Neue Forschung: Das materialistische Weltbild ist offenbar falsch (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Steffomio, Sonntag, 17. September 2017, 19:00 vor 765 Tagen 5400 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 16. August 2018, 11:42

Hallo Forum,
daß ich das nochmal erleben darf:
The Simulation Hypothesis - FULL PROGRAM - HD (Original)
https://youtu.be/VqULEE7eY8M
Absolut sehenswerte 51 Minuten.

Für Englischschwache gibt es von Menschenhand geschriebene Untertitel.

Kurze Zusammenfassung des Films:
Dinge beginnen erst dann als etwas greifbares Materielles zu existieren, wenn jemand oder etwas mit einem Bewusstsein hin schaut.
Materie bzw. Energie, Raum und Zeit sind gepixelt (gequantelt) wie Pixel eines Bildschirms.

Alles deutet darauf hin, dass die materielle Realität eine Simulation für eine andere, möglicherweise rein aus Bewusstsein bestehenden Realität ist.

Gruß
steffomio


Jenseits der Religionen - Wenn der Vorhang zerreißt

Sag ich doch...

Malbork, Montag, 18. September 2017, 00:36 vor 765 Tagen @ Steffomio 4648 mal gelesen

Hallo,

ich fuerchte wir muessen uns bewusst werden, dass kein "Weltraum" existiert und wir in einem geschlossenen System leben. Auf einer flachen Erde, die wie ein Diskus aussehen duerfte, mit dem "Nordpol" im Zentrum und dem "Suedpol" als aeusseren Ring. Ob man das jetzt "Matrix" nennt oder unsere "Welt" ist nicht wichtig. Es duerfte stimmen, wir (als Menschheit) werden diese Welt (so wie wir durch Medien und Spielfilme im Unterbewusstsein programmiert wurden, als waere es ein Frage der Zeit und des Fortschritts) nie verlassen. Es duerfte sich hier um eine Art Simulation fuer unseren Geist, unser Bewusstsein handeln, wobei das Zuruecksetzen (der Reset) miteinkalkuliert wurden und es somit alle paar Tausend Jahre "zurueck auf Null" oder "etwas darueber" geht.

Auf den "Himmelskoerper" koennen wir warten wie Estragon und Wladimir :-D
Malbork

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Flacherdenpseudoreligion

Taurec ⌂ @, München, Montag, 18. September 2017, 09:29 vor 765 Tagen @ Malbork 4639 mal gelesen

Schlagwörter:

Hallo!

Auf einer flachen Erde, die wie ein Diskus aussehen duerfte, mit dem "Nordpol" im Zentrum und dem "Suedpol" als aeusseren Ring.

Diesen nicht totzubekommen Irrsinn bin ich geneigt als moderne Pseudoreligion aufzufassen, die sich daran zeigt, daß seine Vertreter gegen jegliches Gegenargument und Hinweise auf logische Zirkelschlüsse völlig unbelehrbar auftreten. Sie werden auch nicht müde, ihre Tunnelblickfixierung zu allen unpassenden Gelegenheiten mit missionarischem Hintergedanken in die Diskussion einzubinden. Das zeigt sich darin, daß zwischen der "flachen Erde" und der Theorie "Bewußtseinssimulation" offensichtlich gar kein logischer Zusammenhang besteht. Eine solche Simulation könnte natürlich alle möglichen Gestalten innehaben. Das eine folgt nicht aus dem anderen.

Wir sind hier allerdings kein Religionsforum, auch keines für als Wissenschaft verbrämte vorsintflutliche Glaubensauffassungen. Wobei selbst dies zweifelhaft ist, wenn schon – im Gegensatz zu manchen modernen Menschen – der historischen Menschheit größtenteils bekannt war, daß sie auf einer Kugel lebt.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Symbolik

Jacke, Regensburg, Mittwoch, 20. September 2017, 18:07 vor 762 Tagen @ Malbork 4353 mal gelesen

Hallo!

Die flache Erde ist symbolisch zu verstehen!

Am Nordpol lebt der Weihnachtsmann! Der Südpol symbolisiert die Schlange die sich in den Schwanz beißt - die Welt umschlingt. Die Menschen gehören Satan, aber nicht die Seele des Menschen.
Es geht hier um den Weihnachtsmann (Santa=Satan (Anagramm!)
Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke (PRESENTS).
Der Satan bringt die Schlangen (SERPENTS).
PRESENTS (Geschenke) ist ein Anagramm für SERPENTS (Schlangen).

Der Weihnachtsbaum ist der CHRISTMASTREE. Hollywood ist Satan. Satan ist Santa.
Santa legt die Geschenke unter den Weihnachtsbaum! Santa bringt die Geschenke. Satan bringt ihnen die Schlangen.
Der Stamm des Weihnachtsbaumes ist Hollywoods Zauberstab mit dem Nordpolarstern! Der Kreis mit dem Punkt ist das Zeichen des Sonnengottes RA! Der Kreis mit dem Punkt ist das Zeichen der Sonne. Der [SOL]are Logos. Oder auch Christusmatrix genannt! Christus ist das „Licht der Welt“. Der „Anti-Christ“ ist die Sonnenstrahlung. Diese ist wohl bekannt gefährlich.
Das geht noch viel weiter. Nur keine große Lust darauf alles niederzuschreiben.

Die Erde sieht Flach aus, weil diese viel größer ist als Gläubige der „Flachen Erde Theorie“ (ein)sehen wollen.

Wer seinen Horizont auf das Internet und deren heiligen Krieg der Infokriegerszene gegen alles und Jeden beschränkt, muss sich nicht wundern wenn er dauerhaft in der Dunkelheit stolpert weil er den schwachen Lichtern in der Ferne folgt ohne auf den Weg zu achten. Nur den Blick nach Innen gerichtet leuchtet den Weg jedes einzelnen. Der Mensch kann dadurch viel früher „Stolperfallen“, „Gruben“, und „Abzweigungen“ in die „Dunkelheit“ erkennen und ihnen ausweichen oder entgegen treten.

Wer Penetrant darauf verharrt wie flach die Erde doch sei, der muss sich am Ende nicht wundern wenn die Verdummumg der Kinder durch das Internet voran schreitet. Ihr "Trolle" seid das Problem, nicht die Informationen. Ich kann Euch nur bemitleiden. Ihr selbst sorgt dafür, dass Ihr später keine Rente und Wohlstand bekommt, weil Ihr es seid die alles durch Sturheit, Arroganz und Ignoranz zertstören. Ihr tötet Euch sozusagen selbst. Die Leute die das Sagen auf der Welt haben, müssen sich nicht ein mal dafür anstrengen.

Gruß Jacke

Die Schlangen des Satans

nemo, Donnerstag, 21. September 2017, 00:26 vor 762 Tagen @ Jacke 4493 mal gelesen

bearbeitet von nemo, Donnerstag, 21. September 2017, 00:38

Der Weihnachtsbaum ist der CHRISTMASTREE. Hollywood ist Satan. Satan ist Santa.
Santa legt die Geschenke unter den Weihnachtsbaum! Santa bringt die Geschenke. Satan bringt ihnen die Schlangen.


Hallo Jacke,

das ist ja mal eine interessante Sichtweise, die ich bisher nicht kannte. Könntest Du
vielleicht auch etwas zur Quelle sagen?

Der Anti-Christ ist die Sonnenstrahlung? Das klingt etwas verquer, wenn die Sonne
das Intelligenzzentrum – der Logos – unseres Sonnensystems ist.

Ich hatte mal einen extrem starken Traum mit ca. 14 Jahren. Er war so klar,
dass ich mich bis heute an ihn erinnern kann. Ich träumte von einem Weihnachtsabend
mit meiner Familie. Im Traum war ich noch ein kleiner Junge. Es herrschte die
übliche schöne Weihnachtsstimmung mit Tannenbaum und Kerzenlicht. Dann kam
der Weihnachtsmann mit einem großen grauen Leinensack. Ich war gespannt was
dort drin war. Der Weihnachtsmann schnürte den Sack auf und schüttete den
Inhalt auf den Boden. Dort ringelten sich hunderte von Schlangen.

Ich wusste mit dem Traum nie wirklich etwas anzufangen, außer dass er extrem
erschreckend und fremdartig war. So eindrucksvoll, dass ich ihn nie vergessen habe.

Gruß
nemo

Hallo nemo

Jacke, Regensburg, Freitag, 22. September 2017, 19:19 vor 760 Tagen @ nemo 4245 mal gelesen

Das mit der Sonnenstrahlung ist recht kompliziert und führt noch tiefer und weiter.
Man muss dazu noch etwas Hintergrundwissen besitzen und dies zu verstehen. Es geht dort auch um die neue Genesis und den Heiligen Gral (weibliche Energie;die Frau selber).

Es wird hier auf Widerstand stoßen. Vor allem der hohe Intellekt hat ein großes Problem damit. Rational lässt sich vieles nicht erklären. Das ist meine Ansicht der Dinge. So habe ich diese Dinge verstanden. Nicht nur durch Lesen von Büchern und Internet, sondern auch durch eigene persönliche Erfahrungen mit dem Geistigen. Vieles ist Selbsterkenntnis. Da kann man leider keine Quellen angeben.

Ebenfalls bezieht es sich auf das Chakrensystem des Menschen, das ebenfalls auf die Welt ausgedehnt werden muss (Ereignisse wie Naturkatastrophen und Wirtschaftskollaps). Die „sieben Siegel“ (nicht das Buch von BB) die unsere sieben Chraken über die letzten 12000-13000 Jahren, zu beginn es Löwen Zeitalter versiegelt hatten, wurden schritt für schritt gebrochen. Der Löwe steht für die „Abenddämmerung“. Die Seele legt sich Schlafen, werden „unbewusster“ weil die Verbindung zur Seele unterbrochen wurde - sieht ruht sich aus um neue Kraft für den nächsten Tag zu sammeln .Wie wir es jeden Abend machen, während unser „Geist“ auf Reisen geht (Träume).
Der Bruch des ersten Siegels begann mit der Sonnenfinsternis 1999. Es wurde das „Kronenchrakra“ entsiegelt (1999/2000). Das nächste wurde 2001/2002 entsiegelt, das „Stirnenchakra“, auch drittes Auge genannt. Als letztes kommt das „Halschraka“ (Ausdruck der Seele; Kraft der Persönlichkeit über der die Stimme; (der Ton macht die Musik“)(2003/2004).
Diese stehen für die „Innere Welt“ des Menschen.
In dieser Zeit - wo möglich habt Ihr das selbst wahr genommen – wurden im Menschen innere Prozesse in Gang gesetzt. Man hat in dieser Zeit viele Veränderungen erlebt die einen sehr belasteten. Man wird in dieser Zeit dazu gezwungen in seinem Leben einen Ausgleich zu finden - z.B Schulden zu tilgen. Nach dem der innere Prozess abgeschlossen war, werden diese Energien über das Herz verarbeitet/decodiert und in die äußere Welt reflektiert. D Der Beginn war am 26. Dezember 2004 und endete 2005 (die Jahreszahl ist nur Grob genannt).

Am 11.September 2001 nach den Anschlägen, hob sich das „all sehende Auge“ von der Pyramide ab und nahm den Mächtigen der Welt die Notwendige Intelligenz und Macht die Welt weiter mit einer eisernen Faust zu beherrschen. Die Verzweiflung der Mächte sieht man ja heute noch (Überwachungsstaat etc.) Die Menschen hinterfragen mehr. Lüge und Gewalt des Staates nimmt mehr und mehr zu. George Orwell ähnlich. Die „Gedankenpolizei“ ANTIFA, spielt ja dort eine große Rolle.

Nach dem Abheben hat sich das „Auge“ auf den Weg zum (Metaphysischen) Gral gemacht. Die weibliche Energie hatte sich über die Jahrtausende im Gral angesammelt. Das ist so zu sagen die nötige „Energie“ für die Frau, um sich am Mann für die „Unterdrückung“ in den letzten Jahrtausenden zu Rächen. Die Herrschaft des Mannes nimmt ab und die Frau findet dadurch ihren Ausgleich(z.B in der Arbeitswelt). Am 26. Dezember 2004, ist das „Allsehende Auge“ zum ersten Mal in den Gral eingetaucht und brachte diesen durch Verdrängung des „Wassers“ zum überlaufen. Die „Energie“ wurde freigesetzt und es kam zu einem Beben. Der Tsunami am 26.Dezember 2004 in Indonesien, war die Folge dessen. Das war der Beginn der neuen Genesis. Die Genesis ist die Reinigung der Erde. Mutter Erde hat ihre „Menstruation“. Die Menstruation reinigt ja die Frau! Mutter Erde reinigt den Planeten durch Überschwemmungen, wie Tsunamis, Hurrikan etc. Dazu verschwindet das Erdmagnetfeld. Daher auch das verrückte Wetter in den letzten Jahren. Das Erdmagnetfeld schütze uns vor der „Sonnenstrahlung“. Da aber dieses Verschwindet, wirkt die Sonnenstrahlung jeden Sommer immer heftiger und wird dadurch gefährlicher. Da Christus das „Licht der Welt“, der „Erlöser“ etc. ist, also die Sonne, sind die Sonnenstrahlen gefährlich und genau das Gegenteil von ihm - der „Anti-Christ“. Die Sonne hat durch das schwindende Erdmagnetfeld mehr Wirkung auf kalte Regionen. Eisschmelze der Polkappen und anderen Regionen sind die Folgen und der Meeresspiegel steigt an. Da die Strahlung zunimmt, steigt auch die Verdunstung und das Wetter spielt mehr und mehr verrückt. Dadurch sind wir mit der Zeit gezwungen „unterzutauchen“- ins Wasser. Das (Weih)Wasser schützt uns vor dem Anti-Christen. Das ist der Beginn des neuen Atlantis - die Stadt unter Wasser. Das ist das Zeitalter des Wassermanns, Wasserträger oder auch Wasserschlange genannt. Satan die Schlange; der „asmodeus Teufel“ ist die Symbolik des Wasserträgers , er trägt ein Weihwasserbecken auf seinen Schultern, Der „Luzifer“ „Teufel“ oder eben der „Anti-Christ“ mit dem Dreizack ist die Symbolik des Wassermanns.
Der neue Hollywoodfilm „Fluch der Karibik“, hat mit dem Dreizack und dem Wassermann (Poseidon) zu tun. Die Symbolik und das versteckte Wissen muss man erkennen können. Die Frau Carina in einer der Hauptrollen, spielt dort eine wichtige Rolle. Die fünf Sterne auf dem Tagebuch Galilei symbolisieren den Dreizack des Poseidon. Diese fünf Sterne sind ein Teil des Sternbildes Carina(Schiffskiel). Carina ist ein Teil von Vier. Pyxis (Schiffskompass); Vela (Segel); Puppis (Achterdeck) .Alle Vier stellen das berühmte Schiff „Argo Navis“ dar. Das ist das Schiff des Jason und seinen Argonauten, die das Goldene Vlies des Widder suchten. Es ist das Schiff des Osiris oder auch als Arche Noah bekannt. Dieses Schiff wird auch in der „Isais-Offenbarung erwähnt:[image]Carina

(46) Lichtreich, o Lichtreich, dem Schiff bricht der Kiel, Trümmer nur landen am Harmstrand. Lest auf die Stücke, sorgsam hütet sie für ein neues Werk: Siegschiff da einst. Wenn der Strahl bläht das Segel - vom Jenseits er kommt durch Ilu's Sonne, unsichtbar - dann ist die Zeit.

Mit dem Bruch des Kiels ist das Sternbild Carina gemeint. Mitte des 17. Jahrhundert wurde das Sternbild „Argo Navis“ vom französischen Astronomen Nicolas Louis de Lacaille in vier Teile auseinandergerissen, weil es ihm zu „unübersichtlich“ war. Das mit dem Harmstrand habe ich nicht verstanden.
Was hat es mit dem Strahl auf sich, der das Segel aufbläht? Das Segel liegt in einer Linie zum Sternbild Crater. Dieses wird auch Becher(Gral?) genannt. Die Karthager hatten dieses als Zeichen auf einer Grabstele. Auch Tanit-Symbol genannt. Der „Mensch“ drauf ist meiner Ansicht nach eine Symbolik des Sternbildes Crater. Dort ist meiner Ansicht nach die Sonne ILU(sumerisch „göttliches Licht“; auch Schwarze Sonne; Unsichtbare Sonne). [image]
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Wenn die Verarbeitung der inneren Welt über das Herzchrakra (Anhata-Chrakra; Liebe; Mitgefühl) der Wandmembran zwischen der inneren und äußeren Welt abgeschlossen ist, wurde diese durchbrochen und es kam 2008 zur Wirtschaftskrise. Anahata ist das Synonym für Manhattan. Dort gibt es die „Wallstreet“. Das was mit den zwei Türmen am 11. September geschah würde „Innerlich“ verarbeitet und nach Außen reflektiert. Die Türme waren das Welthandelszentrum. Da kein Ausgleich im Geldsystem gefunden wurde oder auch so gewollt war, kam es eben zum Kollaps des Geldsystems. Die Abschaffung des Bargeldes ist ein Ziel dieses Kollaps.

Am 21.Demzember 2012, das Ende des Mayakalenders, war der Eintritt in das Wassermannzeitalter. Die Morgendämmerung zum goldenen Zeitalter. Im Zeitalter des Widder beginnt das goldenen Zeitalter (Goldenes Vlies).

Und so weiter....

Dieses Wissen kann man nicht nur durch den Intellekt verstehen und aufnehmen. Man muss noch sein Herz hin zu ziehen. Wahrheit und Wissen - meiner Ansicht nach - kann man zum Großteil nur durch sein Herz wahrnehmen und begreifen. Ein hoher Intellekt ist schön und gut, nur was bringt es einem selbst, wenn man versucht alles mit dem Verstand zugreifen? Es gibt Grenzen und diese
muss man erkennen. Dafür ist das Herz da. Das Herz ist der Platz der Seele. Die Nacht geht zu neige und di eSeele wacht aus ihrem Schlaf auf. Sie ging vor zirka 12000- 13000 in sich hinein. Wie eine Blume, die sich in der Nacht schließt und bei den ersten Strahlen des neuen Morgens langsam aufgeht - sich von Innen nach Außen „stülpend“.

Gruß Jacke

Andere Richtung!

Jacke, Regensburg, Mittwoch, 27. September 2017, 11:15 vor 756 Tagen @ Jacke 4011 mal gelesen

Hallo nemo!

Ich muss mich da korrigieren.

Nicht im Widderzeitalter, sondern im Steinbockzeitalter wird das „goldene Zeitalter“ beginnen.
Habe beide verwechselt! :mauer: Bin da in die falsche Richtung gewandert....
Mein Fehler!


Gruß Sven

@Jacke

Ulrich ⌂, Germering, Donnerstag, 28. September 2017, 00:51 vor 755 Tagen @ Jacke 4131 mal gelesen

Hallo Jacke,

Ich hatte mal zu dir aufgeschaut. Nun bin enttäuscht von dir.

ich hatte zwar nie zu Dir aufgeschaut, aber enttäuscht bin ich auch:
Ich hatte gehofft, daß Du in einem großen Entwurf, vom Chakrensystem zu Naturkatastrophen, Wirtschaftskollaps, dem allsehenden Auge, dem Gral, der Genesis, usw. usw. die Welt erklärst.

Statt dessen sowas:

Die „sieben Siegel“ (nicht das Buch von BB) die unsere sieben Chakren ... versiegelt hatten ...

Kein Wort über die 7 Zwerge hinter den 7 Bergen, die 7 Raben, die Siebenmeilenstiefeln, die 7 Geißlein, das tapfere Schneiderlein ("Sieben auf einen Streich"), dien sieben Brüder des kleinen Däumling, die sieben Schwaben! Ich bin enttäuscht.

Aber vielleicht sollte ich genauer lesen, z.B. hier:

Dieses Schiff wird auch in der „Isais-Offenbarung erwähnt: ...

oder hier:

Dort ist meiner Ansicht nach die Sonne ILU (sumerisch „göttliches Licht“; auch Schwarze Sonne; Unsichtbare Sonne).


Du musst jetzt tapfer sein. Falls es sich (noch) nicht bis zu Dir herumgesprochen hat:


Der "Isais"- und "Ilu-Ischtar"-Kram, der im Netz zirkuliert, ist eine Erfindung von Norbert Jürgen-Ratthofer und Ralf Ettl, aus den Fingern gesaugt, um ihrer Wiener „Tempelhofgesellschaft“ einen Mythos zu verschaffen. Der Umstand, daß "berichtigte", "neu übersetzte Fassungen" im Umlauf sind, ist darauf zurückzuführen, daß man sich nach Auflösung der „Tempelhofgesellschaft“ darum bemühte, sich neu auszurichten.

Näheres findest Du bei Julian Strube: "Die Erfindung des esoterischen Nationalsozialismus im Zeichen der Schwarzen Sonne.", Zeitschrift für Religionswissenschaft, 2012, Band 20, Heft 2

Download:
https://www.academia.edu/2274822/Die_Erfindung_des_esoterischen_Nationalsozialismus_im_Zeichen_der_Schwarzen_Sonne?

oder hier:
Julian Strube: "Esoterik und Rechtsextremismus."

Download:
https://www.vielfalt-mediathek.de/data/strube__esoterik_und_rechtsextremismus_vielfalt_mediathek.pdf

Kann es sein, daß der trockene, nüchterne Intellekt, mit dessen Hilfe man solche Kleinigkeiten relativ mühelos ausfindig machen kann nicht Deine Stärke ist? Das ist KEIN Vorwurf.

Mit „brutale[n] Ratio“ sprachst Du Taurec an, aber wen meinst Du mit "Eurer Problem ist es wohl, weil Ihr es Euch nicht so vorstellen könnt wie Ihr gern wolltet. Ihr habt Euch viel zu sehr auf Euren Verstand und Intellekt verlassen, dass dabei Euer Instinkt vollkommen verkümmert ist. Intuition und Herzens denken habt ihr vor lauter Stolz ausgeblendet." ?

"Wir" alle ?

Ein Mindestmaß an „brutaler Ratio“ schützt vor Verirrungen in die Hinterhöfe von "Tempelhofgesellschaften". Zumindest in diesem Fall hat Dich offenbar weder Dein Instinkt noch Deine Intuition noch Dein Herzensdenken davor bewahrt, einen Reagenzglas-Mythos für bare Münze zu halten.

mit freundlichem Gruß
Ulrich

Altes Denken

Jacke, Regensburg, Donnerstag, 28. September 2017, 20:01 vor 754 Tagen @ Ulrich 3964 mal gelesen

Hallo Ulrich,

da ich endlich wieder auf die Seite komme, wegen einem Konfigurationsproblem des Betreibers der Seite(Firefox), kann ich endlich antworten.


Da du ja zum alten Denken gehörst, wundert es mich überhaupt nicht das du nur mit „Witzen“ ankommst um Dinge die Du selbst nicht kapierst, lächerlich machst.


Glaubst Du, ich kenne diese ganzen Sachen aus dem dritten Reich nicht? Ich habe schon viel mehr aus dieser Zeit gelesen. Schon traurig wie man alles als „Nazihaft“ abstempelt. Altes Denken stirbt aus, und Reaktionen deiner Seite zeigen sehr gut wie sehr sie dagegen ankämpfen. Alle behaupten, Dinge sind erfunden, weil es ja von den Siegermächten und den anderen Humanisten behauptet wurde. Alles und Jeder war damals ja ganz böse. Alles waren Nazis, auch heute noch, weil man anders denkt und andere Wege geht, wird man mit solchen „bösen“ in Verbindung gebracht. Auch meine Oma die noch lebt, sah während des zweiten Weltkrieges als Kind während sie mit ihrer Familie und anderen Millionen auf der Flucht aus dem damaligen Schlesien war, Flugscheiben mit besonderen Zeichen. Sie ist wohl auch ein Nazi, alles erfunden und Fantasien eines kleinen Kindes, nicht wahr?. Alle Sind Böse die nicht so Denken wie du glaubst Denken zu müssen. Alles böse Menschen. Und Heute leben wir in Frieden. Es gibt zwar noch ein Knallköpfe die in kleinen Parteien herum eiern, aber der Kommunismus, Faschismus und andere Feindes der ach so guten Demokratie wurden alle besiegt. Ich bin Stolz auf dich, das sich Menschen wie Du sich so für das einsetzen was uns so wichtig ist. Es gibt ja keinen Feind, alles Einbildung. Naturkatastrophen und andes Ereignissen sind ja ebenfalls Einbildung. Alles nur von den Medien gemacht.

Schon traurig wie Intellektuelle jeden Schwachsinn glauben, das von Leuten mit Doktor- und Professor titeln kommt. Die haben alle Studiert = glaubwürdig. Du und die anderen waren ja alle dabei. Ihr habt alle mitgekämpft. Ich bin stolz darauf mit Helden wie Euch noch schreiben zu können.

Du tust mir leid. Wie man immer wieder mit dem selben Zeugs ankommt und glaubt andere damit Mundtot zu machen.

Gruß Jacke

@Jacke

Ulrich ⌂, Germering, Donnerstag, 28. September 2017, 21:16 vor 754 Tagen @ Jacke 3838 mal gelesen

Hallo Jacke,

ich möchte das weder vertiefen, noch mit Dir über Worte streiten, bin Dir aber eine Antwort schuldig:

Schon traurig wie man alles als „Nazihaft“ abstempelt.

Das hast Du nun aber gründlich mißverstanden: Ob Du "staatstragender Bürger", "politically correct" ('tschuldigung BB), "königstreu", "subversiv", „Anarchist“, "glühender Anhänger einer Diktatur" oder sonstwas bist, geht mich erstens nichts an, zweitens steht es mir nicht zu, darüber zu urteilen.

Und außerdem:

lichtung

manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum

(Ernst Jandl)


Ich nehme an, es waren die Wort-Hülsen "Nationalsozialismus" und "Rechtsextremismus" in den Titeln der beiden von mir verscharnierten Texten, die bei Dir reflexhaft Visionen einer "Nazi-Keule" erzeugten.

So was verwende ich nicht. Lehne ich als unsportlich ab … :rotfl:

Blöd nur, daß Dich dies vermutlich ebenso reflexhaft davon abgehalten hat, die Texte zu lesen und FÜR DICH zu prüfen, ob Du bezüglich der "Asais"- und "Ilu-Ischtar"-Traktate möglicherweise einem fiesen Schwindel aufgesessen bist.

mit freundlichem Gruß
Ulrich

E.R. Carmin --> Esotherische Wurzel des NS-Staates?

Zugeroaster, Donnerstag, 28. September 2017, 22:28 vor 754 Tagen @ Ulrich 4005 mal gelesen

bearbeitet von Zugeroaster, Donnerstag, 28. September 2017, 22:43

Hallo Jacke & Ulrich,

Euch beiden erst einmal Danke für Euren Disput, der mich tatsächlich motiviert, mal wieder was im Forum zu schreiben.

Es geht meiner Meinung nach weniger um die esotherische Natur des NS-Gebildes, als über die - nimmt man den E.R. Carmin "Das Schwarze Reich" Ernst - Wurzeln des selben.

Und in dem Scharnier von Ulrich wird ja nur der esotherische Charakter - aber nicht unbedingt die anfangs gemeinsame "Sendung", z.B. der Logenbrüder Hess und Churchill, widerlegt: Dass Hitler/Hess und mit ihnen die Deutschen letztlich (und gleich zum zweiten mal nach dem Ersten Weltkrieg) die willfähigen Deppen waren, wurde denen erst klar, als die Dinge unveränderbar ihren Lauf genommen hatten.

Mit Blick auf die Antarktis möge man auch die 2016 durchgeführte Reise des Patriarchen Kyrill - nach dem er sich erstmal mit dem Papst auf Kuba traf - einerseits und die Reise des VP Kerry dorthin andererseits vor Augen halten. Meiner unwesentlichen Meinung könnte da tatsächlich irgendetwas sein, was man uns in der "Matrix" so nicht sagt.
Als Stichwort findet man dazu das Buch Hennoch mit den "Gefallenen Engeln", die wohl da in der Gegend eingesperrt sind, und die man vielleicht mit dem "Blitz des Gabriels" besänftigen kann.

Gruß

Zugeroaster

P.S. Und Taurec hätte auch recht, wenn vom "braven D" ausgehend gegenwärtig auch das "dritte Weltgeschehen" - diesmal nicht militärisch sondern "sozio-kulturell" - ausgeht und alle zum schön bunten, leicht lenkbaren, da zu eigenständigem Denken nicht mehr fähigen NeueWeltOrdnungs-Bürger mit Misch-IQ 80 werden.

Herz und Verstand

nemo, Freitag, 29. September 2017, 22:33 vor 753 Tagen @ Jacke 3893 mal gelesen

Dieses Wissen kann man nicht nur durch den Intellekt verstehen und aufnehmen. Man muss noch sein Herz hin zu ziehen. Wahrheit und Wissen - meiner Ansicht nach - kann man zum Großteil nur durch sein Herz wahrnehmen und begreifen. Ein hoher Intellekt ist schön und gut, nur was bringt es einem selbst, wenn man versucht alles mit dem Verstand zugreifen? Es gibt Grenzen und diese
muss man erkennen. Dafür ist das Herz da. Das Herz ist der Platz der Seele. Die Nacht geht zu neige und di eSeele wacht aus ihrem Schlaf auf. Sie ging vor zirka 12000- 13000 in sich hinein. Wie eine Blume, die sich in der Nacht schließt und bei den ersten Strahlen des neuen Morgens langsam aufgeht - sich von Innen nach Außen „stülpend“.


Hallo Jacke,

Hier möchte ich mal antworten. Der Rest Deiner Nachricht besteht für mich aus zu vielen
esoterischen Spekulationen.

Der Verstand ist nur das Problem wenn er falsch arbeitet. Dieses Problem verorte ich
hauptsächlich im Bildungsbürgertum, wo man sich eine Weltanschauung nach den
Maßstäben des Zeitgeistes zulegt und damit in eine Sackgasse läuft, ohne es zu bemerken.

Der Verstand kann allerdings auch zu Erkenntnissen gelangen, wenn er sich an der
Wahrnehmung orientiert und nicht am Zeitgeist. Der Hinweis von Saint Exupery:
„Man sieht nur mit dem Herzen gut“, ist natürlich richtig. Aber er bedeutet nicht, dass
der Verstand nutzlos oder falsch wäre. Der Verstand ist nur so gut, wie sein Besitzer. :-)

Er ist nur dann nutzlos, wenn er von falschen Annahmen ausgeht. Und das betrifft das
Bildungsbürgertum, das Dinge nicht zu Ende denken kann. Man kann Dinge nicht
verstehen, wenn man von falschen Annahmen ausgeht. Falsche Annahmen können
nicht zu Ende gedacht werden. Falsus in uno, falsus in Omnibus – Fehler in einem,
Fehler in allem.

In diesem Sinne ist der Verstand ein Werkzeug, mit dessen Funktion und Umgang
der Mensch erst umgehen lernen muss. Aber der Mensch ist indoktrinierbar, manipulierbar
und beeinflussbar. Oder einfacher gesagt, naiv und leichtgläubig. Er glaubt alles was
ihm Experten und Wissenschaftler auftischen und er würde seine Irrtümer aus reiner
Eitelkeit niemals zugeben. Dasselbe trifft jedoch auch auf jede Art von Glaube, Religion
und Esoterik zu. Auch hier würde eine große Anzahl von Menschen eher den Planeten
mit Atombomben in die Luft jagen, als einen Millimeter von ihren Überzeugungen
abzurücken.

Das könnte der Verstand lösen, wenn man ihn für sich selbst benutzt und nicht dafür,
fremde Behauptungen zu beweisen. Ein gutes Herz ist zwar notwendig, jedoch reicht
es nicht, um zu den Ursachen vorzudringen. Auch um einen guten Tisch herzustellen
oder eine Gartenlaube zu bauen ist er unbedingt hinzuzuziehen. :-)

Gruß
nemo

358

Kuddel, Montag, 09. Oktober 2017, 20:05 vor 743 Tagen @ nemo 3991 mal gelesen

Hallo Nemo

Ein Klassiker der hebräischen Gematria (Wissenschaft von Zahl-Zeichen-Wort) ist, dass das Wort für Schlange "Nachasch" und das Wort für Gesalbter/Erlöser "Maschiach" den selben Zahlenwert von 358 haben.

Die Schlange kann als Sinnbild für Entwicklungskräfte stehen, für das Zerhacken und das Umformen. Der Erlöser wäre dann Derjenige, der weiß, dass es schon gut ist so, dass es so sein muss. Die 358 verbindet die beiden Erscheinungen eigentlich.

Ich finde Deinen Traum außerordentlich bemerkenswert.

Gruß
Kuddel

Morgen

Malbork, Freitag, 22. September 2017, 13:10 vor 760 Tagen @ Jacke 4270 mal gelesen

Hallo,

morgen ist der 23. September 2017. Und es wird ein ganz besonderer Tag! Es wird der Tag der Wahrheit. Die Narren prophezeien fuer morgen ein Himmelsspektakel der Sonderklasse. Man, was habe ich nicht fuer einen Schwachsinn ueber den morgigen Tag in den letzten 9 Monaten gelesen. Die Wiederkehr von Jesus auf einer Wolke (Schwachmat "Dr Legiehn") und die "Entrueckung" der Christen, die voellige Vernichtung der Erde durch den nahenden Planten "Nibiru" bis hin zur konvertierung unserer Erde zu einem Eisball. :-D
Es wird nichts Dergleichen passieren, jedenfalls nichts, was nicht durch Menschenhand gemacht wird. Ich bin auf die Erklaerungsveruche der ganzen Angstmacher gespannt, wenn am 24. September in Mitteleuropa wie gewohnt die Sonne aufgehen wird. Die Irren unter diesen Fanatikern werden den Termin wieder in die Zukunft verschieben. (habe schon ueber die naechsten "Meilensteine" um 2022/23 gelesen :-D )
Ich aber sage euch eines, sollte am Sonntag (und so wird es sein) die Sonne wieder aufgehen, dann kann man die gesamte Bibelprophetie in die Tonne treten und drauf sch...
Ein fuer alle Mal!
Was nicht zu bedeuten haette, dass ich die "Weltenwende" negieren moechte, denn die halte ich fuer sicher! (allerdings zeitlich mit einem dicken Fragezeichen) Nur nicht durch DIE Ursache, die hier in den letzten Jahren allgemeiner Konsens geworden ist. Naemlich durch den ominoesen "Himmelskoerper". Meiner Meinung nach ist es ueberhaupt nicht moeglich, warum, habe ich an anderer Stelle angedeutet. Bei den "fallenden Steinen" duerfte es sich um Caldera Auswuerfe handeln (so aehnlich wie im Film "2012" in der Yellowstone Ausbruch Szene), welche natuerlich nur regional auftreten duerften. (Bspw. Ausbruch der Phlegraeischen Felder oder Yellowstone) Was die Magmakammern zum Ausbruch einst bringen wird, darueber kann man spekulieren. Ich halte den Einsatz von taktischen Nuklearwaffen um bspw. Tsunamis zu erzeugen fuer moeglich. Womoeglich kommt es bei einem dieser Einsaetze zu einem (nicht einkalkulierten) Dominoeffekt in dem so ein Sprengsatz an einem (fuer die Erde) noralgischen Punkt hochgeht. Die 3 taegige Finsternis duerfte ein Effekt der Caldera Ausbrueche und der verschmutzen und verstaubten Atmosphaere sein. Bei einem heliozentrischen System an das die Mehrheit der Menschheit glaubt, duerfte aber eine 3 taegige Finsternis ein physikalisches Ding der Unmoeglichkeit sein. Wie sollte es auch erklaerbar sein, wo doch angeblich die Erde sich mit ueber 1000 Sachen pro Stunde um die eigene Achse dreht, die wiederum sich mit noch hoeherer Geschwindigkeit um die Sonne dreht und das ganze (Solar) System mit der Sonne im Zentrum durch den Weltraum mit einer Affengeschwindigkeit braust? :-D
Das Heliozentrische System wurde entwickelt, um den Menschen von Gott zu entfernen. Teufelswerk von denen, die sich als Schafe geben, um als Woelfe zu handeln. Beschaeftigt euch mal etwas mit den "Jesuiten".

Gruss
Malbork

Was uns alles verkauft werden soll

Baldur, Freitag, 22. September 2017, 20:10 vor 760 Tagen @ Malbork 4324 mal gelesen

Hallo, Malbork,

willkommen im Club :-).

Vielleicht wird man eines Tages den Schweregrad von Realitätsentfremdung und Wahnvorstellung in "Eichelburg"-Graden messen.

Uns wurde und wird ganz einfach eine Menge Müll verkauft und als wahr angepriesen.

Wie BB schon herausgearbeitet hat, ist die Aussage von Irlmaier, er habe in Hunderdorf zu jedem Gastwirtschaftsfenster einen russischen Soldaten reinschauen sehen, nicht wörtlich zu nehmen, weil das nicht anzunehmen ist.

Wer anderes vermutet, soll mal nach Hunderdorf fahren, sofern er es überhaupt findet.

Aber wenn schon die Aussage, dass ein Seher etwas gesehen hätte, nicht stimmt, sondern allenfalls seine Überlegung oder Vermutung wiedergibt, und daher symbolisch zu verstehen ist - wie soll man dann überhaupt jemals etwas Belastbares finden?

Auch die ominöse Atombombe, die angeblich in die Nordsee geschmissen wird und alles überflutet, steht eigenartigerweise nicht nur bei Irlmaier, sondern auch im Buch über Anton Johansson aus dem Jahre 1954 (Merkwürdige Gesichte - Die Zukunft der Völker, Seite 107).....

Haben beide so etwas gesehen, oder hat der Bayer mal wieder etwas vom Eismeerfischer abgekupfert? Etwas, das physikalisch als Unsinn bezeichnet werden muss.......

Es hat schon seinen Grund, weshalb so viele angebliche Quellen in der Forumstonne verrotten.
Und täglich werden es mehr.

So lange die Weltbevölkerung weiter wächst, und vor allem der jeweilige Mittelstand in den aufstrebenden Staaten, so lange wird die Weltwirtschaft brummen.
Die Wirtschaft der BRD lebt doch schon lange vom Export.

Und im Export spielt die Musik, und entsteht der Bedarf. Und dort steigt die Nachfrage.....

Nein, morgen oder spätestens am Sonntag knallt es ja und die Banken machen dicht - meint jedenfalls Eichelburg.

Und so wird er es auch nächste Woche meinen, und an Weihnachten, und im nächsten Frühjahr, und, und, und.

Das einzige, was stimmt und feststeht, ist, dass wir jeden Tag einen Tag älter werden.

Beste Grüsse vom Baldur

Was nun?

Malbork, Montag, 25. September 2017, 09:50 vor 758 Tagen @ Baldur 4057 mal gelesen

Hallo Baldur,

nun, ich wollte noch die (vorlaeufigen) Endergebnisse der BTW abwarten, bevor ich Dir antworte.
Zum 23. September: Da wie erwartet NICHTS aber auch GARNICHTS geschehen ist, nicht mal irgendein ZEICHEN (groesseres Erdbeben, GAU, Tsunami, Kriegsausbruch, Terroranschlag etc pp.) muessen wir eindeutig feststellen, dass die Bibelprophetie VOLLKOMMEN fuer die Tonne ist (um es nicht noch deutlicher schreiben zu muessen). Was also sollte das ganze Theater um den 23. September? Ich koennte mir es nur noch mit einem Szenario erklaeren, naemlich, dass an diesem Samstag jemand geboren wurde, der einst Weltgeschichte schreiben wird (dann um 2048/49, wo wir wieder bei den Feldpostbriefen waeren -> CHIREN?) Ansonsten auf breiter Flur ein Reinfall.
Nun zur Wahl: Also ich muss schon sagen, was man auch immer von WAHLEN halten will und ob sie etwas veraendern oder nicht, aber das Ergebnis in der BRD laesst mich an der Zurechnungsfaehigkeit der deutschen Bevoelkerung zweifeln! Wenn es keine grossangelegte Wahlfaelschung war, wie der (mittlerweile wohl den Verstand verlorene) Eichelburg behauptet, dann muss ich leider feststellen, dass euer Volk, wie soll ich sagen, "kaputt" ist. Und zwar in jeder Hinsicht. Diese 70 Jahre Fremdherrschaft haben tiefgruendige Spuren hinterlassen und eine 180 Graddrehung ist "normal" absolut ausgeschlossen. Da wird nur eine Radikalkur mit dem Namen KRIEG etwas bewirken, in dem die alten und senilen, die gegenderten und verschwulten, die gesamte linksgruen indoktrinierte Mischpoke restlos abgeraeumt werden. Das waere nach heutigem Stand etwa 80% der Bevoelkerung, denn selbst die Nichtwaehler haben durch ihre Passivitaet die Zustimmung der Merkel erteilt.
Bei euch liegt wirklich alles im argen. Ich habe das schon 2006 gesehen und wollte nur noch weg.
Zum Eichelburg: Der wird gegen Ende des Monats (nachdem die Russen aus Weissrussland wieder abgezogen sind) massive Erklaerungsnot seiner Anhaenger bekommen, da fuer die alten Deppen die da an ihn und seine Prognosen glauben, die letzte Hoffnung auf "Befreiung" aus dem Merkelsystem schwindet. Da muss er sich etwas neues einfallen lassen, um die bei der Stange zu halten. :-D

Gruss
Malbork

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Endzeitprophetischer Selbstbetrug, außerdem "Demokratie" (zum hundertsten Male)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 25. September 2017, 12:05 vor 758 Tagen @ Malbork 4382 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Dienstag, 26. September 2017, 09:49

Hallo!

Zum 23. September: Da wie erwartet NICHTS aber auch GARNICHTS geschehen ist, nicht mal irgendein ZEICHEN (groesseres Erdbeben, GAU, Tsunami, Kriegsausbruch, Terroranschlag etc pp.) muessen wir eindeutig feststellen, dass die Bibelprophetie VOLLKOMMEN fuer die Tonne ist (um es nicht noch deutlicher schreiben zu muessen).

So weit würde ich gar nicht mal gehen, jedenfalls nicht deswegen.
Vermutlich ist die Bibelprophetie für die Tonne, aber nicht weil vorgestern nichts passierte, sondern weil die Bibel Verheißungen für die Völker der Levante um die Zeitenwende enthält, die sich lediglich aufgrund der Verbreitung des Christentums in der antiken Zivilisation und von dort ins spätere Abendland zufällig erhalten haben. Für uns ist die Endzeitprophetie mit allen Begleiterscheinungen (Jesu Wiederkehr, Antichrist, Wunderzeichen usw.) meines Erachtens völlig nichtssagend und unerheblich. Es wird auch künftig nichts dergleichen geschehen.

Was also sollte das ganze Theater um den 23. September? Ich koennte mir es nur noch mit einem Szenario erklaeren, naemlich, dass an diesem Samstag jemand geboren wurde, der einst Weltgeschichte schreiben wird (dann um 2048/49, wo wir wieder bei den Feldpostbriefen waeren -> CHIREN?) Ansonsten auf breiter Flur ein Reinfall.

Es waren völlig hohle, selbstbezügliche und keine objektive Bestätigung aufweisende Behauptungen. Es hat keinen Sinn, nun Ersatzspekulationen anzustellen, um den noch immer nicht erkannten, selbstinduzierten Unsinn noch eine Etappe weiter in die Zukunft zu retten.

Dieser ganze Aufruhr um vermeintliche Endzeitgeschehnisse am 23. September war im Wesentlichen ein Selbstläufer innerhalb der christlich geprägten Prophezeiungsgemeinde, die wieder einmal auf ihren eigenen Unsinn hereingefallen ist. Da werden doch regelmäßig Säue durchs Dorf getrieben, bei denen aus unerfindlichen Quellen Ideen sich verbreiten, die durch allerhand zusätzliche Einfälle aufgebläht und völlig naiv-unkritisch einfach geglaubt werden.
Von endzeitlicher Naherwartung eingelullte Gläubige saugen diesen Schmarrn auf wie trockene Schwämme und finden für ihre Glaubenssätze in ihrem Tunnelblick ständig vermeintliche Beweise in der Außenwelt. Sieht man genauer hin und prüft die Behauptungen zum einen auf ihre Quellenlage, zum anderen auf ihre innere logische Stringenz und Plausibilität, lösen sie sich regelmäßig in Wohlgefallen auf – und zwar schon vor dem Nichteintreffen! Es ist immer rein gar nichts dahinter außer den Selbstbespiegelungen einfältiger Blödiane, die sich die Welt so machen, wie sie gerne hätten. Objektiv im Sinne einer externen Bestätigung (z. B. durch die Wissenschaft) ist nie etwas dahinter. In der Regel kombiniert sich mit der religiösen Einfalt (die tatsächlich schon in Richtung Spenglers fellachoider, also unfruchtbarer zweiter Religiosität geht) noch Unbildung bezüglich der simpelsten physikalischen, astronomischen, historischen und sonstigen Grundlagen, so daß einem die eigenen Einbildungen, die man in die Außenwelt (z. B. Sternenkonstellationen) hineinliest, subjektiv um so plausibler erscheinen.

Wir können erwarten, daß sich dieser Unsinn in nicht allzu ferner Zukunft und noch viele Male wiederholen wird, weil von dieser Klientel nur sehr selten überhaupt jemand mal klüger wird.

Diese Ausführungen im zweiten Abschnitt sind prinzipiell unabhängig von der Eingangsfrage, ob an der biblischen Prophetie grundsätzlich etwas Wahres sei. Denn es handelt sich bei solchen regelmäßig nicht eintreffenden "Hypes" um ein in sich geschlossenes Glaubenssystem, dessen Dogmen allein um ihrer selbst willen für wahr gehalten werden. Selbst wenn an der biblischen Prophetie etwas dran wäre, was ich (um meinen ersten Abschnitt zu relativieren) gar nicht mal völlig ausschließe, würden die Einfältigen in ihrer Naherwartung die Inhalte regelmäßig in ihre Zeit und Umwelt projizieren und damit regelmäßig falsch liegen. Zum eigentlichen Kern des Themas und dessen eigentlicher Bedeutung dringen sie gar nicht vor.

Man sollte, wenn man sich schon damit beschäftigen will, bitte mindestens 1000 Schritte zurücktreten und das größere Ganze betrachten, statt eine religiös-dogmatische, Schriftsätzen verhaftete Nabelschau zu betreiben, bei der man irgendwelche Einbildungen, die man sich bei der Interpretation der Schriften und damit verbundener sekundärer Ideen selbst macht, zu unumstößlichen Wahrheiten erhebt, weil man meint, man hätte verstanden, "was Gott will".

Nun zur Wahl: Also ich muss schon sagen, was man auch immer von WAHLEN halten will und ob sie etwas veraendern oder nicht, aber das Ergebnis in der BRD laesst mich an der Zurechnungsfaehigkeit der deutschen Bevoelkerung zweifeln! Wenn es keine grossangelegte Wahlfaelschung war, wie der (mittlerweile wohl den Verstand verlorene) Eichelburg behauptet, dann muss ich leider feststellen, dass euer Volk, wie soll ich sagen, "kaputt" ist.

Möglicherweise "Demokratie" und die menschliche Natur nicht verstanden, so daß der unbewußte Glaubenssatz vorherrscht, das Volk könnte prinzipiell eine unabhängige Meinung ausdrücken oder Massen wären grundsätzlich zu irgendeiner Souveränität fähig?

Völlig unabhängig davon, welche Regierungsform herrscht, wird das Volk stets die jeweiligen Herrschenden stützen und die zeitgeistgemäßen Ansichten wiederspiegeln. Es ist zu jeder Zeit eine passive Masse, die von oben herab durch ihre Führung strukturiert wird! "Bottom-up-Ansätze", wie sie in der Demokratie umfänglich gefordert werden, funktionieren bestenfalls innerhalb überschaubarer Gemeinschaften und Teilabschnitten größerer Ordnungen, die sich mit flacheren Hierarchien selbst organisieren.
Die menschliche Natur ist in monarchischen Zeiten grundsätzlich keine andere als in demokratischen. Das hierarchische Prinzip pflanzt sich von Adel und Priestertum herab sich aufspaltend bis in die innere Organisation von Großfamilien fort. In der Zivilisation sind diese Strukturen zerstört, die Bevölkerung ist aber immer noch instinktiv nach oben ausgerichtet. Das ist ganz normal, denn alles Leben ist "nach oben" orientiert: die Pflanze zum Licht, das Herdentier zum Leithammel, das Rudelmitglied zum Leitwolf, der Mensch zu Gott oder zu jeder Institution, die in der jeweiligen Gesellschaftsform an oberster Stelle steht. Das ist keine bewußte Entscheidung, sondern intuitiv gewachsen. Dabei spielt es keine Rolle, wenn einzelne Individuen aus der Reihe schlagen.

Ich bin dieses ständige Gejammer, bei dem den Deutschen ihr Wahlverhalten vorgeworfen wird, leid. Es ist einfach falsch! Dem liegt ein grundsätzliches Unverständnis zugrunde, was Demokratie eigentlich bedeutet und wie menschliche Gesellschaften zu allen Zeiten prinzipiell aufgebaut sind.
Man könnte es auch schärfer formulieren: Demokratie, wie sie einem in der Schule beigebracht wird, ist ein völliges Ding der Unmöglichkeit. Sie widerspricht dem Aufbau der Schöpfung in jeder Hinsicht und kann folglich auch nie entstehen. Es hat sie historisch nie gegeben, es gibt sie im Augenblick nicht und es wird sie auch künftig nie geben. Demokratie ist die Illusion, die dem Volk von derzeit Herrschenden vorgegeben wird. Damit bewegt sie sich völlig in der von mir beschriebenen Strukturierung "von oben herab". Während in der Kulturepoche indes die Form monarchischer Souveränität herabgespiegelt wurde, so daß jeder innerhalb der Hierarchie an seiner Stelle in seinem Wirkungskreis souverän war, so daß maximale Freiheit herrschte, wird heute von oben herab das Bild einer Strukturierung von unten herauf vorgespiegelt, die tatsächlich zu maximaler Unfreiheit führt. Die Menschen treffen scheinbar Entscheidungen, die tatsächlich gar nicht die ihren sind.

Die Verhältnisse werden sich in dem Augenblick ändern, an dem eine andere Kraft an die Spitze tritt, die ein grundsätzlich anderes Ordnungsprinzip vertritt. Dann werden sich innerhalb kurzer Zeit die Ansichten der Mehrheit ändern, weil die Masse auf einen anderen Angelpunkt ihres Daseins orientiert ist.
Dem muß zwangsläufig ein Zusammenbruch der demokratischen (Anti-)Ordnung aus sich selbst heraus vorangehen, welcher die neue Herrschaftsform durch einen finalen Akt der Gewalt lediglich den letzten Sargnagel einschlägt. Dann werden wie immer Köpfe rollen.
Die AfD ist nicht diese Kraft! Sie ist bestenfalls ein Symptom, welches das allmähliche Scheitern der noch herrschenden Ordnung anzeigt, indem (noch) im Gewande demokratischer Gepflogenheiten vormals geächtetes wieder erscheint. Im Untergrund verschieben sich Gewichte, was die Statik des Systems unter Scherkräfte setzt. Der Druck, der alles zusammenbrechen läßt, kann und wird wohl aus ganz anderer Richtung kommen.

Das Volk hat hierbei wie bei jedem anderen Ereignis der Geschichte nichts zu bestimmen. Es ist auch nicht an seinem Schicksal schuld. Schuld setzt ein selbstbewußtes Wesen voraus, einen Intellekt, der zu eigener Entscheidung fähig ist, was auf Völker nicht zutrifft, aber auf ihre jeweiligen Führungen.
Das Volk ist passiv, es kann sich nicht selbst schützen und muß daher durch eine starke Führung beschützt werden, die Formprinzipien vorgibt, welche das einzelne Volksmitglied im Sinne einer "Hilfe zur Selbsthilfe" durch Vorbild und Erziehung in die Lage versetzen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten und im Bewußtsein, durch starke, über einen wachende Institutionen (Heer, Polizei, Gerichtsbarkeit usw.) Rückendeckung zu haben, selbst zu helfen.

Die armen Deutschen aber sind einem feindlichen System, das ihre restlose Vernichtung will, völlig schutzlos und ohne eigene Schuld (!!!) ausgeliefert. Zugleich stützen sie diese Ordnung aufgrund ihrer instinktiven, unbewußten Eigenheit als Volk. "Stützen" ist hier nicht als aktive Entscheidung zu verstehen, sondern wie ein Fachwerk passiv ein Gebäude aufrecht erhält, dessen Kern es zugleich ausmacht. Sie können gar nicht anders, weil sie so gewachsen sind! Das macht die Vorzüge und das Potential dieses Volkes aus. Solange die Deutschen ihren Staat stützen, was immer es auch für einer sei, sind sie noch vorhanden. Man laste ihnen aber nicht die Verkommenheit der Führung an!

Nachsatz: Natürlich werden die obigen Ausführungen von vielen nicht verstanden werden, selbst wenn sie den Eindruck haben, sie verstanden zu haben. Dafür sind die demokratischen Fiktionen, daß sich das Volk durch freie Wahlen selbst eine Regierung gäbe, die seinen Willen repräsentiert, einfach zu stark. Ein Trugschluß liegt bereits in dem Glauben, daß das Volk überhaupt einen Willen habe.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

vor lauter Theorie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

Baldur, Montag, 25. September 2017, 13:18 vor 757 Tagen @ Taurec 4122 mal gelesen

Hallo, Taurec,


Möglicherweise "Demokratie" und die menschliche Natur nicht verstanden, so daß der unbewußte Glaubenssatz vorherrscht, das Volk könnte prinzipiell eine unabhängige Meinung ausdrücken oder Massen wären grundsätzlich zu irgendeiner Souveränität fähig?


mit Verlaub, darum geht es doch gar nicht.

Es geht darum, dass eine Erna Dosenkohl vier Jahre lang mit den Ergebnissen der Regierungstätigkeit konfrontiert wird. Ganz real, in allen Bereichen.
Auf Bundes-, auf Landes- und auf Gemeindeebene.

Und da läuft eine ganze Menge schief.

Exemplarisch verweise ich auf Volker Pispers, der schon mal mustergültig zusammenfasste, wieso Partei XYZ im Wahlprogramm ganz besonders ABC verfolgen möchte, wobei XYZ doch bereits 25 Jahre an der Macht war, und alles bereits längstens hätte umsetzen können.

Es geht darum, dass ein erheblicher Teil der Wahlberechtigten von denen, die sie gewählt haben, offen verarscht wurden und werden, und trotzdem ist das den Leute offenkundig wurscht, und sie wählen sie immer wieder und wieder, obwohl sie belogen, betrogen, und ungeniert - mit Verlaub: angeschissen werden.

Darum gehts.

Darum, dass die absolute Mehrheit nicht gewinnt, sondern verliert, dies auch erkennen könnte und oft sogar selbst spürt, aber trotzdem weiterhin freiwillig und ohne Zwang den Leithammeln hinterherhechelt.

Man wählt bewusst ein Übel, weil es das kleinere sein soll, oder man wählt aus Euphorie, weil man den Weg ins Verhängnis ausdrücklich haben möchte.

Dieses Verhalten kann man nicht mit philosophischen Betrachtungen zu Völkern und Geschichte entschuldigen, dieses Verhalten zeugt vielmehr von einem absoluten Verlust an Vernunft, an Überlebensinstinkt, und Verstand. Es kann nur als Ausdruck tiefgreifender Degeneration bezeichnet werden.

Zitrone hat im Prophezeiungsforum auf einen wesentlichen Ursprung dieser Entwicklung hingeweisen, die sogenannte Frankfurter Schule, die alles durchseucht hat.

Jedoch ändert das nichts daran, dass jeder täglich im Leben einen Soll-/Ist-Vergleich zu sehen und zu spüren bekommt.

Aber selbst das vermag bei rund 85% der Wählenden keine Erkenntnis zu wecken.

Göring-Eckhard verwies zurecht darauf, dass die AfD nicht die Mehrheit repärsentiere, wohl aber die versammelten Einheitsblockparteien.

Malbork hat ausdrücklich Recht, was er über die Situation in Buntschland sagt.

Zwar besteht dieser Irrsinn analog auch in anderen umliegenden Staaten, aber nirgends ist er von seiner Dimension derart bedrohlich wie in der ehemaligen BRD.

Entweder sind dort die finanziellen Risiken aus der permanenten Schuldenkrise, verfälschend Eurorettung genannt, geringer, oder der Lebensstandard der Malocher ist vergleichsweise besser.


Das Volk hat hierbei wie bei jedem anderen Ereignis der Geschichte nichts zu bestimmen. Es ist auch nicht an seinem Schicksal schuld. Schuld setzt ein selbstbewußtes Wesen voraus, einen Intellekt, der zu eigener Entscheidung fähig ist, was auf Völker nicht zutrifft, aber auf ihre jeweiligen Führungen.


Ja, und auf die einzelnen Wähler selbstverständlich!

Volk ist etwas kollektives, Wähler aber sind eine Ansammlung von lauter einzelnen Individuen, denen Urteilsfähigkeit zugebilligt wird (Geschäftsfähigkeit).
Dann müssen sich diese auch an ihren bewussten Entscheidungen messen lassen.


Die armen Deutschen aber sind einem feindlichen System, das ihre restlose Vernichtung will, völlig schutzlos und ohne eigene Schuld (!!!) ausgeliefert.

Japan kommt aus der gleichen Ausgangslage, hat dem aber erfolgreich widerstanden. Es geht also. Wenn man will.

Ganz offensichtlich wollen es die Deutschen in grossen Landesteilen nicht, und teilen aus freiem Entschluss die Ziele der Rattenfänger.

Beste Grüsse vom Baldur

Macht und Volk

nemo, Montag, 25. September 2017, 15:25 vor 757 Tagen @ Baldur 3975 mal gelesen

Hallo Baldur,

das Volk – die Masse – wird niemals die Macht innehaben. Das zu verstehen reicht aus.

Die Gründe dafür sind vielschichtig, vor allem jedoch wird es immer Menschen oder
Gruppen geben, die das Volk führen werden. Meist aus wirtschaftlichen Interessen
heraus, aber auch weil es eine Organisation braucht um eine gewisse Sicherheit
und Stabilität zu gewährleisten.

Die einzig relevante Frage ist für mich daher: Wer hat die Macht? Im Moment ist
es die Mafia, die zusammen mit den Poitikdarstellern Pläne umsetzt, die in geheimen
Hinterzimmern geschmiedet wurden.

Die Japaner sind ebenfalls Opfer der Mafia. Nur sind Sklaven, die ihre Sklaverei
lieben nicht so leicht zu erkennen, wie jene Sklaven die ihre Sklaverei hassen.

Das Kollektiv ist eine Fiktion. Wegen Dunbar.

Gruß
nemo

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Mit der Regierungstätigkeit konfrontiert

BBouvier, Montag, 25. September 2017, 17:29 vor 757 Tagen @ Baldur 4107 mal gelesen

<"Es geht darum, dass eine Erna Dosenkohl
vier Jahre lang mit den Ergebnissen der Regierungstätigkeit
konfrontiert wird. Ganz real, in allen Bereichen
.">

Hallo, Baldur!

Ja, natürlich.

Und die findet die Regierungstätigkeit doch ganz toll so:
Bestätigt ja auch ihr Fernseher.
Diese Frau wird mit rein nichts konfrontiert.
Außer mit dem Nachrichtensprecher.
Der ihr die erfolgreiche Parteilinie vermittelt.

Ein älterer Bekannter lag mal eine kleine Weile
mit kaputtem Hax´n im Krakenhaus.
Die Oberärztin am dritten Tag bei der Visite:
"Herr Gebrecht - Sie lesen ja schon wieder in einem Buch!"
Der:
"Ja, natürlich, ich lese etwa ein Buch, alle zwei Wochen."
Die:
"Ach was!!
Wissen Sie, ich würde ja eigentlich auch mal
ganz gerne ein Buch lesen!
"

Die findet alles ebenfalls ganz toll:
Sagt ja auch ihr Fernseher.

Du überschätzt die Menschen.
Du unterschätzt die Arbeit der Medien.
Was die gestrige Wahl betrifft, so meinte der Fernseher,
man könne sich da völlig frei zwischen Merkel und Schulz entscheiden.
Und genau das (!) hat die Masse dann auch getan.

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Klar bei Verstand

Malbork, Montag, 25. September 2017, 18:13 vor 757 Tagen @ BBouvier 3978 mal gelesen

Du überschätzt die Menschen.
Du unterschätzt die Arbeit der Medien.
Was die gestrige Wahl betrifft, so meinte der Fernseher,
man könne sich da völlig frei zwischen Merkel und Schulz entscheiden.
Und genau das (!) hat die Masse dann auch getan.

Beste Grüße!
BB

Hallo Bouvier,

da lob ich mir meine Landsleute. Da hat der Fernseher naemlich auch gemeint, wenn ihr die Buergerplattform nicht waehlt sondern die Rechten, dann herrscht Chaos und Verderben. Und das wir Fluechtlinge aufnehmen muessen, da es alternativlos sei. Nichts da, wir haben diese Luegner und Diebe abgewaehlt. Seitdem geht es der Wirtschaft praechtig (unter 7% Arbeitslosenquote, Haushaltsueberschuss, mehr Steuereinnahmen, keine Fluechtlinge und Ausbau der Polizeieinheiten und des Militaerausgaben + Schaffung einer Nationalgarde. Es geht eben doch.

Man muss nur klar bei Verstand sein :-)
Gruss
Malbork

die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber

Baldur, Montag, 25. September 2017, 18:18 vor 757 Tagen @ BBouvier 4044 mal gelesen

Hallo, BB,

zu Deinem Krankenhausbeispiel: meine Tante lag auch mal, frisch operiert, im Krankenzimmer, als ihre Zimmerkollegin Besuch von ihrer Grosssippe bekam - augenscheinlich Angehörige einer mobilen ethnischen Minderheit.

Da es im Zimmer zu wenig Sitzgelegenheiten gab, setzten sich einige halt auf ihren Bettrand, also den meiner Tante.

Als sie es wagte, dagegen zu protestieren, und um Rücksichtnahme bat, wurde ihr Gewaltanwendung angedroht.

Würde ein normal Begabter jetzt dieses Erlebnis als Faktum nehmen und unmittelbar seine Schlüsse daraus ziehen, oder sich von den Medienpresstituierten einreden lassen, man müsse halt einfach ein bisschen guten Willen zeigen und sich alles gefallen lassen, dann wird das schon alles geschafft, es dient ja angeblich einem guten Zweck?

Zu Deiner Krankenschwester ohne Buchlesehintergrund: die fährt vermutlich zu Randzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und sieht/erlebt die Situation, mit der Normalbürger konfrontiert werden, im Spital und auf der Strasse, im Gegensatz zu Politpredigern mit Personenschutz und Panzerlimousine - und schuftet für einen Hungerlohn. Vielleicht sollte sie sich auch mal ihre Rente ausrechnen lassen, um zu sehen, wie toll es ihr doch wirklich geht.

Fernseher, oder eigenes Erleben......was wiegt stärker?

Mich überzeugt das Marionettengeschwafel überhaupt nicht, und es beeindruckt mich schon gleich gar nicht.

Klar wird im Grossen alles durch die Hintertanen regiert, aber muss ich die auch noch selber alle vier Jahre bestellen und legitimieren?

Ist es zuviel verlangt, sich ein paar Gedanken um Zukunft und Nachkommenschaft zu machen, und in der geheimen Wahlkabine das eigene Hirn zu gebrauchen?

Das Wahlergebnis gibt seit Jahrzehnten die Antwort.

Insofern ist das Menschenbild der Machtelite, die das Stimmvieh verachtet und benutzt, nur gerecht und angemessen.

Wir dürfen getrost davon ausgehen, dass die rund 85% Unterstützer der sozialfaschistischen Einheitsblockpartei samt ihrer vermummten Schlägertrupps den eingeschlagenen Weg haben möchte.

Leute mit anderer Ansicht sind stark in der Minderheit.

Daher können wir bis auf weiteres (also die nächsten 20+ Jahre) die Szenarien der Zahnarzthelferin als völlig wirklichkeitsfremd in die Tonne schmeissen.

Godot kommt nicht.

Beste Grüsse vom Baldur

Was die Medien machen

Röde Orm, Dienstag, 26. September 2017, 11:55 vor 757 Tagen @ BBouvier 4007 mal gelesen

bearbeitet von Röde Orm, Dienstag, 26. September 2017, 12:09

Hallo BB,

Die findet alles ebenfalls ganz toll:
Sagt ja auch ihr Fernseher.

Du überschätzt die Menschen.
Du unterschätzt die Arbeit der Medien.
Was die gestrige Wahl betrifft, so meinte der Fernseher,
man könne sich da völlig frei zwischen Merkel und Schulz entscheiden.
Und genau das (!) hat die Masse dann auch getan.

mein kleiner Sohn (6 Jahre alt) guckt regelmäßig Logo im Kika
(Nachrichten für Kinder im öffentlich rechtlichen Fernsehen).
Er ist extrem wissbegierig und eigentlich finde ich es gut,
dass er sich für „kindsgerechte“ Nachrichten aus aller Welt
interessiert.

Vor ein paar Tagen ging es los: Hoffentlich gewinnt Merkel
und die CDU. Als dann der Wahlausgang präsentiert wurde,
jubelte er, als hätte seine Fußballmannschaft ein Tor
erzielt. Immerhin wollte er wissen, was ich denn gewählt
habe. Da stehst man nun – wie soll ich einem 6 Jährigen
Politik erklären? Soll ich den Lütten zu einem Revolutionär
erziehen, der in der derzeitigen Welt nicht zurecht kommen
wird? Ich kann dem Kleinen nicht vermitteln, was Taurec
ausdrücken möchte; dafür reicht der Intellekt doch noch
gar nicht.

Ein Beispiel was Medien machen und zwar von Anfang an.
Das Prinzip ist in jeder geschichtlichen Epoche gleich.
Der Horizont des Menschen bleibt beschränkt auf das was
man kennt und fühlt sich damit vielleicht nicht immer gut,
aber sicher. Erst wenn das Gefühl von Sicherheit verloren
geht, werden Wege zu Alternativen beschritten. So weit sind
wir in Deutschland noch lange nicht, und damit möchte ich
auch Bezug auf das Thema Weltenwende nehmen.

LG
R.

PS: Die Umwelt mit den Mitmenschen ist das was einen prägt.
Insoweit ist der freie Wille und somit die freie Meinung
beschränkt.

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Die geistige Situation des modernen Herdenmenschen

Taurec ⌂ @, München, Montag, 25. September 2017, 19:22 vor 757 Tagen @ Baldur 4250 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Dienstag, 26. September 2017, 09:48

Hallo!

mit Verlaub, darum geht es doch gar nicht.

Doch, genau darum geht es.

Man kann nicht von sich selbst und seiner vermeintlichen Erkenntnis auf die Allgemeinheit schließen, und von ihr die selbe geistige Höhe einfordern (ein sogenannter individualistischer Fehlschluß).

Der selbe Fehler wird seit mindestens 250 Jahren von (meist selbsternannten) Trägern der Aufklärung begangen, die von ihren Mitmenschen verlangen, sich ihres Verstandes zu bedienen. Sobald sie dies nur täten, würde sich die Welt schon in eine bessere verwandeln, denn dann wäre die allgemeine Ratio eingetreten, die bei Erkenntnis der Gründe auch notwendigerweise überall zu denselben Vernunfturteilen führen würde.
(Die französische Revolution als Prototyp der gesamten Entwicklung, die sich seitdem im Großen vollzieht, neigte dazu, die nicht passenden Elemente als entartet einfach auszumorden.)

Das ist die irrige Grundannahme aller Verfechter der Demokratieutopie. Es ist auch Dein Irrtum. Dein Gram über das dumme Wahlvieh, das seine eigenen Schlächter wähle, ist die unmittelbare Folge eines falschen Axioms über die Natur des Menschen und seine Möglichkeiten, sobald er als Masse auftritt. Deine Enttäuschung ist ebenso zwangsläufig wie ohne Grundlage.

Es geht darum, dass eine Erna Dosenkohl vier Jahre lang mit den Ergebnissen der Regierungstätigkeit konfrontiert wird. Ganz real, in allen Bereichen.

Keinen geringen Anteil an der Misere hat der Umstand, daß die traditionellen sozialen Verbindungen (Familie, Kameradschaft etc.) heute zerstört sind, welche den Menschen in ihrer unmittelbaren Umwelt als Spiegelbild der höheren Ordnung Struktur (Sitten, Verhaltensnormen und eine Einheit der Lebenseinstellung) gaben. Das in der Zivilisation isolierte und vereinsamende Individuum sucht notgedrungen den Anschluß an äußere Normen, wobei sich nur Ersatzreligionen, Ideologien, "Subkulturen" und ein unreflektiertes Schwingen im Zeitgeist neben anderen Verlorenen anbieten. So wird wenigstens ersatzweise eine trüber Nachklang der verlorenen Gemeinschaft empfunden. Die meisten Menschen sind von ihrem Naturell her Herdenexemplare. Das ist auch gut so. Mit lauter Exzentrikern, die ihr eigenes Ding durchziehen wollen, läßt sich kein Staat, geschweige denn eine Kultur machen. Solche machen idealerweise nur eine kleine Minderheit aus, die neue Impulse bringt.
Die negativen Tendenzen, die wir heute beobachten, sind eine Folge dessen, daß die ursprüngliche Ordnung völlig auf den Kopf gestellt wurde, während noch dieselben, eigentlich Aufbauendes anstrebenden menschlichen Energien wirken, so daß eine negative Verstärkung nach unten erfolgt. Man kann sich kaum vorstellen, wie entfremdet sich Erna Dosenkohl eigentlich fühlt, ohne klaren Durchblick, was eigentlich vor sich geht, aber mit dem dumpfen Gefühl bewehrt, daß irgend etwas mit der Welt grundsätzlich nicht stimmt. Alle Antworten, die sich in der Umgebung finden, sind eigentlich nicht hinreichend. Um das zu erkennen, bräuchte sie die geistige Verwurzelung, die sie (ohne eigenes Verschulden) nicht mehr hat. Als psychologischer Reflex werden die dürftigen Angebote der Umwelt für ganz besonders richtig und wahr gehalten. So mag man wenigstens das nagende Gefühl der Unzulänglichkeit durch einen Akt des Selbstbetruges, der zur Lebenslüge wird, übertünchen. Nicht wenige aber wählen schlicht aus Gewohnheit, was sie meinen, daß die Mehrheit in ihrer Umgebung wählte, weil sie einfach den Anschluß nicht verlieren wollen.

Das einzig sinnvolle wäre, nicht bei den anderen die Fehler zu suchen, sondern nur bei sich selbst. Wer die natürliche Ordnung in sich wieder herstellt, vermag in seine Umgebung auszustrahlen und den verirrten Schafen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen, als Leuchtturm zu dienen (wieder strukturierend "von oben nach unten"). Nur im Einzelnen, nicht in der Masse liegt die Lösung. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen "rechtem" (also "richtigem") Denken und "linkem" (also "falschem"). Der Rechte korrigiert sich selbst, der Linke macht alle anderen für sein Leid verantwortlich und will "die Welt reparieren" (letzteres mit den Worten der Erfinderin des "Gender Mainstreamings").
Das ist es auch, was das Abendland, den faustischen Menschen im Kern ausmacht: die bis zum letzten, bis zur schmerzhaftesten Konsequenz getragene Selbstverantwortung. Auch der Preuße (pars pro toto für die Deutschen) verliert sich nicht im Ganzen, sondern fragt, wie er als Einzelner (wie Friedrich II. als erster Diener seines Staates) dem Ganzen dienen kann, jedenfalls sofern er sich auf der Höhe seiner geistigen Möglichkeiten befindet.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

dann stelle ich mal die Frage anders herum

Baldur, Montag, 25. September 2017, 20:16 vor 757 Tagen @ Taurec 4013 mal gelesen

Hallo, Taurec,

ich gebe Dir Recht, dass Deine Sichtweise einen bedeutenden Teil des Volkes zutreffend beschreibt.

Vor einigen Monaten sagte mir ein Arbeitskollege, ich sei der allererste überhaupt, der ihm im Leben begegnet sei, der offen eine ganz andere Meinung vertitt, als er sie von jeher kennt und aus dem Umfeld erlebt.

Das brachte ihn, der aus einem streng linksalternativen Elternhause kommt, immerhin zum Nachdenken.

Eine solche, andere Perspektive war absolut neu für ihn, aber er vermochte sie einmal zu betrachten.

Andere können/wollen das nicht.

Diese sind allesamt auf einer anderen Stufe, die Welt zu bewerten.


Man kann nicht von sich selbst und seiner vermeintlichen Erkenntnis auf die Allgemeinheit schließen, und von ihr die selbe geistige Höhe einfordern (ein sogenannter individualistischer Fehlschluß).

Worum es mir geht, ist die andere grosse Gruppe im Volk, die eigenartigerweise 4 Jahre minus einen Tag mosert, stänkert, schimpft und motzt über die da oben, über die Ungerechtigkeit, über den Irrsinn.

Im persönlichen Gespräch sind diese Leute sehr wohl willens und fähig, sich umfassend mit Themen auseinanderzusetzen, können mitreden, haben überraschend gute Kenntnis von dem, was gerade an Üblem läuft.

Sie müssten also grundsätzlich auf einer gemeinsamen Basis mit einem selbst stehen.

Und am Wahltag? Da tritt irgendein geheimnisvoller Mechanismus in Kraft, der sich aus Deinen obigen Betrachtungen nicht herleiten lässt, meiner Meinung nach.

Ein Bekannter war mal Mitglied einer radikalen Protestpartei, und entschloss sich vor den Wahlen nichtsdestotrotz, aus taktischen Gründen eine andere Partei aus dem Einheitssozialistenblock zu wählen, die für ihr notorisches Umfallen seit Jahrzehnten bekannt ist.

Und? Sie fiel kurz später wieder um, was denn auch sonst.

Und der Bekannte? Moserte und motzte weiter.

Na, da sage ich doch, danke an den Hausverstand.

Natürlich hätte eine konsequente Wahlentscheidung im grossen nichts geändert, aber er hätte sich hernach wenigstens noch im Spiegel ansehen können.

Wie war das mit dem normativen, Kantschen Verhalten?

Vorbild sein!

Allerdings gehen einzelne Vorbilder in der trampelnden scheubeklappten Herde unter, für sie ist es besser, sich andernorts eine für sie vernünftigere Umgebung zu suchen.

Und das heimische Elend (das im Grossen ja noch aussteht, und nur im Kleinen wie Gift lähmend und zerstörerisch wirkt) aus der Ferne zu betrachten.

Beste Grüsse vom Baldur

Das Elend kommt erst noch

Malbork, Montag, 25. September 2017, 21:38 vor 757 Tagen @ Baldur 4178 mal gelesen

Und das heimische Elend (das im Grossen ja noch aussteht, und nur im Kleinen wie Gift lähmend und zerstörerisch wirkt) aus der Ferne zu betrachten.

Beste Grüsse vom Baldur

Hallo Baldur,

du sagst es, euer Martyrium in eurem eigenen Land hat ja noch nicht einmal richtig begonnen! Was euch nach 2030 bevorsteht, seht ihr jetzt in Syrien und im Irak am Beispiel des Schicksals der Jesiden. Die Maenner werden bestenfalls gleich erschossen, wenn sie Pech haben enden sie in einem Loch und werden zu Tode gequaelt und geschaechtet. Die Frauen gehen den Weg der Massenvergewaltigung und werden dann als Sexsklavinnen an psychopathische Krieger verkauft. Das alles steht euch noch bevor, wenn die EU erst nach 2030 auseinander fallen sollte (denn das sie auseinander faellt, ist sicher) und keiner das Sozialgeld mehr erwirtschaften wird koennen um diese Horden bei der Stange zu halten. Momentan lebt ihr noch von der Substanz und der Tuechtigkeit der aelteren Jahrgaenge. Aber wie ich frueher einmal schrieb, um 2030 gehen (spaetestens auch ohne Krise) bei euch die Lichter aus. Dann kippt auch die EU. Dann wird Westeuropa eine "No-Go" Terrorzone. Bei uns in Polen wird offen im Fernsehen darueber gesprochen. Wir wissen, dass in einigen Jahren viele Westeuropaeer bei uns Asyl beantragen werden, um dem Chaos und dem Wahnsinn zu entgehen. In den Schulen wollen wir ein neues Pflichtfach ab 2019 schaffen. Selbstverteidigung + regelmaessiger Schiessstandbesuch. Jeder Landkreis soll seinen Schiessstand bekommen. Ja, unsere Jugend soll nicht wie die Weicheier im Westen erzogen werden. Schon im Kindergarten hat mein Sohn bspw. von der Gemeinde gesponserte Karatekurse besucht. Wir wissen, was in einigen Jahren ansteht. Es wird Krieg geben. Darauf laeuft es hinaus.
Hast Du schon einmal daran gedacht, bspw. nach Oppeln (Opole) zu siedeln? Da gibt es Orte, in den deutsch zweite Amtssprache ist. Da wuerdest Du dich heimisch fuehlen. :-D

MfG
Malbork

VOLLZITAT GELÖSCHT

Eyspfeil, Montag, 25. September 2017, 21:44 vor 757 Tagen @ Malbork 4054 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Montag, 25. September 2017, 22:30

Hallo Malbork!

Vergeß nicht, daß Polen ebenfalls Mitglied der EU ist, wenn der Westen zerfällt und
es in der BDR loosgeht, ist Polen bestimmt nicht auf der Insel der Gückseligen.
Obwohl vielleicht dort ehrlicher über die ganze Problematik geredet wird.

Polen liegt überdies näher an Rußland, falls sich der Durchmarsch derselben
tatsächlich noch ereignen wird. Die Balten und Polen fühlen sich schon jetzt
ganz nett bedroht.

LG,

Eyspfeil

Insel der Vernuenftigen

Malbork, Montag, 25. September 2017, 22:07 vor 757 Tagen @ Eyspfeil 4084 mal gelesen

Vergeß nicht, daß Polen ebenfalls Mitglied der EU ist, wenn der Westen zerfällt und
es in der BDR loosgeht, ist Polen bestimmt nicht auf der Insel der Gückseligen.
Obwohl vielleicht dort ehrlicher über die ganze Problematik geredet wird.

Polen liegt überdies näher an Rußland, falls sich der Durchmarsch derselben
tatsächlich noch ereignen wird. Die Balten und Polen fühlen sich schon jetzt
ganz nett bedroht.

LG,

Eyspfeil

Hallo Eyspfeil,

Umfragen haben gezeigt, dass noch eine Mehrheit in der EU verbleiben moechte. Aber allein das Faktum, dass es schon Umfragen zu einem Verbleib in der Union seit diesem Jahr gibt laesst aufhorchen. Ich bin mir sicher, wir werden im richtigen Moment die Notbremse ziehen und die Union verlassen, wenn der Untergang sich immer deutlicher abzeichnen wird. Warum sollten wir auch bleiben wollen? Fuer welche "Werte" sollte ich im Notfall meinen Kopf hinhalten? Damit ich Moslems mit meinen Steuern rundumversorgen darf? Damit man aus meinem Sohn in der Schule eine Schwuchtel macht und aus meinen Toechtern Sexobjekte fuer die Surensoehne? Das will keiner hier, die Mehrheit ist wie ich schrieb noch klar bei Verstand. Wenn die EU nicht zur Vernunft kommt, dann muessen die Vernuenftigen eben gehen. So nebenbei, wir haben das zweitgroesste Silberfoerderungsunternehmen weltweit. ;-)

Gruss
Malbork

Warnehmung Westeuropas in Polen und generell in Osteuropa

Explorer, Dienstag, 26. September 2017, 09:08 vor 757 Tagen @ Malbork 4176 mal gelesen

bearbeitet von Explorer, Dienstag, 26. September 2017, 09:37

Hallo Malborek,

Zu deiner Aussage: "Aber wie ich frueher einmal schrieb, um 2030 gehen (spaetestens auch ohne Krise) bei euch die Lichter aus. Dann kippt auch die EU. Dann wird Westeuropa eine "No-Go" Terrorzone. Bei uns in Polen wird offen im Fernsehen darueber gesprochen. Wir wissen, dass in einigen Jahren viele Westeuropaeer bei uns Asyl beantragen werden, um dem Chaos und dem Wahnsinn zu entgehen. In den Schulen wollen wir ein neues Pflichtfach ab 2019 schaffen. Selbstverteidigung + regelmaessiger Schiessstandbesuch. Jeder Landkreis soll seinen Schiessstand bekommen."

Kannst du dazu einen Link setzen, wo man diese Aussagen nachlesen kann? Am besten Texte, die mit googletranslater oder ähnlichem sinnerfassend leicht übersetzt werden können.
Schreiben auch polnische Zeitungen darüber?

Wenn darüber offen geprochen wird, wie denken denn die Polen darüber, Deutschen, Engländern, Franzosen, Italienern usw. Asyl zu gewehren?
Wie viele Westeuropäer könnten denn im Fall der Fälle wirklich nach Osten?
Sehen die Polen es eher so, dass die Westeuropäer selbst schuld sind, oder sieht man es eben so, dass die Westeuropäer dass Pech hatten von einer feindlich gesonnen Elite manipuliert worden zu sein?

Viele Deutschsprachige werden sich vermutlich in den nächsten Jahrzehnten in der ehemaligen DDR sammeln, sofern dieses Gebiet weitgehend ethnisch homogen bleibt (ich denke auch, dass sich dann z.B. Niederländer, die ja in der Schule auch gut Deutsch lernen dorthin absetzen werden), bevor sie weiter gegen Osten gehen.

Interview zum AfD-Ergebnis im Osten „Die Spaltung ist schon lange da
http://www.berliner-zeitung.de/politik/bundestagswahl/interview-zum-afd-ergebnis-im-osten--die-spaltung-ist-schon-lange-da--28480450

Frauke Petry siegt in Sachsen
Stärkste Partei, drei Direktmandate, darunter eines für Frauke Petry: Sachsen ist die AfD-Hochburg. Im ganzen Osten hat die AfD besonders bei Männern punkten können.
http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/afd-triumphiert-im-osten-frauke-petry-siegt-in-sachsen-15215116.html

Falls sich Ostdeutschlad wirklich von der BRD abspaltet (wie von BBouvier "gesehen"), würde es im strategischen Interesse aller osteuropäischen Staaten und liegen (am meisten von Polen und Tschechien), diesen "neuen Staat" zu unterstützen, wo es nur möglich ist. Dieser Staat würde einen erheblichen Teil von flüchtenden Westeuropäern aufnehmen und somit zu einer Reduktion des Migrationsdrucks beitragen.


Grüße Explorer

Problem mit Querverweisen

Malbork, Dienstag, 26. September 2017, 09:44 vor 757 Tagen @ Explorer 4086 mal gelesen

Kannst du dazu einen Link setzen, wo man diese Aussagen nachlesen kann? Am besten Texte, die mit googletranslater oder ähnlichem sinnerfassend leicht übersetzt werden können.
Schreiben auch polnische Zeitungen darüber?

Hallo Explorer,

hier hast Du den Querverweis auf die Schiessstaende und militaerische Grundkenntnisse in den mittleren Schulklassen. Dazu soll noch in jedem Landkreis mindestens eine Schule so genannte Militaerklassen stellen.
Das Jahr 2030 wurde so nicht speziell erwaehnt, man geht grob von einem Zeitraum von 10 bis 20 Jahren aus. Einen link werde ich dir schwer anbieten koennen. Wenn, dann nur zu VOD Sendungen, die dir aber als nicht Sprachler wenig bringen werden. In den grossen Zeitungen (die noch unter "deutscher" Kontrolle sind) steht so etwas nicht drin. Ich verfolge natuerlich Diskussionen in den so genannten "social-medias" und da ist den Leuten (vor allem der jungen Generation) bewusst, dass es zu dieser Entwicklung einst kommen muss und wird.

Gruss
Malbork

Guter Junge, böser Junge und warum der Wunsch nach Mächtigen ein Armutszeugnis ist

Steffomio, Montag, 25. September 2017, 22:03 vor 757 Tagen @ Baldur 4035 mal gelesen

Hallo Baldur,
wie verdreht die Welt ist und warum, das ist den meisten nicht mal im Ansatz klar.

Ob gut oder böse lässt sich ausschließlich unter erschwerten Bedingungen herausfinden, also dann wenn Probleme auftauchen.

Der böse Junge wird sich bei Problemen erst mal mächtig aufregen, dann einen Schuldigen suchen und diesen unter riesen Vorwürfen möglichst erschröööcklich bestrafen (lassen). Lösen wird er Probleme in den seltensten Fällen und noch seltener wird er sie selber lösen. Auf diese Weise kann er mit ordentlich Problemen sehr mächtig werden, braucht sie geradezu. Er muss nur möglichst beeindruckend rumschreien bzw. -heulen, Vorwürfe machen und bestrafen (lassen).

Einleuchtend, dass "böser Junge" momentan das gro des Volkes ausmacht.

Der gute Junge wird bei Problemen als erstes versuchen sie zu lösen und einen Schuldigen wird er nur zwecks Aufklärung suchen wollen. Vorwürfe und Bestrafungen sieht man so gut wie nie und Macht braucht ein guter Junge schon grad gar nicht.

Einleuchtend, dass man von den wirklich guten Jungs so gut wie nichts hört und sieht. Die sind ganz nebenbei auch viel zu beschäftigt für irgendwelche Profilierungsaktionen.

Weiter gehts mit den Mächtigen:
Wer nach mächtigen Regierungen oder Göttern ruft, der ruft immer auch seine eigene Versklavung herbei. Der ist also total bescheuert.
Warum? Ja wer seine Probleme nicht selber lösen kann oder will, der wird mit der Lösung von Anderen leben müssen!
Aber Vorwürfe machen ist ja so bequem und Schuldige suchen so befriedigend für die eigene Bequemlichkeit, da fällt das bisschen Versklavung doch gar nicht ins Gewicht. Ganz im Gegenteil ist die zwangsläufige Versklavung wieder Grund für neue Vorwürfe und Schuldige suchen und bestrafen. Auf das sich die Höllenspirale immer schön weiter dreht.

Probleme werden lieber nach oben weiter geleitet, anstatt es erst mal selber zu versuchen. So wird die Hierarchie von unten nach oben gebaut und nicht etwa von oben nach unten wie viele glauben. Schließlich hat man ja die "Verantwortlichen" selber abbestellt - schon vergessen?!

Also wenn dir dein Leben nicht gefällt, dann zeig nicht auf Andere, sondern schau was du selber daran ändern kannst.


Gruß
steffomio


PS.: Der beste Gott ist der, der nichts zu tun hat. Und tatsächlich... aber das ist eine andere Geschichte.


Jenseits der Religionen - Wenn der Vorhang zerreißt

Ein starker Intellekt lässt den Instinkt verkümmern

Jacke, Regensburg, Dienstag, 26. September 2017, 15:12 vor 756 Tagen @ Taurec 4115 mal gelesen

Hallo Taurec!


Ich hatte mal zu dir aufgeschaut. Nun bin enttäuscht von dir. Ich beobachte deine Kommentare die letzten Jahre häufiger, aber immer wieder kommt dasselbe. Spengler hier, Spengler da und alles andere was du nicht wegen deiner „brutalen Ratio“ und hohen „Intellekts“ fähig bist zu verstehen, ist alles Schwachsinn, Einbildung, Wahnvorstellung. Das ist Traurig. Menschen wie Du, mit einem solchen Auffassungsvermögen, sind nicht mal mehr im Stande das Offensichtliche zu erkennen. Weil es ja so Offensichtlich ist, benötigt man länger es zu begreifen. Wissenschaftler und andere Menschen die sich nur auf ihr Verstandesdenken und ihren Intellekt verlassen, blenden gerne die Dinge aus die nicht in Ihr übliches Denkmuster hinein passen. Alles auf den Verstand zu beschränken führt nur zur eigenen Blockklade. Da kann man solange Grübeln und Forschen wie man will, man endet immer wieder in einer Sackgasse. Das ist so als hätte man sich in eine Sphäre eingeschlossen und reflektiert nur das an die Innenwand was man im sehen will.

Eurer Problem ist es wohl, weil Ihr es Euch nicht so vorstellen könnt wie Ihr gern wolltet. Ihr habt Euch viel zu sehr auf Euren Verstand und Intellekt verlassen, dass dabei Euer Instinkt vollkommen verkümmert ist. Intuition und Herzens denken habt ihr vor lauter Stolz ausgeblendet. Wenn ich mir so Deine Kommentare der letzten Monate durch las, merkte man wie genervt und belehrend du immer wieder wurdest, so als würdest du alles Wissen und Verstehen aber die anderen nicht. Sich belehrend aufzuführen macht Dich nicht besser als die Wissenschaftler von heute, die nur auf ihren Theorien verharren und alle anderen direkt und indirekt als dumm betrachten und bezeichnen. Sie brüllen gerne herum weil da jemand ist der nicht mit ihren Weltbild und ihrer Theorie im Einklang ist – ihnen Widerspricht. Evolutionstheorie; Pangaea-Theorie und der andere Quatsch. Solches Verhalten ist die größte Blockklade der Menschheit. Es gibt nun mal Dinge die verstehst du nicht und das passt Menschen wie dir irgendwie nicht. Das zeigen ja deine Kommentare, genervt und manchmal mit Wut geschrieben. Das ist kein Fortschritt das ist Stillstand. Solches noch nicht mal in Betracht ziehen oder es mal zu Untersuchen, dazu seid Ihr irgendwie nicht fähig, da Ihr es von Anfang an verteufelt. Ich sage nicht dass die nicht lernfreudig bist, aber irgendwie nur das zu lernen was man sucht, ist nicht gut auf die Dauer. Seinen Horizont erweitern bedeutet auch andere Aspekte des Leben ins Betracht zu ziehen. Ich suchte mit meinem Kommentare nicht nach Dankbarkeit, Applaus oder Zustimmung. Ich wurde gefragt und habe meine Sicht niedergeschrieben. Du versuchst ja noch nicht mal zu widerlegen. Du stempelst es gleich Einbildung und zweiter Religiosität ab. Das ist traurig. Wie soll ich Dich da noch weiter ernst nehmen? Ich hielt man große Stücke von dir, aber in letzter Zeit habe ich den Eindruck du versuchst nicht mal mehr weiter zu kommen bezüglich Wissen. Du hast natürlich Schauungen als erster Stelle, kann ich verstehen, aber immer wieder mit dem selben Kommentaren zu kommen ist nicht Zielführend Verbiete solche Themen oder Antworte einfach nicht darauf.


Gruß Sven

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Vor lauter Stolz ausgeblendet?

BBouvier, Dienstag, 26. September 2017, 16:43 vor 756 Tagen @ Jacke 4207 mal gelesen

Hallo, Jacke!

<"Menschen wie Du, mit einem solchen Auffassungsvermögen,
sind nicht mal mehr im Stande das Offensichtliche zu erkennen
.

Hingegen meine ich, daß Taurec hinter die Fassaden blickt
und dort dann noch um zwei Ecken.

<"Intuition und Herzens denken habt ihr vor lauter Stolz ausgeblendet.

Gerade auf derlei geht Taurec ja ein:
"Diesen nicht totzubekommen Irrsinn bin ich geneigt,
als moderne Pseudoreligion aufzufassen, die sich daran zeigt,
daß seine Vertreter gegen jegliches Gegenargument und Hinweise
auf logische Zirkelschlüsse völlig unbelehrbar auftreten.
ie werden auch nicht müde, ihre Tunnelblickfixierung
zu allen unpassenden Gelegenheiten mit missionarischem Hintergedanken
in die Diskussion einzubinden.
"

<"wie ... belehrend du immer wieder wurdest

Ja - von Taurec und dessen tiefgründigen Gedanken
kann man eine Menge lernen ...

<"die Wissenschaftler ... brüllen gerne herum ...
deine Kommentare, genervt und manchmal mit Wut geschrieben
.

Und Du bist Dir auch ganz sicher, Taurec nicht mit
Jemand anderem verwechselt zu haben?

<"Seinen Horizont erweitern bedeutet auch andere Aspekte
des Leben ins Betracht zu ziehen
.

Genau dieses Thema durchdenkt Taurec doch
ganz vorzüglich und umfassend im vorliegenden Faden:
"Alle Antworten, die sich in der Umgebung finden,
sind eigentlich nicht hinreichend.
"
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=36444

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Antwort

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 28. September 2017, 09:31 vor 755 Tagen @ Jacke 4030 mal gelesen

Spengler hier, Spengler da und alles andere was du nicht wegen deiner „brutalen Ratio“ und hohen „Intellekts“ fähig bist zu verstehen, ist alles Schwachsinn, Einbildung, Wahnvorstellung.

Den "hohen Intellekt" unterstellst Du mir, offenbar aus Deiner früheren Verehrung heraus, die nun umschlägt, weil ich nicht mehr äußere, was Dir gefällt (was vielleicht gar nicht an mir liegt).

Im Wesentlichen wende ich mich hier doch gegen Denkweisen gewisser Menschen(-typen), die sich rein erfahrungsmäßig nicht nur seit meiner Befassung mit diesen Themen, sondern schon seit Jahrzehnten (oder gar Jahrhunderten) als falsch erwiesen haben. Das ist noch nicht mal primär (aber schon auch) eine Frage des Inhalts, sondern vor allem eine des Umgangs der Menschen damit. Wer ständig die Umstürze in den nächsten Monaten wähnt und sich immer irrt, der tickt offenbar nicht richtig.
Ich habe den Eindruck, die meisten stoßen nie bis zum (interessanten und möglicherweise Wahres enthaltenden) Kern vor. Statt dessen werden Glaubenssätze immer wieder umgewälzt, die schlicht von den Menschen selbst entwickelt wurden, bar jeder höheren Eingebung.

So lassen sich die meisten Prophezeiungen überhaupt nicht auf echte Seher zurückführen. Sie enthalten (und das ist kein Vor- sondern ein Nachurteil!) im Wesentlichen immer dieselben abgewandelten Motive, die ihren diffusen Ursprung in der Spätantike nach Christi Geburt haben, als sich die (bereits falsche) Naherwartung formierte, und über die Jahrhunderte beständig ausgebaut wurden.

Da es sich um menschliche Schöpfungen handelt, denen somit zwangsläufig ein hoher Anteil Verstandesarbeit zugrundeliegt, ist eine intellektuelle Betrachtung der Quellen und Motive die sinnigste Antwort darauf. Wer hier aus einer falschen (ideologisch-esoterisch geprägten) Ächtung des "bösen" Verstandes heraus allzu früh das Denken einstellt und das Glauben beginnt, der glaubt eben Unsinn, den ihm irgendwelche Autoren weismachen wollen. Der Verstand ist ebenso ein dem Menschen von der Natur oder Gott gegebenes Werkzeug, wie es das Herz und die Intuition sind. Er sollte entsprechend genutzt werden. Wieviel Herz und Intuition, selbst Verstand in meinen Schreiben stecken, können weder ich und schon gar nicht Du abschließend beurteilen.

Mit Spengler hat das wenig zu tun. Das ist nur ein Ansatz, eine Erklärung zu liefern. Man könnte es auch religionsgeschichtlich fassen und vom Christentum zwiebelartig eine Schicht menschlicher Erfindung, Einbildung und mutwilliger Verfläschung nach der anderen abziehen, bis man zu einem erstaunlich kleinen, aber mutmaßlich echten/wahren Kern vorstößt. Dieser dürfte sich im Wesentlichen mit den spirituellen Grundlagen anderer Traditionen decken, da die ganze Welt auf den selben Gesetzen basiert und auch andere Kulturen durch ihren einzigartigen Blickwinkel eine individuelle Ansicht des "Weltenbaums" haben. Das bedeutet aber nicht, daß man die Überlieferungen anderer Kulturen (auch die Bibel ist eine solche!) unbesehen glauben sollte. Man muß eben schauen, "was paßt".

Weil es ja so Offensichtlich ist, benötigt man länger es zu begreifen.

Du bist offenbar der Ansicht, etwas verstanden zu haben, das ich nicht verstanden habe. Dann wäre ich Dir verbunden, Du würdest es auch darlegen.

(Diesen Beitrag von Dir habe ich eigentlich nicht kommentiert, weil ich Dir nicht zu nahe treten wollte. Auch Ulrich hat es noch gut gemeint.)

Eurer Problem ist es wohl, weil Ihr es Euch nicht so vorstellen könnt wie Ihr gern wolltet.

Und Du kannst Dir die Welt vorstellen, wie Du gerne wolltest? Der Gewinn daraus liegt worin genau?

Zudem: Nimm doch bitte Abstand davon, meine Person auf das ganze Forum zu verallgemeinern. Es sei denn, Du willst Dich selbst in Deine Kritik an mich ausdrücklich einbeziehen. ;-)

Wenn ich mir so Deine Kommentare der letzten Monate durch las, merkte man wie genervt und belehrend du immer wieder wurdest, so als würdest du alles Wissen und Verstehen aber die anderen nicht. Sich belehrend aufzuführen macht Dich nicht besser als die Wissenschaftler von heute, die nur auf ihren Theorien verharren und alle anderen direkt und indirekt als dumm betrachten und bezeichnen. Sie brüllen gerne herum weil da jemand ist der nicht mit ihren Weltbild und ihrer Theorie im Einklang ist – ihnen Widerspricht. Evolutionstheorie; Pangaea-Theorie und der andere Quatsch. Solches Verhalten ist die größte Blockklade der Menschheit. Es gibt nun mal Dinge die verstehst du nicht und das passt Menschen wie dir irgendwie nicht. Das zeigen ja deine Kommentare, genervt und manchmal mit Wut geschrieben.

Nicht wütend, sondern eher "streitbar". Offenbar neigen die Menschen dazu, unpassende Kritik entweder zu verzerren, so daß sie in ihren Wahrnehmungstunnel paßt, oder gänzlich zu ignorieren. Womöglich bringt man sie zum Nachdenken, indem man noch schärfer vorgeht, so daß man über der Schwelle liegt, über die sie in ihr Gleichmütigkeit und -gültigkeit noch hinweggehen können. Die Gefahr ist allerdings, daß es ihnen (wie bei Rubenstein) dann die Sicherungen rausdreht.

An dieser Stelle komme ich nicht mit Spengler, sondern Goethe, der auch mit einigen passenden Sentenzen aufwarten kann:

"Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist."

"Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht."

Insofern kann sich, wer sich gereizt fühlt, selbst überlegen, ob er zu einer sachlichen Kritik, bei der er seine eigenen Ansichten selbst (erneut oder überhaupt zum ersten Mal!) durchdenken muß, ansetzt. Meist läuft es aber auf einen Angriff auf die Person hinaus (wie auch bei Dir), um die Kritik aus der Welt zu schaffen, ohne sich mit ihrem sachlichen Gehalt auseinanderzusetzen.
Der Versuch ist, die wenigen, die dazu in der Lage sind, zum Nachdenken anzuregen, so daß sie entweder den eigenen Unsinn erkennen oder die Sache derart durchdrungen haben, daß sie mich eines besseren belehren können, denn vor allem letzteres will ich ja.

Insoweit meine "Angriffslust" zugenommen hat, was mir durchaus bewußt ist, ist das keine Wut, sondern mehr Absicht, um die Reaktionen zu prüfen.

Blockklade

Da es zum zweiten Mal in Deinem Beitrag vorkommt und daher kein Schreibfehler sein kann: Es heißt "Blockade" von "blockieren".

Das ist kein Fortschritt das ist Stillstand. Solches noch nicht mal in Betracht ziehen oder es mal zu Untersuchen, dazu seid Ihr irgendwie nicht fähig, da Ihr es von Anfang an verteufelt.

Solche Vorwürfe wurden schon formuliert, ehe dieses Forum überhaupt eröffnet wurde, und es ging immer noch weiter. Nochmal: Es handelt sich nicht um Vorurteile, sondern Nachurteile nach ca. sechzehnjähriger Beschäftigung mit dem Thema und allem, was damit verknüpft ist. Nach einiger Zeit kommt man eben zu einem Urteil, das zwangsläufig nicht jedem schmeckt. Man wird sogar, je mehr man seine Ansichten verfeinert, je weniger diffus man wird, um so weniger anschlußfähig.

Dann kommt jemand, der zwischendrin einhakt, mich und meinen geistigen Werdegang nicht kennt und vorwirft, man würde "stolz" Vorurteile fällen.
Tatsächlich offenbart sich nach einiger Zeit die innere Struktur und logische Stringenz (oder deren Mangel) bei vielen der immer wieder kehrenden, typischen Behauptungen und Theorien, so daß man mit einiger Sicherheit sagen kann: "Das hat der vermutlich von da und da her", "dem liegt wohl der Gedanke zugrunde, den wir auch hier und da finden", ...

Ich suchte mit meinem Kommentare nicht nach Dankbarkeit, Applaus oder Zustimmung. Ich wurde gefragt und habe meine Sicht niedergeschrieben. Du versuchst ja noch nicht mal zu widerlegen. Du stempelst es gleich Einbildung und zweiter Religiosität ab.

Ich kann mich nicht entsinnen, auf Dich geantwortet zu haben. Obiger Beitrag ist eine allgemeine Antwort, für die ich Malborks Beitrag als Aufhänger genommen habe. Offenbar fühlst Du Dich angesprochen. Das ist aber Dein Problem, da ich Dich nicht direkt angesprochen habe. Für Gefühle, die jemand (vor allem bei nicht an ihn gerichteten Schreiben) hat, ist jeder selbst verantwortlich.

Ich sehe mich allerdings nicht in der Pflicht, alles zu widerlegen, was hier im Forum geschrieben wird. Bin ich ein Automat, geschaffen, um auf Bestellung Unsinn abzustempeln?

Du hast natürlich Schauungen als erster Stelle

Schauungen sind hier aufgrund des Forumsthemas an erster Stelle. Indes beschäftige ich mich noch mit allerhand weiteren Themen. Man verwechsle nicht den Taurec des Forums mit dem Menschen dahinter, den Du tatsächlich nicht kennst (wie auch ich Dich).

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Ich kann Dir sagen, was nun:

Sagitta, Montag, 25. September 2017, 12:20 vor 758 Tagen @ Malbork 4220 mal gelesen

bearbeitet von Sagitta, Montag, 25. September 2017, 12:45

Du solltest Dich, werter Malbork, nochmals mit Czesław Klimuszko beschäftigen und eher mit Polen als mit dem deutschen Volk, das es - Trugschluß Taurecs - überhaupt nicht gibt ( ... und die aktuellen Staaten der Deutschen sind kein Nachdenken wert).

In Elblag gibt es ein Museum zu Klimuszko. Gerne können wir es bei Gelegenheit einmal gemeinsam besuchen. Ich halte seine Gesichte für absolut authentisch, allerdings hat er sie nicht direkt überliefert, man müsste Zeitzeugen ausfindig machen und befragen. In die Veröffentlichung sind nur kleine Auszüge gekommen, denn für Czesław Klimuszko - wie für jeden guten Christen - sind Zukunftsschauungen sekundär. Durch Irlmaier wurde ER gewiss nicht verschmutzt, und ich gehe davon aus, dass bestimmte Aussagen von Johannes Paul II. über künftige Katastrophen nicht auf Fatima sondern auf Klimuszko zurückgehen.

Ich habe folgende Bücher identifiziert:

http://www.worldcat.org/title/moje-widzenie-swiata/oclc/38278617/editions?editionsView=true&referer=br

Meine Sicht/Vision der Welt (Mein Weltbild)

Es enthält ein paar Voraussagen aufgrund seiner Schauungen. Sie wurden hier auf dem Forum mal zitiert udn andiskutiert aber nicht weiter verfolgt; @dziamdzia wollte sich kümmern ...

http://www.worldcat.org/title/wrocmy-do-zio/oclc/749669570/editions?editionsView=true&referer=br

Kommen wir zurück zu den Kräutern

Er war primär Naturheiler, und was er schreibt (soweit ich das mit Hilfe von 'translate.google' erschließen kann, ist sehr ansprechend).

http://www.worldcat.org/title/szukajmy-szczescia-w-przyrodzie-poradnik-jak-zyc-zdrowo/oclc/749611552&referer=brief_results

Szukajmy szczęścia w przyrodzie : poradnik - jak żyć zdrowo

Lasst uns Glück in der Natur finden: ein Führer - wie man gesund lebt

Das gibt es auch als pdf zum Download, und es scheint ein Exzerpt zu sein, das jemand aus seinen naturheilkundlichen Schriften zusammengezogen hat.

https://rs.maszyna.pl/~boberov/Kippin2/Klimuszko/Moje%20widzenie%20swiata%20-%20o.%20Klimuszko.pdf

Eine Biographie gibt es auch:

Kaminski K .: Vater Andrzej Czesław Klimuszko. Franziskaner von Elblag, Warschau 2004

Die so genannte 'Weltwende' lässt sich in gewissen Landstrichen von Osteuropa besser leben als in Mittel und Südeuropa. Es scheint aber so zu sein, das das westliche Osteuropa berührt wird, dabei Polen vermutlich auch von der Flut: Klimuszko sagt, dass sein Grab einst unter Wasser sein wird. Das deckt sich mit den Aussagen zu dem Löwenkopf (die Stadt, irgendwas mit G..., und der Seher fallen mir gerade nicht ein).

Grüsse von Sagitta

(irgendetwa ist mir bei Editieren missglückt, und deswegen ist der Text fett und unterstrichen, was ich aber nicht beabsichtigt hatte - mit Ausnahme des ER)

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Gibt es überhaupt nicht?

Taurec ⌂ @, München, Montag, 25. September 2017, 18:30 vor 757 Tagen @ Sagitta 4182 mal gelesen

Hallo!

Du solltest Dich, werter Malbork, nochmals mit Czesław Klimuszko beschäftigen und eher mit Polen als mit dem deutschen Volk, das es - Trugschluß Taurecs - überhaupt nicht gibt ( ... und die aktuellen Staaten der Deutschen sind kein Nachdenken wert).

Schon die Existenz des Begriffs deutsch widerlegt Dich. Es wäre wohl nicht möglich, etwas begrifflich zu belegen, das es eigentlich gar nicht gibt.* Dabei spielt es keine Rolle, ob man inhaltlich völlig bestimmen kann, was es eigentlich bedeutet, oder lediglich eine Ahnung einer bestimmten seelischen Einheit als Unterlage unterschiedlicher Stammesausprägungen empfindet. Hat man keine Ahnung, wird es allerdings schwierig. ;-)
Offenbar hatten wenigstens manche Schichten des deutschen Volkes zur Zeit unserer ferneren Vorfahren ein solch klares Empfinden von sich selbst, daß sie es für nötig fanden, dafür ein Wort dauerhaft zu prägen. Wie immer pflanzte sich das Bewußtsein hierfür von oben herab fort, bis es im 19. Jahrhundert auch für die breite Volksmasse allgemein geworden war.
Aber schon Walther von der Vogelweide hätte wohl Schwierigkeiten gehabt, ein eigentlich nicht existierendes Volk sängerisch anzupreisen.

"Deutsche Männer sind wohlerzogen,
und die Frauen sind ganz wie die Engel beschaffen.
Wenn jemand sie schilt, betrügt er sich selbst;
nicht anders kann ich ihn verstehen."

Wenigstens die zweite Hälfte gilt auch noch heute.

Ich würde eigentlich nach einen Beleg solch unbewiesener Behauptungen wie der Deinen fragen. Ich kann es mir indes schon denken. Darüber hinaus würde eine Diskussion wohl nur in die üblichen unersprießlichen, dämlichen (um nicht zu sagen "dümmlichen") Klügeleien ausfransen.

Gruß
Taurec

* Anders scheint es bei einem der Erfahrungswelt entfremdeten Abstraktum wie der modernen Demokratie zu sein, bei der man ein antikes Konzept seines eigentlichen Inhalts völlig entledigt auf die weltfremde Utopie der Massendemokratie übertragen hat.


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Hintergrundmaterialien zum Deutschen

Sagitta, Donnerstag, 28. September 2017, 22:35 vor 754 Tagen @ Taurec 4176 mal gelesen

Wenn, werter Taurec, Walter von der Vogelweide von 'deutschen Männern' (!!) und 'deutschen Frauen' (!!) redet, dann ist das völlig in Ordnung. Gerne kann man auch zusammenfassend von 'deutschem Volk', hie und da lebend, sprechen. Aber das deutsche Volk als politische Einheit oder als (fiktive) Basis eines deutschen Staates - wie vor 100 Jahren etwa Schönerer gepredigt hat -, das gibt es einfach nicht. Genau in der Weise hast Du jedoch den Begriff in jenem Text, auf den ich mich bezogen habe, durchgehend gebraucht: das deutsche Volk als ein zu Politik befähigter geschlossener Bevölkerungskörper.

Vorbeugend habe ich deshalb in meinem Beitrag nebenher von deutschen Staaten gesprochen, insofern Deutsche ja in der Schweiz, in Österreich, Luxemburg, in Lichtenstein, im Elsass, in den Beneluxstaaten, in Südtirol, so viele in den USA (40 Mio.?), nicht wenige in Israel, einige noch im Baltikum (ihrer Urheimat) - und überall sonst auf der Welt leben. Es gibt somit kein deutsches Volk, das einen demokratischen oder monarchischen oder wie auch immer gearteten Staat sich bilden müsste oder könnte. Für die Franzosen etwa oder die Polen oder die Griechen u.ä. sieht das ganz anders aus. Wenn Du die Bundesrepublik meinst, dann sag es. Die aber besteht aus Ländern, kurioserweise bzw. typischerweise, denn auch das ist ein spezifisches deutsches Charakteristikum (siehe dazu die Parallelen in CH und AT und US).

Möglicherweise ist es sogar so, dass die Staatsform, in der sie leben, für deutsche Männer und Frauen sekundär, vielleicht sogar eine Nebensache ist. Ich spekuliere einmal, dass Deutsche, wenn sie aus freien Stücken und in einem relativ ruhigen historischen Raum einen Staat erschaffen dürften, dieser Staat vorbildlich sein würde. Jedoch gab es dazu in unserer Geschichte noch wenig Gelegenheit, weil die deutschen Stammlande immerzu in 'bedrängten' Verhältnissen waren - der Nachteil einer geographischen Mittellage. Man muss sich wundern, dass sie das überhaupt durchgestanden haben.

Ich lehne mich also an eine gut deutsche Tradition an (1), wenn ich zum Ausdruck bringe, dass die spezifischen Leistungen und das wahre Wesen deutscher Frauen und Männer, überwiegend in anderen Bereichen gelegen haben und auch künftig liegen werden, als in staatlicher und politischer Organisation. In diesem Sinne darf ich sodann darauf aufmerksam machen, dass das Gesicht der Welt, so wie es sich heute darstellt, ganz überwiegend ein deutsches Gesicht ist. Bereits vor 2000 Jahren haben verschiedene deutsche Stämme angefangen, ein neues Abendland aus dem Erbe der mittelmeerischen Antike heraus weiter zu entwickeln. Dies hat sich bis heute zunehmend intensiviert (stellt auch einen in sich geschlossenen sowie beständigen geschichtlichen Prozess dar, der noch mindestens 500 Jahre weiterlaufen wird): und für die letzten 200 Jahre gilt, dass fast alle technischen Erfindungen, alle Wissenschaften, Philosophien und Weltanschauungen, die Grundlagen der gegenwärtigen Musiksprache (Harmonik, Stimmung, Melodiestruktur), zahllose Elemente der Alltagskultur sowie sämtliche machtpolitischen Weichenstellungen durchgehend eine spezifisch deutsche Signatur tragen. Kein anderer Menschenschlag hat die Weltgeschichte und das menschliche Alltagsleben der letzten zwei Jahrhunderte so entscheidend bestimmt wie die Deutschen durch ihre Ideen, ihre Innovation, ihr Engagement und ihr Opfer. Nicht alles kann dabei gut geheißen werden, vieles muss sehr kritisch gesehen werden. Aber es ist nun mal geschehen - und setzt sich fort. Auch die in Kürze wieder anstehenden Weichenstellungen werden von Deutschen ausgehen.

Wenn man einen solchen Überblick versucht, dann muss man allerdings in Rechnung stellen, dass die deutsche Herkunft vieler der beschriebenen Verhältnisse und Sachverhalte auf den ersten Blick gar nicht erkennbar bzw. heute nicht allgemein bekannt ist (am einfachsten wäre das im Bereich der technischen Erfindungen aufzuzeigen). Ferner muss man hinzunehmen, dass vieles, scheinbar aus der Ferne und Fremde kommend und gegen Deutsches gerichtet, seinerseits selbst typisch deutsche Wurzeln hat (man möchte manchmal fast von einem Selbsthass sprechen: Morgenthau mag als Beispiel dienen, und eigentlich die gesamte US-Politik des letzten Jahrhunderts). Oftmals auch hat sich das Deutsche woanders so tief eingegraben, dass man es auf den ersten Blick gar nicht mehr als deutsch erkennen kann. Ich denke hier etwa an die Deutschen im Reich der Romanow (2) und eben in den USA (3). Eine wirklich kuriose deutsche Blüte ist außerdem das moderne Judentum, das komplett deutsch geprägt ist - sogar in der Ausübung dessen, was als spezifisch jüdisch gilt, d.h. in seiner Religion (5) sowie in den Untergründen der Entstehung des Staates Israel (4).

Heute wird der Tod von Hugh Hefner in den Nachrichten angezeigt. Möglicherweise hat dieser Mann, im ungewollten Verbund mit einigen weiteren Deutschen (6), als einzelnes Individuum einen größeren Einfluß weltweit auf die moderne Kultur gehabt als mancher Staat auf seine Bürger oder Nachbarn. Es ist deswegen auch aus meiner Sicht dümmlich und dämlich (Deine Worte, hiermit zurückgegeben!), gar nicht klug, und gar kläglich, das Deutsche oder die Deutschen auf die BRD oder auf ein Staatsvolk zu reduzieren bzw. ihm einen anderen Staat, jenseits der 'Demokratie', verpassen zu wollen, etwa in der Hoffnung, dass es ihm dann besser ginge oder es noch mehr leisten könne.

Die Geschichte und das Schicksal sind manchmal extrem hart und ungerecht. Nicht nur zu den Deutschen. Die leiden und halten das genauso aus wie andere Menschen. Und leisten dennoch darüberhinaus ihren substantiellen, unerkannten Beitrag zur allgemeinen Geschichte. Man braucht deshalb auch keine Klagelieder anstimmen oder den Untergang des 'deutschen Volkes' an die Wand malen. Selbst wenn es in 50 Jahren keine Deutschen mehr gäbe, wäre die Welt dann in obigem Sinne immer noch 'deutsch'. Im Guten und im Bösen. Es wird aber keine derartige Ausrottung geben, eher eine gewisse Reinigung. Wie schon öfter. Am Ende wird man erkennen, dass weniger Frankreich und Russland die historischen Partner sind. Vielmehr China (7). Dann wird alles eine gewisse Zeit lang leichter.

Sagt Sgta.

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ein paar wenige BELEGE (für Lesewütige ...)

(1)

»Deutscher Nationalcharakter. Zur Nation euch zu bilden, ihr hofft es, Deutsche, vergebens: Bildet, ihr könnt es, dafür freier zu Menschen euch aus.«

Friedrich Schiller, Sämtliche Werke. Hrsg. von Gerhard Fricke / Herbert G. Göpfert. Bd. I: Gedichte / Dramen I. München 1958, S. 267

»Das ist nicht des Deutschen Größe: Obzusiegen mit dem Schwert. In das Geisterreich zu dringen, Vorurteile zu besiegen, männlich mit dem Wahn zu kriegen, das ist seines Eifers wert.«

Friedrich Schiller (1797), Sämtliche Werke, Bd. I, S. 475

»Überhaupt ist es mit dem Nationalhaß ein eigenes Ding. Auf den untersten Stufen der Kultur werden Sie ihn immer am stärksten und am heftigsten finden. Es gibt aber eine Stufe, wo er ganz verschwindet und wo man gewissermaßen über den Nationen steht, und man ein Glück oder ein Wehe seines Nachbarvolkes empfindet, als wäre es dem eigenen begegnet.«

Johann Wolfgang Goethe, Gespräch mit Eckermann vom 14. März 1830
Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche. Hrsg. von Ernst Beutler.
Bd. XXIV: J. P. Eckermann, Gespräche mit Goethe. Zürich 1948, S. 733f.

»Deutschland ist nichts, aber jeder einzelne Deutsche ist viel, und doch bilden sich letztere gerade das Umgekehrte ein. Verpflanzt und zerstreut wie die Juden in alle Welt müssen die Deutschen werden, um die Masse des Guten ganz und zum Heile aller Nationen zu entwickeln, das in ihnen liegt.«

Johann Wolfgang Goethe, Gespräch mit Kanzler von Müller vom 14. Dezember 1808, Gedenkausgabe, Bd. XXII: Goethes Gespräche, 1. Teil. Zürich 1949, S. 527.

»Doch liegt mir Deutschland warm am Herzen. Ich habe oft einen bittern Schmerz empfunden bei dem Gedanken an das deutsche Volk, das so achtbar im einzelnen und so miserabel im ganzen ist.«

Johann Wolfgang Goethe, Gespräch mit Luden vom 13. Dezember 1813, Gedenkausgabe, Bd. XXII, S. 713.

und sehr, sehr hellsichtig:

»Niemand könnte daran hindern, daß nicht Deutschland (...) auch ein erobernder Staat würde, was kein ächter Deutscher wollen kann; da man bis jetzt wohl weiß, welche bedeutende Vorzüge in geistiger und wissenschaftlicher Bildung die deutsche Nation, solange sie keine politische Richtung nach außen hatte, erreicht hat, aber es noch unausgemacht ist, wie eine solche Richtung auch in dieser Rücksicht wirken würde.«

Wilhelm von Humboldt, Über die Behandlung der Angelegenheiten des Deutschen Bundes durch Preußen, 30. September 1816. Werke in fünf Bänden. Hg. v. A. Flitner / K. Giel. 2. Aufl. Darmstadt 1969, Bd. IV, S. 347-417, hier S. 374.

QUELLE: http://www.celtoslavica.de/goetheanica/deutschen.html

(2)

Fleischhauer, Ingrid (2005): Die Deutschen im Zarenreich. Zwei Jahrhunderte deutsch-russische Kulturgemeinschaft. 671 S.

(3)

Rudolf Cronau, Drei Jahrhunderte Deutschen Lebens in Amerika, 1909 und 1924 (ein sehr berührendes Buch; besonders die zweite Auflage ist zu empfehlen)

allgemein zu Deutschen außerhalb der BRD:

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschsprachige_Minderheiten

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschamerikaner

https://www.welt.de/geschichte/article121352619/Nach-dieser-Karte-muesste-Amerika-Deutsch-sprechen.html

Bitte beachten, dass in dem Wiki-Artikel über deutschsprachige Minderheiten ISRAEL zwar erwähnt, diesbezüglich jedoch nicht detailliert beschrieben wird - ja so was!?! Muss man sich also selbst zusammensuchen; zum Einstieg empfehle ich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Jecke
https://de.wikipedia.org/wiki/Jiddisch

(das osteuropäische Judentum stammt aus Mitteleuropa und hat das Mittelhochdeutsche auf eigene Weise bewahrt).

Die Jecken und Jidden sind aber nur diejenigen, die sich ihrer Herkunft bekennen. Andere sind deutsch, aber leugnen es. Und dann gibt es, ganz klar, noch diese hier:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/studie-100-000-israelis-haben-deutschen-pass-a-765998.html

(5)

https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Herzl

ZITAT: Herzl war der Überzeugung, dass Juden eine Nation seien und deswegen ein jüdischer Staat gegründet werden müsse. Er wurde zu dessen Vordenker, organisierte eine Massenbewegung und bereitete so der Gründung Israels den Weg. Er gilt als Hauptbegründer des politischen Zionismus.

Sämtliche wichtige Figuren des Zionismus sind deutschstämmige Juden gewesen. Heute sehen wir im Ergebnis, was herauskommt, wenn man einem fiktiven Volk zwanghaft einen Staat bzw. einen besseren Staat verpassen will.

(4)

zur so genannten "jüdischen Religion"

https://de.wikipedia.org/wiki/Judentum#Religi.C3.B6se_Str.C3.B6mungen_des_Judentums

https://de.wikipedia.org/wiki/Liberales_Judentum

Hier bitte auf die (Namen der) Gründerväter der jeweiligen Richtung achten!

(6)

Johann Jakob Häffner (1744-1811), ein Pennsylvaniendeutscher, ist der Stammvater der deutsch-schwedischen Familie der Hefners. Die sog. 'sexuelle Revolution' ging von Wien aus (erst Sigmund Freud, dann Wilhelm Reich; letzterer prägte den Namen). Die Erfinder der Antibaby-Pille kamen ebenfalls aus Wien, nämlich Georg Rosenkranz und Karl Djerassy, basierend auf Vorschlägen von Haberlandt (Innsbruck). Die Vorfahren von L.E. Miramontes, dem dritten Chemiker im Team, geboren in Mexiko, kamen aus dem spanischen (!) Galizien, [aus La Coruna, das einst eine Hauptstadt der völkerwandernden Sueben (!) war], eigentlich aber keltischen Ursprungs ist - und noch heute autonomen Status hat.

(7)

https://www.gwlb.de//Leibniz/Leibnizarchiv/Leben_und_Werk/china.html

http://www.chinatoday.com.cn/ctgerman/buk/txt/2009-08/11/content_211496.htm

https://www.welt.de/print-welt/article665736/China-setzt-dem-Deutschen-Werner-Gerich-ein-Denkmal.html

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/Winzer-von-der-Ahr-bekommt-Denkmal-in-China-article27316.html

Aus einem Spiegel-Artikel des Jahres 1972

++ http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42891176.html ++

"1932 schickte Stalin im Namen der Kommunistischen Internationale die Deutschen Heinz Neumann und Gerhart Eisler als Emissäre nach China. Neumann, 25, organisierte den kommunistischen Aufstand in Kanton, der blutig scheiterte. Weniger bekannt ist die Tätigkeit des geheimnisvollen Deutschen Otto Braun. Er entwarf die Strategie der Rückzugsbewegung des "Langen Marschs", an dem er als einziger Ausländer teilnahm."

"Mao sagt selbst: ``Besonders drei Bücher haben mein Denken geformt, das Kommunistische Manifest, der 'Klassenkampf' von Kautsky und die 'Geschichte des Sozialismus' von Thomas Kirkup.´´ Zuvor allerdings hatte Mao noch ein anderes deutsches Buch durchgearbeitet, das deutliche Spuren im Mao-Denken hinterließ: Das 'System der Ethik' von Friedrich Paulsen (1899) ... Maos eigenes Exemplar der Paulsen-Ethik enthält Randbemerkungen von Maos Hand, rund 12000 Schriftzeichen."

"Maos engster Kampfgefährte Tschou En-lai, der Premier, kann deutsche Texte auch im Original lesen -- er studierte 1923 in Göttingen, arbeitete als Kumpel im Ruhrgebiet und gehörte in Berlin einem sozialistischen Bund an: noch heute erinnert er sich an schöne Tage im Strandbad Wannsee."

"Noch ein dritter Politbürokrat kann sich der Weimarer Zeit erinnern: Marschall Tschu Teh, 86, schon im Ersten Weltkrieg General, von 1928 bis 1954 Kommandeur der Mao-Truppen und heute noch immer Parlamentspräsident. 1923/24 hatte er in Göttingen Soziologie studiert, war dann in Berlin nach einer Demonstration verhaftet und ausgewiesen worden. Tschu Teh: Ich habe viele Wanderungen in Deutschland gemacht, am Rhein entlang, in Bayern und im Harz."

Bezüglich Taiwan sieht es ganz ähnlich aus: "Die Witwe des Republik-Gründers Sun Jat-sen (und Schwägerin Tschiang Kai-scheks, der vom deutschen Offizier Seeckt beraten wurde), Sung Tsching-ling, 82, noch immer amtierende Vize-Staatspräsidentin der Volksrepublik Maos, verbrachte in den zwanziger Jahren mehrere Monate in Berlin, die sie die schönsten Erinnerungen ihres Lebens nennt: Sie liebt deutsche Volkslieder und schätzt deutsche Kartoffelpuffer."

Die wichtige Rolle deutscher Militärberater bei der Gründung beider Chinas korrespondiert mit der entscheidenden Rolle von Deutschen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg:

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_von_Steuben

"Der kriegsentscheidende Kampf um Yorktown im Oktober 1781 wird auch die deutsche Schlacht genannt, weil ein hoher Anteil der Soldaten Deutsche waren. Die Briten bedienten sich dabei 2.500 Mann deutscher Truppen aus Hessen, Ansbach und Bayreuth. Ähnlich groß war die Zahl der Deutschen im französischen Kontingent. Dazu zählte auch das deutsche Regiment Royal Deux-Ponts. In der amerikanischen Armee dienten in der Division von Steubens zahlreiche deutsche Auswanderer."

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Yorktown

Astrologisch gesehen handelt es sich bei der hintergründigen, aber umso tiefer reichenden Fernwirkung deutschen Wesens um eine neptunisch-saturnische Korrespondenz bzw. Konfiguration. Beim geknüpften Teppich sind die Schuss- und Kettfäden von vorne unsichtbar, und doch tragen sie den ganzen Flor.

Man könnte hier endlos weiterverfahren mit entsprechenden Belegen. Wer sich etwa als Deutscher über Hollywood aufregt, sollte das Folgende erst mal zur Kenntnis nehmen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Laemmle (Laupheim)

was damit dann gekoppelt ist:

https://www.politikforen.net/showthread.php?23651-Steuerwahnsinn-deutsche-Steuerzahler-finanzieren-Hollywood-Filme

Wer sich über US-Mainstream-Printmedien aufregt, sollte ferner wissen:

New York Times

https://de.wikipedia.org/wiki/Adolph_Ochs (Fürth)
https://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_Hays_Sulzberger (Heidelsheim/Karlsruhe)

Washington Post

https://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_Meyer (Straßburg)

Internet und Social Media

http://www.echtekrant.be/pdf/Joods_internet.pdf

Die Hälfte der hier genannten Namen hat eine deutsch-jüdischen Hintergrund

Überall blinzelt somit Deutsches aus der Tüte. Und tropft das (Bruder)-Blut.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=439157

Leidkultur

Fenrizwolf, Samstag, 30. September 2017, 08:48 vor 753 Tagen @ Sagitta 3846 mal gelesen

bearbeitet von Fenrizwolf, Samstag, 30. September 2017, 09:16

Hallo Sagitta!

Herzlichen Dank für Deinen tief- und weitsinnigen Überblick über den direkten Einfluß des mittlerweile verpönten deutschen Wesens.

Nur mag ich nicht daran glauben, daß ausgerechnet Taurec die Existenz der Deutschen auf ein einstweiliges, temporäres, von Feinden gesponnenes, Konstrukt eines Staatswesens begrenzt wissen möchte.

Insbesondere der Hinweis auf den exponierten und frequentierten Lebensraum und die Fähigkeit, trotz dem und aller regionalen Fragmentation zum Trotze, kulturell prägend zu sein, hat mir immer bei anderen Geschichtslehrern gefehlt.

Sollte noch mal ein Unhold die Existenz des Deutschen pauschal infrage stellen, soll er
Deinen Beitrag mitsamt Gehalt erst einmal verdauen.

Endlich hast Du mir mal anhand eines weltlichen Themas demonstrieren können, wie komplex und doch faktenbasiert Dein Denken ist.

Bei metaphysischen Themen bleibt es wohl naturgemäß eine Herausforderung, dir folgen zu wollen.

Aber insgesamt stimmt mich Dein Betrag so radikal versöhnlich, daß ich vor applaudierendem Tremor im Atlaswirbel kaum noch auf die Reissäcke vor der Nase achten will.

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf

Klimuszko

Malbork, Montag, 25. September 2017, 21:41 vor 757 Tagen @ Sagitta 4009 mal gelesen

Kaminski K .: Vater Andrzej Czesław Klimuszko. Franziskaner von Elblag, Warschau 2004

Die so genannte 'Weltwende' lässt sich in gewissen Landstrichen von Osteuropa besser leben als in Mittel und Südeuropa. Es scheint aber so zu sein, das das westliche Osteuropa berührt wird, dabei Polen vermutlich auch von der Flut: Klimuszko sagt, dass sein Grab einst unter Wasser sein wird. Das deckt sich mit den Aussagen zu dem Löwenkopf (die Stadt, irgendwas mit G..., und der Seher fallen mir gerade nicht ein).

Hallo Sagitta,

ja, das habe ich mir letztens auch gedacht, mich mehr mit Klimuszko zu beschaeftigen.
Koenntest Du mir den oben zitierten polnischen Originaltext zukommen lassen?

Gruss
Malbork

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Bewußtseinsreligion

Taurec ⌂ @, München, Montag, 18. September 2017, 09:10 vor 765 Tagen @ Steffomio 4640 mal gelesen

Schlagwörter:

Hallo!

Materie bzw. Energie, Raum und Zeit sind gepixelt (gequantelt) wie Pixel eines Bildschirms.

Alles deutet darauf hin, dass die materielle Realität eine Simulation für eine andere, möglicherweise rein aus Bewusstsein bestehenden Realität ist.

Ohne den Film gesehen zu haben, scheint es doch bemerkenswert, wenn moderne Menschen urplötzlich eine Natur der Welt entdecken, die ihrer maschinellen und doch wieder (wenigstens von den Begriffen her, aber damit zwangsläufig auch inhaltlich) materialistischen und nihilistischen Weltsicht entspricht. Das ist die Brille, durch die sie die Welt begreifen. Letztlich deutet man doch nur wieder hinein, was man als Idee schon in sich trägt. Von Entdeckung kann gar keine Rede sein.

Dort hat man dann Pixel und Simulationen sowie "Bewußtsein", wobei letzteres stets nur und natürlicherweise eine möglichst ausgefeilte Anwendung des Verstandes ist. "Bewußtsein" zeigt sich in dieser Welt darin, daß man reflektiert ist und beständig ("Ich denke, also bin ich.") über alles mögliche nachdenkt. Damit sind wir auch am Kern der Sterilität, welche die moderne Welt ausmacht. Es wird nichts originäres mehr hervorgebracht, sondern nur noch analysiert. Instinkt, Intuition, die seelischen Untergründe des immer nur oberflächlichen Bewußtseins, die aber das Wesentliche sind, werden gar nicht beachtet, weil man das Leben als die von allen geistigen Wurzeln abgetrennte Bewußtseinsmonade begreift, die man als moderner Mensch selbst ist.

Daher kann ich auch den ganzen aufkeimenden neuesoterischen Lehren, die auf eine Entwicklung des Bewußtseins abzielen, nichts abgewinnen. Ich wittere hier eine weitere Form des Selbstbetrugs, mittels welcher der in der Zivilisation gefangene Mensch seine bis zum äußersten gesteigerte Spannung des Wachseins als Zeichen des Fortschritts (ein weiterer moderner Götze) umdeutet, um überhaupt existieren zu können. Natürlich ist das ein Akt äußersten Unbewußtseins. Die wesentliche Motivation ist wie immer schon grundgelegt, ehe man überhaupt darüber nachdenkt. Aus dieser heraus macht man "Entdeckungen", wobei man instinktiv vermeiden wird, den Knackpunkt zu sehen, weil man sich so selbst die Grundlage entzöge.

Zu "Bewußtsein" schrieb ich auch hier (unten) etwas.
Eine "rein aus Bewußtsein bestehende Realität" klingt für moderne Ohren wohl schön, ist aber eine hohle Wendung und nicht zuletzt ein logisches Paradoxon, da ein Bewußtsein, das alles umfaßt, mangels Abgrenzungsmöglichkeit von etwas anderm wieder in sich selbst zusammenfällt.
Bewußtsein ist stets nur die wache Oberfläche des Einzelnen, auf der sich tote Formen, nämlich entwickelte Ideen und ausgedrückte Gefühle sammeln, die nur deswegen und dadurch ins Bewußtsein dringen, daß man nach deren Vollendung darüber nachdenkt. Es gibt eine Verbindung zwischen Bewußtsein, Gehirn/Verstand und Körper/Materie. Was im Bewußtsein betrachtet wird, sind sozusagen die Rückstände des Lebensprozesses, der sich aus den seelischen Untergründen entwickelt und in der diesseitigen, körperlichen und Bewußtseinswelt "geprägte Form" hinterläßt. Die Bewußtseinsfixierung in der Zivilisation ist damit nichts weiter als ein Todeszeichen. Man will nichts weiter als Ausgelebtes registrieren und wissen. Das Leben ist allerdings nicht der Körper (das Fertige), sondern das Wachstum und die Entwicklung aus einer Uridee heraus.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Bewußtsein

Taurec ⌂ @, München, Montag, 18. September 2017, 10:20 vor 765 Tagen @ Taurec 4369 mal gelesen

Schlagwörter:

Hallo!

"Bewußtsein" aus "be-" (Vorsilbe für Zustandsveränderung) und einer Verbform von "wissen". Letztlich bedeutet "Bewußtsein" also den Zustand, mit Wissen ausgestattet zu sein.

"Wissen" heißt letztlich nichts anderes als "Kenntnis haben", was lediglich das Vorhandensein von Information ist, die mit dem Wissenden nicht unbedingt innerlich zusammenhängt.

Dahingegen "Weisheit" von "weise", schon im Mittelhochdeutschen mit den Bedeutungen verständig, erfahren, kundig. Das weist auf den mit dem Leben innerlich verwandten Prozeßcharakter hin. Im Vergleich zum auf verzeinzelten, exteren Informationen beruhenden Wissen hat Weisheit die umfassendere, mit dem Lebensvorgang innerlicher verbundene Perspektive.

Eine auf Bewußtsein aufbauende, bzw. das Bewußtsein instrumentalisierende Theorie zielt folglich auf einen Zustand ab, in dem man Zugang zu (quantitativ) möglichst viel Information hat, vom (qualitativen) Lebensprozeß aber immer noch abgeschnitten ist.
Wie immer bewegt sich das Denken innerhalb seiner Begriffe. Eine falsche begriffliche Grundlage führt letztlich zu einem falschen/unvollständigen Gesamtbild.
Da Wissen mehr auf die anorganische (also verstandesmäßig-tote) Anhäufung von Informationen gerichtet ist, Weisheit hingegen auf die Art und Weise des Lebens, erklärt sich wohl so der schale Beigeschmack, den mir moderne Bewußtseinstheorien mit sich führen. Darin wird das Leben als das Wachstums des Bewußtseins (also Wissenszunahme im unfruchtbaren Verstand statt einer Entwicklungs der intuitiven Weisheit) verkannt.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Illusion und Wirklichkeit

nemo, Dienstag, 19. September 2017, 10:15 vor 764 Tagen @ Taurec 4247 mal gelesen

bearbeitet von nemo, Dienstag, 19. September 2017, 10:23

Hallo Taurec,

ja, es gibt einen Unterschied zwischen Kenntnis und Verständnis. Für das Verständnis ist Wissen und Sein
notwendig. Wissen ohne Sein bleibt theoretisches Wissen. Sein ohne Wissen kann sich nicht weiter
entwickeln.

Verständnis bedeutet, den Menschen als die Gesamtheit seiner Empfindungen, Gefühle und Gedanken zu
verstehen. Kenntnis beruht lediglich auf dem Denkprozess.

Nun besteht die Situation, dass echtes Verständnis kaum mehr möglich ist, da wir nur noch über theoretisches
Wissen verfügen. Echtes Verständnis muss sich jeder Mensch selbst aneignen. Aber das Leben ist auch
ohne Verständnis möglich, das heißt ohne Referenz der eigenen Erfahrung. Dann wird es zur Simulation.
Eine Welt der Symbole, die sich selbst als Referenz genügen. Wir machen uns Bilder von der Wirklichkeit,
ohne sie zu kennen.

Bewusstsein kann man so verstehen, dass das Bewusstsein selbst wahrgenommen wird. Und hierin besteht
das Problem. Ohne das Wahrnehmen der Bewusstheit kann Bewusstsein nicht Wirklichkeit sein.
So wie in der Simulation das Symbol für die Wirklichkeit gehalten wird, wird das Bewusstsein ebenfalls
als wirklich angesehen, obwohl es gar nicht anwesend ist. Bewusstheit muss erfahren werden, wie andere
Dinge auch. In diesem Sinne kann man sagen, dass wir kein Bewusstsein haben. Wir haben es erst dann,
wenn wir es sehen bzw. uns dessen Existenz bewusst werden. Das bedeutet Erwachen.

Es ist also eine Selbsttäuschung, wenn wir denken, dass wir bewusst wären. In Wahrheit sind wir uns
praktisch nie des Bewusstseins bewusst. In diesem Sinne ist die äußere Realität, die wir für wahr
halten, eine Illusion. Tatsächlich leben wir in einer Welt des Bewusstseins. Die Tragik oder das kosmische
Drama besteht nun darin, dass wir das nicht erkennen und die Welt für etwas halten, was sie nicht ist.
Da lacht der Buddha und lacht und lacht…

Gruß
nemo

Literaturempfehlung

Sagitta, Mittwoch, 20. September 2017, 12:03 vor 763 Tagen @ Taurec 4107 mal gelesen

Hallo!

Das Kapitel "Aufmerksamkeit und Bewußtsein" im Buche "Biologische Psychologie" von Birbaum/Schmidt im Springer Verlag (ISBN-10 3-540-25460-9). Dort werden die relevanten Grundlagen dargestellt (ab Seite 495).

https://www.amazon.de/Biologische-Psychologie-Springer-Lehrbuch-Niels-Birbaumer/dp/3540254609

Zwischen Aufmerksamkeit und Bewußtsein besteht ein Unterschied: an Alzheimer erkrankte Patienten mögen sich aufmerksam den Schuh binden können, sind sich aber beistehender Personen (oder gar sich selbst) nicht mehr bewußt. *)

Im Schauungszustand sollten sowohl Aufmerksamkeit wie auch Bewußtheit einigermaßen ordentlich funktionieren. Heute kann das instrumentell 'von außen' kontrolliert werden (ich habe hierzu das Institut von Haffelder in Stuttgart erwähnt).

Ich selbst gebrauche gerne den Vergleich des Cowboys (=Aufmerksamkeit) mit Pferd (=Bewußtheit), der eine Herde (= die Gegenstände der Aufmerksamkeit bzw. des Bewußtseins) zusammenzuhalten versucht. Im hypnotischen Zustand ist volle Fokussierung der Aufmerksamkeit erreicht (unter Ausblendung aller übrigen Reize, d.h. anderer denkbaren Bewußtseinsinhalte). Es herrscht jetzt maximale Aufmerksamkeit - nicht unbedingt aber volle Bewußtheit mehr, denn letztere setzt eine gewisse Flexibilität und Fluktuation der Aufmerksamkeit voraus. ***). Übrigens haben ordentliche Cowboys auch noch einen Hund. Der meldet sich (in der Analogie gesprochen) gelegentlich auch bei Schauungen. Vielleicht hat hier ja jemand eine Idee, was ich damit meine ...

Ich unterstelle hier also, dass Bewußtsein und Aufmerksamkeit vorhanden sein müssen, damit eine Schauung 'wahrgenommen' und 'ins Gedächtnis gelegt' werden kann. Darüber ließe sich aber ggfs. diskutieren. Manchmal hat man eine präkognitive Schauung im Traum, nimmt aber diesen Traum nicht wahr bzw. hat ihn nach dem 'Aufwachen' vergessen (er erscheint dann möglicherweise später als Déjà-vu-Erlebnis wieder). Auch telepathische Informationen mögen nicht die Schwelle des Bewußtseins und (nachgehend) der Aufmerksamkeit erreichen, sind aber trotzdem vorhanden. Derartige Prozesse fließen dann in das sog. "stille Wissen" ein, das aber auch ganz normale Quellen hat: wir wissen alle still, dass auch morgen die Sonne wieder aufgeht - und die Weltenwende nicht am 27. September stattfindet ...

Wenn man über Bewußtsein (und Aufmerksamkeit) diskutieren will, sollte man vorher die Fakten zu diesen Phänomenen kennen. Hier auf diesem Forum müßte der Gesichtskreis dann ausgedehnt werden in den Bereich der "Außergewöhnlichen Erfahrungen" (traditionell = PSI), den die normale biologische Psychologie, die an Universitäten gelehrt und erforscht wird, jedoch in der Regel ausblendet. ***) Andernfalls landet man nicht nur in Pseudoreligion sondern auch in Pseudophilosophie.

MfG, Sagitta

*) ein neueres, sehr interessantes Experiment, um Aufmerksamkeit und Bewußtheit zu differenzieren, findet sich hier:

https://www.mpg.de/4637047/aufmerksamkeit_und_bewusstsein

**) das ist der entscheidende Unterschied zwischen dem Menschen und anderen höheren Säugetieren, dass nämlich der Mensch hinsichtlich der Kontrolle und Steuerung seiner Aufmerksamkeit unendlich mehr Freiheiten und Optionen hat als das Tier (dessen Aufmerksamkeit u.a. von Notwendigkeiten, Instinkten, Trieben etc. bewegt wird). Der Mensch erwirbt sich dies dadurch, dass er bei der Geburt nicht ausgereift ist, viele Jahre oder gar Jahrzehnte der Brutpflege bedarf (bei manchen Menschen und vor allem in Staatssystemen oft sogar lebenslang ...) und er während dieser Zeit ein Fenster für externe Prägungen hat (Modifikationen von neuralen Mustern bzw. Verhalten = Lernen). Diese Prägungen werden durch 'Kulturtechniken' etabliert und stabil gehalten (und ggfs. wieder modifiziert, wodurch der eigentliche geschichtliche Prozess entsteht). Kulturfähigkeit und permanente Offenheit für neue neurale Prägungen/Umprägungen bedingen sich gegenseitig und machen die eigentliche Conditio Humana aus.

***) vgl. hierzu Kohls, N. B. (2004): Außergewöhnliche Erfahrungen – Blinder Fleck der Psychologie? Münster: LIT Verlag.

Danke

remi, Montag, 18. September 2017, 11:35 vor 765 Tagen @ Steffomio 4218 mal gelesen

Hallo Steffomio,
du und ich sind hier wahrscheinlich aus dem gleichen Bedürfnis, vielleicht aber auch eher die "Exoten".
Herzlichen Dank für diese "Entdeckung".
LG
Remi
PS: www. bewußt seins reise.;-)


"Per aspera ad astra."

hilfreiche Fakten gegen unbewiesene, philosophische Vorstellungen

Baldur, Montag, 18. September 2017, 20:36 vor 764 Tagen @ Steffomio 4331 mal gelesen

Hallo, Steffomio,

vielen Dank für den Verweis.

Was mir dazu einfällt:

ein Weltbild, das eine höhere, steuernde/helfende Ebene für existent hält, beispielsweise also die helfende Gegenwart von Ahnen oder Schutzengeln, oder gar eines Gottes, der Anteil nimmt an individuellen Schicksalen, an das wir so gerne glauben, gibt uns ein Vorbild, nein, einen Auftrag.

Nur, dass wir es materiell, faktisch, umsetzen können:

wenn man ein Insekt aus einem Wassereimer rettet und herausfischt, oder Vögel im Winter (und demnächst das ganze Jahr durch, aufgrund Insektenmangels) durchfüttert, oder Biotope im Garten schafft, oder anhält, wenn ein Igel auf der Strasse liegt, um nachzusehen, ob er noch lebt, und ihn ggf. zum Tierarzt bringen.

Auch wir können diese hilfreiche Rolle einnehmen - können, oder sollen?

Wir haben einen Auftrag!

Beste Grüsse vom Baldur

was ist mit dem Gegenüber?

IFan, Donnerstag, 21. September 2017, 22:00 vor 761 Tagen @ Steffomio 3915 mal gelesen

Hallo Steffomio,

den ganzen Beitrag habe ich mir noch nicht angesehen, deswegen eine vielleicht nicht ganz ausgereifte Anmerkung: Wenn alles, was wir sehen, empfinden etc. nur eine Illusion ist, was ist dann mit dem Gegenüber? Wenn der Angesprochene nur eine Illusion ist, werden wir ihm dann gerecht, wenn wir ihn als bloßes materielles Gebilde sehen, dem keine Person innewohnt?

Manche philosophische Gedankengebäude sind nicht konstruktiv.

Einstein meinte auch einmal, "Ich glaube, dass der Mond auch dann da ist, wenn ich gerade nicht hinschaue." (Damals ging es um eine Fragestellung, die in eine ähnliche Gedankenrichtung wies, nur auf physikalischem Gebiet - das durchaus Überschneidungen mit philosophischem haben kann.)

Gruß, IFan

Im subatomaren Bereich

Steffomio, Freitag, 22. September 2017, 19:52 vor 760 Tagen @ IFan 3901 mal gelesen

Hallo Ifan,
im Video ging es um die nichtmateriellen Eigenschaften im subatomaren Bereich. Also nicht etwa so, dass sich da ein Atom oder ganze Galaxien erst dann materialisieren wenn jemand hinschaut.
Dann stellt sich ja noch die Frage, was alles ein Bewusstsein hat und was nicht.

Außerdem wissen wir, dass sich die Zeit mit zunehmender Geschwindigkeit verlangsamt und bei Lichtgeschwindigkeit steht. Das heißt also, dass alles was sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt in eine zeitlose nichtmaterielle Realität abtaucht.
Für das Licht aus viele millionen Lichtjahre entfernten Sternen vergeht auf dem Weg hierher keine Zeit, darum es auf dem Weg so lange nur als Idee, als Welle existiert, bis es mit irgend etwas wechselwirkt.

Aber darum gehr es ja gar nicht im nichtmateriellen Weltbild. Es geht um die Wechselwirkung von verschränkten Teilchen über große Distanzen in null Zeit, so als wären sie eins. Eine Wechselwirkung die man sonst nur von (verschränkten) Liebespärchen kennt, wo der einer sofort weiß, wenn dem anderen etwas dramatisches passiert ist.

Dieses zeitlose Verhalten, wo nähe durch Ähnlichkeit, Gemeinsamkeit oder eben Verschränkung definiert wird, das kenne ich sonst nur aus spirituellen Erfahrungen. Wenn man in der spirituellen, astralen oder wie auch immer genannten Welt jemandem nahe sein will, dann muss man dessen spirituelle "Signatur" kennen, die sich aus einer Unzahl unterschiedlich stark ausgeprägten Signaturfragmenten (Neigungen) zusammensetzt. Oder anders gesagt, in der spirituellen Welt liegt man immer im eigenen Saft, ist unter seinesgleichen.
In der materiellen Welt dagegen lebt man quasi in einer art Uniform, die hauptsächlich an die komplexität der innewohnenden Signatur angepasst ist und nur nebensächlich an dessen Zusamnensetzung. So fällt bei Kindern der Apfel bekanntlich nicht weit vom Stamm und das diese vollkommen "unschuldig" daher kommen, ist ein sehr gefährliches Märchen.

Gruß
Steffomio


Jenseits der Religionen - Wenn der Vorhang zerreißt

Erfahrungshorizonte

Sagitta, Samstag, 23. September 2017, 09:55 vor 760 Tagen @ Steffomio 3916 mal gelesen

Hallo Steffomio,

zu einigen Deiner Aussagen gäbe es von meiner Seite ernst-kritische Einwände zu machen, doch liegen die Sachverhalte außerhalb der Forumsthematik. Eventuell gerade noch angeschnitten ist die Sache mit der Zeit, insofern die Frage nach ihr durch das Phänomen der Präkognition aufgeworfen wird (insofern man durch Präkognition Dinge sehen kann, die sich materiell erst in Zukunft ereignen werden).

Außerdem wissen wir, dass sich die Zeit mit zunehmender Geschwindigkeit verlangsamt und bei Lichtgeschwindigkeit steht.

Also ich wußte das bisher nicht. Es gibt zwar Leute, die das behaupten, aber nachgewiesen haben sie es nicht. Denn ihre angeblichen Nachweise bzw. Beweise lassen sich auch anders interpretieren und stehen außerdem in Widerspruch zu weiteren sicheren Beobachtungen. Aber dazu gibt es tausend Internetforen, wo man über diese Thematik jahrzehntelang streiten kann (Stichwort: Kritik an der Relativitätstheorie und der 'modernen Physik').

Was Zeit ist **), durchschaue ich wenigstens bislang noch nicht vollständig. Ich habe hier bereits einmal erwähnt, dass sie philosophisch gesehen ein Gefäß für potentielle Vielheit ist - ganz wie der Raum. Der Mensch kann beide auf verschiedene Arten beschreiben, aber die euklidische Konvention hierzu ist für den Alltag (und damit auch für die Physik) die einfachste.

Oder anders gesagt, in der spirituellen Welt liegt man immer im eigenen Saft, ist unter seinesgleichen.

Das ist, aus meiner Sicht komplett falsch und zeigt einen beschränkten Erfahrungshorizont bzw. spießige Bequemlichkeit - oder einen Mangel an Muffe.

Die geistige und die materielle Welt sind deckungsgleich im Umfange der materiellen Welt, aber die geistige Welt reicht über die materielle Welt umfangsmäßig hinaus. Deshalb sind in der geistigen Welt Erfahrungen möglich, die die materielle Welt überschreiten (in der präkognitiven Schauung öffnet sich beispielsweise ein kleiner Kanal ins zunächst völlig Unbekannte). Die Frage ist nur, Herr Kolumbus: wie bricht man zu derartigen Erfahrungen auf? Und wie verkraftet man sie mit seiner Seele (die ein Teil der materiellen Welt ist, halt von sehr 'fein'stofflicher Natur ...)? Wie holt man das Neue und ganz Andere in das Bekannte herein? Hier entsteht beispielsweise die Frage: warum etwa habe ich eine präkognitive Schau? Und hierher gehören auch die ganzen Probleme, die wir als "Unschärfe" einer Schauung bezeichnen, die jedoch (vorausgesetzt ein echter Schauungskanal ist eröffnet) eher Unfähigkeiten im Begreifenkönnen und in der Interpretationsarbeit der Seele sind.

Erfahrungen in der spirituellen Welt sind jedoch nicht auf die Zukunft (also auf Schauungen im Sinne des Forums) beschränkt, vielmehr sind sie von einer unendlichen Mannigfaltigkeit, zu der wir gar keine Vorstellung uns bilden können. Sie sind auch keineswegs nur angenehm, sondern können weit schrecklicher, aber auch viel 'schöner' sein, als das, was man aus der materiellen Welt kennt. Manche dieser spirituell-transzendenten Erfahrungen ***) sind dem Menschen zugänglich, andere aber absolut nicht (und können deshalb nur abstrakt erschlosssen werden).

Ich habe hier die Begriffe "materielle Welt" und "spirituelle Welt" im Alltagssinne gebraucht, d.h. so wie man sie in diesem Forum gewöhnlich verwendet. Eigentlich müsste man sich vorher auf eine Definition und auf Anwendungsvorschriften sowie Bezugsphänomene einigen. Aber das erübrigt sich für solche dahingeworfenen Sätze wie in diesem Beitrag hier.

MfG, Sagitta

**) Es geht eigentlich nicht um die Zeit, die ist mir so ungefähr klar, vielmehr um jene Phänomene, die zeitliche Entwicklungen (einfacher: Veränderung) zeigen. Warum ist das (für sie) notwendig, was bezwecken sie damit, wie machen sie es? etc. etc. etc.

***) die Formulierung 'spirituell-transzendent' wird hier dezidiert gebraucht, denn beide Teilbegriffe sind nicht identisch!!

Unschärfe und Zeitbezüge bei Schauungen

Sagitta, Sonntag, 24. September 2017, 08:03 vor 759 Tagen @ Sagitta 3960 mal gelesen

Hier drei Fallbeispiele, die meine entsprechende Bemerkung im vorausgegangenen Beitrag konkretisieren sollen:

https://nationaldreamcenter.com/forum18/Thread-EXPLOSION-OR-VOLCANIC-ERUPTION-IN-GULF-OF-MEXICO-AND-THEN-HOUSTON-HIT-BY-A-TSUNAMI

Der Traum wurde im April 2015 im Forum berichtet und sprach von einem Vulkanausbruch im Golf von Mexico, der zu einem Tsunami führte, welcher dann Houston traf. Ein Mitglied im Forum erinnerte sich im September 2017 noch an den Traumbericht (der Träumer selbst offenbar nicht!?), und weitere Kommentatoren waren bereit, den 'alten' Traum als präkognitiv in Bezug auf den aktuellen Hurrikan und die Überschwemmungen in Houston anzusehen. Es taucht hier, weil vollkommene Identität nicht gegeben ist, die Frage auf, wer die Entscheidung trifft, dass es eine Präkognition sein soll. In Experimenten (etwa beim Remote Viewing) wird deshalb gerne ein Gremium mehreren Personen gebildet, das derartige Beurteilungen durchführt – ganz wie bei einem Schöffenprozess. Für die Beurteilung braucht man aber auch eine gute Grundlage (= verlässliche Zeugenaussagen, um wieder den Vergleich zum Gericht zu gebrauchen). Bei den wenigen Zeilen, die meist in Foren eingestellt werden, ist dies oft nicht ausreichend. Ich selbst würde den Traum von 2015 ebenfalls als Präkognition ansehen, da die Orte (Golf und Houston) sowie die Sachverhalte (Überschwemmung und Naturgewalt) korrekt waren. Man hat kalkuliert, dass die Energiemenge, die ein Wirbelsturm freisetzt, etwa die gleiche ist, wie die eines Vulkanausbruches (eben über einen etwas längeren Zetraum gerechnet).

https://nationaldreamcenter.com/forum18/Thread-MT-POPOCATEPETAL-ERUPTS-10-MILES-HIGH-IN-THE-AIR

Hier ist die Frist zwischen Traum und Ereignis sehr kurz: am 4.9. wird ein Traum vom Ausbruch des Popocatepetel ins Forum gestellt - verbunden mit dem Traum von einem Erdbeben in Mexico-City. Interessant ist die Auftrennung in Vulkanausbruch und Erdbeben: man könnte das im Nachhinein interpretieren als Hinweis auf zwei Katastrophenereignisse. Es ist für die Schauungsseele zweifellos schwierig, zwei gleichartige Ereignisse voneinander zu differenziern - hier also zwei Male ein Erdbeben, und außerdem kurz hintereinander am selben Ort. Eismeerfischer kann ja auch den Orkan kaum vom Vulkanausbruch unterscheiden ...

https://nationaldreamcenter.com/forum18/Thread-Snow-in-Florida--20882

Ein Traumbereicht vom August dieses Jahres, der Schnee in Florida zum Gegenstand hat. Man kann das auf das aktuelle Sturmereignis beziehen (dann wäre das eine sehr unscharfe Präkognition), man es aber auch offenlassen bis zu einem extrem kalten künftigen Winter an der Ostküste der USA. Die Schauungsseele hätte dann evtl. das aktuelle Ereignis vorab gespürt, jedoch den weiter entfernt liegenden Schneefall für wichtiger bzw. gravierender erachtet.

Generell: Ich halte die filmartigen Präkognitionen, die (angeblich) einen Vorgang der Zukunft 1:1 und wie im Kino abbilden, für seltene Ausnahmen. Meiner eigenen Erfahrung nach sowie aufgrund Kenntnis vieler anderer Präkognitionen ist die Mehrzahl der Schauungen mehr oder weniger "unscharf" (möglicherweise stammt der Ausdruck von Taurec). Das hängt damit zusammen, dass die künftigen Dinge möglicherweise noch nicht in allen ihren Details präformiert sind - und dass des Weiteren sie nicht präzise gesehen werden können (als ein Unvermögen der Schauungsseele aufzufassen, vergleichbar einer Farbenblindheit oder einem Brechungsfehler im Auge). Was dann tatsächlich em Ende erfasst wird, muss außerdem, sofern es fremdartig und unbekannt ist, durch semantische Kunstgriffe (Symbole, Analogien u.ä.) in das übersetzt werden, was der Schauungsseele ihrer eigenen Erfahrung nach zuvor schon bekannt ist. Es ist, wie wenn man jemandem, der bislang nur Nadel- und Laubbäume kennt, eine Palme beschreiben wollte.

S.

Zeit und Vorstellungsbild

rauhnacht, Sonntag, 24. September 2017, 19:34 vor 758 Tagen @ Sagitta 3857 mal gelesen

Hallo,
aus meiner Sammlung für "Zeit":
"Die Geschehnisse liegen nicht aufgereiht an einer Schnur mit genau markierten Abständen ( was in diesem Bild natürlich ZEIT – abständen bedeutet), sondern in einem Netz aus verschiedenen Strängen, bei dem sich durch Gewichtung ( Masse der wirkenden Kräfte ) eine Ausbuchtung nach unten ergeben KANN, wodurch sich die „Ablaufgeschwindigkeit“ des sich entwickelnden Geschehens ergibt. ( Wie eine Plane die Regen ausgesetzt ist, letztlich läuft das Wasser bei Entstehung einer Furche, eben diese runter.) Und wieder: ZEIT ist nicht die wirkende Kraft!! Daher auch für die Zukunft nicht festgelegt und eben darum auch nicht durch Präkognitives zuverlässig erfassbar."

Leider habe ich bei meiner Sammlung von "Zeit"texten geschlampert und weiß nicht wirklich, ob die jeweils von mir waren oder von Sonstwo.
Ist mir jetzt aber wurscht,ich finde sie gut und passend.

Grüße
Rauhnacht

Raum und Zeit

rauhnacht, Sonntag, 24. September 2017, 19:42 vor 758 Tagen @ Sagitta 3897 mal gelesen

Hallo,
aus meiner "Zeit"sammlung dieser Text mit derselben Einschränkung zum Urheber wie im Beitrag davor und derselben Begeisterung zum Inhalt:


"Die gesamte Schöpfung ist ein Wimpernschlag, in einem Moment jetzt ist alles da. In der Offenbarung in Materie ( Raum und „Zeit“) erleben wir die göttliche Komödie wie im Theater, damit der Zuschauer, der nicht nur Zuschauer ist, sondern tatsächlich Akteur in Jetzt,Jetzt ist als Vorhang auf/ erster Akt -geraffte Zeit und Raumsprünge inclusive das Ganze extremst verlangsamt wahrnehmen, sprich zu Bewußtsein bekommen kann. Zeit gibt es nur!!! in diesem Zwischenabschnitt des Theaterstückes als quasi geleetierter ( herabgekühlter, durch Materie beschwerter und ERST DADURCH OFFENBARTER) Ablauf.
Zeit ist lediglich eine Wahrnehmung des Theaterbesuchers, in Wahrheit gibt es sie gar nicht.

In unserem Theater des Universums ist alle Bewegung auf ein bestimmtes Maß herabgekühlt.
Der Apfel entsteht, reift, fault in bestimmbaren Zeiten. Eigentlich ist das äpfelisches bewegen, bzw. schwingen.
Im Theater kann man diesen Vorgang linear als Zeit wahrnehmen.
Es ist aber nicht die ZEIT, die dem Apfel die verschiedenen Aspekte seines Seins aufzwängt, sondern dies ist sein Sein in Raum und Materie in genau diesem Theater.

Wäre das äpfelische Schwingen schneller, würde der Vorgang in unserer Zeitwahrnehmung kürzer verlaufen, bei genügend Beschleunigung – der Schwingung!- wäre er gleich wieder fort und bei noch größerer Beschleunigung überhaupt nicht mehr wahrnehmbar. -----Das aber wäre für Äpfel nicht im Sinne des Erfinders.
Entzöge man dem Apfel in unserer Welt Energie-Jetzt, z.B. für uns u.a. wahrnehmbar Wärme in exaktem Maß, passiert gar nichts mehr. Der Apfel gefriert --- für uns; in der Zeit.

So ist das auch mit dem Raum. Salopp: Bei der exakten Schwingung des Seins hier verbleibt alles in Raum und Zeit hier.

Wir spielen tatsächlich mit vielen Dingen in dem derzeitigen Szenenabschnitt genau damit. Wir überbrücken Räume in vorher nicht gekannten Ausmaßen, visuell durch z.B. Aufnahmen und auditiv durch Telefon und co. Mit den Sinnen sind wir räumlich sehr ausgedehnt im Jetzt geworden."

Grüße Rauhnacht

Physik und Spiritualität – Experiment vs. Einstein

Leserzuschrift, Donnerstag, 21. September 2017, 22:30 vor 761 Tagen @ Steffomio 4266 mal gelesen

Lieber Steffomio,

mit großen Interesse verfolge ich Deine Beiträge hier - und fast immer lerne ich etwas. Bei Deinem Videohinweis fühle ich mich verpflichtet, auf drei Dinge hinzuweisen:

1. Einstein hatte ein massives Problem mit experimentellen Befunden. Der Film sieht dagegen in Einstein so eine Art Propheten, und interessanterweise ist diese Sichtweise bis heute feuilletonfähig.
Ich empfehle den Interessierten als Einstieg einen Blick in dieses Buch Buch und speziell diesen Satz.
Felix Ehrenhaft ist der Entdecker der Elementarladung, vor Millikan und genauer als dieser. Es gibt bis heute eine große, aber akademisch erbarmungslos bekämpfte Gruppe an Physikern, die Einsteins Relativitätstheorie als eine mögliche Sichtweise akzeptieren, aber nicht als alternativloses Denkdogma. Hier ist aber nicht der Ort für derartige Gefechte.

2. Bei der Vereinigung von Physik und Spiritualität, muss man in Demut einsehen, dass alle Errungenschaften der heutigen Physik relativ zur heute mehrheitlichen Bewußtheit stehen.
D.h.: In Opposition zur Einheit der Schöpfung, oder in Opposition zur Erkenntnis unserer eigenen, nicht-körperlichen Wirkung auf die Schöpfung.
Oder noch anders: In wilder Abscheu vor der Möglichkeit eines alldurchdringenden Äthers. Diese Möglichkeit konventionell zu referieren, erfordert einen Tarnmantel aus völlig unverständlicher Mathematik. Tragischerweise hat dieser Tarnmantel die üble Folge, bei den allermeisten normal verfassten Menschen einen tiefen Schnitt zwischen Vernunft und Gefühl zu setzen - d.h. dem Gegenteil dessen, was uns weiterbrächte.
Der gleiche Aspekt in anderem Gewand: Der heute als vorbildlich erachtete Experimentator hält es für eine gute Idee, sich selbst als Einfluss zu eliminieren.

3. Wahrscheinlichkeit ist als Begriff nur dann sinnvoll, wenn man eine feste Meinung über die Gesamtheit setzt. Man behauptet alles zu kennen, und dieses "Alles" wird dann abgezählt, und relativ zu diesem "Alles" kann man dann Zahlen behaupten. Doch wehe, wenn man doch nicht alles kannte. Schwamm drüber, besser klug mit Zahlen aussehen als blöd beten, denn wir leben ja nur kurz, könnten Spenglerfreunde entgegen. Das Wuchern von "Wahrscheinlichkeitsaussagen" könnte man aber auch als lebensmüde Wahrnehmungswellness bezeichen. Statt den Sonderfall als Lebensnorm zu integrieren, mittelt man mit grober Bürste über alles, was nicht ins Konzept passt.
Witzig ist in diesem Zusammenhang, ab wann eine quantenmechanische Messung als Messfehler gilt: Nie oder immer? Wenn alles alles durchdringt, ist messtechnisch alles wesentlich, und nichts auszuschließen.

Mit all dem (und dem) will ich Dir eigentlich nur übermitteln, dass der Materialismus, und sei er noch so dialektisch, noch viel mehr auf dem Holzweg ist, als es die Amerikaner in dem Film portionieren.

Wünsche Dir Frieden im Geiste!

nvf33


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recht reizend ...

Sagitta, Freitag, 22. September 2017, 13:38 vor 760 Tagen @ Leserzuschrift 4133 mal gelesen

ist, werter mitlesender nvf33, was Du geschrieben hast!

Wenn der 'Materialismus' ein Holzmacherweg sein soll, was wäre dann bitte die 'rehte strâz' (ahd. für die gut ausgebaute Straße zwischen Siedlungen, das Gegenteil vom Rückeweg in den Wald)?

Möchtest Du diese Straße ein bißchen anschaulicher beschreiben? Ist der von Dir zitierte Äther etwa nicht materiell? Oder: ist in Deiner Auffassung Energie ein Teil der materiellen Welt? Ist Energie etwa 'geistig' (wobei natürlich zu definieren wäre, was das 'Geistige' sei: kann man es tun, ohne Rekurs auf Materielles zu nehmen)?

Hier ein paar weiter reizende Fragen: Wenn ich hier am Ort A Hellsicht von einem Ereignis an Ort B habe, sehe ich dann das Ereignis dort als ein materielles? Wenn ich heute 2017 ein Ereignis von 2025 schaue (verifiziert in 2016), habe ich dann ein materielles Ereignis geschaut? Oder was war/ist das, was ich 'sah'? Und was ist meine Schauung ihrer Natur nach? Könnte sie überhaupt geschehen, wenn es mich nicht gäbe? Ist sie an mich als materiellen Empfänger gebunden: so wie ein Foto eben eine Kamera braucht, ein Bild einen Spiegel?

Gibt es Bilder ohne Spiegel/Leinwand/Kamera - oder ohne ein sich ein Bild vorstellendes 'Gehirn'-Bewußtsein? Gibt es Bewußtsein ohne Gehirn? Haben Geister ein Bewußtsein? Sind Geister Ätherwesen?

Bedingen Licht und Finsternis einander? In meiner Sicht wäre Licht materiell, die Finsternis aber eher immateriell. Ist die Finsternis also geistig? Oder transzendent? Oder was?

Fragt, mit freundlichem Gruß, Sagitta

PS: Wenn man schon Ehrenhaft erwähnt, dann könnte man zu seiner Ehre ergänzen, dass er bereits vor den Quarkisten gedrittelte elektrische Ladungen postuliert, vor allem aber auf ihre spiralige Bewegung hingewiesen hat. Hier (in diesem unserem Universum) dreht sich nämlich alles.

Hallo Sagitta

remi, Freitag, 22. September 2017, 15:56 vor 760 Tagen @ Sagitta 3982 mal gelesen

Ich habe deinen Beitrag mehrmals gelesen. Leider habe ich nichts verstanden. Mir ist das so was von egal, ABER du hast ja eine Botschaft, wenn ich es richtig verstehe. Also bitte formuliere Sätze, die man verstehen kann.
LG
Remi
PS: Die Wahrheit ist einfach!!!
PPS: Wenn man etwas nicht einfach erklären kann, dann ist es nicht wirklich.


"Per aspera ad astra."

"..recht reizend" -> "Recht reizbar ;-)"?

Leserzuschrift, Montag, 25. September 2017, 12:27 vor 758 Tagen @ Sagitta 3953 mal gelesen

Verehrte Sagitta,

vielen Dank für Deine Fragen, die ich gerne versuche, zu beantworten. Allerdings bin ich nicht sicher, worauf Du genau hinaus willst. Daher treffe ich eine Auswahl. Der Materialismus als geistiges Werkzeug will mir eigentlich nicht verwerflich vorkommen. Wir leben hier nun mal in der Materie, und insofern halte ich es für ziemlich sinnvoll, sich mit ihr vollumfänglich zu befassen. Auf der anderen Seite reicht die Materie aber nicht, unsere menschlichen Möglichkeiten zu umfassen. Dieses Forum gäbe es nicht, wäre es anders. Bewußtsein halte ich für nicht-materiell. Ich kann es nicht beweisen, aber ich bin mir sicher, auch Du kennst einige der manngifachen Indizien dafür (z.B. die mentale Beeinflussbarkeit von Zufallsgeneratoren).

Von Ernst Barthel gibt es ein m.E. schönes Beispiel, wie man sich der nicht-materiellen Qualität unseres Bewußtseins per Analogie nähern kann: Ein Radio empfängt Radiowellen und übersetzt sie z.B. in die Sprache eines Nachrichtensprechers. Das Radio übersetzt etwas sinnlich Unerreichbares, nämlich elektromagnetische Wellen, in sinnlich Erreichbares, nämlich Schall, und diesem Schall schreiben wir Bedeutung zu.
In der Weise könnte man nun auch das Gehirn als Übersetzungsorgan verstehen, als Überträger sinnlicher Daten in z.B. geistige oder seelische Qualitäten.

Über diese Qualitäten können wir materiell nicht so gut etwas herausfinden, wohl aber durch eine Art Innenschau. Die Übersetzung zwischen Innen und Außen ist dann offenbar eine spezifisch menschliche Fähigkeit, die z.B. auch keine künstliche Intelligenz auf materieller Basis erreichen kann.
Die Innen-Außen-Dualität finde ich persönlich nicht leicht zu ertragen, weil man sie nicht verorten, anfassen oder gar formalisieren kann, sich aber dennoch unsäglich danach sehnt, sie zu überwinden. Pythagoras sieht dies als Teilung der Einheit in die Zweiheit Gesetz und Kraft oder Vater und Mutter. Von dort ginge es mit Pythagoras dann über die drei weiter, als den Sohn, der die Eltern reflektiert und die seelische Einheit in ihnen erkennt (und von dort über die vier als Form und Materie zum Irdischen, aber das am Rande).

In diesem Bilde hängt die Physik in der Zweiheit von Gesetz/Geometrie und Kraft/Wille fest. Sie postuliert Ihre Gesetze, aber sie erkennt nicht, dass Ihre Gesetze nicht von außen allein kommen. Die Quantenmechanik ist in dieser Hinsicht ein hochinteressanter Ansatz. Ihr "Wahrscheinlichkeitsfluid" kommt einem nichtmateriellen Äther m.E. ziemlich nahe. Etwas nicht-materielles hat aber notwendig auch keine rechten Raum-Zeit-Eigenschaften, und das macht die Sache mit den Einsteinianern so heikel (Dank @IFan für den schönen Buchhinweis!).


Du erwähntest Felix Ehrenhaft und vermutetest, er habe bereits Quarkladungen vermessen. Dem muss ich widersprechen. Ehrenhaft hat zwar auch Drittelladungen gemessen, aber auch z.B. 1,001 oder 0,998 Ladungen, oder etwas dazwischen.
Die Idee von Quarks o.ä. lagen ihm dabei sehr, sehr fern. Wen das wirklich interessiert, dem/der empfehle ich diesen Artikel hier, im Volltext hier verfügbar. Er ist von 1918, aber das Dilemma der heutigen Physik ist darin sehr klar aufgezeigt.

Ich würde nicht sagen, dass Ehrenhaft eine Art buddhistischen Transmaterialismus verfechten wollte. Ihm ging es (und mir auch) darum, vorschnelle Formalisierung zu vermeiden, weil sie unserer Welt nicht gerecht wird, weder experimentell noch geistig. Der Drang nach klaren Regeln mag enorm sein, aber er ist eben sehr leicht irreführend.
Und so kann ich Dir leider keine gut ausgebaute Straße aus der einseitigen materialistischen Sicht weisen. Oft ist es aber der eigene Wille, der uns die Sichtweisen alternativlos macht. Und in den versuche ich niemandem reinzureden.

Viele Grüße,
nvf33

P.S.: @Steffomio: Dein Beitrag "Realitätsebenen" klingt wie eine drastische Drohung. Meinst Du das so? Und wenn ja, wo ist der Sohn oder die Gnade darin? Ich glaube, Dein Schema ähnelt sehr der pythagoräischen Zweiheit.


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im Zirkus

Sagitta, Samstag, 30. September 2017, 08:43 vor 753 Tagen @ Leserzuschrift 4027 mal gelesen

Hallo nvf33 !


Ich danke für Deine Antwort! Meine Haltung bezüglich 'Materialismus' und 'Geist' hatte ich ja schon teilweise in eine Replik auf den Beitrag von @Steffomio eingearbeitet. In die gleiche Richtung (und für Interessierte etwas ausführlicher dargestellt) gehen der nachfolgend verlinkte Aufsatz sowie der dazu passende Wikipedia-Artikel.

https://www.herder-korrespondenz.de/heftarchiv/71-jahrgang-2017/heft-9-2017/die-renaissance-des-panpsychismus-ueberall-geist

https://de.wikipedia.org/wiki/Panpsychismus

Eine materielle Welt kann nur konstatiert werden, wenn vorher eine 'seelisch-geistige' Wahrnehmung eben dieser materiellen Welt gegeben ist. Durchaus wäre ein solcher Wahrnehmungsprozess auch materiell objektiv identifizierbar (etwa durch die physikalische Abbildung einer Gehirntätigkeit via EEG, MRT u.ä.). Jedoch benötigt diese Identifizierung wieder ein wahrnehmendes Subjekt. Wo die letzte Projektionsfläche oder der Ursprung der vorgängigen subjektiven Wahrnehmung ist, kann hier auf diesem Forum wohl nicht erörtert werden. Jedoch ist sie wiederum undenkbar ohne ein Gegenüber von 'Welt'. Hierbei ist interessant, dass diese Gegenwelt zum wahrnehmenden Subjektiven nicht zwingend materiell sein muss. Wenn wir eine Präkognition haben, sehen wir ganz offensichtlich etwas, dass noch nicht 'materiell geworden' ist - aber materiell werden wird (??!!). Deswegen habe ich darauf hingewiesen, dass die geistige und die materielle Welt keinesfalls deckungsgleich sind, und zwar nicht nur in Bezug auf präkognitive Inhalte sondern auch in anderer Hinsicht. Zudem ist das Subjektive nicht nur zu Wahrnehmungen sondern auch zu intentionalen Handlungen befähigt, während doch die materielle Welt kausal-mechanistisch, meinetwegen auch statistisch organisert ist.

Von beiden Welten unabhängig, sie überwölbend und sie erst konstituierend, ist das ABSTRAKTE bzw. die Transzendenz. Die materielle und die geistige Welt sind nur eine Offenbarung des ABSTRAKTEN. Am ehesten erfahren wir dies durch die Ordnungsprinzipien, nach denen sowohl die materielle wie die geistige Welt gestaltet sind. Selbst wenn alles hier in dieser Welt und Wirklichkeit nur 'zufällig' wäre, so wäre es eben eine Ordnung des Zufalls, die wir dann beobachteten - etwa wie wenn der Wind den Sand einer Düne aufwirbelt.

Wir sind demnach Zeugen und Teilnehmer eines Arrangements: wir wurden als Gäste eingeladen zu einem Abend im Zirkus, können sogar bei der Wahl der wunderbar gestalteten und ausgeführten 'Zirkusnummern' ein wenig mitbestimmen (durch intentionale Akte und sofern wir den Spielplan verstanden haben). Auch mögen wir den Zirkusabend genießen - im besten Falle, denn vielen bereitet er auch Schmerz und Leid. Doch bleiben wir alle zusammen immer die eingeladenen, zuschauenden Gäste - und wissen nicht wirklich, warum es den Zirkus gibt, warum wir gekommen sind, warum wir bleiben und wieder gehn. Manche haben in dieser Situation verständlicherweise den Wunsch, dem Zirkusdirektor zu begegnen. Doch der ist auch nur ein Teil des (seinem Wesen nach transzendenten) Arrangements.

Dein Volltext-LINK zum Aufsatz von Ehrenhaft funktioniert nicht. Den musst Du aber wegen mir nicht installieren, da ich den Text bereits habe, auch den Vorgängerartikel von 1914. Die Physik ist für mich bis auf wenige Kleinigkeiten (etwa das Neutrino) abgeschlossen. Ich verweise hierzu nochmals auf Heinrich Rettig, Die Welt als Entfaltung des bipolaren Absoluten (Bühl, 1961) [Dank an @Ulrich für die Berichtigung des Autorenvornamens!] **). Das genannte Werk hat zwei Bände; im ersten stellt der Autor die Grundlagen der Physik und des Weltmechanismus aus seiner Sicht dar, im zweiten begründet er den hier eingangs erwähnten Panpsychismus innerhalb dieses seines Systems.

Sagitta wünscht ein schönes Wochenende


**) Ein Scan des vergriffenen Buches stelle ich Interessenten gerne zur Verfügung, wenn mir die rein private Verwendung des Textes zugesichert wird ( - möchte mich nicht einer Copyright-Verletzung schuldig machen!).

apropos Vegas:

Sagitta, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 07:50 vor 749 Tagen @ Sagitta 3748 mal gelesen

da findet nächste Woche ein Kongress für

"angewandte Schauerei"

http://www.appliedprecog.com/

statt - was aber in den United States ganz normal ist:

http://time.com/4721715/phenomena-annie-jacobsen/

ZITAT: The Pentagon’s focus is to maximize the power of the sixth sense for operational use.

Talente können sich hier melden:

http://www.appliedprecog.com/appi-become-a-paid-precoger

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

https://de.wikipedia.org/wiki/Attisches_Talent

ZITAT: Ein attisches Talent entsprach 60 Minen bzw. 6.000 Drachmen oder 36.000 Oboloi.Die Basis des attischen Münzstandards war die Tetradrachme aus Silber mit einem Gewicht von 17,2 Gramm.Daraus kann das Gewicht eines Talent Silber zu 25,8 kg bestimmt werden (1500 Tetradrachmen à 17,2 Gramm).

Realitätsebenen

Steffomio, Sonntag, 24. September 2017, 14:17 vor 758 Tagen @ Leserzuschrift 3956 mal gelesen

Hallo Mitleser,
wir bauen gerade die nächste und womöglich tiefste Realitätsebene, in der keine spirituellen Signaturen mehr vorkommen außer Angst, Kampf und Schutzbedürfnis. Kein Grashalm wird dort mehr wachsen und keine Zelle mehr leben.

Immerhin, für alle anderen Ebenen bedeutet es, das diese grauenhaften Signaturen von dort ausgewaschen werden können. Das Schlimmste bekommt sein eigenes Zuhause. Dafür machen wir den ganze Scheiß. Wir bauen den Orkus der Schöpfung.

Von unserer aktuellen Realitätsebene ist es schon äußerst schwierig, die höheren (blauen) Ebenen zu erreichen. Aber die nächste wird ungleich schlimmer als alles Vorstellbare.

Im diesem Bild bitte nicht Prinzip mit Geschlecht zusammenwerfen.
(Zum vergrößern bitte anklicken)
[image]

Das obige Bild reflektiert eigentlich alle spirituellen bzw. religiösen Schriften. Und wer darin schon mal etwas gestöbert hat, sollte das eine oder andere daraus extrahieren können.
Unter anderem reflektiert der Rotbereich vollkommen dieses Forum (wie auch vieles andere):
Angst: Was bringt die Zukunft?
Schutz: Wir müssen vorsorgen und uns einigeln!
Kampf: Wir werden uns (womöglich einzeln) durchkämpfen müssen!

Aber zurück zur nächsten Realitätsebene, die wir gerade bauen. Das ist schon fast ein eigener Beitrag, darum als Zitat hier eingefügt:

Nach meinen Beobachtungen haben alle AI's eins gemeinsam. Etwas das aus all den Videos nicht direkt hervor geht, oder nur am Rande bemerkt wird:
Die ungegeure, absolut ungehemmte Aggressivität mit der sie vorgehen.

Mit der AI wird etwas entfesselt, das an Aggressivität alles Vorstellungsvermögen übertrifft. Hier wird eine neue Spezies herangezogen, dessen "Gewissen" einzig aus Effizienz besteht und dessen evolutionäre Überlegenheit weit größer ist als die vom Menschen zum Affen. Gegen diese neue Spezies, wenn man das überhaupt so nennen kann, hat der Mensch nicht den Ansatz einer Chance. Es ist ja nicht mal so, dass die neue Spezies den Menschen oder irgend ein anderes natürliches Leben zu irgend etwas gebrauchen könnte, so wie der Mensch Landwirtschaft und Tiere braucht. Nein, was hier entfesstelt wird braucht dass alles nicht. Es braucht lediglich Energie und tote Rohstoffe aus Luft und Erde.

Aber die Faszination des Neuen lässt mal wieder alle Vorsichtsmaßnamen vergessen. Ganz im Gegenteil wird hier sogar der rote Teppich ausgerollt.

AI sind besser als gedacht, übertreffen alle Erwartungen
https://youtu.be/mQO2PcEW9BY

AI lernt kompliziertes Nobelpreis Experiment in nur einer Stunde.
https://youtu.be/lJcGzmsLRUo

AI besiegt Champion Gamer
https://youtu.be/XbDmxEOj9OY
Das ganze Spiel: https://youtu.be/wiOopO9jTZw


Nur für den Fall jemand glaubt das sei alles noch ferne Zukunftsmusik:
Der neue AI Superchip "NVIDIA Tesla V100". Er wird es möglich machen das sich nicht nur die AI sehr viel schneller entwickelt, sonder die AI wird immer mehr in alle anderen Forschungen und Entwicklungen mit einbezogen.

Zum Abschluss "Robots learn to say no":
Und das hier: https://youtu.be/Tzzu7Q-yL7Y

Was hier montiert wird ist pur Kampf. Gut, wer's mag...
Wie sagt man so schön: "It's on you!".

Gruß
steffomio


Jenseits der Religionen - Wenn der Vorhang zerreißt

Richtig! Jeder ist seines Glückes Schmied.

Sagitta, Sonntag, 24. September 2017, 16:15 vor 758 Tagen @ Steffomio 3950 mal gelesen

Für das Schmieden braucht man erstens Feuer

(= die Intention, das Wollen, die Strebung ... und man sollte wissen, wie man die anzündet, ernährt und kräftig macht).

Zweitens braucht man Eisen

(= Denkfähigkeit, Vorstellungs- und Bildkraft, Phantasie, Kreativität, Mut zur Freiheit im Denken und Handeln; das lässt sich aber alles erschürfen ...).

Und drittens braucht man eine Idee; darin enthalten auch die Kenntnis dessen, was möglich und machbar ist

(= wie das Werkstück am Ende aussehen und was aus dem Eisen gefertigt werden soll und kann).

Diese letzte Zutat bzw. Bedingung, d.h. die richtige Idee, halte ich für den schwierigsten Teil der ganzen Angelegenheit. Hier kann man sich nämlich komplett verschätzen und verrennen. Und dann war der gesamte Aufwand mit dem Feuer und dem Eisen umsonst. Stete Übung natürlich macht auch hier den Meister.

Vielleicht ist es in Bezug auf die richtige Idee am Wichtigsten, zur Selbstreflexion fähig zu sein und ein reines Herz zu haben.

Und: wer auch nur die Spur von Angst hat, braucht erst gar nicht anzufangen mit der Schmiedekunst. Die Angst ist nämlich wie eine (sich selbst vermehrende) Wasserflut, die jedes Feuer überwältigen und löschen kann.

Sagt Sagitta

Das Gesellenstück

rauhnacht, Sonntag, 24. September 2017, 19:18 vor 758 Tagen @ Sagitta 3982 mal gelesen

Hallo Sagitta,

hierzu hab ich mal vor mehr als 10 Jahren ein Gedicht geschrieben. Wegen der frappierend identischen Wörtern stell ich es hier ein.

Das Gesellenstück


Rußgeschwärzte, dunkle Höhle,
alles ist dort grau und schwarz.
Über Wände flackern Schatten
und die Luft ist dumpf und schwer.

Tritt der Meister an die Esse,
huldigen die Flammen ihm,
denn der Lehrling zehrt aus Leibeskräften
und der Blasebalg verrät die Gier.
Dunkelrot ist nun das Eisen
und des Meisters Pranken packen
es mit schierer Leichtigkeit.
Des schweren Hammers Schläge
klingen dann im dunklen Ton.
Des Eisens Form, es wird bezwungen
und das Kunstwerk ist vollbracht.

Welcher Sinn ward ihm gegeben
von des Meisters starker Hand?

Wird es töten oder pflügen,
hat erst er es offenbart?

Fragen wir doch ihn geschwind -

„Ei, der Markt bestimmt die Arbeit,
was ihr wollt,
bekommet ihr!“

Welches Unglück, möcht man meinen,
weiß denn jeder was er will?
Manchmal sind die Zeiten trüber,
minderwertig könnt`s dann sein.
Was, wenn nun das Feuer einmal kühler,
vielleicht der Amboss schartig gar;
das Eisen doch nur Bronze
oder des Meisters Arme lahm?

Nun, da wollen wir mal gucken,
ob wir`s denn nicht besser könn`n.
Erst einmal das ganze dunkle Schwüle
schnell ersetzt durch grellem Glanz.
Blütenweiß und klinisch rein
soll nun unsre Werkstatt ein.

Wird uns erst der Auftrag eigen,
wissen wir, was ihn bestimmt.
Jeder hat ein Eisen dann im Feuer
und des Glückes sind wir der Schmied.

Braune Augen, dunkle Locken,
Muskelkraft und schierer Geist.
Krebs gebannt in dunkle Zeiten,
Alter, hundert Jahr und mehr.

Welches Unglück könnt uns noch ereilen,
wenn wir dann vollkommen wär`n?
Möglich wäre, dumpf erahnend,
dass uns noch `ne Zutat fehlt!

Liebe Grüße
Rauhnacht

Re Steffomio

rauhnacht, Sonntag, 24. September 2017, 19:12 vor 758 Tagen @ Steffomio 3815 mal gelesen

Hallo Steffomio,
sehr weise, was Du da sagst!

Das Video oben hab ich mir nicht angeguckt und hab auch jetzt weder Willen noch Zeit dazu, aber diesen Beitrag da eben, finde ich wirklich sehr gut.
Das weibliche Prinzip gebiert (in Materie offenbar werdend)und dann rächt sich, was im männlichen Prinzip ( Logos, Gesetzlichkeiten) uns allen samt nicht ausreichend klar wurde.

Liebe Grüße
Rauhnacht

nfv33

Fenrizwolf, Samstag, 30. September 2017, 09:33 vor 753 Tagen @ Leserzuschrift 3909 mal gelesen

Hallo nfv33!

Auch Dir will ich für Deine jüngsten Beiträge hier und auch im "Gelben" meinen persönlichen Respekt bekunden, falls es mangels Resonanz sonst niemand tut.

Es stach mir förmlich ins Auge.

Mit Dank und Gruß

Fenrizwolf

Die Quantentheorie ist glatter Betrug

DvB, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 00:42 vor 749 Tagen @ Steffomio 3851 mal gelesen

Moinmoin!

Dinge beginnen erst dann als etwas greifbares Materielles zu existieren, wenn jemand oder etwas mit einem Bewusstsein hin schaut.
Materie bzw. Energie, Raum und Zeit sind gepixelt (gequantelt) wie Pixel eines Bildschirms.

Alles deutet darauf hin, dass die materielle Realität eine Simulation für eine andere, möglicherweise rein aus Bewusstsein bestehenden Realität ist.

Nein.

Merke: Das Fernsehn lügt.

Ich habe das Doppelspaltexperiment nachgestellt (nicht den Teil mit den einzelnen Photonen, aber den Teil mit der kontinuierlichen Lichtquelle). Da bildet sich kein Wellenmuster, da interferiert nichts - das ist purer Nonsens und dummdreister Betrug! (Kann jeder leicht selber nachkontrollieren: man nehme ein Blatt Papier, schneide da zwei Spalte hinein und halte es zwischen eine Wand und eine Lichtquelle. Man sieht genau den Schatten, wie man ihn erwarten würde, wenn man noch nie vom Doppelspaltexperiment gehört hätte.)

Gruß, DvB

@DvB

Ulrich ⌂, Germering, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 01:42 vor 749 Tagen @ DvB 3795 mal gelesen

Hallo DvB,

erst "kürzlich" ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=28969 ) hast Du "Schrödingers Katze" getötet, will sagen, Schrödinger der Erfindung des "Verschränkungsblödsinn"s bezichtigt. Auf den fundierten Einspruch https://schauungen.de/forum/index.php?id=28973 hast Du Dich jedoch wie Schrödingers Katze tot gestellt und nicht geantwortet.

Nun hast Du also "das Doppelspaltexperiment nachgestellt" und als "purer Nonsens und dummdreister Betrug" enttarnt.

Bevor Du morgen die Kuckucksuhr oder das Rad erfindest, wäre es nett, wenn Du erklären würdest, warum Du in Deiner Welt die in https://schauungen.de/forum/index.php?id=28973 genannten Messungen Anton Zeilingers nicht anerkennen willst.

Gruß
Ulrich

unqualifiziert

DvB, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 04:49 vor 749 Tagen @ Ulrich 3736 mal gelesen

Moin Ulrich!

erst "kürzlich" ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=28969 ) hast Du "Schrödingers Katze" getötet, will sagen, Schrödinger der Erfindung des "Verschränkungsblödsinn"s bezichtigt.

Hab ich nicht. Da hast Du was falsch verstanden.

Auf den fundierten Einspruch https://schauungen.de/forum/index.php?id=28973 hast Du Dich jedoch wie Schrödingers Katze tot gestellt und nicht geantwortet.

Den Einspruch hatte ich nicht mitbekommen. Was an einer Ansammlung von Artikeln, in denen halt die üblichen haltlosen Behauptungen zum 537. Mal wiedergekäut werden, "fundiert" sein soll, erschließt sich mir auch nicht.

Im Übrigen bestätigt dieser Zeilinger in http://www.pro-physik.de/details/news/prophy11620news/news.html aber doch auch noch genau, was ich gesagt habe: "Es gab plötzlich den reinen Zufall, die als Schrödingers Katze berühmte Überlagerung von Quantenzuständen und die Verschränkung. Solche Gedankenexperimente wurden damals als Kritik an der Quantentheorie formuliert." auch wenns danach so weitergeht, als hätte er komplett Bahnhof verstanden, worin diese Kritik denn überhaupt bestand, bzw. als wollte er seine Adressaten für dumm verkaufen: "Seit den sechziger, siebziger Jahren können wir aber diese Experimente zunehmend machen, und sie zeigen, dass die Quantenwelt tatsächlich so ist!"

Also nochmal zum Mitmeißeln: "- Zweitens ist die Experimentieranordnung gerade so angelegt, das angeblich nur im Mikrokosmos Vorhandene "Geltende" (die Quantenverschränkung) umstandslos in den Makrokosmos zu holen. (Übrigens ist die Behauptung, etwas "gälte" bloß im Mikrokosmus natürlich nichts anderes als der Versuch, jeglichen Beleg für eine phantastische Story rundheraus zu verweigern, denn Meßgeräte sind ja nunmal stets makroskopisch.)"

Dümmliches Danebengequatsche ist nach meinem Verständnis allenfalls in Sachen Dummheit oder Trollerei "fundiert", genau wie Dein Beitrag hier.

Im selben Artikel: "Die Quantenkryptographie funktioniert technisch schon einwandfrei. Ob sie aber einen breiten Markt findet, da bin ich noch skeptisch." Solchen Sülz hab ich auch schon unzählige Male gelesen. Noch nie hat aber einer auch nur den Versuch unternommen, zu erklären, wie das Funktionsprinzip überhaupt sein soll. Stets verläßt man sich auf das Desinteresse, die Inkompetenz und die Gläubigkeit des Lesers, sicherlich auch, weil es beim dummdreisten Lügen einfach zu gefährlich oder vielleicht auch nur zu anstrengend ist, allzusehr ins Detail zu gehen.

Nun hast Du also "das Doppelspaltexperiment nachgestellt" und als "purer Nonsens und dummdreister Betrug" enttarnt.

So siehts aus. Man benötigt jedoch einen IQ ÜBER Zimmertemperatur, um dies zu verstehen.

Bevor Du morgen die Kuckucksuhr oder das Rad erfindest, wäre es nett, wenn Du erklären würdest, warum Du in Deiner Welt die in https://schauungen.de/forum/index.php?id=28973 genannten Messungen Anton Zeilingers nicht anerkennen willst.

Na, auf die Schnelle sollte seine Durchsage „Wir müssen uns wohl von dem naiven Realismus, nach dem die Welt an sich existiert, … verabschieden.“ wohl reichen. Vielleicht überlege ich mir das nochmal, falls sich im Nachlaß dieses Spinners eine Anleitung findet, wie man in einer an sich inexistenten Welt an sich existente Messungen vornimmt.

Gruß, DvB

IQ über Zimmertemperatur

Harald Kiri, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 09:42 vor 749 Tagen @ DvB 3798 mal gelesen

Hallo DvB,

Du schreibst:

Ich habe das Doppelspaltexperiment nachgestellt (...). Da bildet sich kein Wellenmuster, da interferiert nichts - das ist purer Nonsens und dummdreister Betrug!

Ich bin Physiklehrer und Du nennst mich einen dummdreisten Betrüger? Meine Schüler machen dieses Experiment regelmäßig im Kurs auf grundlegendem Anforderungsniveau in Physik. Und es zeigt genau das erwartete Interferenzmuster am Doppelspalt.

Kann jeder leicht selber nachkontrollieren: man nehme ein Blatt Papier, schneide da zwei Spalte hinein und halte es zwischen eine Wand und eine Lichtquelle. Man sieht genau den Schatten, wie man ihn erwarten würde, wenn man noch nie vom Doppelspaltexperiment gehört hätte.

Diese Anordnung kann allerdings nicht funktionieren, da sie wichtige Bedingungen des Experiments missachtet. Nämlich exakt gefräste Spalte mit definiertem Abstand, um nicht nur zu beobachten, sondern zu messen und damit dann zu berechnen. Dieses Experiment ist so grundlegend und tatsächlich sogar mit einem IQ weit unter Zimmertemperatur nachprüfbar, dass es mir extrem so vorkommt, als wolltest Du einen "dummdreisten Betrug" etablieren.

Vielleicht solltest Du uns zunächst mitteilen, welcher Ideologie Du folgst, nach der die Physik "dummdreister Betrug" sein muss, bevor wir uns darum bemühen, längst Bewiesenes zu hinterfragen.


Spiele mit offenen Karten.


Gruß
Harald


PS.: Mit dummdreisten Beleidigungen schüchterst Du hier niemanden ein.

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Wissenschaft

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 11:50 vor 749 Tagen @ Harald Kiri 3929 mal gelesen

Danke!

Vielleicht solltest Du uns zunächst mitteilen, welcher Ideologie Du folgst ...

Mit dummdreisten Beleidigungen schüchterst Du hier niemanden ein.

Bei manchen scheint das bloße Wort "Quantenphysik" einen Abwehrreflex auszulösen. Meist hackt man dabei ad hominem (also unsachlich und nicht themenbezogen, mit unbelegten Behauptungen) auf verschiedenen Physikern oder Vertretern der ungeliebten Lehre herum, wie es für ausufernde religiöse Diskussionen typisch ist. Denn um nichts anderes als einen theologischen Disput über die einzige wahre Lehre der Natur des Kosmos handelt es sich. Die ganze Wissenschaft ist nichts anderes als Religion. Es gibt nicht den geringsten strukturellen Unterschied. Lediglich die Methodik, zu Welterkenntnissen zu gelangen, bzw. sich selbst sein Weltbild zu beweisen, ist spezifisch. Ob man Theorien falsifiziert oder in einem theologischen Streitgespräch den Advocatus Diaboli bemüht, ist im Kern aber das selbe.

Je nach persönlicher Neigung wird der Teufel von "Darwin", "Lyell", "Couvier", "Einstein" bzw. dem jeweiligen Vertreter einer alternativen Lehre verkörpert.

Das sollte man im Hinterkopf behalten und nicht wähnen, daß Wissenschaft über jeden Zweifel erhabene Erkenntnisse liefern würde, die nicht zu teilen den Gegenpart automatisch als minderintelligent entlarven würde.

Das gilt vor allem für Grenzbereiche wie die Quantenphysik, die per se gar nicht mehr auf direkter Beobachtung basiert, sondern auf vorangegangener Modellbildung, aus der heraus die Gerätschaften und Experimentalaufbauten entwickelt werden, um das abstrakte Modell zu beweisen/widerlegen. Letztlich beruhen schon die Problemsicht, aber auch die daraus sich ergebende Fragestellung, die Methodik zu einer Antwort zu gelangen und die Interpretation der Antwort auf Vorstellungen, die sich die Wissenschaftler grundsätzlich von der Welt machen (Paradigmen, Axiome). Das schränkt die Fähigkeit der Wissenschaft, in solchen abgehobenen Grenzbereichen zu allgemeingültigen Aussagen zu kommen, erheblich ein. Aber auch die alternativen Interpretationen und Widerlegungen können nur auf Vorstellungen basieren, die innerhalb des begrenzten, subjektiven Weltausschnitts des Menschen bleiben, also kein umfassendes und per se richtiges Bild liefern.

Es wäre vermutlich möglich, auf anderer weltanschaulicher Grundlage die Doppelnatur des Lichts und damit eines der Grundprobleme der Quantenphysik durch eine Synthese auf höherer Ebene aufzulösen. Licht wäre dann weder Welle noch Teilchen, sondern etwas drittes, das beides beinhaltet und darüber hinaus geht. Dieses "darüber hinaus" bedenken derzeit womöglich weder die Quantenphysiker, noch deren Kritiker.

Mit diesem Problem kommen wir hier als wissenschaftsferne Epigonen aber nicht weiter, da wir keine Physiker sind (bzw. Eingeweihte des Spezialgebiets) und das Forum kein Forschungslabor ist. Statt dessen können wir uns nur die Befunde widersprechender Experten um die Ohren hauen, die wie Dogmen geglaubt werden. Meist reicht es aber noch nicht mal dazu, weil man grundsätzlich nicht in der Lage ist, einen um Sachlichkeit bemühten Experten mit methodisch sicherer Grundlage von einem Scharlatan zu unterscheiden. (Im Wesentlichen das gleiche ist es ja mit Schauungen und Prophezeiungen, bei denen die meisten hinsichtlich des Erkennens von Fälschungen völlig um Dunkeln tappen und alles glauben, was präsentiert wird.)
Prekär wird es, wenn man aus der glaubensmäßigen Überzeugung heraus, die anderen lägen falsch, irgendwelche "Experimente" mit Haushaltsmitteln zusammenschustert, die letztlich nur die eigene Voreingenommenheit beweisen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

hallo taurec

remi, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 18:02 vor 748 Tagen @ Taurec 3746 mal gelesen

hallo taurec, zum eigentlichen thema will ich nichts beitragen. aber deine 2. signatur finde ich sehr gelungen.
lg
remi


"Per aspera ad astra."

Hausmittel & Co

DvB, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 21:07 vor 748 Tagen @ Taurec 3785 mal gelesen

Moin Taurec!

Bei manchen scheint das bloße Wort "Quantenphysik" einen Abwehrreflex auszulösen.

Du kannst auch "Relativitätstheorie" sagen, das ist noch schlimmer. ;)

Meist hackt man dabei ad hominem (also unsachlich und nicht themenbezogen, mit unbelegten Behauptungen) auf verschiedenen Physikern oder Vertretern der ungeliebten Lehre herum, wie es für ausufernde religiöse Diskussionen typisch ist.

Zum Glück hab ich einen Beleg - mein Experiment. :D
Diese armen, ungeliebten Betrüger befleißigen sich so gern des Argumentums ad ignorantiam, wie das bei Pfaffenartigen eben so üblich ist - drum ist diebezüglich ad hominem mit ad rem identisch.

Das gilt vor allem für Grenzbereiche wie die Quantenphysik, die per se gar nicht mehr auf direkter Beobachtung basiert, sondern auf vorangegangener Modellbildung, aus der heraus die Gerätschaften und Experimentalaufbauten entwickelt werden, um das abstrakte Modell zu beweisen/widerlegen. Letztlich beruhen schon die Problemsicht, aber auch die daraus sich ergebende Fragestellung, die Methodik zu einer Antwort zu gelangen und die Interpretation der Antwort auf Vorstellungen, die sich die Wissenschaftler grundsätzlich von der Welt machen (Paradigmen, Axiome). Das schränkt die Fähigkeit der Wissenschaft, in solchen abgehobenen Grenzbereichen zu allgemeingültigen Aussagen zu kommen, erheblich ein. Aber auch die alternativen Interpretationen und Widerlegungen können nur auf Vorstellungen basieren, die innerhalb des begrenzten, subjektiven Weltausschnitts des Menschen bleiben, also kein umfassendes und per se richtiges Bild liefern.

Die QM (zumindest in ihrer Form nach der sog. "Kopenhagener Deutung" - ich kann das schlecht auseinanderhalten, weil das praktisch immer gleichgesetzt wird) ist ein ganz besonderer Fall. Sie ist unlogisch. Wenn sie richtig wäre, wäre die Logik erledigt und damit wäre Wissenschaft überhaupt erledigt. Meiner Vermutung nach geht es auch genau darum, Wissenschaft von Magie ununterscheidbar zu machen. Daß in dem Zusammenhang dann noch allen Ernstes ein "Gottesteilchen" zusammenphantasiert wurde, ist da ne Kleinigkeite, aber es ist bezeichnend.

Es wäre vermutlich möglich, auf anderer weltanschaulicher Grundlage die Doppelnatur des Lichts und damit eines der Grundprobleme der Quantenphysik durch eine Synthese auf höherer Ebene aufzulösen. Licht wäre dann weder Welle noch Teilchen, sondern etwas drittes, das beides beinhaltet und darüber hinaus geht. Dieses "darüber hinaus" bedenken derzeit womöglich weder die Quantenphysiker, noch deren Kritiker.

Aber was "vermutlich möglich" wäre, läßt sich vorab halt auch schlecht bedenken (falls es das Problem überhaupt gibt - denn nach meinem Experiment bezweifle ich nun erstmal, daß Licht eine Wellennatur hat).

Außerdem scheint mir die Idee, verschiedene Phänomene auf dieselbe Eigenart der Natur zurückführen zu wollen, eine ziemlich materialistische Sache, denn für einen Schöpfer wäre es wohl kein Problem, die Welt aus vielen orginellen Objekten und Gesetzen zusammenzubauen, wärend die Zufalls-Story aus dem Nichts um so lächerlicher ist, je mehr Spezialzufälle behauptet werden müssen.

Mit diesem Problem kommen wir hier als wissenschaftsferne Epigonen aber nicht weiter, da wir keine Physiker sind (bzw. Eingeweihte des Spezialgebiets) und das Forum kein Forschungslabor ist. Statt dessen können wir uns nur die Befunde widersprechender Experten um die Ohren hauen, die wie Dogmen geglaubt werden.

Ein Physiker käme erstrecht nicht weiter, weil er umgehend brotlos wäre, wenn er eine der heiligen Kühe anzweifeln würde. Für mich ist das Grund genug, Expertenmeinungen zu diesem Thema (jedenfalls wenn sie nach 1905 vergetragen wurden) per se als irrelevant einzustufen.

Meist reicht es aber noch nicht mal dazu, weil man grundsätzlich nicht in der Lage ist, einen um Sachlichkeit bemühten Experten mit methodisch sicherer Grundlage von einem Scharlatan zu unterscheiden. (Im Wesentlichen das gleiche ist es ja mit Schauungen und Prophezeiungen, bei denen die meisten hinsichtlich des Erkennens von Fälschungen völlig um Dunkeln tappen und alles glauben, was präsentiert wird.)

In vielen Fällen ist es ganz leicht. - Das wichtigste Kriterium für Wissenschaftlichkeit ist das Experiment. Und weil ich vorhin was von flacher Erde gelesen hab, nehme ich das mal als Beispiel: Weder die Flacherdler noch die Kugelerdler haben ein Experiment für ihre Theorie vorzuweisen. Stand der Wissenschaft ist somit, daß wir offenbar auf der Innenfläche einer Hohlkugel leben, denn das wurde experimentell belegt. http://youtube.com/watch?v=QKVkrGPLJI0

Prekär wird es, wenn man aus der glaubensmäßigen Überzeugung heraus, die anderen lägen falsch, irgendwelche "Experimente" mit Haushaltsmitteln zusammenschustert, die letztlich nur die eigene Voreingenommenheit beweisen.

So glaubensmäßig ist das aber gar nicht, denn aus der Glotze kommt Lug und Trug auf Schritt und Tritt. Und fast alle Menschen glauben den Scheiß 1:1. Und selbst die meisten derjenigen, die wenigstens den offensichtlich politischen Propagandadreck, nicht glauben, verinnerlichen aber die subtile Propaganda.

Vielleicht bin ich voreingenommen - bis zu einem gewissen Grad kann man das halt nicht ausschließen - aber wenn ich voreingenommen bin, was sind die dann? :D Und überhaupt: ich hab wenigstens ein Experiment gemacht, somit bin ich nicht VOR- sondern NACHeingenommen. Bei den Gläubigen gibts weder ein Davor noch ein Danach, da wird es zu einer Fragestellung an die Natur niemals kommen. Und Du willst mir im Ernst erzählen, daß es besser sei, das Vorgekaute einfach zu schlucken, statt es im Rahmen seiner Möglichkeiten zu überprüfen? Was machst Du hier denn mit Deinem Forum? Warum repetierst Du nicht einfach Nostradamus, Irlmaier oder Stafan Berndt und gut isses? :P

Gruß, DvB

Gotteslästerer

rauhnacht, Donnerstag, 05. Oktober 2017, 00:05 vor 748 Tagen @ DvB 3826 mal gelesen

Hallo,


Die QM (zumindest in ihrer Form nach der sog. "Kopenhagener Deutung" - ich kann das schlecht auseinanderhalten, weil das praktisch immer gleichgesetzt wird) ist ein ganz besonderer Fall. Sie ist unlogisch. Wenn sie richtig wäre, wäre die Logik erledigt und damit wäre Wissenschaft überhaupt erledigt. Meiner Vermutung nach geht es auch genau darum, Wissenschaft von Magie ununterscheidbar zu machen. Daß in dem Zusammenhang dann noch allen Ernstes ein "Gottesteilchen" zusammenphantasiert wurde, ist da ne Kleinigkeite, aber es ist bezeichnend.

Und dies ist wohl Dein entscheidender Moment. Ich habe mir erlaubt DEN prägnanten Satz Deiner Darbietung zu markieren, da ich finde, dass dort Dein Antrieb, Gesinnung, Glauben deutlich wird.

Und dann kommst Du daher wie selbst ernannte Inquisationsrichter zu allen Zeiten und erklärst analog "logisch": Es ist nicht bewiesen, dass Hexen fliegen können. Das hab ich selbst ausprobiert und das geht nicht.
Wenn also Hexen doch fliegen, so ist das nicht nur entgegen den Sinnen als Täuschung oder Wahn, sondern entweder Märchen oder tatsächliche MAGIE.
Schließlich bist Du ja der Überzeugung, dass Geschehnisse im Mikrokosmos LOGISCHERWEISE!!! analog im Makrokosmus tupfengleich erfolgen!Wenn also da Winzteilchen fliegen und so "Könnten"......

kann das im Makrokosmos NUR bedeuten, dass Du ja auch fliegen können müsstest.
Und da Du das bewiesenermaßen nicht kannst, ist das dann Magie, wenns doch klappt.
Sapperlot, wie einfach die Welt doch wird, wenn man Magie und Wissenschaft trennt.
Lieber Himmel! Ob es nun glaubenstechnisch "besser" ist an magischen Hokuspokus zu glauben, an gnädige oder rächende Götter oder an wissenschaftlich angehauchten Erklärungswahn, erschließt sich mir nicht wirklich.
Die Suppe derzeit ist bei all und all Angehörigen der verschiedensten Glaubensanhänger gleich trübe.

Den Spruch: Selig, sind (nur) die Armen im Geiste!

kann ich mir da nun nicht verkneifen. Womit ich nicht etwa nur die "Dummen" meine, sondern gar die von Erkenntnissen jedweden Glaubens am wenigsten Gestreiften. Die aber schreiben und lesen hier nicht, weshalb Inquisisationsgrabenkämpfe im Sinne des tatsächlichen Wunders der Welt irgendwie immer ein wenig lächerlich wirken.
Die Sicht des Beobachters ist halt mikro oder makro hin oder her entscheidend. " Die zwei Kerle"!

Gruß

Wissenschaft/Magie

DvB, Donnerstag, 05. Oktober 2017, 16:22 vor 747 Tagen @ rauhnacht 3675 mal gelesen

Moin rauhnacht!

Wissenschaft ist insofern von Magie zu unterscheiden, als sie systematisch Erfahrungen macht, daraus logische Schlüsse zieht, diese dann als Theorien/Voraussagen formuliert und in Experimenten testet. Magie scheitert - wie auch die QM - mindestens an der Logik.

Mag sein, daß Wissenschaft und Magie für Dich dasselbe ist - für manche sind ja auch alle Menschen gleich, manchen ist ja auch überhaupt alles gleich... :ahnungslos:

Und dann kommst Du daher wie selbst ernannte Inquisationsrichter zu allen Zeiten und erklärst analog "logisch": Es ist nicht bewiesen, dass Hexen fliegen können. Das hab ich selbst ausprobiert und das geht nicht.
Wenn also Hexen doch fliegen, so ist das nicht nur entgegen den Sinnen als Täuschung oder Wahn, sondern entweder Märchen oder tatsächliche MAGIE.

Diese Analogie ist mir nicht ersichtlich. Bis zu einer sinnhaltigen Kritik (abseits der substanzlosen Faseleinwände, die Spalte müßten "exakt" "gefräst" und dürften keine Haushaltsmittel sein) gehe ich davon aus, mein Experiment korrekt durchgeführt zu haben.

Schließlich bist Du ja der Überzeugung, dass Geschehnisse im Mikrokosmos LOGISCHERWEISE!!! analog im Makrokosmus tupfengleich erfolgen!Wenn also da Winzteilchen fliegen und so "Könnten"......

Dieser Überzeugung bin ich nicht. Wie kamst Du darauf?

Und da Du das bewiesenermaßen nicht kannst, ist das dann Magie, wenns doch klappt.
Sapperlot, wie einfach die Welt doch wird, wenn man Magie und Wissenschaft trennt.

Nee, wohl eher ein Taschenspielertrick. Falls "es" (nämlich die Interferenz hinterm Doppelspalt) unter bestimmten Bedingungen doch klappen sollte, werden (eben diese) wesentliche Bedingungen für dieses Experiment verschwiegen und es wäre wahrscheinlich schon deswegen Betrug (um das genau beurteilen zu können, müßte man natürlich wissen, was da verschwiegen wurde. - "Exakt", "gefräst" oder "Haushaltsmittel" scheiden selbstredend aus, weil das Licht von all dem nichts weiß, auch wenn die Quantenmagier gerne was anderes faseln, wie etwa allen Ernstes, daß der Mond nicht da wäre, wenn niemand hinschaute.). Sodann könnte/müßte man sich erstmal Gedanken darüber machen, inwieweit die Ergebnisse nicht bloß durch diese geheimen Spezialbedingungen hervorgerufen werden und es mit dem Licht und/oder dem Doppelspalt gar nichts zu tun hat.

Lieber Himmel! Ob es nun glaubenstechnisch "besser" ist an magischen Hokuspokus zu glauben, an gnädige oder rächende Götter oder an wissenschaftlich angehauchten Erklärungswahn, erschließt sich mir nicht wirklich.

Das kommt auch darauf an, worum es geht und worum es Dir geht. Wenn Du z.B. aus 5km Höhe abspringst, wäre es vielleicht nicht schlecht, zu wissen, wie lange Du Zeit hast, Deinen Fallschirm zu öffnen, und Dich dabei auf wissenschaftliche Erfahrung zu verlassen. Aber es kann frelich auch sein, daß Du Dir denkst, daß Du eh nicht tiefer fallen kannst als in Gottes Hand oder sonst irgendwas. Hat halt jeder so seine Prämissen. :P

Die Suppe derzeit ist bei all und all Angehörigen der verschiedensten Glaubensanhänger gleich trübe.

Gleichmacherei. https://www.youtube.com/watch?v=LIDlOiN_nGs

Den Spruch: Selig, sind (nur) die Armen im Geiste!

kann ich mir da nun nicht verkneifen. Womit ich nicht etwa nur die "Dummen" meine, sondern gar die von Erkenntnissen jedweden Glaubens am wenigsten Gestreiften. Die aber schreiben und lesen hier nicht, weshalb Inquisisationsgrabenkämpfe im Sinne des tatsächlichen Wunders der Welt irgendwie immer ein wenig lächerlich wirken.

Ich finde es nicht lächerlich, sondern sehr wichtig, Betrüger auch Betrüger zu nennen. "Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist." - Goethe

Gruß, DvB

"Beweise"

DvB, Mittwoch, 04. Oktober 2017, 18:38 vor 748 Tagen @ Harald Kiri 3803 mal gelesen

Moin, Harald Kiri!

Kann jeder leicht selber nachkontrollieren: man nehme ein Blatt Papier, schneide da zwei Spalte hinein und halte es zwischen eine Wand und eine Lichtquelle. Man sieht genau den Schatten, wie man ihn erwarten würde, wenn man noch nie vom Doppelspaltexperiment gehört hätte.


Diese Anordnung kann allerdings nicht funktionieren, da sie wichtige Bedingungen des Experiments missachtet. Nämlich exakt gefräste Spalte mit definiertem Abstand, um nicht nur zu beobachten, sondern zu messen und damit dann zu berechnen. Dieses Experiment ist so grundlegend und tatsächlich sogar mit einem IQ weit unter Zimmertemperatur nachprüfbar, dass es mir extrem so vorkommt, als wolltest Du einen "dummdreisten Betrug" etablieren.

Naja, es ist ja merkwürdig, wenn es bei Dir funktioniert und bei mir nicht. Wieso es auf "exakt gefräste Spalte" ankäme, leuchtet mir nicht ein; davon wurde auch noch nie irgendwo etwas durchgesagt. "Exakt" gibt es auf dieser Welt natürlich auch gar nicht. Aber bitteschön, ich bin gern bereit, etwas dazuzulernen, dann gib mal bescheid, wie die korrekte Anordnung incl. Toleranzen Deiner Ansicht nach sein muß.

Vielleicht solltest Du uns zunächst mitteilen, welcher Ideologie Du folgst, nach der die Physik "dummdreister Betrug" sein muss, bevor wir uns darum bemühen, längst Bewiesenes zu hinterfragen.

In der Sprache der Erkenntnistheorie heißt diese Ideologie "Kritischer Rationalismus" (nach Karl Popper "Logik der Forschung"). Danach bist Du übrigens ein Scharlatan, weil Du, die Empirie betreffend, von Bewiesenem faselst. Ich weiß, das ist auch unter etablierten Wissenschaftlern überaus üblich, obwohl die meisten dem Kritischen Rationalismus angeblich anhängen.

Gruß, DvB

Komm einfach vorbei und schau es Dir an...

Harald Kiri, Donnerstag, 05. Oktober 2017, 03:00 vor 748 Tagen @ DvB 3776 mal gelesen

Hallo DvB,

offensichtlich unterstellst Du mir tatsächlich nicht nur dummdreisten, sondern böswilligen Betrug.

Danke übrigens für Deine ideologische Intention, die @rauhnacht sehr schön herausgearbeitet hat.

Ich "fasele" hier nicht. Die Experimente zur Welleneigenschaft nicht nur des Lichts, sondern auch von Elektronen und sogar Atomen und Molekülen sind wiederholbar und die Ergebnisse immer gleich. Damit gelten sie als "bewiesen".

Das magst Du glauben, oder Du lässt es sein. Ist mir ziemlich egal.

Du kannst mich gerne besuchen und dieses Experiment, was durchaus kein Hexenwerk ist, selbst aufbauen und die Ergebnisse prüfen. Das ist in 10 Minuten gemacht.

Aber bitte "fasel" hier nicht so einen Unsinn. Deine Herangehensweise (mit dem zerschnittenen Papier) kommt mir vor, als wolltest Du zeigen, dass eine Atombombe nicht funktionieren kann, wei Du einen Kiesel in einen Steinhaufen geworfen hast und nichts explodiert ist.

Gruß
Harald

geheime Experimentieranordnungen

DvB, Donnerstag, 05. Oktober 2017, 14:58 vor 747 Tagen @ Harald Kiri 3984 mal gelesen

Moin, Harald Kiri!

offensichtlich unterstellst Du mir tatsächlich nicht nur dummdreisten, sondern böswilligen Betrug.

Paßt doch. Erst orakelst Du von angeblich notwendigen "exakten" Spezialbestimmungen für das Experiment, nun willst Du diese geheimhalten, bzw. knüpfst komische Bedingungen daran. Mag sich jeder selbst dabei denken, was davon zu halten ist. :hammer:

Ich "fasele" hier nicht. Die Experimente zur Welleneigenschaft nicht nur des Lichts, sondern auch von Elektronen und sogar Atomen und Molekülen sind wiederholbar und die Ergebnisse immer gleich. Damit gelten sie als "bewiesen".

Sie gelten nicht als "bewiesen", auch wenn sie millionenfach erfolgreich wiederholt worden wären. Solche Behauptung ist, wie schon erwähnt, pure Scharlatanerie.

Außerdem stimmt das mit der Wiederholbarkeit nicht - die angeblichen Ergebnisse sind unterschiedlich. (Mir sind nämlich in zwei QM-Propagandavideos unterschiedliche Anzahlen dieser Wellenberge aufgefallen. Das ist auch der Grund, weswegen ich das Experiment selbst nachgestellt habe.)

Aber bitte "fasel" hier nicht so einen Unsinn. Deine Herangehensweise (mit dem zerschnittenen Papier) kommt mir vor, als wolltest Du zeigen, dass eine Atombombe nicht funktionieren kann, wei Du einen Kiesel in einen Steinhaufen geworfen hast und nichts explodiert ist.

Nee, eine Atombombe kann deshalb nicht funktionieren, weil sie keinen Moderator hat. ;-)

Gruß, Breitband

Das Angebot steht...

Harald Kiri, Donnerstag, 05. Oktober 2017, 17:16 vor 747 Tagen @ DvB 3785 mal gelesen

Hallo DvB,

schon fast belustigt stelle ich fest, dass Du das wirklich glaubst, was Du hier von Dir gibst.

Die Anordnung ist nicht geheim.

Wie auch?

Die Anordnung ist so einfach, dass JEDER die Experimente nachstellen kann. Einen Laser lässt man in einem abgedunkelten Raum durch zwei SCHMALE, exakt PARALLELE Spalte leuchten. Auf der dahinterliegenden Wand zeigt sich das Interferenzmuster.
Hier findest Du die Aufbauten und die Ergebnisse

Wenn man kontinuierliches Licht durch die Spalte beugen möchte, muss man sicherstellen, dass kein Streulicht entsteht. Das erreicht man durch Fokussieren des Lichtstrahls mittels Linsen und geeigneter Abdeckung.

Wie gesagt, der Aufbau dauert keine 10 Minuten.

Mein Angebot, dass Du es selbst aufbauen und testen darfst, steht.

Gruß
Harald

P.S.: Wenn Du etwas anzweifelst, nimm die Punkte, die tatsächlich zweifelhaft sind und zweifle nicht das Offensichtliche an. Damit machst Du Dich selbst zum Scharlatan.

Doppelspalt, Masse und Schauungsfeld

Sagitta, Freitag, 06. Oktober 2017, 11:09 vor 747 Tagen @ Harald Kiri 3781 mal gelesen

Dieser Beitrag richtet sich primär an @Harald Kiri und @DvB und betrifft physikalische Sachverhalte. Ich habe aber so verständlich wie möglich geschrieben und am Ende eine Linie zum Thema Schauung gezogen.


Hallo Harald, hallo DvB,

am Doppelspalt kann man die gesamte Physik spalten, aber man könnte, wenn man dort richtig experimentierte und interpretierte, die Physik wieder einigen und in ganz neue Dimensionen führen.

Was über den Doppelspalt in den Lehr- und Schulbüchern steht, ist ein grobes und fixiertes Dogma, das sich um die tatsächlichen, sehr feinen Details und Wunderbarkeiten der Lichtbeugung gar nicht kümmert. Dr. Helmut Nieke (Uni Halle, +2012) hat sich ein ganzes Leben lang mit dem Phänomen der Beugung auseinandergesetzt (welche alltäglich sichtbar wird am scheinbar abgewinkelten Strohhalm im Wasserglas). Den Ertrag seiner Forschung findet man auf der folgenden Webseite:

http://www.gebeugtes-licht.de/

Mit theoretischen Erklärungen hat sich Dr. Nieke stets zurückgehalten, diese nur privat geäußert. Jedoch hatte er für sich selbst und den Kreis seiner Zuhörer ein sehr klares Bild von der physikalischen Wirklichkeit auf der Ebene der Felder und der kleinsten Strukturen entworfen.

Ich versuche nun, ein wenig davon 'rüberzubringen' und kehre dafür zurück zum neulich erwähnten Phänomen der Verschränkung von Photonen. Ich halte nicht so arg viel von Anton Zeilinger: im Prinzip sind seine Beobachtungen zwar richtig, aber er bemüht sich überhaupt nicht um eine Erklärung für die Verschränkung (kausal oder ganzheitlich). Den heutigen Physikern genügt offenbar ein mathematischer Formalismus und eine Anwendung mit der sie Geld machen können (hier also Hoffnung auf die begehrte kryptographische Übertragung, mit der man von den Obermächtigen dieser Welt immer Geld locker machen kann für irgendwelche aufwändigen Experimente). An der Natur an sich haben die meisten Physiker dagegen weniger Interesse. Nur ein überschaubarer Kreis von Leuten hat überhaupt darüber nachgedacht, was denn die Ursache der 'Verschränkung' sein könnte. John Bell (Stichwort 'Ungleichung') hat Wege aufgezeigt, wie man lokale Ursachen von fundamentalen Hintergrundursachen trennen könnte. Jedoch gibt es bislang keine allgemein anerkannte Lösung Lösung. Es bleibt damit bei einer 'spukhaften Fernwirkung', die bereits Einstein konstatiert hatte: zwei Lichtteilchen erscheinen in manchen Situationen wie gekoppelt in ihrem Verhalten, obwohl sie 'nichts miteinander zu tun haben'.

Nun zurück zum gebeugten Licht. Helmut Nieke hat unendlich viele Versuche u.a. auch mit dem Doppelspalt gemacht. Er hat dabei ganz bescheiden und ohne Zugang zu den großen Geldtöpfen oder gar (wie Zeilinger) zu Satellitenübertragungen fast sämtliche Variationen durchprobiert, die auch die Verschränkungs-Physiker benutzt haben (polarisiertes Licht; Abdeckungen, die bei den Verschränkern 'Halbwellenplatten' heißen, etc.), und er schreibt an einer Stelle seiner Webseite (davon ein nicht ganz wörtliches Zitat hier):

Die Experimente bei einem abgedeckten Spaltbild des Doppelspaltes zeigen, daß ein Photon auch die Information jenes Spaltes erhalten kann, den es selbst gar nicht passiert hat. Es muss dafür nur einen hinreichend langen Weg bis zur Zwischenoptik nach der Beugung durchlaufen. Man könnte bei der Erklärung dieses Phänomens an die Vorstellungen von de Broglie zum Photon denken, dem de Broglie ja eine Führungs- oder Steuerwelle zusprach. Besser wäre es hierbei aber, die Vorstellung von einer Welle durch den Begriff Feld zu ersetzen, was schon Born getan hat. Das Feld, in dem das Photon läuft, passiert nämlich auch jenen Spalt, den das Photon selbst nicht durchlief, und läuft nach dem Spalt zum Photon zurück. Dadurch erhält das Photon dann nachträglich ein reaktives Abbild von jenem Spalt vermittelt, den es selbst gar nicht durchlaufen hat.

http://www.gebeugtes-licht.de/arbeiten/newniek05.htm

Wir haben hier mithin eine (Teil-) Erklärung des Pänomens der Verschränkung: nämlich die Vermittlung durch ein Feld, in das das Photon eingebettet ist. Am Spalt wird also nicht nur das Photon gebeugt sondern auch das Trägerfeld. (Zur Veranschaulichung diene ein Fluss, der unter einer Brücke durchfließt und die dortigen Brückenpfeiler umströmen muss, wodurch ein entsprechendes Strömungsbild entsteht. Ein kleines Boot, das zwischen zwei Pfeilern durchfährt, kann dann seitlich von einem Wellenstoß getroffen werden, der wiederum die Reflexion der Strömung von einem weiter entfernten Pfeiler ist.)

Der Kernpunkt dieser Interpretation und mithin eine (Teil-) Erklärung des Phänomens der Verschränkung ist also, dass das Photon sich in einem Feld bewegt, welches ebenfalls ein wenig gebeugt wird, wenn es durch einen Spalt zieht. Hier ist aber kein allgemeiner Äther gemeint, sondern zuallererst das Feld jenes Elektrons, aus dem das betreffende Photon 'herausgeschlagen' wurde. Das Photon ist gewissermaßen eine portionierte Verdrillung dieses Feldes des Elektrons. Das Feld um ein Elektron setzt sich aus einer elektrischen, magnetischen und einer gravitativen Komponente zusammen (die newtonschen Kräfte) und strömt mit Lichtgeschwindigkeit vom Elektron aus (kugelförmig dreidimensional!!). Auf diesem Feld (quasi als Trägerwelle) 'reitet' das Photon. Genaugenommen hat dieses Feld sogar eine (allerdings sehr geringe) Masse, welche die notwendige Gegenkraft zu den newtonschen Kräften bildet, die über das Feld übertragen werden. Andernfalls wären diese Kräfte auch gar nicht darstellbar bzw. übertragbar, sondern liefen in eine Leere hinein. Kraft braucht immer eine Gegenkraft, um in die Realität treten zu können. Das ist der Hintersinn der Formel E=mc². Die Masse ist dabei die universale 'Gegenkraft' in diesem unserem polar strukturierten Universum.

Hat das alles etwas mit Schauungen zu tun? Sehr wohl. Denn die Felder aller Teilchen im Universum sind miteinander verbunden und überlagern sich. Man könnte sagen: jedes Teilchen ist über sein Feld mit allen anderen Teilchen kräftemässig verbunden. Das ist ganz real so, seit dem so genannten Urknall - wir sind immer noch in der Ausdehnungsphase des Universums - und bis das Universum sich dereinst wieder eingerollt haben wird. Sämtliche Phänomene er echten Parapsychologie, wozu auch der Schauungszustand zählt, werden über dieses Feld vermittelt, und zwar unmittelbar und direkt, ohne Zwischenschaltung der gewöhnlichen Sinnesorgane und ihrer neuralen Verknüpfungen. Dies ist möglich, weil unser "Bewußtsein" letztendlich auch in diesem universalen Überlagerungsfeld ruht bzw. Feldnatur hat. Es ist gewissermaßen ein umschriebenes und spezifisches Muster in diesem Feld, das in gewissem Umfang mit den Feldmustern außerhalb seiner selbst in direkte Berührung kommen und sie in sich abbilden kann. Erst sekundär werden diese direkten Wahrnehmungen in den materiellen neuralen Hirnapparat eingebettet und können dann dort als Gedächtnisinhalt wieder aufgerufen bzw. von Neuem er-innert werden.

Bei kurzfristigen Präkognitionen wird quasi die Bugwelle erhascht, die den Ereignissen im Feld ein wenig vorauseilt. Oder man könnte die kurzfristige Präkognition vergleichen mit den Materialien, die an einer Baustelle angeliefert werden, sowie mit der Tätigkeit der Arbeiter an dieser Baustelle: mit einiger Erfahrung und wenn der Bau schon begonnen wurde, kann man rückschließen, wie das Gebäude später gestaltet sein wird (den Rest muss man sich je nach Erfahrung zusammenreimen, wodurch eben die Unschärfen in der Schau entstehen). Längerfristige Präkognitionen kann man auf diesem Weg allerdings nicht erlangen. Hier muss man vielmehr Zugang zu komplett transzendenten Inhalten haben: man muss auf die Pläne des Architekten blicken können dürfen. Oder auf den Spielplan des Zirkusdirektors.

Ich wünsche @Harald und @DvB einen in obigem Sinne ggfs. richtigen Erfolg bei ihren Experimenten!

Sagitta


PS: Ich habe dieses Beispiel, insbesondere die Forschungen von Helmut Nieke auch deshalb erwähnt, weil Taurec neulich einen Angriff auf die moderne Wissenschaft gemacht habt, der so nicht hinnehmbar ist. Wissenschaft ist die systematische und methodische, vernünftige und reflektierte sowie gewissen sozialen Konventionen (Ethik, hier etwa Ehrlichkeit; Intersubjektivität, Reproduzierbarkeit; ggfs. mathematische Modellierung etc.) verpflichtete Beschreibung eines Ausschnitts unserer (vermutlich) gemeinsamen Wirklichkeit. Dass Wissenschaft eine moderne Form der Religion sei, ist abwegig. Richtig ist allerdings, dass manche Akteure die Wissenschaft heute so gebrauchen wie Priester früher (genauso verwerflich) die Religion, nämlich als Instrument zur Steuerung der Meinungen und Geisteshaltung anderer Menschen. Das Projekt der Aufklärung, vor rund 300 Jahren begonnen, ist noch lange nicht zu Ende ...

Wissenschaft

DvB, Freitag, 06. Oktober 2017, 17:27 vor 746 Tagen @ Sagitta 3627 mal gelesen

Moin Sagitta!

Hat das alles etwas mit Schauungen zu tun? Sehr wohl. Denn die Felder aller Teilchen im Universum sind miteinander verbunden und überlagern sich. Man könnte sagen: jedes Teilchen ist über sein Feld mit allen anderen Teilchen kräftemässig verbunden. Das ist ganz real so,

Das ist natürlich so, aber der da offenbar hineinimplizierten Verbindung zum 'Alleinen' stehe ich doch eher skeptisch gegenüber.

seit dem so genannten Urknall - wir sind immer noch in der Ausdehnungsphase des Universums - und bis das Universum sich dereinst wieder eingerollt haben wird.

Es gab höchstwahrscheinlich keinen Urknall. Das ist bloß die Phantasterei eines jesuitischen Pfaffen, die sich durchgesetzt hat, weil der Masse der Dumpfbacken Geschichtchen mit Knall-Bumm-Peng lieber sind als langweilige Interpretationen und weil die Lichtermüdungstheorie zugunsten der Relativitätsidiotie unterdrückt wurde/wird.

Es gibt viele Galaxien und Quasare im All, die entsprechend ihrer als Dopplereffekt gedeuteten Rotverschiebung Milliarden Lichtjahre voneinander entfernt sein müßten (Quasare haben immer eine deutlich größere Rotverschiebung als Galaxien), zwischen denen aber Materiebrücken zu sehen sind. Das wird von den Urknallern natürlich einfach ignoriert und totgeschwiegen.

Sämtliche Phänomene er echten Parapsychologie, wozu auch der Schauungszustand zählt, werden über dieses Feld vermittelt, und zwar unmittelbar und direkt, ohne Zwischenschaltung der gewöhnlichen Sinnesorgane und ihrer neuralen Verknüpfungen. Dies ist möglich, weil unser "Bewußtsein" letztendlich auch in diesem universalen Überlagerungsfeld ruht bzw. Feldnatur hat. Es ist gewissermaßen ein umschriebenes und spezifisches Muster in diesem Feld, das in gewissem Umfang mit den Feldmustern außerhalb seiner selbst in direkte Berührung kommen und sie in sich abbilden kann. Erst sekundär werden diese direkten Wahrnehmungen in den materiellen neuralen Hirnapparat eingebettet und können dann dort als Gedächtnisinhalt wieder aufgerufen bzw. von Neuem er-innert werden.

Sehr kreativ-spekulativ. :D

Ich finde es immer wieder sehr auffällig, wie solche Spekulationen stets an den mathematistisch-dadaistischen Humbugtheorien seit Beginn des 20. Jahrhunderts andocken müssen (und das, obwohl es in den meisten Fällen - wie auch hier - an sich völlig unnötig wäre, denn die besagten Felder gibt es ja auch schon bei Newton).

Ich wünsche @Harald und @DvB einen in obigem Sinne ggfs. richtigen Erfolg bei ihren Experimenten!

Dankesehr!

PS: Ich habe dieses Beispiel, insbesondere die Forschungen von Helmut Nieke auch deshalb erwähnt, weil Taurec neulich einen Angriff auf die moderne Wissenschaft gemacht habt, der so nicht hinnehmbar ist. Wissenschaft ist die systematische und methodische, vernünftige und reflektierte sowie gewissen sozialen Konventionen (Ethik, hier etwa Ehrlichkeit; Intersubjektivität, Reproduzierbarkeit; ggfs. mathematische Modellierung etc.) verpflichtete Beschreibung eines Ausschnitts unserer (vermutlich) gemeinsamen Wirklichkeit. Dass Wissenschaft eine moderne Form der Religion sei, ist abwegig. Richtig ist allerdings, dass manche Akteure die Wissenschaft heute so gebrauchen wie Priester früher (genauso verwerflich) die Religion, nämlich als Instrument zur Steuerung der Meinungen und Geisteshaltung anderer Menschen. Das Projekt der Aufklärung, vor rund 300 Jahren begonnen, ist noch lange nicht zu Ende ...

Theorie und Praxis - ein Problem ist halt, daß es in der Theoretischen Physik nicht "manche Akteure", sondern praktisch alle Akteure sind (jeder, der z.B. wagt, von "Beweisen" zu faseln). Ein anderes Problem ist, daß der Wissenschaft grundsätzlich ein viel zu hoher Stellenwert beigemessen wird, man darf nämlich nicht vergessen, daß es völlig unmöglich ist, überhaupt auch nur die Existenz der Welt zu beweisen - und was man nicht beweisen kann, das weiß man eben auch nicht, sondern vermutet es nur. Man darf weiterhin nicht vergessen, daß jede Theorie auf Annahmen basiert und deren Ergebnisse daher stets ebenfalls nur Annahmen sind. Aber das wird so höchst selten bis nicht kommuniziert, sondern lieber der Eindruck erweckt, als wüßte man irgendwas, bzw. am besten noch 'fast alles' (wie z.B. in etwa sich auszudrücken, der Stephen Hawking sich zu erdreisten beliebte), so daß die Allgemeinheit dieser Propaganda vom vermeintlichen Wissen einen Wert zumißt, den es realistisch nicht ansatzweise hat.

Gruß, DvB

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Identität von Wissenschaft und Religion

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 06. Oktober 2017, 20:13 vor 746 Tagen @ Sagitta 3864 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Freitag, 06. Oktober 2017, 20:21

Hallo!

Wissenschaft ist die systematische und methodische, vernünftige und reflektierte sowie gewissen sozialen Konventionen (Ethik, hier etwa Ehrlichkeit; Intersubjektivität, Reproduzierbarkeit; ggfs. mathematische Modellierung etc.) verpflichtete Beschreibung eines Ausschnitts unserer (vermutlich) gemeinsamen Wirklichkeit. Dass Wissenschaft eine moderne Form der Religion sei, ist abwegig. Richtig ist allerdings, dass manche Akteure die Wissenschaft heute so gebrauchen wie Priester früher (genauso verwerflich) die Religion, nämlich als Instrument zur Steuerung der Meinungen und Geisteshaltung anderer Menschen. Das Projekt der Aufklärung, vor rund 300 Jahren begonnen, ist noch lange nicht zu Ende ...

Hier verweise ich nicht nur auf Spenglers Ausführungen zum Zusammenhang von Wissenschaft und Religion, etwa in diesem Kapitel:

"[...] Das Vorurteil des mit Thales und Bacon auf die Höhe der Ionik und des Barock gelangten städtischen Menschen bringt die kritische Wissenschaft in einen hochmütigen Gegensatz zur frühen Religion des noch stadtlosen Landes, als die überlegene Stellung zu den Dingen, im Alleinbesitz der wahren Erkenntnismethoden und damit berechtigt, die Religion selbst empirisch und psychologisch zu erklären, sie »zu überwinden«. Nun zeigt die Geschichte der hohen Kulturen, daß »Wissenschaft« ein spätes und vorübergehendes Schauspiel ist, dem Herbst und Winter dieser großen Lebensläufe angehörend, im antiken wie im indischen, chinesischen und arabischen Denken von der Lebensdauer weniger Jahrhunderte, innerhalb deren sich ihre Möglichkeiten erschöpfen. Die antike Wissenschaft ist zwischen den Schlachten von Cannä und Actium erloschen und hat wieder dem Weltbilde der »zweiten Religiosität« Platz gemacht. Danach ist es möglich vorauszusehen, wann das abendländische Naturdenken die Grenze seiner Entwicklung erreichen wird.
Nichts berechtigt dazu, dieser geistigen Formenwelt den Vorrang vor andern zu geben. Jede kritische Wissenschaft beruht wie jeder Mythos, jeder religiöse Glaube überhaupt auf einer inneren Gewißheit; ihre Bildungen sind von anderm Bau und Klang, ohne grundsätzlich verschieden zu sein. Alle Einwände, welche die Naturwissenschaft gegen die Religion richtet, treffen sie selbst. Es ist ein großes Vorurteil, jemals an Stelle »anthropomorpher« Vorstellungen »die Wahrheit« setzen zu können. Andre als solche Vorstellungen gibt es überhaupt nicht. In jeder, die überhaupt möglich ist, spiegelt sich das Dasein ihres Urhebers. »Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde« – so gewiß das von jeder geschichtlichen Religion gilt, so gewiß gilt es von jeder physikalischen, vermeintlich noch so gut begründeten Theorie. Die Natur des Lichtes haben antike Forscher sich so vorgestellt, daß es aus körperlichen Abbildern besteht, die von der Lichtquelle zum Auge gehen. Für das arabische Denken, ohne Zweifel schon an den persisch-jüdischen Hochschulen von Edessa, Resain und Pumbadita, und für Porphyrios unmittelbar bezeugt, werden die Farben und Formen der Dinge in magischer (»geistiger«) Weise der substanziell vorgestellten Sehkraft, die in den Augäpfeln ruht, zugeführt. So haben Ibn al Haitam, Avicenna und die »Lauteren Brüder« gelehrt. Daß das Licht eine Kraft – impetus – ist, war schon um 1300 die Vorstellung des Pariser Occamistenkreises um Buridan, Albert von Sachsen und den Erfinder der Koordinatengeometrie, Nicolas von Oresme. [...]"

Thomas Kuhn geht allerdings in keine grundsätzlich verschiedene Richtung.

"[...] Damit ist die Unterscheidung zwischen Wissenschaft und Metaphysik wie die zwischen Entdeckungs- und Begründungszusammenhang hinfällig. [...]"

Letztlich bewegt man sich also auch in der Wissenschaft in einem Glaubenssystem, das sich systematisch und methodisch seine Annahmen in der Welt beweist.

Horst Friedrich folgt dem in seiner Grundlegung zu der Arbeit "Jahrhundertirrtum 'Eiszeit'" ebenfalls (S. 36ff.):

„Wie eine organisierte Glaubensgemeinschaft oder Ideologie besitzt unsere organisierte Schulwissenschaft in weiten Bereichen heute ihre festen Dogmen (die ‚Paradigmata‘), ‚Kirchenväter‘ (Newton, Lyell, Darwin etc.), ‚Heilige Schriften‘ (‚On the Origin of Species‘), sogar eine Art Inquisition in Form einer sehr effektiven Zensur – das ‚Imprimatur‘ wird verweigert! – und einen stillschweigenden Index geächteter Bücher, die man niemals erwähnt. Ähnlich gewissen anonymen Patres beim Inquisitions-Prozeß gegen Galilei überwachen heute bei den ‚schulwissenschaftshörigen‘ Zeitschriften anonyme Begutachter die Beiträge auf ideologische Abweichungen und entscheiden darüber, ob das ‚Imprimatur‘ gewährt werden soll. Wie einst unter der Fuchtel der Kirche oder Stalins werden ‚Abweichler‘ und häretisches Hinterfragen der ‚Dogmen‘ (= etablierte Lehrmeinungen) nicht geduldet! So darf beispielsweise in der ‚Eiszeit-Scholastik‘ heute weder die Lehre vom ‚Großen Eiszeitalter‘ noch die ‚glaziale Serie‘ des ‚Kirchenvaters‘ Albrecht Penck in Frage gestellt werden, da beides als ‚wissenschaftlich erwiesene Tatsache‘ angesehen wird.
Die wahre Wissenschaft hingegen wird die – jeglicher Scholastik so teueren – Dogmen stets aufs Neue hinterfragen, um zu einer besseren Annäherung an die Wahrheit zu kommen. Nur so ist nämlich in den Wissenschaften voranzukommen!
Leider herrscht unter unseren studierten Wissenschaftlern in Normalfall wissenschaftsphilosophische Unbedarftheit. Und mit der Wissenschaftsgeschichte hat man es meist auch nicht sehr. So erklärt sich das sonderbare Paradoxon, daß die weit überwiegende Mehrzahl der Wissenschaftler weitgehend unwissend darüber ist, was Wissenschaft genau ist, wie sie funktioniert, was sie nicht sein kann, und was für ein Ding genau eine Lehrmeinung ist. In Wirklichkeit sind unsere Wissenschaften ganz einfach kollektive Bewußtseinszustände, wo sich alles in einem Zustand des Ewig-Provisorischen, ständiger Evolution und nagenden Zweifels befindet. Überdies sind selbstredend die Dogmen oder ‚Paradigmata‘ vom Zeitgeist abhängig, von den vorherrschenden ‚Archetypen‘, wie der große C. G. Jung gesagt hätte. Boshaft-überspitzt könnte man also sagen: Was uns die doktrinären ‚Missionare‘ und ‚Bänkelsänger’ (Popularisatoren) unserer Schulwissenschaft ‚verkaufen‘, ist jeweils nur ‚die letzte Version wissenschaftlichen Irrtums‘.
Mit diesem Faktum müssen wir alle – auch die Schulwissenschaften – leben! Es ist unvermeidlich, weil in der Natur unseres Denkens begründet. Jeder Kenner der Wissenschaftsgeschichte weiß: Fast stets ist das mit Zähnen und Klauen verteidigte – ‚gesicherte‘! – Dogma von heute der überwundene Irrtum von morgen. Der Verfasser hegt den Verdacht, daß dies auch das Schicksal der Eiszeit-Lehre sein wird.“

Daß dem so ist, liegt schlicht in der Natur des Menschen, der nicht über die Grenzen seines subjektiven Weltausschnitts hinaussehen kann und daher notwendigerweise auf unbeweisbare Glaubensannahmen angewiesen ist, wenn er Aussagen über das große Ganze, das er niemals erfassen kann, treffen will.

Praktische Tätigkeit bewegt sich im Spannungsfeld der politischen Seite des Lebens. Das Gegenstück ist das abstrahierende Denken, das nach ewigen Wahrheiten sucht, die zeitunabhängig von den sich wandelnden Tatsachen immer gültig sind. Die Wissenschaft unterscheidet sich in diesem Anspruch nicht von der Religion. Beides gehört dem Reich der Wahrheiten, der "Domseite" des Lebens an. Gleichwohl haben Wissenschaft und Religion unterschiedliche geistige Ausgangspunkte, Vorgehensweisen und Antworten auf die Fragen des Lebens. Das eine nimmt Dinge wahr, welche das andere ausblendet, und umgekehrt. Daß aber überhaupt Ausgangspunkte, Methoden und Antworten vorhanden sind, zeichnet beide aus und macht sie als Varianten ein und desselben Dings erkennbar, gleichwenn sie inhaltlich anders ausfallen.

Moderne Wissenschaft ist nichts anderes als die in neue Form gegossene abendländische Religion. "Religion" beruht dabei auf der seelischen Grundstruktur des Abendlandes, zu der eine bestimmte Art gehört, die Welt zu betrachten und zu deuten. Das abendländische Christentum ist eine andere Form/Ausprägung dessen.
Alle Versuche, sich davon lösen, entspringen dem subjektiven Bestreben, sich von früher abzuheben und etwas Neues zu beginnen. Das macht allerdings den Fortschrittsgedanken aus, der die ideologische (letztlich dogmatische) Grundlage der Moderne ist. Das ist durchaus religiös. Daß Wissenschaft etwas anderes sei als Religion, etwas besseres, gehört zum Selbstverständnis des modernen Wissenschaftlers. Daß beides das gleiche ist, gehört zur Wirklichkeit.

Der scheinbare Gegensatz zwischen Wissenschaft und Religion, die Unvereinbarkeit bis zum gelegentlich auftretenden Haß zwischen ihren Vertretern (gläubige Schafe im wahrsten Sinne) entspricht Kuhns Inkommensurabilität zwischen verschiedenen Paradigmen bzw. Weltzugängen.
Wenn dem nicht so wäre, könnte es diesen Konflikt gar nicht geben, weil beide auf unterschiedlichen Schlachtfeldern anträten.
Dazu gehören als notwendiges und logisches polares Komplement Geister wie Teilhard de Chardin, die zwischen Wissenschaft und Religion sinnvollerweise gar keinen Gegensatz sahen, sondern die tiefere Einheit.

Richtig ist allerdings, dass manche Akteure die Wissenschaft heute so gebrauchen wie Priester früher (genauso verwerflich) die Religion, nämlich als Instrument zur Steuerung der Meinungen und Geisteshaltung anderer Menschen.

Die "breite Masse" konsumiert Wissenschaft heute nicht grundsätzlich anders als früher das Volk die Vorgaben der Religion, nämlich passiv und in Abhängigkeit von einer Art Priesterschaft, welche die Wahrheiten ex cathedra verkündet und entsprechend aufbereitet: Dokumentationen, Filme, Vorträge, Ausstellungen, populärwissenschaftliche Artikel und Bücher. Das waren früher Gottesdienste, Predigten, Beichten usw.
Auf der anderen Seite stehen Priester/Eingeweihte/Dogmatiker/Wissenschaftler/Studenten/Theoretiker, die in die tieferen Gründe der Wahrheiten und die denkerischen Methoden eingeführt werden, mit deren Hilfe man die Wahrheiten begründet und aus dem vorhandenen Material als Antwort auf ein theologisches oder wissenschaftliches Problem zu neuen Wahrheiten gelangt.
Man kann beklagen, daß die meisten Menschen nur Schafe sind, die gesteuert werden. Aber auch das liegt nur in der Natur des Menschen. Man kann sich indes immer bemühen, die verschiedenen Kreise der Initiation zu durchschreiten und von einem bloßen Gläubigen zu einem Eingeweihten der Gründe und Ursachen zu werden, der eine neue Lehre begründet.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

phalscher fisikalischer pheler

Sagitta, Freitag, 03. November 2017, 22:08 vor 718 Tagen @ Sagitta 3487 mal gelesen

Guten Abend!

Das Beispiel, das ich gebracht habe, um das Phänomen der Beugung zu veranschaulichen, war falsch. Ich bitte um Entschuldigung. Beim Strohhalm im Becher handelt es sich natürlich um das Phänomen der BRECHUNG:

Zuerst hier die Beugung im anschaulichen Bild (Wellenbrecher an der Küste)

[image]

https://arxiv.org/pdf/1201.0001.pdf
Teaching Waves with Google Earth

in der schematischen Darstellung (aus der Wikipedia)

Beugung am Spalt

[image]

https://de.wikipedia.org/wiki/Beugung_(Physik)

nun dagegen die Brechung vom Stab im Wasser (optische Hebung):

[image]

https://de.wikipedia.org/wiki/Brechung_(Physik)

Warum ich nicht aufgepasst habe: beide Phänomene hängen (in meiner Auffassung) miteinander zusammen, insofern sie auf eine Trägerwelle (bewegtes Feld) hindeuten, mit der zusammen die Lichtteilchen bzw. Photonen durchs Universum 'reisen'. Für die Beugung habe ich die entsprechenden Vorgänge in meinem vorigen Beitrag versucht zu erklären. Bei der Brechung argumentiere ich, dass die hohen lokalen Feldstärken, die zwischen den dichtgepackten Atomen eines Festkörpers herrschen, die in den Festkörper eindringenden Trägerwellen "hemmen". Beide Felder sind von gleicher Natur und wechselwirken daher (durchaus in der Nähe der Atomoberflächen, möglicherweise u.a. auch durch Beugungs- und Streuungsmuster). Die Schulpyhsik hat eine andere Erklärung, sie führt die Abbremsung der Photonen auf deren direkte Wechselwirkung mit den Atomen des Festkörpers zurück, vermutet eine Art gekoppelte Gitter-Mitschwingung. Oder es wird argumentiert, dass die (Gruppen-) Geschwindigkeit der Photonen zwar gleich bleibt, die einzelnen Phasen/Photonen jedoch im Zick-Zack Umwege laufen müssen.

In dem folgenden Film (We are from the future) wird diese wichtige Fragestellung anschaulich dargestellt, und zwar zwischen Minute 01:20 und Minute 03:20. Mit den übrigen Inhalten des Films und seiner Machart kann ich mich allerdings nicht identifizieren. Den Link hat mir heute morgen jemand geschickt, und als ich diesen "Waldlauf" sah, fiel mir mein falscher benannter Vergleich im vorigen Beitrag hier ein.

https://www.youtube.com/watch?v=wOV5YZlCW2M&feature=youtu.be

MfG, Sagitta

"Photonen, die durchs Universum reisen"

IFan, Montag, 06. November 2017, 00:20 vor 716 Tagen @ Sagitta 3537 mal gelesen

bearbeitet von IFan, Montag, 06. November 2017, 00:27

Hallo Sagitta,

vielen Dank für den Versuch, die Brechung zu erklären. (Neben der Beugung; vielen Dank für den Link zu Wikipedia; scheint mir korrekt, die Darstellung dort.)

Die Ansicht, dass "Photonen durchs Universum reisen", halte ich aber für sehr problematisch. (Hier sympathisiere ich mit der Meinung des Autors des Buches.)

Stell´ Dir einen Punkt im Universum vor, irgendwo zwischen zwei Galaxien. Man sieht zur einen Galaxie, betrachtet die vielen schönen Sterne, dreht sich um und betrachtet dann die andere Galaxie. In beiden Fällen sollen Photonen durch den leeren Raum angeflogen gekommen sein, die im Auge des Betrachters dann das Sehen ausgelöst haben. O.k..

Was ist denn, wenn man sich umgedreht hat; kommen dann keine Photonen von der Rückseite her mehr angeflogen?

Was ist 1/1000 Sekunde später; die gerade angekommenen Photonen sind doch weitergeflogen, also die, die nicht unser Auge (oder uns) getroffen haben. Wo sind sie jetzt? Bei 1/1000 s und 300 000 000 m/s (Lichtgeschwindigkeit) 300 km weiter, nicht?

Was ist denn an dem Ort, wo sie jetzt sind; es müssten ihnen doch die Photonen begegnen, die von der anderen Seite kommen?

Nehmen wir die Sichtlinie zwischen beiden Galaxien (und uns selber dabei weg, damit wir nicht im Weg stehen); auf der ganzen Linie müssten Photonen sein, die einmal von der einen Galaxie kommen und einmal von der anderen. Weil die ganze Zeit schon Photonen ausgesendet worden sind, müssten auf jedem Punkt der Linie Photonen jeweils von der einen und der anderen Seite sein, gleichzeitig. Wie soll das gehen?

Jetzt nehmen wir einmal alle anderen Galaxien dazu, die man so sehen kann (es wird also kompliziert); demnach müssten ja die ganzen Photonen nur so durcheinanderfliegen ("umeinand' fliagn").

Das kann aber nicht sein, weil ja an jedem Ort schon welche sind. Oder nicht?

Das ganze Bild von herumfliegenden, einzelnen Photonen erfüllt noch nicht einmal die Mindeststandards, die man an das (logische) Denken stellt.

Gesetzt den Fall, es gäbe tatsächlich einzelne Photonen, die durch den Raum flitzen. (Fast) überall müssten welche sein; also wie kann man da noch von "leerem Raum" sprechen?

Kann man überhaupt von irgendeinem Ort im Universum sprechen, an dem nicht alles voller Photonen sein müsste?

Wenn aber überall und zu jeder Zeit Photonen sind, kann es nicht sein, dass sie in die verschiedensten Richtungen fliegen, noch dazu mit 300 000 km/s. (Merkwürdigerweise beobachtet man nie irgendwelche Reaktionen, die doch entstehen müssten, wenn ab und zu welche mit 300 000 km/s aufeinanderprallen würden - wenn der Raum ansonsten tatsächlich "leer" wäre und freie Bahn für die paar herumfliegenden Photonen böte.)

Wenn überall und zu jeder Zeit Photonen sind, die dann auch nicht mehr durcheinanderfliegen können, kann man nur noch von einer Masse sprechen, die überall vorhanden ist.

Das erklärt dann auch ohne Verrenkungen den Doppelspaltversuch.

Die Assoziation zwischen Brechung und Beugung scheint ganz in Ordnung zu sein.


Gruß, IFan

funktioniert weiterhin nicht

DvB, Freitag, 06. Oktober 2017, 15:21 vor 746 Tagen @ Harald Kiri 3678 mal gelesen

Moin, Harald Kiri!

Hier findest Du die Aufbauten und die Ergebnisse

Gut, sieht also nicht nach irgendwelchen zusätzlichen Bedingungen aus.

Wenn man kontinuierliches Licht durch die Spalte beugen möchte, muss man sicherstellen, dass kein Streulicht entsteht. Das erreicht man durch Fokussieren des Lichtstrahls mittels Linsen und geeigneter Abdeckung.

Habe nun eine Taschenlampe benutzt und diese mit einer Pappe abgedeckt, in der nur ein kleines Loch war, so daß der Doppelspalt gerade abdeckt wurde. Den Doppelspalt habe ich nun aus Eßbesteck-Hölzchen zusammengebaut. - Keine Interferenz.

Ich werds nochmal mit nem Laserpointer probieren, muß mich da erstmal um ne passende Linse kümmern, um den Strahl zu verdicken.

Gruß, DvB

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