Also der Fisch. Kein Kreuz. Das Sternbild der Fische kann man tatsächlich jedes Jahr am Himmel sehen. Dafür muß man nur nahe genug am Äquator sein. Völlig irrelevant.

Sonne und Mond verlieren den Schein kennen wir vielleicht auch als den Fehler an der Sonne bei Nostradamus oder der Erwartung eines verfinsterten Himmels, durch den ein Himmelskörper rotverfärbt erscheint.

Die Stellen, an denen die Bibel Jesus zitiert, finde ich durchgängig glaubwürdiger als sämtliche anderen in der Bibel zu findenden Aussagen.


Taurec dazu:
"Das Eintreten der Endzeit mit allen damit verbundenen Zeichen
(Auftreten des Messias, Zeichen am Himmel usw.)
ist somit sowohl im Rahmen der magischen Kultur
als auch im abendländischen Bild der Welt
ein völliges Ding der Unmöglichkeit.
Real eintretende Kataklysmen können nicht die Elemente
der endzeitlichen Prophetie aufweisen.
Im europäischen Denken wären sie sinnlos und überflüssig,
im magischen Denken eine fatale Katastrophe, wenn es danach
für die Menschheit weiterginge, wovon unbedingt auszugehen ist.
Die Endzeit wird also als Fixpunkt in stets unerreichter Entfernung
das Weltgeschehen überschatten.
Gleich, welche Katastrophe geschieht, es wird nicht
die finale Katastrophe sein.
Folglich handelt es sich auch beim "Gekreuzigten mit den Wundmalen"
(eine Ableitung aus Matthäus 24,30) um ein irreales Element,
zu dessen Erklärung man kein dem Sonnenwunder
vergleichbares Ereignis bemühen muß.
Aber auch diverse allzu materialistische Deutungen
wie die Erklärung des Waldviertlers, das Kreuz am Himmel
wäre eine Kollision, müssen vor diesem Hintergrund
als irreale Gespinste betrachtet werden."

Lassen wir uns von Weltbildern vorgeben, was geschehen können darf? Im abendländischen Weltbild gibt es sogar verschiedene Szenarien wie das Universum enden wird.

Gruß,
らんま

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Zeichen des Menschensohnes

Taurec ⌂ @, München, Montag, 30. April 2018, 11:06 vor 940 Tagen @ Ranma 2943 mal gelesen

Hallo!

Irlmaier setzt an anderer Stelle gar noch eins drauf::
"Dann (bei der Finsternis) wird am Himmel das Zeichen des Gekreuzigten
mit den Wundmalen sichtbar.
"

Die Vorlage dessen finden wir in der Bibel,
wo behauptet wird, Jesus hätte gesagt:
" (Es) werden Sonne und Mond den Schein verlieren (Finsternis) ...
und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel.
"

Also der Fisch. Kein Kreuz. Das Sternbild der Fische kann man tatsächlich jedes Jahr am Himmel sehen. Dafür muß man nur nahe genug am Äquator sein. Völlig irrelevant.

Nein! Höchstgradig relevant und haargenau den Kern des Problems erkennend und berührend! Wenn in der Bibel "Zeichen des Menschensohnes" steht, steht dort eben nicht "Fisch", sondern ein diffuser Begriff, der von Anwendern im Laufe der Zeit mit beliebigen Inhalten gefüllt werden kann. Zweifelsohne war das christliche Zeichen nach der Frühzeit dieser Religion nicht mehr der Fisch, sondern eben das Kreuz. Was der Autor der Bibelstelle im Sinn hatte, ist tatsächlich irrelevant.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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Schlichte Wiedergabe endzeitlicher Vorstellungen

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 29. April 2018, 09:14 vor 941 Tagen @ ランマ 2972 mal gelesen

Hallo!

Es ist freilich sinnfrei, von punktuellen Übereinstimmungen mit der Realität auf die Richtigkeit einer Prophezeiung zu schließen.

Adl-/Irlmaier hat an dieser Stelle nicht mehr gemacht, als eine uralte, im christlichen Selbstverständnis verankerte Vorstellung interpretativ auf seine Gegnwart zu beziehen.

Im Endzeitmythos wird der Antichrist nach der Wiederkehr Christi besiegt und der Satan in die Hölle zurückgestoßen, woraufhin das Reich Gottes anbricht (und die Kirche wiederhergestellt wird).

Bereits in den Prophezeiungen des 19. Jahrhunderts werden der anbrechende Materialismus und Kommunismus als die beginnende Herrschaft des Antichristen identifiziert.
Nach der Revolution in Rußland setzte man die Sowjetunion mit dem Antichristen und absolutem Bösen schlechthin gleich. Daraus leitet sich für Adl-/Irlmaier (und andere) logisch die Schlußfolgerung ab, daß Rußland nach dem Ende der Antichristherrschaft wieder christlich werden würde. Mehr ist nicht dahinter.

Es handelt sich nachweislich um die Wiedergabe einer auf das Zeitgeschenen bezogenen christlichen Vorstellung, was das Zugrundeliegen einer echten Schauung meines Erachtens absolut ausschließt.

Daß nun die reale Geschichte an einem Punkt zufällig damit übereinstimmt, läßt nicht auf die Richtigkeit der ganzen restlichen Schwadronade schließen.

Zudem reißt Du die Stelle aus dem Zusammenhang, was Du ja tun mußt, um ihr etwas abgewinnen zu können. Im adlmaierischen Textzusammenhang steht die Bekehrung Rußlands nämlich – ganz in Übereinstimmung mit dem obligatorischen endzeitlichen Grundgerüst des Dramas – am Ende des ganzen Geschehens, nachdem der Papst zurückgekehrt ist und es wieder aufwärts geht usw.
Meines Erachtens ist dieses Zertrümmern des Textes, um einzelne Bestandteile mit Gewalt auf die Realität hinzubiegen, ein reiner Selbstbetrug.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Bis zur Bibel zurück wird nicht reichen

乱馬, Samstag, 28. April 2018, 05:15 vor 943 Tagen @ Taurec 3115 mal gelesen

Nochmal hallo!

Bezüglich der Dekonstruktion alter Prophezeiungen und ihrer Rückverfolgung wird es keinesfalls reichen, deren Spur nur über Irlmaier, Nostradamus und schließlich bis zur Bibel zu verfolgen. Schon die Erzählungen der Bibel sind umgedichtete Legenden der Alten Ägypter. Spätestens dort wird sich die Spur verlieren, weil die Quellen längst zu Staub zerfallen sind. Wahrscheinlich gehen manche Legenden trotzdem noch weiter zurück.

Innerhalb der Bibel zitiert das Neue Testament oft das Alte Testament. Den meisten Gläubigen fällt das nicht auf, obwohl in vielen Ausgaben der Bibel entsprechende Angaben kleingedruckt dabeistehen. Zu den Aussagen des Alten Testamentes gibt es dann oft noch zusätzliche jüdische Legenden, die viel auskunftsfreudiger sind. Nur unter Zuhilfenahme solcher können manche Gestalten der Bibel historisch identifiziert werden:
https://www.michael-klonovsky.de/artikel/item/41-gab-es-moses

Nebenbei will ich seit einer Weile mal loswerden, daß Wissenschaft selbstverständlich keine Form der Religion ist. An wissenschaftliche Theorien zu glauben anstatt sie zu überprüfen und Physiker, Chemiker oder Astronomen wie Priester zu behandeln sind vielmehr sehr deutliche Zeichen dafür, daß uns Wissenschaft bereits abhandengekommen ist! In der klassischen Star-Trek-Serie kommen ein paar Völker vor, die die technischen Errungenschaften ihrer Vorfahren nicht mehr verstehen. Diese Entwicklung nimmt unsere Zivilisation zur Zeit ebenfalls. Manche Lehrer berichten bereits (bisher eher noch aus dem angelsächsischem Teil der Welt) von Schülern, die nach Stiften auch keine Tastatur mehr verwenden können und nicht mehr in der Lage sind ein analoges Ziffernblatt abzulesen. Wenn man überlegt wie eine Welt aussehen wird, in der diese dann erwachsen gewordenen Schüler (den die Leute wählen schließlich niemanden, der intelligenter als sie selbst ist) wichtige Entscheidungen treffen, dann hat man ein weiteres Fitzelchen der Zukunft ergründet.

Gruß! (Oder braucht man den jetzt nicht mehr? Könnte doch das Programm automatisch einfügen?)
ランマ

Ahoi

Fenrizwolf @, Samstag, 28. April 2018, 08:57 vor 942 Tagen @ Taurec 3050 mal gelesen

Hallo Taurec,

ich begrüße und befürworte Deine Vorschläge zur Neuausrichtung des Forums.
In der jüngeren Vergangenheit habe ich ja des Öfteren versucht, zu diesem Weg zu inspirieren.

Man kann wohl getrost resümieren, daß die maßgeblichen Autoren hier mit ihrer fundamentalen Pionierarbeit dermaßen erfolgreich waren, daß die literarisch erfaßte europäische Prophetie in Gänze und im Detail komplett dekonstruiert und intellektuell der Entsorgung anheimgegeben wurde.

Wer diese Leistung nicht würdigt und auf überkommener Grundlage weiter bauen möchte, der offenbart sich als hilfloser Fundamentalist im Schatten längst geschliffener geistiger Festungen.


Zwar gelang es schließlich nicht, ein wahrscheinliches Szenario der Zukunft auszuformen, aber neben der besseren Luft durch das Großreinemachen, ist da doch ein gewaltiger Lerneffekt, der zwar subjektiv sehr unterschiedlich sein wird, aber ein gutes persönliches Rüstzeug für weitere Unternehmungen ist.

Nach der großen Läuterung soll nun also mit kleiner Laterne, Taschenmesser und einer Spur Abenteuergeist in unbekanntes Terrain vorgestoßen werden. Was soll da schon schief gehen?


Einmal auf der Suche nach neuen Kontinenten in See gestochen, erwarte ich zunächst Skorbut; d. h. der eine oder andere Seemann könnte unter einem Mangel von Wesentlichem leiden, und nicht mit gewohntem Biß brillieren.

Auf offenem Meer unter dichtem Nebel drückt der Lagerkoller aufs Gemüt. Gerüchte von Klabautermännern machen heimlich die Runde, und blinde Passagiere werden plötzlich hellsichtig.

In der Nähe von Inseln wimmelt es von Riffen, aber das Schlimmste:
In flachen Gewässern gehen Piraten zu Fuß.

Der Kapitän wird ein massives Holzbein benötigen, wenn er wie ehedem mit Ingrimm das Steuerrad fest im Griff behalten will.
Eine Augenklappe wird selbst für ein gesundes Auge nötig sein, um auch mal über ein ungeputztes Deck hinweg sehen zu können.
Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht – so heißt es schlicht; doch Rumpf bleibt Trumpf.

Mir währe am wohlsten, man tauschte einfach nur die Meere, das Schiff, die Karten, die Ladung und Teile der Mannschaft, und beließe die Galionsfigur.

Logbucheintrag: Freitag, 13. Septober 2018,52: „Kurs 90° Ost, Insel auf 0,14 Seemeilen.
Maat sichtet morsenden Leuchturm am Ufer – korrigiere: wilde Kannibalen schleudern brennende Schädel und Exkremente gegen das Schiff. Leckage im Achterdeck.
Das Innere einer hohlen Erde konnte weder bestätigt noch falsifiziert werden, Jules hat uns betrogen.
Vollziehen das Kolumbusmaneuver, drehen ab und entdecken irgendwas anderes, und nennen es Ziel.“

Mast und Schottbruch,

Fenrizwolf

Wahrscheinlich behindern wir unser Denken selbst

Tribun @, Oberfranken, Samstag, 28. April 2018, 16:06 vor 942 Tagen @ Taurec 3067 mal gelesen

Hallo,

ich bin ja erst seit Ende 2015 auf diesen, sagen wir es mal "Schauung und Prophezeiungszug" aufgesprungen. Und das wegen eines Bericht bei Kopp von Stephan Berndt "Viele fremde Menschen kommen in unser Land".

Ende 2015 ist schon was wesentliches passiert, das unsere jetzige Gesellschaft noch sehr umkrempeln wird.
Nur wie bin ich mit diesen Informationen und der damaligen Flüchtlingswelle umgegangen. - Ich habe mich informiert! -
Hier in diesem Forum, im Prophezeiungsforum, kaufte mir alle Bücher von Stephan Bernd, lass viel im Internet und lernte auch den Bauern von Selb persönlich kennen.

So und mit diesen vielfachen Informationen malte ich mir ein Bild unserer aller Zukunft aus. Dieses Bild basiert auf alle vorhandenen Informationen.

Das ich eine Zeit lang hier auch meine längst vergessenen christlichen Wurzeln wiederfand und diese auch beharrlich vertrat, das war der erste völlige falsche Irrweg.
Jetzt meine ich wir lassen uns von vielen Leuten blenden. Das muss ich jetzt etwas näher erklären:

Viele Menschen haben irgendwelche Schauungen, nur viele dieser Schauungen sind einfach zu verzerrt. Ich glaube nicht mehr das jemand irgendwelche längere, zusammenhängende zeitliche Abläufe schauen kann. Es sind immer nur Fetzen einer möglichen Zukunft. Meist sind solche Schauungen ja Träume. Und ein jeder weis was er schon für vielfältige schwachsinnige Träume geträumt hatte.
Und einige Menschen glauben sie hatten eine Schauung und stellen diese hier, dank dem Internet zur Diskussion. Und darüber wird sich ja manchmal hier im Forum fast totdiskutiert. Nur hat schon mal jemand nachgedacht, das es auch Menschen gibt, die sich nur allzu wichtig nehmen und bewusst aus niedrigen Gründen hier Mist und Lügen an möglichen Schauungen hier und anderswo einstellen? Früher gab es diese Anonymität ja noch nicht. Das Internet macht es doch einen jeden zu einfach unerkannt zu bleiben.
Deshalb bin ich der Meinung das allerhand von Schuungen absoluter Mist sind.
Bestes Beispiel sind hier die Endlosschleifen von diesen Goran, besonders bezogen auf Korea.

Sicher ist genauso, das nicht alles was von Irlmaier zu lesen ist stimmt. Hier gebe ich BB und Taurec schon recht das ein Herr Adlmaier, der ja Kohle machen wollte einen Fahrplan zusammenschneiderte. Genauso tat dies Stephan Berndt.
Nur deshalb hat Irlmaier wahrscheinlich schon Sachen gesehen, aber halt nur Bruchstücke. Und andere Zeitgenossen erarbeiteten den Fahrplan dazu.

Vor einigen Tagen lass ich ein Buch:

Megacrash – Die große Enteignung kommt: So schützen Sie sich vor der Krise und sorgen für den Crash-Fall vor von Günter Hannich.

Ein Buch so sauber und mitreisend geschrieben, wirklich zum nachdenken. Alles ohne unsere bekannten Prophezeiungen und Schauungen. Nur am Ende des Buches dachte ich mir, Herr Hannich hat Irlmaier und Co nur anders geschrieben.

Ich will damit ausdrücken, das es so wie es heute läuft wahrscheinlich aus mehreren Gründen bald nicht mehr laufen wird. Und der Fall nach unten wird für viele tief werden.
Und das berichten uns doch auch alle Prophezeiungen und auch Schauungen. Oder gibt es Berichte über blühende Landschaften (ohne vorherigen Crash oder/und Krieg???

Das schwere bei diesen Thema ist, die Spreu richtig vom Weizen zu trennen. Und das wird uns wahrscheinlich auch nie gelingen.

PS: Möchte in eigener Sache mein neues geschriebenes Buch empfehlen (Keine Panik - kein Heiligenbuch - darüber bin ich weg)
Es geht hier um den Vergleich einer Flucht 1945 zu den Flüchtlingsströmen jetzt.
Was war anders?
Dieses Buch ist Dank eines großen Zeitungsbericht hier bei mir, vielfach verkauft worden.
Titel: Soldatenzug - Gedanken zur ewigen Flucht - 1945 bis heute. (über Amazon!)

Gruß Tribun


Verarscht wird man Überall. Das geht schon im nächsten Supermarkt los. Die Wahrheit ist schwer zu finden.

meine persoenliche Perspektive

StillerMitleser, Montag, 30. April 2018, 06:04 vor 940 Tagen @ Taurec 3013 mal gelesen

Hallo,
hier ein paar Gedanken von einem stillen Mitleser.

Die Widerlegung der vielen falschen "Prophezeiungen" mag fuer Manchen enttaeuschend sein, ich sehe es dagegen als sehr hilfreich an. Nur weil die Ergegnisse nicht so sind wie erhofft, sollte man jetzt nicht anfangen, etwas zu erzwingen versuchen, indem man auf Muell wie Astrologie oder Aehnliches aufspringt. Klare Fokussierung ist besser, so dass jeder entscheiden kann, wo er mitliest.
Ich oute mich hier gegenueber Religionskritiker Taurec zu einer muslimischen Perspektive. Danach sind Traeume und Visionen zwei Arten der Offenbarung. Allerdings ist, erstens, nicht jeder Traum (und nicht jede Vision) wahr, er kann auch durch niedere menschliche Ideen und Gedanken beeinflusst werden. Mit anderen Worten, gewoehnliche Menschen koennen auch mal prophetische Traeume haben, man sollte aber nicht jeden Traum mit einem prophetischen Traum gleichsetzen. Zweitens muessen Traeume interpretiert werden. Auch das kann nicht jeder und die Bedeutung haengt von den persoenlichen Umstaenden des Trauemers ab. Ein klarer Traum von einem Krieg ist sicher eine warnende Botschaft, aber es heisst nicht, dass wie so viele meinen in den naechsten Wochen die Panzer rollen werden. Nur um ein paar Beispiele von Interpretationen zu nennen, kaltes Wetter im Sommer wird hier zum Beispiel(www.myislamicdream.com) als gutes Zeichen interpretiert, wobei das eventuell kulturell in der Wueste eine andere Bedeutung hat als in Deutschland. Erdbeben oder Zerstoerung einer Stadt sind demnach Zeichen von Unglueck oder Ungerechtigkeit, die auch eine andere Form annehmen koennen. Ich moechte micht nicht zu sehr auf bestimmte Interpretationen festlegen, aber klar ist, dass die meisten Traume sybolisch sind. Statistisch gesehen ist einer der haeufigsten Traueme, dass einem die Zaehne ausfallen, was aber real nicht so vielen Leuten passieren duerfte. Viele finden sich auch im Traum in einer Pruefungssituation.
Wer aber selbst mal erlebt hat, dass etwas aus einem Traum wahr wird, wie z.B. eine Szene oder Umgebung, von der man getraeumt hatte und die einem erst spaeter genau so begegnet, der wird Traueme/Visionen auch nicht ganz abtun.

Ich muss sagen, ich fand die Liste mit Schauungen hilfreich, wenn auch nur ein paar davon. (Besonderen Dank fuer die Recherche des Erstveroeffentlichungsjahrs.) Mehr erwarte ich auch nicht. Schon gar nicht eine praezise Zeitleiste mit den Ereignissen der naechsten Jahre bis zum Ende der Welt wie wir sie kennen.

Neuausrichtung

rauhnacht @, Montag, 30. April 2018, 18:55 vor 940 Tagen @ Taurec 3011 mal gelesen

Hallo Taurec.


Zukunftsforum
Geistige Welt, die krisenhafte Entwicklung der Gegenwart & darüber hinaus

⇒ Hier wären die richtigen Begriffe noch auszutüfteln und überhaupt die Schwerpunkte zu definieren.

Je diffuser, desto besser, und mit deutlich lockereren Zügeln bezüglich Themen, die lediglich lose mit den Kernthemen verbunden sind.

Hallo Taurec

„sondern Hintergründe, einschließlich der "metahistorischen" Entwicklung, die erkennbar krisenhaft verläuft, ein stark geistig-spirituelle Grundlage hat und auf eine irgendwie geartete historische Cäsur zusteuert.“
„Wir befinden uns ganz offensichtlich in einer großangelegten, generationenübergreifenden kulturellen Krise und Zerfallsepoche, die einem spirituellen Dilemma bzw. Mangel entspringt (hierauf wäre gegebenenfalls näher einzugehen) und für den Einzelnen mit wachsender Wahrscheinlichkeit Bedrohungen auch des physischen Überlebens (Stichwort Islamisierung, Wirtschaftskrise und Kollaps) mit sich bringt.“
„Warum nicht den Schwerpunkt des Forums weg vom trockenen Exzerpieren von Fälschungen hin zu geistigen Hinweisen und Mitteln, Kunde und Anschluß an transzendente Quellen, aber auch Lageanalysen, Prognosen und Handlungsansätzen, die einem die Krise als Individuum oder kleine Gruppe zu bewältigen helfen, erweitern?

Sehr interessante Thematiken, die mich sowieso am meisten „bewegen“ und „ausrichten“.
Ich habe den Eindruck, dass in diesen Bereich der „metahistorischen Entwicklung“ ,

Hintergründe ( z.B. kulturhistorische Bezüge, Wirtschaftsausprägungen oder soziologische Forschungen bis hin zu religiösen oder auch philosophischen Ursprüngen, Übergänge und Ausprägungen ),

Theorien zu übergeordneten Systemen (z.B. Spengler), Zyklusforschungen ( z.B. Kondradieff u.a.), Wirtschaftstheorie ( Debitismus) bis hin zu musterhaften Entwicklungstheorien ( Darwinismus, Piaget und zahlreiche – was auch immer man davon halten mag) gehören.

Und dann natürlich auch die „Rückbindung“mit den Überraschungen, den kleinen Wundern……

und aus all dem Überlegungen zu Lageanalysen, Prognosen und Handlungsansätze…….

Der Bogen ist weit. Ich weiß nur nicht, ob diese so übergreifenden Themen viele interessieren. Ich fände es sehr spannend.

Wäre es möglich, die Forumsstruktur in Themen und Unterthemen zu ordnen? Ich kenn mich mit so etwas überhaupt nicht aus und weiß nicht, ob dies hier so ginge. Ich meine Gliederungen, diese ermöglichen Zuordnungen und erleichtern Lesern schneller und vor allem auch nach längerer Zeit ohne, oft erfolglose, Stichwortsuche zu bestimmten Thematiken zu lesen und erleichtern möglicherweise Schreibern sich mit besonderen „Erlebnissen“ oder Gedanken einfach „Wo“ dran zu hängen.
Sollte sich die Thematik hier weiter ausfächern, fände ich es überaus schade, wenn Interessantes zu womöglich solch Differenzierten nur kurzfristig aufblitzt und dann nach ein paar Tagen nach unten rutscht und im „Orkus“ verschwindet. Eine Weitersammlung bis weiter Arbeit wird so erschwert bis verunmöglicht.
Liebe Grüße
Rauhnacht

P.S.: Mir z.B. ist die wenigen letzten Wochen massiv aufgefallen, dass sich da irgendwas BEWEGT.
An wirklich zahlreichen Stellen gibt es Abbrüche, Umbrüche und Neuausrichtungen. ( Allein im Winzbereich der Foren fiel mir das nun fast zeitgleich in Gelben Forum, Hier und bei M. Winkler auf.) So markant in solch knappem Zeitfenster gehäuft, hab ich dann schmunzelnd an E-fisch mit seiner Gabe oder Plage zu so irgendwie energetischem Geschwurbeldingens denken müssen. ( Wenn Mensch eher in die Lage käme, von seiner aus Sicherheit bedachter Festzurrung zur Zukunft aus Furcht vor Mangel heraus zu wachsen, dürfte auch ein E-fisch einfach mal sein intuitiv nah dran Geschwurbel erzählen, ohne dass das übergreifende EINE WAHRHEIT für Gläubige wie Kritische würde. Und käme NICHT in die Versuchung, über zu bewerten, beweisen zu müssen und sich ab zu grenzen. Zu diesem „in der Lage sein“ aber gibt’s wohl eine Schwelle der breiten Masse der Initiation zur Reife. Huh!)

Riesige Panzerarmeen als Naherwartung im Kalten Krieg

Ranma (乱馬), Sonntag, 06. Mai 2018, 07:14 vor 934 Tagen @ Taurec 2892 mal gelesen

Hallo!

Nicht alle Schauungen kann man als Fälschung oder Spekulation abtun. Galt es nicht früher mal als ein (von BBouvier eingebrachtes) Argument, daß die Größe heutiger Armeen nicht auf die Zeit des Kalten Krieges gepaßt hätte, Spekulationen und Fälschungen daher von mindestens hunderttausend aus dem Osten anrückenden Panzern erzählt hätten? Aber nicht von fünfzig bis sechzig, die zwischen zehn und zwanzig Panzern der Bundeswehr eher verfehlen oder umfahren als konfrontieren? Aber davon berichteten die Leute, die von BBouvier befragt wurden? Also muß sogar am Einmarsch etwas dran sein? Oder sollte sich die wesentliche Information, die übermittelt werden mußte, darauf beschränken, daß Armeen dereinst viel kleiner sein werden? Welchen Sinn hätte so eine Mitteilung haben können?

Bis wann werden sich die Armeen wieder so weit verändert haben, daß die geschauten Szenen nicht mehr möglich sein werden?

Gruß

ランマ

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Ein Axiom des kalten Krieges

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 06. Mai 2018, 09:59 vor 934 Tagen @ Ranma (乱馬) 2860 mal gelesen

Hallo!

Nicht alle Schauungen kann man als Fälschung oder Spekulation abtun.

Tut ja niemand. Es geht nämlich nicht um Schauungen, sondern um Schauungen und Prophezeiungen, die schärfstens zu differenzieren sind.

Prophezeiungen als Schauungen zu bezeichnen oder leichtfertig gleichzusetzen, unterstellt Prophezeiungen einen präkognitiven Gehalt, der ihnen per se nicht zusteht (aber möglicherweise in Ausnahmefällen an einzelnen Stellen).

Galt es nicht früher mal als ein (von BBouvier eingebrachtes) Argument, daß die Größe heutiger Armeen nicht auf die Zeit des Kalten Krieges gepaßt hätte, Spekulationen und Fälschungen daher von mindestens hunderttausend aus dem Osten anrückenden Panzern erzählt hätten?

Nimmt man Prophezeiungsszenarien, die höchstwahrscheinlich erfunden sind, wie Irlmaiers "drei Stoßkeile" ist stets von Panzerarmeen die Rede und die Propheten würden sich am liebsten überschlagen, um die Gräuel noch grausamer zu schildern.
Vgl. die Hepidanusfälschung: "Von Osten her weht ein Sturm, und aus Westen heult der Wind: Wehe allem, das in den Bereich dieses furchtbaren Wirbels geraten wird. Tausendjährige Herrschersitze werden herabsinken aus ihrer Höhe, gleich wie der Wirbelwind das Strohdach der Hütte fortführt. Zwischen dem Rhein und der Elbe und dem morgenwärts fließenden Strome Donau wird ein weites Leichenfeld sich ausdehnen, eine Landschaft der Raben und Geier. Und wenn dereinst wieder der Landmann seinen Samen ausstreuen wird und dieser emporkeimt, Ähren tragend und Früchte, dann wird jeder Halm in einem Menschenherzen stehen und jede Ähre in eines Menschen Brust ihre Wurzel haben."

Und Irlmaier, obiges völlig blöde echoend: "An einem Tag, so meinte er, würden die Russen bis in das Ruhrgebiet vorstoßen. Alles, was sich nördlich der Donau befände, käme ums Leben und nur, wer ein schnelles Fahrzeug besitze, könne sich noch über den Fluß retten, so unerwartet würde der Krieg hereinbrechen."

Also muß sogar am Einmarsch etwas dran sein?

Wir haben Schauungen (!!!) die z. B. von einer mehrjährigen Besatzungszeit sprechen (in völligem Widerspruch zum achtwöchigen Gog-Magog-Überraschungsangriff) oder schlicht in lokalen Szenen Russen zeigen, die hier irgend etwas machen (z. B. Militärgerät abladen).
Das kann man durchaus als Einmarsch bezeichnen, wenngleich sich das ganze Geschehen ganz anders abwickeln würde, als Berndt et al. in der zwanzigsten Neubearbeitung des Standardszenarios unbeirrt behaupten.

Wenn BBouvier früher argumentierte, das Prophezeiungsszenario sei nun wahrscheinlicher geworden, weil die Bundeswehr demontiert und ein widerstandsloser Durchmarsch erst jetzt richtig möglich wäre, basierte dieses Urteil auf der damaligen Leichtgläubigkeit, welche Prophezeiungen pauschal für wahr hielt, so daß im Denken nur deren Richtigkeit noch weiter bestätigende Gedanken in Frage kamen.
Derart geistig verengt gerät so mancher in einen vom Wahn umfächelten Zustand, in dem nur eine singuläre "Wahrheit" wahrgenommen wird (und verrennt sich dann z. B. in Sackgassen-Einbahnstraßen-Theorien wie die "Langzeitstrategie", die man nicht richtig bewerten kann, weil sie augrund des naiven Prophezeiungsglaubens ebenfalls wahr sein muß).

Davor hielten Interpreten die allmächtig-bösen Superrussen vermutlich für dermaßen überlegen, daß sie im Angriffsfall die NATO schlicht zerbröseln würden, um am Rhein vom großen Monarchen durch Wunderwaffen vernichtet zu werden.

Vielmehr ist es wohl so, daß in die damalige Interpretation wohl auch zeitgenössische echte Schauungen einflossen, die ein konventionelles und in Zukunft durchaus mögliches militärisches Engagement Rußlands in Nord- und Mitteleuropa zeigen, welches aber in die apokalyptische Endschlachtdoktrin mißinterpretierend eingebaut wurde.

Beispiele:

  • BBs Hauptmann: „Schau eines befreundeten Offiziers von 1973. Damals 29, Hauptmann ‚S‘. Mir berichtet 1973. Er sieht sich selbst, aber ich meine, er sieht das eher durch die Augen eines Anderen: In Skandinavien sind die Russen eingefallen und er wird dorthin per Schiff verlegt. Er ‚weiß‘, dort wird er im Kampf fallen. Sagt mir 1973: ‚Wenn es mal soweit ist, dann mach ich das nicht, das ist mein Tod.‘“
  • Ein zur Schauungszeit dreizehnjähriger Bauernjunge: „In diesem Bild ist Sommer. Gutes Wetter. Ein ansteigender Wiesenhang direkt vor ihm, mit nur ein paar Dutzend Schritten bis zur Horizontlinie. Weit kann er nicht sehen. Nur das Stückchen ansteigender Wiese vor ihm. Er sitzt im Turm seines Panzers. Es ist Krieg. Seine Einheit befindet sich, Richtung Feind gesehen, am Hinterhang in gedeckter Aufstellung und wartet auf den Befehl, die paar Meter vorzurollen bis zur Sichtlinie. Dann wird es losgehen. Hinter dem Hang ist der Feind oder nähert sich. Darüber weiß er nichts. Bis zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht im Gefecht. Besonders aufgeregt schien er nicht gewesen zu sein.“
  • Erna Brandt (wohl vor 1955): „Ich sah russische Panzer in Rottenburg (Neckar) einmarschieren. Es war an einem trüben Tag, die Straßen waren feucht, Nebel lag über der Landschaft, aber es gab weder Regen noch Schnee. Als ich aufwachte, hatte ich noch immer das unheimliche Rasseln der Panzer im Ohr. Auch hörte ich das Donnern herannahender Flugzeuge.“
  • Adolf Schwär in einigen seiner zusammenhanglosen Einzelszenen: „Ich sah eine Menge Leute beieinanderstehen, Deutsche und Franzosen, nachher in Gliedern zu Kompanien. Ich fuhr mit dem Mistkarren an ihnen vorbei. Nachher mußten die jungen Leute einrücken bei etwas Hochwasser. Auch sah ich Polen darunter. Die Ähren standen hoch, so Ende Juni.“
    „Zunächst stürzte eine schwere Bombe vor meine Füße. Ich war furchtbar erschrocken und glaubte nicht, daß ich davonkommen würde. Dann war ich in einer Kaserne. Es wurde mobil gemacht, aber es waren wenig Mannschaften da. – Dann sah ich große Massen von feindlichem Militär auf uns zukommen. Auf die feindlichen Truppen wurde nicht geschossen. Nachher waren wir mitten unter ihnen. Männer mit langen Säbeln, in russischer Kleidung. Sie hatten nichts mit uns. Sie kamen von Osten in drei bis vier Kolonnen. Ich reiße ein MG hoch, aber es fällt niemand um. Dann ruft es noch laut: ‚Somit besteht jetzt eine unabhängige Volksrepublik!‘“

  • Russische Besatz in einem Dorf nahe Duisburg: „Der Mann lebt in einem kleinen, linksrheinischen Zeilendorf. Jenes wird in der Vision von einer versprengten Gruppe feindlicher Soldaten ohne reguläre Vorgesetzte heimgesucht, welche darin über mehrere Wochen plündern, vergewaltigen und die Bevölkerung terrorisieren.
    Die Russen setzen sich dabei im letzten Hause am Ende des Dorfes fest. Das ist taktisch sinnvoll, um zu verhindern, von Widerständlern umzingelt zu werden. Dieses von militärischen Laien schwerlich zu erfindende Detail spricht für Echtheit der Schau.
    Von dort aus terrorisieren die Russen die Bevölkerung, morden und vergewaltigen. Der Rechtsanwalt war derart geschockt ob seiner Schau, daß er in der ganzen Umgebung Fluchtziele und Verstecke auskundschaftete.“

Letzteres, womöglich irrig als "Beweis" für die bösen Russen gewertet, und andere Blitzvisionen (z. B. die "Fichten in Bogen", wo die Russen Panzer abladen) mögen sich durchaus im Rahmen künftiger Konflikte abspielen, aber unabhängig vom prophezeiten Überraschungsangriff.

Bis wann werden sich die Armeen wieder so weit verändert haben, daß die geschauten Szenen nicht mehr möglich sein werden?

Da wir überhaupt keine Angabe über die Stärke künftiger russischer Kontingente in Mitteleuropa haben, wären solche Spekulationen absolut müßig.
Sie dürften sich aber in Grenzen halten und nicht weit über das hinaus gehen, was zur Besetzung eines Flächenlandes wie Deutschland rein physisch mindestens nötig ist. Daß die Deutschen je wieder Massenheere aufstellen, halte ich schon aus demographischen Gründen für ausgeschlossen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Das Szenario ist abgehakt und verunmöglicht

Baldur @, Sonntag, 06. Mai 2018, 10:41 vor 934 Tagen @ Taurec 2902 mal gelesen

Hallo, Taurec,

Daß die Deutschen je wieder Massenheere aufstellen, halte ich schon aus demographischen Gründen für ausgeschlossen.

aus diversen Gründen ist das Ding längst ab adsurdum geführt. Unmöglich geworden. Punkt.
Vielleicht kann man noch einen Walk-in von pazifistischen, linksalternativen, veganverschwulten Grüninnen vor den hereinströmenden Panzern organisieren, mit hochgehaltenen Transparenten, IWAN GO HOME (sic!, nicht etwa damoi).

Ich reiße ein MG hoch, aber es fällt niemand um.

Auch das offenbart den symbolischen oder aber völlig surrealen Charakter der Wahrnehmung von Schwär, und den fehlenden realen Wahrheitsgehalt.

Die Tonne platzt.

Beste Grüsse vom Baldur

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Schwärs Symbolik

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 06. Mai 2018, 11:00 vor 934 Tagen @ Baldur 2888 mal gelesen

Hallo!

Ich reiße ein MG hoch, aber es fällt niemand um.


Auch das offenbart den symbolischen oder aber völlig surrealen Charakter der Wahrnehmung von Schwär, und den fehlenden realen

Auf jeden Fall symbolisch.
Obiges deutet wohl Wehrlosigkeit an, was in unsere und die kommende Zeit auf jeden Fall paßt.

Die Frage ist allerdings, inwieweit Schwär durch den politischen Zeitgeist beeinflußt ist.

Siehe z. B:
„Ich sah, wie sich im Osten, und zwar in der Nähe, ein Schlacht austobte. Die Gegend war taghell und schwere Geschützfeuer waren zu hören . . . Dann ging der Rückzug los. Einige kamen mit Motorrädern, auch waren einige französische Soldaten dabei, aber ohne Waffen und ohne Kleider. Dieser Anblick gefiel mir nicht. – Ich mußte zum Wählen gehen. Man gab mir einen roten Schein in die Hand.

Er sollte also kommunistisch wählen, was in seine Zeit des anhebenden kalten Krieges paßt (Vision vom 20. 6. 1951), aber nicht mehr in unsere.

Auch der Ausruf, "somit besteht jetzt eine unabhängige Volksrepublik", entspricht eigentlich dem sozialistischen Vokabular, welches aber insbesondere in Rußland abschließend obsolet geworden ist. Dergleichen wird von russischer Seite betrieben künftig wohl nicht mehr stattfinden, nachdem Rußland sich eher den Kräften der Tradition zuordnet, welche gegen postmodern-sozialistische Bestrebungen im Westen stehen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Sehr schöne Zusammenstellung

Ranma (らんま), Montag, 07. Mai 2018, 04:27 vor 934 Tagen @ Taurec 2887 mal gelesen

Hallo!

Wenn BBouvier früher argumentierte, das Prophezeiungsszenario sei nun wahrscheinlicher geworden, weil die Bundeswehr demontiert und ein widerstandsloser Durchmarsch erst jetzt richtig möglich wäre, basierte dieses Urteil auf der damaligen Leichtgläubigkeit, welche Prophezeiungen pauschal für wahr hielt, so daß im Denken nur deren Richtigkeit noch weiter bestätigende Gedanken in Frage kamen.
Derart geistig verengt gerät so mancher in einen vom Wahn umfächelten Zustand, in dem nur eine singuläre "Wahrheit" wahrgenommen wird (und verrennt sich dann z. B. in Sackgassen-Einbahnstraßen-Theorien wie die "Langzeitstrategie", die man nicht richtig bewerten kann, weil sie augrund des naiven Prophezeiungsglaubens ebenfalls wahr sein muß).

Ausgerechnet BBouvier leichtgläubig, geistig verengt und vom Wahn umfächelt?

Vielmehr ist es wohl so, daß in die damalige Interpretation wohl auch zeitgenössische echte Schauungen einflossen, die ein konventionelles und in Zukunft durchaus mögliches militärisches Engagement Rußlands in Nord- und Mitteleuropa zeigen, welches aber in die apokalyptische Endschlachtdoktrin mißinterpretierend eingebaut wurde.

Und darum sollten sie nun aus der Doktrin herausgelöst und neu betrachtet werden.

Beispiele:

  • BBs Hauptmann: „Schau eines befreundeten Offiziers von 1973. Damals 29, Hauptmann ‚S‘. Mir berichtet 1973. Er sieht sich selbst, aber ich meine, er sieht das eher durch die Augen eines Anderen: In Skandinavien sind die Russen eingefallen und er wird dorthin per Schiff verlegt. Er ‚weiß‘, dort wird er im Kampf fallen. Sagt mir 1973: ‚Wenn es mal soweit ist, dann mach ich das nicht, das ist mein Tod.‘“

Nach Skandinavien ist es von Deutschland aus schon ein paar Kilometer. Diese Schau dürfte daher zum Arktiskrieg der 2040er gehören.

[*]Ein zur Schauungszeit dreizehnjähriger Bauernjunge: „In diesem Bild ist Sommer. Gutes Wetter. Ein ansteigender Wiesenhang direkt vor ihm, mit nur ein paar Dutzend Schritten bis zur Horizontlinie. Weit kann er nicht sehen. Nur das Stückchen ansteigender Wiese vor ihm. Er sitzt im Turm seines Panzers. Es ist Krieg. Seine Einheit befindet sich, Richtung Feind gesehen, am Hinterhang in gedeckter Aufstellung und wartet auf den Befehl, die paar Meter vorzurollen bis zur Sichtlinie. Dann wird es losgehen. Hinter dem Hang ist der Feind oder nähert sich. Darüber weiß er nichts. Bis zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht im Gefecht. Besonders aufgeregt schien er nicht gewesen zu sein.“

Das verrät nur, daß Panzer mit aus Menschen bestehenden Besatzungen noch in Gebrauch sein werden.

[*]Erna Brandt (wohl vor 1955): „Ich sah russische Panzer in Rottenburg (Neckar) einmarschieren. Es war an einem trüben Tag, die Straßen waren feucht, Nebel lag über der Landschaft, aber es gab weder Regen noch Schnee. Als ich aufwachte, hatte ich noch immer das unheimliche Rasseln der Panzer im Ohr. Auch hörte ich das Donnern herannahender Flugzeuge.“

Panzer und Flugzeuge. Keine Schlacht, eher ein widerstandsloser Durchmarsch.

[*]Adolf Schwär in einigen seiner zusammenhanglosen Einzelszenen: „Ich sah eine Menge Leute beieinanderstehen, Deutsche und Franzosen, nachher in Gliedern zu Kompanien. Ich fuhr mit dem Mistkarren an ihnen vorbei. Nachher mußten die jungen Leute einrücken bei etwas Hochwasser. Auch sah ich Polen darunter. Die Ähren standen hoch, so Ende Juni.“
„Zunächst stürzte eine schwere Bombe vor meine Füße. Ich war furchtbar erschrocken und glaubte nicht, daß ich davonkommen würde. Dann war ich in einer Kaserne. Es wurde mobil gemacht, aber es waren wenig Mannschaften da. – Dann sah ich große Massen von feindlichem Militär auf uns zukommen. Auf die feindlichen Truppen wurde nicht geschossen. Nachher waren wir mitten unter ihnen. Männer mit langen Säbeln, in russischer Kleidung. Sie hatten nichts mit uns. Sie kamen von Osten in drei bis vier Kolonnen. Ich reiße ein MG hoch, aber es fällt niemand um. Dann ruft es noch laut: ‚Somit besteht jetzt eine unabhängige Volksrepublik!‘“

Besonders interessant wegen der bisher übersehenen Stellen. Deutsche und Franzosen und Polen rücken zusammen ein. Während des Kalten Krieges völlig unvorstellbar gewesen. Das feindliche Militär macht Schwär anhand der russischen Kleidung als feindlich aus. Die eigenen Truppen schießen nicht auf die Russen. Die Russen tun auch den deutschen Truppen nichts. Ist das etwa Krieg? Sieht nicht danach aus. Jedenfalls nicht nach einem Krieg, in dem die Russen den Deutschen feindlich gegenüberstünden.

[*]Russische Besatz in einem Dorf nahe Duisburg: „Der Mann lebt in einem kleinen, linksrheinischen Zeilendorf. Jenes wird in der Vision von einer versprengten Gruppe feindlicher Soldaten ohne reguläre Vorgesetzte heimgesucht, welche darin über mehrere Wochen plündern, vergewaltigen und die Bevölkerung terrorisieren.
Die Russen setzen sich dabei im letzten Hause am Ende des Dorfes fest. Das ist taktisch sinnvoll, um zu verhindern, von Widerständlern umzingelt zu werden. Dieses von militärischen Laien schwerlich zu erfindende Detail spricht für Echtheit der Schau.
Von dort aus terrorisieren die Russen die Bevölkerung, morden und vergewaltigen. Der Rechtsanwalt war derart geschockt ob seiner Schau, daß er in der ganzen Umgebung Fluchtziele und Verstecke auskundschaftete.“

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Letzteres, womöglich irrig als "Beweis" für die bösen Russen gewertet, und andere Blitzvisionen (z. B. die "Fichten in Bogen", wo die Russen Panzer abladen) mögen sich durchaus im Rahmen künftiger Konflikte abspielen, aber unabhängig vom prophezeiten Überraschungsangriff.

Versprengte Truppen, von denen die Bevölkerung terrorisiert wird, sind im Krieg wohl eher normal. Daraus kann man nichtmal darauf schließen, auf welcher Seite die Truppen eigentlich stehen.

Daß die Deutschen je wieder Massenheere aufstellen, halte ich schon aus demographischen Gründen für ausgeschlossen.

Davon gehe ich auch aus. Trotzdem sollen die Verteidigungsausgaben in naher Zukunft steigen. Also dürften ein paar Veränderungen in Angriff genommen werden. Längerfristig dürfen menschliche Soldaten durch Roboter ersetzt werden. Während der 1990er galten Panzer schonmal als veraltet. In Zukunft würde man die nämlich alle durch Hubschrauber ersetzen. Vielleicht verschwinden die Panzer noch. Roboter tun sich bisher leichter damit, sich durch die Luft zu bewegen als entlang dem Boden. Mehr an solche Veränderungen denke ich bei der Frage wie lange ein Krieg noch so aussehen wird wie heute.

Gruß

乱馬

zf-zukunftsforum.info

detlef @, Dienstag, 08. Mai 2018, 21:51 vor 932 Tagen @ Taurec 3001 mal gelesen

moin,

Zukunftsforum ist ne beliebte addresse.
die ist mit allen moeglichen verschiedenen endungen vergeben.
.store und .app sind noch frei...

aber du kannst von mir die domain zf-zukunftsforum.info haben, wenn du willst.

gruss,d

edit:
die haengt da immer noch rum...
http://zf-zukunftsforum.info

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Forum - wohin gehst Du?

dersoeflinger @, Hauptstadt des Nebelreiches, Sonntag, 13. Mai 2018, 08:40 vor 927 Tagen @ Taurec 2814 mal gelesen

bearbeitet von dersoeflinger, Sonntag, 13. Mai 2018, 09:02

Hallo,

„auf ein Minimum an Verhaltens- und Niveauregeln zu reduzieren“
Na, das nutze ich doch mal.:-D

Das Du nach neuen Alternativen für das Forum suchst halte ich für einen guten Ansatz. Aber was weiß ich schon.;-)

Nur zur Zeit scheint es mir in Richtung Linguistik-Forum zu gehen. Die Sinnhaftigkeit über die Deutsche Sprache so zu diskutieren erschließt sich mir nicht und manches was da geschrieben wurde und gerade wird finde ich peinlich.

Warum es in Deutschland keine Mitte mehr gibt ist mir unverständlich. Auf der einen Seite wir alles Deutsche bis zur Selbstaufgabe verdrängt und verleugnet. Alles Andere, sei es sprachlich, modisch oder weiß der Fuchs was wird gerne angenommen.

Natürlich kann ich mich nicht vollständig davon ausnehmen. Ich trage Jeans, ich höre auch Musik, die nicht deutsch ist und ich lese englischsprachige Bücher.

Ja, nochmal zurück zur Sprache. Die Sprache unterliegt einer Wandlung, man kann sich noch so dagegen wehren, es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Ich mach mir zwar im Internet (ho, ho) auch einen Spaß von Scharniern, Heimseiten und Fäden zu schreiben und wundere mich, warum jemand von Family schreibt anstatt von Familie. Im täglichen Leben gestaltet sich es aber als schwierig, weil, ich werde gar nicht verstanden.:-D

Ich denke, auch im Netz werde ich mich an die Masse anpassen.

Auf der anderen Seite wird alles Deutsche fast mystisch überhöht, das geht mir noch mehr auf die Nerven als das Vorherige, deshalb laß ich es einfach.

Keine konservative Mitte mehr, wenn mich jemand eines besseren belehren kann, ich bitte darum.

„Dann wären die Forumsregeln zu entstauben und auf ein Minimum an Verhaltens- und Niveauregeln zu reduzieren, ohne den Inhalt bereits im Vorfelde einzuschränken, und schließlich eine "Generalamnestie" für Gesperrte auszurufen sowie die Selbstregistrierung für Mitleser zu aktivieren“

„Der Vorsorgebereich würde entfallen, die dortigen Beiträge hier eingegliedert werden. Es besteht offensichtlich kein expliziter Bedarf nach Vorsorgethemen, nicht zuletzt nachdem Naherwartung inklusive "Fluchtrucksackpacken" und Dosen im Wald zu vergraben hier keine wesentliche Rolle spielen.“

Für die Vorsorge oder das Preppen, dafür gibt es inzwischen einige sehr gute Foren. Diese unterliegen aber auch Einschränkungen. Politik wird, so gut es geht, ausgeklammert.

Minimum der Verhaltensregeln? Nie im Leben, Respektlosigkeiten müssen sofort geahndet werden, ansonsten verkommt die Diskussionskultur zum besser Wissen, Recht haben müssen und das letzte Wort haben müssen.

Ja, das Niveau ist hier im Forum wichtig, ich meine von Dir irgendwo gelesen zu haben, das die sprachliche Qualität der Beiträge auf die Intelligenz des Schreibers schließen läßt. Schon etwas überheblich oder?

Ich habe hier schon Beiträge gelesen, die waren ja so was von geschliffen, ich mußte sogar Wörter nachschlagen, also gut, ich habe sie gegoogelt. Nur Quark bleibt Quark, da beißt die Maus keinen Faden ab. Da sind mir dann doch Beiträge lieber, die einfacher gestaltet sind, die mir persönlich aber etwas geben.

Wenn ich richtig bin, postulierst Du den Untergang der abendländischen Kultur, wobei der Gipfel schon überschritten sei und ein dagegen Anschreiben sinnlos ist.
Es ist bestimmt schon knapp vor zwölf, aber es muß ein Gegenlenken noch möglich sein, große Dinge fangen immer klein an. Wäre ich anderer Meinung, wäre ich nicht mehr in D, meiner Heimat.

Ich bin gespannt wie sich das Forum thematisch entwickeln wird und wie sich der Bogen vom Zukunftsforum über das Neue Zukunftsforum zur Weltenwende spannt.

Vielleicht ist das Leben ja gar keine Sinuskurve, sondern ein Kreis?

„...Einschränkungen zu machen, was geschrieben werden soll.“
Ich wäre aber schon zufrieden wenn nicht über normales Wetter, Störungen im Bahnverkehr, im Winter ist es kalt und nachts ist es dunkel, Fluchtdeo und Fluchtrollschuhe oder mir tun heute die Haare weh geschrieben werden würde.

So, ich gehe jetzt zum Sport, dann bin ich wieder ausgeglichener.:-D

Schönen Sonntag Euch

Peter

P.S.: Der Einsatz der Lächler ist Absicht, da das geschriebene Wort für manch einen etwas unklar ist.

Mich deucht, manch einer hier geht zum Lachen in den Keller.:-D

„möge doch jeder ansprechen, was ihm gerade wichtig deucht.„

Mir deucht der Pursche ist ein Wiederporst.

https://www.youtube.com/watch?v=uiNgQfxFkm4


Nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

Nicht verzagen, Knickerbockers tragen

Fenrizwolf @, Sonntag, 13. Mai 2018, 11:17 vor 927 Tagen @ dersoeflinger 2746 mal gelesen

Lieber dersoeflinger!

Deine Gedanken sind so fein gesponnen, der Wille ruchbar, doch zweifelst Du an der Zweckmäßigkeit Deines Zweifels.
Ich habe 1998 ein doofes Gesicht gemacht, als es hieß, man wolle die Rechtschreibung kaputtficken.

Nicht, daß ich sie jemals ansatzweise beherrscht hätte, aber zur Reform hatte ich meine Gegenreform, die da hieß: NJET.

Als ich meinen Widerstand kund tat, hielt man mir Eventualitäten vor, wie: „Wenn Du mal ein Kind hast, das zur Schule geht, kannst Du dem ja gar nichts mehr vermitteln“.
Manche Großen der Leidmedien beschlossen anfangs, die alte Rechtschreibung beizubehalten, doch lenkten kurz darauf ein.
Fenrizwolf, der alte Spinner, hat es durchgehalten und schreibt seit nunmehr 20 Jahren gegen den Hauptstrom.
Mein Eindruck ist, daß außer der Schulung der Kinder, niemand sonst bemerkt, daß es jemand anders tut.
Sogar gegenteilig will ich behaupten, daß kaum jemand den Unterschied im Alltag bemerkt, und die Art und Weise der Artikulation dein Eindruck macht.
Nach zwei Dekaden lacht Dich keiner, aber auch keiner aus, wenn Du konservativ den Füllhalter schwingst.

Den Vorsatz, sich des infantilen und opportunistischen Druckes zu beugen, halte ich für grundverkehrt und selbstschädlich am Ende.

Die Aussage „ alles Deutsche fast mystisch überhöht…“ verstehe ich sehr wohl, bin wohl einer Vertreter dessen Wirken, und kann die Sorge im Hier und Jetzt nachvollziehen.
In natürlicher Umgebung wären Hervorhebungen darüber sicherlich einfach nicht notwendig, doch geht es dieser Tage wohl kaum anders, wenn man wenigstens ein Bißchen von dem verteidigen will, daß einem einst Heimat war.

Ich habe keine 666 Semester Wissenschaftswissenschaften studieren müssen, um zu beweisen, daß mir Kultur vor Niedergang geht.
Bei mir ist einiges an Renovierarbeit zu tun, doch hat mir das in diesem Scheißstaat niemand beigebracht.
Da mich mein bisheriger Beruf so sehr in den Nebel geführt hat, versuche ich nun nach allen Kräften, selbst Handwerker zu werden.

Sollte das gelingen, bin ich nicht dümmer, sondern ein stück freier und auch reifer.

Entschuldige bitte, wenn ich das so deutlich und besserwisserisch dahinrotzen muß, aber konservativ im Sinne von Franz Josef Strauß ist nicht mehr am Nabel der Zeit.
Im Grunde ist retrospektiver Konservatismus nicht nur Gebot der Stunde, sondern nun schon im Wesen progressiv.
Das ist kein Witz. Rechts ist heute was 68 links war. Hoffentlich mögen meine Mitstreiter im Geiste nicht so elendig enden wie die Gestalter der Bundesrepublik ab 1998.

Ohne Revolution – im Geiste – wird sich nichts zum Positiven verändern können.
In diesem von allen Medien verunglimpften Konservatismus (=rechts) geht es nicht darum, Tote zum Leben zu erwecken, sondern unter dem Gebot der Zeit jenes zu bewahren, das sich als wohl und wahr erwiesen hat.
Konservatismus ist nicht „NAZI“, soll aber heute im Sinne der Lautsprecher danach aussehen.
Konservativ ist, wenn Du beabsichtigst, daß Deine Kinder aus der Schule gesund nach Hause kommen, die Rechtsprechung berechenbar bleibt, kein hohes Gut verloren geht, und der Wille maßgelblich ist, daß Dein Dasein im sozialen Kontext zu einem sinnvollen Dasein führen kann.
Wem das auf die Nerven geht, der hat sich vom vorherrschenden Zeitgeist schon ziemlich okkupieren lassen.

Die konservative Mitte stellt heute die AfD, so unglaublich das scheint.
Sie ist heute dort positioniert, wo die CDU um die Jahrtausendwende war.

Die respektablen Republikaner z. B. waren dem bairischen Kaiser, Franz Josef Strauß, ein Dorn im Gemächt.
Unter Franz Schönhuber spaltete sich ein konservativer Teil der CSU ab, worauf er von FJS verbal verunglimpft wurde.
Auch damals war schon alles mediales Spektakel.

Eine wirklich rechte Partei wäre im Kontext der Zeit grundsätzlich unmöglich, aber würde wohl überraschend wenig Gemeinsamkeiten mit der NSDAP haben.
Wobei ich dringend dazu rate, die Umtriebe jener Zeit aus Sicht der Zeitgenossen zu betrachten.
Wie sind nicht auf einmal durch Bombenterror als brennende Fackeln der Demokratie zu einer neuen Stufe der Menschlichkeit emporgestiegen.
Wir wurden gefickt, verbrannt, geschändet, verleugnet, verraten und verkauft. Dazu bedufte es keinesfalls eines A. H. aus Braunau.

Sofern mein bescheidener Verstand zu folgen bereit ist, so ergeben sich auch aus Hitlers Schriften Schlußfolgerungen, die kommunistische Umtriebe zum Vorbild der sozialistischen NSDAP werden ließen.
Es war eine wirre Zeit mir besonderen Qualitätten.
Viele haben opportunistisch mitgemacht, manche haben im Widerstand das Leben verlogen, andere weil sie keinen geleistet haben.

Weil es damals Mode war, trugen auch Nazis Knickerbocker.

Mit festen Grüßen

Fenrizwolf

sympathisch

mica @, Sonntag, 13. Mai 2018, 11:42 vor 927 Tagen @ dersoeflinger 2750 mal gelesen

Grüß dich, Peter!

Um es kurz zu halten: du bist mir sympathisch!
Ich bleib zum Lachen nämlich auch im Wohnzimmer... :-D

Und zum Thema "Prophezeiungen die nicht eingetroffen sind" - Zukunft ist nicht festgeschrieben, denk ich.

liebe Grüße
in die Runde
mica

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Nicht in Stein gemeißelt

BBouvier, Sonntag, 13. Mai 2018, 14:39 vor 927 Tagen @ mica 2784 mal gelesen

(Die) <"Zukunft ist nicht festgeschrieben, denk ich.">

Hallo, Mica!

Da denkst Du wohl richtig.
Mittels valider Schauungen kann man allerdings
von künftigen Ereignissen wissen.
Insofern ist der bekannte Spruch:
"Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt."
... nicht wenig irreführend, da dabei "Präcognition" nicht durchdacht wurde.

Näheres dazu, bitte hier:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=23673
https://schauungen.de/forum/index.php?id=22259
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31139
https://schauungen.de/forum/index.php?id=23684

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Gehabe der Typen hier

Fenrizwolf @, Sonntag, 13. Mai 2018, 12:05 vor 927 Tagen @ dersoeflinger 2821 mal gelesen

bearbeitet von Fenrizwolf, Sonntag, 13. Mai 2018, 12:14

Hallo, dersoefinger!

Das Preppen ist ja als Alternative des Ergebenseins rechts im Sinne von Verschwörungstheorien ganz klar gebranntmarkt worden, während die Bundesregierung selbst paradoxerweise dazu aufruft, Vorräte anzulegen für etwaige Krisen die sie selbst nicht regeln kann.
Mit Deiner Fürsprache für Verhaltensregeln stellst Du Dich ja selbst schon ins rechte Licht. Glückwunsch.
Nach meiner Denkweise ist künstliche Gewalt im Sinne des Rechts total überflüssig, wenn doch nur alle Menschen ein Mindestmaß an Rücksicht walten ließen.
Respektlosigkeiten gehören entweder ignoriert oder mit dem Florett bestraft – oder meinetwegen im Boxring.

Deine Zweifel an Intelligenz von Schreibern, die ein gewisses Niveau dem Verlust vorziehen, darf ich als Angesprochener ganz direkt beantworten:
Das ist schon noch Schriftsprache, und damit etwas weniger spontan. Aber bei all meinem prätentiösem (wichtigtuerischem) Gehabe, würde ich bis auf Episoden des Stammelns kaum anderes von mir geben.

Ich bin da kein Zauberlehrling sondern eine ziemlich normale Person, die auch mal 5 gerade sein lassen kann.
Daß Taurec meiner Ansicht nach, zumeist wirklich brilliert, und auch Ranma über mehr (noch) funktionale Hirnzellen verfügt, als ich mobilisieren kann, ist keine Frage des Standes oder des Alters.

Ich bin da so in der Mitte. Ich habe da vielleicht einen Fetisch mit der Sprache, bin auch nicht besonders schlau, aber auf „Pommesbudendoitsch“ mag ich gerne verzichten.
Mir geht es ja genau so. Ich würde manchen Autoren auch gerne besser folgen können, und kann es nicht.
Vielleicht ist es ein Trost, daß ich auch annehme, daß hochgeschätzte Perönlichkeiten der Vergangenheit, bei allen Meriten auch selbstverliebten Kram geschrieben haben.

Aber eines kann ich Dir versichern: Du wirst hier sicherlich nicht als Idiot gelten, nur weil Du weniger sprachverliebt oder mehr kommod als konservativ agierst.
Das „googeln“ von Fremdwörtern kann ich eh nur befürworten. Man wird nicht dümmer dadurch.
Es hat gefühlt 123 Jahre gedauert, bis ich den ewigen Spruch meiner Mutter verstand: „Dann lies doch mal nach…“

Das Rad ist erfunden, der verlauf kein Novum. Hier herrscht derweil, in der Tat, Kulturpessimusmus.
Das ist aber die Maßgabe, die Notenblätter des Orchesters, wie wer zu handeln hat – hier wird nur resümiert.
Mir täte es schon weh, wenn wir hier „Pommesbudendeutsch“ zum geinsamen Nenner machen würden.
Es ist nicht so, als hätten die Damen und Herren hier keinen Humor, sie unterdrücken ihn nur krampfhaft.
Ich bin immer besonders ausgeglichen, wenn ich sportlichen Menschen die Welt erklären kann.
Dann fühle ich mich immer etwas größer.;-)

Danke für Deine Einsichten, Ansichten und Deine Umsicht.

Trotzdem: Gut in der Absicht, weniger gut in der Umsetzung.


Fenrizwolf

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