Kurze Vorstellung und Bitte um Hilfe (Schauungen & Prophezeiungen)

Serenissimus @, Freitag, 20.05.2016, 23:10 vor 1896 Tagen (4475 Aufrufe)

Hallo an Alle !

Bin neu hier im Forum und beschäftige mich auch erst seit kurzem mit Schauungen. Der Grund dafür ist, dass ich seit einiger Zeit eine mal eher unterschwellige mal sehr bewusste düstere Grundstimmung habe, was unsere Zukunft angeht, die ich früher nicht so bei mir kannte. Ausgelöst oder verstärkt wohl auch durch einige aktuelle Entwicklungen in unserem Land (Flüchtlingskrise, ...), die ich wirklich nicht verstehe. Nachdem ich einige der Themen hier mal durchgelesen habe, habe ich den Eindruck gewonnen, dass so ziemlich alle Seher irgendwie schlecht wegkommen. Gibt es keinen, für den es so eine Art Grundkonsens gibt, dass an den Schauungen zumindest etwas dran ist ? Habe mich im Internet und über zwei Bücher von Stephan Berndt (Irlmaier und "Prophezeiungen zur Zukunft Europas") mal in das Thema Prophetien eingelesen und alle Quellen, die anderswo einigermaßen solide erschienen (Irlmaier, Lied der Linde, Feldpostbriefe, van Rensburg...) werden hier mehr oder weniger zerrissen. Ich will einfach ein bisschen Orientierung bekommen in diesen finsteren Zeiten.

Gruß
Serenissimus

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schwankender Boden

BBouvier @, Samstag, 21.05.2016, 01:26 vor 1896 Tagen @ Serenissimus (4257 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 21.05.2016, 01:48

<"Habe mich im Internet und über zwei Bücher von Stephan Berndt
...
mal in das Thema Prophetien eingelesen und alle Quellen,
die anderswo einigermaßen solide erschienen
(Irlmaier, Lied der Linde, Feldpostbriefe, van Rensburg...)
werden hier mehr oder weniger zerrissen.
">

Hallo, Serenissimus!

Sei herzlich willkommen!

Zu obigem.

1.
Selbstverständlich hat der Interessierte die Wahl:
a.
So ziemlich "alles" was einem da so an Literatur angedient wird,
- sei es wegen mangelnden Fachwissens, sei es
aus Gutgläubigkeit oder: "... aber das gruselt doch so schön!" -
unreflektiert zu schlucken, oder aber
b.
Sowohl die Texte als auch deren Interpretation
mittels eigenen Verstandes sowie gestützt auf das Fachwissen Anderer,
nicht unkritisch selbst zu hinterfragen.

Merke:
Nicht alles, was Jemand zum Thema mal von sich gegeben hat,
ist deswegen richtig und auch wahr.

2.
Im einzelnen.
a.
Irlmaier dürfte, was das "Weltgeschehen" betrifft,
nicht mehr als überhaupt nur eine knappe Handvoll Schauungen gehabt haben.
Und auch da nur zu zu eher wenig relevanten Sachverhalten.
Beispiel: Die Vernichtung Landaus durch einen Impakt.
Oder: Er hat wohl mal weißliche Aschen auf Ästen gesehen.
Die Masse - und Schätzungen gehen da bis an die 95% -
sind repetierte Aussagen älterer Quellen, wobei diese
- insbesondere die französischen zu "Revolution&Krieg" -
frömmlerisch-bigotten Nonnen und Hausfrauen zuzuordnen sind,
die durch die vorhergehenden frz. Revolutionen
(1789, 1830, 1848, 1871) und Kriege gegen Preußen und Rußland inspiriert wurden.
Darüberhinaus hat Irlmaiers Verleger Adlmaier offensichtlich
selbst lügnerisch phantasiert, daß sich die Balken biegen.

b.
Das "Lied von der Linde" ist keine Quelle
sondern die in Versform gebrachte Sammlung Konzionator
aus dem Jahre 1920:
Mit allen deren Fehlern und Irrtümern.

c.
Die Feldpostbriefe sind eine Quelle ersten Ranges,
wobei unsicher ist, inwieweit auch hier das "Endgeschehen"
(s.o.) durch Hinzuziehung mehr als dubioser frz. Aussagen
des 19. Jahrhunderts verfremdet wurde bzw. überhaupt
wenigstens teilweise irrig ist.
Exemplarisch sei diesbezüglich auf den "Markustag" verwiesen,
der dort genannt wird:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=30616
https://schauungen.de/forum/index.php?id=30618

d.
Rensburg.
Verglichen mit Rensburg ist Nostradamus gerade zu Klartext.
"Gesehen" hat Rensburg offenbar stets reine Symbolik,
die er dann versuchte, sich zu deuten.
Etwa so etwas:
An einer trockenen Wasserstelle steht ein Büffel
vor einem Karren, bei dem ein Rad zerbrochen ist.
Am Karren lauter blaue Bänder
.

Und das deutet er dann auf den Niedergang Englands.
Mag ja sein, so...

Aber nunmehr machen sich alle möglichen Leute an seinen
Symbolen und Gesichten zu schaffen und deuten
und deuten und deuten...

Und das Resultat ist dann gelegentlich ziemlich aberwitzig.

Als Überschrift steht dann aber gern:
"Und der weltberühmte Seher Rensburg sagt:"
=>
...gefolgt von was immer auch dem Interpreten in den Sinn
gekommen sein mag...
So dass da schon mal im III.WK in Nordafrika
die Briten gegen die Amerikaner kämpfen.
Statt Rommel gegen die Briten im II.

Und auch nicht auszuschliessen ist,
dass man ihm nach seinem Tode alles mögliche
im nachhinein untergeschoben hat.
=>
"Seine Kinder sollen 1927 mal gesagt haben,
ihr Vater hätte mal gesagt...und so weiter..."

3.
Resultat:
Das ganze Thema ist schwankender Boden.
Jedoch "Boden" immerhin!
Im Vergleich dazu saust der Durchschnittsinsasse der BDR
völlig ahnungslos und blind, was die Zukunft betrifft,
mit 120 Sachen durch undurchdringlichen Nebel.
Bitte hier weiter - "Ein möglicher Ablauf":
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=11949

Grüße,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Danke und weitere Fragen

Serenissimus @, Samstag, 21.05.2016, 08:22 vor 1896 Tagen @ BBouvier (3908 Aufrufe)

Danke BB für die umfangreichen Erläuterungen !

Was Irlmaier angeht, wenn ich mich richtig erinnere, erwähnt Herr Berndt in seinem Irlmaier-Buch, dass Irlmaier vier Kinder hatte, davon wohl drei leibliche. Allerdings schreibt er nicht, ob er versucht hat, diese zu kontaktieren. Es wäre ja denkbar, dass sie oder ihre Kinder, also Irlmaiers Enkel noch leben. Ist etwas darüber bekannt, dass es jemandem gelungen ist, sie zu ihrem Vater/Großvater zu befragen ???

Mein Einstieg in die van Rensburg-Rensburg-Schauungen waren zwei Youtube-Videos, davon eine aus Südafrika, wohl aus den 80ern. Da Deutschland bei ihm am Ende sehr gut weg kommt, ist er einem direkt sympathisch. Allerdings ist wie Sie sagen die sehr symbolhafte Art seiner Visionen schwer zu interpretieren und anfällig für Fälschungen. Auch hat er in den Burenkriegen zwei enge Verwandte in den englischen Konzentrationslagern verloren, was mit ein Grund sein kann, dass es England bei ihm am Ende schlecht ergeht.

Schön, dass wenigstens die Feldpostbriefe "eine Quelle ersten Ranges" zu sein scheinen. Gibt es Ihrer Einschätzung nach weitere vergleichbare Quellen entsprechender Güte oder läuft es doch darauf hinaus, dass man letzten Endes nur auf Übereinstimmungen möglichst vieler Quellen vertrauen kann ? Soweit ich Herrn Berndt richtig verstehe, hängt die Glaubwürdigkeit einer Quelle für ihn auch davon ab, ob andere Seher vergleichbare Visionen hatten (womit er eine dreitägige Finsternis und den Dritten WK. als relativ gesichert ansieht). Interessant finde ich jedenfalls, dass bei einigen Sehern die Meinungen sehr weit auseinander gehen, bei anderen weniger. Zum Beispiel gibt Herr Berndt Hepidanus von St. Gallen eine "I", während andere dieser Quelle grundsätzlich misstrauen. Demgegenüber geht es bei den Feldpostbriefen wohl nur um Einzelaspekte.

Noch zwei Fragen zum Schluss :
1. Gibt es eine allgemeinere Einführung in Buchform, bei der man dem Autor größt mögliche Distanz bzw. Neutralität unterstellen kann, vielleicht sogar eine wissenschaftliche Beschäftigung, also keine Abhandlung bei der es nur darum geht, den einen oder anderen Seher zu bestätigen ?
2. Ist jemals untersucht worden, ob die Seher auch ihr eigenes Leben nach ihren Schauungen ausgerichtet haben ? Wenn Irlmaier z.B. sagt, man sei südlich der Donau sicher, musste er daraus keine Konsequenzen ziehen, da er dort bereits lebte. Wie sieht es in anderen Fällen aus ? Es würde ja zumindest darauf hinweisen, dass der Seher an seine eigene Prophezeiung glaubt.

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Allgemeines zu Schauungen ...

BBouvier @, Samstag, 21.05.2016, 13:49 vor 1896 Tagen @ Serenissimus (3891 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 21.05.2016, 13:55

Hallo, Serenissimus! - Und danke, für Dein Vertrauen.

<"Mein Einstieg in die van Rensburg-Rensburg-Schauungen
waren zwei Youtube-Videos
...">

Was Videos zu unserem Thema betrifft, so ist mir da
auch nicht eines bekannt, das vertrauenswürdig wäre ...

<"Schön, dass wenigstens die Feldpostbriefe "eine Quelle ersten Ranges"
zu sein scheinen. Gibt es Ihrer Einschätzung nach
weitere vergleichbare Quellen entsprechender Güte ..
.">

Quellenaussagen sind im vorab schwer zu beurteilen.
1914 hat "Rill" sicherlich Niemand geglaubt.
Meiner Meinung nach haben wir hier im "Privatfundus" des Forums
sicherlich ganz hervorragende Aussagen ... nur:
Welche wohl?
Sehr hoch schätze ich die hier früher schreibende "Bandhu" ein!
Schier "unglaublich" (positiv) ist m.E. das hier von Attempo:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=28674
Auch Bariona ist m.E. ganz excellent!

<"..oder läuft es doch darauf hinaus, dass man letzten Endes
nur auf Übereinstimmungen möglichst vieler Quellen vertrauen kann?
">

Jein ... Übereinstimmung kann durchaus auch ein Indikator
für Plagiat sein ... bei identischen Formulierungen
und gleicher Reihenfolge der Detailschilderungen liegt die Vermutung
nahe, es handele sich dabei um eine Fälschung.
Siehe die Masse "Irlmaier".
Insbesondere dann, falls auch Irrtümer der Quelle
repetiert werden.

"<Zum Beispiel gibt Herr Berndt Hepidanus von St. Gallen eine "I" ,...">

Ja.
Leider.
Kritische Quellenanalyse ist nicht grade dessen Stärke.

"<Gibt es eine allgemeinere Einführung in Buchform,
bei der man dem Autor größt mögliche Distanz bzw. Neutralität unterstellen kann,
vielleicht sogar eine wissenschaftliche Beschäftigung ..
.">

Meines Wissens nicht.
Dazu tritt, daß man mit völlig steriler Beschäftigung
- z.B. einer "Rechnerauswertung" -
so einem hochkomplexen Sachverhalt gar nicht gerecht werden kann.

"<Ist jemals untersucht worden, ob die Seher
auch ihr eigenes Leben nach ihren Schauungen ausgerichtet haben
>?"

Ein mir bekanntes Ehepaar ist vor einer Weile
aus der Norddeutschen Tiefebene in den Schwarzwald gezogen,
nachdem einer der Beiden immer wieder von einer
alles verschlingenden "Flut" geträumt hatte.

Beste Grüße!
BB

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Hepidannus und Uriella

Serenissimus @, Samstag, 21.05.2016, 21:49 vor 1895 Tagen @ BBouvier (3881 Aufrufe)

Hallo BB und nochmal Danke für die erneuten Ausführungen.

Hepidannus scheint ja letztlich sogar eine recht dreiste Fälschung zu sein (Augustinermönch, Berge des Welschlandes...). Da die Bücher von Herrn Berndt mein Einstieg ins Thema waren, hatte er einen recht positiven Eindruck auf mich gemacht, da der Aufbau einer vergleichenden Datenbank sich für einen noch unbedarften nach einem Versuch anhört, mit Objektivität/Wissenschaftlichkeit an die Sache ranzugehen. Außerdem ist er medial sehr präsent. Etwas stutzig geworden bin ich, als er in seinem Buch "Prophezeiungen zur Zukunft Europas" auch die gute "Uriella" als Quelle zur dreitägigen Finsternis mit aufgeführt hat (Seite 104 in der Tabelle). Auch wenn er diese mit einer "IV" ("Zweifel an Teilaspekten der Vorhersagen") bewertet, ist das etwas schräg. Immerhin behauptet sie, ihre Eingaben von Jesus und Maria erhalten zu haben, nachdem sie 1973 bei einem Reitunfall auf den Kopf (!!!) gefallen ist. Die Youtube-Videos sind auch ganz schön abgefahren (z.B. wo sie neben einer Badewanne steht und das Athrumwasser quirlt : Uriella ) Zu gute halten muss man Herrn Berndt aber m.E. dass er sich intensiv um Originalquellen und Interviews zu Irlmaier (etwa zu den Gerichtsprozessen) bemüht hat.
Gruß
Serenissimus

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die schiere Menge

BBouvier @, Samstag, 21.05.2016, 22:32 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (3664 Aufrufe)

Danke auch Dir ganz herzlich, Serenissimus!

<"... Berndt hatte ... einen recht positiven Eindruck
auf mich gemacht, da der Aufbau einer vergleichenden Datenbank
sich für einen noch unbedarften nach einem Versuch anhört,
mit Objektivität/Wissenschaftlichkeit an die Sache ranzugehen.
">

Berndt hat sich um "Seherschauungen" sehr verdient gemacht,
weil er mit erheblicher und nimmermüder Umtriebigkeit
dieses Thema "unter das Volk bringt", wobei er darauf achtet,
daß bei derlei Tun der Scheinwerferkegel auch den Boten
hell beleuchtet. :-D

Berndts Herangehen, mittels Messung statistischer Häufungen
Relevanz zu eruirern, halte ich allerdings für nicht zielführend.
Reines "Auszählen" (Menge) - wie oft wird in den Quellen behauptet,
ein Kaiser würde in Köln gekrönt?
- bringt m.E. rein gar nichts,
falls da nur wieder und immer wieder und dann noch einmal,
und dann erneut eine alte (und irrige) Leier per Plagiat abgenudelt wird,
die auf schräg-bigotten "Ideen" dreier frömmelnder Hausfrauen
und Nonnen des 19. Jahrhunderts fußt, die nächtens
- von der frz. Republik frustriert - sich auf dem Lager
in feuchten Träumen winden.

Dagegen könnte eine einzige (!) valide Schau, die z.B. den dauerhaften
Ausfall des europäischen Stromnetztes zum Gegenstand hätte, von gar nicht
genug hoch einzuschätzender Relevanz sein:
Bei Berndts Methode fiele sie komplett durch dessen Sieb.

Erbsenzählerei bringt rein gar nichts:
Es muß doch gewichtet (!) werden!

<"... wo sie (Uriella) neben einer Badewanne steht
und das Athrumwasser quirlt.
">

Danke sehr! - Köstlich!
Leider hat der Film nur eine Länge von einer Minute
und 42 Sekunden.
Hinweis:
Gleich mehrfach hintereinander ansehen,
dann bringt es auch dort die schiere Menge. :-)

Beste Grüße!
BB

--
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Zur Hepidannusfälschung

BBouvier @, Samstag, 21.05.2016, 18:46 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (3981 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Samstag, 21.05.2016, 20:15

<"Zum Beispiel gibt Herr Berndt Hepidanus von St. Gallen eine "I" ...">

Hallo, Serenissimus!

Um ein wenig Licht in diese Sache zu bringen:
(Gestützt auf Taurecs Recherchen in dessen noch unveröffentlichtem
Buch: "Prophezeiungen zur Zeitenwende")

Der früheste greifbare Text "Hpidannus" wurde 1951 (!) von
Dr. Armand veröffentlicht - posthum aus dem Nachlaß des
1948 verstorbenen Paters Ellerhorst.
Jener wiederum nennt als Quelle einen Text von 1866.
Und zwar hätte ein gewisser Mr. B. aus Lyon in London (<= sic!)
1861 einen lateinischen Text ins Deutsche übersetzt:
Von einem solchen Text ist allerdings nichts bekannt,
von ihm fehlt jegliche Spur.
Die Quellenlage läßt daher mehr als zu wünschen übrig.
Taurec vermutet, es habe überhaupt keinen lateinischen
Urtext gegeben - das sei nur vorgetäuscht -
mit einiger Wahrscheinlichkeit habe Ellerhorst
die Broschüre nie besessen.
Die Details, die darauf hinweisen, führe ich hier nicht auf.
Einer der Indikatoren besteht darin, daß Ellerhorst
"Hepidannus" durchgehend falsch, nämlich mit nur einem "n" schreibt.

Bei dem Text handelt es sich angeblich um Auszüge des Tagebuches (echt!)
des Fraters Bartolomäus von St. Gallen um 1081, der dort
über die Schauungen seines Confraters Hepidannus berichtet:
"Ich war gestern nach den Vigilien mit dem Bruder Hepidanus zusammen
und sprach mit ihm über die Ereignisse, welche in jüngester Zeit .
.."

Indikatoren, die auf Fälschung hinweisen:

1.
Das Tagebuchschreiben setzt in Europa erst mit der Renaissance ein,
also fast ein halbes Jahrtausend später.
Derlei Tun ist der Seele eines mittelalterlichen Menschen noch völlig fremd.
Es gibt überhaupt keine mittelalterlichen Tagebücher!
Weiter:
Ein Kennzeichen aller Tagebücher ist die Regelmäßigkeit des Berichtens.
Umgerechnet in heutige Währung hätte Pater B.
sich irgendwie einige hunderttausend Euros für das Pergament
schier unzähliger Rinder beschaffen müssen, und bereits
nach 15-25 Jahren wäre seine Zelle bis zur Decke hoch
mit Notizen des ewig identischen Tagesablaufes
eines Klosteralltages sinnfrei verfüllt gewesen.

2.
Pergament war im Hochmittelalter äußerst (!) kostbar.
Angeblich hat es Pater B. jedoch für derlei Lappalien verschwendet:
"Da sprach Bruder Hepidanus zu mir:
"Folge mir hinaus in den Klostergarten.
Ich will dir merkwürdige Dinge mitteilen von dem,
was ich gesehen und gehört habe!"
Als wir die große eiserne Pforte geöffnet hatten
und in den Garten hinausgetreten waren,
der sich gegen die Höhen zum schwarzen Kreuz von Mitternacht
gegen Mittag ausdehnt, sah ich vor mir im Zwielichte
die Berge Welschlands sich erheben...
" und so weiter =>

Dazu:
a.
Die Mönche treten angeblich durch eine eiserne Gartenpforte.
Für 1081 völlig unvorstellbar - eine sinnlose Verschwendung
kostspieliger Rohstoffe, wo es eine hölzerne genauso täte.
b.
Die welschen Berge sind vom Kloster 140 Kilometer entfernt.
Das Kloster liegt in einer Senke, weswegen man nur
10 Kilometer weit nach Westen sehen kann.
c.
Die Vigilien enden bei Sonnenaufgang,
weswegen dann kein Zwielicht mehr herrscht.

3.
Bei dem Stern, der im Sternbild Nördliche Krone erscheint,
handelt es sich um die Nova dort des Jahres 1866.

4.
Bei dem Krieg, der dort beschrieben wird,,
handelt es sich um den Preußisch-Österreichischen des Jahres 1866,
und bei der Schlacht um die bei Königgrätz im Juli 1866.

Beides (3&4) just das Jahr, in dem der Text erstmalig auftaucht.

5.
"Hepidannus" berichtet angeblich 1081 von einer Schau,
in der er angeblich einen Augustinermönch an dessen Ordenskleidung erkennt:
"Der eine war von großer Gestalt und kräftigem Körperbau,
er trug das Ordenskleid der Regula des hl. Augustin
."

Allerdings wurde dieser Orden rund 100 Jahre später
überhaupt erst gegründet.

Fazit:
Es ist gar nicht so leicht, eine Schau glaubhaft zu fälschen.

Obige Überlegungen und massive Fälschingsindikatoren
sind Berndt wohlbekannt.
Es mag dem geneigten Leser überlassen bleiben,
sich selbst die Gründe zu denken, weswegen er diese
- nicht einmal gut gemachte - Fälschung mit einer "I"
als ganz excellente Quelle auszeichnet.

Gruß,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

ich halte auch Ellerhorst für einen miesen Lügner

Baldur @, Samstag, 21.05.2016, 20:05 vor 1895 Tagen @ BBouvier (3725 Aufrufe)

Hallo, zusammen,

Ellerhorst hat auch den angeblichen Kugelbeer mit seinen angeblich fluchenden Dämonen und der aberwitzigen Köpfmaschine aus dem Zauberhut hervorgeholt....sonst kommt der nirgends vor. Genauso wie die Ötztal-Kathi, die einer Predigt von Pfarrer Stocker entsprungen ist.

Da kommt zusammen, was aus gleichem wirr-gestörten Hirne erwächst....

"Niederträchtig" würde diese Zweck-Erfindungen, die dazu dienen sollen, dem bedauernswerten Leser diese aberwitzigen, schwachsinnigen, religiösen Narrenpossen irgendwie unterzujubeln, nur unzureichend beschreiben.

Beste Grüsse vom Baldur

Die Köpfmaschine

Kuddel @, Samstag, 21.05.2016, 20:46 vor 1895 Tagen @ Baldur (3877 Aufrufe)

Hallo Baldur nochmal

Als ich Idiot 1998 noch die Mary-Jane Even (gut bekannt mit Little Pebble) las, begegnete mir die Köpfmaschine.
Die Schriften der total durchgeknallten Amerikanerin wurden von einem Pater hier in das Deutsche übersetzt und nach Bestellung als Heftchen vertrieben.
Die Spannung in Ihren Schauungen und Hörungen erreichte den Höhepunkt, als G"tt persönlich sich meldete.
Ach war das aufregend.
Da haben sich die anderen Spinner nur selten rangewagt.
Die brachten es nur bis zum Sohnemann, oder dessen Mutter, vielleicht noch zu Engeln, aufgestiegenen Meistern, oder Kommandanten der intergalaktischen Föderation.
Was habe wir gelacht.

Gruß
Kuddel

Tagebücher vor 1500, so, so.....Pergament und Papier, Stiftsbibliothek St.Gallen

Baldur @, Samstag, 21.05.2016, 22:20 vor 1895 Tagen @ BBouvier (3778 Aufrufe)

Hallo, zusammen,

wer ein bisschen in Archiven gestörbert hat, oder sich sonst für Überlieferungen interessiert, weiss, dass es vor dem Ende des 30-Jährigen Krieges so gut wie keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt.

Vielleicht der wichtigste Grund: es gab kein billiges Papier, und nur sehr wenige konnten schreiben und lesen.

Statt dessen gab es vor dieser Zeit Pergament, gegerbte Schafshaut.

Ich war mal in der Stiftbibliothek St.Gallen (!) auf einer Führung, wo das thematisiert wurde. Dort werden relativ viele Schriften und Bücher auf Pergament aufbewahrt, und gezeigt.

Damals waren die Schafe derart mickrig und unterernährt, so die Aussage in der Führung, dass auch die Häute vergleichsweise winzig waren. Nur mit Mühe konnte man buchgrosse Stücke herstellen.

Es durften daher nur die allerwichtigsten Dingen auf Pergament verfasst werden, es war Mangelware.

Private Eigenheiten waren äussert selten, und wenn, wie im Falle eines Reisetagebuches von einer Pilgerreise, dann nur im Kleinstformat aus Verschnittmaterial möglich. Und auch dann erst 15xx oder später.

Jetzt frage man sich, wie es wohl im Jahre 10xx gewesen sein mag, ohne Papier, nur mit sündhaft teurem Pergament......

Ob da ein Mitbruder so einfach ein Tagebuch geschrieben haben wird?

Hallo? Aufwachen!

Das ist doch alles nur eine gigantische Verarsche von naiven Gutgläubigen, die sich das andrehen lassen.
Man hat ja schon Schwierigkeiten, Spuren der eigenen Ahnen vor 1700 zu finden. Aber Hepadiannus´ angebliche feuchte Träume waren es wert und wurden überliefert?

Wer es nicht glauben will, dem sei ein Besuch in der St.Galler Stiftbibliothek dringend angeraten. Es ist den Besuch immer wert, sowohl von der Altstadt als auch vom Gebäude selbst, und seiner Schaustücke natürlich.

Beste Grüsse vom Baldur

Trauen Sie ihrem eigenen Urteil

heini @, Samstag, 21.05.2016, 02:03 vor 1896 Tagen @ Serenissimus (3907 Aufrufe)

Hallo Serenissimus,

nachdem Sie die genannten Bücher gelesen haben, benutzen Sie ihren Verstand und urteilen Sie einfach objektiv.
Viele der Kritiken die hier losgelassen werden sind meines Erachtens nicht wirklich in allen Punkten als objektive Bewertung zu sehen.
Mir ist es in vielen Fällen auch zu mühsam den Argumentationen einiger Autoren zu folgen. Diese Autoren mögen wohl sehr viel über die einzelnen Seher gelesen haben und deren Texte als Plagiate ansehen, aber ihre Ausführung sind nicht wirklich als wissenschaftliche objektive Bewertung zu sehen, mein Eindruck ist eher eine doktrinärer Haltung.
Daher sollte jeder selbst, von seinem persönlichen Hintergrund aus, seiner Interpretation der Schauungen haben und seiner eigenen Urteilsfähigkeit trauen.

Viele der Schauungen sind aus religiösem Hintergrund der Seher entstanden.
Folgen Sie ihrem Bauchgefühl und ihrer eigenen Urteilsfähigkeit.
Hier eine eine Seherin deren Aussagen ich vertraue.
Schau hier: http://www.gottes-warnung.de/Hintergrund/Archiv/Beitraege/Visionen%20von%20Anna%20Katharina%20Emmerich.pdf

Wie diese Schauung in diesem Forum bewertet ist mir nicht bekannt.
Ich habe selber mal in diesem Forum von einem eigenen 'Traum' berichtet, und das wird wohl als unglaubwürdig eingestuft. Aber das ist mir egal, für mich ist entscheidend das ich mich verpflichtet gefühlt habe davon zu berichten, wie das von den Lesern Aufgenommen wird ist deren ureigenste Sache.

Festzustellen ist das ganz allgemein bei allen Schauungen von einer katastrophalen zukünftigen Entwicklung berichtet wird. Das ist wohl die Kernaussage fast aller Schauungen, das sollte man nicht aus den Augen verlieren.

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Beurteilung

BBouvier @, Samstag, 21.05.2016, 04:31 vor 1896 Tagen @ heini (3777 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Samstag, 21.05.2016, 04:48

<"Mir ist es in vielen Fällen auch zu mühsam
den Argumentationen einiger Autoren zu folgen.

Diese Autoren mögen wohl sehr viel über die einzelnen Seher gelesen haben und deren Texte als Plagiate ansehen,
aber ihre Ausführung sind nicht wirklich als wissenschaftliche objektive Bewertung zu sehen.
">

Hallo, Heini!

Da es Dir zu anstrengend ist, aufgeführte Argumente
überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, verwundert es, daß Du dann behauptest,
bei den Ausführungen handele es sich nicht um (möglichst) objektive Beurteilung.
Unbestritten ist natürlich, daß man nach Prüfung
der Texte zu einem subjektiven Urteil kommt.
Jedoch geht dem jeweils die Darlegung der Fakten voraus,
auf denen die logisch nachvollziehbaren Folgerungen fußen.

Fakten und Folgerungen kritisch nachzuvollziehen,
mag Dir (s.o.) "zu mühsam" sein.

Dann jedoch die Folgerungen völlig unkritisch zu verwerfen:
- Ich weiß eigentlich ja auch gar nicht, worum es da überhaupt geht. -
=>
Das hat was! *gg*


Gruß,
BB

--
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Warum unglaubwürdig?

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 21.05.2016, 07:37 vor 1896 Tagen @ heini (3849 Aufrufe)

Hallo!

Ich habe selber mal in diesem Forum von einem eigenen 'Traum' berichtet, und das wird wohl als unglaubwürdig eingestuft.

Dessen kann ich mich nicht entsinnen und bitte um Beleg. Soweit ich das überblicke, hast Du einen "Atomblitz" geschildert, das Bild eines oder des Himmelskörpers und die ängstliche Stimmung der Menschen in einer Großstadt (27096). Dagegen ist absolut nichts zu sagen und ich halte es für glaubwürdig.

Wenn man dann aber aufgefordert wird, aufgrund der Wahrnehmung eines einzelnen "Blitzes", der durchaus etwas anderes sein könnte, an einen primär atomar geführten Weltkrieg zu glauben, ist das etwas anderes.

Wenn, dann stufe ich nicht Deine Träume, sondern Deine Interpretation als unglaubwürdig ein, was alles andere als illegitim ist.

Mir ist es in vielen Fällen auch zu mühsam den Argumentationen einiger Autoren zu folgen.
[...]
ihre Ausführung sind nicht wirklich als wissenschaftliche objektive Bewertung zu sehen

Eine Argumentation, die man nicht versteht, womöglich weil sie einen überfordert, abzulehnen, ist allerdings ebenfalls nicht illegitim. Man kann ja nicht anders. :-D

Falls möglich, würde ich von Dir aber gerne Deine Kriterien einer wissenschaftlich objektiven Bewertung von Schauungen erfahren, die Du ja zu haben scheinst, wenn Du die (allerdings nicht selbst mitgedachte) Argumentation gewisser Autoren als zu subjektiv abzulehnen imstande bist. Denn die objektive, also allgemeingültige und nachvollziehbare Bewertung von Schauungen ist ein Problem des Themas an sich, das bislang wohl noch nicht zufriedenstellend gelöst wurde. Falls ich irgendwo einen blinden Fleck haben sollte, wäre ich ernsthaft (ohne Flachs!) interessiert, diesen aufzulösen.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Das wesentliche der Schauungen erkennen.

heini @, Samstag, 21.05.2016, 08:56 vor 1896 Tagen @ Taurec (3883 Aufrufe)

Hi Forum,

Wenn man dann aber aufgefordert wird, aufgrund der Wahrnehmung eines einzelnen "Blitzes", der durchaus etwas anderes sein könnte, an einen primär atomar geführten Weltkrieg zu glauben, ist das etwas anderes.

Leider wird wiederholt der Fehler gemacht, die Interpretation des Blitzes meiner derzeitigen Einschätzung zuzuschreiben. Während des Traumes, also während des zukünftigen Ereignisses, werde ich diesen Gedanken, „ein Atomblitz“ haben. Also das mit dem Atomblitz ist der Gedanke den ich während des zukünftigen Ereignisses haben werde.

Ich denke es wird zu viel über verschieden Details der einzelnen Schauungen diskutiert und nach Widersprüchen usw. gesucht. Gut, das kann zur Prüfung von Glaubwürdigkeit beitragen, aber es wird auch ziemlich viel zerredet.

Vielleicht sollte man mehr auf die Grundsätzlichen Ereignisse der einzelnen Schauungen hinweisen, dass nämlich eine große Katastrophe in naher oder unmittelbarer Zukunft bevorsteht.

Und wenn ich das was ich „geträumt“ habe noch erleben soll so muss das zukünftige Ereignis recht bald geschehen, denn sehr viel älter werde ich nicht mehr werden.

Liebe Leute, macht euch klar das es bald losgehen könnte, und das es je nach Region, Land oder Erdteil unterschiedliche Ereignisse geben wird, da muss nicht um jedes Detail gefeilscht oder diskutiert werden.

Ich hatte auch „Träume“ die meine persönliche Einstellung zum Leben betreffen und sehr persönlichen Charakter haben, und das hat hier nichts verloren. Das macht mir aber deutlich das die kommenden Ereignisse sehr wohl etwas mit dem zu tun haben was in der Offenbarung angekündigt wird. Und man den Aussagen der Katharina Emmerich folgen kann.

Gruß
alle miteinander

PS. Schaut euch nur die gegenwärtige Entwicklung in der Politik an, da herrscht der blanke Wahnsinn. Eine Clinton verkündet stolz sie werde unter anderem den Iran angreifen, auch atomar. Die Islamisten die in unser Land kommen bereiten den Krieg vor.
Schau hier: http://www.pi-news.net/2016/05/interview-mit-dem-saenger-von-eagles-of-death-metal-zum-bataclan-terrorattentat-in-paris/

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US-Proletenrülpser

BBouvier @, Samstag, 21.05.2016, 13:24 vor 1896 Tagen @ heini (3797 Aufrufe)

Hi Forum,

„Wenn man dann aber aufgefordert wird ...

Hallo, Heini!

Dieser veritable US-Proletenrülpser "hi", den Mancheiner
dümmlich nachäfft, im irrigen Glauben, sich mit derlei
Narrenposse irgendwie profilieren zu können, und mit dem
sich die dortige Unterschicht unverfroren anpöbelt,
ist in unserem Forum als "Anrede" unerwünscht.
Nach mehr als einen halben Jahrzhnt Forumszugehörigkeit
solltest Du das eigentlich wissen.

Gruß,
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Ein Traum

Kuddel @, Samstag, 21.05.2016, 19:13 vor 1895 Tagen @ heini (3842 Aufrufe)

Hallo Heini

Du hattest einen Traum und leitest daraus ab, uns ein zukünftiges weltbewegendes Drama vor Augen führen zu dürfen.
Das ist ganz schön viel Schmackes für einen ganz normalen Heini.

Gruß
Kuddel

Ihr seht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

heini @, Sonntag, 29.05.2016, 08:21 vor 1888 Tagen @ Kuddel (3789 Aufrufe)

US-Proletenrülpser;-)

Redensart/Redewendung
den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

Bedeutung das Offensichtliche nicht sehen - keinen Durchblick haben; etwas, das man sucht, nicht sehen, obwohl es sich genau vor einem befindet

Herkunft
Wohl antike lateinische Vorbilder aufgreifend, hat der Dichter und Übersetzer Christoph Martin Wieland (1733-1813) maßgeblich zur Verbreitung der Wendung den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen beigetragen, indem er sie in mehreren seiner Werke verwendete. Zu seiner Zeit war Wieland - neben und mit Lessing und Lichtenberg - einer der angesehensten und einflussreichsten Dichter der Aufklärung, wurde wie so viele Größen dieser Zeit nach Weimar berufen und verkehrte dort u.a. mit Goethe, Schiller und Herder - durchaus auf Augenhöhe.

Ein ganz normaler Heini. :-D

http://www.redensarten.net/Wald.html

Die Katastrophe

Kuddel @, Sonntag, 29.05.2016, 11:26 vor 1888 Tagen @ heini (3812 Aufrufe)

Hallo Heini

Etwas durch die Blume sagen:
http://www.redensarten.net/Blume.html

Etwas durch die Blume sagen ist galant.
Nichts durch die Blume sagen ist langweilig.

Katastrophen sind immerwährend und schmerzhaft, für die, die es gerade trifft.
Die Welt ist eine Katastrophe.
Immer geht etwas kaputt und immer entsteht etwas Neues.
Es trifft nur nicht alle gleichzeitig.

Was siehst auf uns zukommen?
Wie können wir uns und mit welcher Erfolgswahrscheinlichkeit dagegen wappnen.

Gruß
Kuddel

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Selbst erleben?

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 29.05.2016, 09:34 vor 1888 Tagen @ heini (3667 Aufrufe)

Hallo!

Leider wird wiederholt der Fehler gemacht, die Interpretation des Blitzes meiner derzeitigen Einschätzung zuzuschreiben. Während des Traumes, also während des zukünftigen Ereignisses, werde ich diesen Gedanken, „ein Atomblitz“ haben. Also das mit dem Atomblitz ist der Gedanke den ich während des zukünftigen Ereignisses haben werde.

Muß ja auch in Zukunft nicht stimmen. ;-)

Vielleicht sollte man mehr auf die Grundsätzlichen Ereignisse der einzelnen Schauungen hinweisen, dass nämlich eine große Katastrophe in naher oder unmittelbarer Zukunft bevorsteht.

Daß es nah oder unmittelbar bevorstünde, ist kein "grundsätzliches Ereignis" der "einzelnen Schauungen".
Es gibt keine einzige Schau, auch von Dir nicht, die auf ein Ereignis in naher oder unmittelbarer Zukunft hinwiese (also zwingend dieses oder nächstes oder auch nur sicher in fünf Jahren).

Und wenn ich das was ich „geträumt“ habe noch erleben soll so muss das zukünftige Ereignis recht bald geschehen, denn sehr viel älter werde ich nicht mehr werden.

Wie kommst Du darauf? Mit Mitte/Ende 60 kannst Du noch locker 20 Jahre leben, sofern Deine Gesundheit dem nicht entgegensteht.
Aber selbst dann: Es sind schon manche Seher gestorben, ohne daß ich deren Schauungen als unglaubwürdig betrachten würde.
Es haben sich auch die Lebensumstände von Sehern (Detlef) derart geändert, daß die Schauungen nicht mehr wie gesehen eintreten können, ohne daß ich das grundsätzliche Ereignis deswegen ausschließen würde.

Es gibt offensichtlich keine zwingende Verbindung zwischen dem Leben des Sehers und dem Inhalt der Schauungen, bzw. dem persönlichen Erleben des Ereignisses.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Schauungen sollten schon auch sinnvoll sein und Inhalt haben

Baldur @, Samstag, 21.05.2016, 17:03 vor 1895 Tagen @ heini (3675 Aufrufe)

Hallo, Heini,

der Text aus dem Link beinhaltet lediglich die üblichen, religiösen Schwadronaden und wahnhaften Vorstellungen aus dieser klerikalen Ecke.

Ob das im Einzelnen Wahnvorstellungen, Fieberträume, hysterische Phantasien, literarische Höhenflüge oder was auch immer sind, es sind jedenfalls keine Schauungen von irgendwelchem Interesse.

Der Text enthält nicht einen einzigen Hinweis, der für die deutliche Mehrheit der Menschheit, also den Nicht-Katholiken, ebenso sinn- oder gehaltvoll wäre.

Eine echte Schauung zeigt etwas Objektives, ein Geschehen an einem Ort zu einer Zeit, das für alle gilt und eintritt, alle betrifft.

Ob der Staubauswurf die seligen Katholischen im Gegensatz zu Nichtgläubigen nicht tötet, sondern nur zum Husten bringt, mag der Hausverstand beurteilen, aber das geschaute Ereignis (z.B. Staubregen) trifft logischerweise alle, und ist von allgemeinem Interesse.

Was sich hingegen im Petersdom in Form von Bildern, Gleichnissen und anderen Unklarheiten abspielt, ist allenfalls für extreme Hardcore-Katholiken von Interesse, Schauungen realer Ereignisse sind es jedenfalls nicht.

Beste Grüsse vom Baldur

Antworten in schwierigen Zeiten

Baldur @, Samstag, 21.05.2016, 17:35 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (3838 Aufrufe)

Hallo, Serenissimus,

Ich will einfach ein bisschen Orientierung bekommen in diesen finsteren Zeiten.


die üblichen, publizierten Schauungen sind fast zur Gänze nicht im erwartbaren Rahmen eingetroffen. Wie die Bemühungen in diesem Forum erbracht haben, ist das auch kein Wunder, weil das Meiste davon gar nicht echt war, und reine Schaumschlägerei.

Nimm mal einen Durchschnittsbürger, der in seinem Leben vor 1955 oder so alle möglichen, individuellen Katastrophen erleben musste, und auch heute noch muss: Krieg, Not, Elend, Armut, Krankheit, Flucht, Vertreibung, Überschwemmung, Dürre, Todesfälle in der Familie, Vermögensgverluste, Ehescheidungen, missratene oder missgebildete Kinder, Arbeitsplatzprobleme, Forderungsausfälle, vielleicht Gerichtsverhandlungen, oder er wird Opfer von Unfällen oder Verbrechern.

Die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse ist immerhin erheblich.

Im Gegensatz dazu trat absolut rein gar nichts aus irgendwelchen angeblichen Schauungstexten ein, und das seit 200+ Jahren. Alles war Käse, Blödsinn, und Quatsch,

mit Ausnahme einiger Treffer, etwa der ersten beschriebenen Jahre der Feldpostbriefe, die jedoch dazumal niemandem zugänglich waren, oder der Hinweise auf den Mauerfall 1989 und das Ende des offiziellen Sowjet-Kommunismus.
BB wird sicher noch ein paar andere der wenigen Treffer zu nennen wissen, wie etwa die Schauung von propellerlosen Flugzeugen.

Ob es nun religiöser Käse ist (Garabandal), oder materieller (drei Angriffskeile, Flutwelle im Paraguayanischen Binnenland), die angeblichen Schauungen traten nicht ein - Punkt.

Jetzt könnte, oder besser, sollte man das alles ad acta in die Tonne schmeissen, weil man annehmen müsste, dass es gar keine echten Schauungen gäbe.

Ich habe aber selbst eine erlebt und weiss, dass es sie gibt - meine trat zu 100% ein, als ob ich zuvor einen Videofilm über das Geschehen gesehen hätte.

Und wenn es eine gibt, gibt es auch andere.

Meiner Meinung nach sind die "üblichen" Quellen ein Mix aus Fälschungen, Mythen, Aberglauben, Nachdenken, Nacherzählungen, und basieren auf einem Fundament krassen, religiösen Unsinns. Das kann man wirklich in die Tonne treten.

Aber eben, es gibt auch die echten, nur wurden die ganz offensichtlich nicht vor vielen Jahren in Büchern veröffentlicht, sondern erst jetzt nach und nach auf Foren im Internet.

Echte Kriegsschauungen mit Fakten wären nicht nur früher der Zensur und der Political Correctness, dieser widerwärtigen Verlogenheit, zum Opfer gefallen, und wären nicht veröffentlicht worden.

Orientierung gibt Dir in diesen Zeiten die Mathematik, denn sie ist unbestechlich (Bevölkerungsstrukturen wandeln sich z.B. sehr gut vorhersehbar in Abhängigkeit von den Geburtsraten).
Exponentielle Entwicklungen, gleich, wo, werden zusammenbrechen.

Und dann noch das eigene Erleben, das Hineinspüren, das Wirken-Lassen, und Selberdenken.

Die Demographie ist ebenso interessant, wie ein Blick in die Fahndungslisten der Polizei, ein Bewerbungsversuch bei einem Personalberater, oder ein abendlicher Spaziergang durch ein städtisches Problemviertel.
Vielleicht mal nachts U-Bahn-Fahren in der Gross-Stadt, oder beim Elektrizitätsversorger nachfragen, was er im Falle eines Netzkollaps´ tun könnte.

Nachlesen über die Erfahrungen in Argentinien während der Finanzkrise, oder in Sarajewo während des Ex-Jugoslawienkonflikts.

Und gleichzeitig erkennen, dass diese Gefahren bereits seit Jahrzehnten für das Individuum drohen, und doch die meisten ein ganz gutes Leben führen konnten, die Gefahren nicht eintraten.

Wie etwa 1983, als die sowjetischen Bomber in der DDR mit Atomwaffen an Bord auf die Startfreigabe warteten.

Es gehört Glück dazu, etwas Vorsicht und nicht gleich alles glauben, der gesunde Menschenverstand, und jeden Tag das Bestmögliche machen.

Mehr können wir eh nicht tun.

Alte Fahrlehrer haben noch vom Popometer gesprochen, mit dem man besser über den Fahrbahnzustand Bescheid wüsste, als mit Schnickschnack.

Unser innerer siebter Sinn, das Bauchgefühl, wie auch immer, dient uns entsprechend für Fragen nach der richtigen Orientierung - das sollte man hören und nicht abwiegeln. Jedoch wird uns niemand die Antworten auf die gestellten Fragen abnehmen, das müssen wir selbst tun.

Beste Grüsse vom Baldur

Wir haben nichts

Kuddel @, Samstag, 21.05.2016, 19:06 vor 1895 Tagen @ Baldur (3701 Aufrufe)

Hallo Baldur

Jetzt hast Du mir alles, besser als ich es könnte, weggeschrieben :-)

Wir haben nichts in der Hand bei dem Thema, können keinen kausalen Strang durch das Nichts führen, wie es zum Beispiel die Mathematiker im Zahlenkosmos tun können, nachdem sie die 1 erfunden haben.

Das große Bild von all dem was ist bleibt verschlossen.
Hier und da schimmert durch, dass es mehr geben muss, als die sinnlich wahrnehmbare
Welt, aber man kann es nicht zwingen oder missbrauchen.

Sehr verblüffend ist immer wieder, dass das persönliche Menschenschicksal vorausgesehen/geahnt/empfunden werden kann, wie auch mir geschehen.
Für das Menschen-Kollektiv sind aber treffende Voraussagen überaus selten.
Die Feldpostbriefe im näheren Bereich und Nostradamus über die Dauer des Sowjetreiches sind da schon Stecknadeln im Heuhaufen.

Die oben verlinkte Schrift der Frau Emmerich erweckt beim Leser den Eindruck, dass die gesamte Schöpfung bis hinein in die höchsten Höhen der Dreifaltigkeit eine katholische Schöpfung wäre und man um himmelswillen nur "gut" katholisch sein müsse, um eine Chance auf den schönen Himmel zu haben.
Ich bin im Moment so weit, diese Schrift als Missbrauch zu bezeichnen.

Sehr verblüffend ist immer wieder, dass das persönliche Menschenschicksal vorausgesehen/geahnt/empfunden werden kann, wie auch mir geschehen und hier beschrieben.
Für das Menschen-Kollektiv sind aber treffende Voraussagen überaus selten.
Die Feldpostbriefe im näheren Bereich und Nostradamus über die Dauer des Sowjetreiches sind da schon Stecknadeln im Heuhaufen.

Was treibt uns nur immer wieder in dieses Forum?
Vielleicht die Freude an der Perlentaucherei und dem gemeinsamen Stecknadelsuchen mit ein bisschen nett Plaudern nebenbei.

Gruß
Kuddel

Suche nach Wahrheit und dem großen Ganzen

Serenissimus @, Samstag, 21.05.2016, 22:25 vor 1895 Tagen @ Baldur (3728 Aufrufe)

Hallo Baldur und auch Dir Danke für die Ausführungen !

Wenn ich schrieb, dass ich etwas Orientierung suche, meinte ich auch gar nicht, dass Schauungen/Visionen/Prophetien anderer Leute meine eigenen Beobachtungen und Einschätzungen ersetzen sollten. Mein Hintergrund ist folgender : Ich verstehe einfach nicht mehr, was seit einigen Monaten, vielleicht Jahren in unserem Land abgeht. Es ist nicht nur, dass Monate lang geltendes Recht außer Kraft gesetzt wird und Millionen Leute einfach so ins Land gelassen werden, es ist vielmehr das Ausmaß an Lügen, das rund um die Flüchtlingskrise verbreitet wird (Vertuschung bei den Silvesterübergriffen in Köln, um nur eins zu nennen). Dazu kommen diese ganzen Damokles-Schwerter wie die Griechenlandkrise, bei denen die wenigsten durchschauen können, wie lange das noch geht und wie ernst es wirklich ist. Ich habe einfach den Eindruck, dass man momentan gar nichts mehr glauben kann, was einem medial aufgetischt wird. Das einzige was einem bleibt, ist sich möglichst breit aufzustellen und so viele Quellen wie möglich heranzuziehen. Doch wer hat schon Zeit und Lust täglich 10 Tageszeitungen, Youtube-Kanäle oder Fernsehsender zu durchforsten um dann einen halbwegs ausgewogenen Blick auf die Ereignisse zu bekommen. Insofern sollten die Schauungen eine zusätzliche Quelle neben anderen sein, vielleicht auch, um daraus so etwas wie eine Linie ablesen zu können, das große Ganze, ein Endpunkt auf den alles hinausläuft oder der einem die großen Entwicklungen in ein anderes Licht rückt. Bin aber auch gar nicht enttäuscht, wenn dem nicht so ist und wenig glaubhaftes bei den Prophezeiungen übrigbleibt. Dass es grundsätzlich so etwas wie Präkognition gibt, davon bin ich aber nach wie vor überzeugt.

Noch eine Verständnisfrage :
Was treibt alte Hasen wie dich, BBouvier oder Taurec immer wieder in dieses Forum ? Nach all den Jahren und Erfahrungen erwartet ihr sicher keine grundlegend neuen Erkenntnisse mehr, die euer Bild von etwa Irlmaier, Hepidannus oder dem Lied der Linde revidieren könnten, oder ? Sind es mehr die persönlichen Träume/Visionen der Forumsteilnehmer ? Oder ist es wie Kuddel unten schreibt : "Vielleicht (ist es) die Freude an der Perlentaucherei und dem gemeinsamen Stecknadelsuchen mit ein bisschen nett Plaudern nebenbei"

Gruß
Serenissimus

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der Berg ist halt vorhanden ...

BBouvier @, Samstag, 21.05.2016, 22:41 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (3746 Aufrufe)

<"Was treibt alte Hasen ... BBouvier ... immer wieder
in dieses Forum?
">

Hallo, Serenissimus!

1.
Das hier ist nicht das einzige Steckenpferd,
das ich nicht ganz kunstlos reite.

2.
Es scheint, mit den Jahrzehnten habe ich vom Thema
ein wenig Ahnung, und der intellektuelle Austausch reizt.

3.
Einen Berg, den man sieht, sollte man denn auch erklimmen.

4.
Umfassender Erkenntnisdrang.

Beste Grüße!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

5.

Sinhala, Altötting, Samstag, 21.05.2016, 22:51 vor 1895 Tagen @ BBouvier (3716 Aufrufe)

Die laufend wiederkehrende Möglichkeit das schöne Hamperwort 'US-Proletenrülpser' sinnstiftend anzubringen ... :-D

Sorry das ergab sich gerade so ;-)

Avatar

Huch?

BBouvier @, Samstag, 21.05.2016, 23:00 vor 1895 Tagen @ Sinhala (3726 Aufrufe)

5.
Die laufend wiederkehrende Möglichkeit das
schöne Hamperwort 'US-Proletenrülpser' sinnstiftend anzubringen ... :-D

Danke, Hinterbänkler!

Wie konnte ich das nur vergessen?? :cool:

Grüße!
BB

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- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

gute Fragen, schwierige Antworten

Baldur @, Samstag, 21.05.2016, 22:56 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (3796 Aufrufe)

Hallo, Serenissimus,

vielleicht ist es alte Gewohnheit, als ob man zu einem Stammtisch geht.

Ich hielt Sepp Wudy und das Lindenlied (bunter Fremdling, unwillkommner Gast) sehr lange für echt. Bis vor wenigen Wochen.

Erst kürzlich wurde beides in die Tonne versenkt, dank der herausragenden Zusammenarbeit im Forum. Stück für Stück wurde zusammengesetzt, um aufgrund der Quellenforschung den total entmutigenden Schluss zu ziehen, da ist nichts von wegen Hoffnung und so.

Das ist alles lange durch.

Zerrissen von Feindeshand wurde das deutsche Reich bereits nach dem 1.Weltkrieg. Und genau dort wurde auch der bunte Fremdling als Begriff geprägt, ich meine, es war wieder mal Ulrich, der diese brilliante Forschung leistete, es könnte aber auch ein anderer, angestammter Forist gewesen sein.
Was Wudy betrifft, konnte ich ein bisschen beisteuern.

Hier hält man sich gerne auf.
Und leistet seine eigenen Beiträge.

Ich verstehe einfach nicht mehr, was seit einigen Monaten, vielleicht Jahren in unserem Land abgeht.

Ich verstehe das nicht, seit ich denken kann. Ich bin Angehöriger der geburtenstarken Jahrgänge, 1965, und musste mir jeden Pfiffer seber verdienen. Nix da mit Geschwafel und Co.

Ich verstand den Inhalt unserers Konfirmations-Spiels schon nicht, und meine Archive des absolut Unverständlichen, des Perversen, des Idiotischen, der Polizeinachrichten und der Steuerverschwendung in den Zeitungen und sonstiger Skandale füllen - völlig sinn- und zwecklos - Kubikmeter an Kisten und Truhen, und Terabytes auf Sticks.

Nur - wofür?

Es nützt ja nix!

Die Welt dreht sich weiter, und ausser den Opfern interessiert es niemanden.

Nach allem Hausverstand hätte es schon vor weit mehr als 20 Jahren "chlöpfen" müssen, das tats aber nicht. Derweil wurde der Irrsinn immer noch perverser. Und es steigert sich in nicht für denkbar gehaltene Regionen hinein (Negativzins, Bargeldabschaffung).

"Chlöpfen" aber tut es nicht, und das wird es auch nicht mehr.

DENN: die angestammte Bevölkerung wird immer älter, derweil die dringend benötigten, jungen, aggressiven Fachkräfte einen Überlegenheitsanspruch mitbringen, und diesen durchzusetzen imstande sind.
Die absolute Mehrheit der veröffentlichten Wahlergebnisse scheint diesen Weg zu wollen.
Die einen, die alten, senilen, gebrechlichen Vorgestrigen können sich nicht mehr wehren, und die vielen anderen wollen es nicht, ganz im Gegenteil.

Wollt ihr die totale ......bitte selber einsetzen ?

JAAAAAAAHHHHHHHHH!

Eierkuchen für alle, aber bitte mit Sahne. Kein Witz, sondern am örtlichen Bahnsteig zu besichtigen. Dingenz wählkamm.

Für mich ist das Ding durch, die Karten sind gemischt, die Verhältnisse sind zementiert, und das wars dann.

Ich bin kein Staatsbürger der besetzten und kolonialisierten BDR mehr, aber das hilft mir nichts, weil IM Erikas Irresein ganz Europa in den Abgrund reisst.

Ich habe keine Kinder, keine Familie, ich komme schon irgendwie durch, und am Schluss machts halt einmal Peng nach rückwärts. Was solls.

Allerdings möchte ich mich nicht in die Frage vertiefen, was wäre, wenn ich Kinder und Familie hätte, für die ich Sorge trüge....

Da haben wohl die Wähler jahrzehntelang was falsches angekreuzt, jetzt ist es zu spät, die Kapelle wurde bestellt, und es soll sich gefälligst niemand beschweren, dass sie jetzt zum Musizieren anfängt.

Jetzt wird die Suppe ausgelöffelt, jetzt wird sie gefressen, wie bei den armen Stopfgänsen, nur bei den Wählern geschiehts zurecht.

Die ehrlichen, aufrechten, verunglimpften Mahner sind längst weggestorben.

Trotzdem gibt es nach meiner Erfahrung die "geistige Welt", und man kann mit ihr kommunizieren.
Das ist mehr als nichts.

Das schafft eine gemeinsame Basis mit allen, die ähnliche Erfahrungen oder Überzeugungen haben.

Und die Durchgabe einer berechtigten Warnung bei einem von uns, "Hallo, Obacht", könnte sehr hilfreich für alle Foristen werden.

Wenn das kein Anlass ist?

Beste Grüsse vom Baldur

Kinder und Zukunft

Dannylee @, Sonntag, 22.05.2016, 17:22 vor 1894 Tagen @ Baldur (3738 Aufrufe)


Ich habe keine Kinder, keine Familie, ich komme schon irgendwie durch, und am Schluss machts halt einmal Peng nach rückwärts. Was solls.

Allerdings möchte ich mich nicht in die Frage vertiefen, was wäre, wenn ich Kinder und Familie hätte, für die ich Sorge trüge....


Beste Grüsse vom Baldur


Hallo, Baldur,

auch wenn es negativ klingt und man es nicht unbedingt denken, sagen oder gar
schreiben sollte: (Wer soll denn unsere Rente bezahlen, wennn' die denn noch gibt)?
Auch ich bin froh, niemals Kinder in die Welt gesetzt zu haben. Zumindest die
klassische europäische Prophetie kannte ich schon in jungen Jahren und habe
damals schon geahnt: Die Welt wird nicht besser.
Ich würde verrückt werden vor Sorgen, hätte ich Kinder (oder gar schon Enkelkinder),
wenn ich an die Zukunft denke.
Vor ein paar Wochen erst telefonierte ich mit einer ehemaligen Arbeits-
kollegin, mittlerweile seit fast fünfzehn Jahren in Rente:
Sie sagte: "Ich habe schon oft an Dich gedacht und an das, was du mir damals
so alles erzählt hast (von den Prophezeiungen vor ungefähr zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren). Hoffentlich kriegen "die" sich noch wieder ein.


Beste Grüße zurück

Dannylee

interessante Ähnlichkeiten

Baldur @, Sonntag, 22.05.2016, 17:37 vor 1894 Tagen @ Dannylee (3642 Aufrufe)

Hallo, Dannylee,

kürzlich durfte ich mit dem Taxi fahren, weil mein Fuhrpark zu gleicher Zeit aussergewöhnliche technische Probleme macht (starten nicht, ohne dass ein Fehler ersichtlich oder auffindbar wäre).

Die nette Taxi-Fahrerin (kinderlos), +/- 50, also in meinem Alter, hatte exakt die gleichen Überlegungen, wie Du.

Hätte ich Kinder, ich würde keine ruhige Minute mehr verleben, und konsequenterweise wohl einen eigenen Leibwächter für den Schulweg anstellen.

Vor wenigen Jahren liess ich mich in vergleichbarer Lage darauf ein, und fuhr mal Bus, die Erlebnisse an der Haltestelle öffneten mir die Augen und Ohren, und liessen mir die Haare zu Berge stehen, was da so abgeht.

Und unter solchen Umständen Kinder auf den Schulweg schicken? Ich? Niemals.

Tja, weit haben wir es gebracht, aber nie vergessen, es ist eine BEREICHERUNG!

Beste Grüsse vom Baldur

Sorgen um den Nachwuchs

Dannylee @, Sonntag, 22.05.2016, 17:54 vor 1894 Tagen @ Baldur (3684 Aufrufe)

Hallo, Dannylee,

kürzlich durfte ich mit dem Taxi fahren, weil mein Fuhrpark zu gleicher Zeit aussergewöhnliche technische Probleme macht (starten nicht, ohne dass ein Fehler ersichtlich oder auffindbar wäre).

Die nette Taxi-Fahrerin (kinderlos), +/- 50, also in meinem Alter, hatte exakt die gleichen Überlegungen, wie Du.

Hätte ich Kinder, ich würde keine ruhige Minute mehr verleben, und konsequenterweise wohl einen eigenen Leibwächter für den Schulweg anstellen.

Vor wenigen Jahren liess ich mich in vergleichbarer Lage darauf ein, und fuhr mal Bus, die Erlebnisse an der Haltestelle öffneten mir die Augen und Ohren, und liessen mir die Haare zu Berge stehen, was da so abgeht.

Und unter solchen Umständen Kinder auf den Schulweg schicken? Ich? Niemals.

Tja, weit haben wir es gebracht, aber nie vergessen, es ist eine BEREICHERUNG!

Beste Grüsse vom Baldur

Hallo, Baldur,

Vor einien Wochen bekam ich mal Privatpost aus diesem Forum:
"Mir ist es mittlerweile fast egal, ob ich überlebe oder nicht.
Aber ich mag gar nicht an meine Kinder denken oder gar an meine Enkel.
Die sind noch so klein." So der ungefähre Wortlaut.

Beste Grüße zurück

Dannylee

Schuld ist generationsübergreifend

Baldur @, Sonntag, 22.05.2016, 18:12 vor 1894 Tagen @ Dannylee (3767 Aufrufe)

Hallo, Dannylee,


Vor einien Wochen bekam ich mal Privatpost aus diesem Forum:
"Mir ist es mittlerweile fast egal, ob ich überlebe oder nicht.
Aber ich mag gar nicht an meine Kinder denken oder gar an meine Enkel.
Die sind noch so klein." So der ungefähre Wortlaut.


wie ich schon an Serenissimus schrieb, ist die Entwicklung ja eine zwangsläufige Folge der Wahlergebnisse.

Statistisch haben nur ca. 2-3% der Bevölkerung gegen den politischen Irrsinn gestimmt.
97% waren ausdrücklich dafür, oder es war ihnen scheisswurscht, sie haben sich enthalten und es geduldet.

Jetzt fällt diese Gewissenlosigkeit halt eben auf sie und ihre Nachkommen zurück.

Und diese werden es einstmals "danken", aber leider als Unschuldige die eingebrockte Suppe auslöffeln müssen.

Die Übeltäter sind längst im Altersheim, auf Dauer-Kreuzfahrt, oder schauen sich die Radieschen von unten an. Sie konnten noch aus dem Vollen schöpfen.

Was sagte meine Grosstante (Pfarrersköchin)?
Mei, sie verehrt ja den damaligen Bundespräser Herzog so sehr, weil der aussieht wie ein Hochwürden.

Dass er den Maastrichtvertrag (EURO) durchgewunken hat, dies zu erfassen, reichte ihr begrenzter Verstand leider nicht aus. Aber immerhin, sie war kinderlos, und hat einen Grossteil ihrer Ersparnisse der katholischen Kirche vermacht.
Kommentar? Nein, den erspare ich mir.

Und trotzdem gibt es noch immer eine Mehrheit, die genau in diese Richtung will.


Na dann, viel Spass. Ich bin dann mal weg.

Beste Grüsse vom Baldur

Resignieren polizeilich verboten !

Serenissimus @, Sonntag, 22.05.2016, 21:44 vor 1894 Tagen @ Baldur (3752 Aufrufe)

Hallo Baldur,

ich lese da eine sehr resignative fast düstere Grundstimmung heraus. Korrigiere mich, wenn ich das falsch verstanden habe. Im Grunde genommen ist es bei mir ähnlich. Bin Jahrgang 1973, jetzt 42, habe aber Frau und Kinder, muss mir also noch zusätzlich Sorgen machen. Vielleicht habe ich mich deshalb schon dabei ertappt, dass ich insgeheim eine Sympathie für die Schauungen entwickelt habe, im Sinne von, irgendwann kommt der große Knall, der zwar für viele schlimme Folgen haben wird, aber anschließend herrscht eine Situation wie nach einem reinigenden Gewitter. Hätte doch was, wenn van Rensburg (oder seine Interpreten) Recht hätten. Aber die Realität ist halt eine andere und es gibt wenig Aufbauendes. Fast eine Endzeitstimmung. Es liest sich so, als wenn du glaubst, es kommt alles wie es kommen muss und eine Umkehr ist nicht (mehr) möglich. Ganz so schlimm sehe ich es nicht, ich habe noch eine gewisse Hoffnung, dass sich die Dinge wieder zum Guten wenden könnten. Das liegt vor allem daran, dass ich schon alt genug bin, dass ich die Wende bewusst miterlebt habe (als Wessi). Ich kann mich an einen mehrseitigen Artikel in der Bild am Sonntag erinnern, die mein Opa damals immer las. Dort gab es Zeichnungen und Fotos von neuen (angeblichen) sowjetischen Wunderwaffen. Mich hat da damals sehr beeindruckt, im Sinne von "wenn der Russe jetzt kommt haben wir bei diesen Wunderwaffen keine Chance". Auch haben wir in der 7. Klasse einen Schulauflug an die innerdeutsche Grenze und ein Grenzmuseum gemacht. Jedenfalls war für mich als Teenager die ewige Existenz zweier Staaten und eine reale Bedrohung durch das rote Reich so sicher wie das Amen in der Kirche. Und wie es entgegen aller Erwartung dann doch ausgegangen ist, ist allgemein bekannt. Was ich damit sagen will, ist dass Alles auch ganz unerwartet anders verlaufen kann, als gedacht. Auch wenn Analysten heute sagen, die wirtschaftliche Entwicklung im Osten musste zwangsläufig zu einem Kollaps führen, konnte keiner einen im Verhältnis derart friedlichen Umbruch vorhersagen. Vieleicht kann man Schauungen/Prophetien auch in diesem Sinne interpretieren, da ja dort immer mit etwas relativ Unvorstellbaren hantiert wird. Faszinieren sie einen deshalb, weil sie vollkommen undenkbare Szenarien bringen ???

Ich kann also deinen Pessimismus nachvollziehen, muss aber gerade auch als Familienvater dagegen ankämpfen, da ich mir für meine Kinder eben keinen Schritt über die Kante des Abgrundes vorstellen will. Solange der alte Panzergrenadier in mir noch lebt, gilt deshalb irgendwie auch "Dran, drauf, drüber !"

Gruß
Serenissimus

Da kommen noch zig Millionen

Steffomio @, Sonntag, 22.05.2016, 00:03 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (3977 Aufrufe)

Hallo Serenissimus,
Gunnar Heinsohn über den wahren Hintergrund des Asylwahns (40 min.)
https://youtube.com/watch?v=zhzthrcmkBM

Im Grunde gibt es nur zwei Möglichkeiten damit umzugehen. Die eine ist: "Wir haben den ersten und den zweiten Weltkrieg überlebt und wir werden das auch überleben!". Die andere ist: "Nichts wie weg hier!".

Für die, die bleiben empfielt es sich, sich mit der zuströmenden Kultur auseinander zusetzen um nicht unnötig in Fettnäpchen zu treten.
Frauen sollten Männer z.B. niemals in die Augen schauen. Das ist in deren Kultur eine Aufforderung bzw. Einladung. Offene Haare und leichte Kleidung ebenso. Da macht das verhüllen der Frauen richtig Sinn nicht wahr?!

Also mach dich schlau und komm gut durch ;-)

Gruß an das höhere Niveau
steffomio

Der Versuch einen Erklärungsstrang darzustellen

Kuddel @, Sonntag, 22.05.2016, 08:32 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (3702 Aufrufe)

Hallo Serenissimus

Vielleicht kommt man beim Thema weiter, wenn man das Buch „Der Egotunnel“ von Herrn Metzler zum aktuellen Stand der Hirnforschung gelesen hat. Ich musste es schon zwei Mal wieder aus der Hand legen.

Wir leben hier in einer wunderschönen Welt des Werdens und Vergehens. Einer frisst den Andern, behält das Brauchbare und scheidet das Unbrauchbare wieder aus, von dem wieder Andere leben.
Das ist wunderbar komplex und sehr schön.
Leider muss man streckenweise ganz entsetzliche Schmerzen und Leid aushalten, wenn man Teil des Systems ist. Dann ist nichts mehr schön. Die Angst vor dem Schmerz lässt einen um sein Leben, sein hier sein, kämpfen.
Also sucht man dem Schmerz aus dem Wege zu gehen und dem Schönen zu begegnen.
Insbesondere kann schon die Angst vor dem Schmerz das gesamte Wohlbefinden des Menschen erheblich betrüben.
Also versucht man auch die Angst aus dem Kopf zu bekommen, durch das Denken an das schöne Verspeisen der Andern, oder die Freuden des sich Vermehrens, das was eigentlich auch jeden Virus so antreibt.
Sind die grundlegenden Bedürfnisse befriedigt, kann man der Angst auch ganz angenehm durch Fokussieren ausweichen. Man schaut genau hin, hört genau zu, schmeckt bewusst rein, oder stellt sich intensiv etwas vor.
Das sind so die lebensnotwendigen Hirnabläufe, die man kausal ordentlich darstellen kann.
Unser Thema im Forum sind aber akausale Hirnprozesse, wenn man den überhaupt von Hirnprozessen sprechen kann. Jedenfalls versuchen wir dieses Ungreifbare immer wieder in eine Ordnung zu bringen. Und schon hat man es geschafft ein weiteres Feld zu erobern, nun kann man sich auch auf das Ungreifbare fokussieren, wenn man des Greifbaren überdrüssig ist.
Wenn man denn auch des Ungreifbaren überdrüssig ist, sollte die Kacke aber am Dampfen sein. Dann ist alles Pulver verschossen und man muss der Angst in´s Auge sehen.

Oder mit den Worten Erich Frieds:

Es ist, was es ist sagt die Liebe.
Was es ist sagt der Verstand.

Gruß
Kuddel

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Ein grober Umriß der Geschichte

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 22.05.2016, 11:55 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (4528 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 30.08.2017, 15:22

Hallo!

Mein Hintergrund ist folgender : Ich verstehe einfach nicht mehr, was seit einigen Monaten, vielleicht Jahren in unserem Land abgeht. Es ist nicht nur, dass Monate lang geltendes Recht außer Kraft gesetzt wird und Millionen Leute einfach so ins Land gelassen werden, es ist vielmehr das Ausmaß an Lügen, das rund um die Flüchtlingskrise verbreitet wird (Vertuschung bei den Silvesterübergriffen in Köln, um nur eins zu nennen). Dazu kommen diese ganzen Damokles-Schwerter wie die Griechenlandkrise, bei denen die wenigsten durchschauen können, wie lange das noch geht und wie ernst es wirklich ist. Ich habe einfach den Eindruck, dass man momentan gar nichts mehr glauben kann, was einem medial aufgetischt wird.

Du gehörst womöglich noch nicht allzu lange zu den "Aufgewachten", so daß noch ein gewisser Restglaube ans System vorhanden ist.

Ich versuche mal, so kurz wie möglich von eher profanen politischen Tatsachen ausgehend den Bogen zu einem mythisch-religiösen Geschichtsbild zu spannen, um eine "große Linie" aufzuzeigen. Das Ergebnis ist möglicherweise zunächst schwer verdaulich.

Die Bundesrepublik ist, wenngleich auf dem Papier, de facto kein souveränes Land, sondern befindet sich in den Händen einer Nomenklatura (in Politik, Verwaltung, Wirtschaft), die ihre Handlungsparameter von der amerikanischen Ostküste bekommt. Bei den meisten anderen europäischen Staaten ist es in mehr oder weniger starker Ausprägung ähnlich. Da die heutige BRD letztlich noch immer das Konstrukt ist, das zur Unterwerfung eines besiegten Volkes eingerichtet wurde, sind die führenden Schichten besonders von den Amerikanern beeinflußt, und sind über transatlantische, informelle Organisationen und Kaderschmieden eng mit dortigen Kreisen verbunden. Seit dem zweiten Weltkrieg hat niemand mehr wirklich in deutschem Interesse gehandelt, bestenfalls in Ansätzen oder einzelnen Fragen und Teilaspekten, nicht jedoch in den großen Belangen, die unsere Eigenständigkeit als Volk betreffen.

"Demokratie" verheißt in den Schulbüchern die Freiheit des Einzelnen, Recht auf Mitbestimmung, Gewaltenteilung, Rechtssicherheit, die Medien als "vierte Gewalt", durch welche sich die Menschen objektiv Informieren, um rationale Entscheidungen zu treffen, etwa in Wahlen, in welchen sie Vertreter bestimmen, die ohne Eigeninteresse den Willen des Volkes ausführen. Dieses Bild ist eine Utopie, die meines Erachtens der menschlichen Natur und der Art, wie Staatswesen über Jahrtausende funktioniert haben, widerspricht.
In der wirklichen Welt ist die Demokratie das politische Instrument weltweit agierender, internationaler Finanz- und Wirtschaftsmächte, die heute de facto in der ganzen westlichen Welt die Politik bestimmen. Sie finanzieren Politiker, bringen ihre Leute in die Parteien, besitzen die Presseorgane, bestimmen die öffentliche Meinung, das Welt- und Geschichtsbild, die Erziehung, was an Schulen und Universitäten gelehrt wird. Über NGOs wird auf informellem Wege Einfluß genommen, während sowohl Regierungen wie Oppositionen nicht nationalen, sondern den Interessen der sie jeweils stützenden Finanziers dienen. Man hat keine Wahl in diesem Scheinpluralismus außer der Partei der Finanzmächte, also der Konzerne, Banken und einer dünnen Schicht superreicher Geldaristokraten, die seit der amerikanischen und französischen Revolution sukzessive den alten europäischen Adel gestürzt und sich selbst auf die Throne gesetzt haben. Deutschland stand stets in einem gewissen Widerspruch zu dieser Oligarchie und mußte durch zwei Weltkriege gebrochen und unschädlich gemacht werden. Heute hat Rußland diese Rolle übernommen, das sich in einer ähnlichen Lage befindet wie Deutschland vor den Weltkriegen: zunehmend eingekreist und provoziert von den Westmächten.

Die Probleme reichen noch sehr viel tiefer, als sie hier in Kürze dargestellt werden können. Weil das Medienangebot meist einen manipulativen Charakter hat, ist es wenig sinnig, sich breit aufzustellen, um irgendwo ein Fünkchen Wahrheit zu erhaschen.
Ich rate dazu, sich mit den tieferen Abläufen der Geschichte zu befassen. Anders ist das alltägliche Gewirr widersprechender oder am Eigentlichen vorbeigehender Informationen wohl kaum zu durchdringen und eine Ahnung der eigentlichen Abläufe zu bekommen.

Ein wahrer Augenöffner in dieser Hinsicht, Grundlage und Ausgangspunkt für weitere Überlegungen ist Oswald Spengler, der im "Untergang des Abendlandes" eine auf dem Vergleich der Geschichte von sieben Hochkulturen der letzten 5000 Jahre basierende Morphologie der Weltgeschichte entwarf. All diese Kulturen weisen den selben tausendjährigen Lebenslauf auf, der in seiner Grundstruktur im größeren Maßstabe den Lebensphasen jedes lebendigen Wesen entspricht, beginnend mit Geburt aus dumpfer, ahnungsschwerer Vorzeit (was wir "dunkles Mittelalter" nennen) über einen steten Aufstieg bis zur Vollendung der kulturellen und staatlichen Formen in höchster Perfektion (für das Abendland im 18. Jahrhundert). Dem schließt sich ein mehrhundertjähriger Tod/Abstieg an, der durch regelmäßige revolutionäre Krisen und Weltkriege (der erste gegen Napoleon) vorangetrieben wird. In dieser Zeit versagen die Selbsterhaltungskräfte der Völker. Die natürliche, hierarchische Ständegesellschaft bricht zusammen. Die Menschen vermassen als atomisierte, unterschiedslose Individuen in Großstädten, die sich in das leerer werdende Land hineinfressen, während die Geburtenraten sinken, die Bildung (im klassischen Sinne) geringer wird, und die Menschen in Materialismus und Hedonismus verwahrlosen, nicht mehr Volk, Vaterland, Familie im Sinn, sondern nur noch sich selbst und ihr seichtes, individualistisches, körperlich-emotionales Wohlbehagen ohne Blick auf die Zukunft.
Unter diesen Umständen tritt naturgesetzmäßig ein, was jeder Lebensform widerfährt, deren Immunsystem zusammenbricht: der Einfall von Aasfressern und Parasiten, Fremdvölker von außen, die das Land in Besitz nehmen, das von seiner Bevölkerung nicht mehr behauptet werden kann.
Politisch entspricht dem Parasitismus die Massendemokratie und libertäre Parteiendiktatur, das politische Werkzeug der Finanzmächte. Deren Ziel ist die Beseitigung aller überkommenen, traditionellen Formen, die der Weltherrschaft und schrankenlosen Ausbeutung des Planeten im Wege stehen. Diese anonymen Mächte, die bereits in den französischen und amerikanischen Revolutionen am Werk waren, konnten nur die Oberhand gewinnen, weil die Lebenskräfte des Abendlandes nach einem Jahrtausend organischen Wachstums zuerst schwach geworden waren. Was gegenwärtig geschieht, ist lediglich eine folgerichtige Erscheinung eines über viele Generationen stattfindenden Abbauprozesses, der vor über 200 Jahren begann und von der Spitze herab bis zu den Fundamenten des menschlichen Daseins alles nivelliert: Adel, Stände, wirtschaftliche und soziale Klassen, dann nationale Grenzen, die Rollen der Geschlechter, die familiären Strukturen. Zuletzt gehen die Nationalstaaten selbst in supranationalen Gebilden auf. Die Völker sollen in Vielvölkerstaaten aufgelöst werden, in denen es nur noch eine Masse mit ethnischen Restidentitäten gibt, die zu eigenständiger Politik unfähig sind und in der kapitalistischen Arbeits- und Konsumwelt fiktiven Wohlstand & Sicherheit hinterherjagen.

Indes verläuft die Geschichte in Zyklen, so daß auf einen Niedergang ein erneuter Aufstieg folgt. In Spenglers Ablauf gibt es in jedem Kulturkreis ein Interregnum, in dem in irgendeiner Form die Wirtschaftsmächte die Oberhand über die Mächte der Politik, also des Selbsterhalts und der Eigenständigkeit der Völker, gewinnen. Am Ende dieser Periode steht stets der krisenhafte Zerfall der von den Geldmächten errichteten neuen (Un-)Ordnung. In dieser finalen Krise erheben sich aus kulturellen Restbeständen an der abgerissenen Tradition orientierte Kräfte, die mit den Geldmächten ein Ende machen und eine Renaissance der ursprünglichen Ordnung anstreben. Es entsteht "Cäsarismus". Mächtige Einzelne mit Gefolgschaft erheben sich über die formlosen Massen und ordnen die zerrüttete Gesellschaft nach eigenem Bilde neu. In dieser Phase tritt in der Regel Erstarrung und Nachahmung alter Formen ein, bis sich nach einer unbestimmten Zahl Jahrhunderte eine neue Kultur breit macht, die das Erbe der vergangenen übernimmt.

An dieser Stelle kommen die Prophezeiungen ins Spiel. Deren Szenario ähnelt in groben Zügen dem zyklischen Ablauf nach Spengler:
1. Verfall der Gesellschaft, des Glaubens, der Tradition.
2. Herrschaft des "antichristlichen" Prinzips: Materialismus, Fixierung auf das Diesseits.
3. Ein letzter Krieg in Verbindung mit einem Eingriff von "oben", nach dem ein Kaiser gekrönt wird, der Europa in einem Reich mit erneuertem Glaubensfundament eint.

Auch wenn die prophetischen Quellen im einzelnen anzuzweifeln und überwiegend nicht authentisch sind (in dem Sinne, daß sie unmittelbar Präkognition dokumentiert hätten), halte ich es für möglich, daß sich in diesem Muster, das uralte Wurzeln hat, das ahnungsvolle Erkennen des großen historischen Ablaufs und eines teleologischen Sinns der Geschichte ausdrückt. Auf seine Art mit einem ganz anderen Ansatz hat Spengler (aber auch andere wie Julius Evola oder Ernst Jünger) das ebenfalls erkannt.
Die neueren, besser dokumentierten Schauungen, die in der Regel begrenzte Ausschnitte eines größeren Geschehens zeigen (und etwas anderes als Prophezeiungen sind), fügen sich darin ein. Das reizvolle liegt darin, daß man mit geschichtsphilosophischen Überlegungen den grundsätzlichen Rahmen aufspannen kann, welcher durch Schauungen mit konkreten Ereignissen gefüllt wird. Schauungen allein bieten keine Hintergründe, sondern eher konkrete Ereignisse.

Ich gehe davon, daß sowohl die Menschheits-, als auch die Erdgeschichte in Zyklen von Auf- und Niedergang mit dazwischenliegenden katastrophalen Cäsuren fortschreitet. Diese sind ineinander verschachtelt, bzw. bauen aufeinander auf. Über dem Auf und Nieder der Hochkulturen wölbt sich, diese einbegreifend, womöglich ein größerer Zyklus. Dieser könnte von einer mythischen Sintflutkatastrophe, die sich im kollektiven Gedächtnis erhalten hat, zu einer künftigen Katastrophe verlaufen, die sich in Schauungen von Finsternis, Impakten, Erdbeben, Tsunamiwellen ankündigt. In unserer Zeit könnten verschiedene Abläufe konvergieren: der Lebenslauf des Abendlandes, das durch Hochtechnologie wie keine Kultur zuvor den ganzen Planeten erfaßt hat, und ein Abschnitt der Erdgeschichte, der durch eine kosmische Katastrophe beschlossen wird, welche die zivilisatorische Erstarrung aufbricht und Platz für eine kulturelle (geistig-seelische) Erneuerung schafft. Mit dieser Annahme kommen wir nahtlos in den religiösen Bereich, denn der zufällige Eintritt einer großen Naturkatastrophe in einer Weltlage, die in der bekannten Geschichte einzigartig ist, würde bedeuten, daß es tatsächlich einen "großen Beweger" gibt, daß welt-, menschheits- und erdgeschichtliche Abläufe genau aufeinander bemessen sind, um der Geschichte zu den richtigen Zeitpunkten einen Anstoß zu geben.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Anmerkungen zu Spengler

Serenissimus @, Sonntag, 22.05.2016, 16:22 vor 1894 Tagen @ Taurec (3826 Aufrufe)

Hallo Taurec und danke für die ausführlichen Ausführungen zu Spengler !

Dazu einige Anmerkungen und Verständnisfragen :

Wenn die Geschichte in Zyklen verläuft, wäre die Frage natürlich, wo innerhalb des aktuellen Zyklus wir uns befinden. Dass wir im Endstadium sind dürfte klar sein, doch wie weit ist es ungefähr bis zum Wendepunkt deiner Meinung nach. Die Frage wäre für mich von einiger Bedeutung, denn es macht einen Unterschied, ob ich als Vater davon ausgehen muss, dass meine Kinder und deren Kinder zu Lebzeiten nur noch weiteren Niedergang erleben werden, ausgehend von der heutigen Lage, die ja schon in vielen Bereichen unerträglich ist, oder ob ich davon ausgehe, dass wir das Ende zwar noch nicht ganz erreicht haben und noch eine Zeit lang leiden müssen, dann aber, vielleicht nach einem wie auch immer gearteten großen Knall, die Anfänge einer seelischen, moralischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen ... Blüte erleben können. Im ersteren Fall wäre eine resignative oder depressive Stimmung die Folge im letzteren ein gewisser Optimismus sowie Hoffnung. Den Beginn des Niedergangs siehst du für unseren Kulturkreis ja ungefähr zu Beginn des 19. Jhdts. (Napoleonische Kriege).

Wenn Spengler aus seiner Analyse der Geschichte von ungefähr 1000 Jahren je Zyklus ausgeht, mag das für die Kulturen, die er untersucht hat und von seiner Warte aus (1920er Jahre), ja stimmen. Aber muss man für heute nicht von wesentlich kürzeren Aufstiegs-/Blüte- und Niedergangsphasen ausgehen ? Wie wäre die Reformation verlaufen, hätte Luther vor dem Buchdruck gelebt ? Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle wieviel Jahre (wird immer mal wieder behauptet, hab´s gerade nicht parat, ist aber bald nicht mehr in Jahrzehnten sondern Jahren zu messen) ? Wie schnell könnte sich heute eine Nachricht bzw. revolutionäre Idee verbreiten. Mit Bargeldabschaffung oder RFID-Chip unter der Haut wäre jetzt bereits eine Überwachung technisch möglich, von der frühere Diktaturen nur träumen konnten.

Vor diesem Hintergrund kann das Ende ganz schnell kommen aber auch eine neue Blüte schnell wieder vorüber sein. Hat Irlmaier (?) Recht, wäre ja der Neuanfang und die Blüte nach dem 3. Wk. und der 3-tägigen Finsternis verbunden mit einer seelisch-moralischen Erneuerung nach 2-3 (?) Generationen schon wieder vorbei. Womit wir bei den Prophezeiungen/Schauungen wären.

Sieht man diese vor dem Hintergrund des zyklischen Weltgeschehens hätten wir ja bei Szenarien, wie Irlmaier und andere sie "sahen" eine einmalige Situation, da ja die 3-tägige Finsternis den ganzen Erdball umspannt und somit alle Kulturen gleichzeitig auf "Reset" gesetzt werden. Das würde dann auch dafür sprechen, dass die Geschichte insgesamt, wie du schon erwähntest, in Zyklen abläuft.

Auf welche Art von Cäsar läuft deiner Meinung nach das Ende hin ? Müsste er ein religöser Führer sein ? Ein skrupeloser Militär ? Ein brillianter Erfinder ? Ein Visionär ? Eine Mischung aus all diesen ? Ich denke, dass hängt davon ab, in welchem Bereich man den Niedergang als am schlimmsten verortet und da weiß man momentan nicht, was man sagen soll.

Ja, wahrscheinlich hast du Recht, dass ich noch nicht allzu lange zu den "Aufgewachten" zähle. Vielleicht dämmere ich immer noch vor mich hin. Aber immerhin bin ich schon so weit, dass ich nicht mehr wie noch vor gar nicht allzu langer Zeit Schauungen, aber auch Verschwörungstheorien einfach als Quatsch abtue. Dafür ist die Täuschung der Systemmedien zu groß. Aber einen Komapatienten weckt man ja auch nur ganz behutsam wieder auf :-)

Gruß
Serenissimus

es ist gerecht, dass Du leidest (entnommen aus der Pate 3)

Baldur @, Sonntag, 22.05.2016, 17:20 vor 1894 Tagen @ Serenissimus (3656 Aufrufe)

Hallo, Serenissimus,

soweit ich mich erinnere, stammt dieses Zitat:

es ist gerecht, dass Du leidest....

aus dem Film "Der Pate 3".

Die Wahlergebnisse der letzten 70 Jahre haben uns zum aktuellen status quo gebracht, und alle diejenigen, die mit ihrer Stimme diese Entwicklung anfeuerten, oder durch ihre Nicht-Stimme dies gewähren liessen, sollen bitteschön die üble Suppe bis zur Neige auslöffeln, die sie eingebrockt haben.

Meine Meinung.

Es wäre jedem Grenzdebilen erkennbar gewesen, welche Folgen die entscheidenden Weichenstellung der sogenannten Politik bewirken werden.

Jetzt ist es einfach - zu spät, um zur Einsicht zu kommen.

Mitgehangen, mitgefangen.

Beste Grüsse vom Baldur

Disbalance sucht Ausgleich

Steffomio @, Montag, 23.05.2016, 08:33 vor 1894 Tagen @ Baldur (3677 Aufrufe)

Hallo Baldur,

Die Wahlergebnisse der letzten 70 Jahre haben uns zum aktuellen status quo gebracht, und alle diejenigen, die mit ihrer Stimme diese Entwicklung anfeuerten, oder durch ihre Nicht-Stimme dies gewähren liessen, sollen bitteschön die üble Suppe bis zur Neige auslöffeln, die sie eingebrockt haben.

Meine Meinung.

Es wäre jedem Grenzdebilen erkennbar gewesen, welche Folgen die entscheidenden Weichenstellung der sogenannten Politik bewirken werden.

Jetzt ist es einfach - zu spät, um zur Einsicht zu kommen.

Mitgehangen, mitgefangen.

So ist es.

Die Disbalance des Wohlstands unter den Nationen, die sich mit dessen Zunahme wie eine Feder spannt, sucht stets einen Ausgleich.
Und eine ganz einfache Rechnung sagt: Je härter die Grenzen, desto lauter der Knall, wenn sie brechen.

Was wir jetzt erleben, sind der der Aufbau von Notventilen, die in Panik vor dem drohenden Bruch installiert werden.

Gruß
steffomio

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"Irlmaier" - sowie die Verschattung

BBouvier @, Sonntag, 22.05.2016, 17:33 vor 1894 Tagen @ Serenissimus (3903 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 22.05.2016, 17:52

Hallo, Serenissimus!

Nur zu untigem, denn für die Beantwortung der zentralen Fragen
ist Taurec zuständig.

<"Sieht man diese vor dem Hintergrund des zyklischen Weltgeschehens hätten wir ja bei Szenarien,
wie Irlmaier und andere sie "sahen"
eine einmalige Situation, da ja die 3-tägige Finsternis
den ganzen Erdball umspannt und somit alle Kulturen
gleichzeitig auf "Reset" gesetzt werden.
">

1.
Irlmaier hat da überhaupt nichts "gesehen", sondern er repetiert
nur die christlichen Endzeitvorstellungen, die insbesondere
im 19. Jahrhundert - und da massiv in Frankreich -
von allerlei Nonnen und Hausfrauen "prophezeiht" wurden:
- Preisterverfolgung
- Paris - das neuzeitliche Babel - wird vernichtet
- die katholische Kirche trägt den Endsieg davon
- Frankreich hat wieder einen König
- ein Franzosenprinz holt sich in Rom
die Königs- bwz. die Kaiserkrone
- der Papst krönt den (frz.) Kaiser
- die Russen à la Gog&Magog
(auch mal die Preußen oder beide vereint - alle Wünsche werden bedient)
wollen wieder mal (!) Frankreich überfallen,
doch der HERR hält sie diesmal wunderbar am Rhein auf
- alle Menschen werden fromm und katholisch, sogar die Russen
- der Papst kommt ganz groß raus

2.
Falls - und in diese Richtung tendiere ich - vor allem
das Blasen der Böhmischen Caldera die Ursache der Verschattung sein sollte,
dann ist das mehr oder weniger ein rein europäisches Ereignis.

Beste Grüße!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

falls...

Baldur @, Sonntag, 22.05.2016, 18:00 vor 1894 Tagen @ BBouvier (4037 Aufrufe)

Hallo, BB,

wir haben diesbezüglich die Feldpostbriefe (Berge, die im Chiemgau? Feuer speien), aber die enthalten auch Skurrilitäten wie den ominösen Rübezahl "Antichrist". Tonne?

Wir haben den Waldviertler, der zuverlässigkeitsmässig auch schon angezählt ist, wir haben den Bauern aus Selb, und dann gibts noch ein paar gelbe Aschen oder gefährliche Flecke, die gesehen wurden (Kind aus der Nähe von Nürnberg).
Gelbe Asche aber ist nicht gefährlich, wenn man draufsteigt.

Ich tendiere dazu, dass auch diese "Schauung" der böhmischen Caldera gar keine ist, und das Ereignis so wenig eintreten wird, wie die Seelenschau von Garabandal.
Denn der Ausbruch hätte ja mutmasslich die Dimension des Megavulkans Yellowstone.
Und dafür müsste man beizeiten Anhaltspunkte haben (Hebungen, Gasausbrüche).
Diese gibt es aber nicht.

Letztlich sind wir - was die Gesamtschau aus dem veröffentlichen Bereich angeht - meiner Meinung nach schlicht einem Trugbild aufgesessen.

Tragfähig sind alleine die individuellen Informationen ala Bariona oder Zahnarzthelferin.

Die existentiellen Gefahren existieren tatsächlich, aber aus einer Richtung, die niemand auf dem Bildschirm hatte (inkompatible Invasion, Staatsverbrechen).

Meint der Baldur, und grüsst bestens

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Kommentar zu den Verwüstungen im böhmischen Bereich

BBouvier @, Sonntag, 22.05.2016, 18:44 vor 1894 Tagen @ Baldur (3980 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 22.05.2016, 19:12

Hallo, Baldur!

<"...wir haben diesbezüglich die Feldpostbriefe
(Berge, die im Chiemgau? Feuer speien).
..">

Nein.
Im Chiemgau, dort speit rein gar nichts:
=>
1.
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31318

2.
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31342

Und Irlmaier kupfert da wieder mal dreist ab.

Rill:
"Was sie (die Russen) bei sich haben, schmeißen sie alles weg."
Irlmaiers Echo:
"Die Russen lassen alles Kriegsgerät zurück."

Irlmaiers Betrügereien sind streckenweise derart grausam peinlich,
daß die Schweine pfeifen.

Irlmaier hat die Aussage der Feldpostbriefe nicht gerafft und behauptet frech:
=>
"Beim dritten Geschehn soll Rußland in Deutschland einfallen
und zwar im Süden bis Chiemgau, und die Berge da Feuer speien.
"

Nur eben, daß es im Chiemgau überhaupt keine Berge gibt. *gg*
(s. mein oben verscharnierte Beitrag)

:-D

<"... die Feldpostbriefe) enthalten auch Skurrilitäten
wie den ominösen Rübezahl "Antichrist". Tonne?"
>

Nun stell´ Dich mal nicht so an wie eine hysterische Frömmlerin,
die versehentlich mal eine unbedeckte Männerwade erblickt hat:
Wir wissen doch alle längst, daß diese Markustag-Bauernweisheit
kein reales Fundament hat.

<"... und dann gibts noch ein paar gelbe Aschen
oder gefährliche Flecke, die gesehen wurden
(Kind aus der Nähe von Nürnberg)
.">

Nun tu mal nicht so, als ob Dir nicht sehr gut bekannt wäre,
daß es sich bei den gelblich-grauen Aschen entweder
um Ausblasungen der Caldera oder um Impaktaschen handelt,
hingegen bei den gelben Flecken/Spritzern um chemische Kampfstoffe.

<"Ich tendiere dazu, dass auch diese "Schauung" der böhmischen Caldera
gar keine ist, und das Ereignis so wenig eintreten wird...
Denn der Ausbruch hätte ja mutmasslich die Dimension
es Megavulkans Yellowstone.
">

Die diesbezüglichen Bilder des Bauern bei Selb halte ich für valide,
und ein Totalschaden von rund 300 Kilometern Durchmesser
(s. auch die Feldpostbriefe!) ist ja auch nicht grade von
schlechten Eltern.

<"Und dafür müsste man beizeiten Anhaltspunkte haben
(Hebungen, Gasausbrüche).
Diese gibt es aber nicht.
">

Falls einer der Impaktoren als Auslöser in die Caldera brettert
- und dafür spricht einiges - kannst Du auf Hebungen vorher lange warten.

Beste Grüße Dir!
BB

--
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Die Russen müssen alle nach Norden - tatsächlich?

BBouvier @, Sonntag, 22.05.2016, 19:55 vor 1894 Tagen @ BBouvier (4007 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 22.05.2016, 20:23

Hallo!

Irlmaier:
" ... dann bricht bei den Heersäulen herüben alles zusammen.
Sie (die Russen) müssen alle nach Norden.
Was sie bei sich haben, schmeißen sie alles weg.
"

Logisch:
Da Irlmaier irrig vermeinte, in den Feldpostbriefen stünde
(ja gar nicht existierende) Berge im Chiemgau ...
Alpenblick auf den Chiemgau:
=>
[image]
... würden Feuer speien - und der Chiemgau liegt ja in Südbayern -
da hat er sich die Behauptung zusammenphantasiert, die Russen müßten
alle nach Norden. *hehe*

:-D

Insofern ist die Beschäftigung mit Irlmaiers abstrusen Behauptungen
für den Kenner ein steter Quell der Heiterkeit.

:-)

Irlmaier an anderer Stelle:
"Durch eine Naturkatastrophe oder etwas ähnlichem
ziehen die Russen plötzlich nach Norden
."

Ja, klar doch:
Er hat dazu ja gar nichts gesehen, er hat keinen blassen Schimmer
und kann da nur rumraten!

Süffisante Preisfrage:
Was ist "etwas ähnliches" wie eine Naturkatastrophe? :confused:

Gruß,
BB

--
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Planetenlenker

throne @, Montag, 23.05.2016, 08:46 vor 1894 Tagen @ Taurec (3766 Aufrufe)

Hallo

In der wirklichen Welt ist die Demokratie das politische Instrument weltweit agierender, internationaler Finanz- und Wirtschaftsmächte, die heute de facto in der ganzen westlichen Welt die Politik bestimmen.

Und diese widerum sind bloß die diesseitigen Instrumente jenseitiger (multidimensionaler, überirdischer) Kräfte, welche von Anbeginn wirken (und höchstwahrscheinlich den Menschen in seiner heutigen Form erst schufen).

Die Probleme reichen noch sehr viel tiefer, als sie hier in Kürze dargestellt werden können.

Wie wahr...

...würde bedeuten, daß es tatsächlich einen "großen Beweger" gibt

Das Bewusstsein selbst. Du. Jeder. Alle zusammen. Alles zusammen. Je nach Gewicht in der Schale bemisst sich die Qualität der (In-)Formation und somit des Ablaufs.
Die Menschheit ist ein Experiment, ein Laborversuch unter Beobachtung.

Spengler verschweigt leider jeden mystischen Hintergrund, jede Verbindung zu multidimensionalen Kräften, oder ist sich derer schlicht nicht bewusst.
Ganz im Gegensatz zu den Jesuiten.

Drei Stadtstaaten regieren die "Welt". Und diese drei Stadtstaaten werden von den Jesuiten gesteuert, den Bewahrern der präkataklytischen Tradition der Atlantiden (welche widerum nur Bewahrer der Tradition ihrer Vorgänger waren usw. ect. pp.)

https://removetheveil.net/2014/11/16/die-wahren-strippenzieher/


Gruß, throne

Ja, wer sich den Schauungen unterwirft ist ein Unterworfener.

Hinterbänkler @, hinterm Wald im Emmental, Samstag, 21.05.2016, 22:38 vor 1895 Tagen @ Baldur (4041 Aufrufe)

Hallo Baldur,

erstmal danke.

Diese Deine Zusammenfassung der Situation ist auch meine Analyse seit zwei, drei Jahren.
Auch in unserer Familie (Mutter) gab es im 2. WK nachweisbare Präkognition.
Meine Mutter hat das später als fromme Christin nicht ausgebaut, sie hatte Angst unter dämonischen Einfluss zu kommen.

Aber die Quellenlage bleibt schlecht.
Ich bin mittlerweile überzeugt, dass es kaum was bringt, die Schauungen zu befragen, um persönliche Entscheidungen voranzutreiben.
Selbst sichere Gebiete müssen überhaupt nicht sicher sein und umgekehrt.
Wer sich den Schauungen unterwirft ist ein Unterworfener.
Man kann sehr schön in den beiden anderen Parallelforen sehen, wie sich die Foristis praktisch durch Angst bis zum Verfolgungswahn und Überfremdung bestimmt sind.
Teilweise sind sie regelrecht gelähmt und reproduzieren nur noch die angstauslösenden Versatzstücke, seien es Schauungen oder Migranten.

Was für mich letztlich von den Schauungen übrig bleibt, ist eine Art 'Zukunftsstimmung', die ich verinnerlicht habe.
Und die Zeichen der aktuellen Zeit bestätigen diese Endzeitstimmung natürlich immer mehr.
Insofern kann ich heute mit eFischs oder zum Teil auch Rassadins Energieschauen fast mehr anfangen als mit verwesenden und komplett sezierten Schauungsbruchstücken.
Mich damit en detail zu beschäftigen fehlt mir die wissenschaftliche Ader.

Für mich kommt es immer mehr darauf an, wie ich selbst die Gegenwart und Zukunft proaktiv gestalte und weniger, was genau auf uns zukommt, um darauf zu reagieren.
Je mehr ich aus dem Reaktionsmodus mit entsprechender/n Angst, Sorgen, Depressionen, Verfolgungswahn herauskomme in einen gestaltenden Modus, je weniger psych. Stress habe ich.
Ich habe aus den aktuellen Erfahrungen heraus sogar verstärkt die Hoffnung, dass dies auch in einer kommenden wirtschaftlichen Extremsituation von größerem Vorteil sein wird, als Metall, METALL oder Metall zu besitzen.

So habe ich jetzt auch extrem viel zu tun, allerdings nicht in Sachen Vorbereitung, sondern in Bezug auf meine innere Einstellung zu den Dingen.
Mit meiner neuen Ausrichtung tut sich auf meinem Feld gerade sehr viel extrem Spannendes und insofern werde ich mich bald aus allen Foren zurückziehen.

Mir scheint es ist eigentlich alles gesagt, nur bekanntlich halt noch nicht von allen.

Danke und Gruss
Hinterbänkler

----------- Bonusmaterial ------------

*
Mein Herz ist nun so rein,
dass es gleichviel zählt, ob es stirbt
oder singt.

Es kann das Buch des Lebens füllen
oder das Buch des Todes.
Beide sind unbeschrieben für mein Herz,
das denkt und träumt.

Gleichviel Ewigkeit wird es in beiden finden.

Herz, es zählt gleichviel: stirb oder singe.

Juan Ramón Jiménez

absolut treffend

Baldur @, Samstag, 21.05.2016, 23:13 vor 1895 Tagen @ Hinterbänkler (3734 Aufrufe)

Hallo, Hinterbänkler,

beleuchten wir mal kurz ein Beispiel:

angeblich soll der sabäische Tropfen, das Rohöl, kurz vor Ultimo am Höchsten stehen.
Weil es jetzt aber lohoooos geht, muss das jetzt sein, denn schliesslich gibts Ärger bei den Arabern, und Russland, und Syrien, und dem Irak, und dem IS, und dem Iran, und so weiter.

Dann gibts Peak Oil, wenn man den üblichen Veröffentlichungen glauben soll, und obendrein eine Erschöpfung der Rentabilität, nach neuen Quellen zu suchen. Brauchte man früher nur ein paar Dollar, um eine neue, riesige Quelle zu finden, halten sich Investition und Nutzen jetzt schon bald die Waage, es gibt keinen Mehrwert, keinen Effektiv-Nutzen mehr.

Und jeden Tag kommen 200.000 neue Erdölkonsumenten hinzu.

Da MUSS der Preis doch in den Himmel steigen, was sonst.......

Was passierte gegen alle Logik und gegen die Vermutung aus den Schauungen?

Der stürzte ab. Über Jahre mittlerweile.

Derweil ging das Leben bei fast allen den üblichen Gang.

Es ist bei ein paar mehr als sonst eingebrochen worden, ein paar sind angepöbelt worden, am Schulweg stehen jetzt halt mehr Drogenverkäufer als früher, aber das kühle Bier schmeckt dem Otto Normalno noch immer, und Fussball gibts auch in den Glotze.

Und - tatsächlich: die Masse merkt derzeit keinen gravierenden Unterschied.

Es sei denn, man wohnt am sozialen Brennpunkt.

Das wird sich meiner Meinung nach ändern, aber, werden wir das noch erleben?

Wo mein Opa wohnte, wird heute kein deutsches Wort mehr gesprochen. Aber er ist auch längst tot.

Beste Grüsse vom Baldur

im Endeffekt

Hope @, Samstag, 21.05.2016, 21:38 vor 1895 Tagen @ Serenissimus (3780 Aufrufe)

Guten Abend Serenissimus,

im Endeffekt ist eine Schauung, oder wie auch immer man es nennen mag, erst dann eine, wenn sie auch eingetroffen ist. Vorher mag man daran glauben, oder auch nicht.
Da man hier im Forum versucht, solche Dinge rational zu betrachten, und zu recherchieren, wer von wem abgeschrieben hat (falls es so sei), kommt dabei raus, dass eben vielleicht oder auch nicht, wie auch immer, abgeschrieben wurde...oder auch nicht.
:-D

Manchmal denke ich, alles Blödsinn, ein andermal: hm...interessant. Dann wiederrum: wieso abgeschrieben? vielleicht das gleiche gesehen?

Wie auch immer: wir werden es erst dann erfahren, wenn es nachweisbar eingetroffen ist.

lg
Hope

bis dahin: einfach sein Leben leben, Apfelbäume pflanzen und die Äpfel dann essen.:ok:

--
Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

Avatar

Schauungen & Prophezeiungen sortieren

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 22.05.2016, 13:01 vor 1895 Tagen @ Hope (4124 Aufrufe)

Hallo!

Man muß meines Erachtens schlichtweg trennen zwischen Schauungen und Prophezeiungen.

Wenn jemand Angaben zu seiner Begabung machen kann, wann und auf welche Art er Schauungen hat und diese Wahrnehmungen beschreiben kann, haben wir es vermutlich mit authentischen Schauungen zu tun.

Ob es sich dabei auch wirklich um Zukünftiges handelt, oder ob ledigiglich angelesenes Wissen verarbeitet wurde, bzw. ob die Informationen womöglich aus einer anderen zweifhaften Quelle (etwa Channeling mit Geistwesen) stammen, ist eine andere Frage.

Wenn allerdings keine Schauungsbeschreibung vorliegt und jemand trotz Nachfragens keine bieten kann (wie es bei Maria S. zu sein scheint), haben wir es vermutlich nicht mit Schauungen zu tun. Solche Leute bleiben recht unspezifisch, schildern allgemeines statt konkreten Geschehens oder versteigen sich gar in den Angaben von Hintergründen und Handlungsmotivationen. Das sind halt Prophezeiungen im Sinne des etymologischen Ursprungs des Wortes, also Wortaussagen und Behauptungen.

Bei den meisten älteren Quellen (wenigstens bis einschließlich Irlmaier) überwiegt der Prophezeiungsanteil den Schauungsanteil bei weitem.
Historisch wurde zwischen Schauungen und Prophezeiungen gar nicht unterschieden. Das landete alles im selben Topf, weswegen man heute nur noch mutmaßen kann, welche Aussagen einen seherischen Ursprung haben könnten.
Trennt man aber zwischen beiden, hat man die gedankliche Grundlage, um Sinn von Unsinn zu trennen. An Prophezeiungen muß man nämlich ganz andere Fragen stellen als an Schauungen.

Prophezeiungen: Wo hat der Aussagende seine Inhalte her? Welche kulturellen, literarischen, religiösen Vorlagen hatte er?

Schauungen: Wie ist die Begabung? Wie äußern sich die Schauungen? Wie oft wurde gesehen? Was wurde gesehen? Wie werden die Bilder interpretiert?

Wenn sich bei Prophezeiungen die Aussagen decken, ist Abschreiben wahrscheinlicher. Wenn sich bei Schauungen die Bilder decken, ist wahrscheinlicher, daß gleiches/ähnliches gesehen wurde.

Ich würde bei Prophezeiungen so vorgehen, zunächst alles Abgeschriebene auszusondern und den Rest, der sich nicht zuordnen läßt, als Aussage mit möglicher seherischer Grundlage zu betrachten.

Bei den neueren Quellen herrscht zum Glück oft der umgekehrte Fall vor: Da überwiegt der Schauungsanteil den prophetisch-interpretativen Anteil und die Personen sind oftmals noch persönlich greifbar, befragbar oder dokumentieren ihre Schauungen selbst.

Gruß
Taurec

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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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