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Die Rückkehr des Kommunismus laut Garabandal (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 07.01.2018, 11:14 vor 1220 Tagen (2335 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Sonntag, 07.01.2018, 12:54

Hallo!

DeGard missioniert bei den Frömmlern für seine Langzeitstrategiereligion:
http://www.prophezeiungsforum.de/forum/forum_entry.php?id=22472

Was mir dabei allerdings zu Garabandal auffällt:
»›Wenn der Kommunismus wiederkommt, wird das alles kommen‹, sagte Conchita 1965 dem Autor, worauf dieser sie fragte: ›Was heißt ›wiederkommt‹?‹ ›Ja, wenn er auf’s Neue wiederkommt‹, antwortete sie. ›Heißt das, dass der Kommunismus vorher vergehen wird?‹ ›Ich weiß es nicht. ›Wenn der Kommunismus wiederkommt‹, sagte die Heilige Jungfrau‹….«

1917 forderte Maria in Fatima auf, Rußland ihrem unbefleckten Herzen zu weihen, da sonst Krieg drohe. Damit bezog sich Maria schlicht auf die kurz bevorstehende Oktoberrevolution, in deren Zuge ganz Rußland vom Glauben abzufallen begriffen war. Inzwischen ist Rußland wieder christlicher als das ganze Abendland zusammen. Bis zum heutigen Tage warten Anhänger weltweit indes auf die Weihe Rußlands, um den künftigen Krieg abzuwenden.

Wenn nun Maria 1965 im Franco-Spanien vor der Rückkehr des Kommunismus warnte, so meinte sie meines Erachtens schlicht eine Wiederkehr der Zustände im Vorfeld und während des spanischen Bürgerkrieges 1936 bis 1939, der durch die Machtergreifung der Linken in Spanien ausgelöst wurde.

Dafür sprechen folgende Punkte:

  • Maria bezog sich schon 1917 auf aktuelles Zeitgeschehen. Entsprechend bezog sie sich vermutlich zwischen 1961 und 1965 in Garabandal auf spezifisch spanische Umstände und zeichnete die Rückkehr des Kommunismus als Schreckgespenst in die Zukunft, falls die rechte Diktatur Francos enden sollte. Eine Ausbreitung des Kommunismus wiederum entsprach den zeitgenössischen Endzeiterwartungen. ⇒ Die antichristlichen Horden Gogs und Magogs aus dem Inneren Asiens in Gestalt des atheistischen, von Rußland getragenen Kommunismus.
  • Warum sollte Maria eine künftige Rückkehr des Kommunismus deutlich ankündigen, dabei das Verschwinden des Kommunismus als zwingende Voraussetzung jedoch verschweigen bzw. nur implizit andeuten? ⇒ Hier kam der typische Zirkelschluß im Rahmen geschlossener Glaubensbilder zum Zuge, bei dem der Wunsch Vater des Gedanken ist. Weil der Kommunismus unterging, man aber an die Echtheit der Prophezeiung glaubt, leitet man daraus ab, daß er eben wiederkommen müsse, statt die Aussage als falsch zu erkennen.
  • Daß mit der Erscheinung von Garabandal grundsätzlich etwas nicht stimmen kann, zeigt die Geschichte um den erblindeten Joe Lomangino, dem Conchita selbst mitteilte, daß er am Tage des Wunders geheilt werden würde. Lomangino starb 2014, ohne das Wunder je erlebt zu haben. Daraus läßt sich schließen, daß die verkündende Maria selbst ein Szenario zugrundelegte, in dem zeitnah bzw. während des 20. Jahrhunderts und während des Bestehens der Sowjetunion die Ausbreitung des Kommunismus bis nach Spanien (Rückkehr der Linken an die Macht) erfolgen würde. Lomangino hätte es noch selbst erlebt.

Damit besteht eigentlich kein Zweifel mehr, daß Garabandal eine einzige Luftnummer war. Die erschienene Wesenheit, die sich als die Gottesmutter Maria ausgab, hatte offenbar selbst nicht die geringste Ahnung von der Zukunft, was sie jedoch nicht davon abhielt, eine der endzeitlichen Naherwartung gemäße Ankündigung für die nahe bis mittelfristige Zukunft zu machen, die mit einer göttlichen Warnung, Wunder und Strafgericht garniert wäre. Nichts dessen wird je geschehen!!!

Das zweite Geheimnis von Fatima hat sich inhaltlich erledigt. Die Weihe Rußlands war auf den im Aufstiege begriffenen Bolschewismus bezogen. Die Aussage ist schon längst wieder obsolet.

Es wird in Zukunft keine Rückkehr des Kommunismus geben. Die Aussage der Garabandal-Maria war auf die damalige Zeit und die zeitgenössische Endzeiterwartung bezogen. Es war nur eine aktualisierte Abwandlung der Ankündigung von 1917.

Damit bricht natürlich eine wesentliche prophetische Untermauerung der realitätsfremden Langzeitstrategie weg, die nicht weniger obsolet ist. Nicht zuletzt basiert dieses Dogma auf den Aussagen "Säulenheiliger", kommunistischer Überläufer, die sich im Westen wichtig machen wollten. Ihre Warnungen wurden von der Geschichte längst überholt. Das Schreckgespenst des Kommunismus wird von Jahr zu Jahr lächerlicher, während die westliche Zivilisation in einem ausufernden Liberalismus – der lediglich ein Ausdruck zu großer Schwäche für Form, Richtung und stringenter Organisation ist – zusehends an innerer Kohärenz verliert. Rußland, das seit jeher in einem Gegensatz zum Abendland steht, nimmt in dieser Polarität naturgemäß die konservative, traditionsnähere Seite ein, die dem Kommunismus ferner nicht sein könnte. 1917 diente der Kommunismus als Instrument, um die westlich ausgerichtete und dem damals vorherrschenden Herrschaftsmodell folgende Adelsherrschaft abzuschütteln. Nachdem nun der Kommunismus abgeschüttelt wurde, positioniert sich Rußland abermals als Gegensatz zum vorherrschenden westlichen, liberalen und degenerativen Modell. Das ist die innere Logik des Geschehens, die mit Kommunismus nichts zu tun hat.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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zum Fatima-Unsinn

Ulrich ⌂ @, Germering, Sonntag, 07.01.2018, 15:18 vor 1220 Tagen @ Taurec (1688 Aufrufe)

Hallo Taurec,

1917 forderte Maria in Fatima auf, Rußland ihrem unbefleckten Herzen zu weihen, da sonst Krieg drohe. Damit bezog sich Maria schlicht auf die kurz bevorstehende Oktoberrevolution, in deren Zuge ganz Rußland vom Glauben abzufallen begriffen war.

nein, so kann es nicht gewesen sein, worauf ich hier "zu Kardinal Schuster und Fatima" schon einmal hingewiesen hatte.

Fakt ist: "Das 1917 zweckmäßigerweise der Hellseherin Luzie (ERKL.: Schwester Luzie, *1907, †2005) gegebene Versprechen der Bekehrung Russlands, wurde von ihr erst 1941, als sie Nonne geworden war, „enthüllt“ und im Oktober 1942 von Kardinal Schuster (Alfredo Ildefonso Schuster), einem leidenschaftlichen Anhänger der Rom-Berlin-Achse, öffentlich bekanntgegeben ..."
Edmund Paris: "Die verborgene Geschichte der Jesuiten"

Falls man nun meint, es wäre eine Frage des Vertrauens gegenüber Schwester Lucia, ob man ihr glaubt, sie habe diese Botschaft 1917 tatsächlich erhalten oder erst später erfunden, dann hat man den Sachverhalt nicht zu Ende gedacht und übersieht einen wesentlichen Punkt:

Es gibt keinen Hut, der groß genug wäre, als daß diese beiden "Botschaften" zusammen darunter Platz hätten:

"Wenn ihr auf meine Bitte hört, dann wird Russland bekehrt … "

"behalte dieses „Geheimnis“ für Dich ..."

Wie hätte denn je der Bitte dieser "Maria" entsprochen werden können, da Schwester Lucia das Geheimnis ja bis 1941/42 für sich behalten hat?
Das ist an grotesker Absurdität kaum zu überbieten.

Edmund Paris bringt es auf den Punkt:
"„Credibile quia ineptum.“ („Glaubhaft weil töricht.“) Es macht den Eindruck, als hätten die Gebete von 1917 bis 1942 um des „unglücklichen Russlands“ willen keine Notwendigkeit gehabt, und erst nach der nationalsozialistischen Niederlage vor Moskau und als Paulus in Stalingrad eingeschlossen war, waren sie anscheinend dringend nötig.
Das ist der einzige Schluss zumindest, den diese späte Enthüllung zulässt."
http://www.apostasia.net/images/Jesuiten.pdf

Seite 140

Gruß
Ulrich

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Fatima Tonne

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 07.01.2018, 16:02 vor 1220 Tagen @ Ulrich (1562 Aufrufe)

Hallo!

Fakt ist: "Das 1917 zweckmäßigerweise der Hellseherin Luzie (ERKL.: Schwester Luzie, *1907, †2005) gegebene Versprechen der Bekehrung Russlands, wurde von ihr erst 1941, als sie Nonne geworden war, „enthüllt“ und im Oktober 1942 von Kardinal Schuster (Alfredo Ildefonso Schuster), einem leidenschaftlichen Anhänger der Rom-Berlin-Achse, öffentlich bekanntgegeben ..."
Edmund Paris: "Die verborgene Geschichte der Jesuiten"

Danke! Ist ja erst knapp fünf Jahre her. ;-)
Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, aber entsinne mich nun wieder.

Es gibt keinen Hut, der groß genug wäre, als daß diese beiden "Botschaften" zusammen darunter Platz hätten:

"Wenn ihr auf meine Bitte hört, dann wird Russland bekehrt … "

"behalte dieses „Geheimnis“ für Dich ..."

Wie hätte denn je der Bitte dieser "Maria" entsprochen werden können, da Schwester Lucia das Geheimnis ja bis 1941/42 für sich behalten hat?
Das ist an grotesker Absurdität kaum zu überbieten.

Edmund Paris bringt es auf den Punkt:
"„Credibile quia ineptum.“ („Glaubhaft weil töricht.“) Es macht den Eindruck, als hätten die Gebete von 1917 bis 1942 um des „unglücklichen Russlands“ willen keine Notwendigkeit gehabt, und erst nach der nationalsozialistischen Niederlage vor Moskau und als Paulus in Stalingrad eingeschlossen war, waren sie anscheinend dringend nötig.
Das ist der einzige Schluss zumindest, den diese späte Enthüllung zulässt."

Freilich ist die Botschaft von Fatima damit mit allen Bestandteilen der Tonne zu überantworten. Schon die Nennung Pius XI. und des Nordlichts von 1938 deuten auf Fälschung ex eventu hin:
"Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. ein anderer, schlimmerer beginnen. Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird."

:tonne:

Gruß
Taurec

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"Langzeitstrategie"

BBouvier @, Montag, 08.01.2018, 14:50 vor 1219 Tagen @ Taurec (1760 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Montag, 08.01.2018, 15:17

Hallo!

Im Prophezeiungsforum sieht man sich zu schier abenteuerlichen
intellektuellen Purzelbäumen genötigt, um die gegenwärtige
Wirklicheit theoriekonform zu deuten.

"... sollte jedem klar sein, dass das was wir derzeit
mit EU usw. erleben nichts anderes ist
als waschechter Kommunismus!
Und das alles wurde letztlich von Moskau aus inszeniert -
nicht zufällig wurde die EU direkt nach dem angeblichen Zusammenbruch
der Sowjetunion gegründet, mit lauter Kommunisten
als nicht gewählte EU-Kommissare
."

http://www.prophezeiungsforum.de/forum/forum_entry.php?id=22482

Heißt also:
Vor rund 50 Jahren hätten die russischen Kommunisten beschlossen,
die Sowjetunion gegen die Wand zu fahren, um den Westen zu täuschen
und dann - wenn der Westen arglos und wehrlos ist -
im III.Weltkrieg den Westen dem Kommunismus kriegerisch zu unterwerfen,
wozu sie gemeinerweise in Rußland die Demokratie eingeführt haben
und in Europa den Kommunismus, damit sie dann nach dem
Endsieg in Europa den Kommunismus einführen können.
Alles klar? :tigger:

Grüße,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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