Die einzige echte Schauung Spielbähns (Schauungen & Prophezeiungen)

randomizer @, Montag, 15. August 2016, 19:23 vor 1563 Tagen 2912 mal gelesen

bearbeitet von randomizer, Montag, 15. August 2016, 19:50

Hallo Taurec,

drüben im Johannes-Forum hast Du ja ausdauernderweise gerade wieder (die) Spielbähn('sche Brücke) entkräftet. Dein Fazit, "Der ganze Spielbähn ist eine katholische, antipreußische und antiprotestantische Propagandafälschung", ist sicher richtig, solange Du die Schrattenholz'schen Auflagen meinst. Zur Erinnerung: es gibt aber auch eine authentische Prophezeiung des echten Spielbähn, dokumentiert im 'Protocollum in Sachen Fisci contra
Bernardum Rembold, Dienstags, den 14. jan. 1772.
' (Henseler Seite 55, vgl. mein Posting von 2006):

"[...]

16. ob nicht weiteres vorausgesaget, daß die abgebrannt abtey Siegburg zwarn wieder aufgebauet, jedoch aber wieder abbrennen und nicht mehr erbauet werden würde, und solcher zeit annoch drey von denen daselbst noch lebenden geistlichen alsdann leben würden?

R[espondet]. er hätte solches zware gesagt, jedoch seye die erfolgende abbrennung anders nicht als durch einen Religions Krieg zu befahren, und zwarn würden die Türken die statt Cöllen und Siegburg fort mehrere stätt in brandt stecken und alle Menschen ermorden.

[...]"

Das betone ich hier nur nochmal, da diese Prophezeiung (spätestens seit dem letzten Sommer) langsam wieder Relevanz bekommt.
Viele Grüße!
randomizer

Der Klassiker unter den Prophezeiungen ist der Türke

Sagitta @, Dienstag, 16. August 2016, 20:50 vor 1562 Tagen @ randomizer 2555 mal gelesen

Hallo Randomizer!

Wann ist eine Prophezeiung eine echte Prophezeiung? Das ist gar keine so leichte Frage. Im Gerichtssaal damals mag das so zur Sprache gekommen sein, doch woher hatte der Spielbähn diese Aussage?

Die Türken sind ein Prophezeiungsmotiv schon seit über 500 Jahren. Und dass sie "bis auf Cöllen am Rhein" kommen, wußte in den alten Zeiten 'jedes Kind'. Denn es gab Türkenpredigten, Türkenglocken, Türkengebete - und speziell Prophezeiungen wurden von Kirche und Staat benutzt, um die Leute zu erschrecken, zu motivieren (Kirchopfer sowie junge Männer für den Krieg herzugeben) - und natürlich um den Endsieg zu verkünden. Denn es standen die Muselmannen zwei Male schon vor Wien und haben auf dem Mittelmeer gewaltige Seeschlachten gegen die Abendländer geschlagen.

Zum Thema Türken in der öffentlichen Meinung der letzten Jahrhunderte gibt es inzwischen sogar gelehrte Abhandlungen, wovon ich nur eine erwähnen will:

Spohn, Margret (1999) - Alles getürkt : 500 Jahre (Vor)Urteile der Deutschen über die Türken.

http://oops.uni-oldenburg.de/664/1/697.pdf

Aus der Volkssage, in der sich diese Propaganda dann niederschlägt, möglicherweise durchaus vermischt mit echter Schau und Intuition, hier nur zwei Zitate:

"Andere sagen: Einst werden die Franzosen wieder in das Land fallen und die Schweizer zwingen, mitzuziehen. Dieser Krieg wird sich durch ganz Deutschland erstrecken, und zu Köln am Rhein sein Ende gewinnen. Deutschland wird siegen, und Frankreich wird in 7 Theile zerstückelt werden."

http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/tirol/alpenburg/volksprophezeiungen.html

(hier eigentlich interessante Stellen, weil von Schweizern die Rede ist, die "gefrorene Schuhe" anhaben ?!)

"zu Köln am Rhein, soll des Türken Untergang sein"

Württembergische Volksbücher: Sagen und Geschichten, Band 2, herausgegeben von 'Württembergischer Evangelischer Lehrer-Unterstützungs-Verein'.

Und zum Endsieg, an den natürlich auch ich glaube ..., hier noch ein Beispiel aus der damaligen Astrologie: die "Catastrophe Muhammetica"

http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10251968.html

Ich wollte damit sagen, dass Spielbähn eine eigene Schau gehabt haben könnte (als Indiz die Nennung von Siegburg?), genauso gut aber den Volksmund wiedergegeben haben könnte. Oder vielleicht hat er, durch den Volksmund angeregt, eine eigene Schau dazu erlebt. Wir wissen es nicht.

Und dann gibt es noch einen weiteren Klassiker, nämlich die "Brücke am Rhein". Warten wir es mal ab - vielleicht bekommt der brave Rembold doch noch zu seinem Recht:

http://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/niederkassel/verkehr-rheinbruecke-zwischen-niederkassel-und-wesseling-bleibt-haengepartie-1121338

Die vorsichtige Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan ist inzwischen realisiert.

https://www.montagszeitung.com/News_Einzelansicht/rheinbruecke-tunnel-oder-beides.html

Ich gehe davon aus, dass die Brücke binnen der nächsten 10 Jahre gebaut werden wird.

Wem noch würde 2025 für den Countdown passen?

Fragt, mit freundlichen Grüßen,
Sagitta

Re: Bei Jasper/Wessel klingt es ähnlich

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Dienstag, 16. August 2016, 22:04 vor 1562 Tagen @ Sagitta 2228 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Dienstag, 16. August 2016, 22:13

Hallo Sagitta,

"zu Köln am Rhein, soll des Türken Untergang sein"

==> Wessel Dietrich Eilert, alias Bauer Jasper

Er lebte von 1764–1833.

Die erste Jasper-Fassung lautet
(in der zweiten Fassung ist nicht
mehr von Türken die Rede):

"1. Es entsteht ein Krieg durch ganz Europa, ein kleiner Fürst aus Norden wird Sieger bleiben.

2. Die Soldaten werden die Grenzen beziehen, bald darauf beruhigt wieder heimkehren. Kaum aber sind sie zu Hause, so ist der Feind in solcher Masse da, als wenn er wie Pilze aus der Erde gewachsen wäre.

3. Mit Kirschenblüten an den Tschakos kommen die Soldaten an.

4. Eine bedeutende Schlacht wird zwischen Unna und Hamm geliefert werden.

5. Die Schlacht, der Sieg, die Flucht werden so schnell aufeinanderfolgen, daß der, welcher sich nur auf kurze Zeit verstecken kann, der Gefahr entrinnt.

6. Bei Köln wird die letzte Schlacht stattfinden, wodurch der Türke einige Zeit Herrscher über uns wird.

7. Der Adelstand wird aufgehoben und die Zahl der Geistlichen so vermindert werden, daß nur alle sieben Stunden öffentlicher Gottesdienst stattfinden wird.

8. Das Haus Ickern wird von der Westseite her in Brand geschossen werden.

9. Das preußische Haus geht nimmer zugrunde, sondern wird die Kaiserkrone von Deutschland tragen.

10. Der Männer und Jünglinge werden nach dem Kriege so wenige sein, daß sieben Frauenzimmer sich um eine Mannshose schlagen.

11. Alle Konfessionen, selbst alle Religionen werden nach dem Kriege sich vereinigen, wobei die Juden ihre alte Hartnäckigkeit zeigen werden.

12. Wer 1850 in Europa noch lebt, wird nur Freude und Wonne genießen. Der Krieg, die Lasten werden andere Erdteile drücken und europäische Auswander sich daher mit Geschrei an den Ozean begeben und händeringend zum Himmel flehen: Wären wir doch wieder in unserer Heimat!"

Im der Renaissance-/Barock-Zeit war doch eigentlich fast immer nur vom "Türcken"
die Rede, wenn es um die Gefahr von einer Invasion ging,
und so lasen sich dann entsprechend auch die zeitgemäßen Prophezeiungen.
Später kam dann allmählich das Attribut "bärtig" in Verbindung mit
"Volk" hinzu, was erstmalig auf Rußland deutete.

Ich frage mich ganz allgemein, ob mit der zunehmenden strategischen Bedeutung
Rußlands ab ca. Mitte bis Ende des 19.Jahrhunderts (also nachdem die
napoleonischen Verwirrungen vorbei waren) und speziell ab der Oktober-Revolution
1917 der Volksmund den "Türken" allmählich zum "Russen" umgedichtet
hatte, und auch Irlmaier und andere diese "Idee" womöglich aufgegriffen und
dann umgesetzt hatten.

Da ist m.E. schon die Frage aufzuwerfen, ob einst weder Türke noch Russe
einmarschieren werden, sondern Soldaten eines ganz anderen Landes?
Es gibt doch ganz rätselhafte Aussagen von Seher/Innen wie z.B. Catherine,
die von "dunkelgrünen Uniformen" und einer "weichen Sprache" reden,
die in keinen Schuh passen, meine, mit anderen gängigen Schauungen etc.
überhaupt nicht übereinstimmen.

Herzliche Grüße,

Eyspfeil

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"Das russische Volk glaubt wieder an Christus, und das Kreuz kommt wieder zu Ehren."

BBouvier, Mittwoch, 17. August 2016, 00:38 vor 1562 Tagen @ Eyspfeil 3543 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 17. August 2016, 00:55

<"Ich frage mich, ... ob ... auch Irlmaier ... diese "Idee"
womöglich aufgegriffen und dann umgesetzt (hat)
.">

Hallo, Eyspfeil!

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat Irlmaier
(oder zusammen mit seinem Verleger Adlmaier)
da wie üblich nur in den bereits bereitstehenden
und prall gefüllten Sack frz. "Prophezeiungen" katholischer Nonnen und Hausfrauen
aus dem 19. Jahrhunderts gegriffen, die in Varianten
den verlorenen Kriegen Frankreichs gegen die siegreichen
Preußen und Russen von 1813/14, dann 1815 und 1871,
ein anderes, ein ihnen genehmeres Ende andichten.

Da kommen erneut mal die Preußen, mal die Russen,
mal will der russische Zar selbst, wie Alexander I.
der 1814 in Paris einzog, das wiederholen,
mal ist es dessen Sohn, mal sind es (wie 1813/14)
die Verbündeten Russen und Preußen, und so weiter
und so weiter ... nur eben daß diesmal die Russen
und Preußen, die Preußen, die Preußen und Russen oder die Russen allein,
an den Grenzen Frankreichs, nämlich am Rhein, ganz schmählich
scheitern würden, weil der katholische Gott Roms mit den Franzosen
und gegen die christlich-orthodoxen Russen wäre,
woraufhin der Zar und das russische Volk brav
katholisch glauben
(und den Papst ehren) würden.

Das Irlmaierecho dazu:
"Das russische Volk glaubt wieder an Christus,
und das Kreuz kommt wieder zu Ehren
."
=>
Ende gut, alles gut! :ok:

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Russland als Retter? (???)

IFan @, Montag, 22. August 2016, 00:42 vor 1557 Tagen @ BBouvier 2089 mal gelesen

Hallo,

passt zwar wieder nicht 100%ig zum Thema, aber einen neuen Tread kann ich nicht dafür öffnen: Russland ist weit weg davon, ein Staat zu sein, in dem Gerechtigkeit regiert. Hier ein Beispiel: http://www.ardmediathek.de/tv/Weltspiegel/Russland-Der-Bauernkrieg/Das-Erste/Video-Podcast?bcastId=329478&documentId=37003094

Hier werden Kleinbauern einfach mal so die Felder abgeräumt, ohne dass die Polizei eingreift. Bei uns ist es zwar auch so, dass große Firmen mit kleinen Leuten manchmal machen, was sie wollen, aber ganz so extrem und platt widerrechtich ist es denn doch nicht.

Gruß, IFan

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"Gerechtigkeit"?

BBouvier, Montag, 22. August 2016, 02:34 vor 1557 Tagen @ IFan 2086 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 22. August 2016, 02:50

<"Russland ist weit weg davon, ein Staat zu sein,
in dem Gerechtigkeit regiert.
">

Hallo, Ifan!

Was sollte das wohl sein: "Gerechtigkeit"? :confused:
Wo wird dieses Fach gelehrt? :lesen:
Unter "Gerechtigkeit" versteht Jeder etwas anderes.
Aus dem "Gelben" übernommen:
=>
"...Somit verkommt der Ruf nach Gerechtigkeit
zur willkürlichen Rechtfertigung eigener Interessen.
Es gibt keinen Konsens über eine Definition der Gerechtigkeit."

"Andere sind ihr ganzes Leben ans Bett gefesselt
oder sterben mit 15 an Leukämie, und ich habe heute
ab 7:00 im Freibad meine Bahnen gezogen.
Beim Nachdenken über so viel Ungerechtigkeit
kann ich mir manchmal ein paar Freudentränen nicht verkneifen."

Freund Mephistopheles dort:
"Ja, ich habe gestern abend bei Dunkelheit mit einer Stirnlampe
Nacktschnecken in meinem Garten eingesammelt
und in den Toilettenabfluß geworfen.
Danach die Spülung betätigt.
Natürlich nur die, die ich erwischt habe.
Die anderen, die ich übersehen habe,
und die sich weiter an Kräutern gütlich tun konnten,
werden sich voller Glückseligkeit gedacht haben:
https://www.youtube.com/watch?v=1blxQ30AFUM
Zitat Ende.

Was ich allerdings begriffen habe ist,
daß in dem verscharnierten Beitrag
die Systemmedien wie üblich gegen Rußland hetzen. :lehrer:

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Fakt ist Fakt

IFan @, Montag, 22. August 2016, 12:14 vor 1556 Tagen @ BBouvier 1989 mal gelesen

Hallo BB,

"Was ich allerdings begriffen habe ist, daß in dem verscharnierten Beitrag die Systemmedien wie üblich gegen Rußland hetzen."

Fakt ist Fakt. Ausgedacht oder inszeniert ist der Beitrag sicher nicht. Natürlich ist die Berichterstattung ganz allgemein etwas meinungslastig kritisch gegenüber Russland. Das sollte einen aber nicht davon abhalten, tatsächlich negative Dinge auch zur Kenntnis zu nehmen.

Über Amerika wird ja auch nicht immer freudig-positiv berichtet.

Taurec: Es hat allerdings keinen Sinn, die alte Prophezeiungsmär von den bösen Russen (... ) durch eine neue Prophezeiungsmär von den guten Russen, die das Abendland retten, zu ersetzen.

Die Russen sind zeitweise nützlich, wenn die deutschen Ordnungskräfte und Sicherheitsorgane im Zuge des staatlichen Zusammenbruchs versagen. (...) Retten können wir uns nur selbst. Das macht kein anderer für uns.

Das denke ich auch.

Gruß, IFan

Es kann keine Gerechtigkeit geben

Harald Kiri @, Dienstag, 23. August 2016, 00:58 vor 1556 Tagen @ BBouvier 1872 mal gelesen

Hallo BB,

das war mir aus der Seele gesprochen. Auf dieser Welt gibt es keine Gerechtigkeit. Selbst wenn nur zwei Bauern jeweils einen Acker absolut gleicher Größe hätten, könnte es niemals gerecht sein. Bauer1 hat eine Scheune, in der das Wasser stehen bleibt und sein Saatgut schimmelt. Bauer2 steht kurz vor der Ernte und 1/3 seiner Ernte wird von einem Hagelschauer niedergeworfen.
Schon so ein einfaches Beispiel ist nicht gerecht. Es lassen sich beliebig viele andere Beispiele finden.
Es gibt keine Gerechtigkeit, es kann sie nicht geben. Wer Gerechtigkeit fordert, will seinen Vorteil.
Völlig ab vom Thema.
Viele Grüße
Harald

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Gut-Böse

Taurec ⌂ @, München, Montag, 22. August 2016, 11:20 vor 1556 Tagen @ IFan 2015 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Montag, 22. August 2016, 11:28

Hallo!

Die Unterscheidung in Gut und Böse ist in der Politik wie überall im Leben allerdings völlig fehl am Platze. Damit strukturieren Religionen und religionsähnliche Gebilde die Welt für ihre haltlosen Schäfchen. Das gibt es aber nirgendwo in der Natur, nur in den Köpfen der Menschen.

Die Frage ist nicht, ob gut oder böse, sondern ob mir etwas nützt oder nicht. Oder andersherum: Was nützt es einem anderen, etwas zu tun oder zu lassen?

Offenbar verspricht sich Rußland in Zukunft etwas davon, Deutschland zu besitzen, und auch in Deutschland verspricht sich jemand etwas davon, falls das Militär tatsächlich putscht.

Dann treten sie hier als Ordnungsmacht auf: "Wir sind die Guten! Seht, in welches Chaos euch die bösen Amerikaner gebracht haben!"

Es hat allerdings keinen Sinn, die alte Prophezeiungsmär von den bösen Russen, die uns heimtückisch überfallen, mordend und brandschatzend durch Deutschland ziehen, bis sie vom großen Monarchen besiegt werden (der uns wieder in die Arme der Kirche zurückführt), durch eine neue Prophezeiungsmär von den guten Russen, die das Abendland retten, zu ersetzen.

Wer mit Inbrunst an die Russen als Retter glaubt, wird bitter enttäuscht werden. Zurecht, denn er wird nur von einem anderen Schäfer mit seinen Hütehunden von einem Gatter in ein anderes getrieben.

Die Russen sind zeitweise nützlich, wenn die deutschen Ordnungskräfte und Sicherheitsorgane im Zuge des staatlichen Zusammenbruchs versagen. Ich vermute, sie helfen uns, Massen unintegrierter und krimineller Ausländer vor die Tür zu setzen.
Im weiteren Verlauf (aber eigentlich jetzt schon!) stellt sich die Frage, wie die Deutschen zunächst innerlich, psychologisch und schließlich äußerlich, tatkräftig wieder souverän (vulgärlateinisch "superanus" ⇒ oben befindlich, überlegen!) werden. Das fängt mit der inneren Haltung an.

Gut-Böse-Schäfchenmentalität ist in diesem Sinne nicht nützlich. Das ist für Herdenmenschen mit Sklavenmentalität, die emotionale Etikettierungen brauchen, die etwas lieben oder hassen müssen, um Handlungsenergie aufzubauen. So werden seit jeher Massen gelenkt, die sich naturgemäß überwiegend aus Schwachen und Weisungsempfängern zusammensetzen.
Wer das überwunden hat, der handelt einfach, weil es Sinn hat.

Retten können wir uns nur selbst. Das macht kein anderer für uns.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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Der echte Spielbähn

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 16. August 2016, 21:18 vor 1562 Tagen @ randomizer 2395 mal gelesen

Dank Dir, Randomizer!

Den echten Spielbähn hatte ich ebenfalls im Sinn, hätte auch beinahe etwas dazu geschrieben, allerdings wollte ich es da drüben dann nicht zu kompliziert machen, zumal es ja um die Mondorfer Brücke ging.

Nach der Logik, die manche dort haben, wäre als nächstes die Behauptung gekommen, wenn es schon einen historischen Spielbähn gab, könnten die Schrattenholzer Aussagen ja trotzdem einen echten Kern haben etc., und schon wäre Spielbähn in allen Facetten rehabilitiert. ;-)

R[/size][espondet]. er hätte solches zware gesagt, jedoch seye die erfolgende abbrennung anders nicht als durch einen Religions Krieg zu befahren, und zwarn würden die Türken die statt Cöllen und Siegburg fort mehrere stätt in brandt stecken und alle Menschen ermorden.

Entsprechend Sagittas Anmerkung hat Rembold hier wohl ebenfalls nur altes Sagengut weitererzählt, das er mit einer möglicherweise echten Schau über den Abteibrand versponnen hat.

Bei diesem Motiv "Türken" vermute ich auch die Herkunft des Halbmondes bei Irlmaier, der sich schließen soll.

Ursprung ist vermutlich die Endzeitprophezeiung der Völker Gog und Magog, die am Ende der Zeiten aus dem Inneren Asiens hervorbrechen sollen. Das hat sich früher an die Türken geheftet und ging in den letzten zwei Jahrhunderten offenbar auf die Russen über.

Die Frage ist, ob dieses Motiv Schauungen über einen wirklichen künftigen russischen Einfall überlagert, bzw. diese in den Überlieferungsstrom eingegliedert hat.
Wir haben aus den letzten Jahren und Jahrzehnten ja einige Szenen, welche die Anwesenheit von Russen in Deutschland zeigen, deren Seher keinen (erkennbaren) religiösen Bezug, bzw. Bezug zur inzwischen ohnehin beinahe abgestorbenen Volkssage haben.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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