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Ein weiteres Irlmaierplagiat (?) (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 12:13 vor 1745 Tagen 7215 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 12:37

Irlmaier, Vorzeichen/Vorlauf:
=>
1 - Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie
Anmerkung: Eigentlich keine Vorhersage, denn 1959 bereits
Gegenwart und dessen Ende noch längst nicht in Sicht.
Plakat zur Bundestagswahl 1957:
=>
[image]
2 - Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor
3 - Darauf eine Sittenverderbnis wie noch nie
4 - Alsdann kommt eine grosse Zahl fremder Leute ins Land
5 - Es herrscht eine grosse Inflation. Das Geld verliert an Wert
6 - Bald darauf folgt die Revolution
7 - Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen

Sibylle Michalda, (ausgewählte) Vorzeichen/Vorlauf und m.E.
die Vorlage zu obigem "Irlmaier".
Zu:
=>
1 - keine, das war zu Irlmaiers Lebzeiten ja auch bereits Gegenwart... bzw. folgende Vorhersagen aus dem Böhmischen Raum:
* zuvor werden viele Häuser gebaut wie Paläste
* wenn die Bauern mit den gewichsten Stiefeln in der Miststatt stehen
* wenn sich die Bauernleut gewanden wie die Städtischen
und die Städtischen wie die Narren
2 - ... wenn die Menschen gottlos sein werden ...
3 - Weiber werden ihren Körper halbnackt zur Schau tragen ...
wenn junge Leute von dreizehn und fünfzehn Jahren heiraten
und sich bald wieder scheiden lassen ...
daß die Menschen an den üblichen rauschenden Vergnügungen
nicht genug haben und daher auch noch in der Fastenzeit
lärmende Lustbarkeiten abhalten werden
4 - wenn in dem Lande verschiedene unerhörte
und noch nie gesehene Künste und Handwerke entstehen werden,
welche größtenteils fremde Menschen in's Land bringen werden.
Es werden sich viele Fremdlinge in das Land einschleichen,
und sie werden viel Böses und Gott Missfälliges in das Land bringen
5 - wenn im Gelde eine Veränderung geschehen und durch lange Zeit dauern wird ... große Teuerung
eine langsame Veränderung im Geld, die hohe Steuern verursacht
Auch Vorhersage aus dem Böhmischen Raum:
Das Geld aber wird zu Eisen, wenn die Not kommt,
und man wird sich dafür nichts kaufen können. (<= Inflation)
6 - die Großen werden einige Männer des Volkes ins Gefängnis setzen lassen, daraus entsteht blutige Schlacht (<= Revolution/Bürgerkrieg)
... große Teuerung , allgemeine Not, Hungersnot, daraus folgend Aufruhr ... die Geistlichkeit wird um ihr Eigentum gebracht
und aus ihren Häusern vertrieben ... die größte Zahl der Herren wird auf dem Altstädter Ring gemordet werden
7 - keine, das hat hat Irlmaier m.E. "Mühlhiasl&Co." entnommen
und entspricht dem damaligen Zeitgeist.
Wahlplakate:
[image]

[image]

[image]

Grüße,
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Erstausgabe wohl 1938

Baldur @, Montag, 15. Februar 2016, 12:39 vor 1745 Tagen @ BBouvier 5290 mal gelesen

bearbeitet von Baldur, Montag, 15. Februar 2016, 12:45

Hallo, BB,

von der Sybille scheint es zwei Ausgaben zu geben, 1938 und 1945.

Man darf also annehmen, dass mindestens Adlmaier das kannte, und Irlmaier es über ihn erfuhr.

Adlmaier hat wohl auch Literatur zu Materialisationsphänomenen veröffentlicht und war insofern "sehr tief im Thema".

Beste Grüsse vom Baldur

Randomizers Beurteilung

Baldur @, Montag, 15. Februar 2016, 15:38 vor 1745 Tagen @ Baldur 5071 mal gelesen

Hallo,

das dürfte doch diese Sybille sein?

Geschrieben von randomizer am 05. September 2006 01:28:22:

Als Antwort auf: Quellensuche der 12 Zeichen Sibylle Michaldas geschrieben von Deyvotelh am 04. September 2006 20:47:07:

"Die Prophezeiungen der Sibylle Michalda" sind neuzeitlich (nicht mittelalterlich, schon gar nicht spätantik) und böhmischen ursprungs. von ihnen gibt es KEINE druckschriften vor dem 19. jahrhundert (handschriften kann ich nicht beurteilen).

der früheste erhaltene tschechische druck datiert von 1848 (84 seiten) erschienen bei "Spurný" in Prag. die früheste deutsche version erschien 1850 im verlag "Berger" in Leitomischl. von der leitomischler ausgabe gibt es scheinbar nur noch ein einziges exemplar. alle späteren drucke sind auf tschechisch, mit ausnahme einer ausgabe aus Znaim (ohne jahresangabe, aber um 1870), und den sehr späten neuausgaben aus Kamitz (1936) und Wien (1948).

Offiziell ist die Proph von 1868

wo steht denn das?
1868 muß ein tippfehler sein, die nachweisbaren drucke datieren von 1848, 1861, 1863, 1886 ..bzw. später

von hier

Beste Grüsse vom Baldur

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1868?

BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 16:16 vor 1745 Tagen @ Baldur 5033 mal gelesen

Offiziell ist die Proph von 1868


wo steht denn das?
1868 muß ein tippfehler sein, die nachweisbaren drucke datieren von 1848, 1861, 1863, 1886 ..bzw. später

Hallo, Baldur!

Fred Feuerstein:
=>
<"Hallo zusammen,
Ich habe es ja fast nicht mehr gewagt dran zu glauben,
aber nach langer Zeit der Suche habe ich über einen Dokumentenlieferdienst eine 64-seitige Faksimile der Druckausgabe
von 1868 (m.E) bekommen!!
Indizien, dass es sich um eine der wenigen erhaltenen vollständigen Ausgaben von 1868 handelt:...">

http://216.194.92.47/forum/messages/11919.htm

Beste Grüße!
BB


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Michalda 1850

Taurec ⌂ @, München, Montag, 15. Februar 2016, 16:25 vor 1745 Tagen @ BBouvier 4996 mal gelesen

bearbeitet von Forumsleitung, Dienstag, 16. Februar 2016, 09:27

Hallo!

"1868" ist ein Druckfehler, der sich wohl bei KLL eingeschlichen hat. Das Buch gibt es wahrscheinlich gar nicht, wofür die denkbar kurze Quellenangabe "Prophezeiung der Sibylle (1868)" spricht.

Was Fred damals hochgeladen hat, war:

Berger, Franz (Drucker): Die Sibyllinischen Bücher, oder: Die Prophezeiung der Königin Michalda von Saba der 13. Sibylle. Leitomischl 1850.

Hier nochmal die komplette Datei. [Korrektur: Es handelt sich um einen Druck von 1948]

Eine ältere deutsche Quelle zur Michalda gibt es meines Wissens nicht. Eine tschechische Ausgabe ist zwei Jahre älter.

Darüber hinaus habe ich noch die Angabe:

Schönsperger, Johann: Sybilla || Die dreyzehend Sybilla || Ein küngin von Sabba || Die vor langer zytt || Zukünfftig geschicht || Zu erkennen gydt. Augsburg 1515.

Habe ich nie gesehen. Der Inhalt dürfte ein ganz anderer sein. Vergleichbar etwa dem blinden Jüngling von 1645 im Vergleich zur Erbsteinfassung von 1956, wobei der Erbstein-Jüngling eine Fälschung ist und die Michalda von 1848/50 eine Zusammenfassung von Volkssagenfragmenten, die durchaus etwas Wahres an sich haben könnten.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Sibylle und ihre Schwestern

Ulrich ⌂ @, Germering, Montag, 15. Februar 2016, 22:57 vor 1745 Tagen @ Taurec 4854 mal gelesen

Hallo Taurec,

Eine ältere deutsche Quelle zur Michalda gibt es meines Wissens nicht. Eine tschechische Ausgabe ist zwei Jahre älter.

"Michalda" fällt in der Schreibweise aus dem Rahmen. Die übliche Bezeichnung ist "Nichaula":

Burghart Wachinger (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, Band 8
https://books.google.de/books?id=j977IqbDPmsC&pg=RA4-PT276&lpg=RA4-PT276&dq=sibylle+nichaula

Rolf Götz: Die Sibylle von der Teck: die Sage und ihre Wurzeln im Sibyllenmythos (1999):
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/goetz1999/0041

Georg Witzel: De arbore bona, Antichristo, intercessione Diuorum, deque Ieiunio, & mortis... (1564):
https://books.google.de/books?id=MQ5Mz0tqPEsC&pg=PA15&lpg=PA15&dq=sibylle+nichaula

Zwölff Sibyllen weis-sagungen Vil wunderbarer Zukünfft Von anfang biß zu end der Welt besagende, Der Künginn von Saba Küng Salomon gethane Propheceien, Franckfurt (1531):
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00028987/images/index.html?id=00028987&groesser=&fip=xdsydeayaxsxdsydweayawenxdsydxdsyden&no=12&seite=39

P. Heitz: Oracula Sibyllina (1903)
https://archive.org/details/oraculasibyllin00gallgoog
S.15 (S.26 des pdf-Dok.)

Darüber hinaus habe ich noch die Angabe:
Schönsperger, Johann: Sybilla || Die dreyzehend Sybilla || Ein küngin von Sabba || Die vor langer zytt || Zukünfftig geschicht || Zu erkennen gydt. Augsburg 1515.
Habe ich nie gesehen. Der Inhalt dürfte ein ganz anderer sein.

eine ältere Ausgabe:

Zwölf Sibyllen Weissagungen : Welche Viel wunderbare Zukunft von Anfang bis zu Ende der Welt angedeutet haben ; Wie auch der Königin von Saba Prophezeihung, welche sie dem König Salomon gethan ; Nebst unterschiedlichen Vorbedeutungen, Zeichen und Vermahnungen vor dem jüngsten Tag, kurz aus der Schrift gezogen ; Zuvor niemals also gedrukt, jezo mit Figuren und einer Vorrede versehen
Erschienen [S.l.], 1790 http://vd18.de/de-sub-vd18/content/titleinfo/33060517

Inhalt: http://vd18.de/de-sub-vd18/content/structure/33060517

Kapitel "Die Zeichen vor dem jüngsten Tag": http://vd18.de/de-sub-vd18/content/pageview/51913855 u.f.S.

Titel und Gliederung stimmen bei flüchtiger Durchsicht mit einer weiteren Ausgabe von 1531 überein. Zu einem genauen Textvergleich kann ich mich auch bei dreizehntägigem Dauerregen nicht überwinden:

Zwölff Sibyllen weissagungen Vil wunderbarer Zukünfft Von anfang biß zu end der Welt besagende, Der Künginn von Saba Küng Salomon gethane Propheceien, Franckfurt, 1531
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00028987/images/index.html?id=00028987&groesser=&fip=xdsydeayaxsxdsydweayawenxdsydxdsyden&no=3&seite=5

Kapitel "Nichaula":
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00028987/images/index.html?id=00028987&groesser=&fip=xdsydeayaxsxdsydweayawenxdsydxdsyden&no=25&seite=39
u.f.S.


Laut Rolf Götz geht der Sibyllen-Status der "Königin von Saba" auf eine Verwechslung zurück: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/goetz1999/0122 (S. 118) Der ihr ursprünglich zugeschriebene Text kündigte den Weltuntergang für das Jahr 1321 an: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/goetz1999/0123 (S. 119)

Falls jemand tiefer graben will:

Zum ersten und zweiten Buch der Sibyllinischen Weissagungen:
http://gen.lib.rus.ec/book/index.php?md5=3d773c0308ed18be9b3b2298ab056545

Geffcken, Johannes: Die Oracula sibyllina. (1902)
https://archive.org/details/dieoraculasibyl02geffgoog

Friedlieb, Joseph Heinrich: Die sibyllinischen Weissagungen vollstaendig gesammelt nach neuer Handschriften-Vergleichung. (1852)
https://archive.org/details/MN40022ucmf_7

Heitz, Paul: Oracula sibyllina (Weissagungen der zwölf Sibyllen) nach dem einzigen, in der Stiftsbibliothek von St. Gallen aufbewahrten Exemplare. (1903)
https://archive.org/details/oraculasibyllin00gallgoog

Kurfess, Alfons: Zum V. Buch der Oracula Sibyllina.
http://uni-koeln.de/phil-fak/ifa/rhm/099/Kurfess.pdf

darin erwähnt:
Kugler, Franz Xaver: Sibyllinischer Sternkampf und Phaëthon in naturgeschichtlicher Beleuchtung. (1927)
https://archive.org/details/MN40024ucmf_4

Gruß
Ulrich

die dt.-böhmischen Originalquellen der Sibylle Michalda (1850-1948)

randomizer @, Dienstag, 16. Februar 2016, 00:41 vor 1745 Tagen @ Taurec 4974 mal gelesen

bearbeitet von randomizer, Dienstag, 16. Februar 2016, 01:05

Hallo Taurec!

"1868" ist ein Druckfehler, der sich wohl bei KLL eingeschlichen hat. Das Buch gibt es wahrscheinlich gar nicht, wofür die denkbar kurze Quellenangabe "Prophezeiung der Sibylle (1868)" spricht.

Vor zehn Jahren hielt ich "1868" zwar noch für einen Tippfehler und tatsächlich ist heute kein Exemplar mehr mit dieser Jahreszahl erhalten, allerdings existiert eine undatierte Ausgabe von M. F. Lenk in Znaim, die laut den Verlagsanzeigen ziemlich genau in diese Zeit fällt (1869 +/- 1 Jahr), daher würde ich KLLs Jahresangabe inzwischen nicht mehr tadeln.

Was Fred damals hochgeladen hat, war:

Berger, Franz (Drucker): Die Sibyllinischen Bücher, oder: Die Prophezeiung der Königin Michalda von Saba der 13. Sibylle. Leitomischl 1850.

Nein, das ist so nicht richtig: schade, daß Du den alten Irrtum aufwärmst, obwohl ich die fälschliche Rückdatierung seinerzeit schon korrigiert hatte. Fred hatte seine Kopie von dem Exemplar aus Göttingen; jenes Ex. entbehrte die Jahresangabe, im Göttinger Bibliothekskatalog steht zwar "[19. Jh.]", das ist aber falsch, denn dieses Exemplar (Dein Scan) wurde tatsächlich erst 1948 bei Hegenauer in Wien gedruckt. Fred war damals so übermütig, das undatierte Göttinger Ex. auf Basis von KLLs Angabe selbständig auf 1868 zu datieren, was einfach nicht stimmt (BBouvier hat Freds Irrtum ja auch gerade wieder exhumiert).

Hier nochmal die komplette Datei.

Dein Link enthält die Wiener Ausgabe von 1948, ich erwarte, daß Du den Dateinamen korrigierst, um nicht weitere Verwirrung zu stiften.

Eine ältere deutsche Quelle zur Michalda gibt es meines Wissens nicht. Eine tschechische Ausgabe ist zwei Jahre älter.

Die echte Leitomischler Ausgabe (also nicht die von Dir verlinkte) von 1850 ist tatsächlich der älteste deutschsprachige Druck dieser späten böhmischen Kollationen. Die tschechischen Drucke (ab 1840er) mal ausgeklammert, kenne ich folgende Originalausgaben (allesamt sehr selten):

  • 1850 - Die Sibyllinischen Bücher oder die Prophezeihung der Königin Michalda von Saba, der XIII. Sibylle. (Franz Berger) Leitomischl 1850 (63 Seiten), einziges Exemplar: Archiv Fuenfgiebelhaus in Rostock
  • 1860~ - Prophezeihung der Michalda Königin von Saba 13. Sibylla. (Augusta) Leitomischl o. J. (um 1860?) (72 Seiten), einziges Exemplar: Privatbesitz
  • 1863 - Prophezeihung der Michalda Königin von Saba 13. Sibylla. (Augusta) Leitomischl 1863 (47 Seiten), ein Ex. in der Nationalbibliothek in Prag und ein antiquar. Ex. in Wien
  • 1869~ - Die sibyllischen Bücher, oder: Die Prophezeihung der Königin Michalda v. Saba, der XIII. Sibylle. (Lenk) Znaim o. J. (ca. 1869 +/- 1 Jahr) (68 Seiten), ein Exemplar in der Nationalbibliothek in Wien, ein weiteres in Privatbesitz
  • 1936 - Prophezeiung der Michalda Königin von Saba, 13. Sibylle! (Tengler) Kamitz 1936 (36 Seiten), ein Exemplar in der DNB Leipzig, eines in der Nationalbibliothek in Prag
  • 1945~ - Die echte Weissagung der Sibylle bis in unsere Tage : nach einer uralten Handschrift in Familienbesitz. St. Pölten o. J. (ca. 1945) (32 Seiten)
  • 1948 - Die Sibyllinischen Bücher, oder: die Prophezeiung der Königin Michalda von Saba, der XIII. Sibylle. (Hegenauer) Wien 1948 (64 Seiten)

[image]
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Viele Grüße,
randomizer

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1850 vs. 1948

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 16. Februar 2016, 09:24 vor 1744 Tagen @ randomizer 4708 mal gelesen

Hallo!

Entspricht die von Fred hochgeladene Version von 1948 derjenigen von 1850 oder gibt es inhaltliche Unterschiede?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

interessantes Detail

Baldur @, Montag, 15. Februar 2016, 17:59 vor 1745 Tagen @ BBouvier 4793 mal gelesen

Hallo, BB,

vielen Dank, Du hast eine vorbildliche Archivierung!

In Freds Zusammenfassung steht (ganz unten):

Die Gewässer aus den Tiefen der Erde werden hervortreten und brennen

Wird in der Natur vermutlich nie vorkommen, es sei denn, es gab dort zuvor Fracking......

Beste Grüsse vom Baldur

Angebot

Sagitta @, Montag, 15. Februar 2016, 22:32 vor 1745 Tagen @ Baldur 4731 mal gelesen

Guten Abend, mir liegt vor eine literaturgeschichtliche Untersuchung der böhmischen Prophezeiungen von einem k&k Historiker (1853-1916). Es handelt sich um 47 kleinformatige Seiten, in denen die gesamten in Böhmen umlaufenden Voraussagen untersucht, verglichen und geordnet werden. Gerne stelle ich einen Scan oder eine Kopie zur Verfügung, wenn jemand bereit wäre, das Büchlein zu beschreiben, seine zentralen Aussagen zu übersetzen - und diese Resultate dann hier einzustellen. MfG, Sagitta

@ Sagitta (ed.)

Ulrich ⌂ @, Germering, Montag, 15. Februar 2016, 23:15 vor 1745 Tagen @ Sagitta 4738 mal gelesen

bearbeitet von Ulrich, Montag, 15. Februar 2016, 23:24

Hallo Sagitta,

Gerne stelle ich einen Scan oder eine Kopie zur Verfügung...

gibt es schon, ist aber schwer zu finden, weil der Titel beim Einstellen verstümmelt wurde:
https://archive.org/details/eskproroctvk00menuoft


Vielleicht interessiert Dich das:

Florian Ellinger: "Ferdinand Menčík und sein Wirken in Wien."
http://othes.univie.ac.at/18932/1/2012-02-29_0506350.pdf

Gruß
Ulrich

ps:
von Tschechien nach Polen ist es nicht weit ;-)
"Przepowiednie przyszłości, czyli księga sybilinska." (1915)
https://archive.org/details/przepowiedniepr00unkngoog

Ausgabe 1916

Sagitta @, Dienstag, 16. Februar 2016, 22:49 vor 1744 Tagen @ Ulrich 4699 mal gelesen

Hallo Ulrich,

vielen Dank! Gerade hab ich die beiden Büchlein verglichen. Das mir vorliegende ist von 1879, also Erstausgabe. Das von Dir verlinkte scheint von letzter Hand zu sein. Es enthält etwas mehr Text, sowohl in der Einleitung, als auch in den wörtlichen Wiedergaben des Volksgutes. Zum Beispiel ist in der Ausgabe von 1916 der "Blinde Jüngling" drin (in der alten Version, wie wir sie schon kennen), der in der Erstausgabe 1879 nicht enthalten war. Wenn jemand die Thematik studieren wollte, so wäre ihm also Text aus dem Jahr 1916 zu empfehlen. Ein paar Stichproben (übersetzt mit Google.Translate) lassen mich aber vermuten, dass der Ertrag nicht spektakulär sein wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Sagitta

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Prager Marktplatz und "Inflation"

BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 15:01 vor 1745 Tagen @ BBouvier 5039 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 15:08

Zwei Nachträge:

1.

<"Die größte Zahl der Herren wird auf dem Altstädter Ring gemordet werden.">

Dabei Handelt es sich um den zentralen Marktplatz Prags:
=>
[image]

... und die Aussage dürfte eher symptomatisch zu verstehen sein.

Siehe Rill/Feldpostbriefe:
=>
"Das Volk steht auf mit den Soldaten.
Denn es kommt die ganze Lumperei auf und es geht wild zu in den Städten.
Er sagte, man soll unter dieser Zeit kein Amt
oder dergleichen annehmen, alles kommt an den Galgen ..
.">

2.

<"Das Geld aber wird zu Eisen, wenn die Not kommt,
und man wird sich dafür nichts kaufen können
.">

Bei derlei und Varianten handelt es sich um Fälschungen "ex eventu"
aus der Inflationszeit der Weimarer Republik,
die zwar nur rein fiktiven "Propheten" (Mühlhiasl&Co.) angedichtet wurden,
jedoch bis in die jüngste Gegenwart hielt man sie noch für
"echte Prophezeiungen" ... so eben auch Irlmaier und dessen
Verleger Adlmeier, die irrig vermeinten, das käme ja wohl noch.

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Meine zwei Groschen

Malbork @, Montag, 15. Februar 2016, 15:06 vor 1745 Tagen @ BBouvier 4873 mal gelesen

Hallo,

ob nun Plagiat oder nicht, jedenfalls koennte man im Jahre 1959 (und schon garnicht 1945 oder 1938) eine solch geradezu in der Chronologie treffliche Aufzaehlung beim besten Willen nicht aus dem Hut zaubern. Gut, beim genannten 1. Punkt moechte ich Dir noch recht geben, dass das 1959 absehbar war, aber der Rest?

2 - Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor
3 - Darauf eine Sittenverderbnis wie noch nie
4 - Alsdann kommt eine grosse Zahl fremder Leute ins Land
5 - Es herrscht eine grosse Inflation. Das Geld verliert an Wert
6 - Bald darauf folgt die Revolution
7 - Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen

Zukunftsforscher oder solch helle Geister wie Spengler koennten im Jahre 1959 ansatzweise eine solche Aufzaehlung bringen, aber doch nicht bitte "einfache"
Menschen wie Irlmaier oder Sybille. Bis zum Beginn der Sittenverderbnis und dem Glaubensabfall waren es damals noch mindestens 10 Jahre (68er Revolte).

Gruss
Malbork

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(Fast) alles schon dagewesen und nur geklaut

BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 15:48 vor 1745 Tagen @ Malbork 5132 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 15:56

Hallo, Malbork!

Das sehe ich nicht so.
"Absehbar" ist nämlich doch gar nicht das Thema, weil es
sich dabei rein um die Repetition der Vorlage
"Sibylle Michalda" , wie oben aufgeführt, handelt.
Vor allem diese rein fiktive "Sibylle" ist die Grundlage
für untiges Irlmaierecho:

2 - Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor

Zitat:
"Das sichere Zeichen im Hinblick auf die Wiederkunft von Jesus
Christus zur Entrückung ist der „Abfall“.
Er wird als große Apostasie der Kirche beschrieben,
was zur Folge hat, dass nur ein Überrest von wahren Gläubigen
bei der Entrückung dabei sein wird.
Sehen wir schon Anzeichen für diesen Glaubensabfall?
Die derzeitigen Ereignisse zeigen auf, dass wir bereits
dort angelangt sind und dass es fünf deutliche Zeichen
dafür gibt, dass die Apostasie gerade geschieht."

3 - Darauf eine Sittenverderbnis wie noch nie

Zitate:
"Welche Methoden werden vom Antichristen und vom falschen Propheten eingesetzt, um die Leute zu verführen?
Die „verderblichen Sekten, die den Herrn verleugnen…” (2 Petrus 2,1-3), die Spötteleien gegen den Glauben (2 Petrus 3,3-7), die Sittenverderbnis (2 Timotheus 3,1-5)."
Sittenverderbnis als Zeichen der Endzeit:
"Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. (1. Timotheus 4.1) 2 Denn es werden Menschen sein, die viel von sich halten, geizig, ruhmredig, hoffärtig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich, 3 lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unkeusch, wild, ungütig, 4 Verräter, Frevler, aufgeblasen, die mehr lieben Wollust denn Gott, 5 die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide."

<"Bis zum Beginn der Sittenverderbnis und dem Glaubensabfall
waren es damals noch mindestens 10 Jahre (68er Revolte).
">

Merke:

Glaubensabfall und Sittenverderbnis sind doch seit fast 2.000 Jahren
die vorhergesagte Basis und das (!) Kennzeichen der nahen Endzeit!

4 - Alsdann kommt eine grosse Zahl fremder Leute ins Land

Das ist allerdings faszinierend!
...Jedoch hat Irlmaier auch das doch nur bei der "Sibylle" geklaut!!

5 - Es herrscht eine grosse Inflation. Das Geld verliert an Wert

Dabei handelt es sich um "Prophezeiungen" ex eventu
aus der Inflationszeit der Weimarer Republik,
die frei erfundnen "Propheten" damals angedichtet wurden.
Was Irlmaier jedoch nicht klar war und er diese
irrig für die Zukunft "prophezeiht".
Ganz abgesehen davon müßte man mir erstmal erklären,
wie eine "Inflation" in einer Schau wohl optisch (!) aussieht! :-D

6 - Bald darauf folgt die Revolution

Die schier unzähligen frz. Prophezeiungen des 19. Jahrhunderts,
die Irlmaier und Adelmeier bestens bekannt waren,
haben doch überhaupt nur dieses Thema!

7 - Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen

Basis für Irlmaier:
- die Feldpostbriefe, die Irlmaier bekannt waren...sogar fast wörtlich!
<"Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen...">
- vereinzelte frz. Prophezeiungen
- ... und viele andere mehr ...

Das ist wieder mal so ein "Irlmaier" für die => :tonne:

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Inflation ist kein Echo von 1923

Taurec ⌂ @, München, Montag, 15. Februar 2016, 16:57 vor 1745 Tagen @ BBouvier 4805 mal gelesen

Hallo!

5 - Es herrscht eine grosse Inflation. Das Geld verliert an Wert


Dabei handelt es sich um "Prophezeiungen" ex eventu
aus der Inflationszeit der Weimarer Republik,
die frei erfundnen "Propheten" damals angedichtet wurden.
Was Irlmaier jedoch nicht klar war und er diese
irrig für die Zukunft "prophezeiht".
Ganz abgesehen davon müßte man mir erstmal erklären,
wie eine "Inflation" in einer Schau wohl optisch (!) aussieht! :-D

Die "Teuerung" ist allerdings ebenfalls ein uraltes Motiv, das sogar schon bei Nostradamus vorkommt und ihr Echo in vielen Volkssagen hat:
Nostradamus III/34, Teuerung, Volkssage

Unter anderem auch bei Sibylle Michalda:

"Das achte Zeichen wird sein, wenn im Gelde eine Veränderung geschehen und durch lange Zeit dauern wird, dabei auch große verschiedene, unerhörte und unerträgliche Steuern und Abgaben eingeführt werden."

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Hat Irlmaier übehaupt selbst Schauungen zur "Weltenwende" gehabt?

Explorer @, Montag, 15. Februar 2016, 16:31 vor 1745 Tagen @ BBouvier 5007 mal gelesen

Hallo BBouvier,

Wenn auch die Aufzählung gar nicht von Irlmaier gesehn wurde, sondern nur eine abgewandelte ältere Prophezeiung ist, was hat Irlmaier den wirklich selbst gesehen?

Hat er überhaupt etwas zu dem Thema gesehen, oder wollte er sich nur wichtig machen oder Bücher verkaufen?

Hatte er ein Motiv, zum Lügen?


Blicke langsam nicht mehr durch :-|

Beste Grüße
Explorer

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Zu "Irlmaier" - "On ne se moque pas impunément du chevalier blanc!"

BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 17:24 vor 1745 Tagen @ Explorer 5053 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 17:36

Hallo, Explorer!

Wenn auch die Aufzählung gar nicht von Irlmaier gesehen wurde, sondern nur eine abgewandelte ältere Prophezeiung ist,
was hat Irlmaier den wirklich selbst gesehen?

Diesbzüglich sei mir ein Zitat aus der Reihe der köstlichen
Bücher "Le Petit Nicolas"
[image]
gestattet, wo die Buben in einer Erzählung eine Ritterrunde gründen
und einer sagt:
"On ne se moque pas impunément du chevalier blanc!"
=>
"Niemand macht sich ungestraft über den weißen Ritter lustig!"

So etwa.
Für Manche (besonders für Laien) gleicht Irlmaier
schier einem Säulenheiligen.

[image]

Andere gehen davon aus, daß Irlmaier zwar im persönlichen Bereich
ganz erstaunliches leistete, es sich bei seinen Aussagen zum "Weltgeschehen"
jedoch fast durchweg nur um nachfabulierte Aussagen Anderer handelt.
Wobei gar nicht klar ist, inwieweit sein Verleger Adlmeier
mit ihm unter einer Decke steckte - als selbst freischaffender "Künstler".

Eine objektiv nachvollziehbare und klare Unterscheidung zwischen
- tatsächlich selbst gesehenem
und
- nachfabulierten älteren Texten
... ist häufig gar nicht machbar und kann nur auf Indizien abheben,
die das eine oder andere da naheliegend erscheinen lassen.

Hat er überhaupt etwas zu dem Thema gesehen

Das wissen wir leider nicht so richtig ...
Manches wohl schon, beispielsweise die Vernichtung Landaus
durch einen Impakt, den Irlmaier irrig für eine "Atomrakete" hielt.
Jedoch insgesamt wohl eher wenig bis sehr wenig.

oder wollte er sich nur wichtig machen oder Bücher verkaufen?

Adlmeier wollte sicherlich "verkaufen"!
Irlmaier fühlte sich von ungebeten Besuchern/Fragenden
zwar belästigt, redete jedoch mit Freunden und Bekannten
offensichtlich gern und lang über künftige Ereignisse.
Allerdings habe ich dasselbe Steckenpferd, und falls
in einem Restaurant mal Jemand am Nebentisch so einer
Unterhaltung lauschen würde, dann hielte der mich (!)
sicherlich für einen begnadeten Seher:
Du verstehst?

Hatte er ein Motiv, zum Lügen?

1.
Irlmaier war ein rechtens vorbestrafter Betrüger.
2.
Ein Lügner braucht zum Lügen genausowenig ein "Motiv"
wie Jemand, der ein Kleptomane ist, zum Diebstahl.
3.
Immerhin ist es ja vielleicht sehr befriedigend,
wenn man eine Berühmtheit ist ...

Blicke langsam nicht mehr durch :-|

Ja.
Stimmt.
Ich diesbezüglich ebenfalls nicht so recht ...
Es lassen sich da nur halbwegs plausible Hypothesen
zu den jeweils einzelnen (!) Behauptungen Irlmaiers aufstellen:
Wobei Blauäugigkeit sicherlich fehl am Platze ist!

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Glaubwürdigkeit Irlmaiers

Dannylee @, Dienstag, 16. Februar 2016, 13:06 vor 1744 Tagen @ BBouvier 4784 mal gelesen

Blicke langsam nicht mehr durch :-|


Ja.
Stimmt.
Ich diesbezüglich ebenfalls nicht so recht ...
Es lassen sich da nur halbwegs plausible Hypothesen
zu den jeweils einzelnen (!) Behauptungen Irlmaiers aufstellen:
Wobei Blauäugigkeit sicherlich fehl am Platze ist!

Grüße!
BB


Hallo, BB,


Allerdings gibt es von keinem anderen Seher, keiner anderen Seherin so präzise
Angaben über gefährdete und (halbwegs) sichere Gebiete wie von Irlmaier.
Wem soll man denn noch vertrauen?

Freundliche Grüße

Dannylee

wem soll man noch vertrauen

Baldur @, Dienstag, 16. Februar 2016, 13:41 vor 1744 Tagen @ Dannylee 4795 mal gelesen

Hallo, Dannylee,

Allerdings gibt es von keinem anderen Seher, keiner anderen Seherin so präzise
Angaben über gefährdete und (halbwegs) sichere Gebiete wie von Irlmaier.
Wem soll man denn noch vertrauen?

gute Frage....

Angaben, ja, aber beruhen Sie auf Schauungen, oder darauf, was naheliegend erschien, oder er sich halt so dachte?

1958 mag die Donau noch eine schwierig zu nehmende Barriere gewesen sein, weil im Falle von Brückensprengungen der Brückenschlag ja durch die Bundeswehr oder die Besatzungstruppen gestört worden wäre.

Im Jahr 2016 würden weder Brücken gesprengt, noch gäbe es Störungsaktionen gegen den Bau von Pontonbrücken.

Damit ist sehr fraglich, ob die Donau wirklich nicht überschritten würde / werden könnte.

BB hat dazu sicherlich eine fachkundigere Antwort parat.

Soviel zu: "südlich vom blauen Wasser kommen sie nicht".

Dann zum Saurüssel/Altötting, damals war da wirtschaftlich und strategisch nichts los, also warum sollte man das erobern, und ausserdem war Irlmaier gläubiger Katholik, der Wallfahrtsort Altötting kann ja wohl nicht ernsthaft unter Feindbesetzung leiden, wenn Gott höchstpersönlich die pöhsen Russkis am Rhein aufhalten tut.

Wissen, Schauung, oder halt so ne Überlegung?

Die Feldpostbriefe besagen, "bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht und vernichtet.. Von der Isar an wird den Leuten kein Leid mehr geschehen, und es wird nur Not und Elend hausen".
Ferner, "Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen und zwar im Süden bis Chiemgau".

Das stützt Irlmaiers Vorstellung nicht unbedingt, finde ich, von Altötting bis ins Chiemgau ist es nicht weit, und Altötting liegt in Inn-Nähe.

Gut, vielleicht ist auch Rills Erinnerung schlecht oder die Quelle der Feldpostbriefe irrt. Nichts gewisses weiss man nicht.

Da hilft nur, sich selbst mal eine Landkarte zur Hand zu nehmen, und nachzudenken. Vor allem unter dem Blickwinkel, dass es eben keinerlei funktionierende (militärische) Verteidigung mehr gibt, jedoch angebliche "Freunde" oder Verbündete durchaus Interessen haben könnten, einem buchstäblich in den Rücken zu schiessen oder Bomben auf die wirtschaftliche Konkurrenz zu schmeissen.

Seit Irlmaiers Fünfziger Jahren hat sich das Land vollkommen gewandelt, und wird in den letzten Monaten zudem nochmals völlig auf den Kopf gestellt.

Vielleicht bist Du in einem kleinen Ort in dieser Gegend vor den mutmasslichen Invasionsstreitkräften sicher, aber garantiert das auch sonst Deine persönliche Sicherheit und Unversehrtheit, wenn es dort anderweitig Konfliktpotential gibt?

Ich würde auf Irlmaier bzw. "sichere Gebiete" nicht mehr wetten.

Beste Grüsse vom Baldur

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Bis zur Donau (runter!) alles vernichtet

BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 16:04 vor 1744 Tagen @ Baldur 5142 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 16:21

"Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht
und vernichtet.. Von der Isar an wird den Leuten
kein Leid mehr geschehen, und es wird nur Not und Elend hausen
."

Hallo, Baldur!

Dieses Gebiet, in dem dann alles vernichtet und dem Erdboden
gleich gemacht
ist, reicht von Norden her (!) bis an die Donau
und bis an die Mündung des Inns im Süden!
Die Ursache dessen dürfte das Blasen der Böhmischen Caldera sein.
Wie sollten wohl auch aus Böhmen Richtung Frankreich
durchrollende
Militärkolonnen ein Gebiet von mehr als 10.000 Quadratkilometern (!)
"dem Erdboden gleich machen" können?

Der Inn mündet bei Passau in die Donau.
[image]

Der "Bauer aus Selb" (Ecke Weiden) sagt, bei ihm sei "dann"
von Horizont bis Horizont alles viele Meter hoch verschüttet:
"Mein Dorf ist hinterher völlig verschüttet und verschwunden.
Ich sah bis zum Schneeberg im Fichtelgebirge alles zerstört.
Nur noch Sand wie Dünen in der Sahara...
Kein Haus weit und breit mehr zu sehen,
nur einige verkohlte Baumstümpfe ragen aus dem Sande
."

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Welchen Schauungen vertrauen?

Dannylee @, Mittwoch, 17. Februar 2016, 15:00 vor 1743 Tagen @ Baldur 4739 mal gelesen

Hallo, Dannylee,

Allerdings gibt es von keinem anderen Seher, keiner anderen Seherin so präzise
Angaben über gefährdete und (halbwegs) sichere Gebiete wie von Irlmaier.
Wem soll man denn noch vertrauen?


gute Frage....

Angaben, ja, aber beruhen Sie auf Schauungen, oder darauf, was naheliegend erschien, oder er sich halt so dachte?

1958 mag die Donau noch eine schwierig zu nehmende Barriere gewesen sein, weil im Falle von Brückensprengungen der Brückenschlag ja durch die Bundeswehr oder die Besatzungstruppen gestört worden wäre.

Im Jahr 2016 würden weder Brücken gesprengt, noch gäbe es Störungsaktionen gegen den Bau von Pontonbrücken.

Damit ist sehr fraglich, ob die Donau wirklich nicht überschritten würde / werden könnte.

BB hat dazu sicherlich eine fachkundigere Antwort parat.

Soviel zu: "südlich vom blauen Wasser kommen sie nicht".

Dann zum Saurüssel/Altötting, damals war da wirtschaftlich und strategisch nichts los, also warum sollte man das erobern, und ausserdem war Irlmaier gläubiger Katholik, der Wallfahrtsort Altötting kann ja wohl nicht ernsthaft unter Feindbesetzung leiden, wenn Gott höchstpersönlich die pöhsen Russkis am Rhein aufhalten tut.

Wissen, Schauung, oder halt so ne Überlegung?

Die Feldpostbriefe besagen, "bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht und vernichtet.. Von der Isar an wird den Leuten kein Leid mehr geschehen, und es wird nur Not und Elend hausen".
Ferner, "Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen und zwar im Süden bis Chiemgau".

Das stützt Irlmaiers Vorstellung nicht unbedingt, finde ich, von Altötting bis ins Chiemgau ist es nicht weit, und Altötting liegt in Inn-Nähe.

Gut, vielleicht ist auch Rills Erinnerung schlecht oder die Quelle der Feldpostbriefe irrt. Nichts gewisses weiss man nicht.

Da hilft nur, sich selbst mal eine Landkarte zur Hand zu nehmen, und nachzudenken. Vor allem unter dem Blickwinkel, dass es eben keinerlei funktionierende (militärische) Verteidigung mehr gibt, jedoch angebliche "Freunde" oder Verbündete durchaus Interessen haben könnten, einem buchstäblich in den Rücken zu schiessen oder Bomben auf die wirtschaftliche Konkurrenz zu schmeissen.

Seit Irlmaiers Fünfziger Jahren hat sich das Land vollkommen gewandelt, und wird in den letzten Monaten zudem nochmals völlig auf den Kopf gestellt.

Vielleicht bist Du in einem kleinen Ort in dieser Gegend vor den mutmasslichen Invasionsstreitkräften sicher, aber garantiert das auch sonst Deine persönliche Sicherheit und Unversehrtheit, wenn es dort anderweitig Konfliktpotential gibt?

Ich würde auf Irlmaier bzw. "sichere Gebiete" nicht mehr wetten.

Beste Grüsse vom Baldur

Hallo, Baldur,

danke für die ausführliche Antwort. Ich weiß, absolute Sicherheit gibt's dann
nirgendwo mehr, wenn's hart auf hart kommt. Aber vielleicht bietet mir ein
kleiner Ort im "Saurüssel" oder im südlichen Allgäu doch noch mehr Überlebens-
chancen als hier oben in Norddeutschland. Hier nützen das größte Haus, das größte
Grundstück und die größtmöglichen Vorräte herzlich wenig, wenn am Ende doch
alles absäuft.

Beste Grüße zurückhttps://schauungen.de/forum/images/smilies/smile.gif

Dannylee

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"sichere Gebiete" ?

BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 15:30 vor 1744 Tagen @ Dannylee 5634 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 15:42

Allerdings gibt es von keinem anderen Seher, keiner anderen Seherin so präzise
Angaben über gefährdete und (halbwegs) sichere Gebiete wie von Irlmaier.
Wem soll man denn noch vertrauen?

Freundliche Grüße

Dannylee

Hallo, Dannylee!

Irlmaier fokussiert sich diesbezüglich doch nur auf einen
- von ihm sich (aus)gedachten ? - Dritten Weltkrieg!!

Insofern wackelt diese ganze Sache bereits von vornherein.
Denn der Russische Feldzug - sollte es ihn denn geben -
ist ein veritabler Fliegenschiß im Vergleich zu den alles
vernichtenden Naturkatastrophen und insbesondere dem fatalen Kollaps der Zivilisation!

Irlmaier:
"Da brauchst gar koa Angst haben, Dir passiert gar nix,
überhaupts wir da herinnen, vom Watzmann bis zum Wendelstoa,
uns gschieht nichts, weil uns d’ Mutter Gottes von Altötting schützt..
."

Es benötigt keinerlei hellseherischer Begabung festzustellen,
daß kriegerische Ereignisse weder den Watzmann noch den Wendelstein
[image]
in irgend einer Weise tangieren würden.

Insofern ( "Krieg") ist Irlmaiers Aussage, ganz gleich, ob er sich das
nur gedacht hat, oder aber, ob auf seherischer Basis beruhend,
völlig irrelevant.

Es gibt nur Bereiche - Küsten und wahrscheinlich an Böhmen grenzende Gegenden
sowie auch sämtliche größeren Städte - die absolut fatal sind.
Und noch übler als der Rest Mitteleuropas.

Merke:
Es doch gibt überhaupt keine "sicheren Gebiete"!

Exemplarisch das Achtjährige Mädchen vom Bodensee:
=>
"Papa hat die Fenster des Hauses mit Brettern vernagelt.
Und draußen schießen böse Leute
."

Alpenschäfer Velten:
=>
"Der Himmel liegt trüb und schwer auf der Erde,
als wollte er auf sie hereinfallen.
Alles, was grün war, ist vergelbt und abgestorben,
die Quellen und Bäche, ja selbst die Ströme sind fast ausgetrocknet –
bleich und abgezehrt schleichen die Menschen über die Straßen
und Felder und ringen die abgezehrten Arme über dem Kopfe.
Andere liegen matt und bleich vor den Häusern,
halbe lebendige Gerippe, außer Standes, sich nach Hilfe umzusehen.
Das spärliche Vieh brüllt nach Futter und erfüllt die Luft
mit seinem Jammergeschrei.
Die großen Fabriken stehen leer und still ...
Alle Zucht und Ordnung ist aufgelöst, denn die Not
hat die meisten Menschen verwildert und jeder sucht mit Gewalt
dem anderen den Bissen aus dem Mund zu nehmen...
Wer sich retten konnte, hat nur das nackte Leben gerettet und sucht Schutz
in den Wäldern und verschonten kleinen Hütten."


Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Zweifelhaften Informationen vertrauen

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 16. Februar 2016, 15:36 vor 1744 Tagen @ Dannylee 4780 mal gelesen

Hallo!

Jedoch hat es keinen Sinn einer zweifelhaften Quelle zu vertrauen, nur weil sie als einzige die sehnlichst gewünschte (!) Information anbietet.

"Vertrauen" klingt nach Gehirnausschalten und Anhimmeln.

Man steigt ja auch nicht zu einem Lustmolch ins Auto, der einem Süßigkeiten anbietet, nur weil gerade kein Taxi in der Nähe ist. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Nochmals Irlmaiers Glaubwürdigkeit

Dannylee @, Dienstag, 16. Februar 2016, 16:47 vor 1744 Tagen @ Taurec 4759 mal gelesen

Hallo!

Jedoch hat es keinen Sinn einer zweifelhaften Quelle zu vertrauen, nur weil sie als einzige die sehnlichst gewünschte (!) Information anbietet.

"Vertrauen" klingt nach Gehirnausschalten und Anhimmeln.

Man steigt ja auch nicht zu einem Lustmolch ins Auto, der einem Süßigkeiten anbietet, nur weil gerade kein Taxi in der Nähe ist. ;-)

Gruß
Taurec


Hallo, Taurec,

natürlich will ich nicht ganz ausschließen, dass Irlmaier hier und da falsch
zitiert und interpretiert wurde. Er selbst hatte von der Presse in seinen letzten
Jahren die Nase gestrichen voll. Aber es gab und gibt ja etliche Zeitzeugen, sowohl
im Umkreis seiner Heimatstadt Freilassing und auch im Allgäu, die seine Infos über
sichere bzw. unsichere Gebiete weitergaben und immer noch -geben.
Wenn man überleben will, nützen einem die besten und glaubwürdigsten Schauungen
nichts, wenn diese keine Angaben und Ratschläge zu auch nur halbwegs sicheren Orten
enthalten. Wenn Irlmaier gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Bombentreffer richtig
vorhersagen und dadurch offenbar Menschenleben retten konnte, mögen vielleicht
auch seine Angaben über noch bewohnbare Orte während der kommenden Ereignisse
stimmen. Wer weiß?!

Freundliche Grüßehttps://schauungen.de/forum/images/smilies/smile.gif

Dannylee

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"sichere Orte"

BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 17:06 vor 1744 Tagen @ Dannylee 5006 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 17:13

<"...nützen einem die besten und glaubwürdigsten Schauungen nichts,
wenn diese keine Angaben und Ratschläge
zu auch nur halbwegs sicheren Orten enthalten.
"

Hallo, Dannylee!

1.
Schauungen haben nicht den Sinn, "sichere Orte" auszuweisen,
und sie beinhalten auch keine "Ratschläge".
Ein Zollstock taugt ja auch nicht, Fieber zu messen.

2.
Es gibt keine "sicheren Orte"!
Es gibt "dann" bestenfalls wirklich ganz besonders (!) üble! :-D

3.
Natürlich könnte man "mit Irlmaier" auf den Wendelstein klettern
und ziemlich sicher sein, da keinem russischen Panzer
zu begegnen.*
Frage:
Und was macht man dort, wenn es dann dunkel wird und zu regnen anfängt?

* Nur eben, daß "Panzer" doch überhaupt nicht das Problem sind!!

Gruß,
BB


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Mit dem Schlauchboot in der Sahara

BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 17:31 vor 1744 Tagen @ BBouvier 4961 mal gelesen

Irlmaier hatte keine Ahnung, und - nachdem er in den frz. Schauungen
etwas von "Drei Finsteren Tagen" gelesen hatte - riet er dazu,
man solle sich einfach die Fenster mit schwarzem Papier zukleben.
Logisch:
Dann kann man nicht mehr sehen, was draußen übles vor sich geht.

Seine Idee, "dann" - wegen der Geschehnisse - auf den Watzmann oder den Wendelstein zu klettern,
entspricht Jemandem, der mal ein Buch über einen Schiffbruch gelesen hat
und der dann Einem, der eine Saharadurchquerung plant, empfiehlt,
unbedingt ein Schlauchboot mitzunehmen!

Gruß,
BB


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Quelle bleibt zweifelhaft

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 16. Februar 2016, 18:30 vor 1744 Tagen @ Dannylee 4725 mal gelesen

Hallo!

Wer weiß?!

Ja. Wer weiß. <= Das ist ja das Problem!

Die Quelle ist so undurchsichtig, daß man sich in Teufels Küche bringen könnte, wenn man sich in erster Linie danach richtet.

Man weiß nicht, was Irlmaier zu den einzelnen Orten tatsächlich gesehen hat.

Vielleicht sah er dazu überhaupt nichts und folgert aus dem Nichtvorhandensein von Schauungen darüber, daß dort auch nichts passieren würde. Das wäre die denkbar schlechteste Variante.

Vielleicht glaubt er auch, dort würde nichts passieren, weil die Gegend so schön wäre und außerdem unter dem Schutzmantel Marias sei.

Vielleicht hat er tatsächlich gesehen, daß die Russen nicht bis dortin kämen. Was er aber womöglich nicht gesehen hat, sind die massiven Bergstürze in der Gegend, welche die Alpen pauschal um 1000 Meter niedriger machen und jeden Menschen unter hunderten Metern Schutt begraben.

Kurzum: Es ist alles möglich zwischen: Schauungen nicht vorhanden und Schauungen äußerst lückenhaft.

Es wäre natürlich weitaus besser einzuschätzen, wenn Irlmaier ordentlich und nicht auf Käpt'n-Blaubär-Weise dokumentiert worden wäre.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

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Niederbrombach ist "danach" noch bewohnbar?

BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 18:37 vor 1744 Tagen @ Dannylee 5010 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 18:42

"Angaben über noch bewohnbare Orte...">

Das hat was!
Stelle Dir einfach mal vor, rund um Niederbrombach ist im Umkreis
von 130 Kilometern alles platt, nur Niederbrombach hat sich
mit angesengten Ohren irgendwie durchgerettet und ist noch bewohnbar.
Niederbrombach heute:
=>
[image]
Vorher lebten in obigem Kreis (260 Kilometer Durchmesser)
25 Millionen Menschen.
Zur Zeit hat Niederbrombach 480 Einwohner, nehmen wir mal an,
"danach" noch 371.
Von obigen 25 Millionen hätten 17 Millionen überlebt,
und davon versammeln sich dann 13 Millionen (und Du)
zu den 371 Niederbrombachs, das ja noch bewohnbar ist.
=>
Dann hat Niederbrombach 13 Millionen und 372 Einwohner. :-D

Gruß,
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Person und Schauungen

rauhnacht @, Dienstag, 16. Februar 2016, 20:42 vor 1744 Tagen @ Dannylee 4765 mal gelesen

Hallo,
ich hak hier mal ein, weil ich finde, dass in Deinem Beitrag etliche der Probleme mit Schauungen auftauchen und da steht man dann da und sagt: Wer weiß?
Ich grüble da auch immer rum und versuche im genauen Abtasten des schlammigen Bodens einen halbwegs sicheren Stand für mich hinzukriegen. Wobei mir dies Forum in der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ansichten sehr hilft.:-)

> natürlich will ich nicht ganz ausschließen, dass Irlmaier hier und da falsch
[quote]zitiert und interpretiert wurde.
[/quote]
Das ist mit Sicherheit passiert, aber da ist auch das
1;- Problem: Die Weitergabe und Wortwahl oder Interpretation durch den Seher selbst, und dann Anderer. Das allein ist schon ein Problem für sich und konnte man hier kürzlich auch beim "Bauer von Selb"-Faden sehen. Auch wenn ALLE "aufrichtig" und noch leben, so dass man nachfragen kann, ist das schwierig und ergibt menschliche Verwerfungen und so etwas ähnliches wie Flüsterpost entsteht schon zu Beginn. Da ist gaaaaar keine Schuldzuweisung sonstwohin, so ist das halt.

Er selbst hatte von der Presse in seinen letzten
[quote]Jahren die Nase gestrichen voll.
[/quote]

Nicht nur davon, vor Gericht wegen Betrugsvorwürfen zu stehen, ist auch übel. Da ging es m.W. um Naherwartungen ( Achtung, das ist eine wichtige!!Unterscheidung )und schon da musste er sich rechtfertigen.So etwas, ob berechtigt oder unberechtigt, hinterlässt Spuren in der Person des Sehers gemäß seiner Persönlichkeit.
Nicht vergessen darf man ,UND DAS WIRD SO LEICHT VERGESSEN, ist die Reaktion auf solch einen Menschen von den Anderen in auch direkt umgebenden Anderen. "Wenn der weiß, was mit meinem Anverwandten auf dem Foto passiert ist, weiß der-------womöglich auch von meinen Schatten im Keller, mögen sie auch noch so klein sein"
Solch ein Mensch weiß ja womöglich EBEN nicht nur hilfreiches, sondern auch anderes, dunkles. HUH!

Aber es gab und gibt ja etliche Zeitzeugen, sowohl
[quote]im Umkreis seiner Heimatstadt Freilassing und auch im Allgäu, die seine Infos über
sichere bzw. unsichere Gebiete weitergaben und immer noch -geben.
Wenn man überleben will, nützen einem die besten und glaubwürdigsten Schauungen
nichts, wenn diese keine Angaben und Ratschläge zu auch nur halbwegs sicheren Orten
enthalten.
[/quote]
Ja, nur da wird es schon mantschig. Dieser Wunsch " Wenn man überleben will, will man konkretes" wird ja immer und immer herangetragen, immer schon, weil Menschen nämlich in der Naherwartung leben, auch wohl in Schauungen ( dazu später).
[b]Wenn Irlmaier gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Bombentreffer richtig
[quote]vorhersagen und dadurch offenbar Menschenleben retten konnte, mögen vielleicht
auch seine Angaben über noch bewohnbare Orte während der kommenden Ereignisse
stimmen.[/b]
[/quote]
Sofern Schauungen in der Naherwartung stimmen, zu einer Person zu der meinetwegen auch über drei Ecken persönlicher Bezug besteht, heißt das noch gar nichts zu Weltenwendedingensschauungen, die sind m.E. obskurer Weise ALLE kaum bestätigt. Was im Detail Irlmeier dazu sah, wissen wir leider gar nicht. Ich vermute Schauungsschnipsel aufgefüllt durch alles mögliche:Und dann; eigene Verarbeitung ( unbewusst passiert das wohl oft), eigene Interpretation ( der Seher versucht sich die Bilder zu erklären),Übereinstimmungen mit Prophezeiungen und auch gegenwärtiger "Erwartungen", Erwartungshaltungen und Suggestivfragen von Menschen, die halt KONKRETER WAS WISSEN wollen, und s.w.
Wer weiß?!
Ja eben, weiß halt keiner, das Haus, die Straße, das Dorf, die Gegend, wo es immer sicher sei.
Und weiß auch keiner, den Mensch, die Zeit, Schauungen sind Schlaglichter auf Zukünftiges und keineswegs Versicherungsbriefe.
wäre ja noch schöner! Stell Dir das mal vor: klar wäre durch dezidierte Schauungen, an die dann auch viel mehr Menschen zweifelsfrei glauben würde, wo es sicher sei. Das ginge doch gar nicht, weil die Wirkung aus dieser Ursache doch wäre, dass da nicht nur Reiche samt Schutztruppen dort wären, sondern eine FLÜCHTLINGSFLUT dann einsetzen würde, was ein Überleben ohne Versorgungspark, den es dann ja nicht gäbe, außer er würde vom Himmel fallen, schon wieder verunmöglicht.
So ist das nämlich mit Schaungen zum Weltendingens, allzu konkret GEHT GAR NICHT, sonst beißt sich die Katze in den Schwanz.

Viele freundliche Grüße, Rauhnacht

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... wird alles dem Erdboden gleich gemacht ...

BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 21:08 vor 1744 Tagen @ rauhnacht 4860 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 21:24

<"Problem: Die ... Wortwahl ...">

Hallo, Rauhnacht!

Genau! :ok:

Rill hört da z.B. etwas mit, und er schreibt dann seiner Frau:
"Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht
und vernichtet..
."

Woraufhin der Leser (irrig) vermeint, Jemand (!) werde aktiv/vorsätzlich
dort alles platt machen.
Beispielsweise mit Kanonen, Sprengstoff, Bomben und dergleichen.
Und zwar (ebenfalls irrig!) von Osten (!) her, bis zum Inn!
Denn:
"Von der Isar an wird den Leuten kein Leid mehr geschehen."
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31318

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Die Berge speien Feuer, woraufhin dann der russische Feldzug scheitert

BBouvier, Mittwoch, 17. Februar 2016, 13:11 vor 1743 Tagen @ BBouvier 5133 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 17. Februar 2016, 13:23

<"Problem: Die ... Wortwahl ...">

Hallo, Rauhnacht!

Genau! :ok:

Rill hört da z.B. etwas mit, und er schreibt dann seiner Frau:
"Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht
und vernichtet..
."

Woraufhin der Leser (irrig) vermeint, Jemand (!) werde aktiv/vorsätzlich
dort alles platt machen.
Beispielsweise mit Kanonen, Sprengstoff, Bomben und dergleichen.
Und zwar (ebenfalls irrig!) von Osten (!) her, bis zum Inn!
Denn:
"Von der Isar an wird den Leuten kein Leid mehr geschehen."
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31318

Beste Grüße!
BB

Daß diese Beurteilung richtig ist, zeigt der zuvorgehende Satz
des unbekannten Franzosen, dem Rill lauschte:
"Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen
und zwar im Süden bis Chiemgau, und die Berge sollen da Feuer speien,
und der Russe soll alles zurücklassen an Kriegsgerät
."

Und das (!) ist eben der Grund dafür, daß dann bis zur Donau runter
von Böhmen aus alles dem Erdboden gleich und vernichtet ist.

Hinweis:
Rill schreibt "da" und meint "dann".
Rill schreibt "wird vernichtet" anstelle von "ist vernichtet".
... so daß man irrig vermeint, im Chiemgau würden Berge Feuer speien
und durch menschliches Handeln werde alles vernichtet.

Das hat Irlmaier nicht gerafft, er meint, dort im Chiemgau
würden wohl irgendwelche "Berge" ... hääää?? :confused:
=>
[image]
Feuer speien und sagt, die Russen:
"... müssen alle nach Norden. (das dünkt ihm logisch, weil er ja meint,
im Süden, im Chiemgau, würden "Berge" Feuer speien ... weiter: )
Was sie bei sich haben, schmeißen sie alles weg."
Irlmaiers Vorlage Rill: Die Russen lassen alles Kriegsgerät zurück.

Irlmaiers Betrügereien sind streckenweise derart grausam peinlich,
daß es kleine Hunde jammert.
:crying:

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Der nach wie vor nicht trockengelegte Irlmaiersumpf

Taurec ⌂ @, München, Montag, 15. Februar 2016, 17:25 vor 1745 Tagen @ Explorer 5094 mal gelesen

Hallo!

Hat er überhaupt etwas zu dem Thema gesehen, oder wollte er sich nur wichtig machen oder Bücher verkaufen?

Hatte er ein Motiv, zum Lügen?

Habe ich schon das eine oder andere mal geschrieben.

Im Grunde ist wohl sein Verleger Conrad Adlmaier schuld, der das Phänomen Irlmaier vermarkten wollte und zusammen mit Irlmaier auf Basis älterer Prophezeiungen die Irlmaierprophezeiungen erfunden hat.

Diese wurden sowohl gedruckt, als auch von Irlmaier der an die Richtigkeit der Vorlagen glaubte (!) an Zeitzeugen weitererzählt.

Darüber hinaus hatte Irlmaier natürlich auch echte Schauungen, die fragmentarisch irgendwo in den Irlmaiertexten verstreut sind.
Das schreibe ich, weil immer wieder Leute kommen, die nur in Extremen denken können und einem dann vorwerfen, man wolle den ganzen Irlmaier in die Tonne treten, wodurch eine vernünftige Ausseinandersetzung mit dem Thema verhindert wird. ;-)

Was genau Irlmaier gesehen hat, ist nach wie vor nicht geklärt, weil es kaum möglich ist, dies aus den überlieferten Texten herauszusondern. Selbst bei Aussagen, die keine offensichtliche Vorlage haben, besteht der Verdacht, daß Adlmaier & Irlmaier wirre Theorien (z. B. über Bomberflotten, die Chemieteppiche legen) als Prophezeiung ausgegeben haben könnten. :-(

Irlmaier ist jedenfalls so verdächtig, daß mit ihm eine wesentliche Säule des Prophezeiungsszenarios, das über Jahrzehnte in Büchern immer wieder fortgezeichnet wurde, ins Wanken gerät und damit das ganze Szenario.

Entsprechend bewerte ich persönlich den russischen Feldzug derzeit als ein Ereignis, das möglicherweise überhaupt nie eintreten wird.
Hingegen halte ich eine mehrjährige Besetzung Deutschlands oder Teilen des Landes durch Russen für wahrscheinlicher. Diverse Blitzschauungen, die wir früher automatisch als "Feldzug" interpretiert haben, könnten in diesem Sinne eher "Besetzung" sein, die freilich mit der Finsternis/Oktoberkatastrophe endet.

Zum Glück haben wir über die "Weltenwende" genug Aussagen, auch aus neueren Visionen (Himmelskörper, Überflutungen, Impakte), daß unterm Strich schon etwas dran sein dürfte.

Es im Kopfe mal kurz rekapitulierend komme ich zu der Feststellung, daß von Irlmaier zur Finsternis so gut wie nichts originäres ausgesagt wurde, sondern weitestgehend Plagiate älterer Prophezeiungen.

Seine Aussagen über Flutwellen, die z. B. bis Berlin gehen, könnten echt sein, da so etwas in älteren Quellen meines Wissens nicht enthalten ist.
Darüber hinaus könnte er Szenen der Finsternis als Krieg fehlinterpretiert haben, wenn er z. B. sagt, daß die Flieger so viel Staub abwerfen, daß es in Salzburg dunkel werde.

Dieser Satz könnte ebenfall auf echter Irlmaierschau beruhen:
"Welche Jahreszeit es ist? Trüb, regnerisch und Schnee durcheinander. Vielleicht Tauwetter. Die Berge haben oben Schnee, aber herunten ist es aper (herbstliches Land?). Gelb schaut es her. Ich sehe vorher ein Erdbeben."

Darüber hinaus: Seine Zahlengeschichten (Achter und Neuner) sowie die Ermordung des Hochgestellten.

Beim Hochgestellten habe ich jedoch den Verdacht, Irlmaier hätte einfach den Auslöser des ersten Weltkrieges (Ermordung Erzherzog Franz Ferdinands am Balkan) einz zu eins als Blaupause für den dritten Weltkrieg genommen. Ein weiterer ermordeter Hochgestellter am Balkan, der einen Weltkrieg auslöst? Also wirklich... :stutz:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

Entschuldigung : Die Flieger und der "Gelbe Strich"

Dannylee @, Montag, 15. Februar 2016, 19:07 vor 1745 Tagen @ Dannylee 4925 mal gelesen

Hallo, Taurec,

bin aus Versehen auf die Eingabetaste gekommen.
Zu den Fliegern: Angeblich soll der "Gelbe Strich" nach Irlmaier nicht auf Salzburg
niedergehen, sondern viel weiter östlich, zwischen Prag und Stettin etwa. "Bei
uns werfen's nix runter", soll er gesagt haben. Freilassing liegt doch gar nicht
so weit entfernt von Salzburg.

Gruß

Dannylee

ist bekannt.

IFan @, Montag, 15. Februar 2016, 19:38 vor 1745 Tagen @ Dannylee 4812 mal gelesen

Hallo Dannylee,

ist bekannt. Ist aber auch normal, dass "Neue" bekannte Details noch einmal auf den Tisch bringen.

Gruß, IFan.

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Irlmaiers Behauptung zu Salzburg

BBouvier, Montag, 15. Februar 2016, 20:19 vor 1745 Tagen @ Dannylee 5099 mal gelesen

Hallo, Taurec,

bin aus Versehen auf die Eingabetaste gekommen.
Zu den Fliegern: Angeblich soll der "Gelbe Strich" nach Irlmaier nicht auf Salzburg
niedergehen, sondern viel weiter östlich, zwischen Prag und Stettin etwa. "Bei
uns werfen's nix runter", soll er gesagt haben. Freilassing liegt doch gar nicht
so weit entfernt von Salzburg.

Gruß

Dannylee

Hallo, Dannylee!

Es gibt eine Behauptung Irlmaiers, über Salzburg würde
derart viel "Staub" abgeworfen, daß es darunter völlig finster werde.

Was Irlmaier da gesehen hat, haben will, ob überhaupt?, etc.,
das wissen wir doch wieder mal überhaupt nicht!

Da weite Teile "Irlmaier" sich als reine Schwadronaden
erwiesen haben, wackelt auch obiges nicht unwesentlich.
Er behauptet, bei Salzburg würde derart viel "Staub" abgeworfen,
daß es darunter ganz finster würde...das sei der südliche Beginn seines "Gelben Striches".
Dafür müßte pro 25x25 Meter Fläche jeweils glatt eine ganze Tonne (!)
"Staub" abgeworfen werden - ein hahnebüchener Schwachsinn.

Vielleicht (!) hat er mal die uns mittlerweile sattsam bekannte
"Gelbe Asche" gesehen, die "danach" offensichtlich weite Teile
Mitteleuropas bedeckt:
=> Vermutlich schwefelsaure Auswürfe der böhmischen Caldera
oder aber Impaktaschen - und dann hat er sich "Flugzeuge"
dazu ausgedacht, wie ja auch den "Flieger", der eine "Bombe"
in die Nordsee wirft, woraufhin halb England untergehen würde.

Ganz abgesehen davon liegt uns eine Reihe Bilder vor,
die folgern lassen, daß lokal tatsächlich chemische Kampfmittel
eingesetzt werden. Beispielsweise südwestlich Nürnbergs
und auch im Großraum Würzburg:
Aber das ist wohl eine völlig andere Sache.

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Hochgestellter

throne @, Dienstag, 16. Februar 2016, 07:37 vor 1744 Tagen @ Taurec 4880 mal gelesen

Hallo Taurec

Beim Hochgestellten...

Hussein, Gaddafi,...fehlt: Assad.

Alles derselbe Kontext.

Syrien ist der Schlüssel.

Reine Spekulation zwar, aber ich wollte es wenigstens mal in die Runde werfen.

Gruß, throne

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Ghandi und Graf Bernadotte

BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 14:29 vor 1744 Tagen @ throne 4911 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 14:44

Hallo Taurec

Beim Hochgestellten...


Hussein, Gaddafi,...fehlt: Assad.

Alles derselbe Kontext.

Syrien ist der Schlüssel.

Reine Spekulation zwar, aber ich wollte es wenigstens mal in die Runde werfen.

Gruß, throne

Hallo, Throne!

Das ist ziemlich grausam - besonders von einem Althasi wie Dir ... :flower:

Irlmaier vermutete damals definitiv (!):
- Ghandi, ermordet im Januar 1948
- UN-Sonderbotschafter, Graf Bernadotte, ermordet im September 1948
- der Nächste ist es!!

Es ist völlig sinnfrei, angesichts der schier unzählig
vielen politischen Morden seitdem, bei Irgendeinem
mit "Eins!" anzufangen, zu zählen.
Ganz abgesehen davon, daß Hussein vom Irak doch gar nicht
einem Attentat zum Opfer fiel.

Zu "Bernadotte":
=>
"Am 17. September 1948 wurde er zusammen mit UN-Beobachter
Colonel André Serot von militanten Führern
der jüdischen Terroristen-Gruppe Lechi,
die manchmal auch als „Stern-Gruppe“ bezeichnet wird, erschossen.
Grund für die Ermordung war sein öffentliches Bekenntnis,
die palästinensischen Flüchtlinge hätten einen Anspruch,
in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen.
Seine Vorschläge zur Lösung des Flüchtlingsproblems
waren die Basis für die am 11. Dezember 1948
von der UNO-Vollversammlung beschlossene Resolution 194,
in der das Recht auf Rückkehr für die Flüchtlinge
beider Seiten festgestellt wurde.
Die Drahtzieher des Anschlags erhielten wenige Monate später
trotz dringenden Tatverdachts Generalamnestie
von der israelischen Regierung."

Gruß,
BB


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- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

"definitiv"

throne @, Dienstag, 16. Februar 2016, 16:18 vor 1744 Tagen @ BBouvier 4784 mal gelesen

bearbeitet von throne, Dienstag, 16. Februar 2016, 16:26

Hallo BB

Ich kenne ja auch alles, wo Irlmaier drauf steht, keine Sorge, aber ausgerechnet Du, der Du hier Irlmaier praktisch bis aufs Hemd ausgezogen hast willst mir gerade erzählen, was Irlmaier "definitiv" so gesagt haben will..?
Nicht immer gleich so grausam, bitte.

Edit: "Hussein vom Irak fiel nicht einem Attentat zum Opfer" - Sondern? (Er kam beim Radfahren ums Leben...?)


Gruß, throne

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Das war meine (!) Analyse ...

BBouvier, Dienstag, 16. Februar 2016, 16:29 vor 1744 Tagen @ throne 4824 mal gelesen

Hallo BB

Ich kenne ja auch alles, wo Irlmaier drauf steht, keine Sorge, aber ausgerechnet Du, der Du hier Irlmaier praktisch bis aufs Hemd ausgezogen hast willst mir gerade erzählen, was Irlmaier "definitiv" so gesagt haben will..?
Nicht immer gleich so grausam, bitte.


Gruß, throne

Hallo, Throne!

Ich schrieb:
"Irlmaier vermutete damals definitiv ..."

Das war meine Analyse!

Und - "gesagt" - hat er das ja wohl nachweislich.

Beste Grüße Dir! [image]
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Hochgestellter, die 999ste

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 16. Februar 2016, 18:22 vor 1744 Tagen @ throne 5109 mal gelesen

Hallo!

Es hat gar keinen Sinn, sich irgendwelche wirren Hochgestellten zu denken, wenn es dazu gar keine Schauungen gibt.

Siehe hier und zahlreiche weitere Beiträge.

Nicht zuletzt sollte sich die Interpretation schon an die Irlmaieraussagen halten.

Heißt:
Es muß am Balkan stattfinden und man sollte, wenn man schon abweicht, eine plausible Begründung liefern, warum es nicht der amerikanische, jugendlich aussehende Präsident sein soll, wie von Zeitzeugen Gärtner angegeben.

Daß etwas nicht glaubhaft ist, heißt nicht, alle denkbaren alternativen Spekulationen wären automatisch sinnvoll.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

nicht "wirr"

throne @, Mittwoch, 17. Februar 2016, 05:47 vor 1743 Tagen @ Taurec 4721 mal gelesen

Hallo Taurec!

Dein Duktus nötigt mich zu einer Antwort.
Für mich machen die drei Genannten Sinn. Aber ich bin auch nur eine von vielen Meinungen und wollte es einfach nur mal aufs Tapet gebracht haben. So what? Oder hat hier jemand irgendeine Deutungshoheit mit Löffeln gefressen?

Beste Grüße! throne

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Schon wirr

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 17. Februar 2016, 08:26 vor 1743 Tagen @ throne 4755 mal gelesen

Hallo!

Für mich machen die drei Genannten Sinn.

Schön für Dich.

Oder hat hier jemand irgendeine Deutungshoheit mit Löffeln gefressen?

Mit diesem Vorwurf stellt man sich völlig beratungsresistent und gibt zu, daß einem völlig egal ist, was der andere schreibt. Man macht fröhlich damit weiter, halbtrockengelegte Sümpfe wieder mit Wasser zu füllen. So ist das häufig, wenn Leute proklamieren, sie hätten eine Meinung.

Worin besteht denn der Sinn der Genannten, wenn es zu zweien gar keine Schauungen gibt und der dritte noch nicht mal zu den Aussagen paßt, die überliefert sind?
Alternativ könntest Du mir auch die Frage beantworten, wo ich Schauungen zu den ersten beiden finde und wie die Irlmaieraussagen zum dritten Hochgestellten auf Assad passen.

Es wäre schon sehr damit gedient, wenn Du statt ad personam zum Sachinhalt meines Beitrages Dich äußern würdest.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“

(Pseudo-)Irlmaier: Sibylle Michalda-Plagiat?

randomizer @, Sonntag, 21. Februar 2016, 22:47 vor 1739 Tagen @ BBouvier 5114 mal gelesen

Hallo BBouvier,

Deine Gegenüberstellung ist interessant und beachtenswert, beinahe sogar zwingend, danke dafür! Als echte Irlmaier-Kritik taugt sie aber nicht, da der kritisierte (angebliche) Irlmaier-Wortlaut ja erst drei Jahrzehnte nach Irlmaiers Ableben gedruckt wurde. Deine (berechtigte) Kritik entlarvt somit lediglich diesen späteren Pseudo-Irlmaier, einen Plagiats-Vorwurf gegen den leibhaftigen Irlmaier dürfen wir daraus diesmal nicht ableiten, das wäre nicht objektiv.

Viele Grüße
randomizer

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Nur "Pseudo"-Irlmaier!

BBouvier, Montag, 22. Februar 2016, 01:40 vor 1739 Tagen @ randomizer 4720 mal gelesen

<"Deine (berechtigte) Kritik entlarvt somit lediglich
diesen späteren Pseudo-Irlmaier,
einen Plagiats-Vorwurf gegen den leibhaftigen Irlmaier
dürfen wir daraus diesmal nicht ableiten,
das wäre nicht objektiv.
">

Vielen Dank, Randomizer!

Danke sehr für Deinen Hinweis - das hatte ich nicht bedacht!

Viele Grüße auch Dir!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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